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Karl Robert Langewiesche Verlag

 
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Die Paulskirche in Frankfurt am Main. Denkmal für den Aufbau Deutschlands. Bartetzko, Dieter. Hrsg.: Lixenfeld, Elmar. 2019. 80 S. 70 Abb. 24 x 16 cm. Gb. EUR 9,80. CHF 27,50 ISBN: 978-3-7845-4475-5 Langewiesche - Königstein
Bartetzko stellt die gesamte Geschichte dieses Bauwerks von 1782 bis 1998 im Spannungsfeld zwischen Traditionalisten und Modernisten dar. Dabei würdigt der Autor besonders das leidenschaftliche Ringen der Jahre 1945 bis 1948 um den Wiederaufbau sowie die Raumkonzeption und die Auffassung von ‘interpretierender Denkmalpflege’ der Architekten um Rudolf Schwarz.
Der Bordesholmer Altar (1521) und die anderen Werke von Hans Brüggemann. Die Blauen Bücher. Richter, Jan Friedrich. 2019. 64 S. 100 z. T. fb. Abb. 25 x 17 cm. EUR 7,00. ISBN: 978-3-7845-0299-1 Langewiesche - Königstein
1521 (in diesem Jahr stand Martin Luther vor dem Reichstag zu Worms) wurde der wohl größte Schnitzaltar Norddeutschlands für die Augustiner Chorherren-Stiftskirche in Bordesholm (Kreis Rendsburg) fertiggestellt bis auf die Bemalung der Flügel-Außenseiten (die nie erfolgte). Die Arbeiten könnten um 1515 begonnen haben, zwei Jahre vor Luthers »Thesen-Anschlag« an der Schlosskirche zu Wittenberg. Heute steht der Altar, wie seit 1666, im Dom zu Schleswig, wo der Stifter sein Grab hat.
Als Stifter gilt der (in der Bordesholmer Stiftsschule erzogene) Herzog Friedrich von Schleswig-Holstein-Gottorf (*1471, ab 1523/24 als Friedrich I. König von Dänemark / und Norwegen, †1533), beraten von seinem Kanzler Gottschalk von Ahlefeldt, dem in Bologna ausgebildeten Theologen und ab 1507 auch Bischof von Schleswig.
Dabei sollten die meisten der etwa 400 Figuren des 12,6 Meter hohen Schnitzwerks bis auf wenige Festtage (zumindest den Laien-Besuchern der Kirche) hinter Klappen verborgen bleiben, näm¬lich die Passions-Szenen bis zum „Pfingstwunder“ und Maria als „Himmelskönigin“. Stets sichtbar waren der „Sündenfall“ und die „Wiederkunft Christi“, hier aber ohne das übliche Droh-Potential, dafür Adam und Eva gleich doppelt mit vier renaissancehaft schönen Figuren. Das Programm ist Gegenstand vieler Diskussionen.
Dieses Buch beschreibt nicht nur die etwa 30 Szenen dieses Hauptwerks der Husumer Werkstatt von Meister Hans Brüggemann, sondern auch die anderen »Brüggemann«-Werke. Das Buch weist ferner auf die wich¬tigsten Arbeiten ihrer Nachfolger hin, von denen etliche in Dänemark und Schweden erhalten sind. Das erste »Blaue Buch« über den Bordesholmer Altar hat 1983 Dr. Horst Appuhn herausgegeben und 1987 überarbeitet. Für die vorliegende Ausgabe konnte Dr. Jan Friedrich Richter (Berlin) als Autor gewonnen werden, der 2011 ein kapitales Werk über Hans Brüggemann vorgelegt und zu ihm immer wieder publiziert hat. Mit Richter löst einer der besten »Brüggemann«-Kenner den Text von Appuhn ab. Gleichzeitig wird auf einige der 1987 von Appuhn behandelten Themen aus dem kulturgeschichtlichen Umfeld des Altars in den Bild-Beischriften dieser Ausgabe hingewiesen.
Von den 100 Bildern dieser Ausgabe stammen knapp 30 Farbaufnahmen von Alexander Voss (Altenholz bei Kiel) aus dem Jahr 2008, als der Altar frisch gereinigt worden war, während über 20 Schwarzweiß-Aufnahmen zu der 1953 von Appuhn aufgenommenen Brüggemann-Serie gehören.
So entstand eine anregende Mischung von »alten« und »neuen« Bildern sowie von aktuellen Fakten und teils kontroversen Meinungen, wobei auch alte Legenden referiert, aber als solche identi¬fiziert werden.
Der bald 500 Jahre alte »Kreuzigungs-Altar« erscheint in diesem Buch als ein Appell an die Kraft der Menschen-Freundlichkeit. Selbst das »Jüngste Gericht« droht hier nicht (etwa mit Höllendrachen oder dem Zug der Verdammten), eher lädt es ein zu feiern: die Menschlichkeit sogar der gebrochenen und getriebenen Gestalten, und »unterm Strich«, in den Predellen-Szenen, die Gemeinschaft freundlich-aufgeschlossener Menschen, die das Mahl teilen.
"Der Kleine Carl Larsson-Kalender 2020. Larsson, Carl. Engl.; Dtsch. 2019. 24 S. 12 Blatt fb. Abb., doppelseitig / aufgeklappt 46 cm hoch mit zusätzlichem Notiz-Kästchen-Kalendarium. 23 x 31 cm. EUR 9,80. " ISBN: 978-3-7845-9809-3 Langewiesche - Königstein
"Der Große Carl Larsson-Kalender 2020. Larsson, Carl. Franz.; Schwedisch; Engl.; Dtsch. 2019. 12 S. 12 Farbreproduktionen. 42 x 46 cm. EUR 19,80. " ISBN: 978-3-7845-9819-2 Langewiesche - Königstein
Die Residenz in Würzburg. Langewiesche-Bücherei. Miller, Albrecht. Überarbeitet von Helmberger, Werner. 2018. 50 S. 70 meist fb. Abb. Dtsch, engl, franz. Bildlegenden und Summerie. 21 x 15 cm. EUR 4,00. ISBN: 978-3-7845-1923-4 Langewiesche - Königstein
Der Band führt durch eines der berühmtesten Barock-Palais in Deutschland mit der staunenswerten Treppenhaus-Kuppel Balthasar Neumanns, ausgemalt von G. B. und D. Tiepolo, dem prunkvollen Spiegelkabinett und vielen anderen Attraktionen.
Die Justinuskirche in Frankfurt a. M. - Höchst. Die Blauen Bücher. Metternich, Wolfgang. 2017. 112 S. 245 meist fb. Abb., 25 x 17 cm. Pb. EUR 14,80. ISBN: 978-3-7845-4665-0 Langewiesche - Königstein
Die Justinuskirche in Frankfurt am Main-Höchst blickt auf eine lange Geschichte zurück. Die Basilika des 9. Jahrhunderts mit ihren nördlich der Alpen einzigartigen Kapitellen ist neben den späteren Um- und Anbauten nahezu vollständig erhalten, was allein schon einen Besuch rechtfertigt.
In der späten Gotik erhielt die Kirche mit dem hohen Chor und den Langhauskapellen nach außen hin weitgehend ihre heutige Gestalt. Maßgebend dabei war das Engagement der in Höchst ansässigen, sehr bedeutenden Niederlassung des ¬Antoniter-Ordens.
In der Innenausstattung der ununterbrochen katholischem Gottesdienst vorbehaltenen Kirche aber haben alle Jahrhunderte vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert ihre Spuren und hochrangige Kunstwerke hinterlassen: Altäre, Grabdenkmäler, Skulpturen und eine reiche liturgische Ausstattung, darunter die romanischen Skulpturen des 11. Jahrhunderts und der späten Gotik sowie der nach Motiven Martin Schongauers gemalte Kreuzaltar von 1485 und die gewaltige Schaubühne des barocken Hochaltares sowie eine der besten Konzertorgeln Deutschlands. Seine lange Geschichte und qualitätvollen Kunstwerke haben dem Gotteshaus den Ehrentitel „Bauwerk von nationaler Bedeutung“ eingetragen. In den vergangenen Jahrzehnten wurde die Justinuskirche mit viel Engagement und großen Spendenmitteln umfassend restauriert. Sie präsentiert sich und ihre Kunstwerke heute in altem Glanz.
Erst im März 2017 kam die überlebensgroße Skulptur des thronenden St. Antonius Abbas aus der Restaurierungswerkstatt zurück in die Kirche, wobei sich die geradezu einmalige Besonderheit und hohe Qualität dieses 1485 datierten und ausschließlich aus einem einzigen Walnuss-Baumstamm gearbeiteten Kunstwerks offenbarte.
Das Buch vermittelt einem breiten Leserkreis die lange und faszinierende Geschichte der Kirche und erläutert die zahlreichen herausragenden Kunstwerke in den alten Mauern. Zugleich wird dem Leser die neueste Forschung und Information über die Kirche mit zahlreichen Texten und 245 Bildern geboten.
Die Justinuskirche in Frankfurt a. M.-Höchst. Die Blauen Bücher. Metternich, Wolfgang. 2017. 112 S. 245 meist fb. Abb., . 25 x 17 cm. Leinen. EUR 22,80. ISBN: 978-3-7845-4666-7 Langewiesche - Königstein
Der Große Carl Larsson-Kalender 2018. Larsson, Carl. Franz.; Engl.; Schwe; Dtsch. 2017. 12 S. 12 fb. Abb. 42 x 46 cm. Spiralbindung. EUR 19,80. ISBN: 978-3-7845-9817-8 Langewiesche - Königstein
Der Kleine Carl Larsson-Kalender 2018. Larsson, Carl. Engl. ; Dtsch. 2017. 12 S. 12 fb. Abb. 23 x 31 cm. Spiralbindung. EUR 9,80. ISBN: 978-3-7845-9807-9 Langewiesche - Königstein
Dieser Kalender erscheint jetzt seit 1978 ununterbrochen. Die Motive für 2018: Sternsinger II – Spiegelbild (mit Brita) – Mein Schlafzimmer – Der Misthaufen – Esbjörn liest auf der Veranda in Sundborn – Frühstück unter der großen Birke – Sommer in Sundborn (mit Lisbeth) – Mummenschanz (Esbjörn, verkleidet) – Das Harken (mit Brita) – Meine Ätzwerkstatt (in Falun) – Das reicht, gute Nacht! – Der Tag vor Weihnachtsabend.
Dom und Domschatz in Limburg. Die Blauen Bücher. Kloft, Matthias Theodor. Foto(s) von Schawe, Marcel; Benecke, Michael. 2016. 123 S. 350 meist fb. Abb. 27 x 21 cm. Gb. EUR 17,80. ISBN: 978-3-7845-4826-5 Langewiesche - Königstein
Das „Blaue Buch“ stellt den Stand der Forschung zum Limburger Stift und Dom zuammenfassend dar. Der Autor, Diözesankonservator Prof. Dr. Matthias Th. Kloft, teilt dabei auch zahlreiche neue Erkenntnisse mit.
Kloft widmet sich den stilgeschichtlichen Fragestellungen ebenso wie den Motiven der Auftraggeber. Großzügige Stiftungen ließen die jeweiligen Vorstellungen einer sich ständig wandelnden Gesellschaft in die Baumaßnahmen, die Ausstattungsstücke und auch in ihre Bewahrung einfließen. Der Autor stellt sie uns als Zeugnisse einer lebendigen Glaubens- und auch politischen Geschichte wie auch als bedeutende Kunstwerke vor.
Allein schon die über 350 Farbbilder des Buches halten selbst für Kenner etliche Überraschungen parat. So wird augenfällig, dass der Limburger Dom und Domschatz nicht nur für die Kunst des Mittelalters steht, sondern „Glaubens-Kunst“ hoher Qualität aus nahezu allen Epochen zeigen kann.
Stichworte zur Geschichte: Bis 1803 war der Dom die Kirche eines Kanonikerstifts in der Erzdiözese Trier. Dieses Stift war bereits 910, vor der Zeit Kaiser Ottos d. Großen, zur Sicherung des Gedächtnisses an seinen Stifter gegründet worden. Rund 300 Jahre später, gegen 1235, wurde die Pfarrei Limburg in den Dom verlegt. Der heutige Bau wurde hauptsächlich in den Jahren zwischen 1175 und 1235 errichtet und verbindet staufisch-spätromanische mit frühgotisch-französischen Formen. Die Wandmalereien des 13. Jahrhunderts - überwiegend im Pfarrbereich der Kirche anzutreffen -, wurden 1975-1991 restauriert. Die im Dommuseum verwahrten Stücke aus dem Trierer Kirchenschatz, darunter die berühmte byzantinische „Staurothek“ und der in der Trierer Ekbertwerkstatt um 980 verzierten „Petrusstab“, schenkte der Herzog von Nassau 1827 dem 1821 neu gegründeten Bistum Limburg. Im Domschatz befinden sich aber auch herausragende Stücke aus dem Barock bis hin zu Kostbarkeiten des Art Déco der 1930er Jahre.
Der moderate Preis für diesen reichhaltigen Bildband ist dem großen Engagement aller Beteiligten, besonders auch dem Bistum zu verdanken.
Der Kleine Carl Larsson-Kalender 2017. Larsson, Carl. Engl.; Dtsch. 2016. 12 S. 12 fb. Abb. 42 x 46 cm. Spiralbindung. EUR 9,80. ISBN: 978-3-7845-9806-2 Langewiesche - Königstein
Der Große Carl Larsson-Kalender 2017. Larsson, Carl. Schwedisch; Engl.; Franz.; Deutsch. 2016. 12 S. 12 fb. Abb. Spiralbindung. EUR 19,80. ISBN: 978-3-7845-9816-1 Langewiesche - Königstein
Der Koloss von Prora auf Rügen. gestern – heute – morgen. Die Blauen Bücher . Wernicke, Joachim; Schwartz, Uwe. 2015. 180 S. 310, meist fb. Abb. 19 x 19 cm. Pb. EUR 14,80. CHF 21,90 ISBN: 978-3-7845-4903-3 Langewiesche - Königstein
Die 7 km lange Hotelanlage Prora auf Rügen für 20.000 Gäste wurde von der „KdF“-Organisation der Nationalsozialisten begonnen, aber nie ganz fertiggestellt und später vom Militär der DDR genutzt. Seit der „Wende” fehlt ein Nutzungskonzept. Die Bauten verfallen, außer jenen 20%, die durch Privatinitiativen genutzt und erhalten wurden wie z. B. durch das Museum Prora – Herausgeber dieses Buches – und das „One World Camp Youth Hostel”.
Die Autoren schildern zunächst die Geschichte der Insel und den Rügener Badebetrieb der Kaiserzeit, bevor sie das NS-Projekt Prora im einzelnen vorstellen, beginnend mit der NS-“Sozialpolitik“, die unter dem zynischen Begriff „Kraft durch Freude“ in Wahrheit nur Verachtung für die Erholung suchenden Feriengäste übrig hatte.
Sodann werden die Entwurfs-Phase und Vergleichsbauten des Architekten Clemens Klotz (Köln), bautechnische Besonderheiten sowie die Frage untersucht, ob bzw. inwiefern die Anlage NS-typisch genannt werden kann.
Das reich bebilderte Buch verwebt die deutsche Geschichte mit der von Prora bis heute und wirbt außerdem für ein neues Nutzungskonzept. Eine Führung durch die Anlage beschließt den Band.
Diese 3. Auflage berichtet von dem skandalösen Verkauf bedeutender Teile durch die Bundesregierung im Frühjahr 2006 an einen „Investor“, der bisherige Mieter mit zweifelhaften Mitteln hinausgedrängt hat. Auch der Abriss von zwei originalen Liegehallen an Block 1 wird berichtet.
Das Haus in der Sonne. Die Blauen Bücher . 2015. Larsson, Carl. Hrsg.: Langewiesche, Karl Robert; Übersetzt von Jungbeck-Grönland, Ellen. 80 S. 97 z. T. fb. Abb. 27 x 19 cm. Pb. EUR 12,80. CHF 18,90 ISBN: 978-3-7845-2701-7 Langewiesche - Königstein
Dieses Blaue Buch, 1909 vom Verleger Karl Robert Langewiesche zusammengestellt, hat Larsson weltberühmt gemacht. „Zwar handeln die mit überwältigendem Charme gemalten, gezeichneten und geschriebenen Geschichten davon, wie sich die Familie Larsson in einem ‘kleinen, hässlichen, unansehnlichen’ Bau einrichtet, aber viel mehr davon, wie sie sich mit sich selber einrichtet.” (DIE ZEIT). – Eine Auswahl von köstlichen Larsson-Texten wird begleitet von 19 Aquarell-Wiedergaben und 78 Larsson-Zeichnungen vom Leben seiner kinderreichen Familie auf dem Lande und in seinem selbst eingerichteten Haus in Sundborn, Dalarna / Schweden.
Der Große Carl Larsson-Kalender 2016. Larsson, Carl. 2015. Dtsch/Engl.;Franz;Schwedisch. 12 S. 42 x 46 cm. Spiralbindung. EUR 19,80. CHF 29,90 ISBN: 978-3-7845-9815-4 Langewiesche - Königstein
Der Kleine Carl Larsson-Kalender 2016. Larsson, Carl. 2015. Dtsch/Engl. 12 S. 23 x 31 cm. Spiralbindung. EUR 9,80. CHF 15,50 ISBN: 978-3-7845-9805-5 Langewiesche - Königstein
Hajeks Farb-Bad in Königstein: Eine Symbiose aus Architektur und Kunst von Geier + Geier mit Otto Herbert Hajek am Kurbad Königstein i. Ts.Hrsg.: Klempert, Gabriele; Köster, Hans-Curt. Beitr.: Berkemann, Karin; Gerbing, Chris; Hajek, Otto Herbert; Kowald, Rainer; Streppel, Eva Christine. 101 S. 185 meist fb. Abb. 22 x 27 cm. Gb. mit Schuber Langewiesche Verlag, Königstein 2014 EUR 39,80 CHF 46,90 ISBN: 978-3-7845-6306-0 Langewiesche - Königstein
»Eines der außergewöhnlichsten Bäder in Mitteleuropa« pries die Architekturhistorikerin Iris Meder in Ihrem Buch »Bade-freuden« (Wien 2011) das Kurbad.
Das 1977 eröffnete und 1989 erweiterte Hallenbad entstand als Symbiose aus Architektur und Kunst der Bäder-Architekten Geier + Geier mit dem bekannten Künstler Otto Herbert Hajek (»documenta«-Teilnehmer 1959 und 1964).
Einprägsame Charakteristika des Kurbads sind außer Hajeks „Wegmarken“- Wandgemälden im Inneren die verspiegelte Decke der Schwimmhalle und außen das Wechselspiel der Verglasung mit dem prallen, starkfarbig gefassten und teils scharrierten Sichtbeton – ein Fanal gegen den Graubeton des damals abklingenden Architektur-»Brutalismus«.
Erfreulich ist, dass 2014 fast die gesamte Ausstattung noch original erhalten ist.
Zu diesem Buch steuerte Dr. Karin Berkemann zahlreiche Fotos und den Haupttext bei, dem sich ein »Rundgang in Bildern« anschließt, gefolgt von einem Text des langjährigen Kurbad-Geschäftsführers Rainer Kowald und Eva Streppels Bericht über ihr Kurbad-Projekt mit der Kunstwerkstatt Königstein.
Der zweite Teil des Buches bietet eine Einführung von Dr. Chris Gerbing in das Werk Hajeks und einen unveröffentlichten Text Hajeks zum Thema Farbe (beide mit vielen Fotos von Dr. Gerbing), abschließend ein Interview mit den Architekten Ingeborg Geier und Wolfram Völlger von Dr. Karin Berkemann.
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Käthe Kollwitz. Schmalenbach, Fritz. Übersetzt von Grieve, Heide. 2014. Dtsch; Engl. 88 S. 27 x 19 cm. Pappe. Langewiesche, Königstein 20014. EUR 12,80. CHF 18,90 ISBN: 978-3-7845-2672-0 Langewiesche - Königstein
In diesem Buch wird, gestützt auf eine repräsentative Auswahl aus dem Werk von Käthe Kollwitz (Königsberg 1867 - 1945 Moritzburg) und wesentliche biografische Fakten, als Thema ihrer Kunst das Elementare menschlichen Leidens - von dem die Not der Armen nur eine der zahlreichen Formen ist - gesehen. Eine Kunst, die Not darstellt in der Absicht, die Herzen aufzurütteln, ist in hohem Maß davon bedroht, sentimental, rührselig zu werden. Dagegen ist die Kunst der Kollwitz ganz und gar unsentimental.
„Der um sorgfältige Wiedergabe der Originale bemühte Bildband bietet einen informativen Querschnitt des zeichnerischen und druckgrafischen Schaffens aus vier Jahrzehnten [dazu zwei Beispiele ihres bildhauerischen Werks, d. Verlag]. Sowohl bei den Zyklen als auch bei den Einzelblättern sind die künstlerisch entscheidenden Akzente berücksichtigt; unter dem Studienmaterial findet sich mancher selten reproduzierte Entwurf. Der (gekürzte) Essay von Fritz Schmalenbach gilt mit Recht als einer der substantiellen und authentischen Kommentare zum Werk der Käthe Kollwitz." (Hans Kinkel, Frankfurter Allgemeine Zeitung)
Dr. Fritz Schmalenbach war zuletzt Direktor der Lübecker Museen. Er hat 1946 gemeinsam mit August Klipstein die große Berner Gedächtnisausstellung veranstaltet und sich seitdem immer wieder mit dem Werk von Käthe Kollwitz interpretierend und forschend auseinandergesetzt.
Dieses Buch wurde 1965, im Jahr seines Erscheinens, als eines der „schönsten Bücher" ausgezeichnet. Es hat seither seine Faszination nicht eingebüßt, sondern sich in mehreren Auflagen neben zahlreichen anderen Kollwitz-Büchern ausgezeichnet behauptet. Dies wird nicht zuletzt auf sein klassisch zu nennendes Konzept zurückzuführen sein, das hinter dem offensichtlichen politischen Aspekt stets das elementar-menschliche Anliegen sichtbar macht und darum die Kollwitz nicht für ein politisches Lager vereinnahmt.
Der Naumburger Stifter-Zyklus. Elf Stifter und der Erschlagene im Westchor (Synodal-Chor) des Naumburger Doms. Straehle, Gerhard. Die Blauen Bücher . 2014. 104 S. 25 x 17 cm. Pb. EUR 12,80. CHF 18,90 ISBN: 978-3-7845-2962-2 Langewiesche - Königstein
Seit über hundert Jahren bemüht sich die Forschung um eine Erklärung der rätsel¬haften Stifterfiguren im Naumburger Westchor. Das vorliegende Buch unternimmt erstmals den Versuch, anhand von zuvor nicht ausgewerteten Urkunden und Dokumenten aus der Entstehungszeit des Zyklus das Geheimnis der Stifterfiguren und die Frage nach der Herkunft des Bildhauers zu lösen.
Gerhard Straehle stellt alle wichtigen Deutungen der Forschung vor und bespricht sie ausführlich. Seine historische Darstellung zeigt die Bedeutung des Stifterzyklus im Spannungsfeld zwischen geistlicher und weltlicher Macht im Naumburger Bistum und beschreibt den Kampf zwischen Bischof und Markgraf um die Programmatik des Zyklus im Naumburger Westchor.
Aus dem Inhalt: Der Westchor des Bamberger Architekten – Der Bildhauer aus Altzella – Historische Entwicklungen am Ende der Stauferzeit – Die Stifterfiguren in Einzelbeschreibungen – Voraussetzungen in der sächsischen Grabmalkunst – Das Programm der Westchorfenster – Deutungen der Forschung – Urkunden.
Die Evangelische Christuskirche in Oberursel. 1913/14: Ein programmatischer Aufbruch in Geist und Stil. Klempert, Gabriele / Köster, Hans-Curt. Fotograf: Rothe, Stefan. 2014. 64 S., zahlr. fb. Abb., 25 x 17 cm, Pb. EUR 9,80 CHF 14,90 ISBN: 978-3-7845-1082-8 Langewiesche - Königstein
Eine Symphonie in Holz kann noch heute erleben, wer diese ­Kirche betritt, die am 28. 6. 1914 eingeweiht wurde. Die Archi­tekten Curjel & Moser entwarfen sie, wobei sie (dem Wiesbadener Programm folgend) Altar, Kanzel und Orgel übereinander gestaffelt anordneten. Das Design des Raums markiert mit der Reihung großer Serien gleichförmiger ­Elemente einen Zwischenschritt nach dem Jugendstil, von ­Werkbund-Forderungen zum „Neuen Bauen“ der 1920er Jahre. Auch die expres­sio­nis­ti­schen Glasmalereien, entworfen von August Babberger, folgen einem modernen Leben-Jesu-Bildprogramm ohne Wunder-Szenen. „... ein für die Bauzeit sehr seltenes und bedeutsames Baudokument“ (A. Frenzel).
Ganz augenscheinlich hat das Besondere dieser Kirche in den letzten einhundert Jahren alle dafür Verantwortlichen davor bewahrt, sie auch nur in den kleinsten Kleinigkeiten zu verändern, zu „modernisieren“, wenn man von dem verhältnismäßig ­geringen Eingriff am Orgel-Prospekt und wenigen haustechnischen ­Einrichtungen absieht. So atmet der Kirchenraum, aber auch die Nebenräume, ja sogar die Treppenhäuser einen speziellen ­Aufbruchsgeist von 1913/14. Dieser Band der Blauen Bücher ­versucht, den Aufbruch als jenen einer damaligen liturgischen Erneuerungs-Bewegung zu beschreiben. Das Buch erinnert an die „Leben-­Jesu-For­schung“, in der zum Beispiel auch Albert ­Schweitzer eine bedeutende Rolle spielte. Es erinnert ferner an den 1907 gegründeten Deutschen Werkbund und seine Forderungen an Kunst und Handwerk nach Einfachheit und Gediegenheit.
Inhalt
Ortsgeschichte 2 – Pfarrer Alexander Heß 3 – Protestantische Kirchbau-Programme 4 – Das Wiesbadener Programm, ein Exkurs von Ralf-Andreas Gmelin 4 – Planung und Bau der Christuskirche 8 – Die Planungsphase 8 – Curjel & Moser Architekten 9 – Frühere Kirchen von Curjel & Moser 13 – Die Baubeschreibung von 1913 14 – Bauverlauf und Einweihung 18 – Zur Christuskirche im Kontext des zeitgleichen Kirchenbaus 21 – Zum Äußeren der Christuskirche 21 – Zur Innenausstattung der Christuskirche 22 – Die Orgeln 34 – Die Glasmalereien 36 – August Babberger 36 – Ein besonderer Leben-Jesu-Zyklus 38 – Zu den Glasmalereien in der Kunstgeschichte 48 – Die Glocken 60 – Anhang 62: Entwurfs-Kartons – Haustechnik – Quellen- und Literatur – Pläne
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