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Karl Robert Langewiesche Verlag

 
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Larsson, Carl: Unser Heim. 3., verbesserte Auflage. 48 S., 26 fb. Abb., 16 Zeichnungen, fb. Vor- und Nachsatzblätter. 23 x 27 cm. Gb. Langewiesche, Königstein 2006. EUR 14,80 ISBN: 978-3-7845-2740-6 Langewiesche - Königstein
Dieses Bilderbuch ist kein Bilderbuch, sondern eine Kampfschrift - wenn es nach dem Verfasser ginge. Der schwedische Maler Carl Larsson (1853-1919) begann mit dieser Aquarell-Serie, angeblich 1894 auf Anregung seiner Frau Karin, weil er während einer Regenperiode nicht draußen malen konnte. Mit dem Buch wollte Larsson 1899 "den Geschmack und das Familienleben reformieren", und das ist ihm in erstaunlichem Maß gelungen: mit diesen Bildern wurde er berühmt, und diese Art, sein Haus einzurichten, beeinflußt bis heute das Interior Design.
Die Texte begleiten die Bilder mit oft humorvoller, spontaner Nachdenklichkeit. Larsson bereichert mit ihnen die literarische Gattung der Plauderei um eine reizvolle Variante. Wenn Larsson scheinbar zu Kindern reden will, muß doch gesagt werden, daß zumindest die zahlreichen Themen europäischer und speziell schwedischer Erwachsener der 1890er Jahre - z.B. Erziehungsfragen oder Fragen der Wohnungs-einrichtung - für Kinder kaum verständlich sein werden (dies ist ein Grund dafür, daß diese Bilder von einem Verlag benutzt wurden, um ein Kinderbuch zu illustrieren: `Unser Haus'). Als Dokument des lebensreformerischen Aufbruchs jener Jahre ist der Text jedoch so erfrischend und vergnüglich zu lesen, daß wir das Original in Übersetzung vorgelegt haben.
Die Bilder entstanden über einen Zeitraum von einigen Jahren zwanglos neben den größeren Auftragsarbeiten aus dem Bedürfnis, Szenen aus dem Alltag von Larssons Familie festzuhalten. Nicht nur die wichtigsten Räume dieses Künstler-Hauses und -Haushalts, auch seine dörfliche Umgebung und natürlich die Kinder figurieren in diesem Buch
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Warnatsch, Stephan: Zisterzienser-Abtei Lehnin. Von der askanischen Familiengrablege zum Luise-Henrietten-Stift. Fotos v. Billeb, Volkmar. 2., aktualisierte Auflage 2007. 62 S., 102 Abb., davon 52 fb. 25 x 17 cm. (Blauen Bücher ) Pb EUR 6,50 Neuauflage in Vorbereitung ISBN: 3-7845-0816-2 Langewiesche - Königstein
Heute gehören die Konventsgebäude des etwa 30 km südwestlich Berlins gelegenen ehemaligen Klosters zum evangelischen Luise-Henrietten-Stift. Lehnin wurde 1180 von dem Herrscherhaus der Askanier gegründet und ist eines der ältesten Beispiele norddeutscher Backstein-Baukunst. Die Kirche wurde um 1270 vollendet, hochbedeutsam ist auch das kürzlich restaurierte sog. "Königshaus" des Klosters aus dem 14. Jahrhundert.
Kalden-Rosenfeld, Iris: Tilman Riemenschneider und seine Werkstatt. Mit einem Katalog der allgemein als Arbeiten Riemenschneiders und seiner Werkstatt akzeptierten Werke. Vorw. v. Rosenfeld, Jörg. 3., aktualis. u. erw. Aufl. 2006. 171 S., 284 Abb., dav. 55 fb. 25 x 17 cm. (Die Blauen Bücher) EUR 14,80 ISBN: 3-7845-3224-1 Langewiesche - Königstein
Riemenschneider (um 1460-1531) ist einer der letzten bedeutenden deutschen Bildhauer der Spätgotik. Weitgehend unberührt von den Einflüssen der Renaissance, war er ein Handwerksmeister mit außer- gewöhnlichem handwerklichen Geschick - das perfekte Finish seiner Figuren weist keinerlei Werkzeugspuren mehr auf. Trotz derVerwendung traditionellen Formengutes schuf er Neues und nie zuvor Gesehenes. Neben der verhaltenen Körpersprache seiner Figuren faszinierte damals und heute die Holzfarbigkeit der zumeist unbunt lasierten Skulpturen und das damit verbundene Spiel mit Licht und Schatten.
Erstmals seit 1982 wird in diesem schön gestalteten Blauen Buch das "Gesamtwerk" Riemenschneiders auf dem neuesten Stand der Forschung vorgestellt. Den deutschen Leser wird die erstaunlich große Zahl von Riemenschneider-Werken in den USA, Kanada, England, Frankreich usw. überraschen.
Dem Hauptteil des Buches, der die wichtigsten Werke ausführlich und mit zahlreichen Detailaufnahmen in chronologischer Folge vorstellt, folgt ein Katalog aller übereinstimmend als "gesichert" geltenden Werke des Meisters und seiner Werkstatt. Die Zu- und Abschreibungen zum oder vom eigenhändigen Werk Riemenschneiders, zu oder von seiner Werkstatt oder zu Nachahmern hat die Wissenschaft seit Jahrzehnten bis heute beschäftigt. Deshalb zeigt das neue Blaue Buch auch beliebte, aber "abgeschriebene" Werke.
Dabei ist die Arbeitsweise des Meisters und seiner Werkstatt ein Aspekt, den das handliche Buch immer wieder beleuchtet, sowohl in organisatorischer und technischer Hinsicht wie auch bezüglich der möglichen Vorbilder und Anregungen sowie Auftraggeber und Adressaten.
Das Vorwort schildert die Geschichte der Riemenschneider-Verehrung und -Forschung. Auch Riemenschneider wurde von der deutsch-nationalen und später der Nazi-Politik vereinnahmt als besonders 'deutscher' Künstler. Erst Thomas Mann hat in seiner amerikanischen Rede Ende Mai 1945 Riemenschneider für 'das andere Deutschland' reklamiert, auch er aber noch geleitet von einem eher romantisch verzerrt zu nennenden Künstlerbild.
Die Autorin Dr. Iris Kalden-Rosenfeld ist wie Dr. Jörg Rosenfeld, der das Vorwort beisteuerte, seit Jahren in der Riemenschneider-Forschung engagiert. Sie nahm 1999 mit einem viel beachteten Referat an dem Riemenschneider-Symposion in Washington D.C. teil und ist Mitautorin des Ausstellungskatalogs Würzburg 2004 (Teil Werke seiner Blütezeit).
Die 2. Auflage 2004 wurde um 17 Objekte erweitert, die 3. dritte Auflage 2006 wurde gegenüber der 2. Auflage um nochmals 12 Stücke erweitert, darunter um drei Arbeiten von Schülern Riemenschneiders, die in einem eigenen Kapitel vorgestellt werden. Außerdem wurden die neuesten Entdeckungen und Erkenntnisse eingearbeitet, der Katalogteil konnte großzügiger gestaltet werden. Der Band ist damit wiederum die einzige lieferbare und aktuelle, wissenschaftlich fundierte Darstellung von Riemenschneiders Gesamtwerk.
Umgebindehäuser. Die Bauweise einer einzigartigen Hauslandschaft in Europa. Hrsg. v. Sächsischer Verein für Volksbauweise. Redakt.: Cieslak, J /Goldberg-Holz, C /Gosteli, J /Richter, K /Schulz, A /Schurig, C. 2006. 192 S., 280 Abb., dav. 180 fb 25 x 17 cm. (Blauen Bücher ) Pb EUR 24,80 ISBN: 3-7845-5210-2 Langewiesche - Königstein
Das neue Standardwerk zu der einzigartigen Bauweise im „Umgebindeland“:
Über 20.000 der eigentümlichen Umgebinde-Häuser stehen noch im Dreiländer-Eck Deutschland – Polen – Tschechien, sind aber vielfach abrissgefährdet.
Eine einmalige Hauslandschaft hat sich im östlichsten Zipfel Deutschlands, der südlichen Oberlausitz, und den angrenzenden Gebieten, auch Polens und Tschechiens, in erstaunlicher Dichte erhalten. Sie ist durch die Umgebinde-Bauweise gekennzeichnet, grob gesagt eine Kombination von Blockhaus und Massivbau sowie meist auch Fachwerk und der namengebenden Stützkonstruktion, dem „Umgebinde“. Seit längerem ist Literatur zum Thema nicht mehr lieferbar. 32 Autoren aus verschiedenen Fachrichtungen, aus Deutschland, Polen und Tschechien, betrachten alle Aspekte der Umgebindehäuser, z. B. Konstruktion, Geschichte, Verbreitung, Umgebinde und Ökologie, Sanierungs-Problematiken, Haustechnik, Wohnqualität.
Das Buch wirbt nicht nur für den Erhalt der oft (und oft vergeblich) unter Denkmalschutz stehenden Bauten, sondern auch für die alten Handwerkstechniken sowie eine Ressourcen schonende, umweltgerechte Bau- und letztlich Lebens-Weise.
DIE AUTOREN und IHRE THEMEN:
Allgemeines: Jürgen Cieslak: Die Oberlausitz und ihre Bewohner – Hans Mirtschin: Umgebindeland Oberlausitz / Anmerkungen zur Kulturgeschichte der Region – Peter Poprawa: Umgebindehaus und Dorfleben im Spiegel der Volkskultur – Christian Schurig und Karl Bernert: Die Konstruktion des Umgebindehauses – Thomas Noky: Umbinden oder Hineinstellen / Überlegungen zur Entwicklung und Verbreitung von Stube und Umgebinde – Karl Bernert: Zierendes am und im Umgebinde – Heinz Rentsch: Farbe, Schutz und Schmuck am Umgebindehaus – Kerstin Richter: Leben im Umgebindehaus – Jürgen Cieslak: Kachelofen im Umgebindehaus – Ulrike Neumann: Gärten am Umgebindehaus. – Die wichtigsten Verbreitungsgebiete: Ulrich Rosner: Das Umgebindehaus in der südlichen Oberlausitz – Steffen Orgas: Umgebindehäuser in der nördlichen Lausitz – Hartmut Gräfe: Umgebindehäuser im Elbsandsteingebirge / Oberes Elbtal – Bretislav Vojtísek: Umgebindehäuser in Nordböhmen – Ingrid Augstenova: Das Umgebindehaus im Böhmischen Mittelgebirge und seine reich verzierten Giebel – Elzbieta Trocka-Lesczcynska: Umgebindehäuser in Niederschlesien – Elzbieta Rdzawska: Das Umgebindehaus östlich der Neiße. – Einige Orte: Hans-Joachim Roth: Im Herzen des Umgebindelandes: Der Denkmalort Obercunnersdorf – Wieland Menzel: Dittelsdorf / ein Umgebinde-Guckkasten – Rudolf Heinze: Bertsdorf und seine Umgebindehäuser – Christine Goldberg-Holz: Waltersdorfer Sandstein-Türstöcke – Stefan Wollmann: Umgebindehäuser in Schirgiswalde. Die Versteinerung des Ortskerns nach 1870. –
Hausgeschichten: Arnd Matthes: Ein Umgebindehaus in Döhlen bei Bautzen – Horst Lommatzsch: Haus in Postelwitz – Knut Wolf: Umgebindehaus „Lieske & Häbler“ in Großschönau – Erdmann Michel: Sanierung eines Hauses in Hainewalde – Fried und Thomas Rieß: Die Umsetzung eines Umgebindehauses – Eberhard und Gunter Köster: Sanierung eines Umgebindehauses in Sebnitz – Monika Herzog: Neunutzung: Das „Reiterhaus“ in Neusalza-Spremberg: Baudenkmal und Museum. – Vergangenheit und Zukunft: Ursula Windelband: Verlorene Dörfer – Günter Vallentin: Umgebindehäuser / ein Kulturerbe mit regionalpolitischer Bedeutung. –
ANHANG: Kurzbiographien der Autoren – Orts-Register. – Ausfaltkarte.
Götz, Ernst: Die Stadtkirche Unserer Lieben Frau in Friedberg in Hessen. 2006. 96 S., 130 fb. Abb. 27 x 21 cm. (Blauen Bücher ) Gb EUR 14,80 ISBN: 3-7845-4490-8 Langewiesche - Königstein
Im Jahr 2006 blickte die evangelische Stadtkirche Friedberg (Hessen) auf 700 Jahre ihrer Geschichte zurück: Im Mai 1306 wurde der Hochaltar im gotischen Neubau geweiht, von dem damals allerdings erst der Chorbereich fertig gestellt war. Aus diesem Anlass erschien Anfang April 2006 das neueste Blaue Buch, die erste größere Monographie über diese bedeutende Stadtkirche. Eine der größten hessischen Hallenkirchen dominiert in Konkurrenz zum Burgturm die Dächer der Wetterauer Kreisstadt Friedberg. Der Neubau war um 1260 begonnen worden und wurde erst um 1420 vollendet, Reste des spätromanischen Vorgängerbaus der Zeit um 1200 blieben erhalten. Als Kostbarkeit gilt außer dem gotischen Lettner und dem spätgotischen Sakramentshaus die vollständige Farb-Verglasung der Kirche mit bedeutender Glasmalerei sowohl aus dem Mittelalter als auch aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Die 200 Bilder des Buches werden selbst Kenner überraschen.
Buchholz, Marlies: Anna selbdritt. Bilder einer wirkungsmächtigen Heiligen. 2005. 90 S., 110 meist fb. Abb., 25 x 17 cm. (Blauen Bücher) Pb EUR 19,80 ISBN: 3-7845-2113-4 Langewiesche - Königstein
Die hl. Anna, Mutter der Gottesmutter Maria, meist mit Tochter und Enkelkind Jesus ‘selbdritt’ dargestellt, galt im Spätmittelalter als ‘Superheilige’. Ausgestattet mit magischer und sexueller Potenz, mit bergendem und gefährlichem Aspekt, ‘zuständig’ für Reichtum, Fruchtbarkeit, weibliche Leiden und Erlösungsbedürfnisse, war sie die beliebteste Patronin der führenden Schichten sowie Symbol weiblicher Integrität und Autonomie in einer männlich dominierten Welt. Ausgehend vom Sippen-Altar des holsteinischen Frauen-Klosters Preetz betrachtet die Autorin in diesem, aus ihrer Magisterarbeit hervorgegangenen Buch die Geschichte des Annenkults und die Varianten des Annen-Bildes in der Kunst unter kulturgeschichtlichen Aspekten – wie z.B. dem der Hebamme – oder unter dem Stichwort ‘Ekstase und Vergiftung’, um der Bedeutung, die das Bild der Anna selbdritt in sich schließt, auf die Spur zu kommen.
Hölzinger, Hiltrud A /Uslular-Thile, Christina: Jugendstil in Bad Nauheim. 2005. 200 S., 350 fb. Abb. u. Pläne 27 x 29 cm. Ln EUR 34,90 ISBN: 3-7845-7100-X Langewiesche - Königstein
Bad Nauheim zählt allein schon durch seine Kur-Anlagen zu den wichtigsten Jugendstil-Städten der Welt. Die Grafikerin und Fotografin H. A. M. Hölzinger feiert den Jugendstil in diesem von ihr gestalteten Buch mit großformatigen Fotos, vielen Details und einem interessanten Layout. Die Kunsthistorikerin Uslular-Thiele begleitet die Bildsequenzen mit kurzen Texten, die den Bezug zur Entwicklung des deutschen Jugendstils zeigen. Im Anhang bietet sie Biografien der in Bad Nauheim tätigen Künstler. Mit seinen Forschungsergebnissen und dem reichhaltigen Bildteil ist das Buch für Kunsthistoriker ebenso unentbehrlich wie für Jugendstil-Liebhaber.
Anette Lenzing. Gerichtslinden und Thingplätze in Deutschland. 192 S., 293 Abb., dav. 213 farbig. 25 x 17 cm, Gb. DIE BLAUEN BÜCHER. EUR 24,80 ISBN: 3-7845-4520-3 Langewiesche - Königstein
Dorf-Linden oder -Eichen, manchmal über 1000 Jahre alt, und oftmals noch ältere „Thing“-Versammlungsplätze waren und sind nicht nur ein Thema für Romantiker, Naturschützer und Denkmalpfleger. Sie wurden auch von Nationalisten und schließlich den Nationalsozialisten missbraucht. Die Landschaftsarchitektin Dipl.-Ing. Anette Lenzing beschreibt mehr als 80 der bedeutendsten Gerichts-Bäume und Thingplätze in ganz Deutschland. Dabei wurde sie von den örtlichen Naturschutz- und Denkmalschutzbehörden sowie vielen Archivaren und Heimatforschern unterstützt. Einleitend betrachtet sie die über 1000-jährige Rechtsgeschichte bis zur Perversion durch die Nazis. Stets illustriert mit neuen, meist auch historischen Bildern und Karten, beschreibt der Katalogteil des Buchs Gestalt, Geschichte und lokale Rechtsgeschichte, Legenden und ggf. Probleme der einzelnen Plätze, Anlagen und Bäume, von denen viele eingetragene Kulturdenkmale sind.
Findeisen, Peter: Halberstadt Dom, Liebfrauenkirche, Domplatz. Mit einem Beitrag von Adolf Siebrecht. 4., überarb. Aufl. 95 S., 170 Abb., davon 73 fb. 24 x 17 cm. (Blauen Bücher ) Pb EUR 7,50 ISBN: 3-7845-4605-6 Langewiesche - Königstein
Das Ensemble am Halberstädter `Domplatz' wird hier im Zusammenhang behandelt: der immense Domschatz und der berühmte Dom ebenso wie sein - für uns - unverzichtbares Gegenüber, die Reformkanoniker-Stiftskirche Unser lieben Frau, aber auch die wichtigsten der übrigen Gebäude, die dem Platz seinen unverwechselbaren Charakter geben.
Romanische Reform-Architektur wird durch die Liebfrauenkirche trotz sichtbarer Planänderungen in hervorragender Weise repräsentiert (11./12. Jh.). Die Skulpturen ihrer Chorschranken erinnern an St. Michael in Hildesheim, und auch unter dem Triumphkreuz werden auswärtige Erinnerungen wach. In dem Barbara-Kapellen-Anbau finden wir einen vollständigen gotischen Gewölbemalerei-Zyklus, und der Kreuzhof vermittelt ein romantisches Ambiente. Vom Liebfrauenstift aus sollte die seelsorgliche Durchdringung der Diözese betrieben werden. Der auf karolingische - und damit auf ältere als die magdeburgischen - Ursprünge zurückgehende Dom sah sich wie die Diözese insgesamt seit ottonischer Zeit in Konkurrenz zu Magdeburg. Der Halberstädter Dom ist , wie er heute steht, einheitlicher in seiner französisch-hochgotischen Gestalt (Bauzeit im wesentlichen 1240-1491). Vor allem aber ist mehr von seinen Klausurbauten und seiner Ausstattung bewahrt, nicht zuletzt im Domschatz: der Hallen-Lettner, die eigentümlichen Querhaus-Emporen, Glasmalerei, Skulptur, Lesepult, Leuchter, Chorgestühl, Taufbecken, Sakramentsschrank, Triumphkreuzgruppe, Altaraufsätze, Altargerät, liturgische Bücher, Reliquiare, Textilien wie liturgische Gewänder und Altarbekleidungen, Wandteppiche u.v.a.m. Einzelne Stücke erinnern auch an geistliche Spiele wie das „Adams-Spiel", das hier im Mittelalter aufgeführt wurde.
Die profane Platzbebauung - darunter mehrere ehemalige Kuriengebäude - stellt der Band ebenfalls vor. Unter diesen sind der Petershof sowie das heutige Städtische Museum und das Haus des Dichters J.W.L. Gleim bekanntere Bauten. In großer Anstrengung kaum saniert, sind einige dieser Gebäude 1993 schon Opfer von Brandstiftern geworden...
Altaras, Thea: Synagogen und jüdische Rituelle Tauchbäder in Hessen - Was geschah seit 1945? (Die Blauen Bücher ). Eine Dokumentation und Analyse aus allen 264 hessischen Orten, deren Synagogenbauten die Pogromnacht 1938 und den Zweiten Weltkrieg überstanden: 276 architektonische Beschreibungen und Bauhistorien, aus dem Nachlass. Hrsg.: Gabriele Klempert, Hans-Curt Köster. Beitr.: Heinrich Nuhn. 2., bearb., erw. u. aktualis. 400 S., 1244 z. T. fb. Abb., 27 x 21 cm. Gb Langewiesche, Königstein 2007. EUR 39,80 ISBN: 3-7845-7794-6 Langewiesche - Königstein
Dieses Buch ist eine kombinierte, bis 2004 aktualisierte und erweiterte Ausgabe der beiden Bücher, die Thea Altaras 1987 und 1994 der Erinnerung an das - ansonsten zumeist vergessene - vernichtete hessische Land-Judentum widmete.
Auch `nach Auschwitz' wurden (ehemalige) Synagogen abgerissen oder verschandelt, auch nach 1945 wurde weiter die Erinnerung an das hessische Landjudentum getilgt.
Dem stellte Thea Altaras 1987 ihren Katalog von 223 Synagogenbauten entgegen, deren Überreste 1945 noch erhalten waren: „Synagogen in Hessen - Was geschah seit 1945?"
Dieses Buch handelt bewusst hauptsächlich vom Umgang der Nachkriegsdeutschen mit ihrer Geschichte. Sie vermauern, reißen ein und verändern die Zeugnisse jüdisch-christlichen Zusammenlebens so radikal, daß kaum wiederzufinden ist, was einmal war. Bevölkerung und Behörden beteiligten sich gleichermaßen. An diesen Beispielen läßt sich der im hessischen Denkmalschutz von 1974 politisch definierte Denkmalbegriff begreifen.
Altaras beschreibt Gestalt und Geschichte aller 1945 verbliebenen, zumeist ländlichen Synagogenbauten und ihrer Überreste. Damit führt sie ebenso in Zeiten von Not und Enge, Terror und Vernichtung wie auch in eine Vergangenheit des Miteinander verschiedener Glaubensgemeinschaften und Ethnien. Für die Wiederherstellung dieser Zeugnisse ist es zu spät. Noch besteht aber die Möglichkeit, in den Landgemeinden nach den Spuren der gemeinsamen Geschichte zu suchen und diese Zeugen der Vergangenheit als ständige Mahnung zu schützen.
Ihr Buch von 1987 leitete ein allmähliches Umdenken ein, so dass die Autorin 1994 einen zweiten Band vorlegte: „Das jüdische Rituelle Tauchbad und: Synagogen in Hessen - Was geschah seit 1945, Teil II".
In diesem Buch bot Altaras dreierlei:
1) - eine Dokumentation ehemaliger jüdischer Ritueller Tauchbäder, „Mikwa'ot" (hebräisch Mikwa, Mehrzahl: Mikwa'ot) mit 37 Dokumentationen von solchen Ritualbad-Anlagen in Hessen. Die Dokumentation wird eingeleitet von einer grundsätzlichen Darstellung der religiösen Hintergründe und Vorschriften sowie der historischen Bedingungen für die Tauchbäder. Hier beantwortet Thea Altaras auch Fragen, welche in der Frankfurter „Mikwa"- Ausstellung von 1992/93 offen blieben.
2) - Nachträge mit Dokumentationen derjenigen baulichen Reste ehemaliger Synagogen, die in den Band von 1987 nicht aufgenommen wurden (zum Teil auch vor 1933 aufgegebene Synagogen).
3) - Bericht über die seit 1987 zu verzeichnenden positiven und auch negativen Nachrichten zu den im ersten Band von 1987 dokumentierten Bauten: Maßnahmen, die sowohl dem Erhalt dienen als auch der würdigeren Nutzung, weiterer Abriß sowie weitere Duldung von Verfall und Verschandelung, ferner die Anbringung von Gedenktafeln, welche auf die Ausgrenzung, Vertreibung, Verschleppung und schließlich Ermordung der Bürger jüdischen Glaubens oder Glaubensherkunft sowie die Schändung ihrer Gotteshäuser 1933 bis 1945 hinweisen. Damit verfügte Hessen als erstes Bundesland über eine derart vollständige Dokumentation.
Thea Altaras starb am 28.9.2004 nach Vollendung ihrer Text-Arbeiten an der hier angezeigten kombinierten und aktualisierten Neuausgabe ihres Hauptwerks, die im September 2007 erschienen ist. Die Verzögerung des Erscheinens ist auf unsere Schwierigkeiten bei der postumen Bildredaktion erklärbar. - Vgl. auch "Stätten der Juden in Gießen", Titel-Nr. 7793-8
Thea Altaras, Jüdin, in Zagreb geboren, ihre Eltern waren Deutsche, wurde im jüdischen Glauben erzogen. 1941-1945 Verfolgung, Lager und im jugoslawischen Widerstand. 1953 Diplom-Ingenieur in Architektur. Seitdem als Architektin berufstätig. Seit 1965 in der Bundesrepublik Deutschland, deutsche Staatsbürgerschaft 1968. Im öffentlichen Dienst von 1965 - 1984 als Planungsarchitektin in staatlichen Hochbauämtern in Konstanz, Gießen und Marburg/L. tätig. Verheiratet, eine Tochter. 1989 Ehrendoktorwürde der Universität Gießen in Würdigung der vorliegenden Arbeit. 1995 Hedwig Burgheim-Medaille der Stadt Gießen. 1998 Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. 2001 Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Gießen in der Nachfolge ihres verstorbenen Mannes Prof. Dr. Jakob Altaras.
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Kinderbilder von Carl Larsson. 20 Postkarten nach Gemälden von Schwedens beliebtestem Künstler. Abb. v. Larsson, Carl. 2004. 40 S., 20 fb. Abb., 13 x 18 cm. Pb EUR 9,80 ISBN: 3-7845-2750-7 Langewiesche - Königstein
Hannes Möhring: König der Könige - Der Bamberger Reiter in neuer Interpretation. 64 S., 47 Abb., dav. 17 fb., 25 cm, Br., Langewiesche Nachfg. Königstein 2004, EUR 5,00 ISBN: 3-7845-2141-X Langewiesche - Königstein
Wen sollte der Bamberger Reiter darstellen? Ist mit der berühmtesten Skulptur im Bamberger Dom, geschaffen vor ungefähr 770 Jahren im Zeitalter der Kreuzzüge – seit über 100 Jahren Thema in der Kunstgeschichte und schon vor 1933 von Nationalisten missbraucht –, überhaupt eine historische Person gemeint, etwa der 1080 heiliggesprochene Ungarnkönig Stephan?
Der Mittelalterhistoriker Dr. Dr. Hannes Möhring, Privatdozent an der Universität Bayreuth und Träger des Stauferpreises 2000, ist durch Veröffentlichungen zur Geschichte der Kreuzzüge und zur Bedeutung mittelalterlicher Endzeit-Erwartungen bekannt. Vor dem Hintergrund biblischer Aussagen und ihrer Rezeption im Mittelalter bietet er eine neue Deutung des Bamberger Reiters.
Unter der Regierung Kaiser Friedrichs II. zu einer Zeit entstanden, als man in Europa den baldigen Zusammenbruch der Macht des Islam und das Ende der Welt erwartete, sei mit dem waffenlosen Reiter der „König der Könige“ aus der Offenbarung des Johannes gemeint. Als Darstellung des wiederkehrenden Messias habe er daran erinnern sollen, dass am Ende das Christentum siegen werde, allerdings weniger durch blutige Kreuzzüge als durch die Predigt von Gottes Wort.
Nach der Entfaltung seiner These setzt Möhring auch andere Figuren des Bamberger Domes (darunter Ecclesia und Synagoge, Maria und die sog. Elisabeth, die Märtyrer Dionysius und Stephan, den lachenden Engel und den Posaunenengel) in Beziehung zum Reiter. Sodann diskutiert er die zahlreichen Versuche von Kunsthistorikern, den Reiter zu identifizieren, und geht dabei unter anderem der Frage nach, ob der Reiter nicht nur als Darstellung des Messias, sondern zugleich auch als Kryptoporträt Friedrichs II. konzipiert sein könnte, weil Friedrich von seinen Zeitgenossen mehrfach mit dem Messias verglichen worden ist. Abschließend lässt Möhring uns teilhaben an den Endzeit-Erwartungen im 13. Jahrhundert, den damals gehegten Hoffnungen der europäischen Christen auf den Zusammenbruch des Islam und an ihren Auseinandersetzungen über den Sinn von Kreuzzügen bzw. die Tötung von Glaubensfeinden. Dies erinnert an Diskussionen heutiger Friedensbewegungen ...
Nicht nur wegen der heute wieder als bedrohlich empfundenen Macht des Islam ein durchaus aktuelles Buch!
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Erdmann, Wolfgang: Die Reichenau im Bodensee. Geschichte und Kunst. 11. erw. Aufl. 2004. 64 S., 81 meist fb. Abb., 24 cm. (Blauen Bücher ) Pb EUR 5,00 ISBN: 3-7845-1222-4 Langewiesche - Königstein
Die geschichtsträchtige Gemüse-Insel ist international vor allem wegen ihrer Buch- und Wand-Malerei aus karolingischer und ottonischer Zeit berühmt. In die Geschichte trat die Insel mit der Gründung der Abtei, der Überlieferung nach im Jahre 724. Vom 9. bis zum frühen 11. Jahrhundert dauerte ihre lange Blütezeit. Der Autor, der viele Jahre auf der Insel im Auftrag des Landesdenkmalamts tätig war, schildert die Geschichte der Abtei, in der so bedeutende Mönche lebten und arbeiteten wie der Wissenschaftler Hermann der Lahme oder der Dichter Walahfrid Strabo. Erdmann beschreibt die Leistungen der vielseitigen Mönche auf den verschiedensten Gebieten, so in Gartenbau, Politik, Musik, Sprachwissenschaft, Theologie, Naturwissenschaften und natürlich vor allem in Architektur und Kunst. Ein Blick auf die Geschichte von Pfalz und Flecken Reichenau fehlt nicht.
Der Beschreibung der Bau- und Ausstattungsgeschichte der drei Kirchen widmet er breiten Raum, bevor er zu seinem wichtigsten Thema kommt, der Geschichte der «Reichenauer Bildkünste»: Buch- und Wandmalerei, Elfenbein- und Goldschmiede-Kunst, Skulptur. Geschickt stellt er deren Charakteristika in ausführlichen Erläuterungen exemplarischer Bilder dar, die er auf je einer Doppelseite gegenüberstellt. Basis der Mönche war - entgegen weitverbreiter Meinung - weniger die byzantinische Kunst als ein oberitalienisches Evangelistar des 6. Jahrhunderts. Bei all seinem wissenschaftlichen Ernst und Gewicht ist das großzügig, zumeist farbig illustrierte Buch doch auch für Laien leicht lesbar. Lediglich ausführliche Literaturhinweise bezeugen seinen zweiten Charakter als Beitrag zur laufenden wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Geschichte der Reichenau.
Reuter, Reinhard: Dörfer in Hessen. Siedlungsformen - Hofformen - Hausformen. Hrsg. v.Landesamt f. Denkmalpflege Hessen. Bd 3: Reuter, Reinhard /Beck, Christoph: Hrsg. v.Landesamt für Denkmalpflege Hessen. 2004. 210 S., 500 Abb., Pläne u. Skizzen. 30 cm. Pp EUR 29,80 ISBN: 3-7845-7053-4 Langewiesche - Königstein
Die Bestandsaufnahmen in acht ausgewählten Dörfern umfassen maßstäbliche Zeichnungen, Fotos, Karten und Texte.Die anschließende Auswertung bietet neben einer Zusammenfassung der Gemeinsamkeiten und Unterschiedeinsbesondere je ein Verzeichnis der vorgefundenen Bauformen und Fachwerkformen mit genauen Datierungen sowieZeichen- und Worterklärungen, Statistiken und Literaturverzeichnis.
Bd. 3 untersucht die Dörfer Eltville-Hattenheim, Hattersheim-Eddersheim (Vergleichsbeispiele in Massenheim undWicker), Hammersbach-Marköbel (Vergleichsbeispiele in Langen-Bergheim und Stockheim), BadSoden-Salmünster-Mernes, Waldems-Steinfischbach, (Vergleichsbeispiel in Hausen-Arnsbach bei Merzhausen),Wölfersheim-Berstadt, Schotten-Eichelsachsen und Schalmtal-Hopfgarten, abschließend Vergleiche zur Büdinger
Reuter, Reinhard: Dörfer in Hessen. Siedlungsformen - Hofformen - Hausformen. Hrsg. v.Landesamt f. Denkmalpflege Hessen. Bd 1: Bearb. v. Beck, Christoph. 1997. 111 S., 260 Abb., Pläne u. Skizzen. 31 cm. Pp EUR 20,- ISBN: 3-7845-7051-8 Langewiesche - Königstein
"Dörfer in Hessen" ist eine auf 6 Bände angelegte Buchreihe, die erstmals umfassend die dörfliche Kultur Hessens geordnet nach Regionen darstellt. Sie basiert auf einer Forschungsarbeit aus den Jahren 1985 bis 1990 an der Techni- schen Hochschule Darmstadt. Siedlungs-, Hof- und Hausformen aus ganz Hessen werden in Beispielen dokumentiert und analysiert. Jeder Band ist nach dem gleichen System aufgebaut, um die Vergleichbarkeit aller ausgewählten Orte zu ermöglichen. Acht Dörfer mit jeweils 20 bis 30 km Abstand werden dabei zu zwei sich kreuzenden Routen zusammengefaßt, die Schnitte quer bzw. längs durch die unterschiedlichen Kulturlandschaften ergeben. Die deshalb stark von einander abweichenden Siedlungs- und Hofformen machen Charakteristika besonders deutlich.
Für jeden untersuchten Ort werden Siedlungsformen und Ortsbild besprochen. Die Wiedergabe von historischen Karten des 18. oder 19. Jahrhunderts zeigt die unterschiedliche Kontinuität der Orte. Insgesamt werden 30 bäuerliche Anwesen in Osthessen je nach Umfang in Lageplänen, Straßenansichten (Aufrisse nach photogrammetrischen Aufnahmen), Grundrissen, Axonometrien und einigen Schnitten dargestellt. Dabei fanden im 2. Band die Streckhöfe und Einhöfe des Vogelsberges besondere Beachtung.
An die Bestandsaufnahme schließt sich eine Analyse der Hof- und Haus- Formen nach ihren Gemeinsamkeiten und Unterschieden an, gefolgt von Übersichten über die vorgefundenen Bauformen und die Fachwerkformen mit zeichnerischer Darstellung und genauer Datierung, Statistiken, Wort-Erklärungen (z.T. mit graphischen Darstellungen) und Literaturverzeichnis.
Band 1 erschien 1997 und behandelt den Raum "Zwischen Fulda und Werra (Nordosthessen)", im West-Ost-Schnitt "Vom Homberger Bergland zum Werratal" die Dörfer Elfershausen (Gemeinde Malsfeld, Schwalm-Eder-Kreis), St. Ottilien (Gemeinde Helsa, Kreis Kassel), Hitzerode (Gemeinde Berkatal, Werra-Meißner-Kreis) und Grebendorf (Gemeinde Meinhard, Werra-Meißner-Kreis) und im Nord-Süd-Schnitt "Vom Eichsfeld zur Vorderrhön" Werleshausen (Stadt Witzenhausen, Werra-Meißner-Kreis), Harmuthsachsen und Burghofen (Stadt Waldkappel, Werra-Meißner-Kreis), Solz (Stadt Bebra, Kreis Hersfeld-Rotenburg) und Hilmes (Gemeinde Schenklengsfeld, Kreis Hersfeld-Rotenburg).
Band 2 erschien 2000 und behandelt acht Dörfer "Zwischen Knüll, Vogelsberg und Rhön". Band 3 "Zwischen Taunus, Vogelsberg und Main", der im Herbst 2002 erscheinen soll, wird sich dem Rhein-Main-Gebiet, Kinzigtal und der südlichen Wetterau widmen und Randgebiete von Taunus und westlichem Vogelsberg einbeziehen. Band 4 soll West-Hessen, Band 5 Nordhessen und Band 6 Südhessen behandeln.
Reuter, Reinhard: Dörfer in Hessen. Siedlungsformen - Hofformen - Hausformen. Hrsg. v.Landesamt f. Denkmalpflege Hessen. Bd 2: Vorw. v. Weiss, Gerd. Redakt.: Beck, Christoph /Reuter, Reinhard. 2000. 144 S., 300 Abb., Pläne u. Skizzen 30 cm. Pp EUR 20,- ISBN: 3-7845-7052-6 Langewiesche - Königstein
"Dörfer in Hessen" ist eine auf 6 Bände angelegte Buchreihe, die erstmals umfassend die dörfliche Kultur Hessens geordnet nach Regionen darstellt. Sie basiert auf einer Forschungsarbeit aus den Jahren 1985 bis 1990 an der Techni- schen Hochschule Darmstadt. Siedlungs-, Hof- und Hausformen aus ganz Hessen werden in Beispielen dokumentiert und analysiert. Jeder Band ist nach dem gleichen System aufgebaut, um die Vergleichbarkeit aller ausgewählten Orte zu ermöglichen. Acht Dörfer mit jeweils 20 bis 30 km Abstand werden dabei zu zwei sich kreuzenden Routen zusammengefaßt, die Schnitte quer bzw. längs durch die unterschiedlichen Kulturlandschaften ergeben. Die deshalb stark von einander abweichenden Siedlungs- und Hofformen machen Charakteristika besonders deutlich.
Für jeden untersuchten Ort werden Siedlungsformen und Ortsbild besprochen. Die Wiedergabe von historischen Karten des 18. oder 19. Jahrhunderts zeigt die unterschiedliche Kontinuität der Orte. Insgesamt werden 30 bäuerliche Anwesen in Osthessen je nach Umfang in Lageplänen, Straßenansichten (Aufrisse nach photogrammetrischen Aufnahmen), Grundrissen, Axonometrien und einigen Schnitten dargestellt. Dabei fanden im 2. Band die Streckhöfe und Einhöfe des Vogelsberges besondere Beachtung.
An die Bestandsaufnahme schließt sich eine Analyse der Hof- und Haus- Formen nach ihren Gemeinsamkeiten und Unterschieden an, gefolgt von Übersichten über die vorgefundenen Bauformen und die Fachwerkformen mit zeichnerischer Darstellung und genauer Datierung, Statistiken, Wort-Erklärungen (z.T. mit graphischen Darstellungen) und Literaturverzeichnis.
Der im Jahr 2000 erschienene Band 2 untersucht im West-Ost-Schnitt "Vom Vogelsberg zur Vorderrhön" Nieder-Gemünden (Vogelsbergkreis), Eichenrod (Vogelsbergkreis), Hartershausen (Vogelsbergkreis), Haselstein (Kreis Fulda), in einem Exkurs zum östlichen Vogelsberg-Rand je einen Hof in Angersbach (Gemeinde Wartenberg) und Fraurombach (Stadt Schlitz), sodann im Nord-Süd-Schnitt "Vom Hersfeld-Rotenburger Bergland zum Sinntal" Niederthalhausen (Kreis Hersfeld-Rotenburg), Wehrda (Kreis Hersfeld-Rotenburg), Bernhards (Stadt Fulda) und Schwarzenfels (Main-Kinzig-Kreis). Band 1 erschien 1997 und behandelt den Raum "Zwischen Fulda und Werra (Nordosthessen)". Band 3 "Zwischen Taunus, Vogelsberg und Main", der im Herbst 2002 erscheinen soll, wird sich dem Rhein-Main-Gebiet, Kinzigtal und der südlichen Wetterau widmen und Randgebiete von Taunus und westlichem Vogelsberg einbeziehen. Band 4 soll West-Hessen, Band 5 Nordhessen und Band 6 Südhessen behandeln
Dom und Domschatz in Limburg a. d. L. Von Matthias Theodor Kloft. 107 S., 220 meist fb. Abb., 27 cm, Die Blauen Bücher. Gb., Langewiesche, Königstein 2004. EUR 14,80 ISBN: 3-7845-4825-3 Langewiesche - Königstein
Seit 1985 ist dies die erste zusammenfassende Darstellung von Geschichte und Kunst des Limburger Doms, darüber hinaus teilt der Autor zahlreiche neue Erkenntnisse mit. Kloft schildert auch den Wandel der Interessen der Stifter vor dem Hintergrund der Kirchengeschichte.
Angesichts der reichhaltigen Ausstattung mit 200 Farbbildern ist der Preis des Buches, das seit 1979 angekündigt war, besonders günstig
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Ulrich, Eva: Die Magdalenenkirche in Münnerstadt. 5. Aufl. 2004. 48 S., 67 Abb., dav. 24 fb. 20 cm. (Langewiesche-Bücherei) EUR 4,- ISBN: 3-7845-0953-3 Langewiesche - Königstein
Carl Larssons Welt. Beitr. v. Cavalli-Björkman, Görel /Lindwall, Bo /Köster, Hans C. Hrsg.:Köster, Hans C. aktualis. Aufl. 2004. 192 S., 410 meist fb. Abb, 28 cm. Gb.Langewiesche, Königstein 2003. EUR 29,80 Ab 2. Mai 14.95 EUR 14,95 ISBN: 3-7845-2708-6 Langewiesche - Königstein
Dieses in sechs Sprachen übersetzte Buch bietet reichhaltige Querschnitte aus allen künstlerischen Schaffensbereichen des populären schwedischen Künstlers vom „Haus in der Sonne“, Carl Larsson (1853 - 1919). Das erste Drittel des Buches liefert nach einem Überblick über Larssons Leben, Werk und Wirkung weitere Kapitel, die seine Ausbildungszeit und seine „Auftragsarbeiten“ behandeln: Jugend- und Akademie-Jahre - Freilichtmaler in Frankreich - Die großen Aufträge - Porträts - Gelegenheitsarbeiten - Akte - Illustrationsaufträge. Hier wird Larsson als bedeutender Monumental-Maler, Zeichner, Radierer und Buchillustrator erkennbar.
Die restlichen zwei Drittel des Buches widmen sich unter verschiedenen Aspekten dem Alltagsleben bei Larssons: - Schweden - Familienleben als Spiel - Leben im Freien - Die Familie Larsson - Das Haus. Hier werden nach kurzen Einführungen die Bilder von zahlreichen Textpassagen aus Carl Larssons Büchern begleitet. Eine Zeittafel beschließt den Band.
In bis heute einmaliger Weise stellt dieses Buch Larssons schönste und bekannteste Bilder in den Zusammenhang mit anderen ihnen thematisch verwandten Larsson-Bildern aus anderen Zeiten, es zeigt dadurch auch zahlreiche wenig bekannte Motive. Vor allem aber wird damit Larssons Leben und Werk vorgestellt als „gemalte Utopie vom Leben als `Spiel'“: Die Bildfolge zeigt anscheinend nur die ständige Veränderung von Familie und Haus. Aber durch die Texte erweisen sich die Bilder außerdem als permanente künstlerische Erprobung von Daseins-Entwürfen: die ständige existentielle Auseinandersetzung eines Künstlers um 1900 mit Themen und Problemen seiner Zeit wird deutlich.
Der Verlag tritt mit diesem Buch all jenen Produkten entgegen, die Carl Larssons Bild-Erfindungen mißbraucht haben, sei es als Keksdosen-Dekor und Werbedrucke oder „nur“ als illustrativen Hintergrund für Kinder- und Erbauungs-Bücher. Gleichzeitig versucht das Buch, das Phänomen Carl Larsson nicht nur aus kunsthistorischer Sicht abzuhandeln. Deshalb finden sich im Vergleich zu anderen Carl Larsson-Büchern in „Carl Larssons Welt“ relativ mehr von den „typischen“ Larsson-Bildern, und diese in einem dichteren thematischen Zusammenhang, während aus den übrigen Schaffensgebieten nur die wichtigsten Arbeiten vertreten sind. Die Ausstellungen von 1992 und 1997/98 haben sich zwar an der Gliederung von „Carl Larssons Welt“ orientiert, ohne aber das Grundkonzept aufzugreifen, das darin besteht, die ständige Veränderung bei den Larssons sowohl im Äußeren als auch in deren Denken sowie Utopie zu thematisieren.
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Der Kleine Carl Larsson-Kalender 2005. 13 Blatt, 13 fb. Taf. 31 cm. Spiralb EUR 9,- ISBN: 3-7845-9968-0 Langewiesche - Königstein
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