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Feldsteinkirchen

Norddeutschand wird kunstlandschaftlich meistens mit Backsteinbauten in Verbindung gebracht: Domen und Klosterkirchen, Pfarrkirchen in Städten der Hanse, Giebelfassaden, die alle ihr Mauerwerk in leuchtendem Rot vorzeigen. Auf dem Lande und manchmal auch in den Städten trifft man aber ebenso häufig auf Kirchen, die aus Granitquadern errichtet sind, aus Steinen, die man aus den eiszeitlichen Gletscherschichten auf dem Felde gewonnen hat, aus einem schwer zu bearbeitenden Material, das aber mit großer Exaktheit zur Anwendung gekommen ist. Die Zahl der Granitquader- und Feldsteinkirchen ist groß, und viele gehören zu den ältesten Bauwerken Norddeutschlands.
Wie es u. a. zur Entstehung des Begriffes gekommen ist und welche Bautechnik und welcher Stil bevorzugt wurde, darauf geht Ernst Badstübner - habilitierter Kunsthistoriker, bekannt u.a. durch seine Forschungen und Veröffentlichungen zur mittelalterlichen Architektur des Mönchstums, zur Ikonographie und vor allem zu den Kunstlandschaften Mittel- und Norddeutschlands - in seinen Darlegungen ein. Dabei bezieht sich der Autor auf Stadtkirchen und Dorfkirchen in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Es sind rund sechzig Feldsteinkirchen, ganz einfache, schlichte Bauten, doch auch auffallend differenzierte Anlagen mit wuchtigen Türmen und innen mit kuppeligen Gewölben, ausgestattet mit bemerkenswerten Wandmalereien und Kunstwerken, von Ulf Böttcher brillant ins Bild gesetzt.
vdr
Badstübner, Ernst: Feldsteinkirchen des Mittelalters in Brandenburg und in Mecklenburg-Vorpommern. Fotos Böttcher, Ulf. 2002. 128 S., 62 fb. u. 15 sw. Abb. 24 cm. Gb EUR 19,90
ISBN 3-356-00942-7
 
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