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Impressionismus - Die Erfindung der Freizeit

Unser heutiger Begriff von Freizeit bildete sich im 19. Jahrhundert als Gegenstück zur meist monotonen Arbeitswelt heraus. Das Idealbild unbeschwerter Freizeit haben die Meister des Impressionismus in ihrer Malerei am reinsten verwirklicht, ohne dass es ihnen selbst wohl bewusst war. Indem sie das Belebte, Festliche, „Impressionistische“ des Lebens in der Großstadt oder in der ländlichen Idylle, das Vergnügen am Strand, auf den Rennplätzen und Boulevards oder auch bei nächtlichen Vergnügungen festhielten, wurden sie gleichsam die „Entdecker“ der Freizeitkultur für die Kunst.
Direkt vor dem Motiv, das pulsierende Leben vor Augen, erfassten die impressionistischen Meister die Wirklichkeit. Ihre Bilder strahlen Heiterkeit, Freude, ungetrübtes Glück aus – in einer Weise, wie sie sonst nirgends in der Geschichte der Malerei vorkommen. Es ist das ganz neu erfahrene Glück der Freizeit: der unvergessliche Augenblicke, die sich zu bewusst wahrgenommenen, dabei doch ganz unbeschwert erlebten Stunden oder Tagen aneinanderreihen.

Das Überraschende des Bandes ergibt sich aus der gelungenen Zusammenstellung von vielfach unbekannten europäischen und amerikanischen Gemälden und der Konfrontation dieser Bilder mit authentischen Zeitzeugnissen in Briefen und literarischen Texten berühmter Schriftsteller.
Bilder und Texte lassen den Leser eintauchen in eine Welt voller Zauber und, so als könne man die Luft des Boulevards, des Landgasthofs, eines blühenden Gartens oder eleganten Salons noch einmal atmen.
Ein Buch zum Entspannen und Träumen, ein Buch für die Freizeit.
vdr
Impressionismus. Die Erfindung der Freizeit. Textr von Baudelaire bis Zola. Hrsg. v. Feist, Peter H. 144 S., 26 sw.u. 54 fb. Abb. 28 x 22 cm. Seemann Henschel, Leipzig 2007. Gb. EUR 19,90
ISBN 978-3-86502-161-8
 
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