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Ornament in Europa - Symbol, Emblem, Allegorie

Viele Werke der bildenden Kunst und Literatur früherer Epochen sind ohne Kenntnis ihrer symbolischen und allegorischen Bedeutung nicht zu verstehen. Schon in der Antike formte man dafür Ausdruckssysteme, die im Mittelalter dann fortlaufend variiert und weiterentwickelt wurden. In der Frühen Neuzeit entstand daraus eine regelrechte Sinnbildkunst, als neue Formen und Gattungen wie die lmpresen und Embleme zu den überlieferten hinzutraten.
Dieser ganze Komplex wird im vorliegenden Buch erstmals aus kunstgeschichtlich-bildwissenschaftlicher Sicht dargestellt. Behandelt werden nicht allein die Entstehungs-, Methoden- und Entwicklungsgeschichte der Sinnbildkunst, sondern auch die Funktionen und Prinzipien ihrer Gestaltungspraxis, einschließlich der Wanderung und Bedeutungsveränderung der Motive. Ein detalliertes Sach-, Personen- und Ortsregister erschließt den komplexen Inhalt. Mit diesem Buch wird Kunsthistorikern und Laien, sowie allen an metaphorischen Ausdrucksformen interessierten Lesern eine umfassende Einführung geboten.
In der gleichen Reihe, ebenfalls zur Einführung, ist das Buch von Günther Irmscher Ornament in Europa erschienen. Künstlerische Gestaltung ohne Ornamente war vor 1900 undenkbar. Sie repräsentierten Reichtum, Schönheit und Status nicht nur vom Ort selbst, sondern auch vom Objekt und der Person, die für die Wahl der Ornamente zeichneten. Die Kunst der Ornamente war die Wahl des jeweils „richtigen“, seinem jeweiligen Umfeld angemessenen Schmucks. Sie stellten eine symbolische Sprache dar, die den dekorationstypischen „rhetorischen“ Vorgaben folgte.
Die Geschichte der Ornamenttypen vollzog sich im Rahmen ständiger Rivalität zwischen den „antiqui“ und „moderni“, der Realisierung der Ornamente im Zusammenhang traditioneller und neuartiger, den Alten noch unbekannten Dekorationsaufgaben. In diesem Band wird eine Geschichte der Ornamente seit der Renaissance (ca. 1450) bis heute vermittelt. Darüber hinaus werden die konstitutive Grundform eines jeden Ornaments erläutert, seine Begriffsherkunft, sein zumeist antiker oder außereuropäischer Ursprung, seine neuzeitliche Anwendungsgeschichte und seine jeweils angemesse Verwendung (decorum).
20.9.2005
vdr
Warncke, Carsten P: Symbol, Emblem, Allegorie. Die zweite Sprache der Bilder. 1. Aufl.. 192 S., 113 z.T. fb. Abb. 24 x 16cm. (Kunst & Wissen ) Deubner Verlag für Kunst, Theorie & Praxis, Kön 2005. Pb EUR 19,80
ISBN 3-937111-07-7
Irmscher, Günter: Ornament in Europa 1450-2000. Eine Einführung. 2005. 192 S., 101 z.T. fb. Abb. 24 x 16,5 cm. Pb. (Kunst & Wissen ) Deubner Verlag für Kunst, Theorie & Praxis, Köln 2005. EUR 19,80
ISBN 3-937111-10-7
 
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