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Hans Puchhammer. Bauen kann Architektur sein

Der Untertitel deutet schon darauf hin - Bauen kann Architektur sein - eine nötige Definition, angesichts moderner Architektur, die kaum den Namen verdient und doch zuhauf in ganz Europa anzutreffen ist.
Aufgewachsen in einer Bauernfamilie, lag Puchhammer während seiner 23 jährigen Tätigkeit an der Technischen Universität Wien, wo er als Ordinarius im Bereich Hochbau und Entwerfen an der Fakultät für Raumplanung und Architektur lehrte, immer daran, einfache, “normale“ Lösungen zu finden. Dabei spielten konstruktiv-wirtschaftliche Aspekte eine ebenso bedeutsame Rolle wie die Berücksichtigung ökologischer und bauphysikalischer Parameter. Puchhammers Lösungen gingen immer, wie er dies in seinem Vorwort betont, die Suche und Besichtigung möglicher Vorbilder und Beispiele voraus. Eines seiner Vorbilder, Joseph Paxton’s Kristallpalast, den dieser anläßlich der Londoner Weltausstellung 1851 baute, zählt laut Puchhammer zu den innovativsten Werken jener Zeit.
Das Werk Puchhammers wird in drei Aufsätzen vorgestellt, gefolgt von 6 Kapiteln mit über 100 Bauten, jeweils mit einem kurzen Text, Grundrissen, Zeichnungen und Farbbildern, vom Einfamilienhaus über den sozialen Wohnungsbau bis zur Generalsanierung des Wiener Konzerthauses von 1997. Ein Werkverzeichnis schließt sich diesen Beispielen an.
Otto Kapfinger, ein Schüler Puchhammers, beschreibt die Arbeit seines Professors: „Konstruktion ist die Grammatik, die Prosa der Architektur. Aus ihrer Alltäglichkeit, aufgeladen mit weiteren Aspekten, kann sich eine Richtung, ein Poetik unalltäglicher Qualitäten entfalten."
Gabriele Klempert
Puchhammer, Hans: Hans Puchhammer. Bauen kann Architektur sein. Beitr. Achleitner, Friedrich. 176 S., 500 Abb. 26 cm. Ebr. Anton Pustet, Salzburg 2004. EUR 35,-
ISBN 3-7025-0487-7
 
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