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Niki de Saint Phalle - Mythen · Märchen · Träume

Niki de Saint Phalle gehört zweifellos zu den wichtigsten Künstlerinnen des Jahrhunderts und hat sich als eigenständige und starke Persönlichkeit in der von Männern dominierten Kunstwelt durchgesetzt.
Wie kaum zuvor hat sie dem Femininen, der urwüchsigen Kraft der Weiblichkeit, insbesondere mit ihren "Nanas" einen bis heute gültigen Ausdruck verliehen. Obwohl ihr die Kunstwelt häufig Naivität, ja Kindlichkeit attestierte, hat ihr Werk, das im Tarot-Garten in der Toskana kulminiert, nichts von der spezifischen Botschaft fraulicher Kreativität und eines ursprünglichen Weltbilds eingebüsst.


Für eine grosse, neue, von Mario Botta gebaute „Arche Noah“ inmitten des Kriegsgebiets von Jerusalem, entwarf Niki eine ganze Reihe von überlebensgrossen Tierskulpturen. Darunter befindet sich in einer zweiten Version jene mit Mosaiksteinen geschmückte „Bär“, der sich heute in der Sammlung Würth befindet und neben dem Würth-Zentrum in Chur thront. In seinem Innern können sich kleine und grosse Kinder vergnügen, sein liebenswürdiges Aussehen zieht die Besucher wie unter einen Schutzmantel.

Der Ausstllungskatalog konzentriert sich auf einen Themenbereich, der in einer konzentrierten Form erlaubt, trotz des Auswahlcharakters alle wesentlichen Werkphasen zu integrieren. Der Themenkomplex „Mythen – Märchen – Träume“ trifft einen Kern von Nikis Wesen, der von ihren frühen Ölbildern ausgehend bis zu den späten, indianischen Totems reicht.

06.03.2011

Ein Bildband
Gabriele Klempert
Magnaguagno, Guido: Niki de Saint Phalle. Mythen · Märchen · Träume. 88 S. 28 x 26 cm. Gb Swiridoff Verlag, Künzelsau 2009. EUR 24,80
ISBN 978-3-89929-162-9   [Swiridoff]
 
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