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Lukas Verlag

 
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Transport und Klimatisierung der Pflanzen. Schriftenreihe des Arbeitskreises Orangerien in Deutschland e.V. (15). Arbeitskreis Orangerien in Deutschland e.V. Orangeriekultur in Bremen, Hamburg und Norddeutschland. 2018. 197 S. meist fb. Abb. 24 x 17 cm. EUR 19,80. ISBN: 978-3-86732-315-4 Lukas
Die Gärten und Orangerien der Hansestadt Bremen bilden einen ersten Schwerpunkt im 15. Band der Reihe Orangeriekultur. In dem aus einer alten Kulturlandschaft hervorgegangenen Stadtteil Oberneuland errichteten reiche Bürger Bremens ab dem 18. Jahrhundert Landsitze, zu denen auch Orangerien gehörten, darunter die repräsentativen und technisch-innovativen Pflanzenhäuser der Landgüter Hasse und Landruhe. Weitere interessante Orangerien im Nordwesten Deutschlands befinden sich im Oldenburger Land und in Ostfriesland, so etwa im Schlossgarten Oldenburg oder auf Schloss Lütetsburg. Den Anlagen dieser Region und der mit ihnen verbundenen Pflanzenkultur widmen sich beispielhafte Beiträge, die auch eine typologische Einordnung der charakteristischen Merkmale im Norden Deutschlands vornehmen. Als westfälisches Beispiel tritt die Orangerie im Botanischen Garten Münster hinzu.
Der Handel von Orangerie- und Gewächshauspflanzen im Norden Deutschlands stellt einen weiteren Schwerpunkt dar. Thematisiert werden hier der Pflanzenerwerb am Mecklenburg-Schweriner Hof und die berühmte Baumschule von James Booth & Söhne im heutigen Hamburg. Die Berichte über Heizsysteme in Orangerien sind einerseits praxisbezogen und aktuell, andererseits Darstellungen über die Historie, so etwa die Forschungsergebnisse über die ersten Warmwasserheizungen in deutschen Pflanzenhäusern.
Festschrift zum 125. Kirchweihejubiläum / Festschrift zum 125. Kirchweihejubiläum | Band 1: 1892–1940. Schriftenreihe des Berliner Kirchenbauforums. Hrsg.: Katholische Pfarrgemeinde St. Mauritius, Berlin Lichtenberg. Die Lichtenberger Pfarrkirche St. Mauritius [Berlin]. 2018. 436 S. teils fb. Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 25,00. ISBN: 978-3-86732-286-7 Lukas
Die katholische Pfarrkirche St. Mauritius in Berlin-Lichtenberg hat eine bewegte Geschichte. 1892 von Max Hasak (1856–1934) als einfacher neugotischer Saalbau errichtet, wurde sie ab 1900 mehrfach erweitert. Der hier vorliegende erste Band der Festschrift zum 125-jährigen Kirchweihjubiläum beleuchtet die Bau- und Gemeindegeschichte während des Kaiserreichs, in der Weimarer Republik und in den ersten sieben Jahren unter der NS-Diktatur. Er umreißt die Berliner Rahmenbedingungen für Kirchenbauten in Berlin am Ende des 19. Jahrhunderts, beschreibt die Ausstattung der St. Mauritius-Kirche, die Geschichte der Vereine und die der Niederlassung der Grauen Schwestern an der Gemeinde. Neben dem aus Luxemburg stammenden ersten Pfarrer Nikolaus Kuborn (1854–1922) wirkte hier der spätere Berliner Dompropst Bernhard Lichtenberg (1875–1943, 2006 seliggesprochen). Beide verband eine lebenslange Freundschaft. Von der Pfarrei gingen mit den späteren Pfarrgemeinden Zum Guten Hirten in Friedrichsfelde-Karlshorst (1906) und Heilige Dreifaltigkeit in Boxhagen (1918) zwei Tochtergründungen aus, deren frühe Jahre Teil der Gemeindegeschichte von St. Mauritius sind. Die Entwicklung der katholischen Schulen in Lichtenberg und Boxhagen-Rummelsburg sowie eine Aufstellung der Pfarrer und Kapläne von 1892 bis 1940 runden das Buch ab.
Hinweis: Ein zweiter Band, der sich mit der Gemeindegeschichte ab 1940 befassen wird, ist geplant.
Transport und Klimatisierung der Pflanzen. Schriftenreihe des Arbeitskreises Orangerien in Dtsch.land e.V. (15). Arbeitskreis Orangerien in Dtsch.land e.V. Orangeriekultur in Bremen, Hamburg und NordDtsch.land. 2018. 197 S. meist fb. Abb. 24 x 17 cm. EUR 16,00. ISBN: 978-3-86732-673-5 Lukas
Die Gärten und Orangerien der Hansestadt Bremen bilden einen ersten Schwerpunkt im 15. Band der Reihe Orangeriekultur. In dem aus einer alten Kulturlandschaft hervorgegangenen Stadtteil Oberneuland errichteten reiche Bürger Bremens ab dem 18. Jahrhundert Landsitze, zu denen auch Orangerien gehörten, darunter die repräsentativen und technisch-innovativen Pflanzenhäuser der Landgüter Hasse und Landruhe.
Weitere interessante Orangerien im Nordwesten Deutschlands befinden sich im Oldenburger Land und in Ostfriesland, so etwa im Schlossgarten Oldenburg oder auf Schloss Lütetsburg. Den Anlagen dieser Region und der mit ihnen verbundenen Pflanzenkultur widmen sich beispielhafte Beiträge, die auch eine typologische Einordnung der charakteristischen Merkmale im Norden Deutschlands vornehmen. Als westfälisches Beispiel tritt die Orangerie im Botanischen Garten Münster hinzu.
Der Handel von Orangerie- und Gewächshauspflanzen im Norden Deutschlands stellt einen weiteren Schwerpunkt dar. Thematisiert werden hier der Pflanzenerwerb am Mecklenburg-Schweriner Hof und die berühmte Baumschule von James Booth & Söhne im heutigen Hamburg. Die Berichte über Heizsysteme in Orangerien sind einerseits praxisbezogen und aktuell, andererseits Darstellungen über die Historie, so etwa die Forschungsergebnisse über die ersten Warmwasserheizungen in deutschen Pflanzenhäusern.
SOLI DEO GLORIA. Johann Böhm (1595–1667) und die westsächsische Bildhauerkunst im Barock. Hrsg.: Vogel, Gerd-Helge. 2018. 214 S. meist fb. Abb. 28 x 21 cm. EUR 30,00. ISBN: 978-3-86732-674-2 Lukas
Johann Böhm, der in Schneeberg eine über drei Generationen hinweg florierende eigene Werkstatt begründete, war einer der einflussreichsten Bildhauer des Frühbarocks im westsächsischen Raum.
Anlässlich seines 350. Todestags fand in Böhms Geburtsstadt Hartenstein im Erzgebirge ein Symposium zu seinem Leben und Wirken statt. In dem daraus hervorgegangenen Tagungsband betrachten sechs namhafte Kunstwissenschaftler aus unterschiedlichen Blickwinkeln Persönlichkeit und Schaffen dieses Schöpfers zahlreicher Werke hauptsächlich der Sakralkunst. Sie beleuchten das familiäre Umfeld am Geburtsort sowie die soziokulturellen Bedingungen seiner Lehr- und Ausbildungszeit in Magdeburg, Leipzig und Dresden, aber auch die honorigen Auftraggeber aus der westsächsisch-ostthüringischen Region, die sich der Werke Johann Böhms zur Selbstrepräsentation und zu ihrem Nachruhm bedienten: Die im »SOLI DEO GLORIA« zum Ausdruck gebrachte »Gottesehre« war immer auch mit weltlichen Interessen verknüpft.
Versucht wird nichts weniger als eine Neubewertung von Johann Böhms künstlerischem Werk. Die erste monographische Publikation illustriert zugleich das seinerzeit hohe Niveau der westsächsischen Bildhauerkunst. Hier entfaltete sich ein neben Magdeburg, Leipzig oder Dresden unabhängiges künstlerisches Zentrum, das eigene ästhetische Akzente zu setzen vermochte.
Zur Rezeptionsgeschichte der Werke Carl Blechens. Hrsg.: Gohrenz, Beate; Heck, Kilian. Vergewisserung. 2018. 300 S. zahlr. teils fb. Abb. 24 x 16 cm. Pb. EUR 25,00. ISBN: 978-3-86732-288-1 Lukas
Carl Blechen (1798 – 1840) war nach seinem Tod nicht so vergessen wie etwa Caspar David Friedrich. Mehrere Berliner Privatsammler besaßen Werke von ihm. Die Akademie der Künste erwarb von der Witwe den Nachlass und bezog Blechens Werke in mehrere Ausstellungen ein. Die Nationalgalerie veranstaltete 1881 die erste große Blechen-Ausstellung überhaupt. Aber erst die Jahrhundertausstellung 1906 brachte für ihn, wie für alle Romantiker, die überregionale Wiederentdeckung und Neubewertung. Sammlungen wurden neu geordnet oder, wie 1913 in seiner Geburtsstadt Cottbus, neu begründet. Seitdem hat die Blechen-Forschung einen enormen Aufschwung erfahren. Die Bewunderung für sein Werk wächst. Immer wieder werden weitere Werke entdeckt. Einige sind nachweislich von Blechens Hand, andere harren der eindeutigen Zuschreibung.
Mit welchem methodischen Rüstzeug näherten sich die Pioniere der Blechen-Forschung Guido Joseph Kern und Paul Ortwin Rave dem Werk des Künstlers? Der auf einer Tagung basierende Band stellt erstmals die kunstgeschichtliche Carl-Blechen-Forschung zwischen 1830 und 2015 in den Fokus. Er bewegt sich im Spannungsfeld zwischen akademischer Disziplin, kuratorischer Praxis und internationalem Kunstmarkt und eröffnet so eine Diskussion, wie man sich auch künftig diesem Künstler und seinem Werk nähern kann.
Edition Gegenstand und Raum. Hrsg.: Bodenschatz, Harald; Polinna, Cordelia. 100 Jahre Groß-Berlin / Verkehrsfrage und Stadtentwicklung. 2018. 200 S. teils fb. Abb. 24 x 17 cm. EUR 25,00. ISBN: 978-3-86732-310-9 Lukas
Groß-Berlin war ein Produkt des neuen Schnellbahnverkehrs. Bereits vor dem Ersten Weltkrieg wurden ein weltweit vorbildliches S- und U-Bahnnetz sowie ein weitreichendes Straßenbahnsystem begründet. Diese Entwicklung fand mit der Gründung der Berliner Verkehrs-AG (BVG) im Jahr 1928 ihre Krönung. Groß-Berlin war aber auch ein Zentrum der Luft- und Schifffahrt, und nach dem Zweiten Weltkrieg in Ost- und vor allem in West-Berlin nicht zuletzt ein Paradebeispiel der autogerechten Stadt.
Nach der Wiedervereinigung stand der Verkehr erneut vor einem massiven Wandel: Ein neues Eisenbahnsystem mit neuen zentralen Bahnhöfen wurde realisiert. Das System der Flughäfen erfährt eine komplizierte Rochade – mit einem seine Zukunft suchenden Flughafenkomplex in Tempelhof, einer atemberaubenden Dauerbaustelle in Schönefeld und einem in der Schwebe hängenden Flughafengelände in Tegel: drei stadtentwicklungspolitische Desaster, die noch lange die Gemüter bewegen werden.
Nicht nur wegen des Wachstums der Großstadtregion und nicht nur in Berlin selbst rücken heute Fragen nach einem nachhaltigen Verkehr in den Vordergrund. Eine Verkehrswende ist notwendig, die eine neue Balance zwischen Fuß-, Rad-, Autoverkehr und ÖPNV herstellt. Alle müssen in dem vorhandenen öffentlichen Raum ihren Platz finden – eine große gestalterische wie finanzielle Herausforderung. Umso erstaunlicher ist es, dass nach wie vor der innerstädtische Autobahn(halb)ring A 100 weiter ausgebaut wird.
Historische und aktuelle Analysen zu Verkehr, öffentlichem Raum und Mobilität in der Region Berlin werden um Erfahrungen aus Wien, London und Amsterdam bereichert.
Malerei | Grafik • Plastik • Objekte | Installationen – Werke 1962–2017. Hrsg.: Muschter, Gabriele; Rosner, Bernd. Erika Stürmer-Alex. 2018. 360 S. fb. Abb. 30 x 24 cm. EUR 30,00. ISBN: 978-3-86732-312-3 Lukas
Erika Stürmer-Alex (Jahrgang 1938) ist seit Jahrzehnten eine der prägnantesten Künstlerpersönlichkeiten in Brandenburg und Berlin.
Ihr Schaffen steht in seiner außerordentlichen, auf den ersten Blick kaum fassbaren Fülle und Vielschichtigkeit exemplarisch für eine ganze Epoche und den in seiner Bedeutung längst noch nicht hinreichend beschriebenen Kulturraum Ostdeutschlands bzw. der ehemaligen DDR. Wie kaum anderswo scheinen in diesem Werk einige der wesentlichen Tendenzen und Facetten der Kunstwelt der Gegenwart und jüngeren Vergangenheit auf.
Erika Stürmer-Alex’ eigenständiges Œuvre markiert einen tiefgreifenden Umbruch innerhalb der »Hochkunst«: die Ablösung eines lange Zeit klar definierten Kanons – der Gattungshierarchien und Genres, kompositorischer Qualitätskriterien und des entsprechenden Materialgebrauchs durch Öffnung der künstlerischen Tätigkeit.
Der repräsentative Band nimmt eine Gliederung in verschiedene eigenständige Werkgruppen vor, strukturiert diese chronologisch in einem Werkverzeichnis und bietet damit auch eine kunsthistorisch angemessene Aufarbeitung des Lebenswerkes.
Mit Beiträgen von Karla Bilang, Armin Hauer, Brigitte Rieger-Jähner, Sibylle Badstübner-Gröger, Angelika Richter, Gabriele Muschter und Bernd Rosner.
Adam von Trott der Ältere auf Himmelpfort und Badingen. Studien zur brandenburgischen und vergleichenden Landesgeschichte (21). Huth, Mario. 2018. 500 S. einige Abb. 24 x 16 cm. EUR 40,00. ISBN: 978-3-86732-317-8 Lukas
Die landesgeschichtliche Forschung hat den Werdegang des märkischen Zweiges der Familie von Trott und seiner einzelnen Mitglieder bisher weitestgehend ignoriert. Mit der nun vorliegenden Arbeit soll der defizitären Informationslage abgeholfen und vor allem die Etablierung des Geschlechts in brandenburgischen Landen in den Fokus gerückt werden. Woher kamen dessen frühen Vertreter, wann und wo konnten sie in der Mark Fuß fassen? Welche reichs- und territorialpolitischen Prozesse liefen zeitgleich ab, und wie beeinflussten diese eventuell den Werdegang dieser Familie? Konnte die Familie im Gegenzug eine Einflussnahme auf die Geschicke der Reichs- und Territorialpolitik entwickeln? Welche Spuren hinterließ sie in der märkischen Region?
Während eines umfangreichen Literatur- und Quellenstudiums kristallisierte sich bei dem Versuch, diese Fragen eingehend zu beantworten, die Persönlichkeit Adam von Trott des Älteren († 1564) heraus. Um das Jahr 1500 in der Landgrafschaft Hessen geboren, führten ihn sein Ehrgeiz und seine Zielstrebigkeit in den wechselhaften geschichtlichen Zeitläufen der Reformation bald an den Hof des brandenburgischen Kurfürsten Joachim II., wo er eine nahezu beispiellose Karriere absolvierte. Nebenher akkumulierte er durch die Übernahme weitläufiger Ländereien der säkularisierten Mönchszisterze Himmelpfort enormen Erblehnsbesitz in der Uckermark, dessen Konsolidierung sich die nachfolgende Generation der märkischen Trott verschrieb. Welche Schwierigkeiten und Fährnisse Adam und seine Nachkommen dabei zu bewältigen hatten, möchte der vorliegende Band klären.
700 Jahre Werder (Havel) im Rahmen der brandenburgischen Landesgeschichte. Studien zur brandenburgischen und vergleichenden Landesgeschichte (22). Hrsg.: Neitmann, Klaus. Eine ganz besondere Stadt. 2018. 160 S. einige Abb. 24 x 16 cm. EUR 20,00. ISBN: 978-3-86732-316-1 Lukas
Jahrhundertelang war Werder ein unbeachtetes »Städtlein« der Mark Brandenburg auf einer Insel in der Havel, das 1317 vom Markgrafen dem Kloster Lehnin übergeben und seiner Grundherrschaft eingefügt worden war und nach Auflösung des Klosters 1542 dessen Besitznachfolger, dem kurfürstlichen Amtmann zu Lehnin, unterstellt wurde. Nachdem die Steinsche Städteordnung 1808 der Bürgerschaft die kommunale Selbstverwaltung gewährt hatte, nahm diese ihre Geschicke nachdrücklich selbst in die Hand und beförderte durch Obstbau auf den der Stadt gehörigen Flächen ihren außergewöhnlichen wirtschaftlichen Erfolg, den sie unter den politischen Umbrüchen des 20. Jahrhunderts allen Widrigkeiten zum Trotz zu behaupten vermochte. Die »Blütenstadt« an der Havel ist und bleibt dadurch eine »ganz besondere Stadt« Brandenburgs, deren 700jährige Entwicklung in den fünf Beiträgen des Bandes im Überblick unter Einfügung seiner Eigenarten in den allgemeinen Gang der brandenburgischen Landesgeschichte geschildert wird.
Der Landschaftsmaler und Porträtist Oscar Achenbach. 1868–1935. Vogel, Gerd-Helge. 2018. 60 S. fb. Abb. 32 x 24 cm. EUR 12,00. ISBN: 978-3-86732-321-5 Lukas
Die Schenkung eines Teils des künstlerischen Nachlasses des im pommerschen Stettin geborenen und aufgewachsenen Zeichners, Lithographen, Malers und Aquarellisten Oscar Achenbach an das Vinetamuseum in Barth bietet Gelegenheit, einen Künstler wiederzuentdecken, der fast völlig dem Vergessen anheimgefallen ist.
In einer dynamisierten Industriegesellschaft lebend, die mehr und mehr alle Lebensbereiche durchdrang, gehörte er weder zu jenen, die um 1900 aus der Großstadt flohen und mit Gleichgesinnten in ländlicher Idylle eine der zahlreichen Künstlerkolonien bildeten, noch suchte er die Gegenwart mit Ausdrucksmitteln der Avantgarde kritisch zu hinterfragen. Achenbachs Reaktion auf die Widersprüche der Gesellschaft bestand vielmehr darin, der hässlichen Wirklichkeit des schweren Alltagslebens ein bewahrendes Gegenbild voll Schönheit und Tradition entgegenzusetzen, wie es damals zwar noch real vorzufinden war, das aber die sozialen Spannungen und Probleme der Zeit völlig ausblendete.
Durchaus kein Einzelgänger, fiel es ihm schwer, sich den harten Bedingungen des Kunstmarktes anzupassen. Unbeirrt suchte Achenbach auf vielen Reisen im Norden und Süden Europas, im Osten und Westen Deutschlands das erhaltenswerte Schöne einer vorindustriellen Kulturlandschaft mit ihren Naturwundern und Architekturen festzuhalten, ohne ins Triviale abzugleiten. Er bediente sich dabei des Erfahrungsschatzes der Freiluftmalerei mit ihrer lockeren Pinselführung. Die im Spannungsfeld von Licht und Schatten, von Farbe und Kontrast, von Statik und Dynamik dargestellte Natur ruft beim Betrachter ungetrübte Freude hervor.
Der Havelberger Altar und die Wandmalereien in der Dorfkirche zu Rossow. Hrsg.: Meyer-Rath, Wolf-Dietrich. 2018. 160 S. zahlr. fb. Abb. 24 x 16 cm. Pb. EUR 15,00. ISBN: 978-3-86732-292-8 Lukas
In der spätmittelalterlichen brandenburgischen Dorfkirche zu Rossow, in der Prignitz nahe Wittstock gelegen, befindet sich ein bedeutendes Altarretabel, das angesichts seines Alters, seiner Größe und seiner Qualität nicht für diesen dörflichen Sakralraum gemacht zu sein scheint. Lange wurde daher vermutet, dass es möglicherweise aus dem Havelberger Dom stammt und dort einst zentral im Hohen Chor auf dem Hauptaltar stand.
Der sogenannte Rossower Altar ist der älteste und größte bekannte mittelalterliche Flügelaltar der ehemaligen Diözese Havelberg und auch einer der ältesten in Nordostdeutschland. Doch anders als früher angenommen, handelt es sich keineswegs um ein Importwerk, sondern wurde es von eingewanderten Künstlern vor Ort geschaffen. Namhafte Historiker, Bauforscher, Kunsthistoriker und Restauratoren widmen sich nun erstmals eingehend dem Retabel mit Blick auf seine Herkunft, Einordnung und Bedeutung.
Bei dieser Gelegenheit erfolgt auch eine umfassende baugeschichtliche Betrachtung der Dorfkirche zu Rossow, die durch ihre Architektur und die fast vollständig mit biblischen Szenen bemalten Wände eine Sonderstellung unter den Kirchen des Havelberger Bistums einnimmt.
Künstliche Grotten des 18. und 19. Jahrhunderts in den preußischen Königsschlössern. Stil | Technologie | Erhaltung. Hrsg.: Stiftung Preußische Schlösser und Gärten. 2018. 180 S. 135 meist fb. Abb. 30 x 24 cm. Gb. EUR 25,00. ISBN: 978-3-86732-283-6 Lukas
Der Grottensaal im Potsdamer Neuen Palais und die Neptungrotte im Park Sanssouci gehören zu den bekanntesten Beispielen einer eher seltenen und ungewöhnlichen künstlerischen Technik des 18. Jahrhunderts, bei der die Wand- und Deckenverzierungen aus Glas, Muscheln, Mineralien und vielen anderen kostbaren Materialien bestehen. Wir können solche grottierten Wandoberflächen im Bestand der preußischen Schlösser und Gärten auch im unteren Turmkabinett und im Muschelsaal des Rheinsberger Schlosses sowie in der Egeria-Grotte des Rheinsberger Parks, in den Scherbenkabinetten des Neuen Palais, an den Terrassenmauern vor der Bildergalerie oder in den Grotten des Neuen und des Nordischen Gartens bewundern.
Welch erstaunliche Formen- und Materialvielfalt in dieser Dekorationsform möglich ist, wurde auf einer internen Fachtagung der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten deutlich. Die dort vorgestellten, zu verschiedenen Zeiten entstandenen Beispiele reichen zeitlich von den erst jüngst im Sockelgeschoss des Neuruppiner Apollotempels entdeckten Dekorationsresten aus der Frühzeit des friderizianischen Rokokos bis hin zu den aufwendigen wilhelminischen Gestaltungen im Grottensaal des Neuen Palais.
Im vorliegenden Band werden nicht nur die neuesten Erkenntnisse der kunsthistorischen und restauratorischen Forschung zum Bestand und zur Werktechnologie, sondern auch die bisherigen Erfahrungen bei der Konservierung und Restaurierung dieser empfindlichen Wandgestaltungen einem größeren Kreis von Fachleuten und interessierten Besuchern vorgestellt.
Herrschaftliches Künstlertum zwischen Habitus, Norm und Neigung. Schriften zur Residenzkultur (11). Hrsg.: Cremer, Annette C.; Müller, Matthias; Pietschmann, Klaus. Fürst und Fürstin als Künstler. 2018. 400 S. 250 teils fb. Abb. 24 x 16 cm. Gb. EUR 36,00. ISBN: 978-3-86732-278-2 Lukas
Die Künste gehörten seit der Antike zu den wichtigsten Feldern herrschaftlicher Praxis, da erst ihre Kenntnis und Förderung den Typus des klugen, gebildeten Regenten zu sinnfälliger Anschaulichkeit verhalf. Von daher war es für Herrscher aller Zeiten eine Selbstverständlichkeit, Künstlern ein passendes Betätigungsfeld am Hof oder in der Stadt zu verschaffen. Ein Regent, der künstlerisch selbst tätig wird und dies noch dazu in aller Öffentlichkeit zelebriert, ist hingegen erklärungsbedürftig. Denn möchte man ein solches Verhalten nicht einfach nur als charakterliche Marotte, sondern als Ausdruck von Normen, Mustern und möglichen Topoi oder als Habitus bewerten, entstehen eine Reihe von Fragen und Problemen. Hier setzen die Beiträge des Buches an und nehmen erstmals aus einer interdisziplinären Perspektive heraus das nur wenig untersuchte Phänomen von zeichnenden, architekturentwerfenden, konstruierenden, drechselnden, stickenden oder komponierenden Fürsten und Fürstinnen diachron in den Blick. Zugleich gehen sie auf die damit verbundenen Theorien, Kategorien und historischen Habitus-Entwürfe ein. Der Fokus liegt dabei auf den Mitgliedern reichsunmittelbarer Familien, eigenständigen Territorialherren, Fürsten und Fürstinnen aus dem Alten Reich und den angrenzenden europäischen Ländern.
Das Resultat sind neue Erkenntnisse zur Kunst-, Kultur- und Sozialgeschichte, aber auch zur materiellen Kultur höfischer Gesellschaften im Europa der Frühen Neuzeit.
Mit Mitra und Statuten. Studien zur brandenburgischen und vergleichenden Landesgeschichte (19). Riedel, Peter. 2018. 300 S. 24 x 16 cm. Gb. EUR 30,00. ISBN: 978-3-86732-264-5 Lukas
Der Autor beschreibt in einer Verbindung von kirchen- und landesgeschichtlichen Forschungsansätzen, wie die Bischöfe von Brandenburg von der Mitte des 12. Jahrhunderts bis zur Reformation durch liturgisch-pontifikale Handlungen und diözesane Gesetzgebung einen eigenen Handlungsspielraum gegenüber den weltlichen Landesherren behaupten konnten. Die Arbeit setzt dabei drei Schwerpunkte: Eine Fallstudie zeigt eingangs am Beispiel der geistlichen Institutionen der Stadt Zerbst die Praxis pontifikaler Handlungsmöglichkeiten auf. Die Diözesanstatuten des 14. und 15. Jahrhunderts spiegeln bischöfliches Handeln dagegen im Licht normativer Quellen; eine Betrachtung der bischöflichen Stellvertreter – Weihbischöfe, Generalvikare, Offiziale, Archidiakone und Pröpste – schließlich verbindet kirchen-, sozial- und verwaltungsgeschichtliche Aspekte pontifikaler Tätigkeitsfelder. Die vom Historischen Institut der Universität Potsdam mit dem Dr. Elisabeth Hamacher-Stiftungspreis ausgezeichnete Dissertation hebt somit anders als in der bisherigen Forschung die Bedeutung der Bischöfe in der brandenburgischen Landesgeschichte neu hervor.
Arno Mohr. Werkverzeichnis der Druckgrafik. Hrsg.: Wessel, Andreas. 2018. 350 S. 850 z. T. fb. Abb. 28 x 21 cm. Gb. EUR 40,00. ISBN: 978-3-86732-284-3 Lukas
Arno Mohr (1910–2001) gehörte zu den prägenden Figuren der ostdeutschen Nachkriegskunst. In einem Plakat zum 1. Mai 1946 gelang dem bis dahin völlig unbekannten Künstler, der gerade aus der Kriegsgefangenschaft entlassen worden war, die Empfindungen seiner Zeitgenossen kongenial auszudrücken. Als Maler schuf er 1949 in Kollektivarbeit mit René Graetz und Horst Strempel das legendäre Wandbild »Metallurgie Hennigsdorf«, das bald darauf den ideologischen und ästhetischen Kämpfen der Zeit zum Opfer fiel. Als Professor an der von ihm mitbegründeten Kunsthochschule Berlin-Weißensee lehrte Mohr Generationen von Kunststudenten denken und sehen. Die größte Wirkung, ja sogar Popularität, erlangte er jedoch zweifellos als Grafiker.
Die Verbindung von Handwerk und Kunst in der druckgrafischen Praxis boten ihm ein ideales Arbeits- und Lehrgebiet, das er als »selbstdruckender« Künstler, Werkstattleiter und Lehrer ausfüllte. Die Druckgrafik bildete den Schwerpunkt von Mohrs künstlerischer Arbeit. Das nun endlich vorliegende Verzeichnis dokumentiert mehr als 800 Grafiken und bietet damit erstmals die Möglichkeit, Entwicklungen von Gestaltungsmitteln und -techniken, Motiven und Themen über fünf Dekaden nachzuvollziehen. Zugleich ist es die Voraussetzung für die bis heute ausstehende umfassende Würdigung des Schaffens sowie einer noch zu schreibenden Monografie Arno Mohrs.
Pegasus / Pegasus 18. Berliner Beiträge zum Nachleben der Antike. Hrsg.: Bredekamp, Horst; Nesselrath, Arnold. 2018. 150 S. zahlr. Abb. 24 x 16 cm. Pb. EUR 20,00. ISBN: 978-3-86732-289-8 Lukas
Etwa einmal im Jahr erscheint das mehrsprachige Periodikum des »Census of Antique Works of Art and Architecture Known in the Renaissance« – der PEGASUS. Er versteht sich als Diskussionsforum für alle mit antiken Traditionen befassten Disziplinen. Anders als die Datenbank setzt er keine zeitlichen Begrenzungen, sondern öffnet den Blick auf alle nachantiken Epochen. So zeigt sich im PEGASUS die Präsenz der antiken Bilderwelt, wie sie uns – gefiltert durch den Blick früherer Epochen – auch heute noch gegenwärtig ist.
St. Adalbert in Berlin Mitte. Schriftenreihe des Berliner Kirchenbauforums. Prechtl, Franz. Dtsch. 2018. 300 S. teils fb. Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 20,00. ISBN: 978-3-86732-285-0 Lukas
Mit der in der Spandauer Vorstadt gelegenen katholischen Kirche St. Adalbert schuf 1933 der österreichische Architekt Clemens Holzmeister (1886–1983) ein bedeutendes Kirchenbauwerk der Zwischenkriegsmoderne. Wie in Berlin häufig, befindet sich das fast vollständig original erhaltene Bauwerk auf einem Hinterhof. Die beeindruckend klare Architektursprache findet ihren Höhepunkt in der Schaufront des Baus, der Kirchenrückseite an der Linienstraße.
Marguerite Blume-Cárdenas. Körper und Konturen. Hrsg.: Cárdenas, Livia. Beitr.: Heidrun Hegewald, Ronald Paris, Peter H. Feist, Jens Semrau und Sibylle Badstübner-Gröger. 2018. 88 S. meist fb. Abb. 26 x 20 cm. EUR 15,00. ISBN: 978-3-86732-318-5 Lukas
Leitmotiv des künstlerischen Schaffens von Marguerite Blume-Cárdenas ist der menschliche Körper in seiner Vielfältigkeit, sei es als Fragment, im Torso oder als integrale Figur, in der Zeichnung. In den Arbeiten der Künstlerin gelangt die gestaltgebende Struktur des Materials Sandstein in Wechselwirkung mit dem schweren Eisenwerkzeug zu einer neuen künstlerischen Harmonie. Die Arbeitsspuren des Meißels werden nicht verleugnet, sondern sind Mittel, um Lebensalter und körperliche Verwerfungen zu zeichnen. Die Schwere des Steins überführt Marguerite Blume-Cárdenas in ihren fast klassischen Formfindungen in eine Leichtigkeit der Oberflächen von erstaunlicher Dynamik.
Auch in ihrem malerischen Schaffen ist Sandstein ein materiales Leitmotiv, indem er ihr als Pigment für ihre Steinbruchmalereien dient. Hier finden sich Tektonik und Dynamik gleichermaßen als strukturelle Formmotiviken wieder.
Marguerite Blume-Cárdenas, geboren 1942, ist Vertreterin einer überwiegend figurativen Kunstauffassung und gehört zu den namhaftesten Bildhauerinnen Ostdeutschlands. Der Katalog versammelt einen Überblick ihres künstlerischen Schaffens der vergangenen zwanzig Jahre. Ergänzt wird dieser Einblick in ihr Werk durch Textbeiträge von Kolleginnen und Kollegen sowie von Kunstwissenschaftlerinnen und Kunstwissenschaftlern.
Die Häuser der Bölschestraße in Berlin-Friedrichshagen. Eine Dokumentation 1753–2015. Schriften der Landesgeschichtlichen Vereinigung für die Mark Brandenburg, Neue Folge (9). Giesche, Aribert; Lange, Karl-Ludwig. 2018. 503 S. Abb. 31 x 24 cm. Gb. EUR 39,80. ISBN: 978-3-86732-270-6 Lukas
Friedrichshagen wurde 1753 als friderizianische Siedlung für hundert Kolonistenfamilien gegründet und 1920 nach Berlin eingemeindet. Seine Hauptstraße, die Bölschestraße, entwickelte sich seit der Mitte des 19. Jahrhunderts zu einer über den Ort hinaus beliebten Wohn- und Geschäftsstraße und prägt heute einen der markantesten Kieze Berlins.
Aribert Giesche hat auf Basis der Bauakten und zahlreicher weiterer Quellen die Bau-, Besitz- und Nutzungsgeschichte aller 142 Häuser geschrieben und durch Pläne und Ansichten des 19. und 20. Jahrhunderts illustriert. Karl-Ludwig Lange schuf im Frühjahr 1990 und dann noch einmal im Frühjahr 2003, nach dem Vorbild der berühmten Berliner »Lindenrolle«, zwei komplette Fotodokumentationen aller Hausfassaden.
SOLI DEO GLORIA. Johann Böhm (1595–1667) und die westsächsische Bildhauerkunst im Barock. Hrsg.: Vogel, Gerd-Helge. 2018. 250 S. zahlr. fb. Abb. 28 x 21 cm. Pb. EUR 36,00. ISBN: 978-3-86732-268-3 Lukas
Johann Böhm, der in Schneeberg eine über drei Generationen hinweg florierende eigene Werkstatt begründete, war einer der einflussreichsten Bildhauer des Frühbarocks im westsächsischen Raum.
Anlässlich seines 350. Todestags fand in Böhms Geburtsstadt Hartenstein im Erzgebirge ein Symposium zu seinem Leben und Wirken statt. In dem daraus hervorgegangenen Tagungsband betrachten sechs namhafte Kunstwissenschaftler aus unterschiedlichen Blickwinkeln Persönlichkeit und Schaffen dieses Schöpfers zahlreicher Werke hauptsächlich der Sakralkunst. Sie beleuchten das familiäre Umfeld am Geburtsort sowie die soziokulturellen Bedingungen seiner Lehr- und Ausbildungszeit in Magdeburg, Leipzig und Dresden, aber auch die honorigen Auftraggeber aus der westsächsisch-ostthüringischen Region, die sich der Werke Johann Böhms zur Selbstrepräsentation und zu ihrem Nachruhm bedienten: Die im »SOLI DEO GLORIA« zum Ausdruck gebrachte »Gottesehre« war immer auch mit weltlichen Interessen verknüpft.
Versucht wird nichts weniger als eine Neubewertung von Johann Böhms künstlerischem Werk. Die erste monographische Publikation illustriert zugleich das seinerzeit hohe Niveau der westsächsischen Bildhauerkunst. Hier entfaltete sich ein neben Magdeburg, Leipzig oder Dresden unabhängiges künstlerisches Zentrum, das eigene ästhetische Akzente zu setzen vermochte.
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