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Lukas Verlag

 
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sprachzeiten. Der Literarische Salon von Ekke Maaß. Lesungen 1978–1989, osteuropäische Begegnungen seit 1990. Hrsg.: Böthig, Peter. 2016. 304 S. 254 meist fb. Abb. 27 x 19 cm. Gb. EUR 25,00. ISBN: 978-3-86732-241-6 Lukas
Ekkehard Maaß, der im Zusammenhang mit der Biermann-Ausbürgerung von der Universität relegiert worden war, etablierte ab 1978 in seiner Wohnung in Berlin-Prenzlauer Berg einen Literarischen Salon. Dieser entwickelte sich zu einem der wichtigsten Treffpunkte von Künstlern, die sich schon zehn Jahre vor dem Mauerfall von der kommunistischen Ideologie und den staatlichen Strukturen der DDR lossagten. Hier lasen junge Autoren wie Uwe Kolbe, Katja Lange, Bert Papenfuß, Eberhard Häfner, Hans Eckart Wenzel, Peter Brasch, Jan Faktor, Detlef Opitz und viele andere im Beisein von Elke Erb, Christa und Gerhard Wolf, Franz Fühmann oder Heiner Müller, die als Mentoren eine wichtige Schutzfunktion ausübten. Hier wirkte auch der Dichter und Stasimitarbeiter Sascha Anderson als wichtiger Initiator künstlerischer Projekte, gleichzeitig lieferte er seine Freunde der Stasi aus.
In Zusammenarbeit mit jungen Künstlern entstanden Einladungsgrafiken für die Lesungen sowie Künstlerbücher, die die Zensur unterliefen. An den Wänden des Salons hängen bis heute Bilder von Penck, Conny Schleime, Ralf Kerbach, Christine Schlegel, Hans Scheib, Gerd Sonntag neben Arbeiten von Künstlern aus Litauen, Tatarstan, Georgien und Usbekistan.
Im Hinterhaus gab es die Keramikwerkstatt von Wilfriede Maaß, die viele Künstler aus der Szene unterstützte, indem sie sie ihre Keramik bemalen und verkaufen ließ.
Seit den Achtzigerjahren öffnete sich der Salon auch Autoren und Künstlern aus Osteuropa: Es kamen Bulat Okudshawa, Andrej Bitow, Tschingis Aitmatow, Jewgeni Jewtuschenko, Wiktor Jerofejew, Wladimir Sorokin, Nino Haratischwili, der deutschsprachige georgische Schriftsteller Giwi Margwelaschwili und Apti Bisultanow. Aber auch Allen Ginsburg und Ernst Jandl besuchten die Schönfließer Straße 21.
Ekke Maaß, Gründer des Salons und Hausherr bis heute, ist ein vielgefragter Zeitzeuge, Liedersänger, literarischer Übersetzer, Publizist und in der von ihm geleiteten Deutsch-Kaukasischen Gesellschaft auch Menschenrechtsaktivist. Das Buch versucht, alle Facetten seines Wirkens zu würdigen.
Zur Industriegeschichte im Südharz. Harz Forschungen (31). Hrsg.: Grönke, Hans-Jürgen. 2016. 432 S. 290 Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 24,00. CHF 26,00 ISBN: 978-3-86732-710-7 Lukas
Im Mittelalter war der Südharz ein Machtzentrum der deutschen Kaiser und Könige. Später, im 19. und 20. Jahrhundert, entwickelte sich hier ein bedeutendes Industriezentrum. Dank der immer besseren Infrastruktur, vor allem durch den Bau der Eisenbahnstrecken Halle–Kassel, Erfurt–Nordhausen sowie der Harzquerbahn, verbesserten sich seit Mitte des 19. Jahrhunderts die Absatz- und Produktionsbedingungen. Dies betraf nicht zuletzt die Erzeugnisse des Maschinenbaus: Betriebe wie Gerlach & König, Montania, Orenstein & Koppel, Maschinenbau- und Bahn AG, VEB Schlepperwerk (später VEB IFA Motorenwerke) bzw. der heute noch bestehende Betrieb Schmidt, Kranz & Co. waren weit über die Region hinaus bekannt für ihre qualitätsvollen Produkte. Neben verschiedenen Branntweinbrennereien, die teilweise noch heute von Bedeutung sind, entfaltete sich im ersten Halbjahr des 19. Jahrhunderts die Kautabakproduktion, mit der man bis zum Zweiten Weltkrieg führend in Deutschland war, die heute aber leider nur noch in Witzenhausen ausgeübt wird. Mit der ersten Abteufung eines Kalischachtes 1893 bei Sondershausen und dem weiteren Abbau von Kali zwischen Hainleite und Harz etablierte sich ferner eine neue Berg- und Schachtbau-Industrie. Für die Eisen- und Stahlproduktion waren die Schwerspat-Lagerstätten bei Rottleberode von entscheidender Bedeutung, und auch die Gipsproduktion basierte auf hochwertigen Vorkommen. Nicht unterschätzt werden darf der Harz als Rohstofflieferant vor allem für die Holz- und Möbelindustrie im Südharz.
In dem Band wird die Geschichte ausgewählter Betriebe der genannten Industriezweige vorgestellt und mit vielen Fotos, Dokumenten und Zeitzeugenauskünften illustriert.
Zeichen und Medien des Militärischen am Fürstenhof im frühneuzeitlichen Europa. Hrsg.: Müller, Matthias; Hahn, Peter-Michael. 2016. 240 S. 75 teils fb. Abb. 24 x 16 cm. Gb. EUR 36,00. ISBN: 978-3-86732-251-5 Lukas
Das Element des Militärischen war im frühneuzeitlichen Europa nicht nur ein praktisches Mittel der Durchsetzung oder Abwehr von Machtansprüchen, sondern wurde auch vielfältig auf der Bühne höfischen Symbolgebrauchs eingesetzt, wenn es um die Demonstration von politischem und dynastischem Status und der damit verbundenen Privilegien und Dignitäten ging. Das kulturelle Fundament dieser militärisch bestimmten höfischen Symbolik und Metaphorik war die seit dem Mittelalter lebendige und in der Frühen Neuzeit besonders kultivierte Vorstellung, dass der Fürst oder König durch seine göttlich legitimierte Autorität die lebendige Verkörperung von Recht und Gesetz sei. Diese Vorstellung fand ihren Ausdruck in Medaillen, Porträts und Historienbildern sowie der bildlichen Ausstattung von höfischen Repräsentationsräumen, aber auch in der Hofmusik, wenn entweder ein bestimmtes Kriegsgeschehen oder einzelne Vertreter des fürstlichen Hauses als im dynastischen Sinne sinnstiftend verherrlicht wurden.
Die Beiträge des Bandes untersuchen diesen wichtigen Bereich höfischer Kultur in interdisziplinärer Perspektive anhand der symbolischen Zerstörung von Schlössern durch Friedrich II. von Preußen, der Bedeutung höfischer Rüstkammern, den Bildprogrammen höfischer Prunkwaffen, dem Motiv des L`homme armé in der höfischen Musik um 1500, der Repräsentation des Militärischen in der höfischen Oper des 17. Jahrhunderts, der zeremoniellen Zurschaustellung militärischer Potenz bei Herrscherbesuchen sowie der Ausstattung höfischer Innenräume mit ihren Schlachtenbildern und allegorisch instrumentiertem Kunsthandwerk.
Kontexte eines Jahrhundertschicksals. Studien und Dokumente zu Alltag, Verfolgung und Widerstand im Nationalsozialismus (4). Hrsg.: Nir-Vered, Bettina; Müller, Reinhard; Sherbakowa, Irina; Reznikova, Olga. Carola Neher - gefeiert auf der Bühne, gestorben im Gulag. 2016. 346 S. 69 Abb. 24 x 16 cm. EUR 20,00. CHF 22,00 ISBN: 978-3-86732-714-5 Lukas
Dem außergewöhnlichen Leben und Schicksal der Schauspielerin Carola Neher (1900 – 1942) nähern sich die Autoren in dem von MEMORIAL Deutschland initiierten Sammelband aus unterschiedlichen Perspektiven. Obwohl sich Carola Neher stets ausschließlich als Künstlerin verstand und der kommunistischen Partei nie angehörte, verkörpert ihr Schicksal wie kaum ein anderes die Ambivalenz der kommunistischen Bewegung im Europa des 20. Jahrhunderts, die zum Motor kultureller Innovation, als parteistaatlicher Apparat jedoch zum Vollstrecker von Massenterror wurde. Die gefeierte Schauspielerin der 1920er und 1930er Jahre wurde nach ihrer Emigration aus NS-Deutschland in die UdSSR 1936 in Moskau verhaftet und verstarb am 26.6.1942 im sowjetischen Lager Sol-Iletzk.
Durch die Einordnung der Stationen ihrer Biographie in den kultur- und theatergeschichtlichen wie auch den politischen und zeitgeschichtlichen Kontext erschließt sich die Dimension ihres Wirkens und ihre Rolle als Verfolgter zweier Diktaturen als Jahrhundertschicksal, als Kristallisationsmoment der deutschsowjetischen Geschichte.
Der erste Teil des Bands würdigt die Schauspielerin, die sich an die Spitze des Weimarer Theaterlebens kämpfte und sich als Ikone eines modernen Frauentyps inszenierte. Als Interpretin großer Rollen in legendären Inszenierungen der Dramen Klabunds, Brechts und Horváths schrieb sie Bühnen- und Filmgeschichte.
Im zweiten Teil des Werks stehen die Jahre der Emigration, der Verhaftung und Lagerzeit im Mittelpunkt. Neben bislang unveröffentlichtem Aktenmaterial ihres Verfahrens werden die Erinnerungen der letzten Mitgefangenen an Carola Neher veröffentlicht. Darüber hinaus erschließen deutsche und russische Forscher die monströse Dimension des staatlichen Terrors in den 1930er und 1940er Jahren, dem Millionen Menschen zum Opfer fielen.
Option Barock. Die Altenberger Zisterzienserkirche in der späten Blütezeit des Klosters 1643–1779. Janke, Petra. 2016. 192 S. 67 sw- und 66 fb. Abb. 24 x 16 cm. Gb. EUR 25,00. ISBN: 978-3-86732-237-9 Lukas
Der Altenberger Dom war über Jahrhunderte das Gotteshaus eines Zisterzienserklosters (1133–1803) und ist ein großartiges Zeugnis gotischer Architektur, die fast vergessen macht, dass diese mittelalterliche Kirche auch in jüngeren Epochen mit Altären, Skulpturen, Mobiliar, Paramenten, Goldschmiedearbeiten und Reliquien versehen wurde. So ist für die Barockzeit eine durchgreifende Neukonzeption der Ausstattung belegt, die nach der Säkularisation der Zisterze aber weitgehend verlorenging. Vieles wurde zerstört, manches wird heute andernorts aufbewahrt, einiges blieb.
In den Forschungen zu Altenberg wurde der Barock bislang vernachlässigt. Dabei stellten die Jahre nach dem Dreißigjährigen Krieg bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts für das Kloster eine Blütezeit dar, die gut dokumentiert ist und kostbare materielle Zeugnisse hinterlassen hat. In dieser Untersuchung, die mit vielen neuen Erkenntnissen aufwarten kann, wird erstmals ein umfassendes Bild der Zisterze Altenberg im Barock gezeichnet, wobei die Kirchenausstattung im Mittelpunkt steht.
Der Erfurter Reformationsaltar. Der Altar der Erfurter Meister Friedemann in der Kaufmannskirche am Anger. Hrsg.: Austel, Thomas M.; Foto(s) von Behr, Falko. 2016. 131 S. zahlr. fb. Abb. 24 x 16 cm. EUR 12,00. CHF 13,00 ISBN: 978-3-86732-717-6 Lukas
Wer die Kaufmannskirche am Anger in Erfurt besucht, besucht die Kirche einer Gemeinde, die fünfzig Jahre nach Martin Luthers Tod in ihrer neuen Ausstattung ihr auf der Renaissance, der lutherischen Theologie und den lutherischen Bekenntnisschriften fußendes Selbstverständnis eindrucksvoll zum Ausdruck brachte. Insbesondere der von den Meistern der Erfurter Holzbildhauer- und Bildhauerfamilie Friedemann geschaffene, 1625 aufgestellte Altar besitzt überregionale Bedeutung für die lutherische Reformationsgeschichte Mitteldeutschlands. Darüber hinaus verdient das Kunstwerk als Traualtar der Eltern Johann Sebastian Bachs besondere Beachtung.
Das Retabel ist krönender Abschluss weiterer Ausstattungsstücke aus der Spätrenaissance, die alle dem lutherischen Bildprogramm verpflichtet sind, darunter Kanzel (1598), Taufstein (1608) und Epitaphe aus der Steinmetzwerkstatt der Meister Friedemann. Das Ensemble »bildet eine weit über Erfurt hinaus hochbedeutsame künstlerische, ikonographische und in ihren Aussagen sich ergänzende Einheit« (Peter Poscharsky).
Der Erfurter Reformationsaltar zeigt in seinen neun Holztafeln neun Stationen der Vita Jesu. 21 Autoren – unter ihnen Theologen, Journalisten, Schriftsteller, Philosophen, Sozial-, Theater- und Kunstwissenschaftler – betrachten in ihren Beiträgen differenziert und umfassend die farblich gestalteten Schnitzwerke und berücksichtigen dabei die zugeordneten Bibeltexte in der Lutherübersetzung. Die einfühlsamen Fotografien des Erfurter Fotografen Falko Behr lassen den Betrachter an den Details und dem Reichtum der Figurendarstellung teilhaben.
Gehrock, T-Shirt und Talar. 200 Jahre Evangelisches Predigerseminar Wittenberg. Hrsg.: Kasparick, Hanna; Kühne, Hartmut; Weyel, Birgit. 2016. 288 S. 98 teilweise fb. Abb. 24 x 16 cm. Gb. EUR 19,80. ISBN: 978-3-86732-239-3 Lukas
Aus Anlass des 200jährigen Jubiläums seines Bestehens blickt das Evangelische Predigerseminar Wittenberg mit einer Ausstellung auf seine Geschichte zurück, die von Oktober 2016 bis Januar 2017 im Wittenberger Augusteum zu sehen sein wird.
Die Erwartungen und Anforderungen an die praktische Bildung zum Pfarrberuf haben sich im Laufe der Zeit verändert. Lehrende und Lernende haben das Seminar an diesem bedeutenden Erinnerungsort der Reformation gemeinsam geprägt und prägen es noch heute. Der Ausstellungbegleitband stellt in neun Essays grundsätzliche Entwicklungen der Ausbildung zum Pfarrberuf sowie exemplarische Personen und Aspekte des Lebens und Lernens dar. ln einem zweiten Teil werden »200 Jahre Predigerseminar in 40 Bildern« mit kurzen Texten vorgestellt.
Ein lebendiges Denkmal der Baukunst, Landschaftsgestaltung und Pferdezucht. Arbeitshefte des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologischen Landsmuseums (38). Hrsg.: Drachenberg, Thomas. Das Haupt- und Landgestüt in Neustadt (Dosse). 2016. 142 S. 250 meist fb. Abb. 30 x 21 cm. Gb. EUR 24,00. CHF 26,00 ISBN: 978-3-86732-715-2 Lukas
Wer etwas über brandenburgisch-preußische Baukultur und Landschaftsgestaltung erfahren möchte, der fahre nach Neustadt (Dosse). In der Region um Neustadt schufen Staat und Krone seit dem 17. Jahrhundert durch die Trockenlegung der Dosse-Niederung, die Gründung von Stadt und Domänenamt Neustadt sowie den Betrieb einer königlich-privilegierten Silberhütte und einer Spiegelmanufaktur mehrfach mustergültige Beispiele für die infrastrukturelle Modernisierung des Landes. Planung und Bau des Königlichen Haupt- und Landgestüts bei Neustadt in den Jahren 1787 – 91 waren Teil eines landesweiten Vorhabens zur Verbesserung der Pferdezucht, um die preußische Armee von teuren Pferdeimporten unabhängig zu machen. Die Gestütsbauten erhielten eine zeitgemäß schlichte und effiziente architektonische Ausformung.
Dennoch wurde weder auf eine harmonische städtebauliche Ordnung der Gesamtanlage noch auf gärtnerische Gestaltungselemente verzichtet. Beides macht bis heute wesentlich den ästhetischen Reiz des Brandenburgischen Haupt- und Landgestüts aus. Und da die Planungen vom Ende des 18. Jahrhunderts sich bis zur Gegenwart als zweckmäßig erwiesen, werden in den Neustädter Gestütsanlagen wie eh und je Pferde gezüchtet. Allerdings bedurfte es in den vergangenen fünfzehn Jahren umfangreicher Restaurierung, Sanierung und Modernisierung, um das Baudenkmal für die tierschutzgerechte, zeitgemäße Pferdehaltung, den Pferdesport und den Tourismus zu erhalten. Dass die Besucher heute in Neustadt ein glänzendes »Sanssouci der Pferde« erleben können, ist nicht zuletzt dieser langjährigen denkmalpflegerischen Betreuung und der großzügigen Förderung durch das Land Brandenburg und die Europäische Union zu verdanken.
Die Fürstentümer Bamberg und Bayreuth. Schriftenreihe des Arbeitskreises Orangerien in land e.V. (13). Hrsg.: Arbeitskreis Orangerien in land e. V. Orangeriekultur in Oberfranken. 2016. 240 S. 150 meist fb. Abb. 24 x 17 cm. EUR 16,00. CHF 17,00 ISBN: 978-3-86732-716-9 Lukas
Das heutige Oberfranken mit den historischen Territorien Bamberg und Bayreuth ist eine alte und sehr vielschichtige Kulturlandschaft. Insbesondere im Barock wurde sie gefördert und entwickelt durch mächtige (Kirchen-)Fürsten.
Nicht zum ersten Mal widmete sich eine Jahrestagung des Arbeitskreises Orangerien der reichen Gartenkultur dieser Region. Diesmal lag besonderes Augenmerk auf den Besitzungen der Fürstbischöfe von Schönborn in Bamberg und Pommersfelden. Mit den dortigen Schloss- und Gartenanlagen entstanden auch Orangerien, Gewächs- und Palmenhäuser sowie eine Orangeriekultur, die alle Bereiche des Hoflebens durchdrang. Die Metaphorik der Pomeranze als »goldenen Apfel« zu entschlüsseln – als Sinnbild für die Wiederkehr des »Goldenen Zeitalters« – , ist einer der Schwerpunkt des vorliegenden Bandes.
Bayreuth erlebte unter den Markgrafen von Brandenburg-Bayreuth seine kulturelle Blüte. Besonders gewürdigt werden daher die Orangerien im Schlossgarten St. Georgen und die außergewöhnliche Anlage der Eremitage sowie im Hofgarten Bayreuth. Aber auch das Palmenhaus in Pommersfelden aus dem 18. Jahrhundert sowie die Sammlung und Kultivierung fremdländischer Pflanzen in Schloss Fantaisie bei Bayreuth, für die Herzog Alexander von Württemberg vor 1850 ein großes Palmenhaus errichten ließ, finden Beachtung. Dies führt schließlich zur Frage der heutigen Kultivierung von Palmen in Orangeriegebäuden.
Erstmals erfährt die Mang`sche Wachsbleiche in Bamberg mit ihrer Garten- und Orangeriekultur eine wissenschaftliche Darstellung. Ein kurzer Ausblick gilt Orangerien in Mittelböhmen.
Ant. Lafreri Formis Romae. Der Verleger Antonio Lafreri und seine Druckgraphikproduktion. Birte Rubach. 2016. 500 S., 500 Abb. 21 x 28 cm. Gb. EUR 60,00 ISBN: 978-3-86732-259-1 Lukas
Der Drucker und Druckgraphikhändler Antonio Lafreri (ca. 1512 – 1577) war einer der erfolgreichsten Bildproduzenten des 16. Jahrhunderts in Italien. In seiner römischen Werkstatt entstanden zahlreiche großformatige Kupferstiche und Radierungen zu den verschiedensten Themen. Sein Angebot umfasste römische antike und moderne Monumente, Landkarten, Ornamente, Porträts und Werke der zeitgenössischen religiösen und mythologischen Malerei sowie Illustrationen zu wissenschaftlichen Abhandlungen. Die vorliegende Arbeit nimmt erstmals die gesamte Produktion des Bildverlegers in den Blick und untersucht den stetigen thematischen Ausbau seines Programms sowie die innovativen Vertriebsstrategien, die zum anhaltenden Erfolg der Werkstatt und zur weiten Verbreitung der Stiche beigetragen haben. In einem umfassend bebilderten Katalog werden über 400 Drucke versammelt, die nachweislich in Lafreris Angebot zu finden waren und die eindrücklich die Vielseitigkeit des verfügbaren Bildmaterials im 16. Jahrhundert vor Augen führen.
Das Haupt- und Landgestüt in Neustadt (Dosse). Thomas Drachenberg. Ein lebendiges Denkmal der Baukunst, Landschaftsgestaltung und Pferdezucht Arbeitshefte des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologischen Landsmuseums [38]. Text: Renate Breetzmann, Regine Ebert, Annett Gries, Christoph Hänel, Gottfried Hein, Alfred Henze, Andreas Hoferick, Yngve Jan Holland, Christian Kirsch, Matthias Metzler, Jürgen Müller, Axel Seemann, Torsten Volkmann, Klaus Wiebold. 2016. 224 S., 250 meist fb. Abb., 21 x 30 cm. Gb. EUR 30,00 ISBN: 978-3-86732-258-4 Lukas
Wer etwas über brandenburgisch-preußische Baukultur und Landschaftsgestaltung erfahren möchte, der fahre nach Neustadt (Dosse). In der Region um Neustadt schufen Staat und Krone seit dem 17. Jahrhundert durch die Trockenlegung der Dosse-Niederung, die Gründung von Stadt und Domänenamt Neustadt sowie den Betrieb einer königlich-privilegierten Silberhütte und einer Spiegelmanufaktur mehrfach mustergültige Beispiele für die infrastrukturelle Modernisierung des Landes. Planung und Bau des Königlichen Haupt- und Landgestüts bei Neustadt in den Jahren 1787–91 waren Teil eines landesweiten Vorhabens zur Verbesserung der Pferdezucht, um die preußische Armee von teuren Pferdeimporten unabhängig zu machen. Die Gestütsbauten erhielten eine zeitgemäß schlichte und effiziente architektonische Ausformung.
Dennoch wurde weder auf eine harmonische städtebauliche Ordnung der Gesamtanlage noch auf gärtnerische Gestaltungselemente verzichtet. Beides macht bis heute wesentlich den ästhetischen Reiz des Brandenburgischen Haupt- und Landgestüts aus. Und da die Planungen vom Ende des 18. Jahrhunderts sich bis zur Gegenwart als zweckmäßig erwiesen, werden in den Neustädter Gestütsanlagen wie eh und je Pferde gezüchtet. Allerdings bedurfte es in den vergangenen fünfzehn Jahren umfangreicher Restaurierung, Sanierung und Modernisierung, um das Baudenkmal für die tierschutzgerechte, zeitgemäße Pferdehaltung, den Pferdesport und den Tourismus zu erhalten. Dass die Besucher heute in Neustadt ein glänzendes »Sanssouci der Pferde« erleben können, ist nicht zuletzt dieser langjährigen denkmalpflegerischen Betreuung und der großzügigen Förderung durch das Land Brandenburg und die Europäische Union zu verdanken.
Der Erfurter Reformationsaltar. Der Altar der Erfurter Meister Friedemann in der Kaufmannskirche am Anger Hrsg.: Thomas M. Austel. Fotos: Falko Behr. 2016. 130 S., zahlr. fb. Abb. 16 x 24 cm. Gb. EUR 15,00 ISBN: 978-3-86732-235-5 Lukas
Wer die Kaufmannskirche am Anger in Erfurt besucht, besucht die Kirche einer Gemeinde, die fünfzig Jahre nach Martin Luthers Tod in ihrer neuen Ausstattung ihr auf der Renaissance, der lutherischen Theologie und den lutherischen Bekenntnisschriften fußendes Selbstverständnis eindrucksvoll zum Ausdruck brachte. Insbesondere der von den Meistern der Erfurter Holzbildhauer- und Steinmetzwerkstatt Friedemann geschaffene, 1625 aufgestellte Altar besitzt überregionale Bedeutung für die lutherische Reformationsgeschichte Mitteldeutschlands. Darüber hinaus verdient das Kunstwerk als Traualtar der Eltern Johann Sebastian Bachs besondere Beachtung.
Das Retabel ist krönender Abschluss weiterer Ausstattungsstücke aus der Spätrenaissance, die alle dem lutherischen Bildprogramm verpflichtet sind, darunter Kanzel (1598), Taufstein (1608) und Epitaphe aus der Werkstatt der Erfurter Meister Friede­mann. Das Ensemble »bildet eine weit über Erfurt hinaus hochbedeutsame künstlerische, ikonographische und in ihren Aussagen sich ergänzende Einheit« (Peter Poscharsky).
Der Erfurter Reformationsaltar zeigt in seinen neun Holztafeln neun Stationen der Vita Jesu. 21 Autoren – unter ihnen Theologen, Journalisten, Schriftsteller, Philosophen, Sozial-, Theater- und Kunstwissenschaftler – betrachten in ihren Beiträgen differenziert und umfassend die farblich gestalteten Schnitzwerke und berücksichtigen dabei die zugeordneten Bibeltexte in der Lutherübersetzung. Die einfühlsamen Fotografien des Erfurter Fotografen Falko Behr lassen den Betrachter an den Details und dem Reichtum der Figurendarstellung teilhaben.
Kirchen und Kapellen der Prignitz. Wege durch eine brandenburgische Kulturlandschaft. Wolf-Dietrich Meyer-Rath. Hans Burger, Uwe Czubatynski, Torsten Foelsch, Peter Knüvener, Hartmut Kühne, Antje Reichel, Gordon Thalmann, Johannes Wauer, Werner Ziems. 2016. 200 S., 300 fb. Abb., Übersichtskarte und Radwegenetz. 16 x 24 cm. Pb. EUR 12,00 ISBN: 978-3-86732-253-9 Lukas
Nach dem Wendenkreuzzug 1147 und der Einnahme der von slawischen Stämmen besiedelten Gebiete nordöstlich der Elbe und der Altmark wurden hier planmäßig Dörfer und Städte angelegt und erste Kirchen errichtet, Wälder gerodet und bisher unfruchtbare Landstriche urbar gemacht. Vom Havelberger Dom als Sitz des Missionsbistums ausgehend entstand schnell ein flächendeckendes Netz von Pfarrgemeinden. Bereits Mitte des 13. Jahrhunderts lösten vielerorts repräsentative Feldsteinbauten die einfachen Holzkirchen der Kolonisationszeit ab.
Zahlreiche dieser steinernen Zeugen des spätmittelalterlichen Landesausbaus haben sich bis heute erhalten. Die Prignitzer Kulturlandschaft wird jedoch auch von späteren Bauten geprägt: von schlichten Fachwerkkirchen des 16. und 17. Jahrhunderts, von Backsteinbauten in historisierendem Stil der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und sogar von einigen Gotteshäusern im Heimatstil des frühen 20. Jahrhunderts. Ebenso facettenreich ist die Ausstattung der Kirchenräume. Schnitzaltäre und Wandmalereien überstanden an vielen Orten unbeschadet die Reformation; Kanzelaltäre, Taufengel und Patronatslogen fanden in der Barockzeit ihren Einzug in die Kirchenräume; Glocken und Orgeln aus den unterschiedlichsten Epochen erklingen bis heute zum Lobe Gottes und zur Freude der Menschen.
Die übersichtlich gestaltete Beschreibung von über 270 Kirchengebäuden der historischen Landschaft Prignitz und der Umgebung von Wusterhausen/Dosse wird vom Evangelischen Kirchenkreis Prignitz herausgegeben. Konzeption, Kirchentexte und Fotos stammen von Wolf-Dietrich Meyer-Rath, der diese Region für den Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg e.V. betreut. Die konzentrierten Texte zu den einzelnen Sakralbauten werden ergänzt von je einem aktuellen Foto sowie der Adresse und Telefonnummer des zuständigen Pfarramtes. Karten des Tourismusverbandes sorgen für eine leichte Orientierung. Mehrere Beiträge von Fachautoren zur Kultur- und Sozialgeschichte der Prignitz, zum Kirchenbau und seinen Ausstattungen sowie zur Orgellandschaft komplettieren den Kirchenführer.
Museum Mühlberg 1547. Matthias Donath, Lars-Arne Dannenberg. Essays und Katalog | Essays and catalogue. 2016. 200 S., 280 meist fb. Abb., 21 x 28 cm. Gb. EUR 30,00 ISBN: 978-3-86732-234-8 Lukas
Der Name der Stadt Mühlberg/Elbe ist untrennbar mit der unweit stattgefundenen Schlacht am 24. April 1547 verbunden. An dieses bedeutende Ereignis des Reformationszeitalters erinnert das am 24. April 2015 nach mehrjähriger Restaurierung wiedereröffnete Museum »Mühlberg 1547«. Es befindet sich in der Propstei, einem eindrucksvollen Renaissancebau aus den 1530er Jahren. Das grundlegend neu konzipierte Haus veranschaulicht die europäische Dimension der Schlacht, deren Vorgeschichte und ihr Nachleben. Des Weiteren werden die Stadtgeschichte, die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers und des sowjetischen Speziallagers Mühlberg sowie das prächtige Museumsgebäude selbst anschaulich und modern präsentiert. So vereint das Museum vier verschiedene Ausstellungen unter seinem Dach.
Fünf einführende Essays erläutern Hintergründe und Zäsuren der historischen Zusammenhänge. Ein Katalog stellt sämtliche Exponate ausführlich in Wort und Bild vor.
Carola Neher. gefeiert auf der Bühne, gestorben im Gulag. Text: Bettina Nir-Vered, Irina Sherbakova, Reinhard Müller, Olga Reznikova. 2016. 340 S., 69 Abb., 16 x 24 cm. Gb. EUR 24,90 ISBN: 978-3-86732-243-0 Lukas
Dem außergewöhnlichen Leben und Schicksal der Schauspielerin Carola Neher (1900 – 1942) nähern sich die Autoren in dem von MEMORIAL Deutschland initiierten Sammelband aus unterschiedlichen Perspektiven. Obwohl sich Carola Neher stets ausschließlich als Künstlerin verstand und der kommunistischen Partei nie angehörte, verkörpert ihr Schicksal wie kaum ein anderes die Ambivalenz der kommunistischen Bewegung im Europa des 20. Jahrhunderts, die zum Motor kultureller Innovation, als parteistaatlicher Apparat jedoch zum Vollstrecker von Massenterror wurde. Die gefeierte Schauspielerin der 1920er und 1930er Jahre wurde nach ihrer Emigration aus NS-Deutschland in die UdSSR 1936 in Moskau verhaftet und verstarb am 26.6.1942 im sowjetischen Lager Sol-Iletzk.
Durch die Einordnung der Stationen ihrer Biographie in den kultur- und theatergeschichtlichen wie auch den politischen und zeitgeschichtlichen Kontext erschließt sich die Dimension ihres Wirkens und ihre Rolle als Verfolgter zweier Diktaturen als Jahrhundertschicksal, als Kristallisationsmoment der deutschsowjetischen Geschichte.
Der erste Teil des Bands würdigt die Schauspielerin, die sich an die Spitze des Weimarer Theaterlebens kämpfte und sich als Ikone eines modernen Frauentyps inszenierte. Als Interpretin großer Rollen in legendären Inszenierungen der Dramen Klabunds, Brechts und Horváths schrieb sie Bühnen- und Filmgeschichte.
Im zweiten Teil des Werks stehen die Jahre der Emigration, der Verhaftung und Lagerzeit im Mittelpunkt. Neben bislang unveröffentlichtem Aktenmaterial ihres Verfahrens werden die Erinnerungen der letzten Mitgefangenen an Carola Neher veröffentlicht. Darüber hinaus erschließen deutsche und russische Forscher die monströse Dimension des staatlichen Terrors in den 1930er und 1940er Jahren, dem Millionen Menschen zum Opfer fielen.
Orangeriekultur in Oberfranken. Die Fürstentümer Bamberg und Bayreuth. Hrsg.: Arbeitskreis Orangerien in Deutschland e.V..Schriftenreihe des Arbeitskreises Orangerien in Deutschland e.V. [13]. Text: Ingo Berens, Annette Faber, Dagmar Fetterová, Wolfgang Friebel, Rainer Herzog, Walter Konarske, Norbert Nordmann, Helmut-Eberhard Paulus, Mathias Pfeil, Volker Rößner, Peter Ruderich, Thoralf Weiß. 2016. 235 S. 152 Abb., 17 x 24 cm. Gb. EUR 19,80 ISBN: 978-3-86732-250-8 Lukas
Das heutige Oberfranken mit den historischen Territorien Bamberg und Bayreuth ist eine alte und sehr vielschichtige Kulturlandschaft. Im Zeitalter des Barock erhielt sie ihre Prägung durch mächtige (Kirchen-)Fürsten.
Ihre reiche Gartenkultur war Gegenstand einer weiteren Jahrestagung des Arbeitskreises Orangerien.
Der vorliegende Band befasst sich schwerpunktmäßig mit den Anlagen der Fürstbischöfe von Schönborn in Bamberg und Pommersfelden. Mit den dortigen Schloss- und Gartenanlagen entstanden auch Orangerien, Gewächs- und Palmenhäuser sowie eine Orangeriekultur, die alle Kulturbereiche des Hoflebens durchdrang. Die Metaphorik der Pomeranze als »goldenen Apfel« zu entschlüsseln – als Sinnbild für die Wiederkehr des »Goldenen Zeitalters« –, ist eines der Anliegen der Publikation. Erstmals erfährt auch die Mang’sche Wachsbleiche in Bamberg mit ihrer Garten- und Orangeriekultur eine wissenschaftliche Darstellung.
Auch Bayreuth erlebte unter den Markgrafen von Brandenburg-Bayreuth eine kulturelle Blüte. Daher werden die Orangerien im Schlossgarten St. Georgen und in der Eremitage sowie im Hofgarten Bayreuth eingehend gewürdigt.
Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Kultivierung von Palmen. Gegenstand sind das Palmenhaus in Pommersfelden aus dem 18. Jahrhundert und die Sammlung und Kultivierung fremdländischer Pflanzen in Schloss Fantaisie bei Bayreuth, für die Herzog Alexander von Württemberg vor 1850 ein großes Palmenhaus errichten ließ.
Aktuelle Beiträge aus Forschung und Denkmalpflege gelten der historischen Gewächshausanlage des Botanischen Gartens Greifswald sowie einem kurzen Ausblick auf die Orangerien in Mittelböhmen.
Die Blaue Epoche. Reduktive Farbigkeit im Rokoko. Franz Reitinger. 2016. 328 S., 340 meist fb. Abb. 21 x 28 cm. Gb. EUR 40,00 ISBN: 978-3-86732-238-6 Lukas
Das Schicksal, das die wohl vornehmste aller Farben in der Moderne durchlief, ist schnell erzählt: Schon die kobaltblaue Mohnblume konnte ihre einschläfernde Wirkung auf die empfindsamen Seelen der Romantik nicht verfehlen. Die massenwirksame Implantierung von Yves-Klein-Blau in den Köpfen einer Generation »Pop« tat ihr Übriges. So brauchte die facettenreiche Geschichte des Blaus nur mit industrieller Einheitsfarbe flächendeckend überstrichen zu werden und weg war sie.
Heute wird allmählich klar, dass die erste und eigentliche blaue Periode weder von der marianischen Manier unterm Nazarener-Himmel noch von den saltimbanquischen Stilschüben eines Jahrhundertgenies inspiriert war. Ihre künstlerischen Weihen erhielt diese Periode nicht im großspurigen Auftrag einer Palette von neuen Instantfarben, auch nicht in den methylvioletten Sudeleien einer Myriade von kurzlebigen Wegwerfschreibern und schon gar nicht im Geflimmer einer röhrenlichtdurchfluteten TV-Society, deren eine Hälfte die große Freiheit lebte, welche die andere Hälfte für sie auf maschinellem Wege verwaltete. Diese blaue Periode war kein Personalstil, sondern das übergreifende Kunstverständnis einer Epoche, die sich benennen lässt, einer Epoche, in der all das angelegt war, was chemische Farbenindustrie und künstliche Helligkeit an neuen Reizen, Empfindungen, Öffnungs- und Enthemmungserlebnissen versprachen: Dissoziation von Körper und Farbe, radikale Reduktivität, Grund- und Fehlfarbenästhetik, psychedelischer Effekt.
»Und bei dem Blau fiel mir auf, dass es jenes bestimmte Blau des 18. Jahrhunderts ist«. »Es ließe sich denken, dass jemand eine Monographie des Blaus schriebe«. (Rainer Maria Rilke, Briefe über Cézanne)
Option Barock. Die Altenberger Zisterzienserkirche in der späten Blütezeit des Klosters 1643–1779. Janke, Petra. 2016. 192 S. 67 sw und 66 fb. Abb. EUR 20,00. CHF 22,00 ISBN: 978-3-86732-719-0 Lukas
Janke, Petra. Studium der Theologie, Christlichen Archäologie und Kunstgeschichte; Tätigkeit an der Frühchristlich-Byzantinischen Sammlung Berlin, Redakteurin der Theologischen Realenzyklopädie, Kustodin des Halberstädter Domes; Universitätsdozentin in Heidelberg, Berlin und Halle; zahlreiche Publikationen zu ikonographischen Themen, kirchlichen Ausstattungsstücken, zur Reliquienverehrung und zu Altenberg.
Hauptstraßen und eigene Wege. Rückschau eines Kunsthistorikers [E-Book)]. Feist, Peter H. 2016. 226 S. einige Abb. 22 x 15 cm. Pb. EUR 16,00. CHF 18,00 ISBN: 978-3-86732-721-3 Lukas
Künstlergemeinschaften der Romantik. Betthausen, Peter. 2016. 186 S. 32 x 22 cm. Gb. EUR 25,00. ISBN: 978-3-86732-236-2 Lukas
Die Studie des namhaften Kunsthistorikers Peter Betthausen widmet sich den Haupttypen romantischer Künstlergemeinschaften in Deutschland. Sie skizziert ihre in der Renaissance beginnende Vorgeschichte, zeigt deren engen Zusammenhang mit der bürgerlichen Umwälzung der Kunstverhältnisse auf und erklärt die Gruppierungen als einen Versuch, die Isolation des aus der feudalen Ständegesellschaft entlassenen bürgerlichen Künstlers zu überwinden und das Kunstschaffen wieder auf eine kooperative Basis zu stellen. Der Autor analysiert die innere Entwicklung der romantischen Gemeinschaftsidee und ihrer Ausprägungen (Zweierfreundschaften, Diskussions- und Erlebnisgemeinschaften, Arbeitsgemeinschaften) und gelangt zu der Erkenntnis, dass im Unterschied zu den auf egalitären Prinzipien beruhenden früh- und hochromantischen Gruppierungen diejenigen der Spätromantik eine hierarchische Struktur aufweisen. Ausführlich werden der Lukasbund und die von den Lukasbrüdern nach 1820 gegründeten Werkstattgemeinschaften behandelt.
Angaben zur Person: Peter Betthausen, geboren 1941, studierte an der Humboldt-Universität Kunstgeschichte, Geschichte und Ästhetik, lehrte u. a. an den Universitäten Berlin und Leipzig sowie an der Akademie der Wissenschaften der DDR und war 1986 – 90 Direktor der Nationalgalerie in Ost-Berlin. Zahlreiche Veröffentlichungen zu Künstlern wie Adolph Menzel, Friedrich Schinkel, Philipp Otto Runge und Kunstgelehrten wie Georg Dehio oder Ludwig Justi.
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