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Olms - Georg Olms Verlag Ag

 
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Arthur Brehmer (Hg.). Die Welt in 100 Jahren Mit einem einführenden Essay "Zukunft von gestern" von Georg Ruppelt. Berlin 1910. 2. Reprint.Illustrationen: Ernst Lübbert. XX, 319 S., zahlr. Abb., Gb., EUR 22,00 ISBN: 978-3-487-08304-9 Olms
In den Jahren 1909 und 1910 entstand dieses reich illustrierte Buch über eine damals ferne Zukunft, das, anders als die literarischen Visionen jener Zeit, von Experten verschiedener Bereiche geschriebene und möglichst sachliche Prognosen versammelte. Dem einflussreichen Journalisten Arthur Brehmer (1858-1923) gelang es, prominente Autoren zu gewinnen, sich Gedanken über die Zukunft zu machen. Ernst Lübbert (1879-1915) schuf die kongenialen Illustrationen. Es entstand ein Werk, das inhaltlich bereits in Richtung der Futurologie unserer Tage weist. Ganz gewiss kann man die heutige Arbeit der Zukunftsforscher, die mit Hilfe unermesslicher Datenmengen und Rechnerkapazitäten vorsichtig gewisse Trends für kommende Jahrzehnte vorauszusagen suchen, nicht mit der „Welt in 100 Jahren“ vergleichen. Aber immerhin, die Experten von 1910 haben einige Treffer, „aus der Lostrommel der Zukunft“ gezogen, wie Goethe es ausgedrückt hat, die erstaunlich sind.
Andres Furger. Kutschen Europas des 19. und 20. Jahrhunderts. Band 2: Wagen-Atlas. Reihe: DOCUMENTA HIPPOLOGICA. 2004. 408 S. über 1000 meist farb. Abb. und 1 Falttafel. EUR 128,00 ISBN: 978-3-487-08448-0 Olms
This second volume on the carriages of the 19th and 20th centuries deals with luxury carriages and the principal types and models. The 60 most common carriages with their different models and characteristic features are described in words and pictures, situated in their historical context and distinguished from other models and types.
This volume provides an unprecedented instrument for identifying carriages and situating them in the historical and cultural context. It also gives a lot of practical tips on dating, determining, restoring and conserving historical carriages. It is an inexhaustible source of information and inspiration for all friends and manufacturers of carriages and for museums, private collectors and restorers. The complete work gives drivers and prize judges who have an interest in traditional driving or have long devoted themselves to it all they need in order to compile or assess a stylish or true-to-style team. It gives information which has long been unavailable and bridges the gap between the “Golden Age of Carriages” and today’s art and culture of carriage driving.
Andres Furger. Kutschen Europas des 19. und 20. Jahrhunderts. Band 1: Equipagen-Handbuch. Vorw. Heinz Scheidel. Reihe: DOCUMENTA HIPPOLOGICA. 2. überarbeitete Auflage 2009. 406 S. über 1000 meist fb. Abb. u. 1 Falttafel. Ln, EUR 128,00 ISBN: 978-3-487-08447-3 Olms
Kutschen sind ein Stück Kulturhistorie. Das „goldene Zeitalter der Equipagen“ legte den Grundstein für die Entwicklung des Automobils. Das zeigt sich heute noch in Begriff en der Automobilindustrie, wie Coupe, Phaeton, Karosserie, Cabriolet usw. Patentachsen, Blattfedern und viele Errungenschaften der Kutschenindustrie fanden sich später in den ersten Automobilen wieder und wurden weiterentwickelt. Die großen Kutschenmanufakturen waren gegen Mitte des 19. Jahrhunderts so international tätig wie heute die Automobilindustrie. Spannend aufbereitete Kulturgeschichte!
Mörchen, Roland: Wir gehen ins Museum. Al museo. Deutsch-italienische Ausgabe.. Ill. v. Kiefer, Katja /Aus d. Dt. v. Nobilini, Elena. 2010. 40 S. (Kollektion Olms junior)(Bilinguale Kinderbücher ) Gb EUR 12,80 ISBN: 978-3-487-08838-9 Olms
Ein Besuch im Museum? - Wie langweilig! denkt Jens zunächst. Doch Lisa steckt ihn und Benni schnell mit ihrer Begeisterung an. Zwischen riesigen Dinosauriern, Fossilien und ägyptischen Mumien erleben die drei Freunde einen in jeder Hinsicht aufregenden Nachmittag und erfahren zugleich viel Wissenswertes über die Arbeit in einem Museum. Una visita al museo? - Che noia!, pensa Jens in un primo momento. Ma Lisa, con il suo entusiasmo, riesce a contagiare velocemente lui e Benni. Tra dinosauri giganteschi, fossili e mummie egiziane, i tre amici trascorrono un pomeriggio elettrizzante, da ogni punto di vista, durante il quale imparano anche molte cose interessanti sul lavoro in un museo.
Mörchen, Roland: Wir gehen ins Museum. Une visite au musée. Deutsch-französische Ausgabe. Ill. v. Kiefer, Katja /Aus d. Dt. v. Hagedorn, Francoise. 2010. 40 S.. (Kollektion Olms junior ) (Bilinguale Kinderbücher ) Gb EUR 12,80 ISBN: 978-3-487-08840-2 Olms
Ein Besuch im Museum? - Wie langweilig! denkt Jens zunächst. Doch Lisa steckt ihn und Benni schnell mit ihrer Begeisterung an. Zwischen riesigen Dinosauriern, Fossilien und ägyptischen Mumien erleben die drei Freunde einen in jeder Hinsicht aufregenden Nachmittag und erfahren zugleich viel Wissenswertes über die Arbeit in einem Museum.
Une visite au musée ? - Quel ennui ! pense Jens tout d’abord. Mais l’enthousiasme de Lisa est communicatif. Entre dinosaures, fossiles et momies égyptiennes, nos trois amis passent un après-midi palpitant - à tous les sens du mot - et apprennent une foule de choses intéressantes sur le travail à accomplir dans un musée.
Dilba, Carsten: Memoria Reginae - Das Memorialprogramm für Eleonore von Kastilien. 2009. 608 S., 137 sw. u. 25 fb. Abb. 21 x 14,8 cm. (Stud. z. Kunstgesch. 180) Kst EUR 78,00 ISBN: 978-3-487-13943-2 Olms
In den zehn Jahren nach dem Tod der englischen Königin Eleonore von Kastilien (gest. 1290) wurde von ihrem Gemahl, Eduard I., eines der umfassendsten Memorialprogramme des Mittelalters initiiert. In beispielloser Weise erhielt die Verstorbene zwei mit bronzenen Liegefiguren geschmückte Grabmale für den Körper und die Eingeweide sowie eine goldene Herzurne. Ein Dutzend mit multiplen Figuren der Königin verzierte Bildstöcke markierten die Nachtlager ihres durch England führenden Leichenzuges.
Auf Grundlage der erhaltenen Rechnungslisten der Testamentsvollstrecker können die Monumente und ihr figürlicher Schmuck einzelnen Architekten, Bildhauern und Handwerkern zugewiesen werden. Eine Auswertung der Schriftquellen erlaubt genaue Aussagen zur Organisation der königlichen Bauadministration, zu Verwaltungsstrukturen und Dispositionsbefugnissen. Diese Studie weist somit überzeugend nach, dass Eduard I. dem französischen Königshaus und insbesondere den Monumentsetzungen für den 1270 verstorbenen Ludwig IX., den Heiligen, nacheiferte. Er tat dies nicht nur in den Memorialbauten für seine Gemahlin, sondern auch in der mit ihnen im Zusammenhang stehenden Initiierung einer familienbezogenen Grablege der Plantagenets in Westminster Abbey und im Funeralzeremoniell.
In the ten years following the death of the English Queen Eleanor of Castile (d. 1290), her husband Edward I undertook one of the most comprehensive commemorative projects of the middle ages. The late queen was given an unprecedented two full-length bronze effigies for her body and internal organs, and a golden urn for her heart. A dozen pillars decorated with multiple images of the queen marked the stages of her funeral procession on its journey through England.
On the basis of surviving invoice lists of the executors it is possible to attribute the monuments and their decoration to individual architects, sculptors and craftsmen. Analysis of the written sources provides precise evidence about the organisation of the royal building administration, administrative structures and the authority for arrangements. This study demonstrates convincingly that Edward I was imitating the French royal house, and specifically the monuments to the sainted Louis IX who had died in 1270. He did this not only in the building of memorials for his wife, but also in the related project to create a Plantagenet burial site in Westminster Abbey and in the funeral ceremony.
Zintzen, Clemens: Vom Menschenbild der Renaissance. Florentiner Kultur im Quattrocento. 2009. 111 S. 21 x 14,8 cm. Kst EUR 14,80 ISBN: 978-3-487-13987-6 Olms
Die Renaissance hebt sich trotz aller weitergeführten Tradition bewusst vom Mittelalter ab. Vor allem die Florentiner Renaissance des 14./15. Jahrhunderts gewinnt eine neue positive Sicht auf den Menschen und die ihn umgebende Welt. Im bewussten Rückgriff auf die sich jetzt zunehmend erschließende antike Kultur und gestützt durch die vor allem von der neuplatonischen Philosophie inspirierten Blickwendung auf das Innere des Menschen entwickelt sich eine Anthropologie, die den Menschen als einen Gott auf Erden betrachtet. Die Darstellung Vom Menschenbild der Renaissance - ursprünglich ein Vortrag auf der Leipziger Buchmesse - erscheint hier in zweiter Auflage. Sie wird ergänzt durch zwei weitere Abhandlungen: Die Anmerkungen zu Lorenzo Valla und Poggio Bracciolini zeigen zwei Gelehrte dieser Zeit in ihren herausragenden innovativen Leistungen, aber auch in menschlichen Schwächen. Schließlich skizziert der Essay Die Florentiner Renaissance im Quattrocento ein zusammenfassendes Bild vom Entstehen und Wachsen der Renaissance, sowie den Niederschlag dieses Denkens im gesellschaftlichen, literarischen und kulturellen Leben. Am Erwachen eines historischen Bewusstseins lässt sich die Selbsteinschätzung dieser für die europäische Geistesgeschichte so entscheidenden Epoche ablesen.
Despite many continued traditions, the Renaissance is self-consciously distinct from the Middle Ages. In particular the Florentine Renaissance of the 14th-15th centuries gains a new, positive view of humanity and of the world around us. Consciously reaching back to the culture of the classical period, which was now increasingly being rediscovered and made available, and supported especially by a new focus on man’s inner nature inspired by neo-platonic philosophy, there developed an anthropology which viewed man as a god upon earth. The presentation ‘Vom Menschenbild in der Renaissance’, originally given as a lecture at the Leipzig Book Fair, appears here in its second edition. It is accompanied by two other pieces: the notes on Lorenzo Valla and Poggio Bracciolini show two scholars of the age in terms of their wonderful innovative achievements but also of their human frailties. The concluding essay on the Florentine Renaissance in the Quattrocento outlines in summary the origins and growth of the Renaissance and its effects in social, literary and cultural life. The example of an awakening historical consciousness helps us to understand the self-evaluation of this era which was so decisive in European cultural and intellectual life.
Die städtische Gemäldegalerie in Braunschweig. Ein Beispiel bürgerlicher Sammelkultur vom 19. Jahrhundert bis heute. 1 Bde/Tle. Beitr. v. Nauhaus, Julia M /Lange, Justus /Holzgang, Gilbert /Eschebach, Erika. 2009. 416 S., 90 s/w und 73 fb. Abb. Gb EUR 29,80 ISBN: 978-3-487-14233-3 Olms
Die Gemäldesammlung des Städtischen Museums Braunschweig, die heute etwa 2.200 Werke umfasst, kann auf eine mehr als 150-jährige Tradition zurückblicken. Selbst in Fachkreisen sind Umfang und Entstehungsgeschichte weitgehend unbekannt geblieben. Ergänzend zum kürzlich erschienenen Bestandsverzeichnis wird die Entwicklung der städtischen Gemäldegalerie nun erstmals ausführlich beleuchtet.
Sechs Aufsätze schildern die Geschicke der Sammlung: vom Aufbau einer „Gallerie von Kunstwerken der Neuzeit“ durch den Braunschweiger Kunstverein über die erste Gemäldegalerie im 1906 eröffneten Museumsneubau am Löwenwall bis hin zur Einweihung des angrenzenden Galeriegebäudes im Jahr 2008 für die Werke der Klassischen Moderne aus der Kunststiftung Bönsch. Die Bemühungen des Kunstsammlers Otto Ralfs, in den 1920er Jahren eine „Galerie der Moderne“ zu etablieren, werden ebenso dargestellt wie die Schicksale der Gemäldesammlung in der Zeit von 1933 bis 1945.
Ohne die zahlreichen Schenkungen und Vermächtnisse von Braunschweiger Bürgerinnen und Bürgern wäre die städtische Galerie undenkbar. Die im 19. Jahrhundert angelegten Privatsammlungen älterer und zeitgenössischer Malerei werden deshalb eingehend gewürdigt. Die Gemäldesammlung des Städtischen Museums Braunschweig kann mit ihren reichen Beständen an Bildnissen, Landschafts- und Genremalerei wie Stadtansichten Braunschweigs als Musterbeispiel bürgerlicher Sammelkultur gelten.
Furger, Andres: Fahrkunst. Mensch, Pferd und Wagen von 1700 bis heute. 2009. 340 S., durchegend 4 fb. bebildert. (Doc. Hippol. ) Gb EUR 138,00 ISBN: 978-3-487-08484-8 Olms
Ein weiteres faszinierend schönes Buch von einem der besten Kenner der Materie, und damit ein Lehr- und Nachschlagewerk für Experten, ein herrlicher Bildband für jeden Laien. Mit der Fahrkunst steht das lebendige Zusammenspiel von Mensch, Pferd und Wagen im Zentrum dieses Bandes. Zunächst wird den Ursprüngen des eleganten Kutschenfahrens in Italien nachgeforscht und danach das Aufblühen der Fahrkunst im Frankreich des 17. und 18. Jahrhunderts beschrieben. Es folgt die Zeit der Perfektion in England und in Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert bis hin zum modernen Fahrsport. Die verschiedenen Fahrtechniken, die Entwicklung der Fahrleinen und der Gebisse werden ebenso vertieft dargestellt wie die Anspannungsarten und Geschirre verschiedener Länder. Damit schliesst das Werk bestens an die beiden Bände „Kutschen Europas“ an. Dem heutigen traditionellen Fahren und den damit verbundenen Fragen ist das ganze letzte Kapitel gewidmet. Wie wichtig ist das Gesamtbild des Gespanns? Welcher Wagen passt zu welchen Pferden und Gelegenheiten? Auf solche Fragen gibt das Buch konkrete Antworten.
Bähr, Astrid: Repräsentieren, bewahren, belehren: Galeriewerke (1660-1800). Von der Darstellung herrschaftlicher Gemäldesammlungen zum populären Bildband. 2009 638 S., 120 Abb. 24 x 17 cm. (Stud. z. Kunstgesch. 178) Kt EUR 78,00 ISBN: 978-3-487-13977-7 Olms
Galeriewerke - in Buchform gebundene, meist großformatige, druckgraphische Reproduktionen von Gemälden einer Sammlung - ermöglichten dem Kunstliebhaber lange vor der Öffnung der Sammlungen ein intensives Kunststudium. Zielten sie zunächst vor allem auf die Glorifizierung des Herrschers bzw. Sammlers, so leisteten sie schon bald einen wesentlichen Beitrag zur Ausbildung kunsthistorischer Verfahrensweisen und damit nicht zuletzt zur Etablierung der Kunstwissenschaft im 18. Jahrhundert. Die vorliegende Studie untersucht die einzelnen Werke nach Genese, Gestaltung, Sammlern und Herausgebern, Auswahl der reproduzierten Gemälde sowie begleitenden Texte, in denen sich die kunstkennerschaftlichen Debatten der Zeit wiederfinden. Damit liefert diese Arbeit erstmals einen chronologischen Überblick über die Entwicklung der Gattung. Zugleich gewährt sie unbekannte Einblicke in die jeweilige Sammlungsgeschichte, in unterschiedliche Repräsentationsstrategien oder Geschmacksvorlieben. Ein umfangreicher Anhang mit einem Stecher- und Malerindex listet sämtliche in den Werken erschienenen Einzelstiche auf und erschließt die Galeriewerke als Quelle für weitere Provenienz- und Sammlungsforschungen sowie für Werkverzeichnisse. Die Dissertation von Astrid Bähr wurde mit dem Wolfgang-Ratjen-Preis, dem internationalen Nachwuchsförderpreis für herausragende Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der graphischen Künste, ausgezeichnet.
Bound collections of printed reproductions, usually in large-format, of paintings in private collections enabled art-lovers to study artworks closely long before collections opened to the public. If the original purpose of such albums was to glorify a ruler or collector, they soon came to play a significant role in the development of art-historical practice and thus in the establishment of art history as a discipline in the 18th century. This study examines individual works in terms of origins, format, collections and editors, selection of pictures for reproduction, and the accompanying texts which reflect contemporary debates among connoisseurs. It provides the first chronological survey of the development of the genre. At the same time it offers unfamiliar insights into the collecting history of the time, into different strategies of representation and preferred tastes. A comprehensive appendix with an index of engravers and painters lists all the individual engravings found in the works and opens up the possibilities of this genre as a source for further research into provenance and collection history and for the compilation of catalogues raisonnés
Krüger, Eva: Bilder zu Goethes "Faust": Moritz Retzsch und Dante Gabriel Rossetti. 2009. 192 S., 7 fb. und 79 sw Abb. (Stud. z. Kunstgesch. 179) Pb EUR 39,80 ISBN: 978-3-487-13994-4 Olms
„Recht interessante und geistreiche Umrisse zu Faust“, so charakterisierte Goethe in einem Brief an seinen Verleger Cotta die Illustrationen des Dresdner Porträt- und Historienmalers Moritz Retzsch (1779-1857) zu seiner Tragödie. Die Zuspitzung zu einer Liebesgeschichte mit Gretchen als Opfer bedingte vor allem in England eine positive Rezeption der Umrisszeichnungen. In der Figur Gretchens sah man eine andere Clarissa Harlowe, Samuel Richardsons verführte Unschuld in dessen gleichnamigem Roman. Einzelne Zeichnungen wurden zur Folie für die Beschäftigung Dante Gabriel Rossettis (1828-1882) mit „Faust“. Die vorliegende Studie stellt zum ersten Mal alle im Zusammenhang mit Faust entstandenen Werke Rossettis vor, darunter überwiegend Zeichnungen und als Höhepunkt das Gemälde „Lady Lilith“, das sich vom Text völlig löst. Bis 1846 kreist Rossetti um die Dimension des Unheimlichen, in den Jahren danach fokussiert sich sein Interesse auf die inneren Konflikte Gretchens. Die letzte Phase steht im Zusammenhang mit der Entdeckung der „femme fatale“. Rossetti verschränkt seine Frauendarstellungen mit seinen eigenen Lebensumständen. Die Frau, Hure und Hexe, wird zur Projektionsfläche für Männerängste und Männerlüste, eine Dimension, die schon bei Goethe angelegt ist.
“Truly interesting and ingenious sketches for Faust” - thus Goethe, in a letter to his publisher Cotta, described the illustrations to his tragedy by the Dresden portraitist and history-painter Moritz Retzsch (1779-1857). The emphasis on a love-story with Gretchen as victim ensured a positive reception of the sketches, especially in England, where Gretchen was seen as another Clarissa, the eponymous seduced innocent in Samuel Richardson’s novel. Individual drawings became templates for Dante Gabriel Rossetti (1828-1882) in his work on Faust. This study examines for the first time all Rossetti’s works with a connection to Faust, most of them drawings, culminating in the painting ‘Lady Lilith’, which is completely unrelated to the text. Until 1846 Rossetti works around the dimension of the uncanny, while in the following years he focuses his interest on Gretchen’s inner conflicts. The last phase is linked to the discovery of the ‘femme fatale’. Rossetti’s portrayal of women becomes inextricably linked with the circumstances of his private life. Woman, both whore and witch, becomes the figure onto whom male fears and desires are projected, a dimension already inherent in Goethe’s work.
Mörchen, Roland: Wir gehen ins Museum - Vamos al museo. Ill. v. Kiefer, Katja . 10.2009. 40 S. 27 x 19,5 cm. (Kollektion Olms junior ) (Bilinguale Kinderbücher ) Gb EUR 12,80 ISBN: 978-3-487-08833-4 Olms
Ein Besuch im Museum? - Wie langweilig!, denkt Jens zunächst. Doch Lisa steckt ihn und Benni schnell mit ihrer Begeisterung an. Zwischen riesigen Dinosauriern, Fossilien und ägyptischen Mumien erleben die drei Freunde einen in jeder Hinsicht aufregenden Nachmittag und erfahren zugleich viel Wissenswertes über die Arbeit in einem Museum.
¿Una visita al museo? - ¡Qué aburrido!, piensa Jens espontáneamente. Pero Lisa contagia rápidamente a Jens y a Benni de su entusiasmo. Los tres amigos pasan una tarde llena de aventuras entre dinosaurios, fósiles y momias egipcias al mismo tiempo que aprenden muchas cosas interesantes sobre el trabajo que se realiza en un museo.
Mörchen, Roland: Wir gehen ins Museum - A Visit to the Museum. Ill. v. Kiefer, Katja . Dtsch/engl. 2009. 40 S. 27 x 19,5 cm. (Kollektion Olms junior )(Bilinguale Kinderbücher ) Gb EUR 12,80 ISBN: 978-3-487-08832-7 Olms
Ein Besuch im Museum? - Wie langweilig! denkt Jens zunächst. Doch Lisa steckt ihn und Benni schnell mit ihrer Begeisterung an. Zwischen riesigen Dinosauriern, Fossilien und ägyptischen Mumien erleben die drei Freunde einen in jeder Hinsicht aufregenden Nachmittag und erfahren zugleich viel Wissenswertes über die Arbeit in einem Museum.
A visit to a museum? At first Jens thinks that is a very boring idea! But Lisa's enthusiasm is infectious, and Jens and Benni agree to go with her. Between gigantic dinosaurs, fossils and Egyptian mummies the three friends enjoy a very exciting afternoon and learn a lot of interesting things about working in a museum.
Evelin Haase. Die ethnographische Sammlung Herzog Johann Albrechts. Souvenirs einer fürstlichen Hochzeitsreise. Bestandskatalog des Städtischen Museums Braunschweig. 2004. 222 S. 477 s/w, 32 fb. Abb. 1 Karte. Br., EUR 29,80 ISBN: 978-3-487-12780-4 Olms
Joachim Frassl. Die Jacobson-Schule in Seesen mit Tempel und Alumnat. Reihe: STUDIEN ZUR KUNSTGESCHICHTE Band 176. Jüdische Architektur als Ausdruck von Emanzipation und Assimilierung im 19. Jahrhundert. 2009. 336 S., 177 Abb. Br., EUR 68,00 ISBN: 978-3-487-13880-0 Olms
Die ehemalige Jacobson-Schule im niedersächsischen Seesen war weltweit bekannt und geachtet. Die Gründung Israel Jacobsons für „arme Judenknaben“ von 1801 wurde schon wenige Jahre später zur ersten simultanen jüdisch-christlichen Schule, entwickelte sich Vorbild gebend für weitere jüdische Schulgründungen. Von ihr und der 1810 eingeweihten Schul-Synagoge ausgehend, entfalteten sich Elemente der Modernisierung des Judentums im 19. Jahrhundert.
Die Studie verfolgt die Entwicklung von der Gründungszeit über die Verstaatlichung 1922 hinaus bis hin zur Zerstörung der schuleigenen Synagoge unter nationalsozialistischer Herrschaft. Im Vordergrund steht die Rekonstruktion der vollständigen - heute nicht mehr greifbaren - Schulanlage, insbesondere ihrer Synagoge. Die Aussage des Schulgründers, der gebaute Tempel solle ein „schwaches Nachbild des Tempels Salomo“ sein, wird sowohl an der Gesamtarchitektur als auch am gestalterischen Detail verdeutlicht. Dieser „Jacobstempel“ ist in vielfacher Hinsicht als Prototyp für den Synagogenbau des 19. Jahrhunderts zu sehen. Neue Erkenntnisse über die erste Synagogenorgel, die in Seesen stand, fließen in die Gesamtanalyse ein.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Untersuchung der gründerzeitlichen Architektur des Alumnatsgebäudes von 1889, die mit zeitgleich entstandenen Beispielen jüdischer Schularchitektur in anderen Städten verglichen wird. Ein Blick auf die Rezeption der eigenen Geschichte in den Veröffentlichungen der Schule zusammen mit einer Analyse von Jacobson-Porträts rundet die Darstellung ab.
The former Jacobson School in Seesen, Lower Saxony, was known and admired throughout the world. Israel Jacobson’s 1801 foundation for ‘poor Jewish boys’ soon became the first joint Jewish-Christian school and developed into a model for later Jewish school foundations. From the school and its synagogue, consecrated in 1810, there developed influential elements in the modernisation of Judaism in 19th-century Germany.
This study follows the development from the school’s foundation to its nationalisation in 1922 and the eventual destruction of the school’s synagogue under the National Socialist regime. In the foreground of the study is the reconstruction of the complete - but no longer existent - ground plan of the school and in particular of the synagogue. The founder’s statement that the temple was to be ‘a faint echo of the Temple of Solomon’ is illustrated by the architecture as a whole and by the decorative detail. This ‘temple of Jacob’ can be seen in many respects as a prototype for 19th-century synagogue buildings. New insights regarding the synagogue organ, first found in Seesen, also inform the analysis as a whole.
Another focus of the book is a study of the wilhelmine architecture of the 1889 boarding-school building, which is compared with contemporary examples of Jewish school architecture in other towns. The study concludes with a look at the school’s reception of its history in its own publications and an analysis of portraits of Jacobson.
Eberle, Martin: Formsammlung Walter und Thomas Dexel, Braunschweig - Metallgerät. Bestandskatalog desStädtischen Museums Braunschweig. 2005. 340 S., 655 sw. Abb. 29,7 x 21 cm. EUR 29,80 ISBN: 978-3-487-13064-4 Olms
Im Jahre 1942 wurde die „Formsammlung der Stadt Braunschweig“ gegründet und deren Leitung Walter Dexel übertragen. Aufgabe der einsetzenden Sammlungstätigkeit war es, tatsächlich verwendetes bürgerliches und bäuerliches historisches Gebrauchsgerät sowie Industrieformen zum Studium von Entwicklung und Problematik der Gefäßformen zusammenzutragen. 1955 wurde die Leitung der Formsammlung Thomas Dexel übertragen: Er erweiterte die Sammlung seines Vaters insbesondere um Gefäßformen des zeitgenössischen Designs, der Antike und außereuropäischer Kulturen. Heute umfasst die Formsammlung ca. 5.500 Einzelobjekte und weist dank der Sammlungsschwerpunkte einen Charakter der Einmaligkeit auf.
In dem vorliegenden Band wird der Bestand der Metallgeräte geschlossen und vollständig vorgestellt. Die Sammlung ist hierbei nach den Formen - Leuchter, Kannen, Krüge, Teller, Platten, Schüsseln, Mörser, Grapen - sortiert. Erstmals wird auch die umfangreiche Bestecksammlung vorgestellt. Die Materialvielfalt reicht von der Bronze über Messing, Kupfer und Eisen bis hin zum Silber. Zeitliche Schwerpunkte der Sammlung liegen in der Antike, dem späten Mittelalter, der frühen Neuzeit bis hin zu Geräten nach Entwürfen von Josef Hoffmann, Jens H. Quistgaard, Wilhelm Wagenfeld und Carl Hugo Pott.
The ‘Form Collection of the City of Braunschweig’ was founded in 1942 and Walter Dexel was made responsible for its management. The task of the new institution was to collect utensils actually used in both urban and rural households as well as industrial forms to further the study of the development and problems of container forms. In 1955 the management of the collection passed to Thomas Dexel who broadened his father’s collection with a particular emphasis on contemporary design and on containers from the ancient world and non-European cultures. Today the collection contains some 5,500 items, and its specific focus gives it a unique character.
This volume provides a comprehensive listing of the metal containers in the collection. The collection is arranged by form - candlesticks, pots, jugs, plates, bowls, mortars, skillets - and the extensive collection of cutlery is also described for the first time. The materials used range from bronze through brass, copper and iron to silver. Chronologically the collection focuses on the ancient world, the late middle ages and the early modern age up to utensils based on designs by Josef Hoffmann, Jens H. Quistgaard, Wilhelm Wagenfeld and Carl Hugo Pott.
Brakhahn, Nina: Formsammlung Walter und Thomas Dexel, Braunschweig - Glas. Bestandskatalog desStädtischen Museums Braunschweig. 2007. 704 S., 1480 sw. Abb., 64 fb. Abb. 29,7 x 21 cm Kt EUR 68,00 ISBN: 978-3-487-13323-2 Olms
Im Jahre 1942 wurde die „Formsammlung der Stadt Braunschweig“ gegründet und deren Leitung Walter Dexel übertragen. Aufgabe der einsetzenden Sammlungstätigkeit war es, tatsächlich verwendetes bürgerliches und bäuerliches historisches Gebrauchsgerät sowie Industrieformen zum Studium von Entwicklung und Problematik der Gefäßformen zusammenzutragen. 1955 wurde die Leitung der Formsammlung Thomas Dexel übertragen: Er erweiterte die Sammlung seines Vaters insbesondere um Gefäßformen des zeitgenössischen Designs, der Antike und außereuropäischen Kulturen. Heute umfasst die Formsammlung ca. 5.500 Einzelobjekte und weist dank der Sammlungsschwerpunkte einen Charakter der Einmaligkeit auf. In dem vorliegenden Band wird der Bestand der Glasobjekte geschlossen und vollständig vorgestellt. Die Sammlung ist hier bei den historischen Gläsern in Gefäßgruppen wie Becher, Kelchgläser sowie Flaschen und bei den zeitgenössischen Industrieobjekten nach Glashütten sortiert.
Präsentiert werden römische und islamische Gläser, mittelalterliches Waldglas und eine Vielfalt von Gebrauchsgläsern bis zum Ende des 19. Jahrhunderts. Des Weiteren finden sich Gläser von angesehenen deutschen, skandinavischen und italienischen Glashütten - so u.a. J. & R. Lobmeyr, Peill & Putzler, Schott Zwiesel, Wiesenthalhütte, WMF, Iittala, Orrefors, Holmegaards und Venini nach Entwürfen von Wilhelm Wagenfeld, Heinrich Löffelhardt, Tapio Wirkkala, Paolo Venini und anderen.
The ‘Form Collection of the City of Braunschweig’ was founded in 1942 and Walter Dexel was made responsible for its management. The task of the new institution was to collect utensils actually used in both urban and rural households as well as industrial forms to further the study of the development and problems of container forms. In 1955 the management of the collection passed to Thomas Dexel who broadened his father’s collection with a particular emphasis on contemporary design and on containers from the ancient world and non-European cultures. Today the collection contains some 5,500 items, and its specific focus gives it a unique character.
This volume provides a comprehensive listing of the glass containers in the collection. The collection of ancient glasses is arranged by groups of containers such as beakers, goblets and bottles, whereas contemporary industrial objects are arranged by glassworks.
The catalogue includes roman and islamic glasses, mediaeval forest glass and a variety of functional glasses until the end of the 19th century. Furthermore there are to be found glasses by reputable german, scandinavian and italian glassworks - amongst others J. & R. Lobmeyr, Peill & Putzler, Schott Zwiesel, Wiesenthalhütte, WMF, Iittala, Orrefors, Holmegaards und Venini designed by Wilhelm Wagenfeld, Heinrich Löffelhardt, Tapio Wirkkala, Paolo Venini and others.
Julia M. Nauhaus. Die Gemäldesammlung des Städtischen Museums Braunschweig. Vollständiges Bestandsverzeichnis und Verlustdokumentation. Mit Beiträgen von Justus Lange. 896 S. 2257 s/w und 111 fb. Abb. Olms, Hildesheim 2009. EUR 68,00 ISBN: 978-3-487-13942-5 Olms
Die bisher weitgehend unbekannt gebliebene Gemäldesammlung des Städtischen Museums Braunschweig verdankt sich in erster Linie den großzügigen Schenkungen von Bürgern der Stadt. Den Grundstock der Sammlung bilden die Erwerbungen des 1832 gegründeten Braunschweiger Kunstvereins, der bestrebt war, eine Galerie der zeitgenössischen Malerei aufzubauen. Schwerpunkte waren Landschaften und Genrebilder der Düsseldorfer und Münchner Malerschulen sowie Porträts und Stadtansichten.
Wichtige Meilensteine auf dem Wege zur Erweiterung der Sammlung stellten die Vermächtnisse von Franziska von Reinike, Amalie Löbbecke, Hermann Heydenreich und die Sammlung von Franz Lucas dar. Im 20. Jahrhundert wurden neben zahlreichen Werken überregional bekannter Maler wie Carl Buchheister, Walter Dexel, Leo von König oder Max Peiffer Watenphul Arbeiten von Künstlern der Hochschule für Bildende Künste erworben und der Bestand an Braunschweig-Ansichten stetig erweitert.
Heute umfasst die Sammlung fast 2.200 Gemälde, Ölstudien, Pastelle und Gouachen, die in dem vorliegenden Band mit Abbildungen, darunter zahlreichen Farbtafeln, vollständig dokumentiert sind. Er enthält zudem die erste Zusammenstellung derjenigen Gemälde, die sich heute aufgrund von Kriegsverlust, Abgabe oder aus ungeklärter Ursache nicht mehr im Besitz des Museums befinden. Zahlreiche Register und ein umfangreiches Literaturverzeichnis ergänzen dieses Referenzwerk, mit dem die Gemäldesammlung des Städtischen Museums Braunschweig erstmals vollständig in Buchform erschlossen wird.
The hitherto largely overlooked collection of paintings in the City Museum in Braunschweig owes its existence primarily to the generous gifts of local citizens. The original core of the collection was formed by the acquisitions of the Brauschweiger Kunstverein, founded in 1832 with one of its aims being to found a gallery of contemporary painting. The emphasis was on landscapes and genre paintings from Düsseldorf and Munich schools as well as portraits and city views.
Important milestones in the growth of the collection include the bequests of Franziska von Reinike, Amalie Löbbecke, Hermann Heydenreich and the collection of Franz Lucas. In the 20th century the Museum acquired many works by painters with a wide reputation such as Carl Buchheister, Walter Dexel, Leo von König and Max Peiffer Watenphul alongside works by artists from the School of Fine Arts, while the collection of views of Braunschweig continued to grow.
Today the collection comprises some 2,200 paintings, oil studies, pastels and gouaches which are fully documented in this volume with illustrations, many in colour. The catalogue also lists those pictures which are no longer owned by the museum whether due to wartime losses, disposals or other unknown reasons. Several indexes and an comprehensive bibliography complete this reference work, the first complete catalogue in book form of the collection of paintings in the City Museum in Braunschweig.
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Roberts, Daniela: "Imago Mundi". Eine ikonographische und mentalitätsgeschichtliche Studie, ausgehendvon Hans Holbein d.J. "The Ambassadors". 2009. 524 S., mit 8 fb. und 88 s/w-Abb. 21 x 14 cm. (Stud. z. Kunstgesch. 177) Gh EUR 78,00 ISBN: 978-3-487-13493-2 Olms
Als singuläre Erscheinung innerhalb seiner Gattung stellte das Doppelporträt »The Ambassadors« von Hans Holbein d. J. (1497/98-1543) mit seiner Vielzahl deutbarer Einzelelemente Generationen von Forschern vor eine hermeneutische Herausforderung. Unter Rückgriff auf bislang unerschlossenes Quellenmaterial bietet die vorliegende Studie eine überzeugende Neuinterpretation dieses Hauptwerks der europäischen Kunstgeschichte.
Das Gemälde wird dabei erstmals in einen größeren geistesgeschichtlichen Kontext gesetzt, der es erlaubt, sich dem Sinnzentrum des Werkes unter Einbeziehung zentraler Teilaspekte stringent anzunähern. Konkret nachgewiesen wird beispielsweise der Bezug des Gemäldes zur Krönung Anna Boleyns am 1. Juni 1533, deren Zeugen und politische Advokaten die „Gesandten“ waren. In Holbeins Gemälde reflektieren sie die politischen Implikationen dieses Ereignisses und dokumentieren zugleich den eigenen Status sowie ihre diplomatischen Erfolge auf dem Hintergrund der europäischen Politik und religionspolitischen Bewegungen in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Indem die vorliegende Studie tief in Mentalität, Denkstrukturen sowie das Wissenschaftsverständnis humanistischer Gelehrter und politisch einflussreicher Personen eindringt, stellt sie ungeachtet ihres wissenschaftlichen Anspruchs eine fesselnde Lektüre dar.
Unique within its genre, the double portrait ‘The Ambassadors’ by Hans Holbein the younger (1497/98-1543) with its variety of interpretable elements has presented generations of researchers with a hermeneutic challenge. Using previously unexploited source material this study offers a convincing new interpretation of this masterwork of European art history.
For the first time the painting is placed in a wider context of intellectual history, making possible a compelling approach to the aesthetic centre of the work while including other core aspects. The study firmly proves, for example, the painting’s connection with the coronation of Anne Boleyn on 1 June 1533, an event at which the ‘Ambassadors’ were witnesses and political advocates. In Holbein’s picture they reflect the political implications of this event and also their own status and diplomatic successes in the context of European politics and religious and political movements in the first half of the 16th century. By probing deeply into the mentality, thought structures and scientific understanding of humanist scholars and politcally influential figures, this study is not only a work of high academic standards standards but also a gripping read.
Haase, Evelin: "In 64 Tagen um die Welt". Die ethnographische Sammlung von Carlos Götting.Bestandskatalog des Städtischen Museums Braunschweig. 2006. 528 S., 1255 sw. Abb., 64 fb.Abb. 29 x 21 cm. Pb EUR48,00 ISBN: 978-3-487-13242-6 Olms
Carlos Götting wurde 1828 in Braunschweig geboren. Mit 22 Jahren wanderte der Sattler- und Tapeziergeselle nach Amerika aus. Er ließ sich 1856 in Santiago de Chile nieder und übernahm ein Möbel- und Einrichtungsgeschäft, durch das er zu Wohlstand kam.
Schon während seiner Übersiedlung von Argentinien nach Chile hatte Götting einige völkerkundlich interessante Gegenstände erworben. Ab 1870 begann er in größerem Stil zu reisen, sowohl innerhalb Chiles und in südamerikanische Nachbarländer als auch nach Europa, in den Orient und schließlich einmal um den ganzen Globus. Diese Weltreise führte ihn von Europa durch die USA, von dort nach Japan, China, Indien und über Ägypten wieder zurück nach Europa. In seinen Unterlagen bewahrte Götting sein Leben lang einen Zeitungsartikel auf, in dem eine vergleichbare Reise um die Welt in 64 Tagen angepriesen wurde. Er selbst ließ sich jedoch fast ein ganzes Jahr Zeit. Auf seinen Reisen sammelte Götting alles, was ihn interessierte, vor allem Gegenstände der von ihm besuchten Völker, aber auch Fotografien und Naturalien.
Die ethnographische Sammlung von Carlos Götting ist sehr vielseitig. Sie enthält neben archäologischen Fundstücken aus Peru und Mexiko Gegenstände der Mapuche, Guarani und anderer Indianervölker Südamerikas. Auf den Reisen um die Welt kamen auch Kunstgewerbliches aus Japan, China, Indien und dem Orient sowie Musikinstrumente aus Nubien, Elchhaarstickereien der kanadischen Indianer oder eine Vogelmannfigur von der Osterinsel hinzu.
Götting, der sich im Alter in Hamburg niederließ, schenkte kurz vor seinem Tod 1899 seiner Heimatstadt Braunschweig die ethnographische Sammlung mit fast 1 500 Objekten sowie die 2530 Reisefotografien und vermachte testamentarisch einen größeren Geldbetrag als Grundlage für den Bau eines städtischen Museumsgebäudes, das 1906 eröffnet wurde.
Carlos Götting was born in Brunswick in 1828. As a 28-year old journeyman saddler and paper-hanger he emigrated to America. He settled in Santiago de Chile in 1856 and took over a furniture and fittings business which made him a wealthy man.
Already during his move from Argentina to Chile Götting had acquired some ethnographically interesting pieces. After 1870 he began to travel in grander style both within Chile and in the neighbouring South American countries, and also to Europe, to the Orient and finally once right around the world. This last journey took him from Europe through the USA and thence to Japan, China, India and back to Europe via Egypt. Among his possessions Götting kept all his life a newspaper cutting which praised a similar journey round the world accomplished in 64 days. However, he allowed himself nearly a year. On his travels Götting collected everything that interested him, principally objects from the peoples he visited but also photographs and natural specimens.
Carlos Götting’s ethnographical collection is very varied. Alongside archaeological finds from Peru and Mexico it contains objects from the Mapuche, Guarani and other indigenous South American peoples. The journey round the world brought pieces from Japan, China, India and the Orient, and items such as musical instruments from Nubia, Moose-hair embroideries from the Indians of Canada, or a bird-man figure from Easter Island.
In 1899, shortly before his death, Götting, who had settled in Hamburg in later life, bequeathed to his native city of Brunswick his ethnographical collection of almost 1500 items as well as the 2530 photographs from his travels, along with a large sum of money as the basis for the building of a municipal museum, which was opened in 1906. 978-3-487-12780-4 Mit den ethnographischen Sammlungen Herzog Johann Albrechts eröffnet das Städtische Museum Braunschweig die Reihe seiner Bestandskataloge.
Herzog Johann Albrecht zu Mecklenburg-Schwerin war von 1907 bis 1913 Regent des Landes Braunschweig und über Jahrzehnte Präsident der Deutschen Kolonialgesellschaft. Eine siebenmonatige Hochzeitsreise mit seiner zweiten Frau Elisabeth führte ihn unter anderem nach Siam, Indonesien und Japan, zu jener Zeit noch ein abenteuerliches Unternehmen.
Aufgrund des Interesses des Herzogs an außereuropäischen Kulturen überreichten ihm sowohl die fürstlichen Gastgeber als auch Menschen aus der Bevölkerung und dort ansässige Europäer zahlreiche Geschenke. Zusätzlich kaufte das Brautpaar bei Handwerkern, Händlern, auf Märkten und in Verkaufsausstellungen ein. Insgesamt brachte der Herzog über 1000 Erinnerungsstücke mit nach Hause, von denen er etwa die Hälfte dem Städtischen Museum Braunschweig überließ. Diese Sammlung mit ihren wertvollen völkerkundlichen Kunstwerken, schlichten Alltagsgeräten und Kuriositäten erzählt ihre eigene Geschichte und vermittelt zugleich interessante Einblicke in die Sammlermentalität zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
This is the first in a series of catalogues of the collections of the Braunschweig City Museum Duke Johann Albrecht zu Mecklenburg-Schwerin was from 1907 to 1913 Regent of the state of Braunschweig and served for decades as President of the German Colonial Society. On a seven-month honeymoon he and his second wife Elisabeth visited countries such as Siam, Indonesia and Japan - in those days still something of an adventure.
Because of the Duke’s interest in non-European cultures he received many gifts from his royal hosts, from ordinary inhabitants of the countries he visited, and from European residents there. In addition the couple bought items from craftsmen, merchants, markets and trade exhibitions.
The Duke brought a total of over 1000 souvenirs back home and left nearly half of these to the City Museum in Braunschweig. This collection of valuable ethnic artworks, simple everyday utensils and curiosities tells its own story while at the same time offering interesting insights into the mentality of early 20th century collectors.
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