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Olms - Georg Olms Verlag Ag

 
183 Titel gefunden
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Dispositive der Transformation - Dispositifs de transformation. Kulturelle Praktiken und künstlerische Prozesse - Pratiques culturelles et processus artistiques.Hrsg.: Schneider, Wolfgang; Butel, Yannick; Bärwolff, Theresa; Suzanne, Gilles. Dtsch.; Franz.; Engl. 2019. 192 S. 23 x 15 cm. Pb. EUR 29,80. ISBN: 978-3-487-15744-3 Olms
In Zeiten von Globalisierung und Digitalisierung ist die Auseinandersetzung mit Prozessen der Transformation in den Künsten von besonderer Relevanz; denn ihre kreativen Köpfe avancieren zu entscheidenden Akteuren des Wandels. Die Herausgeber und Beiträger dieser Publikation beschäftigen sich sowohl theoretisch als auch anhand konkreter Fallbeispiele mit dem Gegenstand der Transformation am Beispiel kultureller Praktiken und künstlerischer Prozesse. Es geht um Europa, Deutschland und Frankreich, es geht um Theater und Film, um Kulturinnen- und Kulturaußenpolitik, vor allem geht es um Entwicklungen einer zivilgesellschaftlichen Selbstverständigung über kulturelle Vielfalt.
In der Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Transformationsprozessen, in denen Kunst und Kultur eine entscheidende Rolle spielen, ermöglicht dieser internationale Band des deutsch-französischen Promotionskollegs „Kulturvermittlung / Médiation culturelle de l`art“ der Universität Hildesheim und der Aix-Marseille Université in seinen unterschiedlichen Zugängen und in der Zusammensetzung der Autorenschaft kultursoziologische sowie gesellschaftspolitische Beobachtungen, Analysen und Reflexionen der erforschten Transformationsprozesse. Sie reichen geographisch von Brasilien, über Frankreich, Belgien, nach Deutschland, in das östliche Europa und bis in den Mittelmeerraum (Tunesien, Libanon, Palästina), beschäftigen sich inhaltlich mit Fragen der Identität in Europa, Formen der Erinnerung und Stadtentwicklungsprozessen sowie mit dem Einsatz neuer Technologien und diskutieren die notwendigen Konsequenzen in den Künsten.
Die Universität Hildesheim und die Aix-Marseille Université kooperieren dank der Förderung durch die Deutsch-Französische Hochschule seit 2001 mit der Einrichtung eines gemeinsamen deutsch-französischen Studiengangs in Kulturvermittlung / Médiation culturelle des arts in den Kulturwissenschaften, der seit 2013 durch die Einrichtung eines deutsch-französischen Promotionskollegs ergänzt wird.
Baukunst im Kontext. Studien zur Kunstgeschichte (212). Bamberg, Ludwig Christian. Die Garnisonkirchen des Barock in Berlin und Potsdam. 2019. 612 S. 414 Abb. 30 x 21 cm. Gb. EUR 98,00. ISBN: 978-3-487-15692-7 Olms
Die lebhafte Debatte um den Wiederaufbau der Garnisonkirche in Potsdam hat ungeachtet aller Kontroversen die kulturelle und städtebauliche Bedeutung dieser geschichtsträchtigen Kirchengebäude erneut ins Bewusstsein gerufen. In der vorliegenden Studie werden erstmalig alle sechs brandenburgischen Garnisonkirchen, die an drei Standorten aufeinander folgend maßgeblich unter Friedrich Wilhelm I. errichtet wurden, im Zusammenhang analysiert und gedeutet: die lutherischen in Berlin sowie die simultanen und die katholischen in Potsdam. Ihre Geschichte wird über rund 250 Jahre verfolgt und dabei in den Kontext der Heeresgeschichte, der Kirchengeschichte, der Baugeschichte und der Stadtbaugeschichte gestellt.
Dabei ist die zweite Potsdamer Garnisonkirche Philipp Gerlachs nicht nur ein Hauptwerk des preußischen Barock im engeren Sinn und ein Baukörper von eminenter Bedeutung für das Stadtbild. Sie ist auch steingewordenes Bild der Kirchenpolitik des Bauherrn und Patrons, der als König seiner reformiert geleiteten Hofkirche, als Obrist seines Regiments der lutherisch geführten Garnisonkirche und als Summus Episkopus seiner Landeskirche der simultan genutzten Gemeindekirche eng verbunden war und sie zu seiner Grablege bestimmte.
Gegenstand der Untersuchung sind zudem die Fragen nach Vorbildern und eigener Vorbildwirkung der Kirchen. Aber auch die Maßnahmen der Nachfolger des Preußenkönigs für die Kirchen, das Heer und die Landeskirche sowie die Maßnahmen der republikanischen Bauträger dreier politischer Zeiträume, die die großen Kirchen aufopferungsvoll erhielten, dann in den Ruin und schließlich in den Untergang führten, werden eingehend dargestellt.
The lively debate surrounding the rebuilding of the Garrison Church in Potsdam has, quite apart from all the controversies, renewed awareness of the cultural and civic architectural significance of a building steeped in history. This is the first study to analyse and interpret in context all six Brandenburg garrison churches, which were built consecutively in three locations, primarily under Frederick William I: the Lutheran ones in Berlin and the Catholic ones in Potsdam. Their history is traced over some 250 years, placing them in the contexts of military history, church history, architectural history and the history of urban design. Philipp Gerlach’s second Potsdam Garrison Church is not only a masterpiece of Prussian baroque in the narrower sense and a structure of outstanding importance for the cityscape. It is also an image in stone of the religious politics of its builder and patron, who was closely connected as king to his Reformed Court Church, as commander of his regiment to the Lutheran Garrison Church, and as Summus Episcopus of his state church to the Parish Church which he chose as his burial place. Other subjects examined include the models for the churches and their own influence as models. The study also depicts in detail the measures taken by the Prussian King’s successors for the churches, the army and the state church, and those taken by the responsible authorities in three different republican eras, which devotedly preserved the great churches, then led them to ruin and eventually to destruction.
Mignon und Margarete in Malerei und Musik. Ästhetische Goethe-Rezeption und Fragmentierung nach 1800. Studien zur Kunstgeschichte (211). Roth, Dominik von. 2019. 438 S. zahlr. Abb. 24 x 17 cm. Br. EUR 69,00. ISBN: 978-3-487-15539-5 Olms
Johann Wolfgang Goethes "Wilhelm Meister" und "Faust" sind nicht erst seit dem 20. Jahrhundert Klassiker der deutschsprachigen Literaturgeschichte. Für viele Künstler und Komponisten des frühen 19. Jahrhunderts wurden die beiden weiblichen Figuren Mignon und Margarete Musen ihres eigenen Schaffens: Unzählige Zeichnungen, Gemälde und ein kaum mehr überschaubares Korpus von Liedvertonungen haben das ‚Bild‘ Mignons und Margaretes nachhaltig geprägt – und zuweilen bis heute auf stereotype Rollenbilder reduziert.
Anhand ausgewählter Bildwerke von Wilhelm von Schadow, Ferdinand Fellner und Ary Scheffer sowie Kompositionen von Carl Friedrich Zelter, Franz Schubert und Robert Schumann werden wirkungsästhetische Strukturen minutiös offengelegt. Untersucht werden das ästhetische Potential innerhalb des jeweils eigenen Mediums sowie das Vermögen von Bild und Musik, wieder auf den Text und dessen Lektüre zurückzuwirken.
Die Studie leistet einen wichtigen Beitrag, die eminente Bedeutung von Bild und Musik im Kontext der Rezeption um den literarischen Klassiker Goethe aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten, der der wechselseitig sich durchdringenden Kunstproduktion um und nach 1800 gerechter wird, als es monodisziplinäre Sichtweisen vermögen.
The philosopher Dieter Jähnig (1926-2016) was one of the most renowned representatives of his field of study and, after gaining his doctorate under Friedrich Beißner, engaged throughout his life with the work of Friedrich Hölderlin. His famous and extremely influential lecture from the 1980s on the philosophical importance of Hölderlin’s poetry is now available for the first time in book form to an wider public. Jähnig himself worked on the publication until shortly before his death, updating it where necessary.
The lecture is based on his conviction that Hölderlin’s poetry must interest philosophers precisely as poetry, and that we ignore its true aspirations if we consider it merely as an aesthetic subject. What we then overlook is the express relationship of this poetry with history. Hölderlin himself said that the poetry he began to write after breaking off from work on his Empedocles drama “should relate directly to the fatherland or to the age.” The centre and fulcrum of this turn in his later poetry is a new understanding of language, revealed to Hölderlin by his translation of Sophocles. The language of the poem should make the inner structures of the historical action present through a “changing of tones”: history is not a chronological sequence within the framework of past and present but the constant alternation of these interlocking structures, which Hölderlin called the “triple life”. Dieter Jähnig demonstrates that this triadic construction is also typical of other artworks and justifies the claim that art can be taken seriously as a “language” of history.
Herrscherbild im Widerstreit. Die Place Louis XV in Paris: ein Königsplatz im Zeitalter der Aufklärung. Studien zur Kunstgeschichte (209). Rickert, Yvonne. 2018. 428 S. 106 Abb. 28 x 21 cm. Gb. EUR 84,00. ISBN: 978-3-487-15538-8 Olms
Im Jahre 1763 fand auf der Pariser Place Louis XV, der heutigen Place de la Concorde, die Einweihung der kolossalen Reiterstatue des Königs statt. Mit diesem Ensemble waren der Architekt Ange-Jacques Gabriel und der Bildhauer Edme Bouchardon beauftragt.
Die vorliegende Studie widmet sich neben der Entstehungsgeschichte auch der künstlerischen Originalität und den politischen Aussagen von Platz und Denkmal. Insbesondere beschäftigt sich die Autorin mit den unterschiedlichen Ansichten, die darüber bestanden, wie sich der König auf dem Platz zu inszenieren habe. Denn verschiedene Gesellschaftsgruppen versuchten, die Gestaltung des zukünftigen Königsbildes zu beeinflussen: Dem seit Ludwig XIV. etablierten Ideal des triumphierenden Souveräns stand das Bild des Frieden suchenden Herrschers gegenüber. Letztlich konnte sich Ludwig XV. durchsetzen und sich als Friedensfürst verewigen lassen. Darüber hinaus werden größtenteils noch unbekannte Schrift- und Bildquellen daraufhin befragt, wie die interessierte in- und ausländische Öffentlichkeit die auf dem Platz präsentierte Darstellung des Monarchen beurteilte. Die genannten Untersuchungsfelder verbindet die Frage nach dem komplexen Verhältnis zwischen der Souveränität des Königs und der öffentlichen Meinung im Zeitalter der Aufklärung. <> In 1763, in the Place Louis XV (now Place de la Concorde) in Paris, a colossal equestrian statue of the king was unveiled. The ensemble was the work of the architect Ange-Jacques Gabriel and the sculptor Edme Bouchardon.
This study examines the development, artistic originality and political statements of both the square and the statue. The author is particularly concerned with the different views that emerged about how the king should present himself in the square. Different social groups tried to influence the design of the proposed royal image: the ideal established since the time of Louis XIV of a triumphant sovereign was set against the image of a ruler seeking peace. Finally Louis XV succeeded in having himself immortalised as a peaceful ruler. Written and visual sources, many of them previously unknown, are examined to establish how public interest at home and abroad judged the portrayal of the monarch presented in the square. These areas of study are linked by the question of the complex relationship between the sovereignty of the king and public opinion in the age of the Enlightenment.
Mid-19th Century Architectural Theory, the Memorial Mosaics for Prince Albert and the Queen Victoria`s Position as Female Sovereign. Studien zur Kunstgeschichte (210). Schultheiss, Petra. Like an Ancient Shrine. Engl. 2018. 360 S. 59 meist fb. Abb. 21 x 15 cm. Gb. EUR 78,00. ISBN: 978-3-487-15540-1 Olms
When Prince Albert died in 1861 at the age of forty-two, his wife Queen Victoria followed this tragic event by an elaborate mourning period in which she surrounded herself as well as her people with memorials of the Prince Consort. Of these, the three most elaborate, the Albert Memorial Chapel, the Royal Mausoleum and the National Memorial to the Prince Consort, all included mosaic decoration.
In close connection to current architectural theories such as polychromy or the ideal of the complete decoration as well as the research and experimentation that was carried out with and about the medium mosaic, the memorial mosaics were planned and designed. The medium Queen Victoria chose for these monuments served to underline and strengthen the image of Prince Albert that she created and through this also helped to secure her own claim to power as female sovereign.
This book presents an overview of the history of mosaic in England up to the 1860s and a detailed description of the processes of planning and creating the mosaics. Queen Victoria´s memorial program as a whole will be described and compared to contemporary mourning rituals as well as British precedents for initiating similar cults.
Leben und Tod in der Kunst der präklassischen Kulturen Mesoamerikas. Ein Beitrag zur Entwicklung des Todesverständnisses. Schöpf, Ellen. 2018. 471 S. 195 z.T. fb. Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 49,00. ISBN: 978-3-487-15671-2 Olms
Das Buch befasst sich mit der Kunst und Ikonographie ausgewählter Werke der präklassischen Kulturen Mesoamerikas, wobei der Tod und sein Verständnis eine zentrale Rolle spielt. Die Arbeit stellt einen kunst- und kulturhistorischen Beitrag zur Erforschung der präklassischen Kulturen, insbesondere der ersten Hochkultur Mesoamerikas, der olmekischen Kultur, und einen erkenntnistheoretischen Beitrag zur Entwicklung des Todesverständnisses dar. Ihre religionswissenschaftliche Bedeutung liegt in der auslösenden Rolle der Todeserkenntnis für die Entwicklung der Religion und der thematischen Rolle des Todes in der Religion; eine starke mitformende und religionsvorbereitende Bedeutung kommt dabei der aus der Altsteinzeit tradierten schamanistischen Ideologie zu.
Max und Martha Liebermann im "Dritten Reich". Haskala - Wissenschaftliche Abhandlungen (11). Schmalhausen, Bernd. Ich bin doch nur ein Maler. 2018. 210 S. 16 Abb. Kt. EUR 28,00. ISBN: 978-3-487-15658-3 Olms
„Leben und Schicksal Liebermanns und seiner Frau Martha im Dritten Reich ist unlängst von Bernd Schmalhausen in einem Buch dokumentiert worden, das alle erreichbaren Quellen, schriftliche und mündliche, bekannte und unbekannte, zusammenträgt. ... Die Darstellung ... überläßt sich dem dramatischen Duktus der Zeugnisse.“ Eduard Beaucamp, F.A.Z
„Wenn Schmalhausen einmal angefangen hat nachzuforschen, wird er fast zum Besessenen. Er recherchierte ... bei zahlreichen Behörden, wälzte alte Gestapound Personalakten sowie Ermittlungsakten von NS-Verfahren. ... Beim Liebermann- Buch habe er sich manches Mal erst mit nachdrücklichen Beschwerden Zugang zu Unterlagen verschaffen können, erzählt er schmunzelnd.“DIE ZEIT
Mit der „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten am 30. Januar 1933 wird der als Deutschlands bedeutendster impressionistischer Maler gefeierte Max Liebermann von einem Tag zum anderen zur „Unperson“. Liebermann, der so herrlich zu „berlinern“ versteht, ist Jude. Seine Bilder werden aus den Museen und Galerien entfernt,
vereinsamt und öffentlich geschmäht stirbt er im Februar 1935 in seinem Haus am Brandenburger Tor. Nur wenige Freunde bringen den Mut auf, an der von der Gestapo überwachten Beisetzung des Meisters teilzunehmen. Martha Liebermann, seine Witwe, bleibt in Berlin zurück. Als im Herbst des Jahres 1941 die Judendeportationen in den Osten beginnen, versuchen Freunde der Familie Liebermann, in einem verzweifelten Wettlauf mit der Zeit, das Leben der Malerwitwe zu retten. Doch die schon in Aussicht gestellte Ausreise scheitert an unerfüllbaren Lösegeldforderungen der Nazibehörden. Als Martha Liebermann schließlich im März 1943 in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert werden soll, setzt sie ihrem Leben selbst ein Ende.
Anhand zahlreicher, bisher unveröffentlichter Dokumente hat der Essener Staatsanwalt Dr. Bernd Schmalhausen den Lebensweg von Max und Martha Liebermann im „Dritten Reich“ nachgezeichnet
Landschaften und Kartographien der Humboldt´schen Wissenschaft. Hrsg.: Ette, Ottmar; Drews, Julian. 2018. 344 S. meist fb. Abb. 21 x 15 cm. Pb. EUR 68,00. ISBN: 978-3-487-15506-7 Olms
Die Besonderheit der wissenschaftlichen Arbeit und des Schreibens Alexander von Humboldts wird häufig anhand einer den Raum erschließenden Bewegung beschrieben. Konzepte zur Repräsentation räumlicher Verhältnisse, wie Landschaftsdarstellungen und Karten, sind für Humboldts Vorgehen daher epistemologisch und ästhetisch grundlegend. Sie spannen den Bogen von der Anordnung der Phänomene über die quantifizierbaren Beziehungen empirisch bestimmter Orte bis hin zum Anspruch, die Faszination der besuchten Gegenden einzufangen und ästhetisch übertragbar zu machen. Über allem steht dabei die Reise in ihrer wissenschaftlichen, biographischen und literarischen Dimension.
Die in diesem Band versammelten Beiträge gehen auf das Symposion „Landschaften und Kartographien der Humboldtian Science“ zurück, das im November 2016 im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam stattfand. Die zweitägige Veranstaltung bildete den offiziellen Abschluss der Arbeit des Teilprojekts „Genealogie, Chronologie, Epistemologie“, das im Rahmen des BMBF-Verbundprojekts „Alexander von Humboldts Amerikanische Reisetagebücher“ der Universität Potsdam und der Staatsbibliothek zu Berlin-PK drei Jahre lang die Tagebücher des preußischen Kultur- und Naturwissenschaftlers erforschte. Gleichzeitig bildete sie den dritten und letzten Teil der jährlich stattfindenden Potsdamer Alexander von Humboldt-Symposien, welche die Arbeit des Projekts 2014–2016 begleiteten. Der vorliegende Band kann daher auch als Fortsetzung des 2016 erschienenen „Horizonte der Humboldt-Forschung: Natur, Kultur, Schreiben“ (POINTE Band 16) gelesen werden, der die Ergebnisse der ersten beiden Symposien dokumentiert. Die damals aufgeworfenen Fragen und behandelten Thematiken werden hier fortgeführt und weiterentwickelt.
Bilder der Seele - Auguste Rodins Zeichnungen im Kontext der goncourtschen "Ästhetik der Skizze" und des Symbolismus. Mit einer Abhandlung über die Rezeption durch Ernst Ludwig Kirchner. 2 Bände. Studien zur Kunstgeschichte (RD202), Band: 208. Bierwirth, Petra. 2018. 554 S., 140 meist fb. Abb. 24 x 17 cm. Pb. EUR 88,00 ISBN: 978-3-487-15537-1 Olms
Mit Auguste Rodin schuf einer der bedeutendsten Bildhauer der Moderne ab 1896 ein umfangreiches zeichnerisches Œuvre, in dem er sich ebenfalls als Neuerer bewies. Rodins „Ästhetik der Skizze“, die Überlegungen der Brüder Goncourt weiterführte, eröffnet einen neuen Blick auf seine Zeichnungen im Kontext des Symbolismus und seines eigenen spirituellen Gesinnungswandels: Die formal reduzierte Zeichnung wurde ihm zum geeignetsten Mittel für die Andeutung seiner pantheistischen Vorstellungen der menschlichen Seele oder des Lebenselans.
Die vorliegende Studie beleuchtet erstmals den kunsttheoretischen Hintergrund, vor dem Rodin seine skizzenhaften Zeichnungen als „Werk“ betrachten konnte. Bisher unveröffentlichte Notizen des Franzosen und der Vergleich mit Werken anderer zeitgenössischer Künstler ermöglichen eine umfassende Interpretation wichtiger Zeichnungen, durch die die Besonderheiten von Rodins poetischer „Evokationskunst“ hervortreten.
In einem Ergänzungsband wird überdies dargelegt, wie sehr Rodins späte Zeichnungen Ernst Ludwig Kirchners Auffassung von Kunst und Zeichnung anregten. In den Blick geraten dabei besonders die Vermittlerposition fortschrittlicher Kunstkritiker wie Rilke oder Heilbut und die nachhaltige Wirkung einzelner Ausstellungen.

From 1896 onward, Auguste Rodin, one of the most important sculptors of the modern age, created a wide-ranging oeuvre of drawings in which he showed himself to be an innovator in this genre too.
This study sheds light for the first time on the art-theoretical background against which Rodin could regard his sketchy drawings as ‘work’. Previously unpublished notes by the Frenchman and a comparison with the work of other contemporary artists provide a comprehensive interpretation of important drawings in which the special qualities of Rodin’s poetic ‘art of evocation’ emerge. A second volume also shows how Rodin’s late drawings inspired Ernst Ludwig Kirchner’s conception of art and drawing.
Kunst aus Papier. Zur Ikonographie eines plastischen Werkmaterials der zeitgenössischen Kunst. Bardt, Juliane. Studien zur Kunstgeschichte (RD202), Band: 169. 2016. 207 S., 48 Abb. Gb. EUR 39,80 ISBN: 978-3-487-13093-4 Olms
Dieses Handbuch bietet erstmals einen wissenschaftlichen Überblick zur zeitgenössischen Papierkunst. Im Mittelpunkt stehen dabei keine Kunstwerke auf Papier wie Druckgraphik oder Zeichnung, sondern plastische Werke aus Papier. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts bearbeiten europäische und nordamerikanische Künstler den vergänglichen Werkstoff Papier, der bis dahin nicht als „kunstwürdig“ erachtet wurde. Im Spiegel der Kulturgeschichte des Papiers werden in diesem Buch die ausgewählten Kunstwerke danach befragt, inwieweit das Material Bedeutungsträger ist.
Schöpfen, Formen, Schneiden, Prägen, Falten, Ersetzen, Experimentieren, Zerstören: Jedes Kapitel erläutert eine andere Bearbeitungstechnik, von ihrer Verwendungsweise im Alltag bis hin zu detaillierten Analysen beispielhafter Kunstwerke von Robert Rauschenberg, David Hockney, Andreas von Weizsäcker, Jan Schoonhoven, Leo Erb, Günther Uecker, Henri Matisse, Felix Droese, Lore Bert und Oskar Holweck.
Die vorliegende Studie wurde im Jahr 2005 mit dem Förderpreis der Benvenuto Cellini-Gesellschaft für die beste kunstgeschichtliche Dissertation der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt a.M. ausgezeichnet.

This work is the first to offer a scholarly overview of contemporary paper art. It is concerned not with works on paper such as prints and drawings, but with sculptural works made from paper.
Since the mid twentieth century European and North American artists have been working in the ephemeral medium of paper, previously considered ‘unfit for art’. In the context of the cultural history of paper, the book investigates the extent to which the material itself carries meaning. Making, forming, cutting, stamping, folding, substituting, experimenting, destroying: each chapter illustrates a different way if working, from everyday applications to the detailed analysis of selected works by Robert Rauschenberg, David Hockney, Andreas von Weizsäcker, Jan Schoonhoven, Leo Erb, Günther Uecker, Henri Matisse, Felix Droese, Lore Bert and Oskar Holweck.
In 2005 this study was awarded the Benvenuto Cellini Society’s prize for the best dissertation in art history at the Johann Wolfgang Goethe University in Frankfurt am Main.
Saudi-Arabien. Kaaba, Kadi und Kardamom. Menschen - Kultur - Wirtschaft. Schumacher, Barbara. 2017. 304 S. fb. Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 27,80. ISBN: 978-3-487-08601-9 Olms
„Saudi-Arabien“ – oft löst die Nennung des Namens dieses arabischen Golfstaates Angst und Abneigung aus, oder auch Neid auf Prinzen, die im Luxus schwelgen. Folglich erntet die Ankündigung, das Land besuchen zu wollen, blankes Entsetzen: die westlichen Medien haben ganze Arbeit geleistet. In diesem Buch geht es nicht um Politik, Waffengeschäfte, Verletzungen der Menschenrechte, Hinrichtungen oder ähnliche Themen, die keineswegs beschönigt werden. Vielmehr geht es um Themen wie Wirtschaft, Bildung, Kunst und Kultur – vor dem Hintergrund der im April 2016 veröffentlichten, in den Augen der erzkonservativen Wahhabiten revolutionären Vision 2030 des Kronprinzen Mohammed bin Salman. Diese Vision, die alle Bereiche des Lebens betrifft, wird ohne Zweifel den Wandel des Königreichs – vor dem Hintergrund schwindender Öleinnahmen – zur Folge haben. Ministerien, wichtige Institutionen, staatliche Unternehmen, die gestärkte Privatwirtschaft und die junge Bevölkerung unterstützen die Vision 2030. Dabei spielen die neuen Hoffnungsträger eine wichtige Rolle - sie werden von höchster Stelle gefördert: die saudischen Frauen. Das Buch wendet sich an alle, die einen beträchtlichen Teil der Realität des Landes und ihrer gastfreundlichen, aufgeschlossenen Bewohner kennenlernen wollen, einen Bereich, den die Welt ignoriert. Wie das großartige Land so ist auch dieses Buch: anders als alle anderen.
Saudi Arabia’ – often the mere mention of this Arab Gulf state triggers fear and antipathy, or even jealousy of thousands of princes, swimming in black gold and wallowing in luxury. Consequently the announcement of a planned visit to the country is received with sheer horror: the western media has done its work. This book is not concerned with politics, arms sales, human rights offences, executions or similar topics, although these are in no way glossed over. But the main concern is with the themes of the economy, education, art and culture – in the context of the ‘Vision 2030’ programme published in April 2016 by Crown Prince Mohammed bin Salman, and seen as revolutionary by the arch-conservative Wahhabis. This vision, which affects all aspects of life, will undoubtedly bring about a change in the Kingdom, against a background of falling oil income. Ministries, important institutions, state concerns, the strengthened private sector and the young population support Vision 2030. Playing an important role in this, and being challenged at the highest level are the new bearers of hope: Saudi women. This book is addressed to all those who want to get to know a large part of the reality of Saudi Arabia and its hospitable and open-minded inhabitants, an aspect ignored by the wider world. The book is like this great land itself: different from anything else.
Prinzip Schönheit. Ästhetik als kognitive Welterschließung in Natur, Design und Psychologie. Küster, Rolf L. A. 2017. 303 S. 300 meist fb. Abb. 24 x 17 cm. Engl. Br. EUR 32,00. ISBN: 978-3-487-15590-6 Olms
Ästhetik, Schönheit – beides geläufige Begriffe. Jedoch konnte die Wissenschaft die Frage nach einem universellen Prinzip Schönheit bisher nicht beantworten: Was gefällt uns? Warum ist etwas schön? Warum gibt es das Phänomen Schönheit überhaupt und wie funktionieren die Mechanismen der Schönheit? Dieses wissenschaftlich fundierte Buch untersucht das Phänomen mit klarem Blick und gibt Antworten auf komplizierte Fragen. Dabei werden unterschiedliche wissenschaftliche Sichtweisen zu kognitiven Modellen zusammengeführt. Von Kunst und Architektur bis hin zu Logodesign und Popkultur werden zahlreiche ästhetische Ausdrucksformen mit einbezogen.
Ausgewählte Themen aus Wissenschaft, Literatur und Philosophie liefern einen neuen Blick auf die Ästhetik. Anhand überraschender Beobachtungen und faszinierender Bildbeispiele offenbart das Buch, wie grundlegend die Ästhetik für den modernen Menschen ist und wie unser Denken und Handeln vom „Prinzip Schönheit“ geprägt wird.
Aesthetics, beauty – both familiar terms. But scholarship has never yet been able to resolve the question of a universal principle of beauty: What do we like? Why is something beautiful? Why is there a phenomenon of beauty at all and how do the mechanisms of beauty work?
This scientfically-based book takes a clear-eyed look at the phenomenon and offers answers to complex questions. Many forms of aesthetic expression from art and architecture to logo design and pop culture are included.
Selected themes from science, literature and philosophy offer new insights into aesthetics. With surprising observations and fascinating visual examples the book reveals how fundamental aesthetics are for people today and how our thoughts and actions are influenced by the “principal of beauty.”
Sammler, Kenner, Kunstschriftsteller. Studien zur Geschichte der neueren deutschen Kunst (1836-1841) des Athanasius Graf Raczynski. Kaiser, Uta. 2017. 800 S. 97 Abb. 30 x 21 cm. Pb. EUR 129,80. ISBN: 978-3-487-15536-4 Olms
Die „Geschichte der neueren deutschen Kunst“ von Athanasius Graf Raczynski (1788–1874) ist das erste Überblickswerk zur deutschen Kunst im 19. Jahrhundert. Sie steht am Beginn der historisch-kritischen Kunstgeschichtsschreibung und bewegt sich in vielfacher Hinsicht zwischen Tradition und Moderne. In der Herangehensweise an ihren Gegenstand, ihrer gleichzeitigen Publikation in deutscher und französischer Sprache sowie ihrer Aufbereitung ist sie innerhalb der Geschichte der Kunstgeschichte einzigartig. Dies trifft auch auf den Autor des opulent gestalteten Werkes zu. Der aus dem Großpolnischen stammende Diplomat in preußischen Diensten Athanasius Graf Raczynski war gleichzeitig Sammler, Kenner und Kunstschriftsteller und arbeitete zeit seines Lebens autodidaktisch und transnational.
Die Arbeit untersucht die biographischen und kulturellen Zusammenhänge, die zur Publikation der „Geschichte“ führten. In einem umfangreichen Anhang werden erstmals Korrespondenzen des Grafen mit Künstlern der Düsseldorfer und Münchner Malerschule veröffentlicht, die in engem Kontakt mit Raczynski während der Vorbereitung seines Buches standen und von denen zahlreiche Werke in die Kunstsammlung des Grafen aufgenommen wurden.
The ‘History of Modern German Art’ by Count Athanasius Raczynski (1788-1874) was the first overview of German art in the 19th century. It is an early example of historical-critical art history and fluctuates in many respects between tradition and modernity. Count Athanasius Raczynski, a diplomat from Greater Poland in the service of the Prussian state, was a collector, connoisseur and writer on art, a lifelong autodidact whose work had a transnational perspective.
This study examines the biographical and cultural contexts that led to the publication of the ‘History’. The Count’s correspondence with artists of the Düsseldorf and Munich Schools, which were maintained close contact with Raczynski as he worked on his book, is published here for the first time in an extensive appendix.
Museen „inklusiv“ gestalten. Wissenschaftliche Evaluation von Maßnahmen für eine barrierefreie Museumsgestaltung am Beispiel der neueröffneten Dauerausstellung Museum der Sinne, Kultur- und Erdgeschichte barrierfrei erleben! im Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim. Schulz, Regine; Folta-Schoofs, Kristian; Hesse-Zwillus, Marion; Kieslinger, Nina; Kruse, Julia. 2017. 129 S. 15 teilweise fbg. Abb. 23 x 15 cm. Pb. EUR 19,80. ISBN: 978-3-487-15527-2 Olms
Durch das Engagement und die fachliche Unterstützung von regionalen Behindertenvereinen und -verbänden, sozialen Einrichtungen und universitären Arbeitsgruppen konnte im März 2014 die deutschlandweit einmalige barrierefrei gestaltete und inklusiv vermittelnde Dauerausstellung MUSEUM DER SINNE. Kultur- und Erdgeschichte barrierefrei erleben! im Roemer- und Pelizaeus-Museum in Hildesheim (RPM) eröffnet werden. Die Ausstellung lädt alle BesucherInnen dazu ein, die kultur- und erdgeschichtlichen Schwerpunktthemen des Museums auf multisensorische und interaktive Weise selbstständig zu erfassen. Die umfangreichen Maßnahmen zur Herstellung von Barrierefreiheit und inklusiver Kulturvermittlung machen die Ausstellung für die unterschiedlichsten Besuchergruppen mit und ohne Behinderung gemeinsam erlebbar.
In Kooperation mit WissenschaftlerInnen und Studierenden der Arbeitsgruppe Neurodidaktik des Instituts für Psychologie der Stiftung Universität Hildesheim wurde das Dauerausstellungsprojekt einer zusammenfassenden und bilanzierenden Evaluation unterzogen. Alle Ergebnisse dieser Studie sind in der vorliegenden Publikation zusammengefasst. Sie soll Museen und Kultureinrichtungen als Handreichung und wertvolle Hilfestellung bei der Umsetzung eigener barrierefrei gestalteter und inklusiv vermittelnder Ausstellungsprojekte dienen.
Fluid Access: Archiving Performance-Based Arts. Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy Leipzig - Schriften (12). Hrsg.: Büscher, Barbara; Cramer, Franz Anton. Engl. 2017. 256 S. fb. Abb. 22 x 14 cm. Engl. Br. EUR 48,00. ISBN: 978-3-487-15476-3 Olms
„Beweglicher Zugang“ ("Fluid Access") charakterisiert Archivprozesse der Aufführungskünste in ihrer Unabschließbarkeit und verweist auf ihre fortgesetzten Transformationen und deren je aktuelle Aneignung in Ausstellungen, Reenactments und wissenschaftlicher Analyse. Sammeln und Anordnen in medial verschiedenen Formen des Aufzeichnens bilden die Basis solcher aktuellen Archivprozesse. Das internationale Netzwerk, das sich mit den Ausgaben des Online-Journals MAP media archive performance seit 2009 entwickelt hat, stellt diese Aspekte in den Mittelpunkt einer fortgesetzten Reflexion. Künstlerische Praxis und wissenschaftliche Analyse kommunizieren und machen den beweglichen Zugang zur Performance-Geschichte deutlich.
Mit Beiträgen von Ieva Astahovska, Gabriele Blome, Barbara Büscher, Daryl Chin, Barbara Clausen, Franz Anton Cramer, Scott deLahunta und Florian Jenett, Wolfgang Ernst, Ulrike Hanstein, Susanne Holschbach, Jana Horáková, Babette Mangolte, Eric Morrill, Andi Otto, Laurence Rassel, Heike Roms, Stefanie Schulte Strathaus, Otmar Wagner und Florian Feigl, Isa Wortelkamp.
“Fluid access” indicates the interminability of the processes of archiving performance-based arts and their continued transformation, as well as their repeated appropriation in exhibitions, reenactments and scientific analysis. Fluid access is based on processes of collecting and ordering as well as on various medial forms of recording. The readability of the archive’s artefacts is determined by their medial character. The international network that has evolved since 2009 with each edition of the online journal MAP media archive performance places these aspects at the center of its ongoing reflections. The exchange between artistic practice and scientific analysis highlights the importance of gaining fluid access to performance history.
Die Wanderheiler. Maya und der Fünfte Kreuzzug. Mit Illustrationen von Lina Tiedemann. Tiedemann, Markus. 2016. 226 S., Abb. 21 x 15 cm. Gb. EUR 16,80 ISBN: 978-3-487-08571-5 Olms
Teil 2 der erfolgreichen Geschichte über ein Mädchen, das in die Vergangenheit reist, um in der Gegenwart zu heilen. Das Leben der jungen Heilerin Maya wird unerwartet und erbarmungslos vom dunklen Erbe der Kreuzzüge überschattet. Doch was wäre, wenn sich die Vergangenheit verändern ließe? Wenn zumindest ein grausamer Mord verhindert werden könnte? Es beginnt ein gefährliches Spiel um Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft im mittelalterlichen Akkon.
„Nutze deine Vorstellungskraft, Heilertochter!“, krächzte der Dämon. „Es geht um mehr als nur um das Schicksal deiner Mutter. Versuche zu begreifen, was es bedeuten würde, wenn die Geschichte von Christen und Muslimen nicht allein von Grausamkeit, Verrat und Ungerechtigkeit beherrscht wäre. Was es bewirken könnte, wenn sie sich auch an Vertrauen, Gerechtigkeit und wechselseitige Achtung erinnern würden.“
„Kann dieser Plan meine Mutter retten?“ „Niemand vermag das zu beurteilen“, antwortete der Uhu. „Doch so oder so wäre ich bereit, alles zu wagen.“
„Dann bin ich es auch“, bekräftigte Maya.
Von der Antike bis zur Gegenwart. Historische Europa-Studien - Geschichte in Erfahrung, Gegenwart und Zukunft. Hrsg.: Gehler, Michael ; Müller, Peter ; Nitschke, Peter . Europa-Räume. 2016. 508 S. 508 Abb. 24 x 17 cm. EUR 68,00. ISBN: 978-3-487-15482-4 Olms
Dieser Band widmet sich Europa-Räumen von den Anfängen bis heute. Er setzt in einem ersten Kapitel mit dem Altertum ein und wendet sich sodann dem Mittelalter mit Blick auf vorinstitutionelle Europäizitäten zu. Dabei geht es zunächst um das Meer als zentrales Raumparadigma in der Antike, Identitätswandel und Verräumlichung von Herrschaft am Beispiel von England, fremde und vertraute Welten in der Selbstsicht Europas im Kontakt mit den Mongolen sowie um kartographische Repräsentationen des dritten Erdteils. Im zweiten Kapitel werden Spätmittelalter und Frühe Neuzeit im Zeichen eines konfligierenden Christenheitseuropas behandelt. Themen sind städtische Reformationsräume, Bilder der orthodoxen Kirche und die Präteritalisierung des Naturzustands.
In einem dritten Kapitel werden Räume und Raumbildungen im Rahmen der Neueren Geschichte und Zeitgeschichte thematisiert: historische Romane über „Kreuzzüge als Teil der Erzählung Europa“, die deutsch-polnischen Beziehungen im 19. und 20. Jahrhundert am Beispiel der Bistümer Hildesheim und Breslau/Wroclaw, Erinnerungsräume als Raumordnungen, die Europa-Idee in der Selbstfindung des historisch-philosophischen Denkens Russlands im Zusammenwirken mit Deutschland, Europa-Räume in der „Wendezeit“ als Rekonstruktionen und Deutungsmöglichkeiten, Räume der Moderne und „zivilisatorische Erfolgsgeschichten“ in europäischen Schulbüchern nach dem Zweiten Weltkrieg sowie das institutionalisierte Europa von „Paneuropa“ bis zur „EU-Osterweiterung“. Eine umfassende Bibliographie beschließt das Werk.
This volume looks at European spaces from the beginnings to the present. The first chapter starts with antiquity and then turns to the middle ages with a look at pre-institutional Europeanness. The second chapter examines the late middle ages and early modern age in the context of an antagonisitic Christian Europe. In the third chapter the focus turns to spaces and space-building in modern and contemporary history. The work ends with a comprehensive bibliography.
Produktionsräume im zeitgenössischen Kinder- und Jugendtheater. Medien und Theater. Heinemann, Caroline . 2016. 348 S. 348 Abb. 22 x 16 cm. Pb. EUR 29,80. ISBN: 978-3-487-15456-5 Olms
Das Kinder- und Jugendtheater versteht sich in besonderem Maße als ein „Theater der Zuschauer“. Doch wie spiegelt sich dies in der Praxis des Theaters tatsächlich wider? Auf welchen Produktionsebenen und mit welchen ästhetischen Mitteln wird das Publikum angesprochen? .
Im Zentrum der vorliegenden Untersuchung steht der Begriff des „Produktionsraumes“, der die Idee eines relationalen Raumes mit dem theaterwissenschaftlichen Konzept der Aufführung als Ereignis verknüpft. Dabei ist der Produktionsraum einer Aufführung nicht allein durch die Inszenierung festgelegt, sondern auch durch die vorgefundenen und situativen Bedingungen. .
Anhand von fünf Inszenierungen für ein junges Publikum wird eine Typologie verschiedener Raumkonzepte entwickelt (Theater im großen Saal, theatrale Installation, Theater im Klassenzimmer und in der Kindertagesstätte). Die vergleichende Analyse unterschiedlicher Produktionsmodelle dokumentiert zugleich die Bandbreite des zeitgenössischen Kinder- und Jugendtheaters in Deutschland (Theater an der Parkaue, Junges Schauspielhaus, Grips Theater, Helios Theater, Theater Kormoran). .
Das vorliegende Buch leistet somit einen wichtigen Beitrag zur theaterwissenschaftlichen Betrachtung des Kinder- und Jugendtheaters und zeigt, dass eine Auseinandersetzung mit dessen Praxis anschlussfähig für allgemeine theaterwissenschaftliche Diskurse ist.
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Theatre for children and young people is perceived to a special degree as “spectators’ theatre”. But how is this actually reflected in theatrical practice? What levels of production and what aesthetic methods are used to address the audience? .
The focus of this study is the notion of “production space”, the idea of a relational space, linked to with the theoretical dramatic concept of performance as event. This production space of a performance is not determined only by the staging but also by existing and situational conditions. .
Based on five theatre productions for a young audience, the author develops a typology of different spatial concepts (theatre in a large space, theatrical installations, theatre in the classroom or nursery). At the same time, the comparative analysis of different production models documents the range of contemporary children’s and young people’s theatres in Germany (Theater an der Parkaue, Junges Schauspielhaus, Grips Theater, Helios Theater, Theater Kormoran). .
This book therefore offers an important contribution to the academic study of children’s and young people’s theatre and demonstrates that an engagement with its practice can be adapted for general theoretical discourse in theatre studies.
Sebastiano del Piombo - Felix Pictor.. Raum, Zeit und Klang in Bildern der Memoria. Studien zur Kunstgeschichte 206. Bertling Biaggini, Claudia 2016. 264 S. 54 Abb. 22 x 17 cm. Gb. EUR 68,00. ISBN: 978-3-487-15420-6 Olms
Sebastiano Luciani, genannt Sebastiano del Piombo, wurde um 1485 in Venedig geboren und starb 1547 in Rom. Nach seiner Ausbildung als Maler in der Werkstatt Giovanni Bellinis und Giorgiones erlebte Sebastiano die Initiationsphase des neuen Raumverständnisses in der Kunststadt Venedig unmittelbar mit. Dort machte er sich zunächst als Musiker einen Namen, wird aber in einem Lobgedicht seiner Fresken in Rom, wohin er im Jahre 1511 gewechselt war, als glücklicher Maler – felix pictor – bezeichnet. Nach dem Tod Raffaels galt er dort als bedeutendster Porträtist seiner Zeit. Unter dem Einfluss Michelangelos und dem Kreis der Spiritualisten entwickelte er in der Reformzeit eine neue Bildästhetik. Dabei war sein Kunstbegriff an die musikalische Form der Elocutio geknüpft – so das Ergebnis der vorliegenden Untersuchung.
Im Prozess künstlerischer Formbildung entstand mit dem Maler Sebastiano del Piombo ein ästhetisches Konzept von Dauerhaftigkeit und Transformation. Hier ergeben sich deutliche Parallelen zu den Memorialkompositionen Johannes Ockeghems, wie die Autorin aufzeigen kann. Auf der Basis neuer Raum- und Zeitvorstellungen gipfelt die Malerei Sebastianos im klanglichen Memorialbild. Diese neue Bildgattung mit Erinnerungscharakter bereitet die Klanggemälde Caravaggios und weiterer Nachfolger vor.
Sebastiano Luciani, called Sebastiano del Piombo, was born around 1485 in Venice and died in 1547 in Rome. After studying painting in the workshop of Giovanni Bellini and Giorgione, Sebastiano witnessed at first hand the initial phase of a new understanding of space in the artistic city of Venice. He first made his name there as a musician, but in a panegyric poem about his frescoes in Rome, where he had moved in 1511, he is described as a happy painter – felix pictor. After Raphaels death he was considered to be the most important Roman portrait painter of the time. Under the influence of Michelangelo and the circle of “spirituali” he developed a new visual aesthetic during the period of reform. This involved linking his conception of art with the musical form of “elocution” – that is the finding of this study.
With the painter Sebastiano del Piombo a new aesthetic concept of permanence and transformation developed in the process of creating artistic form. There are clear parallels here with the memorial compositions of Johannes Ockeghem, as the author demonstrates. On the basis of new concepts of space and time, Sebastianos painting reaches its climax in the tonal memorial image. This new genre with its memorialising character paves the way for the tonal paintings of Caravaggio and other successors.
Friedhelm aus Trakehnen. Eine Flucht mit Pferd und Wagen.. Tschermak, Irene M. ; Tschermak, Irene M. Ab 12 Jahre. 2016. 199 S. 199 Abb. 22 x 15 cm. EUR 19,80. CHF 26,90 ISBN: 978-3-487-08440-4 Olms
Oktober 1944 in Ostpreußen. Von einem Familienbesuch zurückkommend, findet der 15-jährige Reitbursche Friedhelm das Hauptgestüt Trakehnen vollkommen verlassen vor. Mensch und Tier sind Hals über Kopf vor der herannahenden russischen Armee geflüchtet. Er trifft auf die Tochter einer Gutbesitzerfamilie, die gleichaltrige Erdmute, die im Chaos der Flucht von ihrem Treck getrennt wurde. Mit einer Kutsche, gezogen von einer Trakehnerstute, machen die beiden sich auf den Weg nach Westen, den die russische Armee bereits abzuschneiden droht. Ein Weg voll zahlreicher Gefahren, der sie 1000 km durch Eis und Schnee führt, und der gesäumt ist von toten und verwundeten Menschen und Tieren.
Interviews mit Zeitzeugen bilden die Grundlage für diese fesselnde Erzählung, die vor dem authentischem Hintergrund der größten Völkerflucht der jüngeren europäischen Geschichte spielt. Irene M. Tschermak wurde in Berlin geboren und ist dort aufgewachsen. .
Nach dem Studium an der Akademie für Werkkunst und Mode, an der Akademie für Graphik, Druck und Werbung und an der Hochschule für bildende Künste zog sie 1967 nach Köln um, wo eine intensive Ausstellungstätigkeit begann. Seit 1998 lebt und arbeitet sie in Dänemark. .
Insgesamt fünf Märchenbücher hat sie inzwischen illustriert und herausgegeben, einige von ihnen mit eigenen Erzählungen.
 
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