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Olms - Georg Olms Verlag Ag

 
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Carl Friedrich von Rumohr. Sämtliche Werke. Einltg. Enrica Yvonne Dilk. Reihe: HISTORIA SCIENTIARUM Band 5: Kunsthistorische Spätschriften. Leipzig und Berlin 1832 - 1841. Reprint: Hildesheim 2008. 518 S. Ln. EUR 148,00 ISBN: 978-3-487-13334-8 Olms
Deutsche Kunst in der neuern Zeit. In: Conversations-Lexikon der neuesten Zeit und Literatur. Leipzig 1832: Geschichte der königlichen Kupferstichsammlung zu Copenhagen. Ein Beitrag zur Geschichte der Kunst und Ergänzung der Werke von Bartsch und Brulliot. Leipzig 1835; Hans Holbein der jüngere, in seinem Verhältniß zum deutschen Formschnittwesen. Leipzig 1836; Auf Veranlassung und in Erwiderung von Einwürfen eines Sachkundigen gegen die Schrift: Hans Holbein der jüngere, in seinem Verhältniß zum deutschen Formschnittwesen. Leipzig 1836; Zur Geschichte und Theorie der Formschneidekunst. Leipzig 1837; Untersuchung der Gründe für die Annahme: daß Maso di Finiguerra Erfinder des Handgriffes sei, gestochene Metallplatten auf genetztes Papier auszudrucken. Leipzig 1841; Ueber den Einfluss der Litteratur auf die neueren Kunstbestrebungen der Deutschen. In: Anasthasius Graf Raczynski, Geschichte der neueren deutschen Kunst. Berlin 1841.
Carl Friedrich von Rumohr (1785-1843), der sich selbst einen „practischen Aesthetiker“ nannte, galt seinen Zeitgenossen Schelling, Hegel, Friedrich Schlegel und Wilhelm von Humboldt als bahnbrechender Kunstkritiker. Seine innovativen Ansätze, mittels exakter Archivstudien zu quellenmäßig fundierten Analysen zu gelangen, fanden bei Fachkollegen wie Waagen, Schorn, Förster und Gaye Anerkennung. Rumohrs Autorität in disziplingeschichtlichen Fragen ist jedoch nur eine Facette seiner Mehrfachbegabung: Er entwarf landeskulturelle Modelle, erarbeitete gastrosophische Konzepte und nahm als Reiseschriftsteller, Novellentheoretiker, Übersetzer und Romancier aktiv am literarischen Leben teil. In dieser kulturgeschichtlichen Perspektive ist sein vielschichtiges Schaffen noch kaum erforscht, nicht zuletzt deswegen, weil mit Ausnahme des öfter aufgelegten Geistes der Kochkunst, der ihn „bei Literaturfreunden und Gourmets unsterblich gemacht“ hat (Wolfgang Koeppen), keine Werkausgabe vorliegt. Eine von Rumohr selbst geplante Ausgabe letzter Hand gelangte nicht zum Druck, und die 1920 von Julius Schlosser betreute Neuedition der Italienischen Forschungen - ein Meilenstein im Emanzipationsprozeß der frühen Kunsthistoriographie - ist den rara zuzurechnen.
Die Nachdruckausgabe macht erstmals das Gesamtwerk zugänglich. Eine Darstellung des Œuvre sowie eine Bio-Bibliographie leiten den ersten Band ein. Darüber hinaus werden die zumeist schwer greifbaren Journalbeiträge, die Rumohr als meinungsbildender Publizist in die Blätter für Literarische Unterhaltung, die Jahrbücher für wissenschaftliche Kritik, sowie in das Cottasche Kunstblatt und in das Schlegelsche Deutsche Museum einrückte, vollständig dargeboten. Der Nachdruck der Auktionskataloge seiner zerstreuten Kunst- und Büchersammlungen soll ebenfalls dazu beitragen, das breite Spektrum der Interessen des Connoisseurs und Förderers der deutsch-römischen Künstler (u.a. F. Overbeck, F. Nerly, F. Horny) vor Augen zu führen.
Carl Friedrich von Rumohr (1785-1843) , who called himself a “practical aesthetician”, was regarded by his contemporaries - among them Schelling, Hegel, Friedrich Schlegel and Wilhelm von Humboldt - as a pioneering art critic. His innovative approach - to rely on archival records for his aesthetic analysis - was widely acclaimed. Rumohr was also active as a literary writer and a translator, and he is well-known as an outstanding gastronomic writer. This is the first collected edition of his works.
Rumohr, Carl F von: Sämtliche Werke. Hrsg. v. Dilk, Enrica Y. 7: Rumohr, Carl F von: Einl. v. Dilk, Enrica Y. Hrsg. v. Dilk, Enrica Y. Reprint 2008. 548 S. (Historia Scientiarum ) Gb EUR 118,00 ISBN: 3-487-13336-9 Olms
Carl Friedrich von Rumohr (1785-1843), der sich selbst einen "practischenAesthetiker" nannte, galt seinen Zeitgenossen Schelling, Hegel, FriedrichSchlegel und Wilhelm von Humboldt als bahnbrechender Kunstkritiker....
Semper, Gottfried: Gesammelte Schriften. 3/4: Einl. v. Karge, Hendrik. Hrsg. v. Karge, Henndrik. Reprint 04.2008. 589 S., 239 Holzschn., 5 Taf. (Historia Scientiarum ) Gb EUR 118,00 ISBN: 3-487-13499-3 Olms
Semper, Gottfried: Gesammelte Schriften. 4 Bde/Tle. Hrsg. v. Karge, Henrik. Reprint 2008. (Historia Scientiarum ) Gb EUR 472,00 ISBN: 3-487-13496-9 Olms
Gottfried Semper (1803-1879) ist der bedeutendste deutsche Architekt des 19. Jahrhunderts neben Karl Friedrich Schinkel, dessen romantischen Klassizismus er durch eine nüchterne Bauweise unter Bevorzugung des italienischen Renaissancestils ablöste. Gegensätze wie jene zwischen Grundform und Kunstform oder Materialechtheit und Ornament wurden durch Sempers hohes Künstlertum zu einer künstlerischen Einheit geführt.
Seine praktische Arbeit band Semper zeitlebens in einen theoretisch fundierten Kontext ein. Berühmt wurden seine Forschungen zur Polychromie der antiken Architektur und Plastik, die er mit der Konzeption einer Einheit der Künste verband. Sein Buch „Wissenschaft, Industrie und Kunst“ reflektierte die Einsichten, die die Weltausstellung von 1851 gebracht hatte, als Vorgriffe auf eine zukünftige Kunst. „Die vier Elemente der Architektur“ von 1850 ist wichtiges Zeugnis seiner geistigen Distanz zum Historismus. Wie seine Bauten reflektierten seine wirkungsmächtigen Schriften, in denen er sich oft polemisch mit künstlerischen Tendenzen seiner Zeit auseinandersetzte, die Bedingungen ästhetischer Wahrnehmung. Nicht zufällig bezog sich die niederländische Bewegung "de Stijl" später direkt auf Sempers Hauptwerk "Der Stil in den technischen und tektonischen Künsten“.
Als einer von wenigen Architekten hat Gottfried Semper ein wissenschaftliches Œuvre von hohem Rang hervorgebracht. Sein architektonisches Werk war von europäischer Bedeutung. Geboren in Hamburg und ausgebildet in Paris, fand Sem-per nach einer ausgedehnten Studienreise durch Italien und Griechenland 1834 eine einflussreiche Position als Professor für Baukunst in Dresden, wo er seine berühmtesten Bauten errichtet hat: das erste und das zweite Hoftheater, die Gemäl-degalerie, die Villa Rosa. Auf die gescheiterte Revolution von 1849 folgten schwierige Jahre im Londoner Exil, bevor Semper als Professor in Zürich und als Entwerfer des Wiener Kaiserforums den Zenit seiner internationalen Anerkennung erreichte.
Ausgehend von seiner Dresdner Akademielehre verfolgte Semper das Ziel, die vielfältigen Erscheinungsformen der Architektur auf wenige Urtypen zurückzuführen, um die Genese der Baukunst mit naturwissenschaftlicher Exaktheit zu erfassen. Die in seinem monumentalen zweibändigen Werk Der Stil in den technischen und tekto¬nischen Künsten (1860-1863) entwickelte „Bekleidungstheorie“ hat bis heute ihre - teils inspirierende, teils kontroverse - Wirkung auf architektonische Konzeptionen nicht eingebüßt. Sempers literarisches Œuvre steht wie kaum ein zweites für die wis-senschaftliche Interdisziplinarität des 19. Jahrhunderts.
Gottfried Semper is one of the few architects to have produced a scholarly œuvre of high quality. His architectonic work was of Europe-wide importance: born in Hamburg and trained in Paris, after an extended study tour of Italy and Greece Semper took up the position of Professor of Architecture in Dresden in 1834. Here he constructed his most famous buildings: the first and second Court Theatres, the Art Gallery, the Villa Rosa. The failed revolution of 1849 led to difficult years of exile in London before Semper reached the zenith of his international fame as professor in Zurich and designer of the Kaiserforum in Vienna. On the basis of his teaching in Dresden, Semper’s aim was to trace the varied forms of architecture back to a few original types in order to describe the genesis of architecture with scientific precision. The theory of ornament devel-oped in his monumental two-volume work Der Stil in den technischen und tektonischen Künsten (1860-1863) still retains its influence - part inspirational, part controversial - on architectonic thinking. Semper’s literary oeuvre is among the finest representations of academic interdisciplinarity.
Ille operum custos. Kulturgeschichtliche Beiträge zur antiken Bienensymbolik und ihrer Rezeption. Hrsg. v. Engels, David /Nicolaye, Carla . 2008. 318 S. 21 x 14 cm. (Spudasmata 118) Pb EUR 44,80 ISBN: 3-487-13606-6 Olms
Suerbaum, Werner: Handbuch der illustrierten Vergil-Ausgaben 1502-1840. Geschichte, Typologie, Zyklen und kommentierter Katalog der Holzschnitte und Kupferstiche zur Aeneis in Alten Drucken. Mit besonderer Berücksichtigung der Bestände der Bayerischen Staatsbibliothek München und ihrer Digitalisate von Bildern zu Werken des P. Vergilius Maro. 2008. 684 S., mit 2 DVDs 21 x 14 cm. (Bibliogr. z. Klass. Philol. 3) Pp EUR 89,00 ISBN: 3-487-13590-6 Olms
In diesem „Handbuch der illustrierten Vergil-Ausgaben 1502-1840“ hat der Autor, ein bekannter Vergil-Experte und Bibliograph, mehr als 550 Editionen und Übersetzungen Vergils aus aller Welt, die mindestens einen Holzschnitt oder Kupferstich (dann meist als Frontispiz) enthalten, ermittelt und in einem ausführlichen Katalog (mit Rubriken wie Beschreibung, Würdigung, Abhängigkeiten, Bibliographie, Zugänglichkeit) vorgestellt. Im Mittelpunkt steht die Analyse der etwa 70 größeren Illustrations-Zyklen zur Aeneis, die in der Regel 12, in mehr als einem halben Dutzend Fällen (darunter die berühmte Ausgabe von Sebastian Brant, Straßburg 1502) aber auch zwischen 50 und 138 Bilder aufweisen. Für die meisten dieser Szenen- oder Titelbilder werden gedruckte Abbildungen oder, worauf der Schwerpunkt liegt, über das Internet erreichbare Digitalisate nachgewiesen. Die eigentliche Basis sind die eigens für dieses Werk angefertigten Digitalisate von Vergil-Illustrationen aus den reichen Beständen der Bayerischen Staatsbibliothek München (BSB). Etwa 4000 solcher Bilder auf etwa 6000 digitalisierten Seiten sind auf den beiden beigefügten DVDs erstmals in kompakter Form zugänglich. Das durch mehrere Indizes (darunter einen Sujet-Katalog) bereicherte Werk zum „Vergilius pictus“ entwickelt Grundzüge einer Geschichte und Typologie der Vergil-Illustration und erschließt ein fast unbekanntes, aber wichtiges Feld der Vergil-Rezeption.
Der 1933 geborene Verfasser, emeritierter Ordinarius für Lateinische Philologie an der Universität München, ist nicht nur durch mehrere größere kommentierte Bibliographien zur römischen Literatur ausgewiesen - so zu Vergil 1980, zu Tacitus 1990, zu Ennius 2003 und zu Cato Censorius 2004 in den beiden ersten Bänden der vorliegenden Reihe, auch innerhalb des von ihm herausgegebenen und zum größeren Teil verfassten »Handbuch der lateinischen Literatur der Antike, Band 1: Die archaische Literatur« von 2002 -, sondern auch durch mehr als zwei Dutzend wissenschaftlicher Publikationen zu P. Vergilius Maro (70- 19 v. Chr.), darunter eine Einführung in dessen Hauptwerk, die Aeneis (1999). Von seinem Interesse für die Rezeption Vergils in der Kunst zeugen mehrere Aufsätze und besonders seine fünf Beihefte zur Münchener Ausstellung »Vergil visuell« von 1998.
The author of this guide to the illustrated Vergil editions from 1502-1840, a noted Vergil expert and bibliographer, has located and examined more than 550 editions and translations of Vergil which contain at least one woodcut or engraving (mostly as a frontispiece) and presents them here in a comprehensive catalogue, with sections on description, evaluation, relation to earlier and later editions, bibliography and information about accessibility. The focus of the study is an analysis of some 70 major cycles of illustrations of the Aeneid, usually consisting of 12 pictures but in some cases (as in the famous Edition of Sebastian Brant, 1502) containing between 50 and 138 pictures. Reproductions of most of these illustrations in printed works or, increasingly more important, accessible in digital form via the Internet are listed. A central part of the study are digital versions of Vergil illustrations from the rich holdings of the Bavarian State Library in Munich (BSB) which were specially made for this project. Some 4000 images on about 6000 digitalized pages can be accessed for the first time in compact form on the two accompanying DVDs. With its several indexes (including a subject catalogue) this work on “Vergilius pictus” lays the foundations for a history and typology of Vergil illustrations and opens up an almost unknown but important field of Vergil reception.
The author (born 1933), Professor Emeritus of Latin Philology at the University of Munich, is known not only for several major annotated bibliographies in the field of Roman literature - on Vergil (1980), on Tacitus (1990), on Ennius (2003) and on Cato Censorius (2004) in the first two volumes of the present series, and in the “Handbuch der lateinischen Literatur der Antike. Bd. 1: Die archaische Literatur” (2002) of which he was both editor and to a large extent author -, but also for many scholarly publications on P. Vergilius Maro (70-19 B.C.) including an introduction to his principal work, the Aeneid (1999). His interest in the reception of Vergil in the visual arts is documented in several essays and especially in his five booklets supplementing the Munich exhibition “Vergil visuell” of 1998.
Gesammelte Schriften. IIII: Semper, Gottfried: Einl. v. Karge, Henrik. Hrsg. v. Semper, Hans /Semper, Manfred. (Reprint d. Ausg. v. Hildesheim 2008) 2008. XIV, 516 S., 14 Abb.21,00 x 14,80 cm. Gb EUR 118,00 ISBN: 3-487-13500-0 Olms
Als einer von wenigen Architekten hat Gottfried Semper ein wissenschaftliches Œuvre von hohem Rang hervorgebracht. Sein architektonisches Werk war von europäischer Bedeutung: Geboren in Hamburg und ausgebildet in Paris, fand Semper nach einer ausgedehnten Studienreise durch Italien und Griechenland 1834 eine einflussreiche Position als Professor für Baukunst in Dresden, wo er seine berühmtesten Bauten errichtet hat: das erste und das zweite Hoftheater, die Gemäldegalerie, die Villa Rosa. Auf die gescheiterte Revolution von 1849 folgten schwierige Jahre im Londoner Exil, bevor Semper als Professor in Zürich und als Entwerfer des Wiener Kaiserforums den Zenit seiner internationalen Anerkennung erreichte.
Ausgehend von seiner Dresdner Akademielehre verfolgte Semper das Ziel, die vielfältigen Erscheinungsformen der Architektur auf wenige Urtypen zurückzuführen, um die Genese der Baukunst mit naturwissenschaftlicher Exaktheit zu erfassen. Die in seinem monumentalen zweibändigen Werk Der Stil in den technischen und tektonischen Künsten (1860-1863) entwickelte Bekleidungstheorie hat bis heute ihre - teils inspirierende, teils kontroverse - Wirkung auf architektonische Konzeptionen nicht eingebüßt. Sempers literarisches Œuvre steht wie kaum ein zweites für die wissenschaftliche Interdisziplinarität des 19. Jahrhunderts.
Gottfried Semper is one of the few architects to have produced a scholarly oeuvre of high quality. His architectonic work was of Europe-wide importance: born in Hamburg and trained in Paris, after an extended study tour of Italy and Greece Semper took up the position of Professor of Architecture in Dresden in 1834. Here he constructed his most famous buildings: the first and second Court Theatres, the Art Gallery, the Villa Rosa. The failed revolution of 1849 led to difficult years of exile in London before Semper reached the zenith of his international fame as professor in Zurich and designer of the Kaiserforum in Vienna. On the basis of his teaching in Dresden, Semper’s aim was to trace the varied forms of architecture back to a few original types in order to describe the genesis of architecture with scientific precision. The theory of ornament developed in his monumental two-volume work Der Stil in den technischen und tektonischen Künsten (1860-1863) still retains its influence - part inspirational, part controversial - on architectonic thinking. Semper’s literary oeuvre is among the finest representations of academic interdisciplinarity.
Gesammelte Schriften. Bd 2: Semper, Gottfried: Einl. v. Karge, Henrik. Hrsg. v. Karge, Henrik. (Reprint d. Ausg. v. Hildesheim 2008) 2008. 525 S., 125 Holzschnitten, 15 Taf.. Gb EUR 118,00 ISBN: 3-487-13498-5 Olms
Band 2: Der Stil in den technischen und tektonischen Künsten, oder praktische Aesthetik. Ein Handbuch für Techniker, Künstler und Kunstfreunde, Band 1: Die Textile Kunst für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst.Mit einer Einleitung herausgegeben von Henrik Karge.
Poppelreuter, Tanja: Das Neue Bauen für den Neuen Menschen. Zur Wandlung und Wirkung des Menschenbildes in der Architektur der 1920er Jahre in Deutschland. 2008. 282 S., 51 Abb. (Stud. z. Kunstgesch. 171) Pb EUR 39,80 ISBN: 3-487-13571-X Olms
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickeln sich in vielen Bereichen der Kultur und der Gesellschaft Reformbestrebungen aller Art. Die damit verbundene Aufbruchstimmung, die sich nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und dem Beginn der Weimarer Republik noch verstärkt, wird von der Hoffnung auf ein egalitäres Zeitalter und eine neue Gesellschaft getragen, die sich aus „Neuen Menschen“ bilden soll.Die Suche nach der adäquaten Behausung dieses Neuen Menschen ist ein Leitthema im Denken zahlreicher Architekten der 1920er Jahre und Angelpunkt der Diskussion um die Reform verschiedener Bauaufgaben. Ein- und Mehrfamilienhäuser, kollektive Wohnhochhäuser sowie Siedlungen und städtebauliche Planungen werden im Hinblick auf einen Neuen Menschen konzipiert. Theoretiker und Architekten wie Adolf Behne, Ludwig Mies van der Rohe oder Ludwig Hilberseimer beziehen sich auf Erkenntnisse zeitgenössischer Mediziner, Soziologen oder Psychologen, um die neuen Wohnbedürfnisse in Erfahrung zu bringen und die weitere soziale Entwicklung des modernen Individuums zu prognostizieren.Indem das vorliegende Buch das Menschenbild des Neuen Bauens der 1920er Jahre in den Mittelpunkt der Betrachtung rückt, widmet es sich einem Gegenstand, dem die architektur- und kunstgeschichtliche Forschung gegenwärtig immer größere Aufmerksamkeit schenkt.
Korff, Friedrich W: Der Klang der Pyramiden. Platon und die Cheopspyramide das enträtselte Weltwunder. 2008. 400 S., zahlr. Abb. 29,8 x 21,0 cm. Pb EUR 48,00 ISBN: 3-487-13539-6 Olms
Mit den Pyramiden haben die Ägypter Bauwerke von Weltgeltung geschaffen. Warum ihr Anblick stets aufs Neue fasziniert, blieb uns bisher verborgen. Wir erkannten nur, dass die Böschungswinkel der Pyramiden sämtlich harmonisch sind. Die Suche nach dem Grund für dieses erstaunliche Phänomen hat den Philosophen Friedrich Wilhelm Korff in die antike Musiktheorie geführt. Das Geheimnis der Zahl 5040, die Platon zur logistischen Basis seines Idealstaats erklärt, war bisher selbst den klassischen Philologen verborgen geblieben. Korff hat entdeckt, dass diese Zahl in Wahrheit eine Pyramidenzahl ist. Sie enthält den kompletten Satz der Abmessungen der Cheopspyramide in überprüfbaren Ellenlängen. Dank seines archäologischen Spürsinns und den mathematisch exakten Ableitungen gelingt Korff der Nachweis, dass die Neigungswinkel aller Pyramiden aus musikalischen Intervallen gebildet sind. Da man den Anblick der Pyramiden nicht hören kann, löst sich das Rätsel, wenn man im übertragenen Sinne sagt: Sie klingen in den Augen, sind steingewordene Musik, materialisierte geistige Systeme. Unsere Architekten haben mit ihren heutigen Nachbildungen so gut wie nie die Faszination der ägyptischen Originale erreicht: Sie wissen nicht um die altägyptische Kenntnis der Harmonie der Pyramidenneigungen.
Die Entdeckung Korffs wird in dem 400 Seiten umfassenden Werk wissenschaftlich begründet und ist nach der Vielzahl nicht immer solider Veröffentlichungen über die Pyramiden endlich ein unwiderlegbarer, mathematisch genau begründeter Beweis für die Lösung des Rätsels. Korffs Ausführungen werden ergänzt durch die Einschaltung von Tabellen und Faltkarten. Die beigefügte CD bezeugt, wie die Intervalle der antiken Tonarten klingen.
„Ein wahres Weltwunder ist wahrlich der stille Anblick der Pyramiden. Aber noch ein größeres ist ihr Gesang, die Kenntnis der Geometrie, der Bautechnik und Musik, die sie hervorbrachten.“ (FAZ)
Dieterle, Martina: Dodona. Religionsgeschichtliche und historische Untersuchungen zur Entstehung und Entwicklung des Zeus-Heiligtums. 2007. VIII, 450 S., 128 sw. Abb., 1 fb. Faltplan 24 x 17 cm. (Spudasmata 116) Pp EUR 78,00 ISBN: 978-3-487-13510-6 Olms
Das Orakelheiligtum Dodona liegt im Nordwesten Griechenlands in einer relativ abgelegenen Region. Noch heute lassen seine Überreste die einstige Zauberwirkung der Kultstätte erahnen. Trotz seiner Bedeutung hat das Heiligtum von Dodona in der Forschung bislang nur vergleichsweise geringe Beachtung gefunden. Umso mehr fordern die materiellen Hinterlassenschaften und zahlreichen Schriftquellen - gerade im Vergleich zu Delphi und Olympia - zu einer intensiven Auseinandersetzung heraus. Zeugnisse der antiken Literatur belegen für den Ort seit dem 8. Jahrhundert v. Chr. ein Zeusorakel mit Eiche. Doch wann begannen Kultaktivitäten, die sich archäologisch nachweisen lassen, und wie sahen diese aus? Auch die ungewöhnlich späte Errichtung und besondere Gestalt der Kultgebäude geben Rätsel auf.
Die Autorin erfasst und systematisiert die bisher ergrabenen Funde und Befunde sowie die literarischen und epigraphischen Zeugnisse und interpretiert diese religions- und architekturgeschichtlich. Die die traditionellen Fachgrenzen von Archäologie, Altphilologie und Epigraphik überschreitende Studie führt die Dodona-Forschung aus ihrem Schattendasein heraus und integriert sie in die moderne Funktionsanalyse von Heiligtümern und in die historische Religionsforschung.
The oracular shrine of Dodona lies in a relatively remote region of north-western Greece. Even today it is possible to sense vestiges of the site’s former magic. In spite of its significance, the shrine at Dodona has received comparatively little attention from researchers in the past. Thus the material remains and the numerous written sources - in contrast to Delphi and Olympia - are all the more deserving of intensive study. Ancient literature provides evidence that there was an oracle of Zeus with an oak tree at the site from the 8th century B.C. But when did the cult activities attested by the archaeology begin, and what did they look like? The unusually late construction and the particular form of the cult buildings are also mysterious. The author lists and classifies the finds and discoveries so far as well as the literary and epigraphic evidence, and interprets these in terms of religious and architectural history. Cutting across the traditional disciplines of archaeology, classical philology and epigraphy, this study brings research on Dodona out of the shadows and integrates it into the modern functional analysis of shrines in the study of historical religion.
Tylor, Edward B: Die Anfänge der Cultur. Untersuchungen über die Entwicklung der Mythologie, Philosophie, Religion, Kunst und Sitte. 2 Bde/Tle. (Nachdr. d. Ausg. Leipzig 1873) 2005. XVIII, 966 S. 21 x 14,8 cm. (Bewahrte Kultur ) Ln EUR 136,00 ISBN: 3-487-12095-X Olms
Als Begründer der modernen Anthropologie und Ethnologie leistete Edward B. Tylor (1832-1917) wesentliche Beiträge zum Verständnis primitiver Völker. Er begriff Kultur als komplexes System, das "Kenntnisse, Glaubensvorstellungen, Künste, Sitte, Recht, Gewohnheiten und jede andere Art von Fähigkeiten und Dauerbetätigung umfaßt, die der Mensch als Mitglied der Gesellschaft erwirbt". Tylor vertrat die Überzeugung, daß sich unterschiedliche Kulturen über vergleichbare Entwicklungsstufen zu zivilisierten Gesellschaften entwickeln. Seine animistischen Theorien zur Entstehung des Glaubens an körperunabhängige Geisterwesen waren einflußreich.
In Deutschland war Tylor durch die Übersetzung seines Werkes "A history of mankind" bereits bekannt. Das vorliegende Buch übte nachhaltige Wirkung auf die sich institutionell neu formierende Völkerkunde aus.
As the founder of modern anthropology and ethnology Edward B. Tylor (1832-1917) made a significant contribution to our understanding of primitive peoples. He understood culture as a complex system which ‘embraces knowledge, beliefs, customs, laws, manners and every kind of ability and lasting activity which man acquires as a member of society.’ Tylor was a firm proponent of the view that different cultures develop through comparable stages into civilised societies. His animistic theories regarding the origin of belief in spirits independent of the body were influential.
In Germany Tylor was wellknown through the translation of his A History of Mankind. This book had a lasting influence on anthropology in its early development as an institutional discipline.
Herrliberger, David: Zürcherische Ausruff-Bilder. (Nachdr. d. Ausgabe Zürich 1748) 2007. 110 S., 54 Taf. 12 x 18 cm. (Helvetica Rara ) Olms, G Gb EUR 44,00 ISBN: 978-3-487-13427-7 Olms
Um die Mitte des 18. Jahrhunderts befand sich der berühmte Zürcher Kupferstecher David Herrliberger (1697-1777) auf dem Höhepunkt seines Schaffens und legte einige seiner wichtigsten Werke vor. Zu ihnen zählten die „Zürcherischen Ausruff-Bilder“, die sehr schnell mehrere Auflagen erlebten.
Mit der feinfühligen Darstellung von Strassenhändlern, die ihre Waren anpreisen, stand Herrliberger in einer langen Traditionslinie: Seit dem 16. Jahrhundert waren in jeder grösseren Stadt solche Druckgraphiken entstanden. Durch die meisterhafte Detailtreue seiner handkolorierten Arbeiten, die zu Herrlibergers heitersten Werken gehören, übertraf dieser seine Vorgänger jedoch bei weitem. Sie bilden den einzigen schweizerischen Beitrag zu dieser Graphikgattung. Auch für die Mundartforschung sind Herrlibergers Bücher von besonderer Bedeutung, da über dem hochdeutschen Vers, der die zum Verkauf stehenden Waren kommentiert, der eigentliche Ausruf in Mundart festgehalten ist. Auf diese Weise verstärkt Herrliberger die Authentizität seiner Figuren und verleiht seinen Werken den Status einer wissenschaftlichen Quelle, die der Volkskunde auch heute wertvolle Informationen liefert
Romero-Tejedor, Felicidad: Der denkende Designer. Von der Ästhetik zur Kognition -ein Paradigmenwechsel. 2007. 205 S., Abb. EUR 19,80 ISBN: 978-3-487-13386-7 Olms
Viele Menschen erleben den Umgang mit den täglichen (nicht nur maschinellen) Dingen des Alltags als überfordernde und dadurch belastende Situation. Handy, Computer, Kamera oder gar Waschmaschine verfügen über ein Konfusion und Ratlosigkeit stiftendes Angebot von Bedienungs- und Programmiermöglichkeiten.
Nicht selten ist das Design daran schuld - ein Design, das sich an einer (letztlich beliebigen) Ästhetik orientiert, sich aber der Verantwortung gegenüber den Benutzern und damit der Gesellschaft entzieht.
Dieses Buch ist ein leidenschaftliches Plädoyer für einen neuen Typ des Designers: den denkenden Designer, der genau diese Verantwortung gegenüber dem Benutzer ernst nimmt, der die Kognition und die Pragmatik ins Zentrum rückt, der vernetzt und kontextuell denkt, der eine „produktive Semantik“ schafft - anstelle einer bloßen Produktsemantik wie im Design der 1980er Jahre - und die Dinge dadurch benutzerfreundlich, schlicht „handhabbar“ macht.
Mehr noch: Der denkende Designer entwirft keine vereinzelten Artefakte im System, sondern ist bestrebt, das System selbst zu verändern, es im Sinne der Benutzer zu verbessern.
In diesem Zusammenhang wird auch die Frage erörtert, inwieweit eine neu zu schaffende Designwissenschaft dazu beitragen kann, den denkenden Designer heranzubilden und zu unterstützen. Gelingt dies, ist das Design im 21. Jahrhundert „angekommen“.
Das Buch richtet sich an Designer, Designstudenten, Designdozenten und an alle, die sich für ihre berufliche Zukunft besser rüsten wollen.
For many people the experience of dealing with everyday objects (not only mechanical ones) is a demanding and exhausting one. Mobile phones, computers, cameras or even washing machines offer a confusing and bewildering array of programmes and possibilities.
Design is not infrequently to blame - design which is oriented towards (any old) aesthetic ideas but which avoids any responsibility to the user and thus to society.
This book is a passionate call for a new type of designer, the thinking designer, who takes this very responsibility to the user seriously, who places cognition and pragmatism at the centre of a concept, whose thinking is “joined up” and contextual, who creates a “productive semantics” - instead of a simple “product semantics” as in 1980s design - and who thus makes things more user-friendly, in short, “operatable”.
Further: the thinking designer does not design individual artefacts within a system but seeks to change the system itself, to make it better for the user.
This context also gives rise to the question of how far the development of a new science of design would help to train and support the thinking designer.
If this can be done, 21st century design will have “arrived”. The book is aimed at designers, at students and teachers of design, and at anyone who wants to be better prepared for the professional future.
Senti-Schmidlin, Verena: Rhythmus und Tanz in der Malerei. Zur Bewegungsästhetik im Werk von Ferdinand Hodler undLudwig von Hofmann. 2007. VIII, 302 S., 115 sw. u. 34 fb. Abb. 24,00 x 17,00 cm. (Stud. z. Kunstgesch.170) Pb EUR 58,00 ISBN: 978-3-487-13405-5 Olms
Die vorliegende Studie untersucht das interdisziplinäre Verhältnis zwischen Kunst und Tanz am Beispiel des künstlerischen Schaffens von Ferdinand Hodler (1853-1918) und Ludwig von Hofmann (1861-1945). Die in der gleichen Zeit wirkenden, in der Bildsprache jedoch differierenden Künstler sind auf ähnliche Weise mit den Tanzerneuerungen ihrer Epoche in Berührung gekommen. Ferdinand Hodler, seit 1872 in Genf, pflegte mit dem Musiker und Begründer der Rhythmischen Gymnastik Emile Jaques-Dalcroze freundschaftliche Kontakte. Ludwig von Hofmann, in Berlin, Weimar und Dresden tätig, lernte bedeutende Protagonistinnen des modernen Bühnentanzes wie Isadora Duncan, Ruth St. Denis und Gret Palucca kennen. Obwohl unabhängig und eigenständig in ihrer Arbeit, decken Ferdinand Hodler und Ludwig von Hofmann Aspekte auf, die eine enge Verflechtung von Bildsprache und Körpersprache offen legen. Die Untersuchung hat zum Ziel, diese Verbindungen exemplarisch zu erfassen, die in früheren Studien der Autorin aufgegriffene Fragestellung der fachübergreifenden Beziehung zwischen Kunst und Tanz zu vertiefen sowie in produktions- und rezeptionsästhetischer Hinsicht zu analysieren.
This study examines the interdisciplinary relationship between art and dance, based on the artistic work of Ferdinand Hodler (1853-1918) and Ludwig von Hofmann (1861-1945). These two artists, contemporaries with very different visual languages, had similar encounters with the attempts at renewal in dance during their era. Ferdinand Hodler, who lived in Geneva from 1872, was in friendly contact with the musician and founder of rhythmic gymnastics Emile-Jacques Dalcroze. Ludwig von Hoffmann, working in Berlin, Weimar and Dresden, became acquainted with important proponents of modern stage dance such as Isadora Duncan, Ruth St Denis and Gret Palucca.
Although independent in their work, both Hodler and von Hoffmann reveal aspects of the close interrelationship between the language of images and the language of the body. This study seeks to illuminate these connections with examples, to look more deeply into the question of the interdisciplinary relationship between art and dance investigated by the author in earlier studies, and to analyse this in terms of the aesthetics of production and reception.
Gerken, Rosemarie: La Toilette - Die Inszenierung eines Raumes im 18. Jahrhundert in Frankreich. Eine kulturhistorische Untersuchung.Vorw. v. Eggs, Ekkehard. 2007. 283 S., 53 sw. u. 7 fb. Abb. 21 x 17 cm. Olms, G, Hildesheim 2007. Pb EUR 48,00 ISBN: 978-3-487-13304-1 Olms
Ausgehend von Darstellungen der toilette in Bildern, Gravüren und Objekten der angewandten Kunst vom Ausgang des 17.Jahrhunderts bis ins späte 18. Jahrhundert verfolgt die Verfasserin den metonymisch fortschreitenden Bedeutungswandel von latoilette - ursprünglich ein kleines Tuch auf einem Tischchen im Schlafzimmer, auf dem die zur morgendlichen...
Based on depictions of the toilette in pictures, engravings and practical objects from the end of the 17th to the late 18th centuries, the author traces the metonymic progress of the change in meaning of la toilette - originally a small cloth on a side-table in the bedroom on which was laid out the necessary equipment for a high-ranking lady’s morning preparations - to embrace the ritual and the participants involved in those preparations and eventually to designate a separate space in the second half of the 18th century. The “physically and socially filled space” brought into being by la toilette was emptied of its social charge by the revolution, closing the doors on its public face and returning once more to its original domestic privacy.
Elisabeth Hipp. Nicolas Poussin: Die Pest von Asdod. Studien zur Kunstgeschichte. Bd. 165. 2005. 516 S., 58 Abb., Gb. EUR 68,00 ISBN: 978-3-487-12991-4 Olms
"Elisabeth Hipp's exhaustive study of the 'Plague at Ashdod' is, despite its great length (more than 400 pages devoted to a single picture), an absorbing account (…) She has cast her net wide, and considers this simultaneously fascinating and disturbing painting from every conceivable point of view (…) Very little escapes her attention, whether drawn from the history of art, theater, seventeenth-century critical debates, religious history, or from the history of Poussin's own time." (Charles Dempsey, Renaissance Quarterly 60/2007) "(…) la lecture de E. Hipp croise plusieurs hypothèses, en y incorporant la pensée poussinienne de l'art, pour construire sa vision de l'oeuvre comme une 'image votive de la peste' (Pestbild) pour un savant (…). (L)es recherches et les analyses (…) enrichissent incontestablement la compréhension du milieu dans lequel vivait et travaillait Poussin." (Milovan Stanic, Revue de l'art 154/2006-4) Nicolas Poussins Gemälde „Die Pest von Asdod“ entstand 1630-1631 in Rom und vergegenwärtigt das Thema einer biblischen Seuche in besonders eindrücklicher Weise. Es kann als exemplarische bildliche Darstellung eines „schrecklichen“ Ereignisses gelten. Die vorliegende Arbeit untersucht Sinngehalt, Wirkungsintention und Wirkungsgeschichte des Bildes. Ikonographische, formgeschichtliche, kunsttheoretische und medizin- sowie sozialgeschichtliche Aspekte werden dabei ebenso wie theologische und bibelexegetische Zusammenhänge ausgelotet. Vor dem Hintergrund der Pestepidemie, die Rom um 1630 bedrohte, gewinnt die Vermutung an Plausibilität, daß es sich bei dem Gemälde um ein spezifisches „Pestbild für einen Gelehrten“ handeln sollte. Gemeinhin wird angenommen, das Bild sei ohne Auftrag begonnen worden; in dieser Studie wird ein möglicher Adressat konkret vorgeschlagen. Die dem Gemälde zugeschriebene „kathartische“ Wirkung und seine moralischen Sinnebenen erhalten so einen historischen Brennpunkt. Die künstlerische Lösung, die Poussin für dieses Historienbild gefunden hat, verweist darüber hinaus auf den Problemhorizont späterer Werke des Malers. Deren strukturelle und ikonographische Komplexität ist bereits in der „Pest von Asdod“ angelegt. Nicolas Poussin’s ‘The Plague of Asdod’ was painted in 1630-1631 in Rome and portrays the theme of a biblical plague in a particularly impressive way. It can be seen as an exemplary visual presentation of a ‘terrible’ event. This study examines its meaning, its intended effect and its historical interpretation. The author sounds out aspects of iconography, formal history, art theory and medical and social history as well as theological and biblical contexts. The background of the plague epidemic which threatened Rome around 1630 lends credence to the idea that this was intended as a specific ‘plague picture for a scholar’. It is generally assumed that the picture was started without a commission; in this study a possible recipient is firmly identified. The ‘cathartic’ effect ascribed to the picture, and its layers of moral meaning thus gain a historical focus. The artistic solution which Poussin found for this narrative picture also foreshadows to the range of problems in the painter’s later works. Their structural and iconographical complexity is already anticipated in ‘The Plague of Asdod’.
Brakhahn, Nina: Formsammlung Walter und Thomas Dexel, Braunschweig - Glas. Bestandskatalog des Städtischen Museums Braunschweig. 2007. 704 S., 1480 sw. u. 64 fb. Abb. - 29,7 x 21 cm. G Kt EUR 68,00 ISBN: 3-487-13323-7 Olms
Im Jahre 1942 wurde die „Formsammlung der Stadt Braunschweig“ gegründet und deren Leitung Walter Dexel übertragen. Aufgabe der einsetzenden Sammlungstätigkeit war es, tatsächlich verwendetes bürgerliches und bäuerliches historisches Gebrauchsgerät sowie Industrieformen zum Studium von Entwicklung und Problematik der Gefäßformen zusammenzutragen. 1955 wurde die Leitung der Formsammlung Thomas Dexel übertragen: Er erweiterte die Sammlung seines Vaters insbesondere um Gefäßformen des zeitgenössischen Designs, der Antike und außereuropäischen Kulturen. Heute umfasst die Formsammlung ca. 5.500 Einzelobjekte und weist dank der Sammlungsschwerpunkte einen Charakter der Einmaligkeit auf.
In dem vorliegenden Band wird der Bestand der Glasobjekte geschlossen und vollständig vorgestellt. Die Sammlung ist hier bei den historischen Gläsern in Gefäßgruppen wie Becher, Kelchgläser sowie Flaschen und bei den zeitgenössischen Industrieobjekten nach Glashütten sortiert.
Präsentiert werden römische und islamische Gläser, mittelalterliches Waldglas und eine Vielfalt von Gebrauchsgläsern bis zum Ende des 19. Jahrhunderts. Des Weiteren finden sich Gläser von angesehenen deutschen, skandinavischen und italienischen Glashütten - so u.a. J. & R. Lobmeyr, Peill & Putzler, Schott Zwiesel, Wiesenthalhütte, WMF, Iittala, Orrefors, Holmegaards und Venini nach Entwürfen von Wilhelm Wagenfeld, Heinrich Löffelhardt, Tapio Wirkkala, Paolo Venini und anderen.

The ‘Form Collection of the City of Braunschweig’ was founded in 1942 and Walter Dexel was made responsible for its management. The task of the new institution was to collect utensils actually used in both urban and rural households as well as industrial forms to further the study of the development and problems of container forms. In 1955 the management of the collection passed to Thomas Dexel who broadened his father’s collection with a particular emphasis on contemporary design and on containers from the ancient world and non-European cultures. Today the collection contains some 5,500 items, and its specific focus gives it a unique character.
This volume provides a comprehensive listing of the glass containers in the collection. The collection of ancient glasses is arranged by groups of containers such as beakers, goblets and bottles, whereas contemporary industrial objects are arranged by glassworks.
The catalogue includes roman and islamic glasses, mediaeval forest glass and a variety of functional glasses until the end of the 19th century. Furthermore there are to be found glasses by reputable german, scandinavian and italian glassworks - amongst others J. & R. Lobmeyr, Peill & Putzler, Schott Zwiesel, Wiesenthalhütte, WMF, Iittala, Orrefors, Holmegaards und Venini designed by Wilhelm Wagenfeld, Heinrich Löffelhardt, Tapio Wirkkala, Paolo Venini and others.
Interkulturelle Kommunikation in der europäischen Druckgraphik im 18. und 19. Jahrhundert /The European print and cultural transfer in the 18th and 19th centuries /Gravure et communication interculturelle en Europe aux 18e et 19e siècles. Hrsg. Kaenel, Philippe /Reichardt, Rolf. 2007. XII, 850 S., 238 Abb. 24 x 17 cm. Pp EUR 59,00 ISBN: 978-3-487-13001-9 Olms
Der systematisch angelegte Band erschließt eine internationale Bildkultur unterhalb der „Hochkunst“, die bisher bei Fach- und Kunsthistorikern wenig Beachtung gefunden hat. Von Portrait- und Modestichen über politische Allegorien und Karikaturen bis hin zu geographischen Karten und populären Bilderbögen werden praktisch alle druckgraphischen Bildgattungen der „Schwellenzeit“ (Reinhart Koselleck) exemplarisch auf ihre eigenen Produktions- und Rezeptionsbedingungen, ihre Erinnerungspotentiale und ihre europäische Vernetzung untersucht. Zu einer im Entstehen begriffenen interdisziplinären Historischen Bildwissenschaft leistet der Band einen grundlegenden Beitrag.

The present volume offers a systematic survey of a relatively neglected aspect of international print culture - the area of graphic art situated between “high art” and popular broadsheets. From portrait engravings and “fashion plates” of past eras through political allegories, geographical maps, to caricature, the essays collected here traverse a panorama of the graphic arts in the age of the “cult of images” (Baudelaire), exploring the conditions of production and reception, the “globalized” communicative potential of such graphic media and their preservation and evocation of political memory during the crucial period of transition between the Ancien Regime and modernity. The volume makes a major contribution to the foundation of an interdisciplinary history of the pictorial arts.
Kehrbaum, Annegret: Die Nabis und die Beuroner Kunst. Jan /Willibrord Verkades Aichhaldener Wandgemälde (1906) und die Rezeption der Beuroner Kunst durch die Gauguin-Nachfolger. 2006. 776 S., 227 sw. u. 8 fb. Abb. 24 x 17 cm. (Stud. z. Kunstgesch. 168) Pb EUR 98,00 ISBN: 978-3-487-13056-9 Olms
Obwohl Adolf Bastian der Begründer der Ethnologie in Deutschland ist, war er lange Zeit in Vergessenheit geraten. Im Zuge eines verstärkten Interesses an der Wissenschaftsgeschichte des 19. Jahrhunderts und den Anfängen der Disziplin sind in den letzten Jahren mehrere Betrachtungen zum Bastian´schen Werk entstanden. Diese von Bastian als „Wissenschaft vom Menschen“ verstandene neue Disziplin war in seinen Fragestellungen und Herangehensweisen ausgesprochen modern. So definierte Bastian die Ethnologie erstmals als eine Wissenschaft, die kulturelle Zeugnisse unabhängig von der physischen Anthropologie betrachtet. Bastian suchte nach Erklärungsmodellen für Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Kulturen, welche die übliche Unterscheidung zwischen „primitiv“ und „zivilisiert“ ad absurdum führte. Die Gesellschaft als Organismus verstehend wandte er naturwissenschaftliche Modelle an, um die „Gesetze [ihrer] organischen Entwicklung“ zu erkennen.
Ein Re-Print des Werkes von Adolf Bastian, das ca. 70 Monographien, fast 300 Zeitschriftenartikel und ebenso viele Buchrezensionen umfaßt, kann sinnvollerweise nur in einer Auswahl erfolgen. Wichtige theoretische Werke, Reiseberichte, ausgewählte Zeitschriftenartikel zu virulenten Themen seiner Zeit (Evolution, Kolonialpolitik, ethnologischen Feldforschung u.a.) ermöglichen die Wurzeln eines Faches Ethnologie wieder zu entdecken.
Although Adolf Bastian was the founder of ethnology in Germany, he was for many years a forgotten figure. As a result of growing interest in the history of 19th-century scholarship and in the origins of the discipline, several studies of Bastian’s work have appeared in recent years.
The discipline which Bastian conceived as “the science of man” was decidedly modern in its questions and methods. For example, Bastian was the first to define ethnology as a science which studies cultural evidence as distinct from physical anthropology. Bastian sought models for the explanation of similarities and differences between cultures which reduced the familiar differentiation between “primitive” and “civilised” ad absurdum. Understanding society as an organism, he used models from nature to enable recognition of the “laws of [its] organic development”.
To reprint the work of Adolf Bastian, which comprises some 70 monographs, almost 300 journal articles and as many book reviews, a selective approach is the only sensible one. Important theoretical works, travel writing, selected journal articles on the virulent themes of the day (evolution, colonial policy, ethnological fieldwork etc) allow us to rediscover the roots of ethnology as a discipline.
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