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Olms - Georg Olms Verlag Ag

 
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Gesammelte Schriften. Bd 2: Semper, Gottfried: Einl. v. Karge, Henrik. Hrsg. v. Karge, Henrik. (Reprint d. Ausg. v. Hildesheim 2008) 2008. 525 S., 125 Holzschnitten, 15 Taf.. Gb EUR 118,00 ISBN: 3-487-13498-5 Olms
Band 2: Der Stil in den technischen und tektonischen Künsten, oder praktische Aesthetik. Ein Handbuch für Techniker, Künstler und Kunstfreunde, Band 1: Die Textile Kunst für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst.Mit einer Einleitung herausgegeben von Henrik Karge.
Poppelreuter, Tanja: Das Neue Bauen für den Neuen Menschen. Zur Wandlung und Wirkung des Menschenbildes in der Architektur der 1920er Jahre in Deutschland. 2008. 282 S., 51 Abb. (Stud. z. Kunstgesch. 171) Pb EUR 39,80 ISBN: 3-487-13571-X Olms
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickeln sich in vielen Bereichen der Kultur und der Gesellschaft Reformbestrebungen aller Art. Die damit verbundene Aufbruchstimmung, die sich nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und dem Beginn der Weimarer Republik noch verstärkt, wird von der Hoffnung auf ein egalitäres Zeitalter und eine neue Gesellschaft getragen, die sich aus „Neuen Menschen“ bilden soll.Die Suche nach der adäquaten Behausung dieses Neuen Menschen ist ein Leitthema im Denken zahlreicher Architekten der 1920er Jahre und Angelpunkt der Diskussion um die Reform verschiedener Bauaufgaben. Ein- und Mehrfamilienhäuser, kollektive Wohnhochhäuser sowie Siedlungen und städtebauliche Planungen werden im Hinblick auf einen Neuen Menschen konzipiert. Theoretiker und Architekten wie Adolf Behne, Ludwig Mies van der Rohe oder Ludwig Hilberseimer beziehen sich auf Erkenntnisse zeitgenössischer Mediziner, Soziologen oder Psychologen, um die neuen Wohnbedürfnisse in Erfahrung zu bringen und die weitere soziale Entwicklung des modernen Individuums zu prognostizieren.Indem das vorliegende Buch das Menschenbild des Neuen Bauens der 1920er Jahre in den Mittelpunkt der Betrachtung rückt, widmet es sich einem Gegenstand, dem die architektur- und kunstgeschichtliche Forschung gegenwärtig immer größere Aufmerksamkeit schenkt.
Korff, Friedrich W: Der Klang der Pyramiden. Platon und die Cheopspyramide das enträtselte Weltwunder. 2008. 400 S., zahlr. Abb. 29,8 x 21,0 cm. Pb EUR 48,00 ISBN: 3-487-13539-6 Olms
Mit den Pyramiden haben die Ägypter Bauwerke von Weltgeltung geschaffen. Warum ihr Anblick stets aufs Neue fasziniert, blieb uns bisher verborgen. Wir erkannten nur, dass die Böschungswinkel der Pyramiden sämtlich harmonisch sind. Die Suche nach dem Grund für dieses erstaunliche Phänomen hat den Philosophen Friedrich Wilhelm Korff in die antike Musiktheorie geführt. Das Geheimnis der Zahl 5040, die Platon zur logistischen Basis seines Idealstaats erklärt, war bisher selbst den klassischen Philologen verborgen geblieben. Korff hat entdeckt, dass diese Zahl in Wahrheit eine Pyramidenzahl ist. Sie enthält den kompletten Satz der Abmessungen der Cheopspyramide in überprüfbaren Ellenlängen. Dank seines archäologischen Spürsinns und den mathematisch exakten Ableitungen gelingt Korff der Nachweis, dass die Neigungswinkel aller Pyramiden aus musikalischen Intervallen gebildet sind. Da man den Anblick der Pyramiden nicht hören kann, löst sich das Rätsel, wenn man im übertragenen Sinne sagt: Sie klingen in den Augen, sind steingewordene Musik, materialisierte geistige Systeme. Unsere Architekten haben mit ihren heutigen Nachbildungen so gut wie nie die Faszination der ägyptischen Originale erreicht: Sie wissen nicht um die altägyptische Kenntnis der Harmonie der Pyramidenneigungen.
Die Entdeckung Korffs wird in dem 400 Seiten umfassenden Werk wissenschaftlich begründet und ist nach der Vielzahl nicht immer solider Veröffentlichungen über die Pyramiden endlich ein unwiderlegbarer, mathematisch genau begründeter Beweis für die Lösung des Rätsels. Korffs Ausführungen werden ergänzt durch die Einschaltung von Tabellen und Faltkarten. Die beigefügte CD bezeugt, wie die Intervalle der antiken Tonarten klingen.
„Ein wahres Weltwunder ist wahrlich der stille Anblick der Pyramiden. Aber noch ein größeres ist ihr Gesang, die Kenntnis der Geometrie, der Bautechnik und Musik, die sie hervorbrachten.“ (FAZ)
Dieterle, Martina: Dodona. Religionsgeschichtliche und historische Untersuchungen zur Entstehung und Entwicklung des Zeus-Heiligtums. 2007. VIII, 450 S., 128 sw. Abb., 1 fb. Faltplan 24 x 17 cm. (Spudasmata 116) Pp EUR 78,00 ISBN: 978-3-487-13510-6 Olms
Das Orakelheiligtum Dodona liegt im Nordwesten Griechenlands in einer relativ abgelegenen Region. Noch heute lassen seine Überreste die einstige Zauberwirkung der Kultstätte erahnen. Trotz seiner Bedeutung hat das Heiligtum von Dodona in der Forschung bislang nur vergleichsweise geringe Beachtung gefunden. Umso mehr fordern die materiellen Hinterlassenschaften und zahlreichen Schriftquellen - gerade im Vergleich zu Delphi und Olympia - zu einer intensiven Auseinandersetzung heraus. Zeugnisse der antiken Literatur belegen für den Ort seit dem 8. Jahrhundert v. Chr. ein Zeusorakel mit Eiche. Doch wann begannen Kultaktivitäten, die sich archäologisch nachweisen lassen, und wie sahen diese aus? Auch die ungewöhnlich späte Errichtung und besondere Gestalt der Kultgebäude geben Rätsel auf.
Die Autorin erfasst und systematisiert die bisher ergrabenen Funde und Befunde sowie die literarischen und epigraphischen Zeugnisse und interpretiert diese religions- und architekturgeschichtlich. Die die traditionellen Fachgrenzen von Archäologie, Altphilologie und Epigraphik überschreitende Studie führt die Dodona-Forschung aus ihrem Schattendasein heraus und integriert sie in die moderne Funktionsanalyse von Heiligtümern und in die historische Religionsforschung.
The oracular shrine of Dodona lies in a relatively remote region of north-western Greece. Even today it is possible to sense vestiges of the site’s former magic. In spite of its significance, the shrine at Dodona has received comparatively little attention from researchers in the past. Thus the material remains and the numerous written sources - in contrast to Delphi and Olympia - are all the more deserving of intensive study. Ancient literature provides evidence that there was an oracle of Zeus with an oak tree at the site from the 8th century B.C. But when did the cult activities attested by the archaeology begin, and what did they look like? The unusually late construction and the particular form of the cult buildings are also mysterious. The author lists and classifies the finds and discoveries so far as well as the literary and epigraphic evidence, and interprets these in terms of religious and architectural history. Cutting across the traditional disciplines of archaeology, classical philology and epigraphy, this study brings research on Dodona out of the shadows and integrates it into the modern functional analysis of shrines in the study of historical religion.
Tylor, Edward B: Die Anfänge der Cultur. Untersuchungen über die Entwicklung der Mythologie, Philosophie, Religion, Kunst und Sitte. 2 Bde/Tle. (Nachdr. d. Ausg. Leipzig 1873) 2005. XVIII, 966 S. 21 x 14,8 cm. (Bewahrte Kultur ) Ln EUR 136,00 ISBN: 3-487-12095-X Olms
Als Begründer der modernen Anthropologie und Ethnologie leistete Edward B. Tylor (1832-1917) wesentliche Beiträge zum Verständnis primitiver Völker. Er begriff Kultur als komplexes System, das "Kenntnisse, Glaubensvorstellungen, Künste, Sitte, Recht, Gewohnheiten und jede andere Art von Fähigkeiten und Dauerbetätigung umfaßt, die der Mensch als Mitglied der Gesellschaft erwirbt". Tylor vertrat die Überzeugung, daß sich unterschiedliche Kulturen über vergleichbare Entwicklungsstufen zu zivilisierten Gesellschaften entwickeln. Seine animistischen Theorien zur Entstehung des Glaubens an körperunabhängige Geisterwesen waren einflußreich.
In Deutschland war Tylor durch die Übersetzung seines Werkes "A history of mankind" bereits bekannt. Das vorliegende Buch übte nachhaltige Wirkung auf die sich institutionell neu formierende Völkerkunde aus.
As the founder of modern anthropology and ethnology Edward B. Tylor (1832-1917) made a significant contribution to our understanding of primitive peoples. He understood culture as a complex system which ‘embraces knowledge, beliefs, customs, laws, manners and every kind of ability and lasting activity which man acquires as a member of society.’ Tylor was a firm proponent of the view that different cultures develop through comparable stages into civilised societies. His animistic theories regarding the origin of belief in spirits independent of the body were influential.
In Germany Tylor was wellknown through the translation of his A History of Mankind. This book had a lasting influence on anthropology in its early development as an institutional discipline.
Herrliberger, David: Zürcherische Ausruff-Bilder. (Nachdr. d. Ausgabe Zürich 1748) 2007. 110 S., 54 Taf. 12 x 18 cm. (Helvetica Rara ) Olms, G Gb EUR 44,00 ISBN: 978-3-487-13427-7 Olms
Um die Mitte des 18. Jahrhunderts befand sich der berühmte Zürcher Kupferstecher David Herrliberger (1697-1777) auf dem Höhepunkt seines Schaffens und legte einige seiner wichtigsten Werke vor. Zu ihnen zählten die „Zürcherischen Ausruff-Bilder“, die sehr schnell mehrere Auflagen erlebten.
Mit der feinfühligen Darstellung von Strassenhändlern, die ihre Waren anpreisen, stand Herrliberger in einer langen Traditionslinie: Seit dem 16. Jahrhundert waren in jeder grösseren Stadt solche Druckgraphiken entstanden. Durch die meisterhafte Detailtreue seiner handkolorierten Arbeiten, die zu Herrlibergers heitersten Werken gehören, übertraf dieser seine Vorgänger jedoch bei weitem. Sie bilden den einzigen schweizerischen Beitrag zu dieser Graphikgattung. Auch für die Mundartforschung sind Herrlibergers Bücher von besonderer Bedeutung, da über dem hochdeutschen Vers, der die zum Verkauf stehenden Waren kommentiert, der eigentliche Ausruf in Mundart festgehalten ist. Auf diese Weise verstärkt Herrliberger die Authentizität seiner Figuren und verleiht seinen Werken den Status einer wissenschaftlichen Quelle, die der Volkskunde auch heute wertvolle Informationen liefert
Romero-Tejedor, Felicidad: Der denkende Designer. Von der Ästhetik zur Kognition -ein Paradigmenwechsel. 2007. 205 S., Abb. EUR 19,80 ISBN: 978-3-487-13386-7 Olms
Viele Menschen erleben den Umgang mit den täglichen (nicht nur maschinellen) Dingen des Alltags als überfordernde und dadurch belastende Situation. Handy, Computer, Kamera oder gar Waschmaschine verfügen über ein Konfusion und Ratlosigkeit stiftendes Angebot von Bedienungs- und Programmiermöglichkeiten.
Nicht selten ist das Design daran schuld - ein Design, das sich an einer (letztlich beliebigen) Ästhetik orientiert, sich aber der Verantwortung gegenüber den Benutzern und damit der Gesellschaft entzieht.
Dieses Buch ist ein leidenschaftliches Plädoyer für einen neuen Typ des Designers: den denkenden Designer, der genau diese Verantwortung gegenüber dem Benutzer ernst nimmt, der die Kognition und die Pragmatik ins Zentrum rückt, der vernetzt und kontextuell denkt, der eine „produktive Semantik“ schafft - anstelle einer bloßen Produktsemantik wie im Design der 1980er Jahre - und die Dinge dadurch benutzerfreundlich, schlicht „handhabbar“ macht.
Mehr noch: Der denkende Designer entwirft keine vereinzelten Artefakte im System, sondern ist bestrebt, das System selbst zu verändern, es im Sinne der Benutzer zu verbessern.
In diesem Zusammenhang wird auch die Frage erörtert, inwieweit eine neu zu schaffende Designwissenschaft dazu beitragen kann, den denkenden Designer heranzubilden und zu unterstützen. Gelingt dies, ist das Design im 21. Jahrhundert „angekommen“.
Das Buch richtet sich an Designer, Designstudenten, Designdozenten und an alle, die sich für ihre berufliche Zukunft besser rüsten wollen.
For many people the experience of dealing with everyday objects (not only mechanical ones) is a demanding and exhausting one. Mobile phones, computers, cameras or even washing machines offer a confusing and bewildering array of programmes and possibilities.
Design is not infrequently to blame - design which is oriented towards (any old) aesthetic ideas but which avoids any responsibility to the user and thus to society.
This book is a passionate call for a new type of designer, the thinking designer, who takes this very responsibility to the user seriously, who places cognition and pragmatism at the centre of a concept, whose thinking is “joined up” and contextual, who creates a “productive semantics” - instead of a simple “product semantics” as in 1980s design - and who thus makes things more user-friendly, in short, “operatable”.
Further: the thinking designer does not design individual artefacts within a system but seeks to change the system itself, to make it better for the user.
This context also gives rise to the question of how far the development of a new science of design would help to train and support the thinking designer.
If this can be done, 21st century design will have “arrived”. The book is aimed at designers, at students and teachers of design, and at anyone who wants to be better prepared for the professional future.
Senti-Schmidlin, Verena: Rhythmus und Tanz in der Malerei. Zur Bewegungsästhetik im Werk von Ferdinand Hodler undLudwig von Hofmann. 2007. VIII, 302 S., 115 sw. u. 34 fb. Abb. 24,00 x 17,00 cm. (Stud. z. Kunstgesch.170) Pb EUR 58,00 ISBN: 978-3-487-13405-5 Olms
Die vorliegende Studie untersucht das interdisziplinäre Verhältnis zwischen Kunst und Tanz am Beispiel des künstlerischen Schaffens von Ferdinand Hodler (1853-1918) und Ludwig von Hofmann (1861-1945). Die in der gleichen Zeit wirkenden, in der Bildsprache jedoch differierenden Künstler sind auf ähnliche Weise mit den Tanzerneuerungen ihrer Epoche in Berührung gekommen. Ferdinand Hodler, seit 1872 in Genf, pflegte mit dem Musiker und Begründer der Rhythmischen Gymnastik Emile Jaques-Dalcroze freundschaftliche Kontakte. Ludwig von Hofmann, in Berlin, Weimar und Dresden tätig, lernte bedeutende Protagonistinnen des modernen Bühnentanzes wie Isadora Duncan, Ruth St. Denis und Gret Palucca kennen. Obwohl unabhängig und eigenständig in ihrer Arbeit, decken Ferdinand Hodler und Ludwig von Hofmann Aspekte auf, die eine enge Verflechtung von Bildsprache und Körpersprache offen legen. Die Untersuchung hat zum Ziel, diese Verbindungen exemplarisch zu erfassen, die in früheren Studien der Autorin aufgegriffene Fragestellung der fachübergreifenden Beziehung zwischen Kunst und Tanz zu vertiefen sowie in produktions- und rezeptionsästhetischer Hinsicht zu analysieren.
This study examines the interdisciplinary relationship between art and dance, based on the artistic work of Ferdinand Hodler (1853-1918) and Ludwig von Hofmann (1861-1945). These two artists, contemporaries with very different visual languages, had similar encounters with the attempts at renewal in dance during their era. Ferdinand Hodler, who lived in Geneva from 1872, was in friendly contact with the musician and founder of rhythmic gymnastics Emile-Jacques Dalcroze. Ludwig von Hoffmann, working in Berlin, Weimar and Dresden, became acquainted with important proponents of modern stage dance such as Isadora Duncan, Ruth St Denis and Gret Palucca.
Although independent in their work, both Hodler and von Hoffmann reveal aspects of the close interrelationship between the language of images and the language of the body. This study seeks to illuminate these connections with examples, to look more deeply into the question of the interdisciplinary relationship between art and dance investigated by the author in earlier studies, and to analyse this in terms of the aesthetics of production and reception.
Gerken, Rosemarie: La Toilette - Die Inszenierung eines Raumes im 18. Jahrhundert in Frankreich. Eine kulturhistorische Untersuchung.Vorw. v. Eggs, Ekkehard. 2007. 283 S., 53 sw. u. 7 fb. Abb. 21 x 17 cm. Olms, G, Hildesheim 2007. Pb EUR 48,00 ISBN: 978-3-487-13304-1 Olms
Ausgehend von Darstellungen der toilette in Bildern, Gravüren und Objekten der angewandten Kunst vom Ausgang des 17.Jahrhunderts bis ins späte 18. Jahrhundert verfolgt die Verfasserin den metonymisch fortschreitenden Bedeutungswandel von latoilette - ursprünglich ein kleines Tuch auf einem Tischchen im Schlafzimmer, auf dem die zur morgendlichen...
Based on depictions of the toilette in pictures, engravings and practical objects from the end of the 17th to the late 18th centuries, the author traces the metonymic progress of the change in meaning of la toilette - originally a small cloth on a side-table in the bedroom on which was laid out the necessary equipment for a high-ranking lady’s morning preparations - to embrace the ritual and the participants involved in those preparations and eventually to designate a separate space in the second half of the 18th century. The “physically and socially filled space” brought into being by la toilette was emptied of its social charge by the revolution, closing the doors on its public face and returning once more to its original domestic privacy.
Elisabeth Hipp. Nicolas Poussin: Die Pest von Asdod. Studien zur Kunstgeschichte. Bd. 165. 2005. 516 S., 58 Abb., Gb. EUR 68,00 ISBN: 978-3-487-12991-4 Olms
"Elisabeth Hipp's exhaustive study of the 'Plague at Ashdod' is, despite its great length (more than 400 pages devoted to a single picture), an absorbing account (…) She has cast her net wide, and considers this simultaneously fascinating and disturbing painting from every conceivable point of view (…) Very little escapes her attention, whether drawn from the history of art, theater, seventeenth-century critical debates, religious history, or from the history of Poussin's own time." (Charles Dempsey, Renaissance Quarterly 60/2007) "(…) la lecture de E. Hipp croise plusieurs hypothèses, en y incorporant la pensée poussinienne de l'art, pour construire sa vision de l'oeuvre comme une 'image votive de la peste' (Pestbild) pour un savant (…). (L)es recherches et les analyses (…) enrichissent incontestablement la compréhension du milieu dans lequel vivait et travaillait Poussin." (Milovan Stanic, Revue de l'art 154/2006-4) Nicolas Poussins Gemälde „Die Pest von Asdod“ entstand 1630-1631 in Rom und vergegenwärtigt das Thema einer biblischen Seuche in besonders eindrücklicher Weise. Es kann als exemplarische bildliche Darstellung eines „schrecklichen“ Ereignisses gelten. Die vorliegende Arbeit untersucht Sinngehalt, Wirkungsintention und Wirkungsgeschichte des Bildes. Ikonographische, formgeschichtliche, kunsttheoretische und medizin- sowie sozialgeschichtliche Aspekte werden dabei ebenso wie theologische und bibelexegetische Zusammenhänge ausgelotet. Vor dem Hintergrund der Pestepidemie, die Rom um 1630 bedrohte, gewinnt die Vermutung an Plausibilität, daß es sich bei dem Gemälde um ein spezifisches „Pestbild für einen Gelehrten“ handeln sollte. Gemeinhin wird angenommen, das Bild sei ohne Auftrag begonnen worden; in dieser Studie wird ein möglicher Adressat konkret vorgeschlagen. Die dem Gemälde zugeschriebene „kathartische“ Wirkung und seine moralischen Sinnebenen erhalten so einen historischen Brennpunkt. Die künstlerische Lösung, die Poussin für dieses Historienbild gefunden hat, verweist darüber hinaus auf den Problemhorizont späterer Werke des Malers. Deren strukturelle und ikonographische Komplexität ist bereits in der „Pest von Asdod“ angelegt. Nicolas Poussin’s ‘The Plague of Asdod’ was painted in 1630-1631 in Rome and portrays the theme of a biblical plague in a particularly impressive way. It can be seen as an exemplary visual presentation of a ‘terrible’ event. This study examines its meaning, its intended effect and its historical interpretation. The author sounds out aspects of iconography, formal history, art theory and medical and social history as well as theological and biblical contexts. The background of the plague epidemic which threatened Rome around 1630 lends credence to the idea that this was intended as a specific ‘plague picture for a scholar’. It is generally assumed that the picture was started without a commission; in this study a possible recipient is firmly identified. The ‘cathartic’ effect ascribed to the picture, and its layers of moral meaning thus gain a historical focus. The artistic solution which Poussin found for this narrative picture also foreshadows to the range of problems in the painter’s later works. Their structural and iconographical complexity is already anticipated in ‘The Plague of Asdod’.
Brakhahn, Nina: Formsammlung Walter und Thomas Dexel, Braunschweig - Glas. Bestandskatalog des Städtischen Museums Braunschweig. 2007. 704 S., 1480 sw. u. 64 fb. Abb. - 29,7 x 21 cm. G Kt EUR 68,00 ISBN: 3-487-13323-7 Olms
Im Jahre 1942 wurde die „Formsammlung der Stadt Braunschweig“ gegründet und deren Leitung Walter Dexel übertragen. Aufgabe der einsetzenden Sammlungstätigkeit war es, tatsächlich verwendetes bürgerliches und bäuerliches historisches Gebrauchsgerät sowie Industrieformen zum Studium von Entwicklung und Problematik der Gefäßformen zusammenzutragen. 1955 wurde die Leitung der Formsammlung Thomas Dexel übertragen: Er erweiterte die Sammlung seines Vaters insbesondere um Gefäßformen des zeitgenössischen Designs, der Antike und außereuropäischen Kulturen. Heute umfasst die Formsammlung ca. 5.500 Einzelobjekte und weist dank der Sammlungsschwerpunkte einen Charakter der Einmaligkeit auf.
In dem vorliegenden Band wird der Bestand der Glasobjekte geschlossen und vollständig vorgestellt. Die Sammlung ist hier bei den historischen Gläsern in Gefäßgruppen wie Becher, Kelchgläser sowie Flaschen und bei den zeitgenössischen Industrieobjekten nach Glashütten sortiert.
Präsentiert werden römische und islamische Gläser, mittelalterliches Waldglas und eine Vielfalt von Gebrauchsgläsern bis zum Ende des 19. Jahrhunderts. Des Weiteren finden sich Gläser von angesehenen deutschen, skandinavischen und italienischen Glashütten - so u.a. J. & R. Lobmeyr, Peill & Putzler, Schott Zwiesel, Wiesenthalhütte, WMF, Iittala, Orrefors, Holmegaards und Venini nach Entwürfen von Wilhelm Wagenfeld, Heinrich Löffelhardt, Tapio Wirkkala, Paolo Venini und anderen.

The ‘Form Collection of the City of Braunschweig’ was founded in 1942 and Walter Dexel was made responsible for its management. The task of the new institution was to collect utensils actually used in both urban and rural households as well as industrial forms to further the study of the development and problems of container forms. In 1955 the management of the collection passed to Thomas Dexel who broadened his father’s collection with a particular emphasis on contemporary design and on containers from the ancient world and non-European cultures. Today the collection contains some 5,500 items, and its specific focus gives it a unique character.
This volume provides a comprehensive listing of the glass containers in the collection. The collection of ancient glasses is arranged by groups of containers such as beakers, goblets and bottles, whereas contemporary industrial objects are arranged by glassworks.
The catalogue includes roman and islamic glasses, mediaeval forest glass and a variety of functional glasses until the end of the 19th century. Furthermore there are to be found glasses by reputable german, scandinavian and italian glassworks - amongst others J. & R. Lobmeyr, Peill & Putzler, Schott Zwiesel, Wiesenthalhütte, WMF, Iittala, Orrefors, Holmegaards und Venini designed by Wilhelm Wagenfeld, Heinrich Löffelhardt, Tapio Wirkkala, Paolo Venini and others.
Interkulturelle Kommunikation in der europäischen Druckgraphik im 18. und 19. Jahrhundert /The European print and cultural transfer in the 18th and 19th centuries /Gravure et communication interculturelle en Europe aux 18e et 19e siècles. Hrsg. Kaenel, Philippe /Reichardt, Rolf. 2007. XII, 850 S., 238 Abb. 24 x 17 cm. Pp EUR 59,00 ISBN: 978-3-487-13001-9 Olms
Der systematisch angelegte Band erschließt eine internationale Bildkultur unterhalb der „Hochkunst“, die bisher bei Fach- und Kunsthistorikern wenig Beachtung gefunden hat. Von Portrait- und Modestichen über politische Allegorien und Karikaturen bis hin zu geographischen Karten und populären Bilderbögen werden praktisch alle druckgraphischen Bildgattungen der „Schwellenzeit“ (Reinhart Koselleck) exemplarisch auf ihre eigenen Produktions- und Rezeptionsbedingungen, ihre Erinnerungspotentiale und ihre europäische Vernetzung untersucht. Zu einer im Entstehen begriffenen interdisziplinären Historischen Bildwissenschaft leistet der Band einen grundlegenden Beitrag.

The present volume offers a systematic survey of a relatively neglected aspect of international print culture - the area of graphic art situated between “high art” and popular broadsheets. From portrait engravings and “fashion plates” of past eras through political allegories, geographical maps, to caricature, the essays collected here traverse a panorama of the graphic arts in the age of the “cult of images” (Baudelaire), exploring the conditions of production and reception, the “globalized” communicative potential of such graphic media and their preservation and evocation of political memory during the crucial period of transition between the Ancien Regime and modernity. The volume makes a major contribution to the foundation of an interdisciplinary history of the pictorial arts.
Kehrbaum, Annegret: Die Nabis und die Beuroner Kunst. Jan /Willibrord Verkades Aichhaldener Wandgemälde (1906) und die Rezeption der Beuroner Kunst durch die Gauguin-Nachfolger. 2006. 776 S., 227 sw. u. 8 fb. Abb. 24 x 17 cm. (Stud. z. Kunstgesch. 168) Pb EUR 98,00 ISBN: 978-3-487-13056-9 Olms
Obwohl Adolf Bastian der Begründer der Ethnologie in Deutschland ist, war er lange Zeit in Vergessenheit geraten. Im Zuge eines verstärkten Interesses an der Wissenschaftsgeschichte des 19. Jahrhunderts und den Anfängen der Disziplin sind in den letzten Jahren mehrere Betrachtungen zum Bastian´schen Werk entstanden. Diese von Bastian als „Wissenschaft vom Menschen“ verstandene neue Disziplin war in seinen Fragestellungen und Herangehensweisen ausgesprochen modern. So definierte Bastian die Ethnologie erstmals als eine Wissenschaft, die kulturelle Zeugnisse unabhängig von der physischen Anthropologie betrachtet. Bastian suchte nach Erklärungsmodellen für Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Kulturen, welche die übliche Unterscheidung zwischen „primitiv“ und „zivilisiert“ ad absurdum führte. Die Gesellschaft als Organismus verstehend wandte er naturwissenschaftliche Modelle an, um die „Gesetze [ihrer] organischen Entwicklung“ zu erkennen.
Ein Re-Print des Werkes von Adolf Bastian, das ca. 70 Monographien, fast 300 Zeitschriftenartikel und ebenso viele Buchrezensionen umfaßt, kann sinnvollerweise nur in einer Auswahl erfolgen. Wichtige theoretische Werke, Reiseberichte, ausgewählte Zeitschriftenartikel zu virulenten Themen seiner Zeit (Evolution, Kolonialpolitik, ethnologischen Feldforschung u.a.) ermöglichen die Wurzeln eines Faches Ethnologie wieder zu entdecken.
Although Adolf Bastian was the founder of ethnology in Germany, he was for many years a forgotten figure. As a result of growing interest in the history of 19th-century scholarship and in the origins of the discipline, several studies of Bastian’s work have appeared in recent years.
The discipline which Bastian conceived as “the science of man” was decidedly modern in its questions and methods. For example, Bastian was the first to define ethnology as a science which studies cultural evidence as distinct from physical anthropology. Bastian sought models for the explanation of similarities and differences between cultures which reduced the familiar differentiation between “primitive” and “civilised” ad absurdum. Understanding society as an organism, he used models from nature to enable recognition of the “laws of [its] organic development”.
To reprint the work of Adolf Bastian, which comprises some 70 monographs, almost 300 journal articles and as many book reviews, a selective approach is the only sensible one. Important theoretical works, travel writing, selected journal articles on the virulent themes of the day (evolution, colonial policy, ethnological fieldwork etc) allow us to rediscover the roots of ethnology as a discipline.
Bardt, Juliane: Kunst aus Papier. Zur Ikonographie eines plastischen Werkmaterials der zeitgenössischen Kunst. 2006. 207 S., 48 Abb. 24 x 17 cm. (Stud. z. Kunstgesch. 169) Pb EUR 39,80 ISBN: 3-487-13093-9 Olms
Dieses Handbuch bietet erstmals einen wissenschaftlichen Überblick zur zeitgenössischen Papierkunst. Im Mittelpunkt stehen dabei keine Kunstwerke auf Papier wie Druckgraphik oder Zeichnung, sondern plastische Werke aus Papier.
Seit Mitte des 20. Jahrhunderts bearbeiten europäische und nordamerikanische Künstler den vergänglichen Werkstoff Papier, der bis dahin nicht als „kunstwürdig“ erachtet wurde. Im Spiegel der Kulturgeschichte des Papiers werden in diesem Buch die ausgewählten Kunstwerke danach befragt, inwieweit das Material Bedeutungsträger ist. Schöpfen, Formen, Schneiden, Prägen, Falten, Ersetzen, Experimentieren, Zerstören: Jedes Kapitel erläutert eine andere Bearbeitungstechnik, von ihrer Verwendungsweise im Alltag bis hin zu detaillierten Analysen beispielhafter Kunstwerke von Robert Rauschenberg, David Hockney, Andreas von Weizsäcker, Jan Schoonhoven, Leo Erb, Günther Uecker, Henri Matisse, Felix Droese, Lore Bert und Oskar Holweck.
Die vorliegende Studie wurde im Jahr 2005 mit dem Förderpreis der Benvenuto Cellini-Gesellschaft für die beste kunstgeschichtliche Dissertation der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt a.M. ausgezeichnet.
This work is the first to offer a scholarly overview of contemporary paper art. It is concerned not with works on paper such as prints and drawings, but with sculptural works made from paper. Since the mid twentieth century European and North American artists have been working in the ephemeral medium of paper, previously considered ‘unfit for art’. In the context of the cultural history of paper, the book investigates the extent to which the material itself carries meaning. Making, forming, cutting, stamping, folding, substituting, experimenting, destroying: each chapter illustrates a different way if working, from everyday applications to the detailed analysis of selected works by Robert Rauschenberg, David Hockney, Andreas von Weizsäcker, Jan Schoonhoven, Leo Erb, Günther Uecker, Henri Matisse, Felix Droese, Lore Bert and Oskar Holweck.
In 2005 this study was awarded the Benvenuto Cellini Society’s prize for the best dissertation in art history at the Johann Wolfgang Goethe University in Frankfurt am Main.
Katerndahl, Jörg: Bildnerei von Schizophrenen. Zur Problematik der Beziehungssetzung von Psyche und Kunst im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts. 2006. 288 S., 44 u. 16 fb. Abb. 21 x 14,8 cm. (Stud. z. Kunstgesch. 167) Pb EUR 37,80 ISBN: 3-487-13054-8 Olms
Bildwerke von psychisch Kranken haben seit dem Ende des neunzehnten Jahrhunderts in der medizinischen und kunsiwissenschaftlichen Literatur vielfältige Beachtung gefunden. Das psychiatrische Interesse an Bildern — insbesondere von Schizophrenen — war dabei vorwiegend auf differentialdiagnostische Fragestellungen gerichtet: Anhand bestimmter »Gestaltungsmerkmale« der Bilder wurde versucht den jeweiligen Krankheitsverlauf nachzuweisen. In der Kunstgeschichte ist der Vergleich mit scheinbar typisch schizophrenen Bildwerken in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg häufig zu einem Instrument der Diffamierung geworden. Im Nationalsozialismus wurde die Gegenüberstellung von »gesunder« und »kranker« Kunstproduktion schließlich ideologisch funktionalisiert.
Der in der vorliegenden Arbeit verfolgte rezeptionsgeschichtliche Ansatz liefert Belege für die These, dass eine allgemeine Theorie der »Bildnerei von Schizophrenen« nur als Konstrukt in der Auswahl einzelner Werke durch den Betrachter existiert. Als bildnerisch Tätiger ist auch der Schizophrene ein Gesunder, seine künstlerischen Arbeiten sind Resultate einer bewussten Gestaltungstätigkeit. Im Zentrum der Untersuchung stehen die prägenden Schriften von Fritz Mohr, Walter Morgenthaler und Hans Prinzhorn sowie die frühen Rezeptionen der Werke von Conrad Felixmüller, Vincent van Gogh, August Strindberg, Richard Huelsenbeck und Karl Junker.
Steinemann, Holger: Eine Bildtheorie zwischen Repräsentation und Wirkung. Kardinal Gabriele Paleottis "Discorso intorno alle imagini sacre e profane" (1582). 2006. 520 S., 39 sw. Abb. 21 x 14 cm. (Stud. z. Kunstgesch. 164) Pb EUR 48,00 ISBN: 3-487-12942-6 Olms
Wie wirken Bilder auf den Betrachter? Wo haben die inneren Bilder ihren Ort? Welches ist der angemessene Umgang mit Bildern? Fragen wie diese werden in aktuellen rnedientheoretischen Diskursen unter Schlagworten wie "die Bilderflut des digitalen Zeitalters" oder "die Macht der Bilder" behandelt. Dabei gerät in Vergessenheit, dass schon in der Frühen Neuzeit im Zuge der konfessionellen Auseinandersetzungen das Bild als wirkungsmächtiges Kommunikationsmittel zunehmend ins Blickfeld rückte.
Es war der Bologneser Kardinal Gabriele Paletti (1522 – 1597), der in seinem 'Discorso intorno alle imagini sacre e profane' von 1582 die mediale Umbruchsituation seiner Epoche aufs eingehendste reflektierte. Auf der Grundlage eines an naturwissenschaftlichen Maßstäben ausgerichteten Nachahmungsbegriffs und der dezidierten Analyse unterschiedlicher Rezipientenschichten entwickelte Paleotti sein Modell der bildlichen Wirkungsfunktionen. Dabei gelangte er zu neuartigen und wegweisenden Einsichten, deren Rezeption bis in die jüngste Gegenwart hinein von einseitigen Ausdeutungen gekennzeichnet ist.
In der vorliegenden Studie wird Paleottis bedeutendes, theologisch motiviertes Bildtraktat zum ersten Mal in seiner Gesamtheit kunsthistorisch interpretiert und unter dem Aspekt neuzeitlicher Bildrezeption fruchtbar gemacht.
Bertling Biaggini, Claudia: Lorenzo Lotto: Pictor Celeberimus. Ein Leben zwischen mystischer Glaubensauffassung und künstlerischer Erneuerungskraft. 2005. 246 S., 68 Abb. 21 x 15 cm. Pb EUR 49,80 ISBN: 3-487-13003-3 Olms
Lorenzo Lotto (1480-1556 oder 1557), einer der bedeutendsten venezianischen Künstler, hat für die Entwicklung der italienischen Moderne einen großen Beitrag geleistet. Das Gesamtwerk Lottos weist einen umfangreichen Bestand auf. Venedig, Treviso, die Marken, Rom und Bergamo zählen zu den Etappen seiner künstlerischen wie persönlichen Selbstfindung. Viele Fragen um das Leben des protobarocken Künstlers blieben bis heute unbeantwortet. Was genau war der Grund für seinen Aufenthalt in Rom? Welche Werke schuf er ein den vatikanischen Stanzen? Welche Bedeutung hat die Auseinandersetzung mit mystischen und hermetischen Schriften im Werk Lottos? Drei Aspekte werden von der Autorin vertieft: Lottos Religiosität, Lottos Porträtkunst und Lotto als Protobarockkünstler.
Lorenzo Lotto (1480-1556 or 1557), one of the most important Venetian artists, made a major contribution to the development of modern Italian art. Lotto’s work as a whole demonstrates a wide range. Venice, Treviso, the Marche region, Rome and Bergamo were all stages on his journey of artistic and personal self-discovery. Many questions about the life of this proto-baroque artist remain unanswered. What were the exact reasons for his stay in Rome? Which works did he create for the Vatican stanze? What is the significance of the interaction with mystic and hermetic writings in Lotto’s work? The author focuses on three aspects: Lotto’s religion, Lotto’s portrait art and Lotto as a proto-baroque artist.
Scheid, Torsten: Fotografie als Metapher. Zur Konzeption des Fotografischen im Film. Ein intermedialer Beitrag zur kulturellen Biografie der Fotografie. 2005. 264 S., 10 Abb. 22 x 15 cm. (Medien u. Theater, NF 4) Pb EUR 24,80 ISBN: 3-487-12907-8 Olms
Die Fotografie wird nicht nur in der Chemie der Fotolabore entwickelt. In Romanen, Liedern, vor allem aber in Filmen tritt sie tagtäglich vor unsere Augen: Kinoklassiker wie Blow up, Under fire oder Blade Runner haben maßgeblich an der kulturellen Biografie der Fotografie mitgeschrieben.
Die vorliegende Publikation nimmt die filmische Darstellung der Fotografie als Diskurs über Fotografie ernst. Im intermedialen Horizont des Spielfilms schließt sie heterogene Felder der Fotografie diskursgeschichtlich aneinander an und analysiert jene „Leitfossilien“, die vor dem Jahrtausendwechsel in den filmischen Metaphern sedimentieren. Was in der Begegnung mit dem fotografierenden Alltagsphilosophen in Paul Austers Smoke oder mit der an Nan Goldin angelehnten Künstlerin in High Art zutage tritt, ist das im aktuellen Verdrängungswettbewerb der (digitalen) Bildmedien gewandelte Image der Fotografie.
„Diese Studie glänzt aufgrund der starken interpretatorischen Gaben des Verfassers, der jeden der von ihm gedeuteten Filme auf verblüffende Weise in ein ganz neues Licht rückt.“ Hanns-Josef Ortheil
Photography is not only developed in the chemicals of the photographic laboratory. It confronts us every day in novels, songs and above all in films: classic Blow up, Under Fire or Blade Runner have written significant chapters in the cultural biography of photography.
This publication takes a serious approach to the cinematic portrayal of photography as a discourse about photography. Against the intermedial background of film it links together heterogeneous aspects of photography and analyses the ‘fossilised’ motifs which solidify into cinematic metaphors before the turn of the millennium. What we can see in the encounters with the philosophising photographer in Paul Auster’s Smoke or with the Nan Goldin-like artist in High Art is the image of photography transformed in the cut-throat competition between (digital) image media.
‘The brilliance of this study is in the author’s powerful gift for interpretation; with astounding skill he offers a whole new perspective on the films he discusses.’ (Hanns-Josef Ortheil.)
"Das Anliegen des Autors besteht darin, die filmische Darstellung der Fotografie in ihren unterschiedlichsten Facetten als Diskurs über Fotografie Ernst zu nehmen (…) So zeigt die - wie ich finde - gelungene Analyse der einzelnen Filme, dass sich die jeweils aktuellen Fotodiskurse in die Filme eingeschrieben haben, genauso wie manche fotografische Metaphern auf die Theorie der Fotografie abgefärbt haben." (Barbara Struif, MEDIENwissenschaft 4/2006)
Szenische Orte. Mediale Räume. Hrsg. v. Roesner, David /Wartemann, Geesche /Wortmann, Volker. 2005. 280 S., 28 Abb. 22 x 15 cm. (Medien u. Theater, NF 1) Pb EUR 24,80 ISBN: 3-487-12799-7 Olms
„Szenische Orte - Mediale Räume“ versammelt die Beiträge einer gleichnamigen Vorlesungsreihe am Institut für Medien und Theater der Stiftung Universität Hildesheim. In einem thematisch breit gefächerten Spektrum werden die vielfältigen Funktionen und Bedeutungsmuster des Raumes an so unterschiedlichen medialen Settings wie Text, Bild, Film, Theater, Tanz und Musik untersucht.
Gemeinsam ist den Beiträgen der genaue analytische Blick auf den ästhetischen Gegenstand: Von Peter Stein bis Forced Entertainment, von STAR WARS bis DOGVILLE, von der black box bis zum white cube, vom Kindertheater bis zum Fußballstadion reicht die Bandbreite der Sondierungen und eröffnet dabei eine transhistorische und transdisziplinäre Diskussion zu zentralen Konstituenten der szenischen Künste: Raum und Ort.
INHALT: JAN BERG, Mediale Räume in der Diskursgeschichte • HAJO KURZENBERGER, Das Fußballstadion als (intermedialer) Ereignisraum • HARTWIN GROMES, Anmerkungen zur Raumästhetik der „Schaubühne am Halleschen Ufer“ • MIEKE MATZKE, Strategien des zeitgenössischen „Site Specific Theatre“ • GEESCHE WARTEMANN, Interaktionsraum Kindertheater • JENS ROSELT, Medialität im Theater am Beispiel von Frank Castorfs Dostojewski-Inszenierungen • DAVID ROESNER, Musikalische Spiel-Räume • GERALD SIEGMUND, Der Raum des Körpers im zeitgenössischen Tanz • VOLKER WORTMANN, Bild und Raum • JÖRG METELMANN, Intermedialität und Raum (Lars von Trier) • MATHIAS MERTENS, Persönlichkeitsarchitekturen in Computerspielen und anderem Medienalltag • HANS-OTTO HÜGEL, Der Ausstellungsraum als populärer Ort • ACHIM STRICKER, In-Szenierung und Installation (Heiner Müller, Werner Schwab, Rainald Goetz)
Collected in this volume are papers from a lecture series of the same title held at the Institute for Media and Theatre at the University of Hildesheim. The multiple functions and meanings of space in media as varied as text, image, film, theatre, dance and music are examined across a wide thematic spectrum. The different contributions have a common focus on the aesthetic subject: topics investigated range from Peter Stein to forced entertainment, from Star Wars to Dogville from the black box to the white cube, from children’s theatre to football grounds, opening a transhistorical and transdisciplinary discussion about the central components of scenic art: space and place.
Schrader, Monika: Laokoon "eine vollkomene Regel der Kunst". Ästhetische Theorien der Heuristik in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Winckelmann, (Mendelssohn), Lessing, Herder, Schiller, Goethe. 2005. 194 S. (Europaea Memoria. 1 42) Pb EUR 29,80 ISBN: 3-487-12909-4 Olms
In seiner Schrift „Gedanken über die Nachahmung der griechischen Werke in der Malerei und Bildhauerkunst“ 1755 kennzeichnet Winckelmann die antike Laokoon-Plastik als „des Polyklets Regel; eine vollkommene Regel der Kunst“. Diese Deutung löst seit Lessings Schrift „Laokoon: oder über die Grenzen der Malerei und Poesie“ 1766 eine Kontroverse über ästhetische Begründungen der Künste aus. Die Reflexion auf die Laokoon-Skulptur spiegelt paradigmatisch Tendenzen ästhetischer Theoriebildung in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Die skizzierten Theorien der Laokoon-Diskussion – Winckelmann, Lessing, Herder, Schiller, Goethe – dokumentieren unterschiedliche Modelle der Deutung einer „vollkommenen Regel der Kunst“. Seit Winckelmann steht die ästhetische Diskussion um Regeln der Kunst im Zusammenhang mit dem Begriff des Pathos und ist damit jeweils fundiert in Theorien des Zusammenhangs von Anthropologie und Ästhetik. Die vorliegende Untersuchung zielt darauf, die am Beispiel der Laokoon-Diskussion gegebene Entwicklung der Theorien künstlerischer Heuristik nachzuzeichnen und Veränderungen kunsttheoretischer Parameter zu verdeutlichen. In den Veränderungen der Deutungsverfahren des einzelnen Kunstwerks zeigt sich bei den genannten Autoren der Wandel der problemgeschichtlichen Bestimmungen des Ästhetischen im Spannungsfeld von Anthropologie, Ethik, Erkenntnistheorie, Stil- und Gattungstheorie. In his 1755 work Gedanken über die Nachahmung der griechischen Werke in der Malerei und Bildhauerkunst
(Thoughts on the Imitation of Greek Works in Painting) Winckelmann defines the ancient Laocoon sculpture as ‘the rule of Polyclitus: a perfect rule of art’. This interpretation has inspired controversy about the aesthetic foundations of the arts ever since the publication in 1766 of Lessing’s Laokoon: oder über die Grenzen der Malerei und Poesie (Laocoon, or, On the Boundaries of Painting and Poetry). Reflections on the Laocoon sculpture offer a paradigm for trends in aesthetic theorising in the second half of the 18th century. The theories set out in the discussion of the Laocoon – by Winckelmann, Lessing, Herder, Schiller, and Goethe – document differing models of a ‘perfect rule of art’. Since Winckelmann aesthetic discussion about the rules of art has been associated with the idea of pathos and is thus underpinned by theories of the relationship between anthropology and aesthetics. This study aims to trace the development of theories of heuristics in the arts based on the Laocoon discussion and to show how the parameters of art theory changed. In the changing process of interpretation of a single work of art by the authors mentioned we can see the changing definitons of aesthetics against the background of antroplolgy, ethics, and the theories of knowledge, style and genre.
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