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Olms - Georg Olms Verlag Ag

 
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Wilhelm Raabe. Das zeichnerische Werk. Hrsg. im Auftrag des Oberbürgermeisters der Stadt Braunschweig von Gabriele Henkel. Beitr.: Gerd Biegel, Ralf Georg Czapla, Gabriele Henkel, Florian Krobb, Justus Lange, Rolf Parr, Barbara Potthast und Eberhard Rohse. 2010. 424 S. 750 auch fb. Abb. Gb., EUR 39,80 ISBN: 978-3-487-14332-3 Olms
Der vorliegende Text- und Bildband präsentiert zum ersten Mal umfassend das zeichnerische Werk des Schriftstellers Wilhelm Raabe (1831-1910): Über 700 Zeichnungen und Aquarelle sowie sechs Ölgemälde, die in thematischer und chronologischer Ordnung jeweils mit einem Bildkommentar versehen sind. Das Werkverzeichnis wird kongenial ergänzt durch acht wissenschaftliche Beiträge, die sich u.a. mit Raabes zeichnerischen Anfängen, seinen bevorzugten Motiven und Themen sowie den Verbindungen zwischen Erzählwerk und bildkünstlerischem Schaffen befassen.
Wilhelm Raabe veröffentlichte nicht weniger als 68 Romane und Erzählungen und zählt bis heute zu den bekanntesten Autoren der deutschen Literatur des 19. Jahrhunderts. Dass er sein Leben lang auch gezeichnet hat, weiß dagegen nur die Fachwelt. Sein letztes Werk - kurz vor seinem Tod entstanden - war kein Roman und keine Erzählung, sondern eine Zeichnung. Der Schüler Raabe übte sich im Zeichnen nach Vorlagen, eine gründliche akademische Kunstausbildung hat er allerdings nie erhalten. Später entstanden seine Zeichnungen und Aquarelle als spontane „Augenblicksbilder“, nicht selten als Ausgleich zu seiner schriftstellerischen Arbeit oder auch, wie bei Schreibblockaden, als Kompensation. Zeichnerisches Œuvre und literarische Produktion korrelieren miteinander. Die zumeist kleinformatigen Blätter sind somit ein konstitutiver Teil seines Gesamtwerkes.

This volume of text and pictures offers the first comprehensive catalogue of drawings and paintings by the writer Wilhelm Raabe (1831-1910): over 700 drawings and watercolours and six oil-paintings are shown in chronological order, each picture with an accompanying commentary. The catalogue is complemented by eight scholarly essays which examine themes such as Raabe’s early drawings, his preferred themes and motifs and the connections between his written and graphic works. Wilhelm Raabe published no fewer than 68 novels and stories and is still one of the best-known German literary authors of the 19th century. In contrast, the fact that he drew and painted all his life is known only to experts. His last work - completed shortly before his death - was neither a novel nor a story but a drawing.
At school Raabe practised drawing by copying originals, but he received no formal academic training in art. His later drawings and watercolours were spontaneous ‘images of the moment’, not infrequently created as a complement to his written work or, during periods of writer’s block, as compensation for it. The graphic and literary compositions relate to each other, so that these mostly small-format images constitute a definitive part of his complete works.
Schnaase, Karl. Einleitung von Karge, Henrik. Niederländische Briefe. Mit einer Einleitung und einem detaillierten Themenverzeichnis Hrsg.: Henrik Karge. Historia Scientiarum . (Reprint-Edition der Ausgabe Stuttgart / Tübingen 1834) 539 S. 20 x 12 cm. Leinen. Olms Verlag, Hildesheim EUR 118,00 ISBN: 978-3-487-13434-5 Olms
Das Werk Karl Schnaases steht wie kein zweites für die Entfaltung der wissenschaftlichen Kunstgeschichte in den mittleren Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts: Der beruflich als Jurist wirkende Autor, der in seiner Jugend bei Hegel, Solger und Savigny studiert hatte, erschloss mit zahlreichen Aufsätzen sowie den acht Bänden seiner Geschichte der bildenden Künste (1843-1864) die neue Disziplin in ihrer universalen Breite und überwand die vorherrschende Stilgeschichte durch die intensive Einbeziehung der kulturellen Kontexte der Werke.
Bekannt wurde Schnaase bereits 1834 mit seinem Frühwerk Niederländische Briefe, das den Zeitgenossen als „Haupt- und Grundbuch“ (Karl Immermann) der jungen Kunstwissenschaft galt. Nach einer Reise durch Holland und Belgien im Revolutionsjahr 1830 schrieb Schnaase, der in Düsseldorf zu den wichtigsten Förderern der aufblühenden Malerschule zählte, eine Reihe fiktiver Briefe, die in erster Linie die Kunstdenkmäler beider Länder behandeln, zugleich jedoch profunde Überlegungen zur kulturellen Bedingtheit und zur geschichtlichen Entwicklung der Künste im allgemeinen enthalten. Die überragende Bedeutung des Buches besteht darin, dass zentrale Fragestellungen und Leitbegriffe der Kunsthistoriographie - beispielsweise der moderne architektonische Raumbegriff - hier erstmals klar umrissen wurden. Noch heute erweist sich Schnaases Frühwerk als ein in seiner unkonventionellen literarischen Gestalt höchst anregendes Buch, dessen gedankliche Tiefe von neuem entdeckt zu werden lohnt.
Bekannt wurde Schnaase mit seinem Frühwerk Niederländische Briefe (1834), das den Zeitgenossen als „Haupt- und Grundbuch“ (Karl Immermann) der jungen Kunstwissenschaft galt. Nach einer Reise durch Holland und Belgien schrieb Schnaase eine Reihe fiktiver Briefe, die weit mehr als die Kunstdenkmäler dieser zwei Länder behandeln. Zentrale Fragestellungen und Leit¬begriffe der Kunsthistoriografie, etwa die Konzeption des architektonischen Raums, wurden darin erstmals klar umrissen. Noch heute erweist sich Schnaases Frühwerk als ein in seiner unkonventionellen literarischen Gestalt höchst bedeutsames Buch.
Den weiten intellektuellen Horizont Schnaases dokumentieren seine kleineren Schriften, die hier erstmals in einer repräsentativen Auswahl vorgelegt werden. Sie haben maßgeblich dazu beigetragen, die wissenschaftlichen Grund-lagen der neuen Disziplin Kunstgeschichte auszuformen. Schnaase war als Förderer der Düsseldorfer Malerschule aber auch der Kunst seiner eigenen Zeit verpflichtet und widmete sich darüber hinaus vielfältigen Fragen des poli-tischen, religiösen und literarischen Lebens. Aufgrund ihrer Modernität nehmen die Schriften Schnaases innerhalb der Kunstliteratur des 19. Jahrhunderts eine herausragende Stellung ein. (gekürzt und bearbeitet durch Dr. Olms und Prof. Karge, Nov. 2007)
Karl Schnaase’s body of work represents like no other the development of art history as a discipline in the mid-nineteenth century. Many essays and the eight volumes of his Geschichte der bildenden Künste (1843-1864) described the new discipline in its universal breadth and helped to overcome the prevailing history of style through an intensive study of the cultural context of artworks.
Schnaase became famous for his early work Niederländische Briefe, seen by his contemporaries as a “funda-mental and major” work of the new study of art. The book’s outstanding significance lay in the fact that central issues and concepts of the historiography of art - for example the modern architectonic conception of space - were set out clearly for the first time.
Wolfgang Büchel. Schinkels sieben Einmaligkeiten. Essays zu Leben, Zeit, Werk. Reihe: STUDIEN ZUR KUNSTGESCHICHTE Band 183. 304 S. 41 Abb. Gb. Olms Verlag, Hildesheim 2010. EUR 48,00 ISBN: 978-3-487-14407-8 Olms
Wie kein anderer prägte Karl Friedrich Schinkel (1781-1841) entscheidend das gesamte Baugeschehen Preußens in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts durch seine eigenen Entwürfe wie auch als hoher Staatsbeamter. Schinkel war Architekt, Maler, Bühnenbildner sowie Theoretiker und zuletzt im Rang des Oberlandesbaudirektors tätig.
Jedes Œuvre enthält Einmaligkeiten als Ausdruck der individuellen Leistung seines Schöpfers. Auch Schinkels Schaffen weist derartige Besonderheiten auf, die seine Position in der Architekturgeschichte und die Rezeption seines Werkes maßgeblich beeinflussten. Sie stehen im Mittelpunkt der in diesem Band enthaltenen sieben Essays, die sich wechselseitig ergänzen und die Vielschichtigkeit der künstlerischen Arbeit Karl Friedrich Schinkels eindrucksvoll reflektieren. Inhalt: Einleitung • Das Schauspielhaus auf dem Gendarmenmarkt und die Selbstspiegelung • Schinkel, Goethe und die Königin der Nacht • Schinkels Architektonisches Lehrbuch oder Offenbarungen des Amorphen • Die Sammlung architektonischer Entwürfe - Paradigma selten genutzter Werkkategorie • Stilsynthese als Überwindung romantischer Architektur • Prävenire der Architektur - Schinkel als Zeichner und Maler • Schinkels biographische Misere

More than anyone else, Karl Friedrich Schinkel (1781-1841) shaped all aspects of Prussian architecture in the first half of the 19th century, both through his own designs and through his work as a senior civil servant. Schinkel was an architect, painter, stage designer and theoretician, as well as fulfilling his duties as Senior Director of Buildings.
Every body of work includes characteristics which express the specific achievement of its creator. Schinkel’s work is no exception and shows features which significantly influenced his place in the history of architecture and the reception of his work. These characteristics are at the heart of the seven essays collected in this volume, which complement each other and reflect the complexity of Karl Friedrich Schinkel’s artistic work. Contents: Introduction - The theatre on the Gendarmenmarkt and self-reflection - Schinkel, Goethe and the Queen of the Night - Schinkel’s architectonic textbook or Revelations of the amorphous - The collection of architectonic sketches: paradigm of seldom-used categories of work - Stylistic synthesis as the overcoming of romantic architecture - Anticipating architecture: Schinkel as draughtsman and painter - Schinkel’s biographical misery.
Hildegard Hammerschmidt-Hummel. And the Flower Portrait of William Shakespeare is Genuine After All - Und das Flower Porträt von William Shakespeare ist doch echt. Latest Investigations Again Prove its Authenticity - Neueste Untersuchungen beweisen erneut seine Authentizität 2010. dtsch/engl. 115 S. Abbildungen auf CD-ROM/with illustrations on CD-ROM. 21 x 14,8 cm, Gb.EUR 34,80 Broschur ISBN: 978-3-487-14396-5 Olms
In her book The True Face of William Shakespeare, critically acclaimed as a groundbreaking work, the renowned Shakespeare scholar Hildegard Hammerschmidt-Hummel – in collaboration with forensic experts from the Federal Bureau of Criminal Investigation, medics, physicists and other specialists – proved that there are four genuine likenesses of Shakespeare taken during his lifetime or immediately after his death, among them the Flower portrait (1609). When Dr Tarnya Cooper, a curator at the National Portrait Gallery in London, cast doubt on the authenticity of this picture, the author undertook a renewed comprehensive investigation of the Flower portrait, once again involving an array of international experts including a criminologist, an expert on Old Masters, a dermatologist, a radiologist, a conservator, a picture restorer, an expert on inscriptions, and another Shakespeare scholar. A joint inspection of the painting in the Royal Shakespeare Company’s depository in Stratford-upon-Avon, and the analysis of the BBC film “The Flower Portrait”, demonstrate strong powers of observation and a thorough multidisciplinary approach, which make for a suspenseful read.

In ihrem als bahnbrechend bezeichneten Buch Die authentischen Gesichtszüge William Shakespeares wies die renommierte Shakespeare-Forscherin Hildegard Hammerschmidt-Hummel - unter Mitwirkung von BKA-Sachverständigen, Medizinern, Physikern und anderen Experten - die Echtheit von vier Shakespeare-Bildnissen nach, die während der Lebenszeit oder unmittelbar nach dem Tod des Dichters entstanden, darunter das Flower-Porträt (1609). Als Dr. Tarnya Cooper, Kuratorin der Londoner National Portrait Gallery, die Authentizität dieses Bildes in Frage stellte, setzte die Autorin zu einer erneuten, umfassenden Überprüfung des Flower-Porträts an, bei der sie wiederum intensiv mit einer Gruppe internationaler Experten zusammenarbeitete, darunter ein Kriminologe, ein Experte für Alte Meister, ein Dermatologe, ein Radiologe, ein Konservator, eine Restauratorin, ein Inschriftenexperte und ein weiterer Shakespeare-Forscher. Eine gemeinsame Inspektion des Gemäldes im Depot der Royal Shakespeare Company in Stratford-upon-Avon und eine Analyse des BBC-Dokumentarfilms „The Flower Portrait“ zeugen von präzisen Beobachtungen und einem fundierten multidisziplinären Ansatz, der eine spannende Lektüre verspricht.
Mörchen, Roland. Wir gehen ins Museum. Deutsch-chinesische Ausgabe. Übersetzung ins Chinesische von Zheng Hong. Illustriert von Kiefer, Katja . Deutsch;Chinesisch. 40 S. 27,5 x 20 cm. Gb. EUR 12,95. CHF 24,80 ISBN: 978-3-487-08845-7 Olms
Ein Besuch im Museum? - Wie langweilig! denkt Jens zunächst. Doch Lisa steckt ihn und Benni schnell mit ihrer Begeisterung an. Zwischen riesigen Dinosauriern, Fossilien und ägyptischen Mumien erleben die drei Freunde einen in jeder Hinsicht aufregenden Nachmittag und erfahren zugleich viel Wissenswertes über die Arbeit in einem Museum.
Mörchen, Roland. Wir gehen ins Museum - Müzeye gidiyoruz. Deutsch-türkische Ausgabe. Übersetzung ins Türkische von Meltem Arun. Illustriert von Kiefer, Katja . Deutsch;Türkisch. 40 S. 27,5 x 20 cm. Gb. EUR 12,95. CHF 24,80 ISBN: 978-3-487-08848-8 Olms
Ein Besuch im Museum? - Wie langweilig! denkt Jens zunächst. Doch Lisa steckt ihn und Benni schnell mit ihrer Begeisterung an. Zwischen riesigen Dinosauriern, Fossilien und ägyptischen Mumien erleben die drei Freunde einen in jeder Hinsicht aufregenden Nachmittag und erfahren zugleich viel Wissenswertes über die Arbeit in einem Museum
Katia Tangian. Spielwiese Kunstakademie: Habitus, Selbstbild, Diskurs. 276 S., 58 Abb., Studien zur Kunstgeschichte. Bd. 182. Br. bis 31.12.10 EUR 29,89. Danach EUR 34,80 ISBN: 978-3-487-14357-6 Olms
Die Kunstakademie: eine geschichtsträchtige, mythenumwobene Institution. Viele assoziieren mit ihr bis heute emsiges Aktzeichnen und Terpentingeruch; die Künstler selbst loben ihre „Beheizbarkeit“ (Joseph Beuys) und ihre kostenfreien Ateliers. Über Lehrinhalte wird jedoch kaum gesprochen, auch die Auseinandersetzung mit tradierten Kunsttechniken scheint sich nach dem „Tod der Fachkenntnisse und Kunstfertigkeiten“ (Rosalind Kraus) zu erübrigen. Und da weder Talent noch Kreativität vermittelbar sind und kunsthistorisches Wissen zuweilen gar als kontraproduktiv betrachtet wird, bleibt die Frage: Was wird an den Akademien eigentlich gelehrt?
Immerhin trägt die dortige Ausbildung weiterhin entscheidend dazu bei, ob man im Kunstsystem reüssiert oder untergeht. Denn wenn Kunst nach landläufiger Meinung das ist, was Künstler tun, benötigt jeder Systemanwärter ein diskursives Know-How, um im Olymp der Professionellen aufgenommen zu werden. Der „arme Dichter“, der „Künstlerfürst“, das „auserwählte Genie“, der „sprachlose Autist“ - dies sind nur einige der zahlreichen Modelle, die hier zur Verfügung stehen. Auch wenn bei 97% der Akademieabsolventen der spätere Erfolg ausbleibt, bestimmt der angeeignete Habitus die weitere Lebensplanung. Folglich dient das Kunststudium weniger einer fachlichen Ausbildung als vielmehr der Persönlichkeitsformung. Von dieser sind auch die Akademieprofessoren betroffen, die versuchen, ihre Lehrtätigkeit mit ihrem Selbstbild und der künstlerischen Arbeit in Einklang zu bringen.
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The Art School: an institution charged with history and surrounded by myth. Many still associate it with diligent life-drawing and the smell of turpentine; artists themselves praise its “heatabilty” (Joseph Beuys) and free studios. Yet the content of the teaching is seldom mentioned, and the study of traditional artistic techniques seems superfluous after “the death of professional expertise and craftsmanship” (Rosalind Kraus). And since neither talent nor creativity can be communicated, and knowledge of art history is now regarded as counter-productive, the question remains: what is actually taught in art schools? If nothing else, the training there remains a decisive factor in whether an artist succeeds or fails in the system, since if art is commonly accepted to be “what artists do”, anyone aspiring to become part of the system requires some discursive know-how in order to be accepted into the Olympus of the profession. The “poor poet”, the “prince of artists”, the “chosen genius”, the “speechless autist” - these are only a few of the many models available here. Even if 97% of art school graduates fail to achieve success, their acquired habits dictate their future life plans. Thus the study of art is less a professional training and more a forming of personality. This also affects the art school professors, who attempt to bring their teaching activity into harmony with their self-image and artistic work.
Die Kunsthistorikerin Katia Tangian, selbst Absolventin einer Kunstakademie, wagt einen differenzierten Blick hinter die Mauern dieser ehrwürdigen Einrichtung. Ihre materialreiche Untersuchung beschreibt und entmystifiziert die inneren Kontrollmechanismen des Lehrbetriebs. Die produktiven Freiräume, die die Kunstakademie für Lehrende und Absolventen auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts trotz allem bietet, werden dabei eingehend diskutiert.
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The art historian Katia Tangian, herself an art school graduate, dares to take a sophisticated look behind the scenes of these respected institutions. Her study, with its wealth of material, describes and demystifies the inner control mechanisms of the teaching process. The productive space which art schools continue to offer their teachers and graduates, even in the 21st century, is discussed in depth.
"Luft unter die Flügel…". Beiträge zur mittelalterlichen Kunst Festschrift für Hiltrud Westermann-Angerhausen. Hrsg. Andrea von Hülsen-Esch, Dagmar Täube. STUDIEN ZUR KUNSTGESCHICHTE Band 181. 2010. VIII/264 S. 44 s/w und 141 fb. Abb. Br. EUR 32,00 ISBN: 978-3-487-14317-0 Olms
Dreiundzwanzig Beiträge von international renommierten Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen zur Kunst des Mittelalters zeigen aufs Neue die Vielfalt der Erkenntnismöglichkeiten, die siebenhundert Jahre Kunstgeschichte immer noch bergen. Dies gilt für die Überlegungen zur Goldschmiede-, Elfenbein- und Textilkunst ebenso wie für die Skulpturen, die Tafel- und Glasmalerei. Zugleich spiegeln die Aufsätze die ungebrochene Faszination, die alte Kunst auch heute noch ausstrahlt. Alle Beiträge enthalten neue Erkenntnisse und wurden zu Ehren von Hiltrud Westermann-Angerhausen verfasst. Sie war von 1991 bis 2010 Direktorin des Museum Schnütgen Köln und ist seit 2003 Honorarprofessorin an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Ihr ist der vorliegende Band als Festschrift zum 65. Geburtstag gewidmet.
Mit Beiträgen von Barbara Welzel, Andreas Speer, Lothar Lambacher, Charles T. Little, Theo Jülich, Peter Barnet, Ursula Mende, Neil Stratford, Elisabet Taburet-Delahaye, Manuela Beer, Michael Brandt, Brigitte Kaelble, Peter Kurmann, Brigitte Kurmann-Schwarz, Ebbe Nyborg, Paul Williamson, Andrea von Hülsen-Esch, Frits Scholten, Birgitta Falk, Carola Hagnau, Niklas Gliesmann, Dagmar Täube, Birgitt Borkopp-Restle und Otto Gerhard Oexle.
Twenty-three contributions by internationally renowned scholars of mediaeval art demonstrate once again the range of potential insights still to be found in seven centuries of art history. This is just as true of the reflections on goldsmithing, ivory work and textile crafts as of those on sculpture, panel painting and glass painting. The essays also reflect the unbroken fascination radiated by older art. All the contributions contain new insights and have been written in honour of Hiltrud Westermann-Angerhausen. She was director of the Schnütgen Museum in Cologne from 1991 until 2010 and since 2003 has been an Honorary Professor at the Heinrich Heine University in Düsseldorf. This volume is dedicated to her as a festschrift on her 65th birthday.
Wolfgang Christian Schneider. Bernward von Hildesheim. Bischof - Politiker - Künstler - Theologe. VERÖFFENTLICHUNGEN DES LANDSCHAFTSVERBANDES HILDESHEIM Band 18. 2010. 53 S. 9 Abb. Br. EUR 9,80 Br. ISBN: 978-3-487-14268-5 Olms
Bernward von Hildesheim war einer der großen Intellektuellen des frühen Hochmittelalters. Als Bischof von Hildesheim wirkte er, als großzügiger Stifter des Klosters St Michael, aber auch als kaiserlicher Verwaltungsfachmann und Prinzenerzieher, Künstler und Bauherr, als Politiker und umsichtiger Landesherr. Er kümmerte sich um den Landausbau, die Stadtentwicklung Hildesheims und die Landesverteidigung ebenso wie um die Pflege des religiösen und kulturellen Lebens, die Entwicklung des Kunstgewerbes, der Buchmalerei und der Bronzearbeit. Bei all dem zeigt sich Bernward als ein Vertreter der Ottonischen Renaissance; die berühmten, auf ihn zurückgehenden Bronzewerke, die Tür des Domes und die Siegessäule Christi, aber auch die Klosterkirche St. Michael spiegeln unmittelbar die wache Aufnahme der antiken Monumente, die der Bischof bei seinem Aufenthalt in Rom sah, sie zeigen aber auch, wie selbständig Bernward diese Eindrücke verarbeitete. Im selben Sinne geben ihn die Texte, die ihm zugeordnet werden können, als einen von der neuplatonischen Gedankenwelt geprägten Theologen zu erkennen, was zuletzt auch in der Gestaltung seiner Grabanlage Ausdruck fand.
Bernward von Hildesheim was one of the greatest intellectuals in the early years of the High Middle Ages. As Bishop of Hildesheim he was a generous benefactor of the Abbey of St Michael, but also an imperial administrator and royal tutor, artist and architect, politician and clear-sighted local ruler. He concerned himself with developing the land and the town of Hildesheim and with regional defences as well as with nurturing religious and cultural life and developing crafts, book illumination and bronze-working. In all these areas Bernward was a representative of the Ottonian renaissance: the famous works in bronze which he sponsored, the Cathedral doors and the pillar of Christ, as well as the Abbey Church of St Michael, reflect a keen understanding of the ancient monuments which the Bishop would have seen during his stay in Rome, but they also show how the individual way in which Bernward assimilated these impressions. Similarly, the texts which can be ascribed to him present a picture of a theologian influenced by the ideas of neo-Platonism, something which is also expressed in the design of his burial place.
Fabiani, Licia. Daniel-Henry Kahnweiler. Eine Werkbiographie. STUDIEN ZUR KUNSTGESCHICHTE Band 159. 192 S. Pb. EUR 28,00 ISBN: 978-3-487-14393-4 Olms
Was zeichnet die Kunst des 20. Jahrhunderts aus? Wie vollzieht sich der Prozeß einer Abkehr von der Naturnachahmung in der Avantgarde? Wieso gewinnen malerische Fläche und Farbe Autonomie? Und wozu dient eigentlich Kunst? Fragen wie diese stehen im Zentrum des Denkens von Daniel-Henry Kahnweiler (1884-1979), der vor allem als Galerist von Picasso, Braque und anderen Protagonisten der Moderne Bekanntheit erlangt hat. Die vorliegende Studie analysiert in Form einer Werkbiographie wesentliche Aspekte seiner kunstheoretischen Schriften und Überlegungen.
Als in Deutschland geborener Jude wählt Kahnweiler Paris als seine Heimat, bleibt aber zumeist auf die kulturelle Tradition seines Herkunftslandes bezogen. Im Mittelpunkt seiner Kunsttheorie steht die Auseinandersetzung mit so unterschiedlichen Denkern wie Kant, Riegl, Wölfflin, Hildebrand, Benjamin oder Carl Einstein. Es wird deutlich, daß Kahnweiler nicht nur als Galerist Kunstrichtungen wie den Kubismus durchsetzte, sondern sie auch intellektuell zu rechtfertigen versuchte.
Arthur Brehmer (Hg.). Die Welt in 100 Jahren Mit einem einführenden Essay "Zukunft von gestern" von Georg Ruppelt. Berlin 1910. 2. Reprint.Illustrationen: Ernst Lübbert. XX, 319 S., zahlr. Abb., Gb., EUR 22,00 ISBN: 978-3-487-08304-9 Olms
In den Jahren 1909 und 1910 entstand dieses reich illustrierte Buch über eine damals ferne Zukunft, das, anders als die literarischen Visionen jener Zeit, von Experten verschiedener Bereiche geschriebene und möglichst sachliche Prognosen versammelte. Dem einflussreichen Journalisten Arthur Brehmer (1858-1923) gelang es, prominente Autoren zu gewinnen, sich Gedanken über die Zukunft zu machen. Ernst Lübbert (1879-1915) schuf die kongenialen Illustrationen. Es entstand ein Werk, das inhaltlich bereits in Richtung der Futurologie unserer Tage weist. Ganz gewiss kann man die heutige Arbeit der Zukunftsforscher, die mit Hilfe unermesslicher Datenmengen und Rechnerkapazitäten vorsichtig gewisse Trends für kommende Jahrzehnte vorauszusagen suchen, nicht mit der „Welt in 100 Jahren“ vergleichen. Aber immerhin, die Experten von 1910 haben einige Treffer, „aus der Lostrommel der Zukunft“ gezogen, wie Goethe es ausgedrückt hat, die erstaunlich sind.
Andres Furger. Kutschen Europas des 19. und 20. Jahrhunderts. Band 2: Wagen-Atlas. Reihe: DOCUMENTA HIPPOLOGICA. 2004. 408 S. über 1000 meist farb. Abb. und 1 Falttafel. EUR 128,00 ISBN: 978-3-487-08448-0 Olms
This second volume on the carriages of the 19th and 20th centuries deals with luxury carriages and the principal types and models. The 60 most common carriages with their different models and characteristic features are described in words and pictures, situated in their historical context and distinguished from other models and types.
This volume provides an unprecedented instrument for identifying carriages and situating them in the historical and cultural context. It also gives a lot of practical tips on dating, determining, restoring and conserving historical carriages. It is an inexhaustible source of information and inspiration for all friends and manufacturers of carriages and for museums, private collectors and restorers. The complete work gives drivers and prize judges who have an interest in traditional driving or have long devoted themselves to it all they need in order to compile or assess a stylish or true-to-style team. It gives information which has long been unavailable and bridges the gap between the “Golden Age of Carriages” and today’s art and culture of carriage driving.
Andres Furger. Kutschen Europas des 19. und 20. Jahrhunderts. Band 1: Equipagen-Handbuch. Vorw. Heinz Scheidel. Reihe: DOCUMENTA HIPPOLOGICA. 2. überarbeitete Auflage 2009. 406 S. über 1000 meist fb. Abb. u. 1 Falttafel. Ln, EUR 128,00 ISBN: 978-3-487-08447-3 Olms
Kutschen sind ein Stück Kulturhistorie. Das „goldene Zeitalter der Equipagen“ legte den Grundstein für die Entwicklung des Automobils. Das zeigt sich heute noch in Begriff en der Automobilindustrie, wie Coupe, Phaeton, Karosserie, Cabriolet usw. Patentachsen, Blattfedern und viele Errungenschaften der Kutschenindustrie fanden sich später in den ersten Automobilen wieder und wurden weiterentwickelt. Die großen Kutschenmanufakturen waren gegen Mitte des 19. Jahrhunderts so international tätig wie heute die Automobilindustrie. Spannend aufbereitete Kulturgeschichte!
Mörchen, Roland: Wir gehen ins Museum. Al museo. Deutsch-italienische Ausgabe.. Ill. v. Kiefer, Katja /Aus d. Dt. v. Nobilini, Elena. 2010. 40 S. (Kollektion Olms junior)(Bilinguale Kinderbücher ) Gb EUR 12,80 ISBN: 978-3-487-08838-9 Olms
Ein Besuch im Museum? - Wie langweilig! denkt Jens zunächst. Doch Lisa steckt ihn und Benni schnell mit ihrer Begeisterung an. Zwischen riesigen Dinosauriern, Fossilien und ägyptischen Mumien erleben die drei Freunde einen in jeder Hinsicht aufregenden Nachmittag und erfahren zugleich viel Wissenswertes über die Arbeit in einem Museum. Una visita al museo? - Che noia!, pensa Jens in un primo momento. Ma Lisa, con il suo entusiasmo, riesce a contagiare velocemente lui e Benni. Tra dinosauri giganteschi, fossili e mummie egiziane, i tre amici trascorrono un pomeriggio elettrizzante, da ogni punto di vista, durante il quale imparano anche molte cose interessanti sul lavoro in un museo.
Mörchen, Roland: Wir gehen ins Museum. Une visite au musée. Deutsch-französische Ausgabe. Ill. v. Kiefer, Katja /Aus d. Dt. v. Hagedorn, Francoise. 2010. 40 S.. (Kollektion Olms junior ) (Bilinguale Kinderbücher ) Gb EUR 12,80 ISBN: 978-3-487-08840-2 Olms
Ein Besuch im Museum? - Wie langweilig! denkt Jens zunächst. Doch Lisa steckt ihn und Benni schnell mit ihrer Begeisterung an. Zwischen riesigen Dinosauriern, Fossilien und ägyptischen Mumien erleben die drei Freunde einen in jeder Hinsicht aufregenden Nachmittag und erfahren zugleich viel Wissenswertes über die Arbeit in einem Museum.
Une visite au musée ? - Quel ennui ! pense Jens tout d’abord. Mais l’enthousiasme de Lisa est communicatif. Entre dinosaures, fossiles et momies égyptiennes, nos trois amis passent un après-midi palpitant - à tous les sens du mot - et apprennent une foule de choses intéressantes sur le travail à accomplir dans un musée.
Dilba, Carsten: Memoria Reginae - Das Memorialprogramm für Eleonore von Kastilien. 2009. 608 S., 137 sw. u. 25 fb. Abb. 21 x 14,8 cm. (Stud. z. Kunstgesch. 180) Kst EUR 78,00 ISBN: 978-3-487-13943-2 Olms
In den zehn Jahren nach dem Tod der englischen Königin Eleonore von Kastilien (gest. 1290) wurde von ihrem Gemahl, Eduard I., eines der umfassendsten Memorialprogramme des Mittelalters initiiert. In beispielloser Weise erhielt die Verstorbene zwei mit bronzenen Liegefiguren geschmückte Grabmale für den Körper und die Eingeweide sowie eine goldene Herzurne. Ein Dutzend mit multiplen Figuren der Königin verzierte Bildstöcke markierten die Nachtlager ihres durch England führenden Leichenzuges.
Auf Grundlage der erhaltenen Rechnungslisten der Testamentsvollstrecker können die Monumente und ihr figürlicher Schmuck einzelnen Architekten, Bildhauern und Handwerkern zugewiesen werden. Eine Auswertung der Schriftquellen erlaubt genaue Aussagen zur Organisation der königlichen Bauadministration, zu Verwaltungsstrukturen und Dispositionsbefugnissen. Diese Studie weist somit überzeugend nach, dass Eduard I. dem französischen Königshaus und insbesondere den Monumentsetzungen für den 1270 verstorbenen Ludwig IX., den Heiligen, nacheiferte. Er tat dies nicht nur in den Memorialbauten für seine Gemahlin, sondern auch in der mit ihnen im Zusammenhang stehenden Initiierung einer familienbezogenen Grablege der Plantagenets in Westminster Abbey und im Funeralzeremoniell.
In the ten years following the death of the English Queen Eleanor of Castile (d. 1290), her husband Edward I undertook one of the most comprehensive commemorative projects of the middle ages. The late queen was given an unprecedented two full-length bronze effigies for her body and internal organs, and a golden urn for her heart. A dozen pillars decorated with multiple images of the queen marked the stages of her funeral procession on its journey through England.
On the basis of surviving invoice lists of the executors it is possible to attribute the monuments and their decoration to individual architects, sculptors and craftsmen. Analysis of the written sources provides precise evidence about the organisation of the royal building administration, administrative structures and the authority for arrangements. This study demonstrates convincingly that Edward I was imitating the French royal house, and specifically the monuments to the sainted Louis IX who had died in 1270. He did this not only in the building of memorials for his wife, but also in the related project to create a Plantagenet burial site in Westminster Abbey and in the funeral ceremony.
Zintzen, Clemens: Vom Menschenbild der Renaissance. Florentiner Kultur im Quattrocento. 2009. 111 S. 21 x 14,8 cm. Kst EUR 14,80 ISBN: 978-3-487-13987-6 Olms
Die Renaissance hebt sich trotz aller weitergeführten Tradition bewusst vom Mittelalter ab. Vor allem die Florentiner Renaissance des 14./15. Jahrhunderts gewinnt eine neue positive Sicht auf den Menschen und die ihn umgebende Welt. Im bewussten Rückgriff auf die sich jetzt zunehmend erschließende antike Kultur und gestützt durch die vor allem von der neuplatonischen Philosophie inspirierten Blickwendung auf das Innere des Menschen entwickelt sich eine Anthropologie, die den Menschen als einen Gott auf Erden betrachtet. Die Darstellung Vom Menschenbild der Renaissance - ursprünglich ein Vortrag auf der Leipziger Buchmesse - erscheint hier in zweiter Auflage. Sie wird ergänzt durch zwei weitere Abhandlungen: Die Anmerkungen zu Lorenzo Valla und Poggio Bracciolini zeigen zwei Gelehrte dieser Zeit in ihren herausragenden innovativen Leistungen, aber auch in menschlichen Schwächen. Schließlich skizziert der Essay Die Florentiner Renaissance im Quattrocento ein zusammenfassendes Bild vom Entstehen und Wachsen der Renaissance, sowie den Niederschlag dieses Denkens im gesellschaftlichen, literarischen und kulturellen Leben. Am Erwachen eines historischen Bewusstseins lässt sich die Selbsteinschätzung dieser für die europäische Geistesgeschichte so entscheidenden Epoche ablesen.
Despite many continued traditions, the Renaissance is self-consciously distinct from the Middle Ages. In particular the Florentine Renaissance of the 14th-15th centuries gains a new, positive view of humanity and of the world around us. Consciously reaching back to the culture of the classical period, which was now increasingly being rediscovered and made available, and supported especially by a new focus on man’s inner nature inspired by neo-platonic philosophy, there developed an anthropology which viewed man as a god upon earth. The presentation ‘Vom Menschenbild in der Renaissance’, originally given as a lecture at the Leipzig Book Fair, appears here in its second edition. It is accompanied by two other pieces: the notes on Lorenzo Valla and Poggio Bracciolini show two scholars of the age in terms of their wonderful innovative achievements but also of their human frailties. The concluding essay on the Florentine Renaissance in the Quattrocento outlines in summary the origins and growth of the Renaissance and its effects in social, literary and cultural life. The example of an awakening historical consciousness helps us to understand the self-evaluation of this era which was so decisive in European cultural and intellectual life.
Die städtische Gemäldegalerie in Braunschweig. Ein Beispiel bürgerlicher Sammelkultur vom 19. Jahrhundert bis heute. 1 Bde/Tle. Beitr. v. Nauhaus, Julia M /Lange, Justus /Holzgang, Gilbert /Eschebach, Erika. 2009. 416 S., 90 s/w und 73 fb. Abb. Gb EUR 29,80 ISBN: 978-3-487-14233-3 Olms
Die Gemäldesammlung des Städtischen Museums Braunschweig, die heute etwa 2.200 Werke umfasst, kann auf eine mehr als 150-jährige Tradition zurückblicken. Selbst in Fachkreisen sind Umfang und Entstehungsgeschichte weitgehend unbekannt geblieben. Ergänzend zum kürzlich erschienenen Bestandsverzeichnis wird die Entwicklung der städtischen Gemäldegalerie nun erstmals ausführlich beleuchtet.
Sechs Aufsätze schildern die Geschicke der Sammlung: vom Aufbau einer „Gallerie von Kunstwerken der Neuzeit“ durch den Braunschweiger Kunstverein über die erste Gemäldegalerie im 1906 eröffneten Museumsneubau am Löwenwall bis hin zur Einweihung des angrenzenden Galeriegebäudes im Jahr 2008 für die Werke der Klassischen Moderne aus der Kunststiftung Bönsch. Die Bemühungen des Kunstsammlers Otto Ralfs, in den 1920er Jahren eine „Galerie der Moderne“ zu etablieren, werden ebenso dargestellt wie die Schicksale der Gemäldesammlung in der Zeit von 1933 bis 1945.
Ohne die zahlreichen Schenkungen und Vermächtnisse von Braunschweiger Bürgerinnen und Bürgern wäre die städtische Galerie undenkbar. Die im 19. Jahrhundert angelegten Privatsammlungen älterer und zeitgenössischer Malerei werden deshalb eingehend gewürdigt. Die Gemäldesammlung des Städtischen Museums Braunschweig kann mit ihren reichen Beständen an Bildnissen, Landschafts- und Genremalerei wie Stadtansichten Braunschweigs als Musterbeispiel bürgerlicher Sammelkultur gelten.
Furger, Andres: Fahrkunst. Mensch, Pferd und Wagen von 1700 bis heute. 2009. 340 S., durchegend 4 fb. bebildert. (Doc. Hippol. ) Gb EUR 138,00 ISBN: 978-3-487-08484-8 Olms
Ein weiteres faszinierend schönes Buch von einem der besten Kenner der Materie, und damit ein Lehr- und Nachschlagewerk für Experten, ein herrlicher Bildband für jeden Laien. Mit der Fahrkunst steht das lebendige Zusammenspiel von Mensch, Pferd und Wagen im Zentrum dieses Bandes. Zunächst wird den Ursprüngen des eleganten Kutschenfahrens in Italien nachgeforscht und danach das Aufblühen der Fahrkunst im Frankreich des 17. und 18. Jahrhunderts beschrieben. Es folgt die Zeit der Perfektion in England und in Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert bis hin zum modernen Fahrsport. Die verschiedenen Fahrtechniken, die Entwicklung der Fahrleinen und der Gebisse werden ebenso vertieft dargestellt wie die Anspannungsarten und Geschirre verschiedener Länder. Damit schliesst das Werk bestens an die beiden Bände „Kutschen Europas“ an. Dem heutigen traditionellen Fahren und den damit verbundenen Fragen ist das ganze letzte Kapitel gewidmet. Wie wichtig ist das Gesamtbild des Gespanns? Welcher Wagen passt zu welchen Pferden und Gelegenheiten? Auf solche Fragen gibt das Buch konkrete Antworten.
Bähr, Astrid: Repräsentieren, bewahren, belehren: Galeriewerke (1660-1800). Von der Darstellung herrschaftlicher Gemäldesammlungen zum populären Bildband. 2009 638 S., 120 Abb. 24 x 17 cm. (Stud. z. Kunstgesch. 178) Kt EUR 78,00 ISBN: 978-3-487-13977-7 Olms
Galeriewerke - in Buchform gebundene, meist großformatige, druckgraphische Reproduktionen von Gemälden einer Sammlung - ermöglichten dem Kunstliebhaber lange vor der Öffnung der Sammlungen ein intensives Kunststudium. Zielten sie zunächst vor allem auf die Glorifizierung des Herrschers bzw. Sammlers, so leisteten sie schon bald einen wesentlichen Beitrag zur Ausbildung kunsthistorischer Verfahrensweisen und damit nicht zuletzt zur Etablierung der Kunstwissenschaft im 18. Jahrhundert. Die vorliegende Studie untersucht die einzelnen Werke nach Genese, Gestaltung, Sammlern und Herausgebern, Auswahl der reproduzierten Gemälde sowie begleitenden Texte, in denen sich die kunstkennerschaftlichen Debatten der Zeit wiederfinden. Damit liefert diese Arbeit erstmals einen chronologischen Überblick über die Entwicklung der Gattung. Zugleich gewährt sie unbekannte Einblicke in die jeweilige Sammlungsgeschichte, in unterschiedliche Repräsentationsstrategien oder Geschmacksvorlieben. Ein umfangreicher Anhang mit einem Stecher- und Malerindex listet sämtliche in den Werken erschienenen Einzelstiche auf und erschließt die Galeriewerke als Quelle für weitere Provenienz- und Sammlungsforschungen sowie für Werkverzeichnisse. Die Dissertation von Astrid Bähr wurde mit dem Wolfgang-Ratjen-Preis, dem internationalen Nachwuchsförderpreis für herausragende Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der graphischen Künste, ausgezeichnet.
Bound collections of printed reproductions, usually in large-format, of paintings in private collections enabled art-lovers to study artworks closely long before collections opened to the public. If the original purpose of such albums was to glorify a ruler or collector, they soon came to play a significant role in the development of art-historical practice and thus in the establishment of art history as a discipline in the 18th century. This study examines individual works in terms of origins, format, collections and editors, selection of pictures for reproduction, and the accompanying texts which reflect contemporary debates among connoisseurs. It provides the first chronological survey of the development of the genre. At the same time it offers unfamiliar insights into the collecting history of the time, into different strategies of representation and preferred tastes. A comprehensive appendix with an index of engravers and painters lists all the individual engravings found in the works and opens up the possibilities of this genre as a source for further research into provenance and collection history and for the compilation of catalogues raisonnés
 
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