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Olms - Georg Olms Verlag Ag

 
183 Titel gefunden
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Goethe-Bilder auf Postkarten, Briefmarken, Geldscheinen, Sammelbildern, Stereofotos, Bierdeckeln. Protte, Meinolf ; Vogt, Ulrich . 432 S. 1.500 fb. Abb. 29 x 24 cm. Gb. Olms Verlag, Hildesheim 2016. EUR 48,00. CHF 58,60 ISBN: 978-3-487-08572-2 Olms
Goethe, wie Sie ihn noch nie gesehen haben!
Mehr als 1.500 Bilder: Eine Entdeckungsreise vom simplen Einfarbendruck auf einem Bierdeckel bis zum mit zwölf Steinen gedruckten hochwertigen Lithosammelbildchen, von der millionenfach gedruckten Briefmarke bis zum limitierten und signierten Kupferstich auf Büttenpapier.
Jedes Bild ist dabei Ergebnis einer individuellen bildnerischen Auseinandersetzung seines Gestalters mit dem Thema Goethe, ist eingebettet in eine kunsthistorische Stilepoche und Ausdruck seiner Zeit. Wichtigste Fakten zu Goethe aus einem neuen Blickwinkel, aber auch historische Fakten aus der Zeit der Darstellung. Auf den ersten Blick faszinieren natürlich die alten Postkarten. Der Betrachter kommt bei näherem Hinsehen aber nicht darum herum, den meist in feinster Schönschrift geschriebenen Text des Absenders auf den Postkarten zu entschlüsseln. Die Autoren haben die Texte bewusst nicht wegretuschiert, denn sie sind neben den Abbildungen gleichwertige historische Zeugnisse.
Und deshalb ist es amüsant, was unsere Urgroßmütter, Großmütter, Urgroßväter und Großväter ihren angebeteten und geliebten Partnern und Partnerinnen vor hundert Jahren geschrieben haben. Warum haben sie Goethe-Darstellungen und Goethe-Texte für ihre Nachrichten gewählt?
Mit den vielfältigen Goethe-Bildern auf Sammelbildern, Geldscheinen u.a. werden in dem vorliegenden Buch auch historische Fakten vermittelt. Warum gab es z.B. so viele Notgeldscheine von 1921 mit Goethe-Motiven? Auch auf solche Fragen gibt das vorliegende Buch spannende Antworten.
The Royal Opera House Muscat. Al Zubair, Mohammad. Englisch. 2015. 320 S., zahlr. fb. Abb. 24 x 30 cm. Gb. im Schuber. EUR 98,00 CHF 116,60 ISBN: 978-3-487-08561-6 Olms
Der hochwertig ausgestattete und bebilderte Band erzählt die Geschichte der Entstehung des „Royal Opera House Muscat“, seiner Architektur und grandiosen Innenausstattung samt neuester Bühnentechnik. Es gilt als Bauwerk mit Vorbildcharakter einer neuen Epoche, die von Sultan Qabus eingeleitet wurde, als er im Sommer 1970 die Herrschaft über das Sultanat Oman erlangte. In einer bemerkenswert kurzen Zeit bildete sich eine moderne Nation auf dem Fundament einer stolzen Vergangenheit.
Das Sultanat Oman verfügt heute über eine starke und nachhaltige Wirtschaft mit einer modernen Infrastruktur, die gesundheitliche Versorgung sowie das umfassende Bildungssystem sind erstklassig. Die Herrschaft von Sultan Qabus ist zugleich auch eine Zeit kultureller Blüte. Neben der Bewahrung des traditionellen kulturellen Erbes führte Sultan Qabus auch neue Formen der Musik ein, um das kulturelle Leben der Nation weiter zu bereichern.
Das vielfältige Programm des „Royal Opera House Muscat“ bietet grandiose Aufführungen aus dem Oman, der Region und der Welt. Seit seiner Entstehung gastierten Größen wie Placido Domingo, Diana Krall und Wynton Marsalis ebenso wie das Wiener Staatsballett, die Mailänder Scala und Ensembles aus Asien und Südamerika.

This book relates the story of the establishment of the Royal Opera House Muscat as one of the great achievements of the Renaissance that was ushered in forty-five years ago when His Majesty Sultan Qaboos acceded to the throne of the Sultanate of Oman in the summer of 1970. In a remarkably short period of time, an advanced nation was built on the foundations of a proud history.
In contrast to the middle decades of the twentieth century, Oman today has a strong, sustainable economy and a fully modern infrastructure, including state-of-the-art transportation and communication systems, as well as first-rate facilities for universal healthcare and a comprehensive system of education. The Renaissance is, at the same time, characterised by cultural efflorescence. While preserving the country s traditional heritage and culture, His Majesty introduced new forms of music to further enrich the cultural life of the nation. The history of the Royal Opera House is intimately linked with the evolution of music in modern Oman, which in turn is anchored in the nation’s rich musical heritage.
Die Sixtinische Decke - warum Michelangelo malen durfte, was er wollte. Herzner, Volker . Studien zur Kunstgeschichte (205). 2015. 354 S. 60 Abb. 24 x 17 cm. Gb. Olms Verlag, Hildesheim 2015. EUR 58,00. ISBN: 978-3-487-15229-5 Olms
Michelangelos Deckengemälde in der Sixtinischen Kapelle zählt zu den bedeutendsten Werken der europäischen Kunstgeschichte. Goethes vielzitierter Satz, „Ohne die Sixtinische Kapelle gesehen zu haben, kann man sich keinen anschauenden Begriff machen, was ein Mensch vermag“, gilt auch heute. Die kunsthistorischen Interpretationen, die sich mit diesem Werk auseinandergesetzt haben, sind inzwischen unüberschaubar. Auffällig ist, wie häufig dabei philosophische Theorien oder theologische Konzepte an Michelangelos Darstellungen herangetragen wurden, ohne zu beachten, ob seine bildlichen Formulierungen mit den unterstellten Prämissen übereinstimmen. Dass ein vorurteilsfreier und genauer Blick auf Michelangelos Meisterwerk auch heute ergiebig ist und neuen Erkenntnissen Raum geben kann, beweist die vorliegende Untersuchung.
Michelangelos Darstellung der Schöpfungsakte als machtvolle körperliche Aktionen steht in eklatantem Widerspruch zum christlichen Glauben, wonach die Schöpfung aus dem Wort Gottes erfolgte. Der Künstler ließ sich aber nicht von häretischen Vorstellungen leiten. Ihm ging es vielmehr darum, den philosophischen und theologischen Bestrebungen seiner Zeit eine kategorische Absage zu erteilen, die den Menschen als fähig ansahen, in der Selbstvervollkommnung gottgleich werden zu können. Michelangelo stellte deshalb Gott in überwältigender Allmacht dar, so daß er kein Ziel hochgreifender menschlicher Ambitionen sein kann. Jede derartige Bemühung hielt Michelangelo, von Jugend an ein Gefolgsmann Savonarolas, aus christlicher Sicht für sündhaft. Deshalb räumte er auch – ganz unzeitgemäß – dem Sündenfall einen Platz in der Mitte der Sixtinischen Decke ein. In Papst Julius II. fand er volle Unterstützung für sein Projekt.
*************** Michelangelo’s ceiling paintings in the Sistine Chapel are among the most significant works in European cultural history. Goethe’s much-quoted statement that, “Until you have seen the Sistine Chapel, you can form no adequate conception of what man is capable of accomplishing,” remains true today. The range of art-historical interpretations of this work is vast. It is notable how often these attach philosophical theories or theological concepts to Michelangelo’s depictions without taking into account whether his visual formulations fit these assumptions. The present study proves that an unprejudiced and exact look at Michelangelo’s masterpiece can still be worthwhile today and can yield new insights.
Michelangelo’s depiction of the creation as a powerful physical act is in striking contrast to the Christian faith which describes the creation as the result of God’s word. However, the artist was not influenced by heretical ideas. He was seeking instead to present a categorical denial of the contemporary philosophical and theological theories that saw mankind as capable of becoming godlike through self-perfection. Therefore Michelangelo depicts a God of overwhelming omnipotence who cannot be the goal of overreaching human ambition, which Michelangelo, a follower of Savonarola since his youth, believed to be sinful. For the same reason he made space in the centre of the Sistine ceiling – also out of keeping with the times – for the Fall of Man. In Pope Julius II he found full support for his project.
Origine et survivances des symboles. Warburg, Cassirer, Panofsky.Maud Hagelstein. Reihe: Europaea Memoria, Reihe I: Studien, 107. Französisch. 2014. 267 S, Pb. EUR 34,80 ISBN: 978-3-487-15180-9 Olms
On trouve à l’origine de cette étude un problème très général lié à la réception théorique des productions artistiques. Faut-il dégager de l’œuvre l’essence idéale, pour la réduire à ce qui, en elle, est universel ? Faut-il plutôt décrire les conditions qui l’ont rendue possible ? Tenter de répondre à ces questions – dont la simplicité n’est qu’apparente – engagera ici la philosophie autant que l’histoire de l’art. Sans verser pour autant dans la naïveté œcuménique, on valorisera ici les zones de contamination méthodologique entre ces deux champs de savoir. On se demandera si le théoricien n’est pas toujours et inévitablement tendu entre deux approches de l’objet culturel : celle de la méthode historique qui tient compte de la temporalité propre à l’objet étudié (son origine, sa contingence, sa fin – c’est-à-dire tous les processus d’apparition, de disparition ou de survivance) et celle de la méthode transcendantale ou apriorique qui fait émerger ce que l’objet porte de non-historique, de non-factice, de non-empirique (sa vérité, son sens, sa structure, son universalité). Partant de ce problème général, l’analyse portera sur trois projets théoriques réalisés dans les années 1920 et restés déterminants pour la théorie de l’art actuelle : l’Atlas Mnemosyne (Aby Warburg), La philosophie des formes symboliques (Ernst Cassirer) et La perspective comme forme symbolique (Erwin Panofsky).
Ausgangspunkt dieser Untersuchung ist ein sehr allgemeines Problem, das mit der theoretischen Rezeption von Kunstwerken zusammenhängt. Soll die geistige Essenz des Werkes herausgearbeitet werden, um es auf das zurückzuführen, was an ihm universell ist? Oder sollen eher die Bedingungen beschrieben werden, dem es seine Entstehung verdankt? Die Verfasserin nimmt sich vor, diese nur auf den ersten Blick einfachen Fragen im Rekurs auf die Kunstgeschichte wie auch die Philosophie zu beantworten. Ohne in naives Konsensdenken zu verfallen, sollen hier Zonen ins Licht gerückt werden, in denen die beiden Wissenskulturen einander methodologisch berühren. Aus dieser Herangehensweise ergibt sich die Frage, ob der Theoretiker nicht zwangsläufig in einer unauflösbaren Spannung zwischen zwei Weisen der Annäherung an das Kulturobjekt verharren muss: einerseits der historischen Methode, die die Zeitlichkeit des untersuchten Objekts betrachtet (seine Herkunft, seine Kontingenz, seinen Zweck, d.h. alle Prozesse des Auftretens, Verschwindens oder Nachlebens), und andererseits der transzendentalen bzw. apriorischen Methode, die das im Objekt enthaltene Nicht-Historische, Nicht-Faktische, Nicht-Empirische hervortreten lässt (seine Wahrheit, seinen Sinn, seine Struktur, seine Universalität). Von diesem allgemeinen Problem ausgehend, behandelt die Analyse drei theoretische Entwürfe, die in den 1920er Jahren entstanden sind und die für die kunsttheoretische Debatte bis heute bestimmend sind: den Mnemosyne-Atlas (Aby Warburg), die Philosophie der symbolischen Formen (Ernst Cassirer) und Die Perspektive als symbolische Form (Erwin Panofsky).
Semper, Gottfried. Gesammelte Schriften. 4 Bände in 5 Bänden. Hrsg.: Henrik Karge. Historia Scientiarum (SV129). 2014. 2474 S., Gb. EUR 590,00 CHF 606,60 ISBN: 978-3-487-13496-3 Olms
Gottfried Semper (1803–1879) ist der bedeutendste deutsche Architekt des 19. Jahrhunderts neben Karl Friedrich Schinkel, dessen romantischen Klassizismus er durch eine nüchterne Bauweise unter Bevorzugung des italienischen Renaissancestils ablöste. Gegensätze wie jene zwischen Grundform und Kunstform oder Materialechtheit und Ornament wurden durch Sempers hohes Künstlertum zu einer künstlerischen Einheit geführt.
Seine praktische Arbeit band Semper zeitlebens in einen theoretisch fundierten Kontext ein. Berühmt wurden seine Forschungen zur Polychromie der antiken Architektur und Plastik, die er mit der Konzeption einer Einheit der Künste verband. Sein Buch „Wissenschaft, Industrie und Kunst“ reflektierte die Einsichten, die die Weltausstellung von 1851 gebracht hatte, als Vorgriffe auf eine zukünftige Kunst. „Die vier Elemente der Architektur“ von 1850 ist wichtiges Zeugnis seiner geistigen Distanz zum Historismus.
Wie seine Bauten reflektierten seine wirkungsmächtigen Schriften, in denen er sich oft polemisch mit künstlerischen Tendenzen seiner Zeit auseinandersetzte, die Bedingungen ästhetischer Wahrnehmung. Nicht zufällig bezog sich die niederländische Bewegung "de Stijl" später direkt auf Sempers Hauptwerk "Der Stil in den technischen und tektonischen Künsten“.
Als einer von wenigen Architekten hat Gottfried Semper ein wissenschaftliches Œuvre von hohem Rang hervorgebracht. Sein architektonisches Werk war von europäischer Bedeutung. Geboren in Hamburg und ausgebildet in Paris, fand Semper nach einer ausgedehnten Studienreise durch Italien und Griechenland 1834 eine einflussreiche Position als Professor für Baukunst in Dresden, wo er seine berühmtesten Bauten errichtet hat: das erste und das zweite Hoftheater, die Gemäldegalerie, die Villa Rosa. Auf die gescheiterte Revolution von 1849 folgten schwierige Jahre im Londoner Exil, bevor Semper als Professor in Zürich und als Entwerfer des Wiener Kaiserforums den Zenit seiner internationalen Anerkennung erreichte.
Ausgehend von seiner Dresdner Akademielehre verfolgte Semper das Ziel, die vielfältigen Erscheinungsformen der Architektur auf wenige Urtypen zurückzuführen, um die Genese der Baukunst mit naturwissenschaftlicher Exaktheit zu erfassen. Die in seinem monumentalen zweibändigen Werk Der Stil in den technischen und tektonischen Künsten (1860-1863) entwickelte „Bekleidungstheorie“ hat bis heute ihre – teils inspirierende, teils kontroverse – Wirkung auf architektonische Konzeptionen nicht eingebüßt. Sempers literarisches Œuvre steht wie kaum ein zweites für die wissenschaftliche Interdisziplinarität des 19. Jahrhunderts.
Es war eine Stadt wie im Märchen. Hildesheim in Büchern der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek. Ruppelt, Georg. 2015. 74S. zahlr. fb. Abb. 19 x 12 cm. Gb. EUR 12,80. ISBN: 978-3-487-15248-6 Olms
Geschichte und Kultur alter Städte werden seit Jahrhunderten in Archiven, Bibliotheken und Museen dokumentiert. In diesem Büchlein wird von der bedeutenden Bischofsstadt Hildesheim erzählt, und zwar auf der Grundlage von Beständen der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek in Hannover.
Viele tausend Seiten von Handschriften mit Hildesheim-Bezug vom Mittelalter bis ins 18. Jahrhundert werden in der Bibliothek verwahrt; zu ihnen gehören zwei besondere Kostbarkeiten: das Aufschwörungsbuch des Hildesheimer Domkapitels und die Esther-Rolle des Hildesheimer Künstlers Leib Katz Poppers.
Doch auch die gesamte Produktion Hildesheimer Verlage seit der Mitte des 20. Jahrhunderts mit vielen Zehntausenden von Büchern steht in der Bibliothek den Lesern zur Verfügung. Und es finden sich in ihr ältere Romane und Erzählungen, in denen Hildesheim eine Rolle spielt. Daraus werden anschauliche Textauszüge abgedruckt, die – wie auch die übrigen Texte – der gebürtige Niedersachse Georg Ruppelt als kleine Liebeserklärung an Hildesheim versteht.
Erzähltes Welterbe. Zwölf Jahrhunderte Hildesheim. 2015. Gallistl, Bernhard. 240 S. zahlr. Abb. 28 x 21 cm. Gb. EUR 29,80. ISBN: 978-3-487-15230-1 Olms
Erzähltes Welterbe: Die Weltkulturerbestätten zum Sprechen zu bringen und die Menschen, die sich in ihnen bewegten, zu Wort kommen zu lassen, das ist das Ziel dieses Bandes über den Mariendom und das Kloster St. Michael in Hildesheim. Es entsteht ein farbiger Eindruck des Lebens, das an diesen Orten stattfand, durch teilweise noch unbekannte Chroniken, Legenden, Anekdoten, nicht zuletzt auch Gerichtsakten. Gerade scheinbar alltägliche Dokumente und nicht selten auch die Zeugnisse unbedeutenderer Menschen liefern oft aufschlussreiche Einblicke vom einfachen Alltag bis in die hohe Politik hinein. Die beiden Bauten mit ihren Schätzen bilden einen zusammenhängenden, nicht nur sakralen Raum im Zentrum einer Stadt, die auf zwölf Jahrhunderte Geschichte zurückblickt. Eine überregionale Strahlkraft hatten die politische und künstlerische Persönlichkeit des Bischofs Bernward (993-1022) und die mit ihm verbundene, für die frühromanische Epoche richtungsweisende Klosterkirche St. Michael.
Bernhard Gallistl, in Klassischer Philologie promoviert, hat sich in zahlreichen Arbeiten mit antiker und mittelalterlicher Kunst befasst. Im vorliegenden Band stützt er sich auf seine Erfahrung mit dem Quellenmaterial als langjähriger Handschriftenbibliothekar an der Hildesheimer Dombibliothek.
Erkundungen des Unbekannten. Neuzeitliche Formen des Reisens in authentischen und fiktiven Darstellungen.2015. Pikulik, Lothar. 196 S. 21 x 15 cm. Pb. EUR 27,80. ISBN: 978-3-487-15236-3 Olms
Den Menschen des Altertums und des Mittelalters war der Reiz der Erkundung unbekannter Regionen noch fremd, da ihr weltanschauliche, zumal religiöse Vorbehalte entgegenstanden. Erst seit Beginn der Neuzeit und der Epoche der Entdeckungen kommt ungehemmte Neugierde auf, die Grenzen des Bekannten zu überschreiten. Forschungs- und Erkenntnisinteressen werden damit ebenso befördert wie das Kolonisationsinteresse.
Im Bestreben, Neues zu erfahren, zu erleben und sich durch Neuheit von der Langeweile des Alltags zu befreien, konstituiert sich eine Gesellschaft, die Mobilität nicht nur in räumlicher, sondern auch in zeitlicher und in geistig-seelischer Hinsicht praktiziert. Kein Wagnis wird gescheut, es wird in unwirtliche Höhen wie in unergründliche Tiefen gestiegen, – auch psychologisch, denn alles Reisen in der Moderne dient ebenso der Selbst- wie der Welterkundung.
Textliche Grundlage dieser Studie ist eine exemplarische Auswahl sowohl authentischer wie fiktiver Reisedarstellungen und -reflexionen. In den Blick gerät dabei auch die Tatsache, dass Reisen in der Moderne zwar ein Massenphänomen der mobilen Gesellschaft geworden ist, aber auf der Erde inzwischen selbst die hintersten Winkel ausgekundschaftet sind: Alle Welt reist, aber die Welt ist, soweit deren Leben sich im Irdischen abspielt, nicht mehr erkundungsbedürftig.
Die Bandbreite der behandelten Autoren reicht von Adam Olearius, Johann Georg Gmelin und Georg Wilhelm Steller über u.a. Nicolai, Seume, Sterne, Moritz, Goethe, Schiller, Herder, Novalis bis zu Alexander von Humboldt, Thomas Mann, Jules Verne, Christoph Ransmayr und Reinhold Messner.
Lothar Pikulik, geb. 1936, war von 1973 bis zu seiner Emeritierung Professor für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Trier. Autor zahlreicher Monographien und Aufsätze zur Literatur und Geistesgeschichte des 18. Jahrhunderts, zur Klassik, Romantik und Moderne sowie zur Form und Theorie von Drama und Theater. Im Georg Olms Verlag sind erschienen: Schiller und das Theater (2007), Thomas Mann und der Faschismus (2012) und Ästhetik des Interessanten (2014).
Youth and Performance: Perceptions of the Contemporary Child. 2015. Hrsg.: Wartemann, Geesche; Sarlam, Tülin; McAvoy, Mary. Medien und Theater (13). Engl. 208 S. 15 Abb. 23 x 16 cm. EUR 24,80. ISBN: 978-3-487-15241-7 Olms
This publication is the outcome of the third International Theatre for Young Audiences Research (ITYARN) conference in conjunction with an ASSITEJ World Congress and Festival held in Warsaw, Poland in 2014. The ITYARN conferences themes always give a very broad frame to invite researchers from different countries and with diverse Theatre for Young Audiences (TYA) traditions as well as diverse academic cultures to contribute to an international exchange about TYA. While exiting, this exchange is always a challenge. How to talk about aesthetic experiences and concepts of childhood in an intercultural dialogue? This is not just a question of translation but also of culturally determined concepts of TYA. Last but not least are the academic attitudes and modes of (critical) discussion themselves, which are culturally informed and shaped by individual experiences. With this publication, ITYARN once again takes up this most interesting task of developing intercultural exchange about TYA. It offers space for a diversity of author contributions, and it invites readers with academic and/or artistic backgrounds to look for new inspirations for his or her reflections on TYA.
"Vorläufig muß ich leben bleiben". Alfred Ahner - Aus den Briefen und Tagebüchern des Weimarer Künstlers (1890-1973). Vorwort Thomas Bürger, Einführung Jutta Penndorf. 2015. 396 S., 20 Abb., 22 x 15 cm. Gb. Olms Verlag, Hildesheim 2015. EUR 19,80 CHF 20,40 ISBN: 978-3-487-08551-7 Olms
Der thüringische Maler und Zeichner Alfred Ahner (1890–1973) war ein unbestechlicher Chronist in Bild und Wort, der vier verschiedene Gesellschaftssysteme sowie zwei Weltkriege miterlebte. Erstaunlich hellsichtige Beschreibungen der politischen und sozialen Wirklichkeiten vor allem in Weimar prägen auch seine umfangreichen Tagebuchaufzeichnungen und Briefe. Sie sind hier erstmals in einer kommentierten Auswahledition nachlesbar und somit die längst überfällige Ergänzung zum bereits erschlossenen bildnerischen Nachlass dieses Künstlers.
Was bewegte Ahner als Schüler in der ausklingenden Kaiserzeit, als Kunststudent unter Bohemiens in München und Stuttgart, als Sanitätssoldat im Ersten und Zweiten Weltkrieg, als Familienvater und freischaffender Künstler in der Weimarer Republik, im Nationalsozialismus und in der DDR? Auch die Hintergründe seines künstlerischen Schaffens und seiner prägenden Freundschaften, etwa zu Gerhard Altenbourg, werden beleuchtet. Stets reflektieren Alfred Ahners Tagebücher und Briefe dabei auf feinsinnige Weise Fragen sowie alltägliche Freuden und Sorgen der Menschen nicht nur des vergangenen Jahrhunderts.
Hauptwerke. Band 4: Obeliscus Pamphilius. Kircher, AthanasiuS. 2015.. Latein. 811 S. 30 x 19 cm. Gb. EUR 188,00. ISBN: 978-3-487-14643-0 Olms
Anlaß für den Obeliscus Pamphilius war die Umgestaltung der römischen Architektur durch Giovanni Battista Pamphilii, der seit 1644 als Papst Innozenz X. die Piazza Navona mit der von Bernini angelegten Fontana dei Quattro Fiumi zu einem neuen repräsentativen Zentrum ausbaute. 1649 wurde deshalb ein über 16 Meter hoher, mit hieroglyphischen Inschriften bedeckter Obelisk über dem Brunnen der Vier Ströme aufgerichtet. Kircher war an Restaurierung, Transport und Aufrichtung des Obelisken als wissenschaftlicher Berater unmittelbar beteiligt. Sein ein Jahr später erschienenes Werk nimmt das Monument als exemplarische Quelle zur Erforschung der ägyptischen Sprache und Zivilisation. Das Werk war ein großer Erfolg und ermunterte Kircher zur kurze Zeit später erfolgenden Publikation der Summe seiner ägyptologischen und religionsphilosophischen Untersuchungen, des Oedipus Aegyptiacus.
Herr Huang in Deutschland. Ein Chinese auf Weltreise zum Kulturerbe. Aus dem Chinesischen von Annelie Dangel und May-Britt Wilkens. Nubo, Huang. 690 S. zahlr. fb. Abb. 24 x 16 cm. Gb., Olms Verlag, Hildesheim 2014. EUR 19,80 CHF 20,40 ISBN: 978-3-487-08550-0 Olms
Der chinesische Unternehmer, Bergsteiger und Dichter Huang Nubo hat ein ehrgeiziges Ziel: Er will sämtliche UNESCO-Welterbestätten besuchen. Die erste Etappe seiner Reise führt ihn im September 2013 quer durch Deutschland, von Stralsund bis zu den prähistorischen Pfahlbauten am Bodensee. In seinem Reisetagebuch hält er mit unbestechlichem Blick Eindrücke von überwältigenden Bauwerken, malerischen Landschaften, neuen deutschen Freunden und beleidigend schlechtem Service fest.
Neben der Kultur hat Huang Nubo stets auch die Menschen im Blick, denen er mit Neugier und Respekt begegnet – solange sie dasselbe tun. Zwischen Entrüstung über den rüden Umgangston am Zoll und Entzücken über die Pracht des Aachener Doms schwankend schildert Herr Huang seine ganz persönliche Sicht auf Vorzüge und Probleme der deutschen Gesellschaft, zieht Vergleiche mit seiner chinesischen Heimat oder gerät ins Philosophieren. Sein Tagebuch ist ein authentisches Dokument einer außergewöhnlichen Reise durch ein Land, dem das eigene Welterbe fast so fremd zu sein scheint wie das geheimnisvolle ferne China.
„Ich habe mir in dieser Sache von Anfang bis Ende meine Unabhängigkeit bewahrt: Ich finanziere alles höchstpersönlich, ich vergnüge mich höchstpersönlich, ich schaue mir Deutschland mit meinen höchstpersönlichen Augen an und die Menschen auf meinem Weg treffe ich auch – höchstpersönlich. Ich habe kein Interesse daran, als Kulturbotschafter oder als Wahrzeichen eines Landes aufzutreten. Ich bin nur ich. Ich habe keinen Nationalismus im Gepäck. Ich bin Weltbürger. Ich will in diese Welt eintauchen.“
Das Hôtel de Galliffet (1784-1792). Pariser Baupraxis und Ausstattungskunst am feudalen Privatbau des ausgehenden Ancien Régime. Studien zur Kunstgeschichte 204. 2014. 462 S., 384 meist fb. Abb., 30 x 21 cm, Gb. EUR 98,00 CHF 100,80 ISBN: 978-3-487-15166-3 Olms
Im Mittelpunkt dieser Studie steht mit dem Hôtel particulier die französische Ausprägung des städtischen Feudalbaus in der Endphase seiner Entwicklung. Das zwischen 1784 und 1792 vom Architekten Etienne-François Legrand erbaute Hôtel de Galliffet in Paris zählt dabei zu den eindrucksvollsten Privatbauwerken des ausgehenden Ancien Régime. Die dort sichtbare Kombination traditioneller Gestaltungsprinzipien mit innovativen und provokanten Lösungen ist Ausdruck tiefgreifender architekturtheoretischer und bauästhetischer Veränderungen während der vorrevolutionären Epoche.
Diese Vorboten einer neuen Zeit werden unter Berücksichtigung der Baugeschichte und mittels einer Analyse von Grundriss, Fassaden und Innenausstattung des Hôtels de Galliffet sowie anderer prägnanter Stadtresidenzen jener Zeit genauer in den Blick genommen. Die bislang nur wenig beachtete Vorbildfunktion der petits maisons d‘Italie in Gestalt palladianischer Villen oder römischer Casini wird dabei ebenso diskutiert wie erstmalig auch der Einfluss von Theorien und Bauwerken zeitgenössischer englischer Palladianisten.
Frida Kahlo "revisitada". Estrategias transmediales - transculturales - transpicturales. Hrsg.: Ceballos, René; Toro, Alfonso de. Theorie und Kritik der Kultur und Literatur /Teoría y Crítica de la Cultura y Literatura/Theory and Criticism of Culture and Literature/Théorie et Critique de la Culture et Littérature (57). 2014. Spanisch. 193 S. 190 Abb. Pb. EUR 48,00 ISBN: 978-3-487-15147-2 Olms
El volumen es el resultado del congreso internacional con el tema "Frida Kahlo revisitada. Estrategias transmediales – transculturales – transpicturales en la obra de Frida Kahlo" que se llevó a cabo del 24 al 29 de noviembre de 2008 en el Centro de Investigación Iberoamericana de la Universidad de Leipzig con el auspicio de la Asociación Alemana de Investigación (DFG, por sus siglas en alemán). Los trabajos presentan un cambio de paradigma en la investigación de la obra de Frida Kahlo que se venía ya anunciando hace algunos años y que en el presente volumen se concretiza al considerar el contexto teórico de la transdisciplinaridad, transmedialidad y transtextualidad como una novísima alternativa a las investigaciones tradicionales y habituales sobre su obra. De esta forma se amplía la aproximación de orden epistemológico y artístico en base a la cual se pueden estudiar las complejas estrategias y procesos transculturales, transmediales y transpicturales —de los que Kahlo es no sólo una pionera, sino su más genuina creadora— para hacer un aporte científico sustancial y sistemático a la obra de esta remarcable personalidad artística. Se quiere, además, desexotizar y desmitificar a Kahlo y a su obra y colocarlas donde le corresponde: en el centro de los movimientos y de las discusiones artísticas de su tiempo, esto es, en un contexto transcultural inherente a todos los grandes artistas.
Participan en el volumen: R. Ceballos, A. de Toro, U. Felten, A. López, P. Rabinowitz, A. Rieger, B. Schuchardt, U. Seydel, C. Sieber, C. Wehr.
Manets neue Kleider. Zur künstlerischen Rezeption der "Olympia", des "Frühstücks im Grünen" und der "Bar in den Folies-Bergère". Eisentraut, Dieter. Studien zur Kunstgeschichte (203). 280 S. 130 meist fbg. Abb. 24 x 17 cm. Gb. Olms Verlag, Hildesheim 2014. EUR 68,00. ISBN: 978-3-487-15144-1 Olms
Die Bedeutung des Malers Édouard Manet (1832–1883) als Wegbereiter der klassischen Moderne entwickelt sich vor allem über drei seiner Hauptwerke: die „Olympia“, das „Frühstück im Grünen“ und die „Bar in den Folies-Bergère“. Mit ihrer neuen Malweise und ihren gewagten Sujets schockierten sie die bürgerliche Öffentlichkeit und forderten Künstlerkollegen von Beginn an zu Bearbeitungen seiner Gemälde heraus.
Schon Manet selbst hatte eine fast parasitäre Beziehung zur Malerei der Tradition, indem er immer wieder auf Werke der alten Meister zurückgriff und dabei großstädtische Modernitätserfahrungen wie Entfremdung oder Einsamkeit künstlerisch verarbeitete. Heute wird der französische Maler zum Kronzeugen subkultureller Befragungen, in denen sich die voyeuristische und fetischistische Signatur unseres Zeitalters öffnet.
Die aus der künstlerischen Rezeption hervorgegangenen Werke bilden inzwischen einen Hauptstrang der Moderne, der bis in die Gegenwartskunst des 21. Jahrhunderts reicht und längst nicht abgeschlossen ist. In dieser Studie wird er erstmals umfassend beschrieben und analysiert. Neben Gemälden werden dabei auch Skulpturen, Fotografien, Karikaturen, Videokunst, Performances und Formen der Populärkultur wie die Werbung oder Plattencover in den Blick genommen. Die Liste der untersuchten Künstler reicht u. a. von Max Ernst und Francis Bacon über Frank Stella und Gerhard Richter bis hin zu Jeff Koons, Gabriel Abrantes oder Wafaa Bilal.
Freiheitsbeschränkungen der Dekurionen in der Spätantike. Baumann, Alexander. Sklaverei – Knechtschaft – Zwangsarbeit (12). 2014. 232 S. 24 x 16 cm. Pb. EUR 39,80 ISBN: 978-3-487-15154-0 Olms
Die Gemeinderäte (Dekurionen) in den römischen Stadtgemeinden bildeten in der Spätantike einerseits das oberste Leitungsgremium einer Stadt, andererseits waren sie zu zahlreichen Diensten für das Gemeinwesen verpflichtet. Im Laufe der Zeit waren aber aufgrund der wirtschaftlichen Situation immer weniger Menschen bereit, das Dekurionenamt zu übernehmen, und immer mehr Dekurionen strebten danach, ihr Amt aufzugeben. Dies suchte der spätrömische Gesetzgeber durch eine Vielzahl von Gesetzen zu verhindern, die die Freiheit der Dekurionen in vielfältiger Hinsicht einschränkten. Diese Arbeit untersucht, welchen Freiheitsbeschränkungen die Dekurionen in der Spätantike unterlagen. Sie beleuchtet, welche Ursachen die Kaiser zu ihrer restriktiven Gesetzgebung bewogen, welche Folgen diese für die Betroffenen hatte und wie sie in die spätantike Gesetzgebung eingeordnet werden kann. Auch versucht sie eine Antwort auf die Frage zu geben, ob die Situation der Dekurionen als Zustand zwischen Freiheit und Unfreiheit bezeichnet werden kann.
Gesammelte Schriften. Band 1.1: Ausgewählte Aufsätze und Streitschriften. Mit einer Einleitung Hrsg.: Henrik Karge. Semper, Gottfried. Historia Scientiarum . 2014. 420 S. zahlr. Abb., davon 11 fb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 118,00. ISBN: 978-3-487-13497-0 Olms
Nachdem die Vorurteile gegenüber der Architektur des 19. Jahrhunderts weitgehend überwunden sind, ist der künstlerische Rang der Bauten Gottfried Sempers (1803-1879) heute unbestritten. Er war jedoch nicht allein einer der großen Architekten, sondern auch einer der großen Denker des 19. Jahrhunderts, und das Urteil dürfte nicht übertrieben sein, dass zu keiner Zeit ein wissenschaftliches Werk, das demjenigen Sempers vergleichbar wäre, von einem Architekten verfasst worden ist. Der singuläre Rang seiner Schriften beruht dabei nicht allein auf ihrem schieren Umfang, sondern in erster Linie auf ihrem besonderen wissenschaftlichen Charakter.
Das zentrale Ziel dieser vierbändigen Edition besteht darin, möglichst alle zu Lebzeiten Sempers publizierten Schriften dieses Autors zu erfassen und in Reprintform neu zu edieren. In den nun vorliegenden zwei Teilbänden werden alle Schriften Gottfried Sempers mit Ausnahme des Hauptwerks "Der Stil in den technischen und tektonischen Künsten", das bereits als Band 2 und 3 der Edition erschienen ist, in der Form ihrer ersten Publikation vorgelegt. Die englischen Aufsätze Sempers erscheinen somit erstmals wieder in der Originalsprache. Nicht aufgenommen wurden die unpublizierten oder erst in posthumen Editionen erschienenen Manuskripte. Die vorliegende Edition veranschaulicht somit das gesamte Schrifttum Sempers, das seinen Zeitgenossen über Publikationen zugänglich war.
Gottfried Semper. Gesammelte Schriften. Band 1.2: Ausgewählte Aufsätze und Streitschriften. Mit einer Einleitung Hrsg.: Henrik Karge. Historia Scientiarum . 2014. 400 S. zahlr. Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 118,00. CHF 163,10 ISBN: 978-3-487-15094-9 Olms
Nachdem die Vorurteile gegenüber der Architektur des 19. Jahrhunderts weitgehend überwunden sind, ist der künstlerische Rang der Bauten Gottfried Sempers (1803-1879) heute unbestritten. Er war jedoch nicht allein einer der großen Architekten, sondern auch einer der großen Denker des 19. Jahrhunderts, und das Urteil dürfte nicht übertrieben sein, dass zu keiner Zeit ein wissenschaftliches Werk, das demjenigen Sempers vergleichbar wäre, von einem Architekten verfasst worden ist. Der singuläre Rang seiner Schriften beruht dabei nicht allein auf ihrem schieren Umfang, sondern in erster Linie auf ihrem besonderen wissenschaftlichen Charakter.
Das zentrale Ziel dieser vierbändigen Edition besteht darin, möglichst alle zu Lebzeiten Sempers publizierten Schriften dieses Autors zu erfassen und in Reprintform neu zu edieren. In den nun vorliegenden zwei Teilbänden werden alle Schriften Gottfried Sempers mit Ausnahme des Hauptwerks "Der Stil in den technischen und tektonischen Künsten", das bereits als Band 2 und 3 der Edition erschienen ist, in der Form ihrer ersten Publikation vorgelegt. Die englischen Aufsätze Sempers erscheinen somit erstmals wieder in der Originalsprache. Nicht aufgenommen wurden die unpublizierten oder erst in posthumen Editionen erschienenen Manuskripte. Die vorliegende Edition veranschaulicht somit das gesamte Schrifttum Sempers, das seinen Zeitgenossen über Publikationen zugänglich war.
Kunsttheorie des Naturalismus und Realismus. Historische Entwicklung, Terminologie und Definitionen. Röhrl, Boris. 2014. 2. Überarbeitete Auflage. 228 S. 21 x 15 cm. Ln. EUR 58,00. ISBN: 978-3-487-15114-4 Olms
Dieses Buch bietet eine kurz gefasste, chronologische Beschreibung der verschiedenen Theorien des Naturalismus und Realismus in der bildenden Kunst, die zum einen als Stil und zum anderen als epochenübergreifendes Prinzip verstanden und erklärt werden. Die Darstellung dieser beiden Ebenen erfolgt wiederum aus zwei unterschiedlichen Blickwinkeln heraus, die nicht miteinander kompatibel sind: sowohl aus der Sicht kunstimmanenter Betrachtungsweisen als auch aus der Sicht der sozialistischen Kunsttheorie. Mittels dieses Systems können alle Theorien, die mit Naturalismus und Realismus in Verbindung stehen, in einer umfassenden Weise beschrieben und eingeordnet werden.
Für diese 2. neubearbeitete Auflage wurde der Text auf den neuesten Stand gebracht. Der Anhang mit dem »Verzeichnis der Fachbegriffe« und dem »Lexikon der Terminologie des Naturalismus und Realismus« wurde optimiert und aktualisiert. So fanden Begriffe wie »deutsch-deutscher Bilderstreit«, die in den letzten 10 Jahren die Realismus-Diskussion prägten, jetzt Eingang in dieses Werk.
Die »Kunsttheorie« ist als Vademekum und Grundlage der »World History of Realism« vom selben Autor gedacht, die 2013 ebenfalls im Georg Olms Verlag erschienen ist.
Raumverschiebung: Black Box >< White Cube. Hrsg.: Büscher, Barbara; Hrsg.: Eitel, Verena Elisabeth; Hrsg.: von Pilgrim, Beatrix. Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy Leipzig - Schriften (7). 2014. 222 S. 105 Abb. Engl. Br. EUR 38,00. ISBN: 978-3-487-15071-0 Olms
In den Kunstwissenschaften wächst das Interesse an Raum und Räumlichkeit als Parameter der Künste. So stellt sich die Frage nach Verschiebungen in institutionellen, kuratorischen und künstlerischen Praktiken, die aus der Reflexion räumlicher Gefüge in Theater / Tanz / Performance, Ausstellungen und Installationen, Kino und anderen Projektionsweisen bewegter Bilder resultieren. Verschiebung zielt dabei auf die Zusammenführung zweier unterschiedlicher Präsentationsmodi - Black Box und White Cube - auf deren Überlagerung, ihre Transformation. In dieser Dynamik der Verschiebungen werden neue Verhältnisse zwischen Räumen und Orten, zwischen Innen und Außen, zwischen Akteuren und Betrachtern ausgehandelt und hergestellt. Die hier versammelten Beiträge von Künstlern, Szenographen und Kuratoren, Medien- und Theaterwissenschaftlern reflektieren diese Entwicklung.
 
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