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Olms - Georg Olms Verlag Ag

 
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Julia M. Nauhaus. Die Gemäldesammlung des Städtischen Museums Braunschweig. Vollständiges Bestandsverzeichnis und Verlustdokumentation. Mit Beiträgen von Justus Lange. 896 S. 2257 s/w und 111 fb. Abb. Olms, Hildesheim 2009. EUR 68,00 ISBN: 978-3-487-13942-5 Olms
Die bisher weitgehend unbekannt gebliebene Gemäldesammlung des Städtischen Museums Braunschweig verdankt sich in erster Linie den großzügigen Schenkungen von Bürgern der Stadt. Den Grundstock der Sammlung bilden die Erwerbungen des 1832 gegründeten Braunschweiger Kunstvereins, der bestrebt war, eine Galerie der zeitgenössischen Malerei aufzubauen. Schwerpunkte waren Landschaften und Genrebilder der Düsseldorfer und Münchner Malerschulen sowie Porträts und Stadtansichten.
Wichtige Meilensteine auf dem Wege zur Erweiterung der Sammlung stellten die Vermächtnisse von Franziska von Reinike, Amalie Löbbecke, Hermann Heydenreich und die Sammlung von Franz Lucas dar. Im 20. Jahrhundert wurden neben zahlreichen Werken überregional bekannter Maler wie Carl Buchheister, Walter Dexel, Leo von König oder Max Peiffer Watenphul Arbeiten von Künstlern der Hochschule für Bildende Künste erworben und der Bestand an Braunschweig-Ansichten stetig erweitert.
Heute umfasst die Sammlung fast 2.200 Gemälde, Ölstudien, Pastelle und Gouachen, die in dem vorliegenden Band mit Abbildungen, darunter zahlreichen Farbtafeln, vollständig dokumentiert sind. Er enthält zudem die erste Zusammenstellung derjenigen Gemälde, die sich heute aufgrund von Kriegsverlust, Abgabe oder aus ungeklärter Ursache nicht mehr im Besitz des Museums befinden. Zahlreiche Register und ein umfangreiches Literaturverzeichnis ergänzen dieses Referenzwerk, mit dem die Gemäldesammlung des Städtischen Museums Braunschweig erstmals vollständig in Buchform erschlossen wird.
The hitherto largely overlooked collection of paintings in the City Museum in Braunschweig owes its existence primarily to the generous gifts of local citizens. The original core of the collection was formed by the acquisitions of the Brauschweiger Kunstverein, founded in 1832 with one of its aims being to found a gallery of contemporary painting. The emphasis was on landscapes and genre paintings from Düsseldorf and Munich schools as well as portraits and city views.
Important milestones in the growth of the collection include the bequests of Franziska von Reinike, Amalie Löbbecke, Hermann Heydenreich and the collection of Franz Lucas. In the 20th century the Museum acquired many works by painters with a wide reputation such as Carl Buchheister, Walter Dexel, Leo von König and Max Peiffer Watenphul alongside works by artists from the School of Fine Arts, while the collection of views of Braunschweig continued to grow.
Today the collection comprises some 2,200 paintings, oil studies, pastels and gouaches which are fully documented in this volume with illustrations, many in colour. The catalogue also lists those pictures which are no longer owned by the museum whether due to wartime losses, disposals or other unknown reasons. Several indexes and an comprehensive bibliography complete this reference work, the first complete catalogue in book form of the collection of paintings in the City Museum in Braunschweig.
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Roberts, Daniela: "Imago Mundi". Eine ikonographische und mentalitätsgeschichtliche Studie, ausgehendvon Hans Holbein d.J. "The Ambassadors". 2009. 524 S., mit 8 fb. und 88 s/w-Abb. 21 x 14 cm. (Stud. z. Kunstgesch. 177) Gh EUR 78,00 ISBN: 978-3-487-13493-2 Olms
Als singuläre Erscheinung innerhalb seiner Gattung stellte das Doppelporträt »The Ambassadors« von Hans Holbein d. J. (1497/98-1543) mit seiner Vielzahl deutbarer Einzelelemente Generationen von Forschern vor eine hermeneutische Herausforderung. Unter Rückgriff auf bislang unerschlossenes Quellenmaterial bietet die vorliegende Studie eine überzeugende Neuinterpretation dieses Hauptwerks der europäischen Kunstgeschichte.
Das Gemälde wird dabei erstmals in einen größeren geistesgeschichtlichen Kontext gesetzt, der es erlaubt, sich dem Sinnzentrum des Werkes unter Einbeziehung zentraler Teilaspekte stringent anzunähern. Konkret nachgewiesen wird beispielsweise der Bezug des Gemäldes zur Krönung Anna Boleyns am 1. Juni 1533, deren Zeugen und politische Advokaten die „Gesandten“ waren. In Holbeins Gemälde reflektieren sie die politischen Implikationen dieses Ereignisses und dokumentieren zugleich den eigenen Status sowie ihre diplomatischen Erfolge auf dem Hintergrund der europäischen Politik und religionspolitischen Bewegungen in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Indem die vorliegende Studie tief in Mentalität, Denkstrukturen sowie das Wissenschaftsverständnis humanistischer Gelehrter und politisch einflussreicher Personen eindringt, stellt sie ungeachtet ihres wissenschaftlichen Anspruchs eine fesselnde Lektüre dar.
Unique within its genre, the double portrait ‘The Ambassadors’ by Hans Holbein the younger (1497/98-1543) with its variety of interpretable elements has presented generations of researchers with a hermeneutic challenge. Using previously unexploited source material this study offers a convincing new interpretation of this masterwork of European art history.
For the first time the painting is placed in a wider context of intellectual history, making possible a compelling approach to the aesthetic centre of the work while including other core aspects. The study firmly proves, for example, the painting’s connection with the coronation of Anne Boleyn on 1 June 1533, an event at which the ‘Ambassadors’ were witnesses and political advocates. In Holbein’s picture they reflect the political implications of this event and also their own status and diplomatic successes in the context of European politics and religious and political movements in the first half of the 16th century. By probing deeply into the mentality, thought structures and scientific understanding of humanist scholars and politcally influential figures, this study is not only a work of high academic standards standards but also a gripping read.
Haase, Evelin: "In 64 Tagen um die Welt". Die ethnographische Sammlung von Carlos Götting.Bestandskatalog des Städtischen Museums Braunschweig. 2006. 528 S., 1255 sw. Abb., 64 fb.Abb. 29 x 21 cm. Pb EUR48,00 ISBN: 978-3-487-13242-6 Olms
Carlos Götting wurde 1828 in Braunschweig geboren. Mit 22 Jahren wanderte der Sattler- und Tapeziergeselle nach Amerika aus. Er ließ sich 1856 in Santiago de Chile nieder und übernahm ein Möbel- und Einrichtungsgeschäft, durch das er zu Wohlstand kam.
Schon während seiner Übersiedlung von Argentinien nach Chile hatte Götting einige völkerkundlich interessante Gegenstände erworben. Ab 1870 begann er in größerem Stil zu reisen, sowohl innerhalb Chiles und in südamerikanische Nachbarländer als auch nach Europa, in den Orient und schließlich einmal um den ganzen Globus. Diese Weltreise führte ihn von Europa durch die USA, von dort nach Japan, China, Indien und über Ägypten wieder zurück nach Europa. In seinen Unterlagen bewahrte Götting sein Leben lang einen Zeitungsartikel auf, in dem eine vergleichbare Reise um die Welt in 64 Tagen angepriesen wurde. Er selbst ließ sich jedoch fast ein ganzes Jahr Zeit. Auf seinen Reisen sammelte Götting alles, was ihn interessierte, vor allem Gegenstände der von ihm besuchten Völker, aber auch Fotografien und Naturalien.
Die ethnographische Sammlung von Carlos Götting ist sehr vielseitig. Sie enthält neben archäologischen Fundstücken aus Peru und Mexiko Gegenstände der Mapuche, Guarani und anderer Indianervölker Südamerikas. Auf den Reisen um die Welt kamen auch Kunstgewerbliches aus Japan, China, Indien und dem Orient sowie Musikinstrumente aus Nubien, Elchhaarstickereien der kanadischen Indianer oder eine Vogelmannfigur von der Osterinsel hinzu.
Götting, der sich im Alter in Hamburg niederließ, schenkte kurz vor seinem Tod 1899 seiner Heimatstadt Braunschweig die ethnographische Sammlung mit fast 1 500 Objekten sowie die 2530 Reisefotografien und vermachte testamentarisch einen größeren Geldbetrag als Grundlage für den Bau eines städtischen Museumsgebäudes, das 1906 eröffnet wurde.
Carlos Götting was born in Brunswick in 1828. As a 28-year old journeyman saddler and paper-hanger he emigrated to America. He settled in Santiago de Chile in 1856 and took over a furniture and fittings business which made him a wealthy man.
Already during his move from Argentina to Chile Götting had acquired some ethnographically interesting pieces. After 1870 he began to travel in grander style both within Chile and in the neighbouring South American countries, and also to Europe, to the Orient and finally once right around the world. This last journey took him from Europe through the USA and thence to Japan, China, India and back to Europe via Egypt. Among his possessions Götting kept all his life a newspaper cutting which praised a similar journey round the world accomplished in 64 days. However, he allowed himself nearly a year. On his travels Götting collected everything that interested him, principally objects from the peoples he visited but also photographs and natural specimens.
Carlos Götting’s ethnographical collection is very varied. Alongside archaeological finds from Peru and Mexico it contains objects from the Mapuche, Guarani and other indigenous South American peoples. The journey round the world brought pieces from Japan, China, India and the Orient, and items such as musical instruments from Nubia, Moose-hair embroideries from the Indians of Canada, or a bird-man figure from Easter Island.
In 1899, shortly before his death, Götting, who had settled in Hamburg in later life, bequeathed to his native city of Brunswick his ethnographical collection of almost 1500 items as well as the 2530 photographs from his travels, along with a large sum of money as the basis for the building of a municipal museum, which was opened in 1906. 978-3-487-12780-4 Mit den ethnographischen Sammlungen Herzog Johann Albrechts eröffnet das Städtische Museum Braunschweig die Reihe seiner Bestandskataloge.
Herzog Johann Albrecht zu Mecklenburg-Schwerin war von 1907 bis 1913 Regent des Landes Braunschweig und über Jahrzehnte Präsident der Deutschen Kolonialgesellschaft. Eine siebenmonatige Hochzeitsreise mit seiner zweiten Frau Elisabeth führte ihn unter anderem nach Siam, Indonesien und Japan, zu jener Zeit noch ein abenteuerliches Unternehmen.
Aufgrund des Interesses des Herzogs an außereuropäischen Kulturen überreichten ihm sowohl die fürstlichen Gastgeber als auch Menschen aus der Bevölkerung und dort ansässige Europäer zahlreiche Geschenke. Zusätzlich kaufte das Brautpaar bei Handwerkern, Händlern, auf Märkten und in Verkaufsausstellungen ein. Insgesamt brachte der Herzog über 1000 Erinnerungsstücke mit nach Hause, von denen er etwa die Hälfte dem Städtischen Museum Braunschweig überließ. Diese Sammlung mit ihren wertvollen völkerkundlichen Kunstwerken, schlichten Alltagsgeräten und Kuriositäten erzählt ihre eigene Geschichte und vermittelt zugleich interessante Einblicke in die Sammlermentalität zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
This is the first in a series of catalogues of the collections of the Braunschweig City Museum Duke Johann Albrecht zu Mecklenburg-Schwerin was from 1907 to 1913 Regent of the state of Braunschweig and served for decades as President of the German Colonial Society. On a seven-month honeymoon he and his second wife Elisabeth visited countries such as Siam, Indonesia and Japan - in those days still something of an adventure.
Because of the Duke’s interest in non-European cultures he received many gifts from his royal hosts, from ordinary inhabitants of the countries he visited, and from European residents there. In addition the couple bought items from craftsmen, merchants, markets and trade exhibitions.
The Duke brought a total of over 1000 souvenirs back home and left nearly half of these to the City Museum in Braunschweig. This collection of valuable ethnic artworks, simple everyday utensils and curiosities tells its own story while at the same time offering interesting insights into the mentality of early 20th century collectors.
Rumohr, Carl Friedrich von: Sämtliche Werke. Mit einer Einleitung herausgegeben von Enrica Yvonne Dilk. Band 1: Kunsthistorische Frühschriften. 1., Reprint: Hildesheim 2009 2009. 239 S. (Historia Scientiarum ) Gh EUR 118,00 ISBN: 978-3-487-13371-3 Olms
Erläuterung einiger artistischen Bemerkungen in der Rede des Herrn Hofrath Jacobs: über den Reichthum der Griechen an plastischen Kunstwerken. München 1810; Ueber die antike Gruppe Castor und Pollux oder von dem Begriffe der Idealität in Kunstwerken. Hamburg 1812; Fragmente einer Geschichte der Baukunst. Wien 1813; Vom Ursprunge der gothischen Baukunst.(2 Teile) Wien 1813; Einige Nachrichten von Alterthümern des transalbingischen Sachsens. Wien 1813; Denkwürdigkeiten der Kunstausstellung des Jahres 1814. München 1815.
Johannes von Gaza, Paulus Silentiarius und Prokopios von Gaza. Kunstbeschreibungen justinianischer Zeit. Beitr. v. Friedländer, Paul. Hrsg. v. Friedländer, Paul. 2., erw. Aufl. (Reprint) 2008. X, 338 S., 2 Falttaf., 12 Taf. 22,50 x 15,00 cm. Ln EUR 99,80 ISBN: 3-487-02591-4 Olms
Klug, Sabine: Das Ende des rechten Winkels. Wilhelm Ulrich und die exagonalen Baukonzepte in der Architektur des 20. Jahrhunderts. 2008. 476 S., 26 fb. u. 296 sw. Abb. 24 x 17 cm. (Stud. z. Kunstgesch. 175) Pp Olms Verlag, Hildesheim 2008. EUR 98,00 ISBN: 3-487-13696-1 Olms
Im Mittelpunkt dieses Buches steht das Werk des Architekten Wilhelm Ulrich (1890-1971), der die Vorherrschaft des rechten Winkels seit den zwanziger Jahren in Frage stellte und fünf Jahrzehnte an der hexagonalen Alternative arbeitete. Seine markanten Bauten in Halle an der Saale waren nach der politischen Wende in schlechtem Zustand und werden von der Forschung bis dato weitgehend mißachtet. Ulrichs persönliches Scheitern ist somit auch ein exemplarisches deutsches Schicksal als Folge von zwei Kriegen und der Teilung des Landes.
Trotz seiner eigenwilligen Position war Ulrich in hohem Maße in die Architektur- und Geistesgeschichte seiner Zeit eingebunden und rückte wie die Theoretiker des „Neuen Bauens“ die Funktionalität ins Zentrum seiner Argumentation. Diese begriff er jedoch nicht als vorübergehende Modeform, sondern als eine lebenslange und stets aufs Neue zu überprüfende Aufgabe. Mit Ulrich erweitert sich somit der Blickwinkel auf die Architektur des 20. Jahrhunderts, der sich zumeist auf die Ikonen des Bauhauses beschränkt - dem als Inbegriff der Moderne propagierten rechten Winkel erkennt Ulrich die Ausschließlichkeit ab.
Im Rahmen dieser Studie werden erstmals Wohn- und Siedlungsbauten, Kirchen, Kaufhäuser, die hexagonale Stadtplanung sowie Entwürfe vorgestellt, durch ein Werkverzeichnis ergänzt und mit umfangreichem Abbildungsmaterial aus Archiven und Privatbesitz illustriert. Zahlreiche Beispiele hexagonaler Bauformen in den siebziger Jahren, also nach Ulrichs aktiver Zeit, vervollständigen die Ausführungen und verweisen auf die Weitsicht seiner Argumentation. Dieses Buch leistet somit einen gewichtigen Beitrag zur Wiederentdeckung eines Architekten, dessen Bauweise die Formenvielfalt moderner Architektur eindrucksvoll dokumentiert.
The focus of this book is the work of the architect Wilhelm Ulrich (1890-1971) who in the 1920s began to question the dominance of the right angle, and worked for five decades on hexagonal alternatives. His striking buildings in Halle an der Saale were in a bad condition after the political change, and have been largely disregarded by experts until now. Ulrich’s personal failure also exemplifies a typical German fate as a result of two wars and the partition of the country.
Despite his idiosyncratic position, Ulrich was very closely involved in the architectural and intellectual history of his time and, like the theorists of the “New Building” placed functionality at the centre of his arguments. However, he considered this not merely as a passing fashion but as a lifelong task requiring constant reappraisal. With Ulrich, we get a wider perspective on 20th century architecture, usually restricted to the icons of the Bauhaus - Ulrich denies the exclusivity of the right angle, trumpeted as the epitome of modernism.
This study presents for the first time Ulrich’s houses and housing developments, churches, shops, hexagonal town plans and designs, supplemented with a catalogue of his works and a wealth of illustrations from archives and private collections. Numerous examples of hexagonal buildings from the 1970s, after Ulrich’s time, complete the work and demonstrate the far-sightedness of his arguments. This book is an important step in the rediscovery of an architect whose building style is in itself an impressive document of the formal variety of modern architecture.
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Giselle ou Les Wilis. Ballet Fantastique en deux actes. Faksimile der Notation von Henri Justamant aus den 1860er Jahren. Einl. v. Peter, Frank M. Hrsg. v. Peter, Frank M. 1. Aufl. (Faks.) 2008. XXVII, 248 S.,durchg. fb. Zeichn., 1 Anh. - 29,70 x 21,00 cm. Pb EUR 78,00 ISBN: 3-487-13830-1 Olms
Giselle erlebte schon bei der Uraufführung an der Pariser Oper im Juni 1841 in der Choreographie von Jean Coralli und Jules Perrot einen unvergleichlichen Triumph. Seit der Entstehung haben wohl alle berühmten Ballerinen des 19. und 20. Jahrhunderts die Giselle getanzt, das Ballett wurde zum Inbegriff des romantischen Balletts schlechthin und zählt bis heute zum Standardrepertoire nahezu aller bedeutenden Ballettkompanien.
Umso erstaunlicher klingt diese Erfolgsgeschichte, wenn man bedenkt, dass zwar Libretto und Musik schriftlich überliefert sind, aber von der originalen Choreographie bisher keine Aufzeichnung gefunden wurde. Die gegenwärtigen Aufführungen beziehen sich auf die Petersburger Traditionslinie, wo das Ballett nach seiner Rekonstruktion und Neueinstudierung erst ab den 1880er Jahren maßgebliche Form bekam. Die Veränderungen der Choreographie von 1841 bis heute aufgrund der fehlenden schriftlichen Tradierung mögen immens sein.
Ein Glücksfall für die weltweite Giselle-Rezeption ist daher der Erwerb einer bisher völlig unbekannten Aufzeichnung des Balletts vermutlich aus den 1860er Jahren in Paris - kurz bevor dort die seit der Uraufführung bestehende Aufführungstradition abbrach - durch das Deutsche Tanzarchiv Köln. Diese Handschrift von Henri Justamant, welche die Choreographie in Figuren- und Bodenwegszeichnungen sowie begleitenden Texten dokumentiert, ist die bislang einzig aufgefundene Aufzeichnung der Giselle dieser Art überhaupt. Mit der vorliegenden Faksimile-Ausgabe soll sie der Forschung und den Ballettmeistern zugänglich gemacht werden, gemäß der Einschätzung von George Balanchine (1954): „Das Werk ist so gut, dass man immer wieder Dinge entdeckt, die man vorher nicht gesehen hat, […] man lernt etwas Neues.“
Giselle was a triumph when it was premiered at the Paris Opera in June 1841 with choreography by Jean Coralli and Jules Perrot. Since it was created, practically every great ballerina of the 19th and 20th centuries has danced the role of Giselle, the work has come to be seen as the epitome of Romantic ballet and remains part or the standard repertoire of almost all major ballet companies.
This success story is all the more incredible when we consider that, while the libretto and music have survived in written form, hardly any notation of the original choreography has been found until now. Modern performances are based on the tradition established in St Petersburg where, after reconstruction and a new production, the ballet finally emerged in its definitive form in the 1880s. Due to the lack of a consistent written tradition, there may have been immense changes to the choreography between 1841 and today.
Therefore it is a piece of great good fortune for the international reception of Giselle that the German Dance Archive in Cologne has acquired a previously unknown transcription of the ballet, presumed to date from the 1860s in Paris - shortly before the performance tradition handed down from the premiere broke off. This manuscript by Henri Justamant, which documents the choreography in figure and floor pattern notations and in accompanying texts, is to date the only such notation of Giselle ever discovered. This facsimile edition makes it newly accessible to researchers and ballet-masters, in keeping with the assessment of George Balanchine (1954): “The work is such a good one that we always discover something in it we hadn’t seen before, […] we learn something new.”
Korff, Friedrich W: Der Klang der Pyramiden. Platon und die Cheopspyramide - das enträtselte Weltwunder. 2008. VI, 324 S., zahlr. Abb., 1 Falttafel u. 1 CD - 29,7 x 21,0 cm. Gb EUR 98,00 ISBN: 3-487-13540-X Olms
„Ein wahres Weltwunder ist wahrlich der stille Anblick der Pyramiden. Aber noch ein größeres ist ihr Gesang, die Kenntnis der Geometrie, der Bautechnik und Musik, die sie hervorbrachten.“ (FAZ)
"Stein gewordene Musik": Die Tagesthemen berichteten über "die Sensation in Fachkreisen" (Sendung vom 08.12.2008 http://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/tt1022.html)
"An seinen Erkenntnissen über das Konstruktionsprinzip der Pyramiden arbeitete Korff vier Jahre. Er hat unter anderem herausgefunden, dass die Neigungswinkel der altägyptischen Pyramiden die Intervalle antiker Tonarten widerspiegeln. Die Pyramiden sind Stein gewordene Musik, deshalb wirken sie auf die Menschen so harmonisch. Das klingt spektakulär, und ist es auch." (taz)
Mit den Pyramiden haben die Ägypter Bauwerke von Weltgeltung geschaffen. Warum ihr Anblick stets aufs Neue fasziniert, blieb uns bisher verborgen. Wir erkannten nur, dass die Böschungswinkel der Pyramiden sämtlich harmonisch sind. Die Suche nach dem Grund für dieses erstaunliche Phänomen hat den Philosophen Friedrich Wilhelm Korff in die antike Musiktheorie geführt. Das Geheimnis der Zahl 5040, die Platon zur logistischen Basis seines Idealstaats erklärt, war bisher selbst den klassischen Philologen verborgen geblieben. Korff hat entdeckt, dass diese Zahl in Wahrheit eine Pyramidenzahl ist. Sie enthält den kompletten Satz der Abmessungen der Cheopspyramide in überprüfbaren Ellenlängen. Dank seines archäologischen Spürsinns und den mathematisch exakten Ableitungen gelingt Korff der Nachweis, dass die Neigungswinkel aller Pyramiden aus musikalischen Intervallen gebildet sind. Da man den Anblick der Pyramiden nicht hören kann, löst sich das Rätsel, wenn man im übertragenen Sinne sagt: Sie klingen in den Augen, sind steingewordene Musik, materialisierte geistige Systeme. Unsere Architekten haben mit ihren heutigen Nachbildungen so gut wie nie die Faszination der ägyptischen Originale erreicht: Sie wissen nicht um die altägyptische Kenntnis der Harmonie der Pyramidenneigungen.
Die Entdeckung Korffs wird in dem 330 Seiten umfassenden Werk wissenschaftlich begründet und ist nach der Vielzahl nicht immer solider Veröffentlichungen über die Pyramiden endlich ein unwiderlegbarer, mathematisch genau begründeter Beweis für die Lösung des Rätsels. Korffs Ausführungen werden ergänzt durch die Einschaltung von Tabellen und Faltkarten. Die beigefügte CD bezeugt, wie die Intervalle der antiken Tonarten klingen.
In building the Pyramids the Egyptians created monuments of international significance. Why the sight of them continues to fascinate us has until now been a mystery. We only knew that the gradients of the Pyramids form a harmonising whole. The search for a reason behind this astonishing phenomenon led the philosopher Friedrich Wilhelm Korff to ancient theories of music. The secret of the number 5040, described by Plato as the basis of his ideal state, has hitherto been unknown even to classical philologists. Korff has discovered that this number is in fact a pyramid number. It contains the complete total of the dimensions of the Pyramid of Cheops in verifiable measurements. Through a combination of archaeological intuition and mathematical derivation Korff has succeeded in proving that the angles of inclination of all the Pyramids are formed from musical intervals. Since the sight of the Pyramids cannot be heard, the riddle is solved if we say figuratively: they sound in the eyes, are petrified music, intellectual systems made material. The architects of today have hardly ever succeeded in generating the same fascination as the Egyptian originals in their imitations: they are unaware of the ancient Egyptian knowledge of the harmony of the Pyramids’ inclination.
Korff ’s discovery is detailed with scholarly and scientific proofs in this 400-page book and, after many - not always intellectually sound - publications about the Pyramids, finally offers an irrefutable proof of the solution of the mystery, based on precise mathematical foundations. Korff ’s observations are supported by tables and folding maps. The accompanying CD contains examples of the intervals between ancient musical notes.
Ein bahnbrechender Wurf ist Friedrich Wilhelm Korff, Professor für Philosophie, mit seinem jüngsten Werk „Der Klang der Pyramiden“ gelungen. Korff weist am Beispiel der ägyptischen Pyramiden mit mathematischer Präzision und zahlreichen historischen Quellen unwiderlegbar nach, welch große Rolle die Kenntnisse harmonikaler Proportionen bereits in der Architektur der Antike spielten. Was bereits Johannes Kepler im Hinblick auf den Umlauf der Planeten in seinem dritten Planetengesetz nachgewiesen hat und einige Forscher der Neuzeit in vielen Ausformungen der Natur und der Kunst gefunden haben, hat Korff nun speziell an den ägyptischen Pyramiden nachgewiesen: Die musikalische Obertonreihe ist weit mehr als nur das Grundsystem einer musikalischen Harmonielehre; sie ist ein ästhetisches, harmonikales Gesetz, das in der Seele des Menschen verankert ist, nach welchem der Mensch Schönheit und Ästhetik von Unharmonischem unterscheidet. Auch dann, wenn uns diese Vorgänge beim Betrachten der Pyramiden nicht bewusst sind, so sind sie doch im inneren Tönen, im Empfinden der Seele verankert. Ton und Zahl sind untrennbar miteinander verbunden, die wohl elementarste und allgemeingültige Erkenntnis, die Korff in seinem Werk am Beispiel der allseits bekannten ägyptischen Pyramiden aufzeigt.
Die einfachen Proportionen - die ersten Teiltöne der Obertonreihe, die sowohl den Dur- als auch den Mollakkord bilden - entsprechen in ihrer einfachen Anlage dem ästhetischen Empfinden des Menschen und zeigen somit einen konkreten Zusammenhang zwischen dem Schönen und dem Natürlichen auf. Dieses alte pythagoreische Wissen um harmonikale Entsprechungen wird in der Zukunft noch so manche Überraschung ans Licht bringen. (Henny Jahn, Kirchenmusikerin u. Orgelbaumeisterin)
Burger, Angelika: Die Stilleben des Giorgio Morandi. Eine koloritgeschichtliche Untersuchung. 2. Aufl. 2008. 210 S., 1 fb. Abb. 20,80 x 14,50 cm. (Stud. z. Kunstgesch. 35) Kt EUR 39,80 ISBN: 3-487-07572-5 Olms
Giorgio Morandi (1890-1964), dessen sanfte Stilleben Bewunderung und Irritation hervorrufen, entdeckt in der Beschränkung seiner künstlerischen Mittel eine Konzentration und einen Reichtum, der dem Betrachter seiner Bilder Wege eröffnet, die über die Gegenständlichkeit der Stillebenmotive hinausreichen und zu ungeahnten Aussagen führen. Die Autorin hat diesen Sachverhalt zum Ausgangspunkt genommen für die Suche nach den objektiven, bildimmanenten Kriterien und Gestaltungsprinzipien, die bestimmte, subjektive Empfindungen bewirken und lenken. Dabei zeigte es sich, dass der Analyse des formalen und farbigen Aufbaus der Bilder das Hauptinteresse zu gelten hatte.
An einem Beispiel aus dem Spätwerk, der Natura Morta (1955), gelingt es der Verfasserin, die zwingende Logik und Gesetzlichkeit einsichtig zu machen, die in der besonderen Art von Morandis Gestaltung liegt - in der Hoffnung, dem Betrachter einen Weg zum Verständnis der ganzen Vielfalt und des Reichtums von Morandis Kunst zu weisen.
Hascher-Burger, Ulrike: Verborgene Klänge. Inventar der handschriftlich überlieferten Musik aus den Lüneburger Frauenklöstern bis 1550. Beitr. v. Volkhardt, Ulrike. Redakt.: Brandis, Wolfgang. 2008. 214 S., 120 fb. Abb. 24 x 17 cm. Pb EUR 49,80 ISBN: 3-487-13698-8 Olms
Sechs Frauenklöster (Ebstorf, Isenhagen, Lüne, Medingen, Walsrode und Wienhausen) der alten Kulturlandschaft zwischen Hannover und Hamburg, der Lüneburger Heide, bergen einen weitgehend unbekannten Schatz an Musikdokumenten aus dem Mittelalter. Die Medinger Gebetbücher, die Wienhäuser Liederhandschrift und das Ebstorfer Liederbuch sind schon seit vielen Jahren Gegenstand musikhistorischer und interdisziplinärer Forschung, doch sind bisher nur die beiden Liederbücher inventarisiert. Im Rahmen eines großangelegten (von namhaften niedersächsischen Stiftungen geförderten) Forschungsprojekts, das neben der musik¬wissenschaftlichen Erfassung auch eine Dokumentation der Materialien auf CDs beinhaltet, wurden von der Autorin bei intensiven Archivstudien in den Klöstern über 100 weitere Dokumente aus dem 12. bis 16. Jahrhundert entdeckt. Der vorliegende Katalog erschließt dieses Material erstmals. Ein Kapitel zur Musik-Ikonographie macht die zahlreichen Musikdarstellungen zugänglich. Dr. Ulrike Hascher-Burger ist als Musikwissenschaftlerin mit dem Research Institute for History and Culture, Universiteit Utrecht, Niederlande, verbunden. Sie ist spezialisiert auf Musik des Mittelalters, insbesondere auf die Musik der „Devotio moderna”, über die sie unter anderem zwei Monographien publiziert hat.
Six convents (Ebstorf, Isenhagen, Lüne, Medingen, Walsrode and Wienhausen) in the Lüneburg Heath region between Hanover and Hamburg, hold a largely unknown treasure trove of mediaeval musical documents. The Medingen prayer-books, the Wienhausen Song Manuscript and the Ebstorf Songbook have been the subject of music historical and interdisciplinary research for some years, but until now only the two songbooks have been inventarised. As part of a major research project (supported by well-known foundations in Lower Saxony), which includes both a musicological survey of the material and a documentation on CD, the author’s intensive archival research has brought to light over 100 more documents dating from the 12th to the 16th centuries. This is the first catalogue of the material. A chapter on musical iconography offers insights into the depiction of music.
Dr. Ulrike Hascher-Burger is a musicologist at the Research Institute for History and Culture, Universiteit Utrecht, Netherlands. Her specialism is in mediaeval music, particularly the music of the “Devotio moderna”, on which topic she has published two monographs.
Albers, Eckbert: Erkenntnismomente und Erkenntnisprozesse bei Rembrandt. 2008. 488 S.,94 fb. u. 111 sw. Abb. 24 x 17 cm Pp EUR 88,00 ISBN: 3-487-13831-X Olms
Über sämtliche Perioden seines Schaffens und in unterschiedlichsten Zusammenhängen zeigt Rembrandt (1606-1669) Menschen in erkenntnisbezogenen Situationen. Auf Rezeption und Fixierung von Erkenntnissen gerichtete Tätigkeiten wie Lesen und Schreiben sind häufige Bildmotive in seinen Gemälden, Zeichnungen und Radierungen. Rembrandt setzt sich intensiv mit allen Formen sinnlicher Wahrnehmung als Grundlage von Bewusstseinsprozessen auseinander. Während seine Blindendarstellungen die Auswirkungen von Wahrnehmungsdefiziten auf das Erkenntnisvermögen thematisieren, stehen Deutung und Missdeutung göttlicher Offenbarungen im Zentrum vieler biblischer Historien. Rembrandts Anatomie-Gemälde dienen der Gewinnung und Vermittlung medizinischer Einsichten, die Künstlerdarstellungen enthalten hintergründige Aussagen über musische Erkenntnisprozesse.
Die vorliegende Untersuchung erschließt durch Analysen von Werkgruppen erstmalig ein wichtiges Rahmenthema im Oeuvre Rembrandts. Eine Vielzahl von ikonographischen Neuerungen des holländischen Künstlers wird vom Autor nachgewiesen und, der Bandbreite der Bildsujets entsprechend, differenziert interpretiert, mit kritischem Blick auf bislang allgemein anerkannte Forschungsergebnisse. Dabei werden neben literarischen, theologischen und erkenntnistheoretischen auch medizinische und pädagogische Publikationen der frühen Neuzeit einbezogen.
Through all the periods of his creative life and in the most varied contexts, Rembrandt (1606-1669) shows people in epistemological situations. Activities leading to knowledge such as reading and writing are frequent motifs in his paintings, drawings and engravings. Rembrandt deals intensively with all forms of sensual perception as a foundation for the processes of consciousness. While his portrayals of blind people thematise the effect on cognition of a loss of perception, the interpretation and misinterpretation of divine revelation are at the heart of many of his biblical paintings. Rembrandt’s anatomy paintings exemplify the acquisition and transmission of medical knowledge, and his portrayals of artists include cryptic statements about artistic processes of cognition.
By analysing groups of works, this study reveals for the first time an important thematic framework in Rembrandts oeuvre. The author points out many iconographical innovations on the part of the Dutch master and, in keeping with the scope of the visual subject, differentiates them in his interpretation with a critical look at the findings of conventional research. His work makes reference to the literary, theological, epistemological, medical and pedagogical literature of the early modern age.
Töpffer, Rodolphe: Voyages aux Alpes et en Italie. Nachw. v. Kaenel, Philippe. Hrsg. v. Kaenel, Philippe. (Reprint).2008. 128 S., 44 ganzs. u. 79 Zeichn., 1 Kte 21 x 29 cm. (Helvetica Rara ) Gb EUR 49,80 ISBN: 3-487-13605-8 Olms
Rodolphe Töpffer (1799-1846), fils du peintre de genre et caricaturiste Wolfgang-Adam Töpffer, se destine à une carrière dans les arts. Mais une maladie des yeux l’empêche de réaliser ce rêve à l’âge de vingt ans. C’est alors qu’il décide, la mort dans l’âme, de se lancer dans l’enseignement et les lettres. Il fonde en 1824 sa propre pension, se tourne vers la critique d’art et l’esthétique, écrit des nouvelles et des romans, occupe les fonctions de professeur de rhétorique et belles-lettres à l’Académie de Genève en 1832. Mais si Töpffer est devenu célèbre de son vivant et garde une grande notoriété aujourd’hui, c’est grâce à ses « histoires en estampes » et ses récits de voyages illustrés. Parallèlement à ce monde graphique imaginaire Töpffer a rendu compte, par le texte et par l’image, des vingt-six voyages entrepris en compagnie des élèves de son pensionnat, durant les vacances de printemps, d’été ou d’automne, de 1825 à 1842. Le Voyage aux Alpes et en Italie s’est déroulé du lundi 21 août au mardi 12 septembre 1837. Au-delà des anecdotes, les récits et images touristiques de Töpffer déploient une variété de types humains, de caractéristiques nationales, de mœurs variées, décrites d’un point de vue genevois, conservateur, parfois moraliste, le plus souvent comique. Le voyage n’en demeure pas moins une école de la réalité.
Rodolphe Töpffer (1799-1846) wollte wie sein Vater, der Genremaler und Karikaturist Wolfgang-Adam Töpffer, Künstler werden. Doch ein Augenleiden, das ihn im Alter von zwanzig Jahren befiel, hinderte ihn daran, diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen. So entschied er sich widerwillig, Lehrer zu werden, und wandte sich der Literatur zu. Im Jahre 1824 gründete er ein Pensionat, widmete sich der Kunstkritik und Ästhetik, schrieb Novellen und Romane und übernahm 1832 die Position eines Professors für Rhetorik und Literaturwissenschaft an der Genfer Akademie. Doch wenn Töpffer bereits zu Lebzeiten Berühmtheit erlangte und bis heute eine bekannte Persönlichkeit ist, verdankt er dies vor allem seinen „histoires en estampes“ und illustrierten Reiseerzählungen. Neben dieser graphischen Welt seiner Imaginationen erzählte Töpffer in Text und Bild von seinen zweiundzwanzig Reisen, die er in Begleitung seiner Pensionatsschüler während der Frühjahrs-, Sommer oder Herbstferien in den Jahren von 1825 bis 1842 unternahm. Die Voyage aux Alpes et en Italie begann am Montag, dem 21. August, und endete am Dienstag, dem 12. September 1837. Jenseits des Anekdotischen entfalten die Erzählungen und Reisebilder Töpffers eine erstaunliche Bandbreite menschlicher Charaktere, nationaler Eigenarten und mannigfaltiger Sitten und Gebräuche. Geschrieben aus dem Blickwinkel eines Genfers, Konservativen und zuweilen eines Moralisten zeugen sie dabei häufig von außerordentlicher Komik. So entwickelt sich diese Reise letztlich zu nichts Geringerem als einer Schule des Lebens.
Kommerell, Viktor: Metamorphosed Margins. The case for a Visual Rhetoric of the Renaissance Grottesche under the influence of Ovid's Metamorphoses. 2008. 248 S., 115 sw. Abb. 21 x 14 cm. (Stud. z. Kunstgesch. 173 Pb EUR 58,00 ISBN: 3-487-13693-7 Olms
The Grottesche, Renaissance ornament, came out of the grotto in the 1480’s in Rome - inspired by the Ancient Roman wall paintings discovered in the ‘buried’ Domus Aurea - just as Ovid’s Metamorphoses reached a much wider readership in Italy and in Europe. As primary source for all’anticha (hi)stories and meaning, the Metamorphoses fuelled artistic imagination and meaning expressed in Grottesche compositions and motifs for a good part of their 200-year life. The unique ornament entered many art forms, covering Europe; and was revived in the 1700’s and 1900’s. In 1500’s Italy, these ornamental margins belonged to a larger phenomenon, the ‘Pagan Dream’. Ovid’s Metamorphoses, and other mythological handbooks, notably shaped artists’ visual choices and informed patrons’ reading of alla grottesca art work. They noted ‘underlying’, invisible ‘concetti’ visualised at the ornamental margins, also described in Ovid’s plots: The Laws of Nature, life cycles, metamorphosis, the power of passion.
This book makes an argument about what the Grottesche had meant to their 15th and 16th century contemporaries by looking at 7 locations, still visitable today. Hamburg-based researcher Victor Kommerell has written an engaging account of his findings, which invites art and cultural historians, Italy lovers and ‘educational tourists’ to delve into the often neglected margins.
Um 1480 kam das Renaissance-Ornament der Grottesken aus der Grotte in Rom zum Vorschein - von den in der verschütteten Domus Aurea gefundenen antiken Wandmalereien inspiriert. Zur gleichen Zeit nahm die Leserschaft der Metamorphosen Ovids in Italien und Europa rapide zu. Genutzt als primäre Quelle für Geschichte(n) und Bedeutung all’anticha, nährten die Metamorphosen die künstlerische Vorstellungs- und Aussagekraft der Grottesken-Kompositionen und Einzelmotive für einen großen Teil ihrer 200-jährigen Lebensdauer. Dieses einzigartige Ornament verbreitete sich europaweit in vielerlei Gattungen und wurde im 18. und 19. Jahrhundert wiederbelebt. Im Rinascita-Italien waren die ornamentalen ‘Ränder’ Bestandteil eines größeren Phänomens, des ‘Paganen Traums’. Die Metamorphosen, auch andere mythologische Handbücher, beflügelten die Künstler und bildeten die ‘Brille’, durch welche die Auftraggeber die Grottesken betrachteten. Sie ‘sahen’ in den ornamentalen Rändern unsichtbare ‘concetti’, die auch Kernstoff der Metamorphosen-Handlungen waren: Die Gesetze der Natur, Zeiten und Zyklen, Liebe und Leidenschaft.
Anhand von noch heute bestaunbaren 7 Fallstudien stellt der Autor dar, was die ‘Grottesche’ ihren Zeitgenossen im 15. und 16. Jahrhundert bedeuteten. Der Hamburger Forscher Victor Kommerell lädt Kunst- und Kulturhistoriker, Italienliebhaber und Kulturreisende ein, die so oft ignorierten ‘Ränder’ zu besuchen.
Olenschlager, Johann D von: Neue Erläuterung der Guldenen Bulle Kaysers Carls IV.. Aus den älteren Teutschen Geschichten und Gesezen zur Aufklärung des Staatsrechts mittlerer Zeiten als dem Grunde der heutigen Reichsverfassung. 2 Bde/Tle. Einl. v. Buschmann, Arno. Hrsg. v. Buschmann, Arno. (Reprint) 2008. CXVIII, 676 S., 5 Kupferstiche - 21,00 x 14,80 cm. (Historia Scientiarum ) Gb EUR 196,00 ISBN: 3-487-13824-7 Olms
Entstehung und Bedeutung der goldenen Bulle; II: Text der goldenen Bulle und Urkunden zu ihrer Geschichte und Erläuterung.
Salmen, Walter: Luise von Preußen (1776-1810). Musik, Tanz und Literatur im Leben einer Königin. 2008. VI, 172 S., 21 sw. Abb. 22 x 14,50 cm. Pb EUR 27,80 ISBN: 3-487-13653-8 Olms
Königin Luise von Preußen (1776-1810) ist unter den Fürstinnen ihrer Zeit ein herausragender Platz eingeräumt worden. Sie wurde bewundert von Goethe, Schiller, Heinrich von Kleist, Johann Friedrich Reichardt, Carl Friedrich Zelter und selbst von Napoleon, ihrem politischen Gegner.
In den Publikationen über ihr Leben und Wirken wurden bislang ihre Beförderungen der Künste entweder nur beiläufig betrachtet oder gar gering eingeschätzt. Da sie jedoch eine passionierte Sängerin und geübte Tänzerin war, Klavier, Gitarre und Harfe spielte, täglich mit der Literatur ihrer Zeit sich vertraut machte und am Konzert- sowie Theaterleben rege teilnahm, wird in diesem Buch erstmals anhand von Tagebüchern, Briefen und anderen Quellen ihr Können und Engagement detaillierter erschlossen. Sie vermochte es während der Jahre 1793 bis 1810 den Hof der Hohenzollern zu öffnen für das Sololied und den Chorgesang, für bürgerliche Tänze (z.B. den Walzer) und die Literatur der Weimarer Klassiker.
Queen Luise of Prussia (1776-1810) occupies a prominent position among the royal women of her day. She was admired by Goethe, Schiller, Heinrich von Kleist, Johann Friedrich Reichardt, Carl Friedrich Zelter, and even by Napoleon, her political opponent.
Previous books about her life and work have given only cursory attention to her encouragement of the arts or have very much underestimated it. However, she was a passionate singer and practised dancer, played the piano, guitar and harp, kept in daily touch with the literature of the day and was an enthusiast for the theatre and concerts. For the first time this book uses diaries, letters and other original sources to reveal in detail the extent of her abilities and interest. Between 1793 and 1810 she opened the Hohenzollern court to solo and choral singing, to bourgeois dances (e.g. the waltz) and to the literature of Weimar classicism.
Flecken, Maria A: "Und es ist Canova, der sie machte". Die bonapartistischen Frauenbildnisse. 2008. 296 S., 67 sw. u. 2 fb. Abb. 21 x 14,80 cm. (Stud. z. Kunstgesch. 172) Pb EUR 48,00 ISBN: 978-3-487-13601-1 Olms
Im Mittelpunkt der vorliegenden Studie stehen die weiblichen Porträtstatuen, die der italienische Bildhauer Antonio Canova (1757-1822) für die kaiserliche Familie Bonaparte geschaffen hat. Diese werden im Kontext der Kunst- und Mentalitätsgeschichte um 1800 analysiert und in ihren ursprünglichen historischen Zusammenhang zurückversetzt, da sie nur so für den heutigen Betrachter erfahrbar sind. Berücksichtigt werden dabei zentrale Aspekte wie die Autonomie der Kunstwerke, das Erfassen von Wesen und Charakter der dargestellten Persönlichkeiten sowie die „offene“ Darstellungsweise Canovas. Letztere suggeriert Mehrdeutigkeit und lässt Interpretationen zu, die sich sogar gegen die von der Familie Bonaparte geforderten Inhalte richten können. In dieser Arbeit bleibt der Blick stets auch auf die Person des Bildhauers gerichtet, insbesondere auf Canovas stete Bemühungen zur Erhaltung und Wiederherstellung der großen römischen Tradition. Nur ihm trauten seine Zeitgenossen eine Erneuerung der Kunst zu, die mit einer Politisierung seiner Arbeiten einherging. Canovas Werke bleiben dabei jedoch stets so ambivalent, dass sich in ihnen bis heute verschiedenste geistige Strömungen wiederfinden konnten.
The central subject of this study is the series of female portrait statues which the Italian sculptor Antonio Canova (1757-1822) made for the imperial Bonaparte family. These are analysed in the context of the artistic and intellectual history of the period around 1800 and placed in their original cultural context since only thus can a contemporary viewer experience them. The author examines central aspects such as the autonomy of artworks, the capturing of the nature and character of the people portrayed and Canova’s “open” style of portrayal. This last implies ambiguity and allows for interpretations which can even run counter to those required by the Bonaparte family. The study always remains focussed on the character of the sculptor, especially on Canova’s constant striving to maintain and recreate the great Roman tradition. Contemporaries believed that only he could bring about a renewal of art accompanied by the politicisation of his work. Yet Canova’s works remained so ambivalent that even today we may still perceive in them the most disparate cultural trends.
Carl Friedrich von Rumohr. Sämtliche Werke. Einltg. Enrica Yvonne Dilk. Reihe: HISTORIA SCIENTIARUM Band 5: Kunsthistorische Spätschriften. Leipzig und Berlin 1832 - 1841. Reprint: Hildesheim 2008. 518 S. Ln. EUR 148,00 ISBN: 978-3-487-13334-8 Olms
Deutsche Kunst in der neuern Zeit. In: Conversations-Lexikon der neuesten Zeit und Literatur. Leipzig 1832: Geschichte der königlichen Kupferstichsammlung zu Copenhagen. Ein Beitrag zur Geschichte der Kunst und Ergänzung der Werke von Bartsch und Brulliot. Leipzig 1835; Hans Holbein der jüngere, in seinem Verhältniß zum deutschen Formschnittwesen. Leipzig 1836; Auf Veranlassung und in Erwiderung von Einwürfen eines Sachkundigen gegen die Schrift: Hans Holbein der jüngere, in seinem Verhältniß zum deutschen Formschnittwesen. Leipzig 1836; Zur Geschichte und Theorie der Formschneidekunst. Leipzig 1837; Untersuchung der Gründe für die Annahme: daß Maso di Finiguerra Erfinder des Handgriffes sei, gestochene Metallplatten auf genetztes Papier auszudrucken. Leipzig 1841; Ueber den Einfluss der Litteratur auf die neueren Kunstbestrebungen der Deutschen. In: Anasthasius Graf Raczynski, Geschichte der neueren deutschen Kunst. Berlin 1841.
Carl Friedrich von Rumohr (1785-1843), der sich selbst einen „practischen Aesthetiker“ nannte, galt seinen Zeitgenossen Schelling, Hegel, Friedrich Schlegel und Wilhelm von Humboldt als bahnbrechender Kunstkritiker. Seine innovativen Ansätze, mittels exakter Archivstudien zu quellenmäßig fundierten Analysen zu gelangen, fanden bei Fachkollegen wie Waagen, Schorn, Förster und Gaye Anerkennung. Rumohrs Autorität in disziplingeschichtlichen Fragen ist jedoch nur eine Facette seiner Mehrfachbegabung: Er entwarf landeskulturelle Modelle, erarbeitete gastrosophische Konzepte und nahm als Reiseschriftsteller, Novellentheoretiker, Übersetzer und Romancier aktiv am literarischen Leben teil. In dieser kulturgeschichtlichen Perspektive ist sein vielschichtiges Schaffen noch kaum erforscht, nicht zuletzt deswegen, weil mit Ausnahme des öfter aufgelegten Geistes der Kochkunst, der ihn „bei Literaturfreunden und Gourmets unsterblich gemacht“ hat (Wolfgang Koeppen), keine Werkausgabe vorliegt. Eine von Rumohr selbst geplante Ausgabe letzter Hand gelangte nicht zum Druck, und die 1920 von Julius Schlosser betreute Neuedition der Italienischen Forschungen - ein Meilenstein im Emanzipationsprozeß der frühen Kunsthistoriographie - ist den rara zuzurechnen.
Die Nachdruckausgabe macht erstmals das Gesamtwerk zugänglich. Eine Darstellung des Œuvre sowie eine Bio-Bibliographie leiten den ersten Band ein. Darüber hinaus werden die zumeist schwer greifbaren Journalbeiträge, die Rumohr als meinungsbildender Publizist in die Blätter für Literarische Unterhaltung, die Jahrbücher für wissenschaftliche Kritik, sowie in das Cottasche Kunstblatt und in das Schlegelsche Deutsche Museum einrückte, vollständig dargeboten. Der Nachdruck der Auktionskataloge seiner zerstreuten Kunst- und Büchersammlungen soll ebenfalls dazu beitragen, das breite Spektrum der Interessen des Connoisseurs und Förderers der deutsch-römischen Künstler (u.a. F. Overbeck, F. Nerly, F. Horny) vor Augen zu führen.
Carl Friedrich von Rumohr (1785-1843) , who called himself a “practical aesthetician”, was regarded by his contemporaries - among them Schelling, Hegel, Friedrich Schlegel and Wilhelm von Humboldt - as a pioneering art critic. His innovative approach - to rely on archival records for his aesthetic analysis - was widely acclaimed. Rumohr was also active as a literary writer and a translator, and he is well-known as an outstanding gastronomic writer. This is the first collected edition of his works.
Rumohr, Carl F von: Sämtliche Werke. Hrsg. v. Dilk, Enrica Y. 7: Rumohr, Carl F von: Einl. v. Dilk, Enrica Y. Hrsg. v. Dilk, Enrica Y. Reprint 2008. 548 S. (Historia Scientiarum ) Gb EUR 118,00 ISBN: 3-487-13336-9 Olms
Carl Friedrich von Rumohr (1785-1843), der sich selbst einen "practischenAesthetiker" nannte, galt seinen Zeitgenossen Schelling, Hegel, FriedrichSchlegel und Wilhelm von Humboldt als bahnbrechender Kunstkritiker....
Semper, Gottfried: Gesammelte Schriften. 3/4: Einl. v. Karge, Hendrik. Hrsg. v. Karge, Henndrik. Reprint 04.2008. 589 S., 239 Holzschn., 5 Taf. (Historia Scientiarum ) Gb EUR 118,00 ISBN: 3-487-13499-3 Olms
Semper, Gottfried: Gesammelte Schriften. 4 Bde/Tle. Hrsg. v. Karge, Henrik. Reprint 2008. (Historia Scientiarum ) Gb EUR 472,00 ISBN: 3-487-13496-9 Olms
Gottfried Semper (1803-1879) ist der bedeutendste deutsche Architekt des 19. Jahrhunderts neben Karl Friedrich Schinkel, dessen romantischen Klassizismus er durch eine nüchterne Bauweise unter Bevorzugung des italienischen Renaissancestils ablöste. Gegensätze wie jene zwischen Grundform und Kunstform oder Materialechtheit und Ornament wurden durch Sempers hohes Künstlertum zu einer künstlerischen Einheit geführt.
Seine praktische Arbeit band Semper zeitlebens in einen theoretisch fundierten Kontext ein. Berühmt wurden seine Forschungen zur Polychromie der antiken Architektur und Plastik, die er mit der Konzeption einer Einheit der Künste verband. Sein Buch „Wissenschaft, Industrie und Kunst“ reflektierte die Einsichten, die die Weltausstellung von 1851 gebracht hatte, als Vorgriffe auf eine zukünftige Kunst. „Die vier Elemente der Architektur“ von 1850 ist wichtiges Zeugnis seiner geistigen Distanz zum Historismus. Wie seine Bauten reflektierten seine wirkungsmächtigen Schriften, in denen er sich oft polemisch mit künstlerischen Tendenzen seiner Zeit auseinandersetzte, die Bedingungen ästhetischer Wahrnehmung. Nicht zufällig bezog sich die niederländische Bewegung "de Stijl" später direkt auf Sempers Hauptwerk "Der Stil in den technischen und tektonischen Künsten“.
Als einer von wenigen Architekten hat Gottfried Semper ein wissenschaftliches Œuvre von hohem Rang hervorgebracht. Sein architektonisches Werk war von europäischer Bedeutung. Geboren in Hamburg und ausgebildet in Paris, fand Sem-per nach einer ausgedehnten Studienreise durch Italien und Griechenland 1834 eine einflussreiche Position als Professor für Baukunst in Dresden, wo er seine berühmtesten Bauten errichtet hat: das erste und das zweite Hoftheater, die Gemäl-degalerie, die Villa Rosa. Auf die gescheiterte Revolution von 1849 folgten schwierige Jahre im Londoner Exil, bevor Semper als Professor in Zürich und als Entwerfer des Wiener Kaiserforums den Zenit seiner internationalen Anerkennung erreichte.
Ausgehend von seiner Dresdner Akademielehre verfolgte Semper das Ziel, die vielfältigen Erscheinungsformen der Architektur auf wenige Urtypen zurückzuführen, um die Genese der Baukunst mit naturwissenschaftlicher Exaktheit zu erfassen. Die in seinem monumentalen zweibändigen Werk Der Stil in den technischen und tekto¬nischen Künsten (1860-1863) entwickelte „Bekleidungstheorie“ hat bis heute ihre - teils inspirierende, teils kontroverse - Wirkung auf architektonische Konzeptionen nicht eingebüßt. Sempers literarisches Œuvre steht wie kaum ein zweites für die wis-senschaftliche Interdisziplinarität des 19. Jahrhunderts.
Gottfried Semper is one of the few architects to have produced a scholarly œuvre of high quality. His architectonic work was of Europe-wide importance: born in Hamburg and trained in Paris, after an extended study tour of Italy and Greece Semper took up the position of Professor of Architecture in Dresden in 1834. Here he constructed his most famous buildings: the first and second Court Theatres, the Art Gallery, the Villa Rosa. The failed revolution of 1849 led to difficult years of exile in London before Semper reached the zenith of his international fame as professor in Zurich and designer of the Kaiserforum in Vienna. On the basis of his teaching in Dresden, Semper’s aim was to trace the varied forms of architecture back to a few original types in order to describe the genesis of architecture with scientific precision. The theory of ornament devel-oped in his monumental two-volume work Der Stil in den technischen und tektonischen Künsten (1860-1863) still retains its influence - part inspirational, part controversial - on architectonic thinking. Semper’s literary oeuvre is among the finest representations of academic interdisciplinarity.
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