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Olms - Georg Olms Verlag Ag |
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Kehrbaum, Annegret: Die Nabis und die Beuroner Kunst. Jan /Willibrord Verkades Aichhaldener Wandgemälde (1906) und die Rezeption der Beuroner Kunst durch die Gauguin-Nachfolger. 2006. 776 S., 227 sw. u. 8 fb. Abb. 24 x 17 cm. (Stud. z. Kunstgesch. 168) Pb EUR 98,00 ISBN: 978-3-487-13056-9 Olms
Obwohl Adolf Bastian der Begründer der Ethnologie in Deutschland ist, war er lange Zeit in Vergessenheit geraten. Im Zuge eines verstärkten Interesses an der Wissenschaftsgeschichte des 19. Jahrhunderts und den Anfängen der Disziplin sind in den letzten Jahren mehrere Betrachtungen zum Bastian´schen Werk entstanden.
Diese von Bastian als „Wissenschaft vom Menschen“ verstandene neue Disziplin war in seinen Fragestellungen und Herangehensweisen ausgesprochen modern. So definierte Bastian die Ethnologie erstmals als eine Wissenschaft, die kulturelle Zeugnisse unabhängig von der physischen Anthropologie betrachtet. Bastian suchte nach Erklärungsmodellen für Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Kulturen, welche die übliche Unterscheidung zwischen „primitiv“ und „zivilisiert“ ad absurdum führte. Die Gesellschaft als Organismus verstehend wandte er naturwissenschaftliche Modelle an, um die „Gesetze [ihrer] organischen Entwicklung“ zu erkennen.
Ein Re-Print des Werkes von Adolf Bastian, das ca. 70 Monographien, fast 300 Zeitschriftenartikel und ebenso viele Buchrezensionen umfaßt, kann sinnvollerweise nur in einer Auswahl erfolgen. Wichtige theoretische Werke, Reiseberichte, ausgewählte Zeitschriftenartikel zu virulenten Themen seiner Zeit (Evolution, Kolonialpolitik, ethnologischen Feldforschung u.a.) ermöglichen die Wurzeln eines Faches Ethnologie wieder zu entdecken.
Although Adolf Bastian was the founder of ethnology in Germany, he was for many years a forgotten figure. As a result of growing interest in the history of 19th-century scholarship and in the origins of the discipline, several studies of Bastian’s work have appeared in recent years.
The discipline which Bastian conceived as “the science of man” was decidedly modern in its questions and methods. For example, Bastian was the first to define ethnology as a science which studies cultural evidence as distinct from physical anthropology. Bastian sought models for the explanation of similarities and differences between cultures which reduced the familiar differentiation between “primitive” and “civilised” ad absurdum. Understanding society as an organism, he used models from nature to enable recognition of the “laws of [its] organic development”.
To reprint the work of Adolf Bastian, which comprises some 70 monographs, almost 300 journal articles and as many book reviews, a selective approach is the only sensible one. Important theoretical works, travel writing, selected journal articles on the virulent themes of the day (evolution, colonial policy, ethnological fieldwork etc) allow us to rediscover the roots of ethnology as a discipline.
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Die Kunstsammlung des Freiherrn C. F. L. F. von Rumohr. Verzeichniss einer Sammlung von Büchern des verstorbenen Kammerherrn C. F. L. F. v. Rumohr. Reprint d. Ausg. Lübeck 1846. Bd 16. 2005. 642 S. Ln EUR 148,- ISBN: 978-3-487-12734-7 Olms
Carl Friedrich von Rumohr, der sich selbst einen „practischen Aesthetiker“ nannte, galt seinen Zeitgenossen Schelling, Hegel, Friedrich Schlegel und Wilhelm von Humboldt als bahnbrechender Kunstkritiker. Seine innovativen Ansätze, mittels exakter Archivstudien zu quellenmäßig fundierten Analysen zu gelangen, fanden bei Fachkollegen wie Waagen, Schorn, Förster und Gaye Anerkennung. Rumohrs Autorität in disziplingeschichtlichen Fragen ist jedoch nur eine Facette seiner Mehrfachbegabung: Er entwarf landeskulturelle Modelle, erarbeitete gastrosophische Konzepte und nahm als Reiseschriftsteller, Novellentheoretiker, Übersetzer und Romancier aktiv am literarischen Leben teil. In dieser kulturgeschichtlichen Perspektive ist sein vielschichtiges Schaffen noch kaum erforscht.
Die Nachdruckausgabe macht erstmals Rumohrs Gesamtwerk zugänglich. Eine Darstellung des Œuvre sowie eine Bio-Bibliographie leiten den ersten Band ein. Darüber hinaus werden die zumeist schwer greifbaren Journalbeiträge, die Rumohr als meinungsbildender Publizist in die Blätter für Literarische Unterhaltung, die Jahrbücher für wissenschaftliche Kritik, sowie in das Cottasche Kunstblatt und in das Schlegelsche Deutsche Museum einrückte, vollständig dargeboten. Der Nachdruck der Auktionskataloge seiner zerstreuten Kunst- und Büchersammlungen soll ebenfalls dazu beitragen, das breite Spektrum der Interessen des Connoisseurs und Förderers der deutsch-römischen Künstler (u.a. F. Overbeck, F. Nerly, F. Horny) vor Augen zu führen.
Carl Friedrich von Rumohr, who called himself a “practical aesthetician”, was regarded by his contemporaries - among them Schelling, Hegel, Friedrich Schlegel and Wilhelm von Humboldt - as a pioneering art critic. His innovative approach - to rely on archival records for his aesthetic analysis - was widely acclaimed. Rumohr was also active as a literary writer and a translator, and he is well-known as an outstanding gastronomic writer. This is the first collected edition of his works.
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Forssman, Erik: Kunst und Architektur im neuzeitlichen Europa. Ausgewählte Beiträge. Hrsg. v. Reidel, Hermann. 360 S., 50 Abb.. (Stud. z. Kunstgesch. 162) Gb., Olms Verlag, Hildesheim 2004. EUR 88,00
ISBN: 978-3-487-12804-7 Olms
Die Beiträge dieses Sammelbandes bilden einen repräsentativen Querschnitt durch das Schaffen des Kunsthistorikers Erik Forssman (* 1915) und sind in ihrer Zusammenstellung zugleich eine kleine Kunstgeschichte der Neuzeit, dargestellt an exemplarischen Künstlern und ästhetischen Phänomenen.
Seit ihren Anfängen stand die Kunstgesch in einem manchmal harmonischen, manchmal kritischen Verhältnis zum zeitgenössischen Kunstschaffen. Als sich der Kunstbegriff im Laufe des 20. Jahrhunderts radikal änderte, geriet das Fach in eine methodische Krise. Erik Forssman hat diese Krise während seiner wissenschaftlichen Arbeit im In- und Ausland zwar zutiefst miterlebt, aber ihr in Forschung und Lehre über viele Jahrzehnte zu widerstehen versucht. Seine hier vorgelegten Aufsätze aus den vergangenen dreißig Jahren wurden ursprünglich an teilweise entlegenen Orten als Katalog- oder Festschriftenbeiträge veröffentlicht und vom Autor für dieses Buch ausgewählt. Ihre inhaltliche Bandbreite reicht von grundsätzlichen Überlegungen zu den Ursprüngen der Kunstgeschichte über das Erscheinungsbild der Baukunst in Italien, Deutschland und Skandinavien bis hin zu Malern wie Hans Thoma oder Edvard Munch.
The essays in this volume offer a representative selection from the work of art historian Erik Forssman (* 1915) and at the same time form a short history of art in the modern age based on examples of different artists and aesthetic phenomena. From its very beginning the writing ofart history has enjoyed a part-harmonious, part-critical relationship with contempo-rary creative art. As the very conception of art underwent a radical change during the 2Oth century the subject reached a methodological crisis. Erik Forssman certainly experienced this crisis in the course of his academic career both at home and abroad, but attempted to overcome it in his many decades of research and teaching. The essays from the past thirty years brought together here were originally published in separate and sometimes inaccessible works such as catalogues and commemorative volumes, and have been chosen by the author for this hook. Their content ranges from fun-damental reflections on the origins of art history to the appearance of architecture in Italy, Germany and Scandinavia and to individual artists such as Hans Thoma or Edvard Munch.
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