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Gebr. Mann Verlag

 
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Sie starben jung!. Künstler und Dichter, Ideen und Ideale vor dem Ersten Weltkrieg. Hrsg.: Dogramaci, Burcu; Weimar, Friederike. 2014. 120 S. 66 meist fb. Abb. 23 x 22 cm. Gb. EUR 24,90. CHF 34,60 ISBN: 978-3-7861-2704-8 Gebr. Mann Verlag
Burcu Dogramaci, Prof. Dr. phil., lehrt Kunstgeschichte mit Schwerpunkt auf dem 20. Jahrhundert und der Gegenwart an der LMU München.Jüngste Publikationen: (Hg.) Großstadt. Motor der Künste in der Moderne, Berlin 2010; Wechselbeziehungen. Mode, Malerei und Fotografie im 19. Jahrhundert, Marburg 2011.
Friederike Weimar, Dr. phil., selbstständige Kunsthistorikerin in Hamburg. Publizistin, Kuratorin, Dozentin. Schwerpunkt in Forschung und Vermittlung ist die Norddeutsche
Moderne. Jüngste Publikationen: (Hg. mit PD Dr. Dirk Hempel) »Himmel auf Zeit.« Die Kultur der 1920er Jahre in Hamburg, Neumünster 2010; Bilder, Briefe und Erinnerungen
zum Lebenswerk des Hamburger Postimpressionisten Fritz Friedrichs (1882–1928), Fischerhude 2013.
Anthologie zum Städtebau. Das Phänomen Großstadt und die Entstehung der Stadt der Moderne. Hrsg.: Lampugnani, Magnago; Frey, Katia; Perotti, Eliana. 2014. 1400 S. Band II in zwei Teilbänden. 24 x 17 cm. Gb. EUR 150,00. CHF 188,00 ISBN: 978-3-7861-2523-5 Gebr. Mann Verlag
Nun vollständig vorliegend: Kommentierte Textsammlung zur Theorie des Städtebaus, in der die Geschichte der Städtebautheorie als zusammenhängender interdisziplinärer Diskurs erkennbar wird.
Die Quellentexte aus dem späten 19. Jahrhundert bis zum Zweiten Weltkrieg erhellen die vielfältigen Aspekte des komplexen Großstadtphänomens und dokumentieren die Entstehung der modernen Metropole in Europa und Übersee. Im Zusammenspiel mit der Kommentierung machen sie Breite und Kapillarität eines städtebaulichen Diskurses erfahrbar, der die nationalen Grenzen durchschreitet und ansatzweise globale Dimensionen annimmt, wie er auch selber seinen Rahmen sprengt und in regionalen, territorialen Kategorien argumentiert. Die allmähliche Institutionalisierung der städtebaulichen Disziplin trägt nicht nur zu ihrer Formalisierung und zur Herausbildung eines professionellen Instrumentariums bei, sondern beansprucht zudem ihren Diskurs – wie ihre Mittel – zur politischen, sozialtechnischen und wirtschaftlichen Einflussnahme. Die nun vollständig vorliegende Anthologie (erschienen seit 2005) ist eine thematisch und chronologisch gegliederte Textsammlung, die ein breites Spektrum an fachlichen Fragestellungen auffächert und die Theoriegeschichte der Disziplin Städtebau differenziert nachzeichnet. Die Quellentexte erscheinen philologisch sorgfältig ediert, in Originalsprache nach Erstausgabe, versehen mit Kommentaren zur Editionsgeschichte. Dies macht die Anthologie zur unverzichtbaren Grundlage für weitere Forschungen: »… ein äußerst umfassendes und sehr verdienstvolles Kompendium (…), das sich auch unter einschlägig interessierten Historikern schnell als unverzichtbares Handwerkszeug etablieren dürfte« [Peter Kramper, h-soz-u-kult].
Tronies. Das Gesicht in der Frühen Neuzeit. Hrsg.: Hirschfelder, Dagmar; Krempel, León. 135 S., 60 Abb., dav. 15 fb. 26 x 21 cm, Gb. EUR 59,00 CHF 76,00 ISBN: 978-3-7861-2694-2 Gebr. Mann Verlag
In frühneuzeitlichen Quellen wird eine große Faszination für das menschliche Gesicht als Ausdrucksträger und »Spiegel der Seele« greifbar. Niederländische Künstler wie Rembrandt, Frans Hals oder Vermeer schufen unzählige Charakterköpfe, sogenannte Tronies, die diese neue Sensibilisierung spiegeln. Auf Grundlage jüngster Forschungsergebnisse werden Tronies in einen Zusammenhang mit dem historischen Diskurs zum menschlichen Gesicht und seiner Wahrnehmung gebracht. Dabei richtet sich der Blick auf Kunsttheorie und Literatur sowie auf Selbstzeugnisse der Frühen Neuzeit. Die stärker kunsthistorisch ausgerichteten Beiträge des vorliegenden Bandes behandeln bislang nicht thematisierte Fragen zur Tronie. Die langfristige Entwicklung und Veränderung der Bildaufgabe, ihre Rezeption sowie individuelle künstlerische Herangehensweisen werden neu diskutiert.
Dagmar Hirschfelder ist Kunsthistorikerin und Spezialistin für niederländische und deutsche Malerei der Frühen Neuzeit. Seit 2005 ist sie am Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg beschäftigt, derzeit als Projektleiterin für die Erforschung des spätmittelalterlichen Gemäldebestands des Museums. León Krempels Interesse für die holländische Malerei des 17. Jahrhunderts wurde durch die Kunst von Johannes Vermeer geweckt. Nach Stationen an den Staatlichen Museen in Berlin und am Städelschen Kunstinstitut in Frankfurt am Main kuratiert er seit 2003 Ausstellungen am Haus der Kunst München. Mehrfach brachte er die Alten Meister in einen Dialog mit der zeitgenössischen Kunst.
Das niederländische Stifterbild. Emotionsstrategien des Sehens und der Selbsterkenntnis. Scheel, Johanna. Neue Frankfurter Forschungen zur Kunst (14). 2013. 548 S. 153 Abb, davon 27 fb.. 24 x 17 cm. Gb. EUR 79,00. CHF 102,00 ISBN: 978-3-7861-2695-9 Gebr. Mann Verlag
Das Bildgebet prinzipiell als affizierendes Geschehen verstehend, wäre ein im Bild dargestellter Stifter als Identifikationsfigur für den zeitgenössischen Betrachter in vorbildhafter Emotionalität dargestellt zu erwarten. Doch in der altniederländischen Malerei bleibt das Gesicht der Stifterfigur, die sonst in der Darstellungsweise dem heiligen Bildpersonal angenähert ist, überraschenderweise unbewegt, mimisch reglos.
Der sich aufdrängenden Frage nach der emotionsvermittelnden und gebetsfördernden Funktion des Stifterbildes für den betenden Betrachter geht Johanna Scheel erstmals vertiefend nach. Durch Vergleiche mit Texten, Theorien und Darstellungen des Gebets eröffnet sie neue Deutungen. Auch darüber, wie dem Stifter sein eigenes Bildnis im Gebetsprozess hilfreich zu sein vermag, geben zeitgenössische Quellen Aufschluss. Tatsächlich wird das Sehen des eigenen Gesichts dort funktionalisiert – vieles weist darauf hin, dass auch reale Spiegel im Spätmittelalter als Hilfsmittel der Andacht genutzt wurden.
The Making of a New »Differential Space«. Permanent Site-Specific Art in Ameriand the Dia Art Foundation (1974–2006). Banay, Mira. Humboldt-Schriften zur Kunst- und Bildgeschichte (XVIII). 2013. Engl. 304 S. 65 Abb. 24 x 17 cm. Pb. EUR 59,00. CHF 76,00 Erscheint Febr. 2014 ISBN: 978-3-7861-2705-5 Gebr. Mann Verlag
Ortsspezifische Kunst entstand seit den 1970er Jahren im Südwesten der USA mit Hilfe bedeutender geldlicher Mittel der Dia Art Foundation. Die Studie erhellt die soziopolitischen Implikationen dieser Co-Produktionen von gemeinnütziger Stiftung und Künstlern wie Walter de Maria, Michael Heizer, James Turrell sowie Donald Judd und Dan Flavin – unter Berücksichtigung der Folgen für den Ort des Geschehens. Die Land Art-Projekte in der südwestamerikanischen Wüste werden ganz neu bewertet.
Berlin in Geschichte und Gegenwart. Hrsg.: Breunig, Werner; Hrsg.: Schaper, Uwe. Jahrbuch des Landesarchivs Berlin . 2013. 370 S. 87 Abb. 24 x 16 cm. Gb. EUR 29,90. CHF 40,00 Erscheint Januar 2014 ISBN: 978-3-7861-2689-8 Gebr. Mann Verlag
Aus dem Inhalt: Christiane Schuchard: Die ältesten Rechnungsbücher der Berliner Pfarrkirchen. – Laurenz Demps: Der Bau des Arbeitshauses am Alexanderplatz. – Renate Franke: Augenzeuge der Rettung Berlins. Franz Krüger zeichnet auf dem Schlachtfeld von Großbeeren. – Christoph Kreutzmüller: Berlin – der »andere« Finanzplatz Preußens im langen 19. Jahrhundert. – Ulrich Roeske: Das »nominelle« Groß-Berlin 1909–1912. – Christoph Hamann: Peter Martin Lampel und die Erziehungsanstalt Struveshof. – Wolfgang Ribbe: Der Mittelhof im Nationalsozialismus. – Annette Hinz-Wessels: Jüdische Psychiatriepatienten in Berliner Heil- und Pflegeanstalten im Nationalsozialismus. – Akim Jah, Beate Kosmala, Monika Schmidt und Bjoern Weigel: Der »Judenspediteur«. Ambivalente archivarische Spuren der Spedition Scheffler im Nationalsozialismus. – Werner Breunig: Berlin-Chronik 2012. – Manfred Vellguth: Das Theaterjahr 2012. – Uwe Schaper: Jahresbericht 2012 des Landesarchivs Berlin.
Jahrbuch der Berliner Museen. Jahrbuch der Preussischen Kunstsammlungen. Neue Folge / Kaiser Friedrich III. (1831–1888) als Protektor der Königlichen Museen. Skizze einer neuen Kulturpolitik. Wehry, Katrin. 2013. 132 S. 106 Abb., davon 14 fb.. 30 x 24 cm. Gb. EUR 118,00. CHF 148,00 ISBN: 978-3-7861-2701-7 Gebr. Mann Verlag
Sein politischer Status spielt dabei insoweit eine Rolle, als dieser sein Ansehen sowie seine Handlungsmöglichkeiten stark beeinflusste. Jedoch steht im Mittelpunkt der Untersuchung Friedrich als Kulturpolitiker, dessen Interesse an der Kunst- und Kulturförderung der jungen Hauptstadt Berlin ein grundsätzliches war. Über die Grenzen der Königlichen Museen hinaus setzte sich Friedrich auch als Protektor für ein modernes Kunstgewerbe ein und unterstützte archäologische Ausgrabungen wie die Großgrabung in Olympia sowie diverse Berliner Architekturvorhaben. Historische Quellen, insbesondere die bisher kaum berücksichtigten Tagebücher Friedrichs III., bezeugen dabei das engagierte, wohlüberlegte und breitgefächerte Wirken des Kronprinzen auf dem preußischen Kultursektor. Sie zeigen den Protektor neben seiner kunstinteressierten Ehefrau Victoria als einen eigenständigen Förderer der Künste.
Der Mensch. Unterricht am Bauhaus. Schlemmer, Oskar. Einleitung von Kuchling, Heimo. 2013. 158 S. 85 Abb. 25 x 18 cm. Gb. EUR 49,00. CHF 63,10 ISBN: 978-3-7861-2699-7 Gebr. Mann Verlag
Das Programm der berühmten »bauhausbücher« aus den 1920er Jahren sah auch eine Veröffentlichung Oskar Schlemmers unter dem Titel »Bühnenelemente« vor. Doch die publizistischen Möglichkeiten schwanden um 1929/30 in Folge der Weltwirtschaftskrise. Erst 1969 konnte der vorliegende Band aus dem Nachlass Schlemmers zusammengestellt werden. Grundlage sind Schlemmers Vorlesungsunterlagen seines Kurses »Der Mensch« von 1928, die er nicht mehr zum Buch ausarbeiten konnte. Wie man mit aller Deutlichkeit sieht, war seine gedankliche Konzeption mit der des Bauhauses kongruent wie sonst nur die von Gropius und Moholy-Nagy. So bedeutungsvoll die durch die Technik aufgeworfene Problematik und ihre Bewältigung für das Bauhaus gewesen sind – das Ziel, dem alles untergeordnet wurde und blieb, war das soziale Wesen Mensch und, bei allem sozialen Engagement, das Individuum.
Hans-Reinhard Lehmphul. Monographie und Werkverzeichnis der Gemälde. Hrsg.: Ohnesorge, Birk. 2013. 272 S. 1100 fb. Abb. 31 x 24 cm. Gb. EUR 69,00. CHF 88,80 ISBN: 978-3-7861-2700-0 Gebr. Mann Verlag
Hans-Reinhard Lehmphul erarbeitete sich seit den ausgehenden 1960er Jahren – ohne akademische Ausbildung – seinen individuellen Weg in die malerische Abstraktion. Darin wurde er über Jahrzehnte von seinem Bremer Galeristen Rolf Ohse unterstützt. Die Briefe Lehmphuls an seinen Galeristen sind in Auszügen im Buch wiedergegeben als wichtige und authentische Dokumente. Sie zeigen das Ringen des Künstlers um seine schöpferische Arbeit und seinen Lebensentwurf. Ebenso wird in den Beiträgen sowohl die Künstlerpersönlichkeit nahe gebracht als auch Bezüge seines Schaffens zur Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts beleuchtet. Das neu erarbeitete Werkverzeichnis der Gemälde belegt in seiner Fülle den originären Beitrag zu einer abstrakten Farbflächenmalerei. Das Werk Lehmphuls erweist sich als eigensinnige und eigenwillige Position in der jüngeren abstrakten Malerei.
Mit Beiträgen von Guido Boulboullé, Hans-Wolf Jäger, Sabine Schellhorn und Marion Thielebein.
Berlin in Geschichte und Gegenwart. Jahrbuch des Landesarchivs Berlin 2012. Hrsg.: Breunig, Werner; Schaper, Uwe. Jahrbuch des Landesarchivs Berlin 2012. 2013. 326 S., 65 Abb. dav. 25 fb. 24 x 16 cm, Gb. EUR 29,90 CHF 38,90 ISBN: 978-3-7861-2673-7 Gebr. Mann Verlag
Jahrbuch des Landesarchivs Berlin mit Beiträgen zur Geschichte sowie zum politischen und kulturellen Zeitgeschehen Berlins. Mit seinen regionalgeschichtlichen Beiträgen und Chroniken wendet sich das seit 1982 erscheinende Jahrbuch an Wissenschaftler und Studierende, Journalisten, Kommunal-, Landes- und Bundespolitiker sowie an historisch Interessierte im Raum Berlin-Brandenburg.
Aus dem Inhalt:
L. Demps: Prälatenhäuser, Burglehen und Freihäuser. – R. Franke: Die Krankheitsgeschichte Friedrichs des Großen. – G. Leclerc und K. Wernicke: Der Klarinettist Joseph Beer. – J. Behrend: Der Historien- und Genremaler Robert Warthmüller. – W. Petke: Der Oberlehrer und Mediävist Professor Dr. Wilhelm Bernhardi. – E. Finger: Brix & Genzmer und der Bebauungsplan der Villenkolonie Nikolassee. – K.-R. Schütze: Gymnastikschule Dorothea Schmidt, Dorotheenstiftung, Dorotheenbund e. V. – W. Ribbe: Die Linksparteien im Spiegel der Lageberichte der Gestapo für die Reichshauptstadt Berlin 1933–1936. – Chr. Kreutzmüller und P. Woitkowski: Die Datenbank jüdischer Gewerbebetriebe in Berlin 1930–1945. – K. Finkelnburg: 20 Jahre Verfassungsgerichtshof des Landes Berlin. – W. Breunig: Berlin-Chronik 2011. – M. Vellguth: Theaterpremieren 2011. – U. Schaper: Jahresbericht
Berlin /DDR, neohistorisch. Geschichte aus Fertigteilen. Urban, Florian. 2013 256 S. 101 z. T. fb. Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 19,95. CHF 26,90 ISBN: 978-3-7861-2544-0 Gebr. Mann Verlag
Nicht nur in der Bundesrepublik wurde über die »gemordete Stadt« und die »Unwirtlichkeit unserer Städte« geklagt. Auch in Ost-Berlin – und das mag angesichts von scheinbar dominierenden Plattenbauten überraschen – entstanden Alternativen zur funktionalistischen Moderne.
In den 1970er und 80er Jahren setzte sich das Konzept einer »historischen Stadt« durch. Damit nahmen DDR-Architekten und Stadtplaner eine internationale städtebauliche Leitidee auf. In der Folge wurden einige der jahrzehntelang vernachlässigten Gründerzeitviertel in den Bezirken Mitte und Prenzlauer Berg saniert und mit neuen Insignien imaginärer Stadtgeschichte ausgeschmückt. Gleichzeitig errichtete man im Nikolaiviertel, am Platz der Akademie (Gendarmenmarkt) und in der Friedrichstraße repräsentative Bauten, die sich an historische Bauformen anlehnten, dazu jedoch Fertigbauteile aus Beton verwendeten. Das Buch schärft den Blick für die DDR-spezifischen Reaktionen der Stadtplaner auf die international virulenten zeitgenössischen Diskussionen zu Architektur und Stadt, befeuert durch die aufblühenden Sozialwissenschaften.
Kölner Jahrbuch für Vor- und Frühgeschichte / Kölner Jahrbuch. Band 45 (2012).Hrsg.: Römisch-Germanisches Museum /Archäologische Gesellschaft in Köln. 2013 576 S. 733 Abb, davon 344 fb, sowie 2 Planbeilagen. 30 x 21 cm. Gb. EUR 85,00. CHF 106,00 ISBN: 978-3-7861-2681-2 Gebr. Mann Verlag
Der Jahresband 2012 bietet Einblick in die aktuelle archäologische und historische Forschung von der Römerzeit bis ins frühe Mittelalter besonders im Raum Köln.
Aus dem Inhalt:
- Römische Gläser aus Gräbern an der Luxemburger Straße in Köln. Typologie, Chronologie, Grabkontext (Dela von Boeselager) - Valdivahanus (Alfred Schäfer)
- Valdivahanus. Epigraphisch (Hartmut Galsterer)
- Maria im Kapitol (Alfred Schäfer)
- Marmorierte Lampen aus Köln (Eva-Maria Cahn)
- Rheinische Sparsamkeit. Birnenförmige Talglampen aus Köln (Eva-Maria Cahn)
Die Königliche Tierarzneischule in Berlin von Carl Gotthard LangHans Eine baugeschichtliche Gebäudemonographie. Kempf, Jens O. Die Bauwerke und Kunstdenkmäler von Berlin. Beihefte (33). 2013 256 S. 32 Taf. 67 Abb, 154 Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 39,00. CHF 49,50 ISBN: 978-3-7861-2576-1 Gebr. Mann Verlag
Im 18. Jahrhundert erfreute sich die Preußenresidenz Berlin einer prächtigen neuen Königlichen Tierarzneischule. Im Herbst 2012 konnte diese Wissenschaftsarchitektur mit ihrem historischen Anatomiehörsaal nach denkmalgerechter Sanierung erneut zugänglich gemacht werden.
Der Berliner Klassizismus brachte im Zuge intensiver Kunstförderung durch König Friedrich Wilhelm II. künstlerische und architektonische Werke höchster Qualität hervor. Errichtet von Carl Gotthard Langhans (1733–1808), dem Architekten des Brandenburger Tores, gehört die Tierarzneischule zu den wichtigsten so genannten »Immediatbauten«, welche Langhans in seiner Rolle als Direktor des preußischen Oberhofbauamtes verantwortete. Mit diesen staatlichen Prestigebauten kam er seinem expliziten Dienstauftrag nach, »die Stadt zu embelliren«, also auf repräsentative Weise zu verschönern. Im Hauptgebäude, das der Struktur der Villa Rotonda folgt, ist unter zentraler Kuppel eine der eindrucksvollsten Raumschöpfungen der europäischen Hörsaalarchitektur erhalten. Das Buch dokumentiert und analysiert baukonstruktive Originalität, typologische Erfindungsgabe und ikonografische Raffinesse.
Paran G’Schrey – Ein Herbstblatt vom Asphalt. Liebesbriefe. Hrsg.: Ehrlicher, Katharina. 2013. 184 S. 88 fb. Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 19,95. CHF 27,90 ISBN: 978-3-7861-2690-4 Gebr. Mann Verlag
Der in Indien geborene Paran G’Schrey verkörperte die innerlich zerrissene Künstlernatur. Begabt, begeistert und ausgestattet mit höchster künstlerischer Sensibilität kämpfte er um Anerkennung im Berliner Kunstbetrieb der späten 50er Jahre. Diesen Kampf hätte er gewonnen, wenn er nicht vorzeitig sein Leben beendet hätte. Sein Werk ist von auch heute noch eindringlich spürbarer Vitalität, aber nur wenigen Kennern vertraut. In den Briefen an seine Geliebte und spätere Ehefrau sind Spuren des Alltagslebens in West-Berlin, eigene Erfolge und Niederlagen bewahrt. Sie sind inspiriert vom Zauber des Verliebtseins, dem unendlichen Kraftquell für einen, der auf die Sicherheiten einer bürgerlichen Existenz verzichtete, doch sie spiegeln zugleich sein Hadern mit Kunst und Leben. Der Künstler versah die Briefe mit Gedichten und Illustrationen: Kleine Text-Bild-Kunstwerke, die dem heutigen Betrachter zugleich Zeugnis vergangener Schreib-Kulturen sind.
Katharina Ehrlicher, verw. G'Schrey, geb. 1928, studierte Modedesign (UdK Berlin) und Textilgewerbe (PH Berlin). Sie leitete die Modeklasse der Werkkunstschule Bielefeld. Im Letteverein Berlin in der Schulleitung der Abt. Fotografie, Grafik und Mode bis zur Pensionierung. Diverse Veröffentlichungen zum Thema »Mode und Kunst«.
Jahrbuch Preussischer Kulturbesitz . 2012. Herausgegeben von Stiftung Preuß. Kulturbesitz. 2013. 90 meist fb. Abb. 23 x 15 cm. Leinen. EUR 35,00. CHF 45,90 ISBN: 978-3-7861-2696-6 Gebr. Mann Verlag
Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz ist ein weltweit einzigartiges historisch gewachsenes Ensemble von Museen, Archiven, Bibliotheken und Forschungsinstituten. Ihre Einrichtungen – die Staatlichen Museen zu Berlin, die Staatsbibliothek, das Geheime Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, das Ibero-Amerikanische Institut und das Staatliche Institut für Musikforschung – verbinden spartenübergreifend Kunst und Kultur mit Wissenschaft und Forschung und machen die Stiftung somit zu einem faszinierenden Begegnungsort. Als zukunftsorientierte und dynamische Organisation fördert sie die kulturelle und wissenschaftliche Vernetzung, macht Kultur auf vielfältige Weise erlebbar und eröffnet neue Ansätze für den Austausch von Wissen.
Zöbl, Dorothea. Wo der König Bürgermeister war. Charlottenburger Stadtgeschichten seit 1700 [Berlin]. 160 S. 65 z. T. fb. Abb. 24 x 17 cm. Br. Gebr. Mann Verlag, Berlin 2013. EUR 24,95. CHF 34,60 ISBN: 978-3-7861-2686-7 Gebr. Mann Verlag
Das älteste Haus Charlottenburgs entstand 1712 noch in der Einöde zwischen Berlin und Spandau, wo Friedrich I. eine Idealstadt anlegen ließ. Gerettet wurde es vor dreißig Jahren an Heiligabend, als beherzte Anwohner sich dem illegalen Abriss durch Immobilienspekulanten widersetzten.
Zwischen diesen Polen schildert Dorothea Zöbl fast 300 Jahre Charlottenburger Stadtgeschichte rund um das Schicksal des Hauses Schustehrusstraße 13. Charlottenburg war zu Beginn politisch völlig von seinem Stadtgründer, Preußenkönig Friedrich I. abhängig. Der hatte sich gleich zum Ersten Bürgermeister deklariert. Das Buch führt Entwicklungen und Konflikte vor Augen, die beim Zusammenwachsen der Bürgerschaft vor allem nach Abzug des Hofstaates entstanden. Ein erster Teil beleuchtet Gründung und Ausbau Charlottenburgs (1700–1720). Mit der Geschichte des Hauses Schustehrusstraße 13 und seiner Umgebung wird sodann die langfristige Entwicklung (1712–1985) der Altstadt verfolgt, in der es zuweilen turbulent zuging. Wir sehen, wie Ackerbürger 1848 die Demokraten aus der Stadt prügelten und was die Entwicklung zur reichsten Stadt Preußens und der Zweite Weltkrieg mit dem Haus gemacht haben. Bisher nicht ausgewertete Dokumente und alte Stadtpläne liefern neues Anschauungsmaterial.
Dorothea Zöbl ist Historikerin und lebt seit 1970 in Berlin. Sie beschäftigt sich vor allem mit der Geschichte Berlins sowie einzelner Häuser und Straßen. Veröffentlichungen u.a.: Die preußische Königskrönung von 1701 (2001), Leben am Kurfürstendamm (2011).
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Weltkonstruktion. Der aussereuropäische Hausbau und die moderne Architektur – ein Wissensinventar. 2013 Roesler, Sascha. Schweizerdeutsch. 283 Abb. 19 fb. Weltkarten. 21 x 14 cm. Gb. EUR 79,00. CHF 102,00 ISBN: 978-3-7861-2682-9 Gebr. Mann Verlag
Im 20. Jahrhundert erforschten moderne Architekten alltägliche Baupraktiken und Wohnbauten fremder Kulturen. So erzeugten sie ein vielfältiges Wissen zu den konstruktiven Eigenheiten des außereuropäischen Hausbaus.
Architekten wie Bruno Taut (1937), Erwin Gutkind (1953), Hassan Fathy (1973) oder Gaudenz Domenig (1980) interessierten sich für architektenferne Bauweisen. Bei ihren Studien vor Ort wollten sie explizit für die eigene Praxis und die Disziplin »Architektur« lernen. Diese Fließrichtung des Wissenstransfers ist bisher kaum beachtet worden, waren die modernen Architekten doch in erster Linie in die bauliche Modernisierung außereuropäischer Gesellschaften involviert. Sascha Roesler legt nun eine Wissen(schaft)sgeschichte der ethnografischen Forschung der modernen Architektur vor. In einem ersten Teil wird die Entstehung des ethnografischen Forschungsgegenstandes der Architektur nachgezeichnet. Bei den forschenden Architekten verband sich eigenes Konstruktionswissen mit Ethnografie. Ein zweiter Teil beschreibt die vorhandenen Wissensformen zum außereuropäischen Hausbau auf Grundlage territorialer Präferenzen. In dritten Teil bündelt Roesler, mit Blick auf zukünftige Forschungen, die vorhandenen Methoden innerhalb einer neuartigen Disziplin, der Architektur-Anthropologie.
Das Bild des Feindes. Konstruktion von Antagonismen und Kulturtransfer im Zeitalter der Türkenkriege. Ostmitteleuropa, Italien und Osmanisches Reich. 2013 Hrsg.: Leuschner, Eckhard; Wünsch, Thomas. 169 fb. Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 79,00. CHF 102,00 ISBN: 978-3-7861-2684-3 Gebr. Mann Verlag
Feindbilder aus dem Zeitalter der »Türkenkriege« in Mittel- und Osteuropa, Italien und dem Osmanischen Reich sind sowohl schriftlich als auch visuell überliefert. Eine differenzierte Analyse, insbesondere ihres fiktional-narrativen Anteils, offenbart einen Identität stiftenden Nutzen dieser Konstruktionen.
Feindbilder entstanden in den militärischen Konfliktregionen während der »Türkenkriege« und den teils parallel geführten russisch-polnischen Kriegen (15. bis 18. Jahrhundert). Zeitgleich wurden diese Konflikte in anderen Teilen Europas instrumentalisiert oder waren Gegenstand medialer Konstruktion. Auch nationale, ethnische und religiöse Gegensätze in Regionen, die nicht direkt von Kriegshandlungen oder Antagonismen betroffen waren, brachten Feindbilder hervor. Wie konnten fiktional-narrative Komponenten dieser Feindbilder Zusammenhalt beziehungsweise Identität stiftend wirken? Publizistik und Monumentalkunst stellten Konfliktereignisse teils weit entfernter Regionen dar oder schufen Bilder im Kontext dieser Konflikte (Herrscher- und Feldherrenporträts, Allegorien, Heiligendarstellungen etc.). Diese Bilder trugen sodann zur Ausformulierung von Antagonismen bei. Die medialen Brüche oder komplementären Strukturen zwischen Formen direkter und vermittelter Sicht auf den Feind werden in Fallstudien und Überblicksdarstellungen herausgearbeitet und ihre Konsequenzen diskutiert.
Autoren:
Eckhard Leuschner ist Professor für Kunstgeschichte/Kunsttheorie an der Universität Erfurt. Seine Forschungsschwerpunkte sind Kunsttheorie, Kulturaustausch und reproduktive Verfahren der Frühen Neuzeit sowie Körper- und Normkonzepte der Moderne.
Thomas Wünsch ist Professor für Geschichte Osteuropas an der Universität Passau. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte Schlesiens, Polens, Böhmens, der Ukraine und Russlands vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert; darin insbesondere Aspekte der Kirchengeschichte, Verfassungsgeschichte, Wissenschaftsgeschichte und Geistesgeschichte.
Aktual- und Realpräsenz. Das eucharistische Christusbild von der Spätantike bis ins Mittelalter. Frese, Tobias. 2013. 97 z. T. fb. Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 59,00 ISBN: 978-3-7861-2693-5 Gebr. Mann Verlag
Dieser Beitrag zur aktuellen mediävistischen Kultbildforschung richtet den Fokus nicht auf paraliturgische Aspekte (Magie, Bildwunder, Bilderverehrung), sondern untersucht die Bedeutung des kirchlich geregelten cultus für die einzelnen Bildmotive. Für die Ausbildung und Etablierung der verschiedenen Christusbilder waren die sich wandelnden eucharistischen und sakramentalen Diskurse von größter Wichtigkeit.
Spiegelten die ältesten monumentalen Christus-Darstellungen im Kirchenchor die durch den Bischof in der Messe gewährleistete »Aktualpräsenz« wider, so veranschaulichten die östlichen Bilder der Apostelkommunion, der Maiestas Domini und der Theotokos die »Realpräsenz« Christi in den eucharistischen Gaben. Im Westen entwickelte sich dagegen das Bild des Gekreuzigten zu dem sakramentalen Bild schlechthin.
Das spätmittelalterliche Motiv der Gregorsmesse, bei dem die somatische Aussage über den narrativ-anamnetischen Charakter dominiert, stellt den Schlusspunkt einer langen Bildentwicklung dar.
Florenz in der Frühen Neuzeit. Stadt der guten Augen und bösen Zungen. Bertsch, Christoph; Helas, Philine. 2013. 118 z. T. fb. Abb. 21 x 14 cm. Gb. EUR 29,95. CHF 40,10 ISBN: 978-3-7861-2691-1 Gebr. Mann Verlag
Abseits einer auf die Medici konzentrierten Geschichtsforschung werden Bildprogramme besprochen, die sich mit sozialhistorischen Themen beschäftigen: Armenfürsorge, Bettler und Pilger stehen ebenso im Fokus wie die Kartografie und wichtige künstlerische Aufträge der Jahre, in denen sich Florenz von den Medici befreit: Jacopo Pontormo, Michelangelo und Andrea del Sarto werden mit wichtigen Arbeiten zur Zeit der Ersten und Zweiten Florentiner Republik vorgestellt. Ephemere Bildprogramme und die visuelle Rhetorik der Kunst werden politisch besetzt, die Texte der Chronisten und Literaten von Villani, Dante, Compagni bis zu Leonardo Bruni und Luca Landucci würdigen die Stadt und deren republikanische Leistungen. Schon früh zeigt sich das energiegeladene Verhältnis von Wort und Bild in einer »Stadt der guten Augen und bösen Zungen«, wie es rückblickend Vincenzo Borghini im späten 16. Jahrhundert formuliert.
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