KunstbuchAnzeiger - Kunst, Architektur, Fotografie, Design
 

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Harrassowitz Verlag

 
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"Proceedings of the First International Conference on the Archaeology of the Bayuda Desert in Sudan. Meroitica (27). Hrsg.: Lohwasser, Angelika; Karberg, Tim; Auenmüller, Johannes. Bayuda Studies. Engl. 2018. 538 S. 320 Abb. 24 x 17 cm. EUR 98,00. " ISBN: 978-3-447-19771-7 Harrassowitz Verlag
Pirckheimer Jahrbuch zur Renaissance- und Humanismusforschung (31). Hrsg.: Fuchs, Franz; Daniels, Tobias. Pirckheimer Jahrbuch 31 (2017): Venedig und der ober Deutsche Buchmarkt um 1500. 2018. 136 S. 43 fb. Abb. 23 x 15 cm. EUR 39,80. ISBN: 978-3-447-19769-4 Harrassowitz Verlag
Die Willibald-Pirckheimer-Gesellschaft zur Erforschung von Renaissance und Humanismus fühlt sich dem Erbe des Nürnberger Humanisten Willibald Pirckheimer (1470-1530) verbunden. Seit 1983 werden in wissenschaftlichen Kolloquien, die in der Regel jährlich stattfinden, vielfältige literarische, kunst- und kulturgeschichtliche Fragestellungen disputiert. Seit 1986 erscheint das "Pirckheimer Jahrbuch für Renaissance- und Humanismusforschung", in dem die Akten der Symposien sowie Forschungsberichte und Rezensionen publiziert werden.
Inhalt:
Daniela Rando, "Á la recherche des livres perdus". Deutsche Gelehrte in Venedig 1821-1913
Angela Nuovo, Das System der Druckprivilegien in Venedig (15.-16. Jahrhundert)
Erika Squassina, Die Autoren im System der venezianischen Druckprivilegien (1469-1545)
Tobias Daniels, Absatzmärkte und Verbreitungswege für Bücher des venezianischen Verlags Nicholas Jenson und Johannes von Köln nördlich der Alpen
Christoph Reske, Buchwissenschaftliche Überlegungen zur Verwendung von Musiknoten deutscher und italienischer Drucker der Renaissance
Bettina Pfotenhauer, Kaufleute und Humanisten. Nürnberg und der Transfer venezianischer Frühdrucke Marie-Kristin Hauke, Rezension zu: Jahrbuch für Buch- und Bibliotheksgeschichte. Bd. 1
Ján Kva?ala und die Anfänge der Jablonski-Forschung in Ostmitteleuropa um 1900. Jabloniana (9). Hrsg.: Bahlcke, Joachim; Schwarz, Karl W. Zwischen Dorpat, Pressburg und Wien. 2018. 398 S. 24 x 17 cm. EUR 78,00. ISBN: 978-3-447-19767-0 Harrassowitz Verlag
Der aus Ungarn gebürtige slowakische Kirchen- und Kulturhistoriker Ján Kvacala(1862–1934), der die längste Zeit seines wissenschaftlichen Lebens an der Kaiserlich Russischen Universität im livländischen Dorpat verbrachte, ist bisher vor allem als Comenius-Forscher gesehen worden. Aufgrund einer Vielzahl quellennaher Forschungen zu Leben und Werk Daniel Ernst Jablonskis, die den polnischen Brüdersenior und reformierten Hofprediger erstmals in seinem europäischen Denk- und Wirkungshorizont zeigten, darf er gleichzeitig als Begründer einer eigenständigen Jablonski-Forschung gelten. Dass diesen Studien bis heute eine angemessene Würdigung versagt blieb, ist vor allem auf die politischen Verwerfungen des 20. Jahrhunderts in Mittel- und Ostmitteleuropa zurückzuführen – als ein Gelehrter von europäischem Format, der sich souverän in mehreren Sprach- und Kulturräumen bewegte, ist Ján Kvacala noch zu entdecken.
Das vorliegende Sammelwerk verbindet Analyse und Dokumentation. Der erste Teil enthält historische, theologische und kirchengeschichtliche Studien zum akademischen Werdegang, zur Korrespondenz und zum wissenschaftlichen Oeuvre Kvacalas, die zugleich seine Forschungsmethode und Arbeitsorganisation erhellen und seiner Wirkungs- und Rezeptionsgeschichte nachspüren. In einem zweiten Teil werden die wichtigsten Studien zu Daniel Ernst Jablonski zusammengeführt, die Kvacala in den Jahren 1896 bis 1909 auf Deutsch, Slowakisch, Ungarisch und Tschechisch publizierte.
Corpus of Middle Babylonian and Middle Assyrian Incantations. Leipziger Altorientalistische Studien (9). Zomer, Elyze. Engl. 2018. 470 S. 1 Diagramme, 3 Abb. 237 Tabellen, 1 Landkarten. 24 x 17 cm. EUR 84,00. ISBN: 978-3-447-19635-2 Harrassowitz Verlag
The present volume is the first systematic treatment of the "Corpus of Middle Babylonian and Middle Assyrian Incantations". It comprises an exhaustive and detailed catalogue of all magical material in cuneiform texts in Sumerian and Akkadian from the Middle Babylonian and Middle Assyrian periods (ca. 1500-1000 BCE). The work begins with a typology of the different sub-groups of incantations, the physical properties of the tablets, an innovative survey of the text formats, a discussion of drawings on magical texts and a critical discussion of the different paratextual comments, followed by an overview of the geographical and archival setting and an examination on the social context of the corpus.
The circulation of magical texts during the Late Bronze Age is investigated by outlining the corpus itself: its thematic grouping of incantations, division of unilingual and bilingual texts, local scribal traditions and their influences. With respect to the question of whether the standardization of incantations took place in Mesopotamia during the Second Millennium, an extensive chapter provides a comparative analysis of the incantation corpora of the Third and Second Millennium against the standardized ritual series of the First Millennium. Fifty cuneiform texts have been edited and translated, accompanied by a thorough philological commentary.
Der umkämpfte Krieg. Das Museum des Zweiten Weltkriegs in Danzig. Entstehung und Streit. Polnische Profile (5). Machcewicz, Pawe?. Übersetzt von Loew, Peter Oliver. 2018. 254 S. 20 x 14 cm. EUR 22,90. ISBN: 978-3-447-19762-5 Harrassowitz Verlag
»Das Museum des Zweiten Weltkriegs in Danzig war ein mutiger und historisch beispielloser Versuch, die Geschichte dieses Krieges tatsächlich aus globaler Perspektive darzustellen und die polnische Perspektive damit zu verbinden. Dieses Museum wurde von den polnischen Konservativen in seiner ursprünglichen Form zerstört, da es im Widerspruch zu ihrer nationalistischen Geschichtsdeutung steht. Paweł Machcewicz, Direktor und intellektueller Kopf dieses Unternehmens, wurde auf Weisung der polnischen Regierung entlassen. Er zeigt in sei¬nem Buch eindrücklich, wie schwierig es ist, eine gemeinsame Sprache zu finden, um den Zweiten Weltkrieg zu beschreiben, und welchen Widerständen er sich gegenübersah. Dieses Buch deckt die Gräben auf, die nicht nur in Polen zwischen nationaler und universaler Erinnerungskultur bestehen.« Ulrich Herbert.
»Die Art und Weise, wie die kommenden Generationen von Polen sich selbst, die Demokratie und Europa sehen werden, hängt zumindest zu einem gewissen Grad davon ab, ob sie einen Zugang zur komplizierten Geschichte ihres Landes während des Zweiten Weltkriegs haben werden. Das erste vom Museum aufgegriffene Thema, der Zusammenbruch der Demokratie, könnte nicht dringender sein als heute. Die Präsentation des Krieges als weltumspannende Tragödie könnte nicht lehrreicher sein. Die Beseitigung des Museums ist ein Schlag gegen das globale Kulturerbe.« Timothy Snyder.
Paweł Machcewicz (geb. 1966) ist Professor für Geschichte am Institut für Politische Studien der Polnischen Akademie der Wissenschaften. Er hat viele Bücher über den Zweiten Weltkrieg, den Kommunismus und den Kalten Krieg geschrieben. Das Museum des Zweiten Weltkriegs in Danzig ist auf seine Anregung hin entstanden; zwischen 2008 und 2017 war er sein Direktor.
Jahrbuch der Gutenberg-Gesellschaft (93). Hrsg.: Füssel, Stephan; Internationale Gutenberg-Gesellschaft. Gutenberg-Jahrbuch 93 (2018). Dtsch.; Franz.; Engl.; Italienisch. 2018. 282 S. 107 z. T. fb. Abb., 3 Tabellen. 30 x 21 cm. EUR 98,00. ISBN: 978-3-447-11056-3 Harrassowitz Verlag
Das Gutenberg-Jahrbuch zeichnet sich als internationales buchwissenschaftliches Publikationsorgan durch seine große thematische Bandbreite aus. Die typografisch hochwertig gestalteten Bände mit ca. 300 Seiten beinhalten um die 25 Fachbeiträge in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache. Zentrales Anliegen des Gutenberg-Jahrbuchs ist die wissenschaftliche Erforschung von Leben und Werk Johannes Gutenbergs. Daneben wird eine weit gefächerte Palette an buchhistorischen, buchkünstlerischen, technischen und medientheoretischen Themen behandelt. Der Herausgeber Prof. Dr. Stephan Füssel ist u.a. ordentliches Mitglied der Historischen Kommission des Börsenvereins und Autor zahlreicher Publikationen vom Frühdruck bis zur Bedeutung des Buches in der Gegenwart.
Inhalt: Eric Marshall White, A New Chronology for the Eighteenth-Century Rediscovery of Gutenberg’s 42-Line Bible
Wolfgang Mayer, Christine Beier & Helmut Zäh, Ein weiteres Pergament-Exemplar der Gutenbergbibel. Fund eines Einzelblattes in der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg
Manfred Hülsebruch, Die Wildunger Pergamentfragmente der 36-zeiligen Bibel: Bestand, Verwendung, Wiederauffinden und Verwahrung. Wurden sie aus Fritzlar geliefert?
Eric Marshall White, The Bad Wildungen Fragments of the 36-Line Bible in Context
Randall Herz, Setzermarkierungen und Korrekturblätter in deutschen Inkunabeloffizinen
Wolfgang Schmitz, Aspekte der Inkunabelkunde – ein Forschungsaufriss anlässlich der Neubearbeitung von Konrad Haeblers Handbuch der Inkunabelkunde von 1925
Helmut Claus, Einblattdrucke mit Texten Luthers und Melanchthons
Andrew Merritt & William C. Mcdonald, Clarus Johannes Gutenbergius: Johann Arnold’s De chalcographiae inventione
Marvin J. Heller, Jacob Ben Samuel Bunim Koppelman: A Sixteenth Century Multi-Faceted Jewish Scholar
Lenka Veselá & Marta Vaculínová, Die Bibliothek des Theodor Beza: verloren oder zerstreut?
Alessandro Tedesco, Rinfrescatura, ricomposizione e nuova tiratura di un’edizione secentesca de Le tres devot voyage de Jerusalem di Jean Zuallart
Adolfo Tura, Les Contes de Perrault de 1697 dans une collection feerique constituee a la fin du XVIIe siecle
Ralf de Jong, Frank E. Blokland übersetzt die Haarlemmer von Jan van Krimpen für den Digitalsatz
Das Porträt in Nürnberg um 1500. Gratia (62). Schmidt, Sebastian. Abbild | Selbstbild. 2018. 584 S. 6 Diagramme, 160 fb. Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 128,00. ISBN: 978-3-447-11012-9 Harrassowitz Verlag
Die Porträtkunst der Zeit um 1500 ist in der allgemeinen Wahrnehmung eng mit den Leistungen herausragender Künstler und dem Topos der Entdeckung des Individuellen in der Renaissance verknüpft. Ein neues Menschenbild komme in Bildnissen nicht nur zum Ausdruck, sondern sei in Bildern über die Erfassung äußerer Ähnlichkeiten hinaus bis hin zu psychologisierenden Schilderungen gerade erst entfaltet worden.
Vor diesem Hintergrund richtet Sebastian Schmidt in seiner Studie den Fokus auf die Stadt Nürnberg, wo ein bedeutender Teil der aus dem deutschsprachigen Raum überlieferten Porträts entstanden ist. Als Grundlage für neue Fragestellungen wird ein Katalog zur Nürnberger Bildnismalerei präsentiert, der in chronologischer Ordnung die Hierarchien der Künstler bewusst vernachlässigt. Da der berücksichtigte Zeitraum bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts reicht, wird es möglich, formale Veränderungen, die etwa die Gebräuchlichkeit von Formaten und funktionale Eigenschaften betreffen, über Jahrzehnte hinweg nachzuvollziehen und in Bezug zu zeithistorischen Einschnitten wie der Reformation zu setzen. Die Erkenntnisse, die sich darüber hinaus auch aus Überlegungen zur Bedeutung des zeitgenössischen Porträtbegriffs „Konterfei“ und aus der Analyse der verwendeten Porträtinschriften ergeben, lassen im Kontext spätmittelalterlicher Glaubensvorstellungen auch Meisterwerke wie beispielsweise die Elternbildnisse Dürers in einem anderen Licht erscheinen.
Funde und Befunde aus der Umgebung des Satettempels. Grabungen von 2006–2009. Archäologische Veröffentlichungen des Deutschen Archäologischen Instituts (104). Kopp, Peter. Elephantine XXIV. 2018. 244 S. 27 Tabellen, 20 Bildtafeln, 96 Abb. 35 x 25 cm. EUR 98,00. ISBN: 978-3-447-10903-1 Harrassowitz Verlag
In den Jahren 2006 bis 2009 wurde auf der vor Assuan liegenden Nilinsel Elephantine der Bereich zwischen dem Tempel der Satet und dem Heiligtum des Heqaib vom Deutschen Archäologischen Institut untersucht. Eine Besonderheit dieses Grabungsareals ist, dass Funde aus dem direkten Tempelbereich bei einer größeren Umstrukturierung des Stadtviertels durch Planierungsarbeiten an diese Stelle gelangten. Dazu gehören Votive, die der Göttin Satet geweiht waren, wie Figurinen und Igelschiffe, aber auch Bauteile und Kultgeräte. In Elephantine XXIV werden die Ergebnisse von Wissenschaftlern unterschiedlicher Fachrichtungen in einem Band vorgestellt. Die Befunde im rückwärtigen Bereich des Satettempels zeigen die frühe Entwicklung der Siedlung von der 2. bis zur 6. Dynastie (2. Jahrtausend v.Chr.) in verschiedenen Phasen der Stadtbefestigung. Nach einer vorwiegend wirtschaftlichen Nutzung etablierte sich hier im späten Alten Reich ein gehobenes Wohnviertel. Die lokale, diachrone Entwicklung der ägyptischen Keramik in dieser Siedlung wird von der Naqadazeit bis in das Mittlere Reich beschrieben und für den hier gegrabenen Bereich tiefer analysiert. Die Befunde werden in einzelnen Kapiteln vorgestellt, zusätzlich werden die einzelnen Fundgruppen wie Kleinfunde, Siegelabrollungen und andere Schriftquellen, Tierreste, Importkeramik und Flint ausgewertet. Jedem Kapitel ist zudem ein Katalogteil angegliedert, in dem die zahlreichen illustrierten Objekte beschrieben und in ihrem archäologischen Kontext vorgestellt werden.
Stationen seines Lebens. Kleine Schriften Leipzig (11). Beitr.: Blumenthal, Elke; Fischer-Elfert, Hans-W.; Kampp-Seyfried, Friederike; Raue, Dietrich; Richter, Tonio Sebastian; Seidel, Kerstin. Georg Steindorff. 2018. 78 S. 21 x 14 cm. EUR 18,00. ISBN: 978-3-447-11072-3 Harrassowitz Verlag
Georg Steindorff (1861-1951) gehört der Generation von Geisteswissenschaftlern an, die parallel zum wirtschaftlichen Aufschwung des Kaiserreiches auch in der ägyptischen Altertumskunde in vielerlei Hinsicht herkömmliche Grenzen überschritten. Aus der klassischen Ägyptologie stammend und sich zunächst auf die Sprachentwicklung konzentrierend, entdecken er und eine Reihe jüngerer Kollegen auch in Deutschland die systematische Feldarchäologie als ein Mittel des Erkenntnisgewinns. In mancherlei Hinsicht wirken seine Ansätze modern: Die Sammlung ägyptischer Funde, die er aufbaut, umfasst Epochen übergreifend auch die jüngsten Epochen der ägyptischen Geschichte in der frühen Neuzeit. Die Alltagskultur wird als wichtiger Untersuchungsgegenstand immer mit in Betracht gezogen und der Vergleich mit den Nachbarkulturen, vor allem dem südlich anschließenden Nubien, gesucht. Darüber hinaus setzt er in seiner über 40jährigen Leipziger Zeit (1893-1934) an der Universität Leipzig auf die breitenwirksame Vermittlung der Forschungsergebnisse. Mit dem Nationalsozialismus wird auch dieses Wissenschaftlerleben und das seiner Familie bald schwer beeinträchtigt. Im letzten Moment gelingt Georg Steindorff und seiner Frau noch mit 78 Jahren 1939 die Emigration in die Vereinigten Staaten von Amerika. Von dort verfolgt er aufmerksam Krieg und Wiederaufbau. Die letzten Korrekturen einer neuen Publikation sind auf dem Weg nach Deutschland, als er 1951 in Kalifornien verstirbt. Die vorliegende Veröffentlichung stellt das Leben Georg Steindorffs und seiner Familie für die interessierte, breitere Öffentlichkeit in den Mittelpunkt. Sie entstand aus der intensiven Beschäftigung, die durch die großzügige Überlassung des Nachlasses von Georg Steindorff mit mehreren tausend Schriftstücken durch seinen Enkel, Thomas Hemer (1924-2013), möglich wurde.
Beiträge des IX. Deutschen Syrologentages in Eichstätt 2016. Eichstätter Beiträge zum Christlichen Orient (006). Hrsg.: Bruns, Peter; Kremer, Thomas. Studia Syriaca. 2018. 230 S. 150 Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 58,00. ISBN: 978-3-447-11014-3 Harrassowitz Verlag
Vom 1. bis 3. Juli 2016 fand unter reger Beteiligung in den Räumlichkeiten des Collegium Orientale sowie des Collegium Willibaldinum in Eichstätt der IX. Deutsche Syrologentag statt. Er wurde vonseiten der „Forschungsstelle Christlicher Orient“ der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt ausgerichtet und fand konfessionsübergreifend ein lebhaftes Echo in der Fachwelt. Namhafte Experten und junge Nachwuchswissenschaftler präsentierten zwei Tage lang die Ergebnisse ihrer Arbeiten. Die Tagung war geprägt von Begegnungen mit der Gemeinschaft des Collegium Orientale, welches in seinen Gottesdiensten den liturgischen Schatz der syrischen Tradition präsent werden ließ und einen öffentlichen Festakt ausrichtete, der ganz im Zeichen des reichen Erbes und der bedrohten Zukunft der irakischen Christenheit stand.
Der vorliegende Sammelband vereint die wissenschaftlichen Beiträge der Tagung zu allen Gebieten der Syrologie: Sprache, Theologie, Kirchengeschichte, christlich-islamische Beziehungen, Kultur, Liturgie, aber auch zur brisanten Gegenwartslage, die vom Exodus nahöstlicher Christen aus ihren Stammlanden gekennzeichnet ist.
Ján Kvacala und die Anfänge der Jablonski-Forschung in Ostmitteleuropa um 1900. Jabloniana (9). Hrsg.: Bahlcke, Joachim; Schwarz, Karl W. Zwischen Dorpat, Pressburg und Wien. 2018. 398 S. 24 x 17 cm. EUR 78,00. ISBN: 978-3-447-11044-0 Harrassowitz Verlag
Der aus Ungarn gebürtige slowakische Kirchen- und Kulturhistoriker Ján Kvačala(1862–1934), der die längste Zeit seines wissenschaftlichen Lebens an der Kaiserlich Russischen Universität im livländischen Dorpat verbrachte, ist bisher vor allem als Comenius-Forscher gesehen worden. Aufgrund einer Vielzahl quellennaher Forschungen zu Leben und Werk Daniel Ernst Jablonskis, die den polnischen Brüdersenior und reformierten Hofprediger erstmals in seinem europäischen Denk- und Wirkungshorizont zeigten, darf er gleichzeitig als Begründer einer eigenständigen Jablonski-Forschung gelten. Dass diesen Studien bis heute eine angemessene Würdigung versagt blieb, ist vor allem auf die politischen Verwerfungen des 20. Jahrhunderts in Mittel- und Ostmitteleuropa zurückzuführen – als ein Gelehrter von europäischem Format, der sich souverän in mehreren Sprach- und Kulturräumen bewegte, ist Ján Kvačala noch zu entdecken.
Das vorliegende Sammelwerk verbindet Analyse und Dokumentation. Der erste Teil enthält historische, theologische und kirchengeschichtliche Studien zum akademischen Werdegang, zur Korrespondenz und zum wissenschaftlichen Oeuvre Kvačalas, die zugleich seine Forschungsmethode und Arbeitsorganisation erhellen und seiner Wirkungs- und Rezeptionsgeschichte nachspüren. In einem zweiten Teil werden die wichtigsten Studien zu Daniel Ernst Jablonski zusammengeführt, die Kvačala in den Jahren 1896 bis 1909 auf Deutsch, Slowakisch, Ungarisch und Tschechisch publizierte.
Corpus of Middle Babylonian and Middle Assyrian Incantations. Leipziger Altorientalistische Studien (9). Zomer, Elyze. Engl. 2018. 470 S. 3 Abb. 24 x 17 cm. EUR 84,00. ISBN: 978-3-447-11041-9 Harrassowitz Verlag
The present volume is the first systematic treatment of the Corpus of Middle Babylonian and Middle Assyrian Incantations. It comprises an exhaustive and detailed catalogue of all magical material in cuneiform texts in Sumerian and Akkadian from the Middle Babylonian and Middle Assyrian periods (ca. 1500¬–1000 BCE). The work begins with a typology of the different sub-groups of incantations, the physical properties of the tablets, an innovative survey of the text formats, a discussion of drawings on magical texts and a critical discussion of the different paratextual comments, followed by an overview of the geographical and archival setting and an examination on the social context of the corpus. The circulation of magical texts during the Late Bronze Age is investigated by outlining the corpus itself: its thematic grouping of incantations, division of unilingual and bilingual texts, local scribal traditions and their influences. With respect to the question of whether the standardization of incantations took place in Mesopotamia during the Second Millennium, an extensive chapter provides a comparative analysis of the incantation corpora of the Third and Second Millennium against the standardized ritual series of the First Millennium. Fifty cuneiform texts have been edited and translated, accompanied by a thorough philological commentary.
Sumerian Model Contracts from the Old Babylonian Period in the Hilprecht Collection Jena. Texte und Materialien (11). Spada, Gabriella. Engl. 2018. 160 S. 32 fb. Abb. 24 x 17 cm. EUR 78,00. ISBN: 978-3-447-11034-1 Harrassowitz Verlag
During the Old Babylonian period (ca. 2002–1595 B.C.), the city of Nippur was a primary center for transmission of Sumerian culture, and its scribal schools (called edubba in Sumerian, lit. “the house of the tablets”) had a great reputation throughout ancient Mesopotamia. The function of the edubba was twofold: to train the scribes in the skills of their profession, equipping them to record day-to-day affairs, and to preserve and pass on their cultural heritage. In the last phase of early education, pupils were trained comprehensively in the formal rhetoric of administration and law by compilations of the so-called “model contracts,” together with “model court cases,” legal phrasebooks and collections of legal principles. While they were not functional documents, but simply didactic tools (being stripped of incidental details, such as list of witnesses and date), model contracts follow the common patterns of Sumerian contract types and represent a comprehensive assortment of all possible transactions that the ancient Mesopotamian administration might have been required to draw up in everyday economic life: barley and silver loans; deeds of real estate, field or slave sale; marriage contracts; adoptions, and so on. The book contains the publication of the Sumerian model contracts from Old Babylonian Nippur kept in the Hilprecht Collection, Jena. The edition provides transliterations, translations, commentaries of the entire corpus and of some duplicates kept in other cuneiform collections; the indexes comprise personal names, deities, toponyms and a glossary. Finally, the plates at the end of the volume offer handcopies and photographs of all the HS tablets.
Ancient Near Eastern Studies after Fifty Years of Discoveries at Tell Mardikh. Proceedings of the International Congress Held in Rome, 15th-17th December 2014. Hrsg.: Matthiae, Paolo; Pinnock, Frances; D´Andrea, Marta. Ebla and Beyond. Franz.; Engl. 2018. 522 S. 200 Abb., 19 Landkarte(n), 10 Tabelle(n), 3 Diagramm(e). 24 x 17 cm. EUR 98,00. ISBN: 978-3-447-11000-6 Harrassowitz Verlag
Excavations at Ebla started in 1964. In 2014, fifty years later, an international congress was organized to try and highlight the contribution of this excavation to the knowledge of the history, philology and art history of the Ancient Near East. This book collects the papers from this international congress. Bringing together established and junior scholars from various areas, Ebla and Beyond aims at fostering the dialogue between experts in different fields of the history and archaeology of Syria in the Bronze and Iron Ages and between experienced foreign scholars and the latest generation of scholars of the School of Oriental Archaeology of Rome. The contributions in the book on the one hand show how much the discoveries at Ebla during forty-seven years of fieldwork have changed the way of understanding the developmental trajectory of Syria from the third through the first millennium BC. On the other hand, the work of the scholars from Rome and elsewhere proves how, even in difficult times for field archaeology, it is possible to exploit the results of a long-standing enterprise of this kind in a fruitful and sometimes revolutionary way.
Die Prozessionen der Kas und Hemusut in den Tempeln der griechisch-römischen Zeit. Soubassementstudien VI. Studien zur spätägyptischen Religion (18). Ventker, Bettina. Garanten der Herrschaft. 2018. 390 S. 53 Abb., 16 Tabellen, 5 Bildtafeln. 30 x 21 cm. EUR 98,00. ISBN: 978-3-447-19756-4 Harrassowitz Verlag
Der „Ka“ nimmt zu allen Zeiten eine zentrale und komplexe Rolle in der ägyptischen Religion ein. Als Lebenskräfte und Wesensaspekte des Sonnengottes tritt er in 14 namentlich benannten Ka-Aspekten (die Göttergruppe der „14 Kas des Re“) in diversen Quellen auf. Seit der Zeit Ptolemaios VIII. sind die 14 Kas des Re in der Gestalt von Gabenbringern im Sockelbereich belegt, wobei ihnen als weibliche Entsprechungen die Hemuset-Göttinnen zugeordnet werden. Obwohl in einem Zeitraum von ca. 250 Jahren in nicht weniger als elf Heiligtümern Prozessionen der Ka-Genien und der Hemuset-Göttinnen nachgewiesen werden können, ist ihnen in der Forschung bislang nicht dieselbe Aufmerksamkeit zuteil geworden wie anderen Prozessionstypen. Bettina Ventker geht in ihrem neuen Beitrag zu den Soubassementstudien der Frage nach, wodurch sich die Prozessionen der Kas und Hemusut auszeichnen, wie sie sich von anderen abgrenzen und welche spezifische Bedeutung den Genien in diesem Kontext zukommt. Hierzu werden alle Inschriften, bei denen es sich teilweise um Paralleltexte handelt, transliteriert, übersetzt und kommentiert und mit weiteren Quellen zu den 14 Kas außerhalb der Soubassement-Dekoration in Beziehung gesetzt. Die erstmals vollständig analysierten Texte zeigen einen wesentlichen Aspekt des vielschichtigen Ka-Begriffes auf, der vor allem im Soubassement seinen Ausdruck findet: Die Ka-Aspekte garantieren als dynastisches Prinzip die Legitimität und Kontinuität der weltlichen und göttlichen Herrschaftsordnung.
Berliner Japansammler, Gelehrter und Pfarrer. Mit seinem unveröffentlichten Sharaku-Schauspiel. Asien- und Afrikastudien der Humboldt-Universität zu Berlin (51). Hrsg.: Walravens, Hartmut; Beitr.: Kuwabaru, Setsuko. Julius Kurth (1870–1949). 2018. 226 S. 1 Grafen, 58 Abb. 24 x 17 cm. EUR 52,00. ISBN: 978-3-447-19724-3 Harrassowitz Verlag
Der Pfarrer, Sammler und Wissenschaftler Julius Kurth (1870–1949) hat sich insbesondere durch seine Sammlung ägyptischer Kleinkunst, die sich heute in der Universität Halle-Wittenberg befindet, und durch zahlreiche Veröffentlichungen zum japanischen Farbholzschnitt einen Namen gemacht. Während seine Verdienste auf ägyptologischem Gebiet von archäologischer Seite bereits durch einen vorzüglichen Bestandskatalog gewürdigt sind, stand eine Darstellung und Wertung seiner übrigen Leistungen noch aus.
Der von Hartmut Walravens herausgegebene Band verzeichnet und bespricht Kurths sämtliche Publikationen. Von besonderer Bedeutung sind seine Monographien über die japanischen Maler und Holzschnittkünstler Utamaro, Harunobu und Sharaku sowie seine Geschichte des japanischen Holzschnitts, die zwischen 1925 und 1929 in drei Auflagen und drei Großquartbänden erschien. Kurth, der Japanisch als Autodidakt gelernt hat, hatte bereits 1904 von der geheimnisvollen Persönlichkeit Sharakus fasziniert ein Schauspiel verfasst, das im vorliegenden Band nun erstmals veröffentlicht wird. Kurths eigene Holzschnittsammlung, die eine wichtige Grundlage für seine Arbeiten bildete, wurde von seinen Erben veräußert. Doch anhand der Abbildungen und Verweise in Kurths Veröffentlichungen lässt sich wenigstens ein Teil der Kollektion rekonstruieren.
Ergänzt wird der Band durch die Briefe des Zeichners und Exlibriskünstlers Franz von Bayros (1866–1924) an Kurth und durch einen gesonderten Beitrag der Kunsthistorikerin Setsuko Kuwabara zu Kurths Interesse für Japan-Exlibris.
A contribution to the history of Gebel Asyut al-gharbi. The Asyut Project (7). Rzeuska, Teodozja I. Chronological Overview of Pottery from Asyut. Engl. 2018. 792 S. 352 Abb., 32 Bildtafeln, 4 Tabellen, 613 Zeichnungen, 1 Landkarten, 2 Diagramme. 24 x 17 cm. EUR 98,00. ISBN: 978-3-447-19758-8 Harrassowitz Verlag
Gebel Asyut al-gharbi, one of the most important archaeological sites in Egypt, is crucial in understanding both its history and culture of this country. Despite a great wealth of remains our knowledge of Asyut and some periods of time concerning the site is still scant. Contrary to wide-held belief, activities on the gebel do not primarily date to the First Intermediate Period and Middle Kingdom; the history of the site is much longer and it continues to hide many secrets.
The first and most important goal posed by Teodozja I. Rzeuska is to present the lesser known parts of the history of the Asyut necropolis, those that are under-represented in the texts, as well as those for which the archaeological evidence is insufficient. This is where the ceramic material has proven to be an invaluable source which helped to fill gaps in our knowledge. The second goal is to present the unique character of local pottery in Asyut, especially in comparison with ceramics found in other regions of Egypt.
Studien zur kaiserlichen Selbstdarstellung im 3. Jh. n. Chr. Philippika (122). Berressem, Ben N. Die Repräsentation der Soldatenkaiser. 2018. 500 S. 3 Abb., schematisch, 4 Tabellen, 8 Bildtafeln. 24 x 17 cm. EUR 98,00. ISBN: 978-3-447-19755-7 Harrassowitz Verlag
Die Zeit der Soldatenkaiser (235-285 n.Chr.) gilt zu Recht als einer der turbulentesten Abschnitte des römischen Principats: Innere Unruhen, zermürbende Bürgerkriege und häufige Machtwechsel standen im direkten Zusammenhang mit einer institutionellen Krise des römischen Kaisertums. Um ihre Herrschaft in Zeiten der sogenannten ‚Reichskrise‘ zu stabilisieren, entwickelten die Soldatenkaiser bestimmte Repräsentationsstrategien, die dazu geeignet waren, auf die breite Masse der Bevölkerung zu wirken.
Ben Berressem untersucht in seiner Studie dieses Phänomen auf der Grundlage archäologischer Quellen, wobei die Baudenkmäler (Tempel, Badeanlagen, Spielstätten etc.) und Porträts (Statuen, Büsten, Münzbildnisse etc.) der römischen Kaiser als visuelle Medien der politischen Kommunikation im Mittelpunkt der Betrachtung stehen. Berressem gelingt es, ein umfassendes Bild der kaiserlichen Selbstdarstellung im fortgeschrittenen 3. Jahhundert zu skizzieren und geläufige Klischeevorstellungen des „Soldatenkaisertums“ zu hinterfragen. Im interdisziplinären Ansatz zwischen Geschichtswissenschaft und Archäologie werden dabei bislang kaum erforschte Entwicklungslinien sichtbar, welche den Transformationsprozess des Römischen Reiches am Übergang zur Spätantike prägten.
Ihre Dekoration und Raumkonzeption in ägyptischen Tempeln der griechisch-römischen Zeit. Studien zur spätägyptischen Religion (19). Baumann, Stefan. Schatzkammern. 2018. 946 S. 71 Tabellen, 58 Bildtafeln, 1 Kartenbeilage, 41 Abb. 30 x 21 cm. EUR 198,00. ISBN: 978-3-447-19733-5 Harrassowitz Verlag
Eine Schatzkammer gehört seit dem Neuen Reich (ca. 1539-1077 v.Chr.) zu den essentiellen Elementen der ägyptischen Heiligtümer, die in Bauinschriften durch einen Raumnamen belegt sind. Ihre Konzeption ist anhand der gut erhaltenen Bauten der griechisch-römischen Zeit besonders klar herauszuarbeiten, zumal die Tempel dieser Epoche vergleichsweise ausführliche Inschriften aufweisen. Die überlieferten Raumbezeichnungen (z.B. pr-HD - „Silberhaus“) und Texte weisen teilweise deutlich auf die Funktion der Schatzkammer als eine Art Sakristei bzw. Lagerraum für Kultgeräte hin.
Der Fokus von Stefan Baumanns Studie liegt auf der Untersuchung der Schatzkammern aus dieser späten Epoche mit ihren zum größten Teil noch unübersetzten Inschriften, doch auch die älteren Bauwerke werden in die Gesamtbetrachtung einbezogen. Besonders bemerkenswert sind die geographisch-mineralogischen Inschriften, deren Auskünfte über die Welt der Mineralien und ihre Herkunftsregionen ein umfassendes Nachschlagewerk zur Mineralogie und Geografie des alten Ägyptens darstellen. Die Ergebnisse aus der Untersuchung der Raumdekoration werden in einem zweiten Schritt mit einer Architekturanalyse kombiniert, um die Lage der Schatzkammern im Raumgefüge der ägyptischen Heiligtümer zu erklären; die Konzeption der Schatzkammer wiederum ermöglicht Aussagen über Grundmuster des Tempelbaus und rituelle Abläufe. Auf diese Weise leistet die Studie einen entscheidenden Beitrag für das Verständnis der Grundstruktur des ägyptischen Tempels.
Studien zum spätklassischen und frühhellenistischen Städtebau in Arkadien, der Dodekanes und Makedonien. Tombrägel, Martin. 2018. 236 S. 75 Abb. 24 x 17 cm. EUR 58,00. ISBN: 978-3-447-19698-7 Harrassowitz Verlag
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Stand: 18.10.2018 19:50 Uhr
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