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Wiggen, Maria. Die Laokoon-Gruppe. Archäologische Rekonstruktionen und künstlerische Ergänzungen. Stendaler Winckelmann-Forschungen (9). 327 S. 27 x 21 cm. Gb. EUR 58,00. CHF 99,00 ISBN: 978-3-447-06463-7 Harrassowitz Verlag
Die Laokoon-Gruppe übt seit ihrem Fund in Rom 1506 eine große Faszination auf ihre Betrachter aus, die sich auch in der neuzeitlichen Literatur widerspiegelt. Die Gedanken berühmter Dichter, Denker und Gelehrter liegen heute als schriftlich fixierte Ergebnisse vor. Zeugnisse einer anderen Art der Beschäftigung mit der Laokoon-Gruppe sind hingegen die von Maria Wiggen in ihrer Untersuchung vorgestellten Rekonstruktionen und Ergänzungen. Sie stammen von Archäologen, Künstlern und Restauratoren, die an den materiellen Bestand der Laokoon-Gruppe anknüpfen und verlorene antike Teile ergänzen. Die Idee zur Vervollständigung der fragmentarisch überlieferten antiken Marmorgruppe wird hierbei in unterschiedlichen Formen und Medien umgesetzt: zweidimensional als Zeichnung auf Papier, dreidimensional als rundplastische Gipsergänzung an einem Abguss oder gar am antiken Original selbst. Die Rekonstruktionen und Ergänzungen am Original weisen dabei eine ganz besondere Qualität auf, da sie in direkten Kontakt mit der originalen Substanz und Konzeption der Laokoon-Gruppe stehen. Sie stellen, jede für sich, einen einmaligen konkreten Eingriff in die Autonomie des antiken Kunstwerks dar – mit teils weitreichenden Konsequenzen. Wiggen stellt ausführlich die Folgen, die sich daraus für die Interpretation der Laokoon-Gruppe und ihre Beurteilung in der modernen Wissenschaft ergeben, vor und beschreibt detailliert die unterschiedlichen Vorgehensweisen der Archäologen und Künstler/Restauratoren bei der Antikenergänzung. So kann der Leser ihnen bei der Arbeit am antiken Original gleichsam einen Blick über die Schulter werfen.
Buchmann, Marek. Northern Thai Stone Inscriptions (14th – 17th Centuries). Glossary. Abhandlungen für die Kunde des Morgenlandes (73,1). Engl. XIX, 307 S. 22 x 14,5 cm. Pb. EUR 68,00. CHF 116,00 ISBN: 978-3-447-06536-8 Harrassowitz Verlag
The Glossary is the first part of Marek Buchmann’s two-volume study of northern Thai stone inscriptions. The result of long and extensive field and museum research, the glossary covers the vocabulary of 173 Thai stone inscriptions, from the beginnings in 1339 AD to 1616/1617 AD. The glossary includes every occurrence of a word in the corpus and, most importantly, every attested spelling variant. Glossary entries provided include all occurrences of a particular vocabulary item. There are a total of 4.690+ different lexical entries with all attested spelling variants. Translation is usually given for that variant of a word occurring most often. Every word has, at most, three keyword-in-context (KWIC) references.
This Glossary is intended to be a first step towards establishing proper readings and translations of northern Thai stone inscriptions. It is intended to assist the researcher in the editing and translation of epigraphic texts, as well as the linguist interested in the analysis of medieval regional Thai varieties. The second volume next to this glossary consists of a comprehensive catalogue.
Klose, Stefan. Das Grab des Petosiris. Eine griechisch-ägyptische Synthese. Thematische, ikonographische und stilistische Untersuchungen eines frühptolemäischen Grabes in Mittelägypten. Philippika. Marburger Altertumskundliche Abhandlungen (43). 2011. 24 x 17 cm, Pb. EUr 48.00 CHR 83,00 ISBN: 978-3-447-06455-2 Harrassowitz Verlag
Das Tempelgrab des Petosiris in Tunal el-Gebel in Mittelägypten nimmt aufgrund seiner Architektur und seines Reliefschmucks eine kultur- und kunsthistorisch herausgehobene Stellung ein. Mit einer umfangreichen Zusammenstellung von Vergleichsbeispielen wird in Stefan Kloses Studie erstmals der Versuch unternommen, die verschiedenen Einflüsse und Vorbilder, die zur Zeit ihrer Entstehung auf diese spätzeitliche ägyptische Grabanlage eingewirkt haben, näher zu definieren. Dabei zeigt sich neben den bereits bekannten griechischen Einflüssen auch deutlich ein persischer Anteil. Nach einer Einführung in die Forschungsgeschichte und Architektur in Mittelägypten beschreibt Klose ausgewählte Reliefszenen im Detail und stellt Vergleiche von Einzelelementen an, die Auskunft über den Grad der thematischen, ikonographischen und stilistischen Verschmelzung geben. Dabei wird der Frage, wie es zu dieser Vermischung kommen konnte, welche Voraussetzung dafür in den jeweiligen Kulturkreisen gegeben waren, ebenso nachgegangen wie der Frage nach der Datierung.
Rickert, Alexa. Gottheit und Gabe. Eine ökonomische Prozession im Soubassement des Opettempels von Karnak und ihre Parallele in Kôm Ombo. Studien zur spätägyptischen Religion (4). 2011- XII. 320 S., 30 x 21 cm, Gb. EUR 78,00 CHF 132,00 ISBN: 978-3-447-06555-9 Harrassowitz Verlag
Ein fester Bestandteil des Dekorationsprogramms bei in der Griechisch-römischen Zeit erbauten ägyptischen Tempeln sind die langen Reihen Gaben tragender Götter, die an vielen Stellen des Gebäudekomplexes den untersten Abschnitt der Wände zieren. Diesen Sockel- oder Soubassementprozessionen wurde in der Vergangenheit nicht die gleiche Aufmerksamkeit gewidmet wie etwa den viel beachteten Ritualszenen, was auch die geringe Anzahl der bislang erschienenen Fachpublikationen zeigt.
Um diese Lücke ein Stück weit zu schließen präsentiert Alexa Rickert in ihrer Untersuchung Gottheit und Gabe eine vergleichende Analyse zweier Prozessionen, die dem sogenannten ökonomischen Typus zuzuordnen sind. Prozessionen dieser Art kennzeichnen sich durch die Darstellung von Göttern, die jeweils eine bestimmte Gruppe von Opfergaben (z.B. Milch, Brot oder Schlachtvieh) repräsentieren. Neben hieroglyphischer Abschrift, Transliteration, Übersetzung und Kommentar wird eine vollständige Umzeichnung der Reliefs auf 51 Tafeln vorgelegt, was dem Leser ein müheloses Heranziehen der zum Text gehörigen Darstellungen ermöglicht. Rickert geht dabei nicht nur auf die Funktion der ökonomischen Prozessionen im Soubassement der späten Tempel ein, sondern setzt die Textgruppe auch in Beziehung zu Vertretern anderer Gattungen, um mögliche Verwandtschaften aufzudecken.
Magen, Barbara. Steinerne Palimpseste. Zur Wiederverwendung von Statuen durch Ramses II. und seine Nachfolger. 2011. 724 S. 9 Tafel(n). 24 x 17 cm. Gb. EUR 128,00. CHF 217,00 ISBN: 978-3-447-06469-9 Harrassowitz Verlag
Kein Pharao besaß eine größere Fülle an Denkmälern als Ramses II. Nicht wenige Statuen hat Ramses II. dabei von seinen Vorgängern übernommen und hat an die Stelle der bereits vorhandenen Inschriften seine eigenen auf den Körper der Figuren gesetzt. Die Ägyptologie spricht in diesem nicht selten zu beobachtenden Zusammenhang traditionell von "Usurpation", deren Sinn und Zweck unterschiedlich interpretiert werden. Handelt es sich um Anlehnungstendenzen an frühere Herrscher? Ist die Adaption von Statuen ein Indiz für klassizistische Bestrebungen? Was passiert mit der Erinnerung an frühere Herrscher, wenn die Auslöschung ihres Namens die Erinnerung nicht mehr garantiert? Bei Ramses II. tritt die Wiederverwendung von Statuen besonders deutlich in Erscheinung. Die Größe des Pharao beruht nicht nur auf seiner ungewöhnlich langen Lebens- und Regierungszeit, sondern sicherlich auch auf der allgegenwärtigen Präsens seiner Tempel und Statuen. Barbara Magen behandelt am Beispiel der wiederholten Nutzung von Rundbildern durch Ramses II. und einige seiner Nachfolger die Adaption erstmals als eigenständiges Phänomen, das sie in den genuinen kulturellen Kontext Ägyptens einbindet. Dabei wird ebenso nach den gängigen Verfahren der Erweiterung und Umstrukturierung von Tempeln als auch nach den wirtschaftlich-pragmatischen Faktoren der Materialbeschaffung gefragt.
Tewes, Babette. Die Handschriften der Schule von Luxeuil. Kunst und Ikonographie eines frühmittelalterlichen Skriptoriums. (22). 2011. 352 S. 24 x 17 cm. Gb. EUR 98,00. CHF 166,00 ISBN: 978-3-447-06404-0 Harrassowitz Verlag
Die um 700 zu datierende Schreibschule von Luxeuil steht am Beginn der vorkarolingischen Buchmalerei, für deren Entwicklung sie eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt. Im Skriptorium des von dem Iren Columban gegründeten Klosters und wichtigen kirchenpolitischen Zentrums im Frankenreich sind zahlreiche Handschriften eines ganz eigenen Stils entstanden, von denen gut zwei Dutzend – teils fragmentarisch – überliefert sind. Die Codices, in einigen Fällen mit einleitenden Zierseiten und zahlreichen Initialen farbig ausgestattet, stehen nach dem Niedergang der Antike am Anfang einer neuen europäischen Kunst, die sich unter Karl dem Großen in der karolingischen Renaissance zur vollen Blüte entfalten sollte.
Babette Tewes‘ Studie ist die erste ausführliche monographische Untersuchung des Skriptoriums von Luxeuil. Sie stellt in einem umfassenden Katalog alle Handschriften der Schule zusammen und vergleicht sie mit der Kunst der Zeit. Kunsthistorische Aspekte stehen dabei im Vordergrund, erörtert werden jedoch ebenfalls Fragen des historischen Umfeldes, der Paläographie, der Buchwissenschaften und der Kirchengeschichte. Tewes diskutiert die Vorläufer der vorkarolingischen Kunst und nimmt eine Stilanalyse der künstlerischen Ausstattung der Handschriften vor, durch die unterschiedliche Schreiberhände erstmals eindeutig voneinander getrennt werden können und so eine relative Chronologie der Handschriften aufgestellt werden kann. Der Text wird von einem umfangreichen Abbildungsteil begleitet. Tewes schließt damit eine seit langem offene Forschungslücke und leistet einen grundlegenden Beitrag zur Erforschung der vorkarolingischen Buchmalerei.
Munro, Irmtraut. Die Totenbuch-Papyri des Ehepaars Ta-scheret-en-Aset und Djed-chi aus der Bes-en-Mut-Familie. (26. Dynastie, Zeit des Königs Amasis). Handschriften des Altägyptischen Totenbuches (12). 2011. XIV, 77 S. 33,5 x 24,5 cm. Kt. im Schuber. EUR 89,00. CHF 150,00 ISBN: 978-3-447-06462-0 Harrassowitz Verlag
Irmtraut Munro beschreibt in ihrer Studie zwei der wichtigsten Textzeugen der späten 26. Dynastie: die Totenbuch-Papyri des Ehepaars Ta-scheret-en-Aset und Djed-chi aus der Bes-en-Mut-Familie. Beide Papyri, die aus ca. 3000 Fragmenten in zehn unterschiedlichen Standorten zusammengesetzt sind, gehören unter den wenigen Dokumenten, die aus der 26. Dynastie bekannt sind, wegen ihrer genauen Datierbarkeit und ihrer familiären Einbindung in eine der führenden thebanischen Familien zu den wichtigsten Textzeugen der Zeit von Königs Amasis.
Den aus Theben stammenden Papyrus der Ta-scheret-en-Aset kennzeichnet zudem eine außergewöhnliche und für die Spätzeit „unkanonische“ Spruchabfolge, die er nur noch mit einer einzigen „memphitischen“ Parallele teilt. Auf diese Weise nimmt er eine Schlüsselstellung ein für die Beantwortung der Frage nach einem möglichen Vorlagen-Transfer zwischen Theben und dem Norden.
Ägypten zwischen innerem Zwist und äußerem Druck.Die Zeit Ptolemaios’ VI. bis VIII. Internationales Symposion Heidelberg 16.–19. 9. 2007. Hrsg.: Jördens, Andrea; Quack, Joachim Friedrich. Philippika. Marburger Altertumskundliche Abhandlungen (45). 2011. IX, 338 S. div.. 24 x 17 cm. Gb. EUR 68,00. CHF 116,00 ISBN: 978-3-447-06504-7 Harrassowitz Verlag
Eine außerordentlich lange Zeit, von 180 bis 116 v. Chr. und damit fast 65 Jahre, wurde Ägypten von den beiden Söhnen von Ptolemaios V. und seiner Gemahlin Kleopatra I. beherrscht. Diese Periode war geprägt von andauernden dynastischen Auseinandersetzungen mit stets wechselnden Parteiungen, die sich bis in die folgenden Generationen fortsetzten. Die verworrene Lage in Ägypten ist auch aufgrund fehlender fortlaufender literarischer Darstellungen, die ein einigermaßen zuverlässiges Bild vermitteln könnten, nicht leicht einsichtig und in der Forschung oft vernachlässigt worden.
Um das insgesamt recht unscharfe und zudem von manchem Vorurteil behaftete Bild genauer zu fassen, es zu ergänzen und, wo nötig, auch zu korrigieren, fand vom 17. bis 19. September 2007 unter dem Titel "Ägypten zwischen innerem Zwist und äußerem Druck. Die Zeit Ptolemaios’ VI. bis VIII.“ in Heidelberg ein Symposion zum Thema statt. In den daraus hervorgegangenen 17 Beiträgen kommt das Verhältnis zur Ägäiswelt, zu Syrien und nicht zuletzt Rom ebenso zur Sprache wie die Lage der Juden und Alexandriner, der Priester und Militärs, der Gelehrten, Notare und Hirten wie auch aller anderen Griechen und Ägypter im Ptolemäerreich. Neben allgemeineren Studien zur ägyptischen Außen- und Innenpolitik im 2. Jahrhundert v. Chr. enthält der Band auch Untersuchungen zu den weiblichen Mitgliedern des Königshauses, vermeintlichen Gegenkönigen, einem demotischen Rechtsgutachten und Bauaktivitäten in Mittelägypten oder auf Philae. Griechische und ägyptischsprachige Quellen finden in gleicher Weise Berücksichtigung, wobei literarische und archäologische Zeugnisse ebenso ausgewertet werden wie das reiche Material der Inschriften, Graffiti, Münzen und Papyri
Bibliotheken im Altertum. Hrsg.: Blumenthal, Elke; Schmitz, Wolfgang. (45). 2011. 276 S. 24 x 17 cm. Gb. EUR 79,00. CHF 134,00 ISBN: 978-3-447-06406-4 Harrassowitz Verlag
Der von Elke Blumenthal und Wolfgang Schmitz herausgegebene Band "Bibliotheken im Altertum" enthält die Vorträge der gleichnamigen Tagung des Wolfenbütteler Arbeitskreises für Bibliotheks-, Buch- und Mediengeschichte, die im November 2007 an der Herzog August Bibliothek zu Gast war. Die Beiträge von ausgewiesenen Fachvertretern erstrecken sich auf die Gebiete Altorientalistik, Ägyptologie, Alttestamentliche Wissenschaft, Gräzistik, Papyrologie, Klassische Archäologie, Arabistik/ Islamwissenschaft, Byzantinistik, Mediävistik und Bibliothekswissenschaft. Dabei reicht der behandelte Zeitraum vom 3. vorchristlichen bis zur Mitte des 1. nachchristlichen Jahrtausends. Die Vielseitigkeit der Themen entspricht den unterschiedlichen Gegebenheiten der behandelten Kulturen, deren älteste - Assyrien, Ägypten, Alt-Israel - sich durch die weitgehend durch ihre Religionen geprägte Überlieferung von den späteren abheben. Vielseitig sind auch die Aspekte, unter denen das Bibliothekswesen jeweils untersucht wird: Verhältnis von Bibliothek und Archiv, tragende Institutionen, Funktion, Zugänglichkeit, Unterbringung, Verwaltung, Erschließung, Bestandsumfang und -erweiterung, privater Buchbesitz. Darüber hinaus erschließt der Band die oft übersehene historische Tiefendimension der aktuellen, von Kultur- und Medienwissenschaftlern erörterten Fragen nach der Bedeutung der schriftlichen Überlieferung im Wandel der Wissensspeicherung, -tradierung und -vermittlung und ihrer Rolle bei der Sinngebung und Identitätsstiftung für Gesellschaft und Individuum.
Tinius, Iris. Altägypten in Braunschweig. Die Sammlungen des Herzog Anton Ulrich-Museums und des Städtischen MuseumS. 2011. 235 S. 30 x 21 cm. Gb. EUR 34,80. CHF 61,00 ISBN: 978-3-447-06441-5 Harrassowitz Verlag
Über 450 weitgehend unbekannte Werke altägyptischer Kunst befinden sich im Herzog Anton Ulrich-Museum und im Städtischen Museum in Braunschweig, darunter vor allem Gegenstände der Alltagskultur und des Bestattungswesens, Götterstatuen, Skarabäen und Schmuck. Diese Werke werden in dem reich bebilderten Katalog "Altägypten in Braunschweig" von Iris Tinius erstmals vorgestellt und beschrieben. Der zeitliche Rahmen spannt sich dabei von der prädynastischen Zeit (6. Jahrtausend v. Chr.) bis ins Mittelalter (9. Jahrhundert). Im Braunschweiger Land lassen sich bereits in der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts Aegyptiaca in herzoglichem Besitz nachweisen, die den Grundstock der Sammlung der altägyptischen Kunstwerke im Herzog Anton Ulrich-Museum bilden. Dazu gehört als Hauptwerk der Sammlung die singuläre Statue des knieenden Philippos II. Arrhidaios, 1778 angekauft. Die Sammlung des Städtischen Museums hingegen entstand im Verlauf des 19. Jahrhunderts aus überwiegend bürgerlichen Schenkungen, Stiftungen und Ankäufen.
Erwin Panofsky. Korrespondenz 1910-1968. Eine kommentierte Auswahl in fünf Bänden. 2011. 6900 S. 23,5 x 17 cm. Gb. EUR 798,00. CHF 1352,00 ISBN: 978-3-447-06488-0 Harrassowitz Verlag
Töpfer, Susanne; Müller-Roth, MarcuS. Das Ende der Totenbuchtradition und der Übergang zum Buch vom Atmen. Die Totenbücher des Monthemhat (pTübingen2012) und der Tanedjmet (pLouvre N 3085). Mit Farbtafeln auf CD-Rom. (13). 2011. 138 S. 6 Tafel(n). 33,5 x 24,5 cm. Gb. im Schuber. EUR 89,00. CHF 150,00 ISBN: 978-3-447-06460-6 Harrassowitz Verlag
Mit dem Band liegt die Edition von zwei hieratischen Totenbuchpapyri aus der späten Ptolemäischen oder frühen Römischen Zeit vor, die sich als Besonderheit der spätägyptischen Totenliteratur-Tradition herausstellen. Die gemeinsame Bearbeitung der Manuskripte pTübingen 2012 und pLouvre N 3085 resultiert aus der These, dass beiden Textzeugen die gleiche oder zumindest eine ähnliche Vorlage zu Grunde liegt. Sowohl die Vignetten als auch die in Übersetzung präsentierten Totenbuchsprüche sind in beiden Handschriften in annähernd der gleichen Anzahl, Auswahl und Abfolge vorhanden. Die Vignetten unterscheiden sich in ihrer Gestaltung sowie in Stil und Qualität von den Ausführungen in den als Standard angesehenen Handschriften. Die Totenbuchsprüche weichen im Textverlauf an den gleichen Stellen von den gängigen ptolemäischen Schriften ab. Beide Textzeugen verkürzen beinahe jeden Spruch und bringen gelegentlich Varianten mit ein, die nicht in den verwendeten Parallelen zu finden sind. pTübingen 2012 weist mit dem kurzen, doch recht prägnanten Buch vom Atmen auf die zunehmende Ablösung des Totenbuches durch diese neue funeräre Textkompositionen hin. Die sechs Generationen umfassende Genealogie am Ende von pTübingen 2012 ist in vergleichbarer Struktur auf weiteren Textzeugen der Familie zu finden.
Jäger, Ulf; Kansteiner, Sascha. Ancient Metalworks from the Black Sea to China in the Borowski Collection. With an Introduction by Sir John Boardman. Engl. 186 S. 24 x 17 cm. Gb. Harrassowitz, Wiesbaden 2011. EUR 58,00. CHF 99,00 ISBN: 978-3-447-06496-5 Harrassowitz Verlag
Der Katalog der Sammlung Dr. Elie Borowski, die sich heute im Bible Land Museum Jerusalem befindet, umfasst 245 Katalognummern zu mehr als 300 Objekten aus Bronze, Silber und Gold . Die meisten von ihnen stammen aus Nordchina und sind in ihrer Form und Dekoration bestimmt durch den Gebrauch und Geschmack der nomadischen Gesellschaften. Viele der Funde stammen aus der Ordos-Region in Nordwestchina, die wir nur durch ihre Funde aus Gräbern kennen. Vor der Vereinigung Chinas unter den Quin am Ende des 3. Jahrhunderts v. Chr. waren es die nomadischen Reitervölker, die im Krieg mit China standen. Diese Nomaden waren wohl organisiert, waren Experten in der Metallverarbeitung seit der Bronzezeit. Die meist kleinen Objekte dienten als Schmuck ihres Pferdegeschirrs, als aufgenähter Dekor ihrer Gewänder oder dienten als Waffen zu ihrer Ausrüstung wie Schwerter und Messer, bevor sie in die Gräber gelangten. Eine große Serie der Arbeiten begann im 4. Jh. v. Chr. und beeinflussten auch China, das die Kunst der Nomadenstämme wahrzunehmen begann und Elemente ihrer Kleidung und den Reiterschmuck kopierten. Aber auch nach der Vereinigung Chinas laufen verschiedene Serien von Gürtelschnallen in Form und Dekor weiter, die ursprünglich von den Nomadenvölkern stammen und sich bis in die Mongolei und den Westen ausbreiteten. Thematisch überwiegen Tierdarstellungen der Steppe, was sie mit dem "Tierstil" der westlichen Nachbarn, etwa den Skythen am Schwarzen Meer verbindet. Mehr als 50 wertvolle Objekte der Sammlung stammen aus dem westlichen Teil Asiens. Diese einzigartige, bisher unveröffentlichte Sammlung wird damit der Öffentlichkeit vorgelegt.
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"Ume heoledere. ""Vernachlässige (deine Pflicht) nicht!"". Der Ostasienwissenschaftler Walter Fuchs (1902–1979). Band II: Kleine Arbeiten, Briefwechsel mit dem Mongolisten F.W. Cleaves und dem Sinologen Wolfgang Franke. Hrsg.: Walravens, Hartmut. 2011. 195 S. 24 x 17 cm. Br. EUR 44,00. CHF 76,00" ISBN: 978-3-447-06429-3 Harrassowitz Verlag
Salami, Mohammed Ali Al-. Sabäische Inschriften aus dem Hawlan. 2011. 188 S. 24 x 17 cm. Br. EUR 68,00. CHF 116,00 ISBN: 978-3-447-06446-0 Harrassowitz Verlag
Hawlan ist einer der größten Stämme im Jemen und seit mehr als zweitausend Jahren in der Geschichte des Landes präsent. Epigraphische Belege für die Existenz dieses Stammes sind bereits aus dem 1. Jahrtausend. v. Chr. bekannt. Hawlan eignet sich daher in besonderer Weise für die Untersuchung der Entstehung und historischen Kontinuität der jemenitischen Stämme. Im Mittelpunkt von Mohammed Ali Al-Salamis Monographie steht die Edition von 163 bislang unbekannten sabäischen Inschriften, welche Al-Salami im Gebiet des heutigen im zentraljemenitischen Hochland entdeckt hat. Die Texte entstammen aus dem Zeitraum vom 7. Jahrhundert v. Chr. bis zum 5. Jahrhundert n. Chr. und decken so einen Großteil der altsüdarabischen Überlieferungsgeschichte ab. Das untersuchte Material bietet erstmals authentische Zeugnisse von der Besiedlungsgeschichte der untersuchten Region, welche zu einer Revision bisheriger Auffassungen führen. Demnach ist der namensgebende Stamm Hawlan vermutlich erst seit dem 4. bis 5. Jahrhundert n. Chr. in der Region ansässig. Ursprünglich siedelte die Gruppe im Süden und Südosten des jemenitischen Hochlands, während das heutige Siedlungsgebiet von ganz anderen Stammesgruppen bewohnt war. Zur Erklärung dieses Befundes entwickelt Al-Salami die Theorie einer umfangreichen Auswanderungsbewegung im genannten Zeitraum, welche den Stamm Hawlan wie auch einige himyarische Stämme und Sippen aus ihren ursprünglichen Wohngebieten im südlichen Jemen nach Norden führt.
Assur – Gott, Stadt und Land. 5. Internationales Colloquium der Deutschen Orient-Gesellschaft 18. – 21. Februar 2004 in Berlin. Hrsg.: Renger, Johannes. 2011. Deutsch. XIV, 470 S. 24 x 17 cm. Gb. EUR 45,00. CHF 78,00 ISBN: 978-3-447-06492-7 Harrassowitz Verlag
Garten der Gesundheit. Botanik im Buchdruck von den Anfängen bis 1800. Hrsg.: Müller, Irmgard; Dressendörfer, Werner. 2011. Deutsch. 176 S. 24 x 17 cm. Pb. EUR 18,00. CHF 31,80 ISBN: 978-3-447-06464-4 Harrassowitz Verlag
Kräuterbücher, Herbarien, Floren und andere botanische Werke des Mittelalters und der Frühen Neuzeit gewähren einen faszinierenden Einblick in die Geschichte der Naturwissenschaften. In der vom Museum Otto Schäfer in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Schweinfurt, den Franckeschen Stiftungen und der Bibliothek der Leopoldina - Nationale Akademie der Wissenschaften in Halle veranstalteten Ausstellung zum Thema werden anhand repräsentativer Ausschnitte aus den reichen Beständen der Leihgeber Werke der Botanik vom Mittelalter bis ins 18. Jahrhundert unter verschiedenen Aspekten vorgestellt. Dazu zählen der Wandel der Natur- und Pflanzenbetrachtung durch die zunehmende Einfuhr außereuropäischer Pflanzenarten, die Organisation des botanischen Wissens durch Forscher wie Carl von Linné, der Wandel in der Pharmazie und schließlich auch die Funktion von Pflanzen als Symbolträger. Der reich bebilderte Begleitkatalog enthält darüber hinaus Beiträge zur Geschichte der Pflanzendarstellungen und der Visualisierung botanischer Ordnungen. Die Bestände an botanischer Literatur in den Bibliotheken der vier Leihgeber werden sachkundig aufbereitet. Die Ausstellung läuft vom 20. März bis zum 10. Juli 2011 im Museum Otto Schäfer Schweinfurt und vom 29. Januar bis zum 25. März 2011 im Historischen Waisenhaus der Franckeschen Stiftungen Halle.
Maul, Stefan M.Ritualbeschreibungen und Gebete I. Mit Beiträgen von Daniel Schwemer. 2011. XII, 240 S. 71 Tafel(n). 34,5 x 24 cm. Gb. EUR 48,00. ISBN: 978-3-447-06107-0 Harrassowitz Verlag
Im Sommer 1908 stießen Archäologen der Deutschen Orient-Gesellschaft auf die Reste eines Wohnhauses, das beim Fall Assurs im Jahr 614 v. Chr. zerstört worden war. Über Generationen hinweg hatte es Heilern gehört, die am Assur-Tempel tätig waren und für das Wohlergehen des assyrischen Königs sorgten, wenn dieser in Assur weilte. In einer Art Fachbibliothek hatten sie Werke und Schriften zusammengetragen, die sie für die Ausübung ihres Berufes benötigten. Die von Stefan M. Maul und Rita Strauß im vierten Band der "Keilschrifttexte aus Assur literarischen Inhalts" (KAL 4) vorgelegten Texte stammen vorwiegend aus dem sogenannten "Haus des Beschwörungspriesters". Im Mittelpunkt stehen die bislang unveröffentlicht gebliebenen Beschreibungen von "Löseritualen" ("namburbi"), mit deren Hilfe ein durch Vorzeichen angekündigtes Unheil abgewendet werden sollte, noch bevor es spürbare Gestalt angenommen hatte. Zudem werden weitere Beschreibungen von Ritualen und Therapien zur Abwehr von Unheil, Krankheit und Bösem sowie eine kleine Gruppe akkadischer "Handerhebungsgebete" erstmals zugänglich gemacht.
Susanne Petschel . Den Dolch betreffend. Typologie der Stichwaffen in Ägypten von der prädynastischen Zeit bis zur 3. Zwischenzeit. Philippika 36 . 543 S. 400 Abb. 36 Tab. Gb. Harrassowitz Verlag, Wiesbaden 2011. EUR 168,00 CHF 284,00 ISBN: 978-3-447-06180-3 Harrassowitz Verlag
Susanne Petschels typologische Untersuchung zu altägyptischen Stichwaffen versteht sich als Beitrag zur ägyptischen Militärgeschichte. Im Rahmen der Grundlagenforschung stellt sie erstmals die systematische Erfassung und Aufarbeitung einer antiken Waffengattung dar, deren durch Ausgrabungen oder durch den Antikenhandel überlieferte Artefakte in Museen und Sammlungen über die ganze Welt verstreut lagern. Petschel gelingt es, unter Einbeziehung weiterer Quellen wie flachbildliche Darstellungen und schriftliche Belege, ihre historische Bedeutung zu erschließen und geht damit weit über das hinaus, was bislang in Publikationen zu Einzelobjekten oder Objektgruppen möglich war. Die Entwicklung der Stichwaffen wird dabei unter besonderer Berücksichtigung waffentechnologischer Einflüsse aus den Anrainerstaaten Ägyptens über einen Zeitraum von etwa 2600 Jahren verfolgt und in einem umfangreichen Katalogteil zeichnerisch bzw. photographisch dokumentiert. Der analytische Teil der Untersuchung gibt nicht nur über Art und Qualität der Waffen Auskunft, sondern auch darüber, wer sich im altägyptischen Staatsgefüge überhaupt bewaffnen durfte, und welchen sozialen Stellenwert das Tragen eines Dolches vermittelte.
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Die Handschriften aus St. Emmeram in Regensburg, Band 3 (Clm14261-14400). Bearb.: Helmer, Friedrich; Hauke, Hermann; Wunderle, Elisabeth. 2011. XXII 516 S., 24 x 17 cm, Gb. EUR 138,00 CHF 233,00 , ISBN: 978-3-447-06224-4 Harrassowitz Verlag
Der Katalog der Handschriften aus dem ehemaligen Benediktinerkloster St. Emmeram in Regensburg, die einen wichtigen Fonds der Handschriftensammlung der Bayerischen Staatsbibliothek bilden, wird mit einem dritten Band fortgesetzt. Die 131 beschriebenen Codices, mehr als die Hälfte davon aus Pergament, gehören mit einer Ausnahme dem Mittelalter an. Aufgrund ihrer Qualität und ihres Alters - rund ein Fünftel dieses Teilbestands datiert aus dem frühen Mittelalter - wurden sie vielfach für Editionen herangezogen. Die Handschriften dokumentieren damit den hohen kulturellen Rang und die vielfältigen literarischen und wissenschaftlichen Interessen dieses auch politisch bedeutenden monastischen Zentrums. Sie entstanden teilweise im Skriptorium der Abtei, dessen frühe Entwicklung in der Karolingerzeit maßgeblich durch Bischof Baturich von Regensburg (816/ 17-847/ 48) geprägt wurde. Zahlreiche der außerhalb des Klosters bzw. Regensburgs entstandenen Codices stammen aus Frankreich und wurden von Emmeramer Mönchen von Studienaufenthalten mitgebracht. Und im 15. Jahrhundert vermachte Hermann Pötzlinger (gest. 1469), zeitweise Schulmeister in St. Emmeram, dem Kloster seine umfangreiche Büchersammlung (19 Bände davon in diesem Katalog), darunter den Mensuralcodex St. Emmeram (Clm 14274), das früheste erhalten gebliebene Zeugnis für mehrstimmige Musik in Mitteleuropa.
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