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Denkraum Spätantike. Reflexionen von Antiken im Umfeld des Koran. Episteme in Bewegung. (5). Schmidt, Nora. Hrsg.: Neuwirth, Angelika; Schmid, Nora Katharina. 2016. 432 S. 24 x 17 cm. Gb. EUR 98,00. ISBN: 978-3-447-10599-6 Harrassowitz Verlag
„Spätantike“ ist nicht nur ein hochgradig ambivalenter Begriff in der europäischen Wissenschaftsgeschichte. Lange Zeit bezeichnete er eine Epoche, die durch den Niedergang einer ehemals blühenden antiken Hochkultur geprägt war. In den letzten drei Jahrzehnten ist die Spätantike zunehmend zu einem internationalen und interdisziplinären Forschungsprojekt geworden, und ein Durchbruch zu einer inklusiveren Sicht zeichnet sich ab.
Die Autoren dieses Bandes setzen sich aus ihrer jeweiligen Fachperspektive heraus mit spätantiken Wissensformen und -beständen in der formativen Phase des Islams auseinander und führen den Lesern auf diese Weise unterschiedliche Reflexionen von Antiken im unmittelbaren und weiteren Umfeld des Korans vor Augen. Soziale Praktiken, Textkulturen und Materialitäten rücken dabei gleichermaßen in den Blick; historiografische Modelle werden hinterfragt und neu perspektiviert.
Statt „Spätantike“ als eine Epoche zu fassen, die mit der Verkündigung des Korans ihr Ende findet, wird diese neu als ein „Denkraum“ konturiert, in dem Religionen, Sprachen, Institutionen und soziale Praktiken in vielfältigen Beziehungen stehen. In einem so aufgespannten epistemischen Raum vollzieht sich Wissenswandel innerhalb komplexer Netzwerke. Die frühislamischen Wissensbestände werden so, anders als die Forschung zum Koran und den frühislamischen Wissenschaften lange postulierte, als Teil des spätantiken Denkraums erkennbar.
Sammelbuch griechischer Urkunden aus Ägypten (XEA88), Band: 2929 Index zu 28 . Bearbeitet von Rodney Ast unter Mitarbeit von Andrea Bernini. Hrsg.: Jördens, Andrea. 2016. 137 S. 27 x 19 cm. Engl. Br. EUR 45,00. ISBN: 978-3-447-10586-6 Harrassowitz Verlag
Die Geschichte vom Leben des Johannes, Abt des Klosters Gorze. MGH - Scriptores Rerum Germanicarum in Usum Scholarum Separatim Editi (81). Hrsg.: Jacobsen, Peter Christian. 2016. 629 S. 23 x 15 cm. Leinen. EUR 80,00. ISBN: 978-3-447-10559-0 Harrassowitz Verlag
Die Geschichte des Bauernsohnes Johannes von Vandières († 974), der zum Abt des Klosters Gorze aufstieg, gilt seit Langem als zentrale Quelle für die Kenntnis von der Erneuerung des benediktinischen Mönchtums in Oberlothringen im 10. Jahrhundert. Sie ist berühmt wegen ihrer Schilderung des Entstehens einer religiösen Bewegung und wegen des Reichtums an Details über die Personen und das Leben im Konvent, besonders aber wegen des Berichtes über die Legationsreise des Johannes von Gorze nach Córdoba an den Hof des Kalifen Abd ar-Rahman III. im Auftrag Ottos I.
Für diese Ausgabe wurde der Text nach der einzigen überlieferten Handschrift des ausgehenden 10. Jahrhunderts revidiert und mit den Lesungen und Korrekturen der vorausgehenden Editoren verglichen, besonders mit jener älteren aus dem 17. Jahrhundert, die von der durch Feuchtigkeit in den hinteren Lagen an den Rändern stark beschädigten Handschrift möglicherweise noch mehr lesen konnten. Zum Text treten ein ausführlicher Kommentar und die erste vollständige deutsche Übersetzung. Da die sprachliche Gestaltung des Textes, die Vielfalt des Vokabulars und die Differenziertheit der Aussagen in der Forschung bisher fast gänzlich unberücksichtigt blieben, wird die Edition ergänzt und gestützt durch ein breit angelegtes Wortregister, das nahezu das gesamte sprachliche Material mit allen Stellen und Möglichkeiten der Konstruktion bietet.
#francke. Ein fotografischer Essay von Andreas Herzau über die Franckeschen Stiftungen. Herzau, Andreas. 2016. 128 S. 32 x 23 cm. Gb. EUR 36,00. ISBN: 978-3-447-10556-9 Harrassowitz Verlag
Andreas Herzau gehört zu den bekanntesten deutschen Fotojournalisten, die die Grenzen der klassischen Reportagefotografie in oft überraschender Weise erweitert haben. Das gesamte Jahr 2015 über war der Fotograf in den Franckeschen Stiftungen zu Halle unterwegs. Nicht die einzigartige Architektur der Schulstadt, sondern die heute im historischen Raum agierenden Menschen, die den Puls des Bildungskosmos Franckesche Stiftungen ausmachen, standen im Mittelpunkt seiner Aufmerksamkeit. Jedes Foto erzählt eine Geschichte und will gelesen werden. Die Bilder fangen die verspielte Entspanntheit der Jugend vor großer Kulisse ein und sehen auch die andere Welt der vom Alter diktierten Bedürfnisse neben der kindlich-unvoreingenommenen Einnahme historischer Räume. Sie entdecken die Sensationen des Alltäglichen, halten Momente des Ausgelassenseins und der Würde, der Anspannung und des Loslassens, der Beständigkeit und des Neuen inmitten eines über 300 Jahre alten Raumes fest. Als fotografischer Essay erscheinen die Arbeiten als Fotobuch; ein deutsch/englischer Essay von Hortensia Völckers führt in den Alltag der Stiftungen ein.
Die Renaissance der „Kauernden Venus“. Ihr Nachleben zwischen Aktualisierung und Neumodellierung von 1500 bis 1570. Richter, Mandy. 2016. 280 S. Gb. EUR 54,00. ISBN: 978-3-447-10472-2 Harrassowitz Verlag
Mandy Richters Studie widmet sich dem Nachleben der Kauernden Venus, einem antiken Statuentypus, der heute in über 30 großplastischen Kopien und Varianten überliefert ist. Um 1500 setzt mit Pier Jacopo Alari Bonacolsi, genannt Antico, nachweislich die Rezeption der Kauernden Venus ein, und bis 1570 entstehen zahlreiche künstlerische Imitationen, die von exakten zeichnerischen Kopien bis hin zu individuellen künstlerischen Abwandlungen reichen. Anhand einer repräsentativen Auswahl an Fallstudien, die jeweils verschiedene Themenschwerpunkte im Umgang mit dem antiken Statuentypus exemplifizieren und nahezu alle Kunstgattungen umfassen, werden grundlegende Tendenzen der Rezeptionsgeschichte nachvollzogen und im Kontext der Zeit verankert. Ziel der Arbeit ist die erstmalige Systematisierung der verschiedenartigen Auseinandersetzungen mit der Kauernden Venus unter Zuhilfenahme des Konzeptes amor sacro e amor profano, innerhalb dessen die einzelnen Werke verschiedene Zwischenstationen oder Endpunkte einnehmen. Das Projekt ermöglicht somit ein besseres Verständnis des Zusammenspiels von antiken Venus-Bildwerken und künstlerischen Arbeiten aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts und bietet durch den veränderten Blickwinkel neue Interpretationsmöglichkeiten.
Abu Mīna VI. Die Keramikfunde von 1965 bis 1998. Engemann, Josef. Archäologische Veröffentlichungen volume 111. 2016. X 470 S. 2 Faltkarten, 40 Tototafeln mit über 400 Abb. 284 Tafeln mit über 1800 Zeichnungen. Gb. EUR 142,00 ISBN: 978-3-447-10477-7 Harrassowitz Verlag
Allseits bekannt sind die aus dem Pilgerheiligtum von Abu Mina stammenden und weit verbreiteten Menasampullen. Während die meist mit dem Bild des Ortsheiligen oder seinem Namen geschmückten Tonflaschen in der bisher veröffentlichten Literatur isoliert behandelt wurden, werden sie nun erstmalig in den Rahmen einer Übersicht über alle Formen der im spätesten 5. Jahrhundert einsetzenden lokalen Keramikproduktion Abu Minas gestellt. Die dabei ermittelten Gemeinsamkeiten in der Reaktion auf die kriegerischen Ereignisse im 7. Jahrhundert und den Niedergang des Stadtlebens im 8. und 9. Jahrhundert unterstreichen die Notwendigkeit einer solchen umfassenden Übersichtsdarstellung.
Über die Behandlung der lokalen Produktion hinaus stellt der Band eine Gesamtpublikation in viel weiterem Umfang dar. Neben dem Material aus den Töpferöfen von Abu Mina werden die in den Ausgrabungen geborgenen Funde von Importkeramik behandelt. Bereits in den späthellenistisch-frührömischen Siedlungen am Ort der späteren Menasstadt gab es Importe aus anderen Gebieten Ägyptens und von im ganzen Mittelmeerraum weit verbreiteten ausländischen Keramiktypen. Auch nach der Gründung der christlichen Pilgerstadt in der ersten Hälfte des 5. Jahrhunderts gab es ein vergleichbares Nebeneinander unterschiedlicher Importe. Obwohl das Übergewicht bei Keramik aus anderen Gebieten Ägyptens lag, war die ausländische Einfuhr doch beträchtlich. Die ausführlichen Kataloge zu den verschiedenen Keramikgattungen sind daher nicht nur für Arbeiten an ägyptischen Grabungsplätzen von großem Interesse.
Besondere Aufmerksamkeit finden die Funde von glasierter Keramik, vor allem der sogenannten "Fayyumi"-Ware, von der bisher nur wenige Einzelbeispiele veröffentlicht wurden.
Manuscripts Changing Hands. Handschriften wechseln von Hand zu Hand. Hrsg.: Schier, Volker; Schleif, Corine. Wolfenbütteler Mittelalter-Studien. volume: 031. 2016. Engl. 368 S., 166 fb. Abb. 24 x 16 cm. Gb. EUR 92,00 ISBN: 978-3-447-10391-6 Harrassowitz Verlag
Medieval manuscripts were conceived to move from one set of hands to the next. Holding a book presented possibilities, and possessing a book implied power. Thus, books functioned as potent connectors. They bound producers with consumers, givers with recipients, writers with readers, writers with writers, and readers with readers. Books linked many generations and were intended to last. Hands attached messages in colophons, prayers, scribal notes, glosses, word plays, self-images, and other inserted materials. Hands also left traces in the form of penciled users’ names, threats, curses, corrections, erasures, worn and torn pages, finger prints, and dirt.
Contributors to this collection of essays analyze the ways in which the manuscript medium served and challenged communication. Sensorial empathies helped to construct communal identities that overcame barriers of time, class and calling. Diachronic communities formed around books in both men’s and women’s monasteries. Librarians, collectors, and makers of facsimiles strove to preserve these hand-made, handed down objects. Ten medievalists with specialties in history, musicology, art history, and the history of literature provide articles based on discussions that took place at an international workshop supported by the Deutsche Forschungsgemeinschaft at the Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel in 2012. The volume reflects current issues relating to actor network theory and eco-critical concerns. It appears at the moment in which transient virtual media are replacing enduring material objects as means of communication.
Annäherungen an eine europäische Wende. Ausgewählte Aufsätze unter Mitarbeit von Anna Claudia Nierhoff und Detlev Jasper Hrsg.: Martina Hartmann. MGH-Schriften (72). Fuhrmann, Horst. Papst Gregor VII. und das Zeitalter der Reform. 2016. 598 S. 2 Tabelle(n), 10 Abb. 23 x 15 cm. Gb. EUR 80,00. ISBN: 978-3-447-10162-2 Harrassowitz Verlag
Der Band enthält 28 Aufsätze von Horst Fuhrmann (1926–2011), der von 1972 bis 1994 Präsident der Monumenta Germaniae Historica war. Neben seinen Forschungen zu den Pseudoisidorischen Fälschungen war es vor allem das Zeitalter des sogenannten Investiturstreites, dem Fuhrmanns besonderes Interesse galt. In einer Auswahl, die der Autor noch selbst kurz vor seinem 80. Geburtstag vorgenommen hatte, werden hier Studien zu Papst Gregor VII. und zur „Quellenkunde und zum Quellenverständnis der Reformzeit“ vorgelegt. Der älteste Beitrag stammt aus dem Jahr 1965, der jüngste von 2003. Ergänzt wird diese Sammlung durch ein Verzeichnis der Schriften von Horst Fuhrmann und die Nachrufe auf ihn.
Thetis. Mannheimer Beiträge zur Klassischen Archäologie und Geschichte Griechenlands und Zyperns. [Band 22 (2016)]. Hrsg.: Reinhard Stupperich, Heinz A. Richter. 2016. EUR 39,00 ISBN: 978-3-447-10618-4 Harrassowitz Verlag
Die von Reinhard Stupperich und Heinz A. Richter herausgegebene Zeitschrift Thetis erscheint einmal im Jahr. Sie ist die einzige Zeitschrift in Europa, die sich interdisziplinär mit der griechischen Welt von der Antike (Archäologie) bis zur Zeitgeschichte befasst und dabei Archäologen, Althistoriker, Mediävisten, Byzantinisten, Osmanologen, Historiker der Neuzeit, Neuesten Zeit, Zeitgeschichte und Politologen zu Wort kommen lässt, um das Kontinuum der griechischen Geschichte und Kulturgeschichte zu erforschen. Dabei werden auch die neuzeitliche Wirkungsgeschichte der Antike, politologische und soziologische Ansätze sowie die eigenständige Rolle, die Zypern bereits im Altertum spielte, und seine Bedeutung in der neuesten Geschichte und gegenwärtigen Politik in den Blick genommen.
Der Codex Montalto. Präsentation und Rezeption der Antikensammlung Montalto Peretti. Seidel, Anna. Cyriacus. Studien zur Rezeption der Antike (8). 2016. 240 S. 136 z. T. fb. Abb. Engl. Br. EUR 70,00. ISBN: 978-3-447-10515-6 Harrassowitz Verlag
Der Codex Montalto umfasst nahezu 280 Zeichnungen nach der Antikensammlung Montalto Peretti. Diese trug Kardinal Alessandro Montalto Peretti im frühen 17. Jahrhundert in der römischen Villa seines Onkels, Papst Sixtus V., zusammen. Sie zählte zu den bedeutendsten Antikenkollektionen des Barock, gleichwertig denen der Borghese und Giustiniani. 1785 wurde sie vollständig zerschlagen. Der Codex Montalto gibt einen einzigartigen Einblick in die Zusammensetzung der Sammlung und ermöglicht deren Rekonstruktion. Der Band, der einen vollständig bebilderten Katalog des in Privatbesitz befindlichen Codex beinhaltet, wird sowohl die erste kunsthistorischen Bearbeitung des Zeichnungskonvoluts als auch die erste umfassende sammlungshistorische Studie zur Antikensammlung Montalto und ihrer Rezeption vorlegen.
Ciriaco de Ancona und die Entdeckung Griechenlands im 15 Jahrhundert. Chatzidakis, Michael. 2016. 400 S. 416 z. T. fb, Abb. Engl. Br. EUR 80,00. ISBN: 978-3-447-10516-3 Harrassowitz Verlag
Die antiquarische, frühwissenschaftliche Auseinandersetzung mit griechischen Altertümern im 15. Jh. ist aufs Engste mit der Person Ciriacos de Ancona (1391 - 1452) verknüpft. Von Haus aus Kaufmann, nutzte Ciriaco geschickt seine Profession, um ein ausgewogenes Verhältnis gegenüber allen Parteien und Religionen zu unterhalten. Sein durch unermüdliche Forschungen und Anerkennung seiner humanistischen Freunde verstärkter Ruhm als ausgewiesener Kenner fremder Kulturen wie auch seine wichtige Rolle als zuverlässiger Informant über die diplomatischen Affären im östlichen Mittelmeergebiet stellten für Ciriaco die Eintrittskarte zu den Höfen Italiens dar und ermöglichten es ihm, seinem antiquarischen Antrieb ungehindert nachzugehen.
Ciriaco machte es sich im Laufe seines rastlosen Wanderlebens zur Aufgabe, das östliche Mittelmeergebiet in allen Himmelsrichtungen zu erkunden, um möglichst viele erhaltene Bauten und Denkmäler der antiken Welt zu besichtigen und sie möglichst vollständig zu erschließen. Die Forschungsergebnisse seiner Expeditionen fanden in schriftlicher und bildlicher Form Eingang in seine unter dem Titel „Commentaria“ subsumierten Reisetagebücher, die unglücklicherweise nur in Fragmenten auf uns gekommen sind.
Trotz der bruchstückhaften Materialüberlieferung haben die vorliegenden Untersuchungen deutlich genug die frappierende Modernität von Ciriacos methodischem Zugriff aufgezeigt. Mit seinen weitgefächerten Interessen, mit seiner Begeisterung sowohl für das antike Bauwesen und die topographischen Studien, die Reliefkunde, die Statuarik und die Epigraphik, die Münz- und Gemmenkunde, wie auch für die antike Mythographie avancierte Ciriaco zu einem der wichtigsten Antiquare seiner Zeit und nahm Methoden moderner archäologischer Disziplinen vorweg. Andererseits darf nicht vergessen werden, dass der Umgang mit der Antike, verglichen zumindest mit dem auf wissenschaftlicher Ebene emotional eher distanzierten Verhältnis eines heutigen Archäologen zu seinem Fund, zu Ciriacos Zeiten ein von Hemmungen jeglicher Art befreiter und verlebendigender gewesen war. Die Analysen seiner Musen-Nymphen- Apoll-, Merkur-, Homer-, Aristoteles- und Kymodoke-Zeichnungen haben unter diesem Aspekt die vielleicht faszinierendste und bisher in der Forschung unbeachtet gebliebene Facette von Ciriacos Persönlichkeit offenbart: seinen schöpferisch-poetischen Umgang mit den antiken Formen.
Über die Praxis des wissenschaftlich anmutenden Dokumentierens hinaus, die Ciriaco in seinen zahlreichen Nachzeichnungen nach antiken Monumenten konsequent praktizierte, fühlte er nicht selten auch das Bedürfnis den durch die graphische Dokumentation wiedergewonnenen antiken Sachverhalt in die eigene Lebenswirklichkeit fortzuführen, und zwar in Form von durch die Fantasie getränkten Neuschöpfungen mit stark autobiographischen bzw. existentiell- anthropologischen und zum Teil transzendenten bzw. übersinnlichen Zügen.
Der Katalog unternimmt darüber hinaus zum ersten Mal den Versuch, die von Ciriaco de Ancona im 15. Jahrhundert dokumentierten antiken Denkmäler Griechenlands möglichst komplett zu erfassen. Die Dokumentation wird durch zahlreiche vor Ort gemachte Bildaufnahmen von den noch erhaltenen Denkmälern ergänzt.
Kirchner bei Klee mit farbigen Holzschnitten von Martin Furtwängler Hrsg.: K. Schacky. Künstlerbuch in einer einmaligen Auflage von 300 numerierten und signierten Exemplaren. Mit einem Farbholzschnitt bedruckter Leinenband. Mit einer beiliegenden Übersetzung ins Englische. Ausgabe C: Exemplar 76/300 bis 99/300 mit 1 Farbholzschnitt, lose be. Furtwängler, Felix; Haas, Joachim. 2016. 40 S. Leinen. EUR 190,00. ISBN: 978-3-447-10461-6 Harrassowitz Verlag
Die Idee zu diesem Künstlerbuch, das am Original Heidelberger Cylinder gedruckt wurde und das in einer einmaligen Auflage von 300 nummerierten und signierten Exemplaren erscheint, hatte Joachim Haas, der sich seit vielen Jahren mit der Person und dem Werk Paul Klees beschäftigt. Das Buch handelt von der verbürgten Begegnung Ernst Ludwig Kirchners mit Paul Klee Ende 1934 in Bern, als Kirchner Klee in dessen Übergangswohnung im Kollerweg 6 besuchte. Das Gespräch, das beide miteinander führten, vollzieht Joachim Haas in Anlehnung an bekannte Fakten und Briefe Kirchners, Paul und Lily Klees mit kreativem Humor als eine verbale Illusion nach, in der die beiden Künstler, Lily Klee und nicht zuletzt der Klee’sche Kater Bimbo als Akteure auftreten. Der bekannte Buchkünstler Felix Martin Furtwängler hat dazu Holzschnitte geschaffen, die die handelnden Personen und die zunehmend spannungsreiche Situation treffend wiedergeben.
Im Zusammenwirken von Text und Holzschnitten manifestiert sich der subjektive Versuch, die einzigartige und kunsthistorisch bedeutsame Begegnung der beiden großen Maler fiktiv umzusetzen.
Kirchner bei Klee mit farbigen Holzschnitten von Martin Furtwängler Hrsg.: K. Schacky. Künstlerbuch in einer einmaligen Auflage von 300 numerierten und signierten Exemplaren. Mit einem Farbholzschnitt bedruckter Leinenband. Mit einer beiliegenden Übersetzung ins Engl.e. Ausgabe D: Exemplar 200 bis 300/300 . Furtwängler, Felix; Haas, Joachim. 2016. 40 S. Leinen. EUR 120,00. ISBN: 978-3-447-10462-3 Harrassowitz Verlag
Die Idee zu diesem Künstlerbuch, das am Original Heidelberger Cylinder gedruckt wurde und das in einer einmaligen Auflage von 300 nummerierten und signierten Exemplaren erscheint, hatte Joachim Haas, der sich seit vielen Jahren mit der Person und dem Werk Paul Klees beschäftigt. Das Buch handelt von der verbürgten Begegnung Ernst Ludwig Kirchners mit Paul Klee Ende 1934 in Bern, als Kirchner Klee in dessen Übergangswohnung im Kollerweg 6 besuchte. Das Gespräch, das beide miteinander führten, vollzieht Joachim Haas in Anlehnung an bekannte Fakten und Briefe Kirchners, Paul und Lily Klees mit kreativem Humor als eine verbale Illusion nach, in der die beiden Künstler, Lily Klee und nicht zuletzt der Klee’sche Kater Bimbo als Akteure auftreten. Der bekannte Buchkünstler Felix Martin Furtwängler hat dazu Holzschnitte geschaffen, die die handelnden Personen und die zunehmend spannungsreiche Situation treffend wiedergeben.
Im Zusammenwirken von Text und Holzschnitten manifestiert sich der subjektive Versuch, die einzigartige und kunsthistorisch bedeutsame Begegnung der beiden großen Maler fiktiv umzusetzen.
"Die „Kunst des Adels“ in der Frühen Neuzeit. Wolfenbütteler Forschungen (144). Hrsg.: Sittig, Claudius; Wieland, Christian. 2016. 344 S. 24 x 17 cm. Gb. EUR 88,00. ISBN: 978-3-447-10486-9 Harrassowitz Verlag
Die Zugehörigkeit zum Adel war im frühneuzeitlichen Europa nicht nur ein sozialer Status, den man durch eine hohe Geburt unzweifelhaft besaß – sie musste vielmehr kontinuierlich in bestimmten Haltungen und Handlungen beglaubigt werden, sowohl gegenüber Mitgliedern des eigenen Standes als auch gegenüber nicht-adligen Zeitgenossen. Dieser performative Aspekt von Adeligkeit verweist auf eine eigene ‚Kunst, ein adeliges Leben zu führen‘, die sich auf den verschiedensten Feldern zeigte. Dazu zählte insbesondere auch ein bestimmter Umgang mit den ‚Künsten‘ im engeren Sinne – mit Literatur, Musik, Malerei und Architektur. Sowohl in spezifischen Modi der Patronage, der Kennerschaft und des Konsums, aber auch der produktiven künstlerischen Praxis lassen sich Spuren von Adeligkeit entdecken.
Der interdisziplinär angelegte Sammelband geht in einer europäisch-vergleichenden Perspektive der Frage nach, wie die gleichermaßen sozialen und normativen Begriffe des Adels und der Kunst in der frühen Neuzeit aufeinander bezogen waren, wie sich Adlige als Künstler verstanden und Kunst als adlig entworfen wurde. Die einzelnen Beiträge aus den Feldern der Sprach- und der Literaturwissenschaft, der Geschichts- und der Musikwissenschaft sowie der Kunstgeschichte eröffnen daher nicht nur neue Perspektiven auf die Adelskultur zwischen 1500 und 1800, sondern zugleich auch auf die Genese eines modernen Begriffs der autonomen Kunst.
Schule und Bildung in Frauenhand. Anna Vorwerk und ihre Vorläuferinnen. Wolfenbütteler Forschungen (141). Hrsg.: Ball, Gabriele; Jacobi, Juliane. 2015. 284 S. 24 x 17 cm. Gb. EUR 78,00. ISBN: 978-3-447-10484-5 Harrassowitz Verlag
Der in Königslutter geborenen, vielseitig begabten Anna Vorwerk (1839–1900) gelang es, Wolfenbüttel in der Aufbruchphase der bürgerlichen Frauenbewegung nach der Reichsgründung von 1870 für einige Jahrzehnte als herausragendes Zentrum der Mädchen- und Frauenbildung zu etablieren. Die zwölf in diesem Band versammelten Beiträge, die auf eine Tagung anlässlich der Wiedereröffnung des Anna-Vorwerk-Hauses der Herzog August Bibliothek zurückgehen, stellen Vorwerks Tätigkeit als Mäzenatin und Schulgründerin, als Förderin der akademischen Lehrerinnenausbildung und als Protagonistin beruflicher Selbstorganisation von Lehrerinnen in den Kontext der Mädchen- und Frauenbildungsgeschichte. Einzelpersönlichkeiten und deren pädagogische oder kulturpolitische Leistungen, aber auch Gruppen von Schulgründerinnen und Lehrerinnen, wie beispielsweise die weiblichen Lehrorden des 17. Jahrhunderts, bilden den jeweiligen Fokus der Aufsätze. Das Spektrum der Bildungsträgerinnen reicht von fürstlichen Mäzenatinnen über fromme Adelige und ambitionierte Töchter aus dem Bürgertum bis zu Vermittlerinnen zwischen verschiedenen Kulturen im Zeitalter des kolonialen Imperialismus. Die Beiträge vermitteln eindrucksvoll die Vielfalt der Traditionen weiblichen Engagements für Bildung und Unterricht seit der Frühen Neuzeit. Anna Vorwerks Leben und Werk stand in dieser Traditionslinie und repräsentiert insofern verschiedene Aspekte der Mädchen- und Frauenbildung an der Schwelle zum 20. Jahrhundert.
Attische Sarkophage mit Eroten und Girlanden. Sarkophag-Studien (9). Papagianni, Eleni. 2015. 130 S. 71 Abb. 28 x 21 cm. Gb. EUR 88,00. ISBN: 978-3-447-10437-1 Harrassowitz Verlag
Die attischen Sarkophage mit Eroten und Girlanden stellen die größte und früheste Gruppe der attischen Sarkophagproduktion dar. Eleni Papagiannis Studie setzt zwei Schwerpunkte: Zum einen werden die ikonografischen Typen mit all ihren Varianten identifiziert und analysiert, und zum anderen wird die Form der Darstellungen untersucht – und dabei vor allem die Art und Weise, wie die zur Verfügung stehenden Bildtypen zu zahlreichen und mannigfaltigen Kompositionen zusammengestellt wurden. Die ausführliche Vorstellung der Typen und ihrer Varianten hat zum Ziel, die Vorbilder herauszuarbeiten und festzustellen, wie diese Einzug in die attischen Werkstätten der Kaiserzeit nahmen und sich dort etablierten.
Ergänzt wird die ikonografische Untersuchung des Materials durch das Studium der architektonischen Form der Sarkophage und die Frage nach der absoluten Datierung. Schließlich wird eine hermeneutische Annäherung an die Erotendarstellungen versucht, das Thema des Handels mit attischen Sarkophagen mit Eroten und Girlanden auf den Märkten des Römischen Reiches wird diskutiert, und ihre Einflüsse auf die Werke lokaler Werkstätten werden untersucht.
Die Studie leistet einen wesentlichen Beitrag zur Erschließung der attischen Sarkophage und fördert das Verständnis der kaiserzeitlichen Skulptur Griechenlands.
De l Académie du dessin à Filippo Baldinucci. Cyriacus. Studien zur Rezeption der Antike (7). Biscontin Lalande, Jacqueline. Feuilles de mémoire: Un carnet de dessins florentins du Louvre. Französich. 2015. 492 S. 30 x 21 cm. Engl.Br. EUR 89,00. ISBN: 978-3-447-10303-9 Harrassowitz Verlag
Die Studie präsentiert 59 Zeichnungsblätter, die im Département des Arts graphiques du Musée du Louvre unter Inv. 954–1011 (z.T. recto und verso) aufbewahrt werden. Die Autorinnen verorten die Entstehung der Zeichnungen im Umfeld der Accademia del Disegno, Giorgio Vasaris und besonders Don Vincenzio Borghinis und seiner Scuola dell Ospedale. Sie identifizieren das Skizzenbuch als „borghinische“ Serie, die aus den feuilles de mémoire hervorgegangen ist und ein glaubwürdiges und reales Zeugnis des Ideals darstellt, das der luogotenente der Zeichnung zugeschrieben hatte: das des mantenere la memoria
Das heute aufgelöste carnet des Filippo Baldinucci war lange Zeit Jacopo da Pontormo zugeschrieben. C. Monbeig Goguel korrigierte ihre eigene Zuschreibung zugunsten von Sebastiano Vini (1992) und entwickelt diese These hier weiter. Die technischen Untersuchungen von A. de la Chapelle bestätigen die toskanisch-florentinische Herkunft des Skizzenbuches und die Einheit desselben. J. Biscontin identifiziert in ihrem detaillierten Katalog der Zeichnungen erstmals die dargestellten antiken und modernen Motive. Verbindungen zwischen den Zeichnungen des carnet und denjenigen anderer Sammlungen können festgestellt werden. Weitere Beziehungen zu verstreuten Blättern werden ebenfalls deutlich. Der Vergleich all dieser Quellen und das Schicksal des Carnet du Louvre in den Kreisen von Cigoli, Pereisc und Cassiano dal Pozzo belegen die besondere Stellung dieser Zeichnungen innerhalb des Austausches von Formen und mannigfaltigen Informationen zwischen Florenz, Rom und Siena sowie – in einem geringeren Maß – der Region um Padua. .
Das Buch ist auf Französisch geschrieben.
Zur Sammlung des Gutenberg-Museums in Mainz. Philippika (90). Konrad, Kirsten. Exlibris der Ägyptenrezeption und Ägyptomanie. 2015. 488 S. 262 Abb, 17 Tabelle(n). 24 x 17 cm. Gb. EUR 78,00. ISBN: 978-3-447-19430-3 Harrassowitz Verlag
Aus der Sammlung von rund 100.000 Exemplaren des Gutenberg-Museums werden Exlibris mit altägyptischen bzw. ägyptisierenden Motiven sowie solche mit der Darstellung der weiblichen, griechisch-böotischen Sphinx zusammengestellt und analysiert. Die insgesamt 136 behandelten Bucheignerzeichen entstanden in einem Zeitraum von etwa 150 Jahren.
In einem einleitenden Kapitel werden relevante historische Ereignisse angesprochen, so der Fund der Nofretete 1912 oder die Entdeckung des Grabes von Tutanchamun 1922. Die Gesamtanalyse thematisiert Aspekte der Konzeption wie „das Buch“, „Hieroglyphen“, „der Vanitas-Gedanke“ sowie „Orakel“. Der Katalog untergliedert die Exlibris in drei Gruppen. Zuerst werden Exemplare bearbeitet, deren Motive auf altägyptische Originale zurückgeführt werden können. Ein Ziel der Analyse ist die Identifizierung des altägyptischen Originals sowie der jeweiligen Vorlage, die oftmals seinerzeit aktuellen Publikationen entnommen wurde oder persönliche Reiseerlebnisse memoriert. Zur zweiten Gruppe zählen Exlibris mit ägyptisierenden Motiven. Neben Ikonen wie dem Sphinx oder den Pyramiden finden sich als typisch altägyptisch empfundene Dekorationselemente wie Pflanzensäulen, (Pseudo-)Hieroglyphen oder ägyptisierende Götter- bzw. Alltagsszenen. Die dritte Gruppe umfasst Darstellungen der weiblichen Sphinx, die als Sinnbild einer rätselhaften Weisheit oder als femme fatale fungiert. Tabellen zu Literatur, Künstler, Eigner, Motti, Datierungen und Technik, ein Glossar und ein chronologischer Überblick folgen im Anhang.
Gedenkschrift für Klaus Schippmann. Göttinger Orientforschungen, III. Reihe: Iranica. Neue Folge (13). Hrsg.: Farridnejad, Shervin; Hrsg.: Gyselen, Rika; Hrsg.: Joisten-Pruschke, Anke. Faszination Iran. Beiträge zur Religion, Geschichte und Kunst des Alten Iran. 2015. 249 S. 2 Tabelle(n), 5 Abb, 53 Abb, 1 Diagramm(e). 24 x 17 cm. EUR 58,00. ISBN: 978-3-447-19422-8 Harrassowitz Verlag
Gräber und Grüfte in Assur II. Die mittelassyrische Zeit. Pedde, Friedhelm. 2015. 311 S. 13 Tabelle(n), 134 Abb, 1 Kartenbeilage. 35 x 24 cm. Gb. EUR 108,00. ISBN: 978-3-447-10493-7 Harrassowitz Verlag
In diesem Band werden 215 Gräber und Grüfte der mittelassyrischen Zeit in Assur vorgestellt, die in die Zeit vom 15. bis zum 11./10. Jahrhundert v.Chr. datiert werden. Innerhalb dieser Zeitspanne können die Bestattungen in drei Phasen unterteilt werden: die der frühmittelassyrischen Zeit (15./14. Jahrhundert v.Chr.), die der hochmittelassyrischen Zeit (13. Jahrhundert v.Chr.) und die der spätmittelassyrischen Zeit (12.–10. Jahrhundert v.Chr.). Die Gräber und Grüfte dieser drei Phasen unterscheiden sich durch verschiedene Gruftbauweisen bzw. Grabformen sowie durch unterschiedliche Grabkeramik und andere Beigaben. Die Grabformen, die Grabbeigaben und die Beziehungen der Bestattungen zueinander werden in separaten Kapiteln diskutiert, gefolgt von einem ausführlichen Katalog, Tabellen und einem Tafelteil, in welchem jede Bestattung gesondert mit Fundstellenhinweisen, Fotos und Plänen der Grüfte und Gräber sowie Fotos und Zeichnungen der Grabbeigaben aufgeführt wird. Es kann gezeigt werden, dass sich die Bestattungssitten in Assur von den vorhergehenden Epochen unterscheiden und sich auch während der mittelassyrischen Zeit allmählich verändern.
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