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Harrassowitz Verlag

 
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Grimm, Melanie; Kleine-Tebbe, Claudia; Stijnmann, Ad. Lichtspiel und Farbenpracht. Entwicklungen des Farbdrucks 1500-1800. Aus den Beständen der Herzog August Bibliothek. (29). 108 S., 24 x 17 cm, Pb., EUR 14,80 CHF 26,40 ISBN: 978-3-447-06457-6 Harrassowitz Verlag
Die Ausstellung "Lichtspiel und Farbenpracht" in der Herzog August Bibliothek führt den Besucher durch die Geschichte des Farbdrucks - vom Beginn des Mehrfarbendrucks im ausgehenden 15. Jahrhundert bis hin zur Schwelle zum 19. Jahrhundert. Während farbig bedruckte Blätter heute zum Alltag gehören, waren sie vor 1800 noch eine bemerkenswerte Seltenheit. Bislang ist die Verbreitung von Farbdrucken in der Frühen Neuzeit nur wenig erforscht. So bieten die Exponate neue Einblicke in die Entwicklungsgeschichte und die Entfaltung der Farbdrucktechnik, insbesondere am Beispiel von Titelseiten und Illustrationen in Büchern. Eine Vielzahl der Blätter wird erstmalig gezeigt und im Katalog zur Ausstellung detailliert beschrieben. Die Ausstellung läuft vom 11. März bis zum 28. August 2011 in der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel.
Roeske, Kurt. Sizilien im Spiegel antiker Zeugnisse. Ein kulturhistorischer Reisebegleiter. 220 S., zahlr. Abb. 1 Karte. 24 x 17 cm, Pb., Verlag Philipp Rutzen, Ruhpolding 2011. EUR 29,80 CHF 52,00 ISBN: 978-3-447-06436-1 Harrassowitz Verlag
Nach Sizilien zu reisen heißt auch, zu einem der Ursprünge unserer abendländischen Kultur zu reisen. In Sizilien entfaltet sich der ganze Reichtum der griechischen Kultur. Tempel und Theater zeugen von der Macht und der Pracht der alten Städte, die Villa Casale in Piazza Armerina ist mit ihren herrlichen Mosaiken ein beeindruckendes Zeugnis der verfeinerten Zivilisation der römischen Spätzeit. .
Das Buch will die Vergangenheit verständlich und lebendig machen, indem es Dichter von Homer bis Ovid, Philosophen von Empedokles bis Platon zu Wort kommen lässt. Historiker wie Thukydides und Diodor informieren über Geschehnisse, Kriege und Aufstände, und über Persönlichkeiten. Von dem „Stier des Phalaris“ und dem „Schwert des Damokles“ ist ebenso die Rede wie von dem genialen Mathematiker und Physiker Archimedes und dem unersättlich gierigen römischen Provinzstatthalter Verres. Mythen werden erzählt, nach dem Wesen der polytheistischen Religion wird gefragt, nach der Bedeutung der Götter und der Form ihrer Verehrung.
Eine Rundreise führt von Palermo bis nach Messina. Texte, Bilder, Beschreibungen und Erklärungen sind den einzelnen Orten zugeordnet.
Das Buch wird durch Indizes zu Namen und Begriffen und durch ein Literaturverzeichnis erschlossen.
Als mir der Verleger Franz Philipp Rutzen das Manuskript des vorliegenden Buches sandte, machte ich mich ans Lesen und konnte damit nicht aufhören bis zum letzten Kapitel (25). So faszinierend hat Kurt Roeske über das antike Sizilien geschrieben. Er lässt griechische und römische Dichter zu uns sprechen, dazu Redner, Historiker und Philosophen, fast immer in seiner eigenen Übertragung. Sie ist sprachlich und sachlich hervorragend und trägt zum einheitlichen Charakter des Werkes bei. Zusammen mit den antiken Texten führen die glänzenden Kommentare des Verfassers durch die wechselvolle Geschichte der Insel bis zur Spätantike. Darüber hinaus kommt Goethe mit seinen Reisenotizen zu Wort und J. G. Seume mit seinem "Spaziergang nach Syrakus". Natürlich fehlt auch Schillers "Bürgschaft" nicht im Zusammenhang mit Dionysios II von Syrakus (18, 5). Besonders oft ist Cicero zitiert, der als römischer Quästor wie als Ankläger gegen Verres mit Sizilien vertraut war.
Erika Simon
Vertrieb für Franz Philipp Rutzen Verlag
Der Orient und die Anfänge Europas. Kulturelle Beziehungen von der Späten Bronzezeit bis zur Frühen Eisenzeit. Hrsg.: Matthäus, Hartmut; VIII, 340 S. davon 43 Tafeln. 29,7 x 21 cm. Gb. EUR 98,00. CHF 166,00 ISBN: 978-3-447-06414-9 Harrassowitz Verlag
Marquardt, Henning. Hethitische Logogramme. Funktion und Verwendung. Dresdner Beiträge zur Hethitologie (34). XI, 147 S. 24 x 17 cm. Pb. EUR 52,00. CHF 90,00 ISBN: 978-3-447-06418-7 Harrassowitz Verlag
Between Fame and Shame. Performing Women – Women Performers in India. Hrsg.: Brückner, Heidrun; Bruin, Hanne M. de; Moser, Heike. Drama und Theater in Südasien (9). Englisch. 284 S. 24 x 17 cm. Pb. EUR 48,00 CHF 83,00 ISBN: 978-3-447-06281-7 Harrassowitz Verlag
"Between Fame and Shame" edited by Heidrun Brückner, Hanne de Bruin, and Heike Moser presents twelve essays dealing with the role of women in various Indian performance traditions and in different social contexts. The volume's contributions are intended to convey a better understanding of the - often troubled - relation between women and public performances. The cultural performances studied range from possession performed by women as a religious service to a deity, to on-stage performances by professional actresses representing different performance genres. The regional focus is on South India, especially Kerala and Karnataka. A special feature of the book is the simultaneous internet publication of the audio, audio-visual, and visual materials referred to in the articles. Some of the audio provide for the first time samples of oral literary genres recorded, in some cases as early as the 1970s. The authors of the essays are anthropologists (Claus, Schömbucher, Guillebaud), folklorists (Rai), Indologists (Brückner, de Bruin, Moser, Johan, Griebl/ Sommer) sociologists (Schulze), and theatre scholars (Daugherty, Pitkow) from India, Europe, and the USA.
Festschrift für Max Kunze. "...die Augen ein wenig zu öffnen". Der Blick auf die antike Kunst von der Renaissance bis heute. Kolloquium der Winckelmann-Gesellschaft vom 8. bis 11. Oktober 2009 in Berlin. Herausgegeben im Auftrag des Kuratoriums der Winckelmann-Gesellschaft von Detlef Rößler und Stephanie-Gerrit Bruer. Hrsg.: Rössler, Detlef; Bruer, Stephanie-Gerrit. 2010. 320 S. 29,7 x 21 cm. Gb. EUR 78,00. ISBN: 978-3-447-06433-0 Harrassowitz Verlag
Der hier vorgelegte Band enthält mit Ausnahme von fünf Beiträgen die Texte der auf dem Berliner Kolloquium vom 8. bis 11. Oktober 2009 gehaltenen Vorträge. Das Konzept der Planung richtete sich auf die Geschichte der Wahrnehmung antiker Kunst unter den Bedingungen sich verändernder Medien von der Renaissance bis heute.
Gotteserlebnis und Gotteslehre. Christliche und islamische Mystik im Orient. Hrsg.: Tamcke, Martin. Göttinger Orientforschungen, I. Reihe: Syriaca (38). 2010. 195 S. 24 x 17 cm. Pb. EUR 38,00. CHF 66,00 ISBN: 978-3-447-06426-2 Harrassowitz Verlag
Das Beieinander von Christen und Muslimen ist keine neue Erscheinung der letzten Jahre: Seit es den Islam gibt, war er vom Zusammentreffen der beiden Weltreligionen bestimmt. Wohin immer er sich ausbreitete, fast immer waren die Christen schon da oder kamen auch dorthin. Die wechselseitigen Einflüsse der beiden Religionen im Orient rücken zunehmend in den Fokus der Forschung. Ein besonders interessantes Feld ist dabei die Entstehung der islamischen Mystik (Sufismus) in Nachbarschaft zur christlichen Mönchsmystik. Hier setzen die Beiträge des von Martin Tamcke herausgegebenen Sammelbandes "Gotteserlebnis und Gotteslehre" an. Führende Experten untersuchen die mystischen Konzeptionen und Traditionen in Christentum und Islam und zeichnen die theologische und kulturelle Interaktion der beiden Religionen nach. Vorgestellt werden dabei sowohl herausragende Autoren und bedeutende Werke christlichen wie islamischen Ursprungs (z.B. Timotheos I., Barhebräus, Babai der Große, Rumi, "Umm al-Kitab") als auch wirkungsmächtige Symbole und Motive (z.B. Liebe oder Licht). Damit bietet der Band einen repräsentativen Einblick in die aktuelle Forschungslage, deren Relevanz für den gegenwärtigen interreligiösen Dialog erst noch zu entdecken ist.
Leitz, Christian. Der Sarg des Panehemisis in Wien. Mit einer detaillierten Bilddokumentation der Särge des Panehemisis und Horemhab auf DVD. Zeichnungen von Altmann, Victoria. XI, 492 S. 29,7 x 21 cm. Gb. EUR 98,00. CHF 166,00 ISBN: 978-3-447-06237-4 Harrassowitz Verlag
Geoffrey Thorndike Martin. Umm el-Qaab VII. Private Stelae of the Early Dynastic Period from the Royal Cemetery at Abydos Archäologische Veröffentlichungen 123. V, 312 S. 1.332 Abb. 90 Tafeln with 332 Abb. Gb. Harrassowitz Verlag, Wiesbaden 2010. EUR 98,00 CHF 166,00 ISBN: 978-3-447-06256-5 Harrassowitz Verlag
The objects published in this catalogue by Geoffrey T. Martin are stelae (gravestones), over 350 in number, most of which commemorate administrators, priests, attendants, artisans, and others who formed part of the entourage of Egypt's earliest kings, interred in the ancestral royal cemetery at Abydos in southern Egypt at the beginning of the fourth millennium BC. A surprising number are inscribed for women, who do not for the most part have titles, though it cannot automatically be assumed that they were members of the royal harem. Most of the stelae were excavated more than a century ago, but have never received definitive publication. Others have been found more recently by German and American expeditions. The large rectangular mud-brick tombs of the early kings were enclosed by subsidiary graves, on which the stelae studied in this volume were erected. Thus, the rulers were surrounded in death as they were in life by their officials and attendants. The inscriptions on the stelae ? some of the earliest in the history of mankind ? are fundamental not only for the analysis of the emergence of the hieroglyphic script (some of the signs are unique to the First Dynasty) but also for the study of the development of the embryo Egyptian state following the unification of the separate kingdoms of Upper and Lower Egypt between 3100 and 3000 BC.
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Rüden, Constance von. Die Wandmalereien aus Tall Misrife/Qatna im Kontext interkultureller Kommunikation. Beiträgen Ann Brysbaert XI, 351 S. 69 Abb., 63 Seiten Tafeln 178 Abb., 7 Klapptafeln. 34,5 x 24 cm. Gb. EUR 84,00. CHF 142,00 ISBN: 978-3-447-06444-6 Harrassowitz Verlag
Erinnerung Ägypten. Frühe Photographien, Lilthographien, Stiche und Karten aus der Sammlung Dan Kyram, Jerusalem. 176 S. 29,5 x 21 cm. Gb. EUR 38,00. CHF 66,00 ISBN: 978-3-447-06297-8 Harrassowitz Verlag
Wright, G R. Cypriot Connections: An Archaeological Chronicle. Engl. 214 S. 13 Tabelle(n). 30 x 21,5 cm. Gb. EUR 39,90. CHF 69,00 ISBN: 978-3-447-06301-2 Harrassowitz Verlag
The papers collected in "Cypriot Connections" were written by G.R.H. Wright, a Cyprus resident of more than 50 years, during the latter half of the last century when the island was experiencing major changes. The selection was chosen to encompass every designated period in the archaeological classification of Cypriote antiquity, and to illustrate modern concerns with Cyprus in antiquity. It represents an important tribute to the personality of the Island of Cyprus and to its long and idiosyncratic history. Cyprus is a land of astounding variety within a narrow compass: quiet coastal plains, embattled mountain ranges, desert tracts, and a snow capped massif. These landscapes sound many tones with one deeper tone sustained, recognized by the ancients as the 'Cypriot Character'. The papers are chosen for their variety of subject. They include studies of the history of ceramics, building and religion, and of political and legal history. They are arranged in chronological order, extending over a span of 10,000 years. Thus, they afford some idea of the Cypriot character as it has endured across the ages.
Dur-Katlimmu in telassyrischer Zeit. Die Ausgrabungen am Westhang der Zitadelle von Tall Seh Hamad 1978-1984. Hrsg.: Kühne, Hartmut. XXVI, 211 S. 34,5 x 24 cm. Gb. EUR 78,00. CHF 132,00 ISBN: 978-3-447-06168-1 Harrassowitz Verlag
Götter, Götzen und Idole. Frühe Menschenbilder aus 10 Jahrtausenden. Pb. EUR 38,00. CHF 66,00 ISBN: 978-3-447-06400-2 Harrassowitz Verlag
Idole - abstrakte menschenähnliche, überwiegend kleine Figuren - kann man meist nicht näher benennen. Sie können aus Stein, Bronze,Elfenbein, Ton oder Holz geformt sein und waren für den Kult oder auch als Weih- oder Grabbeigaben bestimmt. Sie gehören zu den ältesten Zeugnissen künstlerischer Fertigkeiten. So verschieden wie ihre Formen waren, so schwierig und widersprüchlich ist auch ihre Deutung. Wurden ihnen magische Kräfte zugeschrieben, hatten sie Schutzfunktionen, oder welche Rolle spielten sie im Kult?
Noch Jahrhunderte nach der Reformation wurden im Christentum Idole mit Götzen gleichgesetzt, meist negativ und inhaltlich mit antiken Götterbildern gleichgesetzt. Widersprüchliches fand in der Reformationszeit statt. Bilderstürmer entfernten nicht nur heidnische Götzen sondern auch christliche Bildwerke. Mancherorts wird von den Wänden gerissen, was als Idol oder als Götze angesehen und als unchristlich befunden wurde. Dennoch blieben in Nordeuropa volkstümliche Kultfiguren und Bräuche erhalten, die Ausgangspunkt für phantasiereiche Erfindungen von Götzen und Fälschungen von nordischen Göttern wurden. Mit Winckelmanns „Geschichte der Kunst des Alterthums" (1764) begannen Versuche, die Anfänge der Kunst wissenschaftlich zu untersuchen. Obgleich die Idole als frühe Menschenbilder schnell Eingang in die Forschung fanden, ließ ihre künstlerische Wertschätzung auf sich warten. Ihre mögliche Funktion wird am Beispiel der Kykladenidole plausibel in Ausstellung und Katalog behandelt.
Pries, Andreas H. Die Stundenwachen im Osiriskult. Eine Studie zur Tradition und späten Rezeption von Ritualen im Alten Ägypten. 500 S. 30 x 21 cm. Gb. EUR 98,00. CHF 166,00 ISBN: 978-3-447-06262-6 Harrassowitz Verlag
Cancik-Kirschbaum, Eva. Texte zur telassyrischen Palastwirtschaft in Assur. Der Fundkomplex Assur 13058. Teil I. einem Beitrag zu den Siegeln von Barbara Feller. 112 S. 34,5 x 24 cm. Gb. EUR 58,00. CHF 99,00 ISBN: 978-3-447-06280-0 Harrassowitz Verlag
Selbitschka, Armin. Prestigegüter entlang der Seidenstraße?. Archäologische und historische Untersuchungen zu Chinas Beziehungen zu Kulturen des Tarimbeckens vom zweiten bis frühen fünften Jahrhundert nach Christus. XIX, 739 S. 61 Tab. 73 Tafeln, 24 x 17 cm, Gb. EUR 98,00. CHF 166,00 ISBN: 978-3-447-06307-4 Harrassowitz Verlag
Häufig ist vom Prestige der Seide oder anderen exotischen Waren zu lesen, die einst entlang der Seidenstraße übermittelt wurden. Besonders die spektakulären Funde der letzten zwanzig Jahre im nordwestchinesischen Tarimbecken (das heutige Autonome Gebiet Xinjiang) trugen ihren Teil dazu bei. Einige davon waren 2008 in der Mannheimer Ausstellung "Ursprünge der Seidenstraße" zu bewundern. Was aber ist mit dem "Prestige" der Güter gemeint? Wie lassen sich Prestigegüter von Luxusgütern oder Statussymbolen unterscheiden? Und: Ist dies auf archäologischem Weg überhaupt möglich? Armin Selbitschkas Untersuchung widmet sich diesen Fragen mit einer umfassenden Analyse mehrerer Gräberfelder der Lopnor-Gegend, in Niya, Yingpan und Zhagunluke des 2. bis frühen 5. Jahrhunderts n. Chr. Die materielle Grundlage bildet dabei ein Katalog der auswertbaren Gräber, der erstmals alle verfügbaren Informationen zu den jeweiligen Bestattungen zusammenführt und auf entsprechenden Tafeln graphisch darstellt. (Farb-)Abbildungen und Karten illustrieren zudem die wichtigsten Funde und Befunde: Über die Rekonstruktion der Beziehungen zwischen dem Tarimbecken und China kann der historische Hintergrund des Austauschs zwischen Ost und West erschlossen werden. Selbitschka wertet dafür chinesische Schriftquellen ebenso sorgfältig aus wie die indigenen Kharosthi-Dokumente.
Hempelmann, Ralph. Tell Chuera. Kharab Sayyar und die Urbanisierung der westlichen Djazira. Beiträgen von Taos Babour und Matthias Hüls. 448 S. 34,5 x 24 cm. Gb. EUR 89,00. CHF 150,00 ISBN: 978-3-447-06258-9 Harrassowitz Verlag
Vorwelten und Vorzeiten. Archäologie als Spiegel historischen Bewusstseins in der Frühen Neuzeit. Hrsg.: Hakelberg, Dietrich; Wiwjorra, Ingo. 572 S. 4 fb. Tafeln. 24 x 17 cm. Gb. EUR 89,00. CHF 150,00 ISBN: 978-3-447-06295-4 Harrassowitz Verlag
Das Ausgraben und Sammeln von Altertümern ist viel älter als die im 19. und 20. Jahrhundert etablierten archäologischen Wissenschaften. Schon in der Frühen Neuzeit haben naturforschende Ärzte und Apotheker, standesbewusste Adelige, aufgeklärte Lehrer und Theologen archäologische Funde entdeckt, gesammelt, beschrieben und publiziert - fernab der antiken Stätten Griechenlands und Italiens und doch mit der Antike im Blick. Römische Münzen und Inschriftensteine, geheimnisvolle Hünengräber und mittelalterliche Grablegen, rätselhafte Donnerkeile und heidnische Urnen, aber auch versteinerte Pflanzen und Tiere machten Geschichte greifbar und ergänzten die Schriftüberlieferung. Motivierend für diese Forschungen waren elementare Fragen nach Schöpfung und Alter der Welt, nach dem Herkommen von Region und Herrschaft oder von Städten und Völkern. Heidnische Götzen und schaurige Bestattungsrituale erinnerten an die eigene Sterblichkeit und faszinierten die frommen Gelehrten. Ihre Erklärungsversuche archäologischer Funde und Befunde erweisen sich als Wechselspiel zwischen populären und gelehrten Deutungen: Archäologische Entdeckungen erregten schon in der Frühen Neuzeit Aufsehen und fanden ihren Platz in der Erinnerungskultur. Der von Dietrich Hakelberg und Ingo Wiwjorra herausgegebene Sammelband dokumentiert das vom 20. bis 23. November 2007 an der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel durchgeführte Arbeitsgespräch "Vorwelten und Vorzeiten - Archäologie als Spiegel historischen Bewusstseins in der Frühen Neuzeit". 24 Autorinnen und Autoren eröffnen interdisziplinäre Forschungsperspektiven zur Geschichte der Archäologie im kultur- und ideengeschichtlichen Kontext.
Bruhn, Kai Ch. Ammoniaca I. "Kein Tempel der Pracht". Architektur und Geschichte des Tempels aus der Zeit des Amasis auf A?urmi, Oase Siwa. 133 S. Falttafeln, 22 Tafel(n), 73 Abb. 25 x 25 cm. Ln. EUR 96,00. CHF 162,00 ISBN: 978-3-447-05713-4 Harrassowitz Verlag
In der Oase Siwa im Nordwesten des heutigen Staatsgebietes von Ägypten liegt ein Tempel des Gottes Amun aus der 26. Dynastie. Er war in der Antike berühmt für sein Orakel, das auch von Alexander dem Großen befragt wurde. Galt das Interesse der Altertumswissenschaften bisher vorrangig der Auseinandersetzung mit dem Orakel, beschäftigt sich Kai-Christian Bruhn in seiner Studie zunächst mit den archäologischen Befunden aus den Grabungen des Deutschen Archäologischen Instituts von 1993 bis 1999 und klärt wesentliche Fragen der in der Forschung umstrittenen Baugeschichte des Tempels auf Agurmi. Insbesondere kann Bruhn nachweisen, dass die Bautechnik des Tempels in der griechischen Architektur gründet. Mit Hilfe seiner aus der Baugeschichte gewonnenen Erkenntnisse stellt Bruhn den Tempel in einen historischen und geographischen Kontext. Der Tempel auf Agurmi war nämlich nicht nur Sitz des Orakels, sondern auch Herrschaftssitz der von Libyern bewohnten Oase und Zentrum des sich in der anschließenden Ebene erstreckenden Heiligtums. Er ist eine der wenigen archäologischen Quellen aus dieser Region und aus diesem Zeitraum, die der Forschung zur Verfügung stehen. Da die im Tempel verehrte Gottheit aus dem Niltal übernommen wurde, handelt es sich verkürzt formuliert um einen ägyptischen Kult in einer libyschen Oase, dessen Geschichte griechisch geprägt wurde.
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