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Proceedings of the 8th International Congress on the Archaeology of the Ancient Near East. 30 April – 4 May 2012, University of Warsaw Volume 3: Archaeology of Fire, Conservation, Preservation and Site Management, Bioarchaeology in the Ancient Near East, Islamic Session. Hrsg.: Bieli?ski, Piotr; Gawlikowski, Michal; Kolinski, Rafal; Lawecka, Dorota; Soltysiak, Arkadiusz; Wygnanska, Zuzanna. 2014. Engl. 700 S. 24 x 17 cm. Gb. EUR 118,00. CHF 159,00 ISBN: 978-3-447-10175-2 Harrassowitz Verlag
The 8th International Congress on the Archaeology of the Ancient Near East (VIII ICAANE) was held in Warsaw in spring 2012, jointly organized by the University of Warsaw, the K. Michalowski Foundation and the Institute of Prehistory of the Adam Mickiewicz University in Poznan.
The three-volume Proceedings contain the latest information and analyses reported at the VIII ICAANE. The first volume contains papers presented during plenary sessions as well as two of the main themes: Township and Villages and High and Low – The Minor Arts for the Elite and for the Populace. The second volume includes the most extensive session dedicated to the results of field research, Excavations and Progress Reports, covering the entire Near East, the Gulf countries and the Caucasus. The volume is completed by contributions presented during the poster session. The third volume is a collection of four themes: Archaeology of Fire, Bioarchaeology – an innovation of the 8th ICAANE, introduced to bring together scholars working within interdisciplinary projects on various aspects of the ecology of the ancient populations of the Near East –, Conservation, Preservation and Site Management and the Islamic Session. Anyone with an interest in the ancient Near East will find much to enjoy and appreciate in these three impressive volumes.
Das Archiv des assyrischen Statthalters Mannu-ki-Aššur von Guzana /Tell Halaf. Ausgrabungen auf dem Tell Halaf in Nordost-Syrien. Dornauer, Aron A. Vorderasiatische Forschungen der Max Freiherr von Oppenheim Stiftung (3). 2014. 116 S. 7 Abb., 1 Karte, 78 Tafel(n). 35 x 24 cm. Engl. Br. EUR 54,00. CHF 71,90 ISBN: 978-3-447-10111-0 Harrassowitz Verlag
Im Jahr 1912 fand Max Freiherr von Oppenheim auf der Zitadelle der neuassyrischen Provinzhauptstadt Gūzāna (modern Tall Ḥalaf) die Überreste des Archivs des Statthalters Mannu-kī-Aššūr (max. 808-764). Eine erste Bearbeitung der Texte von Ernst F. Weidner erschien 1940 im sechsten Beiheft des Archivs für Orientforschung. Die vorliegende Neubearbeitung von Aron A. Dornauer berücksichtigt das seitdem gewachsene Wissen und stellt die Texte in den soziohistorischen Kontext einer Phase, in der Assyrien das eroberte Obermesopotamien in das Provinzialsystem des sich formierenden assyrisch-obermesopotamischen Territorialstaats integrierte. Die administrativen Urkunden und Briefe dokumentieren Getreide, Groß- und Kleinvieh für Abgaben sowie Personal für zivilen und militärischen Frondienst. Infanteristen und Schleuderer, Streitwagen- und Hilfstruppen sowie der Tross werden ausgehoben, mit Waffen, Rüstzeug, Equiden und Proviant ausgerüstet. Gold und Gesandte aus dem Westen werden durch Gūzāna geleitet; Personen werden des Rechtsbruchs beschuldigt; Rituale werden organisiert. Neben der Kommunikation innerhalb der Provinz dokumentieren die Texte die Kommunikation der Provinzadministration mit königlichen Büros in Kalḫu, mit Offiziellen benachbarter Provinzen und Magnaten wie dem turtānu, für den die Provinzverwaltung Streitwagen und Truppen bereitzustellen hatte. Briefformat, Schriftgebrauch und Duktus unterscheiden sich von den jüngeren Texten aus Ninive, Kalḫu und Assur. Eine Besonderheit der Einleitung des Briefformulars des turtānu und des Mannu-kī-Aššūr dokumentiert, dass sich in der ersten Hälfte des 8. Jahrhunderts nicht nur die Magnaten königliche Prärogative angeeignet haben.
Die Codices Palatini germanici in der Universitätsbibliothek Heidelberg (Cod. Pal. germ. 496–670). Bearbeitet von Pamela Kalning, Matthias Miller und Karin Zimmermann unter Mitarbeit von Lennart Güntzel. 2014. 668 S. 30 x 21 cm. Ln. EUR 168,00. CHF 226,00 ISBN: 978-3-447-10146-2 Harrassowitz Verlag
Zu den 848 Codices Palatini germanici (Cod. Pal. germ.), die sich heute in der Universitätsbibliothek Heidelberg befinden und die in erster Linie wegen ihrer oft einzigartigen literarischen Textzeugen berühmt sind, zählen auch knapp 300 Handschriften aus den Fachgebieten der Medizin und der Alchemie. Ein großer Teil der im vorliegenden Katalog beschriebenen Kodizes zählt zu diesem Fachschrifttum, das nicht zuletzt aufgrund des großen Interesses einiger Mitglieder der kurfürstlichen und pfalzgräflichen Familie gesammelt wurde. Neben theologischen Texten findet sich Fachschrifttum unter anderem zu den Themen Bergbau und Münzwesen, Alchemie, Astrologie, Geomantie und Prognostik sowie zum Kriegswesen. Die bearbeiteten Handschriften stammen aus dem 14. bis 17. Jahrhundert, wobei der Schwerpunkt der Überlieferung im späten 16. Jahrhundert liegt.
Die Katalogisate folgen den Richtlinien Handschriftenkatalogisierung der Deutschen Forschungsgemeinschaft und bieten neben einer ausführlichen Beschreibung des Inhalts zu jedem Manuskript ausführliche kodikologische Informationen und Angaben zu seiner Provenienz.
Kreuzung. Frühen und späten Eisenzeit Südost Arabien.. Yule, Paul. Abhandlungen der Dtsch. Orient-Gesellschaft (30). 2014. Engl. 117 S. 30 x 21 cm. Gb. EUR 48,00. CHF 63,90 ISBN: 978-3-447-10127-1 Harrassowitz Verlag
Die frühen und späten Eisenzeit in beiden den Vereinigten Arabischen Emiraten und dem Sultanat Oman bilden eine Querstraße in zeitlicher und räumlicher Hinsicht. Paradoxerweise ist in gewisser Weise der Eisenzeit ist schwieriger zu verstehen als der Bronzezeit in diesem Teil von Arabien, obwohl viele solcher Seiten bekannt sind. In den letzten Jahrzehnten zahlreiche Feldprojekte am südöstlichen-Arabiens Eisenzeit lebten. Dennoch zeigt näherer Betrachtung der Pfad zu einer Vorgeschichte dieser exotischen Teil der Welt zu indirekten Tat. Umfragen vor zehn oder mehr Jahren geschrieben sind veraltet in signifikanter Weise. Die frühen Eisenzeit (1300-300 BCE) besser bekannt als die Spätfrüheisenzeit (300 v.Chr Post-300 CE) im Südosten Arabiens. Die Qualität der Abbildung und der veröffentlichten Bilder ist Wissenschaft, die sich die vorliegende neue Band versucht, Abhilfe zu schaffen geplagt. Trotz der Nähe der beiden benachbarten arabischen Ländern - tatsächlich sowohl umfassende traditionelle Oman - abgesehen von Zufalls Kommentare, ist der Vergleich ihrer archäologischen Traditionen selten.
Der Autor Updates und synthetisiert Ideen und Feld-Arbeit Publikationen. Diese erweiterte Essay enthält zahlreiche Änderungen in der Auslegung der Sites und ihrer Funde. Andernfalls wird der archäologischen Literatur über eine große Anzahl von Publikationen verstreut. Dieses Buch richtet sich sowohl Berufstätige und Studenten.
Die Erschließung des Raumes: Konstruktion, Imagination und Darstellung von Räumen und Grenzen im Barockzeitalter. Herausgegeben und eingeleitet von Karin Friedrich unter Mitarbeit von Patrice Veit. 2014. 1040 S. EUR 169,00. CHF 228,00 ISBN: 978-3-447-10055-7 Harrassowitz Verlag
Die Sozial- und Geisteswissenschaften beschäftigen sich seit einer ganzen Weile mit Raumkonzepten. Statt vom linguistic turn spricht man nun vom spatial turn. Zusammen mit dem Stichwort der Globalisierung schlägt die gegenwärtige Erschließung von Räumen durch neue Medien eine Brücke zurück in das Zeitalter des Barock. Auch damals gab es eine „Raumrevolution“: Die von ihr ausgelösten Konflikte zwischen Newtons unveränderbarem Raum und der Fragmentierung von Räumen durch die Kontingenz der Beobachtung waren geprägt von einer Zeit des religiösen und politischen Umbruchs und dem Wissen um die Entdeckung der Neuen Welt.
Der vorliegende Band präsentiert die Ergebnisse des 13.?Jahrestreffens des Wolfenbütteler Arbeitskreises für Barockforschung, der vom 26. bis zum 29.?August 2009 in der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel stattfand. In vier Sektionen gruppieren sich die folgenden Schwerpunkte um den Raum als ein Leitmotiv des Barock: Räume im Spannungsverhältnis zwischen sakralen und profanen Funktionen; Räume des Experimentierens mit der Vorstellung und Inszenierung barocker Welten; die Kultivierung barocker Gelehrsamkeit in Form von Denk-, Lehr- und Kommunikationsräumen; Schwellen- und Grenzräume des barocken Kulturtransfers. Dem Verständnis des Raumes im Barock nähert man sich deshalb am besten von der Grenze her, die, wenn schärfer in den Blick genommen, dem Raum Perspektive gibt. Wenn es auch weder möglich noch wünschenswert erscheint, einen genauen Raumbegriff des Barock festzulegen, so zeigen die Beiträge, dass man dieser Absicht durch ein interdisziplinäres Studium des synästhetischen Erlebnisses barocker Räume am nächsten kommt.
Settlement Dynamics and Human-Landscape Interaction in the Dry Steppes of Syria. Hrsg.: Bonacossi, Daniele Morandi. Studia Chaburensia (4). 2014. Engl. 305 S. 24 x 17 cm. Engl. Br. EUR 64,00. CHF 85,00 ISBN: 978-3-447-10166-0 Harrassowitz Verlag
This volume is the result of a workshop convened in Warsaw on May 3–4 2012 as part of the 8th International Congress on the Archaeology of the Ancient Near East, with the aim of reinvigorating discussion on agro-pastoralist and specialised hunter societies living at the semi-arid and dry fringes of Syria’s stable, long-term settlement zone.
The seventeen papers gathered here present the results of the most important international field research projects of recent decades dedicated to the interdisciplinary exploration of the dry steppe regions of Syria: the arid margins of northern Syria, the Palmyra, Jebel Bishri, and the Middle Euphrates and Khabur regions. At the core of the articles are crucial issues discussed in a longue durée perspective ranging from the Neolithic to the Early Islamic period, such as the chronology of steppe cultures in Syria, the emergence of specialized mobile pastoral and hunting communities and their social organization, the management of water, the adaptation of subsistence strategies to increasing aridity, landscape change and ist interaction with human activity, and the urban narrative on pastoral societies offered by Bronze and Iron Age cuneiform sources.
Katalog der festländischen Handschriften des neunten Jahrhunderts (mit Ausnahme der wisigotischen) Teil III: Padua?–?Zwickau. Aus dem Nachlass Hrsg.: Birgit Ebersperger. Bischoff, Bernhard. 2014. 628 S. 24 x 17 cm. Ln. EUR 168,00. CHF 226,00 ISBN: 978-3-447-10056-4 Harrassowitz Verlag
Der als Ergebnis jahrzehntelanger Forschungsarbeit von dem Paläografen und langjährigen Münchener Lehrstuhlinhaber für mittellateinische Philologie Bernhard Bischoff verfasste Katalog der festländischen Handschriften verzeichnet die erhaltenen Handschriften und Fragmente des 9. Jahrhunderts (mit Ausnahme der insularen und der westgotischen). Diese für die Überlieferung der klassischen und patristischen Literatur so bedeutende Epoche war auch für die Schriftentwicklung besonders fruchtbar. Der dritte Teil des aus dem Nachlass herausgegebenen Kataloges umfasst die in den Bibliotheksorten Padua bis Zwickau aufbewahrten Handschriften und Fragmente. Die insgesamt fast 4000 Katalogeinträge enthalten zum Teil Beschreibungen der Handschrift, des Schriftstils und der Dekoration, Angaben zu Inhalt, Datierung, Herkunft und mittelalterlicher Provenienz (soweit bekannt) sowie weiterführende Literaturhinweise; andere bieten Kurzkatalogisate mit Einschätzungen Bischoffs zu Herkunft und Datierung. Der vollständige Katalog ermöglicht nun einen Gesamtüberblick über die erhaltenen Handschriften des 9. Jahrhunderts und eröffnet neue Erkenntnisse über Buchproduktion und Schriftentwicklung in bereits bekannten wie auch bislang unbehandelten Skriptorien.
Ein abschließender Registerband zu den Katalogbänden ist bereits in Vorbereitung.
Katalog der abendländischen Handschriften des Mittelalters und der frühen Neuzeit in Beständen der Russischen Staatsbibliothek (Moskau). Beschrieben von Daria Barow-Vassilevitch und Marie-Luise Heckmann. 2014. 500 S. 24 x 17 cm. Pb. EUR 148,00. CHF 199,00 ISBN: 978-3-447-10144-8 Harrassowitz Verlag
Der zweisprachige Katalog ist das Ergebnis eines bisher einmaligen, von der DFG geförderten deutsch-russischen Kooperationsprojekts, das den bis heute nur unzureichend beachteten Handschriftenbestand der Russischen Staatsbibliothek (RSB)breiten Fachkreisen bekannt machen soll.
Die abendländischen Handschriften der 1829 gegründeten heutigen Russischen Staatsbibliothek - ein Corpus von Überlieferungszeugen aus den Bereichen Liturgie, Askese, Theologie, angewandte Wissenschaften, Chronistik und Recht (12.-17. Jahrhundert) - stammen überwiegend aus dem geschenkten oder (nach 1917) enteigneten Vorbesitz der russischen Bildungselite. Diese Handschriften sind der westlichen Forschung bislang weitgehend unbekannt geblieben. Einen kleineren Teil des Handschriftenbestands der RSB machen die nach 1945 aus Deutschland in die Sowjetunion verbrachten Kulturgüter aus, über deren Verbleib die wissenschaftliche Öffentlichkeit nach einigen Jahrzehnten nun erstmals wieder informiert wird. Durch den Zugang zu den Beständen der RSB schließt der Katalog entscheidende Lücken in der Erforschung des abendländischen Handschriftenbestands und ergänzt die kulturelle Überlieferung des Abendlandes um wichtige Informationen.
Leben in der amurritischen Welt. Nomaden und Sesshafte im Reich von Mari im 19. und 18. Jahrhundert vor Christus. Kärger, Brit. Philippika. Altertumskundliche Abhandlungen (68). 2014. 394 S. 5 Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 78,00. CHF 105,00 ISBN: 978-3-447-10130-1 Harrassowitz Verlag
Zu den Schätzen der Weltgeschichte gehört zweifellos das Palastarchiv von Mari, das es ermöglicht, Informationen aus der Binnenperspektive der nach antiken Schriftquellen im 3. und 2. Jt. v.Chr. am Mittleren Euphrat und an seinen Nebenflüssen beheimateten amurritischen Bevölkerung zu gewinnen. Die Aufzeichnungen des Archivs enden mit der Zerstörung der einst mächtigen Handelsmetropole und Herrscherresidenz Mari durch ?ammurabi von Babylon. Größtenteils stammen die Dokumente aus der Zeit um 1810–1762 v.Chr, doch trotz der relativ kurzen Zeitspanne geben die in akkadischer Sprache verfassten Texte einen detaillierten Einblick in die amurritische Lebenswelt und stellen gleichzeitig eine der wichtigsten antiken Quellen für den Nachweis von Nomaden im Vorderen Orient dar.
Die vorliegende Arbeit basiert auf der Auswertung von ca. 800 Texten, die Angaben zu den Stämmen der Amurriter – Simsal, Yamin, Sutu, Yamut-basal und Numsa – und den Sanäern enthalten. Das Hauptaugenmerk liegt auf der detaillierten Darstellung der Stämme, zu der die Organisation, die Siedlungs- und Nutzungsräume, die ökonomischen Strategien und das Zusammenspiel von Nomaden und Sesshaften ebenso gehören wie auch die Beziehungen der Stämme untereinander und die Kontakte zu den Großmächten der altorientalischen Welt.
Ostereier zwischen Kult und Kunst. Hrsg.: Kunze, Max. 212 S. 260 fb. Abb. 30 x 21 cm. Engl. Br. Harrassowitz, Wiesbaden 2014. EUR 39,00. CHF 51,90 ISBN: 978-3-447-10183-7 Harrassowitz Verlag
In mehr als 30 Länder, von Liechtenstein, Österreich, Deutschland, England, Frankreich und Russland bis nach Indien, Indonesien, China und Peru, laden sie ein, die hier abgebildeten 236 Eier. Ausgewählt wurden sie aus den über 3.500 Exemplaren des Liechtensteiner Sammlers Adulf Peter Goop.
Ob gebatikt, gekratzt, beklebt, getaucht, ziseliert, gebohrt, geschnitzt, emailliert, beschliffen, ob von Hühnern, Enten, Gänsen und Straußen, ob aus Porzellan, Silber, Kupfer, Holz, Glas, Vulkanasche, Papiermaché, Karton, Marmor oder Keramik: Auf den kleinen Kostbarkeiten entfalten sich unter anderem österliche Symbolik, biblische Begebenheiten, Blütenpracht und exotische Tierwelt, europäische Landschaften wie auch fernöstliche Dämonen. Eier können als Uhren, Deckelgefäße, Briefbeschwerer und Schubladenschränkchen zu Gebrauchsgegenständen werden, in der Weihnachtszeit als Baumschmuck und Krippe dienen oder menschliche Gesichter haben. Immer wieder regen sie Künstler zu überraschenden Neuschöpfungen an, zu einem Spiel mit Form, Farbe und Material. 13.03.2016
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Contenitori neoassiri. Studi per un repertorio lessicale. Gaspa, Salvatore. Philippika. Altertumskundliche Abhandlungen (67). 2014. Italienisch. 566 S. 41 Abb, 5 Tabelle(n). 24 x 17 cm. Gb. EUR 98,00. CHF 129,00 ISBN: 978-3-447-10126-4 Harrassowitz Verlag
This study, which brings to completion another important chapter of the author’s research work on the Assyrian material culture, collects and analyzes the lexicon of the containers documented in the texts of the Neo-Assyrian Empire (9th–7th centuries BC). Through an interdisciplinary investigation involving a lexical analysis and a comparison of the textual data with the iconographical and archaeological evidence of the first millennium BC Assyrian utensils, the research presents an updated tool for the study of an important sector of the vocabulary and of the material culture of imperial Assyria. The book is divided into six sections: a lexical repertoire; an analytical part; a glossary; a section of appendixes; a number of tables; a catalogue of figures. A number of images of Neo-Assyrian containers from iconographical and archaeological evidence are also included in the book. Thanks to an in-depth evaluation of the textual data and to a comparison with the items represented in the first millennium BC Assyrian art as well as with the contemporary metal and ceramic evidence, the author suggests some identifications of the containers mentioned in the texts. The book also discusses the metrological notations of the vessel volumes and the potential of the use of the volumetric data in the interdisciplinary-based identification of the containers attested in the written sources. In addition, through the analysis of the Assyrian containers, the study sheds light on various important aspects of Assyrian life, from food storage and consumption to ritual dynamics and the symbolism of the vessels, from legal practices to the bureaucratic conventions used by the scribes. (Text in Italian)
Bild: Ästhetik – Medium – Kommunikation. Beiträge des dritten Münchner Arbeitskreises Junge Aegyptologie (MAJA 3), 7. bis 9.12.2012. Hrsg.: Neunert, Gregor; Verbovsek, Alexandra; Gabler, Kathrin. 2014. 208 S. 34 Abb., 3 Tabelle(n). 24 x 17 cm. Engl. Br. EUR 48,00 CHF 63,90 ISBN: 978-3-447-10100-4 Harrassowitz Verlag
Die Zeit lag nun tot darnieder. Die Stadt Assiut und ihre Nekropolen nach westlichen Reiseberichten des 17. bis 19. Jahrhunderts: Konstruktion, Destruktion und Rekonstruktion. Kahl, Jochem. Übersetzt von Mohamed, Youssef. The Asyut Project (5). 2014. Dtsch.;Arabisch. 600 S. 98 Abb. 21 x 17 cm. Gb. EUR 68,00 CHF 89,00 ISBN: 978-3-447-06867-3 Harrassowitz Verlag
Assiut in Mittelägypten war eine der bedeutendsten ägyptischen Städte in pharaonischer Zeit. Als Zentralort und Kulturort entstanden in ihr über Jahrtausende historisch, kulturgeschichtlich und künstlerisch wertvolle Zeugnisse, die über die regionalen Besonderheiten der Region Aufschluss geben. Vor den ersten großen Ausgrabungen auf dem bei Assiut gelegenen Berg, dem Gebel Assiut al-gharbi, der als Nekropole, Steinbruch, Platz für Klöster und Eremitenklausen, aber auch als Ausflugsziel und Basis für Militärs diente, besuchten europäische und amerikanische Reisende während des 17. bis 19. Jahrhunderts die Stadt und den Berg und hielten ihre Eindrücke in Reiseberichten fest.
Jochem Kahl wertet in seiner Studie ca. 100 dieser Berichte aus, darunter auch bisher unveröffentlichte Texte, und rekonstruiert auf Grundlage der Quellen den Zustand und die Zerstörung archäologischer Denkmäler während des 17. bis 19. Jahrhunderts. Zudem zeichnet Kahl eindrücklich das Bild nach, das sich die Reisenden von Assiut und seinen Bewohnern machten, und stellt zugleich dar, welche Wirkung die Stadt und der Gebel Assiut al-gharbi auf ihre Besucher hatten.
Kumulationen Ergänzungsband zur Erwin-Panofsky-Korrespondenz 1910 bis 1968. Unter Mitarbeit von Petra Schöner. Wuttke, Dieter. 2014. 975 S. 24 x 17 cm. Leinen. EUR 180,00 CHF 243,00 ISBN: 978-3-447-10165-3 Harrassowitz Verlag
Erwin Panofsky (1892–1968) war einer der bedeutendsten Kunsthistoriker und Kulturwissenschaftler des 20. Jahrhunderts. Seine Korrespondenz war der unbekannte Teil seines Œuvres. Aus einer Sammlung von ca. 27000 Briefen hat Dieter Wuttke in kulturwissenschaftlich fundierter Forschungsarbeit eine Auswahl getroffen, die das ganze Leben und Schaffen Panofskys widerspiegelt. Auf fast 7000 Seiten in 5 Bänden findet der Leser über 3800 Briefe ediert, kommentiert und von zahlreichen Abbildungen und Dokumentenanhängen begleitet. Sie sind durch Verzeichnisse sowie umfangreiche „sprechende“ Register erschlossen.
Der nun vorgelegte Ergänzungsband ist in erster Linie als Hilfsinstrument gedacht, das die Nutzung der umfangreichen fünf Bände des Korpuswerkes erleichtert. Kumuliert finden sich hierin jene Teile, die bislang auf die vorausgehenden Bände verteilt sind:
? die Berichtigungen und Ergänzungen zu den Bänden I bis IV sowie neu ein entsprechender Abschnitt zu Band V, die 319 Einträge umfassende Erwin-Panofsky-Bibliografie 1914 bis 1969/1973 mit Hinweisen auf Audioüberlieferung von Vorträgen und Vorlesungen; die die Inhaltsverzeichnisse der Monografien zur Kenntnis bringende Bibliografie bereichert das Panofsky-Schriftenverzeichnis um 135 neue bibliografische Einheiten, das Korrespondentenverzeichnis der Bände I bis V und die Register der Bände I bis V sowie ein Register zu den Berichtigungen und Ergänzungen.
Diese vier Teile machen den Hauptumfang des Bandes aus. Mit Ausnahme der neu verfassten Abschnitte und des speziell für diesen Band erarbeiteten Verzeichnisses der verkürzt zitierten Literatur, der Abkürzungen und der Siglen sind die Teile an zahlreichen Stellen ergänzt und korrigiert worden, sodass man von einer verbesserten und erweiterten Auflage sprechen kann.
In zweiter Linie, einen geringen Umfang einnehmend, bietet der Band Informationen, die das Korpuswerk nicht enthält: einen Korrespondenz-Nachtrag in Regestenform zu den Bänden I bis V, Hinweise auf Vorlesungs-Summaries bzw. -Syllabi Panofskys sowie ein Verzeichnis der Rezensionen und Anzeigen zu den Bänden I bis V.
Alles in allem sind die Kumulationen ein unverzichtbares Instrument für jeden, der sich die Edition tiefgehend erschließen, die Vielfalt der enthaltenen Informationen nutzen oder schnell an Einzelinformationen herankommen möchte.
5 Bände mit insgesamt ca. 7000 Seiten, Leinen
Band I: Korrespondenz 1910–1936 ISBN 978-3-447-04448-6
Band II: Korrespondenz 1937–1949 ISBN 978-3-447-04564-3
Band III: Korrespondenz 1950–1956 ISBN 978-3-447-05373-0
Band IV: Korrespondenz 1957–1961 ISBN 978-3-447-05784-4
Band V: Korrespondenz 1962–1968 ISBN 978-3-447-06277-0
Einzelbände je € 180,–
Komplettpaket Bände I–V ISBN 978-3-447-06488-0 € 798,– Kumulationen, Ergänzungsband ISBN 978-3-447-10165-3
Einzelpreis € 180,–
Fortsetzungspreis 149,–
Liturgie als Symbol und Mysterium: Die Himmelsliturgie des Dionysios Areopagites und ihre altgeorgische Rezeption S akvarelidze, Nino. Orientalia biblica et christiana (20). 2014. 368 S. 3 Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 72,00 CHF 95,00 ISBN: 978-3-447-10133-2 Harrassowitz Verlag
Das Corpus Dionysiacum Areopagiticum ist eine pseudoepigrafe Schriftensammlung der christlichen Spätantike (um 500 n.Chr.) und eine der wichtigsten Quellen für Theologie wie Philosophie. Die vorliegende Untersuchung geht aus von einer Darstellung der breit gefächerten internationalen Forschungsgeschichte. Hier vertritt die Autorin die Auffassung, dass die Mehrdimensionalität des areopagitischen Denkkosmos ein entsprechendes Verfahren der Annäherung erfordert: Sie zeigt, dass sich die bisherige Forschung grundsätzlich zwischen einem philosophischen und einem theologischen Ansatz bewegte, und nimmt eine vermittelnde Position ein, indem sie versucht, die beiden Sichtweisen zu verbinden. Darüber hinaus gilt ein besonderes Augenmerk der altgeorgischen Rezeption (11. Jh., Schwarzer Berg in Antiochien) dieses einflussreichen Werkes; diese wurde angestoßen durch Ep‘rem Mcires georgische Übersetzung. Dank seines hellenophilen Ansatzes im Verständnis wie in der Übersetzungstechnik ist es dem georgischen Mönch gelungen, den „einmaligen Inhalt in einmaliger Form“ authentisch in einen anderen Sprach- und Kulturraum zu übertragen. Die Übersetzung ist ein aufschlussreiches Zeugnis für die Interpretation des Textes 600 Jahre nach seiner Entstehung. Durch die Untersuchung der liturgischen Dimension des areopagitischen Denkens wird ein bislang unbekannter Aspekt der georgischen Rezeptionsgeschichte ans Licht gebracht und anhand der Schrift De Ecclesiastica Hierarchia analysiert. Das areopagitische Verständnis der Liturgie wird dabei an den Begriffen Symbol und Mysterium entfaltet. Ein griechisch-georgisches Glossar ist im Anhang enthalten.
panther, rotfuchs & Co.. Norrick-Rühl, Corinna. 2014. 452 S. 24 x 17 cm. Gb. EUR 68,00 CHF 89,00 ISBN: 978-3-447-10169-1 Harrassowitz Verlag
Buchverlage können zeitnah gesellschaftliche Bewegungen aufnehmen; sie können Themen gezielt aufarbeiten und in den Medien platzieren. Gerade die Debatten der Studentenbewegung in den 1960er- und 1970er-Jahren wurden maßgeblich durch – neue oder neu positionierte – Verlage beeinflusst und befördert, unter anderem durch linke oder „antiautoritäre“ Kinder- und Jugendliteratur. Als etablierter Verlag gründete Rowohlt 1972 die Taschenbuchreihe rororo rotfuchs für 4- bis 14-Jährige. Mit Slogans wie „rotfuchs springt auf jeden Tisch: Hier sind meine Bücher – zisch!“ bewarb Rowohlt die Markteinführung. Die Reihe polarisierte stark, da sie in sehr hohen Auflagen gesellschaftskritische Literatur für junge Leser verbreitete. Zum Beispiel rückte sie Ungerechtigkeit gegen Minderheiten in den Fokus; es entstanden emanzipatorische Bücher. Als Aushängeschild der Reihe galt der schlaue rote Fuchs, der sich im Logo und in einem Comic auf der Rückseite des Buchs wiederfand. Aufbauend auf dem Erfolg von rotfuchs gründete Rowohlt 1979 die Reihe rororo panther für junge Erwachsene. Hier sollten realistische und alternative Themen für 14- bis 20-Jährige aufgearbeitet werden. panther sorgte mit der Themenwahl von Wehrdienstverweigerung und Drogenmissbrauch über Homosexualität und Abtreibung für Schlagzeilen.
Corinna Norrick-Rühl analysiert sozialgeschichtlich diese zwei Taschenbuchreihen, die in den 1970er- und 1980er-Jahren Motoren sozialen Wandels waren. Die verlagshistorische Perspektivierung wird dabei ergänzt durch Einblicke in Entwicklungsprozesse auf dem bundesdeutschen (Taschen-)Buchmarkt und in der Kinder- und Jugendliteratur.
Persische und kurdische Reiseberichte. Die Briefe des Berliner Orientalisten Oskar Mann während seiner beiden Expeditionen in den Vorderen Orient 1901–1907 Mit 100 Abb. Kolivand, Mojtaba. 2014. 656 S. 100 Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 84,00 CHF 109,00 ISBN: 978-3-447-10129-5 Harrassowitz Verlag
Der deutsche Orientalist und Philologe Oskar Mann (1867–1917) unternahm um 1900 zwei Forschungsreisen in den vorderasiatischen Raum, um die persischen und kurdischen Sprachen und deren Mundarten und Dialekte systematisch aufzuzeichnen und zu erforschen. Beide Expeditionen führten ihn nach Persien (heute Iran) und durch kurdische Siedlungsgebiete im Osmanischen Reich (heute Syrien, Türkei, Irak). Während seiner Feldforschungen führte er eine besondere Art des Reisetagebuchs: Er fasste seine Erlebnisse und Eindrücke in Briefform ab, um sie durch regelmäßiges Abschicken derselben nach Berlin sicher aufbewahrt zu wissen.
Mojtaba Kolivand hat neben Oskar Manns Halbjahresberichten an die Berliner Akademie der Wissenschaften, Briefen an Orientalisten und Persönlichkeiten wie Friedrich Carl Andreas, Eduard Sachau und den deutschen Kaiser die fast vollständig erhaltenen Briefe an die Familie in Berlin zusammengetragen. Der private Schreibstil an die Vertrauten zu Hause lässt hinter die Kulissen blicken, lenkt den Blick auf interessante Reisegepflogenheiten ebenso wie auf die Lebensweise der Perser, Kurden und Nomaden und gibt Einblicke in das Leben europäischer Missionare, Diplomaten und Kaufleute. 100 ausgewählte Reisefotografien Oskar Manns über Land und Leute im Orient um 1900 veranschaulichen seine Schilderungen. Zwei farbige Landkarten geben die wichtigsten Stationen der Expeditionen wieder. Eine Einleitung ergänzt das Leben von Oskar Mann, die Bedeutung seiner Arbeiten sowie die Entwicklung der kurdisch-persischen Sprachforschung. Mit zahlreichen Fußnoten und einem Glossar fremdsprachlicher Ausdrücke.
Raumkonzeptionen in antiken Religionen. Beiträge des internationalen Symposiums in Göttingen, 28. und 29. Juni 2012. Hrsg.: Rezania, Kianoosh. Philippika. Altertumskundliche Abhandlungen (69). 2014. 261 S. 74 Abb. 24 x 17 cm. Pb. EUR 58,00 CHF 77,90 ISBN: 978-3-447-10139-4 Harrassowitz Verlag
In der Postmoderne wird die Raumkategorie gegenüber der Zeit stark akzentuiert. Während sich das 18. und das 19. Jahrhundert als eine stark von Zeit und Geschichte geprägte Epoche ausmachen lassen, tritt gegen die Hälfte der 1980er-Jahre Raum als prägende Kategorie hervor. Dementsprechend beschäftigte sich im Juni 2011 in Göttingen ein Symposion mit den Raumkonzeptionen in antiken Religionen.
Der vorliegende Tagungsband versammelt zu dem Thema insgesamt acht Beiträge, die einen weiten chronologischen und einen geografschen Bogen spannen: chronologisch gesehen vom 7. und 6. Jahrtausend v.Chr. Bis zur Gegenwart und geografisch gesehen vom Mittelmeer bis zum indischen Subkontinent. In dem Band werden nicht nur einige Raumkonzeptionen verschiedener antiker Kulturen vorgestellt, sondern auch aus der Perspektive verschiedener Raumwissenschaften, der Archäologie, der Linguistik, den Regionalwissenschaften sowie der Religionswissenschaft beleuchtet. Die Beiträge bieten eine erfrischende Perspektive für die Thematisierung des Raums in den antiken Religionen sowie signifikante Schlüsse, die sich auch außerhalb des erforschten Kulturkreises sinnvoll einsetzen lassen. In diesem fachübergreifenden Band finden sich zum einen relevante Primärtexte einiger antiker Kulturen zum Thema „Raum“, zum anderen einige innovative Ansätze zum Raum seitens „kleiner Fächer“.
Zwischen Orient und Okzident Das Arsakidenzeitliche Gräberfeld von Tall Seh Hamad/Magdala. Beitr. Kathrin Schmitt, Heide Hornig, Jennifer Luedtke Kennedy Teil 1: Text Teil 2: Tafeln. Wehry, Benjamin. Beitr.: Schmitt, Kathrin; Hornig, Heide; Luedtke Kennedy, Jennifer. 2014. 736 S. 994 Abb., 9 Beilagen. Gb. EUR 158,00. CHF 213,00 ISBN: 978-3-447-10023-6 Harrassowitz Verlag
Das mit 732 registrierten Grabkomplexen derzeit umfangreichste Gräberfeld der Arsakidenzeit in Mesopotamien wurde zwischen 1984 und 2004 an dem an der Schnittstelle des arsakidisch-parthischen und des seleukidischen bzw. späteren römischen Reiches in Ost-Syrien am Fluss Ḫābūr gelegen Fundort Tall Šēḫ Ḥamad ausgegraben. Das Feld gehört zu der Kleinstadt Magdala, deren ausgegrabene Siedlungsreste 2005 im Band 2 dieser Buchserie (BATSH) veröffentlicht wurden.
Benjamin Wehry erarbeitet zunächst anhand der Ausgrabungsbefunde die Grabtypologie aus Lehmziegelgräbern, Erdgräbern, Topfgräbern, Sarkophaggräbern sowie grabähnlichen Fundkomplexen. Er analysiert dann die Beifunde und fasst sie zu typologisch-funktionalen Fundgruppen zusammen, die 15 Materialgruppen bilden. Danach kommt er durch die vertikale Gräberstratigrafie der Gräberfeldabschnitte 1 und 2 sowie eine Gesamtseriation der Grabkomplexe und Fundtypen zu einer chronologischen Gliederung des Gesamtbefundes in die Zeitstufen I bis IV. Aus der Betrachtung der Bestattungs- und Beigabensitten sowie des nachsepulkralen Totenkultes ergibt sich sein Versuch der Rekonstruktion eines regelhaften Totenrituals. Die kulturmorphologisch-chronologische und kulturgeografische Einordnung der Grab- und Fundtypen der Grabkomplexe wird auf originär mesopotamische Bestattungs- und Beigabentraditionen zurückgeführt. In einen homogenen, arsakidenzeitlichen Befund- und Fundkontext fallen zeitspezifische Importe und Fremdformen aus dem parthischen und dem römischen Reich. Parallelfunde und -befunde sind insbesondere in Nordmesopotamien belegt und definieren einen nordmesopotamischen Grabsittenkreis.
Asyut, Tomb III: Objects. Part 1. Kahl, Jochem; Deppe, Nadine; Goldsmith, Dora; Kilian, Andrea; Moje, Jan; Moje, Jan; Zöller-Engelhardt, Monika. 2013. Engl. 260 S. 30 x 21 cm. Gb. EUR 72,00. CHF 95,00 ISBN: 978-3-447-10048-9 Harrassowitz Verlag
Seit 2003 arbeitet das deutsch-ägyptische „Asyut Project“ auf dem Gebel Asyut al-gharbi, dem Gräberberg der mittelägyptischen Stadt Assiut. Eines der untersuchten Gräber ist dasjenige des Gaufürsten Iti-ibi, der um 2040 v.Chr. die Geschicke der Stadt führte. Sein Grab zählt zu den größten der Ersten Zwischenzeit in Ägypten. Es wurde mehrfach wiederbenutzt, geplündert oder von frühen Ausgräbern als Depot benutzt.
Trotz oder gerade wegen dieser unglücklichen Geschichte war das Grab reich an Funden von der Ersten Zwischenzeit bis zur frühen Neuzeit, von denen ein erster Teil nun vorgestellt wird: Amulette, Glas, Holzmodelle, Mollusken, tönerne Opferteller und Uschebtis. Diese Objektgruppen bieten erstmalig einen systematischen Einblick in die regional spezifischen Charakteristika assiutischer Kultur.
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