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Elephantine XXXV. The Lithic Industries on Elephantine Island during the 3rd Millennium BC. Hikade, Thomas. Archäologische Veröffentlichungen des Deutschen Archäologischen Instituts (121). Englisch 2014. 210 S. 61 Abb. 77 Tabelle(n), 46 Tafel(n). 35 x 25 cm. Gb. EUR 92,00. CHF 125,00 ISBN: 978-3-447-10131-8 Harrassowitz Verlag
With nearly 5000 years of continuous occupation and stratigraphy, the island of Elephantine is one of the most important archaeological sites in Egypt. It was also the traditional southern frontier of ancient Egypt. The German Archeological Institute has, in close cooperation with the Swiss Institute for Architectural and Archaeological Research, been excavating on Elephantine Island since 1969.
In his volume on the lithic industries, Thomas Hikade analyzes more than 10000 lithic artifacts of the 3rd millennium BC (Early Dynastic to First Intermediate Period) excavated in more than 20 campaigns (1984-2004). He discusses the primary and the secondary industries of the site, presenting the stone tool assemblage from various parts of the settlement in detailed tables, charts, and line drawings. In some cases the analysis is so detailed as to cover the archaeological context of a single room of a house. The author also discusses the various raw materials used in the making of Egyptian stone tools, and he places the lithic industries of the 3rd millennium BC from Elephantine Island into the broader context of the Egyptian economic system. The study closes with a catalog of 465 selected objects of the entire collection, accompanied by drawings.

Mit fast 5000 Jahre fortlaufende Beschäftigung und Stratigraphie, ist die Insel Elephantine eine der wichtigsten archäologischen Stätten in Ägypten. Es war auch die traditionelle Südgrenze des alten Ägypten. Die Deutschen Archäologischen Instituts hat, in enger Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Institut für Bauforschung und Altertumskunde, wurde auf der Insel Elephantine Ausgrabungen seit 1969.
In seinem Volumen auf den lithischen Industrien, Thomas Hikade analysiert mehr als 10000 lithischen Artefakte des 3. Jahrtausends vor Christus (Early Dynastic zu Erste Zwischenzeit) in mehr als 20 Kampagnen (1984-2004) ausgegraben. Er diskutiert die Primär- und die Sekundärbranchen der Site, präsentiert das Steinwerkzeug Assemblage aus verschiedenen Teilen der Siedlung in detaillierten Tabellen, Diagramme und Zeichnungen. In einigen Fällen ist die Analyse ist so detailliert, um die archäologischen Kontext aus einem einzigen Raum eines Hauses zu decken. Der Autor diskutiert auch die verschiedenen bei der Herstellung von ägyptischen Steinwerkzeuge verwendeten Rohstoffe, und er stellt die lithischen Industrien des 3. Jahrtausend vor Christus von der Insel Elephantine in den breiteren Kontext der ägyptischen Wirtschaftssystems. Die Studie schließt mit einem Katalog von 465 ausgewählten Objekte der gesamten Sammlung, begleitet von Zeichnungen.
Mein ganzes Leben war ein Fehler, da wurd ich Maler und Erzähler. John Elsas (1851-1935), seine Collagen, Aquarelle und Knittelverse. 2014. EUR 49,00. CHF 65,90 ISBN: 978-3-447-10226-1 Harrassowitz Verlag
John Elsas (1851–1935) war eigentlich Bankier in Frankfurt am Main. Erst im Alter von etwa 74 Jahren begann er, für seine Enkel Bilder zu kleben und sie mit Versen zu versehen. Er schnitt und klebte seine Bilder aus Glanz- und Geschenkpapier, Tapetenresten, schillerndem Stanniol, Buchbinderkarton und Textilien; effektvoll und stilsicher montierte er sie aufs Papier, aquarellierte sie anschließend oft, bearbeitete sie mit Tusche oder Buntstiften. Bald wandte er sich mit seinen Arbeiten auch an das erwachsene Publikum und fand in der Presse sehr gute Aufnahme; humorvoll wurde er auch „Kurzvers-Philosoph“ genannt. Vor 1933 kamen mehrere Ausstellungen mit seinen Collagen und Zeichnungen zustande, u.a. in München, Mannheim und Zürich, vor allem aber in der renommierten Berliner Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden, in der damals die Großmeister der Avantgarde ausstellten.
Als jüdischer Bürger sah John Elsas die Gefahren des Nationalsozialismus auf sich zukommen; auch der Gedanke vom Auswandern nach Palästina beschäftigte ihn in Bildern. Da er 1935 im Alter von fast 84 Jahren starb, musste er nicht mehr erleben, wie seine Tochter Irma 1942 nach Theresienstadt deportiert wurde und dort 1944 ermordet wurde. Vorher hatte sie den Nachlass des Vaters, der in den zehn Jahren seines Schaffens mehr als 25000 Blätter schuf, sorgfältig in Kisten verpackt und an die in der Schweiz lebende Schwester adressiert. Ein Teil des erhalten gebliebenen Nachlasses konnte der Schweizer Arzt Stephan Gottet erwerben und damit die Sammlung Florence G. bereichern.
Die Keramik der Älteren Ischtar-Tempel in Assur. Von der zweiten Hälfte des 3. Jahrtausends bis zur Mitte des 2. Jahrtausends v. Chr. Beuger, Claudia. Wissenschaftliche Veröffentlichungen der Deutschen Orient-Gesellschaft (138). 2014. 226 S. 24 Abb. 8 Diagramm(e), 14 Tabelle(n), 68 Tafel(n). EUR 75,00. CHF 105,00 ISBN: 978-3-447-19278-1 Harrassowitz Verlag
Die sogenannten Älteren Ischtar-Tempel gelten als der am besten dokumentierte Baukomplex in Assur, der Keimzelle des späteren assyrischen Reiches. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden diese Befunde unter der Leitung von Walter Andrae bis auf den anstehenden Fels hinab ausgegraben und es konnten die vermutlich frühesten erhaltenen Kultbauten der Stadt freigelegt werden. Nachdem die Architektur und die wichtigsten Funde von dem Ausgräber selbst bereits in den 1920er Jahren vorgelegt wurden, hat sich Jürgen Bär im Rahmen des gut 70 Jahre später ins Leben gerufenen Assur-Projektes einer umfassenden Neubearbeitung der im Vorderasiatischen Museum zu Berlin einlagernden Dokumentation und Kleinfunde gewidmet.
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt verfügt Assur als einziger Fundort über eine vergleichsweise gut dokumentierte Keramiksequenz aus dem 3. bis 2. Jahrtausend v.Chr. Da Assur in einer Brückenregion zwischen dem südmesopotamischen und dem syro-anatolischen Raum liegt, erlaubt das von Claudia Beuger vorgestellte Material auch eine neue Diskussion und Definition der Grenzen und Gemeinsamkeiten der nord- und südmesopotamischen Keramikkulturen, insbesondere da heute intensivierte Feldforschungen unter internationaler Beteiligung im Nordirak wieder möglich sind. Mit ihrer Untersuchung leistet Beuger so einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der Keramik der Älteren Ischtar-Tempel in Assur.
Kleinfunde aus Elfenbein und Knochen aus Assur. Wicke, Dirk. Wissenschaftliche Veröffentlichungen der Dtsch.en Orient-Gesellschaft (131). 2014. 326 S. 55 Tafel(n). EUR 78,00. CHF 109,00 ISBN: 978-3-447-19213-2 Harrassowitz Verlag
Die Ausgrabungen der DOG in Assur haben über 700 Objekte aus Knochen und Elfenbein erbracht, die Dirk Wicke nun in seiner Studie zu den Kleinfunden aus Assur erstmals vollständig in Katalogform beschreibt, bildlich dokumentiert und ausführlich kommentiert.
Der Entstehungszeitraum der Objekte reicht vom späten 3. Jahrtausend v. Chr. bis in die späte hellenistisch-parthische Epoche hinein, den Schwerpunkt der Untersuchung bilden dabei die Funde der mittel- und neuassyrischen Zeit (14.–12. bzw. 9.–7. Jahrhundert v. Chr.). Die Gegenstände umfassen nahezu das gesamte Repertoire der Beinschnitzerei und reichen von figürlichen, vollplastischen Arbeiten über Behälter, Kämme und Einlagen bis hin zu alltäglichen Gebrauchsgegenständen. Sie wurden nicht nur im Palast, sondern überwiegend im Wohngebiet von Assur v.a. als Grabbeigaben gefunden, dadurch unterscheidet sich das Material grundlegend von den im Palastgebiet entdeckten Elfenbeinobjekten.
Wickes Studie bietet neben der Präsentation der Funde auch eine materialkundliche Einführung in Elfenbein und Knochen, einen kurzen Überblick über optische und physikalisch-chemische Bestimmungsmöglichkeiten sowie über restauratorische Maßnahmen. Einen Schwerpunkt von fächerübergreifendem Interesse bildet das Thema der der altorientalischen Beinschnitzerei: Hier werden nicht nur technische Aspekte der Ver- und Bearbeitung, sondern auch Grundlagen des altorientalischen Beinschnitzhandwerks zusammengefasst. Der besondere Wert der Untersuchung liegt in der gemeinsamen Publikation von Elfenbein- und Knochengegenständen, die Wicke materialvergleichende Betrachtungen erlaubt.
Tell Chuera. Kharab Sayyar und die Urbanisierung der westlichen Djazira. Mit Beiträgen von Taos Babour und Matthias Hüls. Hempelmann, Ralph. Vorderasiatische Forschungen der Max Freiherr von Oppenheim Stiftung (2, IV). 2014. 460 S. 34 Abb. 154 Tafel(n). EUR 98,00. CHF 139,00 ISBN: 978-3-447-19216-3 Harrassowitz Verlag
Zwischen 1999 und 2007 wurden in Tell Chuera und dem nahegelegenen Kharab Sayyar (Nordsyrien) Schichtenabfolgen vom Beginn des dritten Jahrtausends v. Chr. freigelegt. Sie stammen größtenteils aus der Zeit vor der "zweiten urbanen Revolution", als auch Tell Chuera eine "Stadt" mit 80 Hektar und Monumentalbauten wurde, und bieten daher wichtige Informationen zu den Voraussetzungen und dem Verlauf des Urbanisierungsprozesses in der westlichen Djazira.
In Ralph Hempelmanns Studie wird ausgehend von der Stratigraphie und der Keramiksequenz, die detailliert veröffentlicht werden, zunächst auf lokaler und dann auf regionaler Ebene eine Periodisierung konstruiert, die es erlaubt, der Frage nachzugehen, in wieweit sich anhand der materiellen Kultur Veränderungen hinsichtlich Wirtschaft, Gesellschaft und Ideologie erkennen lassen. Die untersuchte materielle Kultur setzt sich hierbei zusammen aus dem Siedlungssystem, der Siedlungsstruktur, den Installationen, den Hausgrundrissen, den Grabformen und Bestattungssitten, der Keramikproduktion, den Kleinfunden und den archäozoologischen Funden. Anhand der erzielten Ergebnisse unternimmt Hempelmann den Versuch, die Kulturgeschichte der westlichen Djazira zu rekonstruieren.
Die Studie wird ergänzt durch Beiträge von Taos Babour und Matthias Hüls.
Der Kadi und seine Zeugen:. Studie der mamlukischen ?aram-Dokumente aus Jerusalem. Müller, Christian. Abhandlungen für die Kunde des Morgenlandes (85). 2014. 647 S. 14 Abb., 6 Tabelle(n). EUR 79,00. CHF 109,00 ISBN: 978-3-447-19141-8 Harrassowitz Verlag
Nur eine tödliche Darmkolitis bewahrte den Kadi Šaraf al-Din im Jahre 1397 vor Bestrafung und Amtsenthebung durch den Sultan. Heute bilden die Akten dieses Richters den Großteil der vor vierzig Jahren in Jerusalem entdeckten 900 Haram-Urkunden.
Christian Müllers Studie untersucht diesen außergewöhnlichen Korpus unter diplomatischen, rechtspraktischen und sozialhistorischen Gesichtspunkten. Erstmals lässt sich die Arbeitsweise eines Kadigerichts anhand von Originalurkunden detailliert rekonstruieren: von der Redaktion schriftlicher Zeugenurkunden über die mündlichen Verfahrensschritte bis zur Urteilsfindung und der Verwendung beglaubigter Urkunden vor Gerichten anderer Städte. Einzelne Urkunden und inhaltlich verbundene Aktengruppen bieten ungeahnte Einblicke in die Rechtsverhältnisse und Lebenswelten der damaligen Stadt- und Landbewohner, Gelehrte, Händler oder Emire.
Inschriften der Spätzeit Teil IV: Die 26. Dynastie. Band 1: Psametik I.–Psametik III., Band 2: Gottesgemahlinnen/26. Dynastie insgesamt. 2014. 1268 S. 30 x 21 cm. Leinen. EUR 198,00. CHF 267,00 ISBN: 978-3-447-10173-8 Harrassowitz Verlag
Im Anschluss an die vorhergehenden Bände umfasst der vierte Teil der Inschriften der Spätzeit die Texte der 26. Dynastie in acht Abschnitten, die wiederum grundsätzlich nach den Epochen der Könige Psametik I., Necho II., Psametik II., Apries, Amasis und Psametik III eingeteilt sind. Dazu kommen die nicht wenigen Texte der thebanischen „Gottesgemahlinnen“ und ihrer Funktionäre, die in der Regel undatiert und demnach nicht eindeutig der Regierungszeit eines dieser Könige zugeordnet werden können. Ein längerer Abschnitt, in dem diejenigen Inschriften zusammengestellt sind, die zwar - sicher oder wahrscheinlich - in die 26. Dynastie gehören, aber keine definitiven Anhaltspunkte für eine Datierung in die Regierungszeit eines bestimmten Herrschers enthalten, bildet, wie in den anderen, schon erschienenen Teilen, den Abschluss des Bandes. Die Sammlung umfasst auch zahlreiche bisher unpublizierte Texte, und viele ältere Veröffentlichungen sind kollationiert worden. Ausführliche Indizes erleichtern die Suche nach Denkmälern in Museen, nach königlichen und nichtköniglichen Personen sowie nach Regierungsjahren.
Kleine Schriften zur Alten Geschichte. Ruschenbusch, Eberhard. Hrsg.: Kobes, Jörn. Philippika. Altertumskundliche Abhandlungen (65). 2014. 464 S. 1 Abb. 171 Tabelle(n). 24 x 17 cm. Gb. EUR 78,00. CHF 105,00 ISBN: 978-3-447-10110-3 Harrassowitz Verlag
Mit diesem Band wird die Herausgabe der Kleinen Schriften von Eberhard Ruschenbusch (1924-2007) abgeschlossen. Nach den rechtshistorischen Studien, die im Jahr 2005 in der Reihe Philippika erschienen sind, wenden sich die Beiträge in den Kleinen Schriften zur Alten Geschichte den anderen Forschungs- und Lehrinteressen des 2007 verstorbenen Lehrers und Emeritus an der Universität Frankfurt zu.
Dabei zeigen sich die Schwerpunkte seiner Forschung in der griechischen Geschichte des 6. bis 4. Jahrhunderts, in der eingehenden Behandlung der vornehmlich literarischen und inschriftlichen Quellen und den Studien zu den Grundlagen des alltäglichen Lebens in Griechenland, Kleinasien und Rom, die an den Eckpunkten Landwirtschaft, Ernährung, finanzielles Auskommen, Demographie und Raum häufig eine tagespolitische Aktualität gewinnen. Zu diesem Erkenntnisziel ging Ruschenbusch gerne auch ungewöhnliche Wege und band moderne statistische Methoden in seine Untersuchungen ein. Neben den Aufsätzen in renommierten althistorischen Zeitschriften finden auch an schwer zugänglichen Stellen bzw. in ausländischen Publikationen veröffentlichte Beiträge neben einem unveröffentlichten Beitrag ihre Aufnahme in diesen Band.
Inquisitoren-Handbücher. Papsturkunden und juristische Gutachten aus dem 13. Jahrhundert mit Edition des Consilium von Guido Fulcodii. Bivolarov, Vasil. 2014. 328 S. 23 x 15 cm. Gb. EUR 54,00. CHF 71,90 ISBN: 978-3-447-10040-3 Harrassowitz Verlag
Im Mittelpunkt der vorliegenden Untersuchung stehen die in den sogenannten Inquisitoren-Handbüchern überlieferten Papsturkunden und juristischen Consilia zugunsten der Inquisitoren des 13. Jahrhunderts. Der erste Teil analysiert über vierzig weitgehend unerforschte Handschriften - darunter auch Neuentdeckungen - und erläutert die Abhängigkeiten zwischen ihnen. Ihm folgt ein Regestenwerk, das alle in den Handschriften überlieferten Papsturkunden anführt und dazu auch mehrere Editionen und Teileditionen von bisher ungedruckten Urkunden enthält; die entsprechenden Originalbriefe werden zusammen mit den relevanten Kanzleinotizen angegeben. Der zeitliche Rahmen des Regestenwerks umfasst die Pontifikate von Gregor IX. (1227-1241) bis einschließlich Nikolaus IV. (1288-1292), die Zeit vor der Aufnahme der neuen Gesetzgebung in den Liber Sextus. Der dritte Teil beinhaltet ein Repertorium der gelehrten Gutachten, das von einer kritischen Edition des hoch geschätzten Consiliums von Guido Fulcodii (Clemens IV.) zugunsten der provenzalischen Dominikaner-Inquisitoren begleitet wird. Zudem wird diese wertvolle rechtshistorische Quelle mit einem Plagiat in der mittelalterlichen Kanonistik in Verbindung gebracht: Das Consilium wurde vom berühmten Bologneser Rechtslehrer Guido de Baysio abgeschrieben und seinem eigenen Kommentar zum Liber Sextus beigegeben. Am Schluss werden die Entwicklung des Ketzer-Inquisitionsverfahrens sowie Organisation und Verfahrensweise der Inquisitoren unter Heranziehung der neu erschlossenen Quellen dargestellt.
Proceedings of the 8th International Congress on the Archaeology of the Ancient Near East. 30 April – 4 May 2012, University of Warsaw Volume 1: Plenary Sessions, Township and Villages, High and Low – The Minor Arts for the Elite and for the Populace. Hrsg.: Bielinski, Piotr; Gawlikowski, Michal; Kolinski, Rafal; Lawecka, Dorota; Soltysiak, Arkadiusz; Wygnanska, Zuzanna. 2014. Engl. 785 S. 24 x 17 cm. Gb. EUR 128,00. CHF 172,00 ISBN: 978-3-447-10132-5 Harrassowitz Verlag
Die 8. Internationalen Kongress für die Archäologie des Alten Orients (VIII ICAANE) wurde in Warschau im Frühjahr 2012 statt, die gemeinsam von der Universität Warschau, der K. Michałowski Stiftung und dem Institut für Ur- der Adam-Mickiewicz-Universität in Posen statt.
Die dreibändige Proceedings enthalten die neuesten Informationen und Analysen auf dem VIII ICAANE wiesen. Der erste Band enthält Beiträge während der Plenarsitzungen sowie zwei der Hauptthemen präsentiert: Township Gemeinden und High und Low - Kleinkunst für die Elite und für die Bevölkerung . Der zweite Band enthält die umfangreichste Sitzung auf die Ergebnisse der Feldforschung gewidmet Ausgrabungen und Fortschrittsberichte , die den gesamten Nahen Osten, die Golfstaaten und den Kaukasus. Die Lautstärke wird durch die Beiträge während der Poster Session vorgestellt abgeschlossen. Der dritte Band ist eine Sammlung von vier Themen: Archäologie des Feuers , Bioarchaeology - eine Innovation des 8. ICAANE, eingeführt, um Wissenschaftler arbeiten in interdisziplinären Projekten zu verschiedenen Aspekten der Ökologie der alten Bevölkerung des Nahen Ostens zusammen zu bringen -, Naturschutz, Erhaltung und Baustellensicherung und der islamischen Session . Jeder, der ein Interesse an der antiken Nahen Osten wird viel finden, zu genießen und zu schätzen, in diesen drei eindrucksvollen Bände.
Proceedings of the 8th International Congress on the Archaeology of the Ancient Near East. 30 April – 4 May 2012, University of Warsaw Volume 2: Excavation and Progress Reports, Posters. Hrsg.: Bielinski, Piotr; Gawlikowski, Michal; Kolinski, Rafal; Lawecka, Dorota; Soltysiak, Arkadiusz; Wygnalska, Zuzanna. 2014. Engl. 955 S. 24 x 17 cm. Gb. EUR 148,00. CHF 199,00 ISBN: 978-3-447-10174-5 Harrassowitz Verlag
Die 8. Internationalen Kongress für die Archäologie des Alten Orients (VIII ICAANE) wurde in Warschau im Frühjahr 2012 statt, die gemeinsam von der Universität Warschau, der K. Michalowski Stiftung und dem Institut für Ur- der Adam-Mickiewicz-Universität in Posen statt.
Die dreibändige Proceedings enthalten die neuesten Informationen und Analysen auf dem VIII ICAANE wiesen. Der erste Band enthält Beiträge während der Plenarsitzungen sowie zwei der Hauptthemen präsentiert: Township Gemeinden und High und Low - Kleinkunst für die Elite und für die Bevölkerung . Der zweite Band enthält die umfangreichste Sitzung auf die Ergebnisse der Feldforschung gewidmet Ausgrabungen und Fortschrittsberichte , die den gesamten Nahen Osten, die Golfstaaten und den Kaukasus. Die Lautstärke wird durch die Beiträge während der Poster Session vorgestellt abgeschlossen. Der dritte Band ist eine Sammlung von vier Themen: Archäologie des Feuers , Bioarchaeology - eine Innovation des 8. ICAANE, eingeführt, um Wissenschaftler arbeiten in interdisziplinären Projekten zu verschiedenen Aspekten der Ökologie der alten Bevölkerung des Nahen Ostens zusammen zu bringen -, Naturschutz, Erhaltung und Baustellensicherung und der islamischen Session . Jeder, der ein Interesse an der antiken Nahen Osten wird viel finden, zu genießen und zu schätzen, in diesen drei eindrucksvollen Bände.
Proceedings of the 8th International Congress on the Archaeology of the Ancient Near East. 30 April – 4 May 2012, University of Warsaw Volume 3: Archaeology of Fire, Conservation, Preservation and Site Management, Bioarchaeology in the Ancient Near East, Islamic Session. Hrsg.: Bieli?ski, Piotr; Gawlikowski, Michal; Kolinski, Rafal; Lawecka, Dorota; Soltysiak, Arkadiusz; Wygnanska, Zuzanna. 2014. Engl. 700 S. 24 x 17 cm. Gb. EUR 118,00. CHF 159,00 ISBN: 978-3-447-10175-2 Harrassowitz Verlag
The 8th International Congress on the Archaeology of the Ancient Near East (VIII ICAANE) was held in Warsaw in spring 2012, jointly organized by the University of Warsaw, the K. Michalowski Foundation and the Institute of Prehistory of the Adam Mickiewicz University in Poznan.
The three-volume Proceedings contain the latest information and analyses reported at the VIII ICAANE. The first volume contains papers presented during plenary sessions as well as two of the main themes: Township and Villages and High and Low – The Minor Arts for the Elite and for the Populace. The second volume includes the most extensive session dedicated to the results of field research, Excavations and Progress Reports, covering the entire Near East, the Gulf countries and the Caucasus. The volume is completed by contributions presented during the poster session. The third volume is a collection of four themes: Archaeology of Fire, Bioarchaeology – an innovation of the 8th ICAANE, introduced to bring together scholars working within interdisciplinary projects on various aspects of the ecology of the ancient populations of the Near East –, Conservation, Preservation and Site Management and the Islamic Session. Anyone with an interest in the ancient Near East will find much to enjoy and appreciate in these three impressive volumes.
Das Archiv des assyrischen Statthalters Mannu-ki-Aššur von Guzana /Tell Halaf. Ausgrabungen auf dem Tell Halaf in Nordost-Syrien. Dornauer, Aron A. Vorderasiatische Forschungen der Max Freiherr von Oppenheim Stiftung (3). 2014. 116 S. 7 Abb., 1 Karte, 78 Tafel(n). 35 x 24 cm. Engl. Br. EUR 54,00. CHF 71,90 ISBN: 978-3-447-10111-0 Harrassowitz Verlag
Im Jahr 1912 fand Max Freiherr von Oppenheim auf der Zitadelle der neuassyrischen Provinzhauptstadt Gūzāna (modern Tall Ḥalaf) die Überreste des Archivs des Statthalters Mannu-kī-Aššūr (max. 808-764). Eine erste Bearbeitung der Texte von Ernst F. Weidner erschien 1940 im sechsten Beiheft des Archivs für Orientforschung. Die vorliegende Neubearbeitung von Aron A. Dornauer berücksichtigt das seitdem gewachsene Wissen und stellt die Texte in den soziohistorischen Kontext einer Phase, in der Assyrien das eroberte Obermesopotamien in das Provinzialsystem des sich formierenden assyrisch-obermesopotamischen Territorialstaats integrierte. Die administrativen Urkunden und Briefe dokumentieren Getreide, Groß- und Kleinvieh für Abgaben sowie Personal für zivilen und militärischen Frondienst. Infanteristen und Schleuderer, Streitwagen- und Hilfstruppen sowie der Tross werden ausgehoben, mit Waffen, Rüstzeug, Equiden und Proviant ausgerüstet. Gold und Gesandte aus dem Westen werden durch Gūzāna geleitet; Personen werden des Rechtsbruchs beschuldigt; Rituale werden organisiert. Neben der Kommunikation innerhalb der Provinz dokumentieren die Texte die Kommunikation der Provinzadministration mit königlichen Büros in Kalḫu, mit Offiziellen benachbarter Provinzen und Magnaten wie dem turtānu, für den die Provinzverwaltung Streitwagen und Truppen bereitzustellen hatte. Briefformat, Schriftgebrauch und Duktus unterscheiden sich von den jüngeren Texten aus Ninive, Kalḫu und Assur. Eine Besonderheit der Einleitung des Briefformulars des turtānu und des Mannu-kī-Aššūr dokumentiert, dass sich in der ersten Hälfte des 8. Jahrhunderts nicht nur die Magnaten königliche Prärogative angeeignet haben.
Die Codices Palatini germanici in der Universitätsbibliothek Heidelberg (Cod. Pal. germ. 496–670). Bearbeitet von Pamela Kalning, Matthias Miller und Karin Zimmermann unter Mitarbeit von Lennart Güntzel. 2014. 668 S. 30 x 21 cm. Ln. EUR 168,00. CHF 226,00 ISBN: 978-3-447-10146-2 Harrassowitz Verlag
Zu den 848 Codices Palatini germanici (Cod. Pal. germ.), die sich heute in der Universitätsbibliothek Heidelberg befinden und die in erster Linie wegen ihrer oft einzigartigen literarischen Textzeugen berühmt sind, zählen auch knapp 300 Handschriften aus den Fachgebieten der Medizin und der Alchemie. Ein großer Teil der im vorliegenden Katalog beschriebenen Kodizes zählt zu diesem Fachschrifttum, das nicht zuletzt aufgrund des großen Interesses einiger Mitglieder der kurfürstlichen und pfalzgräflichen Familie gesammelt wurde. Neben theologischen Texten findet sich Fachschrifttum unter anderem zu den Themen Bergbau und Münzwesen, Alchemie, Astrologie, Geomantie und Prognostik sowie zum Kriegswesen. Die bearbeiteten Handschriften stammen aus dem 14. bis 17. Jahrhundert, wobei der Schwerpunkt der Überlieferung im späten 16. Jahrhundert liegt.
Die Katalogisate folgen den Richtlinien Handschriftenkatalogisierung der Deutschen Forschungsgemeinschaft und bieten neben einer ausführlichen Beschreibung des Inhalts zu jedem Manuskript ausführliche kodikologische Informationen und Angaben zu seiner Provenienz.
Kreuzung. Frühen und späten Eisenzeit Südost Arabien.. Yule, Paul. Abhandlungen der Dtsch. Orient-Gesellschaft (30). 2014. Engl. 117 S. 30 x 21 cm. Gb. EUR 48,00. CHF 63,90 ISBN: 978-3-447-10127-1 Harrassowitz Verlag
Die frühen und späten Eisenzeit in beiden den Vereinigten Arabischen Emiraten und dem Sultanat Oman bilden eine Querstraße in zeitlicher und räumlicher Hinsicht. Paradoxerweise ist in gewisser Weise der Eisenzeit ist schwieriger zu verstehen als der Bronzezeit in diesem Teil von Arabien, obwohl viele solcher Seiten bekannt sind. In den letzten Jahrzehnten zahlreiche Feldprojekte am südöstlichen-Arabiens Eisenzeit lebten. Dennoch zeigt näherer Betrachtung der Pfad zu einer Vorgeschichte dieser exotischen Teil der Welt zu indirekten Tat. Umfragen vor zehn oder mehr Jahren geschrieben sind veraltet in signifikanter Weise. Die frühen Eisenzeit (1300-300 BCE) besser bekannt als die Spätfrüheisenzeit (300 v.Chr Post-300 CE) im Südosten Arabiens. Die Qualität der Abbildung und der veröffentlichten Bilder ist Wissenschaft, die sich die vorliegende neue Band versucht, Abhilfe zu schaffen geplagt. Trotz der Nähe der beiden benachbarten arabischen Ländern - tatsächlich sowohl umfassende traditionelle Oman - abgesehen von Zufalls Kommentare, ist der Vergleich ihrer archäologischen Traditionen selten.
Der Autor Updates und synthetisiert Ideen und Feld-Arbeit Publikationen. Diese erweiterte Essay enthält zahlreiche Änderungen in der Auslegung der Sites und ihrer Funde. Andernfalls wird der archäologischen Literatur über eine große Anzahl von Publikationen verstreut. Dieses Buch richtet sich sowohl Berufstätige und Studenten.
Die Erschließung des Raumes: Konstruktion, Imagination und Darstellung von Räumen und Grenzen im Barockzeitalter. Herausgegeben und eingeleitet von Karin Friedrich unter Mitarbeit von Patrice Veit. 2014. 1040 S. EUR 169,00. CHF 228,00 ISBN: 978-3-447-10055-7 Harrassowitz Verlag
Die Sozial- und Geisteswissenschaften beschäftigen sich seit einer ganzen Weile mit Raumkonzepten. Statt vom linguistic turn spricht man nun vom spatial turn. Zusammen mit dem Stichwort der Globalisierung schlägt die gegenwärtige Erschließung von Räumen durch neue Medien eine Brücke zurück in das Zeitalter des Barock. Auch damals gab es eine „Raumrevolution“: Die von ihr ausgelösten Konflikte zwischen Newtons unveränderbarem Raum und der Fragmentierung von Räumen durch die Kontingenz der Beobachtung waren geprägt von einer Zeit des religiösen und politischen Umbruchs und dem Wissen um die Entdeckung der Neuen Welt.
Der vorliegende Band präsentiert die Ergebnisse des 13.?Jahrestreffens des Wolfenbütteler Arbeitskreises für Barockforschung, der vom 26. bis zum 29.?August 2009 in der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel stattfand. In vier Sektionen gruppieren sich die folgenden Schwerpunkte um den Raum als ein Leitmotiv des Barock: Räume im Spannungsverhältnis zwischen sakralen und profanen Funktionen; Räume des Experimentierens mit der Vorstellung und Inszenierung barocker Welten; die Kultivierung barocker Gelehrsamkeit in Form von Denk-, Lehr- und Kommunikationsräumen; Schwellen- und Grenzräume des barocken Kulturtransfers. Dem Verständnis des Raumes im Barock nähert man sich deshalb am besten von der Grenze her, die, wenn schärfer in den Blick genommen, dem Raum Perspektive gibt. Wenn es auch weder möglich noch wünschenswert erscheint, einen genauen Raumbegriff des Barock festzulegen, so zeigen die Beiträge, dass man dieser Absicht durch ein interdisziplinäres Studium des synästhetischen Erlebnisses barocker Räume am nächsten kommt.
Settlement Dynamics and Human-Landscape Interaction in the Dry Steppes of Syria. Hrsg.: Bonacossi, Daniele Morandi. Studia Chaburensia (4). 2014. Engl. 305 S. 24 x 17 cm. Engl. Br. EUR 64,00. CHF 85,00 ISBN: 978-3-447-10166-0 Harrassowitz Verlag
This volume is the result of a workshop convened in Warsaw on May 3–4 2012 as part of the 8th International Congress on the Archaeology of the Ancient Near East, with the aim of reinvigorating discussion on agro-pastoralist and specialised hunter societies living at the semi-arid and dry fringes of Syria’s stable, long-term settlement zone.
The seventeen papers gathered here present the results of the most important international field research projects of recent decades dedicated to the interdisciplinary exploration of the dry steppe regions of Syria: the arid margins of northern Syria, the Palmyra, Jebel Bishri, and the Middle Euphrates and Khabur regions. At the core of the articles are crucial issues discussed in a longue durée perspective ranging from the Neolithic to the Early Islamic period, such as the chronology of steppe cultures in Syria, the emergence of specialized mobile pastoral and hunting communities and their social organization, the management of water, the adaptation of subsistence strategies to increasing aridity, landscape change and ist interaction with human activity, and the urban narrative on pastoral societies offered by Bronze and Iron Age cuneiform sources.
Katalog der festländischen Handschriften des neunten Jahrhunderts (mit Ausnahme der wisigotischen) Teil III: Padua?–?Zwickau. Aus dem Nachlass Hrsg.: Birgit Ebersperger. Bischoff, Bernhard. 2014. 628 S. 24 x 17 cm. Ln. EUR 168,00. CHF 226,00 ISBN: 978-3-447-10056-4 Harrassowitz Verlag
Der als Ergebnis jahrzehntelanger Forschungsarbeit von dem Paläografen und langjährigen Münchener Lehrstuhlinhaber für mittellateinische Philologie Bernhard Bischoff verfasste Katalog der festländischen Handschriften verzeichnet die erhaltenen Handschriften und Fragmente des 9. Jahrhunderts (mit Ausnahme der insularen und der westgotischen). Diese für die Überlieferung der klassischen und patristischen Literatur so bedeutende Epoche war auch für die Schriftentwicklung besonders fruchtbar. Der dritte Teil des aus dem Nachlass herausgegebenen Kataloges umfasst die in den Bibliotheksorten Padua bis Zwickau aufbewahrten Handschriften und Fragmente. Die insgesamt fast 4000 Katalogeinträge enthalten zum Teil Beschreibungen der Handschrift, des Schriftstils und der Dekoration, Angaben zu Inhalt, Datierung, Herkunft und mittelalterlicher Provenienz (soweit bekannt) sowie weiterführende Literaturhinweise; andere bieten Kurzkatalogisate mit Einschätzungen Bischoffs zu Herkunft und Datierung. Der vollständige Katalog ermöglicht nun einen Gesamtüberblick über die erhaltenen Handschriften des 9. Jahrhunderts und eröffnet neue Erkenntnisse über Buchproduktion und Schriftentwicklung in bereits bekannten wie auch bislang unbehandelten Skriptorien.
Ein abschließender Registerband zu den Katalogbänden ist bereits in Vorbereitung.
Katalog der abendländischen Handschriften des Mittelalters und der frühen Neuzeit in Beständen der Russischen Staatsbibliothek (Moskau). Beschrieben von Daria Barow-Vassilevitch und Marie-Luise Heckmann. 2014. 500 S. 24 x 17 cm. Pb. EUR 148,00. CHF 199,00 ISBN: 978-3-447-10144-8 Harrassowitz Verlag
Der zweisprachige Katalog ist das Ergebnis eines bisher einmaligen, von der DFG geförderten deutsch-russischen Kooperationsprojekts, das den bis heute nur unzureichend beachteten Handschriftenbestand der Russischen Staatsbibliothek (RSB)breiten Fachkreisen bekannt machen soll.
Die abendländischen Handschriften der 1829 gegründeten heutigen Russischen Staatsbibliothek - ein Corpus von Überlieferungszeugen aus den Bereichen Liturgie, Askese, Theologie, angewandte Wissenschaften, Chronistik und Recht (12.-17. Jahrhundert) - stammen überwiegend aus dem geschenkten oder (nach 1917) enteigneten Vorbesitz der russischen Bildungselite. Diese Handschriften sind der westlichen Forschung bislang weitgehend unbekannt geblieben. Einen kleineren Teil des Handschriftenbestands der RSB machen die nach 1945 aus Deutschland in die Sowjetunion verbrachten Kulturgüter aus, über deren Verbleib die wissenschaftliche Öffentlichkeit nach einigen Jahrzehnten nun erstmals wieder informiert wird. Durch den Zugang zu den Beständen der RSB schließt der Katalog entscheidende Lücken in der Erforschung des abendländischen Handschriftenbestands und ergänzt die kulturelle Überlieferung des Abendlandes um wichtige Informationen.
Leben in der amurritischen Welt. Nomaden und Sesshafte im Reich von Mari im 19. und 18. Jahrhundert vor Christus. Kärger, Brit. Philippika. Altertumskundliche Abhandlungen (68). 2014. 394 S. 5 Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 78,00. CHF 105,00 ISBN: 978-3-447-10130-1 Harrassowitz Verlag
Zu den Schätzen der Weltgeschichte gehört zweifellos das Palastarchiv von Mari, das es ermöglicht, Informationen aus der Binnenperspektive der nach antiken Schriftquellen im 3. und 2. Jt. v.Chr. am Mittleren Euphrat und an seinen Nebenflüssen beheimateten amurritischen Bevölkerung zu gewinnen. Die Aufzeichnungen des Archivs enden mit der Zerstörung der einst mächtigen Handelsmetropole und Herrscherresidenz Mari durch ?ammurabi von Babylon. Größtenteils stammen die Dokumente aus der Zeit um 1810–1762 v.Chr, doch trotz der relativ kurzen Zeitspanne geben die in akkadischer Sprache verfassten Texte einen detaillierten Einblick in die amurritische Lebenswelt und stellen gleichzeitig eine der wichtigsten antiken Quellen für den Nachweis von Nomaden im Vorderen Orient dar.
Die vorliegende Arbeit basiert auf der Auswertung von ca. 800 Texten, die Angaben zu den Stämmen der Amurriter – Simsal, Yamin, Sutu, Yamut-basal und Numsa – und den Sanäern enthalten. Das Hauptaugenmerk liegt auf der detaillierten Darstellung der Stämme, zu der die Organisation, die Siedlungs- und Nutzungsräume, die ökonomischen Strategien und das Zusammenspiel von Nomaden und Sesshaften ebenso gehören wie auch die Beziehungen der Stämme untereinander und die Kontakte zu den Großmächten der altorientalischen Welt.
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