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Teil I. Wissenschaftliche Veröffentlichungen der Deutschen Orient-Gesellschaft (152). Miglus, Peter A.; Radner, Karen; St?pniowski, Franciszek M. Ausgrabungen in Assur. Wohnquartiere in der Weststadt. 2017. 296 S. 124 meist fb. Abb., 25 Tabelle(n). 35 x 24 cm. Gb. EUR 84,00. ISBN: 978-3-447-10742-6 Harrassowitz Verlag
Das Buch präsentiert Ergebnisse der neuen Ausgrabungen in der assyrischen Hauptstadt Assur, der traditionsreichen Forschungsstätte der deutschen Archäologie, die in den Jahren 1989–1990 und 2000–2001 durchgeführt wurden. Durch die Kriege im Irak überschattet, musste das Grabungsprojekt zwei Mal unterbrochen werden und lässt sich wegen der heutigen politischen Situation leider nicht fortsetzen. Deshalb erschien es den Autoren sinnvoll, zumindest eine partielle Publikation des Fundmaterials vorzubereiten, das in diesem Band zunächst für den größten Grabungsabschnitt im westlichen Wohngebiet vorgelegt wird. Er bietet einen detaillierten Einblick in die Baureste mehrerer Privathäuser und ihre Inventare – Keramikgefäße, Terrakottafigurinen, Siegel und Geräte aus verschiedenem Material – aus der Zeit kurz vor dem Niedergang des assyrischen Imperiums am Ende des 7. Jahrhunderts v.Chr. Zu den wichtigsten Funden gehören Keilschrifttexte zweier Tontafelarchive, von denen das ältere einer Gruppe von Ägyptern, das jüngere einem Kaufmann mit Namen Dūrī-Aššur gehörte. Dieses letztere umfasste 75 Briefe und Verwaltungstexte mit vielen detaillierten Informationen zur Organisation des assyrischen Handels. Des Weiteren behandelt das Buch auch Bestattungen, die vorwiegend in der parthischen Zeit in die Ruinen assyrischer Häuser eingetieft worden sind. Ihre Beschreibung wird durch die anthropologische Auswertung menschlicher Skelettreste aus den hier und in anderen Grabungsabschnitten freigelegten Gräbern ergänzt.
Edition und Untersuchung. MGH - Studien und Texte (61). Marxreiter, Benedikt. Bern von Reichenau. De nigromantia seu divinatione daemonum contemnenda. 2017. 174 S. 1 Schaubild(er), 4 Tabelle(n). 23 x 15 cm. Gb. EUR 35,00. ISBN: 978-3-447-10747-1 Harrassowitz Verlag
Zwischen 1008 und 1043/44 verfasste der Reichenauer Abt Bern († 1048) eine Schrift, in der er sich mit dämonischer Weissagung, Zauberei und Astrologie auseinandersetzte und die Anhänger solch „todbringender“ Irrlehren zu Umkehr und Buße aufrief. Der seit dem 16. Jahrhundert unter dem Titel De nigromantia seu divinatione daemonum contemnenda bekannte Text galt lange Zeit als verschollen und ist bislang nur 1567 in den Magdeburger Centurien auszugsweise im Druck erschienen. Erst vor einigen Jahren wurde die Forschung auf eine Handschrift aus der ehemaligen Bibliothek Konrad Peutingers aufmerksam, die eine Abschrift des Traktats enthält. Der vorliegende Band bietet die durch diese (Wieder )Entdeckung möglich gewordene editio princeps der Schrift mit deutscher Übersetzung und beinhaltet darüber hinaus eine Untersuchung, durch die eine ideengeschichtliche Einordnung des bei der Erforschung des früh- und hochmittelalterlichen Magiediskurses bis heute nahezu unberücksichtigt gebliebenen Textes grundgelegt wird.
Ihr Nachleben zwischen Aktualisierung und Neumodellierung von 1500 bis 1570. culturae (15). Richter, Mandy. Die Renaissance der Kauernden Venus. 2017. 257 S. 24 x 17 cm. Gb. EUR 54,00. ISBN: 978-3-447-19410-5 Harrassowitz Verlag
Mandy Richters Studie widmet sich dem Nachleben der Kauernden Venus, einem antiken Statuentypus, der heute in über 30 großplastischen Kopien und Varianten überliefert ist. Um 1500 setzt mit Pier Jacopo Alari Bonacolsi, genannt Antico, nachweislich die Rezeption der Kauernden Venus ein, und bis 1570 entstehen zahlreiche künstlerische Imitationen, die von exakten zeichnerischen Kopien bis hin zu individuellen künstlerischen Abwandlungen reichen. Anhand einer repräsentativen Auswahl an Fallstudien, die jeweils verschiedene Themenschwerpunkte im Umgang mit dem antiken Statuentypus exemplifizieren und nahezu alle Kunstgattungen umfassen, werden grundlegende Tendenzen der Rezeptionsgeschichte nachvollzogen und im Kontext der Zeit verankert. Ziel der Arbeit ist die erstmalige Systematisierung der verschiedenartigen Auseinandersetzungen mit der Kauernden Venus unter Zuhilfenahme des Konzeptes amor sacro e amor profano, innerhalb dessen die einzelnen Werke verschiedene Zwischenstationen oder Endpunkte einnehmen. Das Projekt ermöglicht somit ein besseres Verständnis des Zusammenspiels von antiken Venus-Bildwerken und künstlerischen Arbeiten aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts und bietet durch den veränderten Blickwinkel neue Interpretationsmöglichkeiten.
Kunst der Täuschung – Art of Deception. Über Status und Bedeutung ästhetischer und dämonischer Illusion in der Frühen Neuzeit in Italien und Frankreich. Internationaler Workshop 4.-6.12.2014. culturae (13). Hrsg.: Dickhaut, Kirsten; Mitwirkung (sonst.) Herzog, Irene. 2017. 441 S. 24 x 17 cm. Gb. EUR 82,00. ISBN: 978-3-447-19391-7 Harrassowitz Verlag
Aus heutiger Sicht mag es erstaunlich sein, dass im theologischen Diskurs und in der frühneuzeitlichen Inquisition Illusionen als zentrales Kennzeichen dämonisch-teuflischer Aktivitäten galten. Ausgehend von dieser Beobachtung erörtern internationale Experten der Dämonologie, Theologie, Philosophie und Wissenschaftsgeschichte wie auch der Komparatistik, Germanistik, Anglistik, Romanistik, Theaterhistoriografie und Kunstgeschichte Wirkungen der dämonischen Konnotation und Konsequenzen für die Semantik von Illusionen in der Kultur-, Literatur- und Kunstgeschichte. Auf diese Weise werden erstmals die zeitgenössischen Argumentationsmuster und Reflexionen des Zusammenhangs von dämonischer und ästhetischer Illusion mit Blick auf die Romania herausgestellt.
Der Band zeigt, wie das in allen Künsten proliferierende Illusionsthema nicht einfach nur als Wirkungselement oder Effekt künstlerischer Techniken zu begreifen ist; vielmehr legen die Analysen die Polyvalenz von Illusionen und das zugrundeliegende dämonische Modell offen. Dass das Erkennen der Ursache von Illusionen ein epistemologisches Problem darstellt, bildet deshalb das strukturbildende, zentrale Element der behandelten zeitgenössischen Texte. Der Band präsentiert zum einen Analysen dämonologischer Schriften wie den Hexenhammer, Jean Weyers Cinq livres de l`imposture et tromperie des diables, des enchantements et sorcelleries und Bodins De la Démonomanie des sorciers, zum anderen neue Perspektiven auf die Werke Ariostos, Bibbienas und Machiavellis sowie auf zentrale Texte von Ignatius von Loyola, Pascal, Corneille und Molière.
Persian Religion in the Achaemenid Period / La religion perse à l’époque achéménide. Classiet Orientalia (16). Hrsg.: Henkelman, Wouter F. M.; Redard, Céline. Engl.; Franz.; Dtsch. 2017. 500 S. 24 x 17 cm. Gb. EUR 98,00. ISBN: 978-3-447-10647-4 Harrassowitz Verlag
Including twelve English, French, and German papers originally presented at a colloquium convened by Jean Kellens at the Collège de France (2013), this volume addresses a range of issues relating to Persian religion at the time of the Achaemenid Empire (550–330 BCE). Moving away from the reductive question whether the Achaemenid kings were Zoroastrians or not, the contributors have tried to focus either on newly identified or recently published sources (Central Asian archaeological finds, Elamite texts and seal impressions from the Persepolis Fortification Archive, Aramaic texts from Bactria, the Persepolis Bronze Plaque), or on current (and ongoing) debates such as the question of the spread of the so-called long liturgy to western Iran. In doing, different perspectives are chosen: whereas some have stressed the Iranian or Indo-Iranian tradition, others have pointed out the importance of the Elamite and Assyro-Babylonian contexts. At the same time, the volume shows a broad agreement in its insistence on the essential position of primary sources, problematic as they may be, and on the important role the Achaemenid rulers and the imperial project played in the evolution of Iranian religion.
Eine Reflexion archäologischen Arbeitens in Ägypten: Die lokalen Grabungsarbeiter des Asyut Project. The Asyut Project (8). Beck, Tina. Perspektivenwechsel. 2017. 112 S. 24 fb. Abb. , 1 Schaubild(er), 2 Karte(n), 3 Abb., 3 Tabelle(n), 5 Diagramm€. 24 x 17 cm. Engl. Br. EUR 38,00. ISBN: 978-3-447-19589-8 Harrassowitz Verlag
Über die Ergebnisse archäologischer Grabungen in Ägypten gibt es unzählige Publikationen, Aufsätze, Artikel und Vorträge. Im Vordergrund stehen dabei die Forschungs- und Arbeitsergebnisse der beteiligten WissenschaftlerInnen, die das Projekt unterstützen und differenzierte Aussagen über beispielsweise die Nutzung eines Ortes im Laufe der pharaonischen Geschichte und darüber hinaus treffen. Keine bzw. kaum Erwähnung finden in den Veröffentlichungen die Grabungsarbeiter, die durch ihre körperliche Arbeit jedoch maßgeblich zu den Funden und Erkenntnissen beitragen. Diese Publikation wechselt daher die Perspektive und stellt die lokalen Grabungsarbeiter des Asyut Project in den Mittelpunkt. In 21 Interviews, die Tina Beck 2011 mit diesen Männern führte, wurden Motivation, Wahrnehmung der Einteilung in bestimmte Arbeitspositionen sowie das Verhältnis zum Projekt und den beteiligten WissenschaftlerInnen erfragt. Die Ergebnisse werden vor dem theoretischen Hintergrund der Postkolonialen Archäologie präsentiert und ermöglichen eine kritische Reflexion archäologischer Arbeitsweisen.
Ricoldus de Monte Crucis. Tractatus seu disputatio contra Saracenos et Alchoranum. Corpus Islamo-Christianum. Edition, Übersetzung und Kommentar. Series Latina. (9). Pachurka, Daniel. 2017. 198 S. 2 Schaubild(er). 24 x 17 cm. Gb. EUR 78,00. ISBN: 978-3-447-19570-6 Harrassowitz Verlag
Der Dominikaner Ricoldus de Monte Crucis (auch: Riccoldo da Monte di Croce) war einer der führenden Islam-Experten des Mittelalters. Seine Werke wurden unter anderem von Nicolaus Cusanus und Martin Luther rezipiert. In Tractatus seu disputatio contra Saracenos et Alchoranum befasst er sich eingehend mit dem Prophetentum Muhammads und dem Islam insgesamt. Sein Ziel ist die Widerlegung beider. Dazu stellt Ricoldus vier Merkmale auf, anhand derer sich wahres Prophetentum überprüfen lässt. Muhammad erfüllt diese Merkmale freilich nicht: Der Prophet habe ein ausschweifendes Sexualleben, verbreite Lügen, habe niemals Wunder (z.B. die Spaltung des Mondes) gewirkt und moralisch bedenkliche Gesetze erlassen. Ricoldus zeichnet Muhammad als Antipropheten. Entsprechend könne auch der Islam keine wahre Religion sein. Ricoldus stützt sich bei seinem Widerlegungsversuch auf die polemische Tradition des lateinischen Westens und ein breites Repertoire von islamischen Quellen, zu denen unter anderem der Qur`an, die großen Hadith-Sammlungen Buhari und Muslim und die Prophetenbiografie (Sira) des Ibn Ishaq gehören. Zahlreiche Stellen dieser Schriften werden im Tractatus ins Lateinische übersetzt und zitiert. Das vorliegende Buch ergänzt die bisher bekannten Schriften um den Tractatus, der als „Anti-Muhammad-Werk“ des Ricoldus bezeichnet werden kann. Die Ausgabe legt erstmals eine kritische Edition mit deutscher Übersetzung und einen wissenschaftlichen Kommentar vor.
Pirckheimer Jahrbuch zur Renaissance- und Humanismusforschung (30). Hrsg.: Fuchs, Franz; Litz, Gudrun. Pirckheimer Jahrbuch 30 (2016) Hartmann Schedel (1440–1514). Leben und Werk. 2017. 301 S. 2 Tabelle(n), 1 Schaubild(er), 36 Abb. 23 x 15 cm. Engl. Br. EUR 45,00. ISBN: 978-3-447-19587-4 Harrassowitz Verlag
Die Willibald-Pirckheimer-Gesellschaft zur Erforschung von Renaissance und Humanismus fühlt sich dem Erbe des Nürnberger Humanisten Willibald Pirckheimer (1470–1530) verbunden. Seit 1983 werden in wissenschaftlichen Kolloquien, die in der Regel jährlich stattfinden, vielfältige literarische, kunst- und kulturgeschichtliche Fragestellungen disputiert. Seit 1986 erscheint das Pirckheimer Jahrbuch für Renaissance- und Humanismusforschung, in dem die Akten der Symposien sowie Forschungsberichte und Rezensionen publiziert werden.
Aus dem Inhalt (insgesamt 10 Beiträge):
Walter Bauernfeind, Nachbarschaft und Hausbesitz der Familie Schedel im 14. und 15. Jahrhundert
Rainer Scharf, Hartmann Schedels Familienarchiv in seinem ‚Liber genealogiae et rerum familiarium‘
Bertold Freiherr von Haller, Sebastian Maria Schedel (1494–1541). Kastner, Pfleger, Klosterpächter
Bernd Posselt, Hartmann Schedel schreibt Geschichte. Die Entwürfe für die ‚Schedelsche Weltchronik‘
Klaus Arnold, Sebald Schreyer (1446–1520) als Kontrahent Hartmann Schedels, Förderer des Humanismus und der Sebaldverehrung in Nürnberg
Bettina Wagner, Schedae Schedelianae. Neu aufgefundene Notizzettel und Briefe von Hartmann und Hermann Schedel in der Bayerischen Staatsbibliothek München
Aspects of Creativity in South Asian Cultural History. Abhandlungen für die Kunde des Morgenlandes (101). Hrsg.: Freschi, Elisa; Maas, Philipp A. Adaptive Reuse. Engl. 2017. 372 S. 11 Abb.; 7 Schaubild(er), 14 Tabelle(n). 22 x 15 cm. Engl. Br. EUR 64,00. ISBN: 978-3-447-19586-7 Harrassowitz Verlag
The theoretical framework of “Adaptive reuse” (a term originally developed in the field of architecture) is here applied to a wide spectrum of cultural activities, from the composition of new texts on the basis of earlier ones to the re-creation of concepts and rituals. The first section of this volume consists of five case studies dealing with the adaptive reuse of Sanskrit philosophical and grammatical texts in Sanskrit works of philosophy, grammar and poetry. In these cases, adaptive reuse allows the creation of new forms and contents within a traditionally established framework in which the prestige of the sources of adaptive reuse reflects upon its target. In the second section, entitled “Adaptive Reuse of Tropes”, the motif of the chariot in Vedic, medieval and contemporary works and rituals is analyzed and fruitfully employed in various religious contexts. The chapters of the third section deal again with philosophical and religious texts, this time focusing on the adaptive reuse of sources that are no longer available or never existed. It emerges that the reuse of virtual texts was frequently intended to support the introduction of innovations into established traditions. In some cases, the prestige of the reusing works even reflected back on the allegedly reused source. Finally, the section “Reuse from the Perspective of the Digital Humanities” deals with the computer-based identification of possibly reused text-passages in epic literature that otherwise would remain undetectable.
The Tomb of the Dogs at Asyut. Faunal Remains and Other Selected Objects. With contributions by Jochem Kahl and Günter Vittmann. The Asyut Project (9). Kitagawa, Chiori. Engl. 2017. 195 S. 111 Abb., 23 Diagramm(e), 39 Tabelle(n), 2 Karte(n). 30 x 21 cm. Gb. EUR 78,00. ISBN: 978-3-447-19567-6 Harrassowitz Verlag
This study seeks to add to the understanding of the history of Asyut and of archaeofauna by examining the osteofaunal remains from the Tomb of the Dogs on Gebel Asyut al-gharbi, with a particular focus on canids. Its objective is to shed more light on animals in ancient Egyptian society and religion, as well as on the various functions that Gebel Asyut al-gharbi (the western mountain of Asyut) fulfilled throughout the course of history.
Königtum, Staat und Gesellschaft früher Hochkulturen (3,5). Hrsg.: Ullmann, Martina. 10. Ägyptologische Tempeltagung: Ägyptische Tempel zwischen Normierung und Individualität. 2016. 194 S. 56 Abb. 24 x 17 cm. Engl. Br. EUR 48,00. ISBN: 978-3-447-19471-6 Harrassowitz Verlag
Die internationalen Ägyptologischen Tempeltagungen wurden 1990 mit einem Kongress in Gosen bei Berlin eröffnet. Dort ging es zum Auftakt um „Struktur, Funktion und Programm“ ägyptischer Kultanlagen als zentrale staatliche Einrichtungen. Inzwischen gab es Folgeveranstaltungen mit unterschiedlichen Themen in Deutschland, den Niederlanden, Belgien und Polen. Sie unterstrichen zum einen die internationale Ausrichtung des Faches Ägyptologie, zum anderen aber zeigten sie die Bedeutung ägyptischer Tempel für die politische und kulturelle Basis des pharaonischen Ägypten auf. Immer wieder aufs Neue beweist die Erforschung der ägyptischen Tempel die enge Verzahnung dieser religiösen Machtzentren mit sämtlichen Aspekten des pharaonischen Ägypten bis weit in die römische Zeit hinein.
Mythen und Legenden in der griechischen Zeitgeschichte. PELEUS (74). Richter, Heinz A. 2016. 116 S. 1 Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 19,80. ISBN: 978-3-447-10703-7 Harrassowitz Verlag
Geschichte Griechenlands von Mythen und Legenden geprägt ist. Weniger bekannt hingegen ist, dass auch das Griechenland des 20. Jahrhunderts zahlreiche Mythen hervorgebracht hat, insbesondere solche, die im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg stehen. Ihre Folgen sind bis heute in der europäischen Politik spürbar. Dieser Band korrigiert eine Auswahl der Geschichten über die Geschichte und leistet damit einen großen Beitrag zur historischen Wahrheitsfindung.
Ships of the Desert and Ships of the Sea. Philippika (101). Seland, Eivind Heldaas. Engl. 2016. 112 S. 13 Abb. , 9 Karte(n), 2 Tabelle(n), 1 Schaubild(er). 30 x 21 cm. Gb. EUR 42,00. ISBN: 978-3-447-19575-1 Harrassowitz Verlag
In the Roman period the world from the Atlantic Ocean to the East China Sea was tied together by ships and caravans carrying textiles, minerals, aromatics, and other valuable commodities across vast distances. In the span of three short centuries the Syrian city of Palmyra rose from unremarkable origins to assume a key role in this exchange – a position that eventually enabled her to, albeit unsuccessfully, take on the might of Rome herself. This first book-length survey of Palmyrene trade in almost four decades asks how this was possible for the people of a city that was neither on the shortest, nor on the easiest route between east and west. The study draws on the wealth of epigraphic, literary, and archaeological data handed down from the ancient city as well as the extensive scholarly tradition. This material is juxtaposed with information about the natural and geopolitical environment, ethnographic records, and network analysis, in order to explain the remarkable success of the cosmopolitan desert nomads of Palmyra.
. Philippika (98). Hrsg.: Droß-Krüpe, Kerstin; Föllinger, Sabine; Ruffing, Kai. Antike Wirtschaft und ihre kulturelle Prägung – The Cultural Shaping of the Ancient Economy. Dtsch; Engl. 2016. 320 S. 27 Abb. , 3 Tabelle(n). 24 x 17 cm. Gb. EUR 69,00. ISBN: 978-3-447-19565-2 Harrassowitz Verlag
Der vorliegende Band ist das Ergebnis einer internationalen Tagung, die im Februar 2014 an der Philipps-Universität Marburg stattfand. Er hat sich zum Ziel gesetzt, den Zusammenhang von Wirtschaft und Kultur in der Antike zwischen 2000 v.Chr. und 500 n.Chr. zu untersuchen. Dabei wird vor allem auf die kulturspezifischen Werte- und Regelsysteme fokussiert, die in den antiken Quellen im Kontext ökonomischer Aktivitäten fassbar werden. Im Mittelpunkt steht also die Frage, auf welche Weise kulturelle Faktoren das wirtschaftliche Agieren beeinflussen und wie dieses wiederum auf Kultur einwirkt. Die hier versammelten Beiträge gehen der Fragestellung anhand vielfältiger Quellen und aus interdisziplinären Blickwinkeln nach.
Die Frage nach dem Verhältnis von Wirtschaft und Kultur stellt ein aktuelles Thema in den verschiedenen wirtschaftswissenschaftlichen Disziplinen dar. Die Adaption ihrer Theorien und Modelle erscheint auch für die Altertumswissenschaften vielversprechend, insbesondere die der Neuen Institutionenökonomik (NIÖ), die von einer Wechselwirkung zwischen Wirtschaft und Kultur ausgeht und daher das kulturelle Umfeld in die Analyse mit einbezieht.
Antike zwischen Tradition und Moderne. Gesammelte Schriften zur Wirtschafts-, Technik- und Wissenschaftsgeschichte. Philippika (95). Schneider, Helmuth. Hrsg.: Ruffing, Kai; Droß-Krüpe, Kerstin. 2016. 429 S. 24 x 17 cm. Gb. EUR 88,00. ISBN: 978-3-447-19533-1 Harrassowitz Verlag
Helmuth Schneider war von 1991 bis 2011 Professor für Alte Geschichte an der Universität Kassel. Dieser Band bietet eine Auswahl seiner oft an entlegenen Stellen publizierten Aufsätze aus den Themenbereichen der antiken Wirtschaftsgeschichte, der Technikgeschichte und der Wissenschafts- und Rezeptionsgeschichte; zeitlich reichen die Arbeiten von der klassischen Zeit Griechenlands bis zur Spätantike.
Charakteristisch für den Ansatz Schneiders sind einerseits die Verbindung von althistorischer Forschung und sozialwissenschaftlicher Theorie und andererseits das Interesse für die materielle Kultur der Antike. Es geht Schneider um den Zusammenhang von politischem System und wirtschaftlicher Entwicklung in der späten Republik oder um die Einstellung der Griechen zur Natur. Auch in seinen wissenschaftshistorischen Arbeiten steht die Wirtschafts- und Gesellschaftsgeschichte im Vordergrund: Die Sicht der Antike bei Autoren wie David Hume oder Adam Smith wird in einer Untersuchung zur schottischen Aufklärung interpretiert, August Boeckh, dem Zeitgenossen Niebuhrs und Verfasser eines noch heute bedeutenden Werkes zu den Finanzen Athens ist eine biografische Skizze gewidmet, und Max Weber wird zu den Forschern gezählt, die einen wesentlichen Beitrag zur Wirtschaftsgeschichte der Antike geleistet haben. Der kulturelle Kontext wissenschaftlicher Arbeit ist schließlich Gegenstand eines Essays über Eva Ehrenberg, der Frau von Victor Ehrenberg. Themen und Argumentation dieser Aufsätze bieten oft neue Einsichten und verdienen so das Interesse der Wissenschaften, die sich um ein Verständnis der Antike bemühen.
Ansichten einer Kultfigur. Ausstellungskataloge der Herzog August Bibliothek (99). Hrsg.: von Rößler, Hole. Luthermania. 2016. 400 S. 190 meist fb. Abb. Gb. EUR 39,80. ISBN: 978-3-447-10712-9 Harrassowitz Verlag
Martin Luther ist eine Zentralgestalt der deutschen Erinnerungskultur. Denkmäler, Kirchen- und Straßennamen, Zeitschriften, Bücher und Comics, Postkarten, Briefmarken und Münzen – nicht zuletzt Feiern und Ausstellungen halten das Andenken an den Reformator im öffentlichen Raum präsent. Aber an wen wird eigentlich erinnert? Wer war Martin Luther? Auf diese nur scheinbar triviale Frage sind in den vergangenen 500 Jahren sehr unterschiedliche Antworten gegeben worden. Noch zu Lebzeiten wurde aus der Person Martin Luther eine Figur, die nicht nur Gegenstand von kultischer Verehrung und erbitterter Anfeindung war, sondern in wechselnden sozialen, politischen und ökonomischen Zusammenhängen als Instrument der Legitimierung und Medium der Identitätsstiftung diente. Daraus entstand eine Vielzahl von Lutherbildern, die zum Teil bis heute wirksam geblieben sind: Heiliger, Ketzer, Prophet, Antichrist, Kirchenvater, Kirchenspalter, Aufklärer, Antisemit, Genie, Scharlatan, Nationalheld, Fürstenknecht. Die Ausstellung Luthermania – Ansichten einer Kultfigur legt die frühneuzeitlichen Wurzeln moderner Lutherbilder frei. Anhand zahlreicher Exponate aus dem Bestand der Herzog August Bibliothek sowie einiger Leihgaben werden die vielfältigen „Ansichten“, die es auf und über Luther gab, und die ihnen zugrundeliegenden Absichten greifbar. In vier Sektionen werden Bücher, Bilder und Objekte gezeigt, die dazu beitrugen, aus Luther einen Heiligen, den Teufel, eine Marke oder den Deutschen zu machen. Wie viel Luther in ihnen steckt, ist zu verschiedenen Zeiten je anders beurteilt worden. Und so ist auch diese Ausstellung nur eine Etappe im fortdauernden Prozess von Konstruktion und Dekonstruktion dessen, was Martin Luther für die Nachwelt bedeutet. Die Ausstellung ist im Rahmen des Forschungsverbunds Marbach Weimar Wolfenbüttel entstanden und wird am 15. Januar 2017 in der Herzog August Bibliothek eröffnet.
Das Reisetagebuch des Künstlersoldaten Rudo Schwarz. PELEUS (66). Schwarz, Rudo. Von Mainz nach Kreta im Winter 1942-43. 2016. 128 S. 91 Seiten Reproduktionen des Tagebuchs, 53 Abb. 30 x 21 cm. Gb. EUR 32,00. ISBN: 978-3-447-10304-6 Harrassowitz Verlag
Der 1906 in Nord-Böhmen geborene Kunstmaler Rudo Schwarz ließ sich, nach verschiedenen Aufenthalten in anderen europäischen Ländern, 1937 in Laudenbach a.d. Bergstraße als freischaffender Kunstmaler nieder. Er gründete eine Familie, wurde jedoch 1940 mit bereits 34 Jahren zum Wehrdienst eingezogen. Das Soldatenhandwerk war nicht seine Passion, sodass er immer bemüht war, jede kleine Pause, die sein Dienst ihm ließ, mit Zeichnen, Malen und Schreiben zu füllen. Dadurch ist über seine Stationen "Krieg und Gefangenschaft" ein ansehnliches Gesamtwerk entstanden, das jetzt, Schritt für Schritt, den Weg in die Öffentlichkeit findet. Hier wird die Reise seines Bataillons von Mainz über Jugoslawien und Griechenland nach Kreta vorgestellt. Die Reise begann am 22.11.1942 in Mainz und am 30.01 1943 wurde Kreta erreicht. Bei verschiedenen, kriegsbedingten Unterbrechungen der Fahrt griff Rudo Schwarz sofort zum Zeichenstift und zur Kamera. Dabei war es sein Anliegen, Land und Leute und die Schönheiten der Natur festzuhalten. Militärische Inhalte kommen in seinen Aufzeichnungen nicht vor.
Präsentationskonzepte in öffentlichen Antikenmuseen des 19. Jahrhunderts in Deutschland. Philippika (99). Berger, Frederik. Inszenierung der Antike. 2016. 339 S. 137 Abb. 1 Tabelle(n). 24 x 17 cm. Gb. EUR 88,00. ISBN: 978-3-447-10697-9 Harrassowitz Verlag
„Das Bibliotheksgebäude enthält in seinen unteren Hallen wohlgeordnet Alterthümer. In anschaulicher Ordnung sind die Grabsteine römischer Soldaten aufgestellt [...]“, notierte Goethe beim Besuch der Mainzer Antikensammlung in seinen Reiseerinnerungen. Was aber bedeutet eine wohlgeordnete, anschauliche Aufstellung für einen Betrachter im frühen 19. Jahrhundert?
Frederik Berger geht dieser Frage in seiner Untersuchung zu Präsentationskonzepten in öffentlichen Antikensammlungen im Jahrhundert der Museen nach. Auf der Basis von Bild- und weit verbreiteten Textquellen wie Reiseliteratur, Museumsführern und -katalogen wird die Position der Ausstellungsobjekte im Raum rekonstruiert. So ermöglicht ein diachroner Vergleich, gezielt Änderungen zu erfassen und den Wandel in Zweck und Wahrnehmung von Antikenmuseen zu beschreiben. Gegenstand der Untersuchung sind die öffentlichen Sammlungen in Berlin, Dresden, München, Kassel, Köln, Bonn, Trier und Mainz. Dort wurden Antikenmuseen jedoch unter sehr unterschiedlichen Voraussetzungen aufgebaut, sodass der analytische Teil diese Diversität mit einer weiteren Ausdifferenzierung nach Ausstellungsgattungen und -kontexten berücksichtigt. Frederik Berger zeigt, dass es in den Ausstellungen meist eine erhebliche Divergenz zwischen dem Anspruch an das formale Ordnungskonzept und dessen Umsetzung gab. Zahlreiche weitere Einzelerkenntnisse zur Sammlungs- und Aufstellungsgeschichte schärfen und verschieben vielerorts das Bild, das bisher in der Forschung zur Museumsgeschichte vorherrschend war.
Faksimiles, Texte und Dokumente. Stendaler Winckelmann-Forschungen (11). Bearbeitet von Kunze, Max; Mitwirkung (sonst.) Hofstetter, Eva. Das Sankt Petersburger Manuskript der Gedancken über die Nachahmung der Griechischen Wercke in der Mahlerey und Bildhauer-Kunst. 2016. 173 S. 30 x 21 cm. Gb. EUR 39,00. ISBN: 978-3-447-10694-8 Harrassowitz Verlag
Die vorliegende Publikation ergänzt den Band Dresdner Schriften. Text und Kommentar (Band IX,1) aus der Winckelmann-Edition, dessen zentraler Bestandteil Winckelsmann Gedancken über die Nachahmung der Griechischen Wercke in der Mahlerey und Bildhauer-Kunst sind. Diese Schrift ist durch das bisher unberücksichtigt gebliebene Manuskript Winckelmanns in der Russischen Nationalbibliothek in Sankt Petersburg erneut in den Fokus der Winckelmann-Forschung geraten, da es neue Einblicke in den Entstehungsprozess der wohl berühmtesten Schrift Winckelmanns erlaubt. Durch die vollständige Abbildung des Petersburger Manuskriptes kann die Transkription in zwei Textfassungen nachvollzogen werden.
Burmesische Terrakotta-Platten im Museum für Indische Kunst Berlin. Asien- und Afrikastudien der Humboldt-Universität zu Berlin (46). Buchmann, Marek. 2016. 158 S. 6 Tabelle(n), 150 Abb., 1 Karte(n). 24 x 17 cm. Engl. Br. EUR 38,00. ISBN: 978-3-447-19552-2 Harrassowitz Verlag
Das Museum für Asiatische Kunst in Berlin besitzt über 120 glasierte Reliefplatten, die einst mehrere Tempel aus dem 11. bis 13. Jahrhundert in Pagan (Burma/Myanmar) zierten. Sie präsentieren Szenen aus dem Leben früherer Existenzen des Buddhas, sogenannte Jātakas.
Ziel des Buches ist es, einen umfassenden Überblick über die im Museum vorhandenen Reliefplatten zu geben. Zur Einführung in die Thematik erläutert Marek Buchmann die Geschichte der Region und des einstigen Königreichs Pagan, die Architektur der Tempel und die textlichen Grundlagen der Jātaka-Illustration. Den Hauptteil der Arbeit bildet die stilistisch übergreifende Analyse der Reliefplatten. Ein Vergleich mit anderen Reliefplatten und Tempelmalereien aus Pagan sowie verwandten Beispielen aus der ostindischen Kunst dieser Zeit ermöglicht schließlich die Einordnung der Reliefplatten des Museums in die burmesische Tradition der Jātaka-Darstellung.
Ausführliche Tabellen im Anhang des Buches präsentieren erstmalig das gesamte Korpus an Reliefplatten in geordneter und aktueller Form.
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