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Auf Grundlage der Vorarbeiten von Hans Martin Schaller. MGH - Hilfsmittel (30). Hrsg.: Stöbener, Kristina; Thumser, Matthias. Handschriftenverzeichnis zur Briefsammlung des Thomas von Capua. 2017. 214 S. 23 x 19 cm. Gb. EUR 48,00. ISBN: 978-3-447-10680-1 Harrassowitz Verlag
Die Briefsammlung des Kardinals Thomas von Capua († 1239) gilt als die älteste der großen kurialen Briefsammlungen des 13. Jahrhunderts. Im Zuge seiner Verwaltungstätigkeit war Thomas an der Herstellung zahlreicher päpstlicher Schreiben beteiligt und pflegte dabei einen ausgesuchten Briefstil. In diesem Zusammenhang verfasste er eine didaktisch-theoretische Ars dictandi und schuf den Grundstock zu der Briefsammlung, die seinen Nachruhm begründet hat. Sie ist in zwei Redaktionen überliefert, zum einen in der sogenannten Primärtradition, die zu Lebzeiten des Kardinals entstand, zum anderen in der in zehn Bücher gegliederten Summa dictaminis aus den Jahren nach 1268. Das Verzeichnis enthält 88 Beschreibungen von Handschriften mit der Briefsammlung, davon 74 mittelalterliche Zeugen der Summa dictaminis, von denen rund zwei Drittel den Briefbestand mehr oder weniger vollständig enthalten. Ausgangspunkt der Beschreibungen waren umfassende Aufzeichnungen, die sich im Nachlass von Hans Martin Schaller († 2005) gefunden haben. Der Band steht in enger Verbindung mit dem von Schaller 2002 veröffentlichten Handschriftenverzeichnis zur Briefsammlung des Petrus de Vinea (MGH Hilfsmittel 18), in das bereits zahlreiche Kodizes mit Thomas-Briefen eingegangen sind. Zusammen sollen die beiden Verzeichnisse der Vorbereitung einer kritischen Edition der Briefsammlung des Thomas von Capua dienen und zugleich die Briefforschung befördern.
Philippika (113). Matijevi?, Krešimir. Die lex sacra von Selinunt: Totenmanipulation in der Archaik und Klassik. 2017. 132 S. 6 Abb. 24 x 17 cm. Kt. EUR 39,00. ISBN: 978-3-447-10891-1 Harrassowitz Verlag
In der griechischen Archaik entwickelte sich die Vorstellung, dass Tote mithilfe von Bildnissen (Puppen, Figuren etc.) manipuliert werden können, sei es, um sie sich dienstbar zu machen oder sie zu bannen. Ausgehend von der erstmals in den 1990er Jahren publizierten lex sacra von Selinunt auf Sizilien, einer langen griechischsprachigen Inschrift mit Opferanweisungen, diskutiert und analysiert Krešimir Matijević alle weiteren relevanten literarischen, epigrafischen und archäologischen Quellen, die Aufschluss darüber geben, wie die Griechen ihre Toten instrumentalisierten. Es wird nachgewiesen, dass der wahrscheinliche Ursprungsort dieses Ritus in Mesopotamien liegt, wo Figuren benutzt wurden, um auf tote, aber auch lebende Menschen sowie auf Dämonen einzuwirken. Wie bei Voodoo-Ritualen konnten im Zweistromland Puppen auch zu Zwecken der Heilung von Krankheiten eingesetzt werden. Matijević zeigt, dass die von Teilen der Forschung vertretene Ansicht, die Griechen hätten diesen Brauch bereits in der Bronzezeit, also im 2. Jahrtausend v.Chr. gekannt, nach Auswertung der Quellen nicht haltbar ist. Auch die frühen Epen Homers und Hesiods zeigen noch keine Spur dieser Vorstellung, hier ist der Tote immer noch grundsätzlich machtlos. Erst in nachhomerischer Zeit erlangen die Toten mehr Einfluss über die Welt der Lebenden, etwa zeitgleich mit dem Transfer entsprechender Riten vom östlichen Mittelmeerraum nach Griechenland, in denen verstorbene und lebende Menschen mittels Bildnissen manipuliert werden sollten.
Eine Untersuchung lateinischer Inschriften unter dem Aspekt der Fürsorge. Philippika (110). Engfer, Katrin. Die private Munifizenz der römischen Oberschicht in Mittel- und Süditalien. 2017. 337 S. 1 CD (mit Inschriftenkatalog), 2 Tabelle(n). 24 x 17 cm. Gb. EUR 78,00. ISBN: 978-3-447-10808-9 Harrassowitz Verlag
Bereits in der römischen Antike war Armut ein allgegenwärtiges Phänomen. Der Unterschied zur Moderne bestand jedoch darin, dass die Römer durch ihre vorchristlich-polytheistisch geprägte Mentalität eine andere Wahrnehmung und Wertung von Armut und den Armen hatten. Sie empfanden Armut als Schande, dementsprechend wurden bedürftige Menschen gering geschätzt und kaum beachtet, während man heutzutage gemeinhin darum bemüht ist, die Lebensqualität dieser Menschen durch karitative Maßnahmen öffentlicher oder privater Art zu verbessern.
Diese Mentalität spiegelt sich in den Ausprägungen privater Stiftungen und Schenkungen aus der römischen Spätrepublik und Kaiserzeit wider. Zusammengefasst unter der Bezeichnung Munifizenz konnten diese durchweg freiwillig erfolgten Aufwendungen die unterschiedlichsten Formen – von profanen Geldgeschenken über die Errichtung öffentlicher Bauten bis hin zur Ausrichtung von Gladiatorenspielen und Festbanketten – annehmen.
Katrin Engfer untersucht anhand von lateinischen Inschriften aus dem mittel- und süditalischen Raum, wer die Wohltäter und Empfänger solcher privaten Zuwendungen waren. Zum einen zeigt sie dabei, was die römische Oberschicht tatsächlich zum Geben motivierte, zum anderen, ob und inwiefern Menschen, die von Armut betroffen und damit im besonderen Maße auf die Unterstützung ihrer wohlhabenderen Mitmenschen angewiesen waren, von diesen Stiftungen und Schenkungen profitierten.
Kosmische, kultische und soziale Räume. Göttinger Orientforschungen, III. Reihe: Iranica. Neue Folge (14). Rezania, Kianoosh. Raumkonzeptionen im früheren Zoroastrismus. 2017. 432 S. 51 Abb., 30 Tabelle(n), 6 Landkarte(n), 4 graphische Darstellung(en). 24 x 17 cm. Gb. EUR 89,00. ISBN: 978-3-447-10528-6 Harrassowitz Verlag
Raum ist wie Zeit eine der grundlegenden Kategorien unseres Denkens. Ihre Konzepte bleiben weder in unterschiedlichen Kulturkreisen noch in wechselnden Zeitperioden konstant, weshalb die Auseinandersetzung mit einem historischen Kulturphänomen stets die Aufarbeitung dieser Kategorien in ihrem spezifischen Kulturkreis und ihrer spezifischen Zeitperiode erfordert. Auf Grundlage der ältesten sprachlichen und architektonischen Zeugnisse Irans vom 12. bis zum 4. Jahrhundert v.Chr. bietet Kianoosh Rezania erstmals eine umfassende Studie über die Raumkonzeptionen im Zoroastrismus des alten Iran.
Ausgehend von aktuellen und historischen Raumtheorien werden die zoroastrischen Räume in kosmische, kultische und soziale Räume unterteilt. Die Darstellung der kosmischen Räume beschreibt Raumabstrakta in altiranischen Sprachen sowie zoroastrische Grenzziehungsprinzipien und fragt danach, welche Koordinatensysteme die Altiraner für ihre Orientierung im Raum verwendeten und wie sie ihre kognitiven Karten in Text umwandelten. Hierzu gehört außerdem die Repräsentation des Weltbildes der Zoroastrier nach ihren älteren Textzeugnissen. An der Schnittstelle kosmischer und kultureller Räume finden sich Transzendenzräume, die zum einen utopische zum anderen von Dichtern beschriebene Räume zur Kommunikation mit Göttern einschließen. Da die Studie Dynamiken und Wandlungsprozesse im rituellen Bereich nicht ausschließt, werden Rekonstruktionen von zoroastrischen Ritualflächen in der avestischen Zeit ohne Einbezug jüngerer Materialien präsentiert. Darüber hinaus werden die räumlich repräsentierte Sozialstruktur der avestischen Gesellschaft sowie deren räumliche symbolische Ordnungen vorgestellt.
Werkeverzeichnis zu den Rhetorikdrucken Deutschlands 1450–1700. unter Mitarbeit von Michael Pelzer und Christine Thumm. Knape, Joachim. Mitwirkung (sonst.) Pelzer, Michael; Thumm, Christine. 2017. 542 S. 28 Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 148,00. ISBN: 978-3-447-10889-8 Harrassowitz Verlag
Das Quellenverzeichnis zu den Rhetorikdrucken schafft erstmals eine Grundlage für die umfassende Erforschung der frühneuzeitlichen Rhetorik- und Kommunikationsgeschichte Deutschlands sowie ihrer Theorie. Alle bis 1700 gedruckten lateinischen oder deutschsprachigen Werke zum Thema Rhetorik und Kommunikation aus der Feder deutscher Autoren sind mit ihren Erstdrucken bibliografisch erfasst und beschrieben. Da die Rhetorik historisch betrachtet das Thema der Kommunikation mit einschließt, werden auch Werke zur Predigtlehre, zur weltlichen Commentrhetorik (Verhaltens- oder Höflichkeitslehre einschließlich Tischzuchtenliteratur), zur Topik (Formel- und Sprichwörtersammlungen) und zu Brief- und Notariatslehren berücksichtigt. Der Band wird ergänzt durch ein Autorenlexikon (Gratia 60) und ein Repertorium (Gratia 61), das die hier bibliografisch erfassten deutschsprachigen Titel näher vorstellt.
Dichter und Künstler beim makedonischen König Archelaos. Philippika (112). Hecht, Christine. Zwischen Athen und Alexandria. 2017. 228 S. 1 Abb. 24 x 17 cm. Kt. EUR 58,00. ISBN: 978-3-447-10890-4 Harrassowitz Verlag
Antiken Zeugnissen zufolge haben sich am Ende des 5. Jahrhunderts v.Chr. verschiedene griechische Intellektuelle beim politisch weitsichtigen König Archelaos von Makedonien (413–399 v.Chr.) aufgehalten. Zu diesen zählen die namhaften Tragiker Euripides und Agathon, der Dithyramben- und Nomendichter Timotheos von Milet, der Epiker Choirilos von Samos und der Maler Zeuxis. Ob es sich bei den Berichten über diese Makedonienaufenthalte um tatsächliche Begebenheiten oder um ein in der antiken Tradition entstandenes fiktives Konstrukt handelt, kann nicht immer eindeutig entschieden werden.
Christine Hecht widmet sich in ihrer Untersuchung erstmals den poetischen bzw. – im Falle des Malers Zeuxis – künstlerischen Werken dieser Intellektuellen, um die Frage nach der Fiktionalität der Makedonienzeugnisse zu erörtern. Ein wichtiges Ergebnis ihrer ausführlichen philologisch-stilistischen sowie musikalisch-akustischen Analysen ist, dass die Dichter und Künstler bei Archelaos poetische Gestaltungsformen und strukturelle Phänomene verwendet haben, die auf den ca. 100 Jahre später nachfolgenden Hellenismus vorausweisen. Die Gelehrten werden von der antiken Tradition also entweder fiktiv dem König Archelaos zugeordnet, um das „hellenistische“ Modell von Personen, die im Umfeld eines Herrschers arbeiten und produzieren, auf diesen wichtigen Vorgänger Philipps II. und Alexanders d.Gr. rückzuprojizieren. Oder es lässt sich hier – sollten die berichteten Makedonienaufenthalte Historizität beanspruchen können – ein frühes Beispiel der Patronage Intellektueller aus Athen erkennen, wie sie vor allem für das ptolemäische Alexandria prominent wurde.
Joachim von Fiore, Concordia Novi ac Veteris Testamenti. MGH - Quellen zur Geistesgeschichte des Mittelalters (28). Hrsg.: Patschovsky, Alexander. 2017. 1497 S. 32 Tafel(n), 6 Schaubild(er), 7 Tabelle(n). 15 x 11 cm. Gb. EUR 348,00. ISBN: 978-3-447-10679-5 Harrassowitz Verlag
Die Concordia Novi ac Veteris Testamenti ist das Hauptwerk Joachims von Fiore († 1202). Darin setzte sich Joachim so umfassend und grundlegend wie in keinem anderen zum Ziel, das mit seinem Namen unverwechselbar verbundene System einer Korrespondenz zwischen geschichtsprägenden Ereignissen des Alten und des Neuen Testaments – das heißt der Kirchengeschichte als Weltgeschichte, bei der die Gottheit in ihrer dreieinigen Gestalt Regie führte und die auf ein bevorstehendes Zeitalter des Geistes zulief –, hermeneutisch zu erschließen, methodologisch zu begründen und in der Sache ad oculos zu demonstrieren. Das Werk ist damit nichts weniger als die früheste Ausformung eines geschichtsphilosophischen Systems, das der Philosoph Karl Löwith in eine Reihe mit Hegel und Marx stellte. Nach Weite des Entwurfs, Komplexität der Gedanken, Umfassendheit der erfassten Bezüge menschlicher Existenz, auch nach geistiger Klarheit, Stringenz der Argumentation und sprachlicher Kraft ist die Concordia ein Stück Weltliteratur; allerdings eines, das es als solches erst noch zu erschließen gilt. Dazu liefert die vorliegende Ausgabe die Grundlage, in der das Werk erstmals vollständig einer kritischen Edition zugeführt wurde, versehen mit einer Einleitung, die neben den üblichen Ausführungen zu Entstehungszeit, Ratio editionis etc. vor allem den Gedankengang zu skizzieren sucht.
The Tomb of the Dogs at Asyut. Faunal Remains and Other Selected Objects. With contributions by Jochem Kahl and Günter Vittmann. Kitagawa, Chiori. The Asyut Project (SA865), Band: 9. Engl. 2017. VIII/ 195 S., 111 Abb. 39 Tabellen, 2 Karten. 30 x 21 cm. EUR 78,00 ISBN: 978-3-447-10666-5 Harrassowitz Verlag
This study seeks to add to the understanding of the history of Asyut and of archaeofauna by examining the osteofaunal remains from the Tomb of the Dogs on Gebel Asyut al-gharbi, with a particular focus on canids. Its objective is to shed more light on animals in ancient Egyptian society and religion, as well as on the various functions that Gebel Asyut al-gharbi (the western mountain of Asyut) fulfilled throughout the course of history.
Textual and Archaeological Perspectives. Leipziger Altorientalistische Studien (7). Hrsg.: Berlejung, Angelika; Schüle, Andreas; Maeir, Aren M. Wandering Aramaeans - Aramaeans Outside Syria. Engl. 2017. 298 S. 1 Diagramm(e), 2 Schaubild(er), 10 Tabelle(n), 11 Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 58,00. ISBN: 978-3-447-10727-3 Harrassowitz Verlag
The present volume contains the updated versions of the papers presented at the workshop “Wandering Arameans: Arameans Inside and Outside of Syria”, held at the Faculty of Theology of the University of Leipzig in October 2014. The intention of the workshop was to explore Aramean cultures and their impact on their neighbors, including linguistic influences.
The division of the volume into the sections “Syria and Palestine” and “Mesopotamia and Egypt” reflects the areas in which the presence of Arameans or of their language, Aramaic, in the first millennium BCE is visible. Arameans (including the Aramaic languages) in Syria, Palestine, Mesopotamia, and Egypt cannot be treated as a single entity but have to be carefully distinguished. The contributions in this volume show that identifying “Arameans” and defining pertinent identity markers is a difficult task. Interactions between Arameans, including their languages, and their neighbors were complex and depended on specific cultural and historical circumstances.
Parthika. Greek and Roman Authors’ Views of the Arsacid Empire / Griechisch-römische Bilder des Arsakidenreiches. Classiet Orientalia (15). Hrsg.: Wiesehöfer, Josef; Müller, Sabine. Engl. 2017. 312 S. 7 Abb., 6 Tabelle(n). 24 x 17 cm. Gb. EUR 78,00. ISBN: 978-3-447-10764-8 Harrassowitz Verlag
Established in the third century BC, the multi-cultural and multi-lingual Arsacid Empire became Rome’s major opponent in the East from the first century BC to its end in the third century AD. According to a Roman idea, the orbis was evenly divided between the Parthians and the Romans. However, in the Arsacid Empire oral tradition prevailed and, for a long time, there was no Arsacid historiography concerning perception, reception and interpretation. Therefore, Greco-Roman views and images of the Parthians, Arsacids and their Empire predominated.
Focusing on literary depictions in ancient Greek and Roman literature and examining stereotypes, this volume brings together twelve papers on Greco-Roman perceptions and images of the Arsacid Empire. Part I consists of eight papers primarily concerned with re-assessments of Apollodorus of Artemita and Isidorus of Charax regarding their value as source of information on the Arsacid Empire. Part II contains four papers dealing with the images of the Arsacid Empire in the works of Josephus, Trogus-Justin, Tacitus and Arrian, viewed against their respective socio-political and cultural background.
Die Sicht auf die Welt zwischen Ost und West (750 v. Chr. – 550 n. Chr.). Looking at the World from the East and the West (750 BCE – 550 CE). Classiet Orientalia (12). Hrsg.: Rollinger, Robert. Dtsch; Engl. 2017. 350 S. 4 Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 79,00. ISBN: 978-3-447-10370-1 Harrassowitz Verlag
Der vorliegende Band umfasst zehn Beiträge, die bei der internationalen Tagung „World View and World Conception between East and West“ (19.-22. Juni 2013) im Universitätszentrum Obergurgl, Tirol präsentiert wurden. Anlässlich der Emeritierung Reinhold Bichlers standen dort laufende Arbeiten zur Diskussion, die eines seiner zentralen Forschungsanliegen aufgreifen: die Konzeption von Räumen, Zeiten und Weltbildern, ihre Verbreitung und ihr Sitz im Leben sowie die diskursive Beschäftigung mit diesen Weltbildern. Dabei stehen die mit Gewicht und Bedeutung aufgeladenen Konstruktionen einer ethnozentrisch angelegten Weltsicht und deren literarischer Niederschlag im Zentrum der Untersuchungen. Diese spannen einen breiten chronologischen und geografischen Bogen, der vom neuassyrischen Imperium des 8. Jahrhunderts v. Chr. bis zur spätantiken Reichsbildung Theoderichs an der Wende vom 5. zum 6. Jahrhundert n. Chr. reicht. Auch wenn sich die Mehrzahl der Beiträge mit Weltbildern und Weltkonzeptionen beschäftigt, die um den antiken Mittelmeerraum kreisen, so greifen doch einzelne Beiträge wesentlich weiter aus und rücken den Indischen Ozean, Zentralasien oder gar die Oikumene in das nähere Blickfeld. Allen Beiträgen gemeinsam ist die Auseinandersetzung mit einer Autorenperspektive, die in ihren Einzelschichten dekonstruiert und in einen konkreten historischen Kontext eingebettet wird.
Schein und Sein. Sichtbares und Unsichtbares in den Kulturen Südosteuropas. Forschungen zu Südosteuropa. Sprache - Kultur - Literatur (14). Hrsg.: Dahmen, Wolfgang; Schubert, Gabriella. 2017. 244 S. 81 Abb., 4 Tabelle(n). 24 x 17 cm. Gb. EUR 68,00. ISBN: 978-3-447-10877-5 Harrassowitz Verlag
Der Sammelband vereint die Ergebnisse des interdisziplinären Symposiums „Schein und Sein / Sichtbares und Unsichtbares in den Kulturen Südosteuropas“, das vom 3. bis 5. Dezember 2015 an der Friedrich-Schiller-Universität Jena stattfand. Historiker, Slavisten, Romanisten, Kulturwissenschaftler, Balkanologen, Soziologen und Politikwissenschaftler aus Deutschland, Österreich und verschiedenen südosteuropäischen Ländern nahmen an der vom Balkanologenverband (Berlin) organisierten und von der Südosteuropa-Gesellschaft, dem Schroubek Fonds Östliches Europa und der Friedrich-Schiller-Universität Jena finanziell unterstützten Veranstaltung teil.
Ziel war es, den spezifischen südosteuropäischen Lesarten von Schein und Sein, Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit aus interdisziplinären Perspektiven auf die Spur zu kommen. Die Überlegungen kreisten um Fragen wie: Was wird in welchen Formen wahrgenommen und dargestellt oder nicht wahrgenommen bzw. unsichtbar gemacht? Welche Kräfte, Ideen und Vorstellungen wirken darauf ein? Welche kulturellen Traditionen, gesellschaftlichen Ein- und Ausschlüsse produzieren Wahrnehmungsordnungen, Erkenntnisfelder und Machtstrukturen? Diesen und weiteren Fragen widmet sich der vorliegende Band in folgenden Ansichten: A. Kommunikation und Alltagshandeln, B. Erinnern und Vergessen, C. Sozialverhalten und soziales Handeln, D. Glaube und Brauch, Imagination und Performanz, E. Identität, Selbst- und Fremdwahrnehmung.
The Case of the Zagros in the First Millennium BCE. Classiet Orientalia (18). Balatti, Silvia. Mountain Peoples in the Ancient Near East. Engl. 2017. 452 S. 18 Abb., 3 Diagramm(e), 1 Schaubild(er), 22 Tafel(n), 3 Tabelle(n). 24 x 17 cm. Gb. EUR 89,00. ISBN: 978-3-447-10800-3 Harrassowitz Verlag
Since Prehistory, communities principally engaged in herding activities have occupied the intermontane valleys and plains of the Zagros (Western Iran). Relations, tensions and cultural exchange between the inhabitants of the mountains and the Mesopotamian plains already occurred during the Bronze Age. These contacts increased in the course of the 1st millennium BCE, as is suggested by Near Eastern and subsequently by Greek and Latin sources which provide us with numerous new names of peoples living in the Zagros. The present volume investigates the social organisation and life style of the peoples of the Zagros Mountains in the 1st millennium BCE and deals with their relationships with the surrounding environment and with the political authorities on the plains.
Among these peoples, for example, were the ‘fierce’ Medes, breeders and purveyors of fine horses, the Manneans, who inhabited a large territory enclosed between the two contending powers of Assyria and Urartu, and the ‘warlike’ Cosseans, who bravely attempted to resist the attack of Alexander the Great’s army. The Southern Zagros Mountains, inhabited by mixed groups of Elamite and Iranian farmers and pastoralists, were also of key importance as the home of the Persians and the core area of their empire. Starting from Fārs, the Persians were able to build up the largest empire in the history of the ancient Near East before Alexander.
The interdisciplinary approach adopted in this study, which juxtaposes historical records with archaeological, zooarchaeological, palaeobotanical and ethnographic data, provides a new, holistic and multifaceted view on an otherwise little-known topic in ancient history.
Gutenberg-Jahrbuch 92 (2017). Jahrbuch der Gutenberg-Gesellschaft (92). Hrsg.: Füssel, Stephan; Internationale Gutenberg-Gesellschaft. Franz.; Engl.; Dtsch. 2017. 288 S. 140 Abb. 30 x 21 cm. Leinen. EUR 85,00. ISBN: 978-3-447-10832-4 Harrassowitz Verlag
Das Gutenberg-Jahrbuch zeichnet sich als internationales buchwissenschaftliches Publikationsorgan durch seine große thematische Bandbreite aus. Die typografisch hochwertig gestalteten Bände mit ca. 300 Seiten beinhalten um die 25 Fachbeiträge in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache. Zentrales Anliegen des Gutenberg-Jahrbuchs ist die wissenschaftliche Erforschung von Leben und Werk Johannes Gutenbergs. Daneben wird eine weit gefächerte Palette an buchhistorischen, buchkünstlerischen, technischen und medientheoretischen Themen behandelt. Der Herausgeber Prof. Dr. Stephan Füssel ist u.a. ordentliches Mitglied der Historischen Kommission des Börsenvereins und Autor zahlreicher Publikationen vom Frühdruck bis zur Bedeutung des Buches in der Gegenwart.
Aus dem Inhalt (insgesamt ca. 15 Beiträge):
Lothar Schmitt, Ein neu entdecktes Blockbuch von Ludwig Maler zu Ulm
Huub van der Linden, A little-known copy of Vanden leven der heiligher vaderen Gouda: Leeu, 1480) with a provenance from Jan Philipsz and the monastery of St Margaret at Roomburg (Leyden)
Tobias Daniels, Sozialgeschichte des frühen Buchdrucks in Rom. Eucharius Silber (†1509) im Licht neuer Quellen
Gisela Möncke, Ulmer Drucke von Matthias Hoffischer 1523─1530
Francois Rouget, ›Premieres Œuvres‹ de Philippe Desportes chez R. Estienne
Marvin J. Heller, Hebrew Printing in Verona – the press of Francesco de Rossi 1645-1651
Vera Dumont, Literatur- und Buchvermittlung an ein Millionenpublikum
Alexander Nebrig, Medialität der Weltliteratur – Jurek Becker, der Lizenzhandel …
Imprimatur 25 (2017). Hrsg.: Schneider, Ute; Gesellschaft der Bibliophilen. 2017. 320 S. zahlr. fb. Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 111,00. ISBN: 978-3-447-10841-6 Harrassowitz Verlag
Der 25. Band der Neuen Folge von Imprimatur, dem Jahrbuch der Gesellschaft der Bibliophilen, erscheint in neuem Layout und in bewährter bibliophiler Qualität. In 14 reich illustrierten wissenschaftlichen Beiträgen wird ein breites Themenspektrum für alle an einer lebendigen Buchkultur Interessierten geboten. Unter der thematischen Klammer „Buchgestalt und Materialsemantik“ werden von der Handschriftenzeit bis in die Gegenwart Bücher, Illustrationen, Schriftkünstler sowie auch künstlerische Akzidenzien vorgestellt. So können die überaus spannende Geschichte des Lindauer Evangeliars aus dem 9. Jahrhundert als auch die Bedeutung zeitgenössischer russischer Künstlerbücher für (kultur-)politische Statements nachgelesen werden. Der zweite große Themenblock ist den „Orten des Buchs“ gewidmet: Druckerei, Verlag, Bibliothek. Letztere werden beispielsweise durch die wunderbare Sammlung von Handschriften und Drucken zur Alchemie der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel und die reichhaltigen Bestände der Fürstlich Waldeckschen Hofbibliothek in Bad Arolsen präsentiert. Auch das Schicksal der südwestdeutschen Klosterbibliotheken, ihre gesellschaftliche Bedeutung und die Rechtsstellung ihrer säkularisierten Bücherschätze ist Gegenstand dieses Themenkomplexes. Akribisch nachvollzogen wird darüber hinaus die bisher noch völlig unbeleuchtete Geschichte des Bauhausverlags in Weimar.
A contribution to the history of Gebel Asyut al-gharbi. The Asyut Project (7). Rzeuska, Teodozja I. Chronological Overview of Pottery from Asyut. Engl. 792 S. 613 drawings, 355 figures, 4 tables, 32 plates. 24 x 17 cm. Gb. Harrassowitz Verlag, Wiesbaden 2017. EUR 98,00. ISBN: 978-3-447-10621-4 Harrassowitz Verlag
Gebel Asyut al-gharbi, one of the most important archaeological sites in Egypt, is crucial in understanding both its history and culture of this country. Despite a great wealth of remains our knowledge of Asyut and some periods of time concerning the site is still scant. Contrary to wide-held belief, activities on the gebel do not primarily date to the First Intermediate Period and Middle Kingdom; the history of the site is much longer and it continues to hide many secrets.
The first and most important goal posed by Teodozja I. Rzeuska is to present the lesser known parts of the history of the Asyut necropolis, those that are under-represented in the texts, as well as those for which the archaeological evidence is insufficient. This is where the ceramic material has proven to be an invaluable source which helped to fill gaps in our knowledge. The second goal is to present the unique character of local pottery in Asyut, especially in comparison with ceramics found in other regions of Egypt.
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Die Bestattungen der Frühen und Mittleren Bronzezeit in der zentralen Oberstadt von Tall Mozan/Urkeš. Eine vergleichende Analyse zu den Bestattungspraktiken des Oberen ?ab?rgebietes. Mit einem Beitrag von Katja Zipp. Wissing, Anne. Beiträge von Zipp, Katja. 2017. 630 S. 32 Tabelle(n), 80 Tafel(n), 1 Schaubild(er), 28 Diagramm(e), 415 Abb. 31 x 24 cm. Gb. EUR 148,00. ISBN: 978-3-447-10797-6 Harrassowitz Verlag
Bei den Ausgrabungen der Deutschen Orientgesellschaft auf dem Tall Mozan in Nordost-Syrien wurden 69 Bestattungen freigelegt. Alle Gräber befinden sich in einem Wohnviertel in der Oberstadt des antiken Ortes und entstammen einem Zeitraum von der Mitte des 3. bis zur Mitte des 2. Jahrtausends v.Chr. Diese Gräber werden in dem vorliegenden Band detailliert beschrieben und zusammenfassend analysiert. Als Siedlungsbestattungen werfen sie die Fragen auf, wie die Bewohner der antiken Stadt Urkeš ihre Toten in den verschiedenen Perioden bestatteten und ob es sich um die vollständige Anzahl der Toten der zugehörigen Haushalte handelt. Dem schließt Anne Wissing Betrachtungen darüber an, ob die Grabbefunde innerhalb der Wohnviertel die vorherrschenden Bestattungssitten widerspiegeln oder ob es sich bei ihnen um Sonderphänomene handelt. Sie zeigt, inwiefern die erkennbaren Handlungen kulturell motiviert sind, und diskutiert Aspekte der Totenpflege, der sekundären Bestattungen und der Umbettung von Verstorbenen. Gleichzeitig vergleicht sie die erarbeiteten Bestattungspraktiken mit den Daten der Siedlungsbestattungen aus sechs weiteren Fundorten des Oberen Haburgebietes. Dies erlaubt ihr, die Bestattungsformen dieses Gebietes in einen größeren politisch-gesellschaftlichen Kontext zu stellen. Neben der erstmaligen Zusammenstellung von bisher nur in Vorberichten publizierten Grabbefunden der Region bietet das Buch die Möglichkeit, Einblicke und Verständnis für den Umgang dieser antiken Gesellschaften mit ihren Toten zu gewinnen.
Fremdes in Anatolien. Importgüter aus dem Ostmittelmeerraum und Mesopotamien als Indikator für spätbronzezeitliche Handels- und Kulturkontakte. Kozal, Ekin. 2017. 261 S. 11 fb. Abb. 27 x 21 cm. EUR 84,00. ISBN: 978-3-447-19642-0 Harrassowitz Verlag
Byzantine Head Reliquaries and their Perception in the West after 1204. A Case Study of the Reliquary of St. Anastasios the Persian in Aachen and Related Objects. Angar, Mabi. Engl. 2017. 332 S. 24 x 17 cm. EUR 72,00. ISBN: 978-3-447-19585-0 Harrassowitz Verlag
New Light on Local Cults in North-Central Anatolia in the Second Millennium BC. Studien zu den Bogazköy-Texten (61). Taracha, Piotr. Two Festivals Celebrated by a Hittite Prince (CTH 647.I and II–III):. Engl. 2017. 202 S. 10 Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 78,00. ISBN: 978-3-447-10799-0 Harrassowitz Verlag
The festivals presented in this book are worth to be studied by scholars of religion and cult in Hittite Anatolia. These festivals were performed in one of the Hittite cities cultivating Hattian cult traditions. The traditional cult calendar was based primarily on the vegetation and agrarian cycles, with festivals in the spring and fall being of special importance.
The present volume deals with one of these local spring festivals (CTH 647.II–III). The participation of the crown prince indicates that the festival was part of the state cult, indirectly attesting to the importance of the center in the structure of the Hittite state and its relationship to the capital Hattuša. Almost 40 cuneiform texts (including five hitherto unpublished) belonging to 13 different exemplars have been newly arranged, carefully edited and translated. The surviving documents permit the festival’s history to be traced for a period of about two hundred years, showing continuity and change from the mid-15th to the 13th century BC. In the late 13th century, it was transformed into a local festival of the AN.TAH.ŠUM plant (CTH 647.I) that became a new symbol of the beginning of spring vegetation. The latter festival is preserved as just one copy of which about half of the original text can be restored.
Successive chapters attempt to identify the city where the festivals were celebrated, describe the local pantheon (including deities of which little has been known until now) and discuss the inner hierarchy of the priestly college, providing new information about indigenous religious beliefs and cult traditions.
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