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New Light on Local Cults in North-Central Anatolia in the Second Millennium BC. Studien zu den Bogazköy-Texten (61). Taracha, Piotr. Two Festivals Celebrated by a Hittite Prince (CTH 647.I and II–III):. Engl. 2017. 202 S. 10 Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 78,00. ISBN: 978-3-447-10799-0 Harrassowitz Verlag
The festivals presented in this book are worth to be studied by scholars of religion and cult in Hittite Anatolia. These festivals were performed in one of the Hittite cities cultivating Hattian cult traditions. The traditional cult calendar was based primarily on the vegetation and agrarian cycles, with festivals in the spring and fall being of special importance.
The present volume deals with one of these local spring festivals (CTH 647.II–III). The participation of the crown prince indicates that the festival was part of the state cult, indirectly attesting to the importance of the center in the structure of the Hittite state and its relationship to the capital Hattuša. Almost 40 cuneiform texts (including five hitherto unpublished) belonging to 13 different exemplars have been newly arranged, carefully edited and translated. The surviving documents permit the festival’s history to be traced for a period of about two hundred years, showing continuity and change from the mid-15th to the 13th century BC. In the late 13th century, it was transformed into a local festival of the AN.TAH.ŠUM plant (CTH 647.I) that became a new symbol of the beginning of spring vegetation. The latter festival is preserved as just one copy of which about half of the original text can be restored.
Successive chapters attempt to identify the city where the festivals were celebrated, describe the local pantheon (including deities of which little has been known until now) and discuss the inner hierarchy of the priestly college, providing new information about indigenous religious beliefs and cult traditions.
Die Handschriften der Bibliothèque Nationale de Luxembourg (2). Bearbeitet von Falmagne, Thomas; Mitwirkung (sonst.) Deitz, Luc. Die Orvaler Handschriften bis zum Jahr 1628 in den Beständen der Bibliotheque Nationale de Luxembourg und des Grand Séminaire de Luxembourg. 2017. 851 S. 18 Abb. 32 Tafel(n), 46 Tabelle(n). 29 x 20 cm. Gb. EUR 178,00. ISBN: 978-3-447-10816-4 Harrassowitz Verlag
Der zweibändige Katalog erweitert das Gesamtverzeichnis der mittelalterlichen lateinischen Handschriften in den Bibliotheken des Großherzogtums Luxemburg um den Buchbestand der ehemaligen, heute in Belgien gelegenen Zisterze Orval. Der reich illustrierte erste Teilband enthält die bislang ausführlichste Darstellung der Geschichte der Orvaler Klosterbibliothek mit einer synoptischen Ausgabe aller erhaltenen Kataloge. Im zweiten Teilband werden 76 vollständige Handschriften und neun Fragmente aus dem 9. bis 17. Jahrhundert beschrieben, die insgesamt 137 kodikologischen Einheiten entsprechen. Darunter befinden sich Preziosen wie die größte aus der Zeit vor dem 13. Jahrhundert erhaltene Handschrift eines römischen Klassikers (Plinius d. Ä., Historia naturalis); die nur sehr schmal, hier vermutlich teilweise als Autograf überlieferten Schriften des Guido de Bazochiis; eine Handschrift mit dem berühmten Dolopathos des Johannes de Alta Silva; die Gesta episcoporum Leodiensium des Aegidius Aureaevallensis sowie eine Reihe seltener komputistischer und kanonistischer Texte. Die Handschriften werden durchweg mit anderen Sammlungen verglichen und in den Gesamtkontext der Überlieferung gestellt, wodurch der Katalog eine ungewöhnliche Tiefenschärfe erreicht und auch für Textphilologen von Interesse sein dürfte. Einen besonderen Stellenwert nimmt darüber hinaus die Beschreibung des Buchschmucks ein, da einige der Handschriften, etwa eine Vollbibel aus dem 13. Jahrhundert, den Kunsthistorikern bislang noch unbekannt sind.
Teil 1: Quellen- und Literaturverzeichnis, Einleitung, Abbildungen. Die Handschriften der Bibliothèque Nationale de Luxembourg (2). Bearbeitet von Falmagne, Thomas; Mitwirkung (sonst.) Deitz, Luc. Die Orvaler Handschriften bis zum Jahr 1628 in den Beständen der Bibliothèque nationale de Luxembourg und des Grand Séminaire de Luxembourg. 2017. 380 S. 18 Abb., 46 Tabelle(n), 32 Tafel(n). 29 x 20 cm. Gb. EUR 48,00. ISBN: 978-3-447-10817-1 Harrassowitz Verlag
With an essay by Zheng Yan. Buddhist Stone Sutras in China-Shandong (3). Hrsg.: Yongbo, Wang; Suey-ling, Tsai. Shandong Province 3. Engl. 2017. 539 S. 201 Abb. 38 x 29 cm. Gb. EUR 160,00. ISBN: 978-3-447-10813-3 Harrassowitz Verlag
The third volume of the five-volume series on Buddhist stone sutras in Shandong presents inscriptions on all mountains in Shandong other than those near Lake Dongping (volume 1) and the city of Zoucheng (volume 2), with the exception of Taishan (to be covered in volume 4). The northernmost entry in this volume is a lost inscription (ca. 526) once situated among the sculptures at Yellow Stone Cliff, south of Jinan. Zheng Yan analyzes the art historical significance of this site. Inscriptions under the open sky occur elsewhere at Mount Culai (dated 570), Mount Fenghuang (ca. 563 and 921), Mount Shuiniu (ca. 560), Mount Tao (second half, 6th c.), and Mount Long (second half, 6th c.), this last site discovered only in 2008. Lost inscriptions on Mounts Jian (dated 575), Yang (second half, 6th c.), and Ziyang (second half, 6th c.; here identified for the first time) have been reconstructed based on extant rubbings, epigraphic literature, and archaeological evidence. While “Perfection of Wisdom” now emerges as the key doctrinal concept in the Shandong mountains, the names of Buddhas, of which “Buddha King of Great Emptiness” is especially conspicuous, engender visions of cosmic time and space.
All engravings are fully documented with photographs and rubbings; they are transcribed, translated into English, and analyzed. This research has been conducted under the auspices of the Heidelberger Akademie der Wissenschaften by an international team led by Lothar Ledderose and supported by the cultural authorities in China. The volumes, bilingual in Chinese and English, address a wide audience.
Stralsunder Bücherschätze. Kunkel, Burkhard. 2017. 144 S. 35 x 24 cm. Gb. EUR 39,80. ISBN: 978-3-447-10834-8 Harrassowitz Verlag
Dass die Hansestadt Stralsund als einstige Mittelmacht der Hanse und früherer Regierungssitz der Generalgouverneure von Schwedisch-Pommern mit ihrer grandiosen Architektur, ihren Klöstern, Stadtkirchen und Museen seit 2002 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, ist weithin bekannt. Bekannt ist auch, dass sie in ihren Mauern wertvolle Sammlungen der Kunst- und Kulturgeschichte sowie eine für die Region bedeutende Bibliothek beherbergt, deren Bestände auf frühe Kirchenbibliotheken, die alte Ratsbibliothek und die seit 1560 bestehende Bibliothek des Stralsunder Gymnasiums zurückgehen. Die Bestände dieser letztgenannten Bibliothek, seltene und eindrucksvollen Handschriften und Frühdrucke, sind jedoch bis heute zu Unrecht weitgehend verborgen geblieben.
Der Band Stralsunder Bücherschätze möchte dem entgegenwirken und einem geneigten, möglichst großen Publikum eine Auswahl der kostbarsten, schönsten und inhaltlich interessantesten Werke aus dieser so bedeutenden Bibliothek präsentieren. Er möchte Interesse und Neugier wecken, vor allem aber Begeisterung für die großartige Buchkultur des 15. Jahrhunderts. Nach einem Vorwort von Prof. Dr. Nigel Palmer, Oxford, werden die ausgewählten Werke von Dr. Falk Eisermann, Berlin, Dr. Burkhard Kunkel, Stralsund, und Dr. Christoph Mackert, Leipzig, in ihre thematischen Kontexte eingeordnet und prägnant und allgemeinverständlich kommentiert. Die Gesamtgestaltung, nach deren Konzept die fotografische Dokumentation mit großformatigen Detailaufnahmen wirkungsvolle Steigerung erfährt, lag in den Händen des erfahrenen Stralsunder „Büchermachers“ Volkmar Herre.
Beschrieben von Monika E. Müller und Katrin Janz-Wenig. Düsseldorf: Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf (5). Hrsg.: Siebert, Irmgard; Liewert, Anne. Die mittelalterlichen Handschriften der Signaturengruppen E, F, G, N und P in der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf. 2017. 430 S. 176 Abb. 30 x 21 cm. Leinen. EUR 168,00. ISBN: 978-3-447-10741-9 Harrassowitz Verlag
Der Katalog der Signaturengruppen E, F, G, N und P setzt als fünfter Teilband die Reihe der Handschriftenkataloge der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf fort. Entstanden sind die darin vorgestellten 38 Handschriften zwischen dem 9. und 16. Jahrhundert in den Klöstern und Stiften des Rheinlands und Westfalens, in einigen Fällen auch in Frankreich und Italien. Inhaltlich überliefern sie ein breites Spektrum, wobei Schwerpunkte bei rechtswissenschaftlichen, theologischen, hagiografischen und medizinischen Texten sowie bei Wörterbüchern liegen. Darunter finden sich Besonderheiten wie die Urschrift des Berichts über die Translation der Reliquien des heiligen Anno oder die selten erhaltenen Wirkungen der Tierkreiszeichen und der Planeten des Lazarus Beham von Sulzbach. Von dem Gros der sonst eher einfachen, vor allem für Studium und Erbauung verwendeten Bücher heben sich die dekorativ ausgestatteten Handschriften ab, deren hochwertigen geografischen Zeichnungen und zahlreichen Miniaturen der Tafelteil dieses Bandes präsentiert. Im Zuge der Katalogisierung konnten viele neue Erkenntnisse über den Entstehungs- und Nutzungskontext der Handschriften gewonnen werden, die die Beschreibungen jeweils umfassend vermitteln.
Der Traktat über die Bilderverehrung von Theodor Abu Qurrah (ca. 755 bis ca. 830). Göttinger Orientforschungen, I. Reihe: Syriaca (53). Mihoc, Vasile-Octavian. Christliche Bilderverehrung im Kontext islamischer Bilderlosigkeit. 2017. 266 S. 1 Abb. 24 x 17 cm. Kt. EUR 58,00. ISBN: 978-3-447-10791-4 Harrassowitz Verlag
Theodor Abū Qurrah, melkitischer Theologe und Bischof der mesopotamischen Stadt Harran, lebte zu Beginn der Abbasiden-Herrschaft und gilt als der früheste christlich-arabische Theologe. Sein Traktat über die Bilderverehrung ist der einzige seiner Art in arabischer Sprache in der Zeit der großen interreligiösen und innerchristlichen Kontroversen um die Legitimität der christlichen Bilder. Er ist auch das wichtigste Dokument, das über eine wachsende Ikonophobie unter den syrischen Christen als Folge der islamischen Kampagne gegen alle byzantinischen Reminiszenzen öffentlichen Bilderkultes berichtet.
Anhand dieser bedeutenden Schrift stellt Vasile-Octavian Mihoc nicht nur das christliche Bildverständnis im arabischen Kulturraum dar, vielmehr analysiert er den Transfer von theologischem Wissen aus dem griechisch-patristischen in das arabisch-theologische Denken. Neben der Vorstellung von Biografie und Werk Theodors geht er der Entwicklung der politisch-religiösen Repräsentationskultur des Islam sowie der Genese der Bilderablehnung im Kalifat nach. Den Schwerpunkt des Bandes bildet ein historisch-theologischer Kommentar des Traktats, der zum einen aufzeigt, welche Formen der theologischen Argumentation sich im christlich-arabischen Diskurs antreffen lassen. Zum anderen werden die Besonderheiten der christlichen Bildertheologie im islamischen Kontext im Vergleich mit bestehenden Bildertheologien, vor allem der von Johannes von Damaskus, erläutert.
Der Traktat über die Bilderverehrung von Theodor Abu Qurrah (ca. 755 bis ca. 830). Göttinger Orientforschungen, I. Reihe: Syriaca (53). Mihoc, Vasile-Octavian. Christliche Bilderverehrung im Kontext islamischer Bilderlosigkeit. 2017. 270 S. 1 Schaubild(er), 2 Tabelle(n), 1 Abb. 24 x 17 cm. EUR 58,00. ISBN: 978-3-447-19640-6 Harrassowitz Verlag
Theodor Abū Qurrah, melkitischer Theologe und Bischof der mesopotamischen Stadt Harran, lebte zu Beginn der Abbasiden-Herrschaft und gilt als der früheste christlich-arabische Theologe. Sein Traktat über die Bilderverehrung ist der einzige seiner Art in arabischer Sprache in der Zeit der großen interreligiösen und innerchristlichen Kontroversen um die Legitimität der christlichen Bilder. Er ist auch das wichtigste Dokument, das über eine wachsende Ikonophobie unter den syrischen Christen als Folge der islamischen Kampagne gegen alle byzantinischen Reminiszenzen öffentlichen Bilderkultes berichtet.
Anhand dieser bedeutenden Schrift stellt Vasile-Octavian Mihoc nicht nur das christliche Bildverständnis im arabischen Kulturraum dar, vielmehr analysiert er den Transfer von theologischem Wissen aus dem griechisch-patristischen in das arabisch-theologische Denken. Neben der Vorstellung von Biografie und Werk Theodors geht er der Entwicklung der politisch-religiösen Repräsentationskultur des Islam sowie der Genese der Bilderablehnung im Kalifat nach. Den Schwerpunkt des Bandes bildet ein historisch-theologischer Kommentar des Traktats, der zum einen aufzeigt, welche Formen der theologischen Argumentation sich im christlich-arabischen Diskurs antreffen lassen. Zum anderen werden die Besonderheiten der christlichen Bildertheologie im islamischen Kontext im Vergleich mit bestehenden Bildertheologien, vor allem der von Johannes von Damaskus, erläutert.
Ein Beitrag zur Literatur der Kennerschaft der späten Ming-Zeit. Abhandlungen für die Kunde des Morgenlandes (108). Grimberg, Phillip. Yuan Hongdao – Eine Geschichte der Vasen. 2017. 87 S. 24 Abb., 8 Tafel(n). 22 x 15 cm. EUR 28,00. ISBN: 978-3-447-19631-4 Harrassowitz Verlag
Die 1599 veröffentlichte Geschichte der Vasen des mingzeitlichen Literaten Yuan Hongdao (袁宏道) reiht sich ein in eine seit der Song-Zeit bestehende Traditionslinie einer Sammler- und Liebhaberliteratur, die weit über ihre Funktion als Studienkompendium hinausgeht. In ihr drückt sich das kulturelle Selbstbewusstsein einer Elite aus, deren wichtigstes Gegengewicht, der Kaiserhof, als kulturelles und künstlerisches Gravitationszentrum zunehmend in den Hintergrund tritt. Dabei handelt es sich bei Yuan Hongdaos Werk keineswegs um eine Typologie oder tatsächliche Entwicklungsgeschichte chinesischer Vasenformen, sondern vielmehr um sehr persönliche Einlassungen zu Pflege und Arrangement unterschiedlicher Pflanzenarten in Bouquets und Sträußen sowie zu den Eigenschaften der Pflanzen und der entsprechenden Gefäße.
Die hier vorgelegte Arbeit leistet die erste Übersetzung des Traktates ins Deutsche und versieht diese mit einem Kommentar und weiterführenden Anmerkungen.
Umm el-Qaab IV. Rita Hartmann. Die Keramik der älteren und mittleren Naqadakultur aus dem prädynastischen Friedhof U in Abydos (Umm el-Qaab). IV.1 Textband/Auswertung IV.2 Katalog Archäologische Veröffentlichungen 98. 2016. 2 Bände: 1: 365 S. 125 Abb., 52 Diagramme, 30 Tabellen; 2: 364 S. inkl. 168 Tafeln, 25 x 35 cm. Gb. EUR 278,00 ISBN: 978-3-447-10582-8 Harrassowitz Verlag
Unmittelbar nördlich der frühdynastischen Königsnekropole von Umm el-Qaab gelegen, umfasst der Friedhof U neben ziegelausgemauerten Gräbern der spätprädynastischen Zeit etwa 600 einfache, in den festen Wüstengrund eingetiefte Grubengräber der älteren und mittleren Naqadakultur (Naqada I und II, ca. 3900–3350 v.Chr.). Erhaltene Reste ihres Beigabeninventars in originaler Fundlage erlauben in vielen Fällen Rückschlüsse auf die ehemalige Grabausstattung. Die große Zahl reich ausgestatteter Gräber und die lange Belegungszeit des Gräberfeldes finden andernorts in Ägypten keine Parallelen. Die Studie dokumentiert die bei den Ausgrabungen des Deutschen Archäologischen Instituts Kairo geborgenen Keramikinventare und erarbeitet im Textteil mit fundkombinatorischen Methoden anhand dieser Funde die chronologischen Belegungsphasen des Gräberfeldes. Eine Untersuchung zu Anzahl und Qualität der Keramikbeigaben von Männer-, Frauen- und Kindergräbern erbrachte neue Ergebnisse im Hinblick auf eine soziale Ungleichheit der Bevölkerung bereits während der frühesten Naqadakultur und wirft z.B. durch außergewöhnliche, mit Szenen der Jagd und Gefangenendarstellungen bemalte Gefäße, die Elemente der späteren pharaonischen Ikonografie vorwegnehmen, neues Licht auf frühe Entwicklungen im Prozess der Staatsentstehung im Alten Ägypten. Vergleiche mit anderen Gräberfeldern der Naqadakultur in Oberägypten stellen den Friedhof U in einen überregionalen Rahmen. Im Katalogteil werden die Grabinventare beschrieben und mit Zeichnungen illustriert.
Soubassementstudien IV. Studien zur spätägyptischen Religion (10). Leitz, Christian. Die regionale Mythologie Ägyptens nach Ausweis der geographischen Prozessionen in den späten Tempeln. 2017. 920 S. 2 Teile. 30 x 21 cm. Gb. EUR 198,00. ISBN: 978-3-447-10760-0 Harrassowitz Verlag
Dieses Buch beschließt das auf drei Bände angelegte Projekt zu den geografischen Prozessionen im Soubassement (Sockelbereich) der Tempel der griechisch-römischen Zeit. Hauptgegenstand sind die beiden großen vierteiligen geografischen Prozessionen auf der Außenseite des Naos und im Hof des Horustempels von Edfu. Da die Texte jedoch nicht an allen Stellen perfekt erhalten sind und Parallelen in anderen Tempeln existieren, wurden diese in die Untersuchung mit einbezogen. Die Hauptversionen in Edfu sind fotografisch im beiliegenden Tafelband dokumentiert.
Die Darstellung folgt der Reihenfolge der 22 oberägyptischen und 20 oberägyptischen Gaue (Verwaltungsbezirke) mit ihren jeweils vier Gabenträger, die nacheinander den Gau, den Kanal, das Fruchtland und das Sumpfgebiet repräsentieren. Die Beischriften zu jedem Gabenträger bestehen aus einer Übergabeformel, in der das jeweilige Toponym mit seinen Charakteristika genannt wird, sowie einer Identifikationsformel, bei der sich der Gott des Tempels, in dem sich die entsprechende Prozession befindet (z.B. Horus von Edfu) mit den lokalen Göttern der einzelnen Kultorte identifiziert. In beiden Teilen befindet sich eine Fülle mythologischer Informationen, die hier erstmalig übersetzt und ausführlich kommentiert werden.
Zusammen mit den in den beiden ersten Bänden der Soubassementstudien analysierten Prozessionen ergeben sich rund 1.000 verschiedene kulttopografische Themenbereiche, von denen eine beträchtliche Anzahl außerhalb dieser Prozessionstexte nicht bekannt ist und in dieser Fülle selbst auf Papyri nicht durchgehend für alle Regionen Ägyptens erhalten ist. Mit dem von Florian Löffler für diesen Band erstellten Gesamtindex kann der 2.000 Seiten umfassende Inhalt der drei Bände nun leichter erschlossen werden.
Theologie und Kult in ihrer architektonischen und ideellen Dimension. Akten der internationalen Tagung, Haus der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. 9.–12. Juni 2015. Studien zur spätägyptischen Religion (17). Hrsg.: Baumann, Stefan; Kockelmann, Holger. Der ägyptische Tempel als ritueller Raum. 2017. 592 S. 65 Abb. 30 x 21 cm. Gb. EUR 144,00 ISBN: 978-3-447-10794-5 Harrassowitz Verlag
Tempel, Schrift, Bild, Ritual und Raum – das sind Begrifflichkeiten, die in Ägypten aufs Engste zusammengehören. Nirgendwo sonst finden wir in der antiken Welt ein so eindrückliches und vielschichtiges Zusammenspiel von Architektur, Dekoration und Raumfunktion wie hier; insbesondere gilt dies für die Kultbauten der Ptolemäer- und Römerzeit.
19 Beiträge widmen sich verschiedenen Aspekten dieser rituellen Räume, die aus Texten und Darstellungen konstruiert sind und sich auf dem steinernen Gebäude materialisieren. Im Fokus stehen dabei die Leitlinien in der Architektur der späten Tempel, die übergeordneten Muster in der Anbringung bestimmter Dekorationsinhalte an bestimmten Stellen des Gebäudes, die Hintergründe für die Vernetzung von Texten, die Wechselbeziehung zwischen ritueller Praxis und Ausgestaltung der Kultarchitektur sowie Fallstudien zu den Gestaltungsprinzipien spezieller Räume. Überdies beschäftigen sich die Beiträge mit den möglichen Interferenzen zwischen den großen offiziellen Tempeln und der kultischen Praxis im „privaten“ rituellen Raum, der Einbindung von Elementen der sacred landscape Ägyptens in die lokale Theologie und mit Aussagen über den Kultbau und seine Bestandteile aus Sicht der Ägypter.
History, Art, Tradition. Philippika (103). Hrsg.: Nawotka, Krzysztof; Wojciechowska, Agnieszka. Alexander the Great and the East. Engl. 2017. 447 S. 5 Abb., 3 Tabelle(n). EUR 88,00. ISBN: 978-3-447-19571-3 Harrassowitz Verlag
Even if Alexander’s rule in Asia has to be approached primarily through the study of Greek and Latin authors, many papers in this volume try to look beyond Arrian, Plutarch, Curtius, and Diodorus to Greek inscriptions, papyri, Egyptian, Babylonian, medieval Syriac and Arabic evidence. One focus is on Egypt, from the XXX dynasty to the Ptolemaic age. A lasting achievement of the early Macedonian age in Egypt is the lighthouse of Pharos, probably devised under Alexander to serve both as a watchtower of Alexandria and the focal point of the fire telegraph. Another focus of the volume is on Babylonia, with caveats against the over-enthusiastic usage of cuneiform sources for Alexander. This focus then moves further east, showing how much caution is necessary in studying the topography of Alexander’s campaigns in Baktria, the land often misrepresented by ancient and medieval authors. It also deals with representation and literary topoi, having in mind that Alexander was as much a historical as a literary figure. In many respects ancient Alexander historians handled his persona in strong connection with Herodotean topics, while the idealized portrait of Alexander translated, through court poetry, into the language of power of Ptolemy of Egypt. Alexander was adopted to cultural traditions of the East, both through the medium of the Alexander Romance and through his fictitious correspondence with Aristotle, sometimes becoming a figure of a (Muslim) mystic or a chosen (Jewish) king.
Inscriptions in the Byzantine and Post-Byzantine History and History of Art. Proceedings of the International Symposium „Inscriptions: Their Contribution to the Byzantine and Post-Byzantine History and History of Art“ (Ioannina, June 26–27, 2015). Herausgegeben von Stavrakos, Christos. Engl. 2017. 431 S. 24 x 17 cm. Engl. Br. EUR 98,00. ISBN: 978-3-447-10759-4 Harrassowitz Verlag
This volume contains the papers of the International Symposium about Byzantine and post-Byzantine epigraphy which took place at the University of Ioannina (Greece) in June 2015. This was the most important event in Byzantine epigraphy for the year 2015. Scholars and specialists from all over Europe presented papers about epigraphic traditions and boundary signs in early Byzantine epigraphy, about Byzantine inscriptions from the Parthenon, the Hephaisteion (Church of St. George) at Athens, the monasteries of Mount Athos, the Church of St. Demetrios of Thessalonica, from the wider region of Meteora and Arta and islands of Dodecanese and the Saronic Golf (Aegina), from Byzantine fortifications, metal stamps and overstruck Byzantine lead seals.
There are also papers about special issues such as the contribution of epigraphy to the prosopography of Byzantine Epirus, the usage of some termini in Byzantine and post-Byzantine epigraphy (theosostos, theophylaktos, apartisis), the prosopography of the Balkans in the early Ottoman period, donors and painters in Byzantine and post-Byzantine Epirus.
The Global Christian Experience on Medieval Mappaemundi and Early Modern World Maps. Wolfenbütteler Forschungen (149). Jaynes, Jeffrey. Christianity beyond Christendom. Engl. 2017. 460 S. 121 z. T. fb. Abb. Gb. EUR 128,00. ISBN: 978-3-447-10715-0 Harrassowitz Verlag
In 1507 Martin Waldseemüller created a remarkable Early Modern world map loaded with religious symbols. The cartographer depicted the papal keys, which according to the map`s companion text, the Cosmographiae Introductio, “enclosed almost the whole of Europe for the Western Church.” However, beyond the boundaries of Europe`s Christendom, the map pictured Nestorian churches in China and the legendary Christian ruler Prester John in India. His subsequent Carta marina (1516) amplified the descriptions of these religious traditions. Waldseemüller`s maps, like almost every other world map of the era, featured legends of Christian communities positioned outside of Christendom. Christianity Beyond Christendom explores this religious tension – the diversities of “globally” scattered Christian traditions and the more rigid notion of a homogenous Christendom – as a component of cartographical developments from the eighth to the sixteenth century. It argues that throughout this era Western Christian thinkers and mapmakers used the mappaemundi and subsequent printed maps of the world to sustain notions of a broadly based Christian oikoumene, even as the reality of that assertion diminished. Moreover, cartographers incorporated various apostolic and ancient legends, furthering these with new myths, to provide increasingly sophisticated methods for understanding more distant and isolated Christian communities in Asia, Africa and the Middle East. The book considers a vast array of medieval world maps and later atlases, ranging from manuscripts of Beatus of Liebana`s commentary on the Apocalypse to the maps in Sebastian Münster`s Cosmographia and Abraham Ortelius`s Theatrum Orbis Terrarum, to trace the legacy of these scattered traditions.
Johannes Klatt. Jaina-Onomasticon. Jaina Studies (1). Hrsg.: Flügel, Peter; Krümpelmann, Kornelius. Engl. 2017. 1650 S. 30 x 21 cm. Gb. EUR 168,00. ISBN: 978-3-447-10584-2 Harrassowitz Verlag
The Indologist, librarian and bibliographer Dr. Johannes Emil Otto Klatt (1852–1903) dedicated his life primarily to the study of the historical records of the Jainas. He left behind the handwritten English manuscript of his monumental Jaina-Onomasticon, an almost completed 5338 page long bio-bibliographical index of proper names of Jaina authors, texts, and place names, with excerpts of biographical information.
Klatt`s contemporaries praised the manuscript as one of the landmarks of modern scholarship in this field, and today, the encyclopedic compilation is still without parallel. It represents a substantial but untapped source of information for the yet unwritten social and literary history of Jainism in post-canonical, and especially in early modern and modern periods. In making previously inaccessible bio-bibliographical materials available in a structured form, the Jaina-Onomasticon provides a foundation for the historical and sociological study of the Jaina tradition in the pre-modern period. At the same time, the text offers valuable insights into the fluid state of knowledge among leading scholars of the 19th century confronting a flood of entirely new information from different sources, and opens up enhanced possibilities for studying the interactions between European academics and Indian informants during the colonial period.
The long-overdue print edition of a recognized classic in the fields of Indology and the History of Religion will be an indispensable source of reference for Jaina Studies and South Asian History in general.
Die Grafschaften Castell und Wertheim im regionalen Kontext. Forschungen zur Geschichte der Juden (26). Stretz, Torben. Juden in Franken zwischen Mittelalter und Früher Neuzeit. 2017. 616 S. 24 x 17 cm. Gb. EUR 89,00. ISBN: 978-3-447-10768-6 Harrassowitz Verlag
Vertrieben aus den städtischen Zentren des spätmittelalterlichen Heiligen Römischen Reiches, siedelten sich Juden in ländlichen Gemeinden an und konsolidierten dort ihre urban geprägten Lebens- und Organisationsformen. Für Main- und Tauberfranken ist die Anwesenheit von Juden „auf dem Lande“ in der Frühen Neuzeit typisch. Erstmals liegt für diese Regionen nun ein gesicherter Überblick zur jüdischen Siedlungsentwicklung vom 15. bis 17. Jahrhundert vor. In detaillierten Analysen untersucht Torben Stretz die Beziehungen zwischen Juden, Gemeinden und der Obrigkeit unter besonderer Berücksichtigung herrschaftlicher Aspekte: Welche Motive und Methoden zeigt der herrschaftliche Umgang mit den Juden in Franken? Wie wurde das Zusammenleben auf teilweise engem Raum in Dörfern und Kleinstädten organisiert, wie gestalteten sich jüdisch-christliche Handelsgeschäfte? Dabei aufscheinende Ausgrenzungstendenzen gegen Juden werden im Hinblick auf ihre politisch-rechtlichen, ideologischen und religiösen Hintergründe eingeordnet.
Kulturtransfer in Hildesheim und im Raum Niedersachsen (12. –15. Jahrhundert). Wolfenbütteler Mittelalter-Studien (32). Herausgegeben von Müller, Monika E.; Hrsg.: von Reiche, Jens. Zentrum oder Peripherie?. 2017. 544 S. 160 z. T. fb. Abb. Gb. EUR 108,00. ISBN: 978-3-447-10716-7 Harrassowitz Verlag
„Zentrum“ und „Peripherie“ sind in den letzten Jahren zu Kernbegriffen einer Netzwerkforschung geworden, die sich zum Ziel setzt, die Modalitäten eines interregionalen Austauschs in künstlerischer, allgemein kultureller, biografischer und wirtschaftlicher Hinsicht zu untersuchen. Nach neueren Erkenntnissen darf dabei nicht ausschließlich statisch von einer gebenden und einer nehmenden Seite ausgegangen werden. Vielmehr handelt es sich um Austausch und Transfer, bei dem fremde Anregungen in eigenes Formen- und Kulturgut umgewandelt werden. Der Raum Niedersachsen spielt für die Erforschung von Netzwerken im Hoch- und Spätmittelalter eine große Rolle, da in ihm viele wichtige Knotenpunkte mit großer Anziehungskraft lagen – zu denken ist dabei an die wichtigen Städte Hildesheim, Goslar oder Braunschweig, aber auch an Bischöfe, Klöster und Stifte oder die Herrscherdynastie der Welfen. Die Verbindungen weisen dabei weit über Niedersachsen hinaus: Enge Kontakte gab es nach Westen, in den Ostseeraum und sogar bis Italien. Im vorliegenden Band wird das Thema durch 17 Beiträge renommierter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersucht. Zur Sprache kommen dabei die Handels- und Produktionsgeschichte, der Wissens- und Bildungstransfer, die kirchliche und städtische Netzwerkbildung sowie die Handschriften- und Kunstproduktion. Diese interdisziplinäre Ausrichtung ermöglicht es, einen völlig neuen Blick auf die Kunst und Kultur des 12. bis 15. Jahrhunderts im Raum Niedersachsen zu gewinnen.
Merimde - Benisalâme IV. Die Bestattungen. Hrsg.: Badawi, Fathi Afifi; Kuckertz, Josefine; Rösing, Friedrich W. Archäologische Veröffentlichungen des Deutschen Archäologischen Instituts (UF899), Band: 60. 2016. 164 S. 93 meist fb. Abb. 19 Tabellen. 35 x 25 cm. Gb. EUR 88,00 CHF 90,50 ISBN: 978-3-447-10170-7 Harrassowitz Verlag
Von 1977 bis 1982 führte das Deutsche Archäologische Institut Kairo unter der Leitung von Josef Eiwanger Ausgrabungen in der über 7500 Jahre alten archäologischen Stätte Merimde-Benisalâme am Rand des westlichen Nildeltas durch. Nachdem in den Bänden Merimde-Benisalâme I (Die Funde der Urschicht, 1984), II (Die Funde der mittleren Merimdekultur, 1988) und III (Die Funde der jüngeren Merimdekultur, 1992) schon Ausgrabungsergebnisse und Funde von Josef Eiwanger veröffentlicht wurden, folgt nun in Merimde-Benisalâme IV die Bearbeitung der während der Ausgrabung aufgefundenen Bestattungen und menschlichen Skelettreste. Die insgesamt 158 Gräber der älteren, mittleren und jüngeren Merimdekultur, der Maadi-Kultur und der frühdynastischen Zeit sowie einige jüngere Gräber werden von F. A. Badawi und J. Kuckertz ausgewertet, F. W. Rösing, S. Bergander und S. Klug präsentieren die anthropologischen Ergebnisse aller Skelettfunde.
Vlad der Pfähler – Dracula. Tyrann oder Volkstribun?. Hrsg.: Bohn, Thomas M.; Einax, Rayk; Rohdewald, Stefan. Dtsch; Engl. 2017. 320 S. 1 Karte(n), 4 Schaubild(er), 7 Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 64,00. ISBN: 978-3-447-10730-3 Harrassowitz Verlag
Vlad Ţepeş („der Pfähler“) Dracula ist nicht nur deshalb eine streitbare Figur, weil der Fürst der Walachei (1448, 1456–1462, 1476) als Vorbild für Bram Stokers Vampirgrafen (1897) herhalten musste, der in der Literaturwissenschaft eine immense Resonanz hervorgerufen hat. In historischer Perspektive ist der Woiwode (slaw. „Heerführer“) deshalb von Interesse, weil er nach der Eroberung Konstantinopels 1453 durch die Osmanen Papst Pius’ Kreuzzugsaufruf folgte. Auffällig waren sowohl seine autoritären Versuche, für innenpolitische Ordnung zu sorgen, als auch sein Bestreben, seinem Land den Nimbus einer „Vormauer des Christentums“ zu verschaffen. Aufgrund dieser historiografischen bzw. erinnerungskulturellen Bedeutung entsteht der Eindruck, seine Herrschaftszeit sei umfassend untersucht worden. Tatsächlich aber ist der Kenntnisstand in weiten Teilen noch in der Zwischenkriegszeit respektive im Nationalkommunismus verankert und von einem rumänischen Patriotismus geprägt. Unter diesen Voraussetzungen wird das Bild des walachischen Woiwoden heute noch von der Ambivalenz zweier an und für sich gegensätzlicher Ansätze bestimmt: einem nationalistischen in Rumänien und einem auf das Vampirgenre rekurrierenden im Westen. Angeregt durch diesen Befund wurde vom 25.–27. September 2014 an der Justus-Liebig-Universität Gießen eine internationale Konferenz zum Thema „Vlad Dracula – Tyrann oder Volkstribun“ veranstaltet, deren Ergebnisse dieser Band vereint. Im Fokus der Untersuchungen stehen neben der Vita des „Pfählers“ seine diplomatischen Strategien im Umgang mit Kontrahenten und Verbündeten sowie die Rezeption und Mythenbildung seiner Person.
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