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Harrassowitz Verlag

 
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Codices graeci Monacenses 181-265. Anmerkungen von Hajdú, Kerstin. Deutsch;Griechisch, Neu (ab 1453). 2012. 124 Abbildung(en). Leinen. EUR 168,00. ISBN: 978-3-447-06725-6 Harrassowitz Verlag
In Band 4 des Katalogs der griechischen Handschriften der Bayerischen Staatsbibliothek München werden 86 Handschriften, die alle zum sogenannten alten Bestand der Münchener Hofbibliothek gehören und zwischen der Gründung der Bibliothek im Jahr 1558 und 1803, also noch vor der Säkularisation, erworben wurden. Die aus byzantinischer Zeit stammenden Manuskripte halten sich mit den nach 1453 (überwiegend im 16. Jahrhundert) entstandenen Handschriften nahezu die Waage. Der Anteil der Pergamenthandschriften liegt bei ca. 14 Prozent. 36 Handschriften stammen aus dem Besitz Johann Jakob Fuggers in Augsburg, sieben Handschriften gehörten ursprünglich zur Sammlung Johann Albrecht Widmanstetters. 13 Handschriften erwarb Herzog Wilhelm V. 1583 von Andreas Darmarios, acht sind Teil der Tübinger Kriegsbeute des Jahres 1635, zehn Codices gehörten im 16. Jahrhundert dem Florentiner Humanisten Petrus Victorius. Die übrigen Handschriften entstammen verschiedenen kleineren Sammlungen oder kamen als Einzelstücke in die Münchener Hofbibliothek. Zu den Vorbesitzern zählen u.a. Antonio de Covarrubias, Antonius de Massa, Domenico Grimani, Hieronymus Aleander, Petrus Crinitus, Isidoros von Kiev und Hartmann Schedel. Die meisten Handschriften enthalten theologische Texte, es sind aber auch Werke antiker Autoren vertreten. Vereinzelt enthalten die Handschriften Fachliteratur, z.B. Texte zum Militärwesen und zur Grammatik.
Die mittelalterlichen Handschriften der Signaturengruppe C in der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf. Anmerkungen von Mazurek, Agata. 2012. Leinen. EUR 168,00. ISBN: 978-3-447-06724-9 Harrassowitz Verlag
Der 3. Teilband setzt die Reihe der Handschriftenkataloge der ULB Düsseldorf mit Beschreibungen zu 94 Handschriften der Signaturengruppe C (Hagiographie, Liturgie, Gebet- und Andachtsbücher, Ordensschrifttum) fort. Der Entstehungszeitraum der Kodizes erstreckt sich vom 11. bis zum 16. Jahrhundert, wobei der Schwerpunkt im 15. Jahrhundert liegt. Die meisten Bände stammen aus niederrheinischen oder westfälischen Klöstern. Etwa ein Drittel der Handschriften befanden sich im Besitz der Kreuzherrenkonvente Düsseldorf und Marienfrede. Die quantitativ drittstärkste Provenienz stellt die Zisterzienserabtei Altenberg dar. Auch wenn die meisten Entstehungsorte in Nordwestdeutschland zu lokalisieren sind, erstreckt sich das Provenienzgefüge der in diesem Band vorgestellten Kodizes vom westfälischen Kloster Kentrop bis nach St. Gallen in der Schweiz und vom nordöstlichen Frankreich bis nach Polen. Aus der zahlenmäßig deutlich überwiegenden lateinischen Überlieferung hebt sich der älteste, 1025 höchstwahrscheinlich im St. Galler Skriptorium hergestellte Kodex Ms. C 91 besonders heraus. Die Signaturengruppe C umfasst eine bedeutende Anzahl von Handschriften mit bemerkenswertem Buchschmuck, u.a. einige kunsthistorisch relevante Objekte mit Beispielen rheinischer Buchmalerei. Zahlreiche Handschriften des Düsseldorfer Bestandes, die ebenfalls publiziert werden, stehen mit der religiösen Bewegung der „Devotio moderna“ in Verbindung. Darunter finden sich mehrere volkssprachige Texte mit Herkunft aus dem Rhein-Maas-Gebiet. Das sprachliche Spektrum wird in diesem Katalogband durch mittelniederdeutsche, westmitteldeutsche und brabantische Texte erweitert.
Simon, Erika. Ausgewählte Schriften. Band IV. 165 Abb. Pb. EUR 68,00. ISBN: 978-3-447-06758-4 Harrassowitz Verlag
ANTIKE GOTTHEITEN
1. Doppelgöttinnen in Anatolien, Griechenland und Rom 11
2. Der frühe Zeus 19
3. Die Geburt des Apollon 25
4. Die beiden Seiten des Dionysos 30
5. Lychnouchos Platonikos 40
MYTHISCHE GESTALTEN
6. Lykurgos. Frevler, Tor, Bekehrter 49
7. Aiakos und das Urteil des Paris 58
8. Helena im 3. Gesang der Ilias 63
9. Ein Weihrelief aus Abydos: Aias mastigophoros 69
MYTHEN UM NEMESIS
10. Der bestrafte Cupido und Psyche 75
11. Phaethon und Nemesis 81
ATTISCHE KERAMIK
12. Ein Liebespaar 89
13. Ein Fund attischer Keramik aus dem Jahrzehnt 340/330 91
GRIECHISCHE UND RÖMISCHE RELIGION
14. Licht für die Toten. Zum ‚Tauchergrab‘ in Paestum 103
15. Die römischen Lectisternien im 4.?Jahrhundert v. Chr. 111
BAUSKULPTUR DES SPÄTEREN HELLENISMUS IN ETRURIEN UND ROM
16. Thesan-Aurora. Zur Deutung des Akroters von Chiaciano Terme 119
17. Zum Terrakottagiebel von der Via di San Gregorio 126
DIE APOTHEOSE HOMERS
18. Das Archelaos-Relief und die ‚Erfindung‘ des Pergaments 133
TRADITION DER ANTIKE IM 18. UND 19. JAHRHUNDERT
19. Sir William Hamilton und die Landverlosung der Herakliden Vortrag gehalten im Herbst 2011 in Darmstadt und Jena 143
20. Johann Martin von Wagner und die bayrischen Museen 153
21. Adolf Michaelis und der Parthenon 163
KUNSTGESCHICHTE
22. Elegie und Hirtenlied. Vergils 10. Ekloge und das Concert Champêtre im Louvre 175
23. Friedrich der Weise und Anna das Wunder 181
24. Der Sturz des Phaethon von Georg Pencz in Nürnberg. 188
ANHANG
Verzeichnis und Nachweis der Abbildungen 215
Bibliographie (ab 2009)
Weiß, Harald. Der Flug der Biene Maja durch die Welt der Medien. Buch, Film, Hörspiel und Zeichentrickserie. Buchwissenschaftliche Beiträge aus dem Deutschen Bucharchiv München 83. X, 470 S. 1 Abb. 24 x 17 cm, Gb., Harrassowitz, Wiesbaden 2012. EUR 68,00 ISBN: 978-3-447-06572-6 Harrassowitz Verlag
Jeder kennt die Biene Maja, aber kaum jemand kennt ihre Entwicklungsgeschichte. Wer von der Biene Maja spricht, denkt zuerst an die ab 1976 in Deutschland ausgestrahlte Zeichentrickserie. Dabei ist die Biene Maja viel älter, sie hat ihren ersten Auftritt bereits 1912, als das Buch Die Biene Maja und ihre Abenteuer des heute kaum noch bekannten Autors Waldemar Bonsels veröffentlicht wird. Das Buch wird ein Bestseller, es wird in unzählige Sprachen übersetzt und macht Bonsels in den 1920er Jahren zu einem der meist gelesenen Autoren Deutschlands. Damit beginnt ein Prozess, in dessen Verlauf der Roman in so unterschiedlichen Medien wie Film, Drehbuch, Hörspiel und Zeichentrickserie verarbeitet wird. Dabei greift jedes Medium prinzipiell auf dieselben Erzählelemente wie Figuren und Ereignisse, Erzählräume und -zeiten, Themen und Perspektivierungen zurück. In welcher spezifischen Weise aber werden diese Elemente in den unterschiedlichen Medien gestaltet? Was geschieht bei der Verwertung einer Bucherzählung durch ein fremdes Medium?
Am prominenten Beispiel der Biene Maja erprobt Harald Weiß ein medienübergreifend bzw. transmedial einsetzbares erzähltheoretisches Analyseinstrumentarium und liefert gleichzeitig eine ausführliche Darstellung der Gestaltungs- und Erzählmöglichkeiten verschiedener Mediengattungen und ihrer Kommunikationsmittel. Die detaillierten Analysen von Buch, Stummfilm, Hörspielen / Hörbüchern und der Zeichentrickserie ergeben zusammen mit ausführlichen Hintergrundinformationen zum Autor Waldemar Bonsels, zur Entstehung von Buch und Serie, zur Vermarktung und zu nicht realisierten Projekten ein umfangreiches Biene-Maja-Kompendium.
 Rezension lesen
"Die Reise des deutschen Forschers Karl August Möbius nach Mauritius und zu den Seychellen 1874/75. Hrsg.:Heyden, Ulrich van der; Hrsg.:Glaubrecht, Matthias; Hrsg.:Pfullmann, Uwe. Deutsch. 300 S.. 56 Abb. 24 x 17 cm. Pb. EUR 38,00. " ISBN: 978-3-447-06715-7 Harrassowitz Verlag
Kitchen, Kenneth A.; Lawrence, Paul J.N.. Treaty, Law and Covenant in the Ancient Near East. Part 1: The Texts Part 2: Text, Notes and Chromograms Part 3: Overall Historical Survey. 2012. Englisch. 1641 S. 7 Karte(n). 30 x 21 cm. Gb. EUR 298,00. ISBN: 978-3-447-06726-3 Harrassowitz Verlag
Ordnungsrahmen antiker Ökonomien. Ordnungskonzepte und Steuerungsmechanismen antiker Wirtschaftssysteme im Vergleich. Hrsg.: Günther, Sven. 2012. 275 S. 11 Abb.. 24 x 17 cm. Pb. EUR 54,00. ISBN: 978-3-447-06722-5 Harrassowitz Verlag
Weiss, Katja. Ägyptische Tier- und Götterbronzen aus Unterägypten. Untersuchungen zu Typus, Ikonographie und Funktion sowie der Bedeutung innerhalb der Kulturkontakte zu Griechenland. 2012. 1171 S. 7 Abb., 79 Tafel(n), 145 Tabelle(n), 1 Karte(n). 24 x 17 cm. Gb. EUR 168,00. ISBN: 978-3-447-06719-5 Harrassowitz Verlag
Ägyptische Bronzen sind heute in sehr großer Anzahl in Museen und Sammlungen vorhanden und sind begehrte Objekte im internationalen Antikenhandel. Die Bildnisse illustrieren die ganze Bandbreite der religiösen Vorstellungswelt der alten Ägypter, eine unermessliche Fülle von Göttern, heiligen Tieren oder Kultgeräten in Göttergestalt. Sie werden meist dazu benutzt, dem heutigen Betrachter das alte Ägypten und seine Glaubenswelt im Bild nahe zu bringen. Aber oft sind Benennung und Datierung unsicher, so dass viel zu häufig eine pauschale Einordnung vorgenommen wird, die den Objekten nicht gerecht wird, ja fehlerhaft ist. Die teilweise sehr komplex aufgebauten Figuren sind vielschichtige Bedeutungsträger und mit magischen oder kultischen Vorstellungen verknüpft, die im Leben der alten Ägypter eine große Rolle spielten. Sie erlauben Einblicke in Tempel- und Tierkult, den Festkontext und die lokalen Eigenarten des jeweiligen Kultes. Sie sind Ausdruck der späten Blüte des alten Ägypten und eines hochentwickelten Metallhandwerks. Katja Weiß widmet sich in ihrer Studie ausführlich diesen Figuren, speziell dem Corpus aus Unterägypten. Auf der Grundlage eines typologischen Ordnungssystems werden Götter und Tiere identifiziert und ihr Bedeutungsinhalt erschlossen. Die Bronzen werden zudem in direkte Beziehung zu ihren Herkunftsorten und den zugehörigen Kulten gesetzt. Analysen zur Funktion der Bildnisse in Tempel- und Tierkult, zu den Stiftern und der Zeitstellung sowie ein separater Abschnitt zur Bedeutung der Bildwerke im interkulturellen Austausch von religiösen Ideen zwischen Griechenland und Ägypten runden die Untersuchung ab.
Verlagsgeschichtsschreibung. Modelle und Archivfunde. Hrsg.: Norrick, Corinna; Schneider, Ute. 2012. 266 S. 11 Abb., 3 Tabelle(n). 24 x 17 cm. Pb. EUR 48,00. ISBN: 978-3-447-06693-8 Harrassowitz Verlag
Kahl, Jochem. The Asyut Project / Ancien Asyut. The first Synthesis after Three Hundred Years of Research Reprint of the first edition. 2012. Engl. 188 S. 112 sw. Abb., 16 Tafel(n), 1 Karte(n). 25 x 18 cm. Gb. EUR 48,00. ISBN: 978-3-447-06424-8 Harrassowitz Verlag
Due to a poor history of research and the deprival of many of its monuments, Asyut had been forgotten for a long time. The ancient site, its town, its temples, and its necropolis had not been the focus of any archaeological interest since the 1920s. In the 1980s and 1990s some attempts to start scientifi c work in Asyut failed. Only in 2003 a new fieldproject began: The Asyut Project. A joint mission of the Universities of Münster (2003 and 2004), Mainz (2004 up to present) and Sohag (2003 up to present). Fieldwork and studies of former research work enabled the author to reconstruct for the first time the history of the ancient necropolis, and thereby of the ancient town and its different fortunes as a city of culture, as a border town, and as a wounded city.
Hasznos, Andrea. Graeco-Coptica. Greek and Coptic Clause Patterns. 2012. Engl. 133 S. 37 Tabelle(n). 24 x 17 cm. Pb. EUR iVb. ISBN: 978-3-447-06752-2 Harrassowitz Verlag
Tannenberg – Grunwald – Žalgiris 1410: Krieg und Frieden im Späten Mittelalter. Paravicini, Werner; Petrauskas, Rimvydas; Vercamer, Grischa. 2012. Deutsches Historisches Institut Warschau (26). 356 S. 1 Tabelle(n), 2 Karte(n). 24 x 17 cm. Leinen. EUR 39,00. ISBN: 978-3-447-06661-7 Harrassowitz Verlag
The Crimean Khanate between East and West (15th-18th Century)..Hrsg.: Klein, Denise. 2012. Engl.24,0 x 17 cm. Pb. EUR 54,00. ISBN: 978-3-447-06705-8 Harrassowitz Verlag
The Crimean Khanate between East and West, edited by Denise Klein, presents a collection of studies exploring the politics, society, and culture of the Crimean Khanate, as well as the khanate’s place within early modern Europe. Twelve articles in English and German, written by scholars of different backgrounds and perspectives, introduce one of the least studied regions in Eastern Europe, from the emergence of the khanate as a successor of the Golden Horde in the fifteenth century until the end of Tatar rule with the incorporation of Crimea into the Russian Empire in 1783. The volume offers new research on the steppe traditions and the socio-political order of the Crimean heir to the empire of Genghis Khan as well as on the geopolitical role of a state that stood at the intersection between the Ottoman Empire, the Orthodox East, and the Latin West. It reveals the considerable freedom the khans enjoyed while being under Ottoman suzerainty and the various contacts the Islamic khanate maintained with its Christian neighbors. The volume also provides insight into a society of exceptional cultural diversity and into Tatar elite and popular culture. Finally, it traces how Christians’ perceptions of Crimea and the Crimean Tatars impacted the formation of the European ‘self’ and European politics, until long after the end of Tatar rule.
Rosen, Valeska von. Erosionen der Rhetorik? Ambiguisierungs- und Umsemantisierungsstrategien in den Künsten der Frühen Neuzeit. culturae. intermedialität und historische anthropologie 4. 2012. 364 S. Gb. EUR 68,00 ISBN: 978-3-447-06131-5 Harrassowitz Verlag
Phänomene und Strategien der Ambiguität, Umsemantisierung und Vagheit sind in den Künsten insbesondere, aber nicht ausschließlich im nachtridentinischen, katholisch geprägten Europa zu beobachten und können als strukturbildende künstlerische Prinzipien dieser Epoche gelten. Gerade in einer interdisziplinären Perspektive, die auf die parallelen Erscheinungsformen in den verschiedenen Künsten fokussiert, zeigt sich ihre je eigene Dimension und die ihnen inhärente Problematik: Wie lassen sich diese Phänomene und Strategien vor der Folie eines rhetorisch geprägten Kunstverständnisses erklären, in dem die Relation von darzustellendem Sujet und der (Formen-)Sprache und das damit verknüpfte Prinzip der ‚Angemessenheit’ als Normen gelten? Ob oder inwieweit ist hier von systemimmanenten Gegenläufigkeiten des rhetorischen Bezugssystems der Künste oder von (frühen) Erosionsphänomenen desselben zu sprechen?
In dem von Valeska von Rosen herausgegebenen Sammelband Erosionen der Rhetorik? widmen sich zwölf Beiträge aus Kunstgeschichte, Romanistik, Germanistik und Musikwissenschaft diesen Fragen und eröffnen einen differenzierten Blick auf Ambiguitäts- und Umsemantisierungsstrategien in den Künsten der Frühen Neuzeit.
Kruck, Elisabeth. Dra' Abu el-Naga I Eindrücke. Grabkegel als Elemente thebanischer Grabarchitektur. Archäologische Veröffentlichungen 124 . 2012. 166 Abb., 10 Tafeln.Leinen. EUR 98,00 ISBN: 978-3-447-06710-2 Harrassowitz Verlag
Die zu Tausenden in der thebanischen Nekropole Dra' Abu el-Naga aufgefundenen Grabkegel bilden die Fundgruppe der Friesziegel, die fast ausschließlich in dieser Totenstätte anzutreffen sind. Die Tonobjekte dienten als Dekorationselemente der Grabarchitektur und geben Auskunft über Name und Titel des Grabinhabers.
Elisabeth Kruck beschäftigt sich in ihrer Untersuchung eingehend mit den während der Grabungen des Deutschen Archäologischen Instituts Kairo in Dra' Abu el-Naga aufgefundenen Grabkegeln – diese auf den ersten Blick unscheinbaren Objekte wurden trotz ihrer großen Anzahl oft in ihrer Bedeutung unterschätzt. Neben einem Überblick über den möglichen Ursprung der Grabkegel befasst sich die Studie mit Einzelstücken, anhand derer Aussagen über die Herstellungstechnik gemacht werden können. Die Analyse der Inschriften auf den Objekten gibt zudem, unter Berücksichtigung des Fundortes und der Anzahl der Grabkegel, Aufschluss über die in der thebanischen Nekropole bestatteten Grabkegelbesitzer. Wie Kruck zeigen kann, waren es vorwiegend Angestellte des Amuntempels von Karnak, die in dem behandelten Zeitabschnitt ihre Gräber in Dra' Abu el Naga angelegt haben. Die Studie gliedert sich dabei in zwei Teile: Im Textteil werden detailliert all jene Kegel besprochen, denen sich eindeutig eine Grabanlage zuweisen lässt. Der Katalogteil bietet zudem eine Übersicht über die Gesamtheit der im Rahmen der Grabungen in Dra‘ Abu el Naga zutage geförderten Grabkegel.
Richter, Thomas; Lange, Sarah. Das Archiv des Idadda.. 2012. 57 Tafel(n). 34,5 x 24,0 cm. Gb. EUR 78,00 ISBN: 978-3-447-06709-6 Harrassowitz Verlag
Im Sommer 2002 entdeckte das Team der syrisch-deutschen Mission eines internationalen Kooperationsprojektes im syrischen Mišrife, dem alten Qaṭna, 71 Tontafeln und Tontafelfragmente, die bei der Zerstörung des Königspalastes aus einem ebenerdigen Stockwerk in den tiefer gelegenen Korridor gestürzt waren. Unter den Tafeln befinden sich Briefe an König Idadda, so dass das Archiv insgesamt auf die Zeit um 1340 datiert werden kann, als Idaddas Königspalast vor der Zerstörung durch Feinde der Hetiter stand. Das Archiv des Idadda beschließt die Publikation des Tontafelarchivs mit einer interdisziplinären Zusammenarbeit von philologischer Bearbeitung der Texte und archäologischer Auswertung des Fundkontextes. In den archäologischen Kapiteln wird anhand einer detaillierten Untersuchung der Versturzsituation die ursprüngliche Anordnung und Lagerung der Tafeln rekonstruiert. Unter Berücksichtigung der Fundlage und anhand von Vergleichen mit den Archiven aus Ugarit, Mari und Alalaḫ wird die Systematik und Organisation des Archivs erörtert und es werden Rückschlüsse gezogen auf die Art des Archivs und seine Einbindung in das Palastgefüge. Die Publikation der Tontafeln erschließt die Texte in sprachlicher Hinsicht. Dabei gilt besonderes Augenmerk einer ungewöhnlichen Vermischung akkadischen und hurritischen Sprachmaterials. Die Einordnung der den Texten zu entnehmenden Informationen in den geschichtlichen Kontext zeigt zudem, dass sie einem relativ kurzen, genau einzugrenzenden Zeitraum innerhalb der Amarna-Zeit entstammen. Das Archiv stellt somit eine der wenigen Textsammlungen dar, die dieses noch wenig erforschte Zeitalter beleuchten.
Stadelmann, Matthias. Großfürst Konstantin Nikolaevi?. Der persönliche Faktor und die Kultur des Wandels in der russischen Autokratie. 2012. 52 Abb. 24,0 x 17 cm. Gb. EUR 68,00. ISBN: 978-3-447-06706-5 Harrassowitz Verlag
Großfürst Konstantin Nikolaevič (1827–1892) war einer der bemerkenswertesten russischen Staatsmänner des 19. Jahrhunderts. Der zweitgeborene Sohn von Kaiser Nikolaj I. begründete als General-Admiral der russischen Flotte im Marineministerium eine Kultur des Wandels in der St. Petersburger Politik, die dazu führte, dass sein Bruder, Kaiser Aleksandr II., Mitte der 1850er Jahre ein groß angelegtes Reformprogramm initiierte. Konstantin wurde bald unverzichtbar für die Politik im Reich seines Bruders: Er setzte die epochale Befreiung der Bauern aus der Leibeigenschaft durch und öffnete damit den Weg für weitere Modernisierungen der Autokratie. Als er kaiserlicher Statthalter im russisch beherrschten Polen wurde, verfolgte er die große Vision einer Versöhnung von Polen mit Russland auf der Grundlage von Respekt und Gesetzlichkeit, eine Vision, die jedoch im Aufstandskrieg von 1863 unterging.
Mathias Stadelmanns Studie zur russischen Reformära verknüpft die Analyse entscheidender Wirkungsstationen des Großfürsten mit einer Kulturgeschichte des Politischen. Erst über die biographisch orientierte Betrachtung Konstantin Nikolaevičs erschließen sich grundlegende Strukturen der Petersburger Politik: Reformdiskurse, Kommunikationsmechanismen, Handlungsstrategien und Entscheidungsfaktoren. Darüber hinaus gibt die Studie Einblick in die vielschichtige Persönlichkeit des Kaiserbruders, der – aufgeklärt und despotisch, kultiviert und schroff – seine Zeitgenossen stets polarisierte, gerade mit dieser Polarisierung aber Potential für Russlands historischen Wandel schuf. Vom eindrücklichen Beispiel des Großfürsten ausgehend stellt Stadelmann den persönlichen Faktor als entscheidendes Moment politischer Gestaltung im Russischen Kaiserreich heraus.
Akten des Symposiums des Sarkophag-Corpus.Paris, 2.-5.November 2005.Hrsg.: Deutsches Archäologisches Institut. 2012. 20 Abb., 100 Tafel(n), 4 Tafel(n), farbig. Gb. EUR 100,00. ISBN: 978-3-447-06691-4 Harrassowitz Verlag
Innerhalb der Kunst der römischen Kaiserzeit haben die Sarkophage eine besondere Bedeutung, nicht nur wegen ihrer großen Anzahl und weiten Verbreitung in fast allen Provinzen des römischen Reichs sondern auch wegen der vielfältigen auf Ihnen abgebildeten Darstellungen. Nur die Sarkophage bieten die Grundlage zur Klärung komplizierter Fragen im Bereich der zahlreichen Gattungen der römischen Skulptur, sowohl bezüglich der Produktion in den verschiedenen Zentren und lokalen Werkstätten des römischen Reiches als auch bezüglich der Herstellung und des Handels von fertigen, halbfertigen oder rohen Stücken und deren Verbreitung im Mittelmeergebiet. Diese außerordentliche Bedeutung der Sarkophage wurde bereits vor über 140 Jahren vom Kaiserlichen Archäologischen Institut erkannt, das die Herausgabe des Sarkophag-Corpus beschloss.
Der 6. Band der Sarkophag-Studien fasst die Erträge einer Tagung in Paris im November 2005 zusammen, die auf die Initiative von François Baratte und Guntram Koch, dem langjährigen Herausgeber des Sarkophag-Corpus, zurückgeht. Zahlreiche Studien zu Rom und Italien, den Provinzen im Westen, Athen und Griechenland, Kleinasien und dem Osten und Aegyptus untersuchen die spezielle Bedeutung der jeweiligen Sarkophage.
Mit Beiträgen von: Doris Bielefeld, Jutta Dresken-Weiland, Dirk Piekarski, Fulvia Ciliberto, Marina Sapelli, Francesca Valbruzzi, Jean-Pierre Sodini, Erwin Pochmarski, Guntram Koch, Montserrat Claveria, Kirsten Schneider, Thea Stefanidou-Tiveriou, Eleni Papagianni, Margherita Bonanno Aravantinos, Theun-Mathias Schmidt, Carola Kintrup und Margarete Heinz, Gideon Foerster, Rita Amedick sowie von Helga Kaiser-Minn
Steinmann, Bernhard. Die Waffengräber der ägäischen Bronzezeit. Waffenbeigaben, soziale Selbstdarstellung und Adelsethos in der minoisch-mykenischen Kultur. 2012. 63 Tafel(n), 6 Abb., 27 Tabelle(n). 29,7 x 21 cm. Gb. EUR 186,00. ISBN: 978-3-447-06707-2 Harrassowitz Verlag
Bernhard Steinmann widmet sich in seiner Untersuchung Waffengräbern der minoischen und mykenischen Hochkulturen aus dem 20. bis 12. Jahrhundert v.Chr. Zu den typischen Grabbeigaben gehören hier vor allem Waffen, die das Interesse der Elite spiegeln, ihre kriegerische Tüchtigkeit zu betonen. Neben der formalen Betrachtung der Waffen allgemein wird die Architektur der Grabanlagen analysiert und auch die nichtmilitärischen Grabbeigaben werden in einen gesamtkulturellen Kontext gestellt. Dabei zeigt sich, dass Waffengräber zum traditionellen Brauchtum des griechischen Festlands gehörten. Auf Kreta hingegen fehlen Waffengräber bis zur Zerstörung der minoischen Paläste um 1450 v.Chr. fast völlig, erst danach finden sie sich in großer Anzahl, was dafür spricht, dass die Insel von festländischen Griechen erobert wurde. Auch nach der Etablierung der mykenischen Paläste wurde die Grabsitte kontinuierlich fortgeführt und noch nach deren Fall um 1200 v.Chr. weiterpraktiziert.
Steinmann zeigt in seiner Studie, dass die Waffenbeigabe im Grab sowie das Kriegswesen allgemein eine wichtige Rolle für die Selbstdarstellung der festländisch-mykenischen Oberschicht spielte, was auch die Beliebtheit des Themas in der Kunst belegt. Militärische Tüchtigkeit war ein identitätsstiftendes Element adeliger Lebensführung, das im Grabbrauch seine Entsprechung fand.
Ventker, Bettina. Der Starke auf dem Dach. Funktion und Bedeutung der löwengestaltigen Wasserspeier im alten Ägypten. 2012. 34 Abb., 10 Tafel(n). 29,7 x 21,0 cm. Gb. EUR 98,00. ISBN: 978-3-447-06671-6 Harrassowitz Verlag
In der ägyptischen Tempelarchitektur finden sich für die Wasserableitung neben schmucklosen Steinblöcken auch figürlich ausgearbeitete Wasserspeier, die durchweg als rundplastische Löwen gestaltet sind. Anders als aus Griechenland, Rom oder von zahlreichen mittelalterlichen Kirchen und Kathedralen bekannt, speien die ägyptischen Exemplare das Wasser jedoch nicht aus dem Maul, sondern leiten es durch eine zwischen den vorgestreckten Pranken angebrachte Rinne ab.
Bettina Ventker untersucht in ihrer Studie Der Starke auf dem Dach den Sinngehalt dieser Architekturelemente, der sich keineswegs wie gemeinhin angenommen in der Übel abwehrenden Funktion des Löwen erschöpft. Der Schwerpunkt der Untersuchung liegt dabei auf den dekorierten Löwen-Wasserspeiern der griechisch-römischen Zeit, deren Inschriften Aufschluss über die ihnen zugrunde liegenden Vorstellungen geben und so den wesentlichen Zugang zum Verständnis ermöglichen. Auf Grundlage der in Transliteration und Übersetzung vorgelegten Texte kann erstmals ein umfassendes Bild von der Funktion und Bedeutung der Motivwahl des Löwen gezeichnet werden. Obwohl löwengestaltige Wasserspeier für die gesamte ägyptische Geschichte im Tempelbau belegt sind, wurden sie in der Fachliteratur bislang nur unzureichend berücksichtigt. Um diese Forschungslücke zu schließen, legt Ventker zudem einen Gesamtüberblick über die Konstruktion und Gestaltung der Löwen-Wasserspeier vom Alten Reich bis in die griechisch-römische Zeit vor.
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