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Friedemann Grieshaber. 2009. Text: Christoph Tannert, Angela Lammert, Susanne Husse, Julia Franck, Matthias Flügge. Dtsch/ Engl. 112 S., 68 fb. Abb., 29 x 23 cm, Gb. EUR 26,00 ISBN: 978-3-86833-014-4 modo
"Giacometti entkommen“ hat Julia Franck als Losung für Friedemann Grieshabers Skulpturen ausgegeben. Wenn eine bekannte Autorin wie Julia Franck ein Widmungsgedicht schreibt, muss es sich um einen besonderen Bildhauer handeln. Tatsächlich ähneln Grieshabers Werke denen von Giacometti nicht im Mindesten. Grieshabers Arbeiten ist meist etwas Statuarisches zu Eigen und sie sind sichtlich durch altägyptische Skulpturen und Bauwerke geschult. Grieshaber orientiert sich auf eine sehr grundsätzliche Weise an der Figur. Auch wenn er Häuser oder ganze Gruppen schafft, geht es ihm um die menschliche Figur. Drücken sich in den Häuserensembles doch Themen wie Geborgenheit, Heim, Unterschlupf und Ankunft aus. Für Grieshaber, der 1968 geboren wurde und nach seiner Lehre zum Steinmetz in Stuttgart und Berlin Kunst studierte, hat der Raum dabei die gleiche Bedeutung wie der Körper. Kein Wunder, schließlich entstehen die meisten von Grieshabers Arbeiten im Betongussverfahren, so dass er gewöhnt ist, Innen und Außen im Wechselspiel zu bedenken. Friedemann Grieshabers Werk ist ungewöhnlich, weil es so wenig an den Moden zeitgenössischer Kunst orientiert ist und es aufs Ganze geht. Seine Skulpturen, so sagt Grieshaber, antworten auf die Frage nach dem Leben und auf die nach dem Tod.
Karfunkelschein. Prade – Gablonzer. Modeschmuck. 1922– 1995. Hg.: Cornelie Ueding. Text: Cornelie Ueding, Jürgen Wertheimer. 412 S., 700 fb. Abb., 27,5 x 22,5 cm, Gb, Modo, Freiburg 2009. EUR 36,00 ISBN: 978-3-86833-019-9 modo
Viel spiegelt sich in diesen kleinen geschliffenen bunten Glassteinen. Die Magie der Schönheit, die Geschichte einer spannenden Kulturlandschaft und eines traditionsreichen Handwerks. Für all das steht auch die Firma Prade, die zwischen 1922 und 1995Modeschmuck schuf. Zuerst in Gablonz, später nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Neuanfang in Deutschland in Schwäbisch Gmünd. Die Geschichte der Firma Prade ist eng mit dem Glasbläserhandwerk in Böhmen und der Modeschmuckherstellung in Gablonz, der Gablonzer Bijouterie verbunden. Denn dort florierte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Schmuck- und Glasindustrie, die der Stadt an der Neiße Wohlstand brachte.
Nach dem Krieg und der Ansiedlung in Schwäbisch Gmünd konnte die Familie Prade nicht nur ihre internationalen Geschäftsbeziehungen wieder aufgreifen, sondern auch auf ihren schier unerschöpflichen Ideenreichtum bauen.
Ungewöhnliche Schmuckstücke aus Glas in allen erdenklichen Farben und Formen sind im Laufe der Zeit entstanden. 30.000 Ringe, Colliers, Ohrringe und Broschen, immer höchst originell aber auch die Trends der großen Modehäuser aufgreifend. Der reich bebilderte und sorgfältig ausgestattete Band dokumentiert nicht nur eine der wenigen vollständig erhaltenen Modeschmuckkollektionen, sondern zeigt darüber hinaus die verschiedenen Werkzeuge und Herstellungsarten. Hinter dem schönen Schein steckt mehr als die reine Faszination an Form und Farbe.
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Susanne Kühn. Malerei, Zeichnung. 2007 – 2009. 2009. Hrsg: Forum Kunst Rottweil. 40 S. 22 fb. Ab., 28 x 24 cm, Br., EUR 16,00 ISBN: 978-3-86833-018-2 modo
Schönheit sei etwas, nach dem sie suche, sagt Susanne Kühn in einem Werkstatt-gespräch mit Elke Buhr. Und wirklich führen die Bilder und Zeichnungen der 1969 in Leipzig geborenen Künstlerin in so ästhetische wie artifizielle Räume. Susanne Kühn zitiert gleichermaßen die Renaissancemalerei und mit ihr prächtige Interieurs, Stoffe und Einrichtungsgegenstände als auch den japanischen Holzschnitt. Dynamik entsteht durch das Aufeinandertreffen verschiedener Bildsysteme und von Fläche auf Raum.
Wenn Susanne Kühn von ihrer Malerei spricht, verwendet sie gerne Begriffe wie „Malerschaltpult“ und „Forschungslabor“. Wer wie sie auf der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig studiert hat, beherrscht die Technik und kann sich auf das Wesentliche der Malerei konzentrieren: die Erforschung der Möglichkeiten des Bildes. Daher bieten Susanne Kühns Bilder und ihre Zeichnungen ein gleicher-maßen ästhetisches wie intellektuelles Spiel. Bislang wurde Susanne Kühn vor allem im Kontext der Leipziger Schule und eines erweiterten Realismusbegriffs sowie einer neuen Romantik rezipiert. In den neuen zwischen 2007 und 2009 entstandenen Arbeiten zeichnet sich jedoch ab, dass es der in Freiburg lebenden Künstlerin auch um eine Erneuerung der Stillleben- und Porträtmalerei geht. Im Kunst Forum Rottweil werden diese Werke nun erstmals gezeigt.
Leisure. Rolf Bier, Lotte Lindner & Till Steinbrenner, Stefan Wissel. 2009. Hrsg.: Martin Engler. Text: Martin Engler. Dtch, Enlg. 48 S., 27 fb. Abb., 18,5 x 12, cm, Gb. EUR 14,00 ISBN: 978-3-86833-017-5 modo
Das Wort Muße scheint fast aus unserem Wortschatz verschwunden. Schade eigentlich. Denn kommen einem nicht die besten Gedanken, je zweckfreier die Zeit? Im Frühsommer konnten die Besucher des Hermannshof im niedersächsischen Völksen die schönste Art der Muße in der Verbindung von Naturerlebnis und Kunstbetrachtung praktizieren. Der Verein „Kunst und Begegnung Hermannshof“ öffnete Park und Garten sowie die weitläufigen Obstpflanzungen einem Kunst-projekt, das von Martin Engler (Städel, Frankfurt) kuratiert wurde.
Es liegt am Genius Loci, dass sich die vier beteiligten Künstler Rolf Bier, Lotte Lindner, Till Steinbrenner sowie Stefan Wissel mit der unmittelbaren Umgebung des Hermannshofs und dessen Gartenarchitektur befassten. So griff Stefan Wissel die Architektur des Pavillons auf, Lotte Lindner und Till Steinbrenner ließen Gotcha spielen und Rolf Bier holte den Himmel auf die Wiese. Der Mensch ist frei, wenn er spielt, sagte Friedrich Schiller. In Völksen wurde es für einen Sommer Wirklichkeit. Der letzte Sommer ist unwiederbringlich vorbei, doch der nächste kommt wieder mit viel Zeit für Muße. Für Nachahmer geeignet.
Waibel, Valeria: Seit eh und jetzt! Der Künstlerbund Baden-Württemberg im Ulmer Museum. Hrsg. v.Künstlerbund Baden-Württemberg. 2008. 156 S., 12 sw. u. 104 fb. Abb. 22,5 x 17 cm. Gb EUR 18,00 ISBN: 3-86833-011-9 modo
Der Künstlerbund Baden-Württemberg im Ulmer Museum
Seit eh und jetzt schaffen Menschen Kunstwerke und seit eh und jetzt sammeln sie diese. Kaum ein anderes Museum in Baden-Württemberg spiegelt diese kulturelle Praxis anschaulicher wider als das Ulmer Museum. Denn mit dem „Löwenmenschen“ besitzt es einen 30.000 Jahre alten Schatz.
Nicht ganz so alt ist die Zusammenarbeit zwischen dem Ulmer Museum und dem Künstlerbund Baden-Württemberg, die 1970 ihren Anfang nahm. „Seit eh und jetzt!“ ist bereits die fünfte Ausstellung des Künstlerbundes in den Räumen des Ulmer Museums. Sie greift konkret die Sammlungstätigkeit des Museums auf, das neben bedeutenden archäologischen Exponaten auch wichtige Kunstwerke aus der Zeit des Mittelalters, aber auch des Barock aufweisen kann. Für die Ausstellung haben Künstler des Künstlerbundes Baden-Württemberg Werke geschaffen, die mit der ständigen Sammlung korrespondieren und in Dialog mit den Werken mittelalterlicher Kunst oder den kunst- handwerklichen Exponaten treten. Die Zeitsprünge, die dabei entstehen sind durchaus gewollt. Der zweite Teil des Projektes stellt eine jurierte Sonderausstellung von Mitgliedern und Gästen des Künstlerbundes vor. Und so dokumentiert die Publikation „Seit eh und jetzt!“ nicht nur ein außergewöhnliches Ausstellungsprojekt, sie ist auch Kompendium der Aktivitäten des Künstlerbundes Baden-Württemberg.
Serexhe, Bernhard: GAMA & Grudziecki - Black Waters. Hrsg. v. Städtische Galerie Offenburg. 2008. 96 S. 22 x 21 cm.Pb EUR 18,00 ISBN: 978-3-86833-012-0 modo
Black Waters – so heißt nicht nur die gemeinsame Ausstellung von GAMA und Michael Grudziecki, wie ein tiefes, unergründliches Gewässer mag vielen tatsächlich die Malerei vorkommen. Zum Start der neuen Reihe der Städtischen Galerie Offenburg „proudly presents“ hat der Kurator Bernhard Serexhe vom ZKM zwei junge Maler ausgewählt. Es zeigt nicht nur, dass junge Künstler heute wieder selbstverständ- lich figurativ arbeiten, sondern auch, welch unter- schiedliche Auffassungen darüber herrschen. Was die beiden Maler eint, ist nicht nur ihr Geburtsjahr, so wurde GAMA 1977 im mongolischen Baotuo, Michael Grudziecki im polnischen Wroclaw geboren. Beide studierten auch an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, wo sie ihre Ausbildung als Meisterschüler abschlossen. Doch während GAMA sich weigert, in seinen surreal wirkenden Bildfindungen mehr als „Farbe auf Leinwand“ zu sehen, bedeutet die Malerei für Michael Grudziecki Ausdruck seiner selbst und seiner Sicht auf die Welt. So setzt er sich kritisch mit dem Überwachungsstaat, der Macht der Konzerne und der Anonymität der Städte auseinander.
Der reich bebilderte Band „Black Waters“ dokumentiert nicht allein die gemeinsame Ausstellung der beiden Künstler, er geht auch in Interviews ihren Vorbildern und ihrem Selbstverständnis nach. Vor allem jedoch ist er eine Einladung, zwei junge viel versprechende Künstler zu entdecken.
Riedel, Peter A /Tombazis, Alexandros N /Barreto, José: Robert Schad A Cruz Alta. 2008. 108 S., 100 fb. Abb. 24 x 17 cm. Gb EUR 19,00 ISBN: 3-937014-86-1 modo
Arthur Boskamp-Stiftung M.1 Hohenlockstedt Förderpreis 2007 – Fotografie. Stefanie Becker, Kimberly Horton. 2008. Hg.: Ulrike Boskamp und Filomeno Fusco, Texte: Ulrike Boskamp, Stephanie Bunk. 60 S., 68 fb. Abb. 22,5 x 16,5 cm, Br. EUR 18,00 ISBN: 978-3-86833-004-5 modo
Hohenlockstedt klingt nicht unbedingt nach dem Mittelpunkt aktuellen Kunstgeschehens. Und doch ist es beeindruckend, was die Arthur Boskamp-Stiftung in M.1 Hohenlockstedt zu Wege bringt. Wo früher Soldaten exerzierten, die SA eine Sportschule unterhielt und während des Zweiten Weltkrieges Zwangsarbeiter einquartiert waren, ist mittlerweile Kultur eingekehrt. In Hohenlockstedt hat die Arthur Boskamp-Stiftung einen Förderpreis ausgeschrieben, der sich an jüngere Künstler wendet. Im ersten Jahr seines Bestehens wurde er im Bereich Fotografie ausgelobt, im folgenden Jahr stand die Video-kunst im Mittelpunkt und im nächsten Jahr wird er im Bereich Installation und Skulptur vergeben. Jenseits der häufig vorherrschenden Beliebigkeit kann so ein Dialog zwischen den Künstlern und zwischen diesen und den Betrachtern entstehen.
Die Ausstellung der beiden ersten Preisträgerinnen Stefanie Becker und Kimberly Horton im Jahr 2007 präsentierte nicht nur die Werke der beiden Künstlerinnen, sondern warf auch ein subjektives Schlaglicht auf die Möglichkeiten von Fotografie.
Während Stefanie Becker sich dem Medium auf eine fast dokumentarische Weise nähert, zeigte Kimberly Horton einen gleichermaßen poetischen wie experimentellen Blumenfries. Ein Jahrbuch, das hoffen lässt, dass noch viele Stipendiaten Hohen-lockstedt künstlerisch entdecken und hier arbeiten können.
Ralf Cohen – Phänomene. Transformelle Fotografie. 2008. Hg.: Städt. Galerie Fruchthalle Rastatt. Text: Peter Hank, Pit Klein, Clemens Ottnad. 72 S. 43 fb. und 49 s/w Abb. 20 x 25 cm, Br. EUR 18,00 ISBN: 978-3-86833-009-0 modo
Dass sich Ralf Cohen selbst als bildender Fotokünstler versteht, kommt nicht von ungefähr. Der 1949 geborene Cohen formt seine Fotos, genauer wohl seine Bilder, nach den inneren Vorstellungen, die die Wirklichkeit in ihm erzeugt. Ein Werk ist dann für ihn gelungen, wenn Foto und inneres Abbild möglichst genau miteinander übereinstimmen, mitunter auch durch fotochemische Überarbeitungen der analog entstandenen Aufnahmen. Titel wie „Seereflexe-Sehreflexe“, die einen Bezug zwischen dem Gesehen und dem Sehen sowie der Reflexion darüber herstellen, deuten diesen komplexen Bildfindungsprozess an. Ralf Cohen arbeitet sich an der Wirklichkeit ab, vereinzelt Phänomene, um sie besser zu verstehen und beleuchtet sie in Serien von verschiedenen Perspektiven. Da kann es durchaus passieren, dass einer einfachen Kartoffel soviel Bedeutung wie einem Sternenmeer ein-geräumt wird oder dass er Flüssen Fotos anheim gibt, damit diese auf den Aufnahmen Spuren des Fließens hinterlassen.
Erscheinungen, die Ralf Cohen interessieren, folgen bestimmten Gesetzen. Sei es der Schwarm der Kaulquappen, die brechende Welle oder eine Vernissagengesellschaft, immer organisieren sich die Gruppen oder Wassermoleküle nach bestimmten Grundsätzen. Einen Moment glaubt man, darin reines Chaos zu erblicken, dann ahnt man dahinter eine Ordnung. Diese Gesetze bildet Ralf Cohen in seinen Fotos ab und bringt sie zur Anschauung.
Elisabeth Endres. Block 1. Hrsg. Kunstverein Schallstadt. Texte: Barbara Heinrich, Christian Schaeffer. 96 S., 21,8 x 17 cm, 85 fb. Abb., Br. EUR 18,00 ISBN: 978-3-86833-010-6 modo
Nicht nur Bücher haben ihr Schicksal. Werke der bildenden Kunst umso mehr, wenn sie ihr eigenes Schicksal mit dem von Büchern verbinden. Elisabeth Endres’ Serie „Block I“, die im Kunstverein Schallstadt zu sehen sein wird, ist so ein Beispiel. Durch Zufall entdeckte die bei Freiburg lebende Künstlerin in einem Antiquariat alte Auktionskataloge aus den späten 1920er Jahren. In diesen waren wertvolle Kunstgegenstände abgebildet, die 1917 nach der Oktoberrevolution erst enteignet, dann verstaatlicht und schließlich, der Divisen wegen, im Ausland versteigert werden sollten. Ganze Geschichten ließen sich anhand dieser Seiten erzählen. Elisabeth Endres, die 1947 in Karlsruhe geboren wurde, versiegelt diese Blätter mit Wachs, fügt ihnen, meist in Rot und Schwarz, die eigenen Erinnerungsbilder hinzu.
Kindheitsgeschichten, Märchenfiguren und Traumbilder schreibt sie so diesen Blättern ein. Manche Stellen legt sie frei, so dass die Gemälde, Grafiken, das Porzellan und das Silber wieder zum Vorschein kommen. Dieser komplexe Bildwerdungsprozess ist für Elisabeth Endres eine Art archäologische Arbeit. In ihren poetischen und surrealen Bildrätseln macht die Künstlerin die Wege der Erinnerung sichtbar.
Robert Schad – Ein Kreuz für Fátima. 2008. Text: Peter Anselm Riedl, Alexandros N. Tombazis, José Barreto. Mit einem Gespräch zwischen August Heuser und Robert Schad. Deutsch / Englisch / Portugiesisch. 108 S. 126 fb. Abb. 24 x 17 cm, Gb. EUR 19,00
Portugiesische Ausgabe: 978-3-937014-86-9 ISBN: 978-3-937014-85-2 modo
Was früher die Regel war, ist heute die Ausnahme. Die Kirche hat als Auftraggeber für Künstler an Bedeutung verloren. Was geschieht, wenn sich ein zeitgenössischer Künstler wie der 1953 geborene Robert Schad auf ein Projekt eines Kreuzes einlässt, kann man in „Ein Kreuz für Fátima“ nun nach-vollziehen. Entstanden ist das monumentale, um die 30 Meter hohe Kreuz aus Cortenstahl, im Rahmen von Alexandros N. Tombazis Neubau der Dreifaltigkeitskirche für den portugiesischen Wallfahrtsort Fátima. Der Entwurf des Architekten schloss auf grundlegende Weise die Zusammenarbeit mit Künstlern mit ein.
Für Robert Schad, der für seine Stahlskulpturen bekannt geworden ist, wurde es eine Auseinandersetzung mit den eigenen kulturellen Wurzeln und eine Beschäftigung mit den kunsthistorischen Vorläufern von Christusdarstellungen. Er wollte, so sagt der Bildhauer, „die Assoziationsbreite so offen wie möglich halten“. Das Kreuz, das am 13. Oktober 2007 errichtet wurde, ist seitdem den Menschen, den Pilgern, der Region übergeben worden. Der Band dokumentiert die Phasen der Entstehung des Kreuzes und bietet einen Einblick in die Metallwerkstatt, wo das Kruzifix Gestalt annahm. Darüber hinaus kommen der Architekt Alexandros N. Tombazis zu Wort und der Künstler, der im Gespräch mit August Heuser eigene Beweggründe, Motive sowie kunstgeschichtliche Überlegungen zum Kruzifix aufzeigt. Weitere Essays verorten das Werk im Œuvre Schads und beleuchten die theologische Bedeutung des Neubaus der Dreifaltigkeitskirche in Fátima
Franz Gutmann. Brunnen und Skulpturen. 2007. Text Thomas Kollhöfer. 152 S., 110 Duoton-Abb. 26,5 x 21,5 cm, Gb., EUR 26,00 ISBN: 978-3-937014-24-1 modo
Das Oeuvre des 1928 im Münstertal geborenen Franz Gutmann hat sich immer zwischen Polen entwickelt. Leben und Tod, Körper und Geist sind die Themen, mit denen sich Franz Gutmann seit seinem Studium an der Kunstakademie Düsseldorf bei Ewald Mataré in den 1950er Jahren befasst. Sie finden ihren künstlerischen Ausdruck in Mann-Frau-Konstella-tionen, dem Speisen und Speichern bei seinen Brunnenskulpturen, in Kriegsdenkmälern und Lebensbäumen. Gutmanns Arbeiten, darunter viele Kunst-am-Bau-Projekte sind materielle und inhaltliche Schwergewichte, die durch den schalkhaften Humor des Bild-hauers an Leichtigkeit gewinnen. Der dritte Band seiner Werkdokumentation gibt nun einen Überblick über seine Brunnen und Skulpturen, die Mitte der 1950er Jahre bis heute entstanden sind. Er bietet Gelegen-heit, ein umfassendes Werk Revue passieren zu lassen und die Einflüsse der abstrakten Formensprache der Nachkriegszeit sowie die Zeitlosigkeit seiner inhaltlichen Auseinander-setzung zu würdigen. Das Leid des Krieges und die Not der Nachkriegszeit haben in sein Werk ebenso Eingang gefunden wie sein Glauben und seine bodenständige Vitalität, mit der er sich an Materialien wie Stahl, Stein, Holz und Beton abarbeitet.
Rolf Bergmeier – Öl auf Holz. 2008. Hrsg. Galerie Peter Borchardt. Text Sven Nommensen. 2008. Dtsch / Engl. 72. S., 50 fb. Abb., 21 x 28 cm,. Gb. EUR 24,00. 978-3-86833-001-4 ISBN: 978-3-86833-001-4 modo
Die Titel von Rolf Bergmeiers Arbeiten führen erst einmal in die Irre. „Öl auf Holz“ hat der 1957 in Cuxhaven geborene Bildhauer nicht nur seine Werke, sondern auch eine Ausstellung in der Nationalgalerie Mazedonien in Skopje benannt. Und wer dächte dabei nicht an eine, zugegeben sehr traditionelle Form der Malerei? Doch „Holz“ meint bei Bergmeier kein lein- wandähnlichen Bildgrund, sondern Äste, die er in einem aufwändigen Arbeitsprozess zu dunkel eingefärbten Objekten formt. Bis „Öl auf Holz“ sich rhizomartig in den Raum ausbreitet, muss Rolf Bergmeier die Äste ausgewählt, zurechtgesägt und geleimt haben. Am Ende bemalt er sie.
Es sind geometrische Formen, die er aus den Hölzern macht und die trotz der gewollten Struktur ein wenig wie gewachsen aussehen. „Wenn Hölzer einen anderen Weg gehen“, so beschreibt Rolf Bergmeier nicht allein seine Vorgehensweise, sondern deutet damit auch an, dass er die den Ästen innewohnende Struktur entdeckt und ans Licht bringt. Dabei entwirft Bergmeier nicht allein abstrakte Formen, sondern schafft mit der Durchlässigkeit seiner Werke Räume. Räume, die durch ihre strenge Form gleichermaßen im Innenraum als auch durch ihr natürliches Material nicht minder im Außenraum wirken.
ruins in reverse - Walter Derungs. Hrsg. v. Markgräfler Museum Müllheim /Arbeitskreis Kunst Müllheim. 2008. 64 S., 34 sw. u. 46 fb. Abb. 18,5 x 25 cm. Gb EUR 16,00 ISBN: 3-86833-007-0 modo
Am Rand ist es überall gleich“, sagt Walter Derungs. Meist zu Fuß macht sich der 1970 in Chur geborene Derungs auf, die Ränder unserer Städte mit der Kamera zu erkunden: auf Coney Island, in Perth, Lissabon oder Müllheim. Immer findet er dort Architektur vor, die sich gegen die Vergänglichkeit stemmt und ihr doch anheim fällt. Rummelplatzattraktionen in der Nebensaison auf Coney Islands, Hochhäuser in Perth, Gräber in Lissabon sowie Unterführungen mit Graffitis, das Nebeneinander von Alt und Neu, die Trostlosigkeit städtischer Brache in Müllheim. Für seine Müllheim-Serie, die er eigens zum Stadtjubiläum und seiner Ausstellung „raumgreifend“ im Markgräfler Museum Müllheim geschaffen hat, ist Walter Derungs zur Farbfotografie zurückgekehrt. Seit zwei Jahren fotografiert Derungs, der an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel und an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee studiert hat, in Schwarzweiß. Nichts lenkt von der fast grafischen Struktur stählerner Hallenkonstruktionen ab oder der Lakonie verlassener Strände. Neuerdings bearbeitet der Basler Künstler Negative, manipuliert sie mit Klebestreifen und durch das Verwischen von Entwickler- und Fixierflüssigkeiten. Unikate entstehen als sei das Fotopapier eine Leinwand. „Ruins in reverse“ nennt Walter Derungs diese sehr malerischen Interpretationen von Fotografie. In dem schön gestalteten Künstlerbuch kann man mit den Augen durch diese Ruinenlandschaften wandern.
Drunken Sailor. Diana Dodson, Reto Leibundgut. Hrsg. Kunstverein Freiburg. Text Felicity Lunn. 2008. Dtsch/engl. 80 S., 53 fb. Abb., 22,5 x 17 cm, Br. EUR 16,00 ISBN: 978-3-86833-008-3 modo
Wer im April und Mai 2008 den Kunstverein Freiburg nichts ahnend betrat, wird nicht schlecht gestaunt haben. Brach sich doch an der Stirnseite der Galerie nicht nur eine überdimensionale Welle, sondern auch eine Ausstellung Bahn, die dem Betrachter auf große Fahrt übers Meer nahm. Denn jede der Arbeiten von Diana Dodson und Reto Leibundgut gemeinsamer Schau „Drunken Sailor“ fügte der Metapher Wasser eine weitere Nuance zu. „Drunken Sailor“ war so Bühnenbild, Bilderrätsel und Wunderkammer zugleich. Die beiden Schweizer Künstler, die bereits bei anderen Projekten zusammengearbeitet haben, erforschen unsere ambivalente Gefühlslage zum Meer zwischen Aufbruch und Sehnsucht, Gefahr, unbegrenzter Freiheit und Kolonialismus. Dass sie sich dabei äußerst dekorativer Techniken wie der Intarsienarbeit, dem Mosaik oder der Kachelmalerei bedienen, zeigt, wie anheimelnd der Mensch gerne Elementargewalten darstellt. Diana Dodson und Reto Leibundgut ironisieren damit den menschlichen Entdeckergeist. Der reich bebilderte Katalog bietet nicht allein einen Einblick in den Kosmos von „Drunken Sailor“, er knüpft auch bei früheren Arbeiten von Diana Dodson und Reto Leibundgut an. Ein kenntnisreicher Essay von Kunstvereinsleiterin Felicity Lunn vertieft darüber hinaus diese Werkzusammenhänge.
Bettina van Haaren – Partikel und Membranen. Malerei und Zeichnung. Hrsg. Ludwigmuseum Koblenz. 2008. 64 S., Abb. 29,5 x 23,5 cm, Gb. EUR 24,00 ISBN: 978-3-86833-003-8 modo
Sie sei, so sagt Bettina van Haaren, an der Stofflichkeit der Dinge interessiert. Und wirklich, wer einen Blick in das Atelier der 1961 in Krefeld geborenen Künstlerin werfen darf, findet Birkenstämme, einen Tischfußball und Modelle von Pferdeköpfen vor. All das, was auch Einzug in van Haarens Bilder und Zeichnungen hält. Und auch wieder nicht, denn ihre Werke wirken wie Träume, die abgebildet sind, damit sie sich nicht in Luft auflösen. Einen Überblick über neuere Arbeiten bietet nun dieser Katalog, der Ausstellungen in Koblenz, Eislingen, Beckum und Erfurt dokumentiert. Auf eine fast drastische Weise sind Bettina van Haarens Arbeiten und Motive durchlässig, die Körper für Gegenstände wie kleine Fußballspielerfiguren, Pistolen und Pferdeköpfe. Sie sind Partikel und Membran zugleich. Der weibliche Körper selbst ist transparent, ein Fuß kann minutiös und wirklichkeitsgetreu wiedergegeben sein, während der Oberkörper nur durch eine Kontur angedeutet ist, ein Oberschenkel kann mit jedem Härchen abgebildet sein, während das Gesicht sich wie aus Muskelsträngen zusammensetzt. Malerei und Zeichnung ergänzen sich auf das Sinnfälligste. Es sind Gegensätze, die sich hier verbinden, ganz ähnlich wie in den Collagen der Surrealisten, etwa bei Hannah Höch oder Laszlo Moholy-Nagy. Bettina van Haarens Werke vermitteln eine Ahnung, wie sich Körper anfühlen kann.
Gross, Erwin /Löbke, Matthia /Heil, Axel: TOP 08. Meisterschüler der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. Hrsg. v.Staatliche Akademie d. Bildenden Künste Karlsruhe. 2008. 292 S., 206 fb. Abb. 21 x 14,8 cm. Gb EUR 24,00 ISBN: 3-937014-94-2 modo
In Berlin, so wird gerne kolportiert, sei der Karlsruher Stil bereits eine feste Marke, die von Galeristen und Kuratoren sehr wohl registriert werde. Doch was macht den besonderen Stil der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe aus? Dass hier mit einer gut 150-jährigen Tradition viel gemalt wird, kann es nicht sein, die Malerei pflegt man auch wieder an anderen Akademien. Ist es die dunkle Romantik eines Tim Ernst, der bei Andreas Slominski und Gustav Kluge studiert hat, die phantastische Genauigkeit eines Christian Schmuck, der in Aquatinta und Strichätzungen Gewaltverbrechen darstellt und der bei Erwin Gross studiert hat oder der konzeptuelle Ansatz eines Meuser-Schülers wie Björn Braun? Der Katalog „Top08“ gibt Anlass darüber nachzudenken und diesen Jahrgang Revue passieren zu lassen. Er ist anlässlich der Präsentation der diesjährigen Meisterschüler im Kunstverein Heilbronn entstanden und stellt diese anhand einiger repräsentativer Werke und einer kurzen Biografie vor. Es ist nicht das erste Mal, dass der Kunstverein Heilbronn jungen Künstlern Gelegenheit gibt, im institutionellen Rahmen auszustellen. So debütierten hier bereits Silke Wagner, Ralf Ziervogel und Jeppe Hein. Ob mit den Meisterschülern ähnlich erfolgreiche Künstler an den Start gehen, wird sich zeigen. Potential unter den 20 jungen Künstlern gibt es. Der Meisterschülerkatalog dokumentiert dies, nicht nur für Berliner Galeristen und Kuratoren.
Points of view - Landschaft verstehen. Geographie und Ästhetik, Energie und Technik. Hrsg. Richard Schindler, Jörg Stadelbauer, Werner Konold. 2008. 200 S., 154 fb. u. 18 sw. Abb., 24 x 17 cm, Br., EUR 36,00 ISBN: 978-3-937014-57-9 modo
Diese Neuerscheinung thematisiert unseren Umgang mit Landschaft. Dazu gehören insbesondere Aspekte der Landschaftswahrnehmung und der Landschaftsbewertung. Der Band dokumentiert eine von Richard Schindler eingerichtete Kunstausstellung und bringt alle Beiträge einer Fachtagung an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg.
Wenn beurteilt werden soll, wie Baumaßnahmen eine Kulturlandschaft visuell verändern und ob dies mit zeitgenössischen Forderungen von Landschaftsschutz und -pflege vereinbar ist, dann ist ein Verständnis ihrer Erscheinung in der Landschaft unabdingbar. Exemplarisch und interdisziplinär wird deshalb in dieser Publikation diskutiert, wie das Bild einer Landschaft aus künstlerischer und wissenschaftlicher Sicht wahrge- nommen, verstanden und bewertet werden kann. Die Ausstellung legt den Fokus des Interesses auf den Aspekt der Konstruktion eines Blickes durch technische Einrichtungen: Ohne die Straßen und Wege, ohne die Aussichtstürme und Bänke, gäbe es die Landschaft, die sie uns zu sehen geben, nicht.
Die Tagungsbeiträge machen das Bild der Landschaft zum Thema. Es werden vielfältige theoretische und praktische Aspekte des Gegenstandsbereichs Land- schaft erörtert: die soziale Konstruktion von Land- schaft, die methodenpraktische Herausforderung der ästhetischen Landschaftsbewertung, das politische Konfliktpotenzial der wirtschaftlichen Nutzung sowie kulturgeografisch aktuelle und historische Betrachter- perspektiven.
Un/Endlichkeiten. Begegnungen mit György Ligeti 1989 – 2003. 2008. Ines Gellrich, Hanns-Werner Heister. Foto: Ines Gellrich. Texte: Hanns-Werner Heister. Dtsch/Engl. 128 S., 128 Duotone-Abb. 23 x 30 cm, Gb., EUR 28,00 ISBN: 978-3-937014-54-8 modo
Der in Rumänien geborene Sohn ungarisch-jüdischer Eltern sah sich als Repräsentant einer europäischen Intelligenz und Kultur. Er vertrat ihre besten Traditionen. Denn György Ligeti (1923–2006) blieb zeit seines Lebens nicht stehen, interessierte sich für afrikanische, wie für elektronische Musik oder für die des Spätmittelalters. All das floss in seine Kompositionen ein und ließ ihn zu einem radikal innovativen Musiker werden. „Der Komponist wählt Materialteilchen und bringt sie in eine bestimmte Ordnung. So entsteht eine Struktur, die es vorher noch nicht gegeben hat“, sagte Ligeti über das Komponieren. Seine Auseinandersetzung mit der Gegenwart, aber auch dem Phänomen der Zeit erneuerte ständig sein Werk. Sein unzweifelhafter Humor und sein Witz ließen ihn dennoch nie als unnahbares Genie erscheinen. Gut anderthalb Jahrzehnte porträtierte die Hamburger Fotografin Ines Gellrich den Komponisten. Was mit den Vorbereitungen für ihre Diplomarbeit, ein fotografischer Essay über Ligeti, 1989 in London begann, wurde letztlich ein Langzeitprojekt. Gellrich berichtet mit ihrer Kamera aus der Kompositionswerkstatt, von Konzerten und von Begegnungen zwischen Künstlern. Dem Flüchtigen und Immateriellen der Musik gibt sie ein Gesicht und zeichnet gleichzeitig das Porträt eines Mannes, der ganz in der Neuen Musik aufging und doch sichtlich Mensch blieb. Sie habe, so sagt Gellrich, sich mit der Kamera unsichtbar gemacht, so dass ihre Fotos nie inszeniert und oder gestellt wirken. In der Publikation „Un/Endlichkeiten“, die anlässlich Ligetis 85. Geburtstag und der daran geknüpften Veranstaltungsreihe „3 Tage Ligeti“ an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg erscheint, werden diese nun das erste Mal im Zusammenhang veröffentlicht. Über den Einblick in Ligetis Leben und Werk hinaus bieten die von Hanns-Werner Heister eingefügten Werkkommentare, Interpretationen und Stimmen von Kollegen und Schülern Ligetis eine persönliche und umfassende musikwissenschaftliche Einordnung des Komponisten.
inventur – Zeitgenössische Radierung in Deutschland. Hrsg.: Clemens Ottnad, Volker Lehnert, Kunstverein Reutlingen und Graphikmuseum Pablo Picasso Münster. Texte: Hans Dieter Huber, Volker Lehnert, Bernd Schäfer, Linda Schwarz, Kurt Zein. Texte in Deutsch und Englisch. 240 S., 200 meist fb. Abb., 22 x 30 cm Gb., Modo, Freiburg 2008. EUR 38,00 ISBN: 978-3-937014-56-2 modo
Mit Radierungen von rund 100 zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern bietet dieses Buch erstmals einen umfassenden Überblick aktueller Positionen der Radierkunst in Deutschland durch eine hochkarätige Auswahl von Kunstwerken aus dem Zeitraum von 1990 bis 2008. Werke von international bekannten Vertretern der Radierkunst – wie Baselitz oder Kirkeby – stehen neben denen junger Künstler, die mit ihren Radierarbeiten entscheidende Positionen in der Gegenwartskunst beziehen. Das Spektrum reicht von Kleinformaten auf Einweg Papptellern über klassische Büttenformate bis hin zu mehrteiligen Radierungsinstallationen. Dabei finden die klassischen Tiefdrucktechniken kleiner Auflagen ebenso Berücksichtigung wie neu entwickelte Verfahren, unikate Arbeiten und Kombinationen mit anderen künstlerischen Techniken. In ihren Aufsätzen stellen Kunsthistoriker, Künstler und Drucker heraus, dass die Kunst der Radierung auch in jüngster Zeit eine wichtige Stellung als adäquates Medium der Bildfindung mit ganz eigenen Ausdrucksqualitäten besitzt. So wie druckgrafische Werkstätten sich nicht mehr nur als Orte technischer Vervielfältigungsmethoden verstehen, sondern als experimentelle und innovative Bildlabore.
Diese Publikation erscheint anlässlich der gleichnamigen Ausstellung: Kunstverein Reutlingen 1. 6. – 3. 8. 2008 Graphikmuseum Pablo Picasso Münster 19. 6. – 6. 9. 2009.
Autoren
Hans Dieter Huber (*1953) Professor für Kunstgeschichte der Gegenwart, Ästhetik und Kunsttheorie an der Kunstakademie in Stuttgart. Seit Mai 2006 dort Leiter des Internationalen Master-Studiengangs „Medienkonservierung“. Seit Dezember 2006 assoziierter Professor am Graduiertenkolleg „Bild, Körper, Medium“ an der HfG Karlsruhe. Volker Lehnert (*1956) Maler, Zeichner, Druckgrafiker. 1976–81 Studium der Bildenden Kunst, Akademie für Bildende Künste, Mainz. Seit 2000 Professur an der Kunstakademie in Stuttgart. Bernd Schäfer (*1959) Künstler und Kunsthistoriker.1979–87 Studium der Bildenden Kunst und Kunstgeschichte, Johannes Gutenberg-Universität Mainz. 2001 Promotion, Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt /Main. Lebt und arbeitet als Druckgrafiker und Kunsterzieher in Rüsselsheim und Mainz. Linda Schwarz (*1963) Künstlerin. 1987–94 Studium der Bildhauerei und Musikwissenschaft, Hochschule der Künste Berlin. 1990–92 Studium „Printmaking“ an der University of Minnesota, 1993–94 ULAE (Universal Limited Art Editions) Druckerei von Jasper Johns und Robert Rauschenberg, New York. Seit 1994 Dozentin für experimentelle Druckgrafik an verschiedenen Hochschulen in Deutschland und USA.
Kurt Zein (*1945) Drucker. 4 Klassen Volksschule + eine Stunde Tanzschule Ellmeyer, Wien. Ab 1959 Kupferdruck-Lehre: Lehrling, Gehilfe, Meister. 1971 Gründung eines eigenen Druckateliers. Zusammenarbeit mit zahlreichen Künstlern, auch internationaler Provenienz.
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