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Gela Samsonidse. Malerei und Zeichnung Hrsg.: Morat-Institut für Kunst und Kunstwissenschaft. Text: Martin Engler, Clemens Ottnad. 72 S. 29 fb. Abb. 28,5 x 24 cm, Gb., EUR 20,00 ISBN: 978-3-937014-79-1 modo
Kann Abstraktion narrativ sein und Figuration sich nicht nur auf die reine Gegenständlichkeit beschränken? Gela Samsonidse, der 1965 in Tiflis geboren wurde, dürfte darin keinen Gegensatz sehen. Denn es ist, als würden seine Bilder die vermeintliche Opposition von figurativer und abstrakter Malerei aufheben. Da klettert ein Bergsteiger einen Felsen hoch, der nur aus quer laufenden Balken zu bestehen scheint, in die sich sein eigener Schatten eingeprägt hat. Da verbergen lamellenartige Streifen eine Interieurszene, die links und rechts von bunten, ornamentalen Kringeln flankiert wird. Seitdem Gela Samsonidse in Tiflis sein Studium an der Staatlichen Kunstakademie abgeschlossen hat, war der Georgier, der seit 1994 bei Freiburg lebt, durch seine abstrakten Bilder aufgefallen, nicht zuletzt durch seine Zeichnungen auf außergewöhnlich schmalem Format. Sie schienen ein sowohl als auch zu verbinden, ein davor mit einem dahinter. Nun, zehn Jahre später vereint er Abstraktion und Figuration miteinander. Die Porträts, oft nach dem eigenen Familienalbum entstanden, darunter auch einige Selbstporträts, sind die radikale Standortbestimmung eines Malers, der viele Gegensätze zwar nicht aufzuheben, aber auf der Leinwand auszutragen vermag.
changing spaces. Städtische Galerie Waldkraiburg. Text Elke Keiper, Axel Wieder, Dtsch/Engl. Beitr. M, Kobe, C. Kugler, P. Ottkowsky, A. Ranner, B. Sarcevic, R. Schmalisch. 64 S., 30 fb. Abb., 22 x 27 cm, Gb. EUR 22,00 ISBN: 978-3-937014-78-4 modo
Die Zentralperspektive ist nicht das Maß aller Dinge. Bereits Paul Valéry befand Anfang des 20. Jahrhunderts: „Weder die Materie, noch der Raum, noch die Zeit sind seit zwanzig Jahren, was sie seit jeher gewesen sind.“ Das gilt umso mehr im 21. Jahrhundert seit das Internet und die Globalisierung unseren Aktionsradius erweitert haben und das Verhältnis zwischen Raum und Mensch eine radikale Dynamisierung erfahren hat. Doch schon immer war der Raum gesellschaftlichen Kräften unterworfen, unsere Wahrnehmung ein Spiegel technischer und politischer Entwicklungen. Wie der Raum genützt wird, hängt von der jeweiligen Gesellschaftsform ab. In besonderer Weise reflektiert die Architektur unsere Vorstellung vom Raum, in dem wir uns bewegen. Daher ist es kein Wunder, dass viele Künstler der Ausstellung „Changing Spaces“ in der Städtischen Galerie Waldkraiburg, an der sich Martin Kobe, Karsten Konrad, Claudia Kugler, Petra Ottkowski, Alexandra Ranner, Bojan Sarcevic und Romana Schmalisch beteiligt haben, sich mit konkreten Raum-situationen und architektonischen Modellen auseinander setzen. Carsten Konrad wählt dabei einen besonders radikalen Weg, er verarbeitet gefundene Sperrmüllmöbel in Hybride zwischen Architekturmodell und Skulptur. Martin Kobe entwirft in seiner Malerei Räume, die sich mehr an virtuellen Welten als an real vorhandenen Orte orientieren, während Alexandra Ranner sooft zwischen verschiedenen Medien wechselt bis ihre Raumansichten künstlerische Utopie geworden sind.
Renate Sautermeister. Das Fenster. Hrsg. Kath. Akademie der Erzdiözese Freiburg. Text: Eva Demski, Heinz Schilling. 144 S., durchg. fb. Abb., 16 x 12 cm, Gb. EUR 14,90 ISBN: 978-3-937014-77-7 modo
Es ist eine kleine Studie über das Zusammenleben in Städten und zugleich ein sich stetig veränderndes Bild, was Renate Sautermeister mit ihrer Serie „Das Fenster“ geschaffen hat. Über Jahre hinweg hat sie, immer wenn sie an ihrem Flurfenster vorbeikam, einen Blick nach drüben geworfen. Nachthemden, Mullbinden, lange Unterhosen hingen dort an der Wäscheleine im offenen Fenster, ließen sich vom Wind bauschen, auch eine altmodische Matratze ragte nach draußen und rote Schuhe standen auf dem Sims, wie man sie lange nicht mehr gesehen hat. Renate Sautermeister hat alles mit ihrer Kamera festgehalten, unzählige Fotos sind in dieser Zeit entstanden, die einen Ausblick auf ein fremd bleibendes Leben erlauben. Das alte Ehepaar hat sie dann irgendwann tatsächlich kennen gelernt, ihre Kleidungsstücke, die sie zum Trocknen an die Leine vor ihrem Fenster hingen, werden mehr über sie erzählt haben als es die Begegnungen konnten. Irgendwann waren sie weg und das Fenster wurde mit Schieferziegel zugenagelt. Es war auch das Ende eines Bildes, vielleicht sogar eines Bühnenbildes, das täglich eine neue Szene aus dem Drama des Lebens zeigte.
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Gretel Haas-Gerber. Ich und die Welt. 2007. Hrsg. Städtische Galerie Offenburg. Text: Susanne Asche, Gerlinde Brandenburger-Eisele, Ingrid von der Dollen, Michael Hübl, Heidrun Kaupen-Haas, Jochen Ludwig, Thomas Matuszak, Rainer Nepita und Marianne Schuller. 192 S., 110 fb. und 33 sw. Abb. 24 x 30 cm, Gb. EUR 26,00 ISBN: 978-3-937014-52-4 modo
Gretel Haas-Gerber gehört zu jener Künstlergeneration, die zwischen die Zeiten geriet. 1903 in Offenburg geboren, besuchte sie Anfang der 1920er-Jahre die Kunstakademie, erst in Karlsruhe bei Ernst Würtenberger, dann in München. Noch nicht lange war es Frauen überhaupt erlaubt, zu studieren. 1933 jedoch wurde ihr Bild „Das Hütemädchen‘ in einer Ausstellung in Offenburg abgehängt und beschlagnahmt wegen „Verächtlichmachung des Bauernstandes“. Gretel Haas-Gerber schlug ihrem vorbestimmten Schicksal, nach dem Zweiten Weltkrieg nie mehr künstlerisch wahrgenommen zu werden, ein Schnippchen. Mit 66 Jahren fing sie nach dem Tod ihres Mannes noch einmal von vorne an, 1969 schrieb sie sich an der Düsseldorfer Akademie ein.
Was man von ihrem Karlsruher Lehrer Hermann Gehn sagte, konnte auch für die gegenständliche Malerin Gretel Haas-Gerber gelten, sie war eine „gebändigte Expressionistin“ mit ausgeprägtem Interesse an den Menschen und deren Leid. Ende der 1920er-Jahre ging sie aufs Land und malte unverfälschte Kinder, Arme, Bauern, ohne sich von einer Ideologie vereinnahmen zu lassen. In ihrem Spätwerk zeigte sie die Schattenseiten des Wirtschaftswunders, den Wohlstand auf Kosten von Armut und Krieg, die Isolation der Frauen am Herd. Der Katalog, der anlässlich der großen Retrospektive in den neugestalteten Räumen der Städtischen Galerie und des Kunstvereins Offenburg/Mittelbaden im Offenburger Kulturforum erscheint, stellt ein engagiertes Werk vor, das es zu entdecken gilt.
sculpture@CityNord. Das temporäre Skulpturenprojekt 2006. 2007. Hamburg. Kurator Rik Reinking. Organisation Galerie Peter Borchardt. Deutsch / Englisch, 176 S, zahlr. fb. Abb. 19 x 24 cm, Gb. EUR 32,00 ISBN: 978-3-937014-53-1 modo
Kunst im öffentlichen Raum ist ein wenig in Verruf geraten. Zu oft stehen Werke zeitgenössischer Kunst unvermittelt und ungefragt auf Plätzen und in Parks, manch einer spricht sogar von einer „aufhübschenden Stadtreparatur“.
sculpture@CityNord hat gezeigt, dass Kunst im öffentlichen Raum weder ein Lückenfüller sein muss noch das schlechte Gewissen der Verantwortlichen angesichts vernachlässigter Stadtteile beruhigen muss. Mag sein, dass die Skulpturenausstellung, die im Rahmen des Hamburger Architektursommers vom 14. Mai bis zum 24. September 2006 stattfand, insofern ein Glücksfall war, dass die Grundeigentümer-Interessengemeinschaft City Nord, der Organisator Galerist Peter Borchardt und der Kurator, Kunstsammler Rik Reinking an einem Strang zogen. Das Konzept überzeugte auch die Künstler, von denen viele eigens für das Projekt im Park der Hamburger City Nord neue Arbeiten schufen. Jimmie Durham ließ für "Back Door" eine Tür in den Rasen ein, die den Zugang zur Erde symbolisch versperrte, Johannes Esper verlor mit Absicht einen Brillanten auf dem weitläufigen Gelände und Poison ldea legte die „Große Pfütze“ an, auf die die Passanten reagieren mussten. Der Betrachter war als Interakteur gefragt. Das funktionierte so gut, dass nicht nur Führungen, Konzerte und Künstlergespräche während des temporären Projektes stattfanden, sondern sich auch spontane Aktionen entwickelten. sculpture©CityNord wird 2009 fortgeführt, warum ist in diesem Katalog dokumentiert, der allen Verantwortlichen für Kunst im Öffentlichen Raum nur wärmstens ans Herz gelegt werden kann.
Jens Trimpin. Skulpturen / Plastiken 1994-2006. 2007. Hrsg. Galerie Nicole Schlégl, Zürich. Mit Texten von L. Emmerling, M. Fath, J. Gebser, H. Gercke, B. Holeczek, M. Hübl, J. Kronjäger, M. Nieslony, B. Ohnesorge, I. Pfeiffer, B. Reifenscheid und W. Wang. 64 S., 38 s/w Abb., 26,5 x 20,5 cm, Br. 20,00 EUR ISBN: 978-3-937014-76-0 modo
Die abstrakten Marmorskulpturen von Jens Trimpin scheinen keine Ruhe zu kennen. Die Kanten und Flächen rebellieren gegen die ordnenden Kräfte der geraden Linien und rechten Winkel. Stelen neigen sich bedrohlich zur Seite, bei den Kuben ist die Parallelität zwischen den gegenüberliegenden Ebenen einer dynamischen Verschiebung gewichen.
TOP 07. Meisterschüler 2007. Hrsg.:Prof. Axel Heil; Staatliche Akademie der Bildenden. Künste Karlsruhe. Texte: Erwin Gross, Rolf Lauter, Gerhard Pätzold und Professor Axel Heil. Beiträge: Helen Beck, Boris Berber, Antoanetta Marinov, Jonas Schmitt, Tanja Schneider, Miriam Tute, Shihab Vaippipadath, Eva Wittig. 392 S, 303 Abb. 21 x 14.8 cm, Br., EUR 24,00 ISBN: 978-3-937014-72-2 modo
In seinem Hochschulreport konnte das Kunstmagazin „Monopol“ von einem erstaunlichen Wandel berichten. Karlsruhe, lange als Stadt der Techniker, Naturwissenschaftler und Beamten wahrgenommen, ist längst zu einem Zentrum der Kunstszene geworden. Die Gründe liegen auf der Hand: mit dem ZKM besitzt die Stadt ein umtriebiges und innovatives Museum und viele der Karlsruher Galeristen sind auf internationalen Messen vertreten. Und seit nunmehr über 150 Jahren werden an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste junge Künstler ausgebildet. Und dies von Professoren wie unter anderem Franz Ackermann, John Bock, Leni Hoffmann oder Marijke van Warmerdam, die fest im internationalen Kunstbetrieb etabliert sind und zugleich ein eigenständiges Werk schaffen.
Für einen solchen Vernetzungsgedanken steht auch das Ausstellungsprojekt „Top 07. Meisterschüler“ und der gleichnamige Katalog. Die 27 Meisterschülerinnen und -schüler der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe haben nicht allein die Gelegenheit, ihre Arbeiten in bekannten Kunstinstitutionen wie der Mannheimer Kunsthalle und dem Marburger Kunstverein zu zeigen, der Katalog stellt sie auch eingehend mit Biografie und einer kleinen Werkschau vor. So dokumentiert „Top 07“ nicht allein das hohe Niveau der Ausbildung in Karlsruhe, sondern zeigt Tendenzen zeitgenössischer Kunst auf.
100 Jahre Bauen in Baden. 2007. Hrsg. Verband der Bauwirtschaft Südbaden e.V. Texte von Markus Löffelhardt und Gregor Gierden. 80 S. 52. fb. Abb. 37 s/w Abb. 22,5 x 24 cm, Gb. EUR 24,00 ISBN: 978-3-937014-51-7 modo
Die 100 Jahre Bauwirtschaft in Baden, die 2007 gefeiert werden, waren eine ereignisreiche Zeit. Denn sie ist eng mit den Glücksfällen und Katastrophen des 20. Jahrhunderts verbunden. Mit der Aufbruchsphase der Gründerzeit, die noch lange in das frühe 20. Jahrhundert ausstrahlte, der Industrialisierung, dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg, aber auch dem Wiederaufbau der 1950er und 1960er Jahre. Die Autoren der Jubiläums-schrift des Verbands Bauwirtschaft in Baden lenken dabei den Blick von berühmten Architekten auf die Erfindung des Eisenbetons, verbesserte Schweißtechniken und das Zukunftspotential von Energieeffizienz und erneuerbaren Energieformen. Zahlreiche Fotos dokumentieren diese Leistungen. Es ist eine spannende und doch ganz alltägliche Geschichte, die hier erzählt wird, wie der Stahl das Eisen verdrängte, der Eisenbahnbau die Stahlindustrie modernisierte und wie die zunehmende Mobilität das Bauen herausforderte. Einher gingen veränderte Organisations-formen der Unternehmer und Arbeitgeber, die mit gesellschaftlichen Veränderungen in Verbindung standen und das Ausbildungssystem professionalisierten. Bauen, so zeigt sich in dieser Regionalstudie ist eine Lebenswissenschaft, die sich an den konkreten gesellschaftlichen und individuellen Bedürfnissen der Menschen orientiert.
Faszination Farbe – der Maler Friedemann Hahn. 2007. Hrsg. Christiane Ladleif. Text: P.H. Forster, A. Heuser, C. Ladleif. 112 S. 83 Abb., Br., 28 x 22 cm, EUR 19.00 ISBN: 978-3-937014-75-3 modo
Jedes Bild ist für den Maler Friedemann Hahn Neuland. „Ein Bild malen, als beträtest du das Ufer einer Insel, auf das noch nie ein Mensch einen Fuß gesetzt“, so sieht für den 1949 geborenen Künstler Glück aus. Bekannt geworden ist Friedemann Hahn vor allem durch seine Filmbilder, die aus Übermalungen von Reproduktionen von Filmszenen entstanden und sich dann zu großformatigen Ölbildern verselbständigten. Wenn Friedmann Hahn Lino Ventura und Jeanne Moreau in „Touchez pas au Grisbi“ malt, stellt er nicht nur eine besonders emotional aufgeladene Szene dar, er transportiert auch Mythen des Films. Die Grenze zwischen E- und U-Malerei habe ihn nie interessiert sagt Hahn, der seit 1991 eine Professur an der Mainzer Akademie der Bildenden Künste innehat und selbst an der Akademie Karlsruhe und Düsseldorf studierte. Vielmehr geht es ihm um ein ganzes Arsenal von Helden, die Eingang in die Alltagskultur gefunden haben und doch Ungewöhnliches geleistet haben: Kinostars, aber auch Seefahrer und Entdecker wie Sir Robert Francis Scott und Sir John Franklin. Aber immer ist es Malerei, die dieser „abstrakte Realist“ schafft, die weder eine Auseinandersetzung mit den Künstlern der amerikanischen Farbfeldmalerei wie Barnett Newman scheut noch eine mit christlicher Ikonografie. Wer sich selbst als „Malereifahrer“ sieht, bleibt eben niemals stehen.
BIG BOPP. 2007. Hrsg. HahnKlasse, Arsenal HKM 1 Mainz und Akademie der Bildenden Künste Johannes Gutenberg-Universität Mainz. 340 S. 175, fb. Abb. 22 x 16,5 cm, Br. EUR 19,00 ISBN: 978-3-937014-69-2 modo
Big Bopp ist zuerst einmal eine Adresse. Nämlich die der Akademie der Bildenden Künste der Mainzer Johannes-Gutenberg Universität in der Boppstraße 26. Doch Big Bopp ist mehr: eine Ausstellung und zugleich Dokumentation von 15 Jahren Akademieschaffen, die in der Boppstraße identisch mit 15 Jahren Lehrtätigkeit Friedemann Hahn ist. Seit 1991 unterrichtet der Maler Friedemann Hahn in Mainz. Wer jetzt erwartet, dass die 51 hier vorgestellten Künstlerinnen und Künstler, darunter auch der Professor selbst und einige Lehrbeauftragte, ausschließlich malen würden, geht fehl. Viele arbeiten installativ, fotografieren oder schaffen Animationen. Big Bopp führt sie alle noch einmal zusammen, junge Künstlerinnen und Künstler, die ihr Studium abgeschlossen haben, jene, welche die Akademie gewechselt haben und solche, die in Mainz studieren. Fragt man nach einem einheitlichen Stil der Künstler von Tolia Astakhishvili bis Petra Weber fällt ein Hang zur dunkeln Romantik, zur Popkultur und zum Trash auf. Und so gibt der Band nicht allein einen Einblick über junges Kunstschaffen in Mainz, sondern auch über Tendenzen der aktuellen Kunstszene.
KUNSTBEWEGT. Neckarsulm 2007. Künstlerbund Baden-Württemberg e.V. 2007. Hrsg. Künstlerbund Baden-Württemberg e.V.. 380 S., 260 fb. Abb., 8 s/w Abb. 20 x 12 cm, Gb. EUR 20,00 ISBN: 978-3-937014-74-6 modo
Kunst bewegt. Das Motto der Veranstaltung, die seit sechs Jahren jeden Sommer in Neckarsulm stattfindet, ist durchaus wörtlich zu nehmen. Kunst bewegt nicht nur die Künstler, sondern auch die Besucher dazu, in den offenen Ateliers dem einen oder anderen über die Schulter zu schauen. In diesem Jahr, in dem die Stadt erstmals mit dem Künstlerbund Baden-Württemberg zusammengearbeitet hat, bewegt sie die Neckarsulmer noch viel grundlegender. Griff doch die Aktion auf den ganzen Stadtraum über. 129 Mitglieder des Künstlerbundes Baden-Württemberg haben sich auf das Projekt mit Entwürfen beworben, welche die Gegebenheiten vor Ort, die besondere Architektur und die Präsenz bestimmter Industriezweige berücksichtigten. 44 Projekte wurden verwirklicht, darunter klassische Skulpturen, Klanginstallationen, Zeichnungen, Malerei, aber auch Objekte. Es sind Eingriffe auf Zeit, welche die Künstler in Neckarsulm vorgenommen haben, die aber doch das Vertraute verfremden und den Blick schärfen. Die Publikation anlässlich der Ausstellung ist einerseits ein Führer durch dieses temporäre Museum im Stadtraum, andererseits eine Präsentation der Künstlerbundsmitglieder und der zu diesem Projekt eingeladenen Gäste, die sich mit Lebenslauf und jeweiligem Projektentwurf vorstellen. Darüber hinaus ist sie auch eine Darstellung des utopischen Potentials der Kunst.
Peter Vogel. Klang Bewegung Licht. Ein Werkbuch. 2007. Hrsg.: Städtische Museen Freiburg, Museum für Neue Kunst. Texte von Jochen Ludwig, Peter Vogel und Christiane Grathwohl-Scheffel. 128 S. 84 fb. und 126 s/w Abb. 28 x 23 cm, Gb. EUR 24,00 ISBN: 978-3-937014-71-5 modo
Peter Vogel wollte immer mehr sein als nur Naturwissenschaftler oder Künstler. Das Entwickeln medizinischer Geräte war ihm zu wenig, aber auch das Bemalen einer Leinwand. Techniker, Musiker, Tänzer und bildender Künstler sollte es sein und das in einer Zeit, die darin keinen Gegensatz sah. Ende der 1960er und Anfang der 70er Jahre entstanden die ersten interaktiven Objekte Vogels, die den Betrachter zum Kollaborateur machen und die international Beachtung finden sollten. Wer sich vor Vogels Kunstobjekten bewegt, löst musikalische Sequenzen aus, ohne den mitwirkenden Betrachter sind die Arbeiten Vogels zum Schweigen verdammt. "Polyrhythmische Variationen" hat der 1937 geborene Künstler die sich wiederholenden und überlagernden Strukturen genannt. Im Grenzbereich zwischen Neurophysiologie, Philosophie und Kunst angesiedelt, sollen seine klingenden und leuchtenden Objekte die Menschen zum Spiel verleiten und sie so hin zu einer Verbindung von Kunst und Technik befreien. Das Werkbuch, das zu Peter Vogels Einzelausstellung im Freiburger Museum für Neue Kunst erscheint, vereint Konstruktions-zeichnungen, Schaltskizzen, Partituren mit Fotos von seinen Arbeiten und Performances und dokumentiert eine Kunst, welche die Bewegung im Ton entdeckte.
Markus Daum. IN ZWISCHEN. Hrsg. Kunstverein Radolfzell e.V. Text: Frank Nievergelt. 2007. 80 S., 78 fb. Abb. 21 x 16,5 cm, Gb. EUR 20,00 ISBN: 978-3-937014-68-5 modo
Der in Berlin und Radolfzell lebende Künstler Markus Daum arbeitet in Zyklen. Dabei umkreist er immer wieder die menschliche Existenz mit ihren Licht- und Schattenseiten. In seinen Figuren und Körperfragmenten wie Kopf, Hand und Fuß, geht es ihm stets um den Menschen als Ganzes, sein Fühlen, Denken und Handeln.
Geboren wurde Markus Daum 1959. Nach einer Lehre als Steinmetz und Steinbildhauer ging er zum Studium der Bildhauerei nach Stuttgart und Berlin. Der Katalog, der anlässlich seiner Ausstellungen im Kunstverein Radolfzell in der Städtischen Galerie Villa Bosch und im Freiburger Morat-Institut für Kunst und Kunstwissenschaft erscheint, bilanziert die letzten fünf Jahre seines Schaffens.
Formfindung ist bei Markus Daum mit der Entdeckung von Aspekten des Menschlichen verbunden. Seine in Eisenguss geschaffenen Plastiken wirken durch ihre schrundige Oberfläche und die Expressivität ihrer rostroten Farbe und lassen den Betrachter über die Verletzlichkeit des Menschen und die Endlichkeit seiner Existenz nachdenken.
Die konsequente Mehransichtigkeit der plastischen Arbeiten setzt Markus Daum in seinem grafischen Werk – Tusche-, Graphit- und Ölkreidezeichnungen sowie Collagen – durch stete Überarbeitungen der einzelnen Blätter um. Ob Plastik oder Zeichnung, sein Blick auf den Menschen ist immer dramatisch, niemals pathetisch.
Ausgezeichnet! Hrsg. Kunstverein Freiburg. Text Felicity Lunn. Beitr. J. Tobias Anderson, Pascal Danz, Katja Davar, Kate Davis, Katy Dove, Gabriela Fridriksdottir, Franziska Furter, Knut Henrik Henriksen, Leni Hoffmann, Cristina Ohlmer, Yehudit Sasportas, Christoph Schmidberger, Stefan Thiel. 2007. 40 S., 27 meist fb. Abb., 23 x 16,5 cm, EUR 13,00 ISBN: 978-3-937014-70-8 modo
„Einen Spaziergang um seiner selbst“ willen, hat Paul Klee einmal die Zeichnung genannt. Der Kunstverein Freiburg lädt mit seiner Gruppenausstellung „Ausgezeichnet!“ gleich auf 13 verschlungene Wege ein, die in diesem Katalogbuch dokumentiert sind. Seit einigen Jahren schon erfährt die Zeichnung eine beachtliche Wertschätzung. Nicht zuletzt haben Künstler wie Paul Noble und Raymond Pettibon dafür gesorgt, dass die Zeichnung nicht mehr als bloße Vorlage für andere Medien unterschätzt wird und dass ihre Möglichkeiten erweitert wurden. Der gemeinsame Nenner der in „Ausgezeichnet!“ vereinten Arbeiten ist, so die Leiterin des Kunstverein Freiburg Felicity Lunn, die Erkundung der Beziehung zwischen Linie und Fläche, aber auch zwischen Zeichnung und anderen Medien. Das kann in einer raumbezogenen Arbeit von Leni Hoffmann oder in den Scherenschnitten von Franziska Furter und von Stefan Thiel sein. Es kann aber auch in J. Tobias Andersons Animation „879 Colour“ geschehen, der ebenso viele Stills aus Alfred Hitchcocks
„Der unsichtbare Dritte“ gezeichnet und zu einem Film zusammengefügt hat. Aber auch in einem Rückbezug auf die Geschichte der Kunst. Die Linie konsequent durchführend hat Kate Davis 36 Blätter mit einer Nadel gestochen, in denen sie Alberto Giacomettis Skulptur „Woman with her throat cut“ umrundet.
Cornelia Konrads. Places. Land Art und Buchobjekte. 2007. 60 S. 67 fb. Abb. 21 x 24 cm, Gb., EUR 22,00 ISBN: 978-3-937014-65-4 modo
Cornelia Konrads Kunst bewegt sich zwischen konkreten und imaginären Orten.,, Places“ nennt sie beide und meint damit einerseits die Standorte im Aussenraum, an denen sie mit ihren Installationen Zeichen und Spuren hinterlassen hat, andererseits ihre Buchobjekte, die einen imaginären Ort für sich in Anspruch nehmen. Poetisch sind sie beide, auch ihre Landart-Projekte, die sie bereits in Schweden, Frankreich, Australien und Japan verwirklicht hat.
„Moment of Decision‘ hat die 1957 geborene Künstlerin eine Arbeit genannt, bei der Schneebälle ein Tor bilden, als wirbelte sie ein unsichtbarer Jongleur in die Luft. Worin die Entscheidung liegt? Alle Materialien - und Konrads arbeitet häufig mit Stein, aber auch mit Holz und Bambus - scheinen wählen zu können zwischen der Schwerkraft und deren Überwindung. Wie dies geht, sieht man ebenso in ihrem Künstlerbuch wie eine Zusammenschau der Werke der letzten Jahre. Die Serie der Bücher nimmt unter diesen eine besondere Stellung ein, geht es ihr hier doch auch um Schrift und Sprache. So ist die Oberfläche des „Blindbuchs“ voller Dornen, die des Tränenbuchs jedoch voller kleiner Tropfen, die entstanden sind, da das Salz Wasser zieht. Kein Ort, der von Cornelia Konrads nicht verwandelt werden würde.
Klaus Merkel – HEFT/figures. 2007. Hg.: Städtische Galerie Waldkraiburg. Mit Texten von Veit Loers und Elke Keiper. Texte in Deutsch und Englisch, 64 S, 24 fb. Abb. 27 x 21 cm, Gb., EUR 22,00 ISBN: 978-3-937014-50-0 modo
Klaus Merkel ist spätestens seit den so genannten „Katalogbildern‘1, die erstmals 1993 gezeigt wurden, als Maler bekannt, der die Frage nach der Konzeption und dem Vermittlungskontext von Bildern in seiner Arbeit radikal einlöst. Aber wenngleich reflexive Rückgriffe auf seine eigene Malerei bestimmend für Merkels Arbeitsweise sind, so wird dabei oft übersehen, dass diese Operationen immer von Bildideen gespeist sind und immer auf die Entstehung eines neuen Bildes abzielen. Tatsächlich wird aber gerade dieser Frage bei der Rezeption seines Werks oft zu wenig Beachtung geschenkt. HEFT/figures möchte diese Lücke füllen und zeigen, welche visuelle Substanz die Bilder von Klaus Merkel neben dem „gemalten Diskurs“ beziehungsweise durch ihn hindurch als Einzelbild aufweisen. Gezeigt wird eine Auswahl von aktuellen Arbeiten bis hin zu solchen aus den frühen 1980er Jahren. Die Zusammenstellung der Werke geht dabei konsequent von der Figur des autonomen Einzelbildes aus, mit seiner hohen malerischen Präsenz und individuellen poetischen Kraft. Dessen Einbettung in die Theorie, so zeigen die Ausstellung in der Städtische Galerie Waldkraiburg und der Katalog, ist kein Selbstzweck, sondern Basis und Grundlage, um letztlich zu autonomer Malerei zu gelangen.
Hans Rath. 2007. Hrsg. Morat-Institut für Kunst und Kunstwissenschaft. Mit einem Text von R. Stecker. Dtsch, / Franz. 112 Seiten, 2 Ausschlagtafeln, 70 fb. Abb. 29 x 23 cm, Gb. EUR 26,00 ISBN: 978-3-937014-59-3 modo
30 Jahre künstlerisches Schaffen von Hans Rath überblickt dieser Katalog. Und folgt so den jeweiligen Entwicklungen des 1952 geborenen Malers, der von 1975 bis 1979 bei A. v. Hancke und M. Lüpertz an der Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe studierte. Hans Rath ist ein Augenmensch. Seine Bilder unterwirft er ganz ihrem Gegenstand. Bäume, Landschaften, Industrieanlagen und Menschen entreißt er dem Moment und führt sie in seine pastose Malerei über. Dabei ist sein Stil konsequent antisubjektivistisch, so malt er, wenn er Werke von Tizian, Grünewald oder Maulbertsch interpretiert, in deren Manier, ohne jedoch seine Eigenständigkeit aufzugeben. Sein eigenwilliger Malduktus, seine Art, Licht und Bewegung zu inszenieren, überhaupt das Bild zu konstruieren, ist in all seinen Werken wieder zuerkennen.
In den letzten Jahren hat der in Freiburg und Villevielle lebende Künstler sich verstärkt mit Industriearchitektur und den von den Massenmedien vermittelten Pressefotos auseinander gesetzt. Was Veränderungen und der Vergessenheit anheim fällt, hält Rath fest und reflektiert dabei gleichzeitig über die Strategien, wie Bilder entstehen.
Renate Sautermeister. Malerei – Zeichnung – Grafik 1957-2007. 2007. Text Hilmar Hoffmann, Eva Brinkmann to Broxten, Georg Bussmann, Eberhard Brügel, Katinka Fischer. 216 S. 241 meist fb. Abb. 23,5 x 28 cm. Gb. EUR 28,00 ISBN: 978-3-937014-63-0 modo
Die 50 Jahre künstlerisches Schaffen, die dieser Katalog vorstellt, waren für Renate Sautermeister auch immer eine Standortbestimmung, sowohl künstlerischer als auch politischer und persönlicher Natur. Als die 1937 in Hamburg geborene Renate Sautermeister Anfang der 1950er Jahre die Kunstschule in Bonndorf/Schwarzwald und später die Werkkunstschule Wiesbaden besuchte, war Malerin für junge Frauen noch kein geeigneter Berufswunsch. Später in Frankfurt entwickelte sich Renate Sautermeister zu einer politisch engagierten Künstlerin, welche die 1970er Jahre als Zeit des Aufbruchs erlebte. Sie gehört zu den erfolgreichen deutschen Malerinnen und findet national und international große Beachtung.
Man kann in ihrem Werk einen Dialog zwischen Zeichnung und Malerei erkennen, aber auch Parallelen zwischen ihrem abstrakten und figurativen Werk. Geht es doch sowohl in ihren gegenständlichen als auch in ihren abstrakt-expressionistischen und informellen Arbeiten um unser Verhältnis zum Raum. In den 1970er und frühen 1980er Jahren entwarf sie Räume, die zu Chiffren einer existenziellen Unbehaustheit des Menschen im Sinne eines Samuel Beckett wurden. Treppen, die ins Nichts führen, Türen, die sich ins Leere öffnen, bestimmen viele ihrer Bilder. Ihre späteren abstrakten Arbeiten haben die zarten Farben hinter sich gelassen und eine neue Dynamik gefunden. Denn Stillstand war nie der Grund, warum Renate Sautermeister Künstlerin geworden ist.
Die 50 Jahre künstlerisches Schaffen, die dieser Katalog vorstellt, w~ren für Renate Sautermeister auch immer eine Standortbestimmung, sowohl künstlerischer als auch politischer und persönlicher Natur. Als die 1937 in Hamburg geborene Renate Sautermeister Anfang der 1950er Jahre die Kunstschule in Bonndorf/Schwarzwald und später die Werkkunstschule Wiesbaden besuchte, war Malerin für junge Frauen noch kein geeigneter Berufswunsch. Später in Frankfurt entwickelte sich Renate Sautermeister zu einer politisch engagierten Künstlerin, welche die 1970er Jahre als Zeit des Aufbruchs erlebte. Sie gehört zu den erfolgreichen deutschen Malerinnen und findet national und international große Beachtung.
Man kann in ihrem Werk einen Dialog zwischen Zeichnung und Malerei erkennen, aber auch Parallelen zwischen ihrem abstrakten und figurativen Werk. Geht es doch sowohl in ihren gegenständlichen als auch in ihren abstrakt-expressionistischen und informellen Arbeiten um unser Verhältnis zum Raum. In den 1970er und frühen 1980er Jahren entwarf sie Räume, die zu Chiffren einer existenziellen Unbehaustheit des Menschen im Sinne eines Samuel Beckett wurden. Treppen, die ins Nichts führen, Türen, die sich ins Leere Öffnen, bestimmen viele ihrer Bilder. Ihre späteren abstrakten Arbeiten haben die zarten Farben hinter sich gelassen und eine neue Dynamik gefunden. Denn Stillstand war nie der Grund, warum Renate Sautermeister Künstlerin geworden ist.
Closer than it appears - näher als es scheint. Tänze für das blaue Haus. Hrsg. Förderverein Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus Breisach e.V. Fotografie von Ari Nahor. Text: Freidel Scheer-Nahor, Elaine Wolf, Toby Axelrod. Nachwort Dan Bar-On. Dtsch. Engl. 104 S., 112 fb Abb., 22,5 x 23 cm, Br. EUR 19,80 ISBN: 978-3-937014-64-7 modo
Zwei Tanzkompanien aus New York, „Battery Dance Company“ und „Drastic Action‘ kamen im Sommer 2006 nach Breisach am Rhein, in eine kleine Stadt an der Grenze zu Frankreich gelegen, um ihr ein Geschenk zu machen. Von Tänzern, die aus der ganzen Welt stammen, wurden „Tänze für das Blaue Haus“ aufgeführt, die einen Bezug zu der vom Breisacher „Förderverein Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus“ geleisteten Arbeit hatten, nämlich die Geschichten der vertriebenen und ermordeten jüdischen Bewohner Breisachs aus dem Schweigen und Vergessen zu holen. Die Künstler wollten etwas tun, was der jüdischen Gemeinde, die einst in Breisach lebte, gewidmet sein sollte, um gleichzeitig eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten zu schlagen. Vor den Aufführungen waren Workshops mit Schülerinnen und Schülern aus Freiburger Schulen, mit denen in sechs Tagen unter der Anleitung der professionellen Tänzer kleine Stücke erarbeitet wurden. Daneben wurde von „Drastic Action“ ein Inszenierung für die Straße entwickelt, die sich ausgehend vom Synagogen-platz in Breisach über die ehemalige Judengasse zum nahe gelegenen „Blauen Haus“, dem ehemaligen jüdischen Gemeindehaus, bewegte. All dies wurde von An Nahor fotografisch begleitet und festgehalten. Es entstanden intensive Bilder von atmosphärischer Dichte, die nun in einem Fotoband mit dem Titel „Näher als es scheint“ präsentiert werden. Nahors Blick war auf die besonderen Momente gerichtet, wie etwa das Schweben in der Luft, auf das Einfangen der Emotionen und das Fixieren des vergänglichen Ausdrucks. Es entstanden Bilder von malerischer Schönheit, die die Atmosphäre des Ereignisses dauerhaft bewahren und zum Träumen und Nachdenken einladen. Bewegungsintensive Motive setzte er zielsicher ins Bild. Bei den Proben in den Schulen war er der Beobachter im Hintergrund, der diese, für die Schüler und Tanzlehrer einzigartigen Begegnungen festhielt und zu aussagekräftigen Bildern gerinnen ließ, die Bestand über den Tag hinaus haben.
Zeichengeschichten. Hrsg. Christine Hesse. Textsammlung zum Thema Zeichengeschichten. - Geschichten zeichnen. 132 S., zahlr. Ab., 15,2 x 22,8 cm, Gb. EUR 22,00 ISBN: 978-3-937014-66-1 modo
Man kann nicht, nicht kommunizieren, hat der Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick einmal gesagt. Ebenso ist es unmöglich, keine Zeichen zu setzen. Wir bewegen uns täglich in einem Feld von Zeichen, mit denen wir Bedeutung schaffen und durch die wir selbst gedeutet werden. Zeichen sind unscharf. Wie sie verstanden werden, ist vom jeweiligen Betrachter und dessen Prägung abhängig.
Daher haben Christine und Klaus Hesse, Gründer und Leiter des renommierten Kommunikationsbüro Hesse Design, bei Künstlern, Architekten, Journalisten, Psychotherapeuten sowie Designern und Unternehmern nachgefragt und sie ihre schönsten Zeichengeschichten erzählen lassen. Entstanden ist ein buntes, lesens- und nachdenkenswertes Spektrum von Begegnungen und Ansichten. Sehr lebensnah und essayistisch geschrieben, reflektiert das mit viel Witz illustrierte Lesebuch über das Gelingen und Misslingen von Kommunikation, die Selbstdarstellung durch Marken und die Veränderungsprozesse, denen Zeichen unterworfen sind. Wie Identitäten geschaffen werden und wie Inhalte und Bedeutung kommuniziert werden, erfährt man hier auf eine denkbar anschauliche Weise in Wort und Bild. Das Buch erzählt von Geschichten, wie die Zeichen so spielen.
Essays von Barbara Bierach, Barbara Kotte, Raban Ruddigkeit, Bernd Neuzner, David Fischer, Peter Oprach, Klaus Hesse, Hasso von Blücher, Thomas Stricker, Petra Knyrim, Christine Hesse, lsidro Ferrer, Frank Kuechler.
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