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Hermann Dischler. 2010. Hg: Horst-Dieter Meier. Text von Ruth Hötzel-Dickel.272 S., 55 sw. und 228 fb. Abb., 24 x 30 cm, Gb., EUR 45,00 ISBN: 978-3-86833-049-6 modo
Manche halten ihn gar für den Erfinder des Schwarzwaldwinters. Zumindest aber gilt er vielen als "Schneemoler". Herman Dischler wurde 1866 in Freiburg geboren und 2010 jährt sich sein Todestag zum 75. Mal. Er gehört zu jenen Malern, die den Schwarzwald, seine Höfe, Wiesen und Höhen künstlerisch erkundet und unser Bild dieser Landschaft wesentlich mitbestimmt haben. Denn wer kennt nicht aus Dischlers Bildern die tief verschneiten, niedergedrückten Tannen des Feldbergs, denen man ein geheimes Eigenleben zutraut. Hermann Dischler war Meisterschüler von Gustav Schönleber an der Karlsruher Kunstakademie, der ihn für die Plein-Air-Malerei begeisterte. Als einer der ersten nutzte er die Fotografie als Vorlage für seine Bilder, obgleich ihm die Natur die "größte Lehrmeisterin" war.
Die zeitgenössische Kunstkritik bescheinigte ihm, nicht in die Ferne zu schweifen, sondern das Gute im Naheliegenden zu finden. Er selbst sah die naheliegenden Vermarktungsmöglichkeiten seiner Malerei in einer Zeit des beginnenden Schwarzwaldtourismus. So reproduzierte er seine Ansichten in Postkarten und veranstaltete in seiner Villa in Hinterzarten Verkaufsausstellungen.
Der vorliegende Katalog vertieft eine Retrospektive in Hinterzarten anlässlich Hermann Dischlers 75. Todestag um eine chronologische und motivgeschichtliche Betrachtung seines Oeuvres und um ein umfangreiches Werkverzeichnis.
SKULPTOUR IN FREIBURG. Spaziergänge zu Skulpturen im öffentlichen Raum. Hrsg: Kulturamt der Stadt Freiburg. Text Nicoletta Torcelli. 48 S., 51 fb. Abb., 22 x 12 cm, Br., EUR 6,00 ISBN: 978-3-86833-039-7 modo
Unsere Wahrnehmung im Alltag besteht größtenteils in einer Routine der Nicht-Wahrnehmung, schreibt Freiburgs Kulturbürgermeister Ulrich von Kirchbach ganz zu Recht in seinem Vorwort zu diesem Band. Grund genug, den Blick zu schärfen und auf eine andere Sicht auf die Stadt aufmerksam zu machen: auf eine Stadt als großes Freiluftmuseum, das zum Kunstgenuss einlädt, ohne auch nur einen Moment museal zu erscheinen.
Sechs verschiedene Stadtführungen schlägt diese Publikation vor, es sind "Skulp-Touren", Wege zur Skulptur im öffentlichen Raum. Sie schlagen den Weg Richtung Innenstadt ein, Richtung Wiehre, aber auch ins Institutsviertel der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Ein Weg der sich lohnt, schließlich verbindet die Alma Mater ihre Bauvorhaben mit Kunst-am-Bau-Projekten. Ein wenig versteckt finden sich hier Arbeiten von Künstlern mit internationalem Renommee wie Günther Förgs Bronzestelen oder Olaf Nicolais „Lampido. Teppich für einen Geologischen Garten“, eine Installation, die zum Verweilen einlädt. Jüngst ist Reiner Maria Matysiks „Augenloses“ hinzugekommen, ein amorphes Tierwesen, mit denen Matysik der Evolution unter die Arme greift.
Doch, wer die sechs Touren macht, die alle die Länge eines Spazierganges haben und durch den integrierten Stadtplan gut erschlossen sind, erfährt nicht nur einiges über zeitgenössische Skulptur, sondern auch über Geschichte. So haben auch Gunter Demnigs „Stolpersteine“, die an im „Dritten Reich“ ermordete jüdische Mitbürger erinnern, in diesen Stadtführer Eingang gefunden oder Walter Schelenz’ „Mahnmal für die Opfer des Naziregimes“ aus dem Jahr 1975. Diese Skulptouren sind gleichermaßen für Touristen als auch für Freiburger ein Gewinn.
Im Dialog – Erich Hauser zum Achtzigsten. 2010. Hrsg: Jürgen Knubben. Texte von Robert Kudielka, Gerhard Breinlinger, Heiderose Langer, Martin Mäntele, Harry Schlichtenmaier. 216 S., 120 meist fb. Abb., 29 x 24,5 cm, Gb. EUR 28,00 ISBN: 978-3-86833-055-7 modo
Als sich Erich Hauser (1930–2004) in den 60er Jahren entschloss, als freier Künstler zu arbeiten, gelang ihm ein Einstieg nach Maß. Bereits 1964 stellte er an der documenta aus, zwei weitere Teilnahmen sollten folgen. 1969 erhielt er auf der Biennale von Sao Paulo den groflen Preis. Schon früh wurde er von Sammlern wahrgenommen, etwa von Dieter Grässlin und Siegfried Weishaupt. Der Ulmer Sammler hielt ihm die Treue, so dass die Doppelausstellung, die das Museum Weishaupt und die Kunststiftung Erich Hauser mit dem Ulmer Museum anlässlich Hausers 80. Geburtstag veranstalten, ein Werkspektrum von den 60er bis zu den 80er Jahren zeigen kann.
Hausers geometrische Skulpturen aus Edelstahl trafen den Zeitgeist. Sie waren kühn genug, um für den Fortschrittsoptimismus zu stehen und makellos genug, um die Idee des technoiden Zeitalters zu repräsentieren. Kein Wunder, dass Erich Hauser zu einem der bedeutendsten Bildhauer Deutschlands wurde und seine Arbeiten immer noch sehr präsent im öffentlichen Raum sind. Die Doppelausstellung in Ulm wird nun sein Werk in Dialog treten lassen mit anderen Vertretern der 60er und 70er Jahren (nur Maler). Die Ausstellung des Ulmer Museums wirft einen Blick in das "Atelier Hausers", indem sie vor allem Zeichnungen und Modelle zeigt, in der Kunsthalle Weishaupt sind seine Skulpturen zu sehen.
Tolksdorf, Stefan; Bernd Nothen - Verlorene Botschaften; Lost Messages; Dtsch/engl. 128 S.; 30 x 23 cm; Gb.; Modo Verlag, Freiburg 2010. EUR 26,00 ISBN: 978-3-86833-054-0 modo
"Ein Bild soll ein schöner Fleck an der Wand sein, jawohl ein schöner Fleck! Es gibt genug verdrießliche Dinge im Leben, als noch welche hinzufügen", hat Auguste Renoir einmal gesagt. Aber wenn ein Bild ein schöner Fleck ist, darf wohl auch ein Fleck ein schönes Bild sein. Bernd Nothen hat sich im Laufe seiner künstlerischen Existenz auf die Suche nach der Schönheit im Randständigen begeben. Indem er Bonbonpapier vom Boden aufhob, Plakate von Mauern und Wänden riss und für all das, was andere wegwarfen, ein Auge übrig hatte.
"Verlorene Botschaften" nennt der 1939 geborene Künstler die Werke aus den letzten 40 Jahren, die dieser Katalog erstmals im Überblick präsentiert. Es sind Collagen und Assemblagen, die aus altem Papier in verschiedenen Transformationsprozessen entstanden sind. Bernd Nothen, der an der Essener Folkwangschule für Gestaltung und an der Akademie der Bildenden Künste München studierte, ließ sich dabei von Fresken der Renaissance während einer Italienreise Mitte der 1960er Jahre inspirieren. Seitdem kann man in seinen Werken den Blick wandern lassen und Landschaften, Schauplätze und unendlich viele andere Dinge erkennen. Das Erlebnis des Sammelns wird zu einem des Betrachtens.
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Regal. Bernd Völkle, Klaus Theweleit. Hrsg: Dieter Weber, Text: Klaus Theweleit im Gespräch mit Bernd Völkle. 80 S., 50 fb. Abb., 21,5 x 14,5 cm. Geb. EUR 21,80 ISBN: 978-3-86833-016-8 modo
Hätte dieses Projekt einen Paten, es wäre ohne Frage Heiner Müller. Der deutsche Theaterautor, den man kaum jemals ohne Zigarre sah, und dem noch immer seine Fans Zigarren auf sein Grab legen. Was Heiner Müller mit den Zigarrenkisten machte, ist nicht über- liefert. Wohl aber, was der Maler Bernd Völkle aus ihnen macht. Er benützt sie als Bildträger mit Hang zum Verborgenen. Auf knapp 50 Zigarrenkisten ist seine Serie mittlerweile angewachsen, Völkle bewahrt sie in einem Regal auf, der einen Setzkasten im wört- lichsten Sinne darstellt. Wo früher Bleilettern gelagert wurden, hat Bernd Völkle nun seine Vorbilder, Wahl- verwandte und Antipoden eingestellt. Die Schriftsteller Elfriede Jelinek und Arnold Stadler befinden sich gleichermaßen darunter wie Arnold Schönberg oder Friedrich Nietzsche. Die Köpfe, die Völkle bemalt und beklebt, sind Teil eines besonderen Ordnungssystems, das eng mit seinem Schaffen verbunden ist.
Das Gespräch der beiden Freunde Bernd Völkle und Klaus Theweleit, geht den Spuren dieser Künstler nach, entdeckt manches Geheimnis und belässt dieser besonderen Serie ihren ganz eigenen Reiz. Es ist auch eine Unterhaltung über das Wesen der Freundschaft, unterbrochen wird es lediglich durch Wissenswertes über kubanische Zigarrenmarken und die Kunst des Zigarrenrollens.
Eckhart Dietz – Neue Arbeiten. 2010. Hrsg: Galerie im Prediger Schwäbisch Gmünd. Text: Clemens Ottnad, Otfried Schütz. 64 S. 46 fb. Abb. 29,5 x 23,5 cm, Gb. EUR 18,00 ISBN: 978-3-86833-046-5 modo
Es seien Dokumente seines Denkens, schreibt Otfried Schütz in seinem einleitenden Essay über die Werke von Eckhart Dietz. Dann muss der 1933 geborene Künstler wohl ein Dialektiker sein. Denn wer aus derart schweren Materialien wie Aluminium, Eisen und Stahl solch leichtfüßige tänzerische Skulpturen schaffen kann, muss in der Lage sein, in Gegensätzen zu denken. Dietz studierte in Stuttgart Kunst, seit 1962 arbeitet er als freischaffender Bildhauer. Obgleich er seine Werke im Metallguss erstellt, sind es Unikate. Dieser Band stellt Dietz’ Bewegungsstudien und Figurengruppen fast ausschließlich aus dem Jahr 2009 vor. Seine abstrakt-figürlichen Kompositionen sind immer durch ein Aufbegehren gegen die Schwerkraft bestimmt. Die Geste, mir der dies geschieht, ist raumgreifend und ausdrucksstark. Dabei verfolgt Dietz eine Strategie des Weglassens, die jedes Werk befragt, wie viel, wie wenig nötig ist, um die gewünschte Aussage zu erreichen. Das Gestische seines künstlerischen Ansatzes findet sich auch in seinen Zeichnungen wieder. Er schafft sie beidhändig als wollte er Formen aus dem Papier modellieren, als könnte man mit den Händen denken.
Auf:bruch / Departure. Vier Positionen zeitgenössischer Kunst / Four Aspects of Contemporary Art. Beitr.: Andreas Kocks – Sebastian Kuhn – Nunzio – Reiner Seliger. 2010. Hrsg.: Margit Biedermann Foundation. Text: Simone Jung, Klaus Wolbert, Paolo Bianchi, Simone Schimpf, Wilhelm Warning. 104 S., 52 fb. u. 4 sw. Abb. 28 x 24 cm, Gb. EUR 25,00 ISBN: 978-3-86833-044-1 modo
Es ist programmatisch zu sehen, wenn ein Museum gleich seine zweite Ausstellung „Auf:bruch“ benennt. Denn der Aufbruch ist so etwas wie der große Bruder des Anfangs.
Mag dem Anfang der von Hermann Hesse beschworene und viel zitierte Zauber innewohnen, der Aufbruch jedoch geht aufs Ganze. Nicht umsonst ist er, wie Klaus Wolbert in seinem Essay für diesen Katalogband betont, ein Schlüsselwort der Moderne und eng mit der Avantgarde-Bewegung verbunden. Bezieht man ihn jedoch ganz konkret auf einzelne Kunstwerke, misst sich daran das Selbstverständnis des jeweiligen Künstlers. Bezieht man es auf die Sammlung, lässt sich darin der Wunsch, das Eigene zu erkunden, ablesen.
Auf:bruch im Sammlermuseum Biedermann ist eine Ausstellung mit Werken der vier Bildhauer Sebastian Kuhn, Andreas Kocks, Nunzio und Reiner Seliger. Die Zeiten, in denen streng zwischen Plastik und Skulptur zu trennen war, sind vorbei. Die vier Künstler reißen auf, um aufzubauen und bauen auf, um einzureißen. So zitiert etwa Sebastian Kuhn die Geschichte der Skulptur, Reiner Seliger arbeitet mit Baumaterialien, wie Styropor, Plexiglas, Holz und Ziegeln. Während Nunzio mit der Kettensäge sein bevorzugtes Material Holz bearbeitet und Andreas Kocks zwischen Wand und Boden neue Wege in der Bildhauerei beschreitet. Was sie eint, ist der Aufbruch in eine neue Dimension der Bildhauerei.
Josef Bücheler – Objekte, Bäume, Zeichnungen, Installationen. 2009. Texte von Werner Meyer, Clemens Ottnad, Anna Bücheler. 128 S., deutsch, 12 s/w- und 82 fb. Abb. 30 x 22,5 cm, Gb. EUR 28,00 ISBN: 978-3-86833-021-2 modo
Das Wort Bauminstallation muss eigens für Josef Bücheler erfunden worden sein. Wer einmal eine seiner Interventionen am lebenden Baum gesehen hat, weiß warum. Kann der Baum doch in diesen papiernen Hüllen wachsen, sie durchbrechen und zum Zerreißen bringen. Das Wachsen des Baumes ist dabei gleich wichtig wie der künstlerische Prozess von Josef Bücheler.
Die Materialien Papier, Zweige, Grafit, Erde und Asche, mit denen der 1936 geborene, in Rottweil beheimatete Josef Bücheler arbeitet, erinnern an die Arte povera, die Formen, die er daraus schafft an Organismen und an Architektur. Wie Schilde, die zugleich auch Bildkörper sind, spannen sich in seinen Werken Papierhäute über Weidenruten. Bücheler bearbeitet diese Papiere mit Asche, Sand und Schlamm und übermalt sie. In seinen Zeichnungen jedoch geht er in die dritte Dimension, indem er mehrere Lagen Büttenpapier übereinander legt. Die konsequente Reduktion, die seine verschiedenen Werkgruppen auszeichnet, ist kein Zufall. So war es ein Aufenthalt in Bangladesh, der Josef Bücheler mit Weide und Papier experimentieren ließ, da ihm sein bis dahin bevorzugtes Material dort nicht zur Verfügung stand. Immer ist es etwas Archaisches, das diese Werke charakterisiert, sei es, dass sie im Ausstellungsraum, in der freien Natur oder im Sakralraum zu sehen sind. Diese Publikation stellt nun Josef Büchelers Objekte, Bäume, Zeichnungen und Installationen in einer umfangreichen Monografie vor.
Karlsruhe malt - (1980 und jetzt) Trauma Kairos Hymne 2010. Texte von Thomas Renner, Peter Hank, Michael Hübl, Rudi Fuchs, Heiner Georgsdorf. 88 S. 28 x 22 cm, 71 Abb., Gb., EUR 18,00 ISBN: 978-3-86833-045-8 modo
Die Malerei ist tot – es lebe die Malerei. Wohl kaum eine Disziplin war in den letzten Jahrzehnten einer derart schwankenden Rezeption unterzogen wie die Malerei. So die Sicht des Kunstbetriebs. Für all jene, die malen, sah es immer anders aus. Da wog die Notwendigkeit zu malen schwerer als alle Trends des Marktes. Rolf Behm, Benedikt Forster, Ika Huber, Stefan Kunze, Günter Reichenbach sowie Jürgen Wiesner und Susanne Zuehlke gehören zu denen, die konsequent über Jahrzehnte ihren eigenständigen künstlerischen Weg verfolgten.
Was die sieben Malerinnen und Maler eint, ist ihr Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, die heute immer noch eine Kunsthochschule mit dem Schwerpunkt Malerei ist und die der Stadt viel Renommee eingebracht hat. Als die in diesem Band vorgestellten Künstlerinnen und Künstler studierten, lehrten Künstlerpersönlichkeiten wie Per Kirkeby, Martin Lüpertz, Peter Dreher, Georg Baselitz und Helmut Dorner in Karlsruhe. Die älteren von ihnen stehen für einen ausgesprochen expressiven Malstil und auch für eine bestimmte Epoche der alten BRD. Dieses Selbstverständnis ging nicht auf ihre Schüler über. Was der Vergleich ihrer zwischen 1980 und heute entstandenen Arbeiten zeigt, ist die intensive und autonome Auseinandersetzung mit der Malerei, ihrer Geschichte und den eigenen Mitteln. Diese Geschichte schreibt sich fort.
Peter Wehr – hombres - hombres místicos, hombres míticos 2010. Hg: Dieter Weber. Texte von Gunnar F. Gerlach, Ronald Haertel, Michael Scholz-Hänsel, Beat Wyss. 256 S. 90 fb. und 128 sw. Abb. 27,5 x 21 cm, deutsch, spanisch, Gb. EUR 28,00 ISBN: 978-3-86833-043-4 modo
Das spanische Wort „el hombre“ lautet in deutscher Übersetzung: „das Mannsbild, der Mann, der Mensch“. Diese Bedeutungsebenen, der Schritt vom Menschenbild zum Männerbild und entsprechende neue Wege im Geschlechterverhältnis, hinterfragt Peter Wehr in seinem künstlerischen Schaffen. Seit 1957 beschäftigt er sich zeichnerisch mit dieser Thematik. Dabei lassen sich drei Werkgruppen mit Darstellungen von Männern in variantenreichem Kontext unterscheiden:
Seine frühen Arbeiten (1957–1960) folgen nicht dem in der deutschen Nachkriegskunst vorherrschenden Gebot zur Abstraktion. Vielmehr zeichnet Wehr mit Feder oder Filzstift in extremer Nahsicht und Ausschnitthaftigkeit Männer in einer ihrer klassischen Rollen: zusammen mit Objekten der technischen Welt.
Fast drei Jahrzehnte später (1989–1990) entstehen kleine, in Skizzenbüchern festgehaltene Zeichnungen und querformatige Pastelle. Doppelfigurige Aktdarstellungen: Männerbilder in variantenreichen Begegnungen, kopf- und beinlos, immer reduziert auf den Rumpf.
In der umfangreichsten und jüngsten Werkgruppe beschäftigt sich der Künstler seit 2006 mit großformatigen Einzeldarstellungen des männlichen Körpers, welcher einen Prozess der Metamorphose durchläuft, sich in Tierleiber und Gegenstände verwandelt oder zur Offenlegung von Verletzungen dient – nicht selten in Anlehnung an mythologische Themen.
Das Buch veranschaulicht diese Entwicklung in Wehrs Kunst und legt Veränderungen im Männerbild offen, indem es Geschlechterrollen, gesellschaftliche Missstände und eigene Befindlichkeiten des Künstlers vor dem Betrachter ausbreitet.
Metzger, Wolfram /Meier-Faust, Susanne: Albi Maier - Malerei und Identität. Hrsg.: Maier, Albi /Voegtle, Raimund. 2009. 80 S. 30,5 x 23 cm. Gb EUR 24,00 ISBN: 978-3-86833-042-7 modo
„Heimat“, so hat Theodor W. Adorno einmal gesagt, „ist der Ort, wo der Mensch zu sich selbst findet.“. Albi Maier hat diesen Ort längst gefunden. 1952 wurde er in Lenzkirch geboren und lebt mittlerweile in Neustadt. Doch mit dem Schwarzwald hat er auch eine Art geistige Heimat gefunden. Nicht nur, dass er sich als Restaurator von Schwarzwälder Uhrenschildern einen Namen gemacht hat, er befasst sich auch in seinen künstlerischen Arbeiten mit der Volkskultur des Schwarzwaldes.
Entsprechend viel Raum nehmen Darstellungen von Landschaften und Schwarzwaldhöfen in seinem Werk ein. Manche von ihnen gibt es längst nicht mehr, in Albi Maiers Bildern haben sie eine Art Zuflucht gefunden. Neben dieser figurativen Malerei verfolgt Albi Maier seit einigen Jahren eine Serie von Übermalungen. Er übermalt dabei nicht nur Lackschilder von Schwarzwalduhren, sondern auch Landschaftsszenen. Meist verwendet er dabei schwarze Farbe, manchmal auch Bitumen, selten hellere Töne. Wenn er seine Vorlagen übermalt, scheint er sie in Wahrheit zu versiegeln, damit spätere Archäologen ausgraben können, was verschwunden schien. Für ihn ist es eine Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen und die Stille einer Landschaft auszudrücken. Und insofern bieten seine Arbeiten auch dem Betrachter ein Stück Heimat.
Skulptur in Freiburg 3. Neue Kunst in öffentlichen Räumen. Michael Klant. 2009. 240 S., 140 Abb., 22,5 x 21 cm, GB EUR 28,00 ISBN: 978-3-86833-030-4 modo
Kunst im öffentlichen Raum gibt Denkanstöße. Sie verleitet den Betrachter, aus gewohnten Bahnen herauszutreten und sich auf neue, unvertraute und schöpferische Sichtweisen einzulassen. Sie regt an zum Diskurs mit dem Wesen von Stadträumen.
Der dritte Band der bereits zum Standardwerk avancierten Buchreihe SKULPTUR IN FREIBURG bietet einen aktuellen Überblick der seit 1998 in Freiburgs öffentlichem Raum platzierten Kunst.
Ob auf dem Areal der Universitätskliniken, der Justizvollzugsanstalt, der Polizeiakademie sowie des Regierungspräsidiums, ob in Eingangsbereichen von Banken und Büros bis hin zu versteckten Beispielen in Tiefgaragen und Gewerbegebieten – das Buch spürt fast detektivisch auch die entlegendsten Bereiche auf, in denen es Zeugnisse künstlerischen Schaffens zu entdecken gilt. Was Kunst im öffentlichen Raum für den Einzelnen und die Gemeinschaft bedeuten kann, ob und wie sie das Leben der Stadtbewohner bereichert und diese davon profitieren, erörtern die Autoren ebenso wie die Geschichte und das Prozedere von Kunst-am-Bau-Projekten und die Problematik von Vandalismus bzw. der Notwendigkeit von Erhaltungsmaßnahmen.
SKULPTUR IN FREIBURG, Band 3: Ein spannender Wegweiser durch Freiburgs städtischen Raum mit Werken von über 100 Künstlerinnen und Künstlern.
Meyer, Werner: Martina Geist - tabula rasa. Hrsg.: Meyer, Werner. 2009. 96 S. 28,5 x 22,5 cm. Gb EUR 26,00 ISBN: 978-3-86833-029-8 modo
Der Holzschnitt ist bekanntlich eine Reproduktionstechnik. So sieht es auch die Stuttgarter Künstlerin Martina Geist. Denn druckt sie, entstehen gleich zwei Arbeiten: der Druck und der Druckstock, der für sie zum eigenständigen Werk wird. Nimmt man es jedoch genau, sind diese Druckstöcke zugleich Malerei, Zeichnung und Relief.
Die Auseinandersetzung der 1961 geborenen Künstlerin mit den klassischen Genres des Stilllebens und des Interieurs verläuft nicht weniger unkonventionell. Schwarz-Weiß-Fotos, die während ihres Stipendiumaufenthaltes in Wien Ende der 1980er Jahre entstanden sind, zeigen Aufnahmen ihres Tisches, auf dem Kaffeetassen, Kannen und Teller mit Besteck stehen. Es sind persönliche Dinge, Erinnerungsstücke und zugleich jene Motive, die sich in den neueren Arbeiten von 2006 bis 2009, die dieser Ausstellungskatalog vorstellt, wieder finden. Martina Geist schneidet sie derart an, dass Bewegung zwischen den toten Gegenständen aufzukommen scheint und sie behandelt sie derart malerisch, dass die Farbe eine unglaubliche Tiefe erreicht. Der Raum wird in Martina Geists Arbeiten selbst zum Modell und unterliegt einer tabula rasa der stillen Art.
Durchaus exemplarisch - Der Künstlerbund Baden-Württemberg in der Villa Merkel und im Bahnwärterhaus 2009. Hrsg: Künstlerbund Baden-Württemberg e.V. 236 S., 350 fb. Abb, 24 x 17cm, Br., EUR 22,00 ISBN: 978-3-86833-023-6 modo
Es brauche neue Kontexte der Auseinandersetzung, ist sich der Künstlerbund Baden-Württemberg sicher und hat daher für seine diesjährige Mitgliederausstellung sein Konzept verändert. Anstelle der Jury aus Künstlern beauftragte er acht Kuratorinnen und Kuratoren (alle Mitglieder des Freundeskreises des Künstlerbundes), die Auswahl für die Räume der Galerie der Stadt Esslingen am Neckar, der Villa Merkel und dem Bahnwärterhaus vorzunehmen. Die Konzepte der acht Einzelausstellungen versprechen eine intensive Auseinandersetzung mit der Malerei, aber auch mit dem Thema der Nacht. „Durchaus exemplarisch“, so der Titel der Ausstellung und des Katalogbandes, gibt sich überzeugt subjektiv, zugleich aber liegt in der Auswahl etwas Beispielhaftes. So wie das Konzept auch für eine Öffnung des Künstlerbundes Baden-Württemberg steht, der seit 2007 Kunstvermittler in seinen Freundeskreis aufgenommen hat. Und doch will diese Publikation mehr als ein Ausstellungskatalog sein, sie ist wichtiges Dokument der Tätigkeiten des Künstlerbundes Baden-Württemberg und seines Reichtums, der in seinen Mitgliedern besteht. Diesem Charakter eines „Arbeitsbuches“ entspricht, dass alle Mitglieder von A bis Z in Kurzbiografien und mit der Abbildung eines Werkes vorgestellt werden.
Filderbahnfreundemöhringen FFM - Mit Dir hab ich hier gar nicht gerechnet.... Von Christofori, Ralf /Olschowski, Petra von /Pokorny, Werner /Trantel, Piet /Hrsg. v. Städtische Galerie Offenburg. 2009. 108 S. 82 fb. Abb. 22 x 21 cm. Gb EUR 18,00 ISBN: 978-3-86833-037-3 modo
Die Arbeiten der Filderbahnfreundemöhringen bieten Gesprächsstoff. Allein schon der Name! Was soll das heißen?
Filderbahnfreundemöhringen FFM. Ein Geheimnis machen die drei, Michelin Kober, Daniel Sigloch und Daniel Mijic, die einmal zu fünft waren, nicht um ihre Kunst. Der Name leitet sich von einem ehemaligen Straßenbahndepot in Stuttgart ab, wo sich ihr Atelier befindet. Studiert haben sie an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, unter anderem bei Werner Pokorny, der sie nun für die Reihe „Proudly presents“ der Städtischen Offenburg eingeladen hat. Ihre Kunst besteht darin, dass sie Anleitungen geben und die Ausführungen anderen überlassen. In unvorhersehbaren Rahmen verlaufen ihre Werke dennoch nicht. Was die Arbeiten der Filderbahnfreundemöhringen FFM auszeichnet, ist ihre anarchische Lust am Spieltrieb. Denunzierend oder gar zynisch wirken ihre Werke dennoch nicht. Die drei verstehen sich als Teil des Systems, das sie entwickeln. Der Katalog dokumentiert die Arbeiten, die während des zehnjährigen Bestehens der Künstlergruppe entstanden sind und ergänzt sie mit Texten und einem Interview.
Museum Biedermann - Der Umbau 2008-2009. Von Biedermann, Lutz /Goerlipp, Georg /Sättele, Bernd /Käferhaus, Jochen / Gäbele, Lukas /Raufer, Tanja /[Donaueschingen] Hrsg. v. Museum Biedermann /Margit Biedermann Foundation /Gäbele & Raufer Architekten. 2009. 80 S. 127 fb. u. 4 sw. Abb. 24 x 28 cm. Gb., EUR 20,00 ISBN: 978-3-86833-038-0 modo
Es scheint, als sollte die Geschichte Recht behalten. Was 1846 als Bau der Donaueschinger Museumsgesellschaft entstanden war, wird 2009 wirklich ein Museum. Ein Museum im heutigen Sinne. Damals diente das Gebäude der 1818 gegründeten Gesellschaft als Ort der Zusammenkunft und der Repräsentation. Am Ufer der Brigach diskutierte man in dem klassizistischen Gebäude über Politik und Gesellschaft, sprach über Literatur und Kunst, hörte Konzerte und feierte Bälle. Mehr als 150 Jahre später wird das Gebäude wieder ein Ort der kulturellen Auseinandersetzung werden. Vor drei Jahren kaufte die Unternehmerfamilie Biedermann aus Villingen-Schwenningen das Anwesen und vergab den Auftrag des Umbaus an die Schweizer Architekten Gäbele & Raufer. Nun steht schlicht, aber bestimmt „Museum“ über dem Eingang und wer das Haus betritt, kann ein behutsam renoviertes Gebäude erleben. Neben dem Wunsch, die eigene Sammlung zeitgenössischer Kunst öffentlich zu machen, leitete die Familie Biedermann das Anliegen, zugleich einen Ort der Stille und der Besinnung zu schaffen. Das Architektenbüro Gäbele & Raufer hat soweit wie möglich die historische Substanz erhalten und zugleich ein Museum konzipiert, das zeitgenössischen Anforderungen entspricht. Der Laie kann sich in diesem Band an den allmählichen Baufortschritten und den Detailfotos erfreuen, der Fachmann jedoch wird sich die Texte über Museumstechnik und Raumklima anregen lassen. Damit weitere Gebäude „einen Bogen spannen vom Ursprung bis ins Heute“ (Gäbele & Raufer).
Stephan Hasslinger - Maschenware. Von Bauer, Christoph /Bauermeister, Zolker /Nievergelt, Frank /Teubner, Dirk /Hrsg. v. Städtisches Kunstmuseum Spendhaus Reutlingen. 2009. 64 S. 44 fb. Abb., 28 x 22 cm, Br. EUR 18,00 ISBN: 978-3-86833-035-9 modo
Über Stephan Hasslingers Werke zu reden, bedeutet in Gegensätzen zu sprechen. Denn seit einem Stipendienaufenthalt im European Ceramic Work Center in s’-Hertogenbosch Anfang der 1990er Jahre arbeitet der Freiburger Künstler in Ton. Die Bezeichnung Keramik trifft sein Werk jedoch nur unzureichend. Denn Hasslinger treibt seinen Plastiken alles Irdene aus, indem er Strukturen von Stoffen wie etwa Spitze in Tonwülste übersetzt. Weder kennt man Ton ansonsten so filigran noch Maschenware so körperlich. Es ist ein raffiniertes Spiel um die Mode, Körperprothesen und den Fetisch, den Hasslinger mit seinen farbig glasierten Werken auslöst. Barock und zugleich postmodern lotet er dabei die Möglichkeiten von Skulptur aus. Auch, weil er selbst seine Objekte zu Installationen im Raum choreografiert.
Der Werkkatalog, der anlässlich von Stephan Hasslingers Ausstellung in der Städtischen Galerie Reutlingen erscheint, bietet erstmals einen Überblick über die in den letzten Jahren entstandenen Arbeiten. Er zeigt die Linien auf, die von den verführerischen Schuhobjekten hin zu seiner Auseinandersetzung mit dem Sport führen und dokumentiert öffentliche Aufträge. So versammelt diese Publikation nicht nur vorausgegangene Ausstellungen, sondern auch seine Wandarbeit für die Robert-Gerwig-Schule in Furtwangen und die Gestaltung des Kirchenraums der St. Remigius-Kirche in Merdingen, für die er Altar, Ambo und fünf Hocker entworfen hat.
Annette Merkenthaler - Detrás de los Jardines. Hinter den Gärten. 2009. Texte von Humberto Cháves, Gudrun Selz. deutsch, spanisch, englisch. 64 S., 50 fb. Abb. 24 x 15 cm, Br. EUR 20,00 ISBN: 978-3-86833-034-2 modo
Auf einer der Fotografien von Annette Merkenthaler sieht man das Cover von Carolina Lunas Buch „Los espacios que nos ocupan“. Und wirklich sind auch die Aufnahmen der Künstlerin von Räumen, genauer von Erinnerungsorten, besetzt. Ihr Künstlerbuch „Detrás de los Jardínes. Hinter den Gärten“ geht auf ihre mehrmaligen Mexiko-Aufenthalte zurück, vor allem auf ihre Reise im Herbst 2008. In Freiburg ist im darauf folgenden Frühjahr die Serie „Bilder von mexikanischen Zement-Fußböden in meinem Garten“ entstanden. „Hinter den Gärten“ klingt geheimnisvoll, als führten dort die Pflanzen und Dinge ein verborgenes Leben. Annette Merkenthaler hat stille Räume eingefangen, Räume, die mehr ein Dazwischen als ein Draußen zu sein scheinen. Pflanzen werfen ornamentale Schatten auf Mauern, verschnörkelte Gartenmöbel erinnern an Blumen und manch seltsames Getier ist zu sehen.
Es ist ein sehr poetisches und zugleich persönliches Buch geworden, das ein wenig die Faszination widerspiegelt, der die Künstlerin in Mexiko erlegen ist. Und das zugleich einen Einblick davon gibt, wie die Fotografien und Bildvorstellungen von Annette Merkenthaler entstehen.
 Rezension lesen
Jung, Simone: Selection - Einblicke in die Sammlung Biedermann. Hrsg. Museum Biedermann, Margit Biedermann Foundation, Gäbele & Raufer Architekten. 2009. 80 S. 127 fb. u. 4 sw. Abb. 24 x 28 cm. Gb EUR 20,00 ISBN: 978-3-86833-036-6 modo
Was für Sammler gilt, sollte auch für Kunstbetrachter gelten: Auf die Neugierde kommt es an. Margit Biedermann hat sich immer von der Neugierde leiten lassen und in den letzten 30 Jahren eine Sammlung zusammengetragen, die einerseits diese Anfänge reflektiert, die andererseits sehr eigene Wege gegangen ist. So finden sich unter den 900 Werken viele Vertreter der 1980er Jahre, etwa Maler der „Neuen Wilden“ wie Helmut Middendorf und Rainer Fetting. Vertreten sind aber auch Künstler der römischen Schule wie Nunzio di Stefano und Pierro Pizzi Cannella, ein umfassender Komplex an Bildern und Skulpturen, etwa von Pierre Soulages oder David Nash, besteht zur Farbe Schwarz.
In der Vergangenheit waren gelegentlich Werke aus der Sammlung in anderen Museen zu sehen. Nun zeigt man erstmals das gesamte Spektrum im neu eröffneten MUSEUM BIEDERMANN in Donaueschingen im Rahmen der Eröffnungsausstellung „Selection – Einblicke in die Sammlung Biedermann“ mit Werken von 26 Künstlern. Privatmuseen stehen oftmals für eine eigene Handschrift und eine Unabhängigkeit von ästhetischen und kulturpolitischen Vorgaben. Diese Chance wird mit dem neuen Museum ergriffen: Der Ort, verspricht die Sammlerin, wird neue Impulse setzen. Denn die Neugierde bleibt.
Bernd Völkle – Von Seerosen zu Lo-Shu-Quadraten. 2009. Hg: Museum für Neue Kunst Freiburg. Texte von Christiane Grathwohl-Scheffel, Jochen Ludwig. 80 S., 54 fb. Abb., 30 x 22 cm, Gb. EUR 24,00 ISBN: 978-3-86833-028-1 modo
Als Bernd Völkle 1965 sein erstes Werk mit einem Kreuz schuf, gehörte er zu denen, die das Tafelbild neu entdeckten. Fortan wurde es einer der wichtigsten Motive des 1940 in Müllheim geborenen Künstlers. Im Kreuz kulminiert sein Werk. Es spiegelt einerseits die konkrete Anschauung von Völkles Blick aus dem Fensterkreuz seines Ateliers wider und ist andererseits auch abstraktes Zeichen. Weiterentwickelt hat es Bernd Völkle in der chinesischen Zahlenphilosophie Lo-Shu, in Europa besser bekannt als magisches Quadrat.
Konkret und abstrakt, nah und fern, Auge und Ohr sind die Koordinaten, welche die Arbeiten des Künstlers bestimmen, dem das Museum für Neue Kunst Freiburg nun eine Retrospektive widmet. Naiv sind seine Bilder nicht. „Seerosen (nicht von Monet)“ hat er eines seiner Bilder genannt, ein anderer Titel greift ein Prélude von Chopin auf. Bernd Völkles Kunst ist fest in der Tradition der Malerei verankert und von dem, was er sieht und hört, beeinflusst. Als „Malereilandschaft“ bezeichnet er daher auch häufig seine Arbeiten. Es sind Landschaften, die mit dem Auge zu erwandern sind.
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