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Gabriele Straub - Die Collagen. Hrsg: Galerie Clemens Thimme. Texte von Gottfried Boehm, Clemens Ottnad. 2011. 112 S., 83 fb. Abb., 30 x 24 cm, Gb. EUR 26,00 CHF 43,00 ISBN: 978-3-86833-077-9 modo
Das Oeuvre von Gabriele Straub umfasst die Arbeitsbereiche Eitemperamalerei, Aquarelle, Zeichnungen und Collagen. Die Kontinuität, die ihre malerische Arbeit auch in den Collagen auszeichnet, verdankt sich der Impulsivität einer bildnerischen Auffassung, die die Substanz und die Anziehungskraft der Farbe erkundet. Die 1945 geborene Künstlerin, die an der Stuttgarter Akademie studierte, organisiert in ihren Collagen Farb- und Strukturwerte zu neuen Zusammenhängen. Das vorbereitende Reißen des eigentlich toten Materials hat weniger destruktiven als kathartischen Charakter. Grundsätzlich ist die gerissene Form mit ihrer Farbe verbunden. Sie entspringt der Farbe, indem sie aus ihr gerissen wird. Das rein visuelle Material gewinnt seine Bedeutsamkeit im Kontext der formalen Beziehungsphänomene in Größe, Farbton, Gerichtetheit in Fläche und Raum, optischem Gewicht und Transparenz.
Die Wirklichkeit der Farbe ist abhängig von den Wechselbeziehungen mit dem jeweiligen Umfeld. So ist bei Gabriele Straub Farbe nicht nur Ursprung der Form, sie ist auch in ihren gegenseitigen Beeinflussungsprozessen visuelle Energie, die sich im Sehen verwirklicht.
Wolfgang Alt - Stillleben. gemalt, gezeichnet 2006 - 2010. 2011. 64 S. 23 x 17 cm. Gb. EUR 19,00. CHF 25,00 ISBN: 978-3-86833-082-3 modo
Dieser Band zeigt aus einer Serie von Stillleben, die von 2006 bis 2010 entstanden ist, eine Auswahl von dreizehn Motiven, einmal gemalt und einmal gezeichnet. Die gewählten Gegenstände sind ohne verbindliche gegenständliche Symbolik und ihre Zusammenstellung ohne moralisierenden Hintersinn. Wenn wir nur die sichtbaren Eigenschaften der Gegenstände, so wie sie gemalt oder gezeichnet sind, betrachten, öffnen sie sich anderen, gültigeren Bezügen.
Wolfgang Alt, Jahrgang 1946, hat sich immer als Künstler und Kunsterzieher verstanden. Er hat deshalb den Band mit einem Text versehen, der die Entstehung seines Kunstbegriffs an zwei ausgewählten Arbeiten seiner konzeptionellen Frühphase erläutert und dann an einem Paar der gegenwärtigen Serie überprüft. Der Band ist so gestaltet, dass das gemalte Bild der Zeichnung gegenübersteht, die es vorbereitet hat, um so im Vergleich anschaulich zu machen, wie eigenständig und unterschiedlich Mal- und Zeichentechnik die Motive zu Bildern verwandelt haben. Es ist ein Arbeitsbuch entstanden, das zum Sehen und Überschreiten anregt.
Günter Walter - Zeichnungen. Erläuternder Text von Albert, Helmut; Gomringer, Eugen; Torcelli, Nicoletta. 2011. 64 S. 24 x 30 cm. Gb. EUR 24. CHF 41,00 ISBN: 978-3-86833-065-6 modo
Es ist ein Gemeinplatz, dass die Zeichnung auf der Linie basiert. Doch selten trifft er derart zu wie bei den Zeichnungen von Günter Walter. Ist die Linie doch das wesentliche Gestaltungselement der Papierarbeiten des Freiburger Künstlers, der 1943 in Fürth geboren wurde und an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg studierte. Was nach Beschränkung klingt, entfaltet gerade für die konkrete Kunst ein großes Spektrum an Möglichkeiten. Schafft die Linie doch eine rhythmische Repetition, eine Gliederung und einen Strukturwechsel. Mehr noch verbindet sich bei Günter Walter die geometrische Perfektion der konkreten Kunst mit einem sehr individuellen Moment. Denn Günter Walter zeichnet freihändig, der meist farbige Strich ist dadurch nie durchgängig gleich stark, so dass Abweichungen entstehen, die die selbst auferlegte Reduktion unterlaufen. Als „analoge Kunstübung“ bezeichnet Eugen Gomringer in seinem Essay die Werke Günter Walters. Linien addieren sich zu Rastern, Systemen und Schraffuren und manchmal selbst zu Farbbändern. Mal erinnern die Arbeiten an ein dichtes Gewebe, dann an eine luftige Lineatur. Günter Walters Zeichnungen wirken unaufgeregt und erregen doch durch ihr Spiel mit der farbigen Linie unsere Sinne.
Piotr Iwicki - Lost Spaces. ""Born With Enchanting Hands."" Three Silhouette Sequels. Hrsg.: Kunstverein Offenburg-Mittelbaden; Erläuternder Text von Müller, Hans-Joachim. Dtsch/Engl. 96 S., 34 fb. Abb., 14 x 32 cm, Gb., Modo Verlag, Freiburg 2011. EUR 24,00 CHF 41,00 ISBN: 978-3-86833-066-3 modo
Piotr Iwicki – Lost Spaces
Ist ein Künstler, der mit der Digitalkamera und Computerprogrammen Bilder generiert, immer noch ein Maler oder ist er ein Fotograf oder befasst er sich mit den neuen Medien? Der in Freiburg lebende Piotr Iwicki schafft hybride Bildwelten, man könnte sie digitale Collagen nennen. Doch immer sind es letztendlich Bilder auf einer Fläche. Iwickis Werke, unerheblich ob er ein Selbstporträt vervielfältigt und mit leichten Abweichungen versieht oder aus verschiedenen Versatzstücken Räume schafft, reflektieren über den Vorgang ihres Entstehens. Der Künstler, der von sich sagt, er denke in Bildern, sucht in seinen Arbeiten die technische Perfektion. Und zugleich geht er kritisch mit ihr ins Gericht, seine Werke setzen sich mit Biometrie und Sicherheit, Überwachungssystemen und Öffentlichkeit sowie Gentechnik auseinander. Auf formale Aspekte seiner Fotocollagen will er sich nicht beschränken lassen, es geht durchaus um eine Botschaft.
Piotr Iwickis Bilder beziehen sich gleichermaßen auf den Surrealismus als auch auf die serielle Produktion eines Andy Warhol, Peter Roehr oder Thomas Bayerl. Doch in diesen Referenzsystemen erschöpfen sie sich nicht. Der Autor Hans-Joachim Müller schreibt in dem Katalog: „Die Enttarnung der Konstruktion nimmt dem Bild eben nichts von seiner Erstaunlichkeit. Erst aus dem Doppelpass von Verblüffung und Verrat entsteht das starke sinnliche Abenteuer, in das man vor diesen Bildern gerät“.
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Susi Juvan – Malerei. 2010. Hrsg.: Bettina Schönfelder. Texte Bettina Schönfelder, Hans-Joachim Müller. dtsch/Engl. 64 S. 50 fb. u. 3 s/w. Abb. 25 x 22 cm. Gb. EUR 24,00 CHF 41,00 ISBN: 978-3-86833-064-9 modo
Es ist ein häufig kolportierter Gemeinplatz, dass Maler Augenmenschen sind. Und doch hat er seine Berechtigung. Auch die Freiburger Malerin Susi Juvan ist ein solcher Augenmensch.
Dabei geht es der 1950 geborenen Susi Juvan mehr um den Prozess des Sehens als um die Vergegenständlichung des Sehens. Viele ihrer Arbeiten haben ihren Ursprung in einer Reihe von Parisaufenthalten der Künstlerin. Anlässlich von Susi Juvans Ausstellung im Kunstverein Pforzheim vereint diese Publikation Arbeiten aus den letzten zehn Jahren. Wer jedoch Kopien von Werken erwartet, die Susi Juvan in ihren zahllosen Besuchen im Musée Guimet oder im Musée Carnavalet beeindruckten, geht fehl. Die Vorlagen ihrer Bilder sind nur schwer zu identifizieren: mal greift sie den Blauton des chinesischen Porzellans auf, mal dessen ornamentales Dekor. François Gérards Porträt der Juliette Récamier ist kaum zu erkennen, die Figur ist wie die Komposition nur angedeutet. Susi Juvans Werke nehmen aber auch Bezug auf die Fotografien von David Goldblatt oder korrespondieren mit Arbeiten des südafrikanischen Künstlers Wonder, den sie bei einem Stipendiumsaufenthalt in Kapstadt kennen gelernt hat. Ein „inhaltsloses Sehen“ nennt Hans-Joachim Müller in seinem Essay diesen Prozess, der am Anfang jeden Bildes steht und der in einen Schwebezustand figürlicher Erinnerung und abstrakter Vorstellung mündet.
Bernd Völke - Skulptur, Objekte, Malerei. Hrsg.: Weber, Dieter, Beiträge von Müller, Hans-Joachim. 80 S., 34 Abb., 19 x 14 cm, Gb. EUR 18.00 CHF 30.00 ISBN: 978-3-86833-063-2 modo
Bernd Völkle (*1940) zeigt in dieser Publikation, die anlässlich der Verleihung des Markgräfler Kunstpreises 2010 erscheint, dass neben seinem komplexen malerischen Werk ständig und parallel Skulpturen und Objekte entstanden sind.
In Völkles Werk durchdringen sich Vergangenheit und Gegenwart, Objekte aus den 80er Jahren stehen neben aktuellen Arbeiten. Wort- und Bildwitz gehen ebenso in die Gestaltung ein, wie Fundstücke aus der Natur und neu Angefertigtes. Das von Assoziationen lebende Werk, das sich oft auf andere Maler oder auch Schriftsteller und Musiker bezieht, lässt mit seiner hintergründig weltoffenen Sprache viel Raum für Denkanstöße und weiterführende Wahrnehmungen. Der begleitende Text von Hans-Joachim Müller – langjähriger Freund und Kenner von Völkles Werk – eröffnet einen anregenden Einblick in die künstlerische Arbeitsweise und kreative Ideenfindung.
Galandi-Pascual, Julia. Julia Galandi Pascual - Zur Konstruktion amerikanischer Landschaft. 224 S., 24 Abb. 22 x 17 cm, Gb. EUR 32,00 CHF 51,00 ISBN: 978-3-86833-041-0 modo
Die Fotoausstellung „New Topographics: Photographs of a Man-altered Landscape“, die 1975 in den USA stattgefunden hat, gilt bis heute als eine der wichtigsten Referenz im Umgang mit dokumentarischer Landschaftsfotografie. Die außerordentliche Wirkungsgeschichte der Ausstellung, die dieser geradezu mythische Züge verleiht, ist daher erstmals Anlass einer grundlegenden Analyse. Darin werden die im Rahmen der Ausstellungsrezeption gepflegte Bedeutungskonstruktionen mit spezifischen Traditionen der amerikanischen Kultur- und Kunstgeschichte, insbesondere die Mythisierung der Landschaft und spezifische Lesarten der Fotografie als Dokument sowie zeitgenössische amerikanische Identitätskonstruktionen der 1970er Jahre in Verbindung gebracht und offen gelegt.
Die Publikation liefert damit eine plausible und interessante Entzifferung sowohl strategischer Praxen der Fotografie als auch des Ausstellungsmachens.
Markus Daum – Singener Kapitell und Kunst im öffentlichen Raum.Hg: Christoph Bauer, Städt. Kunstmuseum Singen. Text von Christoph Bauer. 80 s. 30,5 x 23 cm, 164 fb. Abb. Gb. EUR 26,00 CHF 43,00 ISBN: 978-3-86833-048-9 modo
Die Vergänglichkeit, das Fließen der Zeit, sagt Markus Daum, sei für ihn ein Teil dessen, was Kunst für ihn bedeutet: der Untergrund des Lebens. Das klingt paradox, denn das Singener Kapitell, das in dieser Publikation vorgestellt wird, ist keine flüchtige Arbeit. Sie wurde 2010 auf der Gartenseite der Stadthalle Singen fest installiert und wiegt gut 23 Tonnen. Das Singener Kapitell greift die Auseinandersetzung des 1959 geborenen Künstlers mit der Figur, genauer mit dem Kopf auf. Eine schiefe Säule trägt ein hauptähnliches Gebilde, das voller Höhlungen, Einschnitte, Brüche und Zäsuren ist. Es ist aus Eisen gegossen und von einer schützenden Rostschicht überzogen, die für Daum auch für das Einwirken der Zeit und der Vergänglichkeit steht. Zugleich ist Eisen für Markus Daum, der in Stuttgart bei Alfred Hrdlicka und in Berlin bei Rolf Szymanski studierte, auch ein Material das technischer und dadurch neutraler, aber zugleich expressiver ist als etwa Bronze. Die Veröffentlichung „Das Singener Kapitell und Kunst im öffentlichen Raum“ ist mehr als eine Werkmonografie, sie lässt den Betrachter über die Schulter des Künstlers schauen. Die einzelnen Arbeitsphasen vom ersten Bozetto über das Modell bis hin zum fertigen Eisenguss werden Schritt für Schritt dokumentiert. Diese Fotos, aber auch das Gespräch zwischen dem Künstler und Christoph Bauer bieten so einen detailreichen Einblick in den Arbeitsprozess Markus Daums und seine Gedankenwelt.
Peter Dreher – Blumen. Bearbeitet - Flowers.worked on 2010. Texte von John Yau, Peter Hank. Dtsch/Engl. 108 S. 96 Abb. 30 x 30 cm, Gb. Modo Verlag, Freiburg 2010. EUR 32,00 CHF 51,00 ISBN: 978-3-86833-056-4 modo
Wohl kaum ein anderes Glas hat eine größere Aufmerksamkeit erfahren als jenes einfache Trinkglas, dem sich Peter Dreher verschrieben hat. Gut 4.000 Bilder dürften seit 1974 entstanden sein, als der Freiburger Maler begann sich der Serie zu widmen. „Tag um Tag guter Tag“ legt eine Spur zur asiatischen Philosophie, ist der Titel doch einem Ausspruch des chinesischen Zen-Meisters Yün-Men (864-949) entlehnt. Man muss diese konsequente Verlangsamung der Zeit als eine Meditation über die Vergänglichkeit, aber auch als Studie über Malerei und Wahrnehmung verstehen. Seine neue Serie „Blumen.Bearbeitet“ reiht sich hier ein. Eine Auswahl von 98 Zeichnungen wird im vorliegenden Künstlerbuch präsentiert. Anders als bei seiner Glasserie verändert Peter Dreher nicht nur die Perspektive, er wechselt auch das Sujet. Haarfeine Halme, Rispen, stachelige Kakteen, fleischige Blätter, Sonnenblumen, Amaryllis und üppige Sträuße gibt der Freiburger Künstler lediglich in verschiedenen Tonwerten des Grafitstifts wieder. Die gezeigten Blumen und Pflanzen, von denen manche natürlich in einem Glas stecken, sind Vanitassymbol, eine Ode an die Natur und zugleich eine Metapher für die künstlerische Inspiration. „Blumen.Bearbeitet“ sind nicht zuletzt eine Erkundung der Natur und der Natur der Kunst.
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Ika Huber – Courant. Hrsg: Galerie Bärbel Grässlin. Texte von Bettina Schönfelder, Nikolaus Bischoff.Dtsch/Engl. 84 S. , 58 fb. Abb. 28 x 25 cm, Br. EUR 26,00 CHF 43,00 ISBN: 978-3-86833-053-3 modo
Sie suche in ihren Bildern immer das Schöne, sagt Ika Huber. Man muss sich diese Suche wohl weniger als stringente, sondern als mäandernde Bewegung vorstellen. Ihre Bilder, so sagt die in Freiburg lebende Malerin, pendeln sich zwischen Statik und Dynamik, Fülle und Leere, Vorläufigkeit und Endgültigkeit ein. Es ist eine Malerei, die als offener Prozess konzipiert ist und deren Ergebnis nie eindeutig vorhergesagt werden kann.
Ika Hubers Bildgedanke entsteht beim Arbeiten mit Öl- und Acrylfarbe, dabei nimmt sie das Motiv zum Anlass zum Bild zu kommen. Daher gleichen ihre großformatigen Blumenbilder Arabesken oder Kritzeleien, die sich wie absichtslos entwickeln und fortsetzen. Ika Huber, die bei Peter Dreher und später bei Georg Baselitz an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlruhe studiert hat, überträgt die Offenheit der Zeichnung auf die Malerei, behält jedoch die malerische Geste bei. Es sind tagebuchartige Notizen, die sie schafft, tägliche Übungen in der Nähe zu asiatischen Bildern und Tuschen. Alles fließt und das Malen gleicht einem Heben von Motiven oder Stimmungen aus einem nie ruhenden Strom. Der vorliegende Band präsentiert neue Arbeiten und stellt ihnen ein Gespräch der Künstlerin mit Nikolaus Bischoff und ein Essay von Bettina Schönfelder zur Seite
Museum Biedermann – Metall:Werke / Metal:Works. Gert Riel, Camill Leberer, Markus F. Strieder, Stefan Rohrer, Friedemann Flöther 2010. Hrsg.: Margit Biedermann Foundation. Texte: Simone Jung, Bettina Schönfelder, Tobias Wall. 136 S. 65 fb. und 5 sw. Abb. 28 x 24 cm Gb. EUR 28,00 CHF 44,00 ISBN: 978-3-86833-059-5 modo
Metall:Werke – ein spannungsvolles Buch über die Herangehensweisen und künstlerischen Ausdrucksformen fünf zeitgenössischer Bildhauer im Umgang mit dem oftmals schwergewichtigen, auch widerspenstigen, aber mannigfach formbaren Metall, dessen Reiz in der Wechselwirkung seiner Festigkeit und gleichzeitigen Elastizität liegt.
Gert Riel erforscht seit Jahrzehnten die Stofflichkeit des Stahls, den er bis heute als sein Material und Medium nutzt. Mit großem Kraftaufwand bearbeitet er den Metallblock, gliedert, schneidet, biegt und kantet Segmente ab und entwickelt die endgültige künstlerische Form aus den Eigenschaften des Materials heraus. Als langjähriger Leiter der Metallwerkstatt lehrte er bis 2005 an der Stuttgarter Akademie und begegnete dort weiteren Bildhauern, deren Werke ebenfalls in dieser Neuerscheinung vorgestellt werden: Camill Leberer mit seinen poetischen Werken von plastischer und gleichsam malerischer Qualität, der das Zusammenspiel von Stahl in Verbindung mit Glas, Farbe und Licht so weit ergründet, dass sich die Härte des Werkstoffs mit der Präsenz der Farben scheinbar verflüchtigt.
Markus F. Strieder – immer in der direkten Auseinandersetzung mit dem glühenden Werkstoff – schmiedet, walzt und bearbeitet seine Objekte in kraftaufwendigem Arbeitsprozess und schafft formal äußerst reduzierte Werke von ungeheurer materialer und räumlicher Präsenz. Stefan Rohrer, dessen Beschäftigung mit Metall von seiner Faszination für Automobile und deren geschwungenen Formen herrührt. Sie erregen Aufsehen – seine rasant verformten Roller und Motorräder, die wie durch den Sog der Geschwindigkeit förmlich um sich selbst wirbeln, um dann in stärkstem Looping als skulpturale Signale innezuhalten. Friedemann Flöther, ein konzeptionell arbeitender Bildhauer, der Metallflächen zerbeult, zerkratzt, zurechtflext oder mit Gewehrkugeln durchlöchert und so transformiert, dass er konventionelle Vorstellungen von Gut und Böse, Sieg und Niederlage, Ideal und Realität auf provokative Weise aus den Fugen hebt.
Dieser Band versammelt künstlerische Ausdrucksvarianten im Umgang mit dem faszinierenden Werkstoff Metall und gibt einen Einblick in die große Bandbreite der möglichen Form- und Bedeutungskonstellationen.
Zeitspur - Jürgen Brodwolf, Franz Gutmann, Karlheinz Scherer, Artur Stoll, Bernd Völkle. 2010. Texte von Elmar Bernauer, Margitta Brinkmann, Klaus Gallwitz, Wolfgang Heidenreich, Dieter Koepplin. 64 S. 24 fb. u. 3 sw. Abb. 22,5 x 17 cm, Br. EUR 10,00 CHF 13,00 ISBN: 978-3-86833-061-8 modo
Eine Zeitspur haben die Künstler Jürgen Brodwolf (*1932), Franz Gutmann (*1928), Karlheinz Scherer (1929–2008), Artur Stoll (1947–2003) und Bernd Völkle (*1940) mit ihren Werken hinterlassen. Diese Spur führt weit über ihr direktes Wirkungsfeld – den Südwesten – hinaus, in die internationalen Museen und Galerien, in private und öffentliche Sammlungen. Im Rahmen der Heimattage Baden-Württemberg im Markgräflerland 2010 entstand unter dem Titel „Zeitspur“ eine Publikation, welche die Ausstellungen der fünf Künstler in Sulzburg, Badenweiler, Müllheim und Neuenburg am Rhein begleitet. Dieser Katalog ist weit mehr als die reine Dokumentation einer zeitlich begrenzten Werkschau, denn er zeigt, wo Brodwolf, Gutmann, Scherer, Stoll und Völkle ihre Wurzeln haben und wo – jenseits aller Territorien – Heimat in ihrer Kunst selbst aufscheint. Einfühlsame, sehr private Texte von Wolfgang Heidenreich, Elmar Bernauer, Margitta Brinkmann, Klaus Gallwitz und Dieter Koepplin lassen eine große Nähe zu den Künstlern entstehen.
TOP 10 - Meisterschüler. der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. Hrsg: Axel Heil.280 S., 149 fb. Abb. 21 x 15 cm, Br. EUR 16,00 CHF 28,00 ISBN: 978-3-86833-058-8 modo
Die jährlich stattfindende Meisterschüler-Ausstellung der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe schafft eine Konstellation, die man nur als Win-win-Situation bezeichnen kann. Den Karlsruher Meisterschülerinnen und -schülern bietet die Ausstellung die Möglichkeit, die Ateliers der Akademie zu verlassen und in einem institutionellen Kontext ihre Werke zu zeigen und für die Akademie wiederum ist die Schau eine Visitenkarte. Umso mehr, als mit „Top 10“ erstmals der Sprung über die Grenze in die Schweiz gewagt wird. Gut drei Monate sind die Arbeiten der 19 Meisterschülerinnen und -schüler im Forum Würth in Arlesheim zu sehen. Das ist kein Zufall, der baden-württembergische Sammler Reinhold Würth, dessen Sammlung mittlerweile auf gut 12.500 Werke angewachsen ist, fühlt sich der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste eng verbunden. Auch, weil er Werke von Künstlern sammelt, die hier ihre Karriere begannen. Die Gegenwart jedenfalls hält Arbeiten bereit, die das große Spektrum zeitgenössischer Kunst abdecken: Malerei, Grafik, Zeichnung, Skulpturen, Performance und Videokunst. Der Katalog wurde in der Werkstatt für experimentelle Transferverfahren der Akademie produziert und stellt das junge Oeuvre der Meisterschülerinnen und -schüler umfassend vor.
Mit Werkdokumentationen von Stephanie Abben, Jan Ahrens, Hae Lee Chun, Thomas Geiger, Otto D. Handschuh, David Heitz, Laura Lesser, Markus Lichti, Tobias Maier, Nina Montini, Nasim Naji, Ana Navas, Natalie Ostermaier, Carolina Pérez Pallares, Helena Petrossian, Anna Stiller, Marcia Raquel Székely, Magdalena West, Waldemar Zimbelmann.
Aldona Kut - INDEKS. Hrsg: Eydos Event. Texte von Thomas Heyden, Claudia Knubben. Dtsch/poln/engl. 168 S., 178 fb. Abb. 40 x 17,4 cm, Br. EUR 35,00 CHF 52,00 ISBN: 978-3-86833-057-1 modo
Wie spannend wäre es manchmal, mit Augen eines anderen Menschen die Welt zu sehen. Aldona Kut hat sich wohl diesen Wunsch erfüllt. Es dürfte nur wenige geben, die derart vielseitig wie die 1976 in Przemysl geborene Künstlerin sind. An ihre Ausbildung an der Krakauer Schule für Modedesign schloss sie ein Studium der Malerei und des Bühnenbilds an, danach machte sie in Nürnberg ihren Magister Artium in Architektur und Stadtforschung. Ist es also die Stadtforscherin Aldona Kut, die ein interaktives Kleidungsstück entwirft, das auf Nähe mit einer Art Airbag reagiert, um den "persönlichen Körperumraum" zu erhalten? Oder ist es doch die bildende Künstlerin oder etwa die Designerin? In die Entwürfe ihres 2008 gegründeten Labels Aldona Kut fließt all das ein: das Performative, das Skulpturale und das Soziale.
In den letzten Jahren haben sich die Berührungsängste zwischen Modedesign und Kunst abgebaut. Designer inszenieren ihre Kollektionen im White Cube der Kunst oder lassen sich von der bildenden Kunst inspirieren, bildende Künstler wiederum beziehen Kleidung in ihre Arbeiten und Performances mit ein. Aldona Kut hat ihre Projektkleider in ihrer Ausstellung im Kunstforum Rottweil mit Balletttänzern in sieben Sequenzen choreografisch inszeniert. Raffungen, Faltungen und ungewöhnliche Proportionen, Spannungen und Raum zwischen Haut und Mensch, verformen den Körper wie das Ballett, vielleicht befreien sie ihn aber auch zu seiner eigentlichen Form. Neben diesen Performancefotos stellt der dreisprachige Katalog auch Kuts Zeichnungen vor, die mehr Choreografien als Modeskizzen gleichen. Am Ende schaut der Leser dieses Katalogs mit Aldona Kuts Augen auf die Welt der Mode.
Petra von Olschowski proudly presents: Suzie Wong meets Becky Thatcher. 7 Räume von Dorothea Schulz und Katrin Ströbel. Hg: Städtische Galerie Offenburg. Texte von Simone Schimpf, Reinhard Ermen, Carmela Thiele, Petra von Olschowski.120 S., 163 fb. und 117 sw. Abb., 22 x 21 cm, Gb. EUR 28,00 CHF 30,00 ISBN: 978-3-86833-050-2 modo
Sowohl für Dorothea Schulz als auch für Katrin Ströbel ist die Zeichnung ein Transitraum zwischen Wort und Bild. Während die eine zeichnet, was sie sieht, zeichnet die andere, was sie hört. Dass sich die beiden in diesem Band vorgestellten Stuttgarter Künstlerinnen vordringlich mit der Zeichnung befassen, ist kein Zufall. Die Städtische Galerie Offenburg, die von Juli bis September eine gemeinsame Ausstellung von Dorothea Schulz und Katrin Ströbel zeigt, steht im Jahr 2010 unter dem Primat der Zeichnung. Jede einzelne Ausstellung befasst sich mit Aspekten der Zeichnung, also auch die Gastkuratorenreihe „proudly presents“, die in diesem Jahr Petra von Olschowski übernommen hat.
Der Katalog „Suzie Wong meets Becky Thatcher“ ist als Künstlerbuch gestaltet. So wie sich bei Dorothea Schulz die Linie aus der Schrift entwickelt, so entwickelt sich das gemeinsame Buch aus dem Werk: Es dokumentiert die bisherigen Arbeiten, streift einzelne Projekte, vertieft das Verhältnis von Wort und Bild in den Zeichnungen der beiden Künstlerinnen. Der Betrachter wird in diesem als Wendebuch angelegten Katalog zum Flaneur der Zeichen und folgt Dorothea Schulz und Katrin Ströbel auf ihren Reisen. Es ist eine Entdeckungstour entlang der Linie.
Hermann Dischler. 2010. Hg: Horst-Dieter Meier. Text von Ruth Hötzel-Dickel.272 S., 55 sw. und 228 fb. Abb., 24 x 30 cm, Gb., EUR 45,00 ISBN: 978-3-86833-049-6 modo
Manche halten ihn gar für den Erfinder des Schwarzwaldwinters. Zumindest aber gilt er vielen als "Schneemoler". Herman Dischler wurde 1866 in Freiburg geboren und 2010 jährt sich sein Todestag zum 75. Mal. Er gehört zu jenen Malern, die den Schwarzwald, seine Höfe, Wiesen und Höhen künstlerisch erkundet und unser Bild dieser Landschaft wesentlich mitbestimmt haben. Denn wer kennt nicht aus Dischlers Bildern die tief verschneiten, niedergedrückten Tannen des Feldbergs, denen man ein geheimes Eigenleben zutraut. Hermann Dischler war Meisterschüler von Gustav Schönleber an der Karlsruher Kunstakademie, der ihn für die Plein-Air-Malerei begeisterte. Als einer der ersten nutzte er die Fotografie als Vorlage für seine Bilder, obgleich ihm die Natur die "größte Lehrmeisterin" war.
Die zeitgenössische Kunstkritik bescheinigte ihm, nicht in die Ferne zu schweifen, sondern das Gute im Naheliegenden zu finden. Er selbst sah die naheliegenden Vermarktungsmöglichkeiten seiner Malerei in einer Zeit des beginnenden Schwarzwaldtourismus. So reproduzierte er seine Ansichten in Postkarten und veranstaltete in seiner Villa in Hinterzarten Verkaufsausstellungen.
Der vorliegende Katalog vertieft eine Retrospektive in Hinterzarten anlässlich Hermann Dischlers 75. Todestag um eine chronologische und motivgeschichtliche Betrachtung seines Oeuvres und um ein umfangreiches Werkverzeichnis.
SKULPTOUR IN FREIBURG. Spaziergänge zu Skulpturen im öffentlichen Raum. Hrsg: Kulturamt der Stadt Freiburg. Text Nicoletta Torcelli. 48 S., 51 fb. Abb., 22 x 12 cm, Br., EUR 6,00 ISBN: 978-3-86833-039-7 modo
Unsere Wahrnehmung im Alltag besteht größtenteils in einer Routine der Nicht-Wahrnehmung, schreibt Freiburgs Kulturbürgermeister Ulrich von Kirchbach ganz zu Recht in seinem Vorwort zu diesem Band. Grund genug, den Blick zu schärfen und auf eine andere Sicht auf die Stadt aufmerksam zu machen: auf eine Stadt als großes Freiluftmuseum, das zum Kunstgenuss einlädt, ohne auch nur einen Moment museal zu erscheinen.
Sechs verschiedene Stadtführungen schlägt diese Publikation vor, es sind "Skulp-Touren", Wege zur Skulptur im öffentlichen Raum. Sie schlagen den Weg Richtung Innenstadt ein, Richtung Wiehre, aber auch ins Institutsviertel der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Ein Weg der sich lohnt, schließlich verbindet die Alma Mater ihre Bauvorhaben mit Kunst-am-Bau-Projekten. Ein wenig versteckt finden sich hier Arbeiten von Künstlern mit internationalem Renommee wie Günther Förgs Bronzestelen oder Olaf Nicolais „Lampido. Teppich für einen Geologischen Garten“, eine Installation, die zum Verweilen einlädt. Jüngst ist Reiner Maria Matysiks „Augenloses“ hinzugekommen, ein amorphes Tierwesen, mit denen Matysik der Evolution unter die Arme greift.
Doch, wer die sechs Touren macht, die alle die Länge eines Spazierganges haben und durch den integrierten Stadtplan gut erschlossen sind, erfährt nicht nur einiges über zeitgenössische Skulptur, sondern auch über Geschichte. So haben auch Gunter Demnigs „Stolpersteine“, die an im „Dritten Reich“ ermordete jüdische Mitbürger erinnern, in diesen Stadtführer Eingang gefunden oder Walter Schelenz’ „Mahnmal für die Opfer des Naziregimes“ aus dem Jahr 1975. Diese Skulptouren sind gleichermaßen für Touristen als auch für Freiburger ein Gewinn.
Im Dialog – Erich Hauser zum Achtzigsten. 2010. Hrsg: Jürgen Knubben. Texte von Robert Kudielka, Gerhard Breinlinger, Heiderose Langer, Martin Mäntele, Harry Schlichtenmaier. 216 S., 120 meist fb. Abb., 29 x 24,5 cm, Gb. EUR 28,00 ISBN: 978-3-86833-055-7 modo
Als sich Erich Hauser (1930–2004) in den 60er Jahren entschloss, als freier Künstler zu arbeiten, gelang ihm ein Einstieg nach Maß. Bereits 1964 stellte er an der documenta aus, zwei weitere Teilnahmen sollten folgen. 1969 erhielt er auf der Biennale von Sao Paulo den groflen Preis. Schon früh wurde er von Sammlern wahrgenommen, etwa von Dieter Grässlin und Siegfried Weishaupt. Der Ulmer Sammler hielt ihm die Treue, so dass die Doppelausstellung, die das Museum Weishaupt und die Kunststiftung Erich Hauser mit dem Ulmer Museum anlässlich Hausers 80. Geburtstag veranstalten, ein Werkspektrum von den 60er bis zu den 80er Jahren zeigen kann.
Hausers geometrische Skulpturen aus Edelstahl trafen den Zeitgeist. Sie waren kühn genug, um für den Fortschrittsoptimismus zu stehen und makellos genug, um die Idee des technoiden Zeitalters zu repräsentieren. Kein Wunder, dass Erich Hauser zu einem der bedeutendsten Bildhauer Deutschlands wurde und seine Arbeiten immer noch sehr präsent im öffentlichen Raum sind. Die Doppelausstellung in Ulm wird nun sein Werk in Dialog treten lassen mit anderen Vertretern der 60er und 70er Jahren (nur Maler). Die Ausstellung des Ulmer Museums wirft einen Blick in das "Atelier Hausers", indem sie vor allem Zeichnungen und Modelle zeigt, in der Kunsthalle Weishaupt sind seine Skulpturen zu sehen.
Tolksdorf, Stefan; Bernd Nothen - Verlorene Botschaften; Lost Messages; Dtsch/engl. 128 S.; 30 x 23 cm; Gb.; Modo Verlag, Freiburg 2010. EUR 26,00 ISBN: 978-3-86833-054-0 modo
"Ein Bild soll ein schöner Fleck an der Wand sein, jawohl ein schöner Fleck! Es gibt genug verdrießliche Dinge im Leben, als noch welche hinzufügen", hat Auguste Renoir einmal gesagt. Aber wenn ein Bild ein schöner Fleck ist, darf wohl auch ein Fleck ein schönes Bild sein. Bernd Nothen hat sich im Laufe seiner künstlerischen Existenz auf die Suche nach der Schönheit im Randständigen begeben. Indem er Bonbonpapier vom Boden aufhob, Plakate von Mauern und Wänden riss und für all das, was andere wegwarfen, ein Auge übrig hatte.
"Verlorene Botschaften" nennt der 1939 geborene Künstler die Werke aus den letzten 40 Jahren, die dieser Katalog erstmals im Überblick präsentiert. Es sind Collagen und Assemblagen, die aus altem Papier in verschiedenen Transformationsprozessen entstanden sind. Bernd Nothen, der an der Essener Folkwangschule für Gestaltung und an der Akademie der Bildenden Künste München studierte, ließ sich dabei von Fresken der Renaissance während einer Italienreise Mitte der 1960er Jahre inspirieren. Seitdem kann man in seinen Werken den Blick wandern lassen und Landschaften, Schauplätze und unendlich viele andere Dinge erkennen. Das Erlebnis des Sammelns wird zu einem des Betrachtens.
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Regal. Bernd Völkle, Klaus Theweleit. Hrsg: Dieter Weber, Text: Klaus Theweleit im Gespräch mit Bernd Völkle. 80 S., 50 fb. Abb., 21,5 x 14,5 cm. Geb. EUR 21,80 ISBN: 978-3-86833-016-8 modo
Hätte dieses Projekt einen Paten, es wäre ohne Frage Heiner Müller. Der deutsche Theaterautor, den man kaum jemals ohne Zigarre sah, und dem noch immer seine Fans Zigarren auf sein Grab legen. Was Heiner Müller mit den Zigarrenkisten machte, ist nicht über- liefert. Wohl aber, was der Maler Bernd Völkle aus ihnen macht. Er benützt sie als Bildträger mit Hang zum Verborgenen. Auf knapp 50 Zigarrenkisten ist seine Serie mittlerweile angewachsen, Völkle bewahrt sie in einem Regal auf, der einen Setzkasten im wört- lichsten Sinne darstellt. Wo früher Bleilettern gelagert wurden, hat Bernd Völkle nun seine Vorbilder, Wahl- verwandte und Antipoden eingestellt. Die Schriftsteller Elfriede Jelinek und Arnold Stadler befinden sich gleichermaßen darunter wie Arnold Schönberg oder Friedrich Nietzsche. Die Köpfe, die Völkle bemalt und beklebt, sind Teil eines besonderen Ordnungssystems, das eng mit seinem Schaffen verbunden ist.
Das Gespräch der beiden Freunde Bernd Völkle und Klaus Theweleit, geht den Spuren dieser Künstler nach, entdeckt manches Geheimnis und belässt dieser besonderen Serie ihren ganz eigenen Reiz. Es ist auch eine Unterhaltung über das Wesen der Freundschaft, unterbrochen wird es lediglich durch Wissenswertes über kubanische Zigarrenmarken und die Kunst des Zigarrenrollens.
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