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Unheimlich Jung. Kinder und Jugendliche in der zeitgenössischen Kunst. Hrsg. Städtische Galerie Waldkraiburg. Text Elke Keiper, Oliver Zybok. Dtsch. Engl. 64 S., 37 fb. Abb., 28 x 23 cm, Gb. EUR 19,00 ISBN: 3-937014-29-2 modo
Kinder und Jugendliche geben dem Erwachsenen oft Rätsel auf. Ihre Umgangsformen, Rituale, Spiele und Gewohnheiten werden mitunter als fremd und dadurch als bedrohlich oder furchterregend erlebt. Welchen Niederschlag finden diese Erfahrungen aber in der zeitgenössischen Kunst, durch welche „Bilder“ werden junge Menschen dargestellt? Auf diese Frage gibt die Publikation „Unheimlich jung. Kinder und Jugendliche in der zeitgenössischen Kunst“ mehr als nur eine Antwort. Im ausstellungsbegleitenden Katalog melden sich mit Bernhard Fuchs, Iris Kettner, Andrea Lehmann, Katharina Mayer, Alex Morrison, Yoshitomo Nara, Klaus Pobitzer und Santeri Tuori acht Künstler auf ganz unterschiedliche Weise zu Wort. Ihre Gestaltungen bearbeiten verschiedene Sichtweisen, setzen sich mit gängigen Klischees auseinander, deuten und hinterfragen den Blick des Erwachsenen auf die nachfolgende Generation. Dabei zeigt sich, dass zwischen dem alltäglich Gewohnten und dem befremdlich Beängstigenden oft nur ein schmaler Grad verläuft.
Landschaft verstehen. Industriearchitektur und Landschaftsästhetik im Schwarzwald. Hrsg. Institut f. Visual Profiling & Visual Recources Development, Freiburg, Richard Schindler. 284 S., 107 fb. und 110 s/w Abb., 2 Ausschlagtafeln, 27 x 21 cm, Gb., EUR 36,00 ISBN: 3-937014-30-6 modo
Die Frage, ob Windkraftanlagen unser gewohntes Landschaftsbild verschandeln oder nicht, wird derzeit international kontrovers diskutiert. Den Künstler Richard Schindler hat ein konkreter Streitfall im Schwarzwald dazu veranlasst, eine exemplarische Landschaftsbild-analyse aus künstlerisch-wissenschaftlicher Sicht zu erstellen. Das Ergebnis dieser Studie wird in der neuen Publikation „Landschaft verstehen. lndustriearchitektur und Landschaftsästhetik im Schwarzwald‘ vorgestellt. Schindlers Untersuchung ist ein wichtiger Beitrag zum kultur-wissenschaftlichen Verständnis von Landschaft und setzt sich kritisch mit gängigen Formen der Landschaftsbildbewertung auseinander. Der Leser wird durch präzise Skizzen und klare Einzelanalysen dazu verleitet, genauer hinzusehen, und er mag am Ende dieser opulenten Schrift auch den Schwarzwald besser verstehen. Damit gelingt es Richard Schindler beispielhaft eine Möglichkeit der Ausweitung traditioneller künstlerischer Handlungsfelder vor Augen zu führen.
Timm Ullrichs - Die Druckgrafik. Texte Norbert Nobis, Carl Vogel. 228 S., 293 meist fb. Abb., 28 x 22 cm. Gb. EUR 30,- ISBN: 3-937014-27-6 modo
Es gibt Künstler, deren grafisches Werk den Ideen ihrer Gemälde oder Plastiken folgt. Andere konzentrieren sich vom Anfang ihres Schaffens an auf Grafik und Druckgrafik. Timm Ulrichs (geb. 1940 in Berlin) gehört zu keiner der genannten Gruppen, dennoch war das neu vorliegende und anlässlich einer Ausstellung im Sprengel Museum Hannover aufwändig gestaltete. Œuvreverzeichnis seiner Druckgrafik ein Desiderat. Seit dem Jahr 1960 sind über 240 druckgrafische Arbeiten entstanden. Deren Zusammenschau im Werkkatalog beweist, dass diese Technik nicht nur ein absolut adäquates Medium für Ulrichs darstellt, sondern geradezu für ihn geschaffen scheint.
Wolfgang Heidenreich. Die fertige Hand. Reden und Aufsätze. 2004. 256 S. Nachwort von Christoph Meckel. zahlr. auch fb. Abb. Gb., EUR 26,- ISBN: 3-937014-23-3 modo
Wolfgang Heidenreich, der Rundfunkjournalist und ehemalige Leiter des SWR Studios in Freiburg. pflegt — über seine beruflichen Intentionen hinaus — zahlreiche intensive Beziehungen zu Literaten und Künstlern. Eine enge Freundschaft verbindet ihn mit dem Schriftsteller Christoph Meckel, den aus der DDR ausgewiesenen Dichter Peter Huchel lernte Heidenreich an seinem neuen Wohnort in Staufen im Markgräflerland kennen und machte nach dessen Tod den Peter-Huchel-Preis zur bedeutendsten Auszeichnung für Lyrik im deutschspra-chigen Raum. Unter dem Titel „Wolfgang Heidenreich — Die fertige Hand“ ist nun eine umfangreiche Sammlung seiner Reden und Aufsatze zur Kunst erschienen. In der neuen Publikation finden sich u.a. Texte über Hans Arno Joachim, Wolfgang Rohner-Radegast. Peter Huchel, Christoph Meckel, Walter Helmut Fritz, Bert Jäger, Hans Arp, Otto Dix, Peter Vogel und Heinrich Mutter. Heidenreichs eindringliche Schilderungen zeigen, dass seine Aufsätze einem langen und schweigsamen Beobachten entspringen, und sie öffnen den Blick auf bisher unbemerkte Seiten der Künstler.
Robert Schad – STAHL-ZEIT. 2005. Hrsg.: Beate Reifenscheid, Ludwig Museum Koblenz. Texte von Beate Reifenscheid. Interview von Werner Meyer mit Robert Schad. Dtsch, Engl. 80 S., 50 fb. Abb. 21 x 27 cm, Gb. EUR 28,- ISBN: 3-937014-18-7 modo
„STAHL-ZEIT“ – in aller Knappheit formuliert der Titel der neuen Publikation über die Werke des Bildhauers Robert Schad (*1953, Ravensburg) ein ganzes künstlerisches Pro-gramm. Stahl ist die Materie, der sich Schad verschrieben hat, und „Stahl-Zeit“ reflektiert das Material und seine Schwere, die der Bildhauer betont und gleichzeitig wie kein Anderer aufzuheben, zu überwinden vermag. Bei Schad wird der Stahl zur Handschrift, zur Beweg-ungslinie, zur dreidimensionalen Zeichnung im Raum. Mal tänzerisch leicht, mal explosiv und energiegeladen entfalten sich die Linien, verdichten und überlagern sich. Sie machen keine Gegenstände sichtbar, sondern definieren Raum und könnten daher als „Raumschrift“ angesprochen werden. Der Katalog „Stahl-Zeit“ begleitet die ersten Stationen einer euro-päischen Ausstellungstournee in Koblenz, Prag, Budapest und Lausanne.
Stephan Hasslinger. Dresscode. Hrsg. SüdwestGalerie, Aalen. Mit einem Gespräch zwischen Stephan Hasslinger und Doroteha Strauss. Texte v. Sabine Heilig, Christoph Bauer. 48 S., 48 fb. Abb., 24 x 16 cm, Gb., EUR 16,- ISBN: 3-937014-22-5 modo
Stephan Hasslinger (*1960, Marburg/Lahn) hat über das Material Ton zu einer eigenen, unverwechselbaren Formensprache gefunden. Er knetet, rollt, biegt und dehnt seine Tonstränge, verbindet sie in dichter Schlaufentechnik miteinander und formt phantastische Schuhe, Schmuckstücke und Türme, die wie gestrickte Wollsäulen aussehen. Ideen bezieht der Künstler aus Modejournalen und Katalogen, doch während es dort um Kaufanregung geht, verleiten Hasslingers Arbeiten zum reinen Sehgenuss. Seine Objekte sind mehrdeutig, sie sind körperbezogen und tektonisch, hermetisch und durchbrochen, gegenständlich und abstrakt. Sinnlichkeit und Erotik spielen eine große Rolle. Die vorliegende Publikation DRESSCODE dokumentiert Stephan Hasslingers aktuelles künstlerisches Werk und zeigt, dass seine Ornamente nicht nur die Objekte formen, sondern auch den von der Magie dieser Vexierbilder faszinierten Betrachter umgarnen.
A bis Z. 50 Jahre Künstlerbund Baden-Württemberg 2005. Herausgeber: Künstlerbund Baden-Württemberg e.V.. Text von Kurt Weidemann. 528 S., 253 fb. und 257 s/w Abb., 22 x 14 cm, Gb., EUR 30,- ISBN: 3-937014-15-2 modo
Vor 50 Jahren, im Februar 1955, wurde der Künstlerbund Baden-Württemberg gegründet. Die vorliegende Publikation „A bis Z. 50 Jahre Künstlerbund Baden-Württemberg“ begleitet die Jubiläumsausstellung in der Städtischen Galerie in Karlsruhe.
Darüber hinaus bietet sie weit mehr als die reine Dokumentation dieser zeitlich begrenzten Werkschau. In umfassender Weise präsentiert die Veröffentlichung das derzeitige Schaffen der 286 Künstlerbund-Mitglieder mit ihren unterschiedlichen Stilen, Ansichten und Geisteshaltungen. Neben den überregional bekannten Stars und Professoren sind auch junge Künstler und Hochschulabsolventen ins Blickfeld gerückt. Dieser repräsentative Querschnitt macht den übersichtlich gestalteten Katalog zu einem wertvollen Nachschlagewerk über das gegenwärtige Kunstschaffen in Baden-Württemberg und zu einem wichtigen Baustein innerhalb der deutschen Kunstgeschichte des 21. Jahrhunderts.
Hannes Norberg. Hrsg. Galerie Benden & Klimczak, Köln. Text von Markus Löffelhardt. 2005. Dtsch, Engl. 80 S., 55 fb. Abb., 28 x 21 cm, Gb. EUR 26,- ISBN: 3-937014-21-7 modo
Konstruktion und Idee. Begriffe die Polarität erzeugen, Spannungsfelder aufbauen. Hannes Norbergs Kunst gleicht einem Seiltanz über Abgründen, die sich zwischen diesen Begriffen öffnen.
Die Thematik seiner Arbeiten findet sich im Fokus eines heute maßgeblichen Misstrauens gegenüber der scheinbar einfachen Konstruktion einer Dualität geistiger Innen- und materieller Außenwelt. Illusionismus und autonomes Bild werden gegeneinander gestellt und erzeugen ein changierendes Erlebnis zwischen materieller Dingwelt und metaphysischer Idee. Norberg vermeidet den Konflikt nicht, indem er diese Problematik ausklammert. Im Gegenteil sucht er die Untiefen und macht Sie zum selbstverständlichen Bestandteil und Thema seiner künstlerischen Fragestellung.
Architektonisch anmutende Modelle, aus industriellen Dämmstoffplatten gefertigt, mutieren mittels Fotografie zu autonomen Bildern, die nicht mehr auf ein Dahinter im Sinne einer Abbildfunktion verweisen wollen. Widersprüchlichkeiten werden dramatisiert indem einer-seits die Bildgrammatik der Wahrnehmungsgewohnheit verwendet wird, andererseits aber damit eine Inszenierung von idealen Vorstellungen vonstatten geht.
Vor dem Hintergrund eines jahrzehntelangen Bemühens um Exaktheit und Aufrichtigkeit in Bezug auf visuelle Transferleistungen erscheint das Verlassen der Motivation zur klaren Identifizierbarkeit des Bildes bei Hannes Norberg als bedeutungsvoller Paradigmenwechsel künstlerischer Orientierung.
Baugruppenarchitektur in Freiburg. Vom Experiment zur Regel 2005. Mit Texten von K. Selle, M. Schuster, R. Schelkes, 96 S. 130 fb. Abb. 20 x 22 cm, Br., EUR 24,- ISBN: 3-937014-16-0 modo
Die Stadt Freiburg wächst, die Nachfrage nach kostengünstigem Wohneigentum steigt und neue Stadtentwicklungskonzepte setzen sich durch. Die beiden neuen Freiburger Stadtteile Vauban und Rieselfeld sind dafür gute Beispiele: Große Teile der Bebauung wurden hier als Baugruppenprojekt realisiert – Baugemeinschaften haben das Bauen selbst in die Hand genommen. Die neue Publikation „Baugruppenarchitektur in Freiburg. Vom Experiment zur Regel“ dokumentiert 34 von über 150 Projekten, die inzwischen auf diese Weise in Freiburg und Umgebung realisiert wurden. Mit prägnanten Textbeschrei-bungen und zahlreichen Abbildungen werden hier die Erfahrungen mit einem Konzept gebündelt, das längst vom Versuchsstadium in die Erfolgsphase getreten ist.
Rudolf Dischinger. 1904 –1988. Im Bann der Dinge 2005. Herausgeber: Museum für Neue Kunst Freiburg Mit Texten von Jochen Ludwig, Isabel Herda und Christiane Grathwohl-Scheffel. 80 S., 28 fb. und 10 s/w Abb., 22 x 17 cm, Gb., EUR 22,- ISBN: 3-937014-20-9 modo
Der 100. Geburtstag von Rudolf Dischinger war Anlass für eine Publikation, die sich erstmals gezielt mit den beiden gegenständlichen Werkgruppen des Freiburger Künstlers auseinandersetzt. Der Katalog „Rudolf Dischinger. 1904 – 1988. Im Bann der Dinge“ verklammert Dischingers Früh- und Spätwerk miteinander und präsentiert zunächst das Werk eines Künstlers, der in den späten 20er und 30er Jahren eng mit der Stilrichtung „Neue Sachlichkeit“ verbunden war. Nach einer darauf folgenden, abstrakten Werkphase wurde Dischinger ab 1970 und bis zum Ende seiner künstlerischen Tätigkeit im Jahre 1985 erneut von der Magie der Dinge angezogen. Über die Einbeziehung biografischer Fakten wird Dischingers Rückgriff auf die Bild- und Motivsprache der frühen Jahre nachvollziehbar dargestellt, und zahlreiche Abbildungen illustrieren diese beständige Liebe zum Stilleben und sein nie verlöschendes Interesse an der Welt der Dinge.
Anita Stöhr-Weber. ungemalt. Beitr.: Büttner, Stefan /Krimmel, Babette /Seidel, Claudia. 2004. 72 S., 25 fb. Abb. 23 x 17 cm. Ebr EUR 19,- ISBN: 3-937014-17-9 modo
Die neue Publikation "Anita Stöhr Weber – ungemalt" präsentiert eine Künstlerin, die mit ihren aktuellen Werken bis an die Grenzen der Darstellbarkeit vorstößt. Mit absoluter Konsequenz vollzieht Anita Stöhr Weber (* 1958 Lauffen/ Neckar) die Demontage des traditionellen Tafel-bildes und wagt den Schritt zu größter Reduktion: Ihre vom Bildträger abgezogenen Farbhäute bestehen nur mehr aus Pigment und Bindemittel, haben die Stofflichkeit des Bildes nahezu vollständig verloren und reflektieren nichts als die Vorstellung, die wir von einem Gemälde haben. Das Sichtbare verweist auf das Abwesende. Auch die minimalistischen, monochromen Siebdrucke sowie das "Hinterglasbild" verkörpern nur noch den Verweis auf die physische Berührung, welche die Farbe gegenständlich werden ließ. Eine radikale Form der Malerei!
Jürgen Brodwolf. 2004. Hrsg. Museum für Neue Kunst Freiburg. Texte Christiane Grathwohl-Scheffel, Jochen Ludwig, Astrid Guderian-Driesen, Volkhard Knigge, Barbara Strieder, Peter Bürger und Gabriele Uelsberg. 144 S. 107 fb. und s/w-Abb., 21 cm., Gb., EUR 34,- ISBN: 3-937014-08-X modo
Jürgen Brodwolf (geb. 1932, Dübendorf, Zürich) entdeckte im Jahre 1959 sein späteres Markenzeichen: Die „Tubenfigur“. Mit ihr wurde er international bekannt. In anschau-licher Weise dokumentiert die Publikation den Verlauf, den Brodwolfs Werk seither genommen hat. Sie zeigt Schlüsselwerke aus den Jahren zwischen 1964 und 2004 und begleitet eine Ausstellungsreihe, die im Museum für Neue Kunst in Freiburg im Breisgau, in der Kunsthalle Weimar Harry Graf Kessler, im Museum Schloss Moyland, Bedburg-Hau und im Kunstmuseum in der Alten Post in Mülheim an der Ruhr zu sehen ist. Ob Brodwolf mit Figuren aus Blei, Leinwand, Pappe, Gaze oder Bronze arbeitet, stets ist eine große Nähe zu Ritus und Kult spürbar. Brodwolf visualisiert die Grenzen des Daseins, reflektiert über Leben und Tod, Werden und Vergehen. So drastisch die Erscheinungsformen des Todes auch wirken, Brodwolf verknüpft sie mit dem heilsamen Motiv der Erinnerung und führt in Werken wie „Archiv der Zeichnungen“ oder „Iceland“ vor, dass in der Imagination ganz neue Vorstellungsräume entstehen können
Rik van Iersel – Transparancy. 2004. Mit einem Text von Daniel Spanke und einem Interview von Ulco Mes mit dem Künstler. Texte in Deutsch, Niederländisch und Englisch. 160 S. zahlr. fb. Abb., 21,5 cm Br., EUR 40,- ISBN: 3-937014-13-6 modo
Arbeiten am Chaos“ könnte man Rik van Iersels künstlerisches Tun nennen. Wie aus der Ursuppe formt der 1961 in Maastricht (NL) geborene van Iersel Bilder und Chiffren, denen man ihre Nähe zum Chaos, ihr Abgerungensein und ihre heikle Stabilität sehr wohl ansieht. So chaotisch die Bilder im ersten Zugriff auch anmuten, bei näherer Beschäftigung sind die bildlichen Strategien deutlich wahrzunehmen, mit denen Tumult und die Konfusion gebannt und bewältigt werden. Gerade das, was die diskursive Sprache nur gegeneinander setzen kann, wird im Werk van Iersels zur gegenseitigen Bedingung: ohne Chaos bliebe die Ordnung steril, ohne die kompositorische Stütze würde das Bild trotz aller Wildheit keine Kraft entwickeln können. Das vorliegende, vom Künstler selbst gestaltete Katalogbuch zeigt u.a. neuere Papierarbeiten, transparente und projizierte Bilder und Installationen, die 2004/2005 in Wilhelmshaven, Hamburg und Venlo (NL) zu sehen sind.
Erhart Kästner — Julius Bissier.
Julius Bissier — Der gewendete Blick. 2004. Hrsg. Jochen Ludwig, Museum für Neue Kunst, Städtische Museen Freiburg. Texte v. Jochen Ludwig, Erhart Kästner, Matthias Bärmann, 40 S. 8 s/w Abb. 17 cm, Br., Fadenheftung
Erhart Kästner — Die Wahrheit von Orten und Dingen 2004. Hrsg. Günter Figal. Texte v. Günter Figal, Bernhard Zimmermann, Hans-Helmuth Gander, Gottfried Boehm. 80 S. 21 cm, Br., Fadenheftung. EUR 16,00 für beide Bände Modo, Freiburg 2004. ISBN: 3-937014-12-8 modo
„Für mich war und ist Julius Bissier der Typus, der Inbegriff der Künstlerschaft, sein Leben das Künstlerleben wie es im Buch steht“ bekennt der Schriftsteller Erhart Kästner 1970 im Typoskript für eine Rundfunksendung. Seit 1959 und bis zum Tode Bissiers verband beide eine enge und auch in künstlerischer Hinsicht fruchtbare Freundschaft. Anlässlich des 100. Geburtstages von Erhart Kästner entstand diese zweiteilige Publikation, welche das Wesen der Verbundenheit dieser sich zugleich so nahen und doch so fernen Künstler thematisiert. Texten von und über Erhart Kästner werden sechs wichtige Tuschpinselzeichnungen von Julius Bissier alle vom 31. Januar seines Todesjahres 1965 — gegenübergestellt. Da Erhart Kästner den Maßstab für sein Schreiben in der Bildkunst gesehen hat, gibt die bislang nie so intensiv dargestellte Zusammenschau einen tiefen Einblick in sein Denken und Schreiben.
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Karl Hubbuch. Skizzen. Ausgew. v. Hubbuch, Myriam. Hrsg.: Hubbuch, Myriam. 2004. 136 S., 145 Abb. 23 cm. Gb EUR 28,- ISBN: 3-937014-07-1 modo
Menschen sind Hubbuchs zentrales Thema; wo hätte er sie in ihrem Milieu, in ihrem Alltag zeichnerisch besser erfassen können als in den Schluchten der Großstadt! So sind Berlin und Paris hauptsächlich Schauplätze der in dem vorliegenden Band gezeigten Skizzen.
Die schnellen, großzügigen Striche von Hubbuchs Zeichenfeder verbinden Menschen und Umwelt; sie erfassen — oft mit einfühlsamer Ironie — die Menschen in all ihren Facetten: Den Geschäftemacher und die Halbweltdamen, die Arrivierte und das Ladenmädchen, den Voyeur, den Müßiggänger — und die am Rande der Gesellschaft. Die vorliegende Auswahl zeigt überwiegend erstmals publizierte Skizzen, die im Zeitraum der frühen zwanziger Jahre bis zum Ende der sechziger Jahre entstanden sind.
Grund zu bleiben. Hrgs. Künstlerbund Baden-Württemberg. Eine Ausstellung im Neuen Kloster Bad Schussenried. Text v. Heiderose Langer. 2004. 132 S., 86 fb. Abb., 41 s/w Abb., 17 cm, Br., EUR 22,- ISBN: 3-937014-11-X modo
„GRUND zu bleiben“ als Titel einer Ausstellung des Künstlerbundes Baden-Württemberg ist die Aufforderung an den Betrachter, am Dialog zwischen Kunst und Architektur teilzunehmen. Die Ausstellung findet im Neuen Kloster Bad Schussenried statt, einem Ort, der durch seine eigene Historie zum Zeichen der Auseinandersetzung wird. Die gemeinsame Idee der Arbeiten ist es, in einen bestehenden historischen Kontext Signale der Gegenwart zu setzen. Die Publikation dokumentiert unmittelbar die unterschiedlichen Positionen von 84 eingeladenen Künstlern und Künstlerinnen darunter Romane Holderried-Kaesdort, Jörg Mandernach sowie Ralf Künzler und Madeleine Diez. Skulptur, Installation, Zeichnung und Malerei wirken aufeinander, treten in einen Dialog und Disput, ergänzen und behaupten sich und eröffnen durch die Änderung des jeweiligen Standpunktes neue Raumperspektiven. Das Phänomen des Raumes wird zum zentralen Thema der Ausstellung: Sigrid Perthens Installation ist nur durch die Erfahrung der Wirkung des Raumes erfahrbar. Dimensionen von Bildräumen werden aufgehoben von Michaela Kölmel, die den Schritt von der Fläche in den Raum vollzieht. Das Umschliessen und Einschließen von Raum erweitert H. M. Franke in seinen Skulpturen aus Muschelkalk um eine sinnbildliche Ebene. Jürgen Palmtags Bild-Text-Arbeit breitet sich über alle Wände des Raumes aus und Isa Dahl‘s Malerei eröffnet dem Betrachtenden faszinierende Tiefendimensionen. „GRUND zu bleiben“ stellt eine Verbindung her zwischen dem Reflex zeitgenössischer Kunst auf die Gegenwart, ihrem Bezug zu traditionellen Inhalten und zu dem Ort ihrer Präsentation. „GRUND zu bleiben“ ist noch bis zum 3. Oktober 2004 im Neuen Kloster Bad Schussenried zu sehen.
Sven Drühl & Stefan Wissel Poplieferanten. Hrsg. Stadt Herne, Flottmann Hallen. Text v. Jutta Laurinat, Gregor Jansen und Martin Engler. Dtsch, Engl. 2004. 64S. 62 fb. Abb, 23 cm, Gb., EUR 22,- ISBN: 3-937014-10-1 modo
Mit ihrem Titel „Poplieferanten" haben Sven Drühl und Stefan Wissel ein mehrdeutiges Kunstwort geschaffen. Im Ausstellungskatalog präsentieren sich ihre Werke ganz im Sinne dieses Titels.
Sven Drühl findet seine Motive beispielsweise in der Landschaftsmalerei von Caspar David Friedrich, Joseph Anton Koch und Ferdinand Hodler. Mit Silikon aus der Tube skizziert er die Umrisslinien nach und füllt die Flächen mit Industrielack oder Ölfarbe. Drühl sieht seine Arbeit als „Neuinterpretation der Malerei bei gleichzeitiger Vermeidung von Malerei“. Stefan Wissel beschäftigt sich ebenfalls mit Vorgegebenem, doch in seinen Objekten und Installationen weicht er konsequent vom Gewohnten ab, entzieht sich den alltäglichen Sichtweisen und vermeidet jegliche Art der Festlegung. Augenzwinkernd hintertreibt Stefan Wissel die funktionale Realität von industriell gefertigten Produkten und unterläuft die Wirklichkeit bis hin zum Surrealen.
Sven Drühl und Stefan Wissel sind ganz unterschiedliche Lieferanten des Pop: Drühl arbeitet mit Ausdrucksmitteln der Pop-Art, und Wisse! bedient sich ihrer emotional aufgeladenen Verfremdungsmöglichkeiten.
Wolfgang Gäfgen. Hrsg. Schick, Martin. 2003. 80 S., 7 sw. u. 73 fb. Abb. 30 cm. Ebr EUR 24,- ISBN: 3-937014-06-3 modo
Thomas Müllenbach - ganz normal. Hrsg. Dorothea Strauss, Kunstverein Freiburg. Texte Dorothea Strauss und Gerhard Mack. 88 S., 74 fb. Abb., 24 cm, EUR 24,- ISBN: 3-937014-09-8 modo
Manche Dinge des Lebens sind so selbstverständlich, dass sie sich unserer Wahrnehmung entziehen. Thomas Müllenbach, der 1940 in Koblenz geboren wurde und in Zürich lebt, malt auf kleinen Formaten bekannte Dinge des alltäglichen Lebens. „Ganz normal“ heißt sein neuer und in diesem Band veröffentlichter Gemäldezyklus.
Schnell und in entwaffnender Einfachheit malt er eine Werkbank, einen Schreibtisch, eine Deckenlampe, ein Bettpfosten. Indem er diese Motive aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang herauslöst und ihnen seine volle Aufmerksamkeit zukommen lässt, ertastet er die im Alltag versteckte Poesie. Thomas Müllenbach befragt die Dinge - und siehe, sie antworten!
Augustinermuseum Freiburg – Gemälde des 19. und 20. Jahrhunderts. Bearb. von Margret Zimmermann, Hrsg. Städtische Museen Freiburg. 575 S., 1557 dav. 88 fb. Abb., 23,5 cm, Gb., Modo, Freiburg 2004. EUR 48,- ISBN: 3-937014-01-2 modo
Der vorliegende Band behandelt die annähernd 170 jährige Sammlungsgeschichte im Augustinermuseum Freiburg. Mit mehr als 1450 Werkabbildungen und zahlreichen Farbtafeln dokumentiert der Bestandskatalog den Reichtum des Kulturerbes im badischen Raum.
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