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Grund zu bleiben. Hrgs. Künstlerbund Baden-Württemberg. Eine Ausstellung im Neuen Kloster Bad Schussenried. Text v. Heiderose Langer. 2004. 132 S., 86 fb. Abb., 41 s/w Abb., 17 cm, Br., EUR 22,- ISBN: 3-937014-11-X modo
„GRUND zu bleiben“ als Titel einer Ausstellung des Künstlerbundes Baden-Württemberg ist die Aufforderung an den Betrachter, am Dialog zwischen Kunst und Architektur teilzunehmen. Die Ausstellung findet im Neuen Kloster Bad Schussenried statt, einem Ort, der durch seine eigene Historie zum Zeichen der Auseinandersetzung wird. Die gemeinsame Idee der Arbeiten ist es, in einen bestehenden historischen Kontext Signale der Gegenwart zu setzen. Die Publikation dokumentiert unmittelbar die unterschiedlichen Positionen von 84 eingeladenen Künstlern und Künstlerinnen darunter Romane Holderried-Kaesdort, Jörg Mandernach sowie Ralf Künzler und Madeleine Diez. Skulptur, Installation, Zeichnung und Malerei wirken aufeinander, treten in einen Dialog und Disput, ergänzen und behaupten sich und eröffnen durch die Änderung des jeweiligen Standpunktes neue Raumperspektiven. Das Phänomen des Raumes wird zum zentralen Thema der Ausstellung: Sigrid Perthens Installation ist nur durch die Erfahrung der Wirkung des Raumes erfahrbar. Dimensionen von Bildräumen werden aufgehoben von Michaela Kölmel, die den Schritt von der Fläche in den Raum vollzieht. Das Umschliessen und Einschließen von Raum erweitert H. M. Franke in seinen Skulpturen aus Muschelkalk um eine sinnbildliche Ebene. Jürgen Palmtags Bild-Text-Arbeit breitet sich über alle Wände des Raumes aus und Isa Dahl‘s Malerei eröffnet dem Betrachtenden faszinierende Tiefendimensionen. „GRUND zu bleiben“ stellt eine Verbindung her zwischen dem Reflex zeitgenössischer Kunst auf die Gegenwart, ihrem Bezug zu traditionellen Inhalten und zu dem Ort ihrer Präsentation. „GRUND zu bleiben“ ist noch bis zum 3. Oktober 2004 im Neuen Kloster Bad Schussenried zu sehen.
Sven Drühl & Stefan Wissel Poplieferanten. Hrsg. Stadt Herne, Flottmann Hallen. Text v. Jutta Laurinat, Gregor Jansen und Martin Engler. Dtsch, Engl. 2004. 64S. 62 fb. Abb, 23 cm, Gb., EUR 22,- ISBN: 3-937014-10-1 modo
Mit ihrem Titel „Poplieferanten" haben Sven Drühl und Stefan Wissel ein mehrdeutiges Kunstwort geschaffen. Im Ausstellungskatalog präsentieren sich ihre Werke ganz im Sinne dieses Titels.
Sven Drühl findet seine Motive beispielsweise in der Landschaftsmalerei von Caspar David Friedrich, Joseph Anton Koch und Ferdinand Hodler. Mit Silikon aus der Tube skizziert er die Umrisslinien nach und füllt die Flächen mit Industrielack oder Ölfarbe. Drühl sieht seine Arbeit als „Neuinterpretation der Malerei bei gleichzeitiger Vermeidung von Malerei“. Stefan Wissel beschäftigt sich ebenfalls mit Vorgegebenem, doch in seinen Objekten und Installationen weicht er konsequent vom Gewohnten ab, entzieht sich den alltäglichen Sichtweisen und vermeidet jegliche Art der Festlegung. Augenzwinkernd hintertreibt Stefan Wissel die funktionale Realität von industriell gefertigten Produkten und unterläuft die Wirklichkeit bis hin zum Surrealen.
Sven Drühl und Stefan Wissel sind ganz unterschiedliche Lieferanten des Pop: Drühl arbeitet mit Ausdrucksmitteln der Pop-Art, und Wisse! bedient sich ihrer emotional aufgeladenen Verfremdungsmöglichkeiten.
Wolfgang Gäfgen. Hrsg. Schick, Martin. 2003. 80 S., 7 sw. u. 73 fb. Abb. 30 cm. Ebr EUR 24,- ISBN: 3-937014-06-3 modo
Thomas Müllenbach - ganz normal. Hrsg. Dorothea Strauss, Kunstverein Freiburg. Texte Dorothea Strauss und Gerhard Mack. 88 S., 74 fb. Abb., 24 cm, EUR 24,- ISBN: 3-937014-09-8 modo
Manche Dinge des Lebens sind so selbstverständlich, dass sie sich unserer Wahrnehmung entziehen. Thomas Müllenbach, der 1940 in Koblenz geboren wurde und in Zürich lebt, malt auf kleinen Formaten bekannte Dinge des alltäglichen Lebens. „Ganz normal“ heißt sein neuer und in diesem Band veröffentlichter Gemäldezyklus.
Schnell und in entwaffnender Einfachheit malt er eine Werkbank, einen Schreibtisch, eine Deckenlampe, ein Bettpfosten. Indem er diese Motive aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang herauslöst und ihnen seine volle Aufmerksamkeit zukommen lässt, ertastet er die im Alltag versteckte Poesie. Thomas Müllenbach befragt die Dinge - und siehe, sie antworten!
Augustinermuseum Freiburg – Gemälde des 19. und 20. Jahrhunderts. Bearb. von Margret Zimmermann, Hrsg. Städtische Museen Freiburg. 575 S., 1557 dav. 88 fb. Abb., 23,5 cm, Gb., Modo, Freiburg 2004. EUR 48,- ISBN: 3-937014-01-2 modo
Der vorliegende Band behandelt die annähernd 170 jährige Sammlungsgeschichte im Augustinermuseum Freiburg. Mit mehr als 1450 Werkabbildungen und zahlreichen Farbtafeln dokumentiert der Bestandskatalog den Reichtum des Kulturerbes im badischen Raum.
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Architektur in Freiburg – von Markus Löffelhardt. Stadtführer zeitgenössischer Architektur ab 1990. 132 S., 290 Abb. in Duotone, Br., 22 x 12 cm. Modo, Freiburg 2004. EUR 22,- ISBN: 3-937014-05-5 modo
Während andernorts über Rückbau und Abriss überschüssiger Baukapazitäten diskutiert wird, konnten in Freiburg mit Rieselfeld und Vauban ganze Stadtquartiere vorangetrieben werden, die ihrer baldigen Vollendung entgegensehen. Darüber hinaus ist am Flugplatz ein neuer Universitäts-Campus im Entstehen. Um den Bahnhof dehnt sich die Kernstadt mit einem großangelegten Boulevard nach Westen. Viele interessante Einzelprojekte kommen hinzu, die noch durch einige Beispiele aus der Umgebung Freiburgs ergänzt werden.
Gerade der rechte Zeitpunkt, eine Zusammenstellung des architektonischen Neulandes zu präsentieren. Verschiedene Aspekte zeitgenössischer Architektur kommen zur Sprache und verdichten sich in dieser Publikation zu einem vielseitigen Repertoire an Möglichkeiten, Architektur zu betrachten und zu hinterfragen.
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Leni Hoffmann. Hrsg. Kunstverein Hannover. Texte Stephan Berg, Martin Engler u.a. Dtsch, Engl., Ital., Span. 272 S. 249 fb. und 66 sw. Abb. 21 cm, Gb., Modo, Freiburg 2004. EUR 34,- ISBN: 3-937014-02-0 modo
Leni Hoffmann (* 1962, Bad Pyrmont) zählt zu den angesehensten Künstlerinnen ihrer Generation in Deutschland. Die Künstlerin arbeitet hauptsächlich ortsbezogen und hat in den vergangenen Jahren eine Reihe von aufsehenerregenden Arbeiten im öffentlichen Raum realisiert. Ausgehend von vier Ausstellungen, die zwischen 2002 und 2004 in Pulheim, Siena, dem Sprengelmuseum und dem Kunstverein in Hannover stattgefunden haben, präsentiert das Künstlerbuch eine Übersicht über die wichtigsten Projekte der letzten Jahre. Die Nähe zur konstruktivistischen Bildauffassung ist unübersehbar. Über die Arbeit mit farbiger Plastilinmasse – ein in der bildenden Kunst nahezu geschichtsloser Werkstoff und anderen "Nullmaterialien" hat Leni Hoffmann jedoch zu überraschenden Ausdrucksformen gefunden. Die Themen Farbe und Malerei sowie die Begriffe hard edge, radical painting und Farbfeldmalerei werden dabei neu überdacht. Ihre raumgreifenden, skulptural-architektonischen Werke treten in einen Dialog mit dem Ausstellungsort, verzahnen Raum und Wand, Bild und Boden, greifen auf den Betrachter über und sprengen jegliche Gattungsgrenzen.
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Thomas Kitzinger – Malerei. 2004. Hrsg. Kunstverein Heidelberg Text Hans Gerke, Volker Bauermeister u.a. 88 S., 52 fb. Abb., 27 cm, Gb., Fadenheftung. EUR 28,- ISBN: 3-937014-03-9 modo
Thomas Kitzinger (*1955. Neunkirchen/Saar) vollzieht in seiner Malerei einen faszinierenden Balanceakt: Den Vorgaben traditioneller Tafelmalerei folgend, arbeitet er mit einer schwierigen Lasurtechnik. Analog zur alt-meisterlichen Technik knüpft seine Bildfindung an die klassische Gattung „Stilleben“ an: Kitzinger malt Serien von Agaven, Bechern, Metrostühlen, toten Schweinen. Obgleich in ihrer Materialität faszinierend, bieten diese Vorlagen aber nur den Vorwand für Malerei. Kitzinger sieht in ihnen „Splitter und Fragmente einer als hüllenhaft begriffenen Realität“. So wird die Oberfläche der Dinge zwar in perfekter Trompe-l‘oeil-Manier gezeigt, doch durch die radikale Präsenz als absolute, autonome Malerei ergibt sich eine irritierende Fremdheit. Die Publikation dokumentiert die wachsende Bedeutung für Kitzinger, die serielle Struktur seiner Bilder auch raumbezogen zu präsentieren. Wie ein abstrakter Zeichencode ziehen sich seine Becher an den Ausstellungswänden entlang und berichten von einer gegenständlichen Malerei, die sich vollständig von inhaltlichen Belastungen befreit hat.
Christoph Girardet - a stolen life. 2003. Texte von Michael Tarantino, Marcel Schwierin, Stephan Beg und Michael Girke. Dtsch, Engl., 96 S., zahlr. fb. Abb., 20,7 cm, Br., EUR 24,- ISBN: 3-922675-96-4 modo
Schwerpunkt der Videoarbeiten Christoph Girardets ist der Umgang mit angeeignetem Filmmaterial (“Found Footage“), welches nicht mehr gefunden, sondern in einem scheinbar grenzenlosen Zugriff auf die Filmgeschichte recherchiert ist. Aus dem narrativen Zusammenhang herausgelöste, kurze Einstellungen werden oftmals nach analogen Chiffren sortiert und in Wiederholungen montiert. Mit der Überführung in eine neue Dramaturgie rekonstruieren sich kollektive Erinnerungsbilder zu individuellen.
In weiterführenden Essays befassen sich Michael Tarantino mit der eigenen Erfahrung von Filmgeschichte, der Obsession des Sammeins und dem Zwang zur Wiederholung, Marcel Schwierin mit dem Bild der Frau und der Beziehungsmetaphorik in Girardets Werk, Stephan Berg mit dem Kollaps der Bilder und dem Verschwinden des Betrachters sowie Michael Girke mit filmischer Zeit und den unterschiedlichen Rezeptionshaltungen von Kunst- und Kinopublikum. Die Texte sind ergänzt durch ein Werkverzeichnis mit Kurzbeschreibungen der Found Footage - Arbeiten von 1991-2003.
Christoph Girardet (geb.1966) studierte an der den Experimentalfilm und die Videokunst in Deutschland prägenden Filmklasse der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig. Seine Installationen und Videobänder wurden in Ausstellungen und auf Festivals weltweit gezeigt.
Walter Schelenz. Blick aus dem Fenster. Hrsg. Museum für Neue Kunst Freiburg. Texte von Jochen Ludwig. Christiane Grathwohl-Scheffel, 2003. 80 S., 46 Duotone-Abb., 16 cm, EUR 18,00 ISBN: 3-937014-00-4 modo
Walter Schelenz - Skulpturen
Walter Schelenz, (geb.1903, gest.1987), bildhauerisches Werk steht beispielhaft für eine spezifische, zur Abstraktion führende Entwicklungslinie der figurativen Plastik im 20. Jahrhundert. Ausgehend von einer an seinem Lehrer Karl Albiker orientierten Figurenauffassung entwickelte Schelenz in den 30er Jahren in Berlin sein Frühwerk, das durch Kriegseinwirkungen fast vollstandig zerstört wurde. Anknüpfend an die Bildsprache seiner frühen Jahre entwickelte er in den 50er und 60er Jahren eine abstrakte Formensprache, die charakteristisch war für diese Zeit. Er wurde einer der wichtigsten Bildhauer in Deutschland, (sein hauptsächlicher Wirkungskreis lag im Südwesten) verwirklichte große Kunst-am-Bau-Projekte und spielte eine bedeutende Rolle in künstlerischen Gremien, so im Deutschen Künstlerbund und dem Beirat der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden. Mit seinem in diesem Band vorgestellten Spätwerk, nahm Schelenz wieder figurative Elemente in seine Skulpturen auf und entwickelte damit eine unverwechselbare, ganz ihm eigene bildnerische Handschrift. Gleichsam freihändig balancierte er mit figurativen und abstrakten Elementen, die er zu fast bühnenhaft wirkenden Szenarien verband. Erzählerisch, assoziativ, bisweilen surreal anmutend, sind seinen Arbeiten immer auch strenge kompositionelle Strukturen unterlegt, die den umgebenden Raum dynamisieren. Viele seiner Skulpturen wirken wie plastische Skizzen, denen zugleich eine innere Monumentalität zueigen ist, indem sie Vorstellungen von einer anderen, größeren Dimension vermitteln.
Skulptur Biennale Münsterland 2003. Saskia Bos, Kreis Warendorf (Hrsg.) Dtsch/ Engl. 224 S., zahlr. auch fb. Abb., 22 cm, Br., EUR 25,- ISBN: 3-922675-91-3 modo
Das Münsterland ist keine lndustrielandschaft, dennoch spiegelt sich im Kreis Warendorf stärker als in anderen Kreisen des Münsterlandes die industrielle Nutzung des vormals weitgehend agrarisch geprägten Raumes wieder. Die Abraumhalden des Kohlebergbaus bei Ahlen, die Steinbrüche im Zementrevier Beckum/Ennigerloh und die Sandgruben bei Warendorf haben deutlich sichtbare Spuren hinterlassen, die als Landmarken typisch für das dortige Münsterland geworden sind.
Das Gebiet des Kreises ist jedoch keine geschlossene Region, es handelt sich vielmehr um unterschiedliche Teilräume mit eigenen Identitäten. Im spannungsreichen Kontrast zu den Abbaustätten der Industrieansiedlungen steht die reizvolle Parklandschaft mit unzähligen Radwanderwegen und kulturellen Sehenswürdigkeiten unterschiedlichster Epochen. In und außerhalb der Ortschaften gibt es bemerkenswerte Zeugnisse einer tausendjährigen Baukultur, die besondere Anziehungspunkte bilden.
In diesem Spannungsverhältnis zwischen kultureller Tradition und wirtschaftlicher Nutzung von Landschaft kann die Skulptur-Biennale Münsterland, Segment Warendorf, Position beziehen. Indem mit wachem Blick Landschaftszerstörung, Renaturierung und Landschaftspflege in ihrer Widersprüchlichkeit verdeutlicht werden, kann auch eine Perspektive für die Zukunft aufgezeigt werden.
Eingeladen zur Biennale 2003 sind Simon Starling, Ann Veronica Janssens, Niek Kemps, Pascale Marthine Tayou, Shirazeh Houshiary / Pip Horne, Dan Peterman, Thomas Stricker, Elmgreen / Dragset, Apolonija Sustersic, Jeroen Doorenweerd. Darren Almond, Katinka Bock, Monica Bonvicini, Mathieu Mercier, Mira Schumann.
Die künstlerische Leitung der Skulptur Biennale Münsterland 2003 hat die Niederländerin Saskia Bos.
Zone 30. Rückkehr aus dem Exil. Hrsg. v.Förderverein Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus Breisach e.V. 2003. 124 S. 42 z. T. fb. Abb., 22 cm. Gb EUR 18,- ISBN: 3-922675-93-X modo
Die Autoren arbeiten seit 1999 mit dem Herausgeber des Buches, dem Förderverein Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus Breisach, dafür, ein Haus für die Erforschung und Dokumentation der Regionalgeschichte der Juden zu schaffen. \"Mit einer Zielstrebigkeit, die weder durch Gleichgültigkeit, noch durch offene oder versteckte Feindseligkeit zu bremsen war, haben Christiane Walesch-Schneller, Günter Boll und Josef Kornweitz allen Verfolgten, Entehrten und Ermordeten eine Präsenz zurückgegeben. Josef Kornweitz hat es gewagt, auf ihre einstigen, oft auffallend umgebauten Häuser vergrößerte Schwarzweißfotos zu projizieren: ein kleines Mädchen mit fragendem Blick öffnet sich dem Leben und wendet sich vertrauensvoll den Erwachsenen zu, ... auf einer Bank plaudern Greise fröhlich; ... eine Familie voller Unbeschwertheit und Lebensfreude flaniert im Park eines Kurortes... Diese verleugnete, ausgelöschte Vergangenheit überstrahlt die Fassaden einer anmaßenden Modernität. Andere, farbige Fotos zeigen Kultgegenstände, Spuren früheren jüdischen Lebens, die immer wieder aufleuchten, auf stahlfarbenen Silos, Öltanks, rostbedeckten Kränen. . . . Ein hebräischer Buchstabe, mit Goldfäden auf den Vorhang der heiligen Lade gestickt, wirft ein honigfarbenes Licht auf den Kohlenhafen in der Dämmerung. ... Der Blick der Überlebenden und ihrer Nachkommen wirft auf die Welt der Effizienz ... den Text der heiligen Schrift, der den Menschen einschärft, eine bewohnbare Welt zu bauen. \"Freddy Raphae\", Strasbourg
Karl Bobeck - Emil Cimiotti Werner Stötzer. 1993. 48 S. 12 sw. u. 3 fb. Fotos 28 cm. Pb EUR 7,50 ISBN: 3-922675-54-9 modo
Franz Gutmann, Holzskulpturen. 1993. 48 S. 26 Abb. 21 cm. Pb EUR 12,50 ISBN: 3-922675-55-7 modo
BEZIEHUNGSWEISEN. Hrsg. Künstlerbund Baden-Württemberg. Ausstellung des Künstlerbunds im E-Werk Freiburg, Hallen für Kunst. 2003. Text v. Stephan Berg. 128 S., zahlr. z. T. fb. Abb. 17 cm, Br., EUR 22,- ISBN: 3-922675-90-5 modo
Beziehungsweisen. Eine Idee verwirklicht verschiedene Möglichkeiten künstlerischer Kooperation. Der Katalog zur Ausstellung des Künstlerbunds Baden-Württemberg bietet weit mehr als die Dokumentation einer zeitlich begrenzten Werkschau, in der 23 Künstler aus dem deutschen Südwesten Kolleginnen und Kollegen eingeladen haben, mit denen sie gemeinsame künstlerische Auffassungen teilen. Mit einem Text von Stephan Berg werden die Künstlergruppen eingeführt, bevor sie sich in Einzelbeiträgen selbst zu Wort melden.
Inhaltlich ergeben sich die vier Grundverfahren Parallelisierung, Traditionsverknüpfung, Systematisierung und Netzwerkbildung, die in den Gemeinschaftsarbeiten zu erfassen sind. Zu anderen Kriterien ergibt sich ein schnellerer Zugang, allen gemeinsam ist jedoch das Bemühen, ihrer jeweiligen Beziehungen zueinander künstlerischen Ausdruck zu geben. Die Künstler, darunter die Filderbahnfreunde Möhringen und Micha Ullman, Dieter Krieg, Patricia Waller, das Deutsche Handwerk, Stefan Hösl; Andrea Mihaljevic sowie Cristina Ohimer initiieren oft überraschende und ungeahnte Beziehungen in denen sich ein spannungsreiches, künstlerisch-geistiges Feld eröffnet, zum Teil über Generationen und Medien hinweg.
René Acht - Scherenschnitte. Hrsg. Museum für Neue Kunst Freiburg. Text von Isabel Herda; Peter Mayr. 132 S., 69 Abb., in Duotone, 23 cm, Br. EUR 24,- ISBN: 3-922675-95-6 modo
René Acht ist ein Künstler, der in beispielhafter Weise der Epoche des 20. Jahrhunderts verpflichtet ist. Sein Schaffen wirkt in verschiedenen Phasen wie eine Rückschau auf die stilistische Entwicklung vieler Jahrzehnte hinweg. Sie endet mit der Suche nach Mitteln substantieller Vertiefung, mit starker Reduktion des Ausdrucks. Dieser findet Ausdruck in seiner späten Schaffensperiode, die in "Schwarz-auf-Weiss" ihre Synthese findet.
René Acht arbeitet mit starken Gegensätzen. Die Technik des Scherenschnitts wird für ihn die adäquate Form des Ausdrucks, auf die er sich in seinen letzten Lebensjahren konzentriert. In der silhouettenhaften Erscheinung des ausgeschnittenen schwarzen Kartons verdichten sich Ausdrucksformen informeller und konstruktiver Stilelemente. Es verbinden sich Momente von Intuition und Plan. Die Präzision der formführenden Schere als Verlängerung der Hand, das Erzählerische der ausschweifenden Geste und ihre Sublimierung zum Zeichen verbinden Acht mit dem Gedankengut ostasiatischer Wert- und Weltvorstellungen, dem er sich zaghaft öffnet.
Robert Schad - Das Lehnin-Projekt. Hrsg. Eckhart Haisch, Lehniner Institut fur Kunst und Handwerk. 48 S., zahlr. fb. Abb., 16,5 cm, HC, EUR 22,- ISBN: 3-922675-94-8 modo
Robert Schad, geb. 1953 in Ravensburg, spielt mit den Gegensatzen: mit der Schwere des Stahls und der Leichtigkeit der Bewegung. Tonnenschwere Eisenskulpturen wirken wie schwebend und tanzend. Reduziert auf Vierkantstahl, den er schleift, poliert und schwarz färbt, verfolgt Schad seine Idee, sich konsequent auf die "Materialsprache“ zu konzentrieren. Seine Skulpturen haben einen zeichenhaften bewegten Charakter und erinnern damit unweigerlich an Choreografie, in der die Umgebung des Betrachters mit in die Bewegung des Objekts eingebracht wird.
Skulptur unserer Zeit ist in Architektur und Städtebau zu einer politischen Kunstgattung geworden. Skulptur reagiert auf öffentliche Plätze, die ihren ursprünglichen Charakter zugunsten einer neuen Zweckorientierung verloren haben.
Schads Idee beruht darauf, mittels Skulptur dem veränderten öffentlichen Raum ein neues Geheimnis zu geben. Seine Skulptur will etwas von dem ersetzen, was zuvor durch Urbanisierung in seiner ehemaligen Charakteristik vernichtet wurde.
Das Institut für Kunst und Handwerk in Lehnin, gelegen in der Nähe eines Zisterzienserklosters, auf dem Gelände eines noch zu DDR-Zeiten betriebenen Sägewerks, hat mit dem Aufbau eines Skulpturenparks weitreichende politische Zeichen gesetzt. Eine durch verschiedene Umstände entfremdete Landschaft erfährt über die Skulptur ihre Wiederbelebung. Mit großer Tatkraft entsteht ein kleiner brandenburgischer Garten Eden, der weit über die Region heraus seine kulturpolitische Wirkung entfaltet.
Susi Juvan - Malerei. Hrsg. Morat-lnstitut für Kunst und Kunstwissenschaft Freiburg, 36-seitiger Leporello in Kiappenumschlag gedruckt auf Creator Silk. Text von Sibylle Omlin. 2003. Dtsch, engl. 112 fb. Abb. 25 cm. EUR 25,- ISBN: 3-922675-92-1 modo
Susi Juvan (geb. 1950 in Ebersbach) bezeichnet Malerei als einen dem Sehen verwandten offenen Prozess, als Durchgang zwischen dem, was der Blick festhält und dem, was der Arm in seltsamer perspektivischer Verzerrung auf die Leinwand bringt. Ihre Titel erzählen von der Verbindung zwischen Auge und Hand, zwischen Gesehenem und Vergessenem, zwischen Irrtum und Wahrheit der im Kopf gespeicherten Eindrücke, die sich in einem zähen Prozess von Detail zu Detail auf der Leinwand aufbauen. Somit setzt Susi Juvan in ihren Bildern vorgestellte und erinnerte Räume in Szene. Chinolserien sind in ihren jüngsten Arbeiten die augenfälligsten Elemente. Einerseits klar umrissen in Form und Standort, spielt die Malerin mit Überlagerungen und Platzierungen der Gegenstände im Bild: die Vasen sind einzeln sowie übereinander, mal in Aufsicht, mal in Untersicht angeordnet. "Telescoping together‘ nennen die Engländer die Überlagerung verschiedener medialer Schichten des Sehens. Mit den Mitteln der Überblendung werden verschiedene Ebenen des Sehens in ihren Bildern eingebracht und in- und übereinander geschoben. Ebenso in der Behandlung der Farbe ist es auf wundersame Weise spürbar, wie Susi Juvan ihren Bildraum entwickelt. Unerwartete Farbflächen drängen an Stellen nach vorn, auch wenn sie im Sinne der Perspektive hinten zu platzieren wären. Ein unfester Raum hält den Betrachter in Bewegung. Im modo verlag erscheint dieser aufwändig gestaltete Künstlerkatalog als Leporello in Klappenumschlag. Der Betrachter ist aufgefordert, mit beweglichem Blick den Bildern Susi Juvans zu folgen...
Katharina Mayer -Fotografie, Carrie und Ich. Hrsg. Elke Keiper, Galerie Waldkraiburg. Texte Dtsch/Engl. 2003. 68 S. 43 fb. Abb., 16,5 cm, Kt., EUR 22,- ISBN: 3-922675-88-3 modo
Katharina Meyer behandelt in ihrer neusten Arbeit "Carry und Ich" die Themen Kindheit und Erinnerung. Im Mittelpunkt ihrer Fotografien stehen Kinder und Jugendliche, die zugleich Momente des Verhüllens und Enthüllens, des Abwendens, der Verkleidung und Verwandlung als ein durchgängiges Motiv tragen. Erzählende Aspekte und das Spiel mit Assoziationen werden von der Künstlerin mit eigenen Erinnerungen und mit Beobachtungen des kindlichen Alltags ebenso wie mit Bildern aus Märchen und aus literarischen Texten verknüpft. Katharina Mayer hinterfragt damit die traditionelle Vorstellung des Portraits indem sie Vorstellungsbilder und Projektionen über Menschen, deren Herkunft und Geschichte in den Mittelpunkt ihrer Arbeiten stellt.
"Carry und Ich" ist als vierteilige Werkgruppe angelegt. Darin entstanden Arbeiten von Kindern mit seltsam abwesenden Blick, in ungewohnter Haltung, Kinder im Zustand großer Verletzbarkeit. Ihre Versunkenheit erklärt sich daraus, dass Katharina Mayer hier vor allem blinde Kinder fotografiert hat, für die andere Wahrnehmungsprioritäten als das Sehen gelten. Diese Portraits wirken ungewohnt. Es begegnen uns Abbilder von Menschen, die sich selbst unsichtbar bleiben müssen. Daneben gibt es detailgenau inszenierte Fotografien von Einzelpersonen und Paaren im Freien, mit zusätzlichen Accessoires, scheinbare Momentaufnahmen mit narrativem Gehalt, die sich in ihrer Komposition zu Bildern runden, die dem Formenvokabular einer langen abendländischen Bildtradition verpflichtet sind. Katharina Mayers Arbeiten bleiben stets ein Wechselspiel aus Bekanntem und Unbekanntem in dem sich Assoziationsräume für fremde und vertraute Metaphorik öffnen kann.

Katharina Mayer wurde 1958 in Rottweil geboren und studierte Fotografie bei Bernd Becher und Nan Hoover an der Kunstakademie in Düsseldorf. Einzelausstellungen von Katharina Mayer sind in diesem Jahr in der Galerie Waldkraiburg (14.2. bis 30.3.), in der Galerie Kraushaar in Düsseldorf (September/Oktober), im IG Metall-Haus in Frankfurt (2.7. bis 22.8.) und im Goethe Institut in London (26.11. bis 22.2.04) zu sehen.
Klaus Schneider, erkenntnisse...? Hrsg. Kunsthalle Gießen, Kunstmuseum Alte Post, Mülheim an der Ruhr, Stadtmuseum Siegburg. 80 S., 83 sw. Abb. und 16 fb. 20,8 cm, Br., EUR 24,- ISBN: 3-922675-89-1 modo
"Bilder sind nicht die besseren Worte, Worte nicht realistischer als Bilder und Übersetzungen von einem Medium ins andere sind schwierig und verlaufen nicht ohne Sinnverlust. Klaus Schneiders Arbeiten, die er "Sprachbilder" nennt, bewegen sich in dem Spannungsfeld der Kommunikationsfähigkeit zwischen Wort und Bild, aber auch um ihre grundlegende Differenz.
Seit über zehn Jahren benutzt Klaus Schneider die Blindenschrift, um im Rahmen seiner künstlerischen Arbeit mehr zu sagen, als man sieht. Während der Blinde nicht lesen kann, bemerkt der Sehende seine Blindheit und wird sich seiner Grenzen und denen allgemeiner künstlerischer Kommunizierbarkeit bewusst.
Die Titel der Arbeiten, die in Blindenschrift auf den Bildträgern angebracht sind, thematisieren die Frage nach Möglichkeiten von Erkenntnis angesichts visueller (und virtueller) Wirklichkeiten. Über das Medium der Blindenschrift werden Farben und Worte zu abstrakten Zeichen einer nicht mehr abbildhaften Dingwelt.
Schneiders künstlerische Ausdrucksformen sind die Hinterglasmalerei und die Fotografie. In den malerischen Arbeiten befindet sich das Glas zwischen den Worten und der Farbe. Durch Acrylglas hindurch ist nur die untere Farbschicht zu sehen, wodurch ein Changieren oder Pulsieren der Farbflächen entsteht. Farbräume werden dadurch in ihrer Körperlichkeit aufgehoben. Die Fotoserie "Licht in Sicht" und die Fotoarbeiten "erkenntnisse...?" treffen in ihrer Unschärfe genau das, was genauer nicht gesagt werden kann. "Schneiders Umgang mit fotografischen Techniken entspringt einem kritischen Impuls, das Resultat ist kein Selbstzweck, sondern das Mittel zur ästhetischen Artikulation nichtfotografischer Interessen." (Elisabeth Claus)

Klaus Schneider wurde 1951 geboren, lebt und arbeitet als freier Künstler in Frankfurt am Main und ist zur Zeit als Gastdozent für Grafik am Institut für Kunstpädagogik an der J.W.Goethe-Universität Frankfurt. Einzelausstellungen von Klaus Schneider sind in diesem Jahr noch in im Kunstmuseum alte Post Mülheim/Ruhr (22.05-29.06.03) und dem Stadtmuseum Siegburg (11.07-31.08.03) zu sehen.
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