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Zimoun. A Selection of Installations 2009–2021. Hrsg.: Zimoun. Englisch. 2022. 320 S. 65 fb. Abb. 18 x 27 cm. Gb. EUR 48,00. CHF 49,00 ISBN: 978-3-03942-065-0 Scheidegger & Spiess
Der Schweizer Künstler Zimoun findet für sein bereits über zwanzig Jahre hinweg entstandenes Schaffen grosse internationale Anerkennung. Zimoun nutzt kinetische Prinzipien der Rotation und Oszillation, um Dinge in Bewegung zu setzen und dadurch zum Klingen zu bringen. Dafür verwendet er einfache, unspektakuläre Materialien aus dem Alltag und gewöhnliche Industrieprodukte. Er entwickelt für seine Werke kleine, minimalistische Apparaturen, die trotz der ihnen zugrunde liegenden Einfachheit durch ihre Aktivierung klangliche und visuelle Komplexität generieren. Oft werden diese mechanischen Systeme in den Installationen hundertfach eingesetzt und erzeugen so visuelle und akustische Räume von faszinierender Kraft und Poesie.
Dieses Buch präsentiert 65 dieser raumspezifischen Installationen, die Zimoun zwischen 2009 und 2021 in verschiedenen Kunsträumen und Museen rund um die Welt realisiert hat. Die ganzseitigen Abbildungen werden begleitet von kurzen Texten internationaler Autorinnen und Autoren, die unterschiedliche Perspektiven auf Zimouns Werk skizzieren. Zwei konzise Essays betrachten und verorten sein Œuvre zudem im weiteren internationalen und kunsthistorischen Kontext. Allen Abbildungen beigestellte QR-Codes erweitern das Buch durch das direkte Abspielen von online verfügbare Video-Dokumentationen auf Smartphones oder Tablets und verleihen dem Buch damit eine zusätzliche Dimension von Klang und Bewegung – den essenziellen Elementen von Zimouns Kunst.
Mit Beiträgen von Alessandra Burotto Tarky, Alexander Scholz, Andy Graydon, Christiane Paul, Cristina Sonderegger, Eliza Lips, Guido Comis, Karine Tissot, Laura Blereau, Nathalie Herschdorfer, Matthew McLendon, Maya Allison, Mo H. Zareei, NODE10, Mónica Bate, Nina Terry, Tim Beck und Ulf Kallscheidt.
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Ernst Beyeler – 100 Jahre. 100 Geschichten, Anekdoten, Begegnungen. Kübler, Susanne . Deutsch. 2021. 140 S. 16 s/w-Abb. 22 x 14 cm. Pb. EUR 29,00. CHF 29,00 ISBN: 978-3-03942-076-6 Scheidegger & Spiess
2021 hätte der Basler Kunsthändler, Galerist, Sammler und Museumsgründer Ernst Beyeler (1921–2010) seinen 100. Geburtstag feiern können. Die Fondation Beyeler begeht diesen Anlass mit einer originellen Hommage in 100 Kapiteln. Geschrieben hat sie die bekannte Schweizer Kulturjournalistin Susanne Kübler. Sie hat mit Beyelers Nichte übers gemeinsame Kirschenklauen gesprochen, mit einer langjährigen Galeriemitarbeiterin über exzentrische Sammler und den Alltag in der Galerie, und mit Beyelers Rahmenmachern über seinen Perfektionismus.
Der zunächst umstrittene Bau des Museums in Riehen wird ausführlich thematisiert, ebenso Beyelers Leidenschaft fürs Rudern oder sein Engagement gegen das Kernkraftwerk Kaiseraugst. Und schliesslich haben Beyelers Frau Hildy, die Hollywood-Diva Greta Garbo und Künstler wie Mark Rothko, Mark Tobey oder Andy Warhol ihren Auftritt. So fügen sich die 100 Episoden zu einer Geschichte der Galerie und der Fondation Beyeler – und zu einem farbigen Porträt einer bemerkenswerten Persönlichkeit.
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Lill Tschudi. Die Faszination des modernen Linolschnitts 1930–1950 . Herausgegeben von Graphische Sammlung ETH Zürich; Barcal, Alexandra; Just, Marcel; Beiträge von Barcal, Alexandra; Farrell, Jennifer; Just, Marcel; Lehninger, Anna. Deutsch; Englisch. 2021. 176 S. ca. 70 fb. Abb. 27,5 x 22,5 cm. Gb. EUR 38,00. CHF 39,00 ISBN: 978-3-03942-057-5 Scheidegger & Spiess
Lill Tschudi (1911–2004), Tochter einer Kaufmannsfamilie aus dem ländlichen Schweizer Kanton Glarus, ging 1929–1930 nach London, um in der damals überbordend lebensfrohen Metropole eine künstlerische Ausbildung zu machen. In den Jahren 1931–1933 führte sie ihre Ausbildung während mehrerer Aufenthalte im ebenso pulsierenden Paris fort. Rasch fand sie mit ihren kühnen modernistischen Linolschnitten grosse Anerkennung. Bis heute sind ihre Werke in der angelsächsischen Welt gefragt und erzielen bei Auktionen stolze Preise. In ihrer Schweizer Heimat ist sie dagegen weitgehend in Vergessenheit geraten.
Dieses Buch präsentiert zum einen bislang noch nie veröffentlichtes Material aus dem Nachlass von Lill Tschudi und aus privaten Sammlungen, das neues Licht auf ihr Leben und Schaffen wirft. Zum anderen führen die Abbildungen zahlreicher Arbeiten sowohl die einzigartige dynamische und bunte Bildwelt Lill Tschudis in ihrem gesamten thematischen Spektrum als auch ihre Leidenschaft für die Technik des Farblinolschnitts vor Augen. Die Texte erkunden und analysieren ihre Themenwahl sowie die Genese ihrer Bilder, gehen den Hintergründen ihrer grossen Popularität ausserhalb der Schweiz nach.
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A Womans Place. Fundstücke von Bergsteigerinnen aus der Sammlung. Ein Postkartenbuch. Hrsg.: Alpines Museum der Schweiz. 2021. 68 S. 40 fb. und s/w Abb. 16,5 x 12 cm. Gb. EUR 24,00. CHF 24,00 ISBN: 978-3-03942-039-1 Scheidegger & Spiess
Seit den Anfängen des Alpinismus sind Frauen in den Bergen unterwegs. Sie organisieren Hochtouren, besteigen Gipfel, halten Aussichten und Leistungen fotografisch fest und erzählen in Berichten von ihren Erlebnissen. Dennoch sind ihre Geschichten in der Öffentlichkeit wenig bekannt und in der Sammlung des Alpinen Museums der Schweiz kaum dokumentiert.
Diesem Umstand wirkt das neueste der beliebten Postkartenbücher entgegen. Vierzig Fotografien aus diversen Beständen zeigen Frauen im Mittelpunkt alpinistischer Praxis vom frühen 20. Jahrhundert bis in die 1970er-Jahre. Die Bilder gewähren einen vielfältigen Einblick in die Sammlung des Museums und dokumentieren die Veränderungen des Bergsports. Vier Begleittexte reflektieren das Thema Frauen im Alpinismus mit einem aktuellen und historischen Fokus.
Einmalig in seiner Ausrichtung und Sammlung konzipiert das Alpine Museum der Schweiz mit Sitz in Bern Ausstellungen rund um die Themen Alpinismus, Identität, Tourismus und Klimawandel. Als interaktive Plattform für Dialog und Orientierung setzt es sich mit den Alpen und ihrer Wahrnehmung zwischen Tradition und Innovation auseinander.
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Arbeiten und Wohnen [Zürich]. Geschichte und Gegenwart des Atelierhauses Wuhrstrasse 8/10. Hrsg.: Baugenossenschaft Maler und Bildhauer Zürich; Beitr.: Jasper, Adam; Kesser, Caroline; Maurer, Bruno; Meltzer, Burkhard; Schaad, Gabrielle; Zweifel, Stefan. 2021. 256 S. 130 fb. und 115 Abb. 31 x 23 cm. Gb. EUR 58,00. CHF 65,00 ISBN: 978-3-03942-030-8 Scheidegger & Spiess
Das Atelier- und Wohnhaus an der Wuhrstrasse 8/10 in Zürich ist ein einzigartiger Ort: Auf Initiative der 1948 gegründeten Baugenossenschaft Maler und Bildhauer Zürich entwarf der Architekt Ernst Gisel 1953 ein Gebäudeensemble mit acht Wohnungen und zwölf Ateliers. Eine Utopie von selbst gestaltetem Arbeits- und Lebensraum wurde Wirklichkeit. 54 Künstlerinnen und Künstler haben seither von der Wuhrstrasse aus das Kunst- und Kulturleben von Zürich und der Schweiz geprägt.
In «Arbeiten & Wohnen» erzählt Bruno Maurer die Baugeschichte des Hauses, illustriert mit Plänen, Dokumenten und Fotografien von Hugo P. Herdeg. Gabrielle Schaad und Caroline Kesser zeigen, wie Leben und Werk der Kunstschaffenden mit dem Zeitgeschehen verwoben ist. Burkhard Meltzer und Stefan Zweifel beschäftigen sich mit dem Atelier als ideellem Mythos und realem Arbeitsort, und Adam Jasper beleuchtet die politische und soziale Dimension des Modells Wuhrstrasse und seine internationale Ausstrahlung. Elf Künstlerinnen und Künstler, die nicht zur Baugenossenschaft zählen, reagieren in eigens für das Buch geschaffenen Inserts auf das Atelierhaus mit Vorbildcharakter.
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Studio Mirko Baselgia. )in(out) till sundown. Hrsg.: Gaillard, Céline; Kobler, Simone; Beitr.: Fischer, Luke; Giudici, Laura; Tissot, Karine. Deutsch; Englisch. 2021. 160 S. 55 fb. Abb. 21,5 x 17 cm. Pb. EUR 29,00. CHF 35,00 ISBN: 978-3-03942-066-7 Scheidegger & Spiess
Der Schweizer Künstler Mirko Baselgia, geboren 1982, hat sich in den ersten zehn Jahren seiner Laufbahn bereits international einen Namen gemacht. Baselgia arbeitet in und aus dem Kontext, in dem er lebt, und mit den Produktionsbedingungen, die ihm zur Verfügung stehen. Seine Werke wirken leise und beseelt, zurückhaltend und unendlich. Sie laden dazu ein, innezuhalten und unseren Platz im System Erde zu ergründen. Mit lokalen, natürlichen und rezyklierten Materialien werden philosophische und wissenschaftliche Fragen widergespiegelt.
Dieses Buch bietet eine Momentaufnahme von Mirko Baselgias aktuellem Schaffen und erscheint anlässlich einer Ausstellung im Kunst(Zeug)Haus Rapperswil-Jona im Herbst 2021. Der Untertitel «)in(out) till sundown» bezieht sich auf ein Zitat des schottisch-amerikanischen Schriftstellers John Muir (1838–1914): «I only went out for a walk, and finally concluded to stay out till sundown, for going out, I found, was really going in.» Baselgias Werke regen dazu an, die Bedeutung von Innen und Aussen, die Grenzen, die uns von unserer Umgebung trennen, aber auch ihre Durchlässigkeit zu reflektieren.
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Henry Brandt. Cinéaste et photographe. Hrsg.: Jaques, Pierre-Emmanuel; Lugon, Olivier; Beitr.: Brandt, Christophe; Corthésy, Faye; Cosandey, Roland; Fournier, Caroline; Jaques, Pierre-Emmanuel; Joseph, Aude; Lugon, Olivier; Mayor, Grégoire. Französisch. 2021. 336 S. 70 fb. und 190 s/w-Abb. 26,5 x 19,5 cm. Gb. EUR 58,00. CHF 59,00 ISBN: 978-3-03942-049-0 Scheidegger & Spiess
Henry Brandt (1921–1998) war eine legendäre Figur des schweizerischen Nachkriegsfilmschaffens, Fotograf und Pionier des «Nouveau cinéma suisse». Bereits sein zweiter Film, die ethnografische Dokumentation Les Nomades du soleil, gedreht 1953/54 über ein Nomadenvolk im Niger, brachte ihm internationales Renommee ein. Zehn Jahre danach, an der Landesausstellung Expo 64 in Lausanne, prägte Brandt dann das Gedächtnis einer ganzen Generation: Seine fünf Kurzfilme La Suisse`s interroge hinterfragten die Schweizer Wohlstandsgesellschaft in bis dahin ungekannter Form und waren Initialzündung für das soziologisch geschärfte Westschweizer Filmschaffen, dem später auch Meisterwerke von Alain Tanner oder Claude Goretta entsprangen.
Diese erste Monografie zu Henry Brandt umspannt das gesamte Œuvre dieses vielseitigen Cineasten, das zahlreiche Dokumentarfilme, Fotoreportagen und Fernsehproduktionen umfasst. Expertinnen und Experten aus Kino, Fotografie und Ethnografie analysieren Brandts Werke und geben Einblicke in sein Bestreben, die Beschreibung des Lokalen mit der Erforschung des Fernen zu verbinden. Henry Brandts Auftragsarbeiten wie seine unabhängigen Eigenproduktionen sind kritische Zeugnisse der globalen Ungleichheit und damit heute aktueller denn je.
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Der Gerüstbauer Richard Coray (1869–1946). Gerüste für Brücken und Viadukte. Clopath, Johann. Beitr.: Conzett, Jürg; Kessler, Andreas; Gysi, Peter. 2021. 448 S. 30 fb. und 500 Abb. 27 x 30 cm. Gb. EUR 77,00. CHF 79,00 ISBN: 978-3-03942-045-2 Scheidegger & Spiess
Die Brücken der Rhätischen Bahn über die Bäche und Flüsse Graubündens sind weltberühmt. Die waghalsigen Konstruktionen beispielsweise der Viadukte von Solis, Wiesen und Langwies sind Reiseziele für Eisenbahnfreunde und Bauingenieurinnen aus zahlreichen Ländern. Die zu ihrem Bau erforderlichen Lehrgerüste hat der aus dem bündnerischen Trin stammende Zimmermann, Techniker und Brückenexperte Richard Coray (1869–1946) entworfen, dessen Name bereits vor hundert Jahren in Fachkreisen weltweit ein Begriff war. Dieses Buch ist nun die längst überfällige grosse Hommage an diesen Grossmeister des Ingenieurbaus, die sein Schaffen auch einem breiteren Publikum nahebringen will.
Biografische Kapitel zeichnen den Lebensweg Corays vom Bauernsohn zum Gerüstbauer von Weltruf nach. Vor allem aber dokumentiert der Band in Hunderten von historischen Fotografien, Plänen und Dokumenten den Bau, die konstruktiven Grundtechniken und die oft abenteuerlichen Umstände, unter denen Corays Lehrgerüste und Seilriesen als – naturgemäss ephemere – Meisterwerke des Brückenbaus entstanden sind. Neben den Gerüstbauten für die Rhätische Bahn zählen dazu insbesondere auch das Gerüst für die legendäre Salginatobelbrücke (1929) im Prättigau, aber auch zahlreiche weitere in der Schweiz, in Montenegro und Kleinasien. Eine Galerie mit Bildern von akribisch nachgebauten Modellen von Corays atemberaubenden Gerüsten führt deren ungebrochen anhaltende Faszination vor Augen.
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Paul Klee – Ad Parnassum. Schlüsselwerke der Schweizer Kunst. Bätschmann, Oskar. Hrsg.: Affentranger-Kirchrath, Angelika. Deutsch; Englisch. 2021. 96 S. 40 fb. Abb. 25 x 21,5 cm. Gb. EUR 29,00. CHF 29,00 ISBN: 978-3-03942-011-7 Scheidegger & Spiess
In den 1920er-Jahren begann Paul Klee (1879–1940), sich intensiv mit der polyphonen Malerei – der mehrstimmigen Malerei in Analogie zur Musik – auseinanderzusetzen. Die Studien des unermüdlichen Experimentators fanden ihren Anfang zunächst am Bauhaus in Dessau, entwickelten sich während seiner Zeit an der Kunstakademie Düsseldorf weiter und fanden ab 1933 mit Klees Rückkehr nach Bern ihren Abschluss. Der international anerkannte Kunsthistoriker Oskar Bätschmann erkundet in diesem Band dessen Haupt- und Schlüsselwerk Ad Parnassum (1932). Das Gemälde entstand kurz nach Klees Weggang vom Bauhaus und steht sinnbildlich für eine neue Ära sowie die Selbstfindung des Künstlers. Bätschmann dokumentiert das Streben des Künstlers nach einer Verbindung von Musik und Malerei in den Klängen der Farben und in der rhythmischen Bewegung farbiger Punkte.
Reich illustriert setzt das Buch am Beispiel dieses Schlüsselwerks Klees polyphones Kunstverständnis in einen kunsthistorischen Kontext und gibt Aufschluss über das synästhetische Denken, das in jenen Jahren aufkam.
Oskar Bätschmann lehrte bis 2009 als Professor für Kunstgeschichte der Neuzeit und der Moderne an der Universität Bern. Er war Mitglied der Paul-Klee-Stiftung und Mitinitiator des von 1998 bis 2004 erschienenen Catologue raisonné des Künstlers. Zusammen mit Josef Helfenstein veranstaltete er 1998 das internationale Klee-Symposium in Bern (publiziert 2000). 2006 erschien seine Studie über Paul Klee und Walter Benjamin, «“Angelus Novus“ und „Engel der Geschichte“. Paul Klee und Walter Benjamin».
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Maschinenbuch. Eine Sammlung zur Kunst- und Kulturgeschichte der Apparate. Hattinger, Gottfried. 2021. 656 S. 700 fb. und 130 s/w-Abb. 25 x 19,5 cm. Gb. EUR 38,00. CHF 45,00 ISBN: 978-3-03942-029-2 Scheidegger & Spiess
Gottfried Hattinger nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise in die bisweilen kuriose Welt der Maschinen. Ob mechanische Puppentheater, Beichtmaschinen, barocke Spektakelmaschinen, automatische Trompeter oder elektronische Haushunde: Es sind nicht immer nützliche Erfindungen und technische Innovationen, die hier in ihrer Fülle versammelt sind, sondern auch Experimente, künstlerische Interventionen und Maschinen, die es so nie gab. Das Panoptikum der Technik hat für alle Tüftler Platz, die ihre Ideen in mechanischen Wunderwerken – von Geräten des Alltags bis hin zu Absurditäten und Verrücktheiten des Genres – fassen. So wird das Reich der mechanischen Fantasie nicht nur von Genies, Künstlern, Erfindern und Ingenieuren besiedelt, sondern auch von Göttern, Teufeln, Dichtern und Philosophen, Utopisten, Scharlatanen und Kurpfuschern.
In diesem Sinn bietet das höchst unterhaltsame und mit mehr als 800 Abbildungen illustrierte Buch einen geografisch und zeitlich umfassenden Überblick fantastischer und realisierter Maschinen und Apparate. Zugleich führt uns Gottfried Hattinger durch eine erstaunliche Sammlung hybrider Weltentwürfe, Hirngespinste und Obsessionen, die von menschlicher Vorstellungskraft über Jahrtausende hervorgebracht worden sind.
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Sophie Taeuber-Arps Letters to Annie and Oskar Müller-Widmann. Hrsg.: Fondazione Marguerite Arp; Beitr.: Krupp, Walburga; Vorwort von Martinoli, Simona. Englisch. 2021. 128 S. 32 fb. und 7 s/w-Abb. 24 x 17 cm. Pb. EUR 25,00. CHF 25,00 ISBN: 978-3-03942-068-1 Scheidegger & Spiess
Nach der im Frühjahr 2021 erschienenen Edition der Briefe und Postkarten von Sophie Taeuber-Arp an ihre Basler Förderer, wichtigsten Sammler und Freunde Annie und Oskar Müller-Widmann liegt nun auch die englische Übersetzung vor. Walburga Krupp, die führende Kennerin von Sophie Taeuber-Arps Schaffen, kommentiert die transkribierten Briefe und arbeitet in einem Essay die Besonderheiten dieses Briefwechsels heraus. Illustriert ist das Buch mit Faksimile-Abbildungen zahlreicher Postkarten und Briefe sowie mit Werken von Sophie Taeuber-Arp und Hans Arp. |
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Unerkannt – Bekannt. Zeitgenössische Kunst aus einer Ostschweizer Sammlung. Hrsg.: Scotti, Roland; Beitr.: Scotti, Roland. 2021. 64 S. 80 fb. Abb. 25 x 20 cm. Pb. EUR 35,00. CHF 35,00 ISBN: 978-3-03942-067-4 Scheidegger & Spiess
Kunstsammlungen entstehen aus vielen Gründen – einer der vornehmsten ist, wenn sich Kunstbegeisterung mit Vermittlung und Förderung vereinigt. Im Idealfall ergibt sich aus der Zusammenarbeit mit Künstlerinnen und Künstlern, dem Kunstmarkt und selbstverständlich mit dem Publikum eine organisch gewachsene Sammlung wie jene der St. Galler Galeristin Wilma Lock, die in der Ostschweiz bis 2009 Pionierarbeit als Kunstvermittlerin leistete.
Anlässlich der Ausstellung ihrer Sammlung, die weit mehr als ein Zeitdokument ist, würdigt das Kunstmuseum Appenzell die Haltung der in Appenzell geborenen Wilma Lock in einem Bildband, der den Zusammenklang der herausragenden ästhetischen Positionen in der einmaligen Architektur des Kunstmuseums zeigt. Gemälde, Plastiken, Objekte, Zeichnungen und Graiken von Ernesto Baltiswiler, Mark Francis, Bernard Frize, Rolf Iseli, Anne Marie Jehle, Imi Knoebel, Boris Nieslony, Xavier Noiret-Thomé, Jürgen Partenheimer, Markus Raetz, Liddy Scheffknecht, Roman Signer, Bernard Tagwerker, Franz Erhard Walther, Isolde Wawrin, Franz West, Stephen Westfall, Kelly Wood, Erwin Wurm, Daniel Zimmermann und Beat Zoderer entfalten so bisher unerkannte Korrespondenzen. Ein einführender Text des Kurators Roland Scotti rundet den Einblick in eine Privatsammlung musealer Qualität ab.
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Working and Living. History and Presence of Studio House Wuhrstrasse 8/10. Hrsg.: Baugenossenschaft Maler und Bildhauer Zürich; Beitr.: Jasper, Adam; Kesser, Caroline; Maurer, Bruno; Meltzer, Burkhard; Schaad, Gabrielle; Zweifel, Stefan. Englisch. 2021. 256 S. 130 fb. und 115 Abb. 31 x 23 cm. Gb. EUR 58,00. CHF 65,00 ISBN: 978-3-03942-031-5 Scheidegger & Spiess
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Kunsthaus Zürich. Die Sammlung in neuem Licht. Hrsg.: Kunsthaus Zürich; Beitr.: Becker, Christoph; Büttner, Philippe; Sieber, Joachim; Varadinis, Mirjam. 2021. 96 S. 42 fb. 2 s/w-Abb. 31 x 23 cm. Pb.EUR 25,00. CHF 25,00 ISBN: 978-3-03942-058-2 Scheidegger & Spiess
Mit der Eröffnung des Erweiterungsbaus von David Chipperfield im Oktober 2021 verdoppelt sich die Ausstellungsfläche des Kunsthaus Zürich. Der wahre Gewinn dieser Expansion ist die Möglichkeit, künftig einen deutlich grösseren Teil der weltweit gerühmten Sammlung des grössten Schweizer Kunstmuseums zu zeigen. Kunst vom Mittelalter bis zur Gegenwart kann in neuen, spannungsreichen Gruppierungen und buchstäblich in neuem Licht betrachtet werden.
Der Chipperfield-Bau beheimatet nun die renommierten Sammlungen Bührle, Looser und Merzbacher, die sich als Dauerleihgaben im Kunsthaus Zürich befinden. Die formidable Kollektion französischer Impressionisten bildet zusammen mit den Werken im Eigentum des Museums den umfangreichsten Bestand impressionistischer Malerei ausserhalb Frankreichs. Zudem erhalten hier die Werke des Surrealismus, der Nachkriegsmoderne, der Pop-Art und der Gegenwartskunst endlich den ihnen zustehenden Raum.
Reich illustriert beleuchten die Texte in diesem Buch zentrale Aspekte der Sammlung und das kuratorische Konzept der neuen Präsentation. Es ist eine höchst attraktive Einladung, fast 1000 Jahre Kunstgeschichte in den neuen und erneuerten Räumen des Kunsthaus Zürich zu erkunden.
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Kunsthaus Zürich. The Collection in a New Light. Hrsg.: Kunsthaus Zürich; Beitr.: Becker, Christoph; Büttner, Philippe; Sieber, Joachim; Varadinis, Mirjam. Englisch. 2021. 96 S. 42 fb. 2 s/w-Abb. 31 x 23 cm. Pb .EUR 25,00. CHF 25,00 ISBN: 978-3-03942-059-9 Scheidegger & Spiess
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Die Langsamverkehrsbrücke Buchs – Vaduz. Ein gemeinschaftliches Bauwerk der Stadt Buchs und der Gemeinde Vaduz von Conzett Bronzini Partner und dsp Ingenieure. Hrsg.: Stadt Buchs; Hrsg.: Gemeinde Vaduz. 2021. 92 S. 108 fb.,9 s/w-Abb. 23 x 21 cm. Gb.EUR 29,00. CHF 35,00 ISBN: 978-3-03942-062-9 Scheidegger & Spiess
Seit Menschen Brücken bauen, stehen diese für Kommunikation und Vernetzung. Sie waren und sind ein ganz wesentliches Bindeglied zwischen Regionen, Ländern und Nationen, sie ermöglichen Handel, kulturellen Austausch und Begegnungen zwischen den Menschen. Ganz gleich, ob es sich um Auto-, Eisenbahn-, Fussgänger-, Radfahrer- oder Tierwechselbrücken handelt – der wesentliche Charakter einer Brücke ist das verbindende Moment.
Dieses Buch porträtiert die Langsamverkehrsbrücke Buchs–Vaduz, deren Konstruktion und Gestalt vom bedeutenden Schweizer Ingenieur Jürg Conzett massgeblich geprägt wurde, in allen Facetten der Entstehung und Zielsetzung. Es beschreibt den Bau beginnend mit einem Wettbewerb bis hin zur Einweihungsfeier, zeigt die technischen Rahmenbedingungen auf und wirft ein Licht auf die Leistungen zahlreicher Personen, die zum glücklichen Gelingen des Bauwerks beigetragen haben.
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Arbeiten auf Papier. Hrsg.: Vögele, Christoph; Beitr.: Baur, Simon; Beitr.: Steffen, Katrin; Beitr.: Vögele, Christoph. Meret Oppenheim. 2021. 160 S. 110 fb.,10 s/w-Abb. 28,5 x 22,5 cm. Gb.EUR 48,00. CHF 49,00 ISBN: 978-3-03942-034-6 Scheidegger & Spiess
Meret Oppenheim zählt zu den Ikonen des Surrealismus. Sie schuf ein vielschichtiges Werk, das Objekte und Installationen ebenso umfasst wie Gemälde, Schmuck und Möbel. Diese neue Monografie erscheint anlässlich der Meret-Oppenheim-Ausstellungen in den Kunstmuseen Solothurn und Bern im Herbst 2021. Sie bietet erstmals einen Überblick über die Papierarbeiten der Künstlerin, die von den 1930er- bis in die 1980er-Jahre entstanden sind.
Oppenheim verwendete das Medium Papier bevorzugt und in allen Schaffenszeiten, da es besonders geeignet ist für das assoziative, schnelle Arbeiten. Von der Zeichnung über Aquarell und Gouache bis zur Collage demonstrieren die rund achtzig ganzseitig abgebildeten Arbeiten den medialen Reichtum dieses Werks. Oppenheims wichtigsten Motivreihen Frau und Baum, Vogel und Schmetterling, Wolke und Himmel sowie Tisch und Haus gewidmet, spiegelt dieser Referenzband die ganze stilistische Vielfalt zwischen realistischem Abbild, surrealem Traumbild und geometrischer Abstraktion.
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Meret Oppenheim Geheimnisse. Eine Reise durch Leben und Werk. Baur, Simon. 2021. 176 S. 100 fb.,10 s/w-Abb. 24 x 16,5 cm. Gb.EUR 38,00. CHF 39,00 ISBN: 978-3-03942-046-9 Scheidegger & Spiess
Die Schweizer Künstlerin Meret Oppenheim (1913–1985) ist nicht nur die Schöpferin der weltberühmten «Pelztasse», sie hat darüber hinaus ein vielfältiges, komplexes und enigmatisches Werk geschaffen, das solitär in der Kunstlandschaft der Moderne steht. Das vorliegende Buch durchleuchtet das künstlerische Schaffen von Meret Oppenheim wie eine Röntgenaufnahme, um seine Vielfalt, Verspieltheit und Poesie zu erklären. Dabei gibt es nicht alle Geheimnisse preis, zeigt uns aber, welchen Fährten wir folgen können, um mehr Spuren zu entdecken.
Der Autor Simon Baur ist einer der besten Kenner von Leben und Schaffen Meret Oppenheims. In acht neuen Aufsätzen – mit wissenschaftlichem Anspruch, aber in einer einfachen, gut lesbaren Sprache gehalten – vermittelt uns Baur die Erkenntnisse und Interpretationen, die aus seiner jahrzehntelangen Auseinandersetzung mit dem Œuvre Oppenheims hervorgegangen sind. Dabei verbindet diese Aufsatzsammlung biografische und thematische Aspekte und nimmt uns mit auf eine spannende Reise in den poetischen Kosmos dieser grossen Künstlerin.
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Raphael Ritz. Schöpfer eines exotischen Wallis. Hrsg.: Eidenbenz, Céline; Beitr.: Dubois, Alain; Beitr.: Elsig, Patrick; Beitr.: Jalla, Marco; Beitr.: Langer, Laurent; Beitr.: Ruedin, Pascal; Beitr.: Sitt, Martina; Beitr.: Tappy, Maelle; Beitr.: Zaalene, Sabine; Vorwort von Eidenbenz, Céline. Deutsch; Französisch. 2021. 216 S. 110 f. 10 s/w-Abb. 30 x 21 cm. Pb.EUR 48,00. CHF 49,00 ISBN: 978-3-03942-033-9 Scheidegger & Spiess
Raphael Ritz (1829–1894) zählt zu den bedeutendsten Künstlern, die der Schweizer Kanton Wallis hervorgebracht hat. In den 1850er-Jahren studierte der später auch als «Alpen-Raphael» zu Berühmtheit gelangte Ritz an der renommierten Düsseldorfer Kunstakademie und perfektionierte im Atelier seine Maltechnik im Genre der Bergmalerei, in der das Verhältnis zwischen Landschaft und Mensch im Mittelpunkt steht. Ritz, der eine starke Verbundenheit zu seiner Herkunft verspürte, entwarf im fernen Düsseldorf Landschaftsidyllen für ein Publikum, das regionale Eigenheiten schätzte. Zuweilen mit einem Hauch von Ironie stellte er seine Werke in den Dienst eines modernen Bestrebens, den zeitlosen Charakter des täglichen Lebens zu illustrieren.
Diese neue Monografie betrachtet das Schaffen des Walliser Künstlers über die Landesgrenzen hinaus und bettet es sowohl in den schweizerischen als auch den internationalen künstlerischen Kontext jener Zeit ein. Erstmals berücksichtigt wird dabei auch umfassend die Korrespondenz von Ritz mit seinem Vater, dem ebenfalls als Maler tätigen Lorenz Justin Ritz, die ein bedeutendes Zeugnis seiner künstlerischen Selbstfindung darstellt. Ausgewählte Fotografien Schweizer Kunstschaffender aus der Sammlung des Kunstmuseums Wallis zeigen das heutige Wallis und holen Ritz’ ethnografischen Blick auf die eigene Herkunft in die Gegenwart.
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Raum-Gewebe. Mein Textiltagebuch [ Johanna Morel ]. Morel von Schulthess, Johanna. 2021. 264 S. 360 fb.,16 s/w-Abb. 30 x 24,5 cm. Gb.EUR 58,00. CHF 59,00 ISBN: 978-3-03942-064-3 Scheidegger & Spiess
Nach mehr als zwei Jahrzehnten entdeckte Johanna Morel von Schulthess zu ihrem eigenen Erstaunen ihr vielfältiges Webwerk wieder, das im Keller ihres Hauses gut und unversehrt verstaut lag. Nun öffnet sie dieses Archiv für die Öffentlichkeit. Ihr Textiltagebuch zeichnet nach, wie sie in den frühen 1970er-Jahren zum Weben fand und in Amerika unterrichtet wurde, welche Techniken sie lernte, wo sie ausstellte und welche Einflüsse sie bis zum Ende ihres textilen Schaffens Mitte der 1990er-Jahre prägten. Diese Zeit ist gegliedert in unterschiedliche Perioden, die vom traditionellen Weben über skulpturale, raumgreifende Textilobjekte bis hin zu experimentellen, installativen Tafelwerken mit neuartigen, nicht textilen Materialien führen.
Rund 140 abgebildete Werke werden begleitet von einer autobiografisch orientierten Kommentarspur, welche die Einflüsse der (Textil-)Künste auf Morels Schaffen und dessen gesellschaftliche Relevanz reflektiert. Sie verdeutlicht auch, dass das in jener Zeit noch vorwiegend weiblich konnotierte Weben einen Anspruch auf künstlerische Auseinandersetzung geltend machte und mit eigenwilliger Ästhetik um gesellschaftliche Anerkennung kämpfte. Morels altersweiser Blick auf die produktive Vergangenheit vereint Biografie, Bekenntnis zur Textilkunst und Vermittlung künstlerischer Praxis.
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