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Scheidegger & Spiess

 
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Türen, Tore, Pforten, Portale. Ein Gang durch Zürich-Aussersihl ? Bilder, Fakten, Erzählungen. Hrsg.: Madonna, Massimiliano; Hrsg.: Tobler, Konrad. 2025. 400 S. 100 fb. und 30 s/w-Abb. 23 x 17 cm. Gb. EUR 38,00. CHF 39,00 ISBN: 978-3-03942-260-9 Scheidegger & Spiess
Im Zürcher Stadtquartier Aussersihl öffnen sich Türen und Tore, Pforten und Portale. So unscheinbar sie sein mögen, so oft wir sie im Alltag übersehen: Eingänge geben Einblicke, verschaffen überraschende Zugänge zur Geschichte eines berüchtigten Teils der Stadt Zürich. Alltag und Arbeitsbedingungen, politische Kämpfe und religiöse Bekenntnisse, Immigration und Emigration, Ausschluss und Integration, Gentrifizierung und Sexarbeit – all das lässt sich an Ein- und Zugängen erfahren.
Sechs thematische Rundgänge führen mitten in dieses Quartierleben. Sie zeigen, ausgehend von Eingängen, anschaulich gesellschaftliche und städtebauliche Veränderungen. Mit zahlreichen Fotografien, künstlerischen Interventionen und Collagen schärft das Buch als Führer entlang dieser Rundgänge den Blick für das Gewöhnliche und zugleich Ausserordentliche in Aussersihl. So werden neue Perspektiven und bemerkenswerte Details gekonnt hervorgehoben. Ein weiterführender Essay skizziert die existenzielle Brisanz, die Ein-, Aus- und Zugänge über Zürich und sein vielfältigstes Quartier hinaus haben.
Collective Threads. Anna Andreeva at the Red Rose Silk Factory. Hrsg.: Kiaer, Christina. Englisch. 2025. 368 S. 427 fb. und 56 s/w-Abb. 27,5 x 22 cm. Gb. EUR 48,00. CHF 49,00 ISBN: 978-3-03942-249-4 Scheidegger & Spiess
„Collective Threads“ präsentiert das herausragende künstlerische Werk von Anna Andreeva (1917–2008), einer russischen Textildesignerin und führenden Künstlerin der berühmten Red Rose Silk Factory in Moskau, die sie von 1946 bis 1984 leitete. Die nach der polnisch-deutschen Revolutionärin Rosa Luxemburg benannte Fabrik war ein herausragender Ort kollektiver weiblicher Designarbeit, die Mode- und Materialkultur des späten Sozialismus prägte. Andreevas beeindruckende Entwürfe reichen von abstrakt und geometrisch – in Anlehnung an die frühe sowjetische Avantgarde – über Motive mit Bezug zur Raumfahrt bis hin zu von der Kybernetik inspirierten, prachtvoll stilisierten floralen Designs und eleganten narrativen Darstellungen Moskaus, der Elektrifizierung, des Films, russischer Volkskunst und zentralasiatischer Sujets. Ihre für die Massenproduktion entworfenen Stoffe gehörten in den 1960er- und 1970er-Jahren zu den beliebtesten Textildrucken der Sowjetunion.
Dieses Buch zeigt Anna Andreevas aussergewöhnliche Kunst illustriert mit Abbildungen ihrer Zeichnungen und Skizzen, historischen Stoffmustern sowie Dokumenten aus dem Red-Rose-Kollektiv, sowjetischen Modemagazinen und Bildern internationaler Ausstellungsgestaltungen. Die Essays von Expertinnen, Kuratoren und Kritikerinnen erkunden Andreevas Werk und Laufbahn und ordnen beides in historische und künstlerische Kontexte ein.
Franti?ek?Human States of Aggregation. I Melt, Therefore I Am!. Hrsg.: Klossner, Franti?ek. Englisch. 2025. 496 S. 214 fb. und 42 s/w-Abb. 28 x 23,5 cm. Gb. EUR 48,00. CHF 49,00 ISBN: 978-3-03942-264-7 Scheidegger & Spiess
Franticek - Menschliche Aggregatzustände. Ich schmelze, also bin ich!. Hrsg.: Klossner, Franti?ek. 2025. 496 S. 214 fb. und 42 s/w-Abb. 28 x 23,5 cm. Gb. EUR 48,00. CHF 49,00 ISBN: 978-3-03942-263-0 Scheidegger & Spiess
«Ich schmelze, also bin ich!» – Franti?ek Klossner gehört zu den Pionieren der Performance und Medienkunst in der Schweiz. Spartenübergreifend verbindet er die Ausdrucksmittel der bildenden mit jenen der darstellenden Kunst. Klossner häutet sich wie eine Schlange, um sich selbst immer wieder neu zu erfinden. Das Abstreifen der eigenen Haut ermöglicht ihm, die Etappen seiner persönlichen Entwicklung als Mensch und als Künstler zu visualisieren.
In dieser grossen Monografie präsentiert Franti?ek Klossner sein bisheriges multimediales Schaffen erstmals in dessen Gesamtheit. Das umfangreiche Werk, bestehend aus Performances, Videokunst, medizinischer Bildgebung, Zeichnungen und Scherenschnitten, wird in den Textbeiträgen zahlreicher internationaler Autorinnen und Autoren aus aktuellen Perspektiven verortet. Übersichten zu Klossners bisherigen Ausstellungen, seinen Werken in öffentlichen Sammlungen sowie einem kompletten Werkverzeichnis seiner Videoarbeiten machen den Band auch zu einem wertvollen Arbeitsinstrument und Nachschlagewerk für öffentliche und private Kunstsammlungen.
Renée Levi. Ich möchte keine Souveränität. On Words (5). Hrsg.: Burkhalter, Sarah; Enckell, Julie; Martini, Federica; Beitr.: Levi, Renée.Deutsch; Englisch. 2025. 96 S. 8 fb. Abb. 15 x 10 cm. Pb. EUR 15,00. CHF 15,00 ISBN: 978-3-03942-215-9 Scheidegger & Spiess
Renée Levi, geboren 1960, ist für ihre fulminante, schnelle, ehrliche und direkte Malerei bekannt. Ausgebildet als Architektin und bildende Künstlerin, realisiert sie oft monumentale, installationsartige Werke, die stets dem räumlichen Kontext angepasst sind und mit dem Gebäude, in dem sie sich befinden, in einen Dialog treten. In diesem Interview spricht Renée Levi über den Ursprung ihrer künstlerischen Absicht, den Platz, den sie sich in der Kulturszene erobert hat, und die Bildsprache, die sie nach und nach entwickelt, wie eine Suche nach Freiheit.
On Words ist eine Sammlung von Interviews mit führenden Künstlerinnen der zeitgenössischen Kunstszene. Im Gespräch mit Julie Enckell Julliard, Federica Martini und Sarah Burkhalter geben sie Auskunft zu den Quellen, aus denen sie schöpfen, zu ihren Themen und ihrer Sicht auf die Welt. Die Summe der Standpunkte, die in den Bänden der Reihe zusammengeführt werden, fügt der polyfonen Kunstgeschichte ein weiteres Narrativ hinzu – erzählt von denen, die sie aktiv mitgestalten.
Wir haben das Dasein geübt. Begegnungen [Paul Sägesser]. Drumbl, Andrea; Sägesser, Paul. 2025. 144 S. 63 fb. Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 38,00. CHF 39,00 ISBN: 978-3-03942-256-2 Scheidegger & Spiess
„Wir haben das Dasein geübt“ spinnt einen faszinierenden Dialog zwischen Gedichten der österreichischen Schriftstellerin Andrea Drumbl und Bildern des Schweizer Künstlers Paul Sägesser. Die Arbeiten der beiden treten in einen vielschichtigen Austausch, sie beziehen sich aufeinander, verstärken oder widersprechen sich. Sägessers Bilder sind dabei nicht nur Illustration, sondern stehen als eigenständige Werke Drumbls Lyrik gegenüber.
Das Buch ist das Ergebnis einer intensiven, kreativen Korrespondenz über Landes- und Genregrenzen hinweg. Auf eindringliche Verse Drumbls antwortet Sägesser mit manchmal kräftigen und schonungslosen, dann wieder leisen und feinsinnigen Bildern. Entstanden ist ein poetisches Zwiegespräch, das einlädt, sich mit den existenziellen Fragen des Lebens zu beschäftigen: Liebe, Schuld und Schicksal, Leben und Tod.
Lise Gujer. Eine neue Art zu malen. Hrsg.: Kunz, Stephan; Hrsg.: Schmidt, Lisa Marei. Deutsch. 2025. 192 S. 108 fb. und 14 s/w-Abb.: . 28,5 x 20 cm. Pb. EUR 35,00. CHF 35,00 ISBN: 978-3-03942-255-5 Scheidegger & Spiess
1922 stösst die Schweizer Textilkünstlerin Lise Gujer (1893?1967) in einem von ihr gemieteten Haus in Davos auf einen alten Webstuhl und beginnt, Erfahrungen im Weben von Tischtüchern zu sammeln. Im gleichen Jahr lernt sie Ernst Ludwig Kirchner (1880–1938) kennen und macht erste Versuche, nach seinen Entwürfen Bildteppiche herzustellen. Daraus entwickelt sich eine enge Zusammenarbeit zwischen den beiden. Gujer erweist sich als ideale kreative Partnerin des Malers, die das Ansinnen Kirchners kongenial aufnimmt und in den Jahren nach dessen Tod eigenständig weiterführt. Anfang der 1950er-Jahre lebt das Interesse an ihren Wirkereien nach Kirchners Entwürfen wieder auf. Sie beginnt mit den bei ihr verbliebenen Originalvorlagen die Produktion wieder aufzunehmen. Diese mehr als zehnjährige Tätigkeit wird von grossem Erfolg und einer wachsenden Nachfrage nach den Wirkereien gekrönt.
Diese erste Monografie über Lise Gujer stellt ihr Leben und Wirken umfassend dar. Neben den verschiedenen Fassungen einzelner Wirkereien zeigt das Buch auch die einzigartigen Vorarbeiten, die einen differenzierten Blick auf die Zusammenarbeit mit Kirchner ermöglichen. Abbildungen zahlreicher Dokumente und Bildwerke erhellen den künstlerischen Geist, der diese prägte.
Le Corbusier. Die Ordnung der Dinge. Hrsg.: Waldmeier, Martin; Zimmer, Nina. Deutsch. 2025. 256 S. 224 fb. und 28 s/w-Abb.: . 24 x 18 cm. Pb. EUR 38,00. CHF 39,00 ISBN: 978-3-03942-220-3 Scheidegger & Spiess
Im Zentrum dieses Buches über Le Corbusier (1887–1965) steht das vor der Architektur: Das künstlerische Experiment im „Atelier der geduldigen Forschung“, wie diese Überfigur der architektonischen Moderne seinen Arbeitsprozess auch bezeichnete. Forschen bedeutete für ihn das Herantasten an die architektonische Form in Studien und Skizzen und die künstlerische Auseinandersetzung mit Form und Farbe, Flächen und Volumen, Komposition und Raum. Es bedeutete aber auch das Studium der Quellen, die in den kreativen Prozess einflossen – von Fundstücken am Strand bis zur Architektur der Antike. Für Le Corbusier beinhaltete das Entwerfen, Dinge zu ordnen: «Créer une architecture, c`est mettre en ordre». Durch Ordnung die Welt zu gestalten – und so dem Chaos und der Instabilität Einhalt zu gebieten –, sah er als eine Grundaufgabe von Kunst und Architektur mit jahrtausendealter Tradition.
Der Band bietet eine thematische Übersicht über das künstlerische und gestalterische Schaffen Le Corbusiers über alle Schaffensperioden hinweg. Er beleuchtet einen bisher wenig berücksichtigten Aspekt seines Wirkens: den Entwurf als Manifestation des räumlichen und gestalterischen Denkens. Reich illustriert und mit Texten ausgewiesener Expertinnen und Experten, öffnet das Buch neue Blickwinkel auf Le Corbusiers Werk und gibt einen umfassenden Einblick in Le Corbusiers Prozess des «Forschens» und Entwerfens.
Das Modehaus Grieder 1889-2024. Schlittler, Anna-Brigitte; Gisler, Monika. Deutsch. 2025. 248 S. 78 fb. und 92 s/w-Abb. 27 x 17,5 cm. Pb. EUR 38,00. CHF 39,00 ISBN: 978-3-03942-221-0 Scheidegger & Spiess
Das Zürcher Modehaus Grieder, 1889 gegründet, stand für luxuriöse Mode, Originalität und Innovation. Mit besten Beziehungen sowohl zur Pariser Haute Couture als auch zur Zürcher Seidenindustrie und einer komplexen Struktur, die Kreation, Produktion, Handel und Verkauf umfasste, nahm Grieder über Jahrzehnte eine herausragende Stellung im schweizerischen Modegeschehen ein. Grieder war Teil der Distributionskanäle der Schweizer Seiden- und Textilindustrie, vermittelte die tonangebende Pariser Mode und war Hotspot des Luxuskonsums. 1913–2024 im Peterhof domiziliert, dem markanten Bau der Gebrüder Otto und Werner Pfister beim Paradeplatz, war der «Seiden-Grieder» ein zentraler Baustein der Zürcher Bahnhofstrasse als Einkaufsmeile.
Dieses Buch verknüpft Mode- und Designgeschichte mit Aspekten der Unternehmensgeschichte. Mode und Textil werden mit sozialen, wirtschaftlichen und designhistorischen Perspektiven verwoben. Das ist neu und erlaubt Einsichten in die Entwicklung der gesellschaftlichen und politischen Funktion von Mode, aber auch in ein Familienunternehmen, das sich über mehr als hundert Jahre durch politisch und wirtschaftlich bewegte Zeiten zu navigieren wusste.
Balz Baechi - Aktmalerei. Eine Aktualisierung. Hrsg.: Baechi, Balz; Beitr.: Kambli, Carole. 2024. 240 S. 202 fb. und 6 s/w-Abb.32 x 24,5 cm. Gb.EUR 48,00. CHF 49,00 ISBN: 978-3-03942-253-1 Scheidegger & Spiess
Der Schweizer Künstler Balz Baechi hat in den vergangenen Jahrzehnten ein beeindruckendes malerisches Œuvre geschaffen. Darin hat er verschiedene Formen und Genres Aktmalerei erkundet und mit unterschiedlichen Trägermaterialien experimentiert – neben der Leinwand zum Beispiel auch mit Leder und Holz. Neben der einzelnen Figur gibt es bei Baechi Paare und Figurengruppen; eine besondere Werkgruppe bilden vielschichtige Bilder mit symbolhaften Bedeutungen, mit Bezügen zur Antike, zur Kulturgeschichte und zur Psychologie.
Besonderes Augenmerk gilt in Baechis Malerei stets der Spannung von Figuration und Abstraktion sowie zwischen Figur und Hintergrund. Während die dargestellten Aktfiguren in der Regel schnell eingefangen werden, kann die Arbeit am stimmigen Hintergrund eines Bilds mehrere Jahre dauern. In den Kompositionen, der Theatralik und Zuspitzung seiner Akte kommt dem Künstler zugute, dass er viele Jahre lang für den Tages-Anzeiger Zeichnungen zu den Theateraufführungen erstellte, die zu den in der Zeitung abgedruckten Kritiken der Stücke erschienen, und dass er zudem als Karikaturist arbeitete.
Florian Graf. School Models. Hrsg.: Afschar, Yasmin; Graf, Florian; Beitr.: Afschar, Yasmin; Fankhänel, Teresa; Laleg, Dominique. Englisch; Deutsch. 2024. 132 S. 79 fb. und 8 s/w-Abb.29 x 19,5 cm. Gb.EUR 29,00. CHF 29,00 ISBN: 978-3-03942-250-0 Scheidegger & Spiess
„School Models“ ist ein für den öffentlichen Raum konzipiertes Werk des Künstlers Florian Graf. Für den Pausenhof des Schulhauses Hofacker in Zürich hat Graf Modelle der drei zur Anlage gehörenden, aus unterschiedlichen Epochen stammenden Gebäude geschaffen. Die weissen Kalksteinskulpturen sind auf überdimensionalen Bauklötzen aus mehrfarbigem Terrazzo installiert. Schülerinnen und Schüler – ebenso wie ihre Lehrpersonen – sind eingeladen, sich ihre Schulhäuser auf ganz neue Weise anzueignen, etwa als Sitzgelegenheit oder Treffpunkt. Das Zusammenspiel der Schulhaus-Miniaturen auf den bunten Spielbauklötzen und der sie umgebenden Bauten regt an zu einer Neubewertung und Interpretation der Machtdynamik, die heutige Bildungssysteme prägen.
Die Texte dieses Buches beleuchten Schlüsselbegriffe wie Bildung, Modell, Resonanz, Skulptur, und Zusammenarbeit. Durchweg farbige Abbildungen dokumentieren Florian Grafs einzigartiges öffentliches Kunstprojekt. Zusammen laden sie ein zu einer Reflexion über die Entwicklung der Bildung und ihrer Institutionen im Laufe der Zeit.
Mit dem Stift die Welt erfassen. Zeichnungen von Rudolf Guyer. Hrsg.: Guyer, Mike; Tschanz, Martin; Wetter, Trix. 2024. 376 S. 120 fb. und 109 s/w-Abb.30,5 x 22,5 cm. Pb.EUR 48,00. CHF 49,00 ISBN: 978-3-03942-254-8 Scheidegger & Spiess
Rund 4 500 Zeichnungen hat der Schweizer Architekt Rudolf Guyer seit den 1950er-Jahren angefertigt, mit Feder, Filzstift, Bleistiften unterschiedlicher Härte, Farbstiften, Tusche oder Aquarellfarben. Sie zeigen Stadtansichten, Landschaften mit Besiedelung, Häuser, Ensembles von Bauten, Figuren. Es gibt schnelle Skizzen, die fotografischen Schnappschüssen ähneln, und detailliertest ausgearbeitete Zeichnungen, Schwarz-Weiss steht neben farbenfroher Vielfalt.
Angefertigt hat sie der 1929 geborene Guyer auf beruflichen Reisen und im privaten Urlaub; in Städten, in denen er wohnte; und in den zahlreichen Ländern, die er besuchte. Das geschulte Auge des Architekten ist dabei schnell zu erkennen: Zu sehen sind keine Impressionen, sondern präzise erfasste, analysierte und liebevoll interpretierte Beobachtungen. Von der römischen Antike bis zum Centre Pompidou in Paris, von 1949 bis ins 21. Jahrhundert.
Dieses grossformatige Buch präsentiert erstmals 220 dieser Blätter. Sie zeigen, wie Rudolf Guyer buchstäblich mit dem Stift die Welt erfasste. Seine Darstellungen sind eine Schule des Sehens, in der die unvermindert gültige Aktualität des Zeichnens als Medium erfahrbar wird. Ergänzt wird der Band durch einen Essay des Architekturhistorikers Martin Tschanz.
Françoise Pétrovitch. Von der Abwesenheit. Hrsg.: Chaix, Nathalie; Deltour, Anne; Übersetzt von Hanen, Beate Susanne. Deutsch; Französisch. 2024. 136 S. 179 fb. Abb. und 1 s/w-Abb,. 30 x 22,5 cm. Pb.EUR 38,00. CHF 39,00 ISBN: 978-3-03942-244-9 Scheidegger & Spiess
Françoise Pétrovitch, geboren 1964, zählt zu den bekanntesten Namen der zeitgenössischen Kunst in Frankreich. In ihrem Schaffen enthüllt sie mehrdeutige, gerne grenzüberschreitende Welten, die mit konventionellen Grenzen spielen und sich jeglicher Interpretation entziehen. Das Intime, das Fragment, das Verschwinden und Themen wie Doppelgänger, Übergang und Grausamkeit durchziehen ihre Werke, die von Tieren, Blumen und Wesen bevölkert sind und deren Atmosphäre, abwechselnd hell oder nächtlich, uns kaum unberührt lässt.
Eingefasst vom Thema Abwesenheit präsentiert dieses Buch Zeichnungen, Druckgrafiken und Videoarbeiten von Françoise Pétrovitch. Abwesenheit kann quälend, eine Tragödie sein. Als Gegenstück zur Präsenz ist sie von Sehnsucht und Projektion geprägt. Sie beschreibt das Vergehen der Zeit, die Distanz und den Mangel. Auch die Malerei selbst ist von Abwesenheit geprägt: Die Künstlerin, das Modell, die Landschaft oder der vergangene Moment sind nicht wirklich präsent.
Reich illustriert und mit Essays zu Pétrovitchs Kunst und den verschiedenen Techniken, die sie verwendet, bietet der Band einen tiefen Blick in die von ihr erschaffenen Welten.
Obdachlosigkeit - Warum sie mit uns allen zu tun hat. Drilling, Matthias; Locher, Nora; Mühlethaler, Esther; Dittmann, Jörg. Illustriert von Bellstorf, Arne; Fotos von Martin, Nora. 208 S. 37 fb. Abb. 18,5 x 12 cm. Gb. Scheidegger & Spiess, Zürich 2024. EUR 15,00. CHF 15,00 ISBN: 978-3-03942-185-5 Scheidegger & Spiess
«Entschuldigung, aber haben Sie ein bisschen Geld für mich, ich bin obdachlos?» Die Begegnung mit Menschen, die im öffentlichen Raum leben, gehört heute zum städtischen Alltag. Aber die Toleranz ihnen gegenüber sinkt, und in vielen Städten wird das Leben auf der Strasse nicht mehr geduldet. Die Lage dieser Menschen ist jedoch selten selbst verschuldet, sie hat in den meisten Fällen strukturelle Gründe: Städtisches Wohnen wird immer teurer und günstiger kommunaler Wohnraum ist äusserst knapp. Sich zu verschulden ist Teil unseres Gesellschaftsmodells, steht aber oft am Beginn einer Abwärtsspirale, die mit der Räumung der Wohnung endet. Wer illegal in einem Land lebt, hat kaum eine Chance auf eine bezahlbare Wohnung.
Dieses kompakte und bestens verständliche Buch vermittelt alles, was wir wissen müssen, um zu verstehen, weshalb das Thema Obdachlosigkeit uns alle etwas angeht. Zusammen mit der Fotografin Nora Martin, dem Grafiker Noah Drilling und dem bekannten deutschen Illustrator Arne Bellstorf haben die Autorinnen und Autoren die Erkenntnisse ihrer jahrelangen Forschung übersetzt und visualisiert, so dass eine neuartige Sicht auf Obdachlosigkeit entsteht. In 17 Kapiteln behandeln sie ein zentrales gesellschaftliches Thema und zeigen auf, wie wir alle zu einem besseren Umgang mit obdachlosen Menschen beitragen können. Ein Glossar der für die Schweiz, Deutschland und Österreich wichtigsten Begriffe rundet das Buch ab.
Maria Lassnig - «Mein Stil hat Pause». Hoffmann, Claire. Hrsg.: Maria Lassnig Stiftung. 2024. 344 S. 105 fb. und 24 s/w-Abb. 24 x 17 cm. Pb,. EUR 38,00. CHF 39,00 ISBN: 978-3-03942-240-1 Scheidegger & Spiess
Maria Lassnig (1919–2014) – eine der wichtigen Malerinnen des 20. Jahrhunderts – schuf im Laufe ihres Lebens ein umfangreiches malerisches, zeichnerisches und filmisches Werk. Der von ihr entwickelten «Körpergefühlsmalerei», die an phänomenologische und erkenntnistheoretische Erklärungsmodelle anknüpft, galt lange die grösste Aufmerksamkeit. Dass die österreichische Künstlerin über ihr gesamtes Leben hinweg auch Hunderte Seiten von Notizheften und lose Blätter vollschrieb sowie Kleider und Kostüme nicht nur entwarf, sondern selber nähte und auch trug, ist hingegen nur wenig bekannt. Bislang kaum untersucht worden ist, dass sie unterrichtete und fotografierte (oder sich für die Fotografie in Pose warf) sowie mit dem Schriftsteller und Sprachtheoretiker Oswald Wiener kognitive Experimente durchführte und danach Aquarellzeichnungen in Rasterform malte.
All diesen Nebenwegen im Schaffen von Maria Lassnig geht Claire Hoffmann in diesem Buch nach. Sie öffnet so eine ganzheitliche Sicht auf eine grosse Künstlerin, die als vielseitige, bewegliche Person hervortritt, ihre Erfahrungen mit den unterschiedlichsten Medien und Strategien verband und die diverse Medien und Einflüsse in unterschiedlichsten Tonlagen für sich fruchtbar machen konnte.
Laurence Rasti ? Wall as Horizon. Photographic Survey Neuchâtel 2023-2024. Rasti, Laurence. Beitr.: Gnaedinger, Luca; Martini, Federica; Übersetzt von Mason, Bridget; Vorwort von Bloch, Marc. Französisch; Englisch. 2024. 152 S. 100 fb. Abb. 32 x 23,5 cm. Gb. EUR 48,00. CHF 49,00 ISBN: 978-3-85881-894-2 Scheidegger & Spiess
Laurence Rasti hat im Rahmen der vierten Fotografischen Ermittlung Neuenburg 2023–2024 in Zusammenarbeit mit den Insassen A., D., G., L., M., N., T. und Z. eine eindrückliche Bestandsaufnahme der Situation in einer Strafanstalt geschaffen. Die Arbeiten zeigen in sechs thematischen Schwerpunkten den Alltag innerhalb des Gefängnisses am konkreten Beispiel der Haftanstalt La Promenade in La Chaux-de-Fonds. Faksimile-Reproduktionen ausgewählter Formulare lassen die Verwaltungsroutine ahnen, und die von den Insassen selbst aufgenommen Bilder zeigen die Räume, die sie bewohnen, sowie ihre wenigen Gebrauchsgegenstände.
Der Ansatz verbindet ein hyperrealistisches dokumentarisches Ziel mit einer kritischen Fragestellung, deren Begrifflichkeiten in einem Essay des Geografen Luca Gnaedinger und einem Interview der Fotografin mit der Kunstkuratorin Federica Martini diskutiert werden.
Deffarge & Troeller. Stern-Reportagen und Filme. Hrsg.: Museum Folkwang; Centre national de l`audiovisuel; Übersetzt von Jaksch, Eva-Raphaela; Dewes, Eva; Magyar, Tabea. Englisch; Deutsch. 2024. 256 S. 420 fb. Abb. 33 x 24 cm. Gb. EUR 48,00. CHF 49,00. ISBN: 978-3-03942-251-7 Scheidegger & Spiess
Die Französin Marie-Claude Deffarge (1924–1984) und der Luxemburger Gordian Troeller (1917–2003) arbeiteten ab den 1950er-Jahren zusammen als freie Journalisten und berichteten zunächst vor allem aus Iran, Jemen und anderen Ländern der Region, später aus nahezu der ganzen Welt. In den 1960er-Jahren verantworteten sie wichtige Auslandsreportagen für das deutsche Nachrichtenmagazin Stern. Parallel dazu entstanden erste gemeinsame Filmreportagen, ab den 1970er-Jahren rückten Dokumentarfilmreihen ins Zentrum ihres Schaffens. Geschätzt wurden Deffarge & Troeller für ihre hervorragend recherchierten Beiträge. Selten berichteten sie wertfrei, liessen sich jedoch durch Kritik an ihren Analysen zu vorherrschenden Machtstrukturen nicht beirren.
Im Fokus dieses ersten umfassenden Buches über Deffarge & Troeller stehen die für den Stern entstandenen Reportagen und das gemeinsame Filmschaffen, reichhaltig illustriert mit Fotos, kompletten Reportagen und Filmvorschauen, Buchmaquetten, Kontaktabzügen, Film-Stills und Skripten sowie weiteren Dokumenten. Die Texte ordnen die Arbeitsschwerpunkte, das Vorgehen und die Rezeption des Duos ein. Dabei ist die aktuelle Relevanz ihrer Berichterstattung frappierend. Ob politische Konflikte in Iran, Eritrea, Jemen oder Kapitalismuskritik und Feminismus: Der zweisprachig deutsch-englische Band spürt den Ursachen jener Krisen auf, die nach wie vor das Weltgeschehen beeinflussen.
Im Kloster Baldegg. Klösterliches Leben in einem Bau von Marcel Breuer. Hrsg.: Christen, Gabriela; Käferstein, Johannes; Biechteler, Heike. 2024. 360 S. 240 fb. und 109 s/w-Abb. 30 x 22,5 cm. Pb. EUR 68,00. CHF 69,00. ISBN: 978-3-03942-230-2 Scheidegger & Spiess
Der Architekt Marcel Breuer (1902–1981), einer der zentralen Protagonisten des Bauhaus, erbaute in den 1960er- und 1970er-Jahren eine Klosteranlage für die Baldegger Schwestern im Schweizer Kanton Luzern. Das Mutterhaus Sonnhalde gehört zu den bedeutendsten Sakralbauten der Moderne in der Schweiz, ist aber selbst in Fachkreisen wenig bekannt. Breuers Entwurf besticht mit seinen prägnanten Volumen, der sorgfältigen Beton- und Steingestaltung, dem Einbezug vorfabrizierter Betonelemente und durch die qualitätvolle Inneneinrichtung.
Dieses Buch würdigt und dokumentiert umfassend eine architektonische Pionierleistung im klösterlichen Kontext. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Zusammenspiel von Architektur und der gelebten Spiritualität der Schwestern, der ebenfalls von Breuer entworfenen Möblierung und der gesamten künstlerischen Ausstattung. Dargestellt wird neben der Entstehungs- und Baugeschichte auch die Gemeinschaft der Baldegger Schwestern mit ihrer Geschichte, ihrem Leben und Beten in diesem herausragenden Baudenkmal des 20. Jahrhunderts.
Der Band ist reichhaltig illustriert mit historischen, hier erstmals publizierten Fotografien aus der Bauzeit sowie einem neu geschaffenen Bildessay von Jürgen Beck. Dazu kommt eine grosse Bandbreite an Abbildungen von teils bisher unveröffentlichten Originalplänen und Zeichnungen aus dem Archiv des Klosters und dem Nachlass von Marcel Breuer, sowie eine berührende Bildstrecke von Schwester Marie-Ruth Ziegler, die das Leben der Schwestern bei ihren religiösen Praktiken, aber auch im Alltag zeigt.
Entstanden ist eine vielschichtige und überraschende Bilderzählung über Architektur und Leben im Kloster, über einen unbekannten magischen Ort.
Albert Welti und die Grafik des Fantastischen. Hrsg.: Kunsthaus Zürich; Beitr.: Beyer, Jonas; von Waldkirch, Bernhard; Curiger, Bice; Maronnie, Bénédicte. 2024. 128 S. 95 fb. Abb. 23,5 x 17 cm. Pb. EUR 25,00. CHF 25,00. ISBN: 978-3-03942-252-4 Scheidegger & Spiess
Die Gemälde des Schweizer Künstlers Albert Welti (1862–1912), allen voran Walpurgisnacht, sind bekannt und beliebt bei Besucherinnen und Besuchern des Kunsthaus Zürich. Weit weniger bekannt ist, dass sich Welti gerade in seiner Druckgrafik intensiv mit dem Aspekt einer visionär gesteigerten Wahrnehmung beschäftigt hat. Die Grafische Sammlung des Kunsthaus Zürich besitzt einen sehr reichen Bestand an Druckgrafiken Weltis, von seinen «Phantastereien», die er in der Gelegenheitsgrafik auslebte, bis zu grossformatigen, fantasiegeladenen Meisterblättern. Ein «spukhaft-dämonischer Zug», der viele dieser Drucke auszeichnet, mag teilweise auf den Einfluss seines Lehrers Arnold Böcklin (1827–1901) zurückgehen, kann jedoch alleine damit nicht erklärt werden.
Dieses Buch präsentiert das grafische Werk Albert Weltis anhand seiner bedeutendsten Blätter und rückt sie in das grössere Panorama fantastischer Kunst von 1750 bis 1900.
Bertha Züricher. «- da ich neben der Künstlerin auch Feministin bin -». Hrsg.: Fischer, Matthias; Beitr.: Fischer, Matthias; Hausammann, Julia. 2024. 384 S. 350 fb. Abb. 30 x 24 cm. Gb. EUR 68,00. CHF 69,00. ISBN: 978-3-03942-231-9 Scheidegger & Spiess
Dieses Buch ist die erste Gesamtdarstellung von Leben und Werk der Schweizer Künstlerin und Autorin Bertha Züricher (1869–1949). Geboren in eine der tragenden bürgerlichen Familien der Stadt Bern, erhielt sie eine solide Ausbildung und wurde 1888 die erste Lehrerin an der Frauenarbeitsschule Bern. 1895 übersiedelte sie nach München, um an der dortigen Damenakademie Kunst zu studieren, 1897 zog sie weiter nach Paris, wo sie erste Erfolge als Künstlerin feierte. Zurück in der Schweiz war Züricher eine wichtige weibliche Stimme in der Berner Kunstszene. Sie prägte ab 1906 den Kampf der Künstlerinnen um Gleichberechtigung in den offiziellen Kunstorganisationen und wurde eine der Gegenspielerinnen Ferdinand Hodlers, der 1912–1918 als Präsident der mächtigen Gesellschaft Schweizerischer Maler, Bildhauer und Architekten (GSMBA) amtierte. Ihre vielfältigen Interessen verfolgte Züricher als Malerin, Druckgrafikerin und zuletzt als sehr aktive Publizistin über mehr als ein halbes Jahrhundert.
Basierend auf der Auswertung der umfangreichen Korrespondenz Bertha Zürichers mit zahlreichen Familienmitgliedern, Freunden und Bekannten, bietet die Monografie Einblick in Leben und Schaffen einer engagierten Frau, für die es bereits vor der Wende zum 20. Jahrhundert selbstverständlich war, gänzlich eigenständig durchs Leben zu gehen – mit allen Konsequenzen, die das für Frauen jener Zeit unweigerlich hatte.
 
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