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Scheidegger & Spiess |
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Markus Raetz. Das plastische Werk. Catalogue raisonné. Müller, Franz. Beitr.: Ammann, Katharina; Arnold, Andrea; Bieder, Patricia. 2023. 608 S. 2075 fb. und 227 s/w-Abb .29,5 x 24 cm. Gb. in Schuber. EUR 250,00. CHF 250,00 ISBN: 978-3-03942-134-3 Scheidegger & Spiess
Markus Raetz (1941–2020) war einer der renommiertesten Vertreter der Schweizer Gegenwartskunst, der mit seinen poetischen Arbeiten auch international sehr beliebt war. Sein vielgestaltiges Werk kreist um das prozesshafte Erfahren von Wirklichkeit, wobei vor allem die rund 1500 Plastiken, Objekte und Installationen spielerisch bewusst machen, dass die Wahrnehmung der Welt auch vom Standpunkt der Betrachtung abhängt.
Der vollständige Werkkatalog dieser Arbeiten – vom Schweizerischen Institut für Kunstwissenschaft SIK-ISEA in jahrelanger akribischer Arbeit zusammengestellt – präsentiert nun Raetz’ gesamtes plastisches Schaffen in zwei attraktiv gestalteten Bänden, von den Anfängen als 16-jähriger Schüler am Lehrerseminar 1957 bis zu seinen letzten Arbeiten. Damit das Spiel mit der Bewegung besonders hervortritt, werden die meisten der dreidimensionalen Arbeiten je mit mehreren Abbildungen gezeigt.
Die Werke werden mit kommentierenden Texten eingeordnet und mit ausführlichen wissenschaftlichen Apparaten ergänzt. In den kunsthistorischen Analysen der Werkgruppen und der einzelnen Arbeiten werden die verwendeten Techniken, Arbeitsmethoden sowie ikonografische Aspekte erläutert und die Werke im Kontext sowohl von Raetz’ OEuvre als auch der zeitgenössischen Kunst untersucht.
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Léopold et Aurèle Robert. Ô Saisons. Hrsg.: Lemaire, David; Hrsg.: Nessi, Antonia; Beitr.: Griener, Pascal; Beitr.: Langer, Laurent; Beitr.: Mencfel, Michal; Beitr.: Murgia, Camilla; Beitr.: Senges, Pierre. 2023. 264 S. 171 fb. Abb .32 x 23,5 cm. Gb.Französisch. EUR 48,00. CHF 49,00 ISBN: 978-3-85881-887-4 Scheidegger & Spiess
Swiss painter Léopold Robert (1794–1835) is emblematic of the romantic myth of the artist with a tragic destiny. Educated in Paris at the École des Beaux-Arts and in the studios of artists Jacques-Louis David and Edouard Girardet, he moved to Italy in 1818. With the substantial assistance of his brother and fellow artist Aurèle (1805–71), he created idealized depictions of Italian brigand life and gained recognition throughout Europe. Yet, his success as a painter did not save him from the deep melancholy that eventually led to his suicide in 1835, due also to his unrequited love for Princess Charlotte Bonaparte. Loved and praised by collectors and art critics of their time, the Robert brothers’ oeuvre gradually fell into oblivion after Léopold’s death and Aurèle’s subsequent return to Switzerland.
This French language book, published to coincide with a dual exhibition at the Musée d’art et d’histoire in Neuchâtel and the Musée des beaux-arts in the Robert brothers’ native town of La Chaux-de-Fonds, pays tribute to their art and brings their great skill as painters back into focus. Based on a major research project at the University of Neuchâtel and the École du Louvre in Paris, it offers scholarly essays alongside some 170 color plates.
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Stadtwerdung im Zeitraffer. Die Fotografische Langzeitbeobachtung Schlieren 2005?2020 zeigt, wie sich das Schweizer Mittelland entwickelt. Hrsg.: Wandeler, Meret; Görlich, Ulrich; Schärer, Caspar; Fotos von Wandeler, Meret; Görlich, Ulrich; Schwager, Christian; Mauch, Elmar. 2023. 632 S. 1166 fb. Abb .30 x 22,5 cm. Pb. im Schuber. EUR 77,00. CHF 79,00 ISBN: 978-3-03942-139-8 Scheidegger & Spiess
Die Fotografische Langzeitbeobachtung Schlieren ist ein vielbeachtetes Projekt zur Dokumentation der Siedlungsentwicklung in der Schweiz. 15 Jahre lang wurde fotografisch untersucht, wie Bautätigkeit und urbane Entwicklung den Charakter einer typischen Schweizer Vorortsgemeinde im Agglomerationsgürtel verändern. Als Beispiel diente die Stadt Schlieren im Zürcher Limmattal, deren Bevölkerung im Untersuchungszeitraum 2005–2020 von 13 000 auf 20 000 Einwohnende wuchs.
69 Standorte in ganz Schlieren sind unter identischen Bedingungen alle zwei Jahre fotografiert worden und zeigen die Veränderungen im räumlichen Zusammenspiel von Gebäuden, Strassen und Grünflächen. Parallel dazu wurden themenbezogene Serien von Detailaufnahmen erstellt, die auf einzelne Objekte fokussieren und von Aneignung, Gestaltung und Ästhetik der Lebensräume erzählen: Ladenfronten, Hauseingänge, Spielplätze, Garageneinfahrten usw.
Dieses zweibändige Buch bildet nun den Abschluss der Langzeitstudie. Im Archiv-Band zeigen die jeweils acht Aufnahmen pro Standort, wie sich Schlieren an den 69 Orten in den vergangenen 15 Jahren verändert hat. Der Essay-Band bietet neben themenbezogenen Foto-Serien eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem Studienthema durch Essays, Analysen, Interviews und Interpretationen von Fachpersonen unterschiedlicher Disziplinen. Zwischenauswertungen der Fotografischen Langzeitbeobachtung Schlieren wurden u. a. in der Neuen Zürcher Zeitung und im Tages-Anzeiger gezeigt sowie in Ausstellungen im Fotomuseum Winterthur und im Museo ICO in Madrid präsentiert.
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"Urban Change Over Time. The Photographic Observation of Schlieren 2005?2020 Reveals How Switzerland Is Changing. Hrsg.: Wandeler, Meret; Görlich, Ulrich; Schärer, Caspar; Fotos von Wandeler, Meret; Görlich, Ulrich; Schwager, Christian; Mauch, Elmar. 2023. 632 S. 1166 fb. Abb .30 x 22,5 cm. Pb. im Schuber. Englisch. EUR 77,00. CHF 79,00" ISBN: 978-3-03942-140-4 Scheidegger & Spiess
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Hedi Mertens. Logik der Intuition. Hrsg.: Benini, Francesca; Quaglio, Arianna; Beitr.: Benini, Francesca; Hoch, Medea; Übersetzt von Bucher, Evelyne; Vorwort von Bezzola, Tobia; Schaschl, Sabine. 2023. 144 S. Deutsch; Italienisch. 59 fb. und 28 s/w-Abb. 30 x 23 cm. Pb. EUR 48,00. CHF 49,00 ISBN: 978-3-03942-131-2 Scheidegger & Spiess
Der Schaffensweg der Malerin Hedi Mertens (1893–1982) unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von jenen anderer Künstlerinnen und Künstler ihrer Zeit. Nach einer klassischen Kunstausbildung in Zürich und München verkehrte sie vorrangig in intellektuellen Milieus, die sie den zeitgenössischen Strömungen der konstruktiv-konkreten Kunst näherbrachten. Zu ihren einflussreichsten Wegbegleiterinnen und Gesprächspartnern zählten Richard Paul Lohse, Leo Leuppi, Arend Fuhrmann und Helen Dahm, mit der sie eine tiefe Faszination für die Lehre des indischen Gurus Shri Meher Baba teilte.
Mit 67 Jahren zog die Künstlerin ins Tessin, wo sie die zahlreichen Quellen der Inspiration endlich in ihre eigene Kunst einfliessen liess. Binnen zwanzig Jahren entstanden so rund 200 geometrisch-abstrakte Werke, die dringend einer angemessenen Würdigung harren. Diese Monografie, die anlässlich von Ausstellungen im MASI Lugano und im Museum Haus Konstruktiv in Zürich erscheint, rückt das grossartige OEuvre und das ereignisreiche Leben von Hedi Mertens ins Licht und ermöglicht die Wiederentdeckung einer in Vergessenheit geratenen Vertreterin der Konkreten Kunst in der Schweiz.
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Le tremblement des certitudes. Silvie Defraoui. Hrsg.: Schmidlin, Laurence; Übersetzt von Mason, Bridget;Hanen, Beate Susanne; Rosenblatt, Lisa; Liber, Isabelle; Vorwort von Steiner, Juri. Deutsch; Englisch; Französisch. 2023. 120 S. 79 fb. Abb. 24 x 18 cm. Gb. EUR 35,00. CHF 35,00 ISBN: 978-3-03942-127-5 Scheidegger & Spiess
Unerwartete Ereignisse in der Gegenwart können unsere Sicht auf die Vergangenheit wie auf die Zukunft langfristig beeinflussen. Der künstlerische Umgang mit dieser Ungewissheit ist charakteristisch für die 1935 geborene Silvie Defraoui und bestimmt auch ihre Archives du Futur – eine künstlerische Reflexionsplattform, die sie 1975 gemeinsam mit ihrem Partner Chérif Defraoui (1932–1994) ins Leben gerufen hat.
Diese Monografie vereint rund vierzig Arbeiten, die seit 1994 bis heute in den Medien Video, Malerei, Neon und Fotografie entstanden sind. Einige Werke sind für Silvie Defraouis grosse Einzelausstellung im MCBA in Lausanne im Frühjahr 2023 neu geschaffen worden und werden in diesem Buch erstmals publiziert. Alle sind sie Zeugnis kontinuierlicher Veränderung und veranschaulichen eindrucksvoll die Metamorphose der seit bald fünfzig Jahren existierenden Archives du Futur. Laurence Schmidlins Essay eröffnet einen neuen Zugang zu Defraouis künstlerischen Ideen und Konzepten.
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Yao Jui-chung. Hrsg.: McIntyre, Sophie; Beitr.: McIntyre, Sophie; Hanru, Hou; Jui-chung, Yao. Englisch. 2023. 208 S. 192 fb. 27 s/w-Abb. 24 x 30 cm. Gb. EUR 58,00. CHF 59,00 ISBN: 978-3-03942-135-0 Scheidegger & Spiess
Der taiwanesische Künstler Yao Jui-chung ist international bekannt für die kühne und prägnante sowie oft auch fantasie- und humorvolle Kritik, die er durch sein Werk an der komplexen und immer wieder infrage gestellten Identität und Geschichte seines Landes übt. 1969 geboren, wuchs Yao in einer turbulenten Zeit auf, die den Wandel Taiwans vom autoritären Staat zur lebendigen, funktionierenden Demokratie brachte. Sein Schaffen, das die Medien Fotografie, Video, Installation und Malerei umfasst, ist von der Geschichte und dem politischen und gesellschaftlichen Geschehen sowie von alten künstlerischen und religiösen Traditionen und Mythen Chinas und Taiwans inspiriert. Yao ist auch als Kurator und Autor tätig und hat mehrere Bücher über die Kunst Taiwans veröffentlicht.
Diese Monografie ist die erste umfassende Darstellung von Yao Jui-chungs Werk, die ausserhalb Taiwans erscheint. Mehr als 200 Abbildungen werden von einem erhellenden Essay der australischen Kunstwissenschafterin und Kuratorin Sophie McIntyre begleitet. Ein ausführliches Gespräch, das Hou Hanru, der Direktor des MAXXI in Rom, mit Yao führte, rundet den Band ab.
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Werner Bischof. Unseen Colour. Hrsg.: Introini, Ludovica; Bernasconi, Francesca; Beitr.: Bezzola, Tobia; Bouveresse, Clara; Debraine, Luc; Pfrunder, Peter; Übersetzt von Kotte, Claudia; Hanen, Beate Susanne; Vorwort von Bezzola, Tobia. Deutsch. 2023. 184 S. 102 fb. Abb.. 24 x 21 cm. Gb.. EUR 48,00. CHF 49,00 ISBN: 978-3-03942-129-9 Scheidegger & Spiess
Von Werner Bischof (1916–1954) kennt man vor allem seine eindrücklichen Schwarzweiss- Fotografien. Sie stammen mehrheitlich von seinen Einsätzen als Reporter im Europa der Nachkriegszeit und im Indochinakrieg 1946–1954 sowie von Reisen durch den Fernen Osten und Südamerika, wo er bei einem Unfall ums Leben kam. Weniger bekannt sind dagegen Bischofs Farbaufnahmen, die er in den ersten Jahren nach Abschluss seiner Ausbildung an der Zürcher Kunstgewerbeschule geschaffen hat – einerseits in seinem Studio für Mode- und Reklamefotografie, aber auch Reportagen von Schauplätzen im kriegsversehrten Europa. Realisiert hat Bischof die Fotos im Auftrag des Zürcher Verlages Conzett & Huber, der ihm dafür eine Devin Tri-Color-Kamera zur Verfügung stellte, die jede Aufnahme auf drei mit Farbfiltern versehenen Glasplatten abbildete. Rund 200 dieser Farb-Negative aus dem Nachlass sind für dieses Buch erstmals restauriert und neu aufbereitet worden.
Faszinierend ist der reich illustrierte Band nicht allein aus fotohistorischer Sicht: Bereits diese frühen Farbfotografien lassen Werner Bischofs feinfühlige Ästhetik erkennen, die das gesamte Schaffen des Zürcher Magnum-Fotografen prägt. Die Abbildungen werden ergänzt durch Texte von Clara Bouveresse, französische Fotografie-Historikerin, von Peter Pfrunder, Direktor der Fotostiftung Schweiz in Winterthur, sowie von Luc Debraine, Direktor des Schweizer Kameramuseums in Vevey.
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Werner Bischof. Unseen Colour. Hrsg.: Introini, Ludovica; Bernasconi, Francesca; Beitr.: Bezzola, Tobia; Bouveresse, Clara; Debraine, Luc; Pfrunder, Peter; Übersetzt von Kotte, Claudia; Hanen, Beate Susanne; Vorwort von Bezzola, Tobia. Englisch. 2023. 184 S. 102 fb. Abb.. 24 x 21 cm. Gb.. EUR 48,00. CHF 49,00 ISBN: 978-3-03942-130-5 Scheidegger & Spiess
Swiss photographer Werner Bischof (1916–54) is best known for his impressive black-and-white images, most of which were taken on expeditions as a reporter in postwar Europe and during the Indochina War (1946–54), and on his travels in the Far East and South America. Far too little known are Bischof`s early color photographs, comprising studio work in fashion and advertising photography as well as reportage from war-damaged European cities. For these, Bischof used various types of camera, including a Devin Tricolor. This elaborate color-separation device exposed three monochrome plates in a single exposure, each of them equipped with a color filter so that a true color print was subsequently made by addition of the three monochrome negatives. Some 200 of Bischof`s Devin Tricolor negatives have been restored and a selection of them is published for the first time ever in this book.
The beautifully illustrated volume is fascinating not only from a photo-historical perspective. Even these early color images reveal Bischof`s outstanding, sensitive aesthetic that characterizes his entire oeuvre. Some 100 color plates are supplemented with texts by Clara Bouveresse, the French photography historian, Peter Pfrunder, the director of the Fotostiftung Schweiz in Winterthur, and Luc Debraine, the director of the Swiss Camera Museum in Vevey. |
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Füssli. Mode - Fetisch - Fantasie. Hrsg.: Kunsthaus Zürich; Beitr.: Beyer, Jonas; Gottardo, Ketty; Übersetzt von Venturi, Barbara. 2023. 168 S. 145 fb. und 4 s/w-Abb.. 26 x 21,5 cm. Pb.. EUR 38,00. CHF 39,00 ISBN: 978-3-03942-123-7 Scheidegger & Spiess
Johann Heinrich Füssli (1741–1825) war einer der eigenwilligsten Künstler des 18. Jahrhunderts und spaltete mit dem betont sensationslüsternen Charakter seiner Kunst die öffentliche Meinung seiner Zeit. Weitgehend unbekannt blieben seine – fast ausschliesslich gezeichneten – Darstellungen der modernen Frau als Figur des Geheimnisses und der gefährlichen Anziehungskraft. Sie sind symptomatisch für eine damals verstärkt auftretende Angst vor der Destabilisierung geschlechterspezifischer Identitäten.
Die in diesem Buch vereinte Auswahl von rund 60 dieser Studien bietet erstmals Gelegenheit, den Zeichner Füssli in seiner aufregendsten Form zu entdecken. Wo wir idealisierte Körper in anmutigen Posen erwarten, begegnen uns stattdessen Frauen, deren Körper von Frisuren der bizarrsten Art gekrönt werden und die eine betont herausfordernde Haltung gegenüber unseren Blicken einnehmen. Die zutiefst ambivalente Darstellung von ermächtigter Weiblichkeit, die in den Zeichnungen des Künstlers offenbar wird, könnte freilich aktueller nicht sein, wo wir uns doch heute intensiver denn je mit den vielfältigen Überschneidungen von Kunst, Geschlecht, Sexualität und Macht auseinandersetzen.
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Theo Gerber. Science Fiction. Hrsg.: Hirsch, Helen. Deutsch; Französisch. 2023. 120 S. 120 fb. Abb.. 31 x 22 cm. Pb.. EUR 38,00. CHF 39,00 ISBN: 978-3-03942-126-8 Scheidegger & Spiess
«Wir tauchen in Gerbers Welten ein, um uns zu verlieren und an erstaunlichen Orten wiederzufinden.» So charakterisiert der grosse Schweizer Schriftsteller Paul Nizon das Werk des Thuner Malers Theo Gerber (1928–1997) – einem Freigeist, der hierzulande nach wie vor ein Unbekannter ist. Dazu trug insbesondere der Künstler selbst bei, der die Bemühungen von Galeristen ablehnte, seine Malerei beim breiten Publikum bekannt zu machen. Erfolg bedeutete für Gerber nicht Ruhm und Ehre, sondern dass «seine Kunst eine andere Möglichkeit aufzeigt als die seiner Zeitgenossen». Dieses Hochhalten der künstlerischen Freiheit macht es unmöglich, den Stil- und Weltenbummler, der sich in einer Schaffenskrise zwei Jahre lang dem westafrikanischen Stamm der Dogon anschloss, einer konkreten Richtung zuzuordnen.
Dieses Buch, das anlässlich einer umfassenden Theo-Gerber-Retrospektive im Kunstmuseum Thun erscheint, lässt diesem im besten Wortsinn unfassbaren Künstler endlich die verdiente Aufmerksamkeit zukommen.
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Rochus Lussi - dünne Haut. Arbeiten von 1992 bis 2023. Moser, Brigitte; Schmutz, Janine; Sibler, Urs; Stahlhut, Heinz. Deutsch; Englisch. 2023. 400 S. 433 fb. und 8 s/w-Abb.. 26,5 x 21 cm. Gb.. EUR 77,00. CHF 79,00 ISBN: 978-3-03942-143-5 Scheidegger & Spiess
Der Schweizer Künstler Rochus Lussi, geboren 1965 in Stans, beschäftigt sich in seiner Bildhauerei, aber auch in Zeichnungen und Performance-Arbeiten, mit der Existenz des Individuums in der Masse. Auch Fragen nach Verletzlichkeit, Empfindsamkeit und Wehrhaftigkeit sind zentrale Themen seines Schaffens.
Dieses Buch zeigt eine breite Werkübersicht Rochus Lussis aus 30 Jahren, hauptsächlich klein- und mehrteilige Installationen, Holzskulpturen, Arbeiten auf Papier sowie Fotografien von Performance-Aktionen des Künstlers. Zu Beginn seines Schaffens steht die menschliche Figur im Zentrum, aber mit der Zeit beginnt sich diese aufzulösen, und Formen aus dem Alltagsleben, Strukturen, Faltenwürfe, Oberflächen unterschiedlicher Körperwelten treten in den Vordergrund.
Ergänzt wird die umfassende visuelle Darstellung von Rochus Lussis OEuvre durch Essays der Kunsthistorikerinnen und Kuratorinnen Brigitte Moser und Janine Schmutz sowie von Heinz Stahlhut, dem Leiter des Hans Erni Museum in Luzern.
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In the Summer of 2009. Photographs by Walter Pfeiffer, Design by Matteo Thun. Hrsg.: Thun, Susanne. Englisch. 2023. 140 S. 178 fb. Abb.. 28 x 20,5 cm. Gb.. EUR 48,00. CHF 49,00 ISBN: 978-3-03942-137-4 Scheidegger & Spiess
Eine humorvolle Hommage an Matteo Thun, einen der wichtigsten Designer und Architekten Italiens, und seine Möbel, Produkte, Interieurs und Bauten. Im Sommer 2009 unternahm der Schweizer Fotograf Walter Pfeiffer eine Reise von der Schweiz nach Italien, in deren Verlauf er zahlreiche von Thuns Design-Objekten fotografierte. Er tat dies nicht als trockene Objektdokumentation, sondern im Sinn von höchst lebendigen «tableaux vivants»: Pfeiffer wurde nämlich von den beiden damals jugendlichen Söhnen Matteo Thuns begleitet, die damit die visuelle Haupt-Erzählung des Buchs bilden und zusammen mit den Objekten abgebildet sind. Ergänzt wird dieses fotografische Panorama durch ein Register aller abgebildeten Design-Preziosen. |
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Marguerite Saegesser. American Monotypes. Hrsg.: Hirsch, Helen. Deutsch; Englisch. 2023. 156 S. 92 fb. und 12 s/w-Abb.. 27 x 20 cm. Pb.. EUR 38,00. CHF 39,00 ISBN: 978-3-03942-133-6 Scheidegger & Spiess
In den USA, ihrer langjährigen Wahlheimat, gelangte Marguerite Saegesser (1922–2011) zu künstlerischem Ruhm, ihre Druckgrafiken und Gemälde waren über zwei Jahrzehnte hinweg immer wieder präsent in Gruppen- und Einzelausstellungen in Kalifornien und New York. In der Schweiz jedoch gilt es, die Bernerin und ihr vielseitiges OEuvre erst noch zu entdecken.
Dieses Buch eröffnet nun die Möglichkeit dazu. Es beleuchtet Saegessers Werk mit einem besonderen Fokus auf das für sie zentrale Medium der Monotypie, einem im 17. Jahrhundert entwickelten Druckverfahren, bei dem jeweils nur ein einziges Original entsteht. Aufgezeigt wird zudem, wie Saegesser, die ursprünglich in Lausanne die Bildhauerei erlernt hatte, in den USA ihre künstlerische Bestimmung fand. Im Zentrum stand dabei die Kunstszene im San Francisco der späten 1970er-Jahre und namentlich Sam Francis, herausragender Vertreter des Action-Painting und abstrakten Expressionismus, der ihr zum Freund und Wegbereiter wurde. Francis’ Faszination für die historische Technik der Monotypie übertrug sich rasch auf Marguerite Saegesser, die darin zur Meisterschaft fand und massgeblich zur Wiederbelebung der Monotypie beitrug.
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Ilse Weber. Helle Nacht. Hrsg.: Kunz, Stephan; Ebenhöch, Romina. 2023. 228 S. 133 fb. Abb.. 25 x 19 cm. Gb.. EUR 38,00. CHF 39,00 ISBN: 978-3-03942-144-2 Scheidegger & Spiess
Ilse Weber (1908–1984) ist eine Ausnahmeerscheinung und eine Einzelfigur in der Schweizer Kunstgeschichte. Von einem eher schwerblütigen Spätimpressionismus herkommend, suchte die Künstlerin immer mehr die Erfassung von Gedanken- oder Erinnerungsbildern und wollte zum Ausdruck bringen, «was sie noch nie gesehen hat». Als um 1970 herum eine neue Generation von Kunstschaffenden an die Öffentlichkeit trat, rückte Ilse Weber gleichzeitig mit Künstlerinnen wie Meret Oppenheim unvermittelt ins Zentrum aktueller künstlerischer Diskurse. Es entstand ein einzigartiges Spätwerk, in dem sie sich von jedem Vorbild löste und sich einer poetischen Subjektivität zuwandte. Neben der Ölmalerei gewann die Zeichnung grosse Bedeutung in ihrem Schaffen.
Diese erste Monografie über Ilse Weber erscheint anlässlich einer Ausstellung im Bündner Kunstmuseum, der erst zweiten Einzelausstellung der Künstlerin in einem Museum nach einer Präsentation im Kunsthaus Zürich 1992. Das Buch bietet einen repräsentativen Überblick zu Webers Schaffen von ihrem künstlerischem Durchbruch 1960 bis zu ihrem Tod 1984.
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Roman Candio. Begegnung im Raum. Hrsg.: Schild, Roswitha; Frangi, Bruno; Breiter, Heinrich; Fotos von Breiter, Heinrich. Deutsch. 2023. 272 S. 532 fb. und 13 s/w-Abb.28 x 22,5 cm. Gb.EUR 58,00. CHF 59,00 ISBN: 978-3-03942-105-3 Scheidegger & Spiess
Die Wand- und Deckengemälde wie auch die Glasmalereien des 1935 geborenen Schweizer Künstlers Roman Candio lassen sich in weiten Teilen der Schweiz entdecken. Nach erstem Unterricht beim Maler und Farbtheoretiker Jacob Weder in Langenthal und dem Besuch des Lehrerseminars sowie einer Tätigkeit als Primarlehrer setzte Candio seine Ausbildung zum bildenden Künstler 1958/59 an der Kunstgewerbeschule Luzern fort. 1959/60 nahm er Unterricht bei Georg Meistermann an der Düsseldorfer Kunstakademie und assistierte daneben dem bekannten Kirchenmaler Ferdinand Gehr bei der Ausführung grosser Wand- und Deckenmalereien in der Schweiz. Seit seiner Rückkehr in die Heimat 1961 hat Candio rund siebzig Kunst am Bau-Arbeiten geschaffen, vor allem in Schulhäusern, Altersheimen, Wohnsiedlungen, Klöstern und Kirchen.
Für dieses Buch begaben sich Bruno Frangi und Roswitha Schild zusammen mit dem Fotografen Heinrich Breiter und in Begleitung von Roman Candio auf eine Reise durch die Schweiz, um die etwa sechzig noch existierenden Arbeiten des Künstlers erstmals umfassend fotografisch zu dokumentieren. Kunsthistorisch fundierte Texten sowie ein Gespräch mit Candio arbeiten darin erstmals seine künstlerische Biografie umfassend auf und würdigen sein von intensiver Farbigkeit geprägtes Schaffen.
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Museum San Keller. Hrsg.: Fischer, Mirjam; Walser, Marco. Deutsch. 2023. 144 S. 84 fb. Abb.30 x 21,5 cm. Pb.EUR 38,00. CHF 39,00 ISBN: 978-3-03942-109-1 Scheidegger & Spiess
San Keller zählt zu den angesehensten und international erfolgreichsten Schweizer Künstlern der Gegenwart. Bekannt ist er für seine partizipatorischen Performances und ephemeren Aktionen, die häufig an soziale Experimente erinnern, und für den kritischen, konzeptionellen und spielerischen Grundton, der sein Schaffen charakterisiert.
Im Museum San Keller in Köniz bei Bern ist Kellers malerisches und zeichnerisches Frühwerk beheimatet, die Sammlung umfasst aber auch Werke verschiedener Gattungen aus späteren Schaffensphasen bis heute. Die Museumsräumlichkeiten sind zugleich die privaten Wohnräume von Fritz und Marianne Keller-Lehmann, den Eltern San Kellers, die auf Anfrage immer wieder der interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden.
Im April 2022 hat das Museum San Keller nun seine Tore endgültig geschlossen. Dieses Buch dokumentiert die 14 Jahre seines Bestehens seit 2008. Es beschreibt ausgewählte Arbeiten Kellers ausführlich und gewährt mit Ausstellungsansichten Einblicke in die Wohnung des Ehepaars Keller-Lehmann. Eine transkribierte Führung macht den Gang durch die Ausstellung ebenso erlebbar wie die kuratorische Fürsorge und Vermittlungsarbeit der beiden Sammler.
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Kunst für Zürich. Kunstankäufe der Stadt Zürich 2011-2021. Hrsg.: Basting, Barbara; Brückner, Ramona. Deutsch; Englisch. 2022. 192 S. 460 fb. Abb. 24 x 17 cm. Pb. EUR 29,00. CHF 29,00 ISBN: 978-3-03942-103-9 Scheidegger & Spiess
Seit rund hundert Jahren sammelt die Stadt Zürich Kunst. Sie tut dies, um Künstlerinnen und Künstler zu fördern und um deren Kunst für die Öffentlichkeit zu erhalten. Sie tut dies aber auch, um Begegnungen mit Kunst im Alltag der Stadtverwaltung selbstverständlich zu machen. So sehen die Einwohnerinnen der Stadt Werke aus der Sammlung in den Besucherbereichen städtischer Amtsstellen, und die Mitarbeiter der Verwaltung können sie in den Gängen und Büros der Amtshäuser betrachten. Anzutreffen sind sie aber auch in Schulhäusern, Senioreneinrichtungen oder Spitälern. Darüber hinaus tragen sie als Leihgaben für nationale und internationale Ausstellungen dazu bei, das lokale Kunstschaffen bekannter zu machen.
Dieses Buch bietet eine Rückblende auf die Ankäufe der Stadt Zürich während der Jahre 2011–2021 und richtet so ein Brennglas auf die Zürcher Kunstszene der Gegenwart. Es informiert über das Vorgehen beim Sammeln und über Schwerpunkte der Sammeltätigkeit. Vor allem aber führt es die Leserinnen und Leser zu ausgewählten und überraschenden Standorten der Kunstwerke – darunter auch solchen, die im Alltag nicht ganz so leicht zugänglich sind.
Mit Beiträgen von Barbara Basting, Giulia Bernardi, Ramona Brückner, Raquel Brühlmann, Deborah Keller und Corine Mauch sowie Fotografien von Georg Aerni.
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Le Corbusier Ronchamp. Siegrun Appelt. Fotos von Appelt, Siegrun; Beitr.: Kapfinger, Otto; Kromrei, Claudia; Hrsg.: Konrad, Verena. Deutsch; Englisch. 158 S. 72 fb. Abb. 25,5 x 21 cm. Gb. Scheidegger & Spieß Verlag, Zürich 2022. EUR 38,00. CHF 39,00. ISBN: 978-3-85881-695-5 Scheidegger & Spiess
Seit mehr als drei Jahrzehnten arbeitet die 1965 geborene österreichische Künstlerin Siegrun Appelt in den Bereichen Medien-, Objekt-, Foto- und Lichtkunst. In ihrem Projekt zu Le Corbusiers Kapelle Notre-Dame-du-Haut in Ronchamp nähert sich Siegrun Appelt dem zum UNESCO-Welterbe zählenden Bau in vollkommen neuer Weise. Appelts Aufnahmen zeigen den Kirchenraum in noch nicht gesehener, ausschnitthafter, konzentrierter Art und Weise. Die Künstlerin schafft Bildkompositionen von grösster Sensibilität und Präzision, die das räumliche Gefüge, die Linien- und Lichtführung, die Oberflächen und Übergänge verdeutlichen. Die Bilder können als Hinweise gelesen werden, die sowohl für sich stehen als auch den Schluss vom Detail zurück zum Ganzen zulassen.
In einem dialogischen Beitrag beleuchten Claudia Kromrei und Otto Kapfinger das Potenzial der Fotografie, Le Corbusiers architektonische Ausdrucksmittel darzustellen, und diskutieren Wahrnehmung und Sichtbarmachung von materiellen und immateriellen Elementen dieser modernen Ikone. |
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Susi + Ueli Berger. Kunst am Bau und im öffentlichen Raum 1970?2008. Hrsg.: Dörig, Raffael; Fischer, Mirjam; Niederhäuser, Anna; Stalder, Simon; Reusser, Dan. Deutsch. 2022. 240 S. 140 fb. 60 s/w-Abb. 28 x 21 cm. Pb. EUR 48,00. CHF 49,00. ISBN: 978-3-03942-108-4 Scheidegger & Spiess
Die Grafikerin und Designerin Susi Berger-Wyss (1938–2019) und der Künstler und Designer Ueli Berger (1937–2008) schufen individuell und gemeinsam ein vielseitiges künstlerisches und gestalterisches Werk, das Grafik, Malerei, Skulptur und zu Klassikern gewordene Möbel umfasst. Ein zentrales Tätigkeitsfeld der beiden waren Kunst am Bau und im öffentlichen Raum sowie Farb- und Signalisationskonzepte. Mit rund 120 Entwürfen und 70 realisierten Arbeiten prägten sie diesen Bereich in der Schweiz während fünf Jahrzehnten. Zu den bekanntesten darunter zählen beispielsweise der «Chribel» (1986) vor dem Hauptsitz der Schweizerischen Mobiliar Versicherungsgesellschaft in Bern, die – mittlerweile leider nicht mehr existierende – «Hommage an das Milchgässli» (1982) vor dem Berner Bahnhof oder die Spielskulpturen bei Schulhäusern in Baar und Gümligen (1971).
Dieser wichtige Teil des Schaffens von Susi und Ueli Berger wird mit diesem Buch und einer grossen Ausstellung im Kunsthaus Langenthal im Herbst 2022 erstmals umfassend gewürdigt. Zahlreiche Abbildungen von grossteils bislang unveröffentlichten Entwurfszeichnungen und Fotografien aus Archiven dokumentieren die Projekte und ausgeführten Arbeiten. Zusammen mit Texten ausgewiesener Expertinnen und Experten schliesst der Band in der Aufarbeitung und Auseinandersetzung mit dem Werk der beiden eine Lücke und leistet einen wichtigen Beitrag zur Geschichte der Berner und Schweizer Kunst im öffentlichen Raum.
Mit Texten von Yasmin Afschar, Gabriela Burkhalter, Raffael Dörig, Mirjam Fischer, Ronny Hardliz, Franz Krähenbühl, Anna Niederhäuser und Konrad Tobler.
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