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Siegfried Kreitner. Begleitbuch zur Arbeit 1996 – 2018. Text: Peter Lodermeyer, Nikolai Vogel. 2018. 96 S., 220 Abb., 17 x 24 cm, EUR 24,00 ISBN: 978-3-86833-240-7 modo
Siegfried Kreitner sieht sich selbst als klassischen Bildhauer und er beschreibt sich als „eher technikfeindlich“. Doch seine Skulpturen sind alles andere als statisch und wie das vorliegende Werkverzeichnis offenbart, hat er in den vergangenen zwei Jahrzehnten ein beeindruckendes, kinetisches Œuvre geschaffen. Mit den zwischen 1996 und 2018 entstandenen Arbeiten dokumentiert das Verzeichnis eine künstlerische Entwicklung, in der die Bewegung seiner Lichtsäulen, Kuben, Quader und Stelen durch einen analogen, rein mechanischen Antrieb, seit 1998 mit dem Einsatz von Licht und ab 2004 zusätzlich mit Farbe gekoppelt wird. Kreitners „Kinetische Farbmalerei“ verlangt nach einem entschleunigten Betrachter, der vor den Werken verweilt und Ruhe findet.
Payer Gabriel: Cosmic Imperative. Payer, Micha; Gabriel, Martin; Payer Gabriel. Hrsg.: Lenz, Matthias; Michel, Regina; ZF Kunststiftung; Beitr.: Höller, Silvia. Dtsch.; Engl. 2018. 48 S. fb. Abb. 28 x 23 cm. EUR 20,00. ISBN: 978-3-86833-231-5 modo
Was ist das große Ganze und wie funktioniert es? Was unterscheidet eine Ordnung, die man nicht mehr überblickt, vom Chaos? Micha Payer und Martin Gabriel, die seit 17 Jahren als Künstlerkollektiv tätig sind, beschäftigen sich mit der Komplexität des Daseins. „Die kosmische Zwangsläufigkeit des Lebens“ lautete der Titel der Ausstellung, mit der die Stipendiaten der ZF Kunststiftung 2017 im Zeppelin Museum in Friedrichshafen zu Gast waren. Bei der Formfindung spielen Wiederholung und Variation eine zentrale Rolle. Detailgetreu auf 100 DIN-A4-Blätter haben Payer und Gabriel den Eisenmeteorit gezeichnet, der am 26. Mai 1751 nahe Zagreb auf die Erde stürzte. „Apologie des Zufälligen“ lautet der Titel ihrer Zeichnungen, und mit einer geradezu wissenschaftlichen Akribie vertiefen sich Payer und Gabriel in die Ordnungsprinzipien und Gesetzmäßigkeiten einer Welt, die zunehmend komplizierter wird.
Markus Daum – HALB INNER HALB AUSSER HALB. Die Publikation erscheint auch in einer Auflage von 15 Ex. als Vorzugsausgabe mit einem Original. Daum, Markus. Beitr.: Baltzer, Burkhard; Clement, Hans-Jörg; Köhler, Herbert; Roes, Michael. 2018. 204 S. 100 Abb. 25 x 20 cm. EUR 56,00. ISBN: 978-3-86833-235-3 modo
In der Trilogie stellt sich der Bildhauer Markus Daum gesellschaftspolitischen Fragestellungen ohne seine Maxime zu verlassen: Für ihn muss Kunst mit etwas für den Menschen Existentiellem zu tun haben. Ein Werk kann dann politisch werden, wenn es sich mit Menschen-Geschichten verbindet, die ihn berühren. Die vermeintlich eurozentrische Sicht auf die Welt ist in den letzten Jahren einem grundlegenden Wandel unterworfen. Kriege am Rande Europas, Terrorismus in politischem und religiösem Kontext, die Folgen eines weltumspannenden Kapitalismus, klimatische und soziale Umwälzungen mit den Auswirkungen der Flüchtlingsbewegungen werden heute nicht mehr aus einem „sicheren“ Zentrum als weit entfernte Ereignisse wahrgenommen, sondern dringen real in die Mitte Europas ein. Die Definition der Grenze zwischen „Peripherie“ und „Zentrum“, zwischen „Wir“ und „Ihr“ erhält neue Relevanz nach einer längeren Zeit der Vision einer grenzenlosen Globalisierung. Was also spielt sich um uns herum ab, und wie berührt und betrifft uns dies? Der Titel HALB INNER HALB AUSSER HALB dient als philosophische Klammer der Publikation (Drei Bände im Schuber), in der die plastischen, grafischen, installativen und fotografischen Arbeiten von Markus Daum zu diesem Thema sowie eine Zusammenarbeit mit dem Schriftsteller Michael Roes zusammengeführt werden.
Band 1: „Peripherie“ zeigt Beispiele des Werkes von Markus Daum zu diesem Themenkreis (Skulpturen, Zeichnungen, Druckgrafik, Installationen) ab dem Jahr 2010. Die Quellen dieser Bilder stammen z. B. aus Nordafrika und dem Nahen Osten, dem „Peripheriegürtel“ Europas. Mit Texten von Herbert Köhler und Burkhard Baltzer.
Band 2: „Der Körper des Fremden“ ist eine Zusammenarbeit mit dem Schriftsteller Michael Roes. Sein mit gleichem Titel bisher unveröffentlichter Text ist die Grundlage für die künstlerische Auseinandersetzung mit diesem Thema.
Band 3: „Schattenfelder“ umkreist fotografisch das Thema des Schattens. Ein Gespräch von Hans-Jörg Clement mit Markus Daum ergänzt diesen Band.
Angeli Janhsen – Was tun? Künstler machen Vorschläge. Janhsen, Angeli. 2018. 272 S. Abb. 17 x 22 cm. EUR 34,00. ISBN: 978-3-86833-233-9 modo
Die künstlerischen Arbeiten, um die es hier geht, sind nicht materialisierte Werke, wie sie in der traditionellen Bildenden Kunst üblich waren. Sie rechnen nicht mit passiven Betrachtern, sondern schlagen Betrachtern Handlungen vor.
Die hier im ersten Teil vorgestellten knapp 50 Handlungsanweisungen sind verschiedenartig. Yoko Ono schlägt Meditatives vor: „Light a match and watch till it goes out“ (1955). Alison Knowles ist konstruktiv: „Make a salad“ (1962). Barnett Newman zeigt ein Bild mit dem Titel „Be!“ (1949). Immer bleibt dem Rezipienten die Wahl, ob er dem Appell folgt oder nicht. Anders als bei traditioneller Kunst entscheidet er ausdrücklich, ob er etwas tut und was. Eine große Gruppe verschiedener Handlungsanweisungen schlägt Nichtstun vor. Der zweite Teil zeigt zuerst den großen Kontext von Handlungsanweisungen (von den Zehn Geboten bis zum Do it yourself) und fragt in seinem zweiten Abschnitt nach einem angemessenen Umgang mit dieser neuen Kunstform.
Im dritten Teil geht es um die Verschiedenartigkeit der beim Handeln deutlichen Zeitkonzepte. Immer hat Handeln mit Zeit zu tun: Was sind die Voraussetzungen für eine Handlung, was ist jetzt möglich, was folgt? Zeit wird beim Handeln neu deutlich, sie ist nicht bloß linear oder folgerichtig. Aber welche Zeit wird beim Handeln deutlich? Alle Handlungsanweisungen beantworten, jeweils anders, große Fragen: Wie geht es weiter? Was soll ich tun? Letztlich sind das die Fragen nach dem richtigen Leben.
Kunstsache. Künstlergespräche. Eine Gesprächsreihe mit Künstlerinnen und Künstlern der Sammlung Klein anlässlich der Ausstellung „Über den Umgang mit Menschen, wenn Zuneigung im Spiel ist“. Dokumentation der Künstlergespräche. Hrsg.: Groos, Ulrike; Wurzbacher, Carolin; Kunstmuseum Stuttgart. 2018. 84 S. 20 Abb. 22 x 17 cm. EUR 19,00. ISBN: 978-3-86833-241-4 modo
Das Ehepaar Alison und Peter W. Klein sammelt seit fast 30 Jahren Kunst. In ihrer Vielfalt ist die seit Ende der 1980er-Jahre sukzessive gewachsene Sammlung ein beeindruckendes Zeugnis einer emotionalen Lust am Schauen und Erleben von Kunst. In ihrem Heimatort Nussdorf eröffneten die Kleins 2007 das Museum KUNSTWERK, das seitdem wechselnde Ausstellungen mit Werken der Sammlung Klein präsentiert. Das Kunstmuseum Stuttgart zeigte 2017 in einer großen Sonderausstellung Ausschnitte aus der umfangreichen Sammlung Klein. Dafür wurden Werke von 27 Künstlern ausgewählt, die symptomatisch für die sammlerischen Interessen des Ehepaars Klein stehen. Denn neben bekannten, international renommierten Künstlern gilt die stete Aufmerksamkeit des Ehepaars auch weniger etablierten sowie jungen Positionen. Anlässlich der Ausstellung hat das Kunstmuseum Stuttgart zu fünf Künstlergesprächen eingeladen. Im Dialog mit Museumsdirektoren, Kuratoren und Journalisten gab die Veranstaltungsreihe die besondere Gelegenheit, Peter W. Klein sowie einige der in seiner Sammlung vertretene Künstlerinnen und Künstler kennenzulernen. Die vorliegende Publikation dokumentiert in Schriftform, mit einem Vorwort von Ulrike Groos und Carolin Wurzbacher versehen, die fünf Gesprächsrunden.
1) Architektur der Farben: Sean Scully und Peter W. Klein im Gespräch mit Florian Steininger
2) …Wenn Zuneigung im Spiel ist: Peter W. Klein im Gespräch mit Dr. Ulrike Groos und Klaus Gerrit Friese
3) Gläserne Optik: Prof. Karin Kneffel im Gespräch mit Dr. Christiane Hoffmans
4) Linienbekenntnisse: Prof. Katharina Hinsberg und Thomas Müller im Gespräch mit Dr. Andreas Schalhorn 5) Fotografierte Realitäten: Annette Kelm und Ann-Kathrin Müller im Gespräch mit Dr. Stefan Gronert.
Stephan Melzl. Flugschau. Hrsg. Anna Wesle, Museum Franz Gertsch. Mit einem Text von Anna Wesle. 2018. 64 S., 28 Abb. Dtsch, Engl. 18 x 26 cm. Br. EUR 25,00 CHF 28,00 ISBN: 978-3-86833-237-7 modo
Die Publikation über den Schweizer Künstler Stephan Melzl zeigt aktuelle, sowie Arbeiten der letzten Jahre. Als Kabinett Edition Nr. 8 des Museums Franz Gertsch in Burgdorf dokumentiert sie auch die erste museale Einzelausstellung in seinem Heimatland. Die eher kleinformatigen, feinen Ölgemälde Stephan Melzls faszinieren bereits aus der Entfernung und ziehen den Betrachter nahe zu sich heran. Auf Holz entfaltet sich die gegenständliche Darstellung einer ganz eigenen Welt im Sog eines betörenden Farbauftrags. Figuren allein oder zu mehreren, Gegenstände, in Landschaften oder diversen Räumen, erscheinen uns vertraut und doch fremd. Malerisch, kompositorisch und inhaltlich verdichtet, schafft Melzl irritierende, illusionäre Bilder, die sich aus dem Schatz der Kunstgeschichte, der Popkultur und des modernen Alltags speisen und oftmals Bild-im-Bild-Effekte aufweisen.
Achim Vogel-Muranyi – YUMMI. Vogel, Muranyi; Kluckert, Manfred; Nickel, Christian. Beitr.: Kluckert, Manfred; Nickel, Christian. Engl. Franz. Dtsch. 2018. 32 S., 18 Abb. 24 x 29 cm. Br. EUR 20,00 ISBN: 978-3-86833-243-8 modo
Die Publikation YUMMI des Künstlers Achim Vogel Muranyi zeigt Arbeiten aus den letzten drei Jahren, in denen er sich insbesondere mit den Möglichkeiten computergesteuerter, musikalischer und visueller Ereignisse auseinandersetzte. Vor diesem Kontext agieren und spielen seine interaktiven Soundarbeiten und Installationen von LED-Displays mit den Wechselwirkungen und Synergien von Akustik und Optik und sind, wie Vogel Muranyi selbst sagt, „erst durch die Interaktion aus Besucher und Objekt vollendet“. Die in YUMMI vorgestellten Arbeiten involvieren allesamt den Betrachter, der sie u. a. durch Körperbewegung aktiviert, dirigiert, musikalisch interpretiert oder durch die eigens verursachte Geräuschkulisse visuell beeinflusst und mitgestaltet: „Diese Gestaltungserfahrung kann jeder machen. Nehmen Sie Kontakt auf.“ In einer Ästhetik von cleanem Design, Tontechnik und einem Hauch Popkultur lassen sich dabei Vogel Muranyis professionelle Hintergründe zwischen Musik und Design in der Gestalt seiner Arbeiten erahnen.
Ursula Wentzlaff – Vom See weg malen. Wentzlaff, Ursula. Hrsg.: Bauer, Christoph; Hrsg.: Kunstmuseum Singen; Beitr.: Bauer, Christoph; Keller, Peter; Teumer-Schwaderer, Gudrun. 2018. 40 S. Abb. 20 x 24 cm. EUR 13,00 ISBN: 978-3-86833-236-0 modo
Die Künstlerin Ursula Wentzlaff verfügte über einen ungewöhnlich freien Geist, innere Bilder waren für sie ebenso wirklich, wie die äußere, sichtbare Welt. Aus dieser Haltung heraus und in Verbindung mit einer ungemein großen, schöpferischen Kraft sind ihre so kompromisslos wie unkonventionell gestalteten Aquarelle, Zeichnungen, Gemälde und skulpturalen Arbeiten zu verstehen. Diese Werke tragen ein lebenslanges Staunen in sich; ein Staunen über die vielfältigen Erscheinungen und Farben der Natur und über die Besonderheiten des menschlichen Wesens. Sie sind ein Bekenntnis zu einer geschauten und mit allen Sinnen erfahrenen Welt. Im Jahr 2017 wäre die Malerin und Grafikerin, die in Kressbronn lebte und arbeitete, 80 Jahre alt geworden. Für die Galerie in der Lände Kressbronn und das Kunstmuseum Singen war dieser runde Geburtstag Anlass genug, an eine Malerin vom Bodensee zu erinnern, die dennoch keine Bodenseemalerin war.
Birte Horn – Der Rest kann weg. Horn, Birte. Beitr.: Baumann, Günter; Ottnad, Clemens; Schacher, Marko; Kraft, Simone. 2018. 88 S. Abb. 23 x 29 cm. EUR 28,00. ISBN: 978-3-86833-228-5 modo
„Der Rest kann weg“ – der Titel der neuen Publikation über die 1972 in Düsseldorf geborene Künstlerin Birte Horn ist Programm. Denn auch wenn Horn von vorgefundenen Gebäuden, von Architektur oder Raumsituationen ausgeht, so entkleidet sie diese Orte doch von ihrer Funktion und wirft sie in ihren Werken auf ein bloßes, formales Dasein zurück. Birte Horn zerlegt und fügt neu zusammen, tänzelt elegant an der Grenzlinie von Figuration und Ungegenständlichkeit, Dokumentation und freier Abstraktion entlang. Seit 2008 entsteht die Serie „stück“, in der zerschnittene Leinwandteile akkurat mit der Maschine auf bemalte oder grundierte Leinwände aufgenäht werden. Diese geschneiderten Malerei-Collagen machen aus den vorgefundenen Motiv-Inspirationen etwas Neues und Eigenständiges. Der ursprüngliche Kontext spielt keine Rolle mehr, da die Realität zwar Ausgangspunkt, nicht aber Ziel ihrer künstlerischen Vorgehensweise ist.
Stand der Dinge. Künstlerbund Baden-Württemberg.Hrsg: Künstlerbund Baden-Württemberg e.V. Text: Christina Pauli, Clizia Orlando, Isabell Schenk-Weininger, Christoph Bauer, Günter Baumann, Michael Hübl, Petra von Olschowski. 248 S. 215 Abb. 16 x 23 cm, Br. EUR 22,00 ISBN: 978-3-86833-232-2 modo
„Stand der Dinge“ – der Titel ist Programm. Mit seiner Jahresausstellung 2017 setzt der Künstlerbund Baden-Württemberg einen Zeitschnitt. Die Präsentation der Werke von 63 Künstlern, Künstlerinnen und Künstlergruppen gewährt - über Generationen und Gattungen hinweg - einen Einblick in das gegenwärtige Kunstschaffen des Landes. Die Tatsache, dass der Künstlerbund auch als Institution über ein beachtliches kreatives Potenzial verfügt, zeigt sein ungewöhnliches Ausstellungskonzept. Mit den parallelen Ausstellungen im Kunstmuseum Singen sowie in der Städtischen Galerie Bietigheim-Bissingen ist die Künstlervereinigung sowohl im badischen als auch im württembergischen Landesteil zu Gast. Ein grundlegender Wechsel der Perspektive erfolgte, indem die beiden Ausstellungen praktisch „über Kreuz“ von der jeweils anderen Einrichtung kuratiert wurden. Das Ergebnis dieser „Rochade“ kann sich sehen lassen: Zwei renommierte Häuser zeigen zwei sorgfältig konzipierte Ausstellungen mit Beiträgen unterschiedlichster Positionen.
Natur(en). Hrsg.: Kulturamt Gießen und Neuer Kunstverein Gießen. Mit Texten von Jean-François Billeter, Susanne Ließegang und Andreas Walther. 2017. 64 S., 36 Abb., Br. EUR 25,00 ISBN: 978-3-86833-230-8 modo
Das daoistisch geprägte Naturverständnis fasziniert die abendländische Welt. Fernöstliche Meditationstechniken, die auf eine ‚Absichtslosigkeit‘ abzielen, führen zu neuen Ausdrucksformen in der Kunst. Im schöpferischen Prozess und in der kontemplativen Betrachtung dieser Werke kann sich eine neue, bewusstseinserweiternde Wahrnehmung einstellen. Der Künstler und Kurator Andreas Walther hat in Deutschland und Taiwan studiert und wird seit 2000 zu internationalen Ausstellungen, Kongressen und Vorträgen zu dieser Thematik eingeladen. Gemeinsam mit Susanne Ließegang hat er für den Neuen Kunstverein Gießen eine Ausstellung von Künstlerinnen und Künstlern aus Europa, Taiwan und Japan zusammengestellt, die in neun verschiedenen Positionen ein offeneres Verständnis von Natur(en) zum Ausdruck bringen. Der Katalog versammelt Werke mit textlichen Erläuterungen von Ricardo Calero, Marianne Hopf, Christiane Löhr, Karl Prantl, Mario Reis, Jiang Sanshi, Andreas Walther, Yamanobe Hideaki und Inoue Yuichi. Ihre Arbeiten sind kraftvoll und sinnlich, und alle zeigen sie eine Verdichtung im Hier und Jetzt.
Raimund Vögtle – Malerei. Beitr.: Vögtle, Raimund; Lea, Klaus; Heil, Alexander. Dtsch. Engl. 2017. 208 S. 119 Abb. 21 x 30 cm. Gb. EUR 32,00 ISBN: 978-3-86833-227-8 modo
Raimund Vögtle war 30 Jahre lang Internist, er war Galerist, ist ein leidenschaftlicher Kunstsammler und er ist vor allem ein Künstler, der sich mit allen Sinnen dem Malakt hingibt. Die in dieser Publikation versammelten Werke der Jahre 2016 und 2017 dokumentieren, dass Vögtle als Künstler etwas macht, was als Arzt undenkbar gewesen wäre: Er sucht das volle Risiko. Polyethylenterephthalat – kurz PET – dient ihm als Bildträger und vergleichbar der traditionellen Hinterglasmalerei trägt er seine Öl- und Acrylfarben auf die Rückseite dieses Kunststoffes auf. Als glatt und spiegelnd wird die Bildoberfläche vom Betrachter wahrgenommen. Malerei ist für Vögtle keine Heimarbeit, die geduldig im Sitzen an einem Tisch betrieben werden kann. Sondern eine gewaltige Bewegungsenergie entlädt sich während des Malvorganges und führt zu einer kompletten Befreiung von gegenständlichen Motiven und Themen. Raimund Vögtle macht Intensität erfahrbar und betreibt Malerei als Extremsport.
Peter Vogel – Retrospektive. Oberrheinischer Kunstpreis 2017. Vogel, Peter. Hrsg.: Förderkreis Kunst + Kultur e.V.; Stadt Offenburg; Beitr.: Serexhe, Franz-Bernhard; Theweleit, Klaus. Dtsch; Engl.; Franz. 2017. 144 S. Abb. 30 x 21 cm. Gb. EUR 34,00. ISBN: 978-3-86833-212-4 modo
Es ist unmöglich, an den Objekten von Peter Vogel einfach vorüber zu gehen. Auf Bewegung oder Geräusche reagieren sie mit überraschenden Licht- oder Tonsequenzen, die den Betrachter dazu provozieren, das Wesen dieser elektronischen Steuerungen näher ergründen zu wollen. Mensch und Maschine treten in Interaktion. Es wäre zu kurz gegriffen, Vogels Kunst allein auf eine kinetisch-kybernetische Position zu reduzieren, denn er ist zugleich Physiker, Musiker und Performer seiner Kunst. Anlässlich der Verleihung des Oberrheinischen Kunstpreises an Peter Vogel entstand die vorliegende Publikation, die von frühen Ölgemälden der 1960er Jahre ausgeht und zeigt, wie Vogel um 1970 zu ersten elektronischen Skulpturen kam und mit welcher Konsequenz er seither an dieser eigenständigen Position weitergearbeitet hat. In einem abschließenden Kapitel kommt der Künstler mit einem Beitrag über die Tanzperformances zu seinen Klanginstallationen selbst zu Wort.
Günter Figal – Ando. Raum, Architektur, Moderne. Figal, Günter. Foto(s) von Figal, Günter. 2017. 160 S. 100 Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 34,00. ISBN: 978-3-86833-220-9 modo
Die Auseinandersetzung mit der Architektur mag weitgehend philosophisches Neuland sein. Doch nicht für den Freiburger Philosophen Günter Figal. Nachdem sich Figal, zu dessen Schwerpunkte die Phänomenologie und Hermeneutik gehören, mit Peter Zumthor und Frank Lloyd Wright befasst hat, setzt er den Dialog nun mit Bauten von Tadao Ando fort. Ein längerer Japan-Aufenthalt im Herbst und Winter 2016/17 ging diesem Band voraus, der eigentlich ein Essay in mehreren Kapiteln ist. Günter Figals philosophische Betrachtungen über Ando schließen den Raum, die Moderne, aber auch die Kunst mit ein. Denn nicht wenige Gebäude, die Figal besuchte und in dem Band bespricht, sind Museen und Kunstinstitutionen. Auch Teehäuser, Kirchen und Seminarhäuser sind darunter. Figals Gedanken nahmen ihren Anfang an den Fotografien, die er vor Ort machte. Diese ausnahmslos schwarz-weißen Aufnahmen unterbrechen die Folge der einzelnen Kapitel. Was Figal an den schlichten, auf wenige Materialien konzentrierten Bauten interessiert, ist der Möglichkeitssinn des Japaners. Andos Gebäude verändern die Umgebung, sie verändern die Gewohnheiten seiner Besucher, indem sie diese über Wege, Treppen und Übergänge lenken und sie teilen Tradition mit, ohne traditionell zu sein. Sie machen sich dem Menschen angenehm. Günter Figals Buch über Tadao Ando bewegt sich damit jenseits der Pfade, auf denen üblicherweise über Architektur gesprochen wird.
Kaleidoskop Freiburg. a cura die Andrea B. Del Guerico. Hrsg.: Kulturwerk T 66; Beitr.: del Guercio, Andrea. Italie.; Dtsch. 2017. 140 S. Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 15,00. ISBN: 978-3-86833-224-7 modo
Die Städtepartnerschaft zwischen Freiburg und Padua begeht in diesem Jahr einen runden Geburtstag, der natürlich gefeiert werden muss: Seit 50 Jahren existiert die alpenübergreifende Verbindung zwischen den beiden Universitätsstädten. Auf Initiative des Kulturwerk T66 (Kulturwerk des Berufsverbandes Bildender Künstlerinnen und Künstler BBK) wird mit einem Ausstellungsprojekt gefeiert, das 12 Freiburger Künstlerinnen und Künstler nach Padua führt und von der Publikation „Kaleidoskop Freiburg“ begleitet wird. Der italienische Kurator der Ausstellung, Andrea B. Del Guercio, wählte Bettina Bosch, Werner Ewers, Andrea Hess, Brigitte Liebel, Jikkemien Ligteringen, Dieter Maertens, Thomas Matt, Michael Ott, Dietrich Schön, Maria Cristina Tangorra und Sylvia T. Verwick für die Ausstellung im Centro Culturale Altinate San Gaetano aus, zusätzlich findet eine Hommage an den 1998 in Freiburg verstorbenen Künstler Bert Jäger statt. Ergänzt wird dieser Einblick in die Freiburger Kunstszene durch einen Anhang, der verschiedene Kulturinstitutionen wie Kunstvereine, Museen, Stiftungen und auch den modo Verlag vorstellt.
Anja Ganster. Ganster, Anja. Gezeitenreibung. Hrsg.: Museum Franz Gertsch; Beitr.: Wesle, Anna. Dtsch; Engl. 2017. 64 S. 40 Abb. 26 x 18 cm. Pb. EUR 25,00. CHF 28,00 ISBN: 978-3-86833-222-3 modo
Die existentielle Beziehung des Menschen zu Raum, Zeit und Bewegung treibt die Künstlerin Anja Ganster in ihrer Malerei, in ihren Videos und installativen Arbeiten um. Unter dem Titel „Gezeitenreibung (Konstellation 6)“ und innerhalb ihrer Ausstellung im Museum Franz Gertsch (Burgdorf, CH) verweben sich die klein- und mittelformatigen Gemälde, die Arbeiten auf Papier und ein riesiges, wandfüllendes Werk mit skulpturalen Installationen collagenartig zu einem rhythmisch zirkulierenden Ganzen. Ausgehend von fremden Bildarchiven und Erinnerungskulturen, von Begegnungen an Reise- und Arbeitsorten und über die Darstellung von Menschen, menschlichen Handlungen oder Gegenständen menschlicher Aktivität ergibt sich ein rhizomatisch wucherndes, erweiterbares und immer wieder neu zusammenstellbares Bezugssystem. Dazu bemerkt Anja Ganster: „Ein Klang, ein Gedicht oder eine Geschichte entsteht – man reist mit den Arbeiten, die durch ein unbestimmtes narratives Band verknüpft sind und doch immer nur einen Zwischenzustand abbilden.“
Robert Schad – Percurso Lusitano. Schad, Robert; von Hafe Pérez, Miguel; Fabiana, Rita. Dtsch; Portugiesisch. 2017. 224 S. 236 Abb. 27 x 22 cm. Gb. EUR 29,00. ISBN: 978-3-86833-229-2 modo
Der Bildhauer Robert Schad kehrt mit einem großen Ausstellungsprojekt seiner Skulpturen in das Land zurück, in dem seine künstlerische Karriere Anfang der 1980er Jahre begonnen hat. Im Jahre 2007 hat er für die neue Kirchenanlage ‘Santissima Trindade’ des Santuário de Fátima die 34 Meter hohe Cruz ALTA gestaltet. Im Kontext mit diesem für Robert Schad zentralem Werk, zeigt er 2017/2018 an 20 verschiedenen Orten Portugals über 50 Skulpturen in einer Ausstellung, die sowohl hinsichtlich der Anzahl der gezeigten Skulpturen, als auch seiner räumlichen Ausdehnung vom Norden bis zum Süden Portugals einzigartig ist. Seine von der Linie bestimmten Skulpturen ziehen sich wie ein ‚roter Faden‘ durch das Land und ermöglichen neue Sichtweisen und Perspektiven auf deren jeweilige Standorte.
Varlin [Willy Guggenheim]. Perspektiven. Varlin. Hrsg.: Museum Franz Gertsch; Hrsg.: Wesle, Anna; Hrsg.: Schafroth, Anna M.; Beitr.: Schafroth, Anna M.; Beitr.: Weber, Ulrich. Engl.; Dtsch. 2017. 104 S. 55 Abb. 29 x 24 cm. Gb. EUR 42,00. CHF 48,00 ISBN: 978-3-86833-223-0 modo
„... alles, was Varlin malt, ist Porträt, seien es Menschen, Autobusse, Irrenanstalten, Kasernen oder gar eine Vespasienne“, schrieb der Schweizer Schriftsteller und Dramatiker Friedrich Dürrenmatt. Mehrfach wurde er von seinem Freund Varlin porträtiert. Zudem hatte Dürrenmatt in seinem Arbeitszimmer in Neuchâtel das monumentale Werk des Künstlers „Die Heilsarme“ täglich im Blick. Als Willy Guggenheim wurde Varlin im Jahre 1900 in Zürich geboren, seine künstlerische Ausbildung erhielt er in Paris, 1932 kehrte er in die Schweiz zurück.
Innerhalb seiner Generation gehörte Varlin zu den Künstlern, die dem Gegenstand auch im Zeitalter der Abstraktion treu blieben. Vierzig Jahre nach seinem Tod beschäftigt sich die vorliegende Publikation mit dem Werk eines Künstlers, für den Malen kein abbildender sondern ein beschreibender Vorgang war, der im Dialog mit dem Motiv vor sich ging. Varlin befragt die Realität – und stellt sie gleichzeitig in Frage.
Romain Finke – 2753. To the People of New York City (Volume II). jedes Exemplar ist nummeriert und signiert. Finke, Romain. Beitr.: Köhler, Herbert; Finke, Romain; Hrsg.: Köhler, Herbert. Dtsch; Engl. 2017. 160 S. Abb. 28 x 21 cm. Gb. EUR 36,00. ISBN: 978-3-86833-216-2 modo
Das Attentat auf das World Trade Center ist mittlerweile über 15 Jahre her, doch die meisten dürften noch wissen, wie und wo sie davon erfahren haben. Romain Finke war zwei Jahre zuvor noch am gleichen Ort gewesen und hatte nach dem 11. September 2001 das Bedürfnis, etwas zu tun. Der Künstler reagierte mit den ihm zur Verfügung stehenden Fähigkeiten. Über das Attentat sagt Romain Finke in einem Interview mit Herbert Köhler in diesem Band: „Die Kunst hat von der Anschaulichkeit her kaum eine Möglichkeit – ohne zynisch zu werden –, das zu toppen, weil der Akt für sich selbst schon derart brachial und obszön war“. Als Konsequenz zollte er den Opfern seinen Tribut und begann mit dem Mammutwerk „2753. To the People of New York City“. Seitdem erinnert der Ravensburger Künstler Blatt um Blatt an die Menschen, die 2001 beim Anschlag umkamen. Mittlerweile ist die Serie auf gut 2000 Arbeiten gewachsen. Romain Finke variiert sowohl die Technik als auch die Papiersorte. Das Format jedoch bleibt sich gleich. Jedes Blatt soll im großen Ganzen aufgehoben sein. Dieser zweite Band stellt die neuesten Arbeiten des Projektes vor und gibt durch ein Interview einen Einblick in den Grundgedanken von „2753. To the People of New York City“.
Reinhard Klessinger – Werke mit Dia, Film, Video und Ton 1969 – 2015. Das Buch erscheint auch als Vorzugsausgabe, diese ist direkt beim Verlag erhältlich. Klessinger, Reinhard. Beitr.: Piehler, Heike. Dtsch; Engl. 2017. 136 S. Abb. 29 x 23 cm. Gb. EUR 28,00. ISBN: 978-3-86833-225-4 modo
Reinhard Klessinger zählt zu den Künstlern, die sich schon sehr früh mit der Medienkunst beschäftigt haben. Bereits 1969 und während seiner Studienzeit an der St. Martin’s School of Art in London entwickelte er erste Werke, in denen er mit Ton, Dias und 16-mm-Filmen arbeitete. Seither und bis ins Jahr 2016 sind 21 medienkünstlerische Werke entstanden. Die Publikation versammelt diese im Rahmen eines Werkverzeichnisses und unterzieht sie einer umfassenden Analyse. Dabei wird offenbar, dass sich Klessingers Medienkunstwerke über die Jahrzehnte hinweg aufeinander beziehen, sie sogar eng miteinander verwoben sind. Der Band dokumentiert die Handschrift eines Künstlers, der sich selbst als einen Bildhauer sieht, der die Medien zur Bearbeitung von raumbezogenen Fragen der Wahrnehmung und der Gestaltung einsetzt.
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