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Reichert, Dr. Ludwig Verlag

 
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Der Heidengraben auf der Uracher Alb. Vor-und frühgeschichliche Befestigungen 23. Atlas archäologischer Geländedenkmäler in Baden-Württemberg (2). Morrissey, Christoph; Müller, Dieter. 2017. 168 S. 158 meist fb. Abb. 29 x 21 cm. EUR 29,00. ISBN: 978-3-95490-247-7 L, Reichert
Das ‚Oppidum‘ Heidengraben ist mit annähernd 17.000 ha Fläche das größte unter den frühstädtischen Anlagen aus spätkeltischer Zeit in ganz Mitteleuropa. In dem neu erschienenen Heft werden die Ergebnisse langjähriger, arbeitsintensiver topographischer Geländeaufnahmen umfassend dargestellt. Die Schwerpunkte liegen dabei auf der 170 ha großen ‚Elsachstadt‘ als Siedlungskern des Oppidums sowie den Befestigungen beim Burrenhof, bei Erkenbrechtsweiler und südlich von Grabenstetten. Die durch den Ort Grabenstetten verlaufende Wallanlage konnte anhand unveröffentlichter archäologischer Beobachtungen neu bewertet werden. Darüber hinaus werden auch Aspekte der historischen Kulturlandschaft, der Altwege, der Wasserversorgung, weiterer vor- und frühgeschichtlicher wie auch mittelalterlicher Anlagen und auffallender Geländeformen unterschiedlichster Funktion und Zeitstellung berücksichtigt.
Übertragung. Bedeutungspraxis und ‚Bildlichkeit‘ in Literatur und Kunst des Mittelalters. Imagines Medii Aevi. Interdisziplinäre Beiträge zur Mittelalterforschung (39). Hrsg.: Wenzel, Franziska; Selmayr, Pia. 2017. 320 S. 84 meist fb. Abb. 24 x 17 cm. EUR 98,00. ISBN: 978-3-95490-206-4 L, Reichert
Fragen nach der ‚Bildlichkeit’ von Illustrationen, sprachlich erzeugter Anschaulichkeit oder konkretisierten Begriffen eröffnen nicht nur weite Referenzbereiche, sondern sie legen auch analytisch vielfältige Perspektiven nahe. Der Sammelband geht konzeptuell neue Wege und entwirft einen hermeneutischen Rahmen vom prozessualen Begriff der ‚Übertragung‘ her. Diese Ausrichtung wird auf ihr heuristisches Potenzial geprüft und verbindet dabei die auch experimentelle Frage nach ihrer analytischen Produktivität mit einer Rückversicherung an historischen Metaphernkonzepten. Der interdisziplinär angelegte Band vereint Arbeiten zur mittelalterlichen Bezeichnungs- und Bedeutungspraxis in Text (metaphorische und anschauliche Rede) und Bild (Illustration, Emblematik und Einbandkunst). Ziel der einzelnen Beiträge ist es, den Prozess der Bedeutungsbildung intramedial und/oder intermedial zu beschreiben. Gegen das Dogma eines iconic turn einerseits und die Trennung von Text- und Bildanalyse andererseits, versuchen die Beitragenden die komplexen Relationen sprachlicher und bildlicher Übertragungsprozesse herauszuarbeiten.
Stadt und Umland. Archäologische Forschungen (37); Priene (5). Fildhuth, Jesko. Das byzantinische Priene. 2017. 280 S. 4 Falttafel, 200 z. T. fb. Abb. 30 x 21 cm. EUR 78,00. ISBN: 978-3-95490-240-8 L, Reichert
Das Buch behandelt die urbanistische Entwicklung des westkleinasiatischen Priene und seines Umlandes, welches das Gebirge der Mykale sowie die untere Mäanderebene umfasste, in der Spätantike und der byzantinischen Epoche (5.‒13. Jh.). Als Ausgangspunkt dient die Vorstellung, dass Stadt und Umland ein komplementäres System bilden, innerhalb dessen die Siedlungsverhältnisse einer Region von den Kernelementen Stadt und Land bestimmt werden, die sich wechselseitig beeinflussen und ergänzen. Durch die gemeinsame und ergänzende Untersuchung beider Bereiche werden die Lebensverhältnisse und die Organisation von städtischem und ländlichem Raum analysiert, um auf dieser Grundlage das Siedlungssystem der Region zu rekonstruieren und in seiner historischen Entwicklung zu deuten.
Bau und Baudekor. Studien zur islamischen Kunst und Archäologie (1). Ritter, Markus. Der umayyadische Palast des 8. Jahrhunderts in Hirbat al-Minya am See von Tiberias. 2017. 395 S. 80 Tafeln, 1 Faltkarte, 37 fb. Abb., 927 sw. Abb. 30 x 21 cm. EUR 119,00. ISBN: 978-3-89500-679-1 L, Reichert
Ëirbat al-Minya in Nordpalästina am See von Tiberias wird in die Zeit des Kalifen al-Walid I. (705–15) datiert und gilt als einer der frühesten bekannten Residenzbauten der frühislamischen Dynastie der arabischen Umayyaden mit Sitz in Damaskus (661-750). Der Bau wurde 1932–39 von deutschen Forschern weitgehend freigelegt und nach 1948 von israelischer Seite weiter erforscht. Die kunsthistorische und archäologische Bedeutung liegt u.a. in der Anlage mit einem Palasttrakt, der reichen Baudekoration und der vermuteten frühen Datierung. Der Band legt die Baudekoration aus den deutschen Ausgrabungen in systematischer vergleichender Aufarbeitung und mit Abbildungen vor: Reliefdekor in Werkstein, Säulen, Wandinkrustation, Marmorreliefplatten mit Farbfassung (Champlevétechnik), Opus sectile und Marmorfliesen, Wandstuckrelief, Stucktransennen und Fensterglas, Schrankenplatten und -gitter, Wandmosaik. Voran gehen Einführungen in den Bau und in die Ortslage. Leitender Faden ist die Frage nach den stilistischen Merkmalen der Dekoration im Verhältnis zu anderen umayyadischen Bauten und spätantiken Vorläufern in Palästina und Syrien.
Wohnkultur im spätantiken Ostia. Kölner Schriften zur Archäologie (1). Danner, Marcel. 2017. 342 S. 133 z. T. fb. Abb, . 30 x 21 cm. Gb. EUR 78,00. ISBN: 978-3-95490-128-9 L, Reichert
Im Laufe der späten Kaiserzeit und der Spätantike – zwischen dem 3. und dem 5. Jh. n. Chr. – veränderte sich das römische Imperium in vielerlei Hinsicht, die Gesellschaftsordnung blieb jedoch in ihrem Kern bestehen. Ausgehend von einer Gruppe herausragend gut erhaltener Häuser dieses Zeitraums in der antiken Hafenstadt Ostia wird das Verhältnis von Kontinuität und Transformation der Wohnkultur zwischen Kaiserzeit und Spätantike in dieser Arbeit eingehend untersucht. Dabei werden unter anderem folgende Fragen thematisiert: Inwiefern wandelten sich die Wohnviertel der spätantiken Städte? Veränderten sich die Nutzungsgewohnheiten von Bewohnern und Gästen? Wie wandelten sich Wohngeschmack und Selbstverständnis der Hausherren? Im Zentrum der Arbeit steht eine Gruppe von 18 teils großen und reich ausgestatteten Wohnhäusern, die während des Untersuchungszeitraums instand gehalten oder neu errichtet wurden. An Ihnen lassen sich die genannten Fragen exemplarisch beantworten: So zeichnet sich in Ostia ab, dass sich Veränderungen der regionalen Wirtschaftsstruktur wie die Abwanderung großer gewerblicher Einrichtungen ab dem beginnenden 3. Jh. n. Chr. in einer veränderten Ausdehnung und Verteilung der Wohnviertel ebenso wie in einem zunehmenden Kontrast zwischen der Instandhaltung mancher Stadtviertel und dem Verfall anderer niederschlug. Während desselben Zeitraums lassen sich in Ostia auch Veränderungen der Raumstrukturen und der dekorativen Ausstattung der Wohnhäuser greifen. Vergleiche mit Häusern in anderen Teilen des römischen Reiches zeigen, dass die in Ostia beobachteten Transformationen für die Entwicklung der Wohnkultur des 3. bis 5. Jhs. n. Chr. weitestgehend repräsentativ sind. Die Veränderungen der Häuser lassen auf sich wandelnde Formen der Raumnutzung schließen. So waren spätantike Hausherren offenbar um eine zunehmende Kontrolle der Bewegung von Gästen und Besuchern, um eine Absonderung der Empfangsbereiche von den Rückzugsbereichen und um eine zunehmend ostentative Inszenierung der Qualitäten des Hauses bemüht. Ihre tatsächliche oder ersehnte Zugehörigkeit zur gesellschaftlichen Elite drückten die Herren anspruchsvoller Häuser in der Spätantike nicht mehr wie zuvor über die Evokation einer bukolischen und sakralen Atmosphäre aus, sondern über eine unvermittelte Zurschaustellung ihrer Finanzkraft und ihres Einflusses. Die am archäologischen Befund beobachteten Transformationen gehen mit einem gesellschaftlichen Wandel einher, in dessen Zuge die Mitglieder des Senats in Rom ebenso wie die Angehörigen der städtischen Führungsschichten ihre Kompetenzen innerhalb der jeweiligen Stadtgesellschaft zum Teil neu definieren mussten. Eben diese Veränderungen scheinen die Architektur und die Ausstattung der Wohnhäuser widerzuspiegeln. Anders als vorhergehende Untersuchungen beruft sich die Arbeit dabei nicht nur auf einzelne Aspekte der spätantiken Wohnkultur, sondern legt den zentralen Thesen eine umfassende bauhistorische Analyse und Dokumentation von 18 Hausbefunden zu Grunde, die zugleich als Ausgangspunkt für weitere Forschungen zur Wohnkultur der Kaiserzeit und der Spätantike dienen soll.
Attisch rotfigurige und schwarzgefirnißte Lekanides. Breitfeld-von Eickstedt, Diana. 2017. 304 S. 40 Tafeln, 229 Abb. 30 x 21 cm. Gb. EUR 110,00. ISBN: 978-3-95490-226-2 L, Reichert
Gegenstand der vorliegenden Untersuchung ist die konventionell als Lekanis bezeichnete Gefäßform. Die kulturgeschichtliche Bedeutung dieser Vase im 5. und 4. Jh. v. Chr. wird unter folgenden Aspekten dargelegt: Funktion, Formentwicklung, Werkstätten, Ikonographie und Verbreitung. Die Form dieses Gefäßes blieb weitgehend unverändert, und es diente als Kosmetikgefäß sowie auch als Speisegeschirr. Behandelt wird der Stellenwert der Lekanis in der Keramikproduktion einzelner Athener Werkstätten. Sie ist meist singulär auch im Repertoire bedeutender Vasenmaler vertreten. Die Spezialisierung eines Malers bzw. einer Malergruppe auf diese Gefäßform ist erst im zweiten Viertel des 4. Jhs. v. Chr. nachweisbar; gleichzeitig wird sie zur ›Massenware‹, die in größeren Werkstätten mit einer Standardisierung des Formats, der Ornamentik und der Darstellungen produziert wird. Nach der Mitte des 4. Jhs. v. Chr. werden mit Rückgang der Produktion wieder einzelne, wohl in kleineren Manufakturen tätige Maler faßbar. Bis zum Ende des 5. Jhs. v. Chr. ist die Ikonographie mit teilweise einzigartigen Themen vielfältig. Danach setzt eine Konzentration auf wenige Bildthemen ein: Bilder aus dem Bereich der Frau, Darstellungen von Frauen, Eroten, Jünglingen, Greifen und Orientalenköpfen. Diese Entwicklung weist auf einen bevorzugten Gebrauch der Lekanis im Frauengemach bzw. als Kosmetikgefäß. Da mit zunehmender Produktion der Lekanides die Herstellung der Pyxiden rückläufig ist, dürfte die Lekanis diese ersetzt haben. Die Lekanis ist jedoch kein Hochzeitsgefäß schlechthin gewesen, wie in der Literatur oft behauptet wird. Die Verbreitung der Lekanis im Mittel- und Schwarzmeerraum wird im letzten Kapitel ausführlich besprochen. Lekanides waren in den Exportgebieten nicht nur bei Griechen, sondern auch bei Einheimischen populär und galten auch als Prestigeobjekte, wie an den Befunden aus Fürstengräbern und Gräbern der indigenen Oberschicht abzulesen ist. Die weite Verbreitung der Lekanis könnte mit ihrer multifunktionalen Verwendungsmöglichkeit zusammenhängen. Nur in Unteritalien ist eine spezifische Bildthemenwahl mit der Bevorzugung außergewöhnlicher Mythen zu beobachten. In Sizilien, Nordafrika, Zypern und im Vorderen Orient wurde der Ikonographie offenbar wenig Bedeutung beigemessen, da dorthin vorwiegend schwarzgefirnißte Lekanides exportiert wurden. Durch die Erfassung von über 1000 Lekanides konnten für die Entwicklung dieser Gefäßform, die Untersuchung ihrer Ikonographie und ihres Exports verläßliche Ergebnisse erzielt werden, die für die Wissenschaft auch langfristig eine Basis bieten. Das meiste Material stammt aus dem 4. Jh. v. Chr., einem Zeitraum, der in den letzten Jahren wieder stärker im Fokus der Keramikforschung steht.
Die Inkunabeln der Ratsschulbibliothek Zwickau. Geschichte und Bestand der Sammlung mit einem Anhang zu den Einblattdrucken des Stadtarchivs Zwickau. Nickel, Holger. 2017. 240 S. 16 Tafeln, 19 z. T. fb. Abb . 25 x 17 cm. Gb. EUR 49,00. ISBN: 978-3-95490-194-4 L, Reichert
Die Zwickauer Ratsschulbibliothek ist eine der ältesten Bibliotheken Sachsens, deren früheste gedruckte Bestandteile aus den Jahren 1492/93 und 1498 faßbar sind. Die vermutlich schon um 1291 existierende Stadtschule übernahm nach der Reformation die Bibliothek des örtlichen Franziskanerklosters und erhielt in der Mitte des 16. Jahrhunderts die private Sammlung des Stadtschreibers Stephan Roth (gest. 1546), der sich auch als Buchhändler einen Namen gemacht hat. Die letzte große Bereicherung erfuhr sie durch den Rektor der Stadtschule, Christian Daum (gest. 1687). Unter seinen Erwerbungen finden sich auch Inkunabeln aus dem Erfurter Kloster der Augustinereremiten mit Eintragungen Martin Luthers.
Untersuchung zu den Ikonographien von Mönchen und Märtyrern in Ägypten und zu ihren Grundlagen in der koptischen Hagiographie. Sprachen und Kulturen des Christlichen Orients (22). Nafroth, Carola. Das Wort im Bild. 2017. 440 S. 70 meist fb. Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 148,00. ISBN: 978-3-95490-127-2 L, Reichert
Bilder christlichen Inhalts sind in der Religiosität der koptischen Kirche ein wichtiger Bestandteil und sie bezeugen in Form von Wandmalereien, Ikonen, Buchmalereien und Objekten der Kleinkunst ihre große Bedeutung für den koptischen Glauben. Zur Gestaltung der einzelnen Motive wurde auf hagiographische Schriften zurückgegriffen, in denen das Leben, Wirken und Sterben christlicher Heiliger in anschaulicher Weise dargestellt wird. In den Bildwerken wurden Passagen jener Schriften künstlerisch umgesetzt und dadurch eine für jeden Heiligen spezifische Ikonographie geschaffen. Die Einsicht in die so entstandenen Darstellungsschemata und die ihnen zu Grunde liegenden Textquellen wird durch die Tatsache erschwert, dass der Fokus der Forschung auf diesem Gebiet entweder auf den kunstgeschichtlichen Bereich mit Werken über Ikonen oder Wandmalereien oder den philologischen Bereich in Form der Texteditionen gerichtet ist. In dieser Arbeit wird erstmals zu zwölf ausgewählten Mönchen und Märtyrern in Ägypten das Bildmaterial aus dem 5.–18. Jahrhundert und die für die Ikonographien maßgeblichen hagiographischen Textquellen in einer Monographie in Zusammenhang gestellt. Die Ikonen, Wandmalereien und Buchmalereien stellen hinsichtlich ihrer Quantität und Qualität die wichtigsten Bildträgergruppen dar und bilden daher die breite Basis des Bildmaterials, das durch diverse Objekte der Kleinkunst wie Stelen, Ampullen und Textilien ergänzt wird. Da der ausgewählte Personenkreis auf Mönche und Märtyrer eingegrenzt ist, stellen die koptischen Viten, Martyrien, Enkomien und Wunderberichte sowie das kopto-arabische Synaxarium das entscheidende Textmaterial dar. Die untersuchten koptischen Handschriften werden alle in die Zeit zwischen dem 9. und 14. Jahrhundert datiert. Aus ihnen sind die relevanten Textpassagen sowohl im koptischen Original als auch in einer deutschen Übersetzung angegeben. Der untersuchte Personenkreis ist in die beiden Gruppen „Mönche“ und „Märtyrer“ unterteilt. Dadurch können die eklatanten Unterschiede in den spezifischen ikonographischen Merkmalen jeder Gruppe verdeutlicht werden. Jeder Heilige wird in einem eigenen Kapitel vorgestellt, in dem die Ergebnisse der Untersuchung sowie alle verwendeten Quellen schriftlicher und bildlicher Art in Form eines Katalogs enthalten sind. Die zentralen Ergebnisse der Studie reichen von der ikonographischen Untersuchung zur Benennung der Bildthemen und Verifizierung der Textquellen über Neu-Identifizierungen, Korrekturen und Rekonstruktionen bis zu den ikonographischen Varianten bei den Ikonen des 18. und 19. Jahrhunderts.
Götter I. Griechische und ägyptische Gottheiten. Ägyptische Terrakotten in Würzburg (Schenkung Gütte) (2). Hoffmann, Friedhelm; Steinhart, Matthias. Ägyptische Terrakotten in Würzburg (Schenkung Gütte). 2016. 104 S. 122 Abb. 24 x 17 cm. Pb. EUR 49,00. ISBN: 978-3-95490-207-1 L, Reichert
Im zweiten Band der Publikationsreihe zur Sammlung hellenistisch-römischer Terrakotten aus Ägypten im Besitz der Universität Würzburg werden 90 Darstellungen von Gottheiten publiziert, deren kultureller Hintergrund sowohl aus ägyptologischer als auch archäologischer Sicht beschrieben wird. Damit ergibt sich ein aufschlussreicher Einblick in die vielfältige religiöse Welt des spätzeitlichen Ägypten wie auch des Einflusses ägyptischer Götterkulte in der griechischen und römischen Welt.
Antike Plastik. Lieferung 31. Kunze, Christian. 2016. 164 S., 216 Abb., 35 Tafeln, 2 Beilagen. 29 x 22 cm. Gb. EUR 58,00 ISBN: 978-3-95490-177-7 L, Reichert
Im aktuellen Band 31 befasst sich Clemente Marconi mit der Skulptur der sogenannten Göttin von Morgantina, welche aufgrund der handwerklichen Qualität und ihres bemerkenswerten Erhaltungszustands ein exzeptionelles Beispiel der Plastik klassischer Zeit darstellt. Der Autor widmet dieser herausragenden Plastik des reichen Stils sowohl eine detaillierte Beschreibung als auch eine umfassende photographische Dokumentation. Fragestellungen zu Datierung, Material und Technik sowie zu Identifikation, Funktion und Herkunft werden ausführlich diskutiert.Im Beitrag von Dimitris Damaskos zur Statue der Artemis-Bendis aus Amphipolis widmet sich der Autor der vermutlich einzigen bisher bekannten großplastischen Darstellung dieser Gottheit. Die Göttin Bendis wurde im griechischen bzw. thrakischen Bereich zwischen den Flußtälern von Axios, Strymon und Nestos von den Thrakern als Schützerin der Natur und der Tiere verehrt. Der Autor diskutiert die Möglichkeit, die Skulptur als einen frühhellenistischen Kultbild-Typus anzusprechen, womit die Statue das Wissen über hellenistische Kultbilder im makedonischen Teil Griechenlands erheblich erweitert.Stavros Vlizos stellt in seinem Beitrag eine nahezu unbekannte kaiserzeitliche Statuengruppe männlicher Figuren aus dem Piräus vor. Die Skulpturen fallen durch eine besondere Art der ›Bekleidung‹ der nackten jugendlichen Körper und einer Zusammenfügung vielgestaltiger Attribute auf, die innerhalb der griechisch-römischen Plastik keine Parallelen finden.Neben einer ausführlichen Dokumentation widmet sich der Autor Fragestellungen zur Ikonographie und Deutung dieser ikonographisch singulären Figuren.Efi Sapouna-Sakellaraki dokumentiert in ihrem Beitrag ein Meisterwerk der archaischen Plastik: eine Gruppe des Herakles im Löwenkampf aus Oreos, Nord-Euböa. Die ausführliche Beschreibung und kunstlandschaftliche Einordnung dieser Gruppe des Herakles in tödlicher Umarmung mit dem Löwen verdeutlicht ihre große Bedeutung für die Kunstgeschichte der archaischen Zeit. Die Skulpturengruppe bezeugt sowohl, dass bereits in der hocharchaischen Kunst um 560/50 v. Chr. bewegte Handlungsszenen in freiplastischer Form und monumentalem Format dargestellt wurden, als auch, dass auf Euböa schon früh Bildhauerzentren existierten, in denen bedeutende Künstler arbeiteten.In ihrem Beitrag widmet Evi Touloupa den Skulpturfragmenten des sogenannten Athenatempels von Karthaia auf der Kykladeninsel Kea einen detaillierten Katalog mit einer umfassenden photographischen Dokumentation. Dadurch ermöglicht die Autorin zusammen mit dem Bauforscher Sandro Tufano eine Rekonstruktion der Giebelkomposition und der Akroterfiguren. Ihre ausführliche Betrachtung der kunstlandschaftlichen Einordnung dieser Skulpturen verdeutlicht, dass zu Beginn des 5. Jhs. auf Kea die lokale Werkstatt eines bedeutenden Künstlers tätig gewesen sein muss, welche die Bauskulpturen des sogenannten Athenatempels von Karthaia geschaffen hat.
Faience material from the Samos Heraion excavations. Webb, Virginia. 2016. 29 x 22 cm. 393 Abb., 43 Tafeln. Engl. 308 S., EUR 78,00 ISBN: 978-3-95490-176-0 L, Reichert
The Heraion on Samos has been known since excavations began in the early nineteen hundreds as the find place of exotic and unusual objects brought as gifts for the goddess Hera from regions outside Greek lands, both East and West, dedicated in the sanctuary and finally buried in deposits of ex-votos. This long awaited study of the objects made of faience complements previous major studies in the Samos series on Cypriot limestone and terracottas (Schmidt) and Egyptian and Near Eastern bronzes (Jantzen). Faience is a colourful and attractive material used for both perfume vessels, figurines, and amulets, but its manufacture is alien to Archaic Greece. Thus it forms part of the interchange of imported technologies and styles which characterises the Orientalising movement in Greece, and it illuminates new routes of contact between Greece and the old world of Egypt and the Near East. Faience objects of unmistakable Egyptian origin come from the Heraion (though they are in the minority). But the greatest number are those which belong to the first two phases of the faience industry, established in East Greece in the second half of the seventh century: in particular they include a large body of figurines which clearly reference foreign cult. The strongest influence on these faience objects comes from the Egyptian sphere, although the exact path this took is still unclear, and other probably Near Eastern influences are also detectable. Samos has already yielded a large number of high quality Egyptian bronzes of XXV/XXVIth Dynasty date, which are the subject of much discussion as to their purpose and dedication. Virginia Webb has an unrivalled knowledge of the faience objects and their context in the East Greek and Egyptian worlds and this book promises to expand our knowledge of this important but up to now little known aspect of foreign dedications.
Hellenistische Heiligtümer in Sizilien. Studien zur Sakralarchitektur innerhalb und außerhalb des Reiches König Hierons II. Wolf, Markus. Sonderschriften des Deutschen Archäologischen Instituts Rom (RQ663), Band: 20 2016. 232 S., 400 Abb. 106 Tafeln, 8 Beilagen. Gb. EUR 78,00 ISBN: 978-3-95490-171-5 L, Reichert
Grundlage der jüngsten Studie von Markus Wolf sind neue Bauaufnahmen an insgesamt fünf hellenistischen Heiligtümern in Sizilien, den Tempeln von S. Caterina und S. Pancrazio in Tauromenion, dem Großen Altar Hierons II. in Syrakus, dem Demeter-Heiligtum in Heloros und dem sog. Oratorium des Phalaris in Agrigent. Mit den Methoden der archäologischen Bauforschung gelangt Wolf so zu neuen Rekonstruktionsvorschlägen und zu weiterführenden Gedanken der zeitlichen und typologischen Einordnung der Bauten. Die in Ostsizilien gelegenen Monumente von Tauromenion, Syrakus und Heloros zeigen dabei eine starke griechische Prägung und sind zweifellos mit der Herrscherpersönlichkeit König Hierons II. und seiner Baupolitik verbunden: Dieser hat seine Hauptstadt Syrakus und die anderen Städte seines Reiches, dem letzten griechischen Reich in Sizilien in hochhellenistischer Zeit, mit einem Netz von neuen Heiligtümern ausgestattet. Der bedeutendste Bau ist dabei der Große Altar in Syrakus, mit 199.45 m Länge der größte Altar der antiken Welt, der mit seinem westlich vorgelagerten, von Hallen gesäumtem Platz außer für das Stieropfer auch für größere Versammlungen genutzt werden konnte. Dadurch wurde der Große Altar zum Zentrum des Reiches Hierons II. Beim sog. Oratorium des Phalaris in Agrigent hingegen, das die Situation in den übrigen Teilen Siziliens außerhalb des griechischen Reiches Hierons II. vertritt, die zu dieser Zeit bereits römische Provinz waren, ist in Gestalt eines Podiumstempels mit Freitreppe eine spezifisch italisch-römische Disposition verwirklicht worden, ein Zeichen der neuen römischen Baupolitik. In einer übergreifenden Betrachtung konnten schließlich alle anderen hellenistischen Sakralbauten Siziliens in die Studie einbezogen werden, um mit einem komparatistischen Ansatz die unterschiedlichen kulturellen Einflüsse – griechisch, italisch-römisch und punisch – auf die Architektur herauszuarbeiten, in einer Zeit, als Sizilien sich im Spannungsfeld verschiedener Kulturen und Bevölkerungsanteile befand. Darüber hinaus werden in der Arbeit aber auch jeweils Bezüge zu ähnlichen Anlagen in Mittel- und Unteritalien, im griechischen Mutterland und in Kleinasien hergestellt, um so ein umfassendes Bild und eine neue Zusammenschau der sakralen Architektur des Hellenismus zu gewinnen. Über die Betrachtung der Monumente hinaus bildet die Studie eine wichtige Grundlage für eine weitere Beschäftigung mit der Epoche des Hellenismus auch aus Sicht anderer Disziplinen der Altertumswissenschaften wie der Klassischen Archäologie oder der Alten Geschichte.
Orientalische Bibelhandschriften aus der Staatsbibliothek zu Berlin – PK / Oriental Bible Manuscripts from the Staatsbibliothek zu Berlin – PK. Eine illustrierte Geschichte / An Illustrated History. Hrsg.: Pehlivanian, Meliné; Rauch, Christoph; Vollandt, Ronny. 2016. 192 S., 94 meist fb. Abb. 30 x 21 cm. Gb. EUR 39,90 ISBN: 978-3-95490-209-5 L, Reichert
Die orientalische Handschriftensammlung der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz gehört mit ihren 42.000 Bänden zu den bedeutendsten der Welt. Einen hohen Stellenwert nehmen darin die zahlreichen Bibelhandschriften ein. Der in deutscher und englischer Sprache verfasste Band ist reich bebildert und stellt in einundzwanzig Beiträgen die Vielfalt der Rezeptions- und Überlieferungsgeschichte der Hebräischen Bibel und des Neuen Testaments vor. In zahlreichen Sprachen Vorderasiens und Afrikas geben diese Handschriften Aufschluss über die zentrale Bedeutung der Bibel von der Antike bis ins 19. Jahrhundert – unter nahezu allen Gemeinschaften der Region.
Die Werkkunstschule Wiesbaden 1949-1970. Die legendäre Talentschmiede . Kunstgeschichte Wiesbaden (4). Hrsg.: Kunstarche Wiesbaden e. V. 2016. 240 S. 189 sw, 127 fb. Abb. 28 x 22 cm. Gb. EUR 24,00. ISBN: 978-3-95490-188-3 L, Reichert
Das Buch beschreibt das pädagogische Konzept der Werkkunstschule Wiesbaden auf dem Schulberg 10 von ihren Anfängen bis zu ihrer Auflösung 1970. Es kommen rund vierzig ehemalige Studierende zu Wort mit ihren abgebildeten Semesterarbeiten. Die Jahresberichte der Direktoren, der Stundenplan und die Selbstdarstellungen dieses sehr begehrten Ausbildungsplatzes werden durch persönliche Erinnerungen wie durch über 200 Presseberichte zu einem lebendigen Kosmos. Die zu Unrecht in Vergessenheit geratenen Lehrer werden von ihren Schülern geschildert.
Dance in Iran. Past and Present. Hrsg.: Gholami, Saloumeh. Engl. 2016. 176 S. 147 z. T. fb. Abb. 24 x 17 cm. Pb. EUR 39,90. ISBN: 978-3-95490-196-8 L, Reichert
Dance is one of the cultural topics facing some of the greatest challenges in Iran. Culturally, dance constitutes one of the richest and most extensive branches of art, having a long tradition and history. But in today’s Iran, dance is automatically regarded to be a political issue, even though dancers have no intention for it to be thought of in this way. In spite of the fact that Iran is considered to be one of the most ancient centers of dance culture, dance has still faced many challenges in its long history, particularly after the arrival of Islam in Iran. This volume is an extraordinary history of dance, full of mystery and humor. The various developments in the history of this art in Iran have never before been presented in a single book, making “Dance in Iran: Past and Present” the most comprehensive work on the subject to date. The book examines the major branches of Iranian regional, ethnic, and national dances as well as Iranian ballet and describes their history to the present. The videos are available at the website www.reichert-verlag.de and contain unique historical dance material from the pre-revolutionary period and examples of Iranian ballet from the contemporary era.The book is suitable for anyone involved or interested in the dance history of Iran.
Selinus V. Die Metallfunde aus Selinunt. Der Fundstoff aus den Grabungen des Deutschen Archäologischen Instituts auf der Agora. Sonderschriften des Deutschen Archäologischen Instituts Rom (19). Baitinger, Holger. Verfasst mit Alvarez-Dossmann, Evelyn. 2016. 308 S. 84 Tafeln, 1 Beilage, 908 z. T. fb. Abb. 34 x 25 cm. Gb. EUR 78,00. ISBN: 978-3-95490-172-2 L, Reichert
Bei den Ausgrabungen der Abteilung Rom des Deutschen Archäologischen Instituts auf der Agora der griechischen Koloniestadt Selinunt im Südwesten Siziliens sind in großer Zahl Kleinfunde aus Bronze, Eisen, Blei und Silber zutage gekommen, die im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekts zwischen 2009 und 2011 wissenschaftlich ausgewertet wurden. Der Metallfundkomplex aus Selinunt ist der bislang größte dieser Art im westgriechischen Bereich und der erste umfangreiche Fundbestand aus einer griechischen Stadt archaischer Zeit, der zusammenfassend veröffentlicht wird; die größten Komplexe an Metallobjekten aus der griechischen Welt kennt man bislang vorwiegend aus bedeutenden Heiligtümern wie Olympia oder Delphi.Die 1137 im Katalog erfassten Objekte belegen ein riesiges Einzugsgebiet der Hafenstadt Selinunt, das von Süd- und Zentralfrankreich im Westen bis in den Kaukasus und Zypern im Osten reicht. Erstaunlich ist der hohe Anteil an einheimisch-sizilischen Metallfunden und an Fremdstücken aus teilweise weit entfernten Regionen des Mittel- und Schwarzmeerraums, während griechisches Material in vergleichsweise geringen Mengen vorkommt. Das breit gefächerte Spektrum der Funde umfasst unter anderem Waffen und Rüstungsstücke, Teile von Gefäßen, Schmuck und Trachtbestandteile sowie Werkzeuge und Geräte, aber auch Rohmetall, Halbfabrikate, Gussabfälle und Schlacken. Ein erheblicher Teil der aus Buntmetall hergestellten Objekte ist nur fragmentarisch erhalten und nicht selten erkennt man Spuren willentlicher Zerstörung. Verblüffende Übereinstimmungen mit Material aus südfranzösischen „Brucherzhorten“ legen die Vermutung nahe, dass ein nennenswerter Teil der Bronzen aus Selinunt bereits in fragmentarischem Zustand dorthin gelangte, es sich also nicht um normalen „Siedlungsabfall“ handelt, sondern vielmehr um Material, dem zumindest teilweise ein „prämonetärer“ Charakter zukam. In diese Richtung weist auch der Umstand, dass die Zahl der Metallobjekte insbesondere in den frühesten Schichten der Agora (spätes 7./erste Hälfte des 6. Jahrhunderts v. Chr.) sehr hoch ist, während er ab der zweiten Hälfte des 6. Jahrhunderts v. Chr. – also nach der Einführung der Münzprägung in Selinunt – stark rückläufig ist. Die Publikation der Metallobjekte von der Agora in Selinunt stellt somit ein wichtiges Referenzwerk dar, dessen Bedeutung weit über Sizilien hinaus auch für die Ägäis, den westlichen Mittelmeerraum und Westeuropa große Bedeutung besitzt.
Die Inschriften des Mainzer Doms und des Dom- und Diözesanmuseums von der Mitte des 14. Jahrhunderts bis 1434. Mainzer Reihe (2); Die Deutschen Inschriften. Herausgegeben von Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz; Herausgegeben von Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz e.V.; Überarbeitet von Kern, Susanne. 2016. 144 S. 90 meist fb. Abb. 2 Grundrisse. 21 x 15 cm. Pb. EUR 14,00. ISBN: 978-3-95490-141-8 L, Reichert
Der Inschriftenbestand der Stadt Mainz aus nachrömischer Zeit gehört zu den wichtigsten in Deutschland. Das von den Herausgebern initiierte Projekt "Mainzer Inschriften" will den Inschriftenbestand auf der Basis des 1958 in der Reihe Die Deutschen Inschriften veröffentlichten aber längst vergriffenen Editionsbandes von Fritz V. Arens nach modernen Richtlinien bearbeiten und ergänzen und in Teileditionen vorlegen. Die Grundlage für diesen und die folgenden Bände bildet die online unter www.inschriften.net veröffentlichte wissenschaftliche Neubearbeitung. In dem 2. Band der Mainzer Reihe wird, neben zahlreichen Klerikergrabplatten und den Grablegen von vier Erzbischöfen, erstmals der gotische Kreuzgang mit seinen Wappenschlusssteinen ausführlich behandelt. Exkurse zu verschiedenen Themen sowie ein Glossar ergänzen die monographisch verfassten Texte.
Beiträge zur islamischen Kunst und Archäologie. Hrsg.: Ernst-Herzfeld-Gesellschaft e.V.; Zusammengestellt von Gonnella, Julia; Abdellatif, Rania. Jahrbuch der Ernst-Herzfeld-Gesellschaft e.V. Vol. 4. Beiträge zur islamischen Kunst und Archäologie (4). Engl. 2016. 352 S. 85 Abb , 72 fb. Abb. EUR 79,00. ISBN: 978-3-95490-602-4 L, Reichert
There is probably no site in the entire Islamic World that can compare in extravagance with the city of Samarra. Located around 125 km north of Bagdad on the Tigris (today: Iraq), Samarra served as temporary capital of the Abbasid dynasty. Founded by the caliph al-Mu´tasim in 836, it developed into one of the largest and most extraordinary cities of the Ancient World, featuring luxurious palaces, extensive military quarters and a remarkable Great Mosque whose powerful, spiral-shaped minaret continues to be the city´s landmark until today. Samarra remained the Abbasid capital for almost six decades until financial crises forced the caliphs to return to Bagdad in 892, leaving the city to decay.It was through the excavations by the former director of the Museum of Islamic Art in Berlin, Friedrich Sarre (1865 – 1945), and the archaeologist-doyen Ernst Herzfeld (1879 – 1948) in the years 1911–13 that Samarra reached world fame in the academic field. The Samarra explorations were one of the first comprehensive archaeological studies of an Islamic site ever carried out and its discoveries not only greatly enlarged our knowledge of early Islamic city planning, architecture, and artefacts, but also stimulated some of the most fundamental theoretical discussions within the field. In 2011, the German excavations celebrated their hundred year anniversary. Together with the Ernst Herzfeld Gesellschaft, the Museum of Islamic Art in Berlin decided to dedicate the 7th Colloquy of the EHG to this former Abbasid capital. The Museum of Islamic Art holds a substantial part of the original findings, and considering the planned new Museum installations in 2019, it seemed appropriate to reconsider the entire “Samarra” complex and re-evaluate our present knowledge of Abbasid art. Since 1911–13, vast amounts of archaeological and survey research has been carried out, not only in Samarra itself but also at other important Abbasid sites. The conference brought together a selection of some of the most relevant studies from past years. The contributions deal with the history of the German excavations, the city of Samarra itself, its various find groups as well with other, more recently explored Abbasid sites, turning this volume into one of the most comprehensive publications on this topic since many years
Contemporary Actors and Practices. Iran - Turan (15). History Making in Central and Northern Eurasia. Hrsg.: Jacquesson, Svetlana. Engl. 2016. 168 S. 24 x 17 cm. Gb. EUR 79,00. ISBN: 978-3-95490-181-4 L, Reichert
This volume seeks to extend our understanding of how knowledge about the past was and is being produeed in central and northern Eurasia. Its authors use the methods of several disciplines literary studies, history, anthropology, area studies in an attempt to seize all the complexity of „history making“ as a social phenomenon and to locate the actors and practices of „history making“ in central and northern Eurasia within a broader context of seholarly reflections on what past or history is, and how it matters. They analyse „history making“ as practiced by Uzbek elders‘ responding to invitations to remember events such as collectivisation; everyday Uzbeks writing memoirs „to fill in the blank spots“ in official history; genealogists hunting for secrets and truths on the past of the Kyrgyz; shamans and academies crafting narratives on the glorious heritage of the Yakuts; Uyghur and Chinese historians recounting a local peasant rebellion; and Yakut or Kyrgyz citizens discussing history, or relating to the past, during various social events or leisure activities. The authors seek to understand the various practices of „history making“ by the ethnographie study of texts within their social contexts of production, and of performers shaping stories for different audiences.
Yuan, Lili. Malkurs Chinesische Blumenmalerei. Schritt für Schritt mit Lili Yuan. 2016. 96 S. 200 fb. Abb. EUR 24,80. ISBN: 978-3-95490-605-5 L, Reichert
Die Kunst der chinesischen Malerei, die auf einer über fünftausendjährigen Tradition chinesischer Philosophie und Denkweise basiert, ist einzigartig. Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass sie mit zu den wertvollsten Schätzen der Weltkultur gehört. Chinesische Malerei strebt nach einer Natürlichkeit, Stille und Gelassenheit, die auf den Ursprung des Daoismus zurückzuführen ist. Das Wesen der Malerei wurde am gründlichsten durch die Philosophie des Laozi und des Zhuangzi beeinflusst. Die einleitend dargelegte künstlerische Gedankenwelt reflektiert die Seele der Lao-Zhuang-Philosophie. Sie ist gekennzeichnet durch eine enge Verbundenheit von Mensch und Natur, durch Offenheit, Toleranz und Ruhe gegenüber der Außenwelt und durch ihre Natürlichkeit. Diese Philosophie ist die geistige Quelle, aus der die chinesischen Maler zu allen Zeiten schöpften. Die in Shanghai geborene Künstlerin und Autorin diese Buches, Lili Yuan, leitet seit achtzehn Jahren zahlreiche Malkurse der chinesischen Tuschemalerei in Deutschland und wurde in China mehrfach ausgezeichnet. Durch dieses Buch möchte Sie ihre Erfahrungen der Blumenmalerei teilen und weitergeben. Insgesamt werden 20 Blumenmotive im Stil der feinen Xieyi-Malerei behandelt. Der Malprozess eines jeden Blumenmotivs steht dabei im Mittelpunkt und wird anhand von über zweihundert farbigen Abbildungen mit kurzen Textbeschreibungen erläutert. Dabei ist die Pinselführung Schritt für Schritt zu erkennen. Darunter befinden sich klassische Motive wie Pflaumenblüten, Orchideen, Bambus und Chrysanthemen, aber auch Motive, welche in der chinesischen Malerei üblicherweise nicht vorkommen, wie Rosen, Mohn, Iris und Weihnachtssterne.
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