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Reichert, Dr. Ludwig Verlag

 
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Krause, Christiane: Strategie der Selbstinszenierung. Das rhetorische Ich in den Reden Dions von Prusa. 2003. 192S. 24 cm. (Serta Graeca 16) Ln. EUR 39,- ISBN: 3-89500-322-0 L, Reichert
Dating Tibetan Art. Essays on the Possibilities and Impossibilities of Chronology from the Lempertz Symposium, Cologne. Ed. by Ingrid Kreide-Damani. 2003. 144 S., 62 Abb, 24 cm, Gb., EUR 35,- ISBN: 3-89500-355-7 L, Reichert
During the past twelve years, international trade in Tibetan art has enjoyed an unprecedented upswing, as buyer demand has confronted limited supply. Prices have risen to dizzying heights, in line with the maxim: “The older the piece, the higher the price.“ In order to analyze, whether such a development in prices is academically justified, and to establish transparency, Lempertz Auction House of Cologne, Germany, invited nine leading European scholars to present papers on research methods and problems relating to the dating of Tibetan art. The meeting, held amid a circle of collectors and connoisseurs took place on November 17th to 18th, 2001 at the Cologne Museum for Last Asian Art and at Lempertz Auction House. This publication presents the revised papers of seven of the nine speakers at the Lempertz Symposium. Their diverging points of view as to the possibilities ot dating of Tibetan art are based on different scholarly approaches and reflect the freedom of academic research: The practicing Buddhist and reincarnate high lama Loden Sherap Dagyab Rinpoche subjects the supposedly universal validity of a Western understanding of art to critical examination and confronts the Western view with a different interpretation of reality. Roger Goepper‘s dating of Sumtsek in Alchi (questioned by Lionel Fournier 2001) is corroborated by new arguments from Goepper himself and from Christian Luczanits. Heather Stoddard presents historical and political facts that place stylistic developments within West-Tibetan art in a new, hitherto unconsidered light. Martin Brauen‘s reconstruction of an unresolved Swiss court case was a challenge for David Jackson to test the reliability of his own method of dating Tibetan art and to supplement his contribution in this publication accordingly. Jane Casey Singer‘s scholarly detective work documents just how difficult it is to establish the dating of a work of art with absolute certainty. The intention of the Lempertz Symposium was to ignite open discussion. Further comments on opinions and conclusions expressed in this book are welcome.
Barbara Zimmermann. Die Wiener Genesis im Rahmen der antiken Buchmalerei. Ikonographie, Darstellung, Illustrationsverfahren und Aussageintention. Spätantike - Frühes Christentum - Byzanz. Kunst im ersten Jahrtausend. Hg. von Beat Brenk, Johannes G. Deckers, Arne Effenberger, Lieselotte Kötzsche. Reihe B: Studien und Perspektiven, Band 13. 2003. 336 S., 100 z. T. fb. Abb., 24 cm, Gb., EUR 49,- ISBN: 3-89500-319-0 L, Reichert
Die 48 Miniaturen der sog. Wiener Genesis (Cod. Vind. theol. gr. 31), einer prachtvollen, illustrierten Purpurhandschrift des 6. Jh., wurden jüngst noch als Beleg für die Existenz illustrierter Bibelhandschriften in jüdisch-hellenistischen Kreisen gewertet; eine solche Buchrolle wurde auch als Archetyp für den Miniaturenzyklus der Wiener Genesis angenommen. Diese Theorie beruht auf den For-schungen von Kurt Weitzmann (und in Folge der ‚Weitzmannschen Schule‘), der — basierend auf der Methode des ‚picture-criticism‘ — eine blühende Buchmalerei schon in hellenistischer Zeit postulierte, auf welche nahezu alle antiken narrativen Zyklen zurückgingen. Eine Forschungsgeschichte mit einer ausführlichen Methodendiskussion, die deutlich macht, daß der ‚Schulenstreit‘ bis heute noch nicht beendet ist, leitet daher die Studie ein. Um die von Weitzmann rekonstruierte Geschichte der antiken Buchmalerei überprüfen zu können, enthält der erste Teil des Buches einen Überblick über alle erhaltenen illustrierten Handschriften(-Fragmente) und sog. Illustrationszeugen, wobei streng nach wissenschaftlichem und narrativem bzw. antikem und mittelaherlichem Material getrennt wird. Dieser Überblick dient als Voraussetzung für die den Hauptteil umfassende Analyse der einzelnen Miniaturen der Wiener Genesis. Die Resultate zu den ein-zelnen Miniaturen werden schließlich in einem auswer-tenden Teil zusammengefaßt und interpretiert. Wichtigste Ergebnisse sind: Die Wiener Genesis ist — entgegen bisheriger Annahmen — eine Neuschöpfung des 6. J h.; der Miniaturenzyklus wurde eigens für das Codexfor-mat geschaffen, basierend auf gängigem Bildformular und in engstem Zusammenhang mit dem paraphrasierten Bibeltext. Alle Ungereimtheiten, die bislang als Beweis für einen Archetyp in Rollenform angeführt und/oder mit exegetischen Texten erklärt wurden, können aus dem engen Bild-Text-Verhältnis innerhalb der Handschrift, aus dem Bildformular und dem zugrunde liegenden — hier rekonstruierten — Illustrationsverfahren erklärt werden. Überlegungen zu Malerhänden und Entstehungsprozeß der Handschrift bekräftigen diese Ergebnisse. Die Resultate der ikonographischen Analyse zusammen mit dem Überblick über die Illustrationszeugen lassen den Schluß zu, daß erst mit der Akzeptanz des Codex als Buchform und dessen Eindringen in große Bibliotheken im Laufe des 4. Jh. ein neuer Kunstzweig entsteht: die malerische Ausstattung von Büchern diverser Gattungen für ein breites Publikum.
Jakob Wimpfeling. Lob des Speyrer Doms. Laudes ecclesiae Spirensis. Faksimile der Inkunabel von 1486. Pfälzische Landesbibliothek Speyer, Inc. 141. Hrsg. Düchting, Reinhard /Kohnle, Antje. 2000. 152 S. 12 sw. Abb. 24 cm. Gb EUR 58,- ISBN: 3-89500-101-5 L, Reichert
Katalog der frühmittelalterlichen Fragmente der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf. Vom beginnenden achten bis zum ausgehenden neunten Jahrhundert. Bearb. v. Zechiel-Eckes, Klaus /Plassmann, Max /Schlüter, Ulrich. 2003. 100 S. 30 fb. Abb. 28 cm. Gb EUR 16,- ISBN ISBN: 3-89500-351-4 L, Reichert
Vetter, Ewald M: Der Ortenberger Altar. Beitr.: Schäfer, Dorit /Kühnen, Renate. 2000. VI, 156 S. 101 sw. u. 26 fb. Abb. 31 cm.Gb EUR 49,90 ISBN: 3-89500-127-9 L, Reichert
Grammaire de l‘örmuri de Baraki-Barak, (Lögar, Afghanistan), Von Charles M. Kieffer, 2002. 24 cm. 256 S., Ln, EUR 69,- ISBN: 3-89500-328-X L, Reichert
Beiträge zur Iranistik, Band 22 gegründet von Georges Redard, herausgegeben von Nicholas Sims-Williams Ormuri wird in Afghanistan, im Lögar-Tal, in einer pasto- und persischsprechenden Umgebung gesprochen. Es handelt sich um eine Relikt-Sprache, die nur noch von einer kleinen Zahl von Ormuren verwendet wird, die rund um Baraki-Barak in einigen qal’a befestigten Bauernhäusern, ansässig sind. Die Sprache galt bis 1959 als verschollen, als der Autor im Lögar-Tal Ormuri-Sprechern begegnete und einige Sätze dieser als ausgestorben betrachteten Sprache aufnehmen konnte. Georg Morgenstierne, der die Sprache 1924 bei einem nach Kabul bestellten Ormuri-Sprecher untersucht hatte, bestätigte die Wiederentdeckung dieser Klansprache. Bei Ormuri handelt es sich um eine Klansprache, die unter anderem deshalb überleben konnte, weil sie in den Bazaren der Umgebung als Geheimsprache diente, und auch weil sie mit der religiösen, spätzoroastrischen Tradition eng verbunden ist, die die Ormuren noch bis ins 17. Jh. als "Feueranbeter“ pflegten. Wie die Frage nach der Herkunft der Ormuren, so blieb auch die sprachhistorische Einordnung der Sprache unter die iranischen Sprachen lange ungeklärt. Um Geschichte und Struktur des heutigen Ormuri gründlich zu erforschen, ist eine deskriptive Grammatik des Dialekts unabdingbar. Diese Grammatik liegt mit dieser Publikation nun vor; ein phraseologisches Wörterbuch und Texte von Baraki-Barak sind zur Vervollständigung geplant. Charles M. Kieffer has devoted his life to the study of some of the least known languages of the Iranian family, in particular Ormuri and Parachi, on which he carried out fieldwork in Afghanistan during the years 1959 -1971 and on which he has published many important articies. As a result of these publications he is universally recognized as the world‘s leading expert in these languages. The present volume represents the culmination of Charles M. Kieffer‘s life‘s work. Originally presented as a Paris thèse de doctorat d‘état in 1975, it was recommended for immediate publication by a very distinguished jury (G. Fussman, G. Lazard, G. Morgenstierne, G. Redard). Since then, the manuscript has lost nothing of its value: apart form one book in Russian, and the articies of Charles M. Kieffer himself, hardly anything has been published on the Ormuri language during the last 25 years. The Ormuri language belongs to the Iranian family of languages, but within this family it is an isolate without dose relatives, giving it a particularly significant role in historical linguistics. lt must be regarded as certain that Ormuri will die out completely in the near future, therefore this book is not merely a work of scholarship but virtually a primary source, containing the most reliable and detailed information on a dying language.
Heinrich von Veldeke. Eneasroman. Staatsbibliothek zu Berlin -Preußischer Kulturbesitz. (Ms. germ. fol. 282) Staatsbibliothek zu Berlin, PK Deutsches Historisches Museum. Wiesbaden 2003¸ CD-ROM, EUR 19,90 ISBN: 3-89500-342-5 L, Reichert
Mit dem 'Eneasroman' als Teil einer virtuellen Bibliothek wird ein Blick in die faszinierende Welt der mittelalterlichen Handschriften eröffnet. Die Geschichte vom trojanischen Helden Eneas, dessen Nachfahren Rom gegründet haben sollen, ist der erste deutschsprachige Roman des Mittelalters. Die 1823 von der Königlichen Bibliothek in Berlin erworbene Pergamenthandschrift ist zwischen 1210 und 1220 entstanden und bietet die ausführlichste Überlieferung unter den ersten Textquellen. Die 136 Miniaturen stellen zugleich das früheste Zeugnis nachantiker Illustrationen zur antiken Eneas-Sage dar. Mit Feingefühl spiegeln die Szenen die ritterlich-höfische Lebenswelt der staufischen Zeit wider. In diesem digitalen Faksimile ist der Buchcharakter nachempfunden. Ohne komplizierte Navigation kann durch einfaches Anklicken der Seiten wie in einem Buch geblättert werden. Alle Abbildungen werden erläutert, und der mittelhochdeutsche Originaltext kann per Mausklick in moderne Schreibweise transkribiert oder in die moderne deutsche Sprache übertragen werden. Systemvoraussetzungen: Win 98 oder höher, Pentium 111, 350 MHz, CD-Rom Laufwerk ab 12x, 10 MB freie Festplattenkapazität, True Color (32-Bit), Auflösung 1024 x 768
Vom Großen Löwenhof zur Universität. Würzburg und die deutsche Literatur im Spätmittelalter. Brunner, Horst; Schmidt Hans-Günther (Hrsg.). 2002. 108 S., 54 fb. Abb., 30 cm, Gb EUR 26,- ISBN: 3-89500-312-3 L, Reichert
Anläßlich der 600. Wiederkehr der Erstgründung der Universität im Jahr 1402 fand im Herbst 2002 im Martin von Wagner Museum in Würzburg die Ausstellung "Vom Großen Löwenhof zur Universität - Würzburg und die deutsche Literatur im Spätmittelalter" statt. Die Ausstellung präsentierte zum einen noch erhaltene Zeugnisse der Erstgründung, aber auch frühe Drucke des 8. bis 16. Jahrhunderts. Neben großen Werken und Autoren wie Walther von der Vogelweide und Johann von Würzburg stehen kürzere Erzählungen von anderen Würzburger Autoren. Den Rang Würzburgs als Literaturstadt im 14. Jahrhundert aber machen vor allem die beiden Sammler Michael de Leone und der Deutschordensritter Wilhelm von Kriweiler aus. Die Sammlertätigkeit de Leones steht in engem Zusammenhang mit der Geschichte der Universitätsgründung in Würzburg. Die Fülle der aus dem mittelalterlichen Würzburg stammenden deutschen Texte und Autoren wirft ein Schlaglicht auf die geistige Lebendigkeit der Stadt in der damaligen Zeit und zeichnet ein anschauliches Bild der Wissensvermittlung im Spätmittelalter. Ausstellungs- und Tagungsband sind auch zusammen erhältlich und kosten EUR 78,-
Krumeich, Kirsten: Spätantike Bauskulptur aus Oxyrhynchos. Lokale Produktion Äußere Einflüsse. 2 Bde. 2003. 500 S. 800 sw. u. 4 fb. Abb. 32 cm. (Spätantike Frühes Christentum Byzanz. A 12) Gb EUR 128,- ISBN: 3-89500-304-2 L, Reichert
Die mittelägyptische Provinzhauptstadt Oxyrhynchos zählt zu den bedeutendsten Fundstätten spätantiker Bauskulptur: Zwischen 1896/97 und 1934 förderten britische und italienische Papyrusgrabungen mehr als 650 Beispiele dekorativer und figürlicher Steinmetzarbeiten auf dem Gelände der oxyrhynchitischen Nord-Nekropole zutage. Säulen- und Pilasterkapitelle, ornamentierte Säulenschäfte, vielfältig dekorierte Fries-, Gesims- und Archivoltenblöcke sowie ornamental oder figural geschmückte, monolithische Nischenhäupter spiegeln das Formen- und Dekorrepertoire der städtischen Werkstätten und zeugen zugleich - als Relikte aufwendigen Grabschmucks - von der Sepulkralkultur der lokalen Elite. Die Monographie stellt erstmals die Funde in einem ausführlichen Katalog vollständig vor, ein umfangreicher Abbildungsteil führt die Vielfalt der überlieferten Bauskulptur vor Augen. Der Text leistet eine systematische Erschließung des Materials und ordnet es in sein spätantikes Umfeld ein. Zeitstellung und künstlerische Qualitäten der lokalen Produktion werden untersucht, das Spannungsfeld zwischen Traditionsbindung und Fortschrittspotential in den Werkstätten von Oxyrhynchos beleuchtet. Einflüsse hauptstädtischer Entwürfe aus Alexandreia und Konstantinopel können aufgezeigt werden. Das ikonographische Formular wird auf religiöse Positionen der Auftraggeber und somit auf die historische Realität in einer Stadt hin befragt, die als Exempel christlichen Lebens in die hagiographische Literatur einging. Die Untersuchung wurde mit dem Juliana-Anicia-Preis des Jahres 2002 ausgezeichnet.
Die spätantike Stadt und ihre Christianisierung. Hrsg. v. Brands, Gunnar /Severin, Hans G., Redakt.: Schöne-Denkinger, Angelika. 2003. 444 S., 189 Abb., 24 cm. (Spätantike - Frühes Christentum - Byzanz. Bd. 11) Gb EUR 75,- ISBN: 3-89500-296-8 L, Reichert
Gunnar Brands, Die spätantike Stadt und ihre Christianisierung.
Achim Arbeiter, Die spätantike Stadt auf der Iberischen Halbinsel.
Franz A. Bauer, Stadtbild und Heiligenlegenden. Die Christianisierung Ostias in der spätantiken Gedankenwelt.
Albrecht Berger, Konstantinopel, die erste christliche Metropole.
Robert Born, Die Christianisierung der spätantiken Städte in der Provinz Scythia Minor.
Beat Brenk, Zur Christianisierung der spätrömischen Stadt im östlichen Mittelmeerraum.
Ortwin Daily, "Pflege“ und Umnutzung heidnischer Tempel in der Spätantike.
Klaus S. Freiberger, Zur Urbanistik von Kanatha in hochkaiserzeitlicher und spätantiker Zeit.
Peter Grossmann, Städtebauliches aus Ägypten.
Andreas Gutsfeld, Kirche und civitas in der Spätantike. Augustinus und die Einheit von Stadt und Land in Hippo Regius.
Wolfram Hoepfner, Das Ende der Agora.
Kenneth Holum, The Christianizing of Caesarea Palaestinae.
Hans-Rudolf Mayer, Zentrumsverlagerung oder Desurbanisierung? Eine Frage zur "Christianisierung“ der spätantiken Stadt.
Karl Leo Noethlichs, Baurecht und Religionspolitik: Vorchristlicher und christlicher Städtebau der römischen Kaiserzeit im Lichte weltlicher und kirchlicher Rechtsvorschriften.
Alexis Oepen, Die Nutzung kaiserzeitlicher Theaterbauten in Hispanien während der Spätantike und der Westgotenzeit.
Ulrich Real, Die Bischofsresidenz in der spätantiken Stadt.
Klaus Reidt, Archäologie und Spätantike in Anatolien - Methoden, Ergebnisse und Probleme der Ausgrabungen in Aizanoi.
Hans-Georg Sverin, Aspekte der Positionierung der Kirchen in oströmischen Städten.
Hilke Thür, Das spätantike Ephesos. Aspekte zur Frage der Christianisierung des Stadtbildes.
Yoram Tsafrir, The Christianization of Bet Shean (Scythopolis) and its Social-Cultural Influence on the City.
Bryan Ward-Perkins, Reconfiguring Sacred Space: from Pagan Shrines to Christian Churches.
Rainer Warland, Die spätantike Stadt als Leitbild und Lebensform.
Ulrike Wulf, Akören. Zur Stadtplanung und Wohnarchitektur zweier Siedlungen in Kilikien.
Orts- und Länderregister
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Dittelbach, Thomas: Rex Imago Christi. Der Dom von Monreale - Bildsprachen und Zeremoniell in Mosaikkunst und Architektur. 452 S. 34 sw. u. 57 fb. Abb 24 cm. (Spätantike - Frühes Christentum - Byzanz. B 12) Gb., Reichert, Wiesbaden 2003. EUR 59,- ISBN: 3-89500-317-4 L, Reichert
Dieses Buch setzt neue methodische Maßstäbe in der Bewertung der historischen Quellenlage des wohl aufwendigsten und aufsehenerrgendsten Baus des 12. Jahrhundert. Ausstattung und Architektur werden sowohl nach ihrem technischen und bauarchäologischen Befund befragt als auch im Zusammenhang ihrer liturgischen Funktionen beleuchtet. Im Mittelpunkt dieser Untersuchungen zum Dom von Monreale stehen die Bilder aus Glastesserae und Stein. Dazu gehören nicht nur der größte zusammenhängende Mosaikzyklus des Abendlandes, sondern auch die skulpturale Ausstattung des Baus wie der Königsthron, der porphyrne Salbstein und die Reste der ehemaligen Chorschranke sowie die Architektur selbst. Sie werden sowohl nach ihrem technischen und bauarchäologischen Befund befragt als auch im Zusammenhang ihrer liturgischen Funktionen beleuchtet. Die Frage nach dem königlichen Auftraggeber und nach den Adressaten, den lateinischen und griechischen Klerikern und der arabisch sprechenden Bevölkerung Siziliens, verbindet sich mit der Frage nach der Rhetorik der verarbeiteten Bildsprachen und der Dialektik ihrer Erzähistrukturen. Diese spiegeln abbildhaft das einzigartige Selbstverständnis des letzten Normannenkönigs. So entsteht, ausgehend von einem Einzelmonument, ein Panorama des soziokulturellen Zustands Europas im ausge-henden 12. Jahrhundert, dem es an aktueller Brisanz nicht fehlt. Zum Autor: Studium der Kunstgeschichte, Klassischen Archäologie und Germanistik in München, Wien und Florenz. Promotion in Kunstgeschichte. Habilitation in Basel. Zur Zeit: Lehrverpflichtungen für Kunstgeschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit am Kunsthistorischen Seminar in Basel.
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Richter, Siegfried: Studien zur Christianisierung Nubiens. 2003. 216 S. 22 sw. Abb. 24 cm. (Sprachen und Kulturen des Christl. Orient 11) Gb EUR 42,- ISBN: 3-89500-311-5 L, Reichert
In der Studie werden die philologischen und archäologischen Quellen zusammengestellt, die die Christianisierung Nubiens im 6. Jh. nach Christus betreffen. Im Zentrum steht ein Bericht aus der Kirchengeschichte des Johannes von Ephesus, der durch die Kombination mit weiteren Dokumenten der miaphysitischen Kirche sowie epigraphischen Zeugnissen aus Philae und Nubien eine Reihe historischer Daten zu dieser Epoche liefert. Darüber hinaus werden die frühen archäologischen Zeugnisse des Christentums, die Tempelumwandlungen sowie die ersten Kirchenbauten auf der Insel Philae und in Nubien besprochen.

In this study, the author has assembled the literary and archeological sources that illuminate the Christianization of Nubia in the sixth century. At their center stands a report from a Church History written by John of Ephesus, which, when combined with other documents concerning the miaphysite Church, as well as epigraphic evidence from Philae and Nubia, presents a series of events and dates for those time. In addition, the author discusses the early archeological evidence for Christianity on the island of Philae and in Nubia, including the conversion of temples and the earliest church buildings.
Conermann, Stephan: Historiographie als Sinnstiftung. Indo-persische Geschichtsschreibung während der Mogulzeit (932-1118 /1516-1707). 2003. 516 S. 24 cm. (Iran Turan 5) Gb EUR 62,- ISBN: 3-89500-291-7 L, Reichert
Heutzutage darf ein Historiker angesichts der in den vergangenen 25 Jahren in den kulturwissenschaftlich orientierten Fächern geführten Diskussion zur Konstruktion von Geschichte und den damit verbundenen Problemen historiographischer Darstellung weder so naiv an Texte herangehen noch selbst Texte so verfassen wie etwa seine Kollegen in den 60er Jahren. In der vorliegenden Arbeit wird daher die ‚Narrativitätsdebatte‘, die bislang nur auf die europäische Geschichtsschreibung nach 1800 Bezug nahm, auf die Schriften vormoderner außereuropäischer Historiker angewandt. Der Fokus liegt auf der Untersuchung von Erzähltechniken, Autorintention und Kontext persisch abgefaßter Chroniken: Der für ein Gesamtverständnis notwendigen Darstellung der Genese der persischen und indo-persischen Geschichtsschreibung vom 11. bis zum 15. Jahrhundert folgt die Vorstellung von 23 ausgewählten Autoren der Mogulzeit. Zum besseren Verständnis ihrer Texte steht jeweils eine Skizze des soziokulturellen Umfeldes ihrer Entstehung.

Im Hauptteil der Abhandlung wird dann die historiographische Literatur untersucht. Inwieweit hat das religiös verankerte normative muslimische Geschichtsbewußtsein, das den Menschen in ein göttliches Verhältnis zu Zeit und Raum setzt, die Chroniken inhaltlich, also in ihrer Darstellung von Herrschaft und Herrschaftslegitimation, geprägt? In diesem Zusammenhang ist vor allem der Aspekt der Bewältigung irritierender Kontingenzerfahrungen in Form einer sinnstiftenden Verknüpfung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in den Texten wichtig. Wie werden Ereignisse der Vergangenheit einander zugeordnet? Welche Art von Rationalität bestimmt diese Zuordnung? Inwieweit ist die Geschichtsschreibung in sich selbst reflexiv hinsichtlich ihrer Struktur und ihrer Prinzipien? Bis zu welchem Grad wird Vergangenheit historisiert? Wie gehen die Geschichtsschreiber mit der Erfahrung anderer und fremder Kulturen um?

Schließlich stellt sich die Frage nach narrativen Strategien zur Umsetzung normativer Vorgaben oder eigenener Vorstellungen in den jeweiligen Texten. Es geht darum zu klären, in welchen Formen Einzelgeschichten – Personen, Ereignisse, Zusammenhänge – präsentiert und welche Erzählmuster benutzt werden. Die Analyse der Kompositionsprinzipien der Chroniken macht die längerfristigen Bedingungen oder Strukturen hinter den dort geschilderten Ereignissen deutlich. In einem abschließenden Kapitel steht dann nicht die Funktion, sondern die Form und der Inhalt indo-persischer Geschichtsschreibung während der Mogulzeit im Vordergrund der Betrachtung. Es wird aufgezeigt, welche Kontinuitäten und welche Entwicklungstendenzen sich in der mogulzeitlichen Hofgeschichtsschreibung zeigen.
Insgesamt bietet die Arbeit nicht nur eine hervorragende Einführung in die indo-persische Chronistik, sondern ebenso eine konsequente Umsetzung der in der kulturwissenschaftlichen ‚Narrativitätsdebatte‘ aufgeworfenen Fragestellungen in die Forschungspraxis.
Brenk, Beat: Die Christianisierung der spätrömischen Welt. Stadt, Land, Haus, Kirche und Kloster in frühchristlicher Zeit. Beitr.: Colletti, Fulvio. 2003. 376 S. 283 sw. u. 3 fb. Abb., 4 sw.Zeichn. 31 cm. (Spätantike Frühes Christentum Byzanz. B 10) EUR 49,90 ISBN: 3-89500-308-5 L, Reichert
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Leng, Rainer: Ars belli. Deutsche taktische und kriegstechnische Bilderhandschriften und Traktate im 15. und 16. Jahrhundert. 2 Bde/Tle. 2002. 1064 S. 109 fb. Abb. 24 cm. Ln; EUR 110,00 113,10 ISBN: 3-89500-261-5 L, Reichert
Kleinformate frühislamischer Bronzen in der Bumiller-Collection. Zus.- gest. v. Bumiller, Manfred. 2002. 270 S. 19 sw. u. 96 fb. Abb. 30 cm. (Museum f. Frühislam. Kunst in Bamberg 7) Kt EUR 120,00 ISBN: 3-89500-259-3 L, Reichert
Bd IV: Metzger, Wolfgang: Die humanistischen, Triviums- und Reformationshandschriften der Codices Palatini latini in der Vatikanischen Bibliothek (Cod. Pal. lat. 1461-1914). Beitr.: Probst, Veit. 2002. 552 S. 15 fb. Abb. 28 cm. Kt EUR 230,00 ISBN: 3-89500-214-3 L, Reichert
Lehmann-Haupt, Hellmut: Peter Schöffer aus Gernsheim und Mainz. Vorw. und Übers. v. Estermann, Monika. 2003. 152 S. 46 sw. u. 4 fb. Abb. 24 cm. Pp EUR iVb ISBN: 3-89500-210-0 L, Reichert
Renner-Volbach, Dorothee: Die sogenannten koptischen Textilien im Museum Andreasstift der Stadt Worms. Bestandskatalog. 2002. 128 S. 67 sw. u. 15 fb. Abb. 32 cm. (Spätantike – Frühes Christentum Byzanz. A 11) Pp EUR 62,- ISBN: 3-89500-226-7 L, Reichert
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