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Reichert, Dr. Ludwig Verlag

 
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Bosselmann-Ruickbie, Antje. Byzantinischer Schmuck des 9. bis frühen 13. Jahrhunderts. Untersuchungen zum metallenen dekorativen Körperschmuck der mittelbyzantinischen Zeit anhand datierter Funde aus Griechenland und Bulgarien. Spätantike - Frühes Christentum - Byzanz. Kunst im ersten Jahrtausend. Reihe B: Studien und Perspektiven (Band 28). 2011. 352 S. 493 Abb. 31,5 x 22,5 cm. Gb. EUR 128,00. ISBN: 978-3-89500-717-0 L, Reichert
Byzantinische Luxusobjekte wurden trotz ihres bereits im Mittelalter legendären Rufes in der Forschung lange Zeit vernachlässigt. Erstmals behandelt dieser Band nun den Gold-, Silber- und Bronzeschmuck des 9. bis frühen 13. Jahrhunderts in einer Gesamtschau interdisziplinär. Ein bebilderter Katalog legt rund 170 datierte Objekte vor, die durch mehrere Hundert Vergleichsbeispiele sowie das Heranziehen von bildlichen und schriftlichen Quellen in einen größeren Kontext gestellt werden. Die vier Hort- sowie zahlreiche Einzelfunde werden hinsichtlich der Materialien und Techniken, der Typologie und Ikonographie, des Stil sowie der Trägerschaft, Trageweise und Funktion untersucht. Dadurch erhält man nicht nur einen Einblick in Bereiche des Alltags- und Hoflebens, sondern - vor allem durch den Goldschmuck aus dem Preslav-Schatz - auch Hinweise auf kaiserliche Insignien und Repräsentation sowie den diplomatischen Geschenke-Austausch im Mittelalter. Insgesamt ergibt sich ein solides Fundament für die Datierung von kontextlosen Objekten. Der Band ist für Archäologen, Museumsmitarbeiter sowie Studierende und Lehrende in Kunstgeschichte und Archäologie gleichermaßen unentbehrlich.
Helas, Sophie. Selinus II. Die punische Stadt auf der Akropolis. Sonderschriften des Deutschen Archäologischen Instituts Rom (Band 15). 2011. 442 Abb. 34 x 24 cm. Gb. EUR 78,00. ISBN: 978-3-89500-708-8 L, Reichert
Studien zu ausgewählten Fastnachtspielen des Hans Folz. Struktur – Autorschaft – Quellen. 2011. Deutsch. ca. 144 S. 15 Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 49,00. ISBN: 978-3-89500-790-3 L, Reichert
At the threshold of modernism, the artisan poet Hans Folz plays a significant role as author and printer in the cultural center of Nuremberg. Part of his multifaceted oeuvre includes at least 18 carnival plays (Fastnachtspiele) that are currently being edited and commented on at the University of Trier. .
The studies contained in this volume were produced as part of this new edition of the Nuremberg carnival plays. They focus on four works by Hans Folz and illuminate them through structural, as well as material and motive historical aspects. Particularly, a sustainable picture of the author's specific operational processes is drawn. .
In addition, the volume contains an edition of the poem “Von den zwelff fauln pfaffenknecht” (“Of the Twelve Lazy Servants”) (Hs 5339a, Germanic National Library of Nuremberg), and a concordance of the new edition of the still relevant publication of Adelbert von Keller's carnival plays.
An der Schwelle zur Neuzeit spielt der Handwerkerdichter Hans Folz im kulturellen Zentrum Nürnberg eine bedeutende Rolle als Autor und Drucker. Teil seines vielseitigen Oeuvres sind unter anderem mindestens 18 Fastnachtspiele, die zur Zeit an der Universität Trier ediert und kommentiert werden. .
Die im Band enthaltenen Studien sind im Rahmen dieser Neuausgabe der Nürnberger Fastnachtspiele entstanden. Sie nehmen schwerpunktmäßig vier Werke des Hans Folz in den Blick und beleuchten sie unter strukturellen sowie stoff- und motivgeschichtlichen Aspekten. Besonders nachhaltig wird dabei auch ein Bild von der spezifischen Arbeitsweise des Autors gezeichnet.
Daneben enthält der Band eine Edition des Spruchgedichts „Von den zwelff fauln pfaffenknecht“ (Hs 5339a, Germanische Nationalbibliothek Nürnberg) und eine Konkordanz der Neuedition zur noch maßgeblichen Fastnachtspielausgabe Adelbert von Kellers sowie zu weiteren Teileditionen.
Hermann, Sonja. Die Inschriften der Stadt Essen. 2011. Deutsch. ca. 386 S. auf 64 Taf. sowie 41 Strichzeichn., 171 Abb. 27 x 19 cm. Gb. EUR 69,00. ISBN: 978-3-89500-823-8 L, Reichert
Der Band präsentiert in 188 Katalognummern die mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Inschriften aus dem heutigen Gebiet der Stadt Essen bis 1650. Berücksichtigt sind sowohl die erhaltenen als auch die nur abschriftlich oder in Abbildungen überlieferten Inschriften. Sie befinden sich vor allem auf liturgischen Geräten, auf Grabdenkmälern, Gemälden und Glocken. .
Mehr als die Hälfte der Inschriftenträger stammt aus dem Damenstift Essen. Die Blütezeit des Stifts während der Herrschaft der ottonischen Äbtissinnen spiegelt sich auch in den Inschriften wider, genau wie die konfessionellen Auseinandersetzungen im 16. Jahrhundert. Inschriften aus dem Bereich der Stadtgemeinde erlauben Einblicke in das Leben der städtischen Honoratiorenschicht. Im Kloster Werden ist die Verehrung des Klostergründers, des hl. Liudger, und seiner Familienmitglieder durch Inschriften belegt, ebenso aber auch die Stiftungs- und Bautätigkeit der Äbte. In Kettwig vermitteln einige erhaltene Grabsteine einen Eindruck von der Grabmalgestaltung in einer kleinen Landgemeinde im 17. Jahrhundert.
Die Einleitung gibt einen kurzen historischen Überblick über die Inschriftenstandorte, stellt die wichtigsten Gruppen von Inschriftenträgern sowie von Textsorten und Inschriftenarten vor und untersucht die in Essen verwendeten Schriftarten.
Die Edition bietet neben der Beschreibung der Inschriftenträger und der Wiedergabe der Inschriftentexte, die gegebenenfalls übersetzt werden, auch Kommentare zu paläographischen, philologischen und kunsthistorischen Fragestellungen, außerdem werden die Inschriften in ihren historischen Kontext eingeordnet. Der Inschriftenbestand wird durch zehn Register erschlossen. Strichzeichnungen der Marken und Gießerzeichen und ein ausführlicher Tafelteil ergänzen die Edition.
Tummuscheit, Astrid. Die Baubefunde des frühmittelalterlichen Seehandelsplatzes von Groß Strömkendorf, Lkr. Nordwestmecklenburg. Forschungen zu Groß Strömkendorf IV. Frühmittelalterliche Archäologie zwischen Ostsee und Mittelmeer (Band 2). 2011. Deutsch. ca. 440 S. auf 79 Tafeln, 7 Beilagen, 112 Abb. 29 x 19 cm. Gb. EUR 59,80. ISBN: 978-3-89500-789-7 L, Reichert
Mit diesem Band wird die Veröffentlichung der umfangreichen Ausgrabungen an dem frühmittelalterlichen Seehandelsplatz mit Gräberfeld fortgesetzt. Im Mittelpunkt des Werkes stehen die zahlreichen Baubefunde, die durch Ausgrabungen freigelegt und dokumentiert wurden: Grubenhäuser, Brunnen, Gruben, Feuerstellen und Gräben. Das Aussehen der zu Beginn des 8. Jahrhunderts im Bereich eines Naturhafens in der Wismar Bucht gegründeten und nach der Mitte des 8. Jahrhunderts neustrukturierten, schachbrettartig angelegten Siedlung wurde wohl in erster Linie durch Grubenhäuser geprägt, die die Handschrift dänischer und sächsischer Handwerker erkennen lassen. Die Auswertung der Baubefunde und die Rekonstruktion der Siedlungsentwicklung unterstützt die These, dass es sich bei den Befunden aus Groß Strömkendorf um die Überreste des in den Fränkischen Reichsannalen genannten emporium reric handelt.
Speidel, Michael P.; Fukushima, Tomoko. Dawn of Japan. Emperor Jimmu with his Gods and Warriors on Third-Century Bronze Mirrors. Forschungen zur Archäologie Außereuropäischer Kulturen (Band 10). 2011. Englisch. 152 S. 39 fb. Abb. 29 x 19 cm. Gb. EUR 59,00 ISBN: 978-3-89500-801-6 L, Reichert
In a richly illustrated study, the authors trace Jimmu Tenno, Japan’s legendary first emperor, on bronze mirrors of his own time.The mirrors, while steeped in mythology, tell the emperor’s historic deeds almost exactly as do the eighth-century legends in the “Kojiki” and “Nihon shoki”, thereby revealing the founder of Japan and its ruling dynasty as a truly historical figure who lived - and worshipped the sun-goddess Amaterasu - in the third century of our era. These discoveries will have a major impact on the history of Japan.
In einer reich illustrierten Arbeit untersuchen die Verfasser Darstellungen von Jimmu Tenno, Japans erstem Kaiser, auf Bronzespiegeln seiner Zeit. Sie zeigen, dass trotz mythologischer Einkleidung diese Spiegel Jimmu’s Taten nahezu genau so berichten wie die im „Kojiki“ und „Nihon shoki“ erhaltenen Legenden des 8. Jahrhunderts. Die Legenden stammen also aus Jimmus eigener Zeit, dem 3. Jahrhundert unserer Zeitrechnung. Jimmu, der Gründer Japans und seiner regierenden Dynastie war somit eine echte historische Persönlichkeit - eine Tatsache von entscheidender Bedeutung für die Geschichte des Landes.
Nikitsch, Eberhard. Die Inschriften des Rhein-Hunsrück-Kreises II. (ehem. Lkrs. Simmern und westlicher Teil des ehem. Lkrs. St. Goar). Die Deutschen Inschriften (Band 79). 2011. Deutsch. 314 S. 229 s/w-Abb. auf 118 Tafeln, 1 Tafel mit Marken und Steinmetzzeichen, 1 Karte, . 27 x 19 cm. Gb. EUR 59,00. ISBN: 978-3-89500-667-8 L, Reichert
Der Band erfasst in 204 Katalognummern die kommentierten Inschriften des westlichen Teils des heutigen Rhein-Hunsrück-Kreises bis 1689. Zusammen mit den 464 Katalognummern des 2004 erschienenen Inschriftenbandes DI 60 liegen nun die Inschriften des gesamten Rhein-Hunsrück-Kreises vollständig vor und erschließen den mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Bestand des Mittelrheintals und weitere Bereiche des Hunsrücks. Neben den wenigen, aber außergewöhnlichen Inschriften aus dem Augustiner-Chorherrenstift Ravengiersburg haben sich vor allem zahlreiche Inschriften auf mittelalterlichen Glocken erhalten, die nicht selten die frühesten kulturgeschichtlichen Zeugen in vielen Dörfern des Hunsrücks darstellen. Für die Geschichte des Bearbeitungsgebietes waren nicht nur die Grafen von Sponheim mit ihrer zeitweiligen Residenz in Kastellaun bestimmend, sondern auch die seit 1459 in Simmern residierenden Herzöge von Pfalz-Simmern, deren Grablege in der dortigen Schlosskirche in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts zu einer Vielfalt hervorragend gearbeiteter fürstlicher und bürgerlicher Grabdenkmäler führte, die hauptsächlich mit der Werkstatt des überregional bedeutenden Bildhauers Johann von Trarbach verbunden sind.
In a richly illustrated study, the authors trace Jimmu Tenno, Japan’s legendary first emperor, on bronze mirrors of his own time.The mirrors, while steeped in mythology, tell the emperor’s historic deeds almost exactly as do the eighth-century legends in the “Kojiki” and “Nihon shoki”, thereby revealing the founder of Japan and its ruling dynasty as a truly historical figure who lived - and worshipped the sun-goddess Amaterasu - in the third century of our era. These discoveries will have a major impact on the history of Japan.
Hanna Sofia Hayduck. Rechtsidee und Bild. Zur Funktion und Ikonografie der Bilder in Rechtsbüchern vom 9. bis zum 16. Jahrhundert. 2011. 372 S., 82 fb. Abb., 33 sw. 112 Tafeln. 24 x 17 cm. Gb. EUR 58,00 ISBN: 978-3-89500-718-7 L, Reichert
Illustrated legal manuscripts are a field of art-historical research that has seen little attention. This study for the first time examines illustrated manuscripts of German-Germanic law from between the 9th and 16th Centuries. The starting point is the Balthasar Behem Code, a magnificent manuscript documenting the laws of Krakow. This code, which is decorated with a series of paintings depicting everyday urban life, was so far only in passing research. This work, however, shows the relationships between images, texts, and the historical circumstances of the manuscript, and thus arrives at a sound interpretation of the images as an allegory of good government. In case studies of other famous books of law, for example the illustrated manuscripts of the Sachsenspiegel (“Saxon Mirror”), but also in previously unpublished materials, the image themes are identified.
Illustrierte Rechtshandschriften sind ein kaum bearbeitetes Feld kunsthistorischer Forschung. Die vorliegende Studie untersucht erstmalig illustrierte Handschriften germanisch-deutschen Rechts vom 9. bis zum 16. Jahrhundert. Den Ausgangspunkt bildet der Balthasar Behem-Kodex, eine Prachthandschrift mit den Gesetzen der Stadt Krakau. Dieser Kodex, den ein Bilderzyklus mit Darstellungen städtischen Alltagslebens schmückt, wurde in der Forschung bislang nur am Rande wahrgenommen. Die vorliegende Arbeit zeigt dagegen die Bezüge zwischen Bildern, Texten und dem Entstehungskontext der Handschrift auf und gelangt so zu einer fundierten Interpretation der Bilder als Allegorie einer guten Regierung. In Fallanalysen weiterer berühmter Rechtsbücher, z.B. der Bilderhandschriften des Sachsenspiegels, aber auch anhand bislang unpublizierten Materials, werden die Bildthemen identifiziert. Die Untersuchung zeigt, wie sich die Bedeutung der Bilder im Spannungsfeld zwischen konkreten Rechtstexten, mittelalterlichen Rechtsvorstellungen und ikonografischer Formulierung des Themas konstituiert.
Die Inschriften des Landkreises Passau . Gesammelt und bearbeitet von Ramona Epp. Die ehemaligen Bezirksämter Passau und Wegscheid. Band 80 der Reihe Die Deutschen Inschriften. 2011. 372 S., . 70 Abb. dav. 1 fb.Gb. EUR 59,00 ISBN: 978-3-89500-786-6 L, Reichert
Der Band umfasst 185 Editionen der Inschriften des Landkreises Passau, die sich in den ehemaligen Bezirksämtern Passau und Wegscheid befinden. Erfasst sind alle Inschriften vom hohen Mittelalter bis zum Jahre 1650, von denen der Großteil noch im Original erhalten ist. Der Band schließt sich an die bereits erschienene Edition der Inschriften der Stadt Passau an. Das hier behandelte Gebiet grenzt sowohl im Norden als auch im Süden direkt an die Bischofsstadt an und umfasst einen Teil des ehemaligen Hochstiftes sowie einen Teil der ehemaligen Grafschaft Neuburg am Inn, aber auch angrenzende Abschnitte der bayerischen Landgerichte Vilshofen und Griesbach. Somit liefert die Edition ein breites Spektrum an verschiedensten, mehr oder weniger von der Stadt beeinflussten Bereichen. Neben Denkmälern für im Hochstift tätige Amtsträger des Bischofs finden sich Marktrichter von Untergriesbach und Obernzell oder Verwaltungsbeamte der Grafschaft Neuburg am Inn. Eine ganze Reihe an Grabmälern stammt von lokalen Adelsfamilien. Sie wählten die ihren Sitzen nahegelegenen Pfarrkirche zu ihren Grablegen und ließen oftmals ihre Denkmäler in Passauer Werkstätten fertigen. Ebenso ist der Klerus in den Inschriften vertreten: neben der Pfarrgeistlichkeit treten besonders die Abtsgrabmäler in den Klöstern Fürstenzell und Vornbach am Inn hervor. Die Abteien bergen darüber hinaus auch bemerkenswerte Monumente ihrer Stifter, namentlich der Grafen von Vornbach. Einen großen Teil des vorliegenden Katalogs nimmt der Inschriftenzyklus im Schloss Obernzell ein. Bischof Urban von Trenbach hat zu Beginn der achtziger Jahre des 16. Jahrhunderts den Festsaal mit einem umfangreichen Päpstewappenfries - beginnend beim Heiligen Petrus bis hin zu Papst Clemens VIII. - und einem Zyklus lateinischer Sinnsprüche, der sich in der ehemaligen Kapelle fortsetzte, mit Lebensweisheiten und diversen Zitaten - darunter auch solche in griechisch, altsyrisch und (pseudo-)hebräisch - ausstatten lassen.
Petra Linscheid. Frühbyzantinische textile Kopfbedeckungen. Typologie, Verbreitung, Chronologie und soziologischer Kontext nach Originalfunden. Band 30 der Reihe Spätantike - Frühes Christentum - Byzanz. 2011. 442 S. 403 sw. u. 20 fb. Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 98,00 ISBN: 978-3-89500-721-7 L, Reichert
The analysis of archaeological textiles in order to write their ancient cultural history is still in its infancy. This study contributes to this process by cataloging more than 600 original pieces of headwear from the late Roman and early Byzantine periods, and evaluates them in terms of their location, date, sociological context, visual and written sources, as well as their precursors and successors. The majority of the analyzed pieces have so far remained unpublished, and many are for the first time being identified and reconstructed as head coverings. The book thus provides a material basis for costume historians, textile experts, archaeologists, sociologists, art historians, philologists, and museum curators.
Die Auswertung archäologischer Textilien für die antike Kulturgeschichte steckt erst in den Anfängen. Die vorliegende Arbeit leistet hierzu einen Beitrag, indem sie mehr als 600 originale Kopfbedeckungen spätrömischer und frühbyzantinischer Zeit katalogisiert und in Hinblick auf ihre Lokalisierung, Datierung, soziologische Zusammenhänge, bildliche und schriftliche Quellen sowie Vorläufer und Nachfolger auswertet. Die überwiegende Zahl der behandelten Stücke ist bisher unpubliziert; zahlreiche werden erstmals als Kopfbedeckung identifiziert und rekonstruiert. Das Buch bildet damit eine Materialgrundlage für Kostümhistoriker, Textilwissenschaftler, Archäologen, Soziologen, Kunstwissenschaftler, Philologen und Museumskuratoren.
Almuth Klein. Funktion und Nutzung der Krypta im Mittelalter. Heiligsprechung und Heiligenverehrung am Beispiel Italien. 2011. 288 S. 190 Abb. 24 x 17 cm . Gb. EUR 68,00. ISBN: 978-3-89500-785-9 L, Reichert
Under the lasting influence of romantic-mystic views of the 19th and 20th century the function of a crypt within the structure of a church is still a matter of false interpretation. This book discusses on basis of a broad range of examples which were erected during the 11th and 12th century in Italy the possibile use of this building type. The crypt is embedded within a clear structural system and hierarchy of the whole church structure even though its functions are different.
Unter dem erstaunlich lang anhaltenden Einfluss romantisch-mystifizierender Sichtweisen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts wird die Aufgabe der Krypta innerhalb eines Kirchenraums bis heute meist falsch gedeutet. In diesem Buch werden anhand einer breiten Auswahl der zahlreichen im 11. und 12. Jahrhundert in Italien entstandenen Anlagen die tatsächlichen Nutzungsmöglichkeiten dieses Raumtyps beleuchtet. Dabei zeigt sich vor allem, dass die Krypta trotz unterschiedlicher Funktion stets in ein klar strukturiertes System der dem Gesamtbau innewohnenden Raumhierarchie eingebettet ist.
Agnes Schwarzmaier. Die Masken aus der Nekropole von Lipari. Band 21 der Reihe Palila. 2011.24 sw. und 2 fb. Abb. 29 x 22 cm. Br. EUR 29,80. ISBN: 978-3-89500-710-1 L, Reichert
In the necropolis of Lipari, large numbers of clay masks from the 4th and early 3rd Century BC have been found that represent an important local feature. They are based in their form on theatrical masks from the same period and are therefore regarded for their value as sources of insight into ancient theater.
An investigation of the masks in their context within the necropolis allows for important conclusions about their function and their importance in the context of the grave ritual to be drawn. Apparently, they belonged - together with symposium dishes - to a dead victim and were meant to serve the deceased in the afterlife during a drinking party in honor of Dionysus.
In der Nekropole von Lipari haben sich große Mengen von Tonmasken aus dem 4. und frühen 3. Jahrhundert v. Chr. gefunden, die eine bedeutende lokale Besonderheit darstellen. Sie orientieren sich in ihrer Formensprache an gleichzeitigen Theatermasken und werden deshalb nach ihrem Quellenwert für das antike Theater befragt.
Eine Untersuchung der Masken in ihrem Kontext in der Nekropole erlaubt wichtige Rückschlüsse auf ihre Funktion und Bedeutung im Rahmen des Grabrituals. Offenbar gehörten sie zusammen mit Symposionsgeschirr zu einem Totenopfer und sollten den Verstorbenen im Jenseits bei einem Trinkfest im Gefolge des Dionysos zur Verfügung stehen.
Alexandra W. Busch. Militär in Rom. Militärische und paramilitärische Einheiten im kaiserzeitlichen Stadtbild. Band 20 der Reihe Palilia.. 2011. 184 S. 90 Abb. 29 x 22 cm. Br. EUR 29,80. ISBN: 978-3-89500-706-4 L, Reichert
In republikanischer Zeit galt Rom als „entmilitarisierte“ Zone. Unter Augustus wurden in der Hauptstadt des Reiches erstmalig Soldaten stationiert und somit ein entscheidender Wendepunkt zwischen Republik und Prinzipat markiert. Im kaiserzeitlichen Rom lebten und agierten nun zwischen 10.000 und 40.000 Soldaten. Sie bildeten einen wesentlichen Bestandteil der städtischen Kultur. Thema dieses Buches ist das stadtrömische Militär in allen seinen Facetten: es geht dabei vor allem um die Vielschichtigkeit seines kulturellen Erscheinungsbildes, seine Wirkung auf die städtische Bevölkerung und die Bedeutung für das zivile Leben in der Hauptstadt. Erstmalig werden die schriftlichen, archäologischen und bildlichen Quellen zum Militär in Rom zusammengestellt und ein umfassendes Bild vom Leben und Wirken der stadtrömischen Soldaten entworfen.
Kalinowski, Anja. Frühchristliche Reliquiare im Kontext von Kultstrategien, Heilserwartung und sozialer Selbstdarstellung.Spätantike - Frühes Christentum - Byzanz. Kunst im ersten Jahrtausend. Reihe B: Studien und Perspektiven (Band 32). 2011. Deutsch. 352 S. 291 Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 59,00. ISBN: 978-3-89500-794-1 L, Reichert
This study for the first time provides a comprehensive analysis of early Christian reliquaries in the context of their meaning and various uses. Taking into account all documented provenances and written sources on the cult of relics, basic conditions of production of reliquaries, the individual user groups, and their influence on the design of the vessels are shown. Special focus is given to the question of the relationship between form and function of the relics. The study touches on foundations of many disciplines that deal with the early Christian cult of relics (art history, Christian archeology, history, theology, religious studies, etc.).
Die Studie bietet erstmals eine umfassende Untersuchung frühchristlicher Reliquiare im Kontext ihrer vielfältigen Bedeutungs- und Nutzungsbereiche. Unter Berücksichtigung aller dokumentierten Fundsituationen sowie schriftlicher Quellen zum Reliquienkult werden Grundbedingungen der Herstellung von Reliquiaren, die einzelnen Benutzerkreisen und deren Einfluss auf die Gestaltung der Gefäße aufgezeigt. Ein besonderer Fokus wird auf die Frage nach dem Verhältnis von Form und Funktion der Reliquiare gerichtet. Die Studie berührt Grundlagen vieler Disziplinen, die sich mit dem frühchristlichen Reliquienkult auseinandersetzen (Kunstgeschichte, Christliche Archäologie, Geschichte, Theologie, Religionswissenschaft u. a.).
Thomas Raimer. Das Buch und die vier Ecken der Welt. Von der Hülle der Thorarolle zum Decken des Evangeliencodex. 2011. 356 S. 146 sw, 118 fb. Abb. 24 x 17 cm . Gb. EUR 98,00 ISBN: 978-3-89500-709-5 L, Reichert
Ein englisches Sprichwort warnt: »Don’t judge a book by its cover.« Auf den Einband richten sich noch vor dem Öffnen die Blicke der Leser, die sich seinem Eindruck nur schwer entziehen. Ausgehend von der berühmtesten Bücherhülle der Spätantike, die die Langobardenkönigin Theodelinda um 600 der Basilika San Giovanni in Monza stiftete, gelingt es dem Autor, die Voraussetzungen der Entstehung des spätantiken Prachteinbands in der christlichen Auseinandersetzung mit der Verwahrung der heiligen Schriften im Judentum zu bestimmen.
Thomas Rainer geb. 1973, Studium der Kunstgeschichte, Alten Geschichte und Geschichte in Innsbruck und Freiburg im Breisgau, Promotion 2008. Von 1998 bis 2001 Studienaufenthalt an der Bibliothèque nationale de France in Paris. Ab 2002 Tätigkeit als Kulturpublizist und Ausstellungskurator in München, zuletzt als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Bayerischen Schlösserverwaltung. Lehraufträge an der Universität Innsbruck und an der Fachhochschule Kufstein. Publikationen zur spätantiken und mittelalterlichen Kunst, der Sozialgeschichte des mittelalterlichen Künstlers, dem Verhältnis jüdischer und christlicher Kunst sowie dem Kulturtransfer zwischen Asien und Europa. Arbeitet zurzeit an einer Mediengeschichte des codexförmigen Buches.
Zeitschrift für Archäologie Außereuropäischer Kulturen. Hrsg.: Deutsches Archäologisches Institut. Kommission für Archäologie Außereuropäischer Kulturen. 2011. 296 S. 185 fb. Abb. 28 x 20 cm. Gb. EUR 78,00. ISBN: 978-3-89500-800-9 L, Reichert
Kögler, Patricia. Feinkeramik aus Knidos vom mittleren Hellenismus bis in die mittlere Kaiserzeit (ca. 200 v.Chr. bis 150 n.Chr.) 2011. 806 S., 1261 Abb. 30 x 21 cm, Gb. Eur 198,00 ISBN: 978-3-89500-715-6 L, Reichert
Die antike Metropole Knidos gehörte in Hellenismus und Kaiserzeit zu den bedeutendsten Herstellungszentren feinen Tafelgeschirrs im östlichen Mittelmeerraum. Bislang war die knidische Keramik jedoch nur teilweise bekannt. Mit Hilfe von ca. 2.000 Fundstücken zeigt dieser Band das gesamte Spektrum der in Knidos produzierten Feinkeramik auf - sowohl undekorierte Massenware als auch bemaltes oder reliefverziertes Luxusgeschirr. Ausgewählte Fundkomplexe bilden die Basis für eine umfassende Chronologie und Typologie der knidischen Feinkeramik. Mehr als 90 lokale Gefäßtypen werden detailliert besprochen, die dekorierten Waren und ihrer Zierelemente ausführlich charakterisiert. Die Arbeit beleuchtet ferner die langzeitliche Entwicklung der lokalen Produktion und zeigt die Ursachen für Veränderungen des Repertoires auf. Die Beziehungen zu anderen Produktionszentren und das Verhältnis zwischen lokaler und importierter Keramik sind dabei von besonderem Interesse.
Die Akropolis von Athen im Hellenismus und in der römischen Kaiserzeit. Internationales Kolloquium vom 16. bis 17. Juni 2006 in Bonn. Hrsg.: Krumeich, Ralf; Witschel, Christian. 536 S. 2 Falttafeln, 140 Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 98,00 ISBN: 978-3-89500-713-2 L, Reichert
Im Hellenismus und vor allem in der römischen Kaiserzeit galt die Akropolis als Inbegriff der Größe und „Blütezeit“ des klassischen Athen und muss partiell geradezu museale Züge aufgewiesen haben. Dieser Band basiert auf einem internationalen Kolloquium an der Universität Bonn: Autoren aus den Fächern Klassische Archäologie und Alte Geschichte behandeln in ihren Beiträgen Bauten, Weihgeschenke und Ehrenstatuen hellenistischer und römischer Zeit (bis zur Spätantike), deren historischen und politischen Kontext sowie den gerade auf der Akropolis gut dokumentierten absichtsvollen Rückbezug auf die Vergangenheit Athens in der Frühzeit der Demokratie und in der Epoche des Perikles.
Spier, Jeffrey. Treasures of the Ferrell Collection. Englisch. 340 S. 391 fb. Abb. 31 x 24 cm. Gb. EUR 98,00 ISBN: 978-3-89500-795-8 L, Reichert
James Ferrell has collected Greek and Roman antiquities for many years to satisfy his life-long interest in ancient history. His collection is particularly important for its focus on jewelry, engraved gems and cameos, imperial medallions, and silver plate dating from the end of the Roman Empire and the early Byzantine period (3rd-7th centuries AD). It was at this time that the Roman Empire was gradually overrun by barbarian invaders and shifted its capital eastward, to the newly founded city of Constantinople.
The Ferrell Collection is particularly rich in objects made of precious metal created in royal and imperial workshops, ranging from jewelry of the Hellenistic Greek kings to medallions and brooches presented by the Roman emperors to high officials and military officers. Also included are beautifully made objects from Gothic craftsmen of the fifth and sixth centuries, including gold and silver buckles and jewelry inlaid with garnets. The catalogue continues with a superb assemblage of Byzantine jewelry and an important selection of sixth-century ecclesiastical silver vessels.
Jeffrey Spier is a university associate and adjunct professor in the Classics Department at the University of Arizona. He has published extensively on Greek and Roman gems and jewelry and on early Christian and Byzantine art. His books include “Ancient Gems and Finger Rings. Catalogue of the Collections, The J. Paul Getty Museum” (1992), “Late Antique and Early Christian Gems” (2007), and “Picturing the Bible: the Earliest Christian Art” (2007).
Die Inschriften der Stadt Freising. Die Deutschen Inschriften (Band 69). 27 x 19 cm. Gb. EUR 98,00 ISBN: 978-3-89500-557-2 L, Reichert
Das der ehemals fürstbischöflichen Residenzstadt Freising verliehene Attribut einer „geistlichen Stadt“ spiegelt sich in seinen rund 480 Inschriften wieder: Der weitaus größte Teil des Bestandes bezieht sich auf die Freisinger Bischöfe und die Angehörigen des Domstifts, der Stifte St. Johannes, St. Andreas, St. Veit, Weihenstephan und Neustift. Allein im Domstift finden sich vom 14. Jahrhundert an zahlreiche Inschriften auf figürlichen Grabplatten für Mitglieder des bayerischen Adels. Die Vielzahl und Verschiedenartigkeit der überlieferten Sepulkralplastik macht dabei deutlich, wie sehr Freising von den bayerischen Steinmetzzentren München, Augsburg, Landshut oder Straubing profitierte. Zu den Ausnahmestücken zählen die romanischen Inschriften am Domportal. Glockeninschriften, Inschriften auf Bildfenstern und Inschriften auf Holz runden das Gesamtbild.
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