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Reichert, Dr. Ludwig Verlag

 
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Hanna Sofia Hayduck. Rechtsidee und Bild. Zur Funktion und Ikonografie der Bilder in Rechtsbüchern vom 9. bis zum 16. Jahrhundert. 2011. 372 S., 82 fb. Abb., 33 sw. 112 Tafeln. 24 x 17 cm. Gb. EUR 58,00 ISBN: 978-3-89500-718-7 L, Reichert
Illustrated legal manuscripts are a field of art-historical research that has seen little attention. This study for the first time examines illustrated manuscripts of German-Germanic law from between the 9th and 16th Centuries. The starting point is the Balthasar Behem Code, a magnificent manuscript documenting the laws of Krakow. This code, which is decorated with a series of paintings depicting everyday urban life, was so far only in passing research. This work, however, shows the relationships between images, texts, and the historical circumstances of the manuscript, and thus arrives at a sound interpretation of the images as an allegory of good government. In case studies of other famous books of law, for example the illustrated manuscripts of the Sachsenspiegel (“Saxon Mirror”), but also in previously unpublished materials, the image themes are identified.
Illustrierte Rechtshandschriften sind ein kaum bearbeitetes Feld kunsthistorischer Forschung. Die vorliegende Studie untersucht erstmalig illustrierte Handschriften germanisch-deutschen Rechts vom 9. bis zum 16. Jahrhundert. Den Ausgangspunkt bildet der Balthasar Behem-Kodex, eine Prachthandschrift mit den Gesetzen der Stadt Krakau. Dieser Kodex, den ein Bilderzyklus mit Darstellungen städtischen Alltagslebens schmückt, wurde in der Forschung bislang nur am Rande wahrgenommen. Die vorliegende Arbeit zeigt dagegen die Bezüge zwischen Bildern, Texten und dem Entstehungskontext der Handschrift auf und gelangt so zu einer fundierten Interpretation der Bilder als Allegorie einer guten Regierung. In Fallanalysen weiterer berühmter Rechtsbücher, z.B. der Bilderhandschriften des Sachsenspiegels, aber auch anhand bislang unpublizierten Materials, werden die Bildthemen identifiziert. Die Untersuchung zeigt, wie sich die Bedeutung der Bilder im Spannungsfeld zwischen konkreten Rechtstexten, mittelalterlichen Rechtsvorstellungen und ikonografischer Formulierung des Themas konstituiert.
Die Inschriften des Landkreises Passau . Gesammelt und bearbeitet von Ramona Epp. Die ehemaligen Bezirksämter Passau und Wegscheid. Band 80 der Reihe Die Deutschen Inschriften. 2011. 372 S., . 70 Abb. dav. 1 fb.Gb. EUR 59,00 ISBN: 978-3-89500-786-6 L, Reichert
Der Band umfasst 185 Editionen der Inschriften des Landkreises Passau, die sich in den ehemaligen Bezirksämtern Passau und Wegscheid befinden. Erfasst sind alle Inschriften vom hohen Mittelalter bis zum Jahre 1650, von denen der Großteil noch im Original erhalten ist. Der Band schließt sich an die bereits erschienene Edition der Inschriften der Stadt Passau an. Das hier behandelte Gebiet grenzt sowohl im Norden als auch im Süden direkt an die Bischofsstadt an und umfasst einen Teil des ehemaligen Hochstiftes sowie einen Teil der ehemaligen Grafschaft Neuburg am Inn, aber auch angrenzende Abschnitte der bayerischen Landgerichte Vilshofen und Griesbach. Somit liefert die Edition ein breites Spektrum an verschiedensten, mehr oder weniger von der Stadt beeinflussten Bereichen. Neben Denkmälern für im Hochstift tätige Amtsträger des Bischofs finden sich Marktrichter von Untergriesbach und Obernzell oder Verwaltungsbeamte der Grafschaft Neuburg am Inn. Eine ganze Reihe an Grabmälern stammt von lokalen Adelsfamilien. Sie wählten die ihren Sitzen nahegelegenen Pfarrkirche zu ihren Grablegen und ließen oftmals ihre Denkmäler in Passauer Werkstätten fertigen. Ebenso ist der Klerus in den Inschriften vertreten: neben der Pfarrgeistlichkeit treten besonders die Abtsgrabmäler in den Klöstern Fürstenzell und Vornbach am Inn hervor. Die Abteien bergen darüber hinaus auch bemerkenswerte Monumente ihrer Stifter, namentlich der Grafen von Vornbach. Einen großen Teil des vorliegenden Katalogs nimmt der Inschriftenzyklus im Schloss Obernzell ein. Bischof Urban von Trenbach hat zu Beginn der achtziger Jahre des 16. Jahrhunderts den Festsaal mit einem umfangreichen Päpstewappenfries - beginnend beim Heiligen Petrus bis hin zu Papst Clemens VIII. - und einem Zyklus lateinischer Sinnsprüche, der sich in der ehemaligen Kapelle fortsetzte, mit Lebensweisheiten und diversen Zitaten - darunter auch solche in griechisch, altsyrisch und (pseudo-)hebräisch - ausstatten lassen.
Petra Linscheid. Frühbyzantinische textile Kopfbedeckungen. Typologie, Verbreitung, Chronologie und soziologischer Kontext nach Originalfunden. Band 30 der Reihe Spätantike - Frühes Christentum - Byzanz. 2011. 442 S. 403 sw. u. 20 fb. Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 98,00 ISBN: 978-3-89500-721-7 L, Reichert
The analysis of archaeological textiles in order to write their ancient cultural history is still in its infancy. This study contributes to this process by cataloging more than 600 original pieces of headwear from the late Roman and early Byzantine periods, and evaluates them in terms of their location, date, sociological context, visual and written sources, as well as their precursors and successors. The majority of the analyzed pieces have so far remained unpublished, and many are for the first time being identified and reconstructed as head coverings. The book thus provides a material basis for costume historians, textile experts, archaeologists, sociologists, art historians, philologists, and museum curators.
Die Auswertung archäologischer Textilien für die antike Kulturgeschichte steckt erst in den Anfängen. Die vorliegende Arbeit leistet hierzu einen Beitrag, indem sie mehr als 600 originale Kopfbedeckungen spätrömischer und frühbyzantinischer Zeit katalogisiert und in Hinblick auf ihre Lokalisierung, Datierung, soziologische Zusammenhänge, bildliche und schriftliche Quellen sowie Vorläufer und Nachfolger auswertet. Die überwiegende Zahl der behandelten Stücke ist bisher unpubliziert; zahlreiche werden erstmals als Kopfbedeckung identifiziert und rekonstruiert. Das Buch bildet damit eine Materialgrundlage für Kostümhistoriker, Textilwissenschaftler, Archäologen, Soziologen, Kunstwissenschaftler, Philologen und Museumskuratoren.
Almuth Klein. Funktion und Nutzung der Krypta im Mittelalter. Heiligsprechung und Heiligenverehrung am Beispiel Italien. 2011. 288 S. 190 Abb. 24 x 17 cm . Gb. EUR 68,00. ISBN: 978-3-89500-785-9 L, Reichert
Under the lasting influence of romantic-mystic views of the 19th and 20th century the function of a crypt within the structure of a church is still a matter of false interpretation. This book discusses on basis of a broad range of examples which were erected during the 11th and 12th century in Italy the possibile use of this building type. The crypt is embedded within a clear structural system and hierarchy of the whole church structure even though its functions are different.
Unter dem erstaunlich lang anhaltenden Einfluss romantisch-mystifizierender Sichtweisen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts wird die Aufgabe der Krypta innerhalb eines Kirchenraums bis heute meist falsch gedeutet. In diesem Buch werden anhand einer breiten Auswahl der zahlreichen im 11. und 12. Jahrhundert in Italien entstandenen Anlagen die tatsächlichen Nutzungsmöglichkeiten dieses Raumtyps beleuchtet. Dabei zeigt sich vor allem, dass die Krypta trotz unterschiedlicher Funktion stets in ein klar strukturiertes System der dem Gesamtbau innewohnenden Raumhierarchie eingebettet ist.
Agnes Schwarzmaier. Die Masken aus der Nekropole von Lipari. Band 21 der Reihe Palila. 2011.24 sw. und 2 fb. Abb. 29 x 22 cm. Br. EUR 29,80. ISBN: 978-3-89500-710-1 L, Reichert
In the necropolis of Lipari, large numbers of clay masks from the 4th and early 3rd Century BC have been found that represent an important local feature. They are based in their form on theatrical masks from the same period and are therefore regarded for their value as sources of insight into ancient theater.
An investigation of the masks in their context within the necropolis allows for important conclusions about their function and their importance in the context of the grave ritual to be drawn. Apparently, they belonged - together with symposium dishes - to a dead victim and were meant to serve the deceased in the afterlife during a drinking party in honor of Dionysus.
In der Nekropole von Lipari haben sich große Mengen von Tonmasken aus dem 4. und frühen 3. Jahrhundert v. Chr. gefunden, die eine bedeutende lokale Besonderheit darstellen. Sie orientieren sich in ihrer Formensprache an gleichzeitigen Theatermasken und werden deshalb nach ihrem Quellenwert für das antike Theater befragt.
Eine Untersuchung der Masken in ihrem Kontext in der Nekropole erlaubt wichtige Rückschlüsse auf ihre Funktion und Bedeutung im Rahmen des Grabrituals. Offenbar gehörten sie zusammen mit Symposionsgeschirr zu einem Totenopfer und sollten den Verstorbenen im Jenseits bei einem Trinkfest im Gefolge des Dionysos zur Verfügung stehen.
Alexandra W. Busch. Militär in Rom. Militärische und paramilitärische Einheiten im kaiserzeitlichen Stadtbild. Band 20 der Reihe Palilia.. 2011. 184 S. 90 Abb. 29 x 22 cm. Br. EUR 29,80. ISBN: 978-3-89500-706-4 L, Reichert
In republikanischer Zeit galt Rom als „entmilitarisierte“ Zone. Unter Augustus wurden in der Hauptstadt des Reiches erstmalig Soldaten stationiert und somit ein entscheidender Wendepunkt zwischen Republik und Prinzipat markiert. Im kaiserzeitlichen Rom lebten und agierten nun zwischen 10.000 und 40.000 Soldaten. Sie bildeten einen wesentlichen Bestandteil der städtischen Kultur. Thema dieses Buches ist das stadtrömische Militär in allen seinen Facetten: es geht dabei vor allem um die Vielschichtigkeit seines kulturellen Erscheinungsbildes, seine Wirkung auf die städtische Bevölkerung und die Bedeutung für das zivile Leben in der Hauptstadt. Erstmalig werden die schriftlichen, archäologischen und bildlichen Quellen zum Militär in Rom zusammengestellt und ein umfassendes Bild vom Leben und Wirken der stadtrömischen Soldaten entworfen.
Kalinowski, Anja. Frühchristliche Reliquiare im Kontext von Kultstrategien, Heilserwartung und sozialer Selbstdarstellung.Spätantike - Frühes Christentum - Byzanz. Kunst im ersten Jahrtausend. Reihe B: Studien und Perspektiven (Band 32). 2011. Deutsch. 352 S. 291 Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 59,00. ISBN: 978-3-89500-794-1 L, Reichert
This study for the first time provides a comprehensive analysis of early Christian reliquaries in the context of their meaning and various uses. Taking into account all documented provenances and written sources on the cult of relics, basic conditions of production of reliquaries, the individual user groups, and their influence on the design of the vessels are shown. Special focus is given to the question of the relationship between form and function of the relics. The study touches on foundations of many disciplines that deal with the early Christian cult of relics (art history, Christian archeology, history, theology, religious studies, etc.).
Die Studie bietet erstmals eine umfassende Untersuchung frühchristlicher Reliquiare im Kontext ihrer vielfältigen Bedeutungs- und Nutzungsbereiche. Unter Berücksichtigung aller dokumentierten Fundsituationen sowie schriftlicher Quellen zum Reliquienkult werden Grundbedingungen der Herstellung von Reliquiaren, die einzelnen Benutzerkreisen und deren Einfluss auf die Gestaltung der Gefäße aufgezeigt. Ein besonderer Fokus wird auf die Frage nach dem Verhältnis von Form und Funktion der Reliquiare gerichtet. Die Studie berührt Grundlagen vieler Disziplinen, die sich mit dem frühchristlichen Reliquienkult auseinandersetzen (Kunstgeschichte, Christliche Archäologie, Geschichte, Theologie, Religionswissenschaft u. a.).
Thomas Raimer. Das Buch und die vier Ecken der Welt. Von der Hülle der Thorarolle zum Decken des Evangeliencodex. 2011. 356 S. 146 sw, 118 fb. Abb. 24 x 17 cm . Gb. EUR 98,00 ISBN: 978-3-89500-709-5 L, Reichert
Ein englisches Sprichwort warnt: »Don’t judge a book by its cover.« Auf den Einband richten sich noch vor dem Öffnen die Blicke der Leser, die sich seinem Eindruck nur schwer entziehen. Ausgehend von der berühmtesten Bücherhülle der Spätantike, die die Langobardenkönigin Theodelinda um 600 der Basilika San Giovanni in Monza stiftete, gelingt es dem Autor, die Voraussetzungen der Entstehung des spätantiken Prachteinbands in der christlichen Auseinandersetzung mit der Verwahrung der heiligen Schriften im Judentum zu bestimmen.
Thomas Rainer geb. 1973, Studium der Kunstgeschichte, Alten Geschichte und Geschichte in Innsbruck und Freiburg im Breisgau, Promotion 2008. Von 1998 bis 2001 Studienaufenthalt an der Bibliothèque nationale de France in Paris. Ab 2002 Tätigkeit als Kulturpublizist und Ausstellungskurator in München, zuletzt als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Bayerischen Schlösserverwaltung. Lehraufträge an der Universität Innsbruck und an der Fachhochschule Kufstein. Publikationen zur spätantiken und mittelalterlichen Kunst, der Sozialgeschichte des mittelalterlichen Künstlers, dem Verhältnis jüdischer und christlicher Kunst sowie dem Kulturtransfer zwischen Asien und Europa. Arbeitet zurzeit an einer Mediengeschichte des codexförmigen Buches.
Zeitschrift für Archäologie Außereuropäischer Kulturen. Hrsg.: Deutsches Archäologisches Institut. Kommission für Archäologie Außereuropäischer Kulturen. 2011. 296 S. 185 fb. Abb. 28 x 20 cm. Gb. EUR 78,00. ISBN: 978-3-89500-800-9 L, Reichert
Kögler, Patricia. Feinkeramik aus Knidos vom mittleren Hellenismus bis in die mittlere Kaiserzeit (ca. 200 v.Chr. bis 150 n.Chr.) 2011. 806 S., 1261 Abb. 30 x 21 cm, Gb. Eur 198,00 ISBN: 978-3-89500-715-6 L, Reichert
Die antike Metropole Knidos gehörte in Hellenismus und Kaiserzeit zu den bedeutendsten Herstellungszentren feinen Tafelgeschirrs im östlichen Mittelmeerraum. Bislang war die knidische Keramik jedoch nur teilweise bekannt. Mit Hilfe von ca. 2.000 Fundstücken zeigt dieser Band das gesamte Spektrum der in Knidos produzierten Feinkeramik auf - sowohl undekorierte Massenware als auch bemaltes oder reliefverziertes Luxusgeschirr. Ausgewählte Fundkomplexe bilden die Basis für eine umfassende Chronologie und Typologie der knidischen Feinkeramik. Mehr als 90 lokale Gefäßtypen werden detailliert besprochen, die dekorierten Waren und ihrer Zierelemente ausführlich charakterisiert. Die Arbeit beleuchtet ferner die langzeitliche Entwicklung der lokalen Produktion und zeigt die Ursachen für Veränderungen des Repertoires auf. Die Beziehungen zu anderen Produktionszentren und das Verhältnis zwischen lokaler und importierter Keramik sind dabei von besonderem Interesse.
Die Akropolis von Athen im Hellenismus und in der römischen Kaiserzeit. Internationales Kolloquium vom 16. bis 17. Juni 2006 in Bonn. Hrsg.: Krumeich, Ralf; Witschel, Christian. 536 S. 2 Falttafeln, 140 Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 98,00 ISBN: 978-3-89500-713-2 L, Reichert
Im Hellenismus und vor allem in der römischen Kaiserzeit galt die Akropolis als Inbegriff der Größe und „Blütezeit“ des klassischen Athen und muss partiell geradezu museale Züge aufgewiesen haben. Dieser Band basiert auf einem internationalen Kolloquium an der Universität Bonn: Autoren aus den Fächern Klassische Archäologie und Alte Geschichte behandeln in ihren Beiträgen Bauten, Weihgeschenke und Ehrenstatuen hellenistischer und römischer Zeit (bis zur Spätantike), deren historischen und politischen Kontext sowie den gerade auf der Akropolis gut dokumentierten absichtsvollen Rückbezug auf die Vergangenheit Athens in der Frühzeit der Demokratie und in der Epoche des Perikles.
Spier, Jeffrey. Treasures of the Ferrell Collection. Englisch. 340 S. 391 fb. Abb. 31 x 24 cm. Gb. EUR 98,00 ISBN: 978-3-89500-795-8 L, Reichert
James Ferrell has collected Greek and Roman antiquities for many years to satisfy his life-long interest in ancient history. His collection is particularly important for its focus on jewelry, engraved gems and cameos, imperial medallions, and silver plate dating from the end of the Roman Empire and the early Byzantine period (3rd-7th centuries AD). It was at this time that the Roman Empire was gradually overrun by barbarian invaders and shifted its capital eastward, to the newly founded city of Constantinople.
The Ferrell Collection is particularly rich in objects made of precious metal created in royal and imperial workshops, ranging from jewelry of the Hellenistic Greek kings to medallions and brooches presented by the Roman emperors to high officials and military officers. Also included are beautifully made objects from Gothic craftsmen of the fifth and sixth centuries, including gold and silver buckles and jewelry inlaid with garnets. The catalogue continues with a superb assemblage of Byzantine jewelry and an important selection of sixth-century ecclesiastical silver vessels.
Jeffrey Spier is a university associate and adjunct professor in the Classics Department at the University of Arizona. He has published extensively on Greek and Roman gems and jewelry and on early Christian and Byzantine art. His books include “Ancient Gems and Finger Rings. Catalogue of the Collections, The J. Paul Getty Museum” (1992), “Late Antique and Early Christian Gems” (2007), and “Picturing the Bible: the Earliest Christian Art” (2007).
Die Inschriften der Stadt Freising. Die Deutschen Inschriften (Band 69). 27 x 19 cm. Gb. EUR 98,00 ISBN: 978-3-89500-557-2 L, Reichert
Das der ehemals fürstbischöflichen Residenzstadt Freising verliehene Attribut einer „geistlichen Stadt“ spiegelt sich in seinen rund 480 Inschriften wieder: Der weitaus größte Teil des Bestandes bezieht sich auf die Freisinger Bischöfe und die Angehörigen des Domstifts, der Stifte St. Johannes, St. Andreas, St. Veit, Weihenstephan und Neustift. Allein im Domstift finden sich vom 14. Jahrhundert an zahlreiche Inschriften auf figürlichen Grabplatten für Mitglieder des bayerischen Adels. Die Vielzahl und Verschiedenartigkeit der überlieferten Sepulkralplastik macht dabei deutlich, wie sehr Freising von den bayerischen Steinmetzzentren München, Augsburg, Landshut oder Straubing profitierte. Zu den Ausnahmestücken zählen die romanischen Inschriften am Domportal. Glockeninschriften, Inschriften auf Bildfenstern und Inschriften auf Holz runden das Gesamtbild.
Etruskisch-italische und römisch-republikanische Häuser. Hrsg.: Bentz, Martin; Reusser, Christoph. Studien zur Antiken Stadt (Band 9). 304 S. 323 Illustration(en), schwarz-weiß. 29,7 x 21 cm. Gb. EUR 69,00 ISBN: 978-3-89500-779-8 L, Reichert
Im Gegensatz zu den Gräbern und Heiligtümern sind die vorrömischen Wohnhäuser Italiens nur schlecht untersucht. Zwar befasst sich die Etruskologie seit längerem mit Wohnquartieren der frühen Eisenzeit und der archaischen Epoche, die Befunde ab dem 5. Jahrhundert v. Chr. sind jedoch kaum bekannt. Die Beschäftigung mit frühen römischen Häusern hingegen ist durch neue Forschungen in Pompeji und in römischen Koloniestädten mit unterschiedlichen methodischen Ansätzen in den letzten Jahren intensiviert worden.
Der vorliegende Band umfasst die Beiträge eines vom 23. bis 25. Januar 2009 in Bonn abgehaltenen Kolloquiums, auf dem die teilweise parallel, häufig aber auch getrennt laufenden Forschungen zum etruskisch-italischen bzw. römisch-republikanischen Wohnhaus zusammengeführt und zu einem fruchtbaren Dialog weiterentwickelt wurden. Es ergibt sich ein systematischer Überblick über die Hausbefunde von der Po-Ebene bis nach Süditalien; das Spektrum der Wohnformen reicht von der Holzhütte bis zum komplexen Atriumhaus. Zahlreiche neue Grabungsergebnisse werden erstmals präsentiert und stellen die Beschäftigung mit dem Thema auf eine neue Grundlage.
Jacquesson, Svetlana. Pastoréalismes. Nomaden und Sesshafte. Wechselwirkung zwischen nomadischen und sesshaften Lebensformen in Zivilisationen der Alten Welt (Band 14). Franz. 296 S. 87 Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 68,00 ISBN: 978-3-89500-769-9 L, Reichert
C’est un ouvrage sur les relations entre un phénomène économique - le pastoralisme et un phénomène social - les groupes de descendance patrilinéaire - chez les Kirghiz du Tian Shan intérieur. Ces relations sont analysées à partir des enquêtes extensives de terrain et en explorant les sources historiques et ethnographiques existantes. En développant une approche d’anthropologie historique, l’ouvrage offre une nouvelle perspective sur le pastoralisme dans une région peu étudiée jusque maintenant. Il représente de l’intérêt à la fois pour les spécialistes de l’Asie centrale comme aire culturelle, pour les anthropologues et les historiens ainsi que pour tous ceux qui souhaitent s’initier au passé et au présent du Kirghizstan
Moawad, Samuel. Untersuchungen zum Panegyrikos auf Makarios von Tkoou und zu seiner Überlieferung. Sprachen und Kulturen des Christlichen Orients (Band 18). 360 S. 9 Tabelle(n), 24 x 17 cm. Gb. EUR 68,00 ISBN: 978-3-89500-780-4 L, Reichert
The Panegyric on the Coptic bishop Macarius († 451) of the city of Tkoou in Upper Egypt is the only complete Coptic text that reports on the Council of Chalcedon in 451 A.D. It is a mixture out of hagiography, church history and theology. Beside a profound study of the Panegyric on Macarius in general, this book offers for the first time an edition of the Arabic version of the Panegyric with a German translation. This study also demonstrates how often this Panegyric has been used in later sources. Furthermore, the Panegyric on Macarius is used in this study as a base to shed light on the philosophy of writing history by the Copts.
Der Panegyrikos (Lobrede) auf den koptischen Bischof Makarios († 451) von der Stadt Tkoou in Oberägypten ist der einzige vollständige koptische Text, der vom Konzil von Chalkedon in 451 berichtet. Er ist eine Mischung aus Hagiographie, Kirchengeschichte und Theologie. Neben einer tiefgreifenden Untersuchung des Panegyrikos im Allgemeinen bietet diese Studie zum ersten Mal eine Edition der arabischen Version des Panegyrikos, begleitet von einer deutschen Übersetzung. Dieses Buch zeigt auch, wie oft dieser Text in späteren Quellen nachlebt. Darüber hinaus wird der Panegyrikos auf Makarios als Basis benutzt, um ein Licht auf die Philosophie der Kirchengeschichtsschreibung bei den Kopten zu werfen
Sievers, Susanne. Die Waffen aus dem Oppidum von Manching. Die Ausgrabungen in Manching (Band 17). 182 S. 62 Tafeln, 64 Abb. Gb. EUR 68,00 ISBN: 978-3-89500-754-5 L, Reichert
Die rund 800 Waffenfragmente aus dem Oppidum von Manching, die sich auf 300 Jahre Siedlungsgeschichte verteilen, sind aus ganz unterschiedlichen Gründen in den Boden gekommen. Teils handelt es sich um bewusste Deponierungen, teils um Verlustfunde. Sie stammen aus handwerklichen Zusammenhängen oder sind Zeugnisse kriegerischer Handlungen. Ihre auf einer eingehenden Analyse gründende Interpretation trägt wesentlich zur Rekonstruktion der wechselvollen Geschichte der keltischen Siedlung bei.
Das Poseidonheiligtum bei Akovitika in Messenien. Struktur und Entwicklungszusammenhang eines regionalen Zentrums. Ergebnisse einer Notgrabung 1969 und einer Nachuntersuchung mit Prospektion 2005. Hrsg.: Kiderlen, Moritz; Themelis, Petros G. 256 S. zahlr. Abb., 12 z.T. fb. Karten als Beilage, 168 Abb. 31,5 x 22,5 cm. Gb. EUR 128,00 ISBN: 978-3-89500-728-6 L, Reichert
Das nach einem Vorort der heutigen Stadt Kalamata benannte Poseidonheiligtum von Akovitika gewann in der frühen Eisenzeit beträchtliche Bedeutung, obwohl es von Küstensümpfen umgeben war, die den Aufenthalt schwierig machten. Vor dem Hintergrund dieses paradoxen Befundes bearbeitete die interdisziplinäre Forschungskampagne von 2005, die an eine Notgrabung des Jahres 1969 anschloss, folgenden Fragen: Wie ist die Entwicklung des landschaftlichen und siedlungsgeographischen Kontextes zu rekonstruieren? Welche Faktoren könnten für die Platzwahl bei der Gründung ausschlaggebend gewesen sein? Können die im Heiligtum präsenten Akteure, der Einzugsbereich und die Konjunkturen des Heiligtums ermittelt werden? Worin bestand die politische Funktion des Heiligtums vor und nach dem Ausgreifen des lakonischen Territorialstaates auf das heutige Messenien?
Törne, Anna Elin von. Stadtbelagerung in der Spätantike – das Berliner Holzrelief. Spätantike - Frühes Christentum - Byzanz. Kunst im ersten Jahrtausend. Reihe B: Studien und Perspektiven (Band 29). 288 S. 146 Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 68,00 ISBN: 978-3-89500-777-4 L, Reichert
Since the first publication about it in 1901, this unique wooden relief has been attributed to the Coptic maker because it was discovered in Egypt. The precise meaning of its richly detailed and impressive imagery, however, had remained shrouded in obscurity. The iconographic and stylistic analysis contained in this volume draws on comparative studies of material artifacts to reveal that the wooden relief belongs to Western Roman art of the fifth century. The relief portrays the suppression of the usurpation of John and his Hunnic cavalry troops outside the city gates of Ravenna by the Roman legionaries of Galla Placidia in the summer of 425 A.D. This historical revision places the relief in a new research context.
Seit der ersten Publikation im Jahr 1901 wurde das einzigartige Holzrelief aufgrund seines Fundortes in Ägypten immer dem koptischen Kunstkreis zugeordnet. Es blieben jedoch erhebliche Unklarheiten zu seiner eindrucksvollen und detailreichen Darstellung. Mit der hier vorliegenden realienkundlichen, ikonographischen und stilistischen Analyse wird nun nachgewiesen, dass das Holzrelief der weströmischen Kunst des 5. Jahrhunderts zuzurechnen ist. Illustriert wird die Niederschlagung der Usurpation des Johannes und seiner hunnischen Reiter vor den Toren der Stadt Ravenna durch die römischen Legionäre der Galla Placidia im Sommer 425 n.Chr. Diese historische Einordnung stellt das Relief in einen neuen Forschungsfokus.
Adler, Georg. Handbuch Buchverschluss und Buchbeschlag. Terminologie und Geschichte im Dtsch.sprachigen Raum, in den Niederlanden und Italien vom Frühen Mittelalter bis in die Gegenwart. Konzeption von Krauskopf, Joachim. 256 S. 169 technische Zeichn., 923 fb. Abb. 29,7 x 21 cm. Gb. L. Reichert Verlag, Wiesbaden 2010. EUR 98,00 ISBN: 978-3-89500-752-1 L, Reichert
Der vorliegende Band schafft eine notwendige standardisierte Terminologie für Buchverschlüsse und Buchbeschläge, die eine eindeutige Kommunikation zwischen Einbandforschern, Bibliothekaren, Restauratoren, Sammlern und Antiquaren auf Grundlage exakt definierter Begriffe auch im internationalen Rahmen ermöglicht. Basierend auf einer umfangreichen Datenbank entwickelt der Autor im ersten Teil des Buches eine Terminologie, die auf Konstruktion und Funktion des Buchverschlusses/Buchbeschlages beruht. In über 140 technischen Zeichnungen werden die verschiedenen Verschluss- und Beschlagtypen vorgestellt.
Im zweiten Teil des Buches werden Buchverschlüsse und Buchbeschläge aus dem deutschsprachigen Raum, den Niederlanden und Italien in über 750 Fotos präsentiert, ausführlich beschrieben und den verschiedenen Epochen vom 8. bis zum 20. Jahrhundert zugeordnet. Die Abbildungen zeigen sowohl typische Beispiele als auch regionale Besonderheiten und Einzelexemplare.
Von besonderem Nutzen sind die zahlreichen Anhänge des Bandes, die unter anderem Übersicht über die Verschlusstypen, die Beschlagformen sowie über die neu definierten Begriffe im Vergleich zu den bereits aus der Literatur bekannten Begriffen und ihren niederländischen, englischen, französischen und italienischen Äquivalenten geben.
What makes the publication of this book timely and necessary is the apparent need by historians, academics and collectors of antique books for a standardized terminology to describe book fastenings (clasps) and book furnishings. The myriad of expressions currently used for describing book fastenings and furnishings make an effective communication between researchers on the topic virtually impossible. The introduction of a precise, standardized terminology can no longer be avoided. With the publication of this book the author introduces an effective research system and a terminology that will enable the reader to adequately and distinctively describe the various kinds of book fastenings or book furnishings. The terminology is based on the book furnishings' and clasps' different types of construction as well as their different purposes and functionality. The author illustrates this approach with the use of over 140 technical illustrations that clearly and comprehensively explain the various types of book furnishings and clasps. He catalogues book fastenings and furnishings of German, Italian and Dutch backgrounds of periods ranging from the 8th to the 20th century. The extensive study is aided and illustrated by 750 photographs. The utility of this volume is further assisted by the addition of numerous appendices and indices that refer to key phrases and terms in the author's terminology. To avoid confusion, the author's terms are contrasted and compared to common descriptions used in traditional literature and to their Dutch, English, French or Italian equivalents.
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