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Reichert, Dr. Ludwig Verlag

 
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Zeitschrift für Archäologie Außereuropäischer Kulturen. Hrsg.: Deutsches Archäologisches Institut. Kommission für Archäologie Außereuropäischer Kulturen. 2011. 296 S. 185 fb. Abb. 28 x 20 cm. Gb. EUR 78,00. ISBN: 978-3-89500-800-9 L, Reichert
Kögler, Patricia. Feinkeramik aus Knidos vom mittleren Hellenismus bis in die mittlere Kaiserzeit (ca. 200 v.Chr. bis 150 n.Chr.) 2011. 806 S., 1261 Abb. 30 x 21 cm, Gb. Eur 198,00 ISBN: 978-3-89500-715-6 L, Reichert
Die antike Metropole Knidos gehörte in Hellenismus und Kaiserzeit zu den bedeutendsten Herstellungszentren feinen Tafelgeschirrs im östlichen Mittelmeerraum. Bislang war die knidische Keramik jedoch nur teilweise bekannt. Mit Hilfe von ca. 2.000 Fundstücken zeigt dieser Band das gesamte Spektrum der in Knidos produzierten Feinkeramik auf - sowohl undekorierte Massenware als auch bemaltes oder reliefverziertes Luxusgeschirr. Ausgewählte Fundkomplexe bilden die Basis für eine umfassende Chronologie und Typologie der knidischen Feinkeramik. Mehr als 90 lokale Gefäßtypen werden detailliert besprochen, die dekorierten Waren und ihrer Zierelemente ausführlich charakterisiert. Die Arbeit beleuchtet ferner die langzeitliche Entwicklung der lokalen Produktion und zeigt die Ursachen für Veränderungen des Repertoires auf. Die Beziehungen zu anderen Produktionszentren und das Verhältnis zwischen lokaler und importierter Keramik sind dabei von besonderem Interesse.
Die Akropolis von Athen im Hellenismus und in der römischen Kaiserzeit. Internationales Kolloquium vom 16. bis 17. Juni 2006 in Bonn. Hrsg.: Krumeich, Ralf; Witschel, Christian. 536 S. 2 Falttafeln, 140 Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 98,00 ISBN: 978-3-89500-713-2 L, Reichert
Im Hellenismus und vor allem in der römischen Kaiserzeit galt die Akropolis als Inbegriff der Größe und „Blütezeit“ des klassischen Athen und muss partiell geradezu museale Züge aufgewiesen haben. Dieser Band basiert auf einem internationalen Kolloquium an der Universität Bonn: Autoren aus den Fächern Klassische Archäologie und Alte Geschichte behandeln in ihren Beiträgen Bauten, Weihgeschenke und Ehrenstatuen hellenistischer und römischer Zeit (bis zur Spätantike), deren historischen und politischen Kontext sowie den gerade auf der Akropolis gut dokumentierten absichtsvollen Rückbezug auf die Vergangenheit Athens in der Frühzeit der Demokratie und in der Epoche des Perikles.
Spier, Jeffrey. Treasures of the Ferrell Collection. Englisch. 340 S. 391 fb. Abb. 31 x 24 cm. Gb. EUR 98,00 ISBN: 978-3-89500-795-8 L, Reichert
James Ferrell has collected Greek and Roman antiquities for many years to satisfy his life-long interest in ancient history. His collection is particularly important for its focus on jewelry, engraved gems and cameos, imperial medallions, and silver plate dating from the end of the Roman Empire and the early Byzantine period (3rd-7th centuries AD). It was at this time that the Roman Empire was gradually overrun by barbarian invaders and shifted its capital eastward, to the newly founded city of Constantinople.
The Ferrell Collection is particularly rich in objects made of precious metal created in royal and imperial workshops, ranging from jewelry of the Hellenistic Greek kings to medallions and brooches presented by the Roman emperors to high officials and military officers. Also included are beautifully made objects from Gothic craftsmen of the fifth and sixth centuries, including gold and silver buckles and jewelry inlaid with garnets. The catalogue continues with a superb assemblage of Byzantine jewelry and an important selection of sixth-century ecclesiastical silver vessels.
Jeffrey Spier is a university associate and adjunct professor in the Classics Department at the University of Arizona. He has published extensively on Greek and Roman gems and jewelry and on early Christian and Byzantine art. His books include “Ancient Gems and Finger Rings. Catalogue of the Collections, The J. Paul Getty Museum” (1992), “Late Antique and Early Christian Gems” (2007), and “Picturing the Bible: the Earliest Christian Art” (2007).
Die Inschriften der Stadt Freising. Die Deutschen Inschriften (Band 69). 27 x 19 cm. Gb. EUR 98,00 ISBN: 978-3-89500-557-2 L, Reichert
Das der ehemals fürstbischöflichen Residenzstadt Freising verliehene Attribut einer „geistlichen Stadt“ spiegelt sich in seinen rund 480 Inschriften wieder: Der weitaus größte Teil des Bestandes bezieht sich auf die Freisinger Bischöfe und die Angehörigen des Domstifts, der Stifte St. Johannes, St. Andreas, St. Veit, Weihenstephan und Neustift. Allein im Domstift finden sich vom 14. Jahrhundert an zahlreiche Inschriften auf figürlichen Grabplatten für Mitglieder des bayerischen Adels. Die Vielzahl und Verschiedenartigkeit der überlieferten Sepulkralplastik macht dabei deutlich, wie sehr Freising von den bayerischen Steinmetzzentren München, Augsburg, Landshut oder Straubing profitierte. Zu den Ausnahmestücken zählen die romanischen Inschriften am Domportal. Glockeninschriften, Inschriften auf Bildfenstern und Inschriften auf Holz runden das Gesamtbild.
Etruskisch-italische und römisch-republikanische Häuser. Hrsg.: Bentz, Martin; Reusser, Christoph. Studien zur Antiken Stadt (Band 9). 304 S. 323 Illustration(en), schwarz-weiß. 29,7 x 21 cm. Gb. EUR 69,00 ISBN: 978-3-89500-779-8 L, Reichert
Im Gegensatz zu den Gräbern und Heiligtümern sind die vorrömischen Wohnhäuser Italiens nur schlecht untersucht. Zwar befasst sich die Etruskologie seit längerem mit Wohnquartieren der frühen Eisenzeit und der archaischen Epoche, die Befunde ab dem 5. Jahrhundert v. Chr. sind jedoch kaum bekannt. Die Beschäftigung mit frühen römischen Häusern hingegen ist durch neue Forschungen in Pompeji und in römischen Koloniestädten mit unterschiedlichen methodischen Ansätzen in den letzten Jahren intensiviert worden.
Der vorliegende Band umfasst die Beiträge eines vom 23. bis 25. Januar 2009 in Bonn abgehaltenen Kolloquiums, auf dem die teilweise parallel, häufig aber auch getrennt laufenden Forschungen zum etruskisch-italischen bzw. römisch-republikanischen Wohnhaus zusammengeführt und zu einem fruchtbaren Dialog weiterentwickelt wurden. Es ergibt sich ein systematischer Überblick über die Hausbefunde von der Po-Ebene bis nach Süditalien; das Spektrum der Wohnformen reicht von der Holzhütte bis zum komplexen Atriumhaus. Zahlreiche neue Grabungsergebnisse werden erstmals präsentiert und stellen die Beschäftigung mit dem Thema auf eine neue Grundlage.
Jacquesson, Svetlana. Pastoréalismes. Nomaden und Sesshafte. Wechselwirkung zwischen nomadischen und sesshaften Lebensformen in Zivilisationen der Alten Welt (Band 14). Franz. 296 S. 87 Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 68,00 ISBN: 978-3-89500-769-9 L, Reichert
C’est un ouvrage sur les relations entre un phénomène économique - le pastoralisme et un phénomène social - les groupes de descendance patrilinéaire - chez les Kirghiz du Tian Shan intérieur. Ces relations sont analysées à partir des enquêtes extensives de terrain et en explorant les sources historiques et ethnographiques existantes. En développant une approche d’anthropologie historique, l’ouvrage offre une nouvelle perspective sur le pastoralisme dans une région peu étudiée jusque maintenant. Il représente de l’intérêt à la fois pour les spécialistes de l’Asie centrale comme aire culturelle, pour les anthropologues et les historiens ainsi que pour tous ceux qui souhaitent s’initier au passé et au présent du Kirghizstan
Moawad, Samuel. Untersuchungen zum Panegyrikos auf Makarios von Tkoou und zu seiner Überlieferung. Sprachen und Kulturen des Christlichen Orients (Band 18). 360 S. 9 Tabelle(n), 24 x 17 cm. Gb. EUR 68,00 ISBN: 978-3-89500-780-4 L, Reichert
The Panegyric on the Coptic bishop Macarius († 451) of the city of Tkoou in Upper Egypt is the only complete Coptic text that reports on the Council of Chalcedon in 451 A.D. It is a mixture out of hagiography, church history and theology. Beside a profound study of the Panegyric on Macarius in general, this book offers for the first time an edition of the Arabic version of the Panegyric with a German translation. This study also demonstrates how often this Panegyric has been used in later sources. Furthermore, the Panegyric on Macarius is used in this study as a base to shed light on the philosophy of writing history by the Copts.
Der Panegyrikos (Lobrede) auf den koptischen Bischof Makarios († 451) von der Stadt Tkoou in Oberägypten ist der einzige vollständige koptische Text, der vom Konzil von Chalkedon in 451 berichtet. Er ist eine Mischung aus Hagiographie, Kirchengeschichte und Theologie. Neben einer tiefgreifenden Untersuchung des Panegyrikos im Allgemeinen bietet diese Studie zum ersten Mal eine Edition der arabischen Version des Panegyrikos, begleitet von einer deutschen Übersetzung. Dieses Buch zeigt auch, wie oft dieser Text in späteren Quellen nachlebt. Darüber hinaus wird der Panegyrikos auf Makarios als Basis benutzt, um ein Licht auf die Philosophie der Kirchengeschichtsschreibung bei den Kopten zu werfen
Sievers, Susanne. Die Waffen aus dem Oppidum von Manching. Die Ausgrabungen in Manching (Band 17). 182 S. 62 Tafeln, 64 Abb. Gb. EUR 68,00 ISBN: 978-3-89500-754-5 L, Reichert
Die rund 800 Waffenfragmente aus dem Oppidum von Manching, die sich auf 300 Jahre Siedlungsgeschichte verteilen, sind aus ganz unterschiedlichen Gründen in den Boden gekommen. Teils handelt es sich um bewusste Deponierungen, teils um Verlustfunde. Sie stammen aus handwerklichen Zusammenhängen oder sind Zeugnisse kriegerischer Handlungen. Ihre auf einer eingehenden Analyse gründende Interpretation trägt wesentlich zur Rekonstruktion der wechselvollen Geschichte der keltischen Siedlung bei.
Das Poseidonheiligtum bei Akovitika in Messenien. Struktur und Entwicklungszusammenhang eines regionalen Zentrums. Ergebnisse einer Notgrabung 1969 und einer Nachuntersuchung mit Prospektion 2005. Hrsg.: Kiderlen, Moritz; Themelis, Petros G. 256 S. zahlr. Abb., 12 z.T. fb. Karten als Beilage, 168 Abb. 31,5 x 22,5 cm. Gb. EUR 128,00 ISBN: 978-3-89500-728-6 L, Reichert
Das nach einem Vorort der heutigen Stadt Kalamata benannte Poseidonheiligtum von Akovitika gewann in der frühen Eisenzeit beträchtliche Bedeutung, obwohl es von Küstensümpfen umgeben war, die den Aufenthalt schwierig machten. Vor dem Hintergrund dieses paradoxen Befundes bearbeitete die interdisziplinäre Forschungskampagne von 2005, die an eine Notgrabung des Jahres 1969 anschloss, folgenden Fragen: Wie ist die Entwicklung des landschaftlichen und siedlungsgeographischen Kontextes zu rekonstruieren? Welche Faktoren könnten für die Platzwahl bei der Gründung ausschlaggebend gewesen sein? Können die im Heiligtum präsenten Akteure, der Einzugsbereich und die Konjunkturen des Heiligtums ermittelt werden? Worin bestand die politische Funktion des Heiligtums vor und nach dem Ausgreifen des lakonischen Territorialstaates auf das heutige Messenien?
Törne, Anna Elin von. Stadtbelagerung in der Spätantike – das Berliner Holzrelief. Spätantike - Frühes Christentum - Byzanz. Kunst im ersten Jahrtausend. Reihe B: Studien und Perspektiven (Band 29). 288 S. 146 Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 68,00 ISBN: 978-3-89500-777-4 L, Reichert
Since the first publication about it in 1901, this unique wooden relief has been attributed to the Coptic maker because it was discovered in Egypt. The precise meaning of its richly detailed and impressive imagery, however, had remained shrouded in obscurity. The iconographic and stylistic analysis contained in this volume draws on comparative studies of material artifacts to reveal that the wooden relief belongs to Western Roman art of the fifth century. The relief portrays the suppression of the usurpation of John and his Hunnic cavalry troops outside the city gates of Ravenna by the Roman legionaries of Galla Placidia in the summer of 425 A.D. This historical revision places the relief in a new research context.
Seit der ersten Publikation im Jahr 1901 wurde das einzigartige Holzrelief aufgrund seines Fundortes in Ägypten immer dem koptischen Kunstkreis zugeordnet. Es blieben jedoch erhebliche Unklarheiten zu seiner eindrucksvollen und detailreichen Darstellung. Mit der hier vorliegenden realienkundlichen, ikonographischen und stilistischen Analyse wird nun nachgewiesen, dass das Holzrelief der weströmischen Kunst des 5. Jahrhunderts zuzurechnen ist. Illustriert wird die Niederschlagung der Usurpation des Johannes und seiner hunnischen Reiter vor den Toren der Stadt Ravenna durch die römischen Legionäre der Galla Placidia im Sommer 425 n.Chr. Diese historische Einordnung stellt das Relief in einen neuen Forschungsfokus.
Adler, Georg. Handbuch Buchverschluss und Buchbeschlag. Terminologie und Geschichte im Dtsch.sprachigen Raum, in den Niederlanden und Italien vom Frühen Mittelalter bis in die Gegenwart. Konzeption von Krauskopf, Joachim. 256 S. 169 technische Zeichn., 923 fb. Abb. 29,7 x 21 cm. Gb. L. Reichert Verlag, Wiesbaden 2010. EUR 98,00 ISBN: 978-3-89500-752-1 L, Reichert
Der vorliegende Band schafft eine notwendige standardisierte Terminologie für Buchverschlüsse und Buchbeschläge, die eine eindeutige Kommunikation zwischen Einbandforschern, Bibliothekaren, Restauratoren, Sammlern und Antiquaren auf Grundlage exakt definierter Begriffe auch im internationalen Rahmen ermöglicht. Basierend auf einer umfangreichen Datenbank entwickelt der Autor im ersten Teil des Buches eine Terminologie, die auf Konstruktion und Funktion des Buchverschlusses/Buchbeschlages beruht. In über 140 technischen Zeichnungen werden die verschiedenen Verschluss- und Beschlagtypen vorgestellt.
Im zweiten Teil des Buches werden Buchverschlüsse und Buchbeschläge aus dem deutschsprachigen Raum, den Niederlanden und Italien in über 750 Fotos präsentiert, ausführlich beschrieben und den verschiedenen Epochen vom 8. bis zum 20. Jahrhundert zugeordnet. Die Abbildungen zeigen sowohl typische Beispiele als auch regionale Besonderheiten und Einzelexemplare.
Von besonderem Nutzen sind die zahlreichen Anhänge des Bandes, die unter anderem Übersicht über die Verschlusstypen, die Beschlagformen sowie über die neu definierten Begriffe im Vergleich zu den bereits aus der Literatur bekannten Begriffen und ihren niederländischen, englischen, französischen und italienischen Äquivalenten geben.
What makes the publication of this book timely and necessary is the apparent need by historians, academics and collectors of antique books for a standardized terminology to describe book fastenings (clasps) and book furnishings. The myriad of expressions currently used for describing book fastenings and furnishings make an effective communication between researchers on the topic virtually impossible. The introduction of a precise, standardized terminology can no longer be avoided. With the publication of this book the author introduces an effective research system and a terminology that will enable the reader to adequately and distinctively describe the various kinds of book fastenings or book furnishings. The terminology is based on the book furnishings' and clasps' different types of construction as well as their different purposes and functionality. The author illustrates this approach with the use of over 140 technical illustrations that clearly and comprehensively explain the various types of book furnishings and clasps. He catalogues book fastenings and furnishings of German, Italian and Dutch backgrounds of periods ranging from the 8th to the 20th century. The extensive study is aided and illustrated by 750 photographs. The utility of this volume is further assisted by the addition of numerous appendices and indices that refer to key phrases and terms in the author's terminology. To avoid confusion, the author's terms are contrasted and compared to common descriptions used in traditional literature and to their Dutch, English, French or Italian equivalents.
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Die antike Stadt im Umbruch. Kolloquium in Darmstadt, 19. bis 20. Mai 2006. Hrsg.: Burkhardt, Nadin; Stichel, Rudolf H. 288 S. 86 Abb. 24 x 17 cm. Gb. L. Reichert Verlag, Wiesbaden 2010. EUR 69,00 ISBN: 978-3-89500-761-3 L, Reichert
Der vorliegende Band geht auf die Tagung „Die antike Stadt im Umbruch“ zurück, die im Mai 2006 in Darmstadt stattfand. Zentrales Thema ist die Veränderung und Gestaltung des Stadtraumes in der Spätantike, einem besonders durch Umbrüche geprägten Zeitraum. In der Auseinandersetzung mit dem Stadtraum wurden den Fragen nach der Platzgestaltung und -veränderung, nach dem Umgang mit älteren Strukturen und deren Bedeutung, nach neuen Wegen in der Gestaltung des öffentlichen und privaten Lebensraumes, nach stadtstrukturellen Neuerungen und ortsspezifischen Entwicklungen römischer Städte nachgegangen. Besonders deutlich trat dabei die heterogene Entwicklung in den einzelnen Städten hervor.
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Ethnologie im Nationalsozialismus. Julius Lips und die Geschichte der »Völkerkunde«; Teil 1: Julius Lips, Martin Heydrich und die (Deutsche) Gesellschaft für Völkerkunde; Teil 2: Eva und Julius Lips: Kontexte ihres WirkenS. Hrsg.: Kreide-Damani, Ingrid. 440 S. 26 x 17 cm. Gb. EUR 59,00. CHF ISBN: 978-3-89500-774-3 L, Reichert
Die im Folgenden ausreichend begründete Neuvorlage der Wissenschaftsbiographie des Ethnologen Julius E. Lips richtet sich an alle an nationalsozialistischer Wissenschaftspolitik und Wissenschaftsgeschichte interessierten Leser und liefert für das eigene Fach einen Beitrag zur Ergänzung von Wissenslücken der erst Ende der 1980er Jahre begonnenen Fachgeschichtsschreibung der Ethnologie im Nationalsozialismus. Über eine Zeitspanne von den 1920er bis in die 1960er Jahre werden die organisatorische Entwicklung des Faches auf nationaler und internationaler Ebene thematisiert sowie die Wissenschafts-, Kultur-, Rassen- und Personalpolitik des Hitlerregimes einschließlich ihrer Vorläufe in der Weimarer Republik und ihrer Nachwirkungen im geteilten Deutschland der Nachkriegszeit.
Die Diskussion um den politisch engagierten Antifaschisten Julius Lips, dessen wissenschaftliches Werk fortgeführt von seiner Ehefrau Eva hier erstmals erarbeitet wird, spaltet Vertreter des eigenen Faches bis in die Gegenwart. Neue Fakten führen in bislang nicht gesehene, aufschlussreiche Zusammenhänge, die dem 1933 in die USA emigrierten Vertreter der Anti-Hitler-Koalition Julius Lips vor dem Hintergrund der erstmals in Grundzügen dokumentierten Geschichte der Deutschen Gesellschaft für Völkerkunde den überzeugten Nationalsozialisten Martin Heydrich gegenüberstellen, einen Parteikarrieristen, der auch nach 1945 unbelehrbar bleibt. Die beiden ungleichen Vertreter einer gemeinsamen Wissenschaftsdisziplin spiegeln exemplarisch zwei Extrempositionen des Pro und Contra zur nationalsozialistischen Rassenideologie wider, mit der auch die Ethnologie eine für das eigene Fach wenig rühmliche Koalition einging.
Mongolian-German Karakorum Expedition. Vol. 1: Excavations in the Craftsman Quarter at the Main Road (= Bonn Contributions to Asian Archaeology, Vol. 2). Hrsg.: Bemmann, Jan; Erdenebat, Ulambayar; Pohl, Ernst. Forschungen zur Archäologie Außereuropäischer Kulturen (Band 8). Engl. 338 S. 5 Ktn als Beil., 436 Abb. 29 x 19 cm. Gb. EUR 98,00 ISBN: 978-3-89500-697-5 L, Reichert
Karakorum, die erste Hauptstadt des mongolischen Weltreiches wird seit 1998 von Archäologen der Universität Bonn in einem interdisziplinären und internationalen Kooperationsprojekt erforscht. Die erstmalige langjährige Untersuchung einer neugegründeten Stadt in der mongolischen Steppe wirft neues Licht auf die Komplexität reiternomadischer Organisationsformen. Die Grabungsfläche an der Hauptstraße der Stadt eröffnen tiefe Einblicke in ein chinesisch geprägtes Handwerkerviertel sowie die Lebensumstände der Bewohner im 13./14. Jahrhundert n. Chr. Die Publikation umfasst Funde und Befunde aus den Grabungen in der Stadtmitte sowie Beiträge zur Erforschungsgeschichte Karakorums, aber auch zur Umweltgeographie und zur Religionsgeschichte.
Karakorum, the first capital of the Mongol empire, has, since 1998, been explored by archaeologists from the University of Bonn in an interdisciplinary and international cooperation project. This first multi-year study of a newly founded city in the Mongolian steppe sheds new light on the complexity of equestrian nomadic organizations. The excavation area on the main street of the city opened a deep insight into Chinese crafts quarters and the living conditions of residents in the 13th and 14th Centuries AD. This publication includes findings from the excavations in the city center as well as contributions on the research history of Karakorum, but also on environmental geography and history of religion.
Klöster und Inschriften. Glaubenszeugnisse gestickt, gemalt, gehauen, graviert. Beiträge zur Tagung am 30. Oktober 2009 im Kloster Lüne . Hrsg.: Wulf, Christine; Wehking, Sabine; Henkel, Nikolaus. 296 S. 127 Abb. 27 x 17 cm. Gb. EUR 38,00 ISBN: 978-3-89500-781-1 L, Reichert
Die Publikation ordnet die Erträge des Bandes »Die Inschriften der Lüneburger Klöster. Ebstorf, Isenhagen, Lüne, Medingen, Walsrode, Wienhausen« in einen größeren Forschungszusammenhang ein. Dafür wird in einem ersten Themenkomplex der Blick auf Inschriftenbestände in Klöstern anderer Regionen gerichtet: Die Beiträge widmen sich einzelnen österreichischen Klöstern und Stiften, dem Reichsstift Essen und dem Kloster Möllenbeck. Zwei weitere Beiträge thematisieren den Zusammenhang zwischen Inschriften und Erbauungsliteratur im späten 16. und 17. Jahrhundert. Der dritte Teil des Bandes vereinigt sechs Aufsätze zum Thema Begräbnisformen in Klöstern des Mittelalters und der frühen Neuzeit: St. Maximin in Trier, das Kloster »Zum Heiligen Kreuz« in Rostock, das Kloster Disibodenberg, zwei Begräbnispläne aus dem Kloster Lüne und eine Beschreibung des Begräbnisses der Äbtissin Dorothea von Meding ebenfalls im Kloster Lüne aus dem Jahr 1634. Der Band wird eingeleitet durch eine Einordnung der Tagungsergebnisse, ein Register erschließt die Beiträge.
Madrider Mitteilungen.Hrsg.: Deutsches Archäologisches Institut. Madrid. 596 S. 1 Faltkte, 280 Abb. 25,5 x 19 cm. Gb. EUR 98,00 ISBN: 978-3-89500-753-8 L, Reichert
Brorsson, Torbjörn. The Pottery from the Early Medieval Trading Site and Cemetery at Groß Strömkendorf, Lkr. Nordwestmecklenburg. Forschungen zu Groß Strömkendorf III. Englisch. 150 S. 314 Zeichnungen auf 26 Tafeln, 54 Abb. 29 x 19 cm. Gb. EUR 29,80 ISBN: 978-3-89500-751-4 L, Reichert
Dieses Buch behandelt die Analyse des keramischen Fundguts der Siedlung und des Gräberfeldes des frühmittelalterlichen Seehandelsplatzes von Groß Strömkendorf im Landkreis Nordwestmecklenburg. Der während des 8. und frühen 9. Jahrhunderts gemeinsam von Slawen, Skandinaviern und Sachsen genutzte Handelsplatz ist möglicherweise mit dem in den fränkischen Reichsannalen der Jahre 808 und 809 erwähnten „emporium reric“ identisch. Die qualitätvolle importierte Keramik, die insbesondere aus dem Rheinischen Vorgebirge, der Eifel, Skandinavien und der Küstenregion der Nordsee stammt, lässt jedenfalls kaum einen anderen Schluss zu.
This book is an archaeological study involving natural sciences analyses of the ceramic find material from the settlement and the cemetery of the early medieval trading site Groß Strömkendorf, Nordwestmecklenburg. During the 8th and early 9th century Slavs, Scandinavians and Saxons used the place as a trading centre, and the site was most likely identical with the "emporium Reric", mentioned in Frankish Annales. The imported ceramics mainly derive from Scandinavia and the coastal region of the North Sea, but a large amount of sherds also came from the Rhineland and the Eiffel.
Bretan, Andreea. Die syrische Steppe. Mobile Viehzucht, internationale Entwicklungshilfe und globale Märkte.Nomaden und Sesshafte. SFB Differenz und Integration. Wechselwirkung zwischen nomadischen und sesshaften Lebensformen in Zivilisationen der Alten Welt (Band 13). 208 S. 15 fb. Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 68,00 ISBN: 978-3-89500-642-5 L, Reichert
Die syrische Steppe steht seit 50 Jahren im Mittelpunkt einer Debatte um Überweidung, Umweltschutz und ländliche Entwicklung. Staatliche und internationale Institutionen erklären dabei die mobilen Viehzüchter, die in der Steppe leben und wirtschaften, zu Verursachern einer fortschreitenden Bodendegradation. In einer konzentrierten Aktion sollen 60 Prozent der Steppe durch Weideschutzreservate aufgeforstet werden. Dies hat weit reichende Folgen für die syrischen Pastoralnomaden. Große Flächen der Steppe werden für sie zu no-go-areas. Sie müssen diese Gebiete umfahren, dürfen dort nicht zelten und verlieren die Kontrolle über die Entscheidung, wann sie die nachgewachsenen Ressourcen abweiden. Der wachsende Druck auf die wenigen freibleibenden Steppengebiete führt zu Konflikten und ökonomischen Krisen.
Andreea Bretan verfolgt die Geschichte der Projekte und geht den Diskursen nach, die die Steppe als „Interventionsraum“ legitimieren. Welche Auswirkungen haben die teilweise widersprüchlichen Eingriffe auf den Alltag und das Lebensumfeld syrischer Pastoralnomaden? Die Studie stellt die Bandbreite, aber auch Beschränkungen der flexiblen Anpassung mobiler Viehzüchter dar. Abgerundet wird der Band durch eine Erörterung der ökonomischen und politischen Bedingungen, welche die Beziehungen von Nomaden und Sesshaften im heutigen Syrien rahmen. So entsteht ein vielschichtiges Bild der institutionellen und persönlichen Verflechtung von Steppe, Dorf und Stadt.
Construction, Intervention and Lifelihood: Syrian Bedouin and the 'Development' of the Steppe by Government and International Organisations The study bases on the ethnological fieldwork undertaken with a Bedouin group (Haswa/ Bani Khaled) in the Syrian Steppe 2005-2007.
The focus lies on three questions:
(1) How do different agents (government, international development agencies, mobile pastoralists) construct a space named "the steppe"?
(2) How do they use that space respectively how do they intervene into it?
(3) What are the options for agency that mobile Pastoralists have, in order to react on the interventions into their life-world?
Gebauer, Amy. »Christus und die minnende Seele«. An Analysis of Circulation, Text, and Iconography. Englisch. 352 S. 29 Abb. 25 x 17 cm. Gb. EUR 78,00. CHF ISBN: 978-3-89500-757-6 L, Reichert
The late medieval verse dialogue „Christus und die minnende Seele“ portrays the journey of the soul as the bride of Christ toward mystical union in a series of 20-24 individual scenes. This study provides for the first time a comprehensive examination of all manuscripts and prints containing the work, dating from the late 14th through the mid-16th centuries. This paleographic investigation not only makes it possible to determine the geographic, chronological and social distribution of the work, but also helps to complete the picture of both the intended and actual reception of „Christus und die minnende Seele“ and its illustrations. In addition, the context in which the text is embedded in manuscripts reveals the late medieval approach to broader and often controversial themes such as mysticism and the role of visual images in religious life and practice. The final chapter provides a thorough analysis of the structure and content of the illustrated broadsheet. A comparison of the earlier broadsheets with a later version shows clearly how attitudes toward bridal mysticism were transformed during the 15th century to reflect the skepticism of the reform clergy.
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