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Scheidegger & Spiess

 
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Ferdinand Hodler: Catalogue raisonné der Gemälde. Band 1: Die Landschaften. 2 Bde/Tle. Beitr. v. Bätschmann, Oskar /Müller, Paul /Bolleter, Regula /Brunner, Monika /Fischer, Matthias /Oberli, Matthias. Hrsg. v.Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaft SIK. 2008. 700 S., 950 meist fb. Abb. 32 x 23 cm. (Ferdinand Hodler: Catalogue raisonné der Gemälde 1) Gb EUR 420,00 ISBN: 3-85881-244-7 Scheidegger & Spiess
Ferdinand Hodler (1853–1918) ist der bedeutendste Schweizer Künstler an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Er brach mit den künstlerischen Konventionen und schuf als Maler eindrücklicher Landschaften und Porträts, als Schöpfer monumentaler Historien- und symbolistischer Figurenbilder ein Œuvre, das schon zu seinen Lebzeiten weit über die Landesgrenzen hinaus Beachtung fand. Einige seiner Bilder sind zu nationalen Ikonen geworden, so sein Wilhelm Tell oder der Holzfäller, der einst die 50-Franken-Note zierte. Zahlreiche Ausstellungen und Publikationen im In- und Ausland sowie steigende Preise auf dem Kunstmarkt sind Zeichen dafür, dass Hodlers Werk inzwischen Weltruf geniesst. Was bisher fehlte, ist ein Werkkatalog, der wissenschaftlichen Kriterien genügt und auch das breite Publikum anspricht.
Das Schweizerische Institut für Kunstwissenschaft (SIK) hat dieses Referenzwerk seit 1998 in akribischer Arbeit realisiert. Als Auftakt werden jetzt die zwei Teilbände mit Hodlers rund 740 Landschaftsgemälden publiziert. Die einzelnen Bände enthalten eine Einführung ins jeweilige Thema, den Katalogteil mit zahlreichen Vorstudien sowie einen Anhang mit ausgeschiedenen und fraglichen Werken, der Bibliografie und diversen Indices.
Die elektronische Fassung des Catalogue raisonné gestattet einen raschen Zugriff auf alle relevanten Daten zu Ferdinand Hodlers Oeuvre. Ein persönlicher Zugangs-Code kann über das SIK bestellt werden.
«Ein Meilenstein der Hodler-Forschung.» Neue Zürcher Zeitung
Oskar Bätschmann, geboren 1940 in Luzern, studierte Kunstgeschichte und Germanistik in Florenz und Zürich. Er ist heute Ordinarius für Neuere Kunstgeschichte an der Universität Bern und ab Februar 2009 Professorial Fellow bei SIK-ISEA. Der renommierte Hodler-Kenner ist zusammen mit Paul Müller Projektleiter des Catalogue raisonné Ferdinand Hodler.
Paul Müller, geboren 1951 in Luzern. 1973-79 Studium der Kunstgeschichte, der Klassischen Archäologie und der Ethnologie an der Universität Basel. Inventarisation des Kunstguts der Stadt Luzern. Seit 1981 am Schweizerischen Institut für Kunstwissenschaft (SIK). Spezialisierung auf Schweizer Kunst des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Parallel zur Tätigkeit am Institut von 1984-1995 freier Mitarbeiter der Liechtensteinischen Staatlichen Kunstsammlung, Vaduz. Seit 2000 gemeinsam mit Oskar Bätschmann Projektleiter des Catalogue raisonné Ferdinand Hodler.
Friedrich Kuhn (1926-1972). Der Maler als Outlaw. Beitr. v. Curiger, Bice /Kesser, Caroline /Jent, Louis. Hrsg.: Curiger, Bice. 2008. 192 S., 160 fb. u. sw. Abb. 20 x 27 cm. Gb EUR 39,00 CHF 59,00 ISBN: 3-85881-245-5 Scheidegger & Spiess
Friedrich Kuhn (1926–1972) gilt als markantester Schweizer Vertreter jener Kunstszene, die sich in den 1960er Jahren als Gegenkraft zur damals dominanten abstrakten/konkreten Kunst formierte. Kuhn schuf eine feinnervige und anarchische Malerei zwischen Figuration und Abstraktion, die auch persönlich besetzte Zitate an die moderne Massenkultur und an Pop enthält. Verehrt und legendenumflort, ist sein malerisches Werk bisher im Hinblick auf die literarische Überhöhung seiner Person dargestellt worden.
Der neue Katalog legt nun die künstlerische Aktualität dieses eigenwilligen Malers offen. Das Buch erzählt von der nonkonformistischen Szene, in der sich Kuhn bewegte, schildert seine eigenwilligen Happenings und wilden Performances und entwirft so ein lebendiges Bild der 1960er Jahre. Neben 100 Werken sind auch zahlreiche unveröffentlichte Privatfotos und Plakate abgebildet. Kuhns Kunst, der im internationalen Umfeld eine Vorreiterrolle zukommt, weist in ihrem Reichtum und ihrem unakademischen Geist bereits jene Charakteristiken auf, welche die spätere Schweizer Kunst bis heute bestimmen.
Ausstellung im Kunsthaus Zürich vom 12. Dezember 2008 bis 1. März 2009.
Bice Curiger, geboren 1948, Studium der Kunstgeschichte an der Universität Zürich, Lizenziatsarbeit über den Schweizer Maler Albert Welti (1862–1912). Mitbegründerin und Chefredaktorin der in Zürich und New York erscheinenden Kunstzeitschrift Parkett. Seit 1992 freie Kuratorin am Kunsthaus Zürich (Kunsthaus Wunder Kunst, Georgia O’Keeffe). Als freie Kuratorin Ausstellungen in internationalen Instituten wie Centre Georges Pompidou, Paris, Hayward Gallery, London, Guggenheim Museum, New York. Seit 2004 Editorial Director der in London erscheinenden Museumszeitschrift TATE ETC.
Louis Jent, geboren 1936, ist Schreiber, Filmer und Werber. Er war mit Friedrich Kuhn bekannt und arbeitet zurzeit an einem Roman über einen Daytrader (Echtzeit Verlag). Letzte Veröffentlichung in: 68 – Zürich steht Kopf, Verlag Scheidegger & Spiess, 2008.
Caroline Kesser, geboren 1951, ist Kunsthistorikerin und Kunstkritikerin für die Neue Zürcher Zeitung sowie Autorin zahlreicher Essays und Kuratorin. Sie hat mit einer Rezeptionsgeschichte über Velàzquez' La Meninas promoviert und sich als Mitglied der Kunstkommission der Stadt Zürich auch mit der Geschichte der Zürcher Kunst beschäftigt. Sie lebt in Zürich.
Bach, Hans: Hans Bach. Skulpturen 1992-2001. Fotos v. Bach, Hans. 2001. 152 S., 140 sw. u. 25 fb. Abb. 27 x 19 cm. Gb EUR 30,00 ISBN: 3-85881-132-7 Scheidegger & Spiess
Ursprünglich Zeichner und Radierer, beschäftigt sich Hans Bach seit den Achtzigerjahren mit der Holzskulptur. Zentrales Thema ist der Mensch. Zusammen mit der Künstlergruppe ZEF zeigte er 1992 im Zürcher Helmhaus seine Arbeiten. Der Band dokumentiert die seither entstandenen Werke. Arbeitete Bach ursprünglich mit Brettern und Balken, aus denen er die Figuren, Rümpfe, Gliedmassen und Köpfe fertigte, die er anschliessend zusammenfügte und verzapfte, werden die Formen jetzt aus ganzen Holzstämmen herausgearbeitet. Die raue, ungeglättete Oberfläche bleibt sichtbar und wird Teil der Figur. Nach den frühen, vorwiegend roh belassenen oder weissen Skulpturen sind die neuen meist bemalt, naturalistischer und weniger expressiv.
«Ein hervorragend gestaltetes Buch.» Schaffhauser Nachrichten Hans Bach, geboren 1946. Metallklasse Kunstgewerbeschule der Stadt Zürich (Goldschmied). Ab 1970 freier Zeichner und Radierer, ab 1980 auch Bildhauer. Reisen in Europa und Afrika. Kunststipendien der Eidgenossenschaft, des Kantons Zürich, der Stadt Zürich, Reisestipendium der Stadt Winterthur. Zahlreiche Ausstellungen in der Schweiz, einige im Ausland. 1986–2006 Dozent an der Hochschule für Gestaltung und Kunst, Zürich (3D Gestalten). Mitglied der VISARTE, der Künstlergruppe Winterthur, ZEF. 2001 erschien im Verlag Scheidegger & Spiess «Hans Bach. Skulpturen».
Klodin Erb: Das Mädchen der Bär das Tier auf dem Möbel. Beitr. v. Hauser, Natalia /Stegmann, Markus/Spinelli, Claudia /Erb, Klodin. Hrsg. v. Stegmann, Markus /Museum zu Allerheiligen Schaffhausen/Kunstverein Schaffhausen. 2008. 108 S., 58 fb. Abb. 30 x 24 cm. Gb EUR 33,00 CHF 49,90 ISBN: 3-85881-242-0 Scheidegger & Spiess
Die Malerin Klodin Erb thematisiert in ihren jüngsten Bildern Porträts, Interieurs und Stillleben. Sie alle haben eine geheimnisvolle Aura, so etwa das menschenleere Wohnzimmer, das mit dramatisch inszenierten Objekten gleichwohl auf das Leben möglicher Bewohner verweist. Klodin Erb bedient sich zwar klassischer Bildgattungen, verleiht ihren Arbeiten aber aufgrund der frischen, dynamischen Malweise eine bemerkenswert sinnliche Präsenz. In der Neubefragung von Motiven, die in der Kunstgeschichte eine lange Tradition haben, zeigt sich nicht nur eine Suche nach der Magie des Vergangenen, sondern eine überaus zeitgenössische Form der Romantik. Klodin Erbs Bilder sind ein Interview mit der Künstlerin und ein von den Gemälden inspirierter, lyrischer Text zur Seite gestellt.
Chandigarh 1956. Le Corbusier und die Propagierung der architektonischen Moderne. Fotos v. Scheidegger, Ernst. Beitr. v. Moos, Stanislaus von /Huber Nievergelt, Verena. Hrsg. v. Moos, Stanislaus von. 160 S., 60 fb. u. 100 sw. Abb. 28 x 22 cm. Gb Scheidegger & Spiess, Zürich 2008. EUR 45,00 CHF 69,00 ISBN: 978-3-85881-222-3 Scheidegger & Spiess
Mitte der 1950er-Jahre arbeitete Le Corbusier mit seinem Büro am Masterplan und den Regierungsgebäuden der indischen Stadt Chandigarh. Ernst Scheidegger – Gründungsmitglied der Agentur Magnum und bekannt geworden durch seine Fotografien von Alberto Giacometti – dokumentierte den Fortschritt der Bauarbeiten sowie die Lebensumstände der Bevölkerung. Aus diesem Material entstand die Buchskizze «Chandigarh 1956», welche die Ideen der architektonischen Moderne und ihre gesellschaftlichen Anliegen verbreiten wollte. Aus dem visionären Vorhaben, verschiedene Medien zu benutzen, um Architektur und Städtebau allgemeinverständlich darzustellen, wurde damals nichts – heute ist es aktueller denn je. Dieses Buch präsentiert erstmals die schönsten Fotografien, die Scheidegger damals in Chandigarh aufnahm. Zu den atmosphärischen Farb- und Schwarzweiss-Fotos wird zusätzlich die Originalmaquette von «Chandigarh 1956» reproduziert und kommentiert. In einem Essay skizziert der Kunsthistoriker und Corbusier-Spezialist Stanislaus von Moos die Bedeutung von Scheideggers Chandigarh-Projekt und schlägt Brücken zu heutigen Diskussionen. Die Fotohistorikerin Verena Huber Nievergelt analysiert Scheideggers Fotografien im Kontext ihrer Entstehungszeit.
Maristella Casciato ist Architektin und Professorin für Architekturgeschichte an der Universität Bologna. Ihre gegenwärtige Forschung umfasst u.a. die Entstehungsgeschichte von Chandigarh sowie Leben und Werk von Pierre Jeanneret.
Verena Huber Nievergelt, geboren 1971 in Winterthur, ist Kunst- und Fotografiehistorikerin. Seit 2005 ist sie in Forschung und Lehre im Bereich Geschichte und Theorie der Fotografie tätig, u.a. an der Zürcher Hochschule der Künste und an der Universität Zürich. Ernst Scheidegger, geboren 1923, lebt in Zürich. Ausbildung an der Fachklasse für Fotografie bei Hans Finsler an der Kunstgewerbeschule Zürich. Fotograf für die Agentur Magnum, die er nach dem Tod seiner Freunde Werner Bischof und Robert Capa verlässt. 1956/57 unterrichtet er mit Max Bill an der Hochschule für Gestaltung in Ulm und baut in Ahmedabad (Indien) eine Schule für Design auf. 1960–1980 ist er Redaktor der Bildbeilage der NZZ «Das Wochenende», führt eine Galerie sowie einen Buchverlag und macht Dokumentarfilme. Seine Aufnahmen wurden in zahlreichen Ausstellungen gezeigt. 2001 wird er mit dem Orden «Officier de l’Ordre des Arts et des Lettres» der französischen Republik und 2003 mit der Heinrich-Wölfflin-Medaille der Stadt Zürich ausgezeichnet.
Ausführliche Biografie
Stanislaus von Moos, geboren 1940 in Luzern, war von 1983 bis 2005 Professor für moderne Kunst an der Universität Zürich und unterrichtet heute an der Accademia di architettura, Mendrisio. Von Moos ist Verfasser zahlreicher Monografien, u. a. über Le Corbusier und die Architektur von Venturi, Scott Brown & Associates. Er lebt in Zürich.
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Historische Häuser im Engadin - Architektonische Interventionen von Hans-Jörg Ruch. Fotos v. Simonetti, Filippo. Beitr. v. Ruch, Hans J /Seifert-Uherkovich, Ludmilla. 2008. 320 S., 220 fb. u. 10 sw. Abb., 20 Planzeichn. 32 x 30 cm. Gb EUR 105,00 CHF 159,00 ISBN: 3-85881-223-4 Scheidegger & Spiess
Der Schweizer Architekt Hans-Jörg Ruch hat sich durch gleichermassen raffinierte wie subtile Bauten und Sanierungen international einen Namen gemacht. Zu seinen Spezialgebieten gehören Umbauten von Bauern- und Patrizierhäusern im Engadin. Bei diesen Interventionen in Häusern aus dem Mittelalter werden die faszinierenden historischen Räume wiederhergestellt und behutsam und stimmig mit neuen Elementen konfrontiert.
Durch Ruchs Eingriffe, die sorgfältigen Sanierungen und das Zusammenspiel mit der gebauten Umgebung und der Landschaft tritt der ursprüngliche Charakter dieser Engadinerhäuser wieder hervor. Sie beherbergen heute Wohnräume oder Kunstgalerien und werden von Architekten und Architekturliebhaber bewundert. Zum ersten Mal werden nun zehn von Ruchs Interventionen in einem Buch vorgestellt: grosszügig bebildert mit über 200 grossformatigen Fotografien und mit Plänen, die auch für Laien verständlich sind. Ergänzt wird das Bildmaterial durch persönliche Texte, in denen Ruch seine Philosophie skizziert, und durch einen Essay der Kunsthistorikerin Ludmila Seifert-Uherkovich, die kompetent in Geschichte und Typologie des Engadinerhauses einführt. Hans-Jörg Ruch, geboren 1946 in Bellach (SO), studierte an der ETH Zürich und am Rensselaer Polytechnic Institute, Troy, New York, Architektur. Von 1974 bis 1977 arbeitete er im Architekturbüro Obrist & Partner, St. Moritz, von 1977 bis 1988 bei Urs Hüsler, St. Moritz. Seit 1989 eigenes Büro in St. Moritz. Die wichtigsten Bauten neben architektonischen Interventionen in Engadiner Bauern- und Patrizierhäusern sind u. a.: mehrere Wohnhäuser; Strassenverkehrsamt und Bezirkstiefbauamt des Kantons Graubünden, Samedan; Erweiterung Hotel Saratz, Pontresina; Umbau Segantini Museum St. Moritz, Gemeindebibliothek St. Moritz. Hans-Jörg Ruch lebt in St. Moritz: www.ruch-arch.ch.
Ludmila Seifert-Uherkovich, geboren 1969, studierte Kunst- und Architekturgeschichte sowie Allgemeine Geschichte an der Universität Bern und der Freien Universität Berlin. Seit 1996 wohnt die Kunsthistorikerin in Chur. Sie hat sich in diversen Publikationen mit der Architektur- und Kulturgeschichte Graubündens auseinandergesetzt. 2008 erschien im Verlag Scheidegger & Spiess der von ihr und Leza Dosch herausgegebene Kunstführer durch Graubünden.
Filippo Simonetti, geboren 1944 in Ascoli Piceno, machte nach einem Studium der Literatur und Philosophie in Urbino seine Leidenschaft für Architektur und Fotografie zum Beruf. Als Architekturfotograf erhielt er mehrere Preise, seine Aufnahmen sind international in Büchern und den wichtigsten Zeitschriften publiziert und in zahlreichen Ausstellungen gezeigt worden, u. a. an der VI. Architektur-Biennale Venedig 1996. Filippo Simonetti lebt in Brunate / Provinz Como.
Leiko Ikemura: Tag, Nacht und Halbmond. Zeichnungen. 2008. 256 S., 240 fb. Abb. 30,5 x 23 cm EUR 52,00 CHF 79,00 ISBN: 978-3-85881-231-5 Scheidegger & Spiess
Leiko Ikemura ist in unseren Breitengraden die bekannteste Künstlerin japanischer Herkunft. Sie hat ein breites, international ausgestelltes Œuvre aus Skulptur und Malerei geschaffen, das von zahlreichen Museen und Sammlungen angekauft wurde. Das Kernstück von Ikemuras künstlerischem Werk aber sind ihre zeichnerischen Arbeiten. Mit diesen erschafft sie ein weites und eigenwilliges Universum, belebt von mädchenhaften Wesen, von Tieren und Dingen, die nicht im Hier und Jetzt verankert sind, sondern eine geheimnisvolle Sphäre jenseits von Raum und Zeit bevölkern. Die Zeichnungen oszillieren zwischen Hell und Dunkel, Lust und Schmerz, Tag und Traum.
Essays von fünf Autorinnen und Autoren, darunter der bekannte amerikanische Kunstkritiker Donald Kuspit, spüren in dieser Monografie, die mit über 200 zumeist unveröffentlichten Zeichnungen zur Ausstellung im Museum zu Allerheiligen Schaffhausen erscheint, der Faszination von Ikemuras künstlerischem Schaffen nach. In einem Überblick werden auch ihre skulpturalen und malerischen Werke dokumentiert.
Leiko Ikemura, geboren 1951 in Tsu/Mie (Japan), studierte zuerst Spanisch in Osaka und Salamanca, dann Bildhauerei und Malerei in Granada und Sevilla. Von 1979 bis 1985 lebte Ikemura in Zürich. 1980 entstanden die ersten von Ikemura als gültig betrachteten Gemälde und Zeichnungen. Es sind Bilder, in denen die Künstlerin von menschlichen Träumen, Kämpfen und Konflikten erzählt. 1983 tritt sie erstmals mit einer Einzelausstellung im Bonner Kunstverein an die Öffentlichkeit. 1985 zieht sie nach Köln, wo ab 1987 auch zahlreiche Skulpturen entstehen. Leiko Ikemura lebt und arbeitet heute in Köln und Berlin, wo sie seit 1991 eine Professur für Malerei an der Hochschule der Künste innehat.
Roger Fayet ist Kunsthistoriker und Direktor des Museums zu Allerheiligen Schaffhausen.
Donald Kuspit ist Kunstkritiker, Dichter und Professor für Geschichte und Philosophie an der State University of New York in Stony Brook. Er verfasste zahlreiche Essays und Bücher und arbeitete u. a. für die Zeitschriften Artforum, Sculpture und New Art Examiner. Er lebt in New York City.
Isabelle Köpfli ist Kunsthistorikerin und Direktionsassistentin am Museum zu Allerheiligen Schaffhausen.
Eva Scharrer ist Kunstkritikerin sowie freie Kuratorin.
Hortensia von Roda ist Kuratorin und Geschäftsführerin der Sturzenegger-Stiftung am Museum zu Allerheiligen Schaffhausen.
Ausstellung
Museum zu Allerheiligen Schaffhausen, 31. August 2008 bis 4. Januar 2009
Las Vegas Studio. Bilder aus dem Archiv von Robert Venturi und Denise Scott Brown. Beitr. v. Fischli, Peter /Moos, Stanislaus von /Stadler, Hilar /Stierli, Martino. Hrsg. v. Stadler, Hilar /Stierli, Martino. 2008. 160 S., 100 fb. u. sw. Abb. 28 x 22,5 cm. Gb EUR 45,00 ISBN: 3-85881-229-3 Scheidegger & Spiess
1968 machten die amerikanischen Architekten Robert Venturi, Denise Scott Brown und Steven Izenour zusammen mit Studenten die Stadt Las Vegas zum Gegenstand ihrer Forschung. Ihre Erkenntnisse wurden 1972 im Buch Learning from Las Vegas präsentiert und gelten seither als Schlüsselbeispiel für die Wahrnehmung und Darstellung der modernen, kommerzialisierten Stadt.
Das Buch ist die grosszügig illustrierte Hommage an den Architekturklassiker. Es präsentiert Bilder und Filmstills, viele davon bisher unveröffentlicht, erstmals in Farbe und grossformatig. Essays von ausgewiesenen Spezialisten thematisieren, wie mit Fotografie und Film über die Stadt nachgedacht wurde.
Thomas, Angela: Mit Subversivem Glanz. Max Bill und seine Zeit. Band 1: 1908-1939. 2008. 450 S., 220 fb. u. sw. Abb. 24 x 18 cm. Gb EUR 49,00 ISBN: 3-85881-227-7 Scheidegger & Spiess
max bill (1908–1994) hat die kunst des 20. jahrhunderts massgeblich mitgeprägt. die biografische collage – reich bebildert und mit vielen unveröffentlichten werken und dokumenten – führt seinem lebensweg entlang und zeigt die vielfältigen einflüsse, die ihn inspirierten.
band 1 gibt einblick in bills kindheit in winterthur und seinen aufenthalt am bauhaus dessau bei den meistern albers, klee, kandinsky, moholy-nagy und schlemmer. dokumentiert werden auch seine gesellschaftlichen ideale sowie sein frühes schaffen in zürich als künstler, gestalter und architekt. dabei geht es nicht nur um max bill selbst, sondern auch um das persönliche, kulturelle und politische umfeld, in dem er sich bewegte. ausstellung «max bill 100» haus konstruktiv zürich, 20. november 2008 bis 22. märz 2009
Thomas, Angela: Max Bill und seine Zeit. Band 2: 1939-1994. 2009. 480 S., zahlr. fb. u. sw. Abb. 24 x 18 cm. Gb EUR 49,00 ISBN: 3-85881-228-5 Scheidegger & Spiess
Meili, Marcel /Peter, Markus: Marcel Meili, Markus Peter 1987-2008. Beitr. v. Conzett, Jürg /Helfenstein, Heinrich /Mateo, Josep L. /Krischanitz, Adolf. 2008. 512 S., 400 fb. u. 200 sw. Abb. 27,5 x 19,5 cm. Gb EUR 65,00 ISBN: 3-85881-714-7 Scheidegger & Spiess
Marcel Meili, Markus Peter Architekten heisst eines der führenden Architekturbüros der Schweiz. Die Perrondächer am Zürcher Hauptbahnhof, das Hotel Park Hyatt in Zürich, die Neugestaltung des Areals der Süddeutschen Zeitung in München und der Hauptsitz der Helvetia in Mailand gehören zu ihren bekanntesten Bauten und Projekten. Meili, Peter haben sich besonders auf dem Gebiet des Städtebaus sowie im Bereich von Architekturen mit anspruchsvollen Konstruktionen einen Namen gemacht. Beide lehren zudem an der ETH Zürich und sind stark in der urbanistischen Debatte engagiert. Im vorliegenden Buch wird das Schaffen von Meili, Peter Architekten von den Anfängen bis heute umfassend dargestellt. Neben den gebauten werden auch viele nicht realisierte Entwürfe präsentiert und deren konzeptueller Gehalt diskutiert. Fast 1000 Bilder – Fotografien, Skizzen, Modellfotos, Pläne – und erläuternde Texte behandeln die einzelnen Projekte.
In einem Interview mit dem österreichischen Kollegen Adolf Krischanitz skizzieren Marcel Meili und Markus Peter Grundgedanken ihres Schaffens. Dazu beleuchten vier Autoren in ihren Essays das Werk von aussen: die Architekten Hermann Czech (Wien), Josep Lluís Mateo (Barcelona) und Jürg Conzett (Chur) sowie der Architekturfotograf Heinrich Helfenstein (Zürich).
xoxo - Momentaufnahme einer Generation. Fotos v. Billeter, Vanessa /Clavadetscher, Christian /Gohl, Andrea /Hofmann, Melanie /Widmer, Nick. Beitr. v. Meinecke, Thomas. Hrsg. v. Hügli, Walter /Jaeggi, Martin. 196 S., 100 fb. Abb. 21 x 23,5 cm. Gb, Scheidegger & Spiess, Zürich 2008. EUR 33,00 ISBN: 3-85881-230-7 Scheidegger & Spiess
«xoxo» heisst im Jargon der E-Mail- und SMS-Kultur «Hugs and Kisses» und wird unter Freunden benutzt. Das vorliegende Buch ist ein fotografisches Generationenporträt von Partygängern in Zürich. In Fotos aus der Toni Molkerei – einer der bekanntesten Clubs der Schweiz – zeigen junge Frauen und Männer, wie sie sich kleiden und zurechtgemacht haben. Weil die verschiedenen Abende musikalisch stark variieren, werden Jugendliche ganz unterschiedlicher subkultureller Sparten abgelichtet.
Immer zu zweit posieren sie für die fünf Fotografen aus der Zürcher Kunstszene und beantworten danach Fragen zu ihren Wünschen und anderen Aspekten ihres Lebens, etwa über ihren Umgang mit Sexualität. Diese Statements und ein Interview mit dem Gründer und Betreiber der Toni Molkerei, Walter Hügli, geben Einblick in die heutige Jugendkultur.

Walter Hügli ist Unternehmer, Künstler und Betreiber des Zürcher Klubs «Toni Molkerei». Dieser 2001 eröffnete Klub schliesst Ende dieses Jahres seine Tore. 2002 hat Hügli das Buch «Raw Music Material» herausgegeben, das DJs porträtierte, die seinem legendären Klub «Rohstofflager» auftraten.
Martin Jaeggi, geboren 1969, ist freischaffender Publizist und Gastdozent an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich. Davor studierte er Film und Neue Medien in New York und San Francisco.
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Josef Maria Odermatt: Werkkatalog der Eisenplastiken 1962-2007. Beitr. v. Bitterli, Konrad /Frehner, Matthias /Staiger, Hans R /Staiger, Birgit. Hrsg. v. Staiger, Birgit. 2008. 224 S., 32 fb. u. 400 sw. Abb. 31,5 x 23,5 cm. Gb EUR 65,00 CHF 99,00 ISBN: 3-85881-232-3 Scheidegger & Spiess
Josef Maria Odermatt, Jahrgang 1934, ist einer der bedeutendsten Eisenplastiker der Schweiz. Seit mehr als 40 Jahren arbeitet und lebt er mit seiner Familie oberhalb von Stans, Kanton Nidwalden. Erste Einzelausstellung 1971, zahlreiche Ausstellungen und Ankäufe für den öffentlichen Raum folgten, 2004 wurde Odermatt mit dem Kulturpreis der Innerschweiz ausgezeichnet.
Bezugspunkte von Odermatts Schaffen sind Arbeiten von Eduardo Chillida, Bernhard Luginbühl und die Formensprache Robert Müllers. Schmieden gilt ihm als die ursprünglichste Eisenverarbeitung: Dem Eisen durch Feuer und Muskelkraft den eigenen Willen aufzuzwingen, ist die älteste Form der Metallbearbeitung. Odermatt, der es darin zur Meisterschaft gebracht hat, versteht «Schmieden als Faszination, als eine Suche, eine Art Droge, mit Entzugserscheinungen», wie seine Frau Regula Odermatt es formuliert. Seine Plastiken sind archaisch und dennoch zeitgenössische Skulpturen.
Das längst überfällige Werkverzeichnis bietet einen illustrierten Katalog aller 340 Plastiken Josef Maria Odermatts aus den Jahren 1962 bis 2007, grossformatige Fotografien seiner wichtigsten Skulpturen sowie Texte verschiedener Spezialisten zu seiner Person, seinem zeichnerischen und plastischen Werk.
Roman Signer - Projektionen. Super-8-Filme und Videos 1975-2008. Beitr. v. Maurer, Simon. Hrsg. v. Helmhaus Zürich. 2008. 176 S., 100 fb. u. sw. Abb. 38 x 30 cm. Gb EUR 65,00 ISBN: 3-85881-225-0 Scheidegger & Spiess
«Projektionen» fasst Standbilder aus sämtlichen Super-8-Filmen und Videos von Roman Signer zusammen. Das grossformatige Buch widmet sich Signers hintergründigen Bilderfindungen, die bei seinen Arbeiten gezielt entstehen – und wieder vergehen. Als Schnitte durch die Zeit markieren die Filmstills Schlüsselmomente in Signers präzis komponierten und choreografierten Aktionen: Momente des Umkippens, der extremen Beschleunigung und des Stillstands, der Transformation, der Verdichtung oder Zerstreuung.
Der Titel «Projektionen» zielt neben der Bedeutung vom projizierten Filmlicht auf den visionären Charakter einer Arbeit, die sich in der freien Natur oder im Ausstellungsraum nach den Vorstellungen des Künstlers realisiert. Augenfällig wird dabei Signers suggestiver Umgang mit Bewegung und Stillstand, mit Energie und deren Umwandlung, mit experimentellem Spiel und physikalischer Konsequenz, mit Naturwissenschaft und Philosophie. Der Band präsentiert erstmals das illustrierte Werkverzeichnis sämtlicher Super-8-Filme und Videos und zieht somit einen reichhaltigen Querschnitt durch Roman Signers Werk, gestaltet von Peter Zimmermann, der bereits die «Werkübersicht 1971–2002» konzipiert und herausgegeben hat.
Klaus Born - Malerei. Beitr. v. Omlin, Sibylle /Magnaguagno, Guido. 2. Aufl. 2007. 124 S., 20 sw. u. 74 fb. Abb. 27 x 21 cm. Gb EUR 30,00 ISBN: 3-85881-226-9 Scheidegger & Spiess
Dieser Maler hat viel abgeschüttelt: die Enge der Bergwelt, die Rebellion der Jugend, das Können des Lehrers, die Last der Geschichte und der Literatur, die Verzweiflung an Politik und Gesellschaft – und hat dafür erhalten: das Füllhorn der Farben, den Tastsinn für prekäre Gleichgewichte, die Lust auf Abenteuer, die Freiheit des Wartens, des Nichtstuns, des permanenten Wechsels und Wandels.» Guido Magnaguagno
Klaus Born ist gelernter Buchhändler und entschied sich 1972 «für die Kunst». Er besuchte den Vorkurs an der Kunstgewerbeschule Zürich und bildete sich zum Zeichenlehrer aus. Erstmals erscheint nun ein Buch, das die Werke der letzten fünfundzwanzig Jahre vorstellt. Guido Magnaguagno, Direktor des Museums Jean Tinguely, und Sibylle Omlin, Kunstkritikerin, Kuratorin und Dozentin, zeichnen die Stationen von Werk und Leben des Künstlers auf: ausgehend von den rea¬listischen Radierungen und Zeichnungen zur grossformatigen Abstraktion, der Beschäftigung mit Schrift¬zeichen und ihren Inhalten, den mit Tusche, Öl- und Aquarellfarben übermalten Büchern.
Klaus Born, geboren 1945 in Hätzingen GL, Zeichner, Grafiker und Maler. Lebt seit Ende der Sechzigerjahre in Zürich. Buchhändlerlehre, Tätigkeit als Zeichenlehrer. 1979/81 längerer Aufenthalt am Istituto Svizzero in Rom. Ausstellungen in Galerien und Museen.
Guido Magnaguagno (*1946), Studium der Kunstgeschichte an der Universität Zürich. Ab 1980 Konservator, Ausstellungsmacher und später Vizepräsident am Kunsthaus Zürich. Diverse Publikationen. Seit 2001 Direktor des Museums Jean Tinguely Basel
Sergey Bratkov. Glory Days. Heldenzeiten. Works / Werke 1995-2007. Hrsg. Thomas Seelig. Beitr.: Anna Alchuk, Bart de Baere, Boris Buden, Mikhail Ryklin, Thomas Seelig. In Kooperation mit dem Fotomuseum Winterthur. Dtsch/Engl. 192 S., 91 fb. und 19 sw. Abb., 21 x 27 cm, Geb. EUr 45,00 CHF 69,00 ISBN: 978-3-85881-218-6 Scheidegger & Spiess
Im Sommer 2003 lancierte das Fotomuseum Winterthur mit einer Retrospektive die internationale Karriere des ukrainischen Fotografen Boris Mikhailov. Jetzt bietet es erneut einem bemerkenswerten ukrainischen Fotokünstler eine Plattform im internationalen Scheinwerferlicht: Sergey Bratkov.
Der jüngeren Generation angehörend, ist Bratkovs Thema das Zwischenreich zwischen dem untergegangenen Sowjetimperium und einer noch nicht geborenen neuen Zeit. Seine Arbeiten umfassen Porträt-Serien – Kinder, Boxer, Sekretärinnen, Matrosen oder Soldatinnen –, aber auch inszenierte Tableaus oder urbane Impressionen.
Trotz viel beachteten Ausstellungen in Ost und West – unter anderem an der Biennale von Venedig 2003 – wurden Bratkovs Fotografien bislang kaum publiziert. Dieses Buch stellt sein ebenso subtiles wie ironisches und provozierendes Werk umfassend vor. Bratkovs Bildern aus zwei Jahrzehnten sind Essays namhafter Autoren über das Werk, den Künstler und sein Umfeld in Russland sowie der Ukraine zur Seite gestellt.
Ausstellung im Fotomuseum Winterthur
25. Mai bis 24. August 2008 Sergey Bratkov, geboren 1960 in Charkow, Ukraine. Seine Arbeit oszilliert zwischen Reportage und inszenierter Fotografie. Erste Einzelausstellungen 1987, seit den 1990er Jahren erarbeitete er sich internationale Anerkennung mit Ausstellungen in namhaften Institutionen in Ost- und Westeuropa, Südamerika und den USA, u.a. an der São Paulo Biennale 2002 sowie an den Biennalen von Venedig 2003 und 2007.
Anna Alchuk (1955–2008) war bildende Künstlerin und lebte in Moskau. Studium der Geschichte an der Moscow State University. Ihre Performances, Videos und Fotografien entstanden meist im Kontext der Gender-Debatte. Gemeinsam mit Sergey Bratkov stellte sie im Rahmen des II International Festival of Photography (Nizhny Novgorod 2000) die Arbeit Figures of the Law II aus.
Boris Buden (*1958) ist freier Publizist, lebt in Berlin und verfasst Essays und Artikel zu Themen der Philosophie, Politik, sowie der Kultur- und Kunstkritik. Er studierte Philosophie in Zagreb und Kulturwissenschaft an der HU Berlin. In den 1990ern war er Herausgeber der Zeitschrift Arkzin (Zagreb). Er war 2003/2004 am Forschungsprojekt The Post-Communist Condition des Zentrums für Kunst und Medientechnologie ZKM, Karlsruhe, beteiligt.
Bart de Baere (*1960) ist Direktor des Museum of Contemporary Art MuHKA in Antwerpen. Der Kurator und Kunsttheoretiker war 1992 Co-Kurator der Documenta IX in Kassel, 1995 Gründungsberater der Johannesburg Biennale sowie Mitglied des Internationalen Beirats des Soros Center für zeitgenössische Kunst in Osteuropa.
Mikhail Ryklin (*1948) ist Schriftsteller, Essayist und Philosoph und lebt in Moskau. Seit 2000 ist er Korrespondent der Zeitschrift Lettre International sowie als Herausgeber und Übersetzer von Jacques Derrida, Michel Foucault, Roland Barthes tätig. Das Mitglied der Moskauer Akademie der Wissenschaften hatte zahlreiche Gastprofessuren im Ausland inne und war wie Boris Buden 2003/2004 am Forschungsprojekt The Post-Communist Condition des Zentrums für Kunst und Medientechnologie ZKM, Karlsruhe, beteiligt.
Thomas Seelig (*1964) ist Sammlungskurator am Fotomuseum Winterthur und Herausgeber von Publikationen zur zeitgenössischen Fotografie. Er studierte Visuelle Kommunikation/Fotografie an der Fachhochschule Bielefeld und belegte danach ein kuratorisches Aufbaustudium an der Jan van Eyck Akademie, Maastricht. Mit Uta Grosenick hat er das Buch PHOTO ART (Dumont/Köln, Thames & Hudson/London, Aperture/New York, 2007/2008) herausgegeben.
Das Segantini Museum. Idee, Entstehung, Architektur. Hrsg. Segantini Stiftung, St. Moritz. Text: Leza Dosch, Beat Stutzer. Vorw. Franz Zelger. 104 S., 42 fb. u. 32 sw. Abb., 20 x 26,5 cm, CHF 49,90 EUR 33,00 ISBN: 978-3-85881-234-6 Scheidegger & Spiess
Im Sommer 2008 feiert das Segantini Museum in St. Moritz sein 100-jähriges Bestehen. Zu Ehren des gefeierten Symbolisten Giovanni Segantini (1858–1899), des Erneuerers der Alpenmalerei, war bereits kurz nach seinem Tod ein eigenes Museum errichtet worden, das seither zum unverzichtbaren Ort für Segantini- und Kunstfreunde im Engadin geworden ist. Zum 100-Jahr-Jubiläum schildert dieses reichhaltige Buch anhand von Plänen, Fotos und Dokumenten, wie es zur Gründung des eigenwilligen Museums kam, wie es gelang, Segantinis berühmtes Alpentriptychon «Werden – Sein – Vergehen» dem Engadin zu sichern, und was den Kuppelbau von Nicolaus Hartmann (1880–1956) architekturgeschichtlich so besonders macht. Der imposante Zentralbau hoch über dem St. Moritzersee – eine Art Mausoleum und ein begehbares Denkmal zugleich – orientiert sich am monumentalen Pavillon, den Segantini selbst für sein Engadinpanorama für die Pariser Weltausstellung von 1900 entworfen hatte. Erstmals publiziert und kommentiert wird zudem der nach dem Zweiten Weltkrieg von Nicolaus Hartmann geplante, aber nicht realisierte Erweiterungsbau.
Weitere Informationen zum Segantini Museum
Giovanni Segantini (1858–1899) besuchte nach einer schwierigen Kindheit und Jugend 1875–79 die Kunstakademie Brera in Mailand. 1886 zog er mit seiner Familie nach Savognin, ab 1894 lebte er in Maloja und Soglio. Er starb auf dem Schafberg bei Pontresina während der Fertigstellung des Triptychons Werden – Sein – Vergehen.
Leza Dosch (*1953), Kunsthistoriker in Chur und Mitglied der Eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege. Studium der Kunstgeschichte an den Universitäten Zürich und Bonn. Dissertation über die Bauten der Rhätischen Bahn. Verschiedene Publikationen hauptsächlich zur Architektur und bildenden Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts.
Beat Stutzer (*1950), Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Ethnologie an der Universität Basel. Wissenschaftlicher Assistent am Kupferstichkabinett der Öffentlichen Kunstsammlung Basel. 1977–82 Assistent am Lehrstuhl für Moderne Kunst der Universität Basel. 1980 Promotion mit der Dissertation «Albert Müller (1897–1926) und die Künstlergruppe Rot-Blau». Seit 1982 Direktor Bündner Kunstmuseum Chur und seit 1998 zugleich Konservator des Segantini Museums St. Moritz. Zahlreiche Buchpublikationen, Ausstellungen und Beiträge zur Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts. Werksemester der Kulturstiftung Landis & Gyr in London (2003/04). Seit 2004 Präsident der Eidg. Kommission der Gottfried Keller-Stiftung.
Roman Signer. Vernissage. Vorw. Roland Wäspe. Dtsch/Engl. 324 S., 331 fb. u. 40 sw. Abb., 30,5 x 24 cm, Gb. Mit Schutzumschlag. CHF 69,00, EUR 45,00 ISBN: 978-3-85881-224-7 Scheidegger & Spiess
Roman Signer ist seit den 1990er-Jahren international bekannt geworden durch künstlerische Aktionen, die auf spielerische Weise mit Wasser, Sand und explosiven Materialien umgehen. Heute ist Signer einer der berühmtesten Schweizer Künstler und wird in renommierten Museen ausgestellt. «Roman Signer: Vernissage» ist eine Hommage an den Künstler aus Anlass seines 70. Geburtstags im Mai 2008. Das Buch versammelt sämtliche Einladungskarten zu Signers etwa 150 Ausstellungen in vielen Ländern der Welt – die meisten von ihnen sind von Roman Signer selbst oder mit Fotos oder Skizzen von ihm gestaltet worden. Sie zeigen die Entwicklung seines Werks in den vergangenen 35 Jahren, spiegeln zugleich die ästhetischen Vorlieben ihrer Entstehungszeit und bilden so nicht nur einen witzigen Rundgang durch Roman Signers OEuvre, sondern auch eine Geschichte der zeitgenössischen Kunst im Miniaturformat. Die Karten präsentieren Fotografien, Zeichnungen und Baupläne zu zahlreichen Experimenten und Aktionen. Der Text des Signer-Spezialisten Roland Wäspe beschäftigt sich mit Kontinuitäten, Entwicklungslinien und Schwerpunkten im Werk des Künstlers.
Ausstellung «Roman Signer: Works» im Rochester Art Center, Minnesota 10. Mai bis 14. September 2008 Roman Signer, geboren 1938 in Appenzell und wohnhaft in St. Gallen, schlägt wie wenig andere Gegenwartskünstler sowohl die Kunstinsider wie das breite Publikum in seinen Bann. Seit den 1970er-Jahren bereichert er die Szene mit seinen spektakulären Aktionen. Die Explosionen, Kollisionen und Flüge der Objekte durch den Raum werden stets sorgfältig geplant und aufgezeichnet. So arbeitet Signer an einer Neudefinierung der Gattung Skulptur. Dokumentationen seines Schaffens werden international in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, zuletzt in Berlin und Edinburgh, von Mai bis September 2008 im Rochester Art Center, Minnesota.
Roland Wäspe ist Kunsthistoriker, Direktor des Kunstmuseums St. Gallen und Autor mehrerer Bücher. Er ist ein profunder Kenner des Werks von Roman Signer.
Max Vogt - Bauen für die Bahn 1957-1989. Beitr. v. Weidmann, Ruedi. Hrsg.v.SBB-Fachstelle für Denkmalschutzfragen /Häfliger, Toni /Gesellschaft fürSchweizerische Kunstgeschichte. Redakt.: Elsasser, Kilian T. 2008. 160 S., 180 sw. Abb. 23 x 20 cm. Gb EUR 30,00 CHF 48,00 ISBN: 978-3-85881-185-1 Scheidegger & Spiess
Max Vogt hat von 1957 bis 1989 als Architekt der SBB-Kreisdirektion III die Bahnarchitektur in der Nordostschweiz geprägt. Seine bekanntesten Bauten sind das Zentralstellwerk im Hauptbahnhof Zürich von 1964, die Bahnhöfe Zürich Altstetten, Killwangen-Spreitenbach und Effretikon. Insgesamt sind es etwa 200 Bauten. Ihre kompromisslose Materialisierung und skulpturale Kraft springen ins Auge, doch ebenso viel Qualität steckt in ihrem Innern.
Die Eigenschaften von Vogts Architektur – schwer, kraftvoll, robust und präzis – sind auch die Eigenschaften der Bahn. Deshalb wirken die Bauten als Teil des Corporate Design der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB). Für viele Bahnreisende bedeuten sie ein Stück Heimat. Allerdings war bisher kaum etwas über sie und ihren Schöpfer bekannt.
Vogts Bauten sind Denkmäler der Schweizer Baukultur im 20. Jahrhundert. Es sind Zeugen der «Nachkriegsmoderne», einer der kulturellen Öffnung der Schweiz und einer ungebrochen fortschrittsgläubigen Baukultur in der Nachkriegszeit. Dieses Buch stellt die hundert wichtigsten Bauten von Max Vogt vor und beschreibt die besonderen Bedingungen, unter denen bei den SBB Bauten für die Bahn entstanden.
Die vorliegende Publikation ist der erste Band der Reihe «Architektur- und Technikgeschichte der Eisenbahnen in der Schweiz». Die Reihe wird herausgegeben von der SBB-Fachstelle für Denkmalschutzfragen und der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Sie will auf den kulturhistorischen Wert von Bauten in der Schweiz aufmerksam machen, die im Zusammenhang mit der Eisenbahn entstanden. Dieser Teil des baulichen Erbes ist vergleichsweise wenig bekannt. Die Reihe berücksichtigt Architektur ebenso wie Ingeni EURbauten oder Werke bildender Künstler. Die einzelnen Bände befassen sich mit dem Schaffen eines Architekten oder Ingeni EURs, behandeln ein wichtiges Einzelgebäude oder einen Baubestand entlang einer Bahnlinie oder sie widmen sich einer bestimmten Gattung von Bauwerken oder etwa dem künstlerischen Schmuck von Bahnhöfen. Karl Holenstein (1950) war als leitender Architekt langjährig operativ bei denkmalpflegerischen Sanierungen privater und öffentlicher Bauten tätig, seit 2003 ist er verantwortlich für Inventarisation und Grundlagen bei der SBB-Fachstelle für Denkmalschutzfragen in Bern.
Ruedi Weidmann (1966) ist Historiker, Partner von Häusler + Weidmann, Büro für Geschichte und Kulturvermittlung, Zürich, und Redaktor bei Tec21, Fachzeitschrift für Architektur, Ingeni EURwesen und Umwelt des Schweizerischen Ingeni EUR- und Architektenvereins SIA. www.haeuslerweidmann.ch
Heinrich Helfenstein (1946) gehört zu den bekanntesten Schweizer Architekturfotografen. Zu seinen Auftraggebern zählen zahlreiche namhafte Schweizer Architekten. Seit 1980 hat er sein Atelier in Zürich, daneben Lehraufträge an verschiedenen Hoch- und Fachhochschulen. www.heinrich-helfenstein.ch
Leonardo Bezzola. Fotografien 1948-2007. Fotos v. Bezzola, Leonardo. Dtsch/Engl. Beitr. v. Catullo, Clarenza /Kamber, André. 2008. 196 S., 418 Abb. 21 x 30 cm. Gb EUR 50,00 ISBN: 3-85881-209-9 Scheidegger & Spiess
Der Berner Leonardo Bezzola, ein klassischer Schwarzweiss-Fotograf, hat seit den 1940er Jahren ein umfangreiches OEuvre geschaffen – Städtebilder von Venedig, Aufnahmen von Rennautos, Künstler- und Schriftstellerporträts oder Reisereportagen. Bezzola ist kein rasender Reporter, sondern ein überaus genauer, geduldiger und sensibler Beobachter, ein Essayist mit der Kamera. «Er findet die Bilder, bevor er die Kamera bedient, nicht später mit der Lupe im Kontaktbogen, schon gar nicht am Laptop» (André Kamber).
Bezzola kam als Autodidakt zur Fotografie und machte sich auch als Grafiker und Filmemacher einen Namen, was ihn zum zentralen Themenfeld seines fotografischen Wirkens führte: zu den umfassenden Künstlerporträts, die er etwa über Jean Tinguely, Bernhard Luginbühl oder Raffael Benazzi geschaffen hat. Wiederholt arbeitete er auch mit Peter Bichsel zusammen und realisierte 1976 einen Film mit Niki de Saint Phalle.
Bezzolas Gesamtwerk gewährt nicht nur einen Panoramablick auf das Alltagsleben der ver- gangenen sechzig Jahre, sondern ist vor allem auch ein lebendiges Archiv des schweizerischen Kulturlebens, wie es nur selten entsteht.
Ausstellung Leonardo Bezzola, Una biografia veneziana Spazio culturale svizzero, Venezia 1. Februar bis 3. Mai 2008
Clarenza Catullo studierte Linguistik und Anglistik in Triest und an der Universität Ca’Foscari in Venedig. Bis 1981 war sie verantwortlich für das museumspädagogische Programm der Peggy Guggenheim Collection in Venedig. 1986 holte Pontus Hultén sie als seine Assistentin an den zur Fiat Group gehörenden, eben renovierten Palazzo Grassi, deren Leiter er damals war. Nach Hulténs Weggang wurde sie zuerst Assistentin von Paolo Viti und übernahm dann die Leitung des Kulturprogramms des Palazzo Grassi und der Fiat Group. 2003, nach 18 Jahren am Palazzo Grassi, wechselte Clarenza Catullo ans Museo d’Arte Moderna e Contemporanea in Rovereto, wo sie heute als Beraterin tätig ist und die Logistik der Sammlung sowie zwei grössere Ausstellungsprojekte betreut.
André Kamber, geboren 1932, unterrichtete bis 1972 als Primarlehrer und beschäftigte sich parallel dazu als Autodidakt mit Kunst, vorab des 19. und 20. Jahrhunderts. Mehrere Volontariate in Galerien. Ab 1972 übernahm er die Neuordnung der städtischen Museen Solothurns. Von 1978 bis 1997 war er Leiter der städtischen Museen und Konservator des Kunstmuseums Solothurn. 1987 erhielt er den Kulturpreis des Kantons Solothurn.
Carlo Montanaro Nach seinem Studienabschluss in Architektur wandte sich Carlo Montanaro als Kritiker und Dozent den Themen Film, Fernsehen und Unterhaltung zu, schrieb für mehrere Zeitungen und Monatsmagazine und spezialisierte sich dann auf Film und Fotografie. Er organisierte mehrere nationale und internationale Veranstaltungen, etwa das La Biennale Film Festival, das Festival del Film sull’Arte e Biografie d’Artisti in Asolo, the MystFest in Cattolica und insbesondere die Giornate del Cinema Muto in Pordenone. Heute ist Carlo Montanaro Professor und, seit 2006, auch Direktor der Accademia di Belle Arti in Venedig, unterrichtet an der Universität Ca’Foscari in Venedig und arbeitet an der Enciclopedia Treccani mit. Er publizierte mehrere Bücher über Film und Fotografie.
Leonardo Bezzola, geboren 1929, lebt in Bätterkinden. Selbstständiger Fotograf und Grafiker mit Schwerpunkten in Kunst, Architektur, Design, Industrie und Tourismus. Lang- jährige Freundschaft mit Bernhard Luginbühl, mit dem er mehrere Filme realisiert. Zahlreiche Publikationen in Büchern und Zeitschriften wie «du» oder «werk» sowie Einzel- und Gruppenausstellungen, u.a. in der Kunsthalle Bern, im Photoforum PasquArt, Biel, oder im Museum Tinguely. Solothurner Kunstpreis 2005.
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