KunstbuchAnzeiger - Kunst, Architektur, Fotografie, Design Anzeige Verlag Langewiesche Königstein | Blaue Bücher
[Home] [Titel-Datenbank] [Druckansicht]
Themen
Recherche
Service

Titel-Datenbank

[zurück]

Scheidegger & Spiess

 
< zurück | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | vor>
 
Klaus Born - Malerei. Beitr. v. Omlin, Sibylle /Magnaguagno, Guido. 2. Aufl. 2007. 124 S., 20 sw. u. 74 fb. Abb. 27 x 21 cm. Gb EUR 30,00 ISBN: 3-85881-226-9 Scheidegger & Spiess
Dieser Maler hat viel abgeschüttelt: die Enge der Bergwelt, die Rebellion der Jugend, das Können des Lehrers, die Last der Geschichte und der Literatur, die Verzweiflung an Politik und Gesellschaft – und hat dafür erhalten: das Füllhorn der Farben, den Tastsinn für prekäre Gleichgewichte, die Lust auf Abenteuer, die Freiheit des Wartens, des Nichtstuns, des permanenten Wechsels und Wandels.» Guido Magnaguagno
Klaus Born ist gelernter Buchhändler und entschied sich 1972 «für die Kunst». Er besuchte den Vorkurs an der Kunstgewerbeschule Zürich und bildete sich zum Zeichenlehrer aus. Erstmals erscheint nun ein Buch, das die Werke der letzten fünfundzwanzig Jahre vorstellt. Guido Magnaguagno, Direktor des Museums Jean Tinguely, und Sibylle Omlin, Kunstkritikerin, Kuratorin und Dozentin, zeichnen die Stationen von Werk und Leben des Künstlers auf: ausgehend von den rea¬listischen Radierungen und Zeichnungen zur grossformatigen Abstraktion, der Beschäftigung mit Schrift¬zeichen und ihren Inhalten, den mit Tusche, Öl- und Aquarellfarben übermalten Büchern.
Klaus Born, geboren 1945 in Hätzingen GL, Zeichner, Grafiker und Maler. Lebt seit Ende der Sechzigerjahre in Zürich. Buchhändlerlehre, Tätigkeit als Zeichenlehrer. 1979/81 längerer Aufenthalt am Istituto Svizzero in Rom. Ausstellungen in Galerien und Museen.
Guido Magnaguagno (*1946), Studium der Kunstgeschichte an der Universität Zürich. Ab 1980 Konservator, Ausstellungsmacher und später Vizepräsident am Kunsthaus Zürich. Diverse Publikationen. Seit 2001 Direktor des Museums Jean Tinguely Basel
Sergey Bratkov. Glory Days. Heldenzeiten. Works / Werke 1995-2007. Hrsg. Thomas Seelig. Beitr.: Anna Alchuk, Bart de Baere, Boris Buden, Mikhail Ryklin, Thomas Seelig. In Kooperation mit dem Fotomuseum Winterthur. Dtsch/Engl. 192 S., 91 fb. und 19 sw. Abb., 21 x 27 cm, Geb. EUr 45,00 CHF 69,00 ISBN: 978-3-85881-218-6 Scheidegger & Spiess
Im Sommer 2003 lancierte das Fotomuseum Winterthur mit einer Retrospektive die internationale Karriere des ukrainischen Fotografen Boris Mikhailov. Jetzt bietet es erneut einem bemerkenswerten ukrainischen Fotokünstler eine Plattform im internationalen Scheinwerferlicht: Sergey Bratkov.
Der jüngeren Generation angehörend, ist Bratkovs Thema das Zwischenreich zwischen dem untergegangenen Sowjetimperium und einer noch nicht geborenen neuen Zeit. Seine Arbeiten umfassen Porträt-Serien – Kinder, Boxer, Sekretärinnen, Matrosen oder Soldatinnen –, aber auch inszenierte Tableaus oder urbane Impressionen.
Trotz viel beachteten Ausstellungen in Ost und West – unter anderem an der Biennale von Venedig 2003 – wurden Bratkovs Fotografien bislang kaum publiziert. Dieses Buch stellt sein ebenso subtiles wie ironisches und provozierendes Werk umfassend vor. Bratkovs Bildern aus zwei Jahrzehnten sind Essays namhafter Autoren über das Werk, den Künstler und sein Umfeld in Russland sowie der Ukraine zur Seite gestellt.
Ausstellung im Fotomuseum Winterthur
25. Mai bis 24. August 2008 Sergey Bratkov, geboren 1960 in Charkow, Ukraine. Seine Arbeit oszilliert zwischen Reportage und inszenierter Fotografie. Erste Einzelausstellungen 1987, seit den 1990er Jahren erarbeitete er sich internationale Anerkennung mit Ausstellungen in namhaften Institutionen in Ost- und Westeuropa, Südamerika und den USA, u.a. an der São Paulo Biennale 2002 sowie an den Biennalen von Venedig 2003 und 2007.
Anna Alchuk (1955–2008) war bildende Künstlerin und lebte in Moskau. Studium der Geschichte an der Moscow State University. Ihre Performances, Videos und Fotografien entstanden meist im Kontext der Gender-Debatte. Gemeinsam mit Sergey Bratkov stellte sie im Rahmen des II International Festival of Photography (Nizhny Novgorod 2000) die Arbeit Figures of the Law II aus.
Boris Buden (*1958) ist freier Publizist, lebt in Berlin und verfasst Essays und Artikel zu Themen der Philosophie, Politik, sowie der Kultur- und Kunstkritik. Er studierte Philosophie in Zagreb und Kulturwissenschaft an der HU Berlin. In den 1990ern war er Herausgeber der Zeitschrift Arkzin (Zagreb). Er war 2003/2004 am Forschungsprojekt The Post-Communist Condition des Zentrums für Kunst und Medientechnologie ZKM, Karlsruhe, beteiligt.
Bart de Baere (*1960) ist Direktor des Museum of Contemporary Art MuHKA in Antwerpen. Der Kurator und Kunsttheoretiker war 1992 Co-Kurator der Documenta IX in Kassel, 1995 Gründungsberater der Johannesburg Biennale sowie Mitglied des Internationalen Beirats des Soros Center für zeitgenössische Kunst in Osteuropa.
Mikhail Ryklin (*1948) ist Schriftsteller, Essayist und Philosoph und lebt in Moskau. Seit 2000 ist er Korrespondent der Zeitschrift Lettre International sowie als Herausgeber und Übersetzer von Jacques Derrida, Michel Foucault, Roland Barthes tätig. Das Mitglied der Moskauer Akademie der Wissenschaften hatte zahlreiche Gastprofessuren im Ausland inne und war wie Boris Buden 2003/2004 am Forschungsprojekt The Post-Communist Condition des Zentrums für Kunst und Medientechnologie ZKM, Karlsruhe, beteiligt.
Thomas Seelig (*1964) ist Sammlungskurator am Fotomuseum Winterthur und Herausgeber von Publikationen zur zeitgenössischen Fotografie. Er studierte Visuelle Kommunikation/Fotografie an der Fachhochschule Bielefeld und belegte danach ein kuratorisches Aufbaustudium an der Jan van Eyck Akademie, Maastricht. Mit Uta Grosenick hat er das Buch PHOTO ART (Dumont/Köln, Thames & Hudson/London, Aperture/New York, 2007/2008) herausgegeben.
Das Segantini Museum. Idee, Entstehung, Architektur. Hrsg. Segantini Stiftung, St. Moritz. Text: Leza Dosch, Beat Stutzer. Vorw. Franz Zelger. 104 S., 42 fb. u. 32 sw. Abb., 20 x 26,5 cm, CHF 49,90 EUR 33,00 ISBN: 978-3-85881-234-6 Scheidegger & Spiess
Im Sommer 2008 feiert das Segantini Museum in St. Moritz sein 100-jähriges Bestehen. Zu Ehren des gefeierten Symbolisten Giovanni Segantini (1858–1899), des Erneuerers der Alpenmalerei, war bereits kurz nach seinem Tod ein eigenes Museum errichtet worden, das seither zum unverzichtbaren Ort für Segantini- und Kunstfreunde im Engadin geworden ist. Zum 100-Jahr-Jubiläum schildert dieses reichhaltige Buch anhand von Plänen, Fotos und Dokumenten, wie es zur Gründung des eigenwilligen Museums kam, wie es gelang, Segantinis berühmtes Alpentriptychon «Werden – Sein – Vergehen» dem Engadin zu sichern, und was den Kuppelbau von Nicolaus Hartmann (1880–1956) architekturgeschichtlich so besonders macht. Der imposante Zentralbau hoch über dem St. Moritzersee – eine Art Mausoleum und ein begehbares Denkmal zugleich – orientiert sich am monumentalen Pavillon, den Segantini selbst für sein Engadinpanorama für die Pariser Weltausstellung von 1900 entworfen hatte. Erstmals publiziert und kommentiert wird zudem der nach dem Zweiten Weltkrieg von Nicolaus Hartmann geplante, aber nicht realisierte Erweiterungsbau.
Weitere Informationen zum Segantini Museum
Giovanni Segantini (1858–1899) besuchte nach einer schwierigen Kindheit und Jugend 1875–79 die Kunstakademie Brera in Mailand. 1886 zog er mit seiner Familie nach Savognin, ab 1894 lebte er in Maloja und Soglio. Er starb auf dem Schafberg bei Pontresina während der Fertigstellung des Triptychons Werden – Sein – Vergehen.
Leza Dosch (*1953), Kunsthistoriker in Chur und Mitglied der Eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege. Studium der Kunstgeschichte an den Universitäten Zürich und Bonn. Dissertation über die Bauten der Rhätischen Bahn. Verschiedene Publikationen hauptsächlich zur Architektur und bildenden Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts.
Beat Stutzer (*1950), Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Ethnologie an der Universität Basel. Wissenschaftlicher Assistent am Kupferstichkabinett der Öffentlichen Kunstsammlung Basel. 1977–82 Assistent am Lehrstuhl für Moderne Kunst der Universität Basel. 1980 Promotion mit der Dissertation «Albert Müller (1897–1926) und die Künstlergruppe Rot-Blau». Seit 1982 Direktor Bündner Kunstmuseum Chur und seit 1998 zugleich Konservator des Segantini Museums St. Moritz. Zahlreiche Buchpublikationen, Ausstellungen und Beiträge zur Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts. Werksemester der Kulturstiftung Landis & Gyr in London (2003/04). Seit 2004 Präsident der Eidg. Kommission der Gottfried Keller-Stiftung.
Roman Signer. Vernissage. Vorw. Roland Wäspe. Dtsch/Engl. 324 S., 331 fb. u. 40 sw. Abb., 30,5 x 24 cm, Gb. Mit Schutzumschlag. CHF 69,00, EUR 45,00 ISBN: 978-3-85881-224-7 Scheidegger & Spiess
Roman Signer ist seit den 1990er-Jahren international bekannt geworden durch künstlerische Aktionen, die auf spielerische Weise mit Wasser, Sand und explosiven Materialien umgehen. Heute ist Signer einer der berühmtesten Schweizer Künstler und wird in renommierten Museen ausgestellt. «Roman Signer: Vernissage» ist eine Hommage an den Künstler aus Anlass seines 70. Geburtstags im Mai 2008. Das Buch versammelt sämtliche Einladungskarten zu Signers etwa 150 Ausstellungen in vielen Ländern der Welt – die meisten von ihnen sind von Roman Signer selbst oder mit Fotos oder Skizzen von ihm gestaltet worden. Sie zeigen die Entwicklung seines Werks in den vergangenen 35 Jahren, spiegeln zugleich die ästhetischen Vorlieben ihrer Entstehungszeit und bilden so nicht nur einen witzigen Rundgang durch Roman Signers OEuvre, sondern auch eine Geschichte der zeitgenössischen Kunst im Miniaturformat. Die Karten präsentieren Fotografien, Zeichnungen und Baupläne zu zahlreichen Experimenten und Aktionen. Der Text des Signer-Spezialisten Roland Wäspe beschäftigt sich mit Kontinuitäten, Entwicklungslinien und Schwerpunkten im Werk des Künstlers.
Ausstellung «Roman Signer: Works» im Rochester Art Center, Minnesota 10. Mai bis 14. September 2008 Roman Signer, geboren 1938 in Appenzell und wohnhaft in St. Gallen, schlägt wie wenig andere Gegenwartskünstler sowohl die Kunstinsider wie das breite Publikum in seinen Bann. Seit den 1970er-Jahren bereichert er die Szene mit seinen spektakulären Aktionen. Die Explosionen, Kollisionen und Flüge der Objekte durch den Raum werden stets sorgfältig geplant und aufgezeichnet. So arbeitet Signer an einer Neudefinierung der Gattung Skulptur. Dokumentationen seines Schaffens werden international in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, zuletzt in Berlin und Edinburgh, von Mai bis September 2008 im Rochester Art Center, Minnesota.
Roland Wäspe ist Kunsthistoriker, Direktor des Kunstmuseums St. Gallen und Autor mehrerer Bücher. Er ist ein profunder Kenner des Werks von Roman Signer.
Max Vogt - Bauen für die Bahn 1957-1989. Beitr. v. Weidmann, Ruedi. Hrsg.v.SBB-Fachstelle für Denkmalschutzfragen /Häfliger, Toni /Gesellschaft fürSchweizerische Kunstgeschichte. Redakt.: Elsasser, Kilian T. 2008. 160 S., 180 sw. Abb. 23 x 20 cm. Gb EUR 30,00 CHF 48,00 ISBN: 978-3-85881-185-1 Scheidegger & Spiess
Max Vogt hat von 1957 bis 1989 als Architekt der SBB-Kreisdirektion III die Bahnarchitektur in der Nordostschweiz geprägt. Seine bekanntesten Bauten sind das Zentralstellwerk im Hauptbahnhof Zürich von 1964, die Bahnhöfe Zürich Altstetten, Killwangen-Spreitenbach und Effretikon. Insgesamt sind es etwa 200 Bauten. Ihre kompromisslose Materialisierung und skulpturale Kraft springen ins Auge, doch ebenso viel Qualität steckt in ihrem Innern.
Die Eigenschaften von Vogts Architektur – schwer, kraftvoll, robust und präzis – sind auch die Eigenschaften der Bahn. Deshalb wirken die Bauten als Teil des Corporate Design der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB). Für viele Bahnreisende bedeuten sie ein Stück Heimat. Allerdings war bisher kaum etwas über sie und ihren Schöpfer bekannt.
Vogts Bauten sind Denkmäler der Schweizer Baukultur im 20. Jahrhundert. Es sind Zeugen der «Nachkriegsmoderne», einer der kulturellen Öffnung der Schweiz und einer ungebrochen fortschrittsgläubigen Baukultur in der Nachkriegszeit. Dieses Buch stellt die hundert wichtigsten Bauten von Max Vogt vor und beschreibt die besonderen Bedingungen, unter denen bei den SBB Bauten für die Bahn entstanden.
Die vorliegende Publikation ist der erste Band der Reihe «Architektur- und Technikgeschichte der Eisenbahnen in der Schweiz». Die Reihe wird herausgegeben von der SBB-Fachstelle für Denkmalschutzfragen und der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Sie will auf den kulturhistorischen Wert von Bauten in der Schweiz aufmerksam machen, die im Zusammenhang mit der Eisenbahn entstanden. Dieser Teil des baulichen Erbes ist vergleichsweise wenig bekannt. Die Reihe berücksichtigt Architektur ebenso wie Ingeni EURbauten oder Werke bildender Künstler. Die einzelnen Bände befassen sich mit dem Schaffen eines Architekten oder Ingeni EURs, behandeln ein wichtiges Einzelgebäude oder einen Baubestand entlang einer Bahnlinie oder sie widmen sich einer bestimmten Gattung von Bauwerken oder etwa dem künstlerischen Schmuck von Bahnhöfen. Karl Holenstein (1950) war als leitender Architekt langjährig operativ bei denkmalpflegerischen Sanierungen privater und öffentlicher Bauten tätig, seit 2003 ist er verantwortlich für Inventarisation und Grundlagen bei der SBB-Fachstelle für Denkmalschutzfragen in Bern.
Ruedi Weidmann (1966) ist Historiker, Partner von Häusler + Weidmann, Büro für Geschichte und Kulturvermittlung, Zürich, und Redaktor bei Tec21, Fachzeitschrift für Architektur, Ingeni EURwesen und Umwelt des Schweizerischen Ingeni EUR- und Architektenvereins SIA. www.haeuslerweidmann.ch
Heinrich Helfenstein (1946) gehört zu den bekanntesten Schweizer Architekturfotografen. Zu seinen Auftraggebern zählen zahlreiche namhafte Schweizer Architekten. Seit 1980 hat er sein Atelier in Zürich, daneben Lehraufträge an verschiedenen Hoch- und Fachhochschulen. www.heinrich-helfenstein.ch
Leonardo Bezzola. Fotografien 1948-2007. Fotos v. Bezzola, Leonardo. Dtsch/Engl. Beitr. v. Catullo, Clarenza /Kamber, André. 2008. 196 S., 418 Abb. 21 x 30 cm. Gb EUR 50,00 ISBN: 3-85881-209-9 Scheidegger & Spiess
Der Berner Leonardo Bezzola, ein klassischer Schwarzweiss-Fotograf, hat seit den 1940er Jahren ein umfangreiches OEuvre geschaffen – Städtebilder von Venedig, Aufnahmen von Rennautos, Künstler- und Schriftstellerporträts oder Reisereportagen. Bezzola ist kein rasender Reporter, sondern ein überaus genauer, geduldiger und sensibler Beobachter, ein Essayist mit der Kamera. «Er findet die Bilder, bevor er die Kamera bedient, nicht später mit der Lupe im Kontaktbogen, schon gar nicht am Laptop» (André Kamber).
Bezzola kam als Autodidakt zur Fotografie und machte sich auch als Grafiker und Filmemacher einen Namen, was ihn zum zentralen Themenfeld seines fotografischen Wirkens führte: zu den umfassenden Künstlerporträts, die er etwa über Jean Tinguely, Bernhard Luginbühl oder Raffael Benazzi geschaffen hat. Wiederholt arbeitete er auch mit Peter Bichsel zusammen und realisierte 1976 einen Film mit Niki de Saint Phalle.
Bezzolas Gesamtwerk gewährt nicht nur einen Panoramablick auf das Alltagsleben der ver- gangenen sechzig Jahre, sondern ist vor allem auch ein lebendiges Archiv des schweizerischen Kulturlebens, wie es nur selten entsteht.
Ausstellung Leonardo Bezzola, Una biografia veneziana Spazio culturale svizzero, Venezia 1. Februar bis 3. Mai 2008
Clarenza Catullo studierte Linguistik und Anglistik in Triest und an der Universität Ca’Foscari in Venedig. Bis 1981 war sie verantwortlich für das museumspädagogische Programm der Peggy Guggenheim Collection in Venedig. 1986 holte Pontus Hultén sie als seine Assistentin an den zur Fiat Group gehörenden, eben renovierten Palazzo Grassi, deren Leiter er damals war. Nach Hulténs Weggang wurde sie zuerst Assistentin von Paolo Viti und übernahm dann die Leitung des Kulturprogramms des Palazzo Grassi und der Fiat Group. 2003, nach 18 Jahren am Palazzo Grassi, wechselte Clarenza Catullo ans Museo d’Arte Moderna e Contemporanea in Rovereto, wo sie heute als Beraterin tätig ist und die Logistik der Sammlung sowie zwei grössere Ausstellungsprojekte betreut.
André Kamber, geboren 1932, unterrichtete bis 1972 als Primarlehrer und beschäftigte sich parallel dazu als Autodidakt mit Kunst, vorab des 19. und 20. Jahrhunderts. Mehrere Volontariate in Galerien. Ab 1972 übernahm er die Neuordnung der städtischen Museen Solothurns. Von 1978 bis 1997 war er Leiter der städtischen Museen und Konservator des Kunstmuseums Solothurn. 1987 erhielt er den Kulturpreis des Kantons Solothurn.
Carlo Montanaro Nach seinem Studienabschluss in Architektur wandte sich Carlo Montanaro als Kritiker und Dozent den Themen Film, Fernsehen und Unterhaltung zu, schrieb für mehrere Zeitungen und Monatsmagazine und spezialisierte sich dann auf Film und Fotografie. Er organisierte mehrere nationale und internationale Veranstaltungen, etwa das La Biennale Film Festival, das Festival del Film sull’Arte e Biografie d’Artisti in Asolo, the MystFest in Cattolica und insbesondere die Giornate del Cinema Muto in Pordenone. Heute ist Carlo Montanaro Professor und, seit 2006, auch Direktor der Accademia di Belle Arti in Venedig, unterrichtet an der Universität Ca’Foscari in Venedig und arbeitet an der Enciclopedia Treccani mit. Er publizierte mehrere Bücher über Film und Fotografie.
Leonardo Bezzola, geboren 1929, lebt in Bätterkinden. Selbstständiger Fotograf und Grafiker mit Schwerpunkten in Kunst, Architektur, Design, Industrie und Tourismus. Lang- jährige Freundschaft mit Bernhard Luginbühl, mit dem er mehrere Filme realisiert. Zahlreiche Publikationen in Büchern und Zeitschriften wie «du» oder «werk» sowie Einzel- und Gruppenausstellungen, u.a. in der Kunsthalle Bern, im Photoforum PasquArt, Biel, oder im Museum Tinguely. Solothurner Kunstpreis 2005.
Millet, Catherine: Dali and Me. 2008. 240 S., 100 fb. u. sw. Abb. 24 x 16 cm. Gb EUR 30,- CHF 48,00 ISBN: 3-85881-711-2 Scheidegger & Spiess
Millet, Catherine: Dali und ich. Aus d. Franz. v. Viviani, Annalisa. 2008. 240 S., 100 fb. u. sw. Abb. 24 x 16 cm Gb EUR 30,00 CHF 48,00 ISBN: 3-85881-204-8 Scheidegger & Spiess
Die surrealistischen Meisterwerke Salvador Dalí's werden weltweit verehrt. Weit weniger bekannt sind seine faszinierenden Schriften, die mit ungeschliffener Verve den menschlichen Körper und die Sexualität beschwören. Die Pariser Kunstkritikerin Catherine Millet hat sich jahrelang mit dem Schreiben und Schaffen Dalí's auseinandergesetzt und entwirft in ihrem Buch eine ganz persönliche Interpretation seiner selbstreflexiven Essays. Dieses Schlüsselwerk erhellt den Einfluss Dalí's auf die Künstler seiner Zeit und gibt neue Einblicke in den visuellen Erfindungsreichtum, den Narzissmus und die Beklemmungen des wohl populärsten Surrrealisten. Illustriert ist das Buch mit vielen raren Fotografien sowie mit Werken von Salvador Dalí und anderen Künstlern, die Catherine Millets Thesen unterstreichen.
«Catherine Millet stützt sich wesentlich auf die Schriften des Malers, die sie glücklicherweise dem Vergessen entreisst.» Salvador Dalí, geboren 1904 in Figueras, Spanien, zählt zu den bedeutendsten und populärsten Surrealisten. Seine in altmeisterlicher Qualität gemalten Bilder sind weltbekannt, ebenso sein exzentrischer Lebensstil. Legendär ist seine Liebesbeziehung mit Gala: Zuerst die Frau des Dichters Paul Eluard, wurde Gala Dalí's Muse, Managerin und ab 1935 seine Ehefrau. Salvador Dalí lebte mehrere Jahre in Paris und während des Zweiten Weltkriegs in den USA. Er starb 1989 in Figueras.
Catherine Millet, geboren 1948 in Bois-Colombes, Frankreich, ist Expertin für Moderne Kunst und Chefredaktorin der renommierten Pariser Kunstzeitschrift Art Press. Sie hat veschiedene Standardwerke geschrieben, zuletzt L'art contemporain en France (2. Auflage 2005). Grosse internationale Beachtung fand ihr autobiografisches Enthüllungsbuch Das sexuelle Leben der Catherine M (2001).
Glückliche Tage? Kinder in der Schweizer Kunst vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Beitr. v. Stegmann, Markus. Hrsg.: Stegmann, Markus /Museum zu Allerheiligen, Kunstverein Schaffhausen. 128 S., 60 Abb. 25 x 21 cm. Gb. Scheidegger & Spiess, Zürich 2008. EUR 37,00 ISBN: 3-85881-219-6 Scheidegger & Spiess
Kinder sind seit jeher ein zentrales Motiv der Kunst, doch in der Schweiz wurde das Thema bisher kaum bearbeitet. Diese Lücke wird nun geschlossen: Das vorliegende Buch gibt einen Überblick über die Darstellung von Kindern in der Schweizer Kunst vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart und macht das lebensnahe Sujet einem breiten Publikum zugänglich. Von Angelika Kauffmann und Albert Anker bis zu zeitgenössischen Kunstschaffenden wie Annelies Štrba und Uwe Wittwer: Nach Themen gegliedert, treten die Bilder über die Epochen hinweg in einen spannungsvollen Dialog und hinterfragen die Klischees der heilen Kinderwelt. Ein Spaziergang durch die Jahrhunderte, der Themen wie Glück und Ausgelassenheit, Einsamkeit und Angst, Erziehung und moralischen Wandel aufgreift und dabei Konstanten wie Veränderungen zeigt.
Markus Stegmann ist Kurator der Kunstabteilung am Museum zu Allerheiligen Schaffhausen. Er hat verschiedene Bücher über Kunst und mehrere Gedichtbände veröffentlicht. 2001 hat er den Eidgenössischen Preis für Kunstvermittlung erhalten.
 Rezension lesen
Kunstführer durch den Kanton Graubünden. Hrsg. v.Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte (GSK). 2008. 400 S., 80 fb. u. 60 sw. Abb., zahlr. Ktn u. Pläne 21 x 13 cm. Gb EUR 30,00 ISBN: 3-85881-216-1 Scheidegger & Spiess
Der neue «Kunstführer durch Graubünden» enthält alles Wissenswerte und Interessante über die Kultur- und Architekturschätze des Kantons Graubünden. Die prägnanten Beschreibungen, zahlreichen Abbildungen, Ortspläne und Karten des kompakten Handbuchs führen von archäologischen Funden über Burgen und Kirchen des Mittelalters bis zur aktuellen Architekturentwicklung durch alle Epochen und Gebiete Graubündens. Grossformatige Farbbilder und eine Reihe thematischer Texte zu besonderen Aspekten der Kunst- und Kulturgeschichte ergänzen die Einzeldarstellungen. Der «Kunstführer durch Graubünden» führt von den römischen Säulenresten auf dem Julierpass bis zu Peter Zumthors Therme Vals durch die Täler und Kunstlandschaften Graubündens. Die thematischen Essays schenken etwa der karolingischen Kunst, dem Waltensburger Meister, dem Engadinerhaus und den Bauten der Rhätischen Bahn besonderes Augenmerk. Der Kunstführer richtet sich an ein breites Publikum sowie an Spezialisten und ist didaktisch und grafisch schlüssig konzipiert.
Herausgegeben wird der reich illustrierte und übersichtlich gestaltete Band von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte in Verbindung mit der kantonalen Denkmalpflege Graubünden und dem Verein für Bündner Kulturforschung. Leza Dosch (*1953), Kunsthistoriker in Chur und Mitglied der Eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege. Studium der Kunstgeschichte an den Universitäten Zürich und Bonn. Dissertation über die Bauten der Rhätischen Bahn. Verschiedene Publikationen hauptsächlich zur Architektur und bildenden Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts.
Ludmila Seifert-Uherkovich ist Kunsthistorikerin und Verfasserin diverser Publikationen zu Themen aus Architektur- und Kulturgeschichte Graubündens.
Manon. A Person. Beitr. v. Ammann, Jean Ch /Jetzer, Gianni /Jones, Amelia /Heiser, Jörg /Maurer, Simon /Ulmer, Brigitte. Hrsg. v. Helmhaus Zürich /Maurer, Simon /Ulmer, Brigitte. 2008. 288 S., 320 fb. u. sw. Abb. 27 x 19 cm. Gb., CHF 78,00; EUR 50,00, ISBN: 3-85881-712-0 Scheidegger & Spiess
Manon - Eine Person. Beitr. v. Ammann, Jean Ch /Jetzer, Gianni /Jones, Amelia /Heiser, Jörg /Maurer, Simon /Ulmer, Brigitte. Hrsg. v.Helmhaus Zürich /Maurer, Simon /Ulmer, Brigitte. 288 S., 320 fb. u. sw. Abb. 27 x 19 cm. Gb. Scheidegger & Spiess, Zürich 2008. CHF 78,00; EUR 50,00 ISBN: 978-3-85881-205-6 Scheidegger & Spiess
Die Schweizer Künstlerin Manon ist seit den 1970er-Jahren eine Pionierin der Performance-, Installations- und Fotokunst. Mit ihren sinnlichen Environments und Installationen trat sie 1974 mit einem Knall auf die Bühne der Kunstwelt. Ihre radikalen Performances und konzeptionellen Fotoserien sicherten ihr grosse internationale Beachtung und ihre Ausstrahlung ging weit über die Kunstwelt hinaus. Manons künstlerische Arbeit nährte sich auch aus ihren Erfahrungen als Model für Kleider und BHs sowie als Designerin eigener Mode. Manon thematisierte in ihrer Arbeit die Konstruktion von Identität, Sexualität und Geschlechter-Stereotypen – lange bevor dies in der Kunst üblich wurde. Das vorliegende Buch ist die erste umfassende Monografie über Manon, von den ersten «Fetischbildern» über viele noch nie publizierte Aufnahmen ihrer Performances bis zu den neusten Fotoarbeiten. Es erscheint zu Ausstellungen im Helmhaus Zürich sowie im Swiss Institute, New York. Die Texte stammen von international renommierten Kuratoren und Kunstkritikern wie Jean-Christophe Ammann, Amelia Jones, Simon Maurer und Jörg Heiser.
 Rezension lesen
Mediale Kunst Zürich. 13 Positionen aus dem Studienbereich Neue Medien, SNM, der Zürcher Hochschule der Künste. Fotos v.Schaub Stierli. Beitr. v. Arns, Inke /Broeckmann, Andreas / Schiesser, Giaco. Hrsg. v.Departement Kunst & Medien der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK. 2008. 204 S., 240 fb. u. sw. Abb., 1 DVD (PAL) 22,5 x 17 cm. Gb EUR 30,00 ISBN: 3-85881-210-2 Scheidegger & Spiess
Die Medienkunst emanzipiert sich zunehmend von der Verwendung neuer Medien und fokussiert stattdessen auf die Frage, wie sich unsere Umwelt durch die digitalen Technologien verändert. Nirgendwo in der zeitgenössischen Kunst findet sich eine vergleichbar intensive Auseinandersetzung mit der wachsenden medialen Durchdringung unserer Welt. Eine internationale Vorreiterrolle nimmt dabei der Studiengang Neue Medien der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK ein. Seit seiner Gründung vor zehn Jahren ist er einer der wichtigsten Ausbildungsorte für Medienkunst in Europa geworden. Das vorliegende Buch bietet faszinierende Einblicke in ein Jahrzehnt Medienkunstschaffen in der Schweiz. Im Zentrum steht die Frage nach Arbeits- und Produktionsweisen: Wie gehen Medienkünstler vor? Welche Medien, Instrumente und Strategien nutzen sie? Vorgestellt werden 13 Künstlergruppen oder Einzelkünstler. Das Schweizer Fotografenduo Schaub Stierli hat sie alle fotografiert, in Texten und Bildern sowie auf einer DVD wird ihr Schaffen vorgestellt. Die deutsche Kuratorin Inke Arns wirft in ihrem Essay einen Blick von aussen auf die Zürcher Medienkunst und verortet sie im europäischen Umfeld.
Künstlerinnen und Künstler: Andalus, Meriem Bouhara, Lea Filadoro, Markus von Glasenapp, André Gwerder, Sven König, Marc Lee, !Mediengruppe Bitnik, Mario Purkathofer, Roland Roos, Annina Rüst, Fabian Voegeli, Valentina Vuksic.
Inke Arns ist Kuratorin und Autorin mehrerer Bücher mit den Schwerpunkten Medienkunst, Netzkulturen und Osteuropa. Seit 2005 ist sie künstlerische Leiterin des Hartware MedienKunstVereins in Dortmund.
Andreas Broeckmann ist Kunstwissenschaftler und Kurator in Berlin. 2000–2007 war er Künstlerischer Leiter der transmediale – Festival für Kunst und digitale Kultur. 1995–2000 arbeitete er für das Rotterdamer Institut für instabile Medien, V2_Organisatie.
Giaco Schiesser ist Professor für Medientheorie/Mediengeschichte und Kulturtheorie/Kulturgeschichte, Direktor des Departements Kunst & Medien der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK sowie Mitglied der Hochschulleitung.
Robert Therrien. Arbeiten auf Papier. Beitr. v. Müller, Christian. Hrsg. v.Kunstmuseum Basel, Kupferstichkabinett. 2008. 124 S., 60 fb. Abb. 29,5 x 21 cm. Gb EUR 35,00 ISBN: 3-85881-217-X Scheidegger & Spiess
Ausstellung Kunstmuseum Basel, 1. Juni bis 7. September 2008
Der kalifornische Künstler Robert Therrien hat sich seit den 1980er Jahren vor allem durch seine grossformatigen Skulpturen und Rauminstallationen einen Namen gemacht, doch ist er ebenso auf den Gebieten der Zeichnung, Druckgrafik und Fotografie tätig. Seine Werke befinden sich in zahlreichen amerikanischen Museen, aber auch in europäischen Sammlungen wie der Tate Gallery London oder dem Centre Georges Pompidou, Paris.
Therriens Motive gehen oft auf bereits Vorhandenes zurück. Sie entstammen der Alltagswelt: Teller, Töpfe, Stühle, Tische, Physiognomien aus Comics, Details von Bauten und anderes. Diese Motive existieren sowohl in Wirklichkeit als auch in Bildern, die wir täglich vor uns haben oder als Erinnerung in uns tragen. Der Reiz dieser subtilen und humoristischen Arbeiten auf Papier liegt in der Reduktion der Motive auf einfachste Formen. In ihrem Zusammenspiel und in ihrer differenzierten Erscheinung eröffnen diese Formen plötzlich neue Dimensionen: die der persönlichen Erinnerung, der Assoziation, des Wiederentdeckens, was ihnen eine literarische, erzählerische Qualität verleiht.
Kunstführer durch den Kanton Zürich. Hrsg. v.Gesellschaft für Schweizrische Kunstgeschichte (GSK). 2008. 288 S., 60 fb. u. 45 sw. Abb., zahlr. Ktn u. Pläne 21 x 13 cm. Gb EUR 25,00 ISBN: 3-85881-215-3 Scheidegger & Spiess
Der vorliegende Kunstführer enthält alles Wissenswerte über die Kulturschätze des Kantons Zürich. Von archäologischen Funden über Burgen und Kirchen des Mittelalters bis hin zur aktuellen Stadtentwicklung in Zürich Nord führt Sie dieses kompakte Handbuch durch alle Epochen und Gebiete des Kantons Zürich. Neben zahlreichen Schwarzweiss- und Farbabbildungen, Ortsplänen und Karten verfügt diese Ausgabe ausserdem über zahlreiche Kurztexte zu spezifischen Themen der zürcherischen Kunstgeschichte (z.B. Fachwerkbauten im Weinland, Zürcher Zünfte und ihre baulichen Repräsentanten, Skulptur des 20. Jahrhunderts im öffentlichen Raum).
Dieser Kunstführer ist eine aktualisierte und erweiterte Fassung des Kapitels «Zürich» aus dem «Kunstführer durch die Schweiz», Band 1, herausgegeben von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, 2005.
68 Zürich steht Kopf. Rebellion, Verweigerung, Utopie. Beitr. v. Billeter, Fritz /Binder, Walter /Flaschenberger, Sabine /Gretler, Roland /Heusser-Markun, Regula /Howald, Stefan /Jaeggi, Urs /Jent, Louis /Kern, Urs /Killer, Peter /Kuhn, Christoph /Lachat, Pierre /Modena, Emilio /Rentsch, Christian /Reusser, Francis /Seidenberg, André /Siegenthaler, Hansjörg /Stauffer, Doris /Wehrli, Peter K. Hrsg.: Billeter, Fritz /Killer, Peter. 2008. 240 S., 120 u. sw. Abb. 30 x 23 cm GbEUR 50,00 ISBN: 3-85881-220-X Scheidegger & Spiess
1968 ist eine symbolische Zahl. Den einen gilt sie als Ärgernis, das an allen möglichen Fehlentwicklungen schuld sein soll; für die anderen ist es ein Gesellschaftsmodell der Hoffnung. «Die Fantasie an die Macht», rief damals die Jugend der westlichen Welt, sie erhob sich gegen erstarrte Autoritäten und Institutionen – gerade auch in Zürich. Aus Anlass der 40-jährigen Wiederkehr des Mai ’68 wirft dieses Buch einen genauen Blick auf die damaligen Geschehnisse. 18 bekannte Autorinnen und Autoren erzählen und analysieren, was in den Jahren rund um 1968 in Zürich und Umgebung vor sich ging. Sie beleuchten das Neue, das in Kultur, Politik, Gesellschaft aufbrach und sich zum Teil bis heute bewährt hat. Und sie versuchen zu verstehen, was falsch gelaufen ist und wie die damaligen Forderungen und Bruchlinien unsere Gesellschaft bis in die Gegenwart prägen.
Mit Texten von Fritz Billeter, Walter Binder, Sabine Flaschberger, Roland Gretler, Regula Heusser Markun, Stefan Howald, Urs Jaeggi, Louis Jent, Urs Kern, Peter Killer, Christoph Kuhn, Pierre Lachat, Emilio Modena, Francis Reusser, André Seidenberg, Hansjörg Siegenthaler, Doris Stauffer, Peter K. Wehrli
Max Bill: ohne Anfang, ohne Ende. Hrsg. Museum Marta Herford. Beitr.: Ulrike Bestgen, Lorenzo Benedetti, Erich Schmid und Getulio Alviani sowie einem Interview von Friederike Fast mit Angela Thomas-Schmid. Dtsch/engl. 200 S., 167 fb. u. 48 sw. Abb., 20 x 29 cm, Br. EUR 34,00 sFr. 58.– ISBN: 978-3-85881-214-8 Scheidegger & Spiess
Dieser Katalog begleitet die gleichnamige Ausstellung im Museum Marta Herford
2. Februar – 30. März 2008

Der Schweizer Künstler, Designer, Architekt, Typograf und Theoretiker Max Bill (1908–1994) ist bis heute eine Schlüsselfigur der angewandten Kunst in Europa und einer der einflussreichsten Exponenten der konkreten und konstruktiven Kunst.
Sein 100. Geburtstag ist Anlass, neue Blicke auf sein vielfältiges Werk zu werfen, wobei viele der in diesem Buch gezeigten Skulpturen, Bilder, Möbel, Gebrauchsgegenstände und Typografien bisher kaum je zu sehen waren.
Die Texte beleuchten auch Max Bills künstlerisches Umfeld und spüren der anhaltenden Gültigkeit seines Schaffens sowie dem Einfluss auf andere Künstler nach.
Dunkelschwestern. Annemarie von Matt - Sonja Sekula. Hrsg. Roman Kurzemeyer, Roger Perret. Beitr.: Max Bolliger, Peter Cornelius Claussen, Hans von Matt, Christiane Meyer-Thoss, Brian O'Doherty, Angelika Overath, Gisela Steinlechner, im Auftrag des mogros-Kulturprozent. 368 S., 143 fb. u. 65 sw. Abb., 10 x 26,5 cm, Gb., EUR 50,00 CHF 78,00 ISBN: 978-3-85881-213-1 Scheidegger & Spiess
Annemarie von Matt und Sonja Sekula stammen beide aus der Innerschweiz. Sekula wirkt ab 1936 in New York zuerst im Kreis der in den USA im Exil lebenden Surrealisten und danach in demjenigen amerikanischer Avantgardekünstler. Beide schreiben schon als junge Frauen, treten aber zunächst als Malerinnen an die Öffentlichkeit. Die Doppelbegabung manifestiert sich in Werken, die mit Texten versehen sind. Unter den schriftstellerischen Arbeiten ragen eindringliche, manchmal wortspielerische Kurznotate mit autobiografischem Hintergrund hervor. Der literarische Liebes-Brief wird zu einem wichtigen Medium.
Sonja Sekulas Arbeit entwickelt sich im Unterschied zu derjenigen von Annemarie von Matt immer in Berührung und Auseinandersetzung mit den ambitioniertesten künstlerischen Positionen ihrer Zeit. Die Doppel-Monografie enthält neben zahlreichen Dokumenten zu Leben und Werk der beiden Künstlerinnen unbekannte bildnerische Arbeiten, Bild-Text-Montagen und unveröffentlichte literarische Texte, die in einer umfassenden Recherche entdeckt worden sind.
Das Einfränklerimperium - Die Geschichte der Schnellphoto AG, Zürich. Fotos v.Stutz, Irene. Beitr. v. Jörissen, Stefan /Kuster, Sabine /Mathys, Nora /Stutz, Irene.Hrsg. v. Stutz, Irene. 2007. 184 S., 50 fb. u. 100 sw. Abb. 26,5 x 22,5 cm. Pb EUR 30,00 CHF 48,00 ISBN: 978-3-85881-212-4 Scheidegger & Spiess
Wer kennt sie nicht, die Schwarzweiss-Fotostreifen, die seit den 1960er Jahren in kleinen Automaten an öffentlichen Plätzen gemacht werden können! Für Passfotos, aus Jux oder zum Dokumentieren von Freundschaften setzte man sich in solche Kästen, warf einen Franken ein und posierte, bis sirrend der Blitz losging. Danach wartete man draussen gespannt auf den nach Fotoentwickler riechenden Streifen. In der Schweiz wurden diese Apparate von der Schnellphoto AG, Zürich, konzipiert, aufgestellt und betrieben. Im Herbst 2007 verschwanden ihre letzten Fotoautomaten aus dem Stadtbild.
Irene Stutz hat – ausgehend vom Kultstatus, den die Billigfotos vor allem in der Jugendszene haben – viel spannendes Material gesammelt oder neu fotografiert und dokumentiert damit Aufstieg und Niedergang dieses Stücks Alltagskultur. Für ihr kurzweiliges und bis ins Detail liebevoll gestaltetes Buch hat Stutz im Sommer 2007 den Förderpreis für die beste Diplomarbeit der Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich erhalten. Eine vielschichtige Arbeit, die ihr Thema mitten aus dem Leben greift.
Bach, Hans: Hans Bach. Weinland Ödland. 2007. 120 S., 40 fb. u. 80 sw. Abb. 20 x 27 cm. Gb EUR 30,00 ISBN: 978-3-85881-132-5 Scheidegger & Spiess
Ursprünglich Zeichner und Radierer, beschäftigt sich Hans Bach seit den Achtzgerjahren mit der Holzskulptur. Zentrales Thema ist der Mensch. Zusammen mit der Künstlergruppe ZEF zeigte er 1992 im Zürcher Helmhaus seine Arbeiten.
Der Band dokumentiert die seither entstandenen Werke. Arbeitete Bach ursprünglich mit Brettern und Balken, aus denen er die Figuren, Rümpfe, Gliedmassen und Köpfe fertigte, die er anschliessend zusammenfügte und verzapfte, werden die Formen jetzt aus ganzen Holzstämmen herausgearbeitet. Die raue, ungeglättete Oberfläche bleibt sichtbar und wird Teil der Figur. Nach den frühen, vorwiegend roh belassenen oder weissen Skulpturen sind die neuen meist bemalt, naturalistischer und weniger expressiv.
«Ein hervorragend gestaltetes Buch.» Schaffhauser Nachrichten
Hans Bach wurde am 2. Mai 1946 geboren. Er besucht ein Jahr den Vorkurs und vier Jahre die Metallklasse an der Schule für Gestaltung in Zürich. Ausbildung zum Goldschmied. 1970/71 macht er eine Afrika-Durchquerung und 1974/75 reist er durch Westafrika. Seit 1971 freischaffender Zeichner und Radierer, seit 1980 auch als Bildhauer tätig. Dozent an der Hochschule für Gestaltung und Kunst, Zürich (3D Gestalten). Mitglied der Gruppe ZEF (mit Victor H. Bächer, Werner Ignaz Jans, Erich Sahli), der GSMBA und der Künstlergruppe Winterthur. 1971/74/76 eidgenössisches Stipendium für angewandte Kunst (für Illustration); 1973/74/76 Kunststipendium des Kantons Zürich, 1976 der Stadt Zürich.
< zurück | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | vor>
© 2003 Verlag Langewiesche [Impressum] [Nutzungsbedingungen]