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Scheidegger & Spiess

 
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AZB for ever. Die Arbeitsgemeinschaft Zürcher Bildhauer als Organismus. Hrsg.: Helmhaus Zürich. Beiträge: Jürg Altherr, Kathrin Frauenfelder und Simon Maurer. Fotografien von Hans Knuche. 160 S., 127 fb. und 17 sw. Abb., 23,5 x 33 cm, Br., EUR 37,00 CHF 49,90 ISBN: 978-3-85881-314-5 Scheidegger & Spiess
Die Arbeitsgemeinschaft Zürcher Bildhauer (AZB) ist ein Phänomen: Seit über 25 Jahren arbeitet sie an der Weiterentwicklung einer bildhauerischen und sozialen Kultur. Im Gaswerkareal in Schlieren wird mehr als nur Kunst gemacht: Als Freiraum, der Lebensmöglichkeiten eröffnet, ist das Areal auch Ort generationenübergreifender sozialer Verhandlungen zwischen Künstlerinnen und Künstlern − und ihrem Publikum. Kantig und fragil, mutig und scheu zugleich, haben die Individualisten sich zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen. In einer Zeit der ich-zentrierten Selbstverwirklichung ist dieses Modell zukunftsweisend.
AZB for ever enthält fotografische Einsichten in den künstlerischen Alltag, in die Werkplätze und Ateliers der Kunstschaffenden. AZB-Gründungsmitglied Jürg Altherr schreibt über die Künstlergemeinschaft als Organismus. Die Kunsthistorikerin Kathrin Frauenfelder zeichnet die Geschichte des Vereins nach. Den Modellcharakter der AZB würdigt Helmhaus-Direktor Simon Maurer. Und die Gestalterin Marie Lusa verbindet Geschichte und Gegenwart dieses beispielhaften Unternehmens in einem farbenprächtigen Bilderbogen.
Arbeitsgemeinschaft Zürcher Bildhauer (AZB)
Jürg Altherr ist Steinbildhauer und Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Zürcher Bildhauer.
Kathrin Frauenfelder ist Konservatorin der Kunstsammlung des Kantons Zürich und verwaltet rund 14 000 Kunstwerke.
Simon Maurer ist Leiter des Helmhaus Zürich und Ressortleiter Bildende Kunst im Präsidialdepartement der Stadt Zürich. Davor war er freier Mitarbeiter im Kunsthaus Zürich, wissenschaftlicher Assistent an der Graphischen Sammlung der ETH Zürich und Kurator des Kleinen Helmhaus sowie Kunstkritiker beim Tages-Anzeiger. Ausführliche Biografie
Zürich wird gebaut. Ein Führer zur zeitgenössischen Architektur 1990- 2010. Fotos v. Frei, Roger /Beitr. v. Corts, Katinka /Ernst, Meret /Gadient, Hansjörg /Gantenbein, Köbi /Hirschbiel Schmid, Ina /Hönig, Roderick /Huber, Werner /Loderer, Benedikt /Marti, Rahel /Schärer, Caspar /Schettler, Ulrike /Schmid, Claudia /Hrsg. v. Hönig, Roderick. 2. Auflage 2010. 256 S., 120 fb. Abb. u. 190 Pläne 18,5 x 10,5 cm. (Edition Hochparterre bei Scheidegger & Spiess ) 'Ebr EUR 29,90 CHF 39,90 ISBN: 978-3-85881-127-1 Scheidegger & Spiess
Fünf Jahre nach Erscheinen des längst vergriffenen Hochparterre-Architekturführers zur zeitgenössischen Architektur in der Stadt Zürich ist die Zeit reif für eine stark erweiterte und aktualisierte Neuausgabe. Seit 2005 sind viele, auch weit über Zürich hinaus strahlende neue Bauten realisiert geworden, die jetzt neu aufgenommen sind, darunter das Dolder Grand, die Erweiterung des Rietberg Museums, der erste Baustein von Science City, das ETH E-Science Lab, der Fifa-Hauptsitz oder das Stadion Letzigrund - insgesamt rund 35 neue Objekte. Alle Gebäude sind neu farbig abgebildet. So soll diese Dokumentation des Bauens in Zürich auch zu einem kleinen Architektur-Fotobuch werden. Beibehalten wird der hohe Nutzwert des Führers: das handliche Taschenformat, die detaillierten Stadt- und Situationspläne sowie der Index der Architekten. Sie machen das Buch zur unverzichtbaren Orientierungshilfe für Stadtwanderungen durch Zürichs neue und alte Quartiere – und zu einem Nachschlagewerk zu zahlreichen führenden Architekturbüros der Schweiz (und einigen internationalen Kollegen).
Edition Hochparterre bei Scheidegger & Spiess
Roderick Hönig studierte Architektur sowie Kulturmanagement. Er ist Redaktor der Zeitschrift Hochparterre in Zürich und Herausgeber des Architekturführers Zürich wird gebaut.
Signer, Roman /Magnússon, Tumi: When You Travel in Iceland You See a Lot of Water. Ein Reisebuch. Hrsg. v. Signer, Barbara /Bodenmann, Michael. 2010. 56 S., 33 fb. Abb., 2 Karten 21 x 15 cm. Gb EUR 13,90 CHF 19,90 ISBN: 978-3-85881-299-5 Scheidegger & Spiess
An Island verliert man sein Herz ganz oder gar nicht. Der Künstler Roman Signer reist seit vielen Jahren immer wieder auf die Insel im Nordatlantik. Zahlreiche seiner Werke entstanden dort – Explosionsarbeiten, Fotografien, Videos – und Teile von Peter Liechtis Dokumentarfilm Signers Koffer wurden da gedreht.
Nun hat Roman Signer mit dem isländischen Künstler Tumi Magnússon ein Gespräch über das Reisen in Island geführt. Es ist eine Unterhaltung, die mit Whisky beginnt und über viele Wasser durch die Wildheit der Landschaft und der Kreativität führt. Das Unterwegssein – und Feststecken – in der rauen isländischen Natur ist ebenso Thema wie die Grossartigkeit der Krater oder des heissen Wassers. Anekdote reiht sich an Erinnerung, es gibt Vergleiche zwischen Island und der Schweiz, die beiden sprechen von Plänen und Experimenten, doch gerade wegen Islands beeindruckender Natur nicht direkt über Kunst. Das alles abwechselnd in Englisch und Deutsch – leichtfüssig, aber nicht oberflächlich.
Fotografien von Landschaften, manche mit den Künstlern im Bild, rhythmisieren das Gespräch.
Tumi Magnússon, geboren 1957 in Reykjavík, studierte 1976–1978 am Icelandic College of Art and Crafts, 1978–1980 an der Akademie für Bildende Kunst AKI, Enschede, Niederlande, und 1980/81 an der Universidad de Granada, Spanien. Sein Werk umfasst Fotografien, Installationen und Malerei. Seit 2005 ist er Professor an der Königlichen Kunstakademie, Kopenhagen. Er lebt in Fredriksberg, Dänemark.
Roman Signer, geboren 1938 in Appenzell und wohnhaft in St. Gallen, schlägt wie wenig andere Gegenwartskünstler sowohl die Kunstinsider wie das breite Publikum in seinen Bann. Seit den 1970er-Jahren bereichert er die Szene mit seinen spektakulären Aktionen. Die Explosionen, Kollisionen und Flüge der Objekte durch den Raum werden stets sorgfältig geplant und aufgezeichnet. So arbeitet Signer an einer Neudefinierung der Gattung Skulptur. Dokumentationen seines Schaffens werden international in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, zuletzt in Berlin und Edinburgh, von Mai bis September 2008 im Rochester Art Center, Minnesota.
Michael Bodenmann, geboren 1978, lebt als Fotograf und Grafiker in Waldstatt AR. Seit 2001 arbeitet er regelmässig für Roman Signer.
Barbara Signer, geboren 1982, lebt und arbeitet in Zürich und St. Gallen. Neben ihrer Tätigkeit als Künstlerin fotografiert sie für das Kulturmagazin Saiten.
Margrit und Ernst Baumann - Die Welt sehen. Fotoreportagen 1945-2000. Fotos v. Baumann, Margrit /Baumann, Ernst /Beitr. v. Meichtry, Wilfried /Schürpf, Markus /Hrsg. v. Meichtry, Wilfried /Olonetzky, Nadine. 2010. 288 S., 80 fb. u. 250 sw. Abb., DVD 28 x 22,5 cm. Gb EUR 69,00 CHF 99,00 ISBN: 978-3-85881-302-2 Scheidegger & Spiess
Zuerst in einem 2CV, dann in einem umgebauten VW-Bus: Das Berner Fotografenpaar Margrit und Ernst Baumann, 1929 bzw. 1928 geboren, begann in den 50er-Jahren rund um den Erdball zu reisen. Ihre Fotografien publizierten sie in Zeitschriften und Zeitungen wie Stern, Neue Zürcher Zeitung oder Das gelbe Heft und brachten so die Welt in unzählige Wohnzimmer. Kosmopolitan und neugierig kamen sie zu Motiven mit Seltenheitswert: Farbporträts von Che Guevara gehören ebenso dazu wie Reportagen über die letzten Kopfjäger im ecuadorianischen Urwald.
Ein Schwerpunkt dieser reich bebilderten Doppelmonografie ist ihre Reise entlang der «Panamericana» 1957–1959, die Süd- und Nordamerika verbindet. Margrit und Ernst Baumann fotografierten Reportagen, Porträts und Landschaftsbilder und drehten den wohl ersten Farbfilm über den legendären Verkehrsweg. Er ist zusammen mit einem Interview mit den beiden Fotografen auf DVD dem Buch beigefügt.
Das Buch präsentiert Funde aus ihrem Fotoarchiv – viele Bilder erstmals im Originalausschnitt – sowie Publikationen in Zeitschriften. Der Historiker und Schriftsteller Wilfried Meichtry erzählt vom ereignisreichen Leben des Paars, das sich zeitlebens als journalistische Handwerker verstanden hat. Der Fotohistoriker Markus Schürpf ordnet ihr Werk in die Schweizer Foto- und Pressegeschichte ein, Nadine Olonetzky verfasst Begleittexte zu den Bildern. Eine Entdeckung in der Schweizer Fotogeschichte.
Ausstellung im Kornhausforum Bern vom 16. Juni bis 31. Juli 2010.
Margrit Baumann (-Bäumlin), geboren 1929 in Baar, machte 1945–47 eine Lehre als Fotografin in Zug und Zürich und arbeitete von 1948–53 als Fotoreporterin bei der «Illustrations- & Photopress AG, Zürich-Bern». Ab 1954 war sie als selbstständige Fotografin tätig. Zusammen mit Ernst Baumann, den sie 1955 heiratete, verwirklichte sie zahlreiche Reportagen. Ihre wichtigste gemeinsame Reise führt sie von 1957–59 entlang der «Carretera Panamericana» von Süd- nach Nordamerika. Ihre Reportagen publizierten sie u. a. in der Sie und Er, in der NZZ oder im Brückenbauer. Ab 1983 arbeitete Margrit Baumann u. a. mit den Journalistinnen Maja Spiess und Marie-Louise Zimmermann zusammen und publizierte zahlreiche Reportagen in Schweizer Zeitschriften und Zeitungen. Margrit Baumann lebt in Bern.
Ernst Baumann, geboren 1928 in Tann-Dürnten, machte 1944–47 eine Lehre als Fotograf in Zürich und arbeitete von 1947–51 als Fotoreporter bei der «Illustrations- & Photopress AG, Zürich-Bern». Ab 1951 war er selbstständiger Fotograf und Journalist und bereiste bis 1954 den nahen und fernen Osten. Zusammen mit Margrit Bäumlin, die er 1955 heiratete, fotografierte und schrieb er zahlreiche Reportagen. Auf der Reportagereise entlang der «Carretera Panamericana» 1957–59 drehte er zudem den Dokumentarfilm Panamericana – Ein Filmbericht von Margrit und Ernst Baumann. Ernst Baumann lebt heute bei Macon in Frankreich und in Luzern.
Wilfried Meichtry, geboren, 1965 in Leuk, ist Historiker und Schriftsteller. Er hat sich einen Namen mit der Doppelbiografie Verliebte Feinde – Iris und Peter von Roten (Ammann Verlag, 2007) gemacht, in der er das turbulente Arbeits- und Eheleben der Wegbereiter des Frauenstimmrechts in der Schweiz schildert. Weitere Bücher: Du und ich – ewig eins. Die Geschichte der Geschwister von Werra, Amman Verlag, 2005; Arnold Zwahlen. Der Dorffotograf 1940–60, Benteli Verlag, 2006. Wilfried Meichtry lebt in Burgdorf.
Nadine Olonetzky, geboren 1962 in Zürich, schreibt als freie Autorin u. a. für die NZZ am Sonntag, Kataloge und Bücher zu Themen aus Fotografie, Kunst und Kulturgeschichte und ist Lektorin im Verlag Scheidegger & Spiess. Mitglied der Ateliergemeinschaft kontrast (www.kontrast.ch) in Zürich. Bücher: Nachtstücke, mit Cécile Wick, Verlag für moderne Kunst Nürnberg, 2006; Sensationen – Eine Zeitreise durch die Gartengeschichte, Birkhäuser Verlag, 2007; Ein Amerikaner in Luzern – Allan Porter und ‹camera›. Eine Biografie, Pro Libro Verlag, 2007.
Markus Schürpf, geboren 1961 in Aarau, ist Kunsthistoriker und Kurator. Nach der Fachklasse für Freie Kunst an der Schule für Gestaltung Luzern (1983–1987), studierte er an der Universität Bern Kunstgeschichte, Ethnologie und Architekturgeschichte (1987–94). Ab 1992 beschäftigt er sich mit Fotografiegeschichte und leitet seit 1999 in Bern das Büro für Fotografiegeschichte (www.foto-ch.ch) sowie das Paul Senn-Archiv. Markus Schürpf lebt in Bern.
Kirchner, Ernst L: Ernst Ludwig Kirchner. Der gesamte Briefwechsel. 4 Bde/Tle. Vorw. v. Kornfeld, Eberhard W /Komment. v. Delfs, Hans /Hrsg. v. Delfs, Hans. 2370 S., 20 fb. u. zahlr. sw. Abb. 24 x 17 cm. Gb iSch Scheidegger & Spiess, Zürich 2010. EUR 240,00 CHF 350,00 ISBN: 978-3-85881-118-9 Scheidegger & Spiess
Der expressionistische Maler, Bildhauer und Grafiker Ernst Ludwig Kirchner (1880–1938) hat Zeit seines Lebens sehr rege mit verschiedensten seiner Zeitgenossen korrespondiert. Nun wird zum ersten Mal der gesamte Briefwechsel publiziert, der fast 3600 Dokumente umfasst: darunter bisher unveröffentlichte Briefe an seine Förderer und Mäzene Eberhard Grisebach und Helene Spengler, Gustav Schiefler, den Kunstkritiker Will Grohmann, die Kunsthändler Curt Valentin und Ferdinand Möller, an Museumsdirektoren, Verleger, Freunde und insbesondere an seine Lebenspartnerin Erna Schilling. Auch Briefe von Erna Schilling an diverse Adressaten wurden mit aufgenommen, weil sie fast immer Kirchners Werk betreffen.
Diese Briefedition gibt einen umfassenden Einblick in Ernst Ludwig Kirchners Leben und Schaffen, eröffnet einen Zugang zu dem, was ihn bewegte und umtrieb. Es macht uns heutige Lesende betroffen, wie er seine besten Freunde tief verletzen konnte, wir sehen verblüfft, wie er mit der Wahrheit umging, seine persönliche Realität nach Bedarf ständig neu erschuf und wie er die Adressaten und die Öffentlichkeit manipulierte. Die Briefe und Briefentwürfe werden in chronologischer Reihenfolge und in der originalen Schreibweise mit den Federskizzen im Text wiedergegeben. Der Register-Band umfasst ca. 30'000 Verweise, gegliedert in Sachregister, Register der erwähnten Personen, der Kunstwerke, der Ausstellungen und der Literatur.
Band 1: Briefe von 1901 bis 1923, 664 Seiten, 52 sw Abbildungen
Band 2: Briefe von 1924 bis 1929, 736 Seiten, 89 sw Abbildungen
Band 3: Briefe von 1930 bis 1942, 752 Seiten, 60 sw Abbildungen
Band 4: Nachträge und Register, 208 Seiten, 13 farbige und 2 sw Abbildungen
Ausstellung im Städel Museum in Frankfurt vom 23. April bis 25. Juli 2010.
Ernst Ludwig Kirchner (1880–1938) war 1905 Mitbegründer der Künstlervereinigung Die Brücke. Zunächst ein Künstler der Grossstadt, flüchtete der erkrankte Maler 1917 in die Schweiz, wo er sich nach einer Kur in Kreuzlingen dauerhaft in Frauenkirch bei Davos niederliess. Von den Nationalsozialisten verfemt, nahm er sich 1938 das Leben.
Hans Delfs, geboren 1935, Studium der Physik in Bonn und München, Promotion zum Dr. rer. nat. in Tübingen. Langjährige Arbeit in Forschung und Entwicklung in der elektronischen Industrie. Seit 1999 intensive Tätigkeit auf kunsthistorischem Gebiet. 2004 Herausgabe der Korrespondenz des Sammlers und Mäzens Carl Hagemann (in Zusammenarbeit mit Mario-Andreas von Lüttichau und Roland Scotti) sowie der Briefe E.L. Kirchners an seinen Arzt Dr. Frédéric Bauer (in Zusammenarbeit mit Roland Scotti).
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Riss / Lücke / Scharnier A. Beitr. v. Bellenbaum, Rainer / Buchmann, Sabeth /Dunst, Heinrich /Grzonka, Patricia / Pamminger,Walter /Hrsg. v. Dunst, Heinrich /Pamminger, Walter /Schwarzwälder, Rosemarie /Galerie nächst St. Stephan. 2010. 220 S., 70 fb. Abb. 26 x 21 cm. Ebr EUR 35,00 CHF 49,90 ISBN: 978-3-85881-301-5 Scheidegger & Spiess
Riss / Lücke / Scharnier A dokumentiert eine vielbeachtete Ausstellung, die 2006/07 in der Galerie nächst St. Stephan, Rosemarie Schwarzwälder in Wien stattfand. Der Kurator Heinrich Dunst versammelte bedeutende Arbeiten österreichischer und internationaler Künstler, die das Spannungsverhältnis von Medium und Zeichen, von «Sichtbarem» und «Sagbarem» auf die Spitze treiben. So wurden erhellende Verbindungen zwischen bildender Kunst, Film und Literatur aufgezeigt.
Das Buch, das einen imaginären Rundgang durch die Ausstellung abbildet, treibt diese Idee eine Umdrehung weiter. Durch das Gestaltungskonzept, das die Ausstellung ins Medium Buch übersetzt, werden die assoziationsreichen Spielräume zum Verhältnis von Kunst und ihrer Darstellung gleichzeitig erweitert und verdichtet. So entsteht ein höchst vitales Panorama zeitgenössischer Kunst, das neben rund 70 Werk- und Ausstellungsfotografien auch detaillierte Beschreibungen der ausgestellten Werke und einen einordnenden Essay enthält.
Rainer Bellenbaum, lebt und arbeitet als Film- und Kunstkritiker in Berlin und Wien.
Sabeth Buchmann, Kunsthistorikerin und -kritikerin, seit 2004 Professorin für Kunstgeschichte der Moderne und Nachmoderne an der Akademie der bildenden Künste Wien. Zahlreiche Buchveröffentlichungen.
Heinrich Dunst lebt als Künstler und Kurator in Wien.
Patricia Grzonka lebt als Kunst- und Architekturkritikerin, Kunsthistorikerin und freie Autorin in Wien. Schreibt u.a. für Kunstbulletin und Neue Zürcher Zeitung. 2005 Monografie über den slowakischen Konzeptkünstler Stano Filko.
Walter Pamminger lebt und arbeitet in Wien als Chemiker, Buchgestalter, Autor und Kurator. Für seine gestalterischen Konzepte erhielt er u.a. 2004 den Staatspreis «Das schönste Buch Österreichs» und 2005 die Silbermedaille «Schönste Bücher aus aller Welt» der deutschen Stiftung Buchkunst (für Freuds verschwundene Nachbarn, Turia + Kant 2003).
Die kolorierten Lichtbilder des Ballonpioniers Eduard Spelterini. Fotos v. Spelterini, Eduard /Beitr. v. Stadler, Hilar /Holzer, Anton /Bleibler, Jürgen /Brandt, Christioph /Hrsg. v. Kramer, Thomas /Stadler, Hilar. 2010. 208 S., 100 fb. u. 40 sw. Abb. 28 x 22 cm. Gb EUR 35,00 CHF 49,90 ISBN: 978-3-85881-303-9 Scheidegger & Spiess
Der Schweizer Ballonpionier Eduard Spelterini (1852–1931) war der erste Mensch, der die Alpen überflog und aus der Vogelperspektive fotografierte. Ebenso nahm er als erster die Pyramiden von Giseh, die ägyptische Wüste oder südafrikanische Goldminen aus der Luft auf.
Spelterini führte ein spektakuläres Leben zwischen Schaustellergewerbe und Forscherdrang, zog mit seinem Heissluftballon um die halbe Welt und wurde von der Prominenz seiner Zeit hofiert.
2007 haben wir die grandiosen Schwarzweiss-Fotografien aus dem Ballonkorb, die Spelterini auf grosse Glasnegative bannte, in einem grossformatigen Bildband publiziert. Der Nachfolgeband präsentiert rund achtzig kolorierte Lichtbilder, die Spelterini für seine mehr als 600 Vorträge in zahlreichen Ländern verwendete. Die aufsehenerregenden, durch aufwändige Kolorierungstechnik in Farbe übersetzten Aufnahmen zeigen diese frühen Luftaufnahmen auf ganz neue Weise. Die Bilder werden durch Essays namhafter Experten kommentiert, etwa des Fotohistorikers Anton Holzer und des Zeppelinspezialisten Jürgen Bleibler.
Ausstellung im Zeppelinmuseum Friedrichshafen vom 21. Mai bis 29. August 2010
Eduard Spelterini – Fotografien des Ballonpioniers
Eduard Spelterini (1852–1931) entdeckte 1879 seine Leidenschaft für den Luftballon. In der Folge bereiste er damit Europa, Asien, den Nahen Osten und Afrika und wurde eine internationale Berühmtheit.
Jürgen Bleibler, geboren 1960, ist Leiter der Zeppelin-Abteilung im Zeppelin Museum Friedrichshafen. Zahlreiche Publikationen zur Geschichte der Luftschifffahrt und des Flugzeugbaus.
Anton Holzer, geboren 1964, ist Herausgeber der Zeitschrift Fotogeschichte und lebt als Fotohistoriker, Publizist und Ausstellungskurator in Wien. Zahlreiche Publikationen zur Geschichte der Fotografie, zuletzt: Elly Niebuhr. Fotografin aus Wien. Alltag und Haute Couture, Wien 2009.
Hilar Stadler, geboren 1963 in Luzern, ist Kunsthistoriker und Direktor des Museums im Bellpark, Kriens. Daneben freie kuratorische und publizistische Tätigkeit in den Bereichen Kunst, Architektur und Fotografie.
Passion Bild. Russische Kunst seit 1970. Beitr. v. Frimmel, Sandra /Hänsgen, Sabine /Raev, Ada /Reuter, Julia. Einf. v. Kowner,Arina. Hrsg. v. Kowner, Arina. 2010. 220 S., 160 fb. Abb. 27 x 21 cm. Gb EUR 50,00 CHF 78,00 ISBN: 978-3-85881-199-8 Scheidegger & Spiess
Die Epoche des Nonkonformismus, welche das Kunstleben der späten 1960er- bis Anfang der 1990er-Jahre in der Sowjetunion prägte, ist vorüber. Die russische Kunst geht heute neue Wege. Die Sammlung Arina Kowner ist eine der umfassendsten Kollektionen russischer Kunst von 1970 bis heute. Sie macht die Entwicklung im Schaffen von über 40 Künstlerinnen und Künstlern sichtbar – u.a. der bedeutenden Vertreter des Nonkonformismus wie Sergei Anufriev, Leonid Borisov, Grigori Bruskin, Sergei Bugaev ‹Afrika›, Vladimir Jakovlev, Igor Makarevich, Timur Novikov, Pavel Pepperstein, Dmitri Alexandrovich Prigov, Eduard Steinberg und Anatoli Zverev.
Neben Werkbeschrieben, Werkverzeichnissen und Biografien der Künstler umfasst dieser Sammlungskatalog Essays zur Geschichte der russischen Bildkünste seit Peter dem Grossen, zur Moskauer und Petersburger Kunstszene, zu den aktuellen Strömungen, ein Gespräch zwischen der Kulturschaffenden Sabine Hänsgen und dem Künstler Andrei Monastyrski (Kollektive Aktionen) sowie ein Interview mit dem russischen Kunstsammler und Fotografen Sergei Borisov.
Passion Bild dokumentiert einerseits die Sammlung, die aus den Erfahrungen, Vorlieben und persönlichen Künstlerbegegnungen der Sammlerin Arina Kowner entstanden ist; andererseits machen die Beiträge dieses Buches das deutschsprachige Publikum mit noch wenig bekannten Entwicklungen und Prozessen in der russischen Kunst vertraut.
Burkhalter Sumi Architekten /Burkhalter, Marianne /Sumi, Christian: Gebäude finden. Kreidezeichnungen von Marianne Burkhalter. Zeichn. v. Burkhalter, Marianne /Beitr. v. Stauffer, Astrid. 2009. 224 S., 80 fb. Zeichn., 20 Fotos 24,5 cm x 32 cm. Gb EUR 39,00 ISBN: 978-3-85881-297-1 Scheidegger & Spiess
Burkhalter Sumi Architekten, eines der bedeutenden Schweizer Architekturbüros, feiern im November 2009 ihr 25-jähriges Bestehen. Zu ihren wichtigsten Bauten zählen Umbau und Erweiterung des Hotels Zürichberg (Zürich, 1995), das Laborgebäude der EMPA (Dübendorf, 2000) und das Bürogebäude Eichhof (Luzern, 2008). Besondere Beachtung haben auch Burkhalter Sumis zahlreiche Wohnbauten und Holzarchitekturen gefunden.
Am Anfang des architektonischen Entwurfsprozesses stehen Skizzen: Die Kreidezeichnungen von Marianne Burkhalter zeigen das schrittweise Annähern an die Bauaufgabe. Das Vorgehen ist geprägt vom Denken in Varianten. Burkhalters zeichnerische Recherchen verlaufen auf verschiedenen Ebenen, haben unterschiedliche Funktionen im kreativen Prozess: Sie erkunden als Teil der Konzeptfindung Merkmale und Potenziale des Programms. Die Architektin «sucht» mit der Zeichnung die architektonische Form, tastet sich an diese heran; die Zeichnung ist so eine Art Vorwegnahme des gebauten Objekts. Es ist das Ausloten dieses offenen Feldes im Spannungsfeld von Sinn und Sinnlichkeit, was die Faszination von Marianne Burkhalters Zeichnungen ausmacht.
Weitere Informationen zu Burkhalter Sumi Architekten. Marianne Burkhalter hat nach ihrer Ausbildung als Bauzeichnerin und Kursen an der Princeton University in den USA in verschiedenen Büros in der Schweiz, in Florenz, New York und Los Angeles und unabhängig als Architektin gearbeitet, bis sie 1984 mit Christian Sumi das gemeinsame Büro in Zürich gründete. Seit 2007 ist sie zudem Professorin an der Academia die Architettura of the Università della Svizzera Italiana in Mendrisio.
Christian Sumi studierte an der ETH Zürich und arbeitete danach am Deutschen Archäologischen Institut in Rom und am Institut gta der ETH Zürich. 1984 gründete er mit Marianne Burkhalter das gemeinsame Büro in Zürich. Seit 2007 ist er zudem Professor an der Academia die Architettura of the Università della Svizzera Italiana in Mendrisio.
Tettamanti, Joël: Davos. Fotos v. Tettamanti, Joël /Beitr. v. Keller, Walter. 2009. 136 S., 96 fb. Abb. 22, 5 x 28,5 cm. Gb EUR 49,00 CHF 69,00 ISBN: 978-3-85881-298-8 Scheidegger & Spiess
Mit Landschafts- und Architekturfotografien ist der Schweizer Fotograf Joël Tettamanti international bekannt geworden. «Local Studies» nennt er seine Bilder, in denen er die Spuren des Menschen mit einem untrüglichen Sinn für kuriose Situationen festhält.
In diesem Buch lenkt er den Blick nun nicht nur auf die erhabene Bergwelt, von der wir träumen. «Realistisch, nicht dramatisch oder polemisch», wie er sagt, hat er Bauten für den Wintersport, die Urbanisierung der Berge und die Stadt Davos selbst aufgenommen. Bei Tag und in der Nacht fotografiert, werden jene Einrichtungen ins Bewusstsein gerückt, die wir zwar sorglos benutzen, aber (gerne) übersehen: Seilbahn-Masten und Bergstationen, Lawinenverbauungen oder Stützmauern, Ferienhäuschen und Hotelkästen, kurz: die Infrastruktur, die die Umgebung der Ferien- und Kongressdestination prägt. Entstanden ist ein Fotoessay, der fern aller Klischees das Bild des heutigen Davos zeichnet.
Der Autor und Fotokenner Walter Keller denkt in seinem Text über die Vorstellungen vom Leben in den Bergen nach, die sich hartnäckig in den Köpfen der Städter halten, und über die Entdeckungen, die man durch Joël Tettamantis subtile Fotografien machen kann.
Joël Tettamanti, 1977 in Kamerun geboren, wuchs im südafrikanischen Lesotho und im Schweizer Jura auf. Von 1997 bis 2001 studierte er visuelle Kommunikation und Fotografie an der Ecole cantonale d'art in Lausanne (ECAL). Seit 2003 zeigte er seine Bilder in zahlreichen Ausstellungen, u. a. im Van Alen Institute, New York (2003), im Kunstmuseum Thun (2005), Centre Culturel Suisse, Paris (2005), Kunsthaus Zürich (2006), in der Leonard Street Gallery, London (2006), an der Bienal Internacional arquitetura, Sao Paulo (2007) und in der Fotostiftung Schweiz (2009). Joël Tettamanti publizierte in Zeitschriften wie Wallpaper, Das Magazin, Vogue, Icon oder Domus, sein erstes Buch, Local Studies, erschien 2006 im Verlag¨etc publications, Berlin.
Walter Keller, geboren 1953, ist als Verleger, Autor, Gründer des Scalo Verlags und Mitbegründer der Zeitschriften Der Alltag und Parkett sowie des Fotomuseums Winterthur international angesehen. Seit 2006 ist er als freier Kurator und Autor tätig und zeigt in seiner Galerie Walter Keller in Zürich zeitgenössische Fotografie.
The Music of Pipilotti Rist’s Pepperminta. Original Motion Picture Soundtrack composed and performed by Anders Guggisberg & Roland Widmer. CD. 64 S. 25 doppelseitige fb. Abb. 14 cm x 12,5 cm. Gb., EUR 29,90 CHF 39.90 ISBN: 978-3-85881-300-8 Scheidegger & Spiess
Die Schweizerin Pipilotti Rist ist eine der bekanntesten Künstlerinnen der Gegenwart. Sie stellt in Museen rund um die Welt aus – 2009 in Sao Paolo, Rotterdam und Helsinki, letztes Jahr im MoMA und in Japan usw. Rist hat ein breites Œuvre aus Videos, Installationen und Environments geschaffen, das sowohl Kritiker wie das breite Publikum begeistert.
Mit Pepperminta hat Pipilotti Rist nun ihren ersten Kinofilm realisiert, der soeben am Filmfestival Venedig uraufgeführt wurde. The Music of Pipilotti Rist's Pepperminta präsentiert den atmosphärenreichen Soundtrack zu diesem Film auf CD, komponiert vom Künstler und Musiker Anders Guggisberg und vom Sound-Designer und DJ Roland Widmer (Bang Goes). Verbunden sind die verspielten Klangfolgen und anspornenden Rhythmen mit einem schön gestalteten kleinen Buch, das 25 farbige Farbbilder zeigt, die Pipilotti Rists poetische Bilderwelt erstehen lassen. Zudem enthält das Booklet ein Interview mit der Künstlerin, und in kurzen Texten ist Peppermintas Botschaft eingestreut: Wenn man nur ein wenig Mut zur Verrücktheit hat und die Angst hinter sich lassen kann, wird das Leben schön!
Weitere Informationen zum Film Pepperminta. Pipilotti Rist, geboren 1962 in Grabs, ist die bekannteste zeitgenössische Schweizer Künstlerin. Sie studierte Illustration und Fotografie an der Akademie für Angewandte Kunst in Wien (1982–1986), Audiovisuelle Kommunikation (Video) an der Schule für Gestaltung Basel (1986–1988). Seit 1986 ist sie mit ihren Video-Installationen international präsent, u. a. 2005 an der Biennale von Venedig oder 2008 im Museum of Modern Art in New York. Pepperminta ist ihr erster abendfüllender Spielfilm. www.pipilottirist.net
Anders Guggisberg, geboren 1966 in Biel, lebt in Zürich. Seit langem spielt er Blockflöte, Klavier, Posaune und alle Instrumente, die er in die Finger kriegen konnte, aber hauptsächlich Gitarre sowie Computer. Er mischt analoge und digitale Klänge. Als experimenteller Musiker arbeitet er seit 1995 an Installationen und Videos von Pipilotti Rist mit. Seit 1996 ist als der eine Künstler des Duos Lutz & Guggisberg erfolgreich. www.lutz-guggisberg.com.
Roland Widmer aka Bang Goes ist Musiker, Sound-Designer und DJ-Artist. Er lebt in Zürich und ist Mitbesitzer des Tonstudios Zentralton, wo elektronische Musik produziert und Filme vertont werden. Mit styro 2000 gründete er 2001 Die Galoppierende Zuversicht, interaktiver Minimal Techno, live hergestellt für Late Hours in Peking, Istanbul, New York, Mexico City und Zürich. www.zentralton.ch
Bio-Foto-Kultografie. Alex Sadkowsky. Hrsg. Roy Oppenheim. 244 S., 893 Abb. 21 cm x 29,8 cm EUR 49.00, CHF 69.00 ISBN: 978-3-85881-295-7 Scheidegger & Spiess
Alex Sadkowsky beschloss mit vier Jahren, König oder Künstler zu werden. So kam es, dass er ein Maler, Zeichner, Schriftsteller und Querdenker geworden ist, der in der Schweiz seit Jahrzehnten zu reden gibt. Bis zu seinem 24. Lebensjahr übte er neben der künstlerischen Tätigkeit zahlreiche Brotberufe aus: Jazzmusiker, Handlungsreisender für Waschmaschinen und Rasierklingen, Flachmaler, Spanischlehrer und Stepptänzer, für kurze Zeit sogar Preisboxer. Seither hat er ein beeindruckendes Œuvre an Gemälden, Zeichnungen, Skulpturen, Performances, Kurzfilmen, Gedichten und Romanen geschaffen, das in zahlreichen Museen und Galerien im In- und Ausland ausgestellt und in verschiedenen Verlagen publiziert wurde.
Alex Sadkowsky teilte mit Friedrich Kuhn ein Atelier, verkaufte Francis Bacon drei Zeichnungen, Max Bill zwei Radierungen und reiste mit Max Frisch und Tankred Dorst durch Russland. 1975 hat er einen schmalen Band mit dem Titel Bio-Foto-Kultografie beim Verlag Hans-Rudolf Lutz veröffentlicht, der sein damaliges Lebensgefühl in Bilder übersetzte.
Nun folgt hiermit der grosse Bruder: Das Künstlerbuch Bio-Foto-Kultografie ist ein lebendiger Querschnitt durch die Szenen von den 1950er-Jahren bis in die Gegenwart, ein üppiger Rückblick in mehr als 950 Fotografien, ein Kaleidoskop, das Lebensstationen, Künstlerfreunde, Gefährtinnen und Selbstinszenierungen Sadkowskys in augenblickstrunkenen Schnappschüssen Revue passieren lässt.
Ausstellung im art room, Lengnau, vom 26. September bis 1. November 2009.
Alex Sadkowsky, geboren 1934, stammt aus einer Künstlerfamilie mit Wurzeln in Russisch-Polen. Im Alter von vier Jahren beschloss er, König oder Künstler zu werden. So kam es, dass er ein Maler, Zeichner, Schriftsteller und Querdenker geworden ist, der in der Schweiz seit Jahrzehnten zu reden gibt. Bis zu seinem 24. Lebensjahr übte er neben der künstlerischen Tätigkeit zahlreiche Brotberufe aus: Jazzmusiker, Handlungsreisender für Waschmaschinen und Rasierklingen, Flachmaler, Spanischlehrer und Stepptänzer, für kurze Zeit sogar Preisboxer. Seither hat er ein beeindruckendes Œuvre an Gemälden, Zeichnungen, Skulpturen, Performances, Kurzfilmen, Gedichten und Romanen geschaffen, das in zahlreichen Museen und Galerien im In- und Ausland ausgestellt und in verschiedenen Verlagen publiziert wurde.
Bern baut. Ein Führer zur zeitgenössischen Architektur 1990-2010. Beitr. v. Huber, Werner /Hrsg. v. Huber, Werner. 2009. 216 S., 80 fb. u. 50 Abb., 100 Pläne 18,5 x 10,5 cm. (Edition Hochparterre bei Scheidegger & Spiess ) Ebr EUR 24,90 ISBN: 978-3-85881-291-9 Scheidegger & Spiess
Das neuste Buch in der beliebten Reihe von Hochparterre-Führern widmet sich der schweizerischen Hauptstadt: Bern baut ist ein Architekturführer durch Bern und seine Nachbargemeinden – mit Architekturkritiken, Fotos und Plänen.
Der Hauptteil präsentiert rund 80 wichtige Bauten, die zwischen 1990 und 2010 entstanden sind bzw. entstehen. Jedes Objekt wird auf einer Doppelseite mit Text, speziell für diese Publikation angefertigten Farbfotografien sowie mit Grundriss und Schnitt dargestellt. Die Texte enthalten neben Baubeschrieb und architektonischer Kritik auch kulturpolitische und planerische Zusammenhänge. Ein Kasten fasst steckbriefartig die Fakten zum jeweiligen Gebäude zusammen: Bauherrschaft, Architekten, Verfahren, Bausumme, Baujahr und Adresse.
Die Bauten sind nach Stadtviertel in Kapitel aufgeteilt, so entstehen praktische Routen für Spaziergänge. Zudem werden «Klassiker des 20. Jahrhunderts» knapp in Text und Bild vorgestellt. Den Schluss des Buches bildet eine Liste aller beteiligter Architekten, die auch als Register dient. Ein Essay verhandelt bernspezifische Aspekte zeitgenössischer Architektur und zieht die wichtigsten historischen Linien. Weitere Themen sind die aktuellen Planungen in den Entwicklungsschwerpunkten sowie die Frage: Gibt es eine Berner Architektur?
Werner Huber studierte Architektur an der ETH Zürich. Er ist Redaktor bei Hochparterre, der Zeitschrift für Architektur und Design in Zürich.
Building Berne. A Guide to Contemporary Architecture 1990-2010. Beitr. v. Huber, Werner /Hrsg. v. Huber, Werner. 2009. 216 S., 80 fb. u. 50 sw. Abb., 100 Pläne 18,5 x 10,5 cm. (Edition Hochparterre bei Scheidegger & Spiess ) Ebr EUR 24,90 ISBN: 978-3-85881-722-8 Scheidegger & Spiess
Corsin Fontana. Retrospektive 1968-2009. Beitr. v. Ammann, Katharina /Hohl, Reinhold /Müller, Christian /Stutzer, Beat /Windhöfel, Lutz /Hrsg. v. Stutzer, Beat. 2009. 244 S., 180 fb. u. sw. Abb. 26,5 x 20 cm. Gb EUR 55,00 ISBN: 978-3-85881-292-6 Scheidegger & Spiess
Corsin Fontana, 1944 in Chur geboren und seit 1968 in Basel lebend, gehört zu den wichtigsten Schweizer Künstlern seiner Generation. Schon früh brachte er ungewöhnliche Materialien in den Kunstkontext ein und beschäftigte sich intensiv mit der Natur, ihren Prozessen und ihrer Vergänglichkeit. Sein Schaffen der vergangenen vier Jahrzehnte gliedert sich in markante Werkgruppen, die jeweils neue formale und inhaltliche Aspekte ausloten und geprägt sind durch einen überraschenden Umgang mit den künstlerischen Medien.
Diese umfassende Monografie dokumentiert erstmals das ganze Spektrum von Fontanas Schaffen, von den frühen Mikrostrukturen bis zu den jüngsten Arbeiten. Fontana ist Objektkünstler, Bildhauer, Maler, Zeichner, Druckgrafiker, hat Installationen und Happenings veranstaltet sowie prägnante Kunst-am-Bau-Projekte realisiert. Sämtliche Aspekte seines eigenwilligen Werks werden in diesem Buch, das zur grossen Retrospektive im Bündner Kunstmuseum erscheint, in zahlreichen Abbildungen und Essays eingehend dargestellt.
Ausstellung im Bündner Kunstmuseum Chur vom 3. Oktober bis 15. November 2009.
Corsin Fontana, geboren 1944 in Chur, arbeitete bis 1967 im erlernten Beruf eines Offsetdruckers. Seither ist er als freier Künstler im Atelierhaus Klingental, Alte Kaserne, in Basel tätig. 1969–70 Aufenthalt in der Cité internationale des arts in Paris, im Herbst 1970 Reise nach Nordamerika. Wiederholte Aufenthalte auf Alpen in Graubünden und mehrere Reisen nach Nord- und Zentralafrika sowie nach Spanien.
Reinhold Hohl ist ehemaliger Leiter der Graphischen Sammlung der ETH Zürich, Kunsthistoriker, Kunstpublizist und Autor mehrerer Bücher u. a. zu Alberto Giacometti.
Christian Müller ist Leiter und Konservator am Kupferstichkabinett des Kunstmuseums Basel und Herausgeber mehrerer Kataloge u. a. zu Corsin Fontana (2008).
Beat Stutzer, geboren 1950 in Altdorf, studierte Kunstgeschichte, Geschichte und Ethnologie an der Universität Basel. Wissenschaftlicher Assistent am Kupferstichkabinett der Öffentlichen Kunstsammlung Basel. 1977–82 Assistent am Lehrstuhl für Moderne Kunst der Universität Basel. 1980 Promotion mit der Dissertation «Albert Müller (1897–1926) und die Künstlergruppe Rot-Blau». Seit 1982 Direktor Bündner Kunstmuseum Chur und seit 1998 zugleich Konservator des Segantini Museums St. Moritz. Zahlreiche Buchpublikationen, Ausstellungen und Beiträge zur Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts. Werksemester der Kulturstiftung Landis & Gyr in London (2003/04). Seit 2004 Präsident der Eidg. Kommission der Gottfried Keller-Stiftung.
Lutz Windhöfel ist Architektur- und Kunsthistoriker, Kritiker und Autor des Architekturführers Basel.
Giovanni Giacometti. Farbe im Licht. Beitr. v. Bhattacharya-Stettler, Therese /Frehner, Matthias /Radlach, Viola /Stutzer, Beat /Hrsg. v. Bhattacharya-Stettler, Therese /Frehner, Matthias /Stutzer, Beat. 2009. 220 S., 140 fb. u. sw. Abb. 29 x 24 cm. Gb EUR 55,00 ISBN: 978-3-85881-288-9 Scheidegger & Spiess
Ausstellungen im Kunstmuseum Bern (30.10.2009–21.2.2010) und im Bündner Kunstmuseum Chur (27.3.–24.5.2010) Therese Bhattacharya-Stettler ist Kuratorin am Kunstmuseum Bern.
Giovanni Giacometti (1868–1933) gehört neben Hodler, Amiet und Vallotton zu den bedeutendsten Schweizer Malern an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Der Vater von Alberto, Diego und Bruno Giacometti war eine höchst bemerkenswerte Persönlichkeit von internationalem Rang. Sein Werk umfasst Malerei, Aquarelle, Zeichnungen und Druckgrafik. Zwischen Impressionismus, Postimpressionismus und Fauvismus angesiedelt, greift es die Neuerungen der Moderne auf und entwickelt sie weiter.
Trotz seiner internationalen Bedeutung wurde Giacomettis künstlerisches Schaffen bisher nicht adäquat gewürdigt – der Werkkatalog von 1996 ist noch schwarz-weiss gedruckt, nur die Arbeiten auf Papier wurden in den letzten Jahren publiziert. Der umfangreiche Katalog schliesst diese Lücke und verortet den Künstler im Umfeld seiner Kollegen. Im Zentrum des Buchs steht Giacomettis geniale Lichtorchestrierung durch das Nebeneinandersetzen von ungemischten, oft komplementär sich ergänzenden Farben, die er souverän für eine Intensivierung der Farb- und Bildwirkung nutzte.
Matthias Frehner, geboren 1955 in Winterthur. Studium der Kunstgeschichte, Deutschen Literatur und Klassischen Archäologie an der Universität Zürich. 1986–1988 Assistent am Kunsthistorischen Seminar der Universität Zürich. 1990 Promotion mit einer Dissertation über die Geschichte der Schweizer Eisenplastik. 1988–1996 Konservator der Sammlung Oskar Reinhart «Am Römerholz» in Winterthur. 1990–1996 Sekretär der Gottfried-Keller-Stiftung. 1996–2002 Kunstredaktor der Neuen Zürcher Zeitung. Seit 2002 Direktor des Kunstmuseum Bern.
Viola Maria Radlach-Pries Schrobsdorff, geboren 1948 in Garmisch-Partenkirchen, besuchte Gymnasium und Kunstakademie (Fachrichtung Innenarchitektur) in Den Haag. Nach dem Vordiplom an der Dolmetscherschule in Zürich Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Deutschen Literatur. Lizentiatsarbeit über Walter Helbig (1993 publiziert anlässlich der Helbig-Retrospektive im Museo comunale Casa Rusca in Locarno). Seit 1986 Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Redaktorin am Schweizerischen Institut für Kunstwissenschaft, Zürich; in diesem Rahmen Koautorin (zusammen mit Paul Müller) des Werkkatalogs Giovanni Giacometti (1996/97) und Herausgeberin seiner Korrespondenz in zwei Bänden (2000 und 2003).
Beat Stutzer, geboren 1950 in Altdorf, studierte Kunstgeschichte, Geschichte und Ethnologie an der Universität Basel. Wissenschaftlicher Assistent am Kupferstichkabinett der Öffentlichen Kunstsammlung Basel. 1977–82 Assistent am Lehrstuhl für Moderne Kunst der Universität Basel. 1980 Promotion mit der Dissertation «Albert Müller (1897–1926) und die Künstlergruppe Rot-Blau». Seit 1982 Direktor Bündner Kunstmuseum Chur und seit 1998 zugleich Konservator des Segantini Museums St. Moritz. Zahlreiche Buchpublikationen, Ausstellungen und Beiträge zur Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts. Werksemester der Kulturstiftung Landis & Gyr in London (2003/04). Seit 2004 Präsident der Eidg. Kommission der Gottfried Keller-Stiftung.
Die obere Hauensteinlinie. Bahnbauten seit 1853. Fotos v. Baselgia, Guido /Beitr. v. Frey, Thomas /Huber,Dorothee /Birkner, Othmar /Weidmann, Ruedi /Hrsg. v. SBB-Fachstelle für Denkmalschutzfragen/Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. 2009. 160 S., 30 Duplex-, 80fb. u. sw. Abb., zahlr. Pläne 27 x 22 cm. (Architektur- und Technikgeschichte der Eisenbahnenin der Schweiz 2) Gb EUR 39,00 ISBN: 978-3-85881-287-2 Scheidegger & Spiess
Die Eisenbahnlinie durch den Jura von Basel nach Olten wurde nach fünfjähriger Bauzeit 1858 eröffnet. Sie schloss das Schweizer Mittelland ans europäische Eisenbahnnetz an und war die erste Bergstrecke der Schweiz. Seit 1916 ein Basistunnel eröffnet wurde, dient die alte Hauensteinlinie dem Lokalverkehr und wurde in ihrem baulichen Zustand gewissermassen konserviert – ein denkmalpflegerischer Glücksfall.
Dieses Buch zeigt die legendäre Hauensteinlinie in zahlreichen Facetten und lenkt so die Aufmerksamkeit auf die Zeugniskraft und Schönheit dieser historischen Bauten. 66 Hochbauten und Ingenieurbauwerke werden vorgestellt, darunter der spektakuläre Rümlinger Viadukt, die bis heute bewohnten Bahnwärterhäuser oder der seit 1858 kaum veränderte Landbahnhof Sommerau. Grossformatige Duplex-Wiedergaben von Aufnahmen des international bekannten Fotografen Guido Baselgia zeigen die Bahnlinie in der mal sanften, mal rauen Jura-Landschaft. Die mit historischen Fotos und schönen Originalplänen illustrierten Essays helfen, die Ästhetik und Technik der Bauten zu verstehen und zeigen soziale und wirtschaftliche Zusammenhänge auf. Der Inventarteil bietet Informationen, Fotos und Pläne zu den Objekten.
Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK
Guido Baselgia ist ein mehrfach ausgezeichneter Schweizer Fotograf und Künstler. Einzelausstellungen im In- und Ausland, mehrere Buchpublikationen. Weitere Informationen unter: www.baselgia.ch und www.sikart.ch.
Othmar Birkner, war 1965–1970 Architekt der öffentlichen Denkmalpflege Basel-Stadt. Er ist Mitgründer der Denkmalpflege-Reihe Inventar der neueren Schweizer Architektur (INSA). Publikationen zur Architekturgeschichte der Schweiz und Österreichs.
Thomas Frey ist freischaffender Sozial- und Wirtschaftshistoriker sowie Autor mit Spezialgebiet Verkehrsgeschichte und Raumentwicklung. Er verfasste zahlreiche Publikationen.
Dorothee Huber ist Kunsthistorikerin und Dozentin für Architekturgeschichte an der Fachhochschule Nordwestschweiz. Zahlreiche Publikationen zur jüngeren Architekturgeschichte.
Ruedi Weidmann, geboren 1966, ist Historiker, Partner von Häusler + Weidmann, Büro für Geschichte und Kulturvermittlung, Zürich, und Redaktor bei Tec21, Fachzeitschrift für Architektur, Ingenieurwesen und Umwelt des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins SIA. www.haeuslerweidmann.ch
Jan Krugier. Meine Reise mit der Kunst. Gespräche mit Caroline Kesser. Beitr. v. Kesser, Caroline /Krugier, Jan. 2009. 150 S., 40 fb. u. 20 sw. Abb. 22 x 15,0 cm. Gb EUR 29,90 CHF 39,90 ISBN: 978-3-85881-290-2 Scheidegger & Spiess
Jan Krugier. My Journey With Art. Interviews With Caroline Kesser. Beitr. v. Kesser, Caroline /Krugier, Jan. 2009. 150 S., 40 fb. u. 20 sw. Abb. 22 x 15,0 cm. Gb EUR 29,90 CHF 39,90 ISBN: 978-3-85881-719-8 Scheidegger & Spiess
Das Kulturbüro-Weissbuch. Fotos v. Bill, Linus /Duc, Nicolas /Beitr. v. Graber, Hedy /Hug, Cathérine /Sterzinger, Ivan /Larsson,Maria /Hiltbrunner, Michael /Landwehr, Dominik /Hrsg. v. Sterzinger, Ivan /Migros Kulturprozent. 108 S., 56 fb. u. 40 sw. Abb. 25 x 17,5 cm. Scheidegger & Spiess, Zürich 2009. Pb EUR 13,90 ISBN: 978-3-85881-262-9 Scheidegger & Spiess
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