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Beck, C. H. Verlag OHG

 
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Die Karte des Piri Re is. Das vergessene Wissen der Araber und die Entdeckung Amerikas. Billig, Susanne. 2017. 303 S. 58 Abb. und 4 Karten. 22 x 14 cm. Gb. EUR 18,95. ISBN: 978-3-406-71351-4 C. H. Beck
Die Atlantikkarte des osmanischen Generals Piri Reis, die um 1500 entstand, gibt seit Langem Rätsel auf: Die Ostküste Südamerikas ist erstaunlich präzise dargestellt – viel genauer, als Europäer sie schon kennen konnten. Erst 200 Jahre später erreichten portugiesische Karten ein ähnliches Niveau. Die Karte des Piri Re’is erweist sich als eine Frucht des geografischen und nautischen Wissens der Araber vor Kolumbus. Seit dem 12. Jahrhundert haben arabische Seefahrer versucht, das „Meer der Finsternis“ in westlicher Richtung zu überqueren. Sie folgten Berichten über Reichtümer auf der anderen Seite, aber sie vertrauten auch ihrer hochentwickelten Nautik. Schon Jahrhunderte vor den Europäern konnten Araber Längen- und Breitengrade verlässlich ermitteln und exakte Karten zeichnen. Susanne Billig führt anhand zahlreicher Abbildungen in die arabische Astronomie, Nautik, Kartografie und Seefahrt ein und zeigt, wie dieses Wissen von den technisch rückständigen Europäern übernommen wurde, die seine arabische Herkunft verschleierten. Ihr faszinierendes Buch folgt den bahnbrechenden Forschungen des großen Orientalisten Fuat Sezgin, die hier erstmals einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Ungleiche Brüder. Russen und Ukrainer vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Kappeler, Andreas. 2017. 267 S. 10 Abb. und 4 Karten. 19 x 12 cm. Kt. EUR 16,95. ISBN: 978-3-406-71410-8 C. H. Beck
Russen und Ukrainer bezeichnen sich seit Jahrhunderten als Brudervölker, wobei sich die Russen in der Rolle des großen Bruders sehen. Dieses Buch erzählt die Geschichte dieser ungleichen Brüder als Wechselspiel von Verflechtungen und Entflechtungen. Nicht zuletzt trägt es zum Verständnis des aktuellen russisch-ukrainischen Konflikts bei.
Die russische Annexion der Krim und die darauf folgende Besetzung der Industrieregion im Südosten der Ukraine durch von Russland gesteuerte Milizen im Frühjahr 2014 haben einen militärische n Konflikt zwischen diesen Staaten ausgelöst, der bis heute andauert. Seit dem 18. Jahrhundert zeigte sich im Verhältnis dieser eng miteinander verbundenen Völker zunehmend eine Asymmetrie. Sie gipfelte darin, dass Russland im 19. Jahrhundert die "Kleinrussen", wie die Ukrainer damals offiziell hießen, nicht als eigenständige Nation mit einer von Russland getrennten Geschichte anerkannte. Diese Sicht hat sich in Russland bis heute erhalten und ist auch im Westen verbreitet.
Unterwegs in der Geschichte Deutschlands. Von Karl dem Großen bis heute. Hrsg.: Meyer-Kahrweg, Dorothee; Sarkowicz, Hans. 2017. 400 S. 12 Abb. 21 x 12 cm. Br. EUR 17,95. ISBN: 978-3-406-65937-9 C. H. Beck
Die Geschichte, die hier erzählt wird, umfasst 1200 wechselvolle Jahre. Zwischen der Kaiserkrönung Karls des Großen im Jahr 800 und dem wiedervereinigten Deutschland liegen rare Friedenszeiten und zahlreiche Kriege, Wechsel der Staatsformen und Wandel von Weltanschauungen. Renommierte Experten und Autoren eröffnen wissenschaftlich fundiert und lebendig erzählt das breite Panorama der deutschen Geschichte. Dabei begeben sie sich zusammen mit dem Leser auf einen Streifzug durch die Zeit von der Übertragung des Heiligen Römischen Reiches auf das Frankenreich mit der Krönung Karls des Großen bis zur unmittelbaren Gegenwart. Die Autoren zeichnen in enger Zusammenarbeit mit den fachlichen Gewährsleuten die zentralen Stationen dieser Entwicklungslinie anschaulich nach und erläutern gut verständlich die Hintergründe der Ereignisse. Auf Grundlage der gleichnamigen Hörbuchreihe des Hessischen Rundfunks entsteht so ein Kompendium zu 1200 Jahren deutscher Geschichte.
Die Welt zur Zeit Jesu. Dahlheim, Werner. 495 S. 50 Abb., 11 Karten sowie 2 Zeittafeln. 22 x 14 cm. Br. C.H. Beck Verlag, München 2017. EUR 20,00. ISBN: 978-3-406-71507-5 C. H. Beck
Als Pontius Pilatus seine Hände in Unschuld wusch und römische Kriegsknechte Jesus von Nazareth durch die Straßen Jerusalems nach Golgotha zur Kreuzigung trieben, da beherrschte Rom die Welt vom Euphrat bis zum Atlantik und von Nordafrika bis zu den Alpen. Wie diese Welt aussah, wie die Menschen so vieler Völker darin lebten und weshalb sich das Christentum darin durchsetzen konnte – das erzählt der Historiker Werner Dahlheim in diesem eindrucksvollen Buch.
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Der Koran. Die wichtigsten Texte. Hrsg.: Bobzin, Hartmut; Bobzin, Katharina. 2017. 224 S. 11 Abb. 19 x 12 cm. Kt. EUR 12,95. ISBN: 978-3-406-67669-7 C. H. Beck
Was sagt der Koran über Gott, die Engel, Mohammed und Jesus? Welche Vorstellung von der Schöpfung und der Natur vermittelt er? Wie soll der Fromme leben? Und was sind die einschlägigen Verse zum Geschlechterverhältnis, zum Kopftuch oder zum Heiligen Krieg? Dieses Lesebuch versammelt die wichtigsten Stellen zu neun Schlüsselthemen des Korans. Kurze Einführungen und Erläuterungen erleichtern das Verständnis. Unentbehrlich für alle, die den Koran kennenlernen wollen.
Homo Deus. Eine Geschichte von Morgen. Harari, Yuval Noah. Übersetzt von Wirthensohn, Andreas. 2017. 576 S. 57 z. T. fb. Abb. 22 x 14 cm. Gb. EUR 24,95. ISBN: 978-3-406-70401-7 C. H. Beck
In seinem Kultbuch Eine kurze Geschichte der Menschheit erklärte Yuval Noah Harari, wie unsere Spezies die Erde erobern konnte. In „Homo Deus“ stößt er vor in eine noch verborgene Welt: die Zukunft. Was wird mit uns und unserem Planeten passieren, wenn die neuen Technologien dem Menschen gottgleiche Fähigkeiten verleihen – schöpferische wie zerstörerische – und das Leben selbst auf eine völlig neue Stufe der Evolution heben? Wie wird es dem Homo Sapiens ergehen, wenn er einen technikverstärkten Homo Deus erschafft, der sich vom heutigen Menschen deutlicher unterscheidet als dieser vom Neandertaler? Was bleibt von uns und der modernen Religion des Humanismus, wenn wir Maschinen konstruieren, die alles besser können als wir? In unserer Gier nach Gesundheit, Glück und Macht könnten wir uns ganz allmählich so weit verändern, bis wir schließlich keine Menschen mehr sind.
Der Sultan und seine Zeit 1138-1193. Becksche Reihe (2386). Möhring, Hannes. Saladin. 2017. 128 S. 2 Karten. EUR 7,99. ISBN: 978-3-406-64146-6 C. H. Beck
Sultan Saladin von Ägypten und Syrien, der 1187 Jerusalem eroberte, war der bedeutendste Gegner der Kreuzfahrer. In Europa galt er lange als Urbild des «edlen Heiden» und aufgeklärter, toleranter Herrscher. Hannes Möhring beschreibt anschaulich das Leben Saladins und seinen Aufstieg zum mächtigsten Mann im Nahen Osten. Er stellt seine Rolle in den Kreuzzügen dar und geht den Grundlagen der europäischen Saladin-Legende nach.
Bernini. Der Schöpfer des barocken Rom. Karsten, Arne. 272 S. 51 Abb. und 1 Karte. C.H. Beck Verlag, 2017. EUR 19,99. ISBN: 978-3-406-70404-8 C. H. Beck
Gianlorenzo Bernini erwarb seinen Ruhm vor allem als der große Baumeister und Bildhauer des römischen Barock: als Architekt von Petersdom und Petersplatz und als Schöpfer einzigartig bewegter, dramatischer Skulpturen. In seinem langen Leben diente er nicht weniger als acht Päpsten und beeindruckte die Zeitgenossen als Universalgenie.
Arne Karsten leuchtet in seiner glänzend geschriebenen Biographie neben dem vielfältigen Werk Berninis auch das soziale und politische Umfeld aus, in dem der Künstler agierte und seine Erfolge feierte. Zugleich erzählt er von den Intrigen, den Exzessen und Wutausbrüchen des Künstlers, der mit seinen hochgestellten Auftraggebern zwar meisterhaft umzugehen wusste, aber alles andere als ein farbloser Karrierist war.
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Jacob Burckhardt Werke / Jacob Burckhardt Werke Bd. 7: Kleine Schriften I. Kunsthistorische Schriften. Burckhardt, Jacob. Hrsg.: Mangold, Mikkel. 2017. 660 S. 37 Abb. und 1 Klapptafel. 22 x 15 cm. Ln. EUR 148,00. ISBN: 978-3-406-70573-1 C. H. Beck
Die kunsthistorischen Schriften des jungen Jacob Burckhardt sind Kunstwerken gewidmet, die in seinem weiteren Schaffen aus dem Zentrum rückten: den Schweizer Kathedralen und Kirchen im übrigen deutschsprachigen Raum, der Kunst in Belgien und der Geschichte der christlichen Skulptur.
Im vorliegenden Band sind diese Schriften erstmals vollständig versammelt. Sie lassen die Genese von Burckhardts Denken erkennen und machen darüber hinaus seine Arbeitsweise insgesamt nachvollziehbar. Couragiert setzt sich der junge Gelehrte mit den Vätern der deutschen Kunstgeschichte auseinander, so dass diese Arbeiten auch frühe Zeugnisse der modernen Kunstgeschichtsschreibung sind. Nicht zuletzt sind sie unverzichtbare Dokumente der Kunst selbst, da der damalige Zustand vieler hier beschriebener Werke uns einzig und allein durch Burckhardt überliefert ist. Der sorgfältig kommentierte und durch die Originalillustrationen bereicherte Band macht eine weitgehend unbekannte Seite des großen Kunsthistorikers Jacob Burckhardt sichtbar.
Wege zur Deutung von Bildinhalten. C. H. Beck Studium. Büttner, Frank; Gottdang, Andrea. Einführung in die Ikonographie. 2017. 304 S. 47 Abb. EUR 15,99. ISBN: 978-3-406-66046-7 C. H. Beck
Welche Quellen berichten von der Kindheit Marias? Wieso wird die Venus oft von einem Taubenpaar begleitet? -Ohne die Kenntnis des klassischen Bildungskanons lassen sich viele Kunstwerke nicht verstehen. Der vorliegende Band zur Ikonographie schafft Abhilfe, indem er eine umfassende Einführung in das weite Feld der verschiedenen Bildthemen, ihrer literarischen Quellen und der Bildfunktionen bietet.
Die vorliegende Einführung, als Handbuch konzipiert, erschließt Wege zur Deutung von christlichen und profanen Bildinhalten vom frühen Christentum bis ins 20. Jahrhundert. Sie macht mit den literarischen Quellen wie der Bibel und der Überlieferung der antiken Mythologie vertraut und führt in den Forschungsstand wichtiger Themenfelder wie Typologie und Symbolik ein. Dabei informieren historische Überblicke über die Entwicklung christlicher und profaner Bildthemen und -funktionen.
Die Anwendung der ikonographischen Methode wird an ausgewählten Beispielen vorgeführt, die zeigen, daß verschiedene literarische Quellen, Darstellungstraditionen, der Bestimmungsort und die Funktion des Bildes in einem komplexen Geflecht zusammenwirken. Eine Einführung in die Geschichte der ikonographischen Methode und Terminologie sowie ein kommentiertes Literaturverzeichnis vervollständigen das Studienbuch.
Pompeji. Archäologie und Geschichte. Becksche Reihe (2387). Dickmann, Jens-Arne. 2017. 128 S. 20 Abb. 18 x 12 cm. Kt. EUR 8,95. ISBN: 978-3-406-70267-9 C. H. Beck
Jens-Arne Dickmann skizziert die Geschichte Pompejis und vermittelt in Grundzügen den heutigen Wissensstand über diese faszinierende Ruinenstadt. Fast 1700 Jahre dauerte es, ehe man den Ort, der bei einem Ausbruch des Vesuv 79 n. Chr. unterging, und erste antike Überreste identifizierte. Nach über 250 Jahren Forschung sind das Gesicht der Stadt und ihre Geschichte ebenso bekannt wie viele Einzelheiten über Wohnsituation und Wirtschaftsweise, Verkehrsverhältnisse, Politik, religiöse Praxis sowie Kunst und Kultur in Pompeji.
Arminius, Varus und das römische Germanien. Beck Pb. (6260). Wolters, Reinhard. Die Schlacht im Teutoburger Wald. 2017. 272 S. 19 Abb., 2 Stammbäumen und 9 Karten. EUR 13,99. ISBN: 978-3-406-69996-2 C. H. Beck
Man schreibt das Jahr 9 n. Chr. - Rom steht unter Schock! Wie ein Lauffeuer verbreitet sich die Nachricht, dass der Feldherr Publius Quinctilius Varus mit drei Legionen im Teutoburger Wald in einen mörderischen Hinterhalt geraten ist. Germanen unter Führung des Arminius - eines Cheruskerfürsten und selbst Hilfstruppenoffizier im römischen Heer - haben in mehrtägigen Schlachten über 18.000 Römer getötet. Varus hat sich noch auf dem Schlachtfeld das Leben genommen.
Der Althistoriker Reinhard Wolters - einer der besten Kenner der römischgermanischen Beziehungen - erforscht seit Jahrzehnten die historischen, philologischen und archäologischen Quellen der Schlacht im Teutoburger Wald. Auf dieser Grundlage hat er Ursachen, Verlauf und Folgen der Ereignisse rekonstruiert und ein ebenso informatives wie spannendes Buch darüber geschrieben. Sein erfolgreiches Werk hat im Jahr 2009 im Rahmen der Diskussion um Kalkriese als möglichen Schauplatz der blutigen Tragödie große Beachtung gefunden. In der überarbeiteten Auflage präsentiert der Autor nun den aktuellsten Wissensstand zur legendenumwobenen Clades Variana.
Käthe Kollwitz. Die Liebe, der Krieg und die Kunst. Schymura, Yvonne. 2017. 315 S. 38 Abb. 22 x 14 cm. Gb. EUR 24,95. ISBN: 978-3-406-69871-2 C. H. Beck
Käthe Kollwitz lebte ein Leben gegen jede Konvention - selbstbewusst, leidenschaftlich und unerschrocken. Sie war eine Ausnahmekünstlerin und politische Kämpferin, führte eine unbürgerliche Ehe und ging in der Liebe zu ihren Söhnen auf. Yvonne Schymura erzählt das aufregende Leben einer Frau zwischen Kaiserreich und Zweitem Weltkrieg, die nach ihrem Tod zu einer deutschen Ikone wurde. Als Käthe Kollwitz (1867 - 1945) zur Welt kam, zogen Pferde die Ziegelkarren vom elterlichen Bauhof. Als sie starb, lag das Deutsche Reich in Trümmern. Als Mädchen erkämpfte sie sich ihre Ausbildung, und als sie sich endlich durchgesetzt hatte, widersetzte sie sich erneut den Erwartungen der Gesellschaft, indem sie heiratete und Kinder bekam. Das Schlüsselereignis ihres Lebens, der Tod des jüngeren Sohnes in den Anfangswochen des Ersten Weltkrieges, ließ sie zur Pazifistin werden und beherrschte auf Jahre ihr Leben wie ihre Kunst. Als erste Frau stieg sie zu Amt und Würden in der Preußischen Akademie der Künste auf, bis sie 1933 durch die Nationalsozialisten kaltgestellt wurde. Yvonne Schymura räumt mit gängigen biographischen Mythen auf und thematisiert auch die rätselhaften Umstände von Kollwitz Tod. Ihre lebhaft erzählte Biographie zeichnet ein bewegendes Bild der berühmtesten deutschen Künstlerin.
Die Kunst der Bildschnitzer. Tilman Riemenschneider, Veit Stoß und ihre Zeitgenossen. Bearbeitet von Baxandall, Michael; Sauerländer, Brigitte. 2017. 404 S. 145 fb. Abb. 102 Schwarzweiß-Tafeln und 4 Farbtafeln. 26 x 20 cm. Kt. EUR 19,95. ISBN: 978-3-406-52368-7 C. H. Beck
Die großen Schnitzwerke von Tilman Riemenschneider und Veit Stoß, von Multscher, Erhard, Pacher und Leinberger zählen zu den Höhepunkten der deutschen Kunst. Sie gelten nicht nur als überragende Kunstleistungen. Wie kaum eine andere Kunstgattung spiegeln sie auch die deutsche Kultur- und Sozialgeschichte an der Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert. Michael Baxandall erhielt für dieses Buch den Mitchell-Preis, die wohl begehrteste Auszeichnung auf dem Gebiet des Kunstbuchs.
Die Alte Pinakothek München. Bayerische Staatsgemäldesammlungen. Museen der Welt. Russisch. 2016. 128 S. 183 fb. Abb. 27 x 20 cm. Br. EUR 19,95. ISBN: 978-3-406-47458-3 C. H. Beck
Die Alte Pinakothek gehört zu den schönsten und größten Gemäldegalerien der Welt. Für diesen Band wurden über 150 Meisterwerke ausgewählt, sorgfältig, teils auch in Ausschnitten, farbig abgebildet und sachkundig erläutert. Er gibt damit eine hervorragende Übersicht über die glanzvolle Sammlung und kann zugleich als informativer Begleiter für den Museumsbesucher dienen. Schon am Beginn der Galeriegeschichte steht ein Meisterwerk: die durch Herzog Wilhelm IV. von Bayern erworbene Alexanderschlacht von Albrecht Altdorfer aus dem Jahr 1529. Heute bildet die deutsche Malerei der Spätgotik und der Dürer-Zeit den umfangreichsten und gehaltvollsten Sammlungsbestand der Alten Pinakothek. Unvergleichlich ist auch der Reichtum an flämischer Malerei des 17. Jahrhunderts. In ihrem Zentrum steht die berühmte Rubens-Sammlung, deren Bilder nicht allein durch Sammelleidenschaft, sondern durch Aufträge der Wittelsbachischen Fürsten in die Galerie kamen - ein in Deutschland einmaliger Vorgang. Mit über 1200 Gemälden ist die Sammlung holländischer Malerei eine der umfänglichsten der Welt. Erlesen ist der Besitz altniederländischer Gemälde, von besonderem Rang der Bestand italienischer Arbeiten. Einen ausgezeichneten Überblick vermittelt die spanische Abteilung, während unter den französischen Werken ungewöhnlich schöne Beispiele des 18. Jahrhunderts hervorragen. Fachkundige Texte erläutern die Sammlungsgeschichte, in der sich Genealogie und Kunstliebe der Wittelsbachischen Herrscher spiegeln. Historische und kunsthistorische Angaben informieren über jedes der ausgewählten Meisterwerke.
Attila. Der Schrecken der Welt. Rosen, Klaus. 2016. 320 S. 15 Abb. und 3 Karten. 22 x 14 cm. Gb. EUR 24,95. ISBN: 978-3-406-69030-3 C. H. Beck
„Die ganze Saat des Verderbens und der Ursprung der verschiedenen Katastrophen, welche die Wut des Kriegsgottes, alles mit außergewöhnlichem Brand erfüllend, heraufbeschwor, hatte folgende Ursache … das Volk der Hunnen.“ So beginnt der Historiker Ammianus Marcellinus seine Ausführungen über jene Reiterscharen von unbeschreiblicher Wildheit, deren Vordringen den römischen Erdkreis mit Entsetzen erfüllte. An der Spitze dieses Heeres stand um die Mitte des 5. Jahrhunderts Attila, die „Geißel Gottes“ – wie er in der mittelalterlichen Überlieferung genannt wird. Klaus Rosen legt eine spannende Darstellung der Hunnen und ihrer Geschichte und zugleich eine Biographie ihres Königs Attila vor. Er bietet einen exzellenten Überblick über die Hunnen von ihren Anfängen bis zum Zerfall des Attilareiches unter den Söhnen des Herrschers. Und er entwirft ein anschauliches Bild von den Konflikten zwischen Barbaricum und Imperium Romanum, von den Machtstrukturen, den Protagonisten, den Schlachten – insbesondere der dramatischen Schlacht auf den Katalaunischen Feldern (451) – und schließlich vom Ende Attilas.
Handbuch Denkmalschutz und Denkmalpflege. Recht, fachliche Grundsätze, Verfahren, Finanzierung. Hrsg.: und bearbeitet von Davydov, Dimitrij; Hrsg.: Martin, Dieter J.; Krautzberger, Michael; Deutschen Stiftung Denkmalschutz; Spennemann, Jörg; Bearbeitet von Cichy, Eva; Dornbusch, Ramona Simone; Eßmann, Frank; Fastenrath, Ulrich; Fechner, Frank; Frein, Kurt; Gunzelmann, Thomas; Hager, Gerd; Hammer, Felix; Haspel, Jörg; Hönes, Ernst-Rainer; Jäger, Bernd; Kabat, Sylvester; Kallweit, Nils-Christian; Karnau, Oliver; Kemper, Till; Kleine-Tebbe, Andreas; Krautzberger, Michael; Kuhrmann, Anke; Martin, Dieter; Mast, Reinhard; Matl, Martin; Mayer, Christina; Meyer, Christine; Meyer, Margita; Pfeil, Mathias; Preusler, Burghard; Raabe, Christian; Ringbeck, Birgitta; Rohde, Michael; Sandmeier, Judith; Schädler-Saub, Ursula; Scheurmann, Ingrid; Snethlage, Rolf; Spennemann, Jörg; Steinmeier, Christian; Viebrock, Jan Nikolaus; Wasielewski, Wolfgang; Wasmuth, Johannes; Wenzel, Fritz; Windthorst, Kay; Zeiler, Manuel; Zenthöfer, Jochen. 869 S. 24 x 16 cm. Ln. C. H. Beck Verlag, München 2016. EUR 95,00. ISBN: 978-3-406-69856-9 C. H. Beck
Zum Werk
Dieses Handbuch geht auf die Unterschiede der in den einzelnen Bundesländern geltenden denkmalschutzrechtlichen Grundlagen ein.
Das Werk ist eine fundierte und verständliche Arbeitsgrundlage für den im Denkmalschutz und in der Denkmalpflege Tätigen sowie für Eigentümer und Nutzer von Denkmälern. Dazu beleuchtet das Werk alle notwendigen denkmalpflegerischen und denkmalschutzrechtlichen Fassetten in übersichtlichen Darstellungen. Verzeichnisse mit wichtigen Adressen, gesetzliche Grundlagen, Formularbeispiele und vieles mehr erhöhen den praktischen Gebrauchswert des Handbuchs.
Vorteile auf einen Blick
- alle rechtlichen Fragestellungen von Denkmalschutz und Denkmalpflege
- mit aktuellen Strömungen im Denkmalrecht einschließlich ihrer Bezüge zum Bau- und Planungsrecht
- umfassendes Sachregister
Inhalt
- Einführung
- System des Denkmalschutzes
- Denkmalbegriff
- Denkmalpflege
- Organisation, Zuständigkeiten, Verfahren
- Denkmalschutz im Planungs- und Baurecht
- Denkmaleigentümer
- Kosten, Finanzierung, Zuwendungen, Steuern
- Archäologie, Bodendenkmalschutz, Bodendenkmalpflege
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Die Frankfurter Judengasse. Katalog zur Dauerausstellung des Jüdischen Museums Frankfurt. Hrsg.: Backhaus, Fritz; Gross, Raphael ; Kößling, Sabine; Wenzel, Mirjam. 2016. 232 S. 81 Abb. 23 x 17 cm. Br. EUR 14,95. ISBN: 978-3-406-68987-1 C. H. Beck
Die Frankfurter Judengasse wurde 1462 als erstes Ghetto in Europa eingerichtet und war bis zu dessen Auflösung 1796 eines der bedeutendsten Zentren des europäischen Judentums. Das neu gestaltete Jüdische Museum Frankfurt präsentiert anschaulich Geschichte und Kultur dieser wichtigen jüdischen Gemeinde.
Die neue Dauerausstellung des Museum Judengasse zeigt die Geschichte und Kultur der Juden vom Mittelalter bis zum 18. Jahrhundert. Dabei ist das Museum Teil eines historischen Ensembles, das den ins Mittelalter zurückgehenden jüdischen Friedhof und die 1996 eröffnete Gedenkstätte für die aus Frankfurt deportierten und ermordeten Juden umfasst. In den archäologischen Überresten werden Gemälde, Ritualobjekte, Bücher und Dokumente aus dem ehemaligen Ghetto ausgestellt. Mediale Inszenierungen veranschaulichen den historischen Kontext. Der reich bebilderte Katalog zeichnet ein genaues Bild des alltäglichen und kulturellen Lebens.
Die Kurden. Geschichte, Politik, Kultur. Strohmeier, Martin; Yalçin-Heckmann, Lale. 2016. 283 S. 8 Abb. und 5 Karten. 19 x 12 cm. Kt. EUR 12,95. ISBN: 978-3-406-69092-1 C. H. Beck
Das große Siedlungsgebiet der Kurden wurde nach dem Untergang des Osmanischen Reichs von Grenzen durchtrennt. Die Angst vor kurdischen Autonomiebestrebungen führt seitdem zur Unterdrückung ihrer Kultur und wird durch die Verwirklichung einer Autonomie in Irak und Syrien weiter angeheizt.
Die Autoren schildern die mehr als tausendjährige Geschichte der Kurden unter besonderer Berücksichtigung der jüngsten Entwicklungen in der Türkei, im Irak und Iran sowie in Syrien. Besonderes Augenmerk gilt auch der kurdischen Kultur und den Familien- und Stammesstrukturen. Für die 4. Auflage wurde das bewährte Standardwerk auf den neuesten Stand gebracht.
Luther, der Ketzer. Rom und die Reformation. Reinhardt, Volker. 2016. 352 S. 24 Abb. 22 x 14 cm. Gb. EUR 24,95. ISBN: 978-3-406-68828-7 C. H. Beck
Bisher unbeachtete Akten in den Vatikanischen Archiven lassen erstmals detailliert erkennen, wie Luther von Rom aus wahrgenommen wurde. Volker Reinhardt zeigt in seinem bahnbrechenden Buch, wie sich daraus ein ganz neues Bild der Reformation ergibt, deren tiefere, bis heute nachwirkende Ursachen in Hass und Unverständnis zwischen „kultivierten Italienern“ und „barbarischen Deutschen“ liegen. Luther hegte einen flammenden Hass auf „des Teufels Sau, den Bapst“. Die römischen Theologen wiederum verstanden nicht, was der grobschlächtige, unendlich eitle Mönch anderes wollte, als das Papsttum zu zerstören. Und fromme Fürsten in Deutschland hatten ihre eigenen Gründe, den wortgewaltigen Hassprediger zu unterstützen. So war der Weg zur Kirchenspaltung früh vorgezeichnet – ganz unabhängig von den theologischen Disputen, die schon damals kaum jemand verstand. Volker Reinhardt zeigt anhand bisher vernachlässigter römischer Quellen über Luther, dass die wahren Gründe für die Glaubensspaltung jenseits der Glaubensfragen liegen. Er rekonstruiert erstmals die großen, von Protestanten mythisch verklärten Begegnungen zwischen Luther und dem Papsttum aus römischer Sicht, zeigt, warum die Päpste das Geschrei im fernen Deutschland oft nicht ernst nahmen, und zeichnet ein erstaunlich neues Bild von dem Kampf der Mentalitäten und Interessen, der die Welt verändert hat.
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