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Beck, C. H. Verlag OHG

 
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Schilling, Heinz. Martin Luther. Rebell in einer Zeit des Umbruchs. 2016. 728 S. 51 Abb. und 4 Karten. 22 x 14 cm. Gb. EUR 19,95. ISBN: 978-3-406-69687-9 C. H. Beck
Kein anderer Deutscher hat die Geschichte Europas zwischen Mittelalter und Moderne stärker geprägt als Martin Luther. Der Wittenberger Mönch bietet Kaiser, Papst und Kirche die Stirn, will die Universalreform der Christenheit, begründet aber den Protestantismus. Heinz Schilling, einer der besten Kenner der Epoche, stellt Luther in seine Zeit und schildert ihn nicht als einsamen Helden, sondern als Rebell in einem gewaltigen Ringen um die Religion und ihre Rolle in der Welt. Seine brillante Biographie dringt tief in Luthers Sphäre ein und zeigt den Reformator als schwierigen, widersprüchlichen Charakter, der kraft seines immensen Willens zwar die Welt verändert – in vielem aber auch ganz anders, als er es beabsichtigte.
Scheible, Heinz. Melanchthon. Vermittler der Reformation. 2016. 445 S. 25 Abb. 22 x 14 cm. Gb. EUR 28,00. ISBN: 978-3-406-68673-3 C. H. Beck
Philipp Melanchthon war der wichtigste Weggefährte Luthers – und viel mehr als das. Der leise und stotternd sprechende kleine Griechisch-Professor war der eigentliche Kommunikator der Reformation: Er führte politische und theologische Verhandlungen, reiste unentwegt, schrieb unzählige Briefe und machte die Reformation zu einer Bildungsbewegung. Heinz Scheible hat seine viel gerühmte Biographie des großen Humanisten für diese Neuausgabe umfassend bearbeitet und erweitert. Als Melanchthon 1518 mit 21 Jahren von Tübingen nach Wittenberg wechselte, war der 14 Jahre ältere Luther von dem "wunderbaren Menschen, an dem fast alles übermenschlich ist" begeistert. Schnell entwickelte sich eine enge Freundschaft zwischen dem feinsinnigen Humanisten und dem polternden Theologen, die in zahlreichen Doppelbildnissen verewigt wurde. Darüber konnte jedoch Melanchthons eigenständiges Wirken als Reformator leicht übersehen werden. Heinz Scheible zeichnet auf der Grundlage einer einzigartigen Quellenkenntnis Melanchthons Leben nach, erklärt seine Bedeutung als Bildungsreformer, Philosoph, Theologe und politischer Unterhändler und geht dem wechselvollen Verhältnis zu Luther nach. Ob sich die Reformation ohne Melanchthon durchgesetzt hätte, ist ungewiss. Heinz Scheibles Standardwerk zeigt eindrucksvoll, was sie ihm verdankt.
Will, Wolfgang. Die Perserkriege. Beck´sche Reihe (2705). 2016. 128 S. 11 Abb. 3 Karten. 7,99. ISBN: 978-3-406-69335-9 C. H. Beck
Auch wenn die Bedeutung des Sieges einer Allianz griechischer Stadtstaaten unter Führung Spartas und Athens gegen die Perser gelegentlich allzu emphatisch überhöht wird, so gehören die sogenannten Perserkriege gleichwohl zu den großen militärischen Ereignissen der Antike. Wolfgang Will bietet – frei von eurozentrischer Sichtweise – in diesem Band eine sehr gut lesbare und informative Darstellung des Geschehens aus der ersten Hälfte des 5. Jahrhunderts v. Chr. Er erläutert unsere wichtigste Quelle – Herodot –, entwickelt die Ursachen und Anfänge der Konfrontation, stellt die Protagonisten auf griechischer und persischer Seite vor und erklärt ihre jeweiligen Interessen. Darüber hinaus schildert er die wichtigen Schlachten bei Marathon (490), den Thermopylen und bei Salamis (480), bei Plataiai und Mykale (479) und resümiert das militärisch-politische Ergebnis des Krieges für die weitere Entwicklung Griechenlands.
Geschichte Brandenburgs. E-Book. Hahn, Peter-Michael. 2016. 128 S. mit 2 Karten. EUR 7,99. ISBN: 978-3-406-69336-6 C. H. Beck
Die Mark Brandenburg war das Kernland Preußens, aber immer auch eine eigenständige Region. Peter-Michael Hahn, ein vorzüglicher Kenner der Landesgeschichte, verfolgt in diesem informativen, einführenden Überblick die Geschichte Brandenburgs von der Frühzeit bis zur Entstehung des heutigen Bundeslandes.
Geschichte der antiken Technik. E-Book. Schneider, Helmuth. 2016. 128 S. mit 18 Abbildungen. EUR 7,99. ISBN: 978-3-406-69285-7 C. H. Beck
Helmuth Schneider bietet in diesem Buch einen sehr gut verständlichen, informationsreichen und gleichwohl konzisen Überblick über Bedeutung und Entwicklung der Technik und der Technologie in der Antike. Nach einer Skizze der Ursprünge antiker Technik in Ägypten und im Alten Orient rückt er die griechische und die römische Kultur ins Zentrum seiner Darstellung. Er beschreibt technische Entwicklungen im Bereich der Landwirtschaft und der Weiterverarbeitung landwirtschaftlicher Produkte, des Bergbaus und der Metallurgie, des Handwerks, der Baukunst, des Transportwesens, der Infrastruktur, der Kommunikation, der Mechanik und der Zeitmessung, des Militärwesens sowie die theoretische Auseinandersetzung mit der Technologie in der entsprechenden Fachliteratur.
Geschichte einer Grenze. Becksche Reihe (2318). Schallmayer, Egon. Der Limes. 2016. 136 S. 9 Karten und Abb. 29 x 23 cm. Pb. EUR 8,95. ISBN: 978-3-406-48018-8 C. H. Beck
Der Limes, der das römische Reich von seinen Nachbarn schied, erfährt 2006 besondere Aufmerksamkeit: Der obergermanisch-rätische Teil dieser Grenze wurde in das UNESCO-Programm des Weltkulturerbes aufgenommen – die Urkunde wird im Sommer überreicht. Egon Schallmayer, einer der besten Kenner des Limes, legt hier die Geschichte einer der bedeutendsten Befestigungsanlagen der Weltgeschichte vor.
Die Ottonen. E-Book. Keller, Hagen. 2016. 128 S. mit 2 Stammbäumen und 1 Karte. 31 x 24 cm. EUR 7,99. ISBN: 978-3-406-69290-1 C. H. Beck
Dieses Buch erzählt die Geschichte des sächsischen Herrscherhauses, das die Geschicke Mitteleuropas in einer prägenden Phase mehr als ein Jahrhundert lang bestimmte. Die "Ottonen" selbst – von den Historikern so genannt nach drei Kaisern namens Otto, die von 936 bis 1002 nacheinander regierten – stehen im Zentrum der Darstellung. Sie zeigt auf, in welcher Situation Heinrich I. 919 zum Königtum gelangte und sein Sohn Otto I. 961/962 das Königreich Italien und das römische Kaisertum erwarb, und sie verfolgt, wie sich mit der Geschichte des Königshauses allmählich die Strukturen des von beiden geschaffenen Reiches veränderten. Als Heinrich II., der als Sproß einer Seitenlinie 1002 dem kinderlos gebliebenen Otto III. nachgefolgt war, 1024 selbst ohne Nachkommen starb, hatten das "Römische Imperium" und in diesem Imperium ein "deutsches Königreich" eine langfristig wirkende Gestalt erhalten, nicht nur als politische Gebilde, sondern vor allem auch in ihrer inneren Ordnung. Das religiöse Verständnis der Herrschaftsordnung sowie die Förderung der Kirchen durch das Königshaus, seine Verwandten und Helfer haben diese Gestalt entscheidend mitgeformt. Wie die dynastische, politische, ereignisgeschichtliche und kulturelle Entwicklung verlief, auf welchen Grundlagen die Macht der Ottonen beruhte und was von ihrem Wirken bis heute geblieben ist, wird von Hagen Keller in diesem Buch kompetent, anschaulich und allgemeinverständlich beschrieben.
Römische Geschichte. Von den Anfängen bis zur Spätantike. Bringmann, Klaus. 2016. 128 S. mit 4 Karten. EUR 7,99. ISBN: 978-3-406-69293-2 C. H. Beck
Klaus Bringmann legt eine in der Klarheit der Thesen und der Argumentation bestechende Kurzfassung der römischen Geschichte vor. Er führt den Leser von den kleinsten Anfängen Roms zu dessen frühen außenpolitischen Auseinandersetzungen, der Krise der Republik, der Entstehung des Kaiserreiches, seinen organisatorischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und religiösen Problemen bis hin zu den Reformversuchen der Spätantike. Er schildert die Christianisierung, die Völkerwanderung, den Zusammenbruch des Westens und die östlichen Restaurationsbestrebungen. Ein Ausblick auf das fortlebende Erbe Roms beschließt diesen leicht und verständlich geschriebenen Überblick.
Die Salier. Das erste deutsche Königshaus. Laudage, Johannes. 2016. 128 S. mit 9 Abbildungen, 1 Karte und 1 Stammtafel. 21 x 17 cm. EUR 7,99. ISBN: 978-3-406-69284-0 C. H. Beck
Im Jahre 1024 wurde Konrad II. als erster Salier zum König gekrönt. Mit ihm begann das erste deutsche Königshaus. Drei weitere Salier – Heinrich III., Heinrich IV. und Heinrich V. – sollten ihm auf den Thron folgen. Ihre Zeit, das «Jahrhundert der Salier» (1024–1125), war gekennzeichnet von schweren Auseinandersetzungen der Herrscher mit den Reichsfürsten und dem Papsttum. Sowohl das Streben der Fürsten nach vermehrter Teilhabe an der Herrschaft als auch eine machtvolle kirchliche Reformbewegung verlangten nach konsensualem Handeln, um die aufbrechenden Konflikte zu entschärfen, doch kaum einmal zeigte sich einer der Salierkönige in der Lage, diesen Erfordernissen gerecht zu werden. So zerbrach die Einheit von Kirche und Reich – für jeden sichtbar am berühmten Gang nach Canossa. Erst im frühen 12. Jahrhundert wurde eine neue Ordnung geschaffen. Johannes Laudage zeichnet in seinem anregend geschriebenen, informativen Buch ein facettenreiches Bild dieser dramatischen Epoche des Mittelalters.
Giorgio Vasari. Der Erfinder der Renaissance. Blum, Gerd. 2016. 320 S. 43 Abb. 21 x 14 cm. EUR 24,95. ISBN: 978-3-406-69954-2 C. H. Beck
Giorgio Vasari (1511–1574) wurde mit seinen Viten, den Lebensbeschreibungen der berühmtesten Künstler, zum Erfinder der Renaissance, die er als erster umfassend beschrieb und in bis heute profunder Weise deutete. Außerdem war er Maler und Architekt, Hofkünstler und Unternehmer. In dieser neuen Biographie erzählt Gerd Blum vom Leben und von der Zeit des universalen Künstlers und führt durch den Kosmos seines Œuvres.
Vasaris Schaffen fiel in eine unruhige Zeit zwischen Hochrenaissance und Gegenreformation, zwischen Humanismus und Frühabsolutismus. Von diesen Spannungen sind auch seine Viten geprägt, welche die Biographien von über 150 Künstlern der Renaissance überliefern und darüber hinaus die Geburtsstunde der Kunstgeschichte markieren. Auch als Architekt, dem wir die Uffizien, und als Maler, dem wir beeindruckende Gemäldezyklen verdanken, zog Vasari die Summe aus den bisherigen Leistungen der Renaissance. Die facettenreiche und anschauliche Biographie führt den Leser in das letzte Jahrhundert der Renaissance, das Vasari als Höhepunkt der Kunst aller Länder und Zeiten folgenreich feierte.
Kultur im Dritten Reich. (Die Deutschen und der Nationalsozialismus). Föllmer, Moritz. "Ein Leben wie im Traum". 2016. 288 S. 5 Abb. 21 x 12 cm. EUR 16,95. ISBN: 978-3-406-67905-6 C. H. Beck
"Es ist wie in einem Traum", notierte Joseph Goebbels, als er im Sommer 1940 das besetzte Paris besichtigte. In der Kultur des Dritten Reiches schienen Wunsch und Wirklichkeit ineinander zu fließen. Völkische Visionen und spektakuläre Inszenierungen trugen zu diesem Gefühl ebenso bei wie klassische Konzerte und populäre Filmkomödien. Kultur nach dem Geschmack der Mehrheit förderte die Akzeptanz des Regimes. Dabei schloss das Dritte Reich an bürgerliche Traditionen an, verweigerte sich aber auch nicht den modernen Trends der Massenkultur. Weil die Kultur der NS-Zeit Raum ließ für unterschiedliche Bedürfnisse und Phantasien, konnte sie auch Krieg, imperiale Herrschaft und Vernichtung legitimieren. Moritz Föllmer stellt diesen Zusammenhang erstmals konsequent in das Zentrum seiner innovativen Darstellung. Er fragt, was Kultur zwischen 1933 und 1945 bedeutete: für überzeugte Nationalsozialisten, für scheinbar unpolitische Zeitgenossen, für Antifaschisten und Juden. Und er lässt Beobachter aus ganz Europa zu Wort kommen.
Töpfer - Maler - Werkstatt. Zuschreibungen in der griechischen Vasenmalerei und die Organisation antiker Keramikproduktion. Hrsg.: Eschbach, Norbert; Schmidt, Stefan. Multiple languages. 2016. 191 S. zahlr. Abb. 30 x 21 cm. Gb. EUR 59,90. ISBN: 978-3-406-66940-8 C. H. Beck
Das Kunstmuseum. Eine erfolgreiche Fehlkonstruktion. Grasskamp, Walter. 187 S. 10 Abb. 21 x 12 cm. C.H. Beck Verlag, München 2016. EUR 18,00. ISBN: 978-3-406-68841-6 C. H. Beck
Darf ein Kunstmuseum Werke aus seinem Bestand verkaufen? Darf es mit Kunst Handel treiben? Sammeln, Erhalten und Forschen – das sind doch seine Kernaufgaben. Aber kann eine Institution, die unter schrumpfenden Etats zu leiden hat und mit Besucherrekorden aufwarten soll, diese Arbeit weiter leisten? In sieben Kapiteln geht Walter Grasskamp der Frage nach, wie zeitgemäß das Kunstmuseum noch ist. Er greift prominente Streitfälle der letzten Jahre auf und führt hinter die Kulissen einer ehrwürdigen Institution, die zunehmend nur noch als Ausstellungshalle wahrgenommen wird. Ist das Museum gar ein Opfer seines Erfolgs? Oder sind die vom Autor identifizierten Paradoxien des Kunstmuseums Schuld an der Krise? Denn nicht nur fehlende Anschaffungsetats machen den Museen zu schaffen, auch die Kunst selbst: Wie soll man mit Werken umgehen, die sich gegen ihre Erhaltung wehren? Wie hoch ist der Depotschwund? Und verdrängt die monumentale Gegenwartskunst ausgerechnet im Museum die historische Sammlung?
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Das Kunstmuseum. Eine erfolgreiche Fehlkonstruktion. Beck Pb (6228). Grasskamp, Walter. 187 S. 10 Abb. C.H. Beck Verlag, München 2016. EUR 13,99. ISBN: 978-3-406-68842-3 C. H. Beck
Darf ein Kunstmuseum Werke aus seinem Bestand verkaufen? Darf es mit Kunst Handel treiben? Sammeln, Erhalten und Forschen – das sind doch seine Kernaufgaben. Aber kann eine Institution, die unter schrumpfenden Etats zu leiden hat und mit Besucherrekorden aufwarten soll, diese Arbeit weiter leisten? In sieben Kapiteln geht Walter Grasskamp der Frage nach, wie zeitgemäß das Kunstmuseum noch ist. Er greift prominente Streitfälle der letzten Jahre auf und führt hinter die Kulissen einer ehrwürdigen Institution, die zunehmend nur noch als Ausstellungshalle wahrgenommen wird. Ist das Museum gar ein Opfer seines Erfolgs? Oder sind die vom Autor identifizierten Paradoxien des Kunstmuseums Schuld an der Krise? Denn nicht nur fehlende Anschaffungsetats machen den Museen zu schaffen, auch die Kunst selbst: Wie soll man mit Werken umgehen, die sich gegen ihre Erhaltung wehren? Wie hoch ist der Depotschwund? Und verdrängt die monumentale Gegenwartskunst ausgerechnet im Museum die historische Sammlung?
König Maximilian II. von Bayern. Zeitschrift für Bayerische Landesgeschichte; Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte. Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte Band 77 Heft 3/2014. 2016. 337 S. Abb, Diagrammen und Tabellen. EUR 24,80. ISBN: 978-3-406-11201-0 C. H. Beck
Die Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte (ZBLG) wird seit 1928 von der Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in Verbindung mit der Gesellschaft für fränkische Geschichte und der Schwäbischen Forschungsgemeinschaft herausgegeben. In der Nachfolge von Michael Döberl, Georg Leidinger, Max Spindler, Karl Bosl, Andreas Kraus und Alois Schmid liegt die Schriftleitung seit 2014 in den Händen von Ferdinand Kramer. Die ZBLG zählt zu den führenden landesgeschichtlichen Zeitschriften in Deutschland, sie erscheint jährlich in drei Heften. Pro Jahrgang werden etwa 20 Aufsätze und über 200 Buchbesprechungen publiziert, die sich mit allen Aspekten geschichtswissenschaftlicher Forschung zu Bayern und seinen heutigen Landesteilen vom Frühmittelalter bis zur Zeitgeschichte beschäftigen. Die Zeitschrift steht auch Nachbardisziplinen wie der historischen Geographie und der Namenforschung offen. In ihr veröffentlichen sowohl etablierte Historiker wie auch Nachwuchswissenschaftler.
Burgund. Geschichte und Kultur. Becksche Reihe (2414). Kamp, Hermann. 2016. 128 S. 5 Abb und 2 Karten. EUR 7,99. ISBN: 978-3-406-69330-4 C. H. Beck
Die heutige Region Burgund (frz. Bourgogne) im mittleren Osten Frankreichs ist vor allem für ihren guten Wein und ihre mittelalterlichen Kirchen und Klöster bekannt. Ihr Name leitet sich von jenen im Nibelungenlied besungenen, sagenumwobenen Burgundern her, die seit dem 5. Jahrhundert auch in dieser Gegend siedelten. Die Blütezeit des historischen Burgund hielten Jan van Eyck und Rogier van der Weyden in ihren Gemälden fest.
Die Entwicklung des mittelalterlichen Burgunds zu einem Nationalstaat blieb aus. Diesem Umstand mag es geschuldet sein, daß es bis heute kaum vollständige Darstellungen der Geschichte Burgunds gibt. Hermann Kamp liefert in seinem anregenden und gut geschriebenen Band einen umfassenden Überblick, von den ersten Spuren der Burgunder in der Spätantike über den Aufstieg Clunys und die glanzvolle Zeit der ‹großen› Herzöge bis zur Auflösung der gleichnamigen Provinz im Zuge der Französischen Revolution.
Die Cassirers.Unternehmer, Kunsthändler, Philosophen. Bauschinger, Sigrid. 2015. 464 S., 41 Abb. 22 x 14 cm. Gb. EUR 29,95 ISBN: 978-3-406-67714-4 C. H. Beck
Außer den Manns hat wohl keine Familie die Kultur in Deutschland stärker geprägt als die Cassirers. Durch Handel und Industrie zu Wohlstand gekommen, wirkten sie in Kunst und Philosophie, Pädagogik und Medizin, Literatur und im Theater, bis sie von Hitler zur Emigration gezwungen wurden. Sigrid Bauschinger erzählt die Geschichte dieser einzigartig begabten Familie zum ersten Mal.
Zwischen Breslau und Berlin gelang den jüdischen Cassirers Ende des 19. Jahrhunderts ihr rasanter ökonomischer und gesellschaftlicher Aufstieg. Durch sein Vermögen ermöglichte Max Cassirer auch die Gründung der Odenwaldschule – das reformpädagogische Musterinternat wurde bis 1933 von seiner Tochter Edith und ihrem Mann geleitet. Auf der Grundlage reichen Archivmaterials folgt Sigrid Bauschinger der weitverzweigten, aber eng vernetzten Familie auf ihren zahlreichen Spuren. Dabei begegnen wir unter anderem: dem Philosophen Ernst Cassirer, neben Heidegger der wichtigste deutsche Philosoph seiner Generation; dem Kunsthändler Paul Cassirer, der dem Impressionismus in Deutschland zum Durchbruch verhalf; seiner Frau, der großen Schauspielerin Tilla Durieux; dem Verleger Bruno Cassirer; Rilkes Gönnerin Eva Cassirer; und der in die Familie eingeheirateten Schriftstellerin Nadine Gordimer. Schließlich verfolgt Sigrid Bauschinger den Weg der Cassirers ins Exil, das den meisten von ihnen das Überleben sicherte, die Familie aber über den gesamten Erdball verstreute.
Der Teufel und seine Engel. Die neue Biographie. Flasch, Kurt. 2. Auflage. 2016. 462 S. 22 x 14 cm. Gb. EUR 26,95 ISBN: 978-3-406-68412-8 C. H. Beck
Der Teufel stammt nicht aus Europa, sondern aus dem Orient. Aber jahrhundertelang lag sein Schatten auf dem Kontinent und nahm von da aus den Weg in die neue Welt. Die Europäer erlitten Satan (wie er auf Hebräisch heißt), aber sie verwandelten ihn auch, veränderten den Teufel nach ihrem Bild und Gleichnis. Er nahm die Form an, die gebraucht oder gefürchtet wurde. Er wechselte sein Gesicht und passte sich den Europäern an, die ihn riefen.
Kurt Flasch erzählt in zwanzig Kapiteln die Geschichte des Teufels. Das Buch beschreibt die biblischen Anfänge und die Ausgestaltung der Satanologie durch die Kirchenväter und im Mittelalter, die verhängnisvolle Verbindung von Satan und Sexualität und von Teufelsglauben und Hexenwahn, es macht einen Besuch in der Hölle und widmet sich dem dortigen Personal, den Engeln des Bösen, aber es geht darüber hinaus bis in die Gegenwart. Der Teufel hat sich gründlich in den Alltag der Menschen eingemischt, bis endlich im Zeitalter der Aufklärung seine Macht beschnitten wurde. Trotzdem nreden heute evangelikale Kreise, fundamentalistische Gruppen und das Römische Lehramt wieder viel und realistisch von Satan. Papst Johannes Paul II. hat das von 1614 stammende Ritual der Teufelsaustreibung (Exorzismus) anno 1998 überarbeitet und erneuert. Flaschs Sympathie gilt in seiner großen Erzählung besonders jenen Denkern, die die Herrschaft des Teufels nicht bestärkt, sondern an seiner Entmachtung mitgewirkt haben.
Die Erkundung der Welt. Die großen Entdeckungsreisen von Marco Polo bis Humboldt. Sarnowsky, Jürgen. 2.Auflage 2016. 244 S., 21 Abb. 5 Karten. 22 x 14 cm. Gb. EUR 19,95 ISBN: 978-3-406-68150-9 C. H. Beck
Entdecker hat es überall gegeben. Aber warum haben die Europäer die Welt systematisch vermessen und erobert? Jürgen Sarnowsky eröffnet in seiner kurzen Geschichte der Entdeckungsreisen das große Panorama eines Zeitalters, das wie besessen war von den Geheimnissen und Reichtümern jenseits der Meere.
Auf der Grundlage zahlreicher Reiseberichte aus fünf Jahrhunderten zeigt das Buch, wie die Welt seit dem Spätmittelalter angetrieben von Neugier, Abenteuerlust und dem Wettlauf um Land und Reichtum erschlossen wurde. Der Autor erzählt von der frühen Erkundung Asiens und der afrikanischen Westküste, von Vasco da Gama, Kolumbus und Cortés, von den Südseereisen Magellans und Cooks, von der Suche nach der Nordwestpassage und den Forschungsreisen Alexander von Humboldts. Sein spannend geschriebenes Buch führt den Leser ganz nah an die Mentalität der Entdecker heran und lässt uns so die Geschichte der Globalisierung besser verstehen.
Der Hellenismus. Der Hof und die Welt. Scholz, Peter. 2015. 352 S., 20 x 12 cm. Br. EUR 16,95 ISBN: 978-3-406-67911-7 C. H. Beck
Der Aufstieg der Makedonen zur Vormacht Griechenlands begann um die Mitte des 4. Jahrhunderts v. Chr. und bildete die Voraussetzung für die Entstehung des Hellenismus – jener Epoche, in der die antike Welt grundlegend umgestaltet werden sollte. Alexander der Große wurde seit 336 v. Chr. Zum Motor dieses Prozesses, als er militärisch ein Reich von unerhörten Ausmaßen schuf. Zwar folgte auf seinen frühen Tod (322 v. Chr.) sofort der Zerfall des Imperiums, doch die Hellenisierung der Herrschaftsräume war nicht mehr aufzuhalten.
Peter Scholz entwirft in seinem Buch ein grandioses historisches Panorama, das von den makedonischen Königen über Alexander, die Diadochen und ihre Nachfolger bis zum Untergang der letzten Königin aus dem Geschlecht der Ptolemäer, Kleopatra VII. (30 v. Chr.), reicht. Er begleitet seine Leserinnen und Leser an die Höfe der hellenistischen Herrscher, in deren Pracht sich die intellektuelle und künstlerische Elite der Welt einfand, zeigt ihnen neu erblühende Städte als steinerne Zeugen eines stolzen Bürgerbewusstseins, führt sie aber auch auf die zahllosen Schlachtfelder, auf denen immer wieder um die oft nur lose zusammengehaltenen Herrschaftsgebiete gekämpft wurde. Den Abschluss des Bandes bildet die dramatische Konfrontation der hellenistischen Reiche mit Rom – der aufstrebenden Großmacht im Westen, der sich nach und nach alle hellenistischen Reiche beugen mussten und mit deren Erfolgen wiederum ein neues Zeitalter begann.
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