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Beck, C. H. Verlag OHG

 
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Ein Fest der Künste! Paul Cassirer. Der Kunsthändler als Verleger. Hrsg.: Feilchenfeldt, Rahel E. 2006. 423 S. 156 Abb. , davon 50 fb. Br., EUR 29,90 ISBN: 3-406-54086-4 C. H. Beck
Leben und Werk eines großen Verlegers

Paul Cassirer (1871–1926), der erfolgreiche Kunsthändler und engagierte Verleger, war einer der wichtigsten Vorkämpfer für den französischen und deutschen Impressionismus. In diesem reich illustrierten Buch wird der Aufbruch in die Moderne in Kunst und Literatur zu Beginn des 20. Jahrhunderts geschildert und die zentrale Rolle, die Paul Cassirer dabei spielte, beleuchtet.
Im Jahr 1908 gründete der Berliner Kunsthändler Paul Cassirer einen eigenen Verlag und 1909 die sogenannte „Pan-Presse“, eine Handpresse für Künstlergraphik. Maler seiner Galerie wie Ernst Barlach, Max Beckmann, Lovis Corinth, Max Liebermann, Max Slevogt und viele andere illustrierten für Cassirer eigene und fremde Texte. Mit diesen Luxusdrucken und zusätzlichen graphischen Mappen erweiterte Paul Cassirer den Wirkungsradius seiner Künstler und verbreitete zeitgenössische Originalkunst, indem er sie – selbst in Zeiten der Inflation – populär und erschwinglich machte. Darüber hinaus gelang es ihm, die bedeutendsten Autoren der Zeit für seinen Verlag zu gewinnen, unter ihnen Heinrich Mann, Else Lasker-Schüler und Ernst Bloch. Erstmals wird hier die enorme Wirkung, die Cassirer in seiner Doppelrolle als Kunsthändler und Verleger auf die Kunst der Moderne ausübte, geschildert und mit einer Vielzahl bislang unbekannter Werke illustriert.
üttner, Stefan: Antike Ästhetik. Eine Einführung in die Prinzipien des Schönen. 2006. (Beck'sche Reihe 1674) 216 S. 14 Abb. Pb., EUR 12,90 ISBN: 3-406-54092-9 C. H. Beck
Die Prinzipien des Schönen
In der Antike galt nicht nur das sinnlich Wahrnehmbare als schön – es wurde sogar die Auffassung vertreten, daß man erst durch intensive Denktätigkeit – also nach Überwindung dessen, was gemeinhin für schön gehalten werde – zum eigentlichen „Meer des Schönen“ vorstoße. Zu den wichtigen Vertretern des Diskurses über die Schönheit, ihr Wesen und die Möglichkeit, es zu erkennen, gehörten so bedeutende Philosophen wie Platon, Aristoteles und Plotin, deren Positionen bis in die Moderne hineinwirken. So greift Stefan Büttner in seinem Buch über die Prinzipien des Schönen eine überzeitlich aktuelle Frage auf und weist interessante Wege, sie zu beantworten.
Stefan Büttner lehrt als Akademischer Rat Klassische Philologie am Fachbereich Literaturwissenschaft der Universität Konstanz.
Hofmann, Tessa: Annäherung an Armenien. Geschichte und Gegenwart. 2. aktualisierte Auflage 2005. 243 S., 15 Abb. (Beck'scheReihe 1223) Pb., EUR 12,50 ISBN: 3-406-42023-0 C. H. Beck
Armenien ... Da erinnert man sich an Noahs Arche und den Ararat, an Werfels Roman „Die vierzig Tage des Musa Dagh“ oder eine Erdbebenkatastrophe im Jahre 1988. Seit das kleine Land im Süden der ehemaligen Sowjetunion 1992 unabhängig wurde, ist es still um Armenien geworden. Wer sich über die spärliche Medienberichterstattung hinaus informieren will, erhält in diesem Buch umfassend Auskunft: über die dreitausendjährige Geschichte und Kultur ebenso wie über die Gegenwartsprobleme des armenischen Volkes in seiner postsozialistischen Heimat und in der über mehr als einhundert Staaten verbreiteten Diaspora.
Tessa Hofmann ist wissenschaftliche Angestellte am Osteuropa-Institut der Freien Universität Berlin. Sie hat zahlreiche Publikationen zur Kultur und Geschichte Armeniens vorgelegt.
Karsten, Arne: Bernini. Der Schöpfer des barocken Rom. Leben und Werk. 2006. 272 S., 31 Abb., 2 Karten, Ln EUR 24,90 ISBN: 3-406-54085-6 C. H. Beck
Der Schöpfer des barocken Rom
Gianlorenzo Bernini (1598–1680) hat Rom geprägt wie kein anderer Künstler. Im Laufe seines langen Lebens diente er nicht weniger als acht Päpsten, und zwar nicht nur als Architekt, sondern vor allem auch als Bildhauer. Arne Karsten entwirft in seinem Buch ein komplexes Epochengemälde und führt den Leser, von der Beschreibung eines zugleich höchst individuellen und exemplarischen Lebensweges ausgehend, zu einem tieferen Verständnis der Lebensbedingungen im barocken Rom.
Gianlorenzo Bernini ist heute vor allem als großer Architekt und Bildhauer des römischen Barock bekannt. Zu seinen architektonischen Hauptwerken gehören neben zahlreichen Palästen und Kirchen der Petersdom und der Petersplatz, für den er die Kolonnaden entwarf, die den Platz umschließen. Zu seinen berühmtesten Skulpturen zählen die Figurengruppe Apoll und Daphne, die Ekstase der Heiligen Theresa sowie der David . Darüber hinaus war Bernini ein sehr gefragter Porträtist, der von den berühmtesten seiner Zeitgenossen Marmorbüsten fertigte. Doch damit ist die Bandbreite der künstlerischen Tätigkeit dieses Universalgenies, das als Michelangelo seines Jahrhunderts bezeichnet wurde, keineswegs erschöpft: auch als Maler, Karikaturist und Dekorateur, als Autor und Theaterregisseur beeindruckte er die Zeitgenossen. Um die Produktivität Berninis, vor allem aber den gesellschaftlichen Erfolg dieses Hofkünstlers zu verstehen, leuchtet Arne Karsten dessen soziales und politisches Umfeld aus. Zeit seines Lebens verstand es Bernini virtuos, mit seinen nicht selten exzentrischen päpstlichen und adligen Auftraggebern umzugehen. Zugleich jedoch war der Künstler alles andere als ein farbloser Karrierist; auch von seinen Wutausbrüchen, Intrigen und Exzessen weiß der Autor anschaulich zu erzählen.
Der Autor
Arne Karsten, Dr. phil., ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Humboldt-Universität Berlin. Zu seinen Veröffentlichungen zählen: Jagd nach dem roten Hut (2004, Hrsg.) und Kardinäle, Künstler, Kurtisanen. Wahre Geschichten aus dem päpstlichen Rom (mit Volker Reinhardt, 2004).
Bochum I. Kunstsammlungen der Ruhr-Universität. Bd 79: Bearb. Kunisch, Norbert. 2005. 144 S., 60 S. Bildtl, 35 Abb. im Text. Hl EUR 88,00 ISBN: 3-406-53754-5 C. H. Beck
Weinfurter, Stefan: Canossa. Die Entzauberung der Welt. 2006. Ln. EUR 220 S., 20 Abb., EUR 19,90 ISBN: 3-406-53590-9 C. H. Beck
Kniefall des Kaisers
Stefan Weinfurter erläutert in seinem lebendig geschriebenen Buch die geistes- und religionsgeschichtlichen Hintergründe eines der dramatischsten Konflikte des gesamten Mittelalters, der vom Anspruch des Papstes auf den Gehorsam des Kaisers geprägt war. Er beschreibt die handelnden Charaktere, erzählt konzise die Ereignisgeschichte und erhellt, wie und weshalb Canossa zu einem Erinnerungsort der deutschen Geschichte wurde.
Im Jahre 1076 wird die christliche Welt durch einen ungeheuren Vorgang erschüttert – Papst Gregor VII. exkommuniziert Kaiser Heinrich IV., weil dieser ihm den Gehorsam verweigert. Damit aber sind alle Untertanen des Kaisers ihrer Treueverpflichtungen gegenüber dem Herrscher ledig, seine Herrschaft ist mithin insgesamt in Frage gestellt. Heinrich IV. erkennt, daß er sich nur retten kann, wenn es ihm gelingt, wieder in die Kirche aufgenommen zu werden. So macht er sich auf nach Italien und stellt im Jahre 1077 den Papst in Canossa. Dieses Buch, geschrieben von einem der besten Kenner der Salierzeit (1024–1125), ist im Jubiläumsjahr 2006 – 900 Jahre nach dem Tod Kaiser Heinrichs IV. – ein Muß für alle, die sich für Mittelalterliche Geschichte und den überzeitlichen Konflikt zwischen geistlicher Macht und weltlicher Herrschaft interessieren.

Der Autor
Stefan Weinfurter lehrt als Professor für Mittelalterliche Geschichte an der Rupprecht-Karls-Universität Heidelberg.
Kohler, Alfred: Columbus und seine Zeit. 2006. 176 S., 22 Abb., Ln EUR 16,90 ISBN: 3-406-54212-3 C. H. Beck
500. Todestag am 21. Mai 2006
Alfred Kohler bettet das Leben von Christoph Columbus ein in die Geschichte der europäischen Expansion, die mit den Fahrten des Seefahrers ihren Ausgang nahm. Er zeichnet die Reisen Christoph Columbus’ nach und beantwortet die Frage, wie sich die Welt zu Lebzeiten des Entdeckers von Amerika veränderte. Er schildert dabei auch das Asien- und Afrikabild des Spätmittelalters, das entscheidend für Columbus werden sollte, und bietet einen Einblick in die Konflikte zwischen Europa und der muslimischen Welt während des 15. Jahrhunderts. Als der italienische Seefahrer Christoph Columbus (eigentlich „Christoforo Colombo“, 1451–1506) nach Westen segelte, wollte er bekanntlich nicht Amerika entdecken, sondern Ostindien auf einem kürzeren Seeweg erreichen. Den Auftrag dazu hatte die Königin Isabella von Kastilien erteilt, um Gewürze, Edelsteine und Seidenstoffe zu besorgen. Statt dessen landete er zunächst auf den Bahamas, ehe er nach Kuba und Haïti weiterfuhr. Er sollte noch dreimal die beschwerliche Reise nach Amerika antreten, ehe er von seiner letzten Reise krank zurückkehrte. Christoph Columbus starb zurückgezogen und vergessen; bis zum Schluß hielt er an dem Glauben fest, Indien erreicht zu haben.

Der Autor Alfred Kohler ist Professor für Neuere Geschichte an der Universität Wien
Markschies, Christoph: Das antike Christentum. Frömmigkeit, Lebensformen, Institutionen. 2006. 256 S. 10 Abb. Pb. (Beck'sche Reihe1692) Pb, EUR 12.90 ISBN: 3-406-54108-9 C. H. Beck
Ein gelungenes Beispiel, wie theologische Wissenschaft … auch für den interessierten Laien anregend sein kann.“ Geist und Leben
In seinem vielgerühmten Standardwerk bietet der international renommierte Kirchenhistoriker Christoph Markschies einen kompakten Überblick über die Verbreitung des Christentums und die wichtigsten Zentren und Epochen. Er schildert den Alltag und die Frömmigkeit antiker Christen von ihrer Geburt über Bekehrung und Taufe bis zum Tod, beschreibt Lebensformen wie Ehe und Familie, Askese und Mönchtum und erklärt die Besonderheiten der christlichen Gemeinschaften.
„Es lohnt sich sehr, diese äußerst lebendig und anschaulich geschriebene Darstellung des frühen Christentums genauer zu studieren und die in ihr liegenden Anregungen und Anstöße weiter zu diskutieren.“
Theologische Literaturzeitung
Christoph Markschies ist Professor für Ältere Kirchengeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin und Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Er wurde mit zahlreichen Preisen, u.a. dem Leibniz-Preis (2001), ausgezeichnet. Bei C.H.Beck liegt vor: Die Gnosis (2001).
Zimmermann, Martin: Der Traum von Troja. Geschichte und Mythos einer ewigen Stadt. 2006. 240 S., 24 Abb., Kt. EUR 19,90 ISBN: 3-406-54376-6 C. H. Beck
Alle Wege führen nach Troia
Als Heinrich Schliemann in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die uralte Festung Troia ausgrub und wähnte, endlich die steinernen Zeugen des Troianischen Krieges zu heben, kannte die Troia-Begeisterung allenthalben keine Grenzen mehr. Doch weder flammte sie seinerzeit erstmalig auf, noch ist sie zwischenzeitlich jemals völlig erloschen. Der Traum von Troia – der Mythen und Helden ebenso wie Entdecker und Forscher einschließt – ist vielmehr ein überzeitliches Phänomen. Die Menschen träumten ihn durch alle Geschichtsepochen von der Antike bis in die Gegenwart immer wieder neu, und so ist er im Laufe der Jahrtausende ein fester Bestandteil unserer Kultur geworden. In diesem eindrucksvollen Band beschreiben Archäologen, Philologen und Historiker, was die einzigartige Faszination des legendenumrankten Troia ausmacht und wie die Menschen seine Mythen zu allen Zeiten neu erdacht, erzählt und künstlerisch umgesetzt haben.
Mit Beiträgen von:
Hartwin Brandt, Justus Cobet, Hans-Joachim Gehrke, Knut Görich, Mischa Meier, Jan-Dirk Müller, Susanne Muth, Barbara Patzek, Ulrich Sinn, Thomas Szlezák, Uwe Walter, Gregor Weber, Raimund Wünsche und Martin Zimmermann

Der Herausgeber
Martin Zimmermann lehrt als Professor für Alte Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Historische Landeskunde, archäologische Feldforschungen, Siedlungsgeschichte, Geschichte des Landlebens, Geschichte der antiken Historiographie, Mentalitätsgeschichte und historische Anthropologie der Antike bilden Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen Arbeit.
Schneidmüller, Bernd. Die Kaiser des Mittelalters. Von Karl dem Großen bis Maximilian I. 2006. 128 S. 2 Karten. Pb. EUR 7.90 ISBN: 3-406-53598-4 C. H. Beck
Die Entwicklungen des Römischen Kaisertums im Mittelalter sind vom Wirken herausragender Persönlichkeiten geprägt. So werden hier die entscheidenden Stationen jener 700 Jahre Kaisergeschichte ebenso beschrieben wie das aufschlußreiche Verhältnis zwischen der Institution des Kaisertums und den Menschen, die sie gestaltet haben. Ein Ausblick auf das Heilige Römische Reich Deutscher Nation bis 1806 beschließt den Band.

Bernd Schneidmüller ist Professor für Mittelalterliche Geschichte an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg.
Ehlers, Joachim. Die Ritter. Geschichte und Kultur. 2006. 123 S. 10 Abb. Pb. EUR 7.90 ISBN: 3-406-50892-8 C. H. Beck
Dieses Buch bietet einen Überblick über die gesellschaftlichen und politischen Bedingungen zwischen dem 11. und dem 15. Jahrhundert, die zur Entstehung, Verbreitung und schließlich zum Niedergang der Ritterschaft in Europa geführt haben. Vor dem Hintergrund der Geschichte der Lehnsgesellschaft, der Kreuzzüge und der höfischen Kultur werden Rechte und Pflichten sowie Rituale und Symbole der Angehörigen des Ritterstandes erläutert.

Joachim Ehlers ist emeritierter Professor für Mittelalterliche Geschichte an der Freien Universität Berlin.
Laudage, Johannes: Die Salier. 2006. (Beck'sche Reihe 2397) 128 S., 8 Abb, Pb., EUR 7,90 ISBN: 3-406-53597-6 C. H. Beck
Dies ist die kurzgefaßte Geschichte des ersten deutschen Königshauses – der Salier. Die einzelnen Mitglieder der Herrscherfamilie werden in personenbezogenen Darstellungen geschildert und individuelle Handlungsmuster sowie kulturelle und politische Zusammenhänge des 11. und 12. Jahrhunderts erläutert, so daß auch die konkreten Lebensbedingungen dieser Epoche erkennbar werden.
Johannes Laudage lehrt als Professor für Mittelalterliche Geschichte an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.
Görich, Knut: Die Staufer. Herrscher und Reich. 2006. 128 S., 2 Ktn. (Beck'sche Reihe 2393) Pb EUR 7,90 ISBN: 3-406-53593-3 C. H. Beck
Das Bild Kaiser Friedrichs I. Barbarossa – legendenumwobener Exponent der Stauferzeit – zeigt noch bis heute die Züge der Nationalbewegung des 19. Jahrhunderts. Doch wer waren die Staufer wirklich? Dieser Band informiert über die Geschichte der Staufer und das Leben und Wirken der einzelnen Kaiser vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklungen ihrer Zeit. Ein Ausblick in die Rezeptionsgeschichte rundet die Darstellung ab.

Knut Görich ist Professor für Mittelalterliche Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Finley, Moses I., Smith, Denis Mack, Duggan, Christopher. Geschichte Siziliens und der Sizilianer. Aus dem Englischen von Kai Brodersen. 3. Aufl., 2006. 393 S., Pb. EUR 14.90 ISBN: 3-406-54130-5 C. H. Beck
Dieses Buch gehört ins Reisegepäck jedes Sizilienurlaubers. Seine Autoren erzählen die Geschichte Siziliens und seiner Bevölkerung von den Anfängen bis ins 20. Jahrhundert.
„Der längst fällige Versuch, die vielfältigen Traditionen Siziliens und seine einzigartige Rolle für die Geschicke unseres Abendlandes in Vergangenheit und Gegenwart einem möglichst breiten Publikum verständlich zu machen, ist hier durchaus gelungen.“
Linda-Marie Günther, Historische Zeitschrift
Moses I. Finley lehrte als Professor für Alte Geschichte an der Universität Cambridge.
Denis Mack Smith war Mediävist an der Universität Oxford.
Christopher Duggan ist Professor für italienische Geschichte an der Universität Reading
Stollberg-Rilinger, Barbara. Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation. Vom Ende des Mittelalters bis 1806. 2006. 133 S. 2 Abb. und 1 Karte. Pb. EUR 7.90 ISBN: 3-406-53599-2 C. H. Beck
Als Franz II. am 6. August 1806 die Kaiserkrone niederlegte, hörte das Alte Reich auf zu existieren. Dieses Buch bietet eine fundierte Darstellung des Alten Reiches vom Ende des Mittelalters bis 1806. Erläutert werden Institutionen und Strukturen jenes Staates, der so gar nicht den Vorstellungen moderner Staatlichkeit entspricht, der aber Deutschland auch über dieses Datum hinaus prägte.

Barbara Stollberg-Rilinger , Leibnizpreisträgerin 2005, ist Professorin für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität Münster.
LeGoff, Jacques: Ritter, Einhorn, Troubadoure. Helden und Wunder des Mittelalters. Übers. v. Lallemand, Annette. 2005. 240 S., 147 fb. Abb. Gb EUR 29,90 ISBN: 3-406-53585-2 C. H. Beck
Helden und Wunder des Mittelalters, vorgestellt von Jacques Le Goff
Jacques Le Goff bietet hier einen faszinierenden Einblick in die Bildwelt des Mittelalters. Zu diesem Kosmos gehören Robin Hood und Merlin ebenso wie die Kathedrale und das Einhorn, das Schlaraffenland und der Jongleur. In dem reich illustrierten Band lernt der Leser die bunten und phantasievollen Seiten des Mittelalters kennen, und wird dabei kundig von den erzählerischen Texten Le Goffs begleitet.
Der große Mediävist Jacques Le Goff führt in die Welt der Bilder ein, die im Mittelalter erfunden wurden und in denen sich Kultur und Mentalität dieser Epoche spiegeln. Er präsentiert eine Auswahl typischer Figuren und Motive und zeigt, daß im Mittelalter eine Welt konstruiert wird, die zwischen Geschichte und Legende, zwischen Wirklichkeit und Phantasie liegt. Diese Bildwelt ist uns auch heute noch präsent: historische und erfundene Helden wie Karl der Große oder Robin Hood, allgemeine Charaktere wie Ritter und Troubadoure oder Wundertiere wie das Einhorn. Im vorliegenden Buch verfolgt Le Goff eines seiner wichtigsten Anliegen: zu zeigen, daß die Welt des Mittelalters nicht finster und barbarisch ist, sondern im Gegenteil farbenfroh, lebendig und phantasievoll.
Brandt, Hartwin: Konstantin der Grosse. Der erste christliche Kaiser. 2006. 208 S., 20 Abb., Gb. EUR 19,90 ISBN: 3-406-54058-9 C. H. Beck
Der erste christliche Kaiser
Diese moderne Biographie Konstantin des Großen befreit den ersten christlichen Kaiser aus dem Rankenwerk einer stets von fremden Interessen geleiteten Überlieferung. Sie zeigt ihn als Herrscher, der zwar von einer Vision inspiriert war, aber immer ein kühler Taktiker blieb – nicht zuletzt in Fragen der Religionspolitik. Wer sich ihm bei der Verwirklichung seines Ziels, die Alleinherrschaft zu erringen, in den Weg stellte oder wer ihn gar in seiner Macht bedrohte, lernte seine unerbittliche Härte kennen – und dies galt auch für seinen engsten Familienkreis.
Vor 1700 Jahren – am 25. Juli 306 n. Chr. – wird Konstantin, der Sohn des gerade verstorbenen römischen Kaisers Constantius Chlorus und einer Stallmagd, von den Truppen im englischen York zum neuen Kaiser ausgerufen. Bei diesem Vorgang handelt es sich um einen veritablen Staatsstreich: Die fein austarierte politische Ordnung des römischen Imperiums bricht zusammen, und die folgenden Jahre sind durch blutige Kämpfe zwischen verschiedenen Thronprätendenten gekennzeichnet. Hätte Konstantin ebenso wie all die anderen im Verlauf dieser Kriege sein Leben gelassen, so wäre er eine der vielen Randfiguren der römischen Kaisergeschichte geblieben. Aber er siegte und führte seinen Erfolg auf einen neuen Gott zurück, den er mit dem Gott der Christen identifizierte. Hartwin Brandt erzählt in seiner differenzierten Biographie die Geschichte einer erstaunlichen Karriere. Er zeigt anhand zahlreicher antiker Zitate, die dieses Buch besonders lebendig machen, daß der neue Kaiser seines göttlichen Auftrags um so sicherer wird, je größer seine Erfolge werden und je länger seine Regierung währt. Diese religiöse Orientierung Konstantins wirkt zunächst einmal prägend auf das Römische Reich – doch nimmt mit der Durchsetzung der christlichen Religion unter seiner Herrschaft eine welthistorisch wirkungsmächtige Entwicklung ihren Anfang.

Der Autor
Hartwin Brandt lehrt als Professor für Alte Geschichte an der Universität Bamberg
Rüpke, Jörg: Zeit und Fest. Eine Kulturgeschichte des Kalenders. 2006. 256 S., 19 Abb., Gb. EUR 22,90 ISBN: 3-406-54218-2 C. H. Beck
Im Anfang war der Kalender
Was ein Kalender ist, weiß wohl jeder, aber wie umfassend und nachhaltig er unseren Alltag, unsere Zeitrhythmen, unser Denken und Fühlen prägt, ist kaum jemandem bewußt. Jörg Rüpke zeichnet die Geschichte des Kalenders von der Antike bis zur Gegenwart nach und präsentiert in unterhaltsamer Form ebenso überraschende wie faszinierende Erkenntnisse über diesen wirkungsmächtigen kulturellen Zeitgeber.
Im Anfang war der Kalender – und zwar in Gestalt des Mondkalenders. Er bot unseren Vorfahren die Möglichkeit, ihr durch den Ackerbau bestimmtes Jahr angemessen zu organisieren. Je weiter sich die Menschheitskultur entwickelte, um so mehr wuchs das Unbehagen an diesem Zeitgeber. Das Mondjahr mußte dem Sonnenjahr weichen, doch selbst dieses mußte noch nachjustiert werden. Feste wollten exakt im Jahreskreis fixiert, Gerichtstermine bestimmt, Zinstermine festgelegt sein. Nicht zuletzt die Religion verlangte nach zuverlässig bestimmbaren Daten, um den kultischen Verpflichtungen nachzukommen und die Götter nicht zu verstimmen. Herrschaft über die Zeit bedeutete zudem stets auch Herrschaft über die Menschen, ja sogar über ihr Bewußtsein – und das wurde den Mächtigen bald bewußt. So macht dieser Band auch deutlich, weshalb es wichtig war, dieses Instrument unter Kontrolle zu bekommen.
Der Autor
Jörg Rüpke, geb. 1962, lehrte von 1995–1999 als Professor für Klassische Philologie an der Universität Potsdam; seit 1999 ist er als Professor für Vergleichende Religionswissenschaft an der Universität Erfurt tätig.
Klassiker der Kunstphilosophie. Von Platon bis Lyotard. Stefan Majetschak. 339 S., 19 x 12 cm, Pb., C.H. Beck, München 2005. EUR 14,90 ISBN: 3-406-52834-1 C. H. Beck
Von und der Kunsttheorie der griechischen Antike bis zu der französischen Kunstphilosophie im 20. Jahrhundert stellen die Klassiker der Kunstphilosophie Leben, Werk und Wirkung der großen Kunstphilosophen und -theoretiker dar.
 Rezension lesen
Reinhard, Wolfgang: Lebensformen Europas. Eine historische Kulturanthropologie. Sonderausgabe 2005. 718 S. 39 Abb., Ln. EUR 24,90 ISBN: 3-406-54469-9 C. H. Beck
Einzigartiges Panorama europäischen Lebens
Wolfgang Reinhard entwirft in seinem neuen Buch erstmals ein Gesamtbild der Lebensformen des europäischen Menschen vom ausgehenden Mittelalter bis zur Gegenwart. Das Werk gliedert sich in drei große Teile: Körper, Mitmenschen und Umwelten. Jeder dieser Teile erschließt einen zentralen Bereich unserer Wirklichkeitserfahrung: Der erste Teil befaßt sich mit unserer physischen Existenz als Menschen, die gezeugt und geboren werden, Mann oder Frau sind, Hunger und Durst haben, sich kleiden und pflegen, Krankheit (und hoffentlich auch Heilkunst) am eigenen Leib erfahren, die alt werden und am Ende sterben müssen. Der zweite Teil geht unserer Selbstorganisation in Partnerschaft, Ehe und Familie nach, betrachtet Erziehung und Schule sowie das ganze Terrain unserer sozialen Beziehungen in Staat, Gesellschaft und Kultur. Der dritte und letzte Teil schließlich widmet sich unserer Erfahrung von Raum und Natur, unserem ökonomischen Handeln, den historischen Wandlungen der Lebensqualität sowie den Kommunikationsformen von der elementaren – und regional oft unterschiedlichen – Gestik bis hin zu den neuen Medien der Gegenwart. Die abschließenden Kapitel beleuchten behutsam das Verhältnis des europäischen Menschen zu Transzendenz und Rationalität, Zeitlichkeit und Geschichte.
So bietet dieses Werk ein einzigartiges historisches Panorama europäischen Lebens, das stupende Gelehrsamkeit mit souveräner Darstellungskunst verbindet. Es darf schon jetzt zu den herausragenden Leistungen der deutschen Geschichtswissenschaft gerechnet werden.
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