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Hölzel und sein Kreis. Im Laboratorium der Moderne. Hrsg.: Röthke, Ulrich; Faber, Verena; Litz, Christine. 2017. 304 S. 350 fb. Abb. 28 x 24 cm. EUR 39,95. CHF 45,90 ISBN: 978-3-7319-0469-4 Imhof
Adolf Hölzel (1853–1934) gehört zu den Pionieren moderner Kunst in Deutschland. Als Maler, Kunsttheoretiker und Pädagoge setzte er entscheidende Impulse. Zu seinen Schülern an der Stuttgarter Kunstakademie gehörten unter anderen Ida Kerkovius, Johannes Itten, Oskar Schlemmer, Willi Baumeister und Hermann Stenner. Im Kriegsjahr 1916 traten Schüler und Lehrer mit der groß angelegten Ausstellung Hölzel und sein Kreis im neu gebauten Freiburger Kunstverein erstmals umfassend an die Öffentlichkeit. Die Schau zählt heute zu den wichtigen Präsentationen der künstlerischen Avantgarde im frühen 20. Jahrhundert.
In der begleitenden Publikation zur Ausstellung Im Laboratorium der Moderne – Hölzel und sein Kreis des Museums für Neue Kunst Freiburg erläutern über 20 renommierte Fachwissenschaftler/-innen die Hintergründe der historischen Ausstellung. In ihren Beiträgen beleuchten sie den Werkkontext von insgesamt 19 Künstlerinnen und Künstlern im Zeitraum von 1912 bis 1918. Die Textbeiträge werden durch einen umfangreichen Katalog- und Dokumentationsteil ergänzt.
Das Kronprinzenpalais in Stuttgart. Fürstensitz-Handelshof-Streitobjekt: Ein Palast am Übergang vom Klassizismus zum Historismus. Bidlingmaier, Rolf. 2017. 240 S. 165 fb. Abb. 28 x 22 cm. Gb. EUR 39,95. CHF 45,90 ISBN: 978-3-7319-0636-0 Imhof
Die Ruine des Kronprinzenpalais am Schlossplatz wurde 1963 nach jahrelangen heftigen Auseinandersetzungen zugunsten des Planiedurchbruchs abgerissen. Dadurch entstand eine Wunde im Stuttgarter Stadtbild, die bis heute nachwirkt. So kommt es, dass das Kronprinzenpalais auch mehr als 50 Jahre nach seinem Verschwinden noch immer als Paradebeispiel für den sinnlosen Abbruch eines wertvollen Baudenkmals in Stuttgart präsent ist.
Das Kronprinzenpalais wurde zwischen 1846 und 1850 durch den Architekten Ludwig Friedrich Gaab als Wohnsitz des Kronprinzenpaares Karl und Olga von Württemberg errichtet. Bauherr war König Wilhelm I., der die Lage des Gebäudes am Schlossplatz festlegte. Er sah den Bau des Kronprinzenpalais als Teil seiner Bemühungen, Stuttgart zur repräsentativen Residenz seines Königreiches auszubauen. Nach dem Ende der Monarchie wurde das Gebäude als Messehaus der Stuttgarter Handelshof AG und als Dependance der Staatsgalerie genutzt. Bei den Bomben-angriffen auf Stuttgart brannte das Palais 1944 aus und stand seitdem als Ruine.
Anhand zahlreicher, bislang meist unpublizierter Quellen und Abbildungen schildert Rolf Bidlingmaier die Baugeschichte und die wechselvolle Nutzungsgeschichte des wohlproportionierten Baues an der Nahtstelle zwischen Klassizismus und Historismus. Breiten Raum nimmt die Schilderung der Auseinandersetzungen um Erhalt oder Abbruch des Gebäudes ein. Historische Raumansichten, Pläne und Fotografien laden zu einem Rundgang durch das Gebäude ein und lassen zusammen mit den Texten ein detailliertes Bild vom Kronprinzenpalais und seinen reich ausgestatteten Innenräumen entstehen.
Osnabrück. Ein Führer zur Architektur und zu den Denkmälern der Stadt. Hrsg.: Niehr, Klaus; Ulz, Melanie; Busch-Sperveslage, Antje. 2017. 224 S. 24 x 17 cm. Pb. EUR 19,95. CHF 27,90 ISBN: 978-3-7319-0082-5 Imhof
Die über 1200-jährige Geschichte Osnabrücks spiegelt sich in einer beachtlichen Dichte von Bauten und Denkmälern. Diese materielle Überlieferung wird erstmals in ihrer gesamten Breite anhand einer qualifizierten Auswahl von ca. 120 Objekten vorgestellt. Sie ermöglichen es, Spuren der Vergangenheit bis in die Gegenwart hinein zu verfolgen, das Wachsen der Kommune nachzuvollziehen und einzelne Stufen historischer Kultur in ihrer Bedeutung für die Geschichte der Stadt auszumachen. Geordnet nach Bezirken werden deshalb neben den ortsbildprägenden auch die bis heute noch nicht ausreichend gewürdigten kleineren, architektur- und ortsgeschichtlich aber höchst wichtigen Gebäude sowie die öffentlichen Denkmäler einbezogen. Schwerpunkte sind neben der Sakralbaukunst des hohen Mittelalters und der bürgerlichen Architektur um 1800 die Zeugnisse der Industrialisierung und des öffentlich geförderten Bauens im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Auf diese Weise wird eine Vorstellung von der Vielfalt architektonisch und künstlerisch gestalteter Umwelt in Osnabrück vermittelt.
Zeichenunterricht. Von der Künstlerausbildung zur ästhetischen Erziehung seit 1500. Hrsg.: Graphischen Sammlung ETH Zürich; Matile, Michael. 2017. 224 S. 114 fb. Abb. 27 x 21 cm. EUR 29,95. CHF 34,40 ISBN: 978-3-7319-0619-3 Imhof
Das Buch vermittelt einen Eindruck über Theorie und Praxis des historischen Zeichenunterrichts. Graphiken aus vier Jahrhunderten beleuchtet die Entwicklung der ästhetischen Bildung von der Renaissance bis zum 19. Jahrhundert.
Anhand ausgewählter Exponate werden die Disziplinen der Künstlerausbildung, wie das Zeichnen nach der Natur, die Lehre der Anatomie und das Antikenstudium dargestellt und erläutert.
Aachen - Dom- und Stadtführer. Dickmann, Ines. 2017. 32 S. 90 fb. Abb. 24 x 17 cm. Geh. EUR 4,95. CHF 8,40 ISBN: 978-3-86568-010-5 Imhof
Der reich bebilderte Führer gibt auf 32 Seiten eine Einführung und einen informativen Überblick über die kulturhistorisch bedeutenden Denkmäler Aachens. Im Mittelpunkt steht der Dom mit seiner wechselvollen Baugeschichte und den wertvollen Schätzen im Inneren. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die stadtgeschichtlich wichtigen Baudenkmäler von der mittelalterlichen Stadtmauer und dem imposanten Rathaus bis zur Anlage des Kurviertels. Enthalten sind ebenso die bedeutendsten Sakralbauten des Aachener Stadtbaumeisters Johann Joseph Couvens in Burtscheid – die beiden Kirchen St. Johann Baptist und St. Michael. Neben den Baudenkmälern des Aachener Barock werden auch die Bauwerke des 19. Jahrhunderts, die das Stadtbild nachhaltig prägen, gewürdigt.
Der Führer stellt die wichtigen Museen der Stadt vor: das Suermondt-Ludwig-Museum, das Forum Ludwig für Internationale Kunst, das Couven-Museum, das Internationale Zeitungsmuseum, das Museum für Stadtgeschichte und Kunstgewerbe in der Burg Frankenberg sowie das Computermuseum der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule.
Trotz seiner Kürze und Knappheit versucht der Führer, dem Leser die Geschichte der Stadt und ihrer Baudenkmäler zu erläutern. Er richtet sich nicht nur an die Besucher, sondern auch an die Einwohner Aachens, die sich für ihre Stadt interessieren. Kunst-historisch fundiert liefert er Hintergrundinformationen und thematische Schwerpunkte: Dom, Rathaus, Mittelalter, Aachener Barock, Historismus im 19. Jahrhundert, Gegenwart.
Ines Dickmann ist promovierte Kunsthistorikerin und arbeitet im Verlagswesen als Lektorin und Autorin.
Aachen - City and Cathedral Guide. Dickmann, Ines. Engl. 2017. 32 S. 90 fb. Abb. 24 x 17 cm. Geh. EUR 4,95. CHF 5,70 ISBN: 978-3-86568-026-6 Imhof
Aachen - Aix-La-Chapelle - Guide de la Ville et de la Cathédrale. Dickmann, Ines. Franz. 2017. 32 S. 90 fb. Abb. 24 x 17 cm. Geh. EUR 4,95. CHF 5,70 ISBN: 978-3-86568-027-3 Imhof
Aachen – Aken - Dom en Stadsgids. Dickmann, Ines. Niederl. 2017. 32 S. 90 fb. Abb. 24 x 17 cm. Geh. EUR 4,95. CHF 5,70 ISBN: 978-3-86568-062-4 Imhof
Aachen - Guía de la ciudad y la catedral. Dickmann, Ines. Span. 2017. 32 S. 90 fb. Abb. 24 x 17 cm. Geh. EUR 4,95. CHF 5,70 ISBN: 978-3-86568-213-0 Imhof
Der Genter Altar / The Ghent Altarpiece. Reproduktionen, Deutungen, Forschungskontroversen / Reproductions, Interpretations, Scholarly Debates. Hrsg.: Kemperdick, Stephan; Rößler, Johannes; Heyder, Joris Corin; Gemäldegalerie, Staatliche Museen Berlin. 2017. 184 S. 127 meist fb. Abb. 28 x 22 cm. Geklebt. EUR 29,95. CHF 34,40 ISBN: 978-3-7319-0456-4 Imhof
Das monumentale, in St. Bavo in Gent aufgestellte Retabel der Brüder Hubert und Jan van Eyck ist eines der unbestrittenen Hauptwerke der europäischen Kunstgeschichte. Seit seiner Vollendung im Jahr 1432 hat der Genter Altar über Jahrhunderte hinweg immer wieder die Aufmerksamkeit auf sich gezogen; er diente anderen Malern als Vorbild, er wurde von Schriftstellern gewürdigt und in Originalgröße kopiert. Sein materielles Schicksal ist ungewöhnlich bewegt und von zahlreichen Gefährdungen durch Bilderstürme und Kriege gekennzeichnet. Der Band versammelt die auf dem Berliner Kolloquium 2015 vorgestellten Beiträge namhafter internationaler Wissenschaftler zu verschiedenen Aspekten der Geschichte und Rezeption des Werkes. Zu den thematischen Schwerpunkten gehören seine im 16. Jahrhundert von Michiel Coxcie gefertigten Kopien, die verschiedenen frühen Versuche seiner fotografischen Reproduktion, die Präsentation eines großen Teils seiner Gemälde in der Berliner Galerie um 1900 und das Schicksal der tafeln in der Zeit des Nationalsozialismus. Eine eigene Sektion ist der in jüngerer Zeit wieder sehr kontrovers geführten Diskussion um die berühmte Künstlerinschrift des Werkes und der Rolle der beiden darin genannten Künstler, Hubert und Jan van Eyck, gewidmet.
Beiträge zur Erhaltung von Kunst- und Kulturgut Heft 2/2017. Hrsg.: Verband der Restauratoren (VDR) e. V. 2017. 124 S. 148 meist fb. Abb. 30 x 21 cm. EUR 34,90. CHF 40,10 ISBN: 978-3-7319-0603-2 Imhof
Die Fachzeitschrift des Verbandes der Restauratoren (VDR), die „Beiträge zur Erhaltung von Kunst- und Kulturgut“, repräsentiert die Vielfalt der Restaurierungsfachgebiete und berücksichtigt darüber hinaus restaurierungsgeschichtliche und kunsthistorische Fragestellungen. Die von Restauratoren der verschiedensten Fachrichtungen verfassten Beiträge wenden sich an Fachleute aus der Restaurierung und den benachbarten Disziplinen, aber auch an interessierte Kenner.
Inhalt: Performance Art, Kleben, Vitrinenbau, Archäologische Grabung, Buchrestaurierung, Musikinstrumente, Fotorestaurierung, Gemälderestaurierung, Maltechnik, Textilkonservierung
"Faces of China. Portrait Painting of the Ming and Qing Dynasties. Hrsg.: Ruitenbeek, Klaas; Museum für Asiatische Kunst, Staatliche Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz. Engl. 2017. 368 S. 224 fb. Abb. EUR 49,95. CHF 57,40" ISBN: 978-3-7319-0628-5 Imhof
Gesichter Chinas. Porträtmalerei der Ming- und Qing-Dynastie (1368–1912). Hrsg.: Museum für Asiatische Kunst, Staatliche Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz. 2017. 368 S. 246 meist fb. Abb. EUR 49,95. CHF 57,4 ISBN: 978-3-7319-0587-5 Imhof
„Gesichter Chinas“ ist die erste Ausstellung in Europa, die sich explizit der chinesischen Porträtmalerei widmet. Mit einer Auswahl von mehr als 100, zum größten Teil noch nie in Europa gezeigten Werken aus den Sammlungen des Palastmuseums in Peking und des Royal Ontario Museums in Toronto umfasst die Schau einen Zeitraum von mehr als 500 Jahren. Der Schwerpunkt liegt auf den einzigartigen Porträts der Qing-Dynastie (1644–1912), die mit Bildnissen von Mitgliedern des kaiserlichen Hofes und Ahnen-, Militär- sowie informellen Porträts von Künstlern und berühmten Frauen eine vormals nicht gekannte Blüte erfuhr. Der umfangreiche Begleitband zur Ausstellung erscheint in deutscher und englischer Sprache.
Erik und Jula Isenburger. Von Frankfurt nach New York. Zentrum für verfolgte Künste, Solingen. Hrsg.: Wartenberg, Susanne; Museum Giersch der Goethe-Universität, Frankfurt a. M.; Jessewitsch, Rolf. Dtsch; Engl. 2017. 304 S. 234 fb. Abb. 28 x 23 cm. EUR 39,95. CHF 45,90 ISBN: 978-3-7319-0626-1 Imhof
Der bildende Künstler Eric Isenburger (1902–1994) und seine Ehefrau und Muse, die Ausdruckstänzerin Jula Isenburger, geborene Elenbogen (1908–2000), zählen zu den nahezu völlig vergessenen Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. In der Geburtsstadt Erics widmet ihnen das Museum Giersch der Goethe-Universität nun erstmalig eine umfassende, retrospektive Ausstellung.
An der Frankfurter Kunstgewerbeschule ausgebildet, schlossen sich für Eric Isenburger zahlreiche Studienreisen und ein längerer Aufenthalt in Barcelona an. Gemeinsam mit seiner Frau lebte er als freischaffender Künstler und Bühnengestalter zunächst in Wien, danach in Berlin. Bereits 1933 sah sich das jüdische Ehepaar Repressalien der nationalsozialistischen Diktatur ausgesetzt und begann seine einer Odyssee gleichende Flucht: Paris, Stockholm, Südfrankreich sowie die französischen Internierungslager Les Milles und Camp de Gurs bildeten Stationen in den folgenden Jahren, bis sie schließlich 1941 ein Visum für die USA erhielten und über Lissabon Europa Richtung New York verlassen konnten, wo sie bis zu ihrem Lebensende wohnten.
Trotz dieser zum Teil schwierigsten äußeren Bedingungen schuf Eric Isenburger ein eigenständiges künstlerisches Werk, welches Porträts, Landschaften und Stillleben umfasst. Mit spätimpressionistischer Handschrift, zum Teil expressivem Duktus und in materialtechnischer Hinsicht experimentellem Gestus nahm der Maler Isenburger seine äußere Umwelt zum Ausgangspunkt, enthielt sich jedoch eines allzu eindeutigen Zeitkommentars. Sein außergewöhnliches Schaffen stellt eine Entdeckung dar!
Heinrich Kirchhoff. Ein Sammler von Jawlensky, Klee, Nolde…. Hrsg.: Zieglgänsberger, Roman; Museum Wiesbaden; Discher, Sibylle. 2017. 432 S. 347 fb. Abb. 27 x 22 cm. Gb. EUR 39,95. CHF 45,90 ISBN: 978-3-7319-0584-4 Imhof
1917, vor genau 100 Jahren, zeigte das Museum Wiesbaden erstmals die private Kunstsammlung des Sammlers und Gartenliebhabers Heinrich Kirchhoff (1874–1934). Die bis dahin als höchst konservativ wahrgenommene, preußisch geprägte Kur- und Bäderstadt Wiesbaden erwarb sich damit von hier auf jetzt den landesweiten Ruf als neues Zentrum der Avantgarde. Der Sammler selbst, der 1908 aus dem Ruhrgebiet wegen des tropischen Klimas nach Wiesbaden gezogen ist und hier seine Leidenschaft für die Kunst entdeckt hat, ist heute aufgrund des Nationalsozialismus fast in Vergessenheit geraten. Und das, obwohl in seinem von ihm selbst angelegten tropischen Garten der am „Sonnenberg“ gelegenen Villa das Who ist Who der Avantgarde ein- und ausgegangen ist. Unter seinen Gästen waren nicht nur Maler wie Beckmann, Kandinsky, Klee, Nolde oder Rohlfs, sondern auch Kunstgelehrte wie Julius Meier-Graefe, Rosa Schapire oder Paul Westheim, Museumsdirektoren wie Gustav Hartlaub oder Max Sauerlandt, Sammler wie August von der Heydt und Kunsthändler wie Alfred Flechtheim oder I. B. Neumann. Dass sich darüber hinaus heute in Wiesbaden die weltweit bedeutendste Sammlung mit Werken von Alexej von Jawlensky in öffentlichem Besitz befindet, ist ebenfalls Kirchhoff zu verdanken, denn er war als Förderer Jawlenskys einer der wesentlichen Gründe, warum sich der Maler der modernen Ikone 1921 mit seiner Familie ausgerechnet in Wiesbaden niedergelassen hat. Ausstellung und Katalog zeichnen die Genese der „Sammlung Kirchhoff“ über einen Zeitraum von zwei Jahrzehnten von 1914 bis 1934 nach und führen damit anhand der von Kirchhoff geschätzten Maler die Entwicklung der deutschen Kunst vom Impressionismus (Corinth, Liebermann, Slevogt) über den facettenreichen Expressionismus (Chagall, Kokoschka, Lehmbruck, Macke, Marc) bis zur Abstraktion (Kandinsky, Moholy- Nagy) vor Augen. Am Ende wird anhand präziser ausgewählter Werke aus der ehemaligen Sammlung Kirchhoff – aufwendig recherchiert und zusammengetragen aus nationalen und internationalen Museen und Privatsammlungen – klar, der vergessene „Garten Kirchhoff“ war deutschlandweit eines der wichtigsten Sammelbecken der Avantgarde in den 1920er Jahren.
Die Künstlerfamilie Strigel. Studien zur spätgotischen Malerei in Memmingen. Zsellér, Enik?. 2017. 288 S. 200 meist fb. Abb. 30 x 22 cm. Gb. EUR 69,00. CHF 79,40 ISBN: 978-3-7319-0563-9 Imhof
Schon lange vor dem Wirken Bernhard Strigels, des Hofmalers Kaiser Maximilians I., war der Name der Memminger Künstlerfamilie fest etabliert: Der berühmte Maler der Dürerzeit entstammte einer Malerdynastie, die auf eine lange Tradition zurückblicken konnte. Ihr Begründer war Hans Strigel d. Ä. († 1462), der sein Handwerk an seine Söhne weitergegeben hat. Nach seinem Tod übernahmen Hans d. J. (1450–1479) und Ivo Strigel (1430–1516) die florierende Werkstatt und bauten sie weiter aus. Ihr Atelier verließen insbesondere kostbare sakrale Tafelgemälde, die bis nach Graubünden und Tirol geliefert wurden. Im schwäbischen Raum entstanden zudem Wandmalereien in Kirchenräumen. Lange wurde das Schaffen dieser Künstler von der Forschung vernachlässigt. Die Publikation bietet nun erstmals Monographien samt Catalogue raisonnée zu den drei Malern. Eine eigens für das Buch in Auftrag gegebene Fotodokumentation mit überraschenden Detailaufnahmen erschließt auch schwer erreichbare Werke.
Kunstwerke der Reformation – erforscht und restauriert. Hrsg.: Verband der Restauratoren. 2017. 192 S. 280 fb. Abb. 30 x 21 cm. Gb. EUR 19,95. CHF 22,90 ISBN: 978-3-7319-0501-1 Imhof
500 Jahre Reformation – ein denkwürdiges Jubiläum zum Beginn einer Epoche der deutschen und europäischen Geschichte. Diese veränderte nicht nur Kirche und Glauben, sondern prägte überdies die Kultur und Gesellschaft nachhaltig. Davon zeugt auch der historische Bestand an Kultur- und Kunstgütern, Bauwerken und Schriften, der zur Festigung und Verbreitung des reformatorischen Gedankens beitrug.
Die Werke der Reformationskunst zu erhalten und deren Entstehungsgeschichte zu ergründen, ist die Aufgabe von Restauratoren sowie Kunsthistorikern und Bauforschern, die den Geschichtszeugnissen damit näherkommen als viele andere. Dieses Buch bietet spannende Einblicke in ihre Forschungsarbeiten und Restaurierungskampagnen. Es zeigt sowohl prominente Reformationsstätten als auch völlig unbekannte – jedoch nicht minder interessante – Artefakte der Reformationszeit und lädt dazu ein, diese näher kennenzulernen und neu zu entdecken.
Das Licht der Campagna. Die Zeichnungen Claude Lorrains aus dem British Museum London. Hrsg.: Stolzenburg, Andreas; Klemm, David. 2017. 288 S. 176 fb. Abb. 28 x 25 cm. EUR 49,95. CHF 57,40 ISBN: 978-3-7319-0616-2 Imhof
Im Mittelpunkt der Ausstellung Das Licht der Campagna steht das zeichnerische Werk eines der bedeutendsten europäischen Landschaftskünstler: Claude Gellée, gen. Lorrain (1604/05-1682). Es ist die erste umfassende Präsentation in Deutschland, die sich explizit dem zeichnerischen Werk Lorrains widmet. Das vielfältige Œuvre des aus dem heutigen Frankreich stammenden Künstlers, der als Maler und Zeichner beinahe sein ganzes Leben lang in Rom lebte und arbeitete, weist noch heute ca. 1.200 nachweisbare Blätter auf. Die Ausstellung zeigt 90 hochrangige Feder- und Pinselzeichnungen aus dem Department of Prints and Drawings des British Museum, London. Die sorgsam ausgewählten Blätter stammen größtenteils aus den berühmten Sammlungen des Sir Richard Payne Knight und der Herzöge von Devonshire.
Künstlerin und Forscherin. Die „Metamorphosis Insectorum Surinamensium“ aus kunsthistorischer und biologischer Sicht. Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte (154). von Kreis, Renate. Maria Sibylla Merian. 2017. 184 S. 97 meist fb. Abb. 29 x 21 cm. Gb. EUR 19,95. CHF 22,90 ISBN: 978-3-7319-0487-8 Imhof
Die „Metamorphosis Insectorum Surinamensium“ ist das prächtigste Werk, das Maria Sibylla Merian geschaffen hat. 1699 brach sie mit ihrer Tochter Dorothea zu einer zweijährigen Forschungsreise nach Surinam an der Nordküste Südamerikas auf, um die Lebensweise der dortigen Schmetterlinge und Nachtfalter in Originalgröße zu dokumentieren. Noch nie hatte jemand eine solch beschwerliche, weite und teure Reise zur Erforschung von Insekten unternommen. Dabei bezog sie die Pflanzen, von denen sich die Raupen ernährten mit ein. Raupen, Puppen und die Nahrungspflanzen malte sie vor Ort, da durch die Konservierung die Farben verändert würden; so wurden sie in ihrer ganzen Leuchtkraft übermittelt. Weitere Tiere, die in Europa unbekannt waren, fügte sie hinzu, wenn auch in verkleinertem Maßstab. Auch fast ein Viertel der Pflanzen, die sie abbildet, waren in Europa unbekannt.
Der Ursprung ihres Schaffens liegt jedoch im künstlerischen Bereich. Neben der Frische und Schönheit der Farben und der Komposition ist es die Verarbeitung des Gesehenen, was die Natur in ihren Bildern so lebendig macht und ihren bleibenden Ruhm begründet hat.
Mutter Erde. Vorstellungen von Natur und Weiblichkeit in der Frühen Neuzeit. Hrsg.: Saß, Maurice; Wenderholm, Iris. 2017. 336 S. 186 fb. Abb. 27 x 21 cm. Gb. EUR 39,95. CHF 45,90 ISBN: 978-3-7319-0548-6 Imhof
In der europäischen Kultur wird die Natur mit klangvollen Namen bezeichnet: Mutter Erde, Frau Natur, Gaia. Fast immer wird dabei die Natur als weiblich gedacht und dargestellt. Dies findet auch in vielen Bildern seit der Frühen Neuzeit ihren Neiderschlag, welche die Natur als Gebärerin und Ernährerin, Erzieherin, Magierin und Hüterin der Welt zeigen. Die antike, kleinasiatische Fruchtbarkeitsgöttin Diana Ephesia war hier das meist bemühte Vorbild. Zugleich wurden gängige Ansichten darüber, was weiblich sei und wie sich Frauen zu verhalten hätten, durch Naturprinzipien legitimiert: Frauen galten als das ‚natürlich’ schwächere Geschlecht gehalten und ihre Gebärfähigkeit wurde als naturgegebenes Lebensziel vorausgesetzt. Diese Vorstellungen und Projektionen werden in vielen Beispielen frühneuzeitlicher Druck- und Buchgraphik ins Bild gesetzt, wie die Ausstellung Mutter Erde an beinahe 100 Exponaten aus den Beständen der Hamburger Staats- und Universitätsbibliothek sowie der Kunstsammlung der Universität Göttingen zeigen kann.
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