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Imhof Verlag

 
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Barocke Fürstenresidenzen an Saale, Unstrut und Elster. Hrsg.: Die Fünf Ungleichen e.V. Redak. Joachim Säckl und Karin Heise. 2007. 384 S. 431 fb. Abb. 30 x 24 cm. Gb. EUR 24,95 ISBN: 978-3-86568-218-5 Imhof
Im Süden des heutigen Bundeslandes Sachsen-Anhalt liegen die barocken Residenzen der ehemaligen Herzogtümer Sachsen-Weißenfels, Sachsen-Merseburg und Sachsen-Zeitz, deren Bildung der sächsische Kurfürst Johann Georg I. in seinem Testament zur Versorgung seiner drei nachgeborenen Söhne festgelegt hatte und die zum 1. Mai 1657 gegründet wurden. Die Hofkultur dieser sächsischen Sekundogenituren gelangte – im Wettstreit mit dem Sitz des Kurfürsten in Dresden – zu einer hohen Blüte, an die noch heute insbesondere die Residenzschlösser (Schloss Moritzburg in Zeitz, Schloss Merseburg, Schloss Neu-Augustusburg in Weißenfels, Schloss Neuenburg bei Freyburg, Burg Querfurt, Schloss Allstedt) erinnern. Deren prachtvolle Ausstattung sowie die Sammlungen und Kunstschätze der Herzöge wurden nach dem frühen Aussterben der drei dynastischen Linien 1718, 1738 und 1746 nach Dresden verbracht. Die Gebäude dienten von nun an in der Regel Verwaltungszwecken bzw. wurden als Gefängnis oder Kaserne genutzt.
Am 1. Mai 2007 jährte sich zum 350. Male die Gründung der Herzogtümer Sachsen-Weißenfels, Sachsen-Merseburg und Sachsen-Zeitz. Dieses Jubiläum nahmen der Museumsverbund „Die Fünf Ungleichen e.V.“ und das Museum Schloss Moritzburg Zeitz zum Anlass, Zeugnisse barocker Hofkultur und Herrschergeschichte dauerhaft zu zeigen und einen Einblick in das Leben an den Höfen zu geben. Der Besuch dieser Schlösser ist heute eine Reise zu wichtigen Plätzen mitteldeutscher Residenztradition an Saale, Unstrut und Elster.
Die Ausstellungen und der vorliegende Katalog dokumentieren eine erste Zusammenfassung der in fünf Museen des Landes Sachsen-Anhalt versammelten Zeugnisse der drei sächsischen Sekundogenituren.
Weigl, Huberta: Jakob Prandtauer. Die Klosterbauten. 2007. 448 S., 300 meist fb. Abb., 30 x 22 cm. (Stud. z. intern. Architektur- u. Kunstgesch. 43) Gb EUR 49,00 ISBN: 3-86568-031-3 Imhof
Bernhart-Königstein, Gregor: Raffaels Weltverklärung. Das berühmteste Gemälde der Welt. 2007. 208 S., 130 Abb. 30 x 22 cm. Gb EUR 39,95 ISBN: 978-3-86568-085-3 Imhof
Drei Jahrhunderte lang verehrt die Kunstwelt die Transfiguration Raffaels als „erstes und berühmtestes Gemälde der Welt“. Warum kennt sie heute kaum jemand und hat die Mona Lisa Mitte des 19. Jahrhunderts ihren Platz eingenommen? Die Antwort ist einfach, aber unverständlich: Das einst „berühmteste Gemälde der Welt“ konnte von der Kulturgeschichte trotz vieler namhafter Besprechungen, etwa von Goethe, Winckelmann, Hegel, Nietzsche, Justi, Grimm, Burckhardt, Wölfflin oder Gombrich, bis heute nicht richtig gedeutet werden, sodass man es als ein stilistisch uneinheitliches Spätwerk Raffaels ad acta legte.
Gregor Bernhart-Königstein, promovierter Philosoph und Kunsthistoriker, hat nun mit der vollständigen Klärung der Transfiguration eine schier unglaubliche Entdeckung gemacht: In vom Gemälde wohl nicht mehr zu trennenden sieben Programmbüchern (Heptameron) entschlüsselt er dem modernen Betrachter ein solch vollkommenes, humanistisches Meisterwerk der Renaissancemalerei, dass wir von der zweiten, eigentlichen Enthüllung des Gemäldes sprechen müssen, die Raffael erneut auf das Podest des berühmtesten Malers aller Zeiten heben wird.
Architektenwettbewerbe in Sachsen-Anhalt. Beiträge zur Baukultur von 1992 bis 2006. Hrsg.: Architektenkammer Sachsen-Anhalt. 2007. 112 S., 350 Abb., Pläne u. Zeichn. 28 x 21 cm. Pb EUR 12,80 ISBN: 3-86568-228-6 Imhof
In dem Buch werden 26 Wettbewerbsverfahren in Sachsen-Anhalt vorgestellt und mit ausführlichen Beschreibungen, Zeichnungen und Abbildungen die umgesetzten Projekte dokumentiert. Verschiedene Verfahrensarten werden dargestellt. Bei den realisierten Wettbewerbsentwürfen handelt es sich um städtebauliche Planungen, Objektplanungen, Verkehrsanlagen, Freiflächen und Landschaftsplanungen.
Das Buch soll dazu dienen, das Interesse von öffentlichen und privaten Auslobern an der Durchführung von Wettbewerben zu fördern. Sie dokumentiert die guten Ergebnisse der Wettbewerbe und stellt die Vielfältigkeit der eingereichten Entwürfe dar.
Einige Beispiele sind: Landeszentralbank und Biologicum in Halle, Hochschulcampus und Umweltbundesamt in Dessau, Landesfunkhaus und Bundesgartenschau in Magdeburg, Willi Sitte Galerie in Merseburg, Landesgartenschau in Wernigerode, Bundesanstalt für Züchtungsforschung an Kulturpflanzen in Quedlinburg.
Pappalardo, Umberto in Zusammenarbeit mit Daniela Borrelli: Antike Theater. Architektur, Kunst und Dichter der Griechen und Römer. 2007. 216 S., 160 fb. Abb., 22 x 25,8 cm. Gb. EUR 39,95 ISBN: 978-3-86568-224-6 Imhof
Erstmals behandelt ein schön gestalteter Text-Bild-Band das antike griechische und römische Theater – Ausdruck und Spiegel sowohl großer Architektur als auch literarischer und humanistischer Kultur. Wie das Buch zeigt, waren Theater gesellschaftliche Treffpunkte und Plätze zur Verbreitung politischer Ideologien. Es ist kein Zufall, dass das Theater einer Gottheit – Dionysus – gewidmet wurde und dass Theatervorstellungen während religiöser Feierlichkeiten stattfanden. Moderne Dramaturgen sprechen davon, dass es kein menschliches Gefühl gäbe, das nicht bereits in griechischen Komödien oder Tragödien verarbeitet worden wäre.
Das eindrucksvoll bebilderte Buch behandelt zudem die architektonische Entwicklung antiker Theater im Zusammenhang mit der Entwicklung des Dramas sowie Werken zur Illustration antiker Dramen wie Gemälden, Mosaiken, Masken, Terrakotta-Figuren usw. Es stellt einzelne Bauten des antiken Theaters in Griechenland, Italien, Schweiz, Frankreich, Spanien, Libyen, Syrien und Türkei vor. Weiterhin liefert das Werk wissenswerte Informationen über die griechische und römische Theaterliteratur zu Schriftstellern wie Sophokles, Euripides, Seneca usw., über Kostüme und Maskierung der Schauspieler und den Einfluss des Theaters auf das Kunsthandwerk.
Markus Thome. Kirche und Klosteranlage der Zisterzienserabtei Heiligenkreuz. Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte. 2007. 366 S. 303 sw. und 37 fb. Abb. 30 x 22 cm, Gb. EUR 69,- ISBN: 978-3-86568-073-0 Imhof
Die südwestlich von Wien gelegene Zisterzienserabtei Heiligenkreuz bewahrt trotz barocker Überformung und Erweiterung eine weitgehend komplette Klosteranlage des 12. und 13. Jahrhunderts. Neben der anspruchsvollen Architektur von Kirche, Kreuzgang, Brunnenhaus, Klausurostflügel und Infirmeriekapelle zeugen die teilweise erhalten gebliebene Ausstattung und die im Kapitelsaal versammelten Gräber der Babenberger von der Bedeutung der durch Herzog Leopold III. im Jahre 1133 gegründeten Abtei. Die Baumonografie untersucht den mittelalterlichen Klosterkomplex erstmals umfassend im Kontext seiner Entstehungs- und Nutzungsgeschichte. Dabei stehen die Rekonstruktion des Bauvorgangs und die Fragen nach Funktion und Bedeutungsgehalt der Architektur im Mittelpunkt. Die weitgehende Klärung der Bauchronologie und eine kritische Analyse der Schriftquellen ermöglicht es, die Rolle der Ordenszugehörigkeit, die Einflussnahme der wechselnden österreichischen Landesherren (Babenberger, Pfiemysliden, Habsburger) sowie die Bedeutung der liturgischen Nutzung für die Gestaltung der Raum- und Detailformen näher zu bestimmen.
Legler, Rolf: Mittelalterliche Kreuzgänge in Europa. 2007. 144 S., 100 fb. Abb. 22 x 12 cm. (Imhof Kulturgeschichte ) Pb EUR 9,95 ISBN: 978-3-86568-167-6 Imhof
Die Geschichte des mittelalterlichen Kreuzgangs beginnt im Rahmen der Anianischen Reform um 800. Als Wegarchitektur ist er zunächst zwar nur das Erschließungssystem des klösterlichen Alltags. Dem Kreuzgang fiel jedoch als Herzstück der Klausuranlage innerhalb der abendländischen Klosterbaukunst eine besondere Funktion zu, die sich in besonders dekorativen Formen äußert.
Kein anderes Baumotiv der monastischen Architektur der Zeit von 800 bis 1600 steht deshalb so sehr für das Kloster als Ganzes wie dieses glückliche Baumotiv. Aus seiner existenziellen Notwendigkeit für das Kloster entstand ein Wunderwerk der mittelalterlichen Architektur.
Rolf Legler studierte Malerei, Grafik und Bildhauerei in Nürnberg. Er ist einer der besten Kenner des Themas, da er sich bereits in seiner Dissertation mit dem „Kreuzgang“ auseinandersetzte. Neben weiteren Büchern zu diesem Thema befasste er sich auf diversen Studienreisen mit der Kunst und Kultur des Mittelmeerraumes, des Vorderen Orients und Lateinamerikas. Er veröffentlichte mehrere Kunstreiseführer zu Italien und Frankreich sowie Beiträge zum Thema Klosterbaukunst in führenden Fachzeitschriften und Tageszeitungen.
Philippe Lanthony. Mit dem Auge malen. Die Sehweise der Künstler. Vorw. Yves Pouliquen. 192 S. 155 fb. Abb. 25 x 29 cm, Gb. mit Schutzumschlag. Imhof, Petersberg 2006. EUR 39,95 ISBN: 978-3-86568-185-0 Imhof
Führen die Kenntnisse über die Anatomie und Physiologie des menschlichen Auges zu einem besseren Verständnis der Malerei? Kann denn umgekehrt die Betrachtung der Malerei dazu beitragen, die Geheimnisse des Sehens zu erforschen? Und wie erreicht es der Maler, ein von seinem Auge aufgenommenes Bild auf die Leinwand zu übertragen? Wie wirkt sich eine Sehschwäche auf die Malweise, den Stil und die Arbeitsmethode eines Künstlers aus, der an einer Augenkrankheit leidet? Mit diesen Fragen befasst sich das vorliegende Buch.
Der französische Augenarzt P. Lanthony liefert eine kenntnisreiche Abhandlung über die Beschaffenheit der Wiedergabe von Schatten, Schnee, Stofflichkeit und Kontrasten in der Malerei. Darüber hinaus analysiert er u. a. die Werke von Degas und Monet, deren Sehfehler Lanthony in ihren Gemälden nachweisen kann.
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Barbara Perlich. Mittelalterlicher Backsteinbau in Europa. Zur Frage nach der Herkunft der Backsteintechnik. 2007. 240 S., 42 fb. und 221 sw. Abb. 22 x 28 cm Gb. EUR 58,00 ISBN: 3-86568-202-4 Imhof
Die Frage nach der Entstehung und Verbreitung des Backsteinbaus in Europa hat bis zur Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert ganze Generationen von Forschern in kontroverser Diskussion beschäftigt. Die zeitliche Entstehung ebenso wie die Vermutung von Wanderungsbewegungen und Abhängigkeiten der Regionen untereinander wurden lebhaft diskutiert. Mit der vorliegenden Arbeit wurde die nach wie vor anhängige Frage nach der Herkunft der Backsteintechnik beantwortet. Für die Anfänge des Backsteinbaus nördlich der Alpen in der Mitte des 12. Jahrhunderts zeigten sich Einflüsse von Reichspolitik und „Modernität“ ebenso verantwortlich wie das regional vorhandene Wissen um die richtige Brenntechnik. Dass die frühesten Backsteinbauten aber von Werksteinmaurern errichtet wurden, mag ebenso überraschen wie die Tatsache, dass die beste Qualität der Backsteine zum Beginn dieser Materialverwendung erreicht wurde. Grundlage der Betrachtung sind ungezählte Einzelbefunde an mehreren Hundert Bauten in ganz Europa, die außer zu den grundsätzlichen Fragen Ergebnisse zu Technik, Form und Schmuck im Backsteinbau erbrachten. Insofern versteht sich dieser Band auch als Datierungshilfe im Umgang mit mittelalterlichen Backsteingebäuden in Europa.
Baden-Württemberg. Barockschloss Mannheim und seine Ausstattung. Die Krone der Kurpfalz. Wolfgang Wiese (Hrsg.) 2007. 288 S., 300 Abb., 24 x 30 cm, Gb., EUR 29,95 ISBN: 3-86568-183-6 Imhof
Schloss Mannheim gehörte vor über 200 Jahren zu den bedeutendsten Kulturzentren in Deutschland. Die ehemalige kurpfälzische und badische Residenz kann eine großartige Geschichte zwischen Rhein und Neckar aufweisen. Als Sitz der Kurfürsten von der Pfalz und der Großherzöge von Baden spielte sie in Europa eine Mittlerrolle zwischen Glanz und Vernichtung. Fast verloren vor 60 Jahren, hat sie sich bis in unsere heutige Zeit hinein gerettet und wird nun zum 400-jährigen Stadtjubiläum Mannheims wieder zu einem aktiven, kulturellen Ort der Stadt. Die Geschichte des Schlosses und seiner Ausstattung steht deshalb im Zentrum der neu aus den Quellen zusammengetragenen Publikation. Vor allem das viel gepriesene, kurfürstliche Kunstverständnis und die höfische Wissenschaftsförderung des 18. Jahrhunderts, aber auch die Repräsentation der badischen Großherzöge im wirtschaftlich starken Mannheim des 19. Jahrhunderts und die zunehmende Profanierung der feudalen Residenz bieten einen umfassenden und tiefen Einblick in eine noch wenig bekannte Entwicklung des Schlosses. Ausgewiesene Fachleute für Kunst- und Sozialgeschichte liefern im Buch wesentliche Beiträge.
Eine umfangreiche Bebilderung wird die Sachthemen anschaulich illustrieren. Angesprochen werden sollen wissenschaftlich, aber auch allgemein historisch interessierte Leser, die sich mit
dem Thema der Residenz Mannheim befassen wollen.
Michael Imhof. Berlin. Architekturführer. 320 S., 800 Abb., 16 x 17 cm, Gb. EUR 12,95 ISBN: 3-86568-094-5 Imhof
– ca. 700 Bauwerke vom Mittelalter bis heute, vollständig in Farbe abgebildet
– Gegenüberstellungen von historischen und heutigen Zuständen
– anschauliche Detail-Stadtpläne
– handliches Format
Denkmale in Berlin. Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Bezirk Tempelhof – Schöneberg. Ortsteile Tempelhof, Mariendorf, Marienfelde und Lichtenrade. Hrsg. Landesdenkmalamt Berlin. 2007. 272 S., 297 Abb., 21 x 30 cm, Gb., EUR 29,95 ISBN: 3-86568-189-8 Imhof
Eine für viele Besucher Berlins völlig unbekannte Seite der Stadt wird in dieser neuen Denkmaltopographie des Berliner Landesdenkmalamtes offengelegt. Die Angerdörfer Tempelhof, Mariendorf, Marienfelde und Lichtenrade sind noch heute deutlich in der Berliner Großstadtlandschaft zu erkennen. Sie zeigen eine beinahe ländliche Idylle wie Marienfelde, das sich noch etwas von der Beschaulichkeit des 19. Jahrhunderts erhalten hat, oder werden von der Großstadt beinahe verschluckt wie Tempelhof. In allen vier Dörfern verweist eine Dorfkirche mittelalterlichen Ursprungs auf die deutsche Besiedlung des Landes im 13. Jahrhundert. Von der Feldsteinkirche der Tempelritter, die Tempelhof gegründet haben, über den Zentralflughafen Tempelhof aus der Zeit des Nationalsozialismus bis zu Industriebauten der 1950er- und Kirchen der 1960er-Jahre werden alle Bau-, Garten- und archäologischen Denkmale in diesem Berliner Bezirk behandelt. Ein umfangreiches Kapitel bietet einen Überblick über die Geschichte der Stadtentwicklung, von der Vor- und Frühgeschichte bis zur heutigen Zeit.
Sandra Wagner-Conzelmann. Die Interbau 1957 in Berlin. Stadt von heute – Stadt von morgen. Städtebau und Gesellschaftskritik der 50er-Jahre. 2007. 192 S., 8 fb. und 116 sw. Abb., 122 x 30 cm, Gb. ISBN 29,95 ISBN: 3-86568-231-4 Imhof
Die Internationale Bauausstellung 1957 in Berlin war nicht nur durch die im Hansaviertel bauenden Protagonisten der internationalen Nachkriegsmoderne das berühmteste Ausstellungsereignis der 50er-Jahre in Deutschland. Ebenso wichtig war der vom Berliner Senat proklamierte „Städtebau der Zukunft“, der hier die Fortschrittlichkeit und den Anschluss West- Berlins an die nationalen und internationalen Diskussionen beweisen und dieses damit aus seiner prekären politischen und ökonomischen Lage führen sollte. Diese Publikation erarbeitet anhand der komplizierten Planungsgeschichte des Hansaviertels eine fundierte städtebauliche Analyse und bindet die Interbau in die besonderen gesellschaftspolitischen Diskussionen der Nachkriegszeit ein. Besonders aussagekräftig hierfür sind die zeitgenössisch als das programmatische Kernstück bezeichnete Sonderausstellung „die Stadt von morgen und die zu ihrer Vorbereitung abgehaltenen Bauherrengespräche“, die erstmals rekonstruiert und interpretiert werden.
Die Altäre des Gian Lorenzo Bernini. Das barocke Altarensemble im Spannungsfeld zwischen Tradition und Innovation. Felix Ackermann. 288 S., 157 Abb., 24 x 32 cm, Gb. EUR 49,95 ISBN: 3-86568-219-2 Imhof
Das Stichwort „barocker Altar“ bezeichnet das kultische Zentrum eines Kirchen- oder Kapellenraums und damit den Brennpunkt der schöpferischen Ambitionen bei der kirchlichen Innenraumgestaltung. In den Jahrzehnten um die Mitte des 17. Jahrhunderts vollzog sich ein radikaler Wandel von einer schematischkonservativen Gestaltung des architektonischen Retabels hin zu einem fast unüberschaubar breiten Formenrepertoire und einer ausgeprägten Innovationsfreude, die über Generationen hinweg anhalten sollte. Bei dieser Erneuerung der Gattung spielte Gian Lorenzo Bernini (1598– 1680) eine entscheidende Rolle. Er hat mehrere grundlegend neue Lösungen für die Gestaltung des Altarbereiches entwickelt, die bald eine gesamteuropäische Ausstrahlung erlangten.
Das vorliegende Buch geht von einem Überblick über die Gattungstradition aus und thematisiert anschließend Berninis wesentlichste Innovationen anhand von Hauptaspekten, unter denen seine wichtigsten Altararchitekturen untersucht werden.
Ausführliche Einzelstudien sind teils bereits vielbeforschten Werken gewidmet, zu denen neue Aspekte vorgelegt werden, teils rücken sie wenig beachtete Beispiele in ein neues Licht.
Die Altäre als wichtiger Teil von Berninis Werk werden hier erstmals im Zusammenhang thematisiert.
Folgende, den wesentlichsten Innovationen Berninis im Bereich der Altararchitektur gewidmete Hauptthemen bestimmen den Aufbau des Buches:
– die Altarädikula als Schauplatz für ein übernatürliches Ereignis
– die Altarädikula, die durch ein übernatürliches Ereignis konstituiert wird
– die neuartige Inbezugsetzung der Hochaltarkapelle zum Kirchenraum
– der Einbezug der bestehenden Raumarchitektur zur Integration des neu eingefügten Altarensembles
– das Kalkül mit einer Fernsicht, die eine andere als die wirklich vorhandene Gestalt vermuten lässt.
Ferdinand Brütt (1849–1936). Museum Giersch (Hg.). Beiträge von Anja Eichler, Alexander Bastek, Gerd Brüne, Helmut Hess und Manfred Großkinsky. 2007. 224 S., 154 Abb., 21 x 28 cm, Gb. EUR 29,95 ISBN: 3-86568-230-7 Imhof
AUSSTELLUNG IM MUSEUM GIERSCH IN FRANKFURT AM MAIN - 18. März – 15. Juli 2007
Ferdinand Brütt war zu Lebzeiten bekannt als Genremaler des modernen bürgerlichen Lebens. Neben dramatisch zugespitzten Gerichtsszenen schilderte er das Börsengeschäft und malte Galeriebesucher oder Tennisspieler. Daneben zählen religiöse und historische Themen ebenso wie das Porträt zu Brütts facettenreichem Werk. Der in Hamburg geborene Künstler studierte in Weimar und war 22 Jahre in Düsseldorf tätig, bevor er 1898 nach Kronberg im Taunus übersiedelte. Dort lebte er bis 1920 und entwickelte eine lockere, impressionistische Malweise. Die Ausstellung ist die erste Retrospektive seit dem Tod des Künstlers 1936 und bietet einen umfassenden Einblick in Brütts OEuvre, das vom klassischen Genre bis zur modernen Hellmalerei reicht.
Vincenz Czech. Burgen, Schlösser und Herrenhäuser in Berlin und Brandenburg. 2007. 208 S., 300 Abb., 16,5 x 24 cm, Br. EUR 16,80 ISBN: 3-86568-129-4 Imhof
Die Bautätigkeit im Bereich der Burgen, Schlösser und Herrenhäuser in Brandenburg und Berlin ist gekennzeichnet durch zwei recht eigenständige Entwicklungen: Auf der einen Seite stehen die zahlreichen Bauten der Hohenzollern. Die Markgrafen/Kurfürsten von Brandenburg und Könige von Preußen schufen in fast fünfhundert Jahren ausgehend von ihrem Herrschaftsmittelpunkt Berlin eine Residenzlandschaft, die in Teilen vor einigen Jahren sogar in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen worden ist. Auf der anderen Seite bestimmen im ländlichen Brandenburg die ehemaligen Herrenhäuser des Adels noch heute vielerorts das Bild der Dörfer und Gemeinden. Während die landesherrlichen Schloss- und Gartenanlagen phasenweise Anschluss an europäische Architekturstandards fanden, blieb der ländliche Raum von diesen Entwicklungen bis in das 19. Jahrhundert hinein lange Zeit fast unbeeinflusst.
Sowohl der Bereich des höfischen Schlossbaus in Berlin und seinem Umland als auch eine Auswahl von etwa 50 Herrenhausbauten des Landadels werden in diesem Buch vorgestellt.
Die Texte bieten eine kurze historische und kunsthistorische Analyse und Einordnung der jeweiligen Bauten, ergänzt durch zahlreiche Fotos, Grundrisse und Zeichnungen.
Johannes Myssok. Antonio Canova. Die Erneuerung der klassischen Mythen in der Kunst um 1800. 320 S., 330 Abb., 22 x 30 cm, Gb., EUR 59,– ISBN: 3-86568-223-9 Imhof
Der größte Bildhauer des Klassizismus, Antonio Canova (1757–1822), wurde in der Zeit um 1800 vor allem für seine Skulpturen mythologischer Thematik bewundert, die exemplarisch die Wandlungen im Mythenverständnis der Epoche erkennen lassen. Die Publikation zeichnet das dichte Spannungsfeld zwischen der Mythenüberlieferung in der klassischen Literatur, der literarischen Neugestaltung in Canovas Zeit und der Tradition der bildkünstlerischen Gestaltung nach. Die von Canova als Denkform begriffenen antiken Mythen dienten ihm dazu, neue Themen für die bildende Kunst zu erschließen, die mitunter bereits auf die Moderne vorausweisen. Diese Wandlungen im Kanon der Bildthemen an der Schwelle vom 18. zum 19. Jahrhundert entsprangen aus genau präzisierbaren Intentionen und intellektuellen Kontakten, die hier erstmalig umfassend anhand der zahlreichen erhaltenen Briefe Canovas rekonstruiert werden. Dadurch entsteht ein neues Bild des Bildhauers als Intellektuellem mit weitverzweigten, gesamteuropäischen Kontakten zu den bedeutendsten Schriftstellern, Künstlern und Archäologen seiner Zeit. Ausgehend von den venezianischen Frühwerken wird vor allem Canovas Schaffen in Rom in den achtziger und neunziger Jahren des 18. Jahrhunderts beleuchtet, für das eine besonders intensive Auseinandersetzung mit der Mythologie kennzeichnend ist. Die Arbeit schließt mit den Werken für Napoleon und die Napoleoniden, an die sich ein deutlich konventionelleres Mythologieverständnis knüpft.
Michael Imhof und Karen David-Sirocko. Architektur in Frankfurt am Main. Ein Führer zu den Bauten vom Mittelalter bis heute. 2007. 200 S., 350 fb. Abb., 16,5 x 24 cm, Br. EUR 16,80 ISBN: 3-935590-65-5 Imhof
Der Architekturführer liefert eine Übersicht zur Architektur der Mainmetropole, veranschaulicht anhand von zahlreichen neuen Farbabbildungen.
Edith Parzeller. Historisches Fulda. 2007. 240 S., 400 Abb., 16,5 x 24 cm, Gb., EUR 19,95 ISBN: 3-86568-244-4 Imhof
Anhand der größten Postkartensammlung mit Fuldaer Motiven lässt Edith Parzeller in dem attraktiven Bild-Text-Band das alte Fulda vom ausgehende 19. Jahrhundert bis in die 1950er-Jahre
wieder aufleben. Sie dokumentiert mit Hilfe seltener Fotos sowohl das Alltagsleben (z. B. in den Gasthäusern, Schulen und Krankenhäusern) als auch festliche Aktivitäten und insbesondere bauliche Veränderungen infolge von Abriss und Kriegsschäden.
Bodo Brinkmann. Hexenlust und Sündenfall. Die seltsamen Phantasien des Hans Baldung Grien. The Lust of Witches and the Fall of Man. Hans Baldung Grien and his strange phantasies. 2007. 160 S., 92 Abb., dav. 52 ganzseitig. 24 x 30 cm, Gb., EUR 24,95 ISBN: 3-86568-225-3 Imhof
EROTIK UND LÜSTERNE MAGIE! - AUSSTELLUNG IM FRANKFURTER STÄDEL. 23. Februar – 13. Mai 2007

Dem phantastischen Treiben der Hexen hat Hans Baldung Grien eine ganze Reihe von Zeichnungen, aber nur ein einziges Gemälde gewidmet: sein 1523 datiertes Bild im Frankfurter Städel, das im Mittelpunkt der Ausstellung steht. Bei dem hochkarätigen Kunstkammerstück spekulierte der Maler nicht nur auf den wohligen Schauer, den Erscheinungen des Überirdischen hervorrufen; er forderte den gebildeten Betrachter seinerzeit gleichzeitig zu weitergehenden Reflexionen über die verschiedensten Themen heraus: über die erotische Ausstrahlung der Frau, die Liebe und ihre möglichen Folgen, die weibliche Schönheit und den Versuch, ihr Geheimnis im Maleratelier zu enträtseln. Ironisch kommentiert Baldung nicht nur die zeitgenössischen Ansichten zum Hexenwesen, sondern auch die kunsttheoretischen Ansichten seines Lehrmeisters Albrecht Dürer. Die Ausstellung präsentiert sämtliche Hexendarstellungen Hans Baldung Griens, delikate Hell-Dunkel-Zeichnungen auf getönten Papieren ebenso wie Holzschnitte, die zu den Inkunabeln des Farbdrucks gehören. Von hier wird der Bogen gespannt zu weiteren Tafelbildern Baldungs, die weibliche Nacktheit und voyeuristische Blicke elegant gegeneinander ausspielen und schließlich Liebe, Sünde und Tod zu einem geheimnisvollen Dreiklang bringen.
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