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CREDO. Christianisierung Europas im Mittelalter - Essays/Katalog. Hrsg.: Stiegemann, Christoph;Kroker, Martin; Walter, Wolfgang. 2013 1392 S. 1187 fb. Abb. 28 x 22 cm. Gb. EUR 69,99. CHF 95,00 ISBN: 978-3-86568-827-9 Imhof
Nach der legendären Ausstellung zu Karl dem Großen 1999 zeigen die Paderborner Museen mit der Ausstellung „CREDO – Christianisierung Europas im Mittelalter“ von Apostel Paulus bis zur Christianisierung Osteuropas erneut eine außergewöhnliche Sonderausstellung mit ca. 800 wertvollen originalen Leihgaben aus über 25 Ländern. Es handelt sich um einen kulturhistorischen Überblick, der in dieser Form noch nie gezeigt worden ist – von der Antike bis zum hohen Mittelalter und einer Rezeptionsgeschichte bis in die heutigen Tage.
Der zweibändige Katalog zur Ausstellung präsentiert ein Panorama hochkarätiger Exponate: Frühe Zeugen christlicher Kunst und Architektur, gelehrter Schriftlichkeit und Buchkunst werden ebenso präsentiert wie geheimnisvolle Götterfiguren und erstmals auf dem Kontinent gezeigte Funde paganer Kultplätze. In zahlreichen Aufsätzen behandeln namhafte Autoren die wichtigsten Etappen und kulturellen Veränderungen der über 1000 Jahre umfassenden Epoche des Übergangs: von der Verbreitung des Christentums im Römischen Reich, der Christianisierung Galliens, Irlands und der Angelsachsen bis hin zur Evangelisierung Skandinaviens, Polens und der Mission im Baltikum. Der abschließende Rückblick auf die Geschichte der Christianisierung führt zur Frage nach der Identität Europas und dem Stellenwert seiner christlichen Wurzeln heute.
Im Goldenen Schnitt. Niedersachsens längste Ausgrabung. Hrsg.: Ludowici, Babette; Niedersächsisches Landesmuseum Hannover. 2013 80 S. 91 fb. 5 sw Abb. 26 x 21 cm. Pb. EUR 14,90. CHF 21,90 ISBN: 978-3-86568-972-6 Imhof
Das Landesmuseum Hannover präsentiert das größte Archäologieprojekt Niedersachsens: die Ausgrabungen auf der Trasse der Nordeuropäischen Erdgasleitung (NEL). Auf dem rund 200 km langen Teilabschnitt durch Niedersachsen wurden mehr als 150 weitgehend unbekannte Siedlungen und Gräberfelder entdeckt – ein buchstäblich »goldener Schnitt« durch rund 11000 Jahre Geschichte. Die Aus-stellung und der vorliegende Band erklären wie die moderne Archäologie arbeitet, welche technischen Hilfsmittel und Analyseverfahren im Gelände und im Labor heute zum Einsatz kommen und sie bieten einen exklusiven Blick auf erste Funde und Ergebnisse der Forschung. Ausstellung und Katalog präsentieren u. a. den Goldschatz von Gessel, einen der größten bronzezeitlichen Goldschätze, die je in Europa gefunden wurden.
Illuminierte Gebetbücher. aus dem Umkreis der Nürnberger Pleydenwurff- Wolgemut-Werkstatt. Georgi, Katharina. 2013 240 S. 220 fb. und 27 sw. Abb. 30 x 22 cm. Gb. EUR 59,00. CHF 78,90 ISBN: 978-3-86568-790-6 Imhof
Mit der Wende zum 16. Jahrhundert scheint die Buchmalerei in den Werken Jakob Elsners und der Glockendon-Familie eine späte Blüte erfahren zu haben. Die Autorin stellt eine Gruppe bislang von der Forschung kaum beachteter Gebetbücher vor, deren Entstehung in die 1490er Jahre fällt. Für kunstsinnige Benutzer wurden sie auf das Köstlichste illuminiert. Die Miniaturen, der Initial- und Bordürenschmuck zeugen von künstlerischer Originalität und einem überschwänglichen Gestaltungswillen, der offensichtlich an der Altarmalerei Maß nimmt, aber auch die neuesten Entwicklungen der Druckgrafik verarbeitet. Die Spur der unbekannten Künstler führt in das Umfeld der Werkstatt von Hans Pleydenwurff und von Dürers Lehrer, Michael Wolgemut.
Handbuch Städtebauliche Denkmalpflege. Hrsg.: Vereinigung der Landesdenkmalpfleger in der Bundesrepublik Deutschland. 2013 480 S. 24 x 17 cm. Gb. EUR 29,95. CHF 40,90 ISBN: 978-3-86568-645-9 Imhof
Konservatorisches Handeln im städtebaulichen Zusammenhang bedarf einer besonderen Vorgehensweise, zeitlichen Abstimmung und Methodik. Das von der Arbeitsgruppe Städtebauliche Denkmalpflege in der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger erarbeitete Handbuch bietet mit seinen Grundsatzartikeln erstmals einen Überblick über die Grundlagen der Städtebaulichen Denkmalpflege. Ihre Geschichte und die Methoden der Erfassung, Bewertung und Dokumentation werden ebenso dargestellt wie die rechtlichen Rahmenbedingungen, die Planungsinstrumente, -ebenen und -verfahren. In 240 Lexikonartikeln werden ausgewählte Begriffe praxisnah und anschaulich in ihrer Bedeutung für die Praxis erklärt. Das Standardwerk ist ein Muss für alle Bauverwaltungen, Architekten, Stadtplaner, Handwerker, Restauratoren und Denkmalpfleger in Forschung, Lehre und Praxis.
Polleroß, Friedrich. 100 Jahre Tischlerei Zimmerl-Polleroß. Geschichte einer Waldviertler Familie. 2013. Dtsch. 312 S., 902 meist fb. Abb. 23 x 23 cm, Pb. EUR 29,00 CHF 39,90 ISBN: 978-3-86568-964-1 Imhof
Der 1886 in Tiefenbach geborene Josef Zimmerl erwarb 1913 das Haus Nr. 45 in Neupölla und eröffnete dort eine Tischlerei. 1957 heiratete Friedrich Polleroß die Tochter Franziska Zimmerl, und übernahm den Betrieb, der seit 1986 von dessen Sohn Ing. Martin Polleroß geführt wird. Dieser hundertjährigen Firmen- und Familiengeschichte ist die Sonderausstellung des „Ersten österreichischen Museums für Alltagsgeschichte“ in Neupölla gewidmet. Neben den Veränderungen im Geschäftsbereich und in der Form der Möbel werden u. a. die Ausbildung der Kinder und deren Schicksale thematisiert. Einen zentralen Aspekt bilden die politischen und gesellschaftlichen Veränderungen des 20. Jahrhunderts, die am Beispiel dieser Waldviertler Familie aufgezeigt werden können: von den letzten Regierungsjahren Kaiser Franz Josephs über den Ersten Weltkrieg und die Inflationszeit, den Ständestaat und den „Anschluss“ an das Deutsche Reich, den Zweiten Weltkrieg, die Besatzungszeit, Wiederaufbau und „Wirtschaftswunder“ bis zur Regierungszeit von Bundeskanzler Kreisky und den Anfängen der Umweltschutzbewegung sowie des Waldviertler Regionalbewusstseins
Wertewandel im Werk von Raffael Rheinsberg. Die Herausbildung seiner Arbeitsweise in Kiel und ausgesuchte Werke der folgenden 30 Jahre. Rönnau, Jens. 2013. 192. 54 fb. u. 203 sw. Abb. 28 x 23 cm. Gb. EUR 19,95. CHF 28,50 ISBN: 978-3-86568-979-5 Imhof
Ausstellung für den Verein Mahnmal Kilian e. V., Kiel in Kooperation mit dem Verein Maritimes Viertel – Kultur am Kanal e. V. Kiel im Flandernbunker und in der alten Technischen Marineschule, Kiel | 2.8.–20.10.2013 | www.mahnmalkilian.de| www.maritimes-viertel.de
Raffael Rheinsberg, 1943 in Kiel geboren, arbeitet weltweit. Seine Kunstwerke berühren die Menschen, weil sie direkt mit ihrem Leben zu tun haben. Krieg und Frieden, Arbeit und Wirtschaft, Natur und Naturzerstörung, Heimat und Fremde sowie der Mensch an sich sind häufig die Grundthemen. Diese macht Rheinsberg im Bewusstsein für Geschichte, Gegenwart und Zukunft fest an den unscheinbaren Dingen des Alltags, die er in überraschende Zusammenhänge stellt. Der Autor Jens Rönnau ist als Kunsthistoriker, Jo urnalist und Kurator seit über 35 Jahren mit dem Werk des Künstlers vertraut. Mit diesem Band erklärt er die Entwicklung Raffael Rheinsbergs in dessen Heimatstadt Kiel und verschafft neben kunsthistorischen Vergleichen einen gut lesbaren Einblick in sein internationales Werk bis heute.
Orden auf königlichem Porzellan. Das Tafelservice vom Eisernen Helm und die Feldherrenporzellane der königlichen Porzellanmanufaktur Berlin. 2013 Hrsg.: Kulturstiftung des Hauses Hessen Museum Schloss Fasanerie. 240 S. 962 fb. Abb. 30 x 21 cm. Pb. EUR 29,95. CHF 40,90 ISBN: 978-3-86568-977-1 Imhof
Sonderausstellung und Katalog zeigen außergewöhnliche, in ihrer Bestimmung einmalige Porzellane. Nach der Völkerschlacht bei Leipzig im Oktober 1813 beschenkte der König von Preußen ausgewählte Heerführer mit prächtigen Tafelservicen, die er bei der Berliner Manufaktur KPM in Auftrag gegeben hatte: sechs Service, dekoriert mit dem Eisernen Kreuz, dem Orden für höchste Tapferkeit im Krieg. Sie sind in Teilen erhalten und werden im vorliegenden Katalog detailliert in Wort und Bild vorgestellt. So auch das repräsentative Speise- und Dessertservice, das der spätere Kurfürst Wilhelm II. von Hessen-Kassel 1818 für seinen Hof bestellte – das umfangreichste Service, das die KPM je hergestellt. Es zeigt als Dekor, in Anlehnung an die königlichen Geschenke, den hessischen Tapferkeitsorden vom Eisernen Helm.
Walter M. Rammler. The Last Shooting. 2013 Siegmund, Tanja. Hrsg.: Vonderau Museum Fulda. 20 S., 8 fb. u. 7 sw. Abb. 15 x 21 cm. geh. EUR 5,00. CHF 7,60 ISBN: 978-3-86568-986-3 Imhof
Seit seiner Kindheit beschäftigt sich Walter M. Rammler mit Fotografie, die später zu seinem Beruf und seiner Leidenschaft wurde. Als Assistent in einem großen Fotostudio in Nürnberg hat er angefangen und setzte nach fünf Jahren die Arbeit in dem Fotoatelier der Fuldaer Werbeagentur creart fort. Nach zwölf Jahren wagte er dann den Sprung in die Selbstständigkeit. Er erwarb das Kino der aus Fulda abgezogenen amerikanischen Streitkräfte und gründete dort ein großes Fotoatelier, das er vor kurzem wieder verkauft hat.
„Nach einem Jahr merkte ich, dass das Atelier in der Glenn Miller Straße 1 mich noch nicht ganz los gelassen hatte. Als ich eines Abends – nicht ganz zufällig – vorbei fuhr und das offene Gebäude sah, zwang es mich, die Architektur im Umbau zu fotografieren. Das Licht, das in das ehemalige Kino fiel, begeisterte mich. Jedoch fehlte irgendetwas: Das Leben, denn dieses war immer im Atelier. Ich dachte an einen ganz puristischen Menschen – natürlich nackt. So fotografierte ich die Stationen noch einmal mit einem Model, um dem ehemaligen Kino wieder Leben einzuhauchen.“ (Walter M. Rammler)
Johann Paul Egell (1691–1752). Der kurpfälzische Hofbildhauer und die Hofkunst seiner Zeit: Skulptur – Ornament – Relief. Leibetseder, Stefanie Michaela. 2013. 160 S., 133 fb. Abb. 30 x 23 cm. Gb. EUR 39,00. CHF 51,90 ISBN: 978-3-86568-851-4 Imhof
Der kurpfälzische Hofbildhauer Paul Egell (1691– 1752) zählt zu den bedeutendsten Bildhauern Deutschlands im 18. Jahrhunderts. Wie kein anderer Bildhauer der Zeit markiert sein Werk den Paradigmenwechsel zwischen den italienisch geprägten Traditionen des Barock und der französisch geprägten Formensprache des Rokoko. Das Buch spürt anhand exemplarischer Werke erstmals den Entstehungsbedingungen von Egells Werk nach. Im Mittelpunkt stehen sein Beitrag zum Nymphenbad des Dresdner Zwingers sowie die Skulpturen und Stuckaturen, die er für die kurpfälzische Residenz in Mannheim schuf. Es wird die ikonografische Tradition untersucht, in der sich Egell bewegte, und aufgezeigt, dass dessen Schaffen bereits sehr früh die Kunst der Régence in Frankreich rezipierte. Damit wird zum einen die Grundlage für eine differenziertere Einschätzung von Egells Œuvre gelegt, zum anderen werden Anregungen für die Auseinandersetzung mit anderen Bildhauern des deutschen Rokoko gegeben.
115.628 Berliner / 115.628 Berliners - Der jüdische Friedhof Weißensee / The Weissensee Jewish Cemetery. Dokumentation der flächen­deckenden Erfassung der Grabstätten / Documentation of the Comprehensive Survey of the Burial Sites. Hrsg.: Landesdenkmalamt Berlin; Technische Universität Berlin. 2013. Dtsch/Engl. 95 meist fb. Abb. 30 x 21 cm. Pb . EUR 7,80. CHF 11,80 ISBN: 978-3-86568-963-4 Imhof
Der Jüdische Friedhof Berlin-Weißensee ist ein Denkmal von internationaler Bedeutung. Glücklicherweise musste dieser über 40 Hektar große Begräbnisplatz seit seiner Eröffnung im Jahr 1880 durch Kriege oder Vandalismus kaum Verluste erleiden. Der vorliegende Band dokumentiert die flächendeckende Inventarisation von über 100 000 Grabstellen und gibt erste Antworten auf viele Fragen: Wie viele Bestattungen erfolgten? Welche Informationen vermitteln die hebräischen Inschriften? Aus welchem Material und von wem wurden die Grabzeichen gefertigt und in welchem Zustand haben sie überdauert? Welche Schlüsse lassen sich daraus für die zukünftige Erhaltung des Friedhofs ziehen? Woher kamen die Mitglieder der einst so bedeutenden Jüdischen Gemeinde zu Berlin? Welche Hinweise lassen sich zur fortschreitenden Emanzipation der Berliner Juden ablesen?
Schimmern aus der Tiefe. Muscheln, Perlen, Nautilus. Staatliches Museum Schwerin – Kunstsammlungen, Schlösser und Gärten 14.6.–15.9.2013 | www.museum-schwerin.de. Hrsg.: Möller, Karin Annette; Blübaum, Dirk; Staatliches Museum Schwerin. 2013. 347 fb. u. 20 sw. Abb. 28 x 21 cm. Gb. EUR 29,95. CHF 40,90 ISBN: 978-3-86568-911-5 Imhof
Der subtile Glanz von Perlmutt, das in den Farben des Regenbogens schillert, fasziniert die Menschen seit Jahrhunderten. Über den optischen Reiz hinaus sind Perlen, Muscheln und Schnecken Ausdruck der Erforschung der Welt durch die Europäer in der Renaissance. Perlmutt ziert die repräsentativsten Objekte adeliger Auftraggeber: In Waffen, prächtigen Möbeln oder Prunkpokalen brilliert das Material neben Edelsteinen, Gold und Silber. Dem feinen Schmelz der Oberflächen spürten auch die holländischen Stilllebenmaler des Goldenen Zeitalters nach. Der reich bebilderte, umfangreiche und überaus detaillierte Katalog widmet sich der Rolle von Perlen, Muscheln und Schnecken in der Kunst, der Liturgie und Repräsentation, als Dekor sowie Sammler- und Studienobjekte, für Gebrauchsgegenstände usw. im Zeitraum vom 15.–20. Jahrhundert.
Römer unterwegs. Überall zu Hause und doch fremd. LVR-RömerMuseum im Archäologischen Park Xanten7. Juni bis 3. November 2013. Hrsg.: LVR-Römer Museums im Archäologischen Park Xanten; Müller, Martin; Schneider, Charlotte; Redaktion: Schmitz, D.; Sieler, M. 2013. 191 fb. u. 24 sw.Abb. 22 x 19 cm. Pb . EUR 14,90. CHF 21,90 ISBN: 978-3-86568-920-7 Imhof
Das Imperium Romanum war ein globalisiertes Reich. Die Zeugnisse damaliger Menschen belegen einen hohen Grad an Mobilität in der Bevölkerung. Familien zogen ihren Angehörigen in die Fremde hinterher oder Soldaten gründeten Familien in der neuen Heimat. Dem Militär folgten Händler und Handwerker. Handel fand regional, überregional und global statt und bewegte Menschen unterschiedlicher Herkunft über weite Strecken. Handwerker verlagerten ihre Produktion und damit ihren Lebensmittelpunkt, um näher am Absatzmarkt zu sein. Ihre Geschichten sind in diesem Band gesammelt und ergeben das Bild einer Gesellschaft, die Fremde als Potential begriff. In 14 Aufsätzen wird ein Überblick über die Mobilität der Menschen im Römischen Reich geboten. Beginnend mit der Infrastruktur als Voraussetzung und den unterschiedlichen Beweggründen für das Reisen, werden danach unterschiedliche Lebensbereiche thematisiert.
Mit Stift und Feder. Zeichnungen vom Klassizismus bis zum Jugendstil. Augustinermuseum, Freiburg15.6.–15.9.2013 | www.museen.freiburg.de. Hrsg.: Reuße, Felix; Städtischen Museen Freiburg, Augustinermuseum. 2013. 172 fb. Abb. 28 x 24 cm. Pb . EUR 24,80. CHF 35,50 ISBN: 978-3-86568-879-8 Imhof
Lebendige Skizzen, originelle Karikaturen oder detailreiche Meisterwerke – die Kunst der Zeichnung begeistert durch ihre Vielfalt. Die Graphische Sammlung des Augustinermuseums präsentiert eine faszinierende Auswahl von Handzeichnungen des 19. Jahrhunderts, die meisten davon nie zuvor publiziert oder ausgestellt. In Ausstellung und begleitendem Katalog wird das gesamte Spektrum an Themen, Techniken und Stilrichtungen vom Klassizismus bis zum Jugendstil vorgestellt. Neben regionalen Größen wie Anselm Feuerbach und Hans Thoma sind prominente Künstler wie Joseph Anton Koch und Carl Spitzweg vertreten.
Alltag und Frömmigkeit am Vorabend der Reformation in Mitteldeutschland. Katalog zur Ausstellung „Umsonst ist der Tod“. Hrsg.: Mühlhäuser Museen; Stadtgeschichtliches Museum Leipzig; Kulturhistorisches Museum Magdeburg; Kühne, Hartmut; Bünz, Enno; Müller, Thomas T. 2013. 416 S., 457 fb. Abb. 30 x 21 cm. Gb. EUR 29,95. CHF 40,90 ISBN: 978-3-86568-921-4 Imhof
Mühlhäuser Museen, Museum am Lindenbühl, Mühlhausen28. September 2013 bis 13. April 2014. Stadtgeschichtliches Museum Leipzig28. Mai 2014 bis 7. September 2014Kulturhistorisches Museum Magdeburg 7. November 2014 bis 15. Februar 2015.
Die Reformation war keine Reaktion auf einen angeblichen Verfall der kirchlichen Frömmigkeitspraxis. Dies ist in der Geschichtswissenschaft seit Jahrzehnten bekannt, hat sich aber kaum herumgesprochen. Vor allem in Mitteldeutschland, dem „Mutterland der Reformation“, ist das populäre Bild von Kirche und Frömmigkeit um 1500 durch Vorurteile und Unkenntnis geprägt. Um dies zu ändern, haben die beteiligten Museen im Verbund mit dem Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde und der Historischen Kommission für Thüringen ein Forschungsprojekt initiiert, dessen Ergebnisse in der Ausstellung mit drei Standorten zu sehen sind. Insgesamt werden etwa 300 Zeugnisse der religiösen Kultur um 1500 gezeigt, die sechs Themen beleuchten: Die Pfarrkirche, Gemeinschaft der Lebenden und der Toten, Stets unter himmlischem Schutz, Frömmigkeit unterwegs, Laien machen Kirche, Frömmigkeit: hörbar, sichtbar, fassbar. Ein großer Teil der Exponate wird im Rahmen dieser Ausstellung erstmals der Öffentlichkeit zuganglich gemacht. Der Katalog, an dem etwa 60 Autorinnen und Autoren mitgewirkt haben, stellt alle in der Ausstellung gezeigten Objekte in Bild und Text vor und erläutert ihre Funktion und Bedeutung durch kurze thematische Einleitungen.
Die Augsburger Kistler des 17. Jahrhunderts. Studien zur Geschichte des Kunsthandwerks. Cornet, Christine. 2013. 500 S., 200 Abb. 27 x 21 cm. Gb. EUR 59,00. CHF 78,90 ISBN: 978-3-86568-476-9 Imhof
Augsburg war seit dem 16. Jahrhundert ein bedeutendes Zentrum des Exports von Schreinerarbeiten, die in ganz Europa berühmt waren. Diese herausragende Stellung behielt die Stadt auch im 17. Jahrhundert, als die Schreiner („Kistler“) in den Notzeiten des Dreißigjährigen Kriegs und der wirtschaftlich schwierigen Phase in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts immer wieder um ihr wirtschaftliches Fortkommen rangen. Das Buch verschafft einen Überblick über die in Augsburg tätigen Kistler des 17. Jahrhunderts. Erstmals tragt es aus dem umfangreichen Aktenmaterial des Augsburger Stadtarchivs und anderen Quellen die Namen und Biographien der einzelnen Kistler und Nachrichten über ihre zum Teil extrem aufwendigen und kostbaren Arbeiten zusammen. Bemerkenswert ist die künstlerische Produktion der Kistler, die einen Luxusmarkt bediente, der auch während des Dreißigjährigen Kriegs nicht zum Erliegen kam. Begehrt waren bei den weltlichen und klerikalen Auftraggebern nicht nur die berühmten Augsburger Kunstkammer- und Kabinettschranke, sondern auch die aufwendigen Raumausstattungen mit Fußböden, Vertäfelungen, Türgerichten und Decken sowie auch andere repräsentative Möbel, außerdem kunstvolle Retabel, Kanzeln und andere Kirchenausstattungen.
Jüdisches in Bamberg. Hrsg.: Hanemann, Regina. 2013. 324 S., 143 fb. Abb. 23 x 23 cm. Pb. EUR 25,00. CHF 35,50 ISBN: 978-3-86568-898-9 Imhof
Was gehörte früher zum jüdischen Leben in Bamberg und wie sieht es heute aus? Seit dem Mittelalter haben Juden in Bamberg gelebt und Spuren hinterlassen. Ausstellung und begleitender Katalog tragen historische Quellen und Objekte sowie private Erinnerungsstücke zusammen. Die vielfaltigen verlorengegangenen Lebenswelten werden so wieder anschaulich. Über den historischen Teil hinausgehend, ist auch die Gegenwart und die jüngste Geschichte jüdischen Lebens in Bamberg seit der Nachkriegszeit dargestellt.
Adam von Bartsch (1757–1821). Leben und Werk des Wiener Kunsthistorikers und Kupferstechers unter besonderer Berücksichtigung seiner Graphik nach Handzeichnungen. Rieger, Rudolf. 2013. inkl. DVD. 1264 S. 1307 z. T. fb. Abb. 32 x 24 cm. Gb. EUR 199,00. CHF 270,00 ISBN: 978-3-86568-701-2 Imhof
Adam von Bartsch gilt als „Ahnvater“ der modernen Graphikforschung, formulierte er doch nicht nur grundlegende Überlegungen zur Systematisierung von Druckgraphik, sondern schuf mit seinem 21-bändigen „Le Peintre Graveur“ (1803–1821) ein fundamentales Korpuswerk, das bis heute den Ausgangspunkt für die Beschäftigung mit graphischer Kunst von den Anfangen bis ins 18. Jahrhundert darstellt. Kaum bekannt ist hingegen, dass Bartsch auch künstlerisch tätig war und mit einem OEuvre von fast 600 Blatt zu den innovativsten Graphikern seiner Zeit gehörte, dessen herausragende Stellung in der Graphik um 1800 noch nicht dargestellt wurde. Neben Porträts und Illustrationsgraphik widmete er sich vor allem der Reproduktion von Handzeichnungen alter Meister und schuf auf diesem Gebiet zahlreiche Blatter, die teils einzeln, teils als Folgen verlegt wurden. Der Werkkatalog unterzieht erstmalig alle Arbeiten Bartschs einer Sichtung und Beurteilung. Begleitet wird er von einer biographischen Studie und einer Analyse des graphischen Schaffens sowie einer nach Ländern gegliederten, in dieser Form noch nicht unternommenen Darstellung zur Reproduktionsgraphik nach Zeichnungen im 18. und 19. Jahrhundert, vor deren Hintergrund Bartschs Stellung erst deutlich konturiert werden kann. Neben der Würdigung Bartschs als herausragendem Vertreter eines durch die Aufklärung geprägten neuen Wissenschaftler- und Künstlertypus liefert die Publikation somit einen grundlegenden Beitrag zur Graphikgeschichte jener Zeit im europäischen Kontext.
Gartendenkmale in Berlin. Parkanlagen und Stadtplätze. Hrsg.: Landesdenkmalamt Berlin. 2013. 576 S., 1188 meist fb. Abb. 30 x 24 cm. Gb. EUR 49,95. CHF 66,90 ISBN: 978-3-86568-422-6 Imhof
Wie kaum eine andere Großstadt im deutschsprachigen Raum ist Berlin noch immer durch ein reiches Gartenerbe geprägt. Eine besondere Rolle spielen dabei die zahlreichen öffentlichen Parkanlagen. Das vorliegende Gattungsinventar publiziert erstmals vollständig die 178 erfassten und unter Schutz gestellten öffentlichen Grünanlagen und dokumentiert ihre Entstehungsgeschichte, ihre Bedeutung und die gartendenkmalpflegerischen Maßnahmen der letzten 35 Jahre. Zahlreiche farbige Fotos, historische Aufnahmen sowie Pläne oder Ansichten illustrieren mit beschreibenden Texten die gartenkünstlerische Entwicklung der Freiflächen in Berlin. Die Spanne reicht von ehemaligen Dorfangern aus dem Mittelalter über Gutsparks, Kirchplätze, Alleen, Botanische Anlagen, Sportanlagen, Ehrenmale, Stadtplätze, Schloss- und Volksparks bis hin zu Grünzügen und Boulevards. Umfangreiche bibliographische Angaben und ein Personenregister komplettieren das Inventar. Die Ordnung nach Bezirken und Ortsteilen ermöglicht einen guten Überblick im Stadtgebiet. Somit wird die Publikation zu einem Gewinn und unerlässlichen Nachschlagewerk für alle Liebhaber Berliner Grünanlagen, für Garten- und Kunsthistoriker, für Denkmalpfleger und Städteplaner.
Bildwerke nördlich der Alpen 1050 bis 1380. Kritischer Bestandskatalog der Berliner Skulpturensammlung. Kunz, Tobias. Hrsg.: Staatlichen Museen Berlin Preußischer Kulturbesitz. 2013. Leineneinband mit Schutzumschlag. 560 S., 634 meist fb. Abb. 30 x 24 cm. Gb. EUR 69,00 ISBN: 978-3-86568-926-9 Imhof
Durch ihre spezielle Geschichte sind die nordalpinen mittelalterlichen Bestände der enzyklopädisch angelegten Berliner Skulpturensammlung aus dem Bewusstsein der Wissenschaft geraten. Selbst epochale Schlüsselwerke sind oft nicht bekannt. Gründe sind die Veraltung des letzten Bestandskatalogs von 1930, die Trennung der Sammlung bis 1990 und die jahrelange Verbannung wichtiger Skulpturen in die Depots. Der vorliegende wissenschaftliche Katalog macht diesen wichtigen Teilbestand der in ihrer breiten topographischen Streuung und hohen Qualität einzigartigen Sammlung der Wissenschaft und breiten Öffentlichkeit gleichermaßen wieder zugänglich. Er umfasst die frühen nordalpinen Bildwerke aus Stein, Holz, Stuck, Ton und Metall bis zum Beginn des Weichen Stils um 1380 – inklusive der Verluste insgesamt 168 Einträge. Neben der kunsthistorischen Bearbeitung ist jedes noch erhaltene Stück durch die Restauratoren des Museums intensiv auf technologische Befunde untersucht worden.
Der Deutsche Orden und Thüringen. Aspekte einer 800-jährigen Geschichte. Hrsg.: Müller, Thomas T. 2013. 144 S. 100 Abb. 30 x 21 cm. Gb. EUR 19,95. CHF 28,50 ISBN: 978-3-86568-928-3 Imhof
Im 13. Jahrhundert gegründet, erstreckte sich die Ballei Thüringen des Deutschen Ordens von Mühlhausen bis nach Eger über mehrere Bistumsgrenzen hinweg. Dabei war sie nie ein geschlossenes Herrschaftsgebilde, sondern stellte einen Verwaltungsbezirk dieser 1190 von deutschen Kreuzfahrern in Akkon gegründeten geistlichen Vereinigung dar. Fast 200 Jahre nach der Auflösung des Ordens in seiner ursprünglichen Form 1809 ist dieser heute als Träger mehrerer Einrichtungen der Altenpflege in das Land seiner Patronin, der hl. Elisabeth, zurückgekehrt. In diesem Sammelband widmen sich die Autoren in elf Beitragen ganz unterschiedlichen Aspekten der 800-jährigen Beziehungen zwischen dem Deutschen Orden und Thüringen. Darstellungen zur Geschichte des Gesamtordens sowie seiner Ballei wechseln sich ab mit Arbeiten über prominente Mitglieder und ausgewählte Niederlassungen. Das Buch zeigt an einzelnen Beispielen anschaulich die Rolle des Ritterordens und seiner Protagonisten im Kontext der Thüringer Landesgeschichte auf.
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