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Realismus - 45 Jahre Deutsche Bildhauerei. Hrsg.: Türr, Karina. 2014. 208 S. 28 x 21 cm. Gb. EUR 29,90. CHF 40,90 ISBN: 978-3-7319-0008-5 Imhof
Das vorliegende Werk stellt die Entwicklung der gegenständlichen Bildhauerei innerhalb der vergangenen vierzig Jahre erstmals dar. Die sogenannten „Polyester-Realisten“ brachen mit allen Gesetzen der traditionellen gegenständlichen Skulptur und nahmen den 1960er Jahre Realismus der internationalen Malerei auf – alltägliche Themen, politische und gesellschaftliche Kritik und banale Ikonographie. Das neue Medium waren nicht Bronze, Stein oder Ton, sondern der Kunststoff Polyester und die Farbe. Die realistische Bildhauerei entwickelte sich international, wobei Künstler aus England, den USA und Deutschland die wesentlichen Protagonisten waren. 15 Bildhauer, die Älteste 1933, der Jüngste 1974 geboren, werden in diesem Buch mit eigenen Texten und Abbildungen vorgestellt (Inge Therese Dietrich, Karlheinz Biederbick, Ludmilla Seefried-Matejková, Christa Biederbick, Erika Maria Lankes, Guido Messer, Ulrike Enders, Peter Nettesheim, Robert Metzkes, Birgid Helmy, Silvia Siemes, Uschi Koch, Gisela Eichardt, Veronika Veit und Rainer Kurka). Ein historischer und ein theoretischer Teil runden das Werk ab.
Archäologische Studien zum Judentum. in der europäischen Antike und dem zentraleuropäischen Mittelalter. Harck, Ole. Schriftenreihe der Bet Tfila-Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa (7). 2014. 656 S. 26 x 21 cm. Gb. EUR 59,00. CHF 78,90 ISBN: 978-3-7319-0078-8 Imhof
In den Siedlungen und Städten der europäischen Antike und des zentraleuropäischen Mittelalters bildeten Juden eine Minderheit in der heidnischen bzw. christlichen Mehrheitsbevölkerung. Die meisten materiellen Zeugnisse jüdischen Lebens unterscheiden sich jedoch kaum von vergleichbaren archäologischen Funden. Allein die Kultbauten wie Synagogen und Ritualbäder weisen spezifisch andere Bauweisen auf. Bei den jüdischen Grabanlagen zeigen sich seit der Antike Eigenentwicklungen, die erst im Mittelalter abgeschlossen wurden. Darüber hinaus verwendeten die Juden einige wenige besonders gefertigte liturgische Geräte, deren Symbole und hebräische Inschriften sie als jüdische Ritualobjekte identifizieren. In seinem Buch gibt Ole Harck vom Institut für Ur- und Frühgeschichte der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel erstmalig eine Gesamtübersicht über die eindeutig als jüdisch identifizierten archäologischen Funde des zentraleuropäischen Mittelalters und beleuchtet wichtige Funde der europäischen Antike.
Caspar Voght (1752–1839). Weltbürger vor den Toren Hamburgs. Stiftung Historische Museen HamburgJenisch Haus6. April bis 23. November 2014. Hrsg.: Altonaer Museum; Czech; Petersmann; Tiedemann-Bischop. 240 S. 23 x 25 cm. EUR 29,95. CHF 40,90 ISBN: 978-3-7319-0053-5 Imhof
Caspar Voght (1752–1839) zählte zu den bedeutendsten Hamburger Persönlichkeiten der Zeit um 1800. Sein Wirken ist heute allerdings zu Unrecht weitgehend in Vergessenheit geraten. Der Begleitband zur Ausstellung im Jenisch Haus vermittelt einen umfassenden Einblick in die verschiedenen Facetten seines von aufklärerischen Idealen geprägten Lebens und Schaffens. Voghts wichtige, in ganz Europa gefragten Beiträge zur zeitgenössischen Reform des Armenwesens stehen ebenso im Fokus wie sein landwirtschaftliches Mustergut in Klein Flottbek im Stil der ornamented farm. Es war einst ein herausragendes gesellschaftliches Zentrum vor den Toren Hamburgs und zählt zu den bedeutendsten Ausgangspunkten der bis heute prägenden architektonischen und landschaftsgärtnerischen Erschließung des Hohen Elbufers. Auch das auf Voghts persönliches Ansehen gegründete und in zahlreichen Reisen verdichtete internationale Netzwerk mit einflussreichen Politikern, Gelehrten und Schriftstellern, das bis in die Vereinigten Staaten von Amerika reichte, wird erstmals ausführlich beleuchtet. Durch die Beiträge der Autoren unterschiedlicher Fachgebiete ersteht das anschauliche und spannende Lebensbild eines vielseitig gebildeten und aktiven Mannes in der Zeit der Aufklärung.
Arkadien – Paradies auf Papier. Landschaft und Mythos in Italien. Hrsg.: Kupferstichkabinett Staatliche Museen zu Berlin; Korbacher, Dagmar; Beitr.: Brouard, Christophe; Riccòmini, Marco. 2014. 272 S. 28 x 23 cm. Pb. EUR 29,95 CHF 40,90 ISBN: 978-3-7319-0016-0 Imhof
Das poetische Traumland Arkadien ist ein irdisches Paradies, ein idyllischer Ort, an dem Hirten in Einklang mit der blühenden Natur leben. Diese Welt des Glücks existiert zuerst auf dem Papier, denn sie ist eine Erfindung der antiken Dichter. Ihr Erfolg in der europäischen Geistesgeschichte begann mit der Renaissance in Italien. Dabei erwiesen sich Zeichen- und Druckkunst als geradezu prädestiniert zur Verbreitung mythologischer Bilder wie auch zur Visualisierung arkadischer Idyllen. Mit dem Grabstichel, der Radiernadel und dem Zeichenstift spürte der Künstler den Augenblicken flüchtigen Glücks nach, bannte sie auf Papier, suchte, fand und erfand Sehnsuchtsorte. Die Bilder von Landschaften idealer Schönheit, bukolischer Idylle und Orten mystisch-mythischen Seins sind durchwebt von inniger Naturverbundenheit und göttlichem Liebeszauber. Solche paradiesischen Orte haben in ihrer zeitlosen Schönheit bis heute nichts an ihrer Faszination eingebüßt: Der Mensch hat zu allen Zeiten Glück und Daseinsfreude in der Natur gesucht und gefunden – seiner Vertreibung aus dem Paradies zum Trotz.
Der reich mit großformatigen Abbildungen ausgestattete Katalog präsentiert die Werke namhafter italienischer Künstler wie etwa Sandro Botticelli, Fra Bartolommeo, Domenico Campagnola, Marcantonio Raimondi, Parmigianino, Annibale und Agostino Carracci sowie Guercino.
Fritz Döring - Zwischen Leid und Hoffnung. Bilder aus russischer Kriegsgefangenschaft. Hrsg.: Stasch, Gregor K.; Bearbeitet von Halsch, Antonia. Vonderau Museum Fulda. Kataloge (33). 2014. 48 S. 24 x 17 cm. geh. EUR 5,00 CHF 7,60 ISBN: 978-3-7319-0066-5 Imhof
Der Maler Fritz Döring (1904-1987) war einer von 3,15 Millionen deutschen Soldaten, die im Zweiten Weltkrieg in russische Kriegsgefangenschaft gerieten. Aufgewachsen und erwachsen geworden im ländlichen Pfordt bei Schlitz, ist Döring ein Zeitzeuge des Dritten Reiches und des darauf folgenden Zweiten Weltkrieges. 1942 als Sanitätssoldat eingezogen, dokumentiert Fritz Döring mit Hilfe der Malerei seine Eindrücke während des Krieges an der Ostfront und in russischer Kriegsgefangenschaft. In dieser Zeit entstehen Bilder von Massengräbern und Strafgefangenenlager in Russland sowie von Kameraden. Die Bilder wurden von Döring nur selten gezeigt und er redete auch nur selten über diese Zeit. Bekanntheit erlangte der Maler mit seinen idyllischen Landschaftsbildern aus der Rhön und des Vogelbergkreises. Der Katalog dokumentiert den Lebensweg von Fritz Döring und zeigt erstmals seine Bilder aus russischer Gefangenschaft.
Jahrbuch 2012. Museumslandschaft Hessen Kassel. Hrsg.: Museumslandschaft Hessen Kassel; Küster, Bernd. 192 S., 272 meist fb. Abb. 29 x 21 cm, Gb. EUR 19,95 CHF 28,50 ISBN: 978-3-7319-0050-4 Imhof
Die Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK) steht in einer rund 600-jährigen Tradition des Sammelns, Bewahrens und Gestaltens. Durch landgräfliche und kurfürstliche Sammelleidenschaft sind hier über die Jahrhunderte hinweg mannigfaltige und bedeutende Kunstschätze zusammengekommen, welche unverändert an ihrem historischen Ort erhalten sind. Mit dem Jahrbuch 2012 präsentiert die Museumslandschaft nun das vierte Jahrbuch, das die landeseigenen Sammlungen und die vielfältigen Aktivitäten der MHK vorstellt.
Tempi Passati. Die Reichsstadt in der Erinnerung. Hrsg.: Wittmann, Helge; Hrsg.: Arbeitskreis „Reichsstadtgeschichtsforschung“; Hrsg.: Friedrich-Christian-Lesser-Stiftung S tudien zur Reichsstadtgeschichte. Hrsg.: Arbeitskreis „Reichsstadtgeschichtsforschung“ und der Friedrich-Christian-Lesser-Stiftung, Nordhausen (1). 2014. 288 S. 71 fb. u. 41 sw. Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 29,95 CHF 40,90 ISBN: 978-3-7319-0041-2 Imhof
Unter dem Titel „Tempi passati – Die Reichsstadt in der Erinnerung” legt der Arbeitskreis „Reichsstadtgeschichtsforschung” die Dokumentation seiner ersten wissenschaftlichen Tagung vor. Der Band widmet sich Fragen nach Situationen, Funktionen und Wirkungen des Erinnerns an vergangene reichsstädtische Zeit. Er enthält Einzeluntersuchungen zu Bad Wimpfen, Dortmund, Eger/Cheb, Frankfurt a. M., Hamburg, Lübeck, Mühlhausen/Thür., Nordhausen, Ulm und Wetzlar, den linksrheinischen Speyer und Worms sowie ehemaligen Reichsstädten in der heutigen Schweiz.
Die mittelalterliche Sakramentsnische auf Gotland (Schweden). Kunst und Liturgie. Kroesen, Justin; Tangeberg, Peter. 2014. 240 S. 274 meist fb. Abb. 30 x 24 cm. Gb. EUR 39,95 CHF 53,90 ISBN: 978-3-86568-849-1 Imhof
Die mittelalterlichen Kirchen der schwedischen Insel Gotland beherbergen eine einzigartige Fülle mittelalterlicher Ausstattung. Von besonderer Bedeutung ist die Sakramentsnische, die uns in einer erstaunlichen Vielfalt begegnet. Es handelt sich um die größte zusammenhängende Gruppe mittelalterlicher Sakramentsnischen in ganz Europa. Diese Studie enthält einen Katalog der fast sechzig gotländischen Beispiele sowie eine Analyse der Objekte in ihrem europäischen Kontext. Dabei bilden neben dem kunsthistorischen Aspekt immer auch die Perspektive der Nutzung sowie ihre Erhaltung im Luthertum den roten Faden. Aufgrund der vielen Verbindungen des mittelalterlichen Gotlands gewähren uns die Wandschränke auf dieser Ostseeinsel einen einzigartigen Einblick in die liturgische Ausstattung mittelalterlicher Kirchen in anderen Teilen Europas, die ansonsten weitgehend verloren ist.
Justin E.A. Kroesen ist Dozent an der Fakultät Theologie und Religionswissenschaft der Universität Groningen (Niederlande) im Fachbereich Geschichte der christlichen Kunst. Peter Tangeberg, Restaurator und Kunsthistoriker, ist Spezialist im Bereich der mittelalterlichen Kunst, insbesondere der Skulptur Schwedens und des Ostseeraumes.
Barocke Kunst und Kultur im Donauraum. Hrsg.: Möseneder, Karl; Thimann, Michael; Hofstetter, Adolf. 2014. 720 S. Ln mit Schutzumschlag. 29 x 23 cm. Gb. EUR 99,00. CHF 129,00 ISBN: 978-3-7319-0021-4 Imhof
Der Sammelband mit über 50 Beiträgen nimmt das Kunstschaffen des Donauraumes von seiner Quelle bis zur Mündung in der Zeit des 17. und 18. Jahrhunderts in den Blick. Am Beginn steht die Frage nach der „Konstituierung des Donauraumes in der Barockzeit als Kunst- und Kulturlandschaft“. Seine Entstehung ist in geographischer, geschichtlicher, kultureller und religiöser Hinsicht von der Vielfalt nationaler Identitäten und Zugehörigkeiten bestimmt. Sie verkörpern als differenzierte Einheit den Reichtum dieser Kulturlandschaft. In einem zweiten großen Kapitel „Kunsttransfer und Kulturaustausch als Spezifika des Barocks im Donauraum“ wagen die Autoren den Versuch, der Erzählung nationaler und lokaler Kunstgeschichten eine theoretisch fundierte Perspektive im Sinne des Kulturtransfers entgegenzustellen. Namentlich die Beziehung zu Italien wird unter diesem Gesichtspunkt bedacht. Das dritte Kapitel widmet sich schließlich dem Themenfeld „Auftraggeber und Objekttransfer“ und trägt der Tatsache Rechnung, dass neben der Künstlermigration vor allem auch die Netzwerke der Auftraggeber eine wesentliche Rolle für die Prägung eines Kulturraumes spielen.
Das zweibändige Werk fasst die Beiträge eines Kongresses zusammen, der im Frühjahr 2013 in Passau stattgefunden hat. Autoren sind u.a. Robert Born (Leipzig), Václáv Bůžek (Budweis), Maria Antonietta Crippa (Mailand), Meinrad von Engelberg (Darmstadt), Petr Fidler (Budweis), Martina Frank (Venedig), Ulrich Fürst (München), Axel Gampp (Basel), Herbert Karner (Wien), Eriak Kiss (Budapest), Jíří Kroupa (Brünn), Eckhard Leuschner (Erfurt), Karl Möseneder (Erlangen-Nürnberg), Günther Moosbauer (Osnabrück), Friedrich Polleroß (Wien), Rudolf Preimesberger (Berlin), Mirjana Repanić-Braun (Zagreb), Volker Rödel (Karlsruhe), Alois Schmid (München), Sebastian Schütze (Wien), Lothar Schultes (Linz), Werner Telesko (Wien), Rodica Vârtaciu (Temeswar), Jürgen Wiener (Düsseldorf), Herbert W. Wurster (Passau).
Credo - Christianisierung Europas im Mittelalter: Band 3. Vorträge zur Ausstellung. Hrsg.: Stiegemann, Christoph; Kroker, Martin; Walter, Wolfgang. 2014. 304 S. 28 x 22 cm. Gb. EUR 39,95. CHF 53,90 ISBN: 978-3-7319-0043-6 Imhof
Nach den erfolgreichen Mittelalterausstellungen „799 – Kunst und Kultur der Karolingerzeit“ (1999) und „Canossa – Erschütterung der Welt“ (2006) zeigten die Paderborner Museen 2013 mit der Ausstellung „CREDO – Christianisierung Europas im Mittelalter“ erneut eine außergewöhnliche Sonderausstellung von überregionaler Strahlkraft. Die kulturhistorische Ausstellung bot einen bisher noch nie gezeigten Überblick über die Ausbreitung des Christentums von der Antike bis zum Mittelalter. Frühe Zeugen christlicher Kunst und Architektur, gelehrter Schriftlichkeit und Buchkunst wurden ebenso präsentiert wie geheimnisvolle Götterfiguren und erstmals auf dem Kontinent gezeigte Funde paganer Kultplätze. Der abschließende Rückblick auf die Geschichte der Christianisierung thematisierte die Frage nach der Identität Europas und dem Stellenwert seiner christlichen Wurzeln heute. Das wissenschaftliche Begleitprogramm der CREDO-Ausstellung ergänzte und vertiefte zentrale, grundlegende Themen der Mittelalterschau. Siebzehn Beiträge renommierter Theologen, Historiker, Archäologen und Kunsthistoriker behandeln „widerborstige Heiden“ ebenso wie grausame, aber fromme Merowinger Königen, sie widmen sich den Veränderungen und Entwicklungen christlicher Bildkunst, beschäftigen sich mit der Christianisierung des europäischen Nordens sowie der frühneuzeitlichen Missionierung Afrikas, Asiens und Amerikas und nehmen Stellung zu aktuellen Diskursen hinsichtlich Atheismus und interreligiösem Dialog.
Dachwerke über den welfischen Residenzbauten der Barockzeit im Kontext des höfischen Bauwesens. Saemann, Hedda. 2014. 528 S. 359 fb. u. 425 sw Abb. 31 x 24 cm. Gb. EUR 99,00. CHF 105,00 ISBN: 978-3-86568-922-1 Imhof
Das Streben der absolutistischen Fürsten nach Macht und Prestigegewinn durch Repräsentation initiierte in den Residenzstädten im Jahrhundert nach dem Dreißigjährigen Krieg anspruchsvolle Bauprogramme und eine Konzentration der verfügbaren Ressourcen an Baumaterialien, handwerklichem und technischem Können sowie an erfahrenen Bauleuten. Dieser Prozess führte zu einem zweiten Höhepunkt der Zimmermannskunst nach der Gotik und spiegelt sich auch in den Dachwerken wider. Die vorliegende Untersuchung betrachtet nicht nur spektakuläre, freigespannte Konstruktionen, sondern eine möglichst große Bandbreite von Dachwerken unterschiedlicher Spannweiten, um ein repräsentatives Bild der Bauaufgaben im Repertoire der welfischen Residenzstädte zu erhalten. Damit liefert sie erstmals einen zusammenfassenden Überblick über barocke Dachwerke verschiedener Nutzungen und Spannweiten im Gebiet des heutigen Niedersachsens. Die Verknüpfung bautechnischer und konstruktiver Analyse mit historischen sowie sozial- und kulturwissenschaftlichen Fragestellungen erschließt die betrachteten Dachwerke in ihrem Entstehungskontext.
Dürer und das Nürnberger Rathaus. Aspekte von Ikonographie, Verlust und Rekonstruktion. Hrsg.: Schauerte, Thomas; Museen der Stadt Nürnberg. 2013. 112 S., 26 fb. u. 30 sw. Abb., 24 x 17 cm, Pb. EUR 14,95 CHF 21,90 ISBN: 978-3-7319-0006-1 Imhof
Bis zur Kriegszerstörung 1945 war das Nürnberger Rathaus wohl eines der schönsten in Süddeutschland. Kern seiner prachtvollen, programmatisch dichten Ausstattung war der Große Ratssaal, der mit einer Ausmalung nach Entwürfen Albrecht Dürers glänzte. Zudem befanden sich zwischen 1526 und 1805 einige der wichtigsten seiner Gemälde auf dem Rathaus. Diese enge Bindung des Künstlers zum Vorort der städtischen Repräsentation war von beiden Seiten gewünscht und machte das Rathaus absichtsvoll zu einem frühen Ort des Dürer-Gedenkens. Diese einzigartige Konstellation war das Rahmenthema der Nürnberger Dürer-Vorträge 2012. Ergänzt um einen Beitrag von Martin Schawe, werden sie nun publiziert und beleuchten die einstige Prachtentfaltung, deren Ikonographie und deren Verlust, die Zerstörungen, Kopien und Rekonstruktionen.
Europäische Mosaikkunst vom Mittelalter bis 1900. Meisterwerke aus dem Weltkulturerbe Vatikan & Petersdom und aus europäischen Museen. Hrsg.: Brunner, Michael; Voccoli, Ottobrina. 240 S., 221 fb. Abb., 27 x 24 cm, Gb. Imhof, Petersberg 2011. EUR 29,95 CHF 43,50 ISBN: 978-3-86568-698-5 Imhof
Nach 400 Jahren präsentiert der Vatikan erstmals wieder – und dies vorerst exklusiv in Überlingen – einige jener kostbaren Mosaiken und Mosaikfragmente der Öffentlichkeit, die einst den in frühchristlicher Zeit errichteten Petersdom („Alt Sankt Peter“) geschmückt hatten, bevor er um 1609–11 endgültig abgerissen wurde, um Platz für das heutige Kirchenschiff des barocken Petersdoms zu schaffen. Neben herausragenden Mosaiken aus dem frühchristlichen und dem heutigen Petersdom, der Domschatzkammer und den Vatikanischen Museen präsentieren Ausstellung und Begleitband Exponate aus der bedeutenden Mosaiken Sammlung des Victoria & Albert Museum London, Werke aus der St. Paul’s Cathedral London und den Florentiner Museen. Zu den Höhepunkten der Ausstellung zählen darüber hinaus Hauptwerke der mittelalterlichen Kunst wie das 705–707 entstandene Stifterbildnis von Papst Johannes VII. aus den Vatikanischen Grotten.
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Forum Romanum. Zeitreise durch 3 000 Jahre Geschichte. Katalog Kassel 2014. Hrsg.: Museumslandschaft Hessen Kassel. 2014. 160 S. 60 Abb. 24 x 17 cm. Pb. EUR 19,95. CHF 28,50 ISBN: 978-3-7319-0002-3 Imhof
Für Jahrhunderte war das Forum Romanum ein Ort, an dem die Geschichte Europas geschrieben wurde. Aus einer sumpfigen Senke umgeben von sieben Hügeln, formten die Römer das Zentrum ihres Weltreiches. Nach dem Ende der Antike verfiel die Stätte. Zahlreiche Reisende, darunter die hessischen Landgrafen Carl und Friedrich II., besuchten die weltberühmten Ruinen und brachten wertvolle antike Objekte mit, die seitdem die Kasseler Kunstsammlungen bereichern. Heute erforschen und erklären Archäologen und Historiker die materiellen Überreste der Antike und die zahlreichen schriftlichen Quellen des geschichtsträchtigen Ortes. Erstmals werden im Buch alle genannten Epochen zusammengefasst. Der Begleitband führt den Leser mithilfe von Photographien, Illustrationen, Karten, Rekonstruktionen, Modellen und Texten durch die gesamte historische Entwicklung des Forum Romanum.
Frömmigkeit in Schrift und Bild. Illuminierte Sammelindulgenzen im mittelalterlichen Mühlhausen. Hrsg.: Stadtarchivs Mühlhausen. Band 3. 2014. 32 S. 43 fb. Abb. 24 x 17 cm. geh. EUR 9,95. CHF 10,50 ISBN: 978-3-7319-0039-9 Imhof
In der Reichsstadt Mühlhausen hat sich über die gesamte nachreformatorische Zeit hinweg ein bemerkenswerter Bestand spätmittelalterlicher Sammelindulgenzen erhalten. Nahezu vollständig zeichnet er die Entwicklung dieser Sonderform der Ablassurkunde nach. In Korrespondenz zur Ausstellung der Mühlhäuser Museen „Umsonst ist der Tod! Alltag und Frömmigkeit am Vorabend der Reformation“ wird eine Auswahl dieser Urkunden im Stadtarchiv Mühlhausen präsentiert. Die Begleitpublikation bietet eine vertiefende historische, diplomatische und künstlerische Einordnung der Mühlhäuser Sammelindulgenzen.
Carl Wilhelm Götzloff (1799–1866). Ein Dresdner Landschaftsmaler am Golf von Neapel. Katalog zu den Ausstellungen- Museum Behnhaus Drägerhaus Lübeck 1. Mai bis 20. Juli 2014- Mittelrhein Museum Koblenz 8. August bis 2. November 2014. Hrsg.: Bastek, Alexander; Bertsch, Markus. 2014. 240 S. 29 x 22 cm. Gb. EUR 39,95. CHF 53,90 ISBN: 978-3-7319-0047-4 Imhof
Das Museum Behnhaus Drägerhaus in Lübeck und das Mittelrhein-Museum Koblenz zeigen 2014 eine umfangreiche Ausstellung zum malerischen und zeichnerischen Werk des Dresdner Romantikers Carl Wilhelm Götzloff. 1799 in Dresden geboren reiste Götzloff 1821 nach Italien, wo fortan die Eindrücke des mediterranen Südens sein Werk bestimmten. Er malte vor allem in Rom, Neapel und Sizilien. Neben der Landschaft galt sein besonderes Interesse der einheimischen Bevölkerung, deren charakteristische Kleidung und Tracht er immer wieder genau studierte. Die Ausstellung versammelt 107 Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen aus allen Schaffensphasen.
Schloss Friedenstein und herzoglicher Park Gotha. Zehn Jahre Sanierung durch die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten. Hrsg.: Paulus, Helmut-Eberhard; Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten. 2014. 144 S. 199 meist fb. Abb. 30 x 21 cm. Pb. EUR 18,90. CHF 27,50 ISBN: 978-3-86568-976-4 Imhof
Schloss Friedenstein in Gotha ist eine der imposantesten frühbarocken Schlossanlagen in Deutschland. So eindrucksvoll wie das landschaftsprägende Bauwerk selbst ist der Umfang erhaltener Innenausstattungen und herzoglicher Sammlungen. Das Schloss und die Ursprünge seiner Sammlungen gehen auf Herzog Ernst I. den Frommen von Sachsen-Gotha zurück, der in seiner ab 1643 errichteten Residenz alle wichtigen Funktionen des Staatswesens vereinte. Seine Nachkommen gestalteten einzelne Raumfolgen neu und formten bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts den Herzoglichen Park zu einem Ensemble verschiedener Stile der Gartenkunst. 2004 übernahm die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten das Schloss und den Park. Seitdem investierte sie mehr als 20 Millionen Euro in die Sanierung der Dächer und Geschosskonstruktionen sowie in die Restaurierung von Raumkunstwerken und Parkbereichen. Der Band präsentiert neue Forschungsergebnisse und schildert die anspruchsvolle Arbeit im historischen Bestand.
Grünewald. Meisterwerke im Großformat. Imhof, Michael; Lücking, Wolf. 2014. 96 S. 90 Abb. 37 x 29 cm. Gb. EUR 29,99. CHF 40,90 ISBN: 978-3-7319-0042-9 Imhof
Grünewald gehört zu den faszinierendsten Malern der Dürerzeit. Seine Hauptwerke – drei Altäre – im Mainzer Dom waren noch in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts so berühmt, dass sie als Beutegut von den Schweden während des Dreißigjährigen Kriegs entwendet wurden. Während des Transports versanken sie in der Ostsee. Seine Bedeutung in der Kunstgeschichte besitzt Grünewald deshalb heute vor allem durch den von ihm geschaffenen Isenheimer Altar. Dieser vermittelt anschaulich die grandiose Phantasie, Farbigkeit und Qualität von Grünewalds Malerei, die in diesem Buch erstmals im Großformat präsentiert wird. Das Buch vereint alle erhaltenen Gemälde des Meisters und einen Teil seiner Zeichnungen. Der Text setzt sich nicht nur mit dem Werk, sondern auch mit der komplizierten Lebensgeschichte auseinander, für die die Quellenlage schwierig und umstritten ist. Die Fotos stammen von dem Berliner Fotografen Wolf Lücking.
Nicolaus Hagenower. Studien zum bildhauerischen Werk. Berentzen, Berenike. 2014. 320 S. 92 fb. u. 115 sw Abb. 30 x 23 cm. Gb. EUR 69,00. CHF 89,00 ISBN: 978-3-7319-0046-7 Imhof
Niclaus Hagenower war ein oberrheinischer Bildschnitzer, dem u.a. die Skulpturen des berühmten Isenheimer Altars, heute in Colmar, zugeschrieben werden. 1493 erwarb Hagenower das Straßburger Bürgerrecht, dort ist er bis 1526 nachweisbar. Sein hohes Ansehen bezeugt das Hochaltarretabel (1501) für den Chor des Straßburger Münsters. Hinter dem Namen Niclaus Hagenower stehen Bildwerke, die aus der großen Straßburger Werkstatt der Gebrüder Hagenower stammen.
Erstmals wird das fragmentiert überkommene Œuvre unter einem zentralen Aspekt gedeutet: Hagenowers Repräsentationen von Affekten werden im Lichte mittelalterlicher Affektenlehren betrachtet. Die theologischen und philosophischen Grundlagen der Meditationspraxis untersucht Berentzen von Augustinus bis in das 15. Jahrhundert des Jean Gerson und Johannes Geiler von Kaysersberg. Auch die bildhauerische Tradition in Straßburg wird über längere Zeitachsen beleuchtet.
Die dreigeteilte Arbeit (Forschung – Grundlagen – Analyse) enthält einen umfassenden Apparat mit kommentierter Bibliographie, als Nachschlagewerk dient der Katalog zur Objektbestimmung.
Das Haus Windsor und seine deutsche Herkunft. Imhof, Michael; Ellrich, Hartmut. 2014. 176 S. 226 fb. Abb. 28 x 22 cm. Gb. EUR 19,95. CHF 28,50 ISBN: 978-3-7319-0040-5 Imhof
Das britische Haus Windsor ist – wie nicht allgemein bekannt ist – von deutscher Abstammung. Während des Ersten Weltkriegs wurde der ursprüngliche Name „Haus Sachsen-Coburg und Gotha” aufgegeben, den das Königshaus in Großbritannien seit 1840 führte. Von 1714 bis 1837 waren zudem das Kurfürstentum Hannover und das Königreich Großbritannien durch einen König in Personalunion miteinander verbunden. Das Haus Hannover („House of Hanover”) war gleichfalls eine deutschstämmige Königsdynastie, die dem Haus Stuart als Könige von Großbritannien folgte.
Die Autoren des reich bebilderten Buches begeben sich auf die Spurensuche nach den deutschstämmigen Königinnen und Königen auf dem britischen Thron. Sie zeigen die enge Verbindung zwischen beiden Nationen und die sich daraus ergebenden Besonderheiten. Das Buch umfasst damit 300 Jahre lebendige Adels- und Kulturgeschichte in beiden Ländern.
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