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Adam von Bartsch Copy.Right. Kunst – Kommerz – Kennerschaft. Hrsg.: Brakensiek, Stephan; Michels, Anette; Sors, Anne-Katrin. 2016. 352 S. 32 x 25 cm. Gb. EUR 45,00. CHF 51,80 ISBN: 978-3-7319-0367-3 Imhof
Die Zeit um 1800 war eine Epoche des gesellschaftlichen wie wissenschaftlichen Umbruchs. Auch im Bereich der Kunst verdichtete sich die Diskussion über den Wert der Kunst, ihr Studium und den Aspekt, den Kennerschaft dabei zu spielen hatte. Innerhalb dieses Prozesses kam der Reproduktionsgraphik nach Handzeichnungen eine wachsende Bedeutung zu, denn man verstand die auf Papier realisierten Kunstwerke als vielfach erste, unmittelbare Formulierungen der künstlerischen Idee und somit als Ausdruck ihres Genies. Das Geheimnis lag in der Komposition und in den sie individuell realisierenden Strichen, die nun mittels der Reproduktionsgraphik angemessen und nachvollziehbar einem größeren Publikum zu Studien- und Bildungszwecken zur Verfügung gestellt werden konnten.
Das adäquate Kopieren – copy.right, verstanden als künstlerische Übersetzung des Vorbilds, erreichte eine neue Qualität, die mit innovativen Drucktechniken verbunden war. In diesem Prozess spielte Adam von Bartsch (1757–1821) eine wichtige Rolle. Als Kustos der Graphischen Sammlung der Wiener Hofbibliothek ist er heute Fachwissenschaftlern als »Vater der wissenschaftlichen Kupferstichkunde« und Autor des »Peintre-Graveur« bekannt. Er war aber gleichzeitig ein subtiler, hochversierter Reproduktionsgraphiker. In Bartschs wissenschaftlichem wie künstlerischem OEuvre spiegelt sich der zeitgenössische Diskurs über Originalität und den Wert der Druckgraphik – Aspekte, die aktuell diskutiert werden. Das Buch eröffnet damit neue Perspektiven zu Kunst, Kommerz und Kennerschaft um 1800.
DIe Hessens. Geschichte einer europäischen Familie erzählt von Rainer von Hessen. Kulturstiftung des Hauses Hessen, Archiv des Hauses Hessen, Museum Schloss Fasanerie. 2016. 144 S. 112 meist fb. Abb. Gb. EUR 19,80. CHF 22,80 ISBN: 978-3-7319-0342-0 Imhof
Rainer von Hessen erzählt in der vorliegenden Publikation die 800-jährige Geschichte des Hauses Hessen. Der Bogen spannt sich von den sagenhaften Anfängen im Mittelalter bis hin zur jüngsten Familiengeschichte der Neuzeit und schildert in dessen Verlauf unzählige historische Gegebenheiten und das Agieren von Herzögen, Landgrafen und Fürsten. So werden die vielen zu erwähnenden Persönlichkeiten in ihrem familiären Umfeld und vor dem jeweiligen historischen Hintergrund detailliert in Wort und Bild beleuchtet, sodass eine lebendige Familiengeschichte entsteht, die sich beinahe liest wie ein guter Roman. Die Stammtafel am Ende des Buches hilft bei der Orientierung im Familiengeflecht und macht deutlich, welch umfassendes Familienporträt dieses Buch liefert.
Festungen in Deutschland. Losse, Michael. Imhof Kulturgeschichte. 2016. 160 S. 22 x 12 cm. Pb. EUR 9,95. CHF 17,90 ISBN: 978-3-86568-155-3 Imhof
Der Autor bietet in diesem Buch einen Überblick über die Entwicklung des Festungsbaues in Deutschland von den Anfängen im 15. Jahrhundert bis zum 20. Jahrhundert – von den ersten baulichen Reaktionen an Burgen und Stadtbefestigungen auf die neu in Gebrauch gekommenen Feuerwaffen über die ,Festen Schlösser’ der Renaissance, die frühneuzeitlichen Bastionärbefestigungen (16.–18. Jahrhundert) und die „neupreußischen“ Gürtelfestungen des 19. Jahrhunderts bis hin zu den Befestigungen der NS-Zeit (u. a. Westwall). Es ist dabei notwendig, gerade die Bauten des 16.–18. Jahrhunderts in Deutschland vor dem Hintergrund der europäischen Entwicklungen zu sehen, da diese vielfach von größtem Einfluss auf hiesige Befestigungen waren, wie etwa die alt- und neuitalienische sowie die alt- und neu-niederländische Manier oder die hochentwickelten Bauten Vaubans in Frankreich und den von Frankreich besetzten Gebieten. Ein Glossar zum Festungsbau vervollständigt diesen knappen, fundierten Überblick.
Fotografie in Lübeck. 1840-1945. Hrsg.: Bastek , Alexander; Zimmermann, Jan; Museum Behnhaus Drägerhaus, Lübeck. 2016. 376 S. 461 fb. Abb. 29 x 23 cm. Gb. EUR 39,95. CHF 45,90 ISBN: 978-3-7319-0366-6 Imhof
Fotografie ist heute allgegenwärtig und in Zeiten des Smartphones immer verfügbar und beliebig reproduzierbar. Historische Fotos sind hingegen in vielen Fällen Einzelstücke. Das Interesse an der historischen Fotografie wächst trotz der unendlichen Bilderflut in der digitalen Kommunikation. Denn historische Fotografien erzählen auf vielfältige Weise von der Vergangenheit. Das Museum Behnhaus Drägerhaus präsentiert die erste fundierte Ausstellung mit Begleitkatalog zum Thema der Geschichte der Fotografie in Lübeck. Die Sammlung der Lübecker Museen verfügt über einen umfangreichen und qualitativ hochwertigen Bestand an historischen Fotos: frühe Daguerreotypien und Salzpapieraufnahmen, Atelier- und Architekturfotografie des 19. Jahrhunderts, Kunstfotografie der 1920er Jahre, Pressefotografie seit 1900. Diese Schätze der eigenen Sammlung werden nun erstmals im Zusammenhang ausgestellt und im vorliegenden Band publiziert. Sie zeigen Typisches und Besonderes aus 100 Jahren Foto- und Stadtgeschichte. Die Werke Lübecker Fotografen und Fotografinnen treten dabei in den Dialog mit Auf¬nahmen auswärtiger Lichtbildner.
Das Frankfurter Holzhausenviertel . vom Weiherhaus zum Wohnquartier. Schomann, Heinz. 2016. 304 S. 894 meist fb. Abb. 30 x 24 cm. Gb. EUR 39,95. CHF 45,90 ISBN: 978-3-86568-581-0 Imhof
Das „Frankfurter Holzhausenviertel“ gilt unter den zahlreichen Villengebieten der Mainmetropole als bevorzugtes Wohnquartier – und dies nicht allein deshalb, weil es sich um den historischen Park der bedeutendsten Patrizierfamilie der Stadt mit Weiher und Wasserschloss gruppiert: Als grüne und ruhige Enklave des Nordends, der flächenmäßig größten Vorstadt, zeichnet es sich aus durch ca. 700 noble Einfamilien- und Etagenhäuser, deren Entwürfe mehr als 250 Architekten lieferten, darunter Friedrich Bluntschli, Bruno Paul, Friedrich Pützer, Franz Roeckle, Martin Weber und Ernst May. Jene trotz Weltkrieg und Wirtschaftswunder zumeist noch erhaltenen Bauten bieten eine qualitätvolle Motiv- und Materialvielfalt vom ausgehenden Historismus bis zur frühen Moderne und sind somit typisch für die Entwicklung einer deutschen Großstadt.
2010 jährt es sich zum 100. Mal, dass ein Bebauungsplan endgültig Straßenverlauf und Gebäudedimension im Holzhausenviertel festlegte – Anlass genug, um dieses zwischen breiten Ausfallstraßen nur 15 Gehminuten vom Stadtkern entfernte Wohnquartier in einer gründlichen städtebaulichen Studie mit Häuser- und Architektenkatalog zu würdigen.
... und am Anfang steht ein Mord. Fulda – Ort von Heiligen. Hrsg.: Gregor K. Stasch; Vonderau Museum Fulda, Kataloge (TM689), Band: 43. 2016. 112 S., 97 meist fb. Abb. Br. EUR 14,00 CHF 16,10 ISBN: 978-3-7319-0359-8 Imhof
In Fulda lässt sich eine ausgeprägte Heiligenverehrung beobachten, die sich nachhaltig auf die Kirchen- und Kulturgeschichte von Stadt und Region ausgewirkt hat. Der Katalog widmet sich in 7 Aufsätzen den Themen „Heilige werden“, „Heilige erkennen“, „Heilige verehren“, „Heilige anfassen: Reliquienverehrung“, „Heilige instrumentalisieren, Heilige propagieren“, „Heilige vermarkten“ sowie dem „Bildprogramm des Oratoriums im ehem. Päpstlichen Seminar in Fulda“, in der heutigen Kapelle des Vonderau Museums.
Grossherzogliche Grabkapelle Karlsruhe. Kunstführer. Petra Pechaček, Paul-Ludwig Schnorr, Alma-Maria Brandenburg und Sandra Eberle. Hrsg.: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg. 2016. 48 S., 63 meist fb. Abb. 13 x 24 cm, Br. EUR 4,00 CHF 4,60 ISBN: 978-3-7319-0247-8 Imhof
Im nördlich des Karlsruher Schlosses gelegenen Hardtwald stößt man nahezu unvermittelt auf ein monumentales neogotisches Bauwerk – die Großherzogliche Grabkapelle. Das Großherzogspaar Friedrich I. und Luise von Baden ließ 1889 bis 1896 ein kunstvoll ausgestaltetes Mausoleum für ihren früh verstorbenen jüngsten Sohn, Prinz Ludwig Wilhelm, errichten.
Die Großherzogliche Grabkapelle zählt zu den wenigen unzerstört gebliebenen Baudenkmälern in Karlsruhe und fasziniert noch heute durch ihre künstlerische Ausstattung. In der Gruft wurden bis 1952 zahlreiche Familienmitglieder des Hauses Baden beigesetzt.
Das Ganze im Fragment. Handschriftenfragmente aus kirchlichen Bibliotheken, Archiven und Museen . Hrsg.: Sorbello Staub, Alessandra. 2016. 112 S. 84 fb. Abb. Eng. Br. EUR 19,95. CHF 22,90 ISBN: 978-3-7319-0346-8 Imhof
Fragmente aus mittelalterlichen Handschriften und frühneuzeitlichen Drucken gehören zu den verborgenen Kostbarkeiten, die im Rahmen der wertvollen historischen Bestände von kirchlichen Bibliotheken und Archiven aufbewahrt werden, aber eher wenig Beachtung finden. Die Altbestandskommission der kirchlichen Bibliotheks-verbände hat ein Modellprojekt zur Dokumentation und Sicherung der genannten Fragmente in kirchlichen Einrichtungen initiiert und möchte damit die wissenschaft-liche Auseinandersetzung mit diesen Materialien anregen sowie konkrete und praxisbezogene Verfahren für den korrekten konservatorischen Umgang mit diesen vermitteln. Ziel ist es auch, die Öffentlichkeit im Hinblick auf die historische Bedeutung dieser Bestände, deren Dokumentation und Konservierung bzw. Restaurierung zu sensibilisieren. Daher wird das Vorhaben durch eine Wander-ausstellung begleitet, die u. a. in Mainz, Paderborn, Fulda, Stuttgart, Darmstadt und Würzburg zu sehen sein wird. Vorliegende Publikation behandelt im Katalogteil eine Auswahl der gezeigten Exponate und vereint mehrere wissenschafltiche Beiträge verschiedener Autoren zum Thema.
Licht(t)räume. Festschrift für Brigitte Kurmann-Schwarz zum 65. Geburtstag. Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte (138). Hrsg.: Georgi, Katharina; von Orelli-Messerli, Barbara; Scheiwiller-Lorber, Eva; Schiffhauer, Angela. 2016. 364 S. 165 meist fb. Abb. 30 x 23 cm. Gb. EUR 59,00. CHF 69,00 ISBN: 978-3-7319-0332-1 Imhof
Die Glasmalerei ist der Hauptgegenstand der Forschungsarbeit von Brigitte Kurmann-Schwarz (ehemalige Präsidentin des Internationalen Corpus Vitrearum, Mitglied im Forschungsteam des Vitrocentre in Romont) und so liegt es nahe, das Thema Licht, durch das die Glasmalerei erst seine spezifische Wirkung entfaltet, als Aufhänger einer Publikation zu Ehren der Jubilarin zu wählen. Ihr Anliegen war es, Glasmalerei nicht als gesonderte Kunstgattung zu betrachten, sondern immer in Bezug auf den architektonischen Kontext. Daher geht es auch in der vorliegenden Publikation um das Zusammenspiel des farbigen Glases mit der Architektur, d. h. um Licht und Räume. Der Band versammelt deutsche, englische, italienische und französische Beiträge von 29 Autoren (-innen) aus zehn verschiedenen Ländern zum Thema und liefert ein vielseitiges Bild, das sich neben der Glasmalerei und der Architektur auch mit der Tafel- und Buchmalerei sowie der Skulptur befasst, bildwissenschaftliche und kunsttechnologische Fragen erörtert sowie liturgische Gebräuche und schriftliche Quellen behandelt.
Piranesi. Carceri. Der Bestand des Kupferstichkabinetts der Hamburger Kunsthalle. Hrsg.: Klemm, David; Hamburger Kunsthalle. 2016. 104 S. 71 fb. Abb. 29 x 29 cm. Gb. EUR 19,00. CHF 21,90 ISBN: 978-3-7319-0365-9 Imhof
Die Publikation zur Ausstellung in der Hamburger Kunsthalle präsentiert die virtuose Folge der „Carceri“ (Kerker) von Giovanni Battista Piranesi (1720–1778), die zu den einflussreichsten Werken der Druckgraphik zählt. Die zunächst 14-teilige Radierfolge wurde erstmals 1749/50 in Rom veröffentlicht, fand jedoch kaum Beachtung. Knapp zehn Jahre später überarbeitete Piranesi die Blätter und veränderte die Szenen u.a. durch stärkere Hell-Dunkel-Kontraste ins Unheimliche und Bedrohliche. Seit ihrem ersten Erscheinen 1761 fasziniert die um zwei Darstellungen erweiterte Ausgabe die Menschen, zahlreiche bildende Künstler, Schriftsteller und Filme¬macher ließen sich davon inspirieren.
Die großformatigen Darstellungen zeigen Innenansichten seltsamer Gefängnisse, die sich der gewohnten Seherfahrung entziehen. Mauern, Treppen, Spiralen, Türme, Gewölbe und Pfeiler sind im Widerspruch zu physikalischen Gesetzen übereinander gestellt und ineinander verschachtelt, Proportionen sind verzerrt, die räumlichen Grenzen scheinen aufgehoben. Es sind auf dem Papier errichtete Visionen.
Die irritierenden Szenen haben vielfältige Deutungen erfahren, als alptraumhafte Angstzustände, als blasphemische Abkehr von der göttlichen Weltordnung oder als labyrinthische Schreckensvisionen. Beim Betrachter lösen sie zumeist das Gefühl des Ausgeliefertseins und der existentiellen Bedrohung hervor – sie haben daher auch im 21. Jahrhundert nichts von ihrer Aktualität eingebüßt.
Die ursprüngliche Raumfarbigkeit von Sakralbauten des 13. Jahrhunderts. Studien unter besonderer Berücksichtigung der Liebfrauenkirche in Trier. Lutgen, Thomas. 2016. 272 S. 255 fb. Abb. 30 x 21 cm. Gb. EUR 69,00. CHF 79,40 ISBN: 978-3-7319-0323-9 Imhof
Die Innenraumfarbigkeit gotischer Sakralbauten stellt ein bis heute kaum erforschtes Gebiet der Kunstwissenschaft dar. Die Studie untersucht die Architekturfarbigkeit gotischer Innenräume auf deutschem Boden aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts und dokumentiert zudem bautechnologische Merkmale. Sie untersucht diese Bauten auf die Rezeption regionaler und nordfranzösischer Vorbilder. Dabei wird das Verhältnis der Raumfassung zur Architektur, zum Paviment und zur Verglasung analysiert und gedeutet.
Die neue gotische Farbigkeit der Innenräume folgt nicht nur einem veränderten ästhetischen Gestaltungskonzept, sondern transportiert und vermittelt theologische Inhalte und Ziele, die sich zu dieser Zeit im Wandel befinden.
Lotte Reimers. Keramiken aus 50 Jahren. Hrsg.: Städtische Museum Braunschweig; Büttner, Andreas. 2016. 96 S. 73 fb. Abb. Eng. Br. EUR 19,95. CHF 22,90 ISBN: 978-3-7319-0358-1 Imhof
Lotte Reimers zählt zu den wichtigsten und innovativsten Keramikerinnen unserer Zeit. Die 1932 in Hamburg geborene Künstlerin verbrachte einen Teil ihrer Jugend in Braunschweig.
Zunächst fertigte Lotte Reimers textile Arbeiten, ab 1965 wandte sie sich dem Werkstoff Ton zu. Seit nunmehr 50 Jahren baut Lotte Reimers ihre archaisch anmutenden „Töpfe“. Sie formt mit der Hand, verzichtet auf die Töpferscheibe. Urformen werden unermüdlich variiert: Zylinder, Kuben, Halbkugeln, Kegel, die zu Bechern, Schalen, Vasen oder schlicht zu „Gefäßen“ und „Gebäuden“ mutieren. Gelegentliche Abdrücke von Ammoniten im Schalenboden wirken, als seien sie archäologisch aus Erdschichten freigelegt. Der Form ebenbürtig ist die Glasur. Experimente mit unterschiedlichsten Erden, Erzen oder Aschen geben im Zusammenspiel mit dem verwendeten Ton und in Abhängigkeit von der Brenntemperatur jedem Stück seinen eigenen Charakter. Die Oberflächen variieren vom tiefsten Dunkelbraun bis zum hellsten Cremeton, dazu kommen Grüntöne in verschiedensten Nuancen.
Die Ausstellung im Städtischen Museum Braunschweig bietet einen umfassenden Überblick über das vielfältige 50-jährige Schaffen von Lotte Reimers.
Schlossgarten Schwetzingen. Kunstführer. Hartmut Troll; Uta Schmitt. Hrsg.: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg. 2016. 96 S., 95 meist fb. Abb., 13 x 24 cm. Br. EUR 6,00 CHF 6,90 ISBN: 978-3-7319-0324-6 Imhof
Der Schwetzinger Schlossgarten ist ein Glanzstück der europäischen Gartenbaukunst. Innerhalb von 30 Jahren entstand unter dem Kurfürsten Carl Theodor, seinem Baumeister Nicolas de Pigage und dem Gartenarchitekten Friedrich Ludwig von Sckell ein prachtvoller Park als Zentrum der kurfürstlichen Sommerresidenz. Zwei Konzeptionen der Gartengestaltung, die französische und die englische, sind hier als einzigartige künstlerische Leistung miteinander verknüpft.
Das vielfältige Zusammenspiel von Gartenkunst, Architektur, Skulptur und Kunst-handwerk macht den Schwetzinger Schlossgarten zu einem der am besten erhaltenen Gartenschöpfungen des 18. Jahrhunderts.
Die Burg in der Ebene. Forschungen zu Burgen und Schlössern (17). Hrsg.: Wartburg-Gesellschaft. 2016. 300 S. 30 x 24 cm. Gb. EUR 39,95. CHF 45,90 ISBN: 978-3-7319-0329-1 Imhof
Ausgehend von der flachen Landschaft des Niederrheins widmete sich die 21. Jahrestagung der Wartburg-Gesellschaft zur Erforschung von Burgen und Schlössern e.V. (2013) dem Phänomen des Burgenbaus in der Ebene. Im Gegensatz zur allgemeinen Vorstellung von der Burg auf einer möglichst felsigen Anhöhe findet sich der Adelssitz des Mittelalters und der Frühen Neuzeit tatsächlich sehr häufig im Flachland. Dies hat nicht nur mit naturräumlichen Gegebenheiten zu tun, sondern auch mit der allgemeinen Siedlungsentwicklung und den Aufgaben eines Adelssitzes als Zentrum adeligen Wirtschaftens und Wohnens innerhalb einer agrarisch geprägten Gesellschaft. Der Tagungsband richtet seinen Blick auf das Phänomen der Burg in der Ebene in seiner ganzen Breite. Zudem arbeitet er die Spezifika der niederrheinischen Burgenlandschaft heraus, vor allem hinsichtlich der Möglichkeiten der umfassenden Erforschung einzelner Anlagen im Zusammenhang mit siedlungsarchäologischen Untersuchungen im Vorfeld des Braunkohlentagebaues in der Kölner Bucht. Diese erlauben tiefe Einblicke in die Genese von Adelssitzen vom Mittelalter bis heute.
Der liegende weibliche Akt in der Renaissancemalerei. Heinze, Anna. 2016. 320 S. 30 x 24 cm. Gb. EUR 69,00. CHF 79,40 ISBN: 978-3-7319-0169-3 Imhof
Der liegende weibliche Akt als Gegenstand der Malerei gehört zu den wichtigsten Bildfindungen in der profanen italienischen Kunst der Frühen Neuzeit und ist seither im künstlerischen Motivrepertoire fest verankert. Die Namen vieler Renaissance-Künstler sind mit den Darstellungen des liegenden Frauenaktes eng verknüpft: Giorgione, Tizian, Cranach, Michelangelo, um nur einige der berühmtesten zu nennen. In ihren Bildern werden zentrale Kategorien wie Liebe, Weiblichkeit und Schönheit sowie Erotik und Sexualität thematisiert. Das schon in der Antike beliebte und bis in die Gegenwart in der Kunst immer wieder aufgegriffene Motiv hat eine lange Geschichte. Die Anfänge dieser Geschichte in der nachantiken, europäischen Malerei zu beleuchten, ist das Anliegen dieser Publikation. Es geht dabei um die formalen und ikonographischen Ausprägungen des Motivs, um verschiedene künstlerische Lösungen und ihre Zusammenhänge, um Akzentverschiebungen in der Darstellung erotischer Bildgegenstände und nicht zuletzt um die übergreifende Fragestellung der Antikenrezeption: Welche Mythen werden adaptiert, und wie gestaltet sich die künstlerische Auseinandersetzung mit den antiken Vorlagen?
Von kurzer Dauer? Fallbeispiele zu temporären Kunstzentren der Vormoderne. Kunsthistorisches Forum Irsee (3). Hrsg.: Münch, Birgit Ulrike; Tacke, Andreas; Herzog, Markwart; Heudecker, Sylvia. Von kurzer Dauer?. 2016. 184 S. 107 Abb. 30 x 21 cm. Engl. Br. EUR 39,95. CHF 45,90 ISBN: 978-3-7319-0351-2 Imhof
Von kurzer Dauer? In den Hintergrund tritt oft, dass die Anziehungskraft für Auftraggeber, Käufer bzw. Künstler nicht allein von gewachsenen Kunstzentren ausging. Denn im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit waren es vor allem wechselnde Ereignisse, die sie zeitweise an einem Ort zusammenführten. So bestimmte beispielsweise der Aufenthaltsort des Herrschers – hier weiter gefasst für jede Form der Amtsausübung – das Reiseziel, auch jenes des Künstlers. Untersucht werden Einzelphänomene, wobei der Perspektivwechsel durchaus gewollt ist: Einerseits wird der Blick vom Austragungsort auf die Kommenden gerichtet, andererseits werden die Erfahrungen der Angereisten – wie Künstler oder Kunsthandwerker – untersucht.
Die vielfältigen intellektuellen, kulturellen aber auch stilistischen oder technischen Transferprozesse dieser temporären Kunstzentren werden ebenso angesprochen wie die Frage nach der Definition des „Kongresskünstlers“, der von einer Großveranstaltung zur anderen reiste, um seine Artefakte oder sein Können anzubieten. Die Beiträge belegen, dass das Fest, das Konzil, der Reichstag oder die Prozession zentrale Räume und Katalysatoren künstlerischen Austauschs waren. Welche davon waren – zumindest vordergründig – kurzlebig, welche Elemente waren von langer Dauer?
Die Welt sehen. Die Malerin und Grafikerin Trude Hellbusch-Tomaschek (1903–1982). Hrsg.: Magistrat der Stadt Bad Homburg v.d.Höhe; Hetjes, Alexander W. 2016. 64 S. 49 meist fb. Abb. 21 x 22 cm. Engl. Br. EUR 10,00. CHF 11,50 ISBN: 978-3-7319-0352-9 Imhof
Die aus Prag stammende Trude Hellbusch-Tomaschek (1903–1982) wurde in den 1920er Jahren an den Hochschulen in München und Wien in Malerei, Grafik und plastischem Gestalten ausgebildet. Nach beruflichen Stationen im Vogtland, in England und Berlin, kam sie 1945 mit ihrem Mann nach Bad Homburg und etablierte sich als freischaffende Künstlerin. Sie war hier in der Kunstszene und in der Gesellschaft bestens vernetzt und in vielen Vereinen aktiv (Künstlerbund Taunus, Gedok Rhein-Main-Taunus, BBK Frankfurt): Ihre Ausstellungsliste ist beeindruckend. Auf ihren Reisen in den 1960er und 1970er Jahren sah sie die Welt und als Betrachter kann man nun mit ihren Bildern und ihren Augen die Welt sehen. Der Ausstellungskatalog gibt einen Überblick über die künstlerische Entwicklung der Künstlerin von konstruktivistischen Arbeiten der Wiener Zeit über Stillleben, Land-schaften und Porträts der Nachkriegsjahrzehnte bis hin zu abstrakten Monotypien und späten Siebdrucken. Die Wiederentdeckung einer großen Künstlerin!
Friedrich Kallmorgen (1856–1924). Malerei zwischen Realismus und Impressionismus. Hrsg.: Stadt Karlsruhe – Städtische Galerie. 2016. 216 S. 188 meist fb. Abb. 30 x 24 cm. Gb. EUR 39,95. CHF 45,90 ISBN: 978-3-7319-0345-1 Imhof
Friedrich Kallmorgen zählt zu den führenden Künstlerpersönlichkeiten Deutschlands im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Erstmals wird in dieser Präsentation das malerische, zeichnerische und druckgrafische Schaffen Kallmorgens mit etwa 220 Exponaten aus allen Schaffensphasen umfangreich vorgestellt. Sie stammen zu einem großen Teil aus der Sammlung Rolf Kaletta, Hannover/Hamburg. Darüber hinaus ermöglicht die Schau spannende Begegnungen mit Werken von Margarethe Hormuth-Kallmorgen, der Frau des Künstlers, die als Privatschülerin Ferdinand Kellers mit Blumenbildern und Stillleben große Anerkennung fand. Ausstellung und begleitender Katalog stellen den Künstler anhand seiner Biografie und seinen Werken detailliert vor und beleuchten sein Schaffen anhand von Aufsätzen dreier Autoren aus verschiedenen Blickwinkeln.
Jan Lievens. Freund und Rivale des jungen Rembrandt. Schnackenburg, Bernhard. 2016. 488 S. 477 fb. Abb. 31 x 24 cm. Gb. EUR 128,00. CHF 147,20 ISBN: 978-3-7319-0081-8 Imhof
Jan Lievens (1607–1674), Rembrandts Jugendfreund, der bereits früher als dieser den Künstlerberuf ergriff, wird heute wieder ähnlich hoch geschätzt wie zu seinen Lebzeiten. Zahlreiche Publikationen und mehrere Einzelausstellungen wurden seiner Kunst in jüngerer Zeit gewidmet. Die vorliegende Monografie erfasst zum ersten Mal mit ausführlicher Dokumentation und optimaler Illustration das umfangreiche und vielseitige Leidener Frühwerk von Jan Lievens, seine Gemälde, Zeichnungen und Radierungen aus den Jahren 1623 bis 1632. Neben der Vollständigkeit und der Einordnung in den Kontext der niederländischen Zeitgenossen vor allem aus Haarlem, Utrecht und Antwerpen wurde besonderer Wert auf die Chronologie gelegt. Erst auf dieser Grundlage erscheint es möglich, das vieldiskutierte Verhältnis des Künstlers zu Rembrandt genau zu bestimmen und manche bisherigen Spekulationen zu überwinden. Zum Vorschein kam eine höchst lebendige Wechselbeziehung von Geben und Nehmen zwischen zwei intensiv nach neuen Wegen suchenden jungen Künstlern, deren weitere Entwicklung nach ihrem Wegzug von Leiden sehr unterschiedlich verlief. Auch Rembrandts Leidener Frühwerk erscheint nun in einem neuen Licht.
Jan Lievens. Friend and Rival of the young Rembrandt. Schnackenburg, Bernhard. Engl. 2016. 529 S., 488 Abb., 31 x 24 cm. Gb. EUR 148,00. ISBN: 978-3-7319-0333-8 Imhof
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