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Am rechten Ort - Kostbarkeiten für Kloster Salem. Ein Ausstellungsparcours zu Höhepunkten der Salemer Klostergeschichte. 2015. Hrsg.: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg. 96 S. 130 fb. Abb- 30 x 21 cm. Pb. EUR 9,95. CHF 11,40 ISBN: 978-3-7319-0188-4 Imhof
38 hochrangige Kunstobjekte stehen derzeit im Blickpunkt in Kloster und Schloss Salem. Das einzigartige Kulturgut konnte mit Mitteln der Baden-Württemberg Stiftung erworben und damit für das Land Baden-Württemberg bewahrt werden. Die Figuren aus dem Sakramentshaus von Meister Michael Erhart, das spätgotische Chorgestühl von Meister Melchior Binder, die Hochaltarleuchter, die Rosenlecher-Feuerspritzen und die Silberfigur des hl. Michael von einem Augsburger Goldschmiedemeister sind aussagekräftige Beispiele für die Geschichte und das Selbstverständnis der Zisterzienser in Salem. In dieser Publikation werden die von den Staatlichen Schlössern und Gärten Baden-Württemberg (SSG) geleisteten Restaurierungen und neuen Erkenntnisse mit zahlreichen aktuellen und historischen Bildaufnahmen vorgestellt. Der Leser gewinnt einen überraschenden Einblick in die geschichtlichen und räumlichen Zusammenhänge und erhält gleichzeitig einen besonderen Blick auf das einzelne Objekt.
Kloster und Schloss Salem. Kunstführer. 2015. Hrsg.: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg. 70 S. 75 fb. Abb. 24 x 13 cm. Pb. EUR 5,00. CHF 5,80 ISBN: 978-3-7319-0251-5 Imhof
Kunstführer Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg
Waterloo 1815. Wietzorek, Paul. 2015. 144 S., 80 fb. Abb. 24 x 17 cm. Pb. EUR 9,95 CHF 11,40 ISBN: 978-3-7319-0121-1 Imhof
Die berühmte Schlacht, die am 18. Juni 1815 etwa 15 Kilometer südlich von Brüssel ausgetragen wurde, war Napoleons letzte militärische Auseinandersetzung und beendete seine Gewaltherrschaft über Europa. Nach 25 Jahren Krieg gab es Hoffnung auf einen dauerhaften Frieden. Insofern markiert Waterloo hinsichtlich der nachfolgenden Neuordnung Europas eine Zeitenwende.
Das Buch schildert anschaulich, illustriert durch zahlreiche zeitgenössische Gemälde und Stiche sowie mittels Kartenmaterial, den Verlauf der Schlacht. Dadurch wird es dem Betrachter möglich, das Ereignis bis ins Detail nachzuvollziehen. Zudem widmet sich der Autor den Voraussetzungen, die zum Kampf bei Waterloo führten, und deren Folgen für Europa.
Friedrich Weinbrenner (1766–1826). Architektur und Städtebau des Klassizismus. 2015. Hrsg.: Städtische Galerie Karlsruhe; Baumstark, Brigitte. 464 S. 478 fb. Abb. 30 x 24 cm. Gb. EUR 49,95. CHF 57,40 ISBN: 978-3-7319-0224-9 Imhof
Friedrich Weinbrenner zählt zu den großen Baumeistern und Stadtplanern des Klassizismus. Wie kein anderer hat er das Erscheinungsbild seiner Heimatstadt Karlsruhe geprägt. Als Leiter der großherzoglichen Bauverwaltung formte er die Architektur in ganz Baden, von der Dorfkirche über Schulhäuser, landwirtschaftliche Güter und Forsthäuser bis hin zur Architektur der Kurbäder. Und weit über Baden hinaus war er ein gefragter Spezialist für den Theaterbau, von Schaffhausen bis Hannover und von Düsseldorf bis Leipzig. Weinbrenners Stil in Anlehnung an die römische Antike, an Palladio und die französische Revolutionsarchitektur machte Schule. Aus ganz Deutschland strömten angehende Architekten in seine Bauschule.
Der Ausstellungskatalog vereint Aufsätze namhafter Autoren und einen Katalogteil mit über 400 Exponaten zu Leben und Werk mit zahlreichen farbigen Abbildungen. Die umfassende Monographie zu Weinbrenners Lebenswerk ist die erste seit 1977 und übertrifft diese bei weitem.
Albert Wenk (1863-1934). Maler der Meere und Seen. 2015. Hrsg.: Brunner, Michael; Städtische Galerie Überlingen. 32 S. 24 x 17 cm. geheftet. EUR 6,95. CHF 8,00 ISBN: 978-3-7319-0241-6 Imhof
Der Maler Albert Wenk (1863–1934) gehörte in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts zu den bekanntesten Marinemalern Deutschlands. Nach seinem Studium in Antwerpen, Düsseldorf und Karlsruhe, wo er ein Schüler Gustav Schönlebers war, ließ sich der aus dem badischen Bühl stammende Kunstmaler in München nieder. Hier schloss er sich der Künstlergenossenschaft an und war von 1899 bis 1910 Geschäftsführer der Kunstausstellungen im Glaspalast München.
Spezialisiert hatte sich Wenk auf mediterrane Küstenlandschaften, insbesondere von Nervi, der Amalfiküste und der Insel Capri, was ihm in Künstlerkreisen den Ehrennamen „Capri-Wenk“ einbrachte. Aber auch an der Nordsee und in der Bretagne, in seinen letzten Lebensjahrzehnten auch am Bodensee, den oberbayrischen Seen und am Mittelrhein fand er lohnende Motive. Seine temperamentvoll locker in breitem Pinselstrich erarbeiteten Impressionen sind farbensatte Stimmungen aus dem Zusammenspiel von Licht, Luft, Felsen und Wasser.
Der Katalog dokumentiert über 60 Ölstudien und Gemälde aus allen Schaffensperioden des Künstlers und wird eingeleitet durch eine Kurzbiographie.
Gerhard Altenbourg. Das gezeichnete Ich. Hrsg.: Bebubek-Hammer, Anita; Kupferstichkabinett Staatliche Museen zu Berlin. 2015. 240 S., 244 meist fb, Abb., 30 x 24 cm, Pb. EUR 29,95 CHF 34,40 ISBN: 978-3-7319-0196-9 Imhof
Gerhard Altenbourg (1926–1989), der international geehrte bildnerische Poet aus dem thüringischen Altenburg, hat ein zeichnerisches und graphisches Werk von erstaunlicher Kontinuität und Qualität geschaffen. Seine kreative Eigenart musste er unter vielen Opfern gegen die in der DDR herrschende kulturpolitische Doktrin durchsetzen und galt darum den Künstlern im Lande als Symbolfigur des inneren Widerstandes. Die Erschütterungen des Zweiten Weltkrieges bewirkten zunächst ein im Frühwerk dominantes desillusioniertes Menschenbild, das zur Gestaltung sozialistischer Helden nicht taugte. Später reagierte der Künstler auf die Verletzungen von außen zunehmend mit dem Rückzug nach innen. In der Auseinandersetzung mit der Natur, mit Literatur und fernöstlicher Philosophie sublimierte er seine Kunst zu poesievoller Schönheit, zeichnete und aquarellierte mit erlesenen ­Tuschen, Stiften und Farben filigrane Bildteppiche in kostbarem Gepräge, die durch eigenwillige Titel eine ironische ­Dimension erhielten. Der Ausstellungs- und Katalogtitel „Das gezeichnete Ich“ – nach einer Sentenz des von Altenbourg verehrten Gottfried Benn – gilt für sein introvertiertes Schaffen in zweifacher Weise: das vom Leben „gezeichnete Ich“ zu zeichnen.
Antiatlas (Marokko). Eine eindrucksvolle Kulturlandschaft von oben betrachtet. Humbert, André; Popp, Herbert. 2015. 240 S. 24 x 24 cm. EUR 39,95. CHF 45,90. ISBN: 978-3-7319-0220-1 Imhof
Der Antiatlas ist ein kaum bekanntes Gebirge in Marokko mit einer faszinierenden Natur- und Kulturlandschaft. In 120 Luftaufnahmen bringen die Autoren dem Leser die Ästhetik und Schönheit der Region nahe.
In der Einführung wird auf die sich jedem Leser umgehend stellende Frage eingegangen: „Wie kann ein Gebirge nur Antiatlas heißen?“.
Die folgenden acht Kapitel behandeln die Themen Naturlandschaftstypen, landwirtschaftliche Nutzung, kollektive Getreidespeicher und ihr Umland, ländliche Siedlungen und historische Siedlungsrelikte, Städte des Antiatlas, Städte im Vorland des Antiatlas, Bergbau, Industrie und Protoindustrie sowie religiöse Stätten und symbolische Orte.
Spitzentechnologie aus der Fuldaer Fayence-Manufaktur (1741–1760). made in FD. Vonderau Museum Fulda. Kataloge 39. Hrsg.: Stasch, Gregor K. Beiträge: Maggetti, Marino. 2015. 160 S. 191 meist fb. Abb. Pb. 26 x 21 cm, Gb. EUR 19,95 CHF 22,90 ISBN: 978-3-7319-0222-5 Imhof
Die Fuldaer Fayence-Manufaktur (1741–1760) war zwar eine der kleinsten deutschen Keramikwerkstätten, aber eine der bedeutendsten, die unter den damaligen deutschen Manufakturen an der Spitze der technischen Entwicklung stand. Als Folge des Siebenjährigen Krieges und der daraus resultierenden wirtschaftlichen Katastrophe wurde sie 1760 geschlossen. Der Katalog und die Ausstellung dokumentieren die Geschichte und die Technologie der Fayence in Europa und speziell in Fulda.
Im Pilgern ist ein Schatz verborgen. Chiari, Ingrid. 2015. 120 S., 103 z. T. fb. Abb., 22 x 12 cm, Pb EUR 9,95 CHF 11,40 ISBN: 978-3-7319-0170-9 Imhof
Ingrid Chiari stellt sich gegen Ende eines langen Pilgerlebens die Frage: Was hat das Pilgern bei mir bewirkt? Was bleibt als Gewinn, wenn ich nicht mehr zu Fuß unterwegs sein werde? Haben sich Anstrengungen und Entbehrungen gelohnt?
Es soll der Versuch gemacht werden zu beschreiben, warum die Bilanz durchaus positiv ausfällt, ja, mehr als das. Es kann eine Veränderung der Lebens- und Zeitqualität stattfinden, Nahtstellen zwischen dieser und einer anderen Dimension werden hier und da erfahrbar und bislang gelebte übernommene Wertigkeiten können sich relativieren. So wird eine neue, befreiende Form der Existenz erlebt, eine Erfahrung, die weiterhin trägt. In persönlichen Erlebnissen und Betrachtungen dazu wird versucht, dem Sinn des Pilgerns, einer transkulturellen Gepflogenheit, nachzuspüren.
Kruzifixe und Kreuzigungsgruppen aus dem Bereich der „Donauschule“. Kathrin Brandmair. Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte 124. 2015. 432 S., 87 Duoton Abb., 277 sw. Fotos. Gb. EUR 99,00 CHF 114,00 ISBN: 978-3-86568-912-2 Imhof
Zwischen 1500 und 1530 entstanden in Altbayern und Österreich, dem Verbreitungsgebiet der „Donauschule“, zahlreiche großformatige Kruzifixe und Kreuzigungsgruppen. Einige gehören zu den Hauptwerken spätgotischer Schnitzer, darunter der Meister von Kefermarkt, Hans Leinberger oder Stefan Rottaler. Andere tragen zur Umstrukturierung und Neubewertung von umfangreichen Werkgruppen wie der Arbeiten des „Meisters der Altöttinger Türen“ bei. Der in der kunsthistorischen Forschung seit Beginn des 20. Jahrhunderts verbreiteten Vorstellung des „Donaustils“ als eines lokalen, plötzlich auftretenden Phänomens stehen die Werke selbst entgegen. Ihre stilistische Vielfalt widerspricht dem Idealbild der einheitlichen, gattungsübergreifenden „Donauschule“. Vor dem Hintergrund einer kritischen Auseinandersetzung mit der Geschichte und den Inhalten der problematischen Begriffe „Donaustil“ und „Donauschule“ werden die Kruzifixe und Kreuzigungsgruppen nun erstmalig ausführlich behandelt, stilkritisch beurteilt und einem breiten Publikum zugänglich gemacht.
Otto Dix‘ Radierzyklus „Der Krieg“ (1924). Authentizität als Konstrukt. Marno, Anne. Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte 123. 2015. 116 z. T. fb. Abb. 30 x 22 cm. Gb. EUR 49,95 CHF 57,40 ISBN: 978-3-7319-0129-7 Imhof
Otto Dix‘ Radierzyklus „Der Krieg“ (1924) erfährt 100 Jahre nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs weltweit erneut große Beachtung. Die vom Künstler selbst und in der bisherigen Forschung immer wieder behauptete Authentizität der Darstellungen erscheint in Anne Marnos kunst- und medizinhistorischer Dissertation in einem neuen Licht. In ihrer Analyse der künstlerischen Strategien Dix’ erweist sich der authentische Charakter des Werkes als Konstrukt.
Reisewege zu Bach - Ways to Bach. Ein Führer zu den Wirkungsstätten des Johann Sebastian Bach (1685-1750). Humbach, Rainer; Imhof, Michael. Übersetzt von Gildersleeve, Susan. Bearbeitet von Ellrich, Hartmut. 2015. Dtsch/Engl. 128 S., 272 fb. Abb., 24 x 17 cm. Pb. EUR 9,95 CHF 11,40 ISBN: 978-3-932526-81-7 Imhof
Die Publikation widmet sich Johann Sebastian Bach und spürt ihm an verschiedenen Orten nach, von A wie Altenburg bis Z wie Zschortau. Alle sind mit dem musikalischen Genie verbunden, dem Johann Gottfried Walther bereits zu Lebzeiten ein erstes literarisches Denkmal setzte. Neben den klassischen Lebensstationen Eisenach, Ohrdruf, Lüneburg, Arnstadt, Mühlhausen, Weimar,
Köthen und Leipzig finden sich auch Orte wie Erfurt oder Langewiesen, die mit der Bach’schen Familie aufs Engste verbunden sind. Zahlreiche Farbabbildungen sowie Stadtpläne, eine Genealogie und eine Übersichtskarte erleichtern die Orientierung und laden dazu ein, die Wirkungsstätten Bachs in Mittel- und Norddeutschland kennenzulernen. Dabei helfen Kontaktadressen von Museen, Gedenkstätten sowie Tourismus-Informationen.
Das ernestinische Wittenberg: Spuren Cranachs in Schloss und Stadt. Wittenberger-Forschungen Band 3. Hrsg.: Stiftung LEUCOREA. 2015. 440S. 29 x 22 cm. EUR 29,80. CHF 34,30. ISBN: 978-3-7319-0195-2 Imhof
Lucas Cranach der Ältere und der Jüngere prägten zwischen 1505 und 1586 prägten als für den Hof wie auch für den Rat und auswärtige Auftraggeber tätige Maler, als Unternehmer, Immobilienbesitzer und Ratsleute das öffentliche Leben in Wittenberg. So vielfältig ihr Tun, so umfangreich ist das Quellenmaterial, welches hier in großen Teilen erstmals publiziert wird. Aber auch archäologische Zeugnisse künden vom Wohlstand der Künstlerdynastie, die sich mit den führenden Familien Wittenbergs durch Heirat verband und ein weitläufiges humanistisches Netzwerk unterhielt. In der Zusammenschau der Quellen wird deutlich, dass der einzigartige Aufstieg und die Geschäftstüchtigkeit der Cranachs bisweilen zu Lasten Dritter ging, wie das Beispiel des Formschneiders Symphorian Reinhart zeigt.
Das an der Stiftung LEUCOREA beheimatete Forschungsvorhaben „Das ernestinische Wittenberg“ leistet mit Band 3 der Wittenberg-Forschungen seinen wissenschaftlichen Beitrag zum 500. Jahrestag der Geburt Lucas Cranachs des Jüngeren.
Mittelalterliche Architektur in Polen. Romanische und gotische Baukunst zwischen Oder und Weichsel. Hrsg.: Christofer Herrmann, Dethard von Winterfeld. Beitr.: Udo Arnold, Christofer Herrmann, Jaroslaw Jarzewicz, Alexander Konieczny, Jacek Kowalski, Marek Ober, Andrzej Tomaszewski, Dethard von Winterfeld. 2015. Band 1: 544 S., 1017 fb. Abb., Band 2: 592 S. 874 fb. Abb., 2 Bände: 1136 S., 1609 fb. Abb., 24 x 30 cm, Gb. EUR 99,00 CHF 114,00 ISBN: 978-3-7319-0087-0 Imhof
Auf dem Gebiet des heutigen Polen gibt es eine Fülle bemerkenswerter Denkmäler der mittelalterlichen Baukunst. Zwischen Oder und Weichsel liegen sowohl Kernlandschaften Polens als auch Territorien, die vormals dem deutschen Kulturraum angehörten. Es zeigen sich im gesamten Raum vielfältige und einander durchdringende Phänomene der deutsch-polnischen Kulturbeziehungen. Kunsthistoriker aus Deutschland und Polen haben in einem gemeinsamen Projekt erstmals in deutscher Sprache eine umfassende Gesamtdarstellung der mittelalterlichen Architektur in den historischen Landschaften von Großpolen, Kleinpolen, Masowien, Schlesien, Hinterpommern/Neumark sowie des Deutschordenslands Preußen verfasst. Die mit aktuellen und hochwertigen Farbaufnahmen reich bebilderte Publikation wird für lange Zeit das Standardwerk zur Architekturgeschichte des Mittelalters in Polen sein.
„… kein Geistlicher hat ihn begleitet.“. Dokumente aus dem Nachlass von Johann Christian Kestner über den Selbstmord Carl Wilhelm Jerusalems am 30. Oktober 1772 in Wetzlar. 2015. Hrsg.: Magistrat der Stadt Wetzlar; Eichler, Anja. 48 S. 29 fb. Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 15,00. CHF 17,30 ISBN: 978-3-7319-0218-8 Imhof
Das Jerusalemhaus ist neben dem Lottehaus Wetzlars wichtigste literarische Gedenkstätte. Hier kam es am 30. Oktober 1772 zu einem Selbstmord mit Folgen für die Weltliteratur. Carl Wilhelm Jerusalem, Gesandtschaftssekretär am Reichskammergericht, von seinem Vorgesetzen schikaniert und überdies unglücklich verliebt, erschoss sich kurz nach Mitternacht in seiner Wohnung. Sein Kollege, Johann Christian Kestner, fertigte einen ausführlichen Bericht über Jerusalems letzte Tage und Stunden an. Goethe, nur gut einen Monat vor dem Selbstmord aus Wetzlar abgereist, zeigte großes Interesse an dem Geschehenen, obwohl er Jerusalem nie nahegestanden hatte. Für seinen Roman Die Leiden des jungen Werthers (1774) wertete Goethe Kestners Bericht aus, übernahm zahlreiche Stellen daraus wörtlich: „Kein Geistlicher hat ihn begleitet.“ Auch dieser berühmte Schluss des Wertherromans, in dem Jerusalems zu Werthers Selbstmord wird, stammt von Kestner!
St. Nikolai zu Leipzig. 850 Jahre Kirche in der Stadt. Armin Kohnle. 2015. 352 S., 174 meist fb. Abb., 21 x 28 cm, Gb. EUR 24,95 CHF 34,60 ISBN: 978-3-86568-857-6 Imhof
Die Leipziger Nikolaikirche gehört zu den berühmtesten Kirchen Deutschlands. Ihr Name wird mit der friedlichen Revolution von 1989/90 für alle Zeiten verbunden bleiben. Im Leben der Stadt spielt sie als Pfarrkirche seit Jahrhunderten eine wichtige Rolle. 2015 kann auf eine 850-jährige Geschichte zurückgeblickt werden, die durch bauliche Veränderungen und konfessionelle Umbrüche, aber auch durch ein reiches gottesdienstliches, musikalisches und geistliches Leben gekennzeichnet war. St. Nikolai war eine der Wirkungsstätten Johann Sebastian Bachs und des Thomanerchors. Die Geschichte dieser Kirche, ihrer Pfarrer und ihrer Gemeinde wird in dem sorgfältig illustrierten Band erstmals umfassend von den Anfängen im hohen Mittelalter bis in die Gegenwart präsentiert.
MICHAEL MOHR. Landschaft. Maler: Mohr, Michael. 2009. 96 S. 45 fb. Abb. 28 x 24 cm. Gb EUR 24,95 CHF 28,70 ISBN: 978-3-86568-506-3 Imhof
Der Bildband präsentiert die seit 2005 entstandenen ausdrucksstarken Landschaftsbilder des in Frankfurt lebenden Künstlers Michael Mohr. „Der eigentliche Reiz von Mohrs Pleinair- Malerei liegt denn auch nicht primär in der hier zum Ausdruck kommenden Spannung zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit ..., sondern vielmehr in der subtilen Gegenüberstellung malerischer Temperamente, die sich keineswegs ausschließen, sondern sich eher schon komplementär zueinander verhalten. Beides aber, die rauschhafte Spontaneität ... wie die kalkuliert und mit äußerster malerischer Sorgfalt aufgebauten abstrakten Kompositionen, wurzeln sichtlich im selben Grund: im Primat der Farbe. Und der Umgang mit der Farbe ist es auch, der jede noch so lapidar anmutende Wahrnehmung zivilisierter Landschaftsräume zu kleinen ganz und gar malerischen Sensationen macht. Was man sieht auf diesen Bildern, ist nicht nur eine der Natur abgeschaute Wirklichkeit, sondern die der Malerei.“ (Christoph Schütte FAZ 29.03.2008 )
Backsteinarchitektur im Ostseeraum. 2015. Hrsg.: Herrmann, Christopher; Gierlich, Ernst; Müller, Matthias. 224 S. 28 x 21 cm. EUR 24,95. CHF 34,60 ISBN: 978-3-7319-0184-6 Imhof
Die Publikation ist der Begleitband zur Ausstellung „Backsteinarchitektur im Ostseeraum. Neue Perspektiven der Forschung“, die im Auftrag der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen in Zusammenarbeit mit Kunsthistorikern der Universitäten in Mainz und Danzig/Gdansk erstellt wurde. Die Ausstellung präsentiert aktuelle Forschungsergebnisse aus Kunstgeschichte und Archäologie, die zeitlich und räumlich ein weites Spektrum abdecken. Der Katalog gibt den Inhalt aller 36 Ausstellungstafeln wider, ergänzt durch acht vertiefende Beiträge zu einzelnen Aspekten des Themas.
Raffael als Zeichner – Raphael As Draughtsman. Beiträge des Frankfurter Kolloquiums. Hrsg.: Joachim Jacoby, Martin Sonnabend, Städel Museum, Frankfurt am Main. 2015. 216 S., 165 meist fb. Abb. 23 x 16 cm. Br. EUR 19,95 CHF 22,90 ISBN: 978-3-7319-0182-2 Imhof
Raffaels Zeichnungen gehören zum bedeutenden Kulturerbe Europas. Die vielfältigen Ansätze ihrer Bewertung und Erforschung spiegeln sich in den Themen dieses Bandes: ihr Erhaltungszustand in sammlungshistorischer Perspektive, ihre Funktion im Werkverfahren oder rezeptionsgeschichtliche Aspekte. Die Beiträge sind die Ergebnisse des interdisziplinären Kolloquiums, das die Ausstellung Raffael. Zeichnungen in der Graphischen Sammlung des Frankfurter Städel Museums 2013 begleitete.
Sterbliche Götter. Raffael und Dürer in der Kunst der deutschen Romantik. 2015. Hrsg.: Thimann, Michael; Hübner, Christine. 400 S. 30 x 24 cm. EUR 49,95. CHF 57,40 ISBN: 978-3-7319-0198-3 Imhof
Zu einer tragenden Idee der deutschen Romantik gehört die Freundschaft der Renaissance-Künstler Raffaello Sanzio (1483–1520) und Albrecht Dürer (1471–1528). Oftmals wurden die beiden Künstler zusammen und sogar ‚Hand in Hand‘ dargestellt, obwohl sie sich im Leben nie begegnet sind. Es war eine äußerst produktive Vorstellung von Dichtern, Malern und Kunsthistorikern der Romantik, dass Raffael und Dürer als geistesverwandte Ausnahmekünstler des Nordens und des Südens hätten befreundet sein können. Den beiden Musterkünstlern Italiens und Deutschlands sollte wiederum in der Gegenwart künstlerisch, moralisch und biographisch nachgeahmt werden. Die Vereinigung der Leistungen beider Maler, die Verschmelzung von Charakter und Ideal, von Nord und Süd, von „Italia“ und „Germania“ wurde zu einem Hauptanliegen der Romantik. Die Ausstellung und das Katalogbuch versuchen die Rekonstruktion dieser zentralen Idee in der Kunsttheorie der deutschen Romantik, die Licht auf die Entstehung von Hauptwerken der Epoche wie Friedrich Overbecks berühmtes Gemälde Italia und Germania wirft.
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