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Denkmalbereiche im Rheinland. Hrsg.: LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland, Puhlheim-Brauweiler; Pufke, Andrea; Bearbeitet von Janssen-Schnabel, Elke; Beitr.: Walgern, Heinrich; Fischer, Martina; Hemmers, Natalie; Stever, Michael; Euskirchen, Claudia; Lang, Gundula. 2017. 352 S. 414 fb. Abb. 30 x 21 cm. Gb. EUR 39,95. CHF 45,90 ISBN: 978-3-7319-0314-7 Imhof
In Nordrhein-Westfalen, hier im Rheinland, schützen Denkmalbereiche städtebauliche, dörfliche, kulturlandschaftliche Zusammenhänge mit historischer Bedeutung durch das Denkmalschutzgesetz. Zwanzig Jahre nach dem Erscheinen eines ersten Arbeitsheftes legt das LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland nun eine aktualisierte Fassung zu diesem Thema vor. Der vorliegende Band liefert neben einem umfangreichen Katalogteil von 70 seit 1994 neuen, rechtskräftig geschützten Denkmalbereichen auch eine bebilderte Übersicht der 80 geschützten Bereiche aus dem ersten Arbeitsheft von 1996 und eine Liste all der Denkmalbereiche, deren Wert bereits festgestellt, die aber noch nicht mit einer Satzung geschützt sind. Die neue Bearbeitung spiegelt insbesondere im Aufsatzteil die in der Zwischenzeit gewonnenen Erfahrungen bei der wissenschaftlichen Erarbeitung und Bewertung von Denkmalbereichen und im Umgang mit dem Schutzinstrument wider.
Kloster Maulbronn. Mueller, Carla; Stober, Karin. Hrsg.: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg. 2017. 112 S. 107 fb. Abb. 24 x 13 cm. Engl. Br. EUR 7,00. CHF 8,10 ISBN: 978-3-7319-0430-4 Imhof
Frühe Meisterwerke der gotischen Architektur und die von Zisterziensermönchen geschaffene Kulturlandschaft mit Weinbergen, Bewässerungskanälen und Fischteichen begeistern immer noch. Im Kraichgau gelegen, ist die Anlage das am vollständigsten erhaltene Zisterzienserkloster nördlich der Alpen und seit 1993 UNESCO-Weltkulturerbe. Um 1147 mit dem Bau begonnen, entstand im Lauf der Zeit eine beeindruckende, von Türmen und Mauern umgebene mittelalterliche Klosterstadt. Zu den herausragenden Bauleistungen zählen die romanische Klosterkirche mit ihrer frühgotischen Vorhalle, Paradies genannt, und die Klausur mit dem imposanten Herrenrefektorium sowie dem berühmten Brunnenhaus. 1556 wurde das Kloster nach der Reformation aufgehoben und eine evangelische Klosterschule gegründet, die noch heute als Seminar besteht. Wissenschaftler und Dichter wie Johannes Kepler, Hermann Hesse und Friedrich Hölderlin waren hier Schüler. Vier Museen bieten in der Klosteranlage faszinierende Einblicke in die Lebenswelt der Mönche und Klosterschüler.
Erforschen – Bewahren – Vermitteln. Denkmalpflege in Berlin und Brandenburg (4). Hrsg.: Kersting, Thomas; Theune, Claudia; Drieschner, Axel; Ley, Astrid; Lutz, Thomas. Archäologie und Gedächtnis - NS-Lagerstandorte. 2017. 184 S. 190 fb. Abb. 30 x 21 cm. Gb. EUR 29,95. CHF 34,40 ISBN: 978-3-7319-0470-0 Imhof
Erst seit den 1990er Jahren sind Reste aus der NS-Zeit in den Fokus der Archäologischen Denkmalpflege gerückt, die dann auch den Blick der anderen Verantwortlichen für die Bedeutung der vergänglichen Strukturen schärfte und ihre eigenen Methoden ausbaute. Häufig waren es Relikte in ehemaligen Konzentrationslagern, die zunächst freigelegt wurden. In diesem Zusammenhang sind Kooperationen mit den Gedenkstätten elementar, nicht zuletzt, weil dort auch die archäologischen Ergebnisse mit in die Gedenkstättenpräsentation einfließen.
Eine interdisziplinäre Konferenz im Archäologischen Landesmuseum in Brandenburg an der Havel im September 2015 beschäftigte sich mit den Schnittstellen von Archäologie, Bauforschung, Geschichte und Gedenken. Die Wirkung archäologischer Forschung auf den Umgang mit den Denkmälern sowie ihr Effekt in der Öffentlichkeitswirkung wurde beleuchtet. Problemorientierte, bilanzierende Beiträge reflektieren den aktuellen Forschungsstand und den derzeitigen Umgang mit originaler Denkmalsubstanz in der Vermittlungsarbeit.
Inhaltlich steht nicht nur Brandenburg im Zentrum, sondern auch Beiträge aus Thüringen, Sachsen, Niedersachsen, Bayern, Österreich und Polen sind vertreten.
Zur Sichtbarkeit der Reliquien und Reliquiare des Essener Stiftsschatzes im Mittelalter. Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte (148). Kurtze, Anne. Durchsichtig oder durchlässig. 2017. 264 S. 88 meist fb. Abb. 30 x 22 cm. Gb. EUR 49,95. CHF 57,40 ISBN: 978-3-7319-0302-4 Imhof
Zahlreiche mittelalterliche Reliquiare zeigen ihren kostbaren Inhalt hinter Kristall, Glas oder Maßwerkdurchbrüchen. Gängige Auffassung ist, dass der Wunsch nach Sichtbarkeit der Reliquien für diese Formentwicklung maßgeblich war. Diese These wird anhand der Reliquiare des ehemaligen Essener Frauenstiftes diskutiert, ergänzt durch Befunde an der Stiftskirche und Quellen wie den Essener „Liber ordinarius“ aus dem 14. Jahrhundert.
Entgegen der heutigen musealen Nachsicht waren Reliquiare im Mittelalter meist verborgen oder nur schemenhaft zu erkennen, und viele ihrer Öffnungen lassen eine tatsächliche Sichtbarmachung kaum zu. Vielmehr haben Vorstellungen einer Durchlässigkeit der heilbringenden Reliquienkraft die Formen der mittelalterlichen Reliquiare geprägt und lassen sich ebenso in sakraler Schatzkunst wie in Kirchenarchitektur nachweisen. Der Band enthält zudem einen Katalog der Essener Reliquiare vom 10. Jahrhundert bis um das Jahr 1500.
Auf den Spuren der Reformation in Rheinland-Pfalz. Hrsg.: Dingel, Irene; Jürgens, Henning P. 2017. 216 S. 211 fb. Abb. 22 x 12 cm. Geklebt. EUR 16,95. CHF 19,50 ISBN: 978-3-7319-0438-0 Imhof
Wer durch Rheinland-Pfalz reist, trifft auf viele Orte und Sehenswürdigkeiten, die für die Reformation historische Bedeutung erlangt haben. Der kleine Kulturführer lädt dazu ein, Rheinland-Pfalz auf den Spuren der Reformation zu erkunden und zu entdecken, wie die von Martin Luther und seinen Gesinnungsgenossen ausgehende Reformation auch die im heutigen Bundes¬land Rheinland-Pfalz geeinten damaligen Herrschaften und Städte prägte. Der Kulturführer erzählt die Geschichte der ¬jeweiligen Orte, weist auf Sehenswürdigkeiten hin und führt jene eindrucksvollen Überreste vor Augen, an denen die Nachwirkung der Reformation anschaulich wird.
Berliner Beiträge zur Bauforschung und Denkmalpflege (14). Arera-Rütenik, Tobias. Transformation von Moscheen zu Kirchen auf der iberischen Halbinsel. 2017. 480 S. 478 meist fb. Abb. 28 x 22 cm. Gb. EUR 89,00. CHF 102,00 ISBN: 978-3-7319-0318-5 Imhof
In al-Andalus herrschte über das gesamte Mittelalter eine bedeutende islamische Baukultur. Im Laufe der Reconquista gelangten deshalb zahlreiche Moscheen in den Besitz der christlichen Eroberer und wurden vom frühen Mittelalter bis weit in die Neuzeit hinein allmählich und systematisch in Kirchen umgewandelt. Diese Transformation von Moscheen zu Kirchen auf der Iberischen Halbinsel wird vor allem auf Grundlage der vorhandenen Bausubstanz detailliert analysiert. Der Hauptteil des Buches widmet sich den Einzelschritten der Umwandlung in der Form einer vergleichenden Betrachtung. In der Zusammenschau lässt sich schließlich eine Typologie der Transformation aufstellen, chronologisch sowie topographisch einordnen und architekturgeschichtlich werten. Ein Katalog im zweiten Teil versammelt die verfügbaren Informationen zu ausgewählten Fallbeispielen. Etwa 450 meist farbige Abbildungen illustrieren die Analyse des Umwandlungsprozesses. Darüber hinaus macht das Buch die meist auf Spanisch veröffentlichten Erkenntnisse zur islamischen und christlichen Architektur nun auch dem deutschsprachigen Leser zugänglich.
Beiträge zur Erhaltung von Kunst- und Kulturgut. Heft 2/2016. Hrsg.: Verband der Restauratoren e. V. (VDR). 2016. 128 S. 167 fb. Abb. , 12 Abb. 30 x 21 cm. Engl. Br. EUR 34,90. CHF 40,10 ISBN: 978-3-7319-0468-7 Imhof
Die Fachzeitschrift des Verbandes der Restauratoren (VDR), die „Beiträge zur Erhaltung von Kunst- und Kulturgut“, repräsentiert die Vielfalt der Restaurierungsfachgebiete und berücksichtigt darüber hinaus restaurierungsgeschichtliche und kunsthistorische Fragestellungen. Die von Restauratoren der verschiedensten Fachrichtungen verfassten Beiträge wenden sich an Fachleute aus der Restaurierung und den benachbarten Disziplinen, aber auch an interessierte Kenner.
Inhalt: Böcklins Maltechnik, Wandgestaltung, Spänemarmorierung, Lackmalerei, Musikinstrumente, Fotorestaurierung, Holzplastik, Silberreinigung, Vitrinenbau, Oberflächenästhetik, Firnisabnahme, Pigmente
Die wilden 80er Jahre in der deutsch-deutschen Malerei. Hrsg.: Götzmann, Jutta; Havemann, Anna; Potsdam Museum. 2016. 176 S. 36 Abb. 99 fb. Abb. 28 x 24 cm. Engl. Br. EUR 29,95. CHF 34,40 ISBN: 978-3-7319-0418-2 Imhof
Die Ausstellung und der dazugehörige Katalog setzen die Kunst zweier Staaten in Beziehung, in denen die Menschen dieselbe Sprache und kulturelle Tradition teilten, aber durch Todesstreifen und Selbstschussanlagen voneinander ferngehalten wurden. In den 40 Jahren dieser gewaltvollen Teilung gehörten die Nachbarstaaten unterschiedlichen politischen und wirtschaftlichen Systemen an. Obwohl auch die Kunstszenen in der DDR und der Bundesrepublik gegensätzlich waren, wird eine tiefe Verbundenheit der deutschen Kultur über Grenzen hinweg besonders in den 1980er Jahren deutlich. Ähnliche Sujets, ästhetische Strategien und malerische Formulierungen lassen sich aufzeigen.
Die Begriffe „Neoexpressionisten“ oder „Neue Wilde“ sind auf viele Künstlerinnen und Künstler beidseits der Mauer anwendbar. Vor allem die jüngere Generation negierte die etablierten oder von der politischen Führungselite vorgeschriebenen Kunstformen und Kunstrichtungen. Bisher sind gemeinsame Präsentationen von Werken aus Ost- und Westdeutschland nur vereinzelt vorgenommen worden. Mehr als ein Vierteljahrhundert nach Mauerfall ist es an der Zeit, in der Kunst weitere Diskurse zu führen und ihre Parallelität und Diversität herauszuarbeiten.
Die Werkschau und der Katalog bieten einen Überblick über die neue deutsche figurative Malerei mit ihren expressiven und neosurrealen Impulsen. Präsentiert werden Porträts und Gruppenkompositionen, Darstellungen von Konzerten und Happenings, Interpretationen von mythologischen und biblischen Themen sowie Szenen aus dem großstädtischen Umfeld oder der Subkultur. Gemälde und Grafiken des Potsdam Museums treten in den Dialog mit Leihgaben aus deutschen Museen und Privatsammlungen. Bekannten Namen der Kunstgeschichte werden gezielt Entdeckungen zur Seite gestellt.
Der Katalog umfasst vier wissenschaftliche Texte, eine ausführliche Chronik zu den kulturellen und politischen Ereignissen der 1980er Jahre sowie Künstlerstatements. Die Beiträge nehmen die Themen und Bildsujets dieser Dekade ebenso in den Blick wie künstlerische Vorbilder und Zeitbezüge. Sie zeigen die Parallelität der künstlerischen Entwicklungen in der DDR und der Bundesrepublik auf und verdeutlichen die Absurdität des deutsch-deutschen Bilderstreits, der unmittelbar nach dem Fall der Mauer einsetzte.
15. Jahrgang, Heft 2/2016. Hrsg.: Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden e. V. Neumarkt-Kurier Baugeschehen und Geschichte am Dresdner Neumarkt. 2016. 32 S. 55 fb. Abb. , 5 sw Abb. 30 x 21 cm. Geheftet. EUR 3,00. CHF 3,50 ISBN: 978-3-7319-0455-7 Imhof
Nationalsozialismus in Freiburg. Hrsg.: Kalchthaler, Peter; Neisen, Robert; von Stockhausen, Tilmann. 2016. 288 S. 260 meist fb. Abb. 28 x 24 cm. Engl. Br. EUR 24,80. CHF 28,50 ISBN: 978-3-7319-0362-8 Imhof
Täter, Opfer, Mitläufer, Opportunist, Widerständler, „Grenzgänger“ – die tragischen Schicksale, das grausame Verhalten, die Indifferenz oder der mutige Widerstand von Menschen, die in der Zeit des Nationalsozialismus gelebt haben, beschäftigen noch heute die Öffentlichkeit. Einzelaspekten des Themas waren bereits Ausstellungen gewidmet, eine übergreifende Gesamtschau, wie sie nun Augustinermuseum und Museum für Stadtgeschichte in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv bieten, gab es in Freiburg bisher nicht. Unter den Leitfragen „Wer – Warum – Wie – Was“ behandeln Ausstellung und Begleitbuch den Weg Freiburgs zum Nationalsozialismus, das Eindringen der Ideologie in alle Bereiche des Lebens und die Folgen. Einleitende Aufsätze von ausgewiesenen Historikern beschreiben die spezifischen Freiburger Verhältnisse, das Verhalten der Institutionen und die Auswirkungen auf die Menschen in der Stadt. Freiburger Ereignisse, Symbole, Orte und Personen werden in kurzen Beiträgen vorgestellt.
Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte (146); Schriftenreihe des Erlanger Instituts für Kunstgeschichte (4). Venjakob, Judith. Der Hexenflug in der frühneuzeitlichen Druckgrafik. 2016. 288 S. 38 fb. Abb. , 193 Abb. Gb. EUR 39,95. CHF 45,90 ISBN: 978-3-7319-0421-2 Imhof
Können Hexen fliegen – und wenn ja, wie? Welche Antwort geben Bilder und Schriften, die zur Zeit der europäischen Hexenprozesse publiziert wurden, auf diese für Gelehrte zentrale Frage? Theologische, juristische oder medizinische Traktate begegnen dem unerklärlichen Hexenflug sowohl mit tradierten Exempeln von kirchlichen und philosophischen Autoritäten als auch mit verschlungenen Argumentationen. Buchmalereien und Druckgrafiken hingegen führen den Hexenflug mithilfe einer neu entwickelten Ikonografie anschaulich vor Augen.
Die von kunsthistorischen und bildwissenschaftlichen Fragen geleitete Studie von Judith Venjakob beleuchtet auf der Grundlage der neuesten geschichtswissenschaftlichen und rechtshistorischen Hexenforschung sowie im Vergleich mit spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Textquellen die Charakteristika der bildlich inszenierten Luftfahrt und die Funktion des Bildtypus im zeitgenössischen Hexereidiskurs. Mit dieser Schwerpunktsetzung eröffnet das Buch einen neuen Zugang zum Hexenbild des 15. bis 17. Jahrhunderts: Nicht die Ikonografie des Kessels, Teufels oder Sabbats, sondern die des Fluges wird als das Erkennungszeichen bildlich dargestellter Hexen gedeutet.
Kunstmärkte zwischen Stadt und Hof. Prozesse der Preisbildung in der europäischen Vormoderne. Hrsg.: Tacke, Andreas; Wenzel, Michael; Münch, Birgit Ulrike; Herzog, Markwart; Jeggle, Christof. 2016. 288 S. 24 x 17 cm. Engl. Br. EUR 39,95. CHF 45,90 ISBN: 978-3-7319-0393-2 Imhof
Anhand von Einzelstudien über spätmittelalterliche und frühneuzeitliche städtische und höfische Kunstmärkte in Zentraleuropa werden Prozesse der Preisbildung exemplarisch untersucht. Kunstwerke gelten als besondere Objekte, um Verfahren der Preisbildung zu erforschen, denn sie entziehen sich weitgehend einem instrumentellen, über die Absicht ästhetischer Repräsentation hinausführenden Gebrauch. Bei der Wertschätzung von Kunstwerken dominierte die Bewertung der künstlerischen Leistung diejenige des materiellen Wertes in dem Maß, wie bildende Künstler als eigenständige Berufsgruppe und deren Œuvre von kunsthandwerklicher Produktion unterschieden wurden. Für die Existenz der Produzenten von Kunstwerken war die Differenz zwischen Materialwert und Verkaufspreis entscheidend. Dieses fallweise auszuloten, hat sich der internationale Autorenkreis vorgenommen.
Ramses. Göttlicher Herrscher am Nil. Hrsg.: Badisches Landesmuseum Karlsruhe . 2016. 464 S. 517 fb. Abb. 28 x 23 cm. Gb. EUR 49,95. CHF 57,40 ISBN: 978-3-7319-0357-4 Imhof
Von den Göttern erwählt, vom Volk verehrt – Ramses II. gilt als der mächtigste Pharao Ägyptens. 66 Jahre, so lange wie kein anderer, herrschte er über das Land am Nil. Während seiner Regierungszeit im 13. Jahrhundert v. Chr. führte Ramses II. Ägypten zu kultureller Blüte und wirtschaftlichem Reichtum. Kein anderer Pharao hinterließ so viele Bauwerke und Statuen wie Ramses, der mit dem Beinamen „der Große“ in die Geschichte des alten Ägypten einging.
Der reich bebilderte Begleitband zur Ausstellung umfasst neben Texten zu den ausgestellten Objekten vertiefende Beiträge international renommierter Autorinnen und Autoren über die zentralen Themen der Geschichte Ägyptens im Zeitalter des großen Pharaos. Er bietet Einblicke in das damalige Gesellschaftssystem, in die Religion und Götterwelt, die umfangreiche Baupolitik Ramses II. und das Verhältnis Ägyptens zu seinen Nachbarstaaten. Dabei werden auch die zahlreichen Feldzüge des Pharaos gegen die Hethiter mit der berühmten Schlacht von Kadesch sowie der sich daran anschließende erste paritätische Friedensvertrag der Weltgeschichte eingehend thematisiert. Beiträge über die Faszination, die Ramses der Große bis heute ausübt, runden den Band ab.
Die 50 schönsten Reisewege in der Thüringischen Rhön. Walter Höhn. 2016. 128 S., 283 fb. Abb. 17 x 24 cm, Br. EUR 14,95 CHF 17,20 ISBN: 978-3-7319-0463-2 Imhof
Alexander von Humboldt bezeichnete die Rhön als eines der schönsten Mittelgebirge Deutschlands und dies sicherlich zu Recht. Der Autor Walter Höhn, der in Vacha, Ortsteil Wölferbütt, zu Hause ist, war mit Stift und Kamera in der thüringischen Rhön unterwegs und möchte dem Leser anhand dieses Buches seine Heimatregion näherbringen. Kurze Texte und über 280 Farbabbildungen beschreiben 50 Reisewege zwischen dem Flusslauf der Werra und dem Ellenbogen in der Hohen Rhön. Dabei werden bezaubernde Landschaften und schöne Dörfer bzw. Städte vorgestellt, aber auch interessante historische und kulturelle Hintergründe geboten.
Tilmann Riemenschneider. Weniger, Matthias. Hrsg.: Eikelmann, Renate; Bayerisches Nationalmuseum. 208 S. 315 fb. Abb. 29 x 23 cm. Engl. Br. Imhof Verlag, Petersberg 2016. EUR 24,95. CHF 28,70 ISBN: 978-3-7319-0475-5 Imhof
Das Bayerische Nationalmuseum in München besitzt eine der bedeutendsten Riemenschneider-Sammlungen weltweit. Insbesondere die frühen Werke, bei denen der Künstler noch in besonders großem Umfang selbst Hand angelegt hat, werden auf höchstem Niveau präsentiert. Dazu gehört die zentrale Schreingruppe des Münnerstädter Retabels, des ersten Werks, das Riemenschneider nicht auf eine farbige Fassung hin konzipiert hat. Etwa zur selben Zeit entstanden zwei Passionsgruppen, die der Rothenburger Maler Martinus Schwarz in kongenialer Weise polychromiert hat. Das Raffinement von Riemenschneiders Schnitztechnik kommt so noch subtiler zur Geltung. Mit zahlreichen weiteren gefassten wie ungefassten Spitzenwerken des Künstlers werden diese Arbeiten nun erstmals in einem Band vereint und in neuen Farbaufnahmen vorgestellt. Die Publikation erscheint aus Anlass der Neueinrichtung des Riemenschneider-Saals des Bayerischen Nationalmuseums.
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Kunst des 19. Jahrhunderts. Hrsg.: Städtischen Galerie Karlsruhe. Schwarzwald Bilder. 2016. 240 S. 24 Abb. , 185 fb. Abb. 30 x 24 cm. Gb. EUR 39,95. CHF 45,90 ISBN: 978-3-7319-0450-2 Imhof
Der Katalog zur Ausstellung "Schwarzwald-Bilder" zeigt Landschaftsmalereien, Genrebilder sowie einige wenige historische Fotografien mit Motiven vom Schwarzwald. Der Band bietet eine Übersicht zur Malerei im 19. Jahrhundert und berücksichtigt bekannte Malerorte und Motive, darunter den Mummelsee, die Triberger Wasserfälle, die Ravennaschlucht und den Feldberg. Das Buch zeigt Gemälde von Eugen Bracht, Gustave Courbet, Friedrich Kallmorgen, Ludwig Knaus, Johann Wilhelm Schirmer, Otto Scholderer, Hans Thoma, Wilhelm Trübner, Benjamin Vautier d. Ä. und vielen anderen.
Unter unseren Füßen. Altsteinzeit bis Frühmittelalter. Hrsg.: Hessisches Landesmuseum Kassel. 2016. 192 S. 191 fb. Abb. Gb. EUR 19,95. CHF 22,90 ISBN: 978-3-7319-0464-9 Imhof
Die ältesten Werkzeuge, frühe Luxusgegenstände, bronzezeitliche Mode oder das „gute Geschirr“ der Germanen: 80 ausgewählte Objekte und Objektgruppen aus der vorgeschichtlichen Dauerausstellung des Hessischen Landesmuseums in Kassel nehmen den Leser mit auf eine unterhaltsame Zeitreise durch 300 000 Jahre nord- und osthessische Geschichte. Die archäologischen Funde werden jeweils mit einem kurzen Text und einem begleitenden Großfoto vorgestellt. Die zeitliche Spanne reicht dabei von den Steinwerkzeugen der ersten Menschen in der Region bis zu den Missionaren des Frühmittelalters.
Die menschlichen Hinterlassenschaften ermöglichen einen Einblick in die jeweiligen Lebensumstände unserer Vorfahren, spiegeln einschneidende Veränderungen wider oder sind Zeugen wichtiger Erfindungen. Manchmal steht die spannende Entdeckungsgeschichte altbekannter Fundstellen im Mittelpunkt, andere Kapitel widmen sich interessanten Neufunden der letzten Jahrzehnte oder aktuellen Forschungsergebnissen. Ganz Alltägliches wie etwa Getreidemahlsteine bieten dabei ebenso spannende Einblicke wie handwerkliche Unikate oder Importe aus fernen Regionen.
Das geheimnisvolle Schweigen der alten Fabrik. Tim und Marie entdecken ein Industriedenkmal. Bröckerbaum, Steffi; Hauck, Thomas J. Illustriert von Graupner, Sylvia. 2016. 48 S. 91 fb. Abb. Gb. EUR 9,95. CHF 11,40 ISBN: 978-3-7319-0383-3 Imhof
In einer spannenden, reich illustrierten Geschichte wird Kindern im Alter von 9 bis 12 Jahren der Wert industrieller Denkmale vermittelt. Die Kinder Marie und Tim erleben eine Ferienabenteuergeschichte. Auf einer Erkundungstour mit ihren neuen Skateboards entdecken sie die verlassenen Fabrikhallen einer Kunstseidefabrik am Fluss. Hier eröffnet sich ihnen eine andere Welt mit vielen Geheimnissen. Sie begegnen Menschen, die sich mit der Fabrik sehr verbunden fühlen. Diese führen Marie und Tim in die Vergangenheit, und alle machen dabei überraschende Erfahrungen.
Der zweite Teil des Buches führt in die Themenbereiche Industriegeschichte und Denkmalpflege ein. Dabei wird auf kindgerechte Weise denkmalpflegerisches Handeln erläutert. Am Beispiel der ehemaligen Kunstseidefabrik in Hanau-Großauheim können Kinder von der wechselnden Nutzung der Fabrikgebäude erfahren und dass es wichtig ist, auch Industriedenkmäler als Wissensorte und Zeugnisse unserer Geschichte zu bewahren.
Das Königliche Logierhaus in Bad Kissingen.Zur Geschichte, Nutzung und Bedeutung eines einzigartigen Kurgebäudes.Fred Kaspar, Birgit Schmalz, Christian Schmidt und Peter Weidisch. 2016. 48 S., 33 meist fb. Abb. 21 x 27 cm. Gb. EUR 14,95 ISBN: 978-3-7319-0422-9 Imhof
Vorliegende Publikation behandelt Baugeschichte, Erscheinungsbild, Nutzung und Bedeutung des Königlichen Logierhauses in Bad Kissingen. Eine vergleichbare „Fürstenherberge“ ist in deutschen Kurorten des 19. Jahrhunderts bislang nicht bekannt. Sie steht in der Tradition der Bade- und Kurschlösser, die in den Fürstenbädern während des 16. bis 18. Jahrhunderts errichtet worden sind, zeigt aber in der multifunktional angelegten Nutzung eine für das 19. Jahrhundert charakteristische Weiterentwicklung. In seiner Gestaltung war der Bau in Kissingen nicht nur singulär, sondern wurde vorbildhaft. Er sollte die weitere Entwicklung des Logierhausbaus in Bad Kissingen und anderen Kurorten entscheidend prägen und wurde auch für die zahlreichen privaten Neubauten zum geschmacklichen Vorbild. Das Gebäude dokumentiert darüber hinaus in seinen im Wesentlichen erhaltenen inneren Strukturen die besondere Bedeutung von Bad Kissingen als gesellschaftlichem Treffpunkt im Fokus der bayerischen Königsfamilie und ist ein anschauliches Zeugnis vom Anspruch Kissingens als Weltbad.
Düsseldorfer Malerschule. Gründerzeit und beginnende Moderne. Hrsg.: Kanz , Roland; Pickartz, Christiane. 2016. 208 S. 181 fb. Abb. 26 x 20 cm. Gb. EUR 29,95. CHF 34,40 ISBN: 978-3-7319-0364-2 Imhof
Die Düsseldorfer Malerschule birgt für die Gründerzeit und die beginnende Moderne noch zahlreiche Überraschungen. Einige Künstler sind heute fast vergessene Stars ihrer Zeit, andere kaum erforscht. Neben den arrivierten Akademiemalern etablierten sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts viele freie Künstler, die auf dem boomenden Markt ihr Auskommen fanden. So ergab sich eine komplexe Kunstszene, die lohnende Forschungsfragen bietet. Ruhm und Erfolg der Düsseldorfer Malerschule gründeten auf der Ausstrahlung der Kunstakademie, insbesondere die Monumentalmalerei diente repräsentativen Ausstattungen öffentlicher Gebäude mit bildungsbürgerlichen Themen. Doch auch in der Genre- und Landschaftsmalerei gingen die Düsseldorfer Künstler neue Wege und verbuchten eine steigende Popularität. Von der großen Geste der Geschichtsmalerei bis zur intimen Zeichnung zeigt sich eine spannungsreiche Vielfalt zwischen Konservatismus und Avantgarde. Die Beiträge des vorliegenden Buches widmen sich den Düsseldorfer Künstlerfesten, den Monumentalmalereien von Eduard Bendemann, Carl Gehrts und Peter Janssen, den farbenfrohen Lebensweltbildern von Ludwig Knaus, Mihály Munkácsy, German Grobe, Ludwig Fay und Gregor von Bochmann sowie den Landschaften von Eugen Bracht und zahlreichen anderen Landschaftsmalern im Kaiserreich.
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