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Maier, Hans: Die Kirchen und die Künste. Vier Vorlesungen. 2008. 64 S. 19,50 x 12,00 cm. Pb EUR 12,90 ISBN: 3-7954-2052-0 Schnell & Steiner
Die vier Vorlesungen, die hier erstmals einer größeren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, hat Hans Maier im Jahr 2000 im Rahmen der Guardini-Lectures an der Humboldt-Universität Berlin gehalten. In einer Tour de 'horizon führt er das Zusammenspiel von Liturgie und Künsten - Sprache und Musik wie Baukunst und bildende Künste - vor Augen und lotet das Verhältnis von Kirche und Künsten im Wandel der Zeit aus.
"... die Kunst ist eine wundersam zudringliche Verbündete der Religion" (Jacob Burckhardt): Seit Anbeginn der Kirche gibt es die Wechselwirkung von Liturgie und den Künsten, die in der orthodoxen, der katholischen oder reformatorischen Ausprägung unterschiedlich Gestalt annahm. Die Künste, in denen das Wort der Offenbarung sinnlich greifbar werden soll “das gesprochene und gesungene Wort, instrumentale Musik, bildliche Darstellungen, die Architektur“ wirken auf den Gottesdienst ein. Die Liturgie “ein Spiel vor Gott" wird zum Regelwerk der Künste, die Künste finden an ihr Orientierung, es entsteht ein Vorrat immer neuer Erfindungen und Gestalten. Dieser Prozess steht im Mittelpunkt, wobei der Bogen von der biblisch inspirierten Dichtung bis zur Kirchenmusik, von der sakralen Architektur bis zum Andachtsbild geschlagen wird.So entsteht eine Zusammenschau der geistlichen Anstöße, die Europas Kunst bis zur Gegenwart geprägt haben, in der die christliche Kunst besonderen Herausforderungen begegnet. Hans Maier zeigt Entwicklungslinien im Verhältnis Kirche, Liturgie und Kunst auf und verfolgt die Impulse, die aus diesem Verhältnis hervorgingen - bis in die "Kulturkrise" der heutigen Zeit. Der Band vergegenwärtigt, wie Bibel und Liturgie auf die Künste eingewirkt, sie geprägt und verändert haben.
Zum Autor
Autor: Der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Hans Maier zählt in der Bundesrepublik zu den namhaften Repräsentanten im Spannungsfeld Politik - Gesellschaft - Religion. 1970-1986 war er bayerischer Kultusminister, 1988-1999 hatte er den Guardini-Lehrstuhl für Christliche Weltanschauung, Religions- und Kulturtheorie an der LMU München inne. 1976-1988 war er Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken und 1999-2005 Vorsitzender der Stiftung Bibel und Kultur.
Winterfeld, Dethard von: Mogúncia. Catedral de S. Martinho. 2007. 50 S., 29 fb. Abb., 2 Grundr. 17 x 12 cm. Gh EUR 4,00 ISBN: 3-7954-6704-7 Schnell & Steiner
Friedrich, Josef: Oberursel. St. Ursula. Ill. v. Latocha, Norbert. 2007. 28 S., 2 sw. u. 18 Abb., 1 Grundr. 17 x 12 cm. (Kleine Kunstf. 2668) Gh EUR 3,00 ISBN: 3-7954-6691-1 Schnell & Steiner
Schmiddunser, Agathe: Körper der Passionen. Die lebensgroße Liegefigur des toten Christus vom Mittelalter bis zum spanishen Yacente des Frühbarock. 2008. 256 S., 65 sw. u. 10 fb. Abb. 28 x 21 cm. Gb EUR 69,00 ISBN: 3-7954-2033-4 Schnell & Steiner
Das liturgische Drama um Tod und Auferstehung Christi erfand im 12. Jh. erste Grabchristus-Figuren. Als Medium des Glaubens und als Sinnbild des Todes veränderte sich ihr körperliches Erscheinungsbild in Mittelalter und Neuzeit, bis mit den frühbarocken Yacentes des spanischen Bildhauers Gregorio Fernândez (1576 - 1636) ein Höhepunkt an veristischer Leiblichkeit erreicht wurde. Geschichte und Bedeutung dieser Christusfiguren finden hier eine umfassende Darstellung.
Ausgestellt wie Ganzkörper-Reliquien im gläsernen Totenschrein, gezeichnet von blutenden Wundmalen und unerträglicher Pein, wurden die Yacentes, die hier im Mittelpunkt stehen, zum politischen Zeichen einer Konfessionalisierung ganz Spaniens. An der Schnittstelle von Leben und Tod reflektieren sie die Frage nach Körperlichkeit. Ihre höchst verfeinerte polychrome Fassung ließ diese Skulpturen zu figürlicher Malerei werden. Als lebensgroße Andachtsbilder dienen sie nicht nur einer besonders objektbezogenen, privaten Andacht innerhalb der mystischen Strömung Therese von Avilas, sondern fokussieren die Passion während der aufwendig inszenierten Karfreitagsprozessionen auf eine plastische, liegende Ikone. Eine ähnliche kunstfertige, irdische Anverwandlung Gottes kennt keine der anderen Weltreligionen. Erstmalig wird eine umfassende Hermeneutik der dreidimensionalen Liegefigur Christi unternommen, wobei repräsentative Beispiele aus Deutschland, Frankreich, Italien und besonders Spanien gewählt wurden, um sowohl Genese, Funktions- und vor allem Bedeutungsgeschichte dieses religiösen Kernthemas darzustellen. Die Abbildungen erschließen der Kunstgeschichte teilweise vollkommen neue Beispiele, da sich einige der Yacentes bis heute in der Klausur von Nonnenkonventen befinden. Erste umfassende Darstellung des zentralen Bildmotivs der christlichen Ikonographie. Wichtiger Beitrag zur Kunstgeschichte Spaniens unter Auswertung von bislang kaum zugänglichen Einzelwerken. Zum Autor
Autorin: Agathe Schmiddunser studierte Europäische Kunstgeschichte, Indische Kunstgeschichte und Kunstpädagogik an der LMU in München, sowie Spanische und Islamische Kunstgeschichte an der Universität Granada. Über das vorgestellte Thema promovierte sie 2005 an der LMU München.
Spurensuche Polizeifotografie. Mannheim 1946-1971. Hrsg.: Schirmböck, Thomas /Wieczorek, Alfred. 2007. 112 S., 108 Abb. 28 x 24 cm. Pb EUR 29,90 ISBN: 3-7954-2039-3 Schnell & Steiner
Spurensuche gilt nicht nur unter Kennern der Fotokunst als eine Sensation: Als erste Ausstellung zu deutscher Polizeifotografie überhaupt präsentiert sie Aufnahmen von Fotografen des Mannheimer Polizeipräsidiums aus den Jahren 1946-1971. Dienten diese Fotografien überwiegend der Dokumentation von Tat- oder Unfallorten, so üben sie heute als historisch bedeutsame Zeitzeugnisse und aufgrund ihrer herausragenden bildnerischen Qualität einen besonderen Reiz aus.
Das umfassende Begleitbuch zur Ausstellung präsentiert über 100 Polizeifotografien, die in einem Zeitraum von 25 Jahren entstanden sind. Sie dokumentieren Verbrechen und Unfälle, bieten aber auch Einblicke in das Alltagsleben der Nachkriegszeit in ungeschönter Direktheit: Straßenszenen aus den Vorstädten, die Notsiedlungen des Wiederaufbaus und das Hafenleben, Motive von Verkehrsunfällen, Ein- und Gefängnisausbrüchen, Raub- und Banküberfällen bis zu Mord. Dabei tragen die Aufnahmen eine Besonderheit in sich: Die Fotografen des Mannheimer Polizeipräsidiums arbeiteten ohne jede Leidenschaft, "schöne" Bilder anzufertigen. Bei ihrer Entstehung war nicht vorherzusehen, dass den Fotografen des Erkennungsdienstes historisch und soziologisch bedeutsame Aufnahmen gelangen, die darüber hinaus eine herausragende bildnerische Qualität aufweisen. Sind die dargestellten Sachverhalte auch schicksalhaft, besitzen die Bilder dennoch einen unerwarteten und so in Deutschland bislang ungesehenen Reiz. Erstmalige Darstellung eines einzigartigen Aufnahmebestandes deutscher Polizeifotografie mit über 100 großformatigen Fotografien in Duotonqualität. Mit Extrakapiteln zum berühmten "Mannheimer Postraub" von 1949 und Erinnerungen eines ehemaligen Polizeifotografen. Begleitband zur Sonderaustellung im Museum Weltkulturen der Reiss-Engelhorn-Museen, Mannheim und PPArt, Polizeipräsidium Mannheim bis zum 23.03.2008. Mehr unter: www.zephyr-mannheim.de
Rezensionen
Immer damit verbunden: Der unverstellte Blick ins intimste Privatleben, das die Polizeifotografen wie niemand sonst vor die Linse bekamen. Es ist die erste große Ausstellung deutscher Polizeifotografie und die Bilder geben oftmals gerade die Geschehnisse und Szenen abseits des eigentlichen Motivs wieder: tiefe Einblicke in die Welt von gestern. SPIEGEL-Online Auch wenn die Aufgabe der Polizeifotografen strikt auf dokumentarische Zwecke für die Verbrechensaufklärung und auch Wohlfahrtspflege begrenzt war, so muss man ihren Sichtweisen heute eine hintergründige Ästhetik zubilligen. Das gilt nicht nur für die offenkundigen kompositorischen Ansprüche, sondern mehr noch für den insgesamt lakonischen Stil, den die Mannheimer Ausstellungsmacher gekonnt inszeniert haben. Frankfurter Allgemeine Zeitung
Betz, Karl H /Gieß, Harald: Regensburg. The Collegiate church of Our Lady at the Alte Kapelle. Ill. v. Götz, Roman von. 2007. 36 S., 19 Abb., 1 Grundr. 17 x 12 cm. Gh EUR 3,50 ISBN: 3-7954-6668-7 Schnell & Steiner
Gieß, Harald /Betz, Karl H: Regensburg. Collegiata di nostra Signora alla Capella Vecchia. Ill. v. Götz, Roman von. 2007. 36 S., 20 Abb. 17 x 12 cm. Gh EUR 3,50 ISBN: 3-7954-6669-5 Schnell & Steiner
Ronchamp. Notre Dame du Haute. Hrsg. v.Association Ouvre Notre Dame du Haute. 2007. 64 S., 45 fb. Abb. 19 x 12 cm. Pb EUR 9,90 ISBN: 3-7954-2048-2 Schnell & Steiner
Ronchamp. Notre Dame du Haute. 2007. 64 S. 19 x 12 cm. Pb EUR 9,90 ISBN: 3-7954-2051-2 Schnell & Steiner
Ronchamp. Notre Dame du Haute englisch. Hrsg. v.Association Ouvre Notre Dame du Haute. 2007. 64 S., 45 fb. Abb. 19 x 12 cm. Pb EUR 9,90 ISBN: 3-7954-2050-4 Schnell & Steiner
Ronchamp. Notre Dame du Haute. Franz. Hrsg. v. Association Ouvre Notre Dame du Haute. 2007. 64 S., 45 fb. Abb. 19 x 12 cm. Pb EUR 9,90 ISBN: 3-7954-2049-0 Schnell & Steiner
Klinge, Astrid /Wagner, Kerstin: Schloss Wildenfels. 2007. 32 S., 5 sw. u. 16 fb. Abb., 1 Grundr. 17 x 12 cm. (Kleine Kunstf. 2672) Gh EUR 3,00 ISBN: 3-7954-6701-2 Schnell & Steiner
Sevenich, Josef: Burg Wilhelmstein. Eine mittelalterliche Höhenburg. Ill. v. Körber-Leupold, Celia. 2007. 20 S., 14 fb. Abb., Grundr. u. Zeittaf. 17 x 12 cm. (Kleine Kunstf. 2640) Gh EUR 2,50 ISBN: 3-7954-6640-7 Schnell & Steiner
Asam in Freising. 2007. 208 S., 10 sw. u. 175 fb. Abb., 1 sw. Tab., 2 Grundr., 1 Zeichn. 24 x 22 cm. (Ausst.-kat./Diözesanmuseum f. christl. Kunst d. Erzbistums München u. Freising 45) Pb EUR 34,90 ISBN: 978-3-7954-2034-5 Schnell & Steiner
Die Bedeutung der Bischofsstadt Freising wurde durch die Freisinger Fürstbischöfe nicht nur auf religiösem, sondern auch auf kulturellem Gebiet unter Beweis gestellt. So trug Cosmas Damian Asam, der in Rom lernte und von Rubens beeindruckt war, den Titel des Fürstbischöflichen Freysingischen Hofmalers und auch sein Bruder, Egid Quirin Asam, wurde in Anerkennung seiner Verdienste um die Ausstattung des Freisinger Dom zum Hofstuckator ernannt.
Über 30 Jahre, zwischen 1709 und 1739, haben Mitglieder der Familie Asam - Georg sowie seine Söhne Cosmas Damian und Egid Quirin - in Freising gewirkt. Die künstlerischen Anfänge der Brüder sind hier in bedeutenden Werken des Vater zu finden, sowie dem Asamsaal im ehemaligen Lyzeum, dem sog. Dekanatssaal in Weihenstephan und der Maximiliankapelle an der Domkrypta. Während München, Rohr, Weltenburg oder Osterhofen ganz selbstverständlich mit Asamkirchen verbunden werden, trägt die Ausstellung und der zugehörige Begleitband dazu bei, auch Freising als Künstlerstätte der Asams weithin bekannt zu machen. Als glänzendes Beispiel illustriert der Katalog auch das um 1724 im Auftrag des Fürstbischofs Johann Franz Eckher entstandene barocke Festkleid für den Freisinger Dom, den eine reiche Ausstattung an Fresken schmückt. Anlässlich der Restaurierung erstrahlen die Gewölbe und Wände des Freisinger Doms nun wieder in Gold und lichten Farben und bilden ein faszinierendes Raumerlebnis. Entwürfe und Ausführung der umfangreichen Freskenzyklen und der Stuckarbeiten des Doms sowie Arbeitsweise und Werkstattorganisation der beiden Brüder werden im Begleitband ausführlich dokumentiert. Begleitband zur Sonderausstellung im DiÅ¡zesanmuseum Freising bis 3.02.2008. Mehr unter: www.dioezesanmuseum-freising.de Die wichtigen Werke der Asam in Freising erstmals mit zahlreichen Detailfotografien nach der Restaurierung.
Zum Autor
Autoren: Sylvia Hahn, Carmen Roll, Regina Bauer-Empl, Sigmund Benker, Maria Hildebrandt, Norbert Jocher, Jürgen Pursche, Achim Riether, Monika Schwarzenberger-Wurster, Peter B. Steiner
Höfler, Janez: Der Meister E.S. Ein Kapitel europäischer Kunst des 15. Jahrhunderts. 2 Bde/Tle. 2007. 370 S. 29 x 21 cm. Pb EUR 69,00 ISBN: 3-7954-2027-X Schnell & Steiner
Die Analyse seiner Stiche zeigt durchgehend Eigenheiten in Komposition und Behandlung des Sujets. Die stilistischen Differenzen zeugen von einer individuellen Entwicklung mit mehreren Schaffensphasen. Die teils experimentelle Suche nach der adäquaten Form charakterisiert den Stecher wie andere Künstler seiner Zeit. Aufgreifen und Weiterentwicklung fremder Bildideen und -motive waren Bestandteil des schöpferischen Prozesses. Hinter der technischen Perfektion verbirgt sich ein beachtliches zeichnerisches Vermögen, das in der Stilentwicklung nördlich der Alpen, insbesondere in der figürlichen Darstellung höchste Qualität erreicht. Trotz künstlerischer Heimat im Oberrhein zwischen Basel und Straßburg, weist der Autor für den Meister E.S. ausschlaggebende Einflüsse aus der niederländischen Malerei wie der franko-flämischen Buchmalerei nach.
Seggermann, Günter: Die Orgeln der Hauptkirche St. Michaelis zu Hamburg. Ein Beitrag zur Geschichte des Hamburger Orgelbaus. Ill. v. Lechtape, Andreas. 3. Aufl. 2007. 48 S., 25 fb. Abb. 24 x 17 cm. (Grosse Kunstf. 146) Pb EUR in Vorbereitung ISBN: 3-7954-2029-6 Schnell & Steiner
Müller, Monika: Omnia in mensura et nomero disposita. Die Wandmalereien und Stuckarbeiten von San Pietro al Monte di Civate. [Italien] 2007. 424 S., 64 fb. Abb. 28 x 21 cm. Gb EUR 69,00 ISBN: 3-7954-2028-8 Schnell & Steiner
Kaum jemand kann sich der Faszination entziehen, die von der am Monte Pedale und unweit des Comer Sees in der Lombardei gelegenen Kirche San Pietro al Monte di Civate ausgeht. Die Benediktinerkirche ist mit ihrer qualitätvollen Ausstattung in beinahe allen Überblickswerken zur mittelalterlichen Kunst vertreten. Erstmals seit 1957 werden in diesem Band nun Malereien und Stuck in ihrem inhaltlichen Zusammenhang monographisch dargestellt.
Wohl am Ende des 11. Jhs. zu einem "Gesamtkunstwerk“ ausgestaltet, haben sich in Kirche und Krypta Wandmalereien und Stuckarbeiten von herausragender künstlerischer Qualität und einzigartiger Ikonographie erhalten: Szenen aus der Apokalypse, Darstellungen von Aposteln, Päpsten, Engeln und Büßern sowie Stuckreliefs mit christologischen Themen oder dem Marientod. Die grundlegende Untersuchung setzt sich nicht nur kritisch mit der Forschungsliteratur und der Diskussion über den mutmaßlichen Auftraggeber, Erzbischof Arnolfo III. v. Mailand, auseinander, sondern analysiert auch die Architektur und die Funktion der Kirche. Die Ausstattung wird ikonographisch-ikonologisch in den geistesgeschichtlichen und kirchenpolitischen Kontext der Gregorianischen Kirchenreform und des Investiturstreits eingeordnet. Als Instrumentarium dienen hierfür mittelalterliche Theologie und Exegese, Kirchenrecht, Liturgie- und Kirchengeschichte sowie die philologische Analyse der zahlreichen lateinischen Tituli. So sind erstmals auch die komplexen Zusammenhänge zwischen Form, Inhalt und Funktion der Darstellungen erkennbar. Präsentiert Malereien und Stuck der berühmten Benediktinerkirche erstmals im Gesamtzusammenhang. Erste monographische Publikation des Objekts seit 1957 mit zahlreichen Farbaufnahmen. Wichtiger Beitrag zur Erforschung inhaltlicher und struktureller Gestaltung nicht-narrativer Bildprogramme im ausgehenden 11. Jahrhundert.
Zum Autor
Autorin: Dr. Monika E. Müller promovierte nach einem Studium an der Eberhard Karls Universität Tübingen und an der Università degli Studi di Urbino mit dieser Arbeit am Kunsthistorischen Institut Tübingen. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Forschungen liegt in der italienischen Kunstgeschichte des Mittelalters.
Die Frauenkirche in München. Hrsg.: Pfister, Peter. 2008. 96 S. 24 x 17 cm. Pb EUR 12,90 ISBN: 3-7954-2031-8 Schnell & Steiner
Der Dom zu Unserer Lieben Frau in der Münchner Altstadt, kurz Frauenkirche genannt, ist die Kathedralkirche des Erzbischofs von München und Freising und gilt mit seinen markanten Türmen und den "welschen Hauben“ als Wahrzeichen der bayerischen Landeshauptstadt.
Namhafte Kunsthistoriker zeichnen die Bau- und Kunstgeschichte der Frauenkirche nach, die zwischen 1468 und 1494 erbaut wurde. Ein Rundgang durch die spätgotische Hallenkirche erschließt die Architektur und Ausstattung mit ihren Sehenswürdigkeiten: vom legendären Teufelsritt über die Reliquien des hl. Benno bis hin zur historischen Automatenuhr und der Krypta. Neben den Werken hochrangiger Künstler unterschiedlichster Epochen präsentiert der Band auch die Musikpflege, Orgeln und Glocken, Gnadenstätten und Epitaphien. Ein Rückblick auf den Besuch von Papst Benedikt XVI. in seiner ehemaligen Kathedrale rundet den Band ab. Erstausgabe des Großen Kunstführers zur Münchner Frauenkirche anlässlich des 850-jährigen Jubiläums der bayerischen Landeshauptstadt.
Schneider, Erich: Tiepolos. "Steinigung des hl. Stephanus" und das Bildprogramm der Neumann-Basilika in Münsterschwarzach. 2008. 64 S., 40 fb. Abb. 24 x 17 cm. Pb EUR 9,90 ISBN: 3-7954-2030-X Schnell & Steiner
Das 1754 von Giovanni Domenico Tiepolo für die Benediktinerabteikirche Münsterschwarzach geschaffene Altarbild "Steinigung des hl. Stephanus“ galt seit 1803 als verschollen. 2006 konnte es vom Freistaat Bayern ersteigert werden und ist ab Anfang 2008 in Würzburg zu sehen.
Säkularisation zerstörte Abteikirche Münsterschwarzach hatten namhafte Künstler - darunter Giambattista Piazzetta, Vater und Sohn Tiepolo oder Johann Zick - bedeutende Altarbilder geschaffen. Zu ihnen gehört Giovanni Battista Tiepolos "Anbetung der Könige" - heute in der Alten Pinakothek München - oder die ab 2008 in der Würzburger Residenz zu sehende "Steinigung des hl. Stephanus" von Giovanni Domenico Tiepolo. Dieser Große Kunstführer führt die heute in verschiedenen Kirchen und Museen erhaltenen Kunstwerke vor Augen und bietet damit eine einzigartige Zusammenschau der berühmten Altargemälde. Einzigartige Zusammenschau der berühmten Altarbilder anlässlich der Präsentation des wieder aufgefundenen Altarbildes von Giovanni Domenico Tiepolo in Würzburg.
Jülich, Theo: Die mittelalterlichen Elfenbeinarbeiten des Hessischen Landesmuseums Darmstadt. Hrsg. v. Hessischen Landesmuseum Darmstadt. 2007. 150 S., 24 sw. u. 201 fb. Abb. 28 x 21 cm. Pb EUR 29,90 ISBN: 3-7954-2023-7 Schnell & Steiner
Die Sammlung mittelalterlicher Elfenbeinarbeiten des Hessischen Landesmuseums Darmstadt gehört zu den größten ihrer Art. Sie umfasst Prachteinbände, Tragaltäre, Reliquiare, Kästen, Pyxiden und einzelne Reliefs vom 5. bis zum 15. Jh. Im Begleitband zur Ausstellung wird erstmals der reiche Bestand vollständig publiziert und mit zahlreichen Farbabbildungen aller Ausstellungsstücke prächtig illustriert und ausführlich dokumentiert.
Zu den zahlreichen prominenten Ausstellungsstücken gehören beispielsweise das Fragment einer Himmelfahrt aus der Hofschule Karls des Großen, ein Relief aus dem sogenannten Magdeburger Antependium Kaiser Ottos I., der byzantinische Kasten mit der Darstellung der Alexanderlegende und der Asturius-Buchdeckel aus St. Martin in Lüttich. Die meisten der Objekte entstamm en dem Kabinett des Kölner Gelehrten und Sammlers Baron von Hüpsch (1730-1805), der sie am Ende des 18. Jh. im Maasland und am Niederrhein zusammentrug. Während in der Anfangsphase die Sammlungsprinzipien für die Museumsausstattung französischen Vorbildern folgte, bemühte man sich erst am Anfang des 19. Jhs. verstärkt um den Erwerb mittelalterlicher Kunst, die durch die Sammlung von Hüpsch einen immensen Zuwachs erhielt. In der zweiten Hälfte des 19. Jhs. errang die Darmstädter Sammlung der mittelalterlichen Elfenbeine bereits einen sehr hohen Bekanntheitsgrad weit über Deutschland hinaus. Das Katalogbuch umfasst auch eine Reihe bislang unpublizierter, gotischer Elfenbeinarbeiten, die hier erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Außerdem enthält es einen ausführlichen Beitrag zur Sammlungsgeschichte. Erstmalige Präsentation aller Sammlungsstücke mit Farbabbildungen, Dokumentation des technischen Befunds und Zusammenfassung der bisherigen Literatur. Begleitband zur großen Sonderausstellung im Diözesanmuseum Paderborn vom 15.02.-7.09.2008 Mehr unter: www.erzbistum-paderborn.de/museum
Zum Autor
Autor: Dr. Theo Jülich studierte Kunstgeschichte und Geschichte an der RWTH Aachen und ging dann als Volontär an das Germanische Nationalmuseum Nürnberg. Seit 1989 ist er am Hessischen Landesmuseum Darmstadt tätig, seit 2005 als stellvertretender Direktor. Er ist Verfasser zahlreicher Arbeiten zur romanischen Goldschmiede- und Elfenbeinkunst.
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